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Pen & Paper - Spielsysteme => Weitere Pen & Paper Systeme => Thema gestartet von: caranfang am 9.02.2022 | 14:57

Titel: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 9.02.2022 | 14:57
Die nachfolgende Diskussion war zuvor Teil des allgemeinen TOR 2e-Threads (Link (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,110759.msg135052591.html#msg135052591)). schneeland

Ich halte die Wahl von Eriador Spielregion für falsch, weil diese Region menschenleer ist. Wenn man mal vom Auenland und Bree absieht, lebt dort niemand. die nächsten Menschen leben entweder in Dunland oder in Rhovanion (Beorninger).
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Crimson King am 9.02.2022 | 15:06
Mein persönliches Problem ist, dass ich zu Eriador einfach keinen Bezug habe. Das ist beim Mirkwood, der Haupregion der ersten Edition, anders. Davon ab, so wie ich das verstehe, leben in Eriador ja nicht nur kaum Menschen, sondern auch kaum was anderes. Es gibt die Barrows, und Richtung Angmar wird es vermutlich noch mal düster. Ansonsten ist da aber nach meiner Wahrnehmung viel weniger los als im Mirkwood mit seinen Spinnen, den Orks aus den Bergen und Dol Guldur.

Mit dem Points of Light-Konzept habe ich an sich aber erstmal keine Probleme.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 9.02.2022 | 15:16
Mal abwarten, was sie daraus machen. Wilderland und Rohan waren im Material zur 1e auch sehr viel belebter, als ich das allein nach der Literaturvorage erwartet hätte.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Jiba am 9.02.2022 | 15:41
Ich denke in Eriador, gerade im südlichen Eriador, hat man sehr viele nomadische Völker. Leute, die mit Zelten und Wagen durch die Gegend ziehen, Glücksritter und Entwurzelte. Das ersetzt natürlich keine großen Siedlungen, gibt aber zumindest Auftraggeber und "mobile Zivilisation" her.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 9.02.2022 | 16:01
Ich denke in Eriador, gerade im südlichen Eriador, hat man sehr viele nomadische Völker. Leute, die mit Zelten und Wagen durch die Gegend ziehen, Glücksritter und Entwurzelte. Das ersetzt natürlich keine großen Siedlungen, gibt aber zumindest Auftraggeber und "mobile Zivilisation" her.
Laut den Quellen leben im Umkreis von 200 Meilen um das Auenland außer in Bree keine Menschen. Wo die wenigen Dúnedain des Norden ihre Zufluchten haben ist unbekannt. Wenn man Tolkiens Angaben genau nimmt, können eigentlich nur im südlichen Minhiriath, südöstlich von Eryn Vorn Menschen siedeln. Das benachbarte Enedwaith gehört wie auch Dunland schon nicht mehr zu Eriador und war früher Teil Gondors.
Wenn man sich die Bevölkerungskarte im Historischen Atlas von Mittelerde anschaut, sieht man wie leer Eriador ist. Und wie im Vergleich dazu dicht besiedelt Rhovanion ist.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Raven Nash am 9.02.2022 | 16:10
Ich halte die Wahl von Eriador Spielregion für falsch, weil diese Region menschenleer ist. Wenn man mal vom Auenland und Bree absieht, lebt dort niemand. die nächsten Menschen leben entweder in Dunland oder in Rhovanion (Beorninger).
Nochmal: Zu der Zeit, in der die 2e spielt (knapp vor dem Ringkrieg), sind die Beorninger faktisch ausgestorben. In Wilderland lebt kaum noch jemand, die Waldelben führen einen aussichtslosen Rückzugskrieg gegen die Dunkelheit und der Erebor ist ein zwergisches Pensionistenwohnheim. Seestadt und Thal können grade mal so eine Armee aufstellen, um gegen die Ostlinge zu bestehen - und auch das nur mit Glück, weil Sauron zuviele Kräfte bei Mordor zusammenziehen muss, um gegen Gondor anzugehen.

Eriador ist also genauso "leer" wie der Rest des nördlichen Mittelerde.

Wenn man mehr Leute haben will, muss man in den Süden ziehen - südlich des Weißen Gebirges, in den Fürstentümern, dürfte sich mehr tun.
Zitat
Und wie im Vergleich dazu dicht besiedelt Rhovanion ist.
Zu welcher Zeit? Außerdem ist der Atlas mittlerweile auch schon steinalt und nicht besonders akkurat (das war er nie).
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 9.02.2022 | 16:36
Nochmal: Zu der Zeit, in der die 2e spielt (knapp vor dem Ringkrieg), sind die Beorninger faktisch ausgestorben. In Wilderland lebt kaum noch jemand, die Waldelben führen einen aussichtslosen Rückzugskrieg gegen die Dunkelheit und der Erebor ist ein zwergisches Pensionistenwohnheim. Seestadt und Thal können grade mal so eine Armee aufstellen, um gegen die Ostlinge zu bestehen - und auch das nur mit Glück, weil Sauron zuviele Kräfte bei Mordor zusammenziehen muss, um gegen Gondor anzugehen.
Das stimmt nicht. Wir wissen von Gloin, dass die Beorninger die Pässe über das Nebelgebirge offen halten. Wir wissen, dass es Siedlungen der Waldmenschen im Anduintal gab. Was fehlt sind nur genaue Bevölkerungsangaben. Aber so etwas ist typisch für Tolkien. Bei ihm erholt sich eine Bevölkerung schon fast auf magische Weise, wenn das Übel verschwunden ist. Aber so düster, wie Du es siehst war die Lage außerhalb des Düsterwalds nicht. Seestadt und Thal waren am wachsen, viele Zwerge des Eisenberge (und vielleicht auch aus Thorins Hallen im Blauen Gebirge) haben sich im Erebor niedergelassen. Leider haben sich auch die Orks des Nebelgebirges von ihren Verlusten in der Schlacht der Fünf Heere erholt, wurden aber zu keiner Zeit so stark, dass sie eine wirklich ernste Gefahr waren. Deshalb setzte Sauron auch Ostlinge ein, um Thal und Erebor anzugreifen, und nur seine Truppen aus dol Guldur, um die Elben anzugreifen.
Eriador ist also genauso "leer" wie der Rest des nördlichen Mittelerde.
Das stimmt nicht. Denn wir wissen nur von Eriador genau wieviele menschliche Siedlungen es gab. namlich das Breeland mit seinen vier Dörfern. Mehr nicht.  Rhovanion hat hingegen bei ungefähr gleicher Größe eine deutlich größere Bevölkerung. Es gibt zwar keine Hobbits (mehr), aber mehr Zwerge, mehr Elben und deutlich mehr Menschen mit zwei echten Städten.
Wenn man mehr Leute haben will, muss man in den Süden ziehen - südlich des Weißen Gebirges, in den Fürstentümern, dürfte sich mehr tun.Zu welcher Zeit? Außerdem ist der Atlas mittlerweile auch schon steinalt und nicht besonders akkurat (das war er nie).
Die Karte zeigt den Stand zur Zeit des Ringkriegs, also mehrere Jahrzehnte nach der Zeit, die für TOR gesetzt ist. Der Atlas ist so genau akurat, wie er damals sein konnte. Karen Wynn Fonstad hat sogar die ersten 9 Bände der History of Middle-Earth berücksichtigt.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Cormac am 9.02.2022 | 18:15
Nochmal: Zu der Zeit, in der die 2e spielt (knapp vor dem Ringkrieg)

Naja, also sorry, aber zwischen der Schlacht der 5 Heere und dem Beginn der Reise von Frodo liegen ca. 60 Jahre. TOR 2E spielt 24 Jahre nach der Schlacht. 36 Jahre als „knapp vor“ zu bezeichnen halte ich für leicht übertrieben.

Im Jahr 2965 des 3. Zeitalters sind sowohl Beorn als auch die Woodmen of Wilderland wohlauf. Das letzte Folk–Moot findet 2975 statt und mit der Region geht es eigentlich erst nach 2977 tatsächlich bergab.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Wisdom-of-Wombats am 9.02.2022 | 20:18
Außerdem ist der Atlas mittlerweile auch schon steinalt und nicht besonders akkurat (das war er nie).

J.R.R Tolkien hat seit Entstehung des Atlas keine neuen Primärquellen mehr veröffentlicht. Also akkurater wird es nicht mehr.

Naja, also sorry, aber zwischen der Schlacht der 5 Heere und dem Beginn der Reise von Frodo liegen ca. 60 Jahre. TOR 2E spielt 24 Jahre nach der Schlacht. 36 Jahre als „knapp vor“ zu bezeichnen halte ich für leicht übertrieben.

Kommt auf die Sichtweise an. Frag mal Elrond oder Galadriel.  ~;D
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: dreisam am 9.02.2022 | 22:02
Wo die wenigen Dúnedain des Norden ihre Zufluchten haben ist unbekannt.

Es spricht einiges dafür, dass die letzten nördlichen Dúnedain im Winkel (Angle) dauerhaft siedelten, also im südlichsten Zipfel von Rhudaur.
https://middle-earth.xenite.org/where-did-aragorn-come-from/ (https://middle-earth.xenite.org/where-did-aragorn-come-from/)

Es gibt zudem mindestens zwei Arbeiten, die sich mit der Demographie von Eriador während des dritten Zeitalters auseinander setzen. Zum einen hat der Autor der eben verlinkten Internet-Seite (Michael Martinez) einen knappen Beitrag zur Bevölkerung von Eriador während des späten dritten Zeitalters geschrieben:
https://middle-earth.xenite.org/how-deserted-was-eriador-in-the-late-third-age/ (https://middle-earth.xenite.org/how-deserted-was-eriador-in-the-late-third-age/)

Für jene aber, die es so richtig genau wissen wollen, möchte ich zum anderen die ehrlich bahnbrechende Abhandlung "Population and Urbanization In Eriador" von Thomas Morwinsky empfehlen (S. 42 bis 103):
https://www.otherminds.net/downloads/other-minds/other-minds-magazine-issue-13.pdf (https://www.otherminds.net/downloads/other-minds/other-minds-magazine-issue-13.pdf)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 9.02.2022 | 22:25
Ich mag mich mit den Dúnedain geirrt haben, aber die Artikel bestätigen meine Angaben.

Gerade die bevölkerung die Herkunft einigen Menschengruppen sind die großen schwachstellen im Herrn der Ringe. wo kommen die Flüchtlinge her? Wo die Banditen? Ein ähnliches Problem hat man auch Bevölkerung von Esgaroth und Thal nach der Schlacht der Fünf Heere. Wo kommt die her? Seestadt war schließlich nicht sonderlich groß.

Für eine TOR-Kampagne in Eriador würde ich glatt alte MERS-Bücher plündern und die Bevölkerung Eriadors aufstocken. Herr der Ringe Online liefert ebenfalls Ideen, die man nutzen könnte, um Mittelerde etwas realistischer zu gestalten.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: dreisam am 9.02.2022 | 22:44
Ein ähnliches Problem hat man auch Bevölkerung von Esgaroth und Thal nach der Schlacht der Fünf Heere. Wo kommt die her? Seestadt war schließlich nicht sonderlich groß.
Wir sprechen von der Fantasy-Welt eines Autors, der aus sieben Zwergenmännern und sechs Zwergendamen und trotz diverser Kriegsverluste sieben große Zwergennationen mit mehreren florierenden Zwergenstädten gemacht hat. Es gibt eben in Mittelerde ein paar harte Tiefschläge für die willing suspension of disbelief. Die Demographie mag auch dazu gehören.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: dreisam am 9.02.2022 | 23:05
Für eine TOR-Kampagne in Eriador würde ich glatt alte MERS-Bücher plündern und die Bevölkerung Eriadors aufstocken. Herr der Ringe Online liefert ebenfalls Ideen, die man nutzen könnte, um Mittelerde etwas realistischer zu gestalten.

Nun gehört Aragorns Zitat vom entvölkerten Eriador allerdings vermutlich zu den bekannteren Textschnipseln aus dem LotR. Denn jener Satz löste wohl nicht bei wenigen Leser*innen einen What?-Moment aus und blieb deshalb hängen?

Im Übrigen scheint es mir so, als ob auch LOTRO weitgehend die Bevölkerungsentleerung von Eriador beachtet. Das kann mensch schön daran erkennen, welche Anteile von diesem Gebiet in dem Online-RPG tatsächlich besucht und bespielt werden können:
https://i.redd.it/f5951ex9obz61.jpg (https://i.redd.it/f5951ex9obz61.jpg)

Weiterhin wurden die alten MERS-Bücher schwerpunktmäßig für das Jahr 1640 DZ konzipiert. Sie gehen von anderen historischen Hintergründen aus, nämlich von einem gerade gegründeten Auenland innerhalb eines noch immer existierenden Dúnedain-Königreichs während des schwärenden Kriegs gegen den Hexenkönig von Angmar. Aber wo eine Idee ist, ist sicherlich auch eine Umsetzungsmöglichkeit.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 10.02.2022 | 08:12
Trotzdem ist die Bevölkerungsdichte deutlich größer:
In LOTRO ist keine Region wirklich unbevölkert. Was auch realistisch ist.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Sgirra am 10.02.2022 | 09:57
Wie gut, dass ich mir um all so etwas keine Gedanken mache und das Spiel einfach als das genießen kann, was es ist. :D

Das Corebook widmet dem "Kanon" einen Abschnitt, den ich echt gut finde. (Und gab es so etwas vorher auch schon, who cares?, ich kenne nur diese Edition.)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: dreisam am 10.02.2022 | 10:23
In LOTRO ist keine Region [von Eriador] wirklich unbevölkert. Was auch realistisch ist.

Die Fantasy-Welt namens Mittelerde erweist sich nicht in allen ihren Aspekten als wirklichkeitsangelehnt. JRR Tolkien hatte sich zwar nachweislich um derlei Realismus bemüht, es ist ihm allerdings nicht in sämtlichen Aspekten gelungen. Wenn ich in Mittelerde fantasyrollenspiele, könnte ich mich aber schon fragen, ob ich die Charaktere durch Mittelerde oder durch eine "realistische" Fantasy-Welt bewegen möchte.

Wie gut, dass ich mir um all so etwas keine Gedanken mache und das Spiel einfach als das genießen kann, was es ist.

Es gäbe sicherlich auch in der Bevölkerungsleere von Eriador einiges zu entdecken: Viel Wildnis mit sprechenden Tieren und ziehenden Elben, grimmigen Trollen und marodierenden Orks. Mit Flussgeistern und Hügelgrabunholden und wandernden Bäumen.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Antariuk am 10.02.2022 | 10:50
Die Frage, ob der Westen Mittelerdes unrealistisch leer (für Rollenspielabenteuer) ist oder nicht, hat mEn wenig mit TOR 2E zu tun, sondern wäre eher ein allgemeines Tolkien-Thema?
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 10.02.2022 | 10:54
Die Frage, ob der Westen Mittelerdes unrealistisch leer (für Rollenspielabenteuer) ist oder nicht, hat mEn wenig mit TOR 2E zu tun, sondern wäre eher ein allgemeines Tolkien-Thema?
Es hat in sofern etwas mit TOR 2e zu tun, weil es die Wahl von Eriador als Spielregion in Frage stellt.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Antariuk am 10.02.2022 | 11:00
Es hat in sofern etwas mit TOR 2e zu tun, weil es die Wahl von Eriador als Spielregion in Frage stellt.

Die ist als spielbare Region aber auch schon in TOR und AiME und MERS vorhanden gewesen, und solange TOR 2E hier nicht bemerkenswerte Abweichungen etabliert - was ja sein kann? Hier habe ich als Quelle bisher vor allem den Atlas wahrgenommen -, betrifft das Thema ja wenige das konkrete System als das übergeordnete Setting.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 10.02.2022 | 11:36
Die ist als spielbare Region aber auch schon in TOR und AiME und MERS vorhanden gewesen, und solange TOR 2E hier nicht bemerkenswerte Abweichungen etabliert - was ja sein kann? Hier habe ich als Quelle bisher vor allem den Atlas wahrgenommen -, betrifft das Thema ja wenige das konkrete System als das übergeordnete Setting.
TOR 1e und AiME hatten beide das wesentlich dichter besiedelte Rhovanion als Spielregion gewählt. MERS hat seine Eriador-Kampagne in die Mitte des Dritten Zeitalters verlegt, als es zumindest noch Arthedain und Cardolan gab. TOR 2e macht da in meinen Augen den Fehler, eine Region zu wählen, die wegen der vielen Konflikte in der Vergangenheit fast vollständig entvölkert ist. Die einzigen Gefahren lauern im Alten Wald, den Hügelgräberhöhen und in den Ettenöden. Selbst Agmar ist unbewohnt. Und Orks haben schon lange nicht mehr Eriador heimgesucht. Wenn man sich sklavisch an Tolkiens Beschreibung hält, ist Eriador eine langweilige und relativ sichere Region.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 10.02.2022 | 11:50
Für TOR1 gibt es mit „Ruins of the North“ einen ganzen Band mit Abenteuern im Osten Eriadors, die ich jetzt nicht unbedingt als „langweilig und sicher“ einstufen würde.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 10.02.2022 | 11:58
Für TOR1 gibt es mit „Ruins of the North“ einen ganzen Band mit Abenteuern im Osten Eriadors, die ich jetzt nicht unbedingt als „langweilig und sicher“ einstufen würde.
Schau dir doch meine Aussage noch einmal an!
... Wenn man sich sklavisch an Tolkiens Beschreibung hält, ist Eriador eine langweilige und relativ sichere Region.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Antariuk am 10.02.2022 | 12:04
... und für AiME wurden die Inhalte mit dem Doppelpack Rivendell Region Guide/Eriador Adventures auch nochmal verarbeitet (plus der Bree-land Region Guide).

Selbst Agmar ist unbewohnt.

Das stimmt nicht.

Nur um nochmal klarzustellen: Mir gehts hier nicht darum, dass man sich nicht trefflich streiten kann, wie bevölkert der Nordwesten Mittelerdes eigentlich ist und wie sehr man sich verbiegen müsste, um den Spagat zwischen Darstellungen Tolkiens und den Ansprüchen einer Spielrunde, die auch Leute und Orte kennenlernen will, zu schaffen. Und ja, Rhovanion bietet sich aufgrund der Inhalte des Hobbits sehr an als Startpunkt, weil man die Klassiker Wald, Zwerge und Elfen alle in einer Sandbox hat, aber Eriador hat ebenfalls Potenzial, wie die o.g. Bände gut gezeigt haben. Aber das ist einfach kein TOR 2E-spezifisches Problem, finde ich ;)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: schneeland am 10.02.2022 | 12:11
Ich habe die Diskussion mal abgetrennt, weil mir auch schien, dass hier der Bogen etwas weiter gespannt wurde als es das Spiel selbst beträfe. Es darf aber natürlich auch gern weiterhin Spielbezogenes zum Thema Eriador hier stehen.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Antariuk am 12.02.2022 | 10:39
Ich glaube, Eriador als Startregion hat, unabhängig von den grundlegenden Strukturen des Settings des nordwestlichen Mittelerdes für diese Ära) für TOR-Fans und Neuankömmlinge verschiedene Vor- und Nachteile. Wer Rhovanion als Orts des Spielbeginns schon kennt, freut sich vielleicht auf Abwechslung, weil das vorher eben "nur" optionales Erweiterungsmaterial war. Es bietet zudem Gelegenheit, den Fall der menschlichen Königreiche ganz direkt zu thematisieren, wie es in LotR mit Begegnungen wie den Barrow-wights oder der Ruine von Weathertop getan wurde - die Geschichte von Arthedain, Cardolan und Rhudaur gibt viel her, zumal in Eriador ja auch die Ranger rumstromern. Und Elben und Zwerge  gibt's auch, letztere ja sogar in nicht unerheblicher Zahl.

Es fehlt halt ne richtige Stadt (oder zwei) und ein riesengroßer Wald im Vergleich zu Rhovanion, wenn man nach Abenteuerschauplätzen sucht, aber eine schlechte Wahl ist es deshalb mEn nicht - Es gibt es Zugang zum Meer, Angmar lauert im Norden, viele spukige Ruinen in der Landschaft, zwei Elben-Siedlungen (Rivendell und Mithlond) sowie mehrere Dörfer im Zentrum der Region. Wenn man Lust hat, den Glanz vergangener Zeitalter zu thematisieren, ist Eriador sogar besser als Rhovanion.

Ein zweischneidiges Schwert könnte der Aspekt sein, von Eriador aus eine Heldenreise nach Osten zu machen, dem Vorbild von Bilbo und Frodo folgend, weil dann sofort der direkte Vergleich auf der Hand liegt...
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 12.02.2022 | 14:20
Das stimmt nicht.
Wer soll den noch in Angmar leben? Die Armee Angmars wurde schon vor Jahrhunderten von Gondor vernichtet. Die Männer von Carn Dûm sind ausgestorben. Die Orks des Nebelgebirges werden sich nie richtig von den Verlusten in der Schlacht der Fünf Heere erholen.
Es ist halt das typische Tolkien-Problem. Ein Reich wird vernichtet und die Bevölkerung verschwindet spurlos.

Eriador ist gut, wenn man Hobbits spielen will. Das Auenland ist schließlich das am dichtesten besiedelte Gebiet in der gesamten Region.
Eriador ist auch interessant, wenn man Ruinen erkunden will. Davon gibt es in Eriador mehr als genug.
Ansonsten halte ich Eriador für ungeeignet, wenn man sich an die Bücher halten will.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Grubentroll am 12.02.2022 | 16:50
Ich kann mich noch gut erinnern wie scharf wir damals waren in den späten 80ern nach dem Lesen des HdR dann endlich MERS zu spielen. Nur um dann zu merken, dass das Ganze vor allem von der Atmo des Buches getragen wurde.
MERS/RM war ja der Settingatmo nicht grad zuträglich, und das Setting selber ist halt eher "dünn" um da groß was zu machen.

Ich könnte mir vorstellen dass das Auenland und Umgebung hergenommen wurde, weil es a) erstmal so eine art safe space ist für die Spieler a la "Beyond the Wall", und b) das Auenland ja recht bekannt ist dadurch dass beide Bücher Tolkiens auch dort starten. Das ist quasi so ein wenig das Tatooine (aber in freundlich) von Mittelerde... ;)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Zanji123 am 14.02.2022 | 10:33
O_o

man streitet sich grad hier wirklich das Eriador total langweilig ist weil man im Buch nix drüber erfährt?? dafuq

Ernsthaft guckt euch mal HdR Online an. Da sind die Orte bedeutend besser dargestellt teilweise.

Bloß weil auf "Buch X Seite YYZ nicht steht das da keine Stadt ist" heisst das nicht das man in der Region die eh kaum beschrieben ist nicht einfach eine setzt

Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Grubentroll am 14.02.2022 | 11:02
Bloß weil auf "Buch X Seite YYZ nicht steht das da keine Stadt ist" heisst das nicht das man in der Region die eh kaum beschrieben ist nicht einfach eine setzt
Klar, kann man schon alles machen, weil, kann dir ja keiner verbieten. ;)

Aber ist dann halt nicht Mittelerde, finde ich.
Dann spiel ich halt lieber was anderes wo das Setting mehr darstellt was ich spielen will.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 14.02.2022 | 11:09
O_o

man streitet sich grad hier wirklich das Eriador total langweilig ist weil man im Buch nix drüber erfährt?? dafuq

Ernsthaft guckt euch mal HdR Online an. Da sind die Orte bedeutend besser dargestellt teilweise.

Bloß weil auf "Buch X Seite YYZ nicht steht das da keine Stadt ist" heisst das nicht das man in der Region die eh kaum beschrieben ist nicht einfach eine setzt
Ähnliches habe ich auch schon vorgeschlagen. Es ist aber für ein Rollenspiel, welches sich so eng wie möglich an die literarische Vorlage halten will, nicht umsetzbar.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Zanji123 am 14.02.2022 | 11:21
dann spielt nicht auf Mittelerde in dessen Welt es nicht mal 15 benannte Städte gibt wenn man nach den Büchern geht.  :o

weil... laut den Karten ist das alles... leer und total unbewohnt bis auf ein paar Regionen in denen sich dann irgendwie jeder reinquetschen muss.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 14.02.2022 | 11:36
TOR1 hat es sehr gut hinbekommen, eine insgesamt recht belebte Version von Rhovanion zum Bespielen anzubieten. Das gilt ebenfalls für Rohan. Soweit ich das beurteilen kann, widersprechen sie damit den Hauptwerken nicht oder nicht wesentlich, sondern füllen unbeschriebene Lücken.
(Bin mir sicher, dass irgendwo im extensiven Schrifttum des Professors etwas aufzustöbern sein wird, das dann doch widersprüchlich ist. Neun von zehn Spielern dürften sowas aber kaum bemerken. Mir ist das jedenfalls schnuppe.)

Insgesamt bin ich ganz hoffnungsvoll, dass TOR2 etwas ähnliches für Eriador hinbekommt.

Die alten ICE Merp-pdfs fliegen im Übrigen immer noch im Netz herum, ganz legal, soweit ich das beurteilen kann. Damit hätte man dann noch eine bevölkerungsreichere Variante vom ME.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 14.02.2022 | 11:39
Die Karten sind relativ ungenau. Nur weil auf den Karten nichts eingezeichnet ist, heist das noch lange nicht, dass da auch nichts ist.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Zanji123 am 14.02.2022 | 11:42
Die Karten sind relativ ungenau. Nur weil auf den Karten nichts eingezeichnet ist, heist das noch lange nicht, dass da auch nichts ist.

meine Rede :)

oder kommen da grad zuviele DSA fans die alles haarklein und detailliert haben wollen

man hat daher wahrscheinlich auch die Region gewählt eben weil sie "nicht groß beschrieben ist" um dort eigene Akzente zu setzen.

Mal als "neuer": gabs zum erster Edition eigentlich Abenteuer? Ich kann mir in der Welt irgendwie wenig vorstellen was für Abenteuer ich da erleben kann / werde
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: schneeland am 14.02.2022 | 11:52
Mal als "neuer": gabs zum erster Edition eigentlich Abenteuer? Ich kann mir in der Welt irgendwie wenig vorstellen was für Abenteuer ich da erleben kann / werde

Es gab die "Darkening of Mirkwood"-Kampagne. Eventuell auch noch was in den späteren Büchern, aber die ist mir in Erinnerung geblieben.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 14.02.2022 | 11:53
"Ruins of the North" nicht zu vergessen.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Antariuk am 14.02.2022 | 11:59
Ist die Abenteuerkette aus "Eriador Adventures" eigentlich auch nur die Adaption von TOR 1E Abenteuern, oder ist die neu geschrieben worden? Fand ich als kleinen Adventure Path für die Region jedenfalls sehr gelungen.

Und zu Werkstreue bei der Umsetzung am Spieltisch: Ich glaube kaum jemand plant, 15 Städte in Eriador anzusiedeln, man muss bei den Vergleichen ja vielleicht nicht immer sofort ins Absurde eskalieren? 8] Weil zwischen diesem Extrem und dem Dazudichten von einigen Dörfern, Enklaven und Karawanen besteht ja ein großer Unterschied. Und den einen Kanon gibt's eh nicht bei Herr der Ringe.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 14.02.2022 | 12:00
Mal als "neuer": gabs zum erster Edition eigentlich Abenteuer? Ich kann mir in der Welt irgendwie wenig vorstellen was für Abenteuer ich da erleben kann / werde
Ja, es gab ein paar Abenteuerbände: Words of the Wise, Tales from Wilderland, Ruins of the North, Oaths of the Riddermark und The Laughter of Dragons. Im Quellenbuch Bree und Darkening of Mirkwodd befinden sich ebenfalls einige Abenteuer.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Cormac am 14.02.2022 | 12:06
Es gab eine Reihe an Abenteuern

Tales from Wilderland – Einzelabenteuer lose durch einen möglichen Handlungsbogen verbunden in Rhovanion

Darkening of Mirkwood – Sandbox über Jahrzehnte

Ruins of the North – Abenteuer mit Handlungsbogen, können auch einzeln gespielt werden, in Eriador

The Laughter of Dragons – Abenteuer mit Handlungsbogen, können auch einzeln gespielt werden, in Eriador/rund um den Lonley Mountain

Oaths of the Riddermark – Abenteuer mit Handlungsbogen, können auch einzeln gespielt werden, in Rohan

Bree – Quellenband mit 3 Einzelabenteuern in und um Bree

Die Abenteuer waren m.E. sehr stimmig gemacht, vielen aber zu „gemächlich“, da settingtypisch eher wenig Dungeoncrawl oder Dauerkämpfe vorkamen.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Cormac am 14.02.2022 | 12:07
Ist die Abenteuerkette aus "Eriador Adventures" eigentlich auch nur die Adaption von TOR 1E Abenteuern, oder ist die neu geschrieben worden? Fand ich als kleinen Adventure Path für die Region jedenfalls sehr gelungen.

Wenn du die aus AiME meinst, eine 1:1 Adaption
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Antariuk am 14.02.2022 | 12:23
Wenn du die aus AiME meinst, eine 1:1 Adaption

Ah, gut zu wissen! :d Habe nur ein- oder zweimal TOR gespielt und kenne die ganzen Bände auch gar nicht, wusste nur, dass AiME zu großen Teilen direkt adaptiert hat.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Grubentroll am 14.02.2022 | 13:34
meine Rede :)
oder kommen da grad zuviele DSA fans die alles haarklein und detailliert haben wollen

Mmmhh, sehe ich nicht so.
Geht da doch eher ums Settingsgefühl und was im Herrn der Ringe beschrieben ist.

Ich könnte mir durchaus viele kleine Dörfchen und Ortschaften vorstellen in der Ecke, aber eine ganze Stadt?
Das würde doch da vieles von dem wie die Gegend wirkt stark in Frage stellen imo.

Aber wie gesagt, ein jeder Jeck ist anders, und wenn da ne Stadt neben dem Auenland ist in deinem Mittelerde, dann ist das halt so.. ;)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 14.02.2022 | 13:45
Ich könnte mir durchaus viele kleine Dörfchen und Ortschaften vorstellen in der Ecke, aber eine ganze Stadt?
Das würde doch da vieles von dem wie die Gegend wirkt stark in Frage stellen imo.

Sehe ich auch so: natürlich können weiße Flecken gefüllt werden, allerdings nicht mit zu starker Abweichung von der Settingbeschreibung. Also keine zu großen Städte, keine neuen Völker etc..
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Zanji123 am 14.02.2022 | 22:48
Sehe ich auch so: natürlich können weiße Flecken gefüllt werden, allerdings nicht mit zu starker Abweichung von der Settingbeschreibung. Also keine zu großen Städte, keine neuen Völker etc..



sorry is aber sinnfrei.... nehmen wir aleine das hier: https://lotro-wiki.com/index.php/eriador

ich mein das spiel hat die Buch Lizens und ich denke nicht das du da irgendwelches Zeug mit basteln kannst da sind die Erben doch sehr genau. Es GIBT daher Städte dort bzw. MUSS es geben da MIttelerde sonst entvölkert wäre wie sonstwas und zwischen n paar Orten einfach... NIX wäre was wirtschaftlich schon null Sinn gibt. Den sind wir ehrlich: bis auf n paar Städte und Regionen (und auch die Regionen beinhalten irgendwie null andere Orte) hat Mittelerde nix beschrieben. Kann man auch verstehen das Tolkien da jetzt keinen Sinn sah jedes verdammte kleine Dörfchen zu katalogisieren.

Aber wenn wir davon ausgehen das Eriador 900x900 km groß ist https://www.faszination-tolkien.de/landeskunde-mittelerde/eriador/ meint ihr da wirklich das außer dem Auenland eifnach... NIX da ist? Gondor ist dann auch entvölkert oder was?  ;)

und wenn man "post Sauron" bzw prä Sauron spielt hat man auch noch genug Zeit die selbst im Simarillion in n paar Seiten beschrieben werden


https://lotr.fandom.com/wiki/Eriador#Major_settlements   hier auch noch einige Orte die wohl igendwo beschrieben sind (und auch eine Elfenstadt)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 15.02.2022 | 08:23
Das ist es ja gerade. Laut den Büchern lebt außer im Auenland und in Bree in ganz Eriador niemand mehr. Eregion ist ebenfalls unbewohnt. Von Gondor hingegen kennen wir die Provinzen und wissen, dass nur in Ithilien niemand mehr lebt, da man die Bevölkerung schon vor Jahren evakuiert hat.
Dies alles wird zum Problem, wenn man sich fragt, woher zum Beispiel die Händler und Reisenden kommen sollen, die im Tänzelnden Pony in Bree übernachten. Woher kommt die Bevölkerung Thals nach dem Ende Smaugs? Oder Arnors im vierten Zeitalter? Wir wissen ja aus unserer eigenen Geschichte, dass es hundert Jahre dauerte, bis sich das Heilige Römische Reich von den Bevölkerungsverlusten von stellenweise bis zu 70% erholt hat. Tolkien hat sich keine Mühe gemacht, dieses Problem zu lösen.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 15.02.2022 | 08:57
Na ja, für den Spieltisch ergeben sich da zwei Möglichkeiten:
- man nimmt die von Tolkien geschaffene und nicht aufgelöste Unlogik hin
 - oder man setzt ein paar Zivilisationsflecken in die leeren Gebiete hinein; gerade soviel, dass die Unlogik gemildert wird, aber kein unüberwindbarer Bruch zur Vorlage entsteht. (Z.B könnte man Tharbad etwas pushen, ein paar Dörfer platzieren, etc).
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 15.02.2022 | 09:00
- oder man setzt ein paar Zivilisationsflecken in die leeren Gebiete hinein; gerade soviel, dass die Unlogik gemildert wird, aber kein unüberwindbarer Bruch zur Vorlage entsteht. (Z.B könnte man Tharbad etwas pushen, ein paar Dörfer platzieren, etc).

Wäre meine Vorgehensweise.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Cormac am 15.02.2022 | 09:18


sorry is aber sinnfrei.... nehmen wir aleine das hier: https://lotro-wiki.com/index.php/eriador

ich mein das spiel hat die Buch Lizens und ich denke nicht das du da irgendwelches Zeug mit basteln kannst da sind die Erben doch sehr genau. Es GIBT daher Städte dort bzw. MUSS es geben da MIttelerde sonst entvölkert wäre wie sonstwas und zwischen n paar Orten einfach... NIX wäre was wirtschaftlich schon null Sinn gibt. Den sind wir ehrlich: bis auf n paar Städte und Regionen (und auch die Regionen beinhalten irgendwie null andere Orte) hat Mittelerde nix beschrieben. Kann man auch verstehen das Tolkien da jetzt keinen Sinn sah jedes verdammte kleine Dörfchen zu katalogisieren.

Aber wenn wir davon ausgehen das Eriador 900x900 km groß ist https://www.faszination-tolkien.de/landeskunde-mittelerde/eriador/ meint ihr da wirklich das außer dem Auenland eifnach... NIX da ist? Gondor ist dann auch entvölkert oder was?  ;)

und wenn man "post Sauron" bzw prä Sauron spielt hat man auch noch genug Zeit die selbst im Simarillion in n paar Seiten beschrieben werden


https://lotr.fandom.com/wiki/Eriador#Major_settlements   hier auch noch einige Orte die wohl igendwo beschrieben sind (und auch eine Elfenstadt)

Naja….also sorry, aber die Argumentation, weil es sowas in lotro gibt wäre es irgendwie kanon oder auch nur vom feeling her Mittelerde–geeignet halte ich für gewagt. Lotro hat blitzwerfende Magier als SC. Das sagt auch schon alles darüber wie genau es sich an die Vorlage hält. Lotro MUSS Siedlungen und anderen Kram in diese Gebiete einbauen weil ihm sonst die Spieler wegrennen würde, wenn es nichts zu sehen oder zu tun gäbe.

Ansonsten: wer sagt, dass im Tänzelnden Pony gar so viele Reisende und/oder Händler übernachten? Im Buch gibt es dafür wenig Belege, im Gegenteil wird mehrfach darauf hingewiesen, dass Bree und das Pony zwar früher viel Verkehr sahen, aber zu Zeiten vor dem Ringkrieg nicht und dass die Bevölkerung Fremden gegenüber verschlossen und misstrauisch war, was ebenfalls dafür sprich, dass wenig Publikumsverkehr herrschte. Butterblume ist sogar überrascht, dass Hobbits aus dem Auenland (das sehr nahe liegt) bei ihm einkehren und bemerkt, dass dies selten vorkommt.

„Denn Bree lag an einer alten Wegscheide, eine zweite alte Strasse kreuzte die Oststrasse gersde außerhalb des Grabens am westlichen Dorfausgang und in den alten Tagen war sie von Menschen und anderen Leuten aller Art viel benutzt worden. ……..Aber die nördlichen Lande waren schon lange verödet und die Nordstraße wurde jetzt selten begangen, sie war vom Gras überwuchert und die Leute in Bree nannten sie Grünweg.

Also, kanon waren die nördlichen Lande „verödet“, was wohl kaum für die immer wieder angeführte Behauptung spricht, dort müsse es Städte gegeben haben. Außerdem kanon eine vom Gras überwucherte grosse Strasse. Ich überlasse es jedem selbst sich mal auszumalen, wie wenig Verkehr – insbesondere von schweren Handelswagen – über eine ehemals gut befestigte Verkehrsstrasse laufen muss, damit sich nahezu vollständig vom Gras überwachsen wird.

Nochmal, wer als SL aus Eriador eine blühende Landschaft machen will, dem steht das natürlich offen. Rückhalt im kanon findet sich dafür kaum. Auch die Gegend um Bruchtal herum heißt nicht umsonst die Ettenöden.

Der meiste Handelsverkehr dürfte von Süden, von
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Boba Fett am 15.02.2022 | 09:39
Ich halte die Wahl von Eriador Spielregion für falsch, weil diese Region menschenleer ist.

Ja, aber es hängt in Eriador ganz stark davon ab, in welcher Zeit man spielt.
Nimmt man die "Hexenkönig von Angmar" stürzt die drei nördlichen Reiche (Arthedain, Rhudaur  und Cardolan),
dann kann man da ordentlich rocken. Und man löst sich auch vom Metaplot des Ringkrieges und der Zeit drum herum
und kann herzlich ergebnisoffen Abenteuer entwickeln.
MERS hat seiner Zeit diese Zeitschiene genommen.
(bei Interesse schreib ich da gerne was zu)

Wenn Du dir die Zeit aussuchst, die DER2 vorgibt, dann gebe ich Dir recht - aber abgesehen vom Ringkrieg ist da eh nicht viel los in Müddelörde. ;-)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 15.02.2022 | 09:59
Der meiste Handelsverkehr dürfte von Süden, von ...
Fehlt da nicht etwas ?
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 15.02.2022 | 10:20
Ja, aber es hängt in Eriador ganz stark davon ab, in welcher Zeit man spielt.
Nimmt man die "Hexenkönig von Angmar" stürzt die drei nördlichen Reiche (Arthedain, Rhudaur  und Cardolan),
dann kann man da ordentlich rocken. Und man löst sich auch vom Metaplot des Ringkrieges und der Zeit drum herum
und kann herzlich ergebnisoffen Abenteuer entwickeln.
MERS hat seiner Zeit diese Zeitschiene genommen.
(bei Interesse schreib ich da gerne was zu)

Interesse +1 ! :d

Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 15.02.2022 | 10:47
Ja, aber es hängt in Eriador ganz stark davon ab, in welcher Zeit man spielt.
Nimmt man die "Hexenkönig von Angmar" stürzt die drei nördlichen Reiche (Arthedain, Rhudaur  und Cardolan),
dann kann man da ordentlich rocken. Und man löst sich auch vom Metaplot des Ringkrieges und der Zeit drum herum
und kann herzlich ergebnisoffen Abenteuer entwickeln.
MERS hat seiner Zeit diese Zeitschiene genommen.
(bei Interesse schreib ich da gerne was zu)
Interesse!
Wenn Du dir die Zeit aussuchst, die DER2 vorgibt, dann gebe ich Dir recht - aber abgesehen vom Ringkrieg ist da eh nicht viel los in Müddelörde. ;-)
Das stimmt nicht ganz. In Eriador ist vielleicht nicht viel los, weil das schon seit langer zeit nicht viel los war. In Wilderland und in Gondor hingegen spürte man doch sehr bald, dass Sauron nach Mordor zurückgekehrt ist. TOR hatte ein sehr gute Wilderland-Kampagne, die sich über Jahre erstreckte  und deutlich machte, wie die Region, insbesondere Düsterwald, davon beeinflusst wurde.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Zanji123 am 15.02.2022 | 11:59
Naja….also sorry, aber die Argumentation, weil es sowas in lotro gibt wäre es irgendwie kanon oder auch nur vom feeling her Mittelerde–geeignet halte ich für gewagt. Lotro hat blitzwerfende Magier als SC. Das sagt auch schon alles darüber wie genau es sich an die Vorlage hält. Lotro MUSS Siedlungen und anderen Kram in diese Gebiete einbauen weil ihm sonst die Spieler wegrennen würde, wenn es nichts zu sehen oder zu tun gäbe.

Ansonsten: wer sagt, dass im Tänzelnden Pony gar so viele Reisende und/oder Händler übernachten? Im Buch gibt es dafür wenig Belege, im Gegenteil wird mehrfach darauf hingewiesen, dass Bree und das Pony zwar früher viel Verkehr sahen, aber zu Zeiten vor dem Ringkrieg nicht und dass die Bevölkerung Fremden gegenüber verschlossen und misstrauisch war, was ebenfalls dafür sprich, dass wenig Publikumsverkehr herrschte. Butterblume ist sogar überrascht, dass Hobbits aus dem Auenland (das sehr nahe liegt) bei ihm einkehren und bemerkt, dass dies selten vorkommt.

„Denn Bree lag an einer alten Wegscheide, eine zweite alte Strasse kreuzte die Oststrasse gersde außerhalb des Grabens am westlichen Dorfausgang und in den alten Tagen war sie von Menschen und anderen Leuten aller Art viel benutzt worden. ……..Aber die nördlichen Lande waren schon lange verödet und die Nordstraße wurde jetzt selten begangen, sie war vom Gras überwuchert und die Leute in Bree nannten sie Grünweg.

Also, kanon waren die nördlichen Lande „verödet“, was wohl kaum für die immer wieder angeführte Behauptung spricht, dort müsse es Städte gegeben haben. Außerdem kanon eine vom Gras überwucherte grosse Strasse. Ich überlasse es jedem selbst sich mal auszumalen, wie wenig Verkehr – insbesondere von schweren Handelswagen – über eine ehemals gut befestigte Verkehrsstrasse laufen muss, damit sich nahezu vollständig vom Gras überwachsen wird.

Nochmal, wer als SL aus Eriador eine blühende Landschaft machen will, dem steht das natürlich offen. Rückhalt im kanon findet sich dafür kaum. Auch die Gegend um Bruchtal herum heißt nicht umsonst die Ettenöden.

Der meiste Handelsverkehr dürfte von Süden, von


Junge du hast den ersten Link angesehen und kamst mit "boha sinnfrei weil online RPG" ... respekt :-)

das sämtliche Orte aber so auch in quellen belegt sind entgeht dir dabei. Ich dachte auch lange das die Städte die man da besucht alle "neu" sind aber bissle googeln zeigt "nope es GAB / GIBT da eine" (je nachdem welche Zeit) sogar eine Elfenstadt ... und Zwerge.


und nochmal: hört mir auf "ja es steht im Buch aber anders" *heul heul heul*

Tolkien wollte eine GESCHICHTE erzählen. Der hatte zu der zeit garantiert keine idee das er da jetzt das übelste Worldbuilding machen will und bis x Jahre in die Zukunft und X Jahre zurück alles beschreibt.

Ich glaube das ist aber auch das Problem das viele mit einem HdR Rollenspiel haben. Man will am liebsten nur in der Zeitleiste der Filme/der Bücher spielen weil die kennt man. Alles andere "gibt's nicht weil steht nicht im Buch"
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Boba Fett am 15.02.2022 | 12:03
Ich bitte, etwaige Begriffe, die unbekannt sind, in der Ardapedia nachzulesen...
Ebenso hält die Wiki auch mehr Details.
Die meisten Informationen sind Mittelerde Kanon.

Ausgangssituation
Sauron ist besiegt, weil Isildur den Ring vom Finger schnitt.
Isildur nahm den Ring an sich und starb im Jahr 2 des dritten Zeitalter (3Z) in einem Ork-Überfall im Norden und der Ring ging verloren.

Die Numenorer hatten zur Zeit Elendils 2 große Reiche in Mittelerde - Arnor im Nordwesten und Gondor westlich von Mordor.
In Gondor herrschen Isildurs Erben.
Arnor zerfällt um das Jahr 860 3Z durch einen Thronfolgestreit in drei Reiche (Arthedain, Rhudaur  und Cardolan).
Die Herrscher dieser drei Nationen streiten sich in den folgenden Generationen um die Nachfolge in der Herrschaft eines neu geeinten Arnors.

Der Hexenkönig zieht ca. 1300 3Z nach Norden und gründet das Reich Angmar regiert und beherrscht aus seiner Festung Carn Dûm.
Er sucht im Norden den verlorengegangenen Ring. (das ist zumindest mein Interpretation - kein Kanon)
Um dies ungestört ausführen zu können, beschließt er die drei Reiche zu unterwerfen oder zu stürzen.

Cardolan wird durch eine Pest im Jahre 1636 3Z de fakto komplett entvölkert und hört dadurch auf zu existieren.
Die Landstriche bleiben weitestgehend unbevölkert.

Im Jahr 1349 3Z erlischt die numenorische Herrscher-Linie in Rhudaur.

Im Jahr 1349 erhob der Herrscher von Athedain Anspruch auf die Herrschaft über ganz Arnor, da die königlichen Linien in Cardolan und Rhudaur erloschen waren.
Doch Rhudaur, angestachelt von dem vom Hexenkönig kontrollierten Angmar, bestritt diesen Anspruch und zog gegen Arthedain in den Krieg.
In den Jahren 1356 und 1409 konnte sich Arthedain, unterstützt von Cardolan, Bruchtal und Lindon gegen zwei große Angriffswellen erwehren.

Ab dem Jahr 1349 3Z gelingt es dem Hexenkönig das Reich Rhudaur mehr und mehr unter seinen Einfluß zu bekommen.
In Rhudaur leben zu dieser Zeit immer weniger Numenorer - die Nation wird größtenteils durch Waldmenschen besiedelt.

In den folgenden Jahrhunderten verlieren Arhedain und Rhudaur durch die fortwährenden Kriege mehr und mehr an Macht und Bedeutung.
Beide Nationen (und auch Angmar) werden im Jahr 1975 3Z in der Schlacht von Fornost vernichtet.
In dieser Schlacht konnte auch der Hexenkönig vertrieben werden.



So, das führt zu einer sehr spannenden Situation in Eriador ab dem Jahr 1300 3Z.
Wir haben drei Nationen, die sich streiten und den Hexenkönig, der das ausnutzt.
Eines der Reiche fällt mehr und mehr unter die Herrschaft des Hexenkönigs.
Eines fällt einer Epedemie, das dritte wird in einem sehr langem Krieg zermürbt.

Es gibt Spione Angmars, aber auch der anderen Reiche,
Orks, Trolle und anders Gesochs zieht es durch die Lande,
es wird unsicherer zu Reisen und das Mißtrauen in Fremde wächst mehr und mehr.
Intrigen, Spionage, Krankheiten und alles, was des Spielleiters Herz begehrt.

Wir haben einige sehr nette Örtlichkeiten, wie die Wetterspitze oder Bree, Bruchtal und Moria (noch von Zwergen bewohnt) die man zu Handlungsschauplätzen machen kann. Die grauen Anfuhrten fallen mir auch noch ein.
Die Hobbitse fallen übrigens erst später ins Auenland ein und fressen es kahl.
(In der Schlacht von Fornost sollen sie sich allerdings beteiligt haben)
Und es gibt einige Orte, wie z. B. Tharbad, die mehr und mehr verfallen.
(Das Mers Quellenbuch "Diebe von Tharbad" mit der Stadtbeschreibung kann ich dazu sehr empfehlen)

Von Gondor kommt keine Hilfe, erst ganz spät gelingt es, Gondor zu bewegen, Truppen zu entsenden
und es kommt zu einer Schlacht vereinigter Völker, die dann den Hexenkönig vertreiben.
Der Krieg ist gewonnen, aber alle drei Nationen sind zu Grunde gegangen.
Der Ring bleibt weiterhin verschollen und wird erst im Jahre 2463 von Deagol gefunden und dann von Smeagol (Gollum) in Besitz genommen.

Im Grunde ist das dem Ringkrieg (der von Elendil und auch der von Aragorn)sehr ähnlich, nur in kleinerem Maßstab.
Und hier streiten Nationen gegeneinander. Es geht um Spionage, drohenden Krieg, um Intrige, ...
Und was mir daran am allerdbesten gefällt: Es gibt kaum ikonische Charaktere und wenn, dass sind sie Nebendarsteller.
Genug Raum für epische Abenteuer mit den Charakteren als Haupt-Protagonisten.

Warum gehe ich davon aus, dass der Hexenkönig den Ring suchte, als er Angmar gründete?
Nun, zunächst macht das nur Sinn. Auch wenn Isildur in den Anduin fiel und der Ring dort verloren ging.
Möglicherweise erreichte die Nazgul nur die Information, Isildur sei im Norden an einem großen Fluß gefallen.
Und da Anor als logisches Ziel einer Reise in Frage kommt, ging man von Eriador aus.
Östlich der Nebelberge hätte er nur Lothlórien, die Waldelben oder Rhovanion aufsuchen können.
Allerdings war das Verhältnis nach seiner Weigerung, den Ring zu vernichten mit Sicherheit nicht das beste.
Die Hallen des Erebor wurden erst 1999 3Z von den Zwergen begründet (was mir recht spät vorkommt).
Fragt man sich: Was machte Isildur am Anduin?
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Zanji123 am 15.02.2022 | 12:08
danke für die tolle zusammenfassung

und man sieht: Die Region IST eigentlich perfekt geeignet :)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: caranfang am 15.02.2022 | 12:23
Gute Zusammenfassung, aber leider nicht Fehlerfrei, denn die Truchsesse kamen erst im Jahr 2050 des dritten Zeitalters an die Macht. Vorher regierten die Erben Anárions über Gondor. Isildurs Erben herrschten über Arnor.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Crimson King am 15.02.2022 | 12:29
und man sieht: Die Region IST eigentlich perfekt geeignet :)

Wenn man die richtige Zeit wählt. Nach meinem Verständnis ist TOR 2nd zum Ende des dritten Zeitalters angesiedelt und Eriador tatsächlich weitgehend leer.

Die Zeit der Kriege mit Angmar fände ich total interessant. Fürs späte dritte Zeitalter muss man ggf. ein bisschen deichseln. Da kann es gerne Versuche von Menschen geben, in der Einöde zu siedeln, auch wenn das so in den Quellenbüchern des Spiels nicht vorgesehen ist.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Boba Fett am 15.02.2022 | 12:32
...die Truchsesse kamen erst im Jahr 2050 des dritten Zeitalters an die Macht. Vorher regierten die Erben Anárions über Gondor. Isildurs Erben herrschten über Arnor.
Danke, hab ich korrigiert!  :d

In Eriador ist vielleicht nicht viel los, weil das schon seit langer zeit nicht viel los war. In Wilderland und in Gondor hingegen spürte man doch sehr bald, dass Sauron nach Mordor zurückgekehrt ist. TOR hatte ein sehr gute Wilderland-Kampagne, die sich über Jahre erstreckte  und deutlich machte, wie die Region, insbesondere Düsterwald, davon beeinflusst wurde.

Ich scheue mich einfach, so dicht bei epischen Metaplot-Handlungen zu spielen, weil ich mich dann immer eingeschränkt fühle.
(geht mir bei Star Wars zB ebenso)
Denn zum einen möchte ich dann nach Kanon spielen, aber zum anderen darf dann nichts beeinflusst werden und die Spieler kennen auch den Zustand,
den die Settingsituation bis zum Metaplot-Event nehmen muss. Und wir spielen möglichst ergebnisoffen...
Und ausserdem hab ich dann immer den Eindruck, dass da dann nichts episches passieren darf, weil sonst wäre es ja irgendwo bemerkt worden.
Deswegen such ich mir lieber einen Schauplatz, an dem ich mich austoben kann und wo man trotzdem altvertrautes wiederfindet.

btw: Hat jemand eine Karte von der Wetterspitze, als sie noch nicht verfallen war? ;)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: melkvie am 15.02.2022 | 13:11
Dieses Thema könnte ja auch vom Verlag aufgegriffen werden. Quasi ähnlich wie die "Dunkle Zeiten"- Box bei DSA damals. Das Regelgerüst kann ja bestehen bleiben, man braucht nur eventuelle Anpassungen der Kulturen.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Sphyxis am 15.02.2022 | 13:47
Dieses Thema könnte ja auch vom Verlag aufgegriffen werden. Quasi ähnlich wie die "Dunkle Zeiten"- Box bei DSA damals. Das Regelgerüst kann ja bestehen bleiben, man braucht nur eventuelle Anpassungen der Kulturen.

Ist eine reine Lizenzfrage. Und die Lizenz für das Zweite Zeitalter oder die Jahrhunderte VOR dem Hobbti/Lord ot the Rings haben sie nicht.
Amazon kann sich ja auch nur auf das 2te Zeitalter beziehen, weil si die Rechte für die Anhänge des HdR bekamen und dieser auf das Zweite eingeht.

Weder fria league noch Amazon haben Rechte für die Gesamtheit Mittelerdes.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 15.02.2022 | 13:54
Top, Boba, da krieg ich gleich Spiellaune! Vielen Dank!

Das Arnor-Quellenbuch von ICE führ das Ganze dann auf über 400 Seiten aus!

Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: melkvie am 15.02.2022 | 14:11
@Sphyxis
Du hast natürlich recht. Geht natürlich nur, wenn die entsprechende Lizenz da wäre. Schön wäre es trotzdem. Und kann (zumindest theoretisch) ja noch werden.

@Leonidas
Das Coverartwork ist schon "spannend" find ich. Meine erste Assoziation war eher "Conan vs. Wehrmacht" als LOTR  ;D
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 15.02.2022 | 14:57
 ~;D Ja, der Helm ist schon ikonisch.
Das Werk (d.h. die Buchvorlage für das pdf, keine Ahnung wie alt das Bild ist) ist von 1994; vermutlich würde man heutzutage die schwarz-weiß-Verteilung im Bild auch noch mal auf Gestaltungsalternativen abchecken.


Edit:
„Lost Realm of Cardolan“ von 1987 hat ein fast identisches Coverbild, aber etwas weniger kontrastreich.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: melkvie am 15.02.2022 | 15:11
Bekommt man von der MERS oder MERP -Sachen legale PDFs? Meine Googlesuche ergab da gerade eher das Gegenteil.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 15.02.2022 | 15:12
Soweit ich weiß, hatte ICE die Werke damals freigegeben. Wie die Rechtslage heute ist, weiß ich aber nicht.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Achamanian am 15.02.2022 | 15:25
Soweit ich weiß, hatte ICE die Werke damals freigegeben. Wie die Rechtslage heute ist, weiß ich aber nicht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ICE das recht hatte, irgendwas mit Mittelerde freizugeben - ich gehe stark davon aus, dass alle evtl. kursierenden pdfs illegal sind.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Leonidas am 15.02.2022 | 15:31
Ja, sehr gut möglich, dass du da richtig liegst. Andererseits hätten sie nicht irgendwas mit Mittelerde freigegeben, sondern kostenlose Versionen ihrer eigenen Werke. Aber wie gesagt, ich habe keine genaue keine Ahnung, im Zweifel wird man besser von illegal ausgehen.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Boba Fett am 15.02.2022 | 15:52
Top, Boba, da krieg ich gleich Spiellaune! Vielen Dank!

Das Arnor-Quellenbuch von ICE führ das Ganze dann auf über 400 Seiten aus!
Gern geschehen - mir geht es ja ganz ähnlich! Ich hätte da richtig Lust zu, das zu spielen.
Und ich weiß um das QB, ich habe es hier stehen. Ebenso das Angmar QB. 8)

ICE hat damals ihr gesames Mittelerde-Setting in das Jahr ~1600 3Z verlegt.
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Sphyxis am 15.02.2022 | 15:53
Ja, sehr gut möglich, dass du da richtig liegst. Andererseits hätten sie nicht irgendwas mit Mittelerde freigegeben, sondern kostenlose Versionen ihrer eigenen Werke. Aber wie gesagt, ich habe keine genaue keine Ahnung, im Zweifel wird man besser von illegal ausgehen.

Soweit ich weiß, waren die irgendwann mal legal, aber inzwischen aufgrund der Rechteverteilung bei Amazon Prime (HdR-Anhänge), New Line Cinema (Hobbit und HdR Filmrechte) und Tolkiens Erben nicht mehr legal, weswegen sie damals von ICE auch offiziell aus dem Web genommen wurden. Noch heute findet man nur noch die Direktlinks und keine Seite mehr die darauf verweist, so wie früher.


@Boba Fett
Ich werde 1300 DZ mal aufgreifen und sobald ich das  physische Buch habe, wohl mit der 2ten Edition umsetzen. Klingt so betrachtet eigentlich ganz spannend. ;)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: Boba Fett am 15.02.2022 | 16:05
@Sphyxis:
Das freut mich!
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: melkvie am 15.02.2022 | 16:30
@Sphyxis
Falls du dann Lust hast dazu einen Werkstattbericht oder ähnliches zumachen, hätte ich nichts dagegen :)
Titel: Re: The One Ring 2nd Edition - Eriador als Start-/Spielregion
Beitrag von: BobMorane am 15.02.2022 | 16:36
btw: Hat jemand eine Karte von der Wetterspitze, als sie noch nicht verfallen war? ;)

Ich meine Ja ich muss sie nur suchen.