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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => Thema gestartet von: Prisma am 24.07.2021 | 19:20
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Den Stunt kannte ich noch nicht: https://comicbook.com/gaming/news/dungeons-dragons-canon-roleplaying-game-novels/ (https://comicbook.com/gaming/news/dungeons-dragons-canon-roleplaying-game-novels/)
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Naja, die Romane waren - außerhalb von Dragonlance - eh nie kanonisch
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Und wo genau ist dabei ein Problem?
Fuer die eigenen Runden kann ja jede Runde das zum Hintergrund erklaeren was sie wollen (sogar Sachen die nicht "canon" sind) ;)
Es ist einfach so, dass sie (ohne es in Produkten nochmal explizit einzufuehren) nicht auf alte Sachen (an die man evtl. gar nicht mehr zurueckgreifen kann - ausser als PDFs von DMsGuild) zurueckgreifen und diese als "Vorraussetzung" sehen.
Das erlaubt es auch Dinge die damals ok waren, heutzutage aber "problematisch" sind einfach mal im Remake/Rerelease entsprechend aendern kann.
Ich erinnere da nur an den "Tod der Daemonen/Teufel" in der 2. Edition AD&D als dann die Tanar'ri/Baatezu eigefuehrt wurden.
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Ich sehe das wie Selganor und viele andere, die sich in den sozialen Netzwerken dazu schon geäußert haben - beispielsweise auf ENWorld.
Der "Stunt" hat auf die heimische Runde keinerlei Auswirkungen, aber er bringt D&D in diesen Tagen wieder massiv ins Gespräch. Was eine gute Sache ist. ;)
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Ich finds richtig gut und massiv SL- und Kunden-freundlich.
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Der "Stunt" ist auch ganz auf der Linie der D&D5-Philosophie.
D&D5 verfolgt eine keep it simple-Philosophie: Egal, welches offizielle Abenteuermodul die SL greift, sie benötigt zum Spielen immer nur 4 Bücher. Die drei Grundregelwerke und das Abenteuermodul selbst. Nichts weiter.
Ähnliches betrifft auch den Umgang mit den Zusatzregeln, der - siehe AL - stark limitiert ist.
Verständlich, dass sich diese Philosophie auch auf die großen Kampagnenwelten erstreckt. Die D&D5-SL muss sich keinen Kopf machen, ob sich irgendwo in den tausenden Seiten Romanen & Modulen irgendetwas Kanonisches und Relevantes verbirgt.
Vor allem sind viele D&D5-Spieler neu dazugekommen und haben nicht diesen riesigen Fundus, den Altspieler besitzen.
Wer allerdings mehr wissen will, der kann jederzeit nachlegen und in älteren Publikationen stöbern. Diese Empfehlung gibt z.B. das Abenteurerhandbuch für die Schwertküste in Bezug auf die Vergessenen Reiche.
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Ich finds richtig gut und massiv SL- und Kunden-freundlich.
DAS sowieso
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Ich sehe das nicht ganz so positiv, aber ich bin ja auch nicht mehr Zielgruppe für die aktuelle Edition. Und dass es zur 5e-Philosophie passt sehe ich auch so.
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Meine 5Cents dazu: die richtige Methode um all den "ich kenne den Kanon, die NPCs und jeden Winkel der Welt besser als der GM und all die anderen Spieler und nutze das zum meinem Vorteil und für Gatekeeping"-Spielern den Wind aus den Segeln zu nehmen.
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Heißt natürlich konsequent weitergedacht: wenn jemals eine 6. Edition herauskommen sollte, wird alles heutige Material wahrscheinlich spätestens ein paar Jährchen danach ebenfalls zu "nicht mehr Kanon" erklärt, jedenfalls, wenn dann bei den Küstenzauberern immer noch Macher mit derselben Einstellung auf den relevanten Stühlen hocken.
Mir persönlich kann das ja mittlerweise recht schnurz sein, weil ich in D&D als solchem einfach nicht mehr so großartig drinstecke...aber daß sich Spieler und Spielleitungen, die tatsächlich noch Fans des offiziellen Materials sind, durch so was nicht ganz zu Unrecht vor den Kopf gestoßen fühlen mögen, kann ich andererseits auch irgendwie nachvollziehen.
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Kann doch jeder machen wie er will. Hab genug alten Kram zu den Realms, wenn ich da spielen will nutz ich den.
Und die ganzen Leute die jetzt erst in die Realms finden verwenden halt das neue Zeug. ^-^
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Also in meinen FR ist weiterhin die 2E-Kampagnenbox Kanon. :)
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Bevorzuge ohnehin Kampagnenwelten, die nicht durch einen Verlag "fortgeschrieben" werden, insofern ändert sich für mich nichts.
Konnte das Mimimi zwischen einerseits "Wir wollen unbedingt wissen, wie es mit unserer Lieblingsspielwelt weiter geht" (aber seltsamerweise wollen wir das nicht in unserer eigenen Kampagne herausfinden) und andererseits "Oh Graus! Die neue Edition hat die Spielwelt mit den neuen Setzungen komplett RUINIERT, da kann ich ja nicht mehr drin spielen!" (habt ihr ja vorher ohnehin nicht) sowieso nie nachvollziehen.
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Mir persönlich kann das ja mittlerweise recht schnurz sein, weil ich in D&D als solchem einfach nicht mehr so großartig drinstecke...aber daß sich Spieler und Spielleitungen, die tatsächlich noch Fans des offiziellen Materials sind, durch so was nicht ganz zu Unrecht vor den Kopf gestoßen fühlen mögen, kann ich andererseits auch irgendwie nachvollziehen.
Was aber auch irgendwie ein seltsamer Vorwurf an die 5E ist. Gerade D&D5 ist doch bekannt dafür, alte Klassiker wiederzubringen. Seien es legendäre Module (TftYP), liebevoll aufbereitete Urgesteine (die U-Serie in GoS), zahllose Easter Eggs für Fans, die Rückkehr von seit Langem nicht mehr offiziell gesichteten Ortschaften oder Artefakten (z.B. in STK), Eberron, ... -
Schaut man sich die jeweiligen Diskussionen von Fans und Kennern an, dann feiern sie viele Details, die allerdings auch nur Fans und Kenner begeistern.
Dass bei einem Rollenspiel mit 50 Jahren Publikationsgeschichte irgendwelche Fans irgendeiner Generation bestimmte Dinge vermissen oder anders sehen - nun, geschenkt.
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Ich wusste gar nicht, dass es einen Kanon für D&D überhaupt gibt.
Da wurde doch von Edition zu Edition eh alles über den Haufen geworfen um die Welt neu zu starten. Bzw. welche Welt denn? Oder welches Setting?
D&D war doch schon immer so offen, dass man schwerlich von einem Kanon sprechen kann.
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Da wurde doch von Edition zu Edition eh alles über den Haufen geworfen um die Welt neu zu starten.
Das ist gerade der Clou. Anstatt den Kanon mit welterschütternden Kataklysmen zurückzusetzen, geht die 5E den eleganteren Weg und erklärt einfach alles außerhalb der 5E-Produktlinie als nichtkanonisch.
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Erinnert mich an den extended-universe-cut bei Star Wars. Hätte ich als Star Wars Entscheider auch so gemacht, im Endeffekt wars aber trotzdem ein signifikanter Schritt in Richtung Abgrund.
Na und, who cares. Scheiß auf DnD5e. Es ist zugänglich, zugestanden, aber eine Seele hat das nicht. Ich habe zu DnD5e ein Verhältnis wie die Römer zu ihren Göttern: ein rationales und pragmatisches ~;D
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Ich wusste gar nicht, dass es einen Kanon für D&D überhaupt gibt.
Da wurde doch von Edition zu Edition eh alles über den Haufen geworfen um die Welt neu zu starten. Bzw. welche Welt denn? Oder welches Setting?
D&D war doch schon immer so offen, dass man schwerlich von einem Kanon sprechen kann.
ich muss gestehend as ich jetzt auch nicht von einem Metaplot von D&D wusste.... weil so oft wie die Welt da untergehen muss um einige der High level Module zu rechtfertigen :D
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time of troubles
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time of troubles
Forgotten Realms kann nicht für D&D in seiner Gesamtheit stehen.
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Na und, who cares. Scheiß auf DnD5e. Es ist zugänglich, zugestanden, aber eine Seele hat das nicht. Ich habe zu DnD5e ein Verhältnis wie die Römer zu ihren Göttern: ein rationales und pragmatisches ~;D
Verstehe ich nicht.
Es liegt eine große Qualität in stetig fortgeschriebenen Welten, ja.
Es hat aber auch (wie schon mehrfach erwähnt) viele Vorteile nach einer Zeit, oder von Edition zu Edition Tabula rasa zu machen. Oder eben ein Stück weit neuaufzusetzen.
Sehe da nichts seelenloses. Im Gegenteil D&D 5E hat einen echt starken, postiven Spirit! Und ist durch diese Eigenschaften besonders attraktiv für Einsteiger, was nicht nur dieses eine System aufblühen lässt.
Vielleicht nicht die verkorkste Grognard-Seele* eines RSPs, aber für mich auf seine Art sehr stark!
*Ich bezeichne dich aber sicher nicht als verkorksten Grognard. Huge fan of the show! :-*
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Vielleicht nicht die verkorkste Grognard-Seele* eines RSPs, aber für mich auf seine Art sehr stark!
*Ich bezeichne dich aber sicher nicht als verkorksten Grognard. Huge fan of the show! :-*
Vielen lieben Dank! :D
Ich denke aber, dass "verkorkster Grognard" mich schon ganz gut beschreibt. ~;D
Ich denke nochmal über die Seele / Seelenlosigkeit von DnD5 nach, aber ich verstehe schon gut, was du meinst. Ich habe auch keinen umfassenden Überblick über DnD5e, das mag erschwerend dazukommen.
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Ich muss sagen, ich verliere mehr und mehr die Lust an den offiziellen DnD Materialien. Ich bin z.B. ein großer Fan der Drow. Jetzt höre ich, dass diese böse Elfenkultur politisch nicht korrekt ist, weil sie dunkelhäutige Menschen als böse darstellt und die einzige matriarchalische Kultur psychopathisch böse ist.
Als jemand der viele nette Afrikaner, Afrodeutsche und dunkelhäutige Inder kennengelernt hat, will ich auch nicht reflexartig dagegen argumentieren, auch wenn es durchaus nicht vergleichbar ist zu älteren Romansettings, in denen echte Afrikaner als böse und primitiv dargestellt werden. Vielleicht sind Drow wirklich nicht mehr zeitgemäß, mag sein. Aber ich zweifle, dass der Wunsch nach Korrektheit hier stoppen wird, ich sehe durchaus noch Potential: Verherrlichung antidemokratischer Staatsformen. Pelz tragen wird als OK dargestellt. Gewalt als Lösung. Paladin, evtl. ein islamophober Trope aus dem Rolandslied. Wer das absurd findet, der kann ja mal 1-2 Jahre zurückdenken, was damals kein Thema war.
Die politisch korrekte Variante allerdings interessiert mich nicht, ich finde sie langweilig. Der Anstand gebietet ggf, dass ich die alten Produkte nicht mehr gut finde und vergesse. Er gebietet allerdings nicht, dass ich die neuen kaufe.
Ich will damit niemandem auf die Füße treten. Respekt ist eine wichtige Sache und zuhören auch. Als Sonderling profitiere ich selbst von einer offenen Gesellschaft. Aber der aktuelle DnD Trend hier gefällt mir nicht und der Canon-Schnitt passt für mich ganz gut in dieses Muster.
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Ich sehe so eine Aussage ziemlich kritisch und Argumente das sie es "für die Spieler" oder "für den SL" machen waren schon immer PR-Quatsch. Wer jetzt "offizielles D&D" spielen will, kann (darf) nur D&D5 spielen und auch nur das was WotC für 5E rausbringt. Das ist die Kernaussage, imho. Und all die Elemente und Hintergründe welche die Settings groß und beliebt gemacht haben, da lassen sie sich eventuell von inspirieren, "offiziell" sind sie aber nun Makulatur. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der ganze Setting und Lore-Reichtum, bloß Makulatur. Wow! Star Wars lässt grüßen.
Auf der anderen Seite: Wen juckts? (o/A)D&D(1E-5E)-Runden haben schon immer ihre eigene Version gespielt und sich die Dinge rausgepickt die sie interessant fanden. Was mich aber stört ist dieses schön verpackte quasi-retconning.
Ich war zwar nie besonders begeistert von 5E, aber das entfernt mich noch weiter davon.
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Also, ich finde es gut, weil es die Möglichkeit eröffnet alte Probleme zu beseitigen und neues zu erschaffen.
ABER provokant gesagt, dann sollen sie ihre PnP Produkte gefälligst auch nicht mehr mit nichtkanonischen Figuren wie Drizzt Do'Urden oder Minsc und Boo bewerben!!
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Ich muss sagen, ich verliere mehr und mehr die Lust an den offiziellen DnD Materialien. Ich bin z.B. ein großer Fan der Drow. Jetzt höre ich, dass diese böse Elfenkultur politisch nicht korrekt ist, weil sie dunkelhäutige Menschen als böse darstellt und die einzige matriarchalische Kultur psychopathisch böse ist.
Als jemand der viele nette Afrikaner, Afrodeutsche und dunkelhäutige Inder kennengelernt hat, will ich auch nicht reflexartig dagegen argumentieren, auch wenn es durchaus nicht vergleichbar ist zu älteren Romansettings, in denen echte Afrikaner als böse und primitiv dargestellt werden. Vielleicht sind Drow wirklich nicht mehr zeitgemäß, mag sein. Aber ich zweifle, dass der Wunsch nach Korrektheit hier stoppen wird, ich sehe durchaus noch Potential: Verherrlichung antidemokratischer Staatsformen. Pelz tragen wird als OK dargestellt. Gewalt als Lösung. Paladin, evtl. ein islamophober Trope aus dem Rolandslied. Wer das absurd findet, der kann ja mal 1-2 Jahre zurückdenken, was damals kein Thema war.
Die politisch korrekte Variante allerdings interessiert mich nicht, ich finde sie langweilig. Der Anstand gebietet ggf, dass ich die alten Produkte nicht mehr gut finde und vergesse. Er gebietet allerdings nicht, dass ich die neuen kaufe.
Ich will damit niemandem auf die Füße treten. Respekt ist eine wichtige Sache und zuhören auch. Als Sonderling profitiere ich selbst von einer offenen Gesellschaft. Aber der aktuelle DnD Trend hier gefällt mir nicht und der Canon-Schnitt passt für mich ganz gut in dieses Muster.
ich muss gestehen das ich es sinnvoll fand eine Abspaltung der Loth fanatiker Drow zu erschaffen die sich davon eben abgespaltet haben und dem NICHT folgen... daher versteh ich dein Argument null. Kann sein das du hier nur die halbe Story kennst.
R.A. Salvatore meinte das er im neuen Buch zusätzlich zu Menzoberranzan und den Loth fanatiker Drow "wir hassen alle weil *insert Grund*" es jetzt auch zwei weitere Abspaltungen gibt. Die ursprünglichen Drow aus denen auch Drizzt kommt bleiben bestehen
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Ich muss sagen, ich verliere mehr und mehr die Lust an den offiziellen DnD Materialien. Ich bin z.B. ein großer Fan der Drow. Jetzt höre ich, dass diese böse Elfenkultur politisch nicht korrekt ist, weil sie dunkelhäutige Menschen als böse darstellt und die einzige matriarchalische Kultur psychopathisch böse ist.
Die politisch korrekte Variante allerdings interessiert mich nicht, ich finde sie langweilig.
:d Genau so sehe ich das auch. Ich kann WotC seit dem feigen Schritt der Rücksetzung der wundervollen FR aus 4E schon nicht mehr leiden, und das was sie jetzt abziehen, hasse ich zutiefst. >:(
Ich kaufe schon seit einiger Zeit keine Produkte mehr von denen, zum Glück gibt es so viel gutes altes Zeugs auf eBay & Co., haha - damit kann man sich bei Bedarf mehrere Leben lang beschäftigen,
wenn man will, ohne diese Firma auf ihrem Irrweg je wieder mit Geld zu unterstützen. Herrlich. ;D
Das einzige was nicht Kanon ist, ist dieser Crawford selbst: BRING BACK PERKINS TO ACQ INC!!! ^-^
Soviel zu meinem Senf dazu... mhmmm, Senf... ~;D
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:d Genau so sehe ich das auch. Ich kann WotC seit dem feigen Schritt der Rücksetzung der wundervollen FR aus 4E schon nicht mehr leiden, und das was sie jetzt abziehen, hasse ich zutiefst. >:(
Ich kaufe schon seit einiger Zeit keine Produkte mehr von denen, zum Glück gibt es so viel gutes altes Zeugs auf eBay & Co., haha - damit kann man sich bei Bedarf mehrere Leben lang beschäftigen,
wenn man will, ohne diese Firma auf ihrem Irrweg je wieder mit Geld zu unterstützen. Herrlich. ;D
Das einzige was nicht Kanon ist, ist dieser Crawford selbst: BRING BACK PERKINS TO ACQ INC!!! ^-^
Soviel zu meinem Senf dazu... mhmmm, Senf... ~;D
muss gestehen das ich das null verstehe. Ich mein 90 % der SC Drow waren eh schon keine Loth Anhänger und gehörten wohl eher der "neuen" Abspaltung die es damals noch nicht gab
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Kann man machen und ist sicher so sehr "praktisch" weil leicht umzusetzen und gut neues Zeug an Leute, die dann Canon bleiben wollen, zu verkaufend für die Firma.
Aber damit meinem Eindruck nach umgekehrt auch ungeheuer lame und link.
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Ah, der gute alte Reboot-Streit hat nun auch endlich DnD erreicht. ;D
Ich kann dazu nur immer sagen: Niemand nimmt euch was weg, daher verstehe ich wirklich nicht, wo das Problem liegt.
Wenn ihr in den "alten" Forgotten Realms spielen wollt, dann macht das doch auch weiterhin! Niemand hindert euch dran. (Persönlich kenne ich niemanden, der in irgendeiner "Liga" oder so spielt, daher verstehe ich das Argument "darf ich aber offiziell nicht" überhaupt nicht.) Für neue Spieler:innen ist ein solcher Cut ein Segen. Nicht nur bei Rollenspielen, auch bei Comic-Reihen u.ä.: Battlestar Galactica, Wonder Woman, DnD ... alles nicht auf meinem Schirm, wenn es nicht eine Möglichkeit gegeben hätte, (erstmal) ohne Jahrzehnte an Hintergrund einzusteigen. Das Forgotten Realms Wiki ist ganz nett, aber es war auch sehr anstregend, dort immer nachsehen zu müssen, ob es irgendwelche Konflikte zu dem gibt, was ich spielen wollte. Zumal viele der dort zitierten Werke nicht mehr gut oder gar nicht mehr zu bekommen sind. Das ist dann nichts anderes als Herrschaftswissen.
Was ich lange nicht realisiert habe, mich jetzt aber immer mehr an DnD reizt: Es ist ein Baukasten, eine Inspirationsmaschine, ein Hilfsmittel um die Abenteuer zu spielen, die man selber gerne erleben möchte. Deshalb gibt es das Multiversum, deshalb gibt es bei DnD drölfzig Millionen Homebrews, deshalb steht im Regelwerk, dass meine Forgotten Realms eine persönliche Variante neben vielen anderen sind. Dieses Rumgenöle bezüglich des Kanons hätte ich ehrlich gesagt eher von DSA'lern erwartet, die alle Zuschauer und Spielfiguren in der großen Aventurien-Meta-Story sind.
Ist das eigentlich auch ein internationales Problem, oder sind Amis da viel entspannter? Mein Eindruck aus dem Netz ist ja, dass TTRPG in den USA für die Mehrheit doch mehr Spiel und weniger Ersatzrealität ist. Nichts für ungut.
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Ah, der gute alte Reboot-Streit hat nun auch endlich DnD erreicht. ;D
Ich kann dazu nur immer sagen: Niemand nimmt euch was weg, daher verstehe ich wirklich nicht, wo das Problem liegt.
Natürlich wird etwas weggenommen:
a) Mitspieler - je nachdem, wie sich das splittet findet man entsprechend weniger Leute, welche die alten FR spielen wollen.
b) die bisherigen Käufe werden entwertet - wenn man dann mit den "Neuen" spielen will, muss man den Kram neu kaufen.
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Natürlich wird etwas weggenommen:
a) Mitspieler - je nachdem, wie sich das splittet findet man entsprechend weniger Leute, welche die alten FR spielen wollen.
b) die bisherigen Käufe werden entwertet - wenn man dann mit den "Neuen" spielen will, muss man den Kram neu kaufen.
ok
zu a) betrifft das nur "alte Hasen" die den alten Kram haben da ein Neueinsteiger sich nicht zeug von Boxen aus den 90ern oder so suchen wird
zu b) ebenfalls schwachsinn da Bücher nie "entwertet" werden
wollt ihr Situationen wie DSA haben bei dem ein Neueinsteiger teilweise in Abenteuern NPCs begegnet wo gesagt wird "hey willst du mehr wissen kauf dir bitte AB xxx aus Anfang 2000 da lernst du was drüber"?
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ich muss gestehen das ich es sinnvoll fand eine Abspaltung der Loth fanatiker Drow zu erschaffen die sich davon eben abgespaltet haben und dem NICHT folgen... daher versteh ich dein Argument null. Kann sein das du hier nur die halbe Story kennst.
R.A. Salvatore meinte das er im neuen Buch zusätzlich zu Menzoberranzan und den Loth fanatiker Drow "wir hassen alle weil *insert Grund*" es jetzt auch zwei weitere Abspaltungen gibt. Die ursprünglichen Drow aus denen auch Drizzt kommt bleiben bestehen
Ich habe mir mal den Polygon Artikel durchgelesen ((https://www.polygon.com/22585687/dungeons-dragons-r-a-salvatore-drizzt-black-controversy-race-interview)) in dem sich Salvatore direkt äussert. Du hast recht, dass es die Drow so geben wird wie bisher, aber auch zwei andere Stämme. Gut, insofern mag mein Argument unverständlich sein. Aber wenn ich lese dass die Bücher Salvatores auf "racist tropes" basieren, dann frage ich mich, wie passt das zusammen: Weiterhin "racist tropes" aber noch ein paar gute Drow in der Arktis und im Dschungel(!) um zu zeigen, dass wir nicht rassistisch sind.
Aber danke für die andere Perspektive. Vielleicht sehe ich das alles zu pessimistisch.
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ok
zu a) betrifft das nur "alte Hasen" die den alten Kram haben da ein Neueinsteiger sich nicht zeug von Boxen aus den 90ern oder so suchen wird
zu b) ebenfalls schwachsinn da Bücher nie "entwertet" werden
wollt ihr Situationen wie DSA haben bei dem ein Neueinsteiger teilweise in Abenteuern NPCs begegnet wo gesagt wird "hey willst du mehr wissen kauf dir bitte AB xxx aus Anfang 2000 da lernst du was drüber"?
Und "alte Hasen" - sprich jeder, der das nun ungültige Zeug gekauft hat - zählen nicht, wenn niemand nimmt euch etwas weg in den Raum geworfen wird?
Schwachsinn ist nicht zu erkennne, dass ein Anleitungsbuch, dessen Inhalt gerade offiziell für obsolet erklärt wurde, für die weitere zeitgenössische Verwendung entwertet ist und damit auch bei persönlicher Weiterverwendung abseits einer bestehenden einigen Gruppe eine erhebliche Nutzbarkeitsreduzierung eingetreten ist.
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Wahrscheinlich bin ich zu "woke" um das schlecht zu finden. Ich bin ein Fan davon, die Vistani zu überarbeiten, sich über die einseitige Darstellung spezifischer Tropen Gedanken zu machen und Klassiker im neuen Gewand neu aufzulegen. Ich persönlich habe keine Lust, eine Weltbeschreibung wie auf DSA-Niveau zu haben, das dann mit solchen Perlen "glänzt" (http://"https://andergastritis.de/einsamkeit-und-trubel-bevoelkerung-in-andergast/")(der Schreiber hat da sicher Spaß dran gehabt und es sei ihm vergönnt, mich dagegen schreckt das ab).
Einseitige Zeichnungen wie die Drow-Gesellschaft oder die WHFB Dunkelelfen langweilen mich und ich finde sie nicht spielförderlich. Die Idee, mit Absplitterungen da mehr Differenzierung rein zu bringen, gefällt mir gut, schafft Raum für's Spiel.
Sehe da nichts seelenloses. Im Gegenteil D&D 5E hat einen echt starken, postiven Spirit! Und ist durch diese Eigenschaften besonders attraktiv für Einsteiger, was nicht nur dieses eine System aufblühen lässt.
Sehe das ähnlich - sowohl Designphilosophie (leichtgängig) als auch alle Beschreibungen zu DnD5 sind einladend und helfen, das Spiel einer breiteren Gruppe an Spieler*innen zu öffnen. Ich freu mich drüber und kann für unser Hobby eigentlich nur positive Entwicklungen dadurch sehen.
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Forgotten Realms kann nicht für D&D in seiner Gesamtheit stehen.
Gab es eine Assassin Class im IIed Players?
http://www.michaelastackpole.com/?p=12
Some of you are saying that’s not necessary, but really it is. Think about it for a second: how many novels would you say are core texts and must-reads for folks just getting in? A dozen? Two dozen? Somewhere in the middle? Let’s assume it’s fifteen novels, just for the sake of argument. This means you’re telling someone they need to read $90 worth of novels, well over a million words, just to come up to speed with the fictional universe. Then there are all the tech manuals, the situation reports, the field reports, and then the games themselves.
Face it, guys, you can get into a religion that promises eternal salvation for less money and less reading, and get your soul saved in the process.
How do we create this portal? We provide a point in history were someone can come in, grasp what has been going on rather quickly, and get them caught up in the immediate story. We are not dismissing the previous history, not at all, but we want them to be able to slip in and get up to speed quickly, at which point they will learn of what has gone before, and will be able to invest themselves in it. I mean, heck, these books will still exist, will still be available for sale, and to generate royalties, so why would we want to cut the future off from our past? If we were as stupid as some folks assert, we would do that, but I’ve got over 1.2 million words in BattleTech fiction sitting out there presumably earning money for me. I’m not divorcing myself or the universe from that.
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Ganz viel "Mimimi".
Wenn Spielteilnehmende "das steht aber nicht so im Buch" als Totschlagargument verwenden, dann fliegen sie sowieso achtkantig aus der Gruppe (weil sie in 99% der Fälle Vollpfosten sind).
Und: wenn es keinen festen Kanon mehr gibt, dann kann auch niemand dem SL sagen, dass das alte Zeug was er verwendet "falsch" ist (man kann allerdings Gründe finden, warum es für die Gruppe nicht passt - und der SL kann sich dann nicht hinter "Die Spielwelt ist halt so, das habe ich mir nicht ausgesucht" verstecken, sondern muss konstruktiv damit umgehen).
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Ich habe mir mal den Polygon Artikel durchgelesen ((https://www.polygon.com/22585687/dungeons-dragons-r-a-salvatore-drizzt-black-controversy-race-interview)) in dem sich Salvatore direkt äussert. Du hast recht, dass es die Drow so geben wird wie bisher, aber auch zwei andere Stämme. Gut, insofern mag mein Argument unverständlich sein. Aber wenn ich lese dass die Bücher Salvatores auf "racist tropes" basieren, dann frage ich mich, wie passt das zusammen: Weiterhin "racist tropes" aber noch ein paar gute Drow in der Arktis und im Dschungel(!) um zu zeigen, dass wir nicht rassistisch sind.
Aber danke für die andere Perspektive. Vielleicht sehe ich das alles zu pessimistisch.
naja die Bücher sind au den... 70ern?? frühe 80er? da war das nich wirklich ein Thema sag ich mal und man gab da halt gerne bösen Charakteren dunkle Haut weil... war halt so sieht böse aus.
Daher find ich das mit der Abspaltung der "nicht Loth Anhänger" eigentlich ganz interessant. Die "Dschungel Drows" find ich nur etwas... seltsam aber okay
@Maarzan:
Natürlich wird etwas weggenommen:
a) Mitspieler - je nachdem, wie sich das splittet findet man entsprechend weniger Leute, welche die alten FR spielen wollen.
Spieler die die "alte FR" spielen wollen haben das alte Zeug schon und werden allgemein schwer neue Spieler finden die NEU in die FR gehen da die Story ja wohl andauernd weitergeschrieben worden ist. Bist du jetzt in der 3.5 FR weil das für dich super ist wirst du so oder so schwer haben neue SPieler zu finden da die Neueinsteiger kaum zugriff auf diese Infos haben. Man beklagt also "wäääh ich will das alte FR spielen" und "wäääh ich finde keine neuen Spieler die die alte FR aus den 80ern spielen wollen"
sorry ich komm aus der DSA Ecke und da is es schon für Neueinsteiger verwirrend wenn "alte Hasen" von Dingen sprechen die Canon sind und von denen Neueinsteiger keine Ahnung haben... das treibt ja dann noch weiter in Abenteuer rein wo wichtige NPCs auftauchen die in Büchern / Boten / Abenteuern vorgestellt worden sind. Ich hab das Problem sogar grad da wir in unserer Runde einen neueinsteiger haben, er muss also nicht nur das Generelle Setting verstehen sondern müsste sich erstmal durch mindestens 10 Jahre DSA Geschichte wühlen nur um die Basics zu kriegen (wir spielen nicht direkt Metaplot nur die großen "Plotpoints" sind uns wichtig) und selbst das ist schwer da dies ja über zich Quellen Verteilt ist
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Vielleicht sind Drow wirklich nicht mehr zeitgemäß, mag sein. Aber ich zweifle, dass der Wunsch nach Korrektheit hier stoppen wird, ich sehe durchaus noch Potential: Verherrlichung antidemokratischer Staatsformen. Pelz tragen wird als OK dargestellt. Gewalt als Lösung. Paladin, evtl. ein islamophober Trope aus dem Rolandslied. Wer das absurd findet, der kann ja mal 1-2 Jahre zurückdenken, was damals kein Thema war.
Die politisch korrekte Variante allerdings interessiert mich nicht, ich finde sie langweilig. Der Anstand gebietet ggf, dass ich die alten Produkte nicht mehr gut finde und vergesse. Er gebietet allerdings nicht, dass ich die neuen kaufe.
Es gibt kein "Zeitgemäss" bei einem Hobby, dass sich darum dreht, zeitlose Eskapismen als Spiel feilzubieten. Die jetzige Welle wird auch wieder vorüberschwappen und die Claqueure werden sich dann exakt um 180° drehen und die neuen Paradigmen bejubeln.
Ich will damit niemandem auf die Füße treten. Respekt ist eine wichtige Sache und zuhören auch. Als Sonderling profitiere ich selbst von einer offenen Gesellschaft. Aber der aktuelle DnD Trend hier gefällt mir nicht und der Canon-Schnitt passt für mich ganz gut in dieses Muster.
Ich denke nicht das irgendjemand von dieser Art von "offenen Gesellschaft" profitiert ausser eine Handvoll Konzerne und Bankmenschen.
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Und: wenn es keinen festen Kanon mehr gibt, dann kann auch niemand dem SL sagen, dass das alte Zeug was er verwendet "falsch" ist (man kann allerdings Gründe finden, warum es für die Gruppe nicht passt - und der SL kann sich dann nicht hinter "Die Spielwelt ist halt so, das habe ich mir nicht ausgesucht" verstecken, sondern muss konstruktiv damit umgehen).
Es gibt doch jetzt nicht "keinen Kanon" sondern der Kanon steht jetzt in all den neuen 5e Werken, die ihr damit neu kaufen müsst, wenn ihr dasselbe Spiel spielen wollt.
Natürlich kann man am eigenen Spieltisch in Absprache mit den Spielern immer alles spielen, auf was man sich einigen kann.
Ein formelles Werk soll dabei aber unterstützen, indem es eine Basisgrundlage legt, welche dann allen so idealerweise bekannt die Grundlage für ggf einzelne noch zu verhausregelnde Details darstellen würde.
Dieser Schnitt teilt damit zumindest die Spielerschaft und verringert die anzunehmende Größe der Gruppe, bei welcher man auf entsprechende Vorkenntnisse bauen kann.
Der Umfang wird dabei (spätestens wenn das upgedatete Material verfügbar ist) ja nicht kleiner, sondern nur anders.
@Maarzan:
Natürlich wird etwas weggenommen:
a) Mitspieler - je nachdem, wie sich das splittet findet man entsprechend weniger Leute, welche die alten FR spielen wollen.
Spieler die die "alte FR" spielen wollen haben das alte Zeug schon und werden allgemein schwer neue Spieler finden die NEU in die FR gehen da die Story ja wohl andauernd weitergeschrieben worden ist. Bist du jetzt in der 3.5 FR weil das für dich super ist wirst du so oder so schwer haben neue SPieler zu finden da die Neueinsteiger kaum zugriff auf diese Infos haben. Man beklagt also "wäääh ich will das alte FR spielen" und "wäääh ich finde keine neuen Spieler die die alte FR aus den 80ern spielen wollen"
sorry ich komm aus der DSA Ecke und da is es schon für Neueinsteiger verwirrend wenn "alte Hasen" von Dingen sprechen die Canon sind und von denen Neueinsteiger keine Ahnung haben... das treibt ja dann noch weiter in Abenteuer rein wo wichtige NPCs auftauchen die in Büchern / Boten / Abenteuern vorgestellt worden sind. Ich hab das Problem sogar grad da wir in unserer Runde einen neueinsteiger haben, er muss also nicht nur das Generelle Setting verstehen sondern müsste sich erstmal durch mindestens 10 Jahre DSA Geschichte wühlen nur um die Basics zu kriegen (wir spielen nicht direkt Metaplot nur die großen "Plotpoints" sind uns wichtig) und selbst das ist schwer da dies ja über zich Quellen Verteilt ist
Sobald diese Spieler eine neue Gruppe suchen oder an Cons teilnehmen werden, werden sie auf dieses Problem treffen und das zunehmend.
Und für Neueinsteiger wird das auch nicht weniger belastend, weil es wird ja ähnlich umfangreichen neuen Kanon geben. In eine der beiden Formen werden sie sich einarbeiten müssen, wenn sie da mitreden wollen, nur reden sie mit dem Schnitt danach nicht mehr über dieselben Sachen, wie die Leute mit den Vorgängereditionen.
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naja die Bücher sind au den... 70ern?? frühe 80er? da war das nich wirklich ein Thema sag ich mal und man gab da halt gerne bösen Charakteren dunkle Haut weil... war halt so sieht böse aus.
Echt so alt? Wow. Wobei das damals auch ein Thema war. MLK wurde ja Ende der 60er erschossen.
Ich denke nicht das irgendjemand von dieser Art von "offenen Gesellschaft" profitiert ausser eine Handvoll Konzerne und Bankmenschen.
Ich finde es gibt da zwei Dinge, die sich überlappen. Ein echtes Verständnis für Vielfältigkeit (früher warst Du als Computer-Nerd, als Vegetarier oder viel mehr noch als Schwuler der Vollfreak). Und Leute, die davon profitieren, dass sie das Feuer des Streits anfachen, u.a. auch einige sehr reiche Menschen. Aber das ist ein anderes Thema.
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Ich warte jetzt darauf, das es bei den Klassen und Rassen, oh Entschuldigung, "Völkern", dann neben männlich und weiblich auch divers gibt. Dracula und Vampire werden wohl auch verschwinden, da sicher bald ein paar Leute sich aus der Region um Transsilvanien auf den Schlipps getreten fühlen. Leute, es ist ein Spiel und man muss nicht immer alles politisch korrekt machen, einfach gesunden Menschverstand anwenden. Lasst die Drow Drow sein, Dämonen und Teufel was sie sind, natürlich gibt es Abspaltungen davon, aber die Grundvölker haben ihre Geschichte, die kann/sollte man nicht einfach ändern.
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Leute, es ist ein Spiel und man muss nicht immer alles politisch korrekt machen, einfach gesunden Menschverstand anwenden.
Nichts ist Extremisten so ein Dorn im Auge wie Bereiche, wo die Leute einfach für sich machen können ohne Kontrolle und dabei ggf gar gesunden Menschenverstand statt Linientreue bemühen (und üben) könnten.
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Nur für's Protokoll: WotC (ja genau die Bösen, die gerade den Kanon auf 5E reduzieren) verkaufen offiziell ;) alle Bücher und Boxen der früheren Editionen. Die Designer empfehlen (!) sogar, sich bezüglich der Vergessenen Reiche bei der Grey Box, der 2E Box, dem 3E + 4E FRCS umzuschauen.
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Und für Neueinsteiger wird das auch nicht weniger belastend, weil es wird ja ähnlich umfangreichen neuen Kanon geben.
Woher nimmst du diese Annahme? Es geht ja explizit darum, dass der neue Kanon überschaubarer sein (wodurch man - selbst wenn man (warum auch immer, es hat keine Vorteile für das Spiel - hatte es auch in der Vergangenheit zu keiner Zeit) nach Kanon spielen sollte - auch problemlos altes Material reinportieren kann, weil es nicht "offiziellen" Setzungen widerspricht).
Ich finde es interessant, dass diejenigen welche sich hier im Forum als die größten Gatekeeper für das Hobby gezeigt haben am lautesten "aber die Freiheit!" rumheulen, sobald ihnen jemand ihre Spielsachen wegnimmt. 8)
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Echt so alt? Wow. Wobei das damals auch ein Thema war. MLK wurde ja Ende der 60er erschossen.
Ich finde es gibt da zwei Dinge, die sich überlappen. Ein echtes Verständnis für Vielfältigkeit (früher warst Du als Computer-Nerd, als Vegetarier oder viel mehr noch als Schwuler der Vollfreak). Und Leute, die davon profitieren, dass sie das Feuer des Streits anfachen, u.a. auch einige sehr reiche Menschen. Aber das ist ein anderes Thema.
der erste Teil "der Gesprungene Kristall" kam '88 raus. Auf deutsch erst '91
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Woher nimmst du diese Annahme? Es geht ja explizit darum, dass der neue Kanon überschaubarer sein (wodurch man - selbst wenn man (warum auch immer, es hat keine Vorteile für das Spiel - hatte es auch in der Vergangenheit zu keiner Zeit) nach Kanon spielen sollte - auch problemlos altes Material reinportieren kann, weil es nicht "offiziellen" Setzungen widerspricht).
Ich finde es interessant, dass diejenigen welche sich hier im Forum als die größten Gatekeeper für das Hobby gezeigt haben am lautesten "aber die Freiheit!" rumheulen, sobald ihnen jemand ihre Spielsachen wegnimmt. 8)
Es wird doch neuen 5e Kanon geben. Oder hat irgendwer von denen verlautbaren lassen, dass nach einem ersten Settingband diesmal Schluss ist?
Wie geschrieben, am eigenen Tisch kann man in Absprache alles machen. Aber offizielles Material und dessen Kanon hat eigentlich eine Funktion.
Der zweite Absatz kommt mir wirr vor. Magst du erläutern?
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Ich finde es interessant, dass diejenigen welche sich hier im Forum als die größten Gatekeeper für das Hobby gezeigt haben am lautesten "aber die Freiheit!" rumheulen, sobald ihnen jemand ihre Spielsachen wegnimmt. 8)
Also ich kann von L5R und Vampire sagen, dass mich der Kanon am Einstieg gehindert hat. Gleichzeitig empfand ich das aber nicht als Gate-Keeping, dass Leute Ihren Spaß hatten sich obskures Lore um die Ohren zu hauen, dass sie über Jahre erfahren hatten. Ich glaube man kann aber auch Bücher hinkriegen, die einen Neueinstieg erlauben ohne gleich alles in die Tonne zu treten. Das Problem bei L5R war, dass die 3.(?) Edition versucht hat, das gesamte Lore reinzupressen und ich mich irgendwann fühlte wie in der Prüfungsvorbereitung.
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Ich finde es interessant, dass diejenigen welche sich hier im Forum als die größten Gatekeeper für das Hobby gezeigt haben am lautesten "aber die Freiheit!" rumheulen, sobald ihnen jemand ihre Spielsachen wegnimmt. 8)
Die armen Windmühlen. :(
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AIch glaube man kann aber auch Bücher hinkriegen, die einen Neueinstieg erlauben ohne gleich alles in die Tonne zu treten.
Prinzipiell ja. Allerdings nicht, wenn man die gesamte Lore mitnehmen will.
Beispiel Vampire: da war am Anfang nur die Setzung "Es gibt Vampire, es gibt diese 7 Clans (die sich jeweils in einem Wort zusammenfassen lassen), die haben zusammen eine Fascho-Regierung in [hier Name der Stadt einsetzen] (andere Städte sind nicht wichtig), jüngere Vampire finden das nicht cool und rebellieren dagegen" - bäm, das reicht aus für Jahre laufende Kampagnen. Später war man dann der Meinung, dass Spielende unbedingt über den großen Metaplot Bescheid wissen müssten und das Spiel wurde deutlich weniger zugänglich.
Wie geschrieben, am eigenen Tisch kann man in Absprache alles machen. Aber offizielles Material und dessen Kanon hat eigentlich eine Funktion.
Am Tisch muss man den neuen Spielern sowieso erklären, wie der Hintergrund funktioniert. Ob man das aus dem "Kanon" nimmt, aus dem Oeuvre des SL oder aus den gemeinsamen Ideen der Gruppe, macht keinen Unterschied.
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Es gab im Drow Splatbook schon nicht böse und gute Drow wie
https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Eilistraee
clerics
https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Qilu%C3%A9_Veladorn
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Prinzipiell ja. Allerdings nicht, wenn man die gesamte Lore mitnehmen will.
Ich meinte genau das. Man kann in den aktuellen Publikationen eine Untermenge des Lore nehmen (z.B. nur Neverwinter) und damit neuen Spielern den Zugang ermöglichen. Oder aber man erklärt das Lore für ungültig und produziert dann neues, inkompatibles Lore (Star Wars). Letzteres finde ich nicht so toll, da bin ich offen nerdig genug um das zuzugeben.
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Prinzipiell ja. Allerdings nicht, wenn man die gesamte Lore mitnehmen will.
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Am Tisch muss man den neuen Spielern sowieso erklären, wie der Hintergrund funktioniert. Ob man das aus dem "Kanon" nimmt, aus dem Oeuvre des SL oder aus den gemeinsamen Ideen der Gruppe, macht keinen Unterschied.
Ich sehe nicht, dass der Umfang da - abgesehen von der Startveröffentlichungsrate - wirklich sinken wird.
Ein neue Spieler kann sich auch einlesen bzw. ein neuer Spieler kann auch gar kein unbelesener Neuspieler sein, aber eben dann ein erfahrener oder zumindest belesener Spieler, welcher bloss auf der anderen Seite des Editionsgrabens steht und ohne diesen eben erst gar nicht in dem Umfang einzuweisen wäre sondern mit "wir spielen FR mit ggf dieser kleinen Handvoll Hausänderungen" ausreichend informiert wäre.
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Ein neue Spieler kann sich auch einlesen bzw. ein neuer Spieler kann auch gar kein unbelesener Neuspieler sein, aber eben dann ein erfahrener oder zumindest belesener Spieler, welcher bloss auf der anderen Seite des Editionsgrabens steht und ohne diesen eben erst gar nicht in dem Umfang einzuweisen wäre sondern mit "wir spielen FR mit ggf dieser kleinen Handvoll Hausänderungen" ausreichend informiert wäre.
Der Mammutanteil aller D&D5-Spieler weltweit sind übrigens Neuspieler, die gar keine früheren Editionen kennen. Dass sich Altspieler in solchen Altformaten wie Foren herumtreiben und von der alten Zeit sprechen, ist nur ein Effekt der Bubble.
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Der Mammutanteil aller D&D5-Spieler weltweit sind übrigens Neuspieler, die gar keine früheren Editionen kennen. Dass sich Altspieler in solchen Altformaten wie Foren herumtreiben und von der alten Zeit sprechen, ist nur ein Effekt der Bubble.
Dann ist das eine nachzuvollziehende Geschäftsentscheidung.
Aber als Altspieler sollte man das dann auch entsprechend "honorieren".
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Der Mammutanteil aller D&D5-Spieler weltweit sind übrigens Neuspieler, die gar keine früheren Editionen kennen. Dass sich Altspieler in solchen Altformaten wie Foren herumtreiben und von der alten Zeit sprechen, ist nur ein Effekt der Bubble.
Hast du dazu eine belastbare Quelle?
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Ganz allgemein ist "Kanon" für mich einerseits das, wovon man im Spiel früher oder später sowieso schon allein deswegen abweicht, weil man ja mit den Spielern und ihren Charakteren bereits neue Nicht-Kanonelemente auf das Setting losgelassen hat.
Andererseits hat ein Kanon auch für Rollenspieler zumindest insoweit auch einen Nutzen, als er erst einmal überhaupt eine gemeinsame Vorstellungsgrundlage für den Anfang bietet -- und das ist eine Funktion, die allzu radikale Umbrüche unbelastet davon, wer genau für sie verantwortlich zeichnet, potentiell tatsächlich beeinträchtigen können. ("Moment mal, ich dachte immer, X sind Y!" "Nö, seit vorletztem Monat sind sie Z und sind es auch immer schon gewesen, gewöhn' dich dran.")
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Dann ist das eine nachzuvollziehende Geschäftsentscheidung.
Aber als Altspieler sollte man das dann auch entsprechend "honorieren".
Man darf sich halt nicht täuschen lassen: Der Großteil der D&D-Debatten in Foren wird von Leuten geführt, die gar kein D&D5 spielen, sondern ganz andere D&D-Editionen.
Die sind jedoch gar kein Adressat für D&D5-Produkte oder solche Entscheidungen wie die, über die wir gerade diskutieren.
Oder anders:
Die typische D&D5-Runde besteht aus jungen Leuten, die über CR oder andere Medien auf das Spiel gekommen sind und daher keinen Bezug zu früheren Editionen haben.
Eine Runde aus Grognards, die den Schrank voller 2E, 3E oder 1E-Zeug haben, aber zähneknirschend D&D5 spielen, obwohl sie das eigentlich alles total doof und besch*eiden finden, die hat Seltenheitswert.
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Ich bin weder die Crit Roll-Generation, noch ein zähneknischender Grog, ich mag einfach die 5e lieber als die vorherigen Editionen, und bespiele damit mein eigenes Setting, Eberron, Greyhawk, oder was auch immer.
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Die typische D&D5-Runde besteht aus jungen Leuten, die über CR oder andere Medien auf das Spiel gekommen sind und daher keinen Bezug zu früheren Editionen haben.
Eine Runde aus Grognards, die den Schrank voller 2E, 3E oder 1E-Zeug haben, aber zähneknirschend D&D5 spielen, obwohl sie das eigentlich alles total doof und besch*eiden finden, die hat Seltenheitswert.
Lieber Vecna, das mag so sein oder auch nicht. Für mich ist es schon ein Indikator, dass die alten Fans wichtig sind, wenn immer noch die Forgotten Realms beackert werden und Dark Sun und Planescape in jeder neuen Runde "neues Buch angekündigt" angeteasert werden. Und zumindest in meinem Umfeld sind alle alten Fans auf 5e umgeschwenkt. Aus meiner Sicht ist Konsistenz einfach zu teuer und wenn man alles reimagined, kann man den alten Mist wieder verkaufen, nur dass es genug Änderungen gibt, dass das alte Zeug nix mehr wert ist. Ich kaufe mir dann also das x-te Buch zu Menzoberranzan, damit ich mitreden kann.
Ich finde neue Sachen auch nicht schlecht, ganz im Gegenteil, meine Regale sind voll damit. Alten Wein in neuen Schläuchen mag ich dagegen weniger.
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Man darf sich halt nicht täuschen lassen: Der Großteil der D&D-Debatten in Foren wird von Leuten geführt, die gar kein D&D5 spielen, sondern ganz andere D&D-Editionen.
Die sind jedoch gar kein Adressat für D&D5-Produkte oder solche Entscheidungen wie die, über die wir gerade diskutieren.
Oder anders:
Die typische D&D5-Runde besteht aus jungen Leuten, die über CR oder andere Medien auf das Spiel gekommen sind und daher keinen Bezug zu früheren Editionen haben.
Eine Runde aus Grognards, die den Schrank voller 2E, 3E oder 1E-Zeug haben, aber zähneknirschend D&D5 spielen, obwohl sie das eigentlich alles total doof und besch*eiden finden, die hat Seltenheitswert.
Interessant. Dabei haben sie doch seinerzeit ausdrücklich versucht, D&D5 als Spiel für alle Fans zu vermarkten (mit Sicherheit auch, um die ganzen Leute, die vor der seinerzeit neuen 4. Edition zu Pathfinder geflüchtet sind, wieder ins Boot zu holen) -- und jetzt soll es plötzlich, "nee, Altspieler, für unseren heißen neuen Scheiß seid ihr schon viel zu verkalkt, der ist nicht für euch" heißen? Ich glaube, in Bezug auf diesen Schluß melde ich mal doch leise Zweifel an. :think:
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Hast du dazu eine belastbare Quelle?
Wirklich belastbare Quellen wird man dazu wahrscheinlich eher nicht finden. Ganz interessant ist das Alter der Spielenden, da habe ich mehrere Quellen gefunden, die besagen, dass ca. 40% der Spielenden jünger als 25 Jahre alt sind.
Interessant sind auch die Verkäufe der Einsteigermaterialien. Ansonsten gibt es einen Report der BBC von 2004, wonach seit Beginn von DnD 20 Millionen Personen das gespielt haben. Diese Zahl scheint sich bis heute verdoppelt zu haben.
Mammutanteil ist dann eher fragwürdig, aber es durchaus anzunehmend, das ein großer Teil der heute Spielenden entweder nur oder hauptsächlich die fünfte Edition spielt, bzw. gespielt hat.
https://www.mtblackgames.com/blog/how-many-dnd-players-are-there
https://comicbook.com/gaming/news/dungeons-and-dragons-demographics-2020/
Ich habe allerdings auch einen Artikel gefunden, der deutlich geringere Zahlen ansetzt. Da diese Zahlen aber "nur" durch die hochgerechnete Nutzung von Roll20 zustande kommen, bin ich mir nicht sicher, wie belastbar diese sind. Zeigt aber gut, dass es gar nicht so einfach ist, da belastbare Quellen zu finden.
https://dungeonvault.com/how-many-dnd-players-are-there-worldwide/
Man darf sich halt nicht täuschen lassen: Der Großteil der D&D-Debatten in Foren wird von Leuten geführt, die gar kein D&D5 spielen, sondern ganz andere D&D-Editionen.
Die sind jedoch gar kein Adressat für D&D5-Produkte oder solche Entscheidungen wie die, über die wir gerade diskutieren.
Das ist jetzt aber auch eher "gefühlte" Realität.
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Ich glaube, in Bezug auf diesen Schluß melde ich mal doch leise Zweifel an. :think:
Zurecht, weil es einen Unterschied gibt zwischen D&D5-Spieler und Fan von D&D/Fan von Setting X.
Auch wenn beides in derselben Person verankert sein kann, muss es das nicht sein. Und man kann unterschiedlich adressieren.
Selbstverständlich richtet sich WotC mit D&D5 primär an D&D5-Spieler, aber zusätzlich gibt es auch (ich habe es weiter oben angerissen) ganz viel Zuwendung an die Fans.
Trotzdem ist die Zielgruppe der Geschäftsentscheidungen natürlich die D&D5-Spielerschaft - zu der auch noch die Alt-Fans eines Settings gehören können. Meistens gehören sie aber nicht dazu, sondern beackern ihre favorisierten Settings mit anderen D&D-Editionen oder OSR-Spielen.
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Quelle zur Demographie bei D&D
https://www.forbes.com/sites/robwieland/2021/05/19/2020-was-the-best-year-ever-for-dungeons--dragons/?sh=167372b54f37 (https://www.forbes.com/sites/robwieland/2021/05/19/2020-was-the-best-year-ever-for-dungeons--dragons/?sh=167372b54f37)
Die Spieler unter 30 sind mittlerweile in der Mehrzahl, von daher dürfte das diesen Teil nur geringfügig betreffen.
Als Teil der "13%" kann ich nur für mich sagen, das der Großteil von WotC ab 3E für mich persönlich bereits nicht mehr "Kanon" ist. ;D
Regeltechnisch kann ich mit 5E leben, aber die Releases holen mich schon länger nicht mehr ab und Ravenloft war ein Tiefpunkt.
Von daher können WotC machen, was sie wollen. Es wird mich wohl nicht mehr interessieren, aber ich wünsche der neuen Generation viel Spaß damit.
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Lieber Vecna, das mag so sein oder auch nicht. Für mich ist es schon ein Indikator, dass die alten Fans wichtig sind.
D&D5 ist ja nicht nur WotC, sondern dazu gehört auch ein gigantischer Drittanbieter-Markt und das ganze Zeug bei der DMsGuild. Um nur eines von diversen Beispielen für die Vergessenen Reiche zu nennen: The Desert Walker's Guide To Anauroch.
Dazu kommt noch, dass WotC alle alten Boxen und Module legal im Shop vertreibt.
Alt-Fans dürften sich, was den D&D5-Support ihrer Lieblingswelten betrifft, also gar nicht beschweren. Selbst wenn WotC kein Supplement X auf den Markt wirft: irgendeiner wird's schon entweder geschrieben haben oder schreiben (sofern nicht für eine bisher gesperrte Kampagnenwelt).
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Grundsätzlich halte ich das Thema "Diversity" bei WotC mal für grundsätzlich US-typisch überzogen gehandhabt. Wenn ich da an VRGtR denke, wo die Darstellung des Wahnsinns im DMG selbst als "eventuell schwierig" beschrieben wird, weil irgendjemand mit psychicher Erkrankung da getriggert werden könnte...
Man tut halt "woke" (oder wie das jetzt heißt) um die Verkaufszahlen im Zielsegment zu erhöhen. Denn eben jene Mehrheit der Spieler macht sich darüber Gedanken, bzw. wird von Social Media und ihrer Peergroup damit konfrontiert.
@Drow: Ich mag die FR nicht. Noch nie. Die Drow waren dafür nur ein gutes Beispiel. Man überlege sich mal: Eine Rasse von Elfen, die in lichtlosen Höhlen lebt - ist schwarz! Hmm, Grottenolme, Grottensalmler, etc. - was haben die nicht? Richtig! Hautpigmente! Es wäre also eigentlich deutlich logischer, wenn die Drow völlig weiß wären - und blind.
Und dann natürlich: Eine theokratisch-matriachale Gesellschaft, deren Macht auf Angst und Unterdrückung fußt - und die nur ein paar wenige Individuen hervorbringt, die sich dagegen auflehnen. Keine Rebellen-Zellen, keine aufflackernden Unruhen, kein Bürgerkrieg... Klar. ::)
Wenn man jetzt also Abspaltungen etc. produziert, ändert man eigentlich an den Grundfehlern gar nichts. Man pappt halt einen regenbogenfarbenen Sticker drauf.
Und grundsätzlich ist es um die FR-Romane nicht schade - die meisten davon waren ebensolcher Mist wie im StarWars EU (einige sogar von den gleichen Leuten verzapft). Salvatore hat den guten Drizzt ja auch bis zum Erbrechen gemolken...
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D&D5 ist ja nicht nur WotC, sondern dazu gehört auch ein gigantischer Drittanbieter-Markt und das ganze Zeug bei der DMsGuild. Um nur eines von diversen Beispielen für die Vergessenen Reiche zu nennen: The Desert Walker's Guide To Anauroch.
Dazu kommt noch, dass WotC alle alten Boxen und Module legal im Shop vertreibt.
Alt-Fans dürften sich, was den D&D5-Support ihrer Lieblingswelten betrifft, also gar nicht beschweren. Selbst wenn WotC kein Supplement X auf den Markt wirft: irgendeiner wird's schon entweder geschrieben haben oder schreiben (sofern nicht für eine bisher gesperrte Kampagnenwelt).
Ich bin ja bizarrerweise ein Fan aus 4e Zeit, also gar kein Grognard. Das alte Zeug (1e+) gibt es noch und das ist auch schön, da habe ich mir einiges geholt als PDF. Mir gefällt einfach die Tiefe der Details, die man heute so nicht mehr findet. Mich stört auch nicht, dass es in Zukunft nichts mehr für FR geben könnte sondern die intellektuelle Faulheit nicht neues Machen zu wollen kombiniert mit der Gier, die alten Ideen neu vermarkten zu wollen. Und die Welt geht davon nicht unter, das ist klar. Aber ist das einigermaßen verständlich, dass mein Problem ein anderes ist als das, was Du ansprichst?
Wenn WotC neue Settings macht, dann bin ich unter den Ersten die neugierig drauf schauen, auch wenn ich ein 13%er bin.
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Eine Runde aus Grognards, die den Schrank voller 2E, 3E oder 1E-Zeug haben, aber zähneknirschend D&D5 spielen, obwohl sie das eigentlich alles total doof und besch*eiden finden, die hat Seltenheitswert.
unterschied zu einer nicht Grognard Runde?
Warum sollte ich zähneknirschend ein RW benutzen das ich nicht mag?
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Aber ist das einigermaßen verständlich, dass mein Problem ein anderes ist als das, was Du ansprichst?
Hey, ich will hier Niemand seine/ihre Empörung, seinen/ihren Ärger, seinen/ihren Frust, seine/ihre Sorge, seine/ihre Enttäuschung, seine/ihre Befürchtungen, seine/ihre Zweifel, seine/ihre Kritik ... an der aktuellen WotC absprechen.
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Hey, ich will hier Niemand seine/ihre Empörung, seinen/ihren Ärger, seinen/ihren Frust, seine/ihre Sorge, seine/ihre Enttäuschung, seine/ihre Befürchtungen, seine/ihre Zweifel, seine/ihre Kritik ... an der aktuellen WotC absprechen.
Danke. >;D
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Ich sehe nicht, dass der Umfang da - abgesehen von der Startveröffentlichungsrate - wirklich sinken wird.
Wenn man jedesmal den Kanon aus der Vorgängedition übernimmt, dann wächst der automatisch schneller, als wenn man Sachen neu setzt (weil spätestens dann die Forderung der Grognards kommt "könnt ihr nicht alles was bisher passiert ist gebündelt in ein Buch packen" - und dann wären wir wieder bei der von Radulf angesprochenen "Prüfungsvorbereitung").
Ein neue Spieler kann sich auch einlesen bzw. ein neuer Spieler kann auch gar kein unbelesener Neuspieler sein, aber eben dann ein erfahrener oder zumindest belesener Spieler, welcher bloss auf der anderen Seite des Editionsgrabens steht und ohne diesen eben erst gar nicht in dem Umfang einzuweisen wäre sondern mit "wir spielen FR mit ggf dieser kleinen Handvoll Hausänderungen" ausreichend informiert wäre.
Das ist...wirr.
Das Argument "lies halt die Bücher" ist schonmal unsympathisch und deutet auf Arschgeigen hin, aber selbst wenn: was ist so schwierig an "Wir spielen FR, weitestgehend basierend auf der Grey Box, aber mit einer kleinen Handvoll Hausänderungen"?
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A)Wenn man jedesmal den Kanon aus der Vorgängedition übernimmt, dann wächst der automatisch schneller, als wenn man Sachen neu setzt (weil spätestens dann die Forderung der Grognards kommt "könnt ihr nicht alles was bisher passiert ist gebündelt in ein Buch packen" - und dann wären wir wieder bei der von Radulf angesprochenen "Prüfungsvorbereitung").
Das ist...wirr.
B) Das Argument "lies halt die Bücher" ist schonmal unsympathisch und deutet auf Arschgeigen hin, aber selbst wenn: was ist so schwierig an "Wir spielen FR, weitestgehend basierend auf der Grey Box, aber mit einer kleinen Handvoll Hausänderungen"?
A) Wenn man den alten Kanon übernimmt, bleibt es erst einmal einfach gleich.
Und welche Bereiche des alten Kanons sollen denn in Zukunft wegfallen statt nur in neuer Form überarbeitet zu werden? Wobei wegfallende/noch nicht veröffentlichte Regionalbeschreibungen da auch nicht zählen, da wenn man offizielles Material bespielt werden soll ja wohl die veröffentlichten Gebiete bespielt würden.
B) Genau das ist mit dem Split ja so nicht möglich. Es gibt jetzt 2 Versionen und eine der beiden Seiten schaut dann in die Röhre, weil sie die "falsche" hat.
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B) Genau das ist mit dem Split ja so nicht möglich. Es gibt jetzt 2 Versionen und eine der beiden Seiten schaut dann in die Röhre, weil sie die "falsche" hat.
Und vorher hat jeder in die Röhre geschaut, der nicht Teil der uniformen Amöbenseite war?
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Und vorher hat jeder in die Röhre geschaut, der nicht Teil der uniformen Amöbenseite war?
ich weiß nicht, wie du dich als Amöbe fühlst, aber es gab eben EINEN Kanon, den du dir dann gezielt aneignen konntest und damit entsprechend deiner Bemühungen auf einer Welle mit allen anderen warst, welche das auch getan haben.
Jetzt gibt es halt 2 Seiten, welche da settingmäßig eben nicht mehr dieselbe Sprache sprechen.
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es gab eben EINEN Kanon, den du dir dann gezielt aneignen konntest und damit entsprechend deiner Bemühungen in einer Amöbenzelle mit allen anderen warst, welche das auch getan haben.
Fixed it for you.
Jetzt gibt es halt 2 Seiten, welche da settingmäßig eben nicht mehr dieselbe Sprache sprechen.
VORHER gab es 2 Seiten. Die Monokanon-Amöben und diejenigen die da nicht mitgemacht haben (und bei letzteren gab es auch diejenigen, die den Kanon bis zu einem bestimmten Punkt akzeptiert haben und nur das was danach kam abgelehnt haben). Die konnten wunderbar zusammen spielen, sofern sie vorher darüber geredet haben.
JETZT gibt es diejenigen, welche den neuen Kanon gut finden, diejenigen die den alten Kanon gut finden und diejenigen die ihr eigenes Ding machen. Reden hilft in jedem Fall.
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JETZT gibt es diejenigen, welche den neuen Kanon gut finden, diejenigen die den alten Kanon gut finden und diejenigen die ihr eigenes Ding machen. Reden hilft in jedem Fall.
Wer (und das geht dann eben nur mit entsprechendem Aufwand bzw. privat, auch wenn es für entsprechend Interessierte diesen Aufwand wert ist) sein eigenes Ding machen will, war eh nie betroffen.
Wer aber "das Offizielle" spielen will - z.B. weil man mit oft wechselnden Leuten auf Cons oder öffentlichen Treffs spielt - oder eine neue Runde sucht bzw. da einsteigen will, hat ein durch diese Aktion geschaffenes Problem mit jede Menge zusätzlich geschaffenem, Redebedarf und Missverständnisrisiko.
Maarzan, der quasi nur eigene Settings bespielt und damit nicht persönlich betroffen ist, aber eben auch sieht, welche Probleme diese Politik für andere Leute beinhalten kann.
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Ganz neutral:
Es war etwas befremdlich, auf dem 5e Server mit Forgotten Realms Fans zu spielen, die mit Throass und Dethek und Espruar nichts anfangen konnten. Also: man wundert sich! Aber gestört hat es nicht.
FR sind halt nochmal deutlich generischer geworden.
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Wer aber "das Offizielle" spielen will - z.B. weil man mit oft wechselnden Leuten auf Cons oder öffentlichen Treffs spielt - oder eine neue Runde sucht bzw. da einsteigen will, hat ein durch diese Aktion geschaffenes Problem mit jede Menge zusätzlich geschaffenem, Redebedarf und Missverständnisrisiko.
Niemand verpflichtet Teilnehmer von Cons und Treffen sich an den Kanon zu halten.
Auch damals gab es zahlreiche FR-Runden "Stand AD&D" oder "eigene Interpretation" auf Cons und die hatten keine Probleme Spieler zu finden (es soll ja Leute geben, die fahren auf Cons um mal neue Sachen auszuprobieren 8) ).
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Niemand verpflichtet Teilnehmer von Cons und Treffen sich an den Kanon zu halten.
Exakt dies. Kündigt eure Runden halt als "DnD Homebrew, basierend auf den Forgotten Realms (alter Kanon!)" an und gut.
Ich möchte übrigens noch ergänzen: Es zwingt euch übrigens auch niemand, das NEUE DOOFE ZEUG(tm) zu kaufen.
Wie schon im Faden erwähnt: Es gibt das ALTE GUTE ZEUG(tm) noch ganz offiziell für die Leute, die es brauchen und wollen, ohne dass man die Neueinsteiger unbedingt damit belasten muss.
Macht nur bitte nicht euer Problem zu dem anderer Leute. Wenn ihr unbedingt up-to-date bleiben und kompatibel zu altes-Material-spielen bleiben wollt, dann ist das euer Ding. Man könnte sich auch einfach für eine Seite entscheiden und sich seines Lebens freuen. Gibt auch noch genug DnD1- oder ADnD-Runden. Und auch, wenn manche das hier stur behaupten: Niemand nimmt euch eure Bücher weg, macht sie euch madig oder reduziert sie im Wert, nur weil neues rauskommt, das dazu nicht mehr kompatibel ist. Stress macht ihr euch nur selbst. ;)
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Alt-Fans dürften sich, was den D&D5-Support ihrer Lieblingswelten betrifft, also gar nicht beschweren.
Blödsinn, jeder darf sich beschweren, wie er lustig ist. Man darf sich sogar (Achtung, jetzt wird's ganz fies meta!) über das Beschweren beschweren -- und so ungefähr zwei Drittel dieses Fadens scheinen ja auch genau darin zu bestehen... ;)
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Ich finde diesen Thread ehrlichgesagt etwas seltsam. In dem Ursprungsartikel geht es vor allem darum dass Romane, Videospiele, Comics etc. kein Kanon sind. Was denke ich schon immer so war und auch sinnvoll ist. Dann noch paar schöne Aussagen à la "Your table your game" und dass wars auch schon.
Dieser Satz mit nur 5e Bücher sind Kanon wird mMn ziemlich überbewertet. Dass dass entscheidende für das Setting die aktuelle Edition ist war doch schon immer so. Und dass es schlechtes Design wäre wenn man für das Lesen von Abenteuer- und Quellenbücher große Vorkenntnisse braucht ist ziemlich logisch.
Ich denke vor allem nicht dass Wizards jetzt anfängt massiv den bisherigen Kanon zu ändern. So kosmetischen Sachen wie bei den Drow (wobei ich die Änderungen eher unelegant finde) klar aber was Massives halte ich für unwahrscheinlich.
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Niemand verpflichtet Teilnehmer von Cons und Treffen sich an den Kanon zu halten.
Auch damals gab es zahlreiche FR-Runden "Stand AD&D" oder "eigene Interpretation" auf Cons und die hatten keine Probleme Spieler zu finden (es soll ja Leute geben, die fahren auf Cons um mal neue Sachen auszuprobieren 8) ).
Das hat auch niemand behauptet.
Aber es hat eben auch gewisse Vorteile, wenn man auf entsprechende GEMEINSAME Vorlagen zurückgreifen kann.
Ich persönlich sehe kraft persönlichem Geschmack diese Vorteile ja auch geringer als den Reiz etwas eigenes an Setting zu nutzen.
Der angesprochene Amöbenhorizont ist es da hingegen aber doch wohl eher nicht zu erkennen, dass es andere Leute gibt, deren Geschmack und Bedürfnisse bezüglich Kanon da von den eigenen abweichen und denen so ein Reset dann entsprechend gewisse Probleme bereiten würde.
Ich denke vor allem nicht dass Wizards jetzt anfängt massiv den bisherigen Kanon zu ändern. So kosmetischen Sachen wie bei den Drow (wobei ich die Änderungen eher unelegant finde) klar aber was Massives halte ich für unwahrscheinlich.
Dann würde ich mich fragen, warum sie dann erst einmal so ein Fass aufgemacht haben. Ist ja nicht so, als ob das die erste umstrittene Neuedition wäre.
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Seit wann ist das denn logisch?
Viele Franchises leben von einem üppigen Kanon. D&D verzeichnete durch diese Strategie enormen Erfolg, zB mit Dragonlance. Ohne Margeret Weiss & Tracy Hickman auf der einen Seite sowie R.A.Salvatore für die Realms gäbe es vermutlich keinen World of Warcraft Buchreihe. Warhammer 40k ohne Kanon würde gar nicht funktionieren.
D&D ist in der interessanten Luxuslage, sowohl als das Fantasy RPG schlechthin zu gelten, als auch kanonische Schwergewichtler zu verlegen. Klar, dass diverse Etagen und Chefs sich hier in die Quere kommen.
Drittens gibt es noch eine weitere, zynische Dimension des Rollbacks: Die WOTC Buchhalter und Projektleiter haben, wenn sie kompetent sind (ich gehe mal davon aus) eine ziemlich klare Vorstellung, welche Ausrichtung mehr Dollar Dollar Bills generieren. Im besten Falle für den Verlag kaufen also alte + neue Fans mehr Bücher, sollte die Strategie die Richtige gewesen sein.
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Warhammer 40k ohne Kanon würde gar nicht funktionieren.
40k ist wohl das Paradebeispiel wo auf Vergangenes äußerst wenig Rücksicht genommen wird weil die Modelllinie Vorrang vor allem anderen hat.
Und weil hier immer Wörter wie Rollback oder Reset in den Raum geworfen werden. Davon ist bis jetzt absolut nichts zu sehen. Ich hab den Eindruck einige fantasieren sich hier die nächste Zauberplage herbei.
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gäbe es vermutlich keinen World of Warcraft Buchreihe.
Der Verlust wäre auch höchst tragisch. /sarcasm
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Sehe ich genauso, ist nat. wertfrei gemeint.
Ein besseres Beispiel hierzulande wäre vielleicht die Demontage des Shadowrun Kanons (ca. 100 Bände?). Das RPG ging mit seinem literarischen Korpus eine sehr fruchtbare und für den Fan positiv aufgenommene Beziehung ein.
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Wenn ihr in den "alten" Forgotten Realms spielen wollt, dann macht das doch auch weiterhin! Niemand hindert euch dran.
Finde grad die Realms der verschiedenen Editionen ja eh relativ unterschiedlich voneinander was Atmo und sonstiges angeht.
Für mich war Time of Troubles / 2E schon ein riesiger Reboot, und ich konnte mit dem neuen Zeugs nichts mehr anfangen.
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Jetzt mal unabhänig von der Qualität der Entscheidung erreicht jedes expandierende fiktive Universum irgendwann den Punkt, wo einfach keine alte Sau mehr den Überblick hat und zwar nicht nur wegen des schieren inhaltlichen Volumens, sondern vor allem auch wegen der zeitlichen Distanzen.
Und es gibt auch definitiv einen Grenzpunkt, wo der konservatorische Nutzen nicht mehr im Verhältnis zum Aufwand steht (wenn z.B. die ganzen Jungspieler einfach keinen Plan mehr davon haben können, was vor 30 Jahren mal auffällig oder relevant war, und die alten Fans, die sich über Querverbindungen in die Vergangenheit freuen, immer weniger werden). Solche Wasserscheiden, bzw. Umbrüche in den Köpfen sind ja auch kein Phänomen, das nur aufs Rollenspiel beschränkt wäre - man schaue sich z.B. nur mal den religionskulturellen Totalabriss an, der meiner Wahrnehmung nach gerade im Gange ist.
Krasses und deshalb wohl erwähnenswertes Gegenbeispiel ist ganz offensichtlich Aventurien - 40 Jahre, 1000 Bücher, die stemmen das. Wo ist denn eigentlich der aventurische Reboot?
Nachtrag: Ha, ich meine mich zu erinnern, dass irgendwann die Romane mal als nicht kanonisch deklariert wurden, also sinds nur noch 800 Bücher, die relevant sind. ~;D
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Wo ist denn eigentlich der aventurische Reboot?
Der wird dadurch ersetzt, dass altes Material in Büchern der aktuellen Edition reproduziert und ggf. leicht angepasst wird.
Man muss ja eben nicht Hunderte alte Bücher kennen, sondern nur die (jeweils ;D) paar Dutzend aktuellen Regelwerke, Regionalspielhilfen, Hintergrundbände usw. :rtfm:
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Ich finde, man könnte auch heute noch mit einigem Recht erwarten, dass im Kosch-Gebirge nach wie vor das Wirtshaus zum Schwarzen Keiler herumsteht. Und das begründete Wissen um dessen Existenz macht ja auch ein bisschen den Spaß an der Aventurologie aus. ~;D
Ich würde also behaupten, rein Content-mäßig ziehen die das nach wie vor durch.
Naja, vielleicht zieht DSA6 einen Strich, man weiß es nicht.
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Naja, vielleicht zieht DSA6 einen Strich, man weiß es nicht.
Doch, weiß man. Tu nicht so :P ;D
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~;D
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Habt ihr Insiderwissen? Nur heraus damit!
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Aventurien ein Reboot erfährt. Aus kurzfristiger Gewinn-Perspektive dürfte das durchaus Sinn ergeben aber DSA Veteranen würden meines Erachtens durch die Decke gehen, oder?
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Ich habe kein Insiderwissen, ich bin mir nur sicher, dass DSA6 dereinst den gleichen Stiefel fahren wird wie DSA5.
Ein paar kleine Änderungen und dann einen Riesenberg neu aufgelegter Regelwerke und Settinggedöns.
Jene, die auf Autoren- wie auf Fanseite einen Reboot, der die Bezeichnung verdient, mitgetragen hätten, schreiben bzw. schrieben und spielen heute Splittermond.
Der Zug ist mMn mit dem settingseitig etwas zu zaghaften Editionswechsel von 3 auf 4 endgültig abgefahren.
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Interessant. Dabei haben sie doch seinerzeit ausdrücklich versucht, D&D5 als Spiel für alle Fans zu vermarkten
Nur war es halt nie mehr als Marketing. Betrachtet man sich das System selbst so ist es weiter weg von "alten" D&D Editionen als alle vorherigen und auch was das "alle" angeht muss man halt sagen: Das System ist viel stärker auf eine einzelne, recht klar definierte Spielweise hin designed und geht auf andere Spielweisen nur sehr rudimentär ein.
Mit Erfolg natürlich. Aber insofern ist halt auch nicht sonderlich überraschend, das man die bisherige Strategie weiterführt und und eher sagt: "das was früher war? Lieben wir, ganz ehrlich. Nur Bedeutung für uns hat es nicht mehr".
Aus Marketingsicht macht man ja auch alles richtig damit, zumindest kurzfristig.
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Warum würdest du die 5te als die progressivste Edition ansehen? Ist nicht die 4te eher der Ausrutscher gewesen, speziell in Sachen Spielweise?
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Warum würdest du die 5te als die progressivste Edition ansehen? Ist nicht die 4te eher der Ausrutscher gewesen, speziell in Sachen Spielweise?
Ich weiß nicht ob progressiv das Wort wäre das ich nutzen würde, denn natürlich ist die wegfallende Spielvielfalt erst einmal ein Rückschritt. Aber die Aussage bezog sich letztlich auf konkrete Regeländerungen.
Beispiele den (endgültigen) Wegfall des Einprägens von Zaubern für Magier, die Abschaffung des Skillsystems und vor allem den Wegfall der Werteprogression per Level durch BA. Auch bei anderen Dingen welche schon in der 4E angestoßen wurden geht die 5E nochmal etwas weiter. Ist jetzt nicht so als ob jeder 3.5er Spieler wüsste was Todesrettungswürfe sein sollen oder dergleichen.
Umgedreht sind die Spielweisen aber sehr unterschiedlich - während die 4E eher den Weg geht möglichst viele verschiedene Herangehensweisen zu unterstützen und möglichst viele verschiedene Wege anzubieten wie sich ein Spiel entwickeln kann fokussiert sich die 5E sehr stark auf eine "Core Story" - eine Standardspielweise wenn man so will. Und natürlich nicht ohne Grund, die 5E wurde schlichtweg mit wesentlich weniger Aufwand gestrickt und strich möglichst alles was Aufwand beim Designteam erzeugte oder verlagerte die Arbeit auf die Spieler und Spielleiter. Monster sind weniger vielfältig, Nichtkampfherausforderungen weniger unterstützt, Balancing hat niedrigere Priorität und bei Regelproblemen ist wesentlich häufiger das Motto: "Regel das doch selbst".
Und man darf das gar nicht allzu sehr als etwas schlimmes darstellen, niemand könnte wohl den Erfolg der Strategie leugnen, so schade es eigentlich für die Spieler auch ist.
Letztlich ist dieses "das was mal war ist nicht Kanon" nur Teil dieser Herangehensweise, denn auch wenn man sagt "das machen wir damit die Fans nicht so sehr drauf achten müssen was mal war" so ist es wohl auch zu einem gutem Teil "...damit wir bei Neuveröffentlichungen nicht so sehr darauf achten müssen".
Denn natürlich ist es Aufwand einen Kanon zu pflegen.
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Stimmt, das häretische Zaubersystem der 5ten hab ich schon vergessen, aber die Skills waren ja auch erst bei AD&D drin, richtig?
Ich fands komisch, dass sie bei aller Simplifizierung immer noch drei dicke Riesenbücher produziert haben. Aber gut, die wollen ja auch Kohle machen und die Core Bücher ist das, was sich am besten verkaufte...
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Stimmt, das häretische Zaubersystem der 5ten hab ich schon vergessen, aber die Skills waren ja auch erst bei AD&D drin, richtig?
Ach, härätisch ist wieder so ein gemeines Wort, so weit würde ich gar nicht gehen. Gerade weil natürlich alle D&D Versionen Änderungen und Neuerungen brachten. Nur weil die 5e seitens der Regeländerungen einen Platz in ihrer eigenen Nische sucht ist das ja noch lange nicht schlecht.
Es ging oben ja nur um den Gegensatz zwischen dem Marketing und den tatsächlichen Regeln. Und ehrlich gesagt: das die 5e so einen guten Ruf hat und der Ansatz es (trotz eigentlich sehr großen Regeländerungen und eingeschränktem Spielfokus) als D&D für alle zu vermarkten funktioniert hat ist ein riesiger Erfolg für das Marketing.
Es hat halt nur auch negative Konsequenzen, und "wir brauchen gar nicht so sehr auf früher achten" ist eine davon.
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Ich fands komisch, dass sie bei aller Simplifizierung immer noch drei dicke Riesenbücher produziert haben. Aber gut, die wollen ja auch Kohle machen und die Core Bücher ist das, was sich am besten verkaufte...
Das ist doch althergebracht: ein Buch für die Spielenden, weil da einfach sehr viel zum Nachschlagen ist. Ein Buch nur für Monster. Und ein Buch für die Spielleitung, damit klar wird, wie alles zusammengehört. D&D 5e ist nicht regelleichter als AD&D 1st oder AD&D 2nd Edition. Auch die Optionen sind ungefähr gleich. Du bekommst D&D nicht in ein Buch ohne jede Menge Material wegzulassen. Wobei der DMG nicht so dringend notwendig ist (zumindest wenn ich mir anschaue, wie wenig Leute den gelesen haben).
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Naja, die Romane waren - außerhalb von Dragonlance - eh nie kanonisch
Late to the party, aber:
Das ist nicht richtig. Sie waren alle kanonisch... innerhalb der Forgotten Realms zumindest.
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Late to the party, aber:
Das ist nicht richtig. Sie waren alle kanonisch... innerhalb der Forgotten Realms zumindest.
Ich bin mir ziemlich sicher in den 90s einen Dragon-Artikel gelesen zu haben der das Gegenteil sagte.
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Es ging oben ja nur um den Gegensatz zwischen dem Marketing und den tatsächlichen Regeln. Und ehrlich gesagt: das die 5e so einen guten Ruf hat und der Ansatz es (trotz eigentlich sehr großen Regeländerungen und eingeschränktem Spielfokus) als D&D für alle zu vermarkten funktioniert hat ist ein riesiger Erfolg für das Marketing.
D&D5 als durch Marketing-Budenzauber erzeugte Massenhysterie. Auch ein interessantes Narrativ. ;D
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Ich bin mir ziemlich sicher in den 90s einen Dragon-Artikel gelesen zu haben der das Gegenteil sagte.
Wenn man z. B. in die "Grand History of the Realms" und ins 3.5 FRCS schaut, wird man einen Großteil der Romaninhalte/Geschehnisse wiederfinden.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass jetzt so getan wird, als hätte es nie eine enge Verzahnung zwischen Romanen und RPG-Spielwelt gegeben. Vor allem, weil sie selbst in ihren letzten Romanen den in der 5E geschaffenen "Kanon" verwendet haben.
Einfach mal "Death Masks" lesen; klare Andeutungen zu HotDQ/RoT, PotA und (iirc) auch SKT.
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D&D5 als durch Marketing-Budenzauber erzeugte Massenhysterie. Auch ein interessantes Narrativ. ;D
Das D&D5 wohl eines der, wenn nicht das best-beworbene Rollenspiel ist, ist wohl außer Zweifel. Das ändert nichts daran, dass es tatsächlich auch noch ein gutes und einsteigerfreundliches System ist.
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Das D&D5 wohl eines der, wenn nicht das best-beworbene Rollenspiel ist, ist wohl außer Zweifel. Das ändert nichts daran, dass es tatsächlich auch noch ein gutes und einsteigerfreundliches System ist.
Eben, so würde ich das auch sehen. Und bei aller Kritik die man so sagen könnte: nichts davon hindert wirklich arg am spielen.
Das gute Marketing bringt erstmal Leute nur dazu ins Spiel reinzukommen und es mit einer positiven Grundeinstellung anzugehen. Aber wenn die Regeln so gar nix taugen würden wäre das halt wirklich nur Budenzauber und das ist nicht der Fall.
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Es wird mir hier viel zu viel mit Kanon auf Spatzen geschossen - und meine Artillerie hat kein Pulver mehr und muss die Bananen werfen! Verdammt!
Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber irgendwo muss ich ja mal sagen können, dass im Dschungelkrieg gegen die Killerpinguine der Urwald brennt!
Eure Freiheit wird auch in Hinter-Kush verteidigt! Die Reiche sind verloren! Es ist zum Fellraufen!
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Das gute Marketing bringt erstmal Leute nur dazu ins Spiel reinzukommen und es mit einer positiven Grundeinstellung anzugehen.
Und dann zu realisieren, dass die DnD Abenteuer irgendwie samt und sonders alle crap sind oder man wenigstens erhebliche Bedenken wegen großen Teilbereichen haben muss. ~;D
Ist aber auch gut, das trennt dann gleich die Spreu vom Weizen, und wenn unser Hobby eines dringend braucht, dann sind es verbissene Krauterer auf der Suche nach wahrer Qualität. ~;D
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wenn unser Hobby eines dringend braucht, dann sind es verbissene Krauterer auf der Suche nach wahrer Qualität. ~;D
Word ;D :d
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Und dann zu realisieren, dass die DnD Abenteuer irgendwie samt und sonders alle crap sind oder man wenigstens erhebliche Bedenken wegen großen Teilbereichen haben muss. ~;D
Ist aber auch gut, das trennt dann gleich die Spreu vom Weizen, und wenn unser Hobby eines dringend braucht, dann sind es verbissene Krauterer auf der Suche nach wahrer Qualität. ~;D
nenn mir generell Kaufabenteuer die nicht irgendwie crap sind oder WIRKLICH perfekt. Ja D&N und Pathfinder sind eigenltich alle mindestens 30 Encounter mit insgesammt dann 40 Gegnern wenn man das mal so hochrechnet... aber ich glaub das is halt auch so von den Amis gewolt (also fantasy Action Movie feeling)
DSA = Spielbarer Roman und deren Abenteuer (gerade Metaplot) sind eigetnlich dermaßen fest das du als Spieler eh keine Möglichkeit hast da auszubrechen
Cthulhu: ok alle sterben und zwischendurch "gruselt" man sich (klappt für mich nicht)
aber ja WotC ist mit der 5e halt n mega Glücksgriff geglückt. Ich glaub jetzt nich mal das es "nur" die Erleichterung war das die (angeblich so schlechte) 4E weg ist.... irgendwie schossen Lets plays ausm Boden, Promis outeten sich als Spieler....
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D&D 1 Rulescyclopedia hat das Kunststück geschafft, ein D&D in ein einziges Buch zu packen.
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aber ja WotC ist mit der 5e halt n mega Glücksgriff geglückt. Ich glaub jetzt nich mal das es "nur" die Erleichterung war das die (angeblich so schlechte) 4E weg ist.... irgendwie schossen Lets plays ausm Boden, Promis outeten sich als Spieler....
Ich denke, das war wenigstens zum Teil schlicht ein glücklich-zufälliges zeitliches Zusammentreffen. Ganz sooooo lange gibt's ja diesen ganzen großen Let's-Play-und-Internet-Video-Boom noch gar nicht...
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neuer Blogpost.
https://dnd.wizards.com/dndstudioblog/dnd-canon (https://dnd.wizards.com/dndstudioblog/dnd-canon)
Sehe ich persönlich alles sehr positiv was dort gesagt wird.
Auch interessant der Abschnitt "The game’s long history is known to us." über eventuelle Veränderungenen des Canons.
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Sehe ich persönlich alles sehr positiv was dort gesagt wird.
Ja, ich war allerdings selbst zu keinem Zeitpunkt erschüttert ob des Statements.
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neuer Blogpost.
https://dnd.wizards.com/dndstudioblog/dnd-canon (https://dnd.wizards.com/dndstudioblog/dnd-canon)
Sehe ich persönlich alles sehr positiv was dort gesagt wird.
Wie schon zuvor angemerkt: uneingeschränkt positiv empfinde ich das nicht, aber es ist natürlich in der dortigen Formulierung deutlich moderater als die vorherige Aussage. Und für die meisten D&D5-Fans funktioniert das vermutlich auch ziemlich gut (und die paar Leute, die es doch stört, müssen WotC wirtschaftlich nicht stören - wahrscheinlich spielen sie ohnehin längst andere Systeme oder wieder ältere Editionen).
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Every edition of the roleplaying game has its own canon as well. In other words, something that might have been treated as canonical in one edition is not necessarily canonical in another. For example, the succubus was classified as a devil in fourth edition, even though it had been a demon in previous editions.
Mich juckt es mittlerweile ja auch nicht (mehr), aber obiges Zitat zeigt mir eben auch, warum ich augenscheinlich auf einer anderen Argumentationsebene als WotC bin.
Succubus waren "Devils" in der 4. Edition, weil WotC den Kanon so gelegt hat, ins esondere in den FR (und damit dann überall). Sie haben Asmodeus zum Gott gemacht, sie haben Abyss und Hell zusammengelegt. Und in der 5. Edition das ganze wieder rückgängig gemacht mittels des Sundering. Die "Begründung" hat also etwas (für mich) mit einem Fortschreitend er Zeitlinie zu tun, nicht mit einem "Der alte Kanon existiert nicht mehr".
Und auch das Salvatore-Beispiel...jetzt mal ernsthaft? Glaubt irgendjemand wirklich, dass Salvatore nach seinen ersten Erfolgen mit den Drizzt-Romanen von TSR irgendwelche strengen Auflagen bekommen hat, was er tun darf und was nicht? KLar, ein paar Absprachen wird es gegeben haben, aber Salvatore hat Angst, er könnte den Kanon verletzen? Himmel, er hat damals den Kanon selbst erschaffen! ;D
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aber ja WotC ist mit der 5e halt n mega Glücksgriff geglückt. Ich glaub jetzt nich mal das es "nur" die Erleichterung war das die (angeblich so schlechte) 4E weg ist.... irgendwie schossen Lets plays ausm Boden, Promis outeten sich als Spieler....
Glück ist, wenn Zufall auf Vorbereitung trifft. Die Vorbereitung war D&D Next. Der Zufall war, das Critical Roll auf D&D 5e umgestiegen ist und live gegangen ist. Die meisten größeren Let's Plays/Actual Plays aus Amiland sind inzwischen gecastet und die Teilnehmer werden entlohnt oder machen Werbung für ihre eigene Firma. Eigentlich ist das ein riesiges Productplacement. Und das sehr erfolgreich, weil es die Leute auf Twitch und YouTube abholt und sich damit dort bewegt, wo die Zielgruppe auch erreichbar ist. WotC hat den entstehenden Hype gut genutzt und sehr schnell eigene Angebote aufgebaut bzw. gesponsert.
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Glück ist, wenn Zufall auf Vorbereitung trifft. Die Vorbereitung war D&D Next. Der Zufall war, das Critical Roll auf D&D 5e umgestiegen ist und live gegangen ist.
Und damit erfolgreich waren. Mercer und Freunde haben damals nicht geahnt, wie erfolgreich das alles sein wird. Rollenspielstreams gab es damals schon. Und davon waren einige sogar auf Basis von D&D 4e.
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Und damit erfolgreich waren. Mercer und Freunde haben damals nicht geahnt, wie erfolgreich das alles sein wird. Rollenspielstreams gab es damals schon. Und davon waren einige sogar auf Basis von D&D 4e.
und genau das ist der "Zufall" den ich meine :)
du KANNST als Firma da noch so viel Werbung reinballern, aber wer außerhalb deiner "Blase" sag ich mal würde das bemerken? Die Nerds kennen D&D, n paar haben das wohl durch "Big Bang Theory" mitbekommen. Stranger Things kam ja später.
Dann kam CR und BÄM das Ding geht durch die Decke wie nix. Das im deutschsprachigen Raum dann auch noch die RocketBeans dann angefangen haben RPG Streams zu machen hat dann wohl auch solche abgeholt die jetzt nicht umbedingt englischsprachige Leute zuhören.
Fakt ist: Internetz macht TTRPG goes BOOM