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Pen & Paper - Spielsysteme => DSA - Das schwarze Auge => Thema gestartet von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 10:53

Titel: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 10:53
Und ich meine wirklich freundlich, mit einem Augenzwinkern und mit dem Wissen, daß andere Menschen andere Meinungen haben dürfen...

Meine erste DSA-Granate ist also die:

Mein DSA: das Aventurien der Erstauflage. Das Aventurien eines Andreas Brandhorst und eines Bryan Talbot. Mit einem ordentlichen Schuß Yüce-Schnauzbartaction. Dünnes Regelheft statt 1345 Seiten-Wälzer, die das Spiel kein bißchen besser machen. Take that, Hartwurstfraktion.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 11.03.2022 | 11:00
DSA Junior. Weil ich Literatur lese!
/s
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Noir am 11.03.2022 | 11:03
Natürlich ist das einzig wahre DSA die 3. Edition. Alles davor war zu seicht. Alles danach war zu komplex (vor allem für das, was DSA ist).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Rorschachhamster am 11.03.2022 | 11:06
Nachdem ich mal bei 4.1 als gestandener Rollenspieler nach einer Stunde keinen Charakter zusammenbauen konnte, auch ganz klar die 1. War auch mein erstes Rollenspiel. Ohne Ausbauregeln, weil Talente statt Proben ist Quatsch... ;) 2e und 3e ist aber auch lange her und nur wenig gespielt. 5e habe ich so auf den ersten Blick keine wesentliche Verbesserung zu 4 erkannt, aber habe ich mich auch nicht wirklich mit befaßt.  :)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Eliane am 11.03.2022 | 11:15
mein DSA: von allem ein bisschen  ::)
Regelkomplexität: DSA 3! Zu 4 kann ich nix sagen, und 5 spiel ich zwar, aber da verabscheue ich die Charaktererschaffung zutiefst (auch wenn ich das Kaufsystem zum Steigern mag und es sicherlich zu Teilen an meiner Gruppe liegt)
Welt: wilder Mix aus DSA 3 - 5, je nachdem.
Beschreibungen von Orten/ Regionen sind mir bei DSA 3 manchmal zu dünn, dann zieh ich gerne die späteren Infos dazu. Oder lasse meiner Fantasie freien Lauf.
Magie, Dämonen und Glaubensdinge: eher DSA 3, weil ich mich da wenig auskenne und mich das als Spieler auch nicht so reizt, ich also keinen Bock habe, mich da einzuarbeiten
Metaplot/ lebendige Geschichte: war für ich nie so relevant, eher netter Fluff im Hintergrund. Tendenziell DSA 3 für die groben Eckpunkte bis Borbarads Erscheinen, danach wenig wichtig, wenn was interessant wird, überflieg ich das in der Wiki. Auf jeden Fall weicht mein Aventurien in den Details sicherlich stark vom Kanon ab.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Swafnir am 11.03.2022 | 11:16
Natürlich ist das einzig wahre DSA die 3. Edition. Alles davor war zu seicht. Alles danach war zu komplex (vor allem für das, was DSA ist).

Das sehe ich genau so  :d
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 11:16
Jetzt isses natürlich so, daß die 4. und 5. Edition mit Rollenspiel im Sinne von freier Kreativitätsentfaltung nichts mehr zu tun haben… Buchhalter haben ihre helle Freude dran, hab ich mir sagen lassen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Eliane am 11.03.2022 | 11:18
Jetzt isses natürlich so, daß die 4. und 5. Edition mit Rollenspiel im Sinne von freier Kreativitätsentfaltung nichts mehr zu tun haben… Buchhalter haben ihre helle Freude dran, hab ich mir sagen lassen.

Rollenspiel und Kreativität haben ja nix mit Buchhaltung zu tun. Buchhaltung liegt mir grundsätzlich. Detailregeln bei 4 & 5 hingegen nicht. ::) Ich mag aber auch regelleichte Systeme, für jemand mit Vorlieben für sehr kleinteilige Regeln ist 4 & 5 bestimmt toll.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 11:20
Kann ich mir kaum vorstellen. Buchhaltung liegt mir grundsätzlich. Detailregeln bei 4 & 5 hingegen nicht. ::)

Pah! Wahre, echte, göttergefällige Charaktererschaffung ist mit Würfeln und nicht mit Point-Buy. Ist dein Charakter zu schlecht, spielst du nicht gut genug. So!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: melkvie am 11.03.2022 | 11:23
Also ich als Mensch aus dem Steuerbereich hatte lange Jahre Spass an DSA 4.0. Gerade an der Charaktererstellung. Aber mittlerweile brauch ich doch meine Hirnkapazität für das Steuerrecht und nicht mehr für die Sonderregeln.

Aber vielleicht wäre ja eine der früheren Editionen mal eine  Blick wert.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Jiba am 11.03.2022 | 11:24
Das beste DSA ist natürlich StoryDSA.  >;D
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 11.03.2022 | 11:26
mit DSA 3 angefangen (mit Hausregeln, wir haben nie gewürfelt für Talensteigerungen, wir hatten einfach jeweils 10 Steigerungen weniger dafür konnten wir die so verteilen wie wir wollten)... dann noch einigem zögern doch als Azubi mir die 3 Wege Bände gekauft (bei uns wollte nie einer Geweihte spielen) und mich ins neue Regelwerk eingelesen. Fand das am Anfang übelst super mit den ganzen Zusatz features usw.
Bis wir dann angefangen haben Charaktere zu bauen und dies ohne die Heldensoftware nicht ging... dann gemerkt als SL "ok ich MUSS ja doch irgendwie die ganzen Sonderfähigkeiten können da ich sonst beim Kampf absolut keine Ahnung habe" (soviel zum Thema "ja DSA ist gar nicht kampflastig so wie D&D da kann man noch andere Abenteuer spielen" Leute guckt euch BITTE mal die Sonderfähigkeiten und Kampfmanöver an!!!)

Mittlerweile... pfff schwer zu sagen. Ich mag Aventurien immer noch (prä Borbi irgendwie) aber auch als ich mit meiner Nichte und Neffen mit DSA2?? Basisregeln (halt die Einsteigerregeln aus der DSA3 Basisbox ohne Talente, keine Fingerfertigkeit und keine negativen Eigenschaften) gespielt habe viel es mir auch auf wie lahmarschig die Kämpfe sind. Selbst mein Neffe meinte "boha wann sind die Banditen den endlich KO!?"
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Rorschachhamster am 11.03.2022 | 11:37
Mittlerweile... pfff schwer zu sagen. Ich mag Aventurien immer noch (prä Borbi irgendwie) aber auch als ich mit meiner Nichte und Neffen mit DSA2?? Basisregeln (halt die Einsteigerregeln aus der DSA3 Basisbox ohne Talente, keine Fingerfertigkeit und keine negativen Eigenschaften) gespielt habe viel es mir auch auf wie lahmarschig die Kämpfe sind. Selbst mein Neffe meinte "boha wann sind die Banditen den endlich KO!?"
Hausregel - jede erfolgreiche Attacke, unabhängig von Parade, TP und RS, macht einen Punkt Schaden - läppert sich dann doch.  ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 11.03.2022 | 12:07
So, jetzt wo ich vom Arzt zurück bin meine ernste Antwort:

DSA2 - Weil's im Gefühl bodenständiger ist. Regeltechnisch fand ich praktisch nichts von DSA3 einen Zugewinn. Mehr Attribute brauchte ich nicht wirklich. Und bei den Zaubern fing's an etwas arg fantastisch zu werden. Dschinne, Feuerbälle usw.

Bei den Regionalbeschreibungen reichten mir die DSA2-Erstlingswerke auch meist aus. Es gibt ein paar DSA4 Hardcover wo ich bei der tieferen Beschreibung tatsächlich Mehrwert empfinde, aber viel davon ist entweder überflüssig oder eh nur akkumulierter Metaplot.

Wobei ich halt hier eindeutig von "Schmeckt mir Besser" rede, ich kann praktisch jeder Regel-Edition etwas abgewinnen.

DSA1 wär mit etwas mehr Überlegung eine rechte nette Tunnels & Trolls Version. Zudem mag' ich viele der fabelhafteren Elemente mehr als die spätere D&D Fantasy.

DSA3 hat wenigstens erst am Schluss das Borbeltum. Davor kann man noch recht gut damit spielen, gerade wenn man den Zaubernden auf die Finger schaut und ein bisschen am Kampfsystem dreht. Und keine Dilettanten zulässt.

DSA4 - puh, naja. Viel Detail und ein schlecht kopiertes GURPS. Aber halt viel Support, Spieler usw.; Zaubermodifikationen find ich eigentlich auch ganz lustig. Recht PG-lastig. Viel zu teuer, heutzutage.

DSA5 - Recht wenig Erfahrung, schlechte Produktpolitik. Ich würd's so handlen wie ich's am Tisch auch mit den D&D Buch-Schlonzern mache: Zwei, maximal drei Regelbücher, punkt. Dann kann man eigentlich ganz gut damit leben. Wenn ich mal eine komplette Newbie-Runde finde, wäre Grundregelwerk + Almanach eine ganz passable Basis. Metaplot und Detailvernarrtheit zurückfahren.

Mit HERO plus DSA2 Hintergrund mit DSA4 Phileasson hatte ich am meisten DSA Spaß in den letzten Jahren.

Ein DSA1 "old school" Abenteuer würd mich auch reizen. Genügend braches Feld für Regelbasteln und Hintergrund improvisieren.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: First Orko am 11.03.2022 | 12:16
Wenn ich nochmal Bock hätte auf DSA mit mögichst DSA-like Regeln: Ilaris
Ansonsten ginge auch DSA3 mit dem ich großgeworden bin immer noch. Irgendwie so mittelkomplex mit komischen Regelauswüchsen, teil-verschwurbelten Texten aber schönen, romantisch-verklärten Hintergrundbüchern, dabei immer zwischen "Alle 5e gerade sein lassen" und "So gehts aber nicht, pöser Powergamer"
Halt so ein bißchen das "campy" DSA 8)
Und so liebe ich es  ^-^

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 11.03.2022 | 12:30
Hausregel - jede erfolgreiche Attacke, unabhängig von Parade, TP und RS, macht einen Punkt Schaden - läppert sich dann doch.  ;)

Hah, die Hausregel kannte ich noch nicht mal. Bissl was von T&T Spite Damage oder auch Midgard's Ausdauer-Buchhaltung.

Sonst gibt's natürlich Qualitätsstufen (QVAT) oder Black Jack a la Pendragon (Höchster Wurf der jeweils nicht AT/PA übertraf gewinnt) als einfacher Fix.

Oder, naja, man nimmt die Trefferzonenenregelung vom Aventurischen Boten #1 der der Basis Box ja beilag. Das ist RuneQuestig-fies.

(Ein RQ-basiertes DSA wär auch mal nett. Legal doch inzwischen kein Problem, Legend SRD plus Scriptorium. Wenn ich mich recht erinnere, trauerte ja Werner Fuchs eh dass sie T&T übersetzten und nicht RQ.)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Alexandro am 11.03.2022 | 12:33
Solange der Hintergrund stimmt (in der 3e war er imo am Besten) und die Regeln der kreativen Auseinandersetzung mit dem Hintergrund nicht im Wege stehen ("Schön für dich, dass du dir überlegt hast, wie du deinen Zirkus-Kraftmeier in Aventurien spielen willst - du hast leider nur Körperkraft 8 erwürfelt, also wird das nichts"  :( ) bin ich für alles zu haben.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 11.03.2022 | 12:42
Aventurien (und Myranor) pur. Ohne DSA-Regeln, die dieses großartigen Setting runter ziehen würden  ~;D

Ich bespiele sie natürlich vor allem mit meiner eigenen D&D5-Conversion. Ich möchte aber dieses Jahr auch die DSA Erzählregeln und Ilaris austesten.

DSA1 war mal für einen Bier & Brezel-Abend im Wirtshaus zum schwarzen Keiler lustig, aber nichts auf Dauer für mich.

Den Story-mäßigen Höhepunkt hatte Aventurien für mich während der späten 3er und 4/4.1er (Orkkrieg bis Quanionsqueste). Die 5er hat zwar ein paar nette Abenteuer und -aufhänger, aber diese Dichte an coolen Entwicklungen wie früher vermisse ich schon und die neuen Regionalbände sind mir mit Ausnahme des herausragenden Havena-Bandes irgendwie zu trocken und durchstrukturiert geworden.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Jiba am 11.03.2022 | 12:43
Aventurien (und Myranor) pur. Ohne DSA-Regeln, die dieses großartigen Setting runter ziehen würden  ~;D
I second that.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sphyxis am 11.03.2022 | 12:53
Der Zwart hat mal eine sehr schöne DSA-Konversion für die Gentlemens Edition Revised von Savage Worlds geschrieben. Das ist meine präferierte Edition!

Von der Lore her gerne ganz abseits des Metaplots, da wir unser eigenes Aventurien erspielen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 13:10
.und im Gegensatz zu dieser komisch nostalgisch verklärten DSA-Version des TE gab es mein DSA auch in echt  ;D :P 8]

Do Schoft!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 13:12
Aventurien (und Myranor) pur.

Pah! Du DSA-Millenial!  ~;D
Es handelt sich hier nicht um ein Myranor, sondern es handelt sich um ein Güldenland!
GÜLDENLAND!
Verstanden?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 11.03.2022 | 13:15
Pah! Du DSA-Millenial!  ~;D
Es handelt sich hier nicht um ein Myranor, sondern es handelt sich um ein Güldenland!
GÜLDENLAND!
Verstanden?
Güldenland... Das war doch das mit dem absolut grausigen Artwork oder? Ne, ich mein schon Myranor  ~;D

DSA Millenial passt irgendwie. Ich hab 98 zu spielen begonnen. Allerdings mit DSA2/3. Und ja, ich hatte/habe auch die Güldenland-Box  ;) Wirklich gut wurde Myranor aber meiner Meinung nach erst bei Uhrwerk.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 13:18
Güldenland... Das war doch das mit dem absolut grausigen Artwork oder? Ne, ich mein schon Myranor  ~;D

Myranor, Eigentor!
Güldenland, mein Glück ich fand.

So. QED.

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: sindar am 11.03.2022 | 13:18
Ich hatte tatsaechlich mal eine Phase, in der mir der DSA4.1-Charakterbau Spass gemacht hat. Ich habe mal einfach so ein paar Helden gebaut. Ich wollte wohl mal gucken, was das System hergibt.

DSA2 und DSA3 kenne ich nur sehr ungenau, DSA5 gar nicht. Gefuehlt bin ich wohl am naechsten bei DSA2. Ein sauberer gemachtes DSA4 wuerde mir wohl zusagen (ist DSA5 tatsaechlich ein fehlerbereinigtes DSA4?), meine Erinnerung an DSA1 ist leider sehr schwach.

Hintergrund? Kaiser-Reto-Aventurien. Ganz klar.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 11.03.2022 | 13:20
Myranor, Eigentor!
Güldenland, mein Glück ich fand.

So. QED.
Myranor - Noch ein Tor! Güldenland ist abgebrannt!  ~;D
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 13:20
DSA Junior. Weil ich Literatur lese!
/s

Aber mal ernsthaft: DSA Junior ist ein schönes Spielsystem! Und die Idee gibt einiges her (ohne Sarkasmus gemeint). Ich spiel's oft mit meinen Kindern.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 13:21
Myranor - Noch ein Tor! Güldenland ist abgebrannt!  ~;D

 ~;D
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Teo Vernam am 11.03.2022 | 13:26
DSA2 ist natürlich die beste Edition. Damit verbinde ich Nostalgie und ein überschaubares Regelsystem. Bei DSA5 kann ich mitgehen. Aber bitte Basisregelwerk only!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 13:27
Bei DSA5 kann ich mitgehen weggehen. Aber bitte Basisregelwerk only!

Hab deinen Schreibfehler korrigiert.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 13:29
Und außerdem: Es geht nichts über Talbot! Holitzka! Italiaander! (okee, und Yüce natürlich, the Master of Schnauzbarts)

(https://i.imgflip.com/68a20g.jpg)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Hotzenplot am 11.03.2022 | 13:50
Ich kann gar nicht sagen, dass eine der Editionen "mein" DSA war. Sicher, aus Nostalgie könnte ich jetzt auf die Schnelle DSA 1 sagen, aber bei genauerer Betrachtung ist mir auch an dem System zu viel kaputt.

Mein DSA ist also immer eine veränderte aktuelle oder vormalige Version gewesen.

Auch beim aktuellen DSA5 geht es mir so, dass ich, wenn ich es leite, meinen Standard-Story-Aufsatz verwende (aka Player Empowerment) und ziemlich oft rulings verwende (aka Handwedelei). Zurzeit spiele ich DSA5 aber mehr, als ich es leite. Und da merke ich schon: DSA5 ist in annähernder Gesamtheit ohne technische Unterstützung nicht ansatzweise anwendbar.

Da ich, so wie aktuell, oft noch Runden hatte, die in Kampagnen in einer Vorgängerversion spielten, habe ich einige Systemwechsel mit sehr zähem Versatz mitgemacht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 11.03.2022 | 13:52
Hah, die Hausregel kannte ich noch nicht mal. Bissl was von T&T Spite Damage oder auch Midgard's Ausdauer-Buchhaltung.

Sonst gibt's natürlich Qualitätsstufen (QVAT) oder Black Jack a la Pendragon (Höchster Wurf der jeweils nicht AT/PA übertraf gewinnt) als einfacher Fix.

Oder, naja, man nimmt die Trefferzonenenregelung vom Aventurischen Boten #1 der der Basis Box ja beilag. Das ist RuneQuestig-fies.

(Ein RQ-basiertes DSA wär auch mal nett. Legal doch inzwischen kein Problem, Legend SRD plus Scriptorium. Wenn ich mich recht erinnere, trauerte ja Werner Fuchs eh dass sie T&T übersetzten und nicht RQ.)


durch n paar youtube streams bin ich über Dragon Warriors gestoßen die haben auch eine ATK und Parade wert aber du ziehst den Paradewert des Gegners von deinem Attacke wert ab und musst dann drunter kommen (also 13 Attacke - 5 Parade = 8er Angriff z.b.) DAS wäre ein super system für mich xD
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 11.03.2022 | 13:56
durch n paar youtube streams bin ich über Dragon Warriors gestoßen die haben auch eine ATK und Parade wert aber du ziehst den Paradewert des Gegners von deinem Attacke wert ab und musst dann drunter kommen (also 13 Attacke - 5 Parade = 8er Angriff z.b.) DAS wäre ein super system für mich xD
Wenn du die Gleichung auflöst ist das ist im Grunde das selbe wie bei D&D. Würfel+Attacke gegen Parade (Rüstungsklasse). Und da sparst dir noch einen Schritt Rechnung.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 11.03.2022 | 13:58
Die besten Kampagnen hatt ich mit DSA 2 und 3. Good ol' days.

Buchhalter haben ihre helle Freude dran, hab ich mir sagen lassen.

Unsinn. Werden LP-Verlust als Soll & Haben in Kontoform dargestellt? Nee? Siehste ma. Is ne erbärmliche Überschussrechnung. Das können sogar Lehrer & Rechtsanwälte...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 11.03.2022 | 14:27
durch n paar youtube streams bin ich über Dragon Warriors gestoßen die haben auch eine ATK und Parade wert aber du ziehst den Paradewert des Gegners von deinem Attacke wert ab und musst dann drunter kommen (also 13 Attacke - 5 Parade = 8er Angriff z.b.) DAS wäre ein super system für mich xD

Ja, Dragon Warriors ist generell eine interessante Geschichte. Das Regelsystem hat mitunter ein bissken zu viel D&D (Thieves/Assassins), aber manchmal ein paar einzigartige Methoden dies umzusetzen. Da könnte man sicher noch einiges anderes für DSA1 klauen oder sogar konvertieren.

Das Grundregelwerk ist bei drivethrurpg (https://www.drivethrurpg.com/product/90926/Dragon-Warriors) übrigens Pay What You Want als PDF. Damit aus diesem Thread auch was produktiveres als nur Nostalgie und Sektiererei kommt ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: JS am 11.03.2022 | 14:46
Natürlich ist das einzig wahre DSA die 3. Edition. Alles davor war zu seicht. Alles danach war zu komplex (vor allem für das, was DSA ist).

Alles gesagt. Die "Wars" sind damit für mich auch schon wieder vorbei. Damn!
:D

PS: Und ... GEWONNEN!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Haukrinn am 11.03.2022 | 14:48
DSA1-2. In DSA2 hatte der Hintergrund schon einiges an Material (teilw. auch wirklich gut, Thorwal, Bornland und Orkland z.B.), aber auch noch sehr viele blinde Flecken. Und die Übergangszeit hat halt Yüce, den ich weniger wegen Schnauzbärten als Hörner/Flügelhelmen schätze. Und DSA1 hatte halt eine Düsternis und Grimmigkeit an sich (auch dank Talbot), die viel für sich hatte - wäre mir heute aber zu "Episodenhaft". Regeltechnisch wäre ich aber definitiv bei DSA1 (inkl. Ausbauset), nicht bei DSA2.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 11.03.2022 | 15:39
Mein DSA: das Aventurien der Erstauflage. Das Aventurien eines Andreas Brandhorst und eines Bryan Talbot. Mit einem ordentlichen Schuß Yüce-Schnauzbartaction. Dünnes Regelheft statt 1345 Seiten-Wälzer, die das Spiel kein bißchen besser machen. Take that, Hartwurstfraktion.

Du lässt also den Kern den Übels fleißig sprießen?

Das DSA1-Ausbau-Set hat schon alles falsch gemacht.

Da sind ja nichtmals Regeln zum Zauber lernen drinnen. Oder ein Talentsystem, das funktioniert. Wegen der wenigen zu verteilenden Punkte sind Charaktere unter 10. Stufe plötzlich viel inkompetenter als zuvor. Da sind ja die Old-School-D&D-Diebe auf Stufe 1 ja noch Meister ihres Faches dagegen.

Naja. Stattdessen kriegen wir doch Regeln für Wundbrand.

Und Kästchenzählen schön und gut, aber das ganze erweiterte Bewegungssystem bietet als einzige taktische Option auszuwürfeln, ob der Charakter Recht- oder Linkhhänder ist, und auf welche Seite man dann in der Folge Schutz durch das Schild hat. Schrecklich.

Das wirkt alles wie ein Versuch gamistischen Elemente absichtlich einen schlechten Ruf zu verpassen.

Und Yüce?

Ich weiß nicht, welche schlechte Hautcreme seine Wikinger-Imitationen (https://www.tanelorn.net/index.php?topic=110919.0) verwenden, aber da wirken für mich einfach leblos, egal was die Pose hergibt. Dabei kann er doch charmante Frauen mit gesunder Hau (https://rpggeek.com/image/568354/der-orkenhort)t (und bartbedeckte Zwerge (https://cdn.shopify.com/s/files/1/0517/3080/8987/products/dsa_abenteuer-basis-spiel-die-helden-des-schwarzen-auges__1_600x600.jpg?v=1633390992)).

Was mich dann von DSA endgültig hat abwandern lassen? Das ultimative Schnarch-Cover der Fürstentum-Albernia-Box.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Dafür 400 Schilling zahlen? Da war ja in der Kaffetasse meiner Oma noch mehr los...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Skyrock am 11.03.2022 | 15:41
DSA2-3. War praktisch sowieso das gleiche Spiel, und wir haben damals sowieso Regelwerke aus beiden Editionen zusammengeworfen (z.B. Kreaturen dSA (DSA2) mit den MSZ(DSA3)-Regeln, da die DSA3-Kreaturenbox erst sehr spät gegen Ende der Lebensspanne der Edition raus kam).

Settingtechnisch sehe ich zwei Bruchpunkte, ab der DSA nicht mehr DSA war:
1. Borbarad-Kampagne. Bis dahin waren selbst große Ereignisse wie der Orkensturm, der Zug der 1000 Oger oder die Answin-Krise noch bodenständig, vorangetrieben von Menschen (und Orks) mit nachvollziehbaren Motiven und von menschlichem Machtniveau, das auch von Spielerhelden theoretisch erreicht werden könnte. Ein unsterblicher Schwarzmagier von halbgöttlicher Machtfülle mit Erzdämonen im Schlepptau war einfach ein Fremdkörper in der bisherigen Hotzenplotzigkeit.
2. Retconning von Karlis Nostria: Witzkos Nostria war absurd, unlogisch und gerade deshalb großartig. Ein Bereich, wo DSA sich nicht zu ernst genommen hat und Karli seinen verschrobenen Humor voll austoben konnte. Karli rauszuwerfen und die Nostria in eine langweilige 08/15-"This is a serious game"-Region umzuwandeln war ein Fehler, und ein sehr bezeichnender für die Entwicklung der Lore seither.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 11.03.2022 | 15:48
Das Problem von Autoren-Humor ist dass der auf Spielerseite dann zwölf Stufen drunter ist. Ich hab' lieber Möchtegern-Mediävismus als "Engasal".

Und ja, Yüce war auch nie mein Ding. Wobei ich den neuen Art Direction Stil auch für bedeutend zu "glatt" und gruppenkuschlig halte. Die Kettenhemd-Unitards waren zwar seltsam, aber sonst muss ich neben der Urigkeit von Talbot auch Ina Kramer lobend erwähnen. Sonst war DSA künstlerisch immer eher so auf West End Games Niveau.

Layout war mir das alte teils lieber (Bembo durchwegs, rand und schmucklos), wobei die Dreiteilung der Abenteuer-Infos manchmal seltsame Auswüchse trieb, wenn da während eines Bereichs (ohne weitere Überschriften) mehrfach zwischen speziellen, allgemeinen und Meisterinformationen hin- und her-gewechselt wird.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 11.03.2022 | 15:57
Die Kettenhemd-Unitards waren zwar seltsam, aber sonst muss ich neben der Urigkeit von Talbot auch Ina Kramer lobend erwähnen.

Kramers Kram ist eher so Freundschaftsbuch-mal-doch-dein-Bild-hier-rein-Niveau. Ich meine jetzt mal ehrlich: Der BRUCH von der Basis-Box (1.) zur Ausbau-Box (1.) war erschütternd und schmerzhaft.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lord Verminaard am 11.03.2022 | 16:50
I choose you, DSA3!

Da gab es noch ordentliche Hefte, nicht diesen geleimten Hochglanz-Quatsch. Die konnte man aufschlagen und so blieben sie liegen. Mit gutem Papier und übersichtlichem, sauberem Layout. Aber im Gegensatz zu den Anfängen stand auch was gutes drin! Es war kein Stückwerk mehr, kein zusammengeflanschter Abklatsch von D&D, sondern etwas wirklich eigenes und das in sich stimmigste DSA, das es je gab. Die Kosmologie, die Geschichte, die Sprachen und Namen fügten sich zusammen. Die Zauber noch mit Reimen (wer kam bloß auf die Idee, das abzuschaffen), aber im Codex Cantiones alle drin, man wusste, wo die herkommen und wo die gelehrt werden. Das und die Startwerte (einschließlich regionalen Modifikatoren) - Regeln, die die Welt beschreiben! Und das Beste: Die Steigerung der Talente. Du hast deine 30 Versuche, aber nach 20 hast du deine Waffen, Körperbeherrschung, Selbstbeherrschung, Schleichen und Sinnenschärfe fertig gesteigert und hast dann echt noch was übrig, um es in Zechen oder Betören zu packen. Überhaupt, Betören (und nicht etwa Verführen)! Holde Schankmaid, Rahja zum Gruße! Darauf verzichten, um lieber mit 1 oder 2 einen auf Abenteuerrollenspieler zu machen? Gähn. Oder mit 4 dann leider doch wieder vor dem Dilemma zu stehen, dass die Punkte in Betören dann für Harter Hund II fehlen? Meh. Der Zuckerbäcker war zu viel in die eine Richtung, die Kampf-Sonderfertigkeiten in die andere. Schwertgesellen, pah, wer will denn so was. Alles vor 3 hat keinen Verstand, alles nach 3 hat kein Flair! >;D
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ma tetz am 11.03.2022 | 17:03
DSA5, wenn man bei den Grundregeln bleibt, find ich spielbar. Ist aber definitiv nicht mein go to System.
3 hat mir nicht gefallen. Würfeln für Fertigkeitensteigerung ist sowas von behämmert.
4.0/4.1 habe ich wohl am meisten gespielt, ist aber nicht mehr meins.
1 und 2 kenn ich nicht. Zieht mich aber auch nichts hin.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 11.03.2022 | 17:08
Settingtechnisch sehe ich zwei Bruchpunkte, ab der DSA nicht mehr DSA war:
1. Borbarad-Kampagne. Bis dahin waren selbst große Ereignisse wie der Orkensturm, der Zug der 1000 Oger oder die Answin-Krise noch bodenständig, vorangetrieben von Menschen (und Orks) mit nachvollziehbaren Motiven und von menschlichem Machtniveau, das auch von Spielerhelden theoretisch erreicht werden könnte. Ein unsterblicher Schwarzmagier von halbgöttlicher Machtfülle mit Erzdämonen im Schlepptau war einfach ein Fremdkörper in der bisherigen Hotzenplotzigkeit.
Ist alles eine Frage der Perspektive. Für mich ist es erst ab diesem Punkt von einem willkürlichen Fantasy-System zu dem geworden, was DSA/Aventurien besonders macht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ma tetz am 11.03.2022 | 17:21
Ist alles eine Frage der Perspektive. Für mich ist es durch diesen Bruch  erst von einem willkürlichen Fantasy-System zu dem geworden, was DSA/Aventurien besonders macht.

Geht mir auch so. Ich bin klar ein Postborbaradspieler.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Bluthandel am 11.03.2022 | 18:27
Jetzt isses natürlich so, daß die 4. und 5. Edition mit Rollenspiel im Sinne von freier Kreativitätsentfaltung nichts mehr zu tun haben… Buchhalter haben ihre helle Freude dran, hab ich mir sagen lassen.
Ejjjj, ich mag ja deine kreativen Ideen, deine wunderbaren Erweiterungen und stimmigen Interpretationen für DSA 1, sie waren mir wiederholt ein Quell von Inspiration.
Doch auch, wenn uns da wohl Welten trennen: Ich bin Fan von DSA 4.1. Bekennender.
Nirgendwo sonst sind Welt und Regeln so wunderbar maximal verzahnt, nirgendwo sonst hat man auch nach 10 Jahren Spiel immer noch Bereiche, die man noch kaum kennt und die man mit einem neuen Charakter neu entdecken kann! In kaum einem anderen System fühlt man sich als Magier nach dem entsprechenden Regelstudium tatsächlich wie ein Studierter, der ein Spezialist ist. Und ja, dieses Feeling alleine crankt meine Immersion und meine RP-Lust gehörig nach oben. Ein Dämonenbeschwörer muss tatsächlich auch OT komplizierte Berechnungen durchführen und wenns der Spieler nicht tun mag, na dann viel Glück... Das ist nicht nur für Buchhalter geil, nein einfach auch für den klassischen Nerd, der in eine Sache gerne tief eintaucht, der vorab und auf allen Ebenen das Kopfkino richtig in Wallung bringen möchte. Jemand, der für eine Weile vergessen will, dass er eigentlich im Alltag der öde Hans Peter ist! Dieses System kann man nur leben, drunter gibt´s eigentlich nichts!
Nennt mich irre, aber DSA 4.1 mit all den Flaws und uneinheitlichen Mechaniken inspiriert mich einfach immer wieder neu. Ich sehe das Primat des phantastischen Realismus hier auf seinem Peak - man kann den Spagat zwischen gamistischen und realistischen Prämissen, den 4.1 versucht, letztlich nur als aus beiden Perspektiven unbefriedigend betrachten. Oder aber, positiv formuliert: Der Versuch, beides irgendwie für Aventurien umzusetzen, wurde niemals konsequenter angegangen.

Aus aktuellem Anlass: Ich bin sogar so verrückt,  das Ganze mit nicht-deutschsprachigen Spielern bei roll20 zu spielen. Dafür habe ich die Regeln selbst komprimiert und ins Englische übersetzt (kleines Beispiel meines Wahnwitzes im Anhang). MUHA -- mad scientist laughter!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Megavolt am 11.03.2022 | 18:38
DSA 4.1, denn jedes andere Rollenspiel ist etwas für Milchbärte.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: General Kong am 11.03.2022 | 18:57
DSA1 - das Original. Alles andere ist doch für die Hose.

Der Milchbartgorilla
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 11.03.2022 | 19:02
1. Borbarad-Kampagne. Bis dahin waren selbst große Ereignisse wie der Orkensturm, der Zug der 1000 Oger oder die Answin-Krise noch bodenständig, vorangetrieben von Menschen (und Orks) mit nachvollziehbaren Motiven und von menschlichem Machtniveau, das auch von Spielerhelden theoretisch erreicht werden könnte. Ein unsterblicher Schwarzmagier von halbgöttlicher Machtfülle mit Erzdämonen im Schlepptau war einfach ein Fremdkörper in der bisherigen Hotzenplotzigkeit.

Sehe ich anders. Borbarad hat den Sense of Wonder der Anfangstage zurückgebracht. Endlich hatten nicht mehr irgendwelche deutschen Lehrer das Sagen, denen es irgendwie peinlich war mit Fantasy überraschend erfolgreich geworden zu sein und einen Rattenschwanz von vorpubertären Fans bespaßen zu sollen, wo sie doch doch lieber belehren wollten. Ich habe eindeutig nichts gegen Dostojewski, aber wenn der provinzielle Kleinkünstler zufällig am großen Geldtopf landet und glaubt jetzt wäre seine Chance Anspruch zu gestalten, kann es schmerzhaft werden.

2. Retconning von Karlis Nostria: Witzkos Nostria war absurd, unlogisch und gerade deshalb großartig. Ein Bereich, wo DSA sich nicht zu ernst genommen hat und Karli seinen verschrobenen Humor voll austoben konnte. Karli rauszuwerfen und die Nostria in eine langweilige 08/15-"This is a serious game"-Region umzuwandeln war ein Fehler, und ein sehr bezeichnender für die Entwicklung der Lore seither.

Zum Thema Retconning stimme ich dir voll zu. Kapitel 2 zu "jetzt aber ernsthaft!" Nur das mit "Entwicklung der Lore seither" stimmt so nicht. Der Retcon wurde schon längt wieder selbst geretconnt. Frank W. Bartels ist schon 12 Jahre nicht mehr dabei. Und Ulisses hat mit den Anwandlungen von Zwischendurch nicht so viel zu tun. (Nicht, dass ich Ulisses nicht für die Benhandlung von Myranor teeren und federn will.)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: kizdiank am 11.03.2022 | 19:12
So alter Käse wie Helden auswürfeln geht gar nicht. DSA 4 oder 5 sollten es als Basis also schon sein. Ordentlich handgewedelt, radikal vereinfacht und hausgeregelt werden die erträglich und dann spielt die genaue Editionsnummer auch keine Rolle mehr.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 11.03.2022 | 19:27
DSA2 war wirklich schlecht, aber ich war so begeistert, dass es Rollenspiel gibt, dass ich es nicht bemerkt habe.

DSA3 war das ein wirklich brauchbares Rollenspiel, dass viel Freude gemacht hat und für Abenteuer gut skalierbar war. Wir spielten es gerne, denn wir hatten ja nix. Aber würfeln beim steigern und der Charaktererschaffung? Ernsthaft?

DSA4 war mit den tausend Möglichkeiten der Charaktererschaffung eine Offenbarung und damit war DSA endlich auf der Höhe der Zeit. Es war wirklich beeindruckend. Mit 4.1 und dem Buch der Helden noch besser. Aber ja, es war zu viel und nicht systematisch genug, mehr Vereinfachung wäre schön gewesen.

DSA5 brachte durchaus auch Verbesserungen, aber eine grauenhafte Produktpolitik, komische Extraregeln und so weiter. Da habe ich mir nie was gekauft.

Fazit DSA4 vor DSA3, wenn überhaupt würde ich heute noch DSA4 spielen, aber unterm Strich muss ich sagen, dass ich als großer DSA Fan gerade kein DSA spielen kann, weil mir alle Editionen nicht mehr modern vorkommen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 11.03.2022 | 19:34
DSA4 war mit den tausend Möglichkeiten der Charaktererschaffung eine Offenbarung und damit war DSA endlich auf der Höhe der Zeit.

Naja. Es kam ab 2000 raus. GURPS 3rd Edition - ein deutliches Vorbild, finde ich, erschien 1988.

Stellt euch ein Parallel-Universum vor, wo DSA4 stattdessen bei WoD und White Wolf abgekupfert hätte.  :think:
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: JS am 11.03.2022 | 19:51
D6, Tribe 8 mit Silhouette, Unisystem, Agone, auch Buy the Numbers für die 3E - da hinkte DSA 4 der Zeit eher hinterher.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 11.03.2022 | 20:01
Naja. Es kam ab 2000 raus. GURPS 3rd Edition - ein deutliches Vorbild, finde ich, erschien 1988.

Stellt euch ein Parallel-Universum vor, wo DSA4 stattdessen bei WoD und White Wolf abgekupfert hätte.  :think:

Das hätte ich mir oft gewünscht. die WoD Charaktererschaffung fand ich immer am schönsten.

DSA4 folgte damals einem allgemeinen Trend und machte das aber schöner, besser und krasser als viele anderen. Ich hatte davor Gurps3ed gespielt und war echt begeistert von DSA4, weil ich mir so ne krasse und coole Charaktererschaffung einfach nicht vorstellen konnte. Auch zu D6 und Unisystem kein Vergleich, die anderen Sachen kenne ich nicht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Gunthar am 11.03.2022 | 20:13
Bei mir ist es DSA 1 mit Teilen aus der Ausbaubox und aufgepeppt mit Teilen aus der DSA Professional Reihe.

DSA 5 ist schön, aber man hat keine Übersicht mehr und für jedes Manöver muss man zusätzliche AP in Sonderfertigkeiten investieren.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 11.03.2022 | 20:19
DSA2 war wirklich schlecht, aber ich war so begeistert, dass es Rollenspiel gibt, dass ich es nicht bemerkt habe.

Ja, das ist so ein bisschen die Crux bei solchen DSA-Diskussionen, weil für Viele, die heutzutage kein DSA mehr spielen, lange Zeit DSA das Synonym für Rollenspiel gewesen ist. Vergleichbar zu der Frage, welche Schule man am besten fände, wenn doch die von einem selbst besuchte Schule synonym mit der eigenen Adoleszenz ist. Schwer von einander zu trennen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Megavolt am 11.03.2022 | 20:37
DSA2 war wirklich schlecht, aber ich war so begeistert, dass es Rollenspiel gibt, dass ich es nicht bemerkt habe.

Das hast du jetzt aber wirklich schön gesagt.  :d
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ma tetz am 11.03.2022 | 20:47
Ja, das ist so ein bisschen die Crux bei solchen DSA-Diskussionen, weil für Viele, die heutzutage kein DSA mehr spielen, lange Zeit DSA das Synonym für Rollenspiel gewesen ist. Vergleichbar zu der Frage, welche Schule man am besten fände, wenn doch die von einem selbst besuchte Schule synonym mit der eigenen Adoleszenz ist. Schwer von einander zu trennen.

Du hast absolut Recht, aber das gilt ja für alle Edition Wars, ist also nicht unbedingt DSA spezifisch :)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 11.03.2022 | 21:18
Stellt euch ein Parallel-Universum vor, wo DSA4 stattdessen bei WoD und White Wolf abgekupfert hätte.
Ich fand (und finde) das "Storytelling System" der WoD für so erzählerisch-philosophische Spiele immer furchtbar crunchig und kleinteilig (vor allem für Magus und Changeling). Da wäre was PbtA-mäßiges deutlich besser gewesen, aber da war es wohl noch zu früh dafür und dann war es etabliert.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Azaghal am 11.03.2022 | 21:20
DSA3. Ich gebe zu, da ist viel Nostalgie dabei. Aber wie ich sehe, bin ich nicht alleine. Lord Verminaard und der Forlorn Poet haben es für mich auf den Punkt gebracht. Schließe mich da voll an.

Gruß

Azaghal
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 11.03.2022 | 21:35
DSA2 war wirklich schlecht, aber ich war so begeistert, dass es Rollenspiel gibt, dass ich es nicht bemerkt habe.

DSA3 war das ein wirklich brauchbares Rollenspiel, dass viel Freude gemacht hat und für Abenteuer gut skalierbar war. Wir spielten es gerne, denn wir hatten ja nix. Aber würfeln beim steigern und der Charaktererschaffung? Ernsthaft?

Was ist denn an DSA3 besser als DSA2? Abgesehen von der Einführung von 2 zusätzlichen Attributen, die ich nicht brauche, habe ich echt keine Ahung, weil ich DSA von 1991 bis 2003 übertaucht habe.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 11.03.2022 | 21:59
Was ist denn an DSA3 besser als DSA2? Abgesehen von der Einführung von 2 zusätzlichen Attributen, die ich nicht brauche, habe ich echt keine Ahung, weil ich DSA von 1991 bis 2003 übertaucht habe.
Die Grundlegen Regeln sind eigendlich recht ähnlich, es gibt aber iirc deutlich mehr Zauber und mehr Regeltiefe im Magie Bereich.

Meine lieblings Edition ist immer noch die dritte allerdings mit vielen Hausregeln, die vierte ist mir zu aufgebläht, fünfte hat mich von dem was ich bisher gesehen hab auch nicht überzeugt und erste und zweite waren vor meiner Zeit.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Skyrock am 11.03.2022 | 22:00
Was ist denn an DSA3 besser als DSA2? Abgesehen von der Einführung von 2 zusätzlichen Attributen, die ich nicht brauche, habe ich echt keine Ahung, weil ich DSA von 1991 bis 2003 übertaucht habe.
Mehr Optionen (Zaubersprüche, Rituale, Krieger- und Magierakademien, neue Heldentypen wie Schamane, Magiedilettant oder Sharisad). Ansonsten sind die regeltechnischen Unterschiede zwischen DSA2 und DSA3 geringfügig.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 11.03.2022 | 22:13
Puh. Das einzige DSA, das ich tatsächlich näher kennengelernt habe, war die Erstversion als mein "offizieller" Einstieg ins Rollenspiel überhaupt. Davon bin ich aber kurz nach der ersten Schwertmeister-Box abgekommen, als sich meine anfängliche Begeisterung durch die Entdeckung auch anderer Systeme und Welten auf das Hobby an sich übertragen und mich zu DSA im Besonderen seitdem nichts mehr wirklich zurückgezogen hat... :think:

...ich denke, wenn ich heute Aventurien noch mal einen Besuch abstatten wollte -- und das höchstens als SL, eher nicht als Spieler --, dann würde ich erstens das Setting praktisch komplett zurück auf Anfang setzen (also Stand Einsteigerbox mit vielleicht einzelnen Elementen aus dem Abenteuer-Ausbau-Spiel, die mich trotz allem heute noch ansprechen mögen) und dann zweitens das resultierende "Aventurien Marke Eigenbau" mit Turbo-Fate als ähnlich einfach gehaltenem, mir aber allemal besser liegendem System bespielen. Also los, Feuer frei. };)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 11.03.2022 | 22:35
...ich denke, wenn ich heute Aventurien noch mal einen Besuch abstatten wollte -- und das höchstens als SL, eher nicht als Spieler --, dann würde ich erstens das Setting praktisch komplett zurück auf Anfang setzen (also Stand Einsteigerbox mit vielleicht einzelnen Elementen aus dem Abenteuer-Ausbau-Spiel, die mich trotz allem heute noch ansprechen mögen) und dann zweitens das resultierende "Aventurien Marke Eigenbau" mit Turbo-Fate als ähnlich einfach gehaltenem, mir aber allemal besser liegendem System bespielen. Also los, Feuer frei. };)

Als bekennender Fate-Fan kann ich hier nur mit einer einzigen Patrone schießen: Aventurien schrie für mich immer nach Kampagnenspiel, deshalb wäre mir Turbo-Fate zu schmalbrüstig, und ich würde eher zum großformatigen Fate Core tendieren. Was mich allerdings auch wieder daran erinnert, dass mir anno 2022 auch ein auf's finstere DSA1 heruntergekürztes Aventurien als Spielhintergrund gar nicht mehr so taugt. Dreckig und finster kann auch Malmsturm.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 11.03.2022 | 22:48
ein auf's finstere DSA1 heruntergekürztes Aventurien als Spielhintergrund gar nicht mehr so taugt. Dreckig und finster kann auch Malmsturm.

Aber kann Malmsturm ein dreckiges Aventurien als du 9 Jahre alt warst und das erste Mal die Basis-Box aufgeschlagen hast?  8]
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 11.03.2022 | 23:08
Aber kann Malmsturm ein dreckiges Aventurien als du 9 Jahre alt warst und das erste Mal die Basis-Box aufgeschlagen hast?  8]

Na ja, speziell die Malmsturmer Waismark kommt für mich schon ein gutes Stück "möchtegern-aventurisch" herüber, und 'nen oberflächlich ähnlich anmutenden kalten Norden gibt's auch in beiden Welten. ;) Aber es stimmt schon -- Malmsturm könnte die Erwartungen, die die Basis-Box in meinem jungen Selbst geweckt hat, nicht erfüllen. Natürlich konnte das auch das zunehmend verknöchernde Kanon-Aventurien bald nicht mehr, was denn auch der Grund ist, aus dem ich diese Entwicklung möglichst weit wieder ungeschehen machen wollen würde...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 11.03.2022 | 23:17
Aber kann Malmsturm ein dreckiges Aventurien als du 9 Jahre alt warst und das erste Mal die Basis-Box aufgeschlagen hast?  8]

Natürlich nicht  :D

Um auf DSA und Aventurien zurückzukommen, und es hat weiter vorne im Faden schon jemand geschrieben: Es ist ein Unterschied ob ich eine "echte" Nostalgie-Version von DSA erlebt habe, oder ob ich mittels Kunstgriff versuche, das nostalgische DSA-Gefühl zu rekonstruieren, wohlwissend, dass mein Konstrukt keiner echten DSA-Edition korrespondiert.
Retro-DSA mit fingierter Seriennummer, sozusagen ein DSA "als ob", hat meiner Meinung immer so einen Hauch des Artifiziellen, der das echte Ursprungserlebnis nie in seiner Gänze wiederbeschaffen kann. Das ist eine Melancholie, die man mögen muss.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 11.03.2022 | 23:17
Und das Malmsturm-Artwork erinnert natürlich schon am DSA1 - im positivsten Sinn!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 12.03.2022 | 00:00
Und das Malmsturm-Artwork erinnert natürlich schon am DSA1 - im positivsten Sinn!

Das stimmt! Jetzt verschwinde ich aber mal geschwind wieder aus diesem DSA-spezifischen Thema.  :btt:
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 12.03.2022 | 08:15
...ich denke, wenn ich heute Aventurien noch mal einen Besuch abstatten wollte -- und das höchstens als SL, eher nicht als Spieler --, dann würde ich erstens das Setting praktisch komplett zurück auf Anfang setzen (also Stand Einsteigerbox mit vielleicht einzelnen Elementen aus dem Abenteuer-Ausbau-Spiel, die mich trotz allem heute noch ansprechen mögen) und dann zweitens das resultierende "Aventurien Marke Eigenbau" mit Turbo-Fate als ähnlich einfach gehaltenem, mir aber allemal besser liegendem System bespielen. Also los, Feuer frei. };)
Mir erschließt sich einfach den Sinn nicht.
Ich verstehe die Kombination DSA1/2+altes Aventurien, weil es irgendwie zusammen gehört und evtl. nostalgische Gefühle weckt. Vor allem als Bier & Brezel-Rollenspiel, dass sich selbst nicht ernst nimmt (wie es ja auch Ulisses mit den Retro-Produkten präsentiert).
Ich verstehe die Kombination Aventurien 4/5 + anderes System, weil die Welt so detailliert und interessant ausgearbeitet ist und man nur das Regelsystem nicht mag (so wie ich).
Aber Ur-Aventurien mit anderem System? Aventurien vor Beginn des Metaplots war so oberflächlich, beliebig und schmal, dass man genauso gut auch gleich ein eigenes Fantasy-Setting bauen und mit FATE oder irgendeinem anderen System bespielen kann.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: YY am 12.03.2022 | 09:38
DSA 4 oder 5 sollten es als Basis also schon sein. Ordentlich handgewedelt, radikal vereinfacht und hausgeregelt werden die erträglich und dann spielt die genaue Editionsnummer auch keine Rolle mehr.

Wenn ich so anfange, kann ich auch aus DSA3 ein erträgliches Spiel machen :think: ;)


"Mein" DSA ist wie bei Skyrock 2-3. Wir haben auch lange mit gemischten Regelwerken gespielt und ich stelle rückblickend fest, dass mir damals überhaupt nicht klar war, dass da gerade ein Editionswechsel stattfindet ;D

Im Vorfeld von DSA4 war ich schwer gespannt, denn Punktekauf und ein paar andere damals "moderne" Konzepte erschienen mir eine längst überfällige Änderung zu sein (mittlerweile sehe ich das nicht mehr so). Auch der neue Artwork-Stil schien mir ein Hinweis darauf, dass DSA endlich "erwachsen" werden will.
Nur ging das konkrete Produkt in der Umsetzung eigentlich guter Ideen dann so weit an dem vorbei, was ich erwartet hätte, dass ich kurz danach DSA den Rücken gekehrt habe.


RAW würde ich DSA3 auch nicht spielen, aber wenn ich mir überlege, was ich warum ändern wollen würde, hätte ich mit DSA3 wesentlich weniger Aufwand als mit DSA4.

Müsste es unbedingt ein "modernes" DSA sein, wäre meine Wahl Ilaris. Das ist ja quasi dreiviertel offiziell :)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: General Kong am 12.03.2022 | 10:35
Nochmal der Milchbartgorilla  ;):

Ich fand DSA eigentlich immer doof. Ich habe mit D&D Rote Box angefangen und da kam DSA1 als zweites und war das und war: zweite Wahl.
Wir haben es ein wenig gespielt (Parade? TOLL! ... ach ne doch nicht), konnten es aber aus verschiednene Gründen nicht so recht ernst nehmen.

Ich habe dann wohl mal für DSA2 einen Charakter gemacht (so halb), DSA3 kam und ging. DSA4 haben wir dann tatsächlich mal gespielt, aber das war doch sehr kompliziert (wie GURPS oder HERO), ohen aber irgendweine Balance oder Mherwert (anders als GURPS oder HERO).

Dann habe ich mir nach dem Brimborium um DSA5 das Beta-Regelwerk gekauft und keinen wesentlichen Unterschied zu DSA4 erkannt (ich weiß immer noch nicht, was da nun so anders ist).

Die Welt Aventurien erschien uns (meiner Gruppe und mir, nicht pluralis maiestatis!) immer sehr detailliert, hotzenplotzig, etwas miefig und mit einem Humor versehen (KGIA!), der uns zu platt war.

Dann kam die Idee auf, dass man doch mal was einfaches spielen könnte .... so mit wenig Vorbereitung ... aber nicht schon wieder ein D&D-Klon ... so was klassisches ... ALSO DSA!

Und siehe da: Das macht Laune! Die welt war damals noch nicht bis zum letzten Dezimeter festgelegt und alles aber auch nicht so bierernst. Die ganzen alten Abenteuer haben wir größtensteils damals nicht gespielt und wenn man die kürzt und Überflüssiges/ Doofes weglässt, kann man die schön entspannt wegspielen und hat ne Menge Spaß.
Die Welt ist ausgebaut bis zum dorthinaus - gut, dann nimmt man, was einem gefällt und ignoriert das, was einem nicht passt.

So hat man ein schönes, schnelles Spiel. Macht Spaß.

Noch eine Anmerkung zu "Spielen auf Aventurien, aber nicht mit DSA":
Das hört man häufiger und daran gibt es auch m.M.n. nichts zu kritisieren (wenn einem die Welt gefällt, aber das Regelwerk nicht, dann HUUUUUI! und fliegender Wechsel auf die Spaßseite), aber ich habe noch nie, nie, nie gehört, dass jemand in den Vergessene Reichen, auf Greyhawk oder in den Dünen Dark Suns nach DSA-Regeln spielt ...

DSA als Regelwerk scheint für die meisten (oder: alle?) mit Aventurien verbunden. Das liest sich im Regelwerk von DSA1 bei Ulrich Kiesow noch ganz anders ...  :think:
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 12.03.2022 | 10:55
ich habe noch nie, nie, nie gehört, dass jemand in den Vergessene Reichen, auf Greyhawk oder in den Dünen Dark Suns nach DSA-Regeln spielt ...

DSA als Regelwerk scheint für die meisten (oder: alle?) mit Aventurien verbunden.
Das ist sicher so.
Ich denke es gibt zwei Gruppen von DSA-Spielern. Die einen spielen das Gesamtpaket Aventurien (selten Myranor)+DSA und nehmen die Regeln einfach hin, weil es halt die Regeln sind, die dabei sind (egal welche Edition zu dem Zeitpunkt, als sie es kennen gelernt haben, gerade aktuell war).
Die zweiten sind Hardcore-Fans des detailverliebten DSA4.1 (Ich habe noch nie jemanden gehört, der bei einer anderen Edition so ins Schwärmen gekommen wäre wie die überzeugten DSA4.1-Fans).
Die sind dann aber auch zu 99% voll auf das aventurische Setting fixiert (und aus der Ecke hört man dann auch oft das "Aventurien und DSA sind untrennbar verbunden!", was ich für Unsinn halte  ;)) und spielen selten was anderes.

Ich muss aber auch gestehen, dass ich bei der Umstellung auf DSA5, das meine Hoffnungen einfach nicht erfüllt hat, den Kontakt zur engeren DSA-Szene verloren habe. Ich mag mich also irren.

Das liest sich im Regelwerk von DSA1 bei Ulrich Kiesow noch ganz anders ...  :think:
Da gab es auch noch nicht wirklich ein eigenständige Aventurien, an das man sich hätte binden können.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 12.03.2022 | 11:15
Mir erschließt sich einfach den Sinn nicht.
Ich verstehe die Kombination DSA1/2+altes Aventurien, weil es irgendwie zusammen gehört und evtl. nostalgische Gefühle weckt. Vor allem als Bier & Brezel-Rollenspiel, dass sich selbst nicht ernst nimmt (wie es ja auch Ulisses mit den Retro-Produkten präsentiert).

Die DSA1-Basisregeln bilden für mich einfach die perfekte Chassis für fast jeden regelleichten Rollenspielabend (auch für Kampagnen).

Aber klar ich lasse selbst von den Basis-Regeln noch viel weg. Z.B. Rüstungsklasse, Parade, oft auch die Heldentypen. Und sowieso Bruchfaktor und Traglast.

Das kann sich sehr ernst nehmen. Cthulhu läuft z.B. wunderbar damit. 5 Stats, Roll-Under. Mehr brauchen wir nicht für spannende Rollenspiel-Sessions.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 12.03.2022 | 11:44
Ich dachte immer Myranor wäre Forgotten Realms mit DSA-Regeln.  ;)
Als DSA4 rauskam, haben wir das auch fern von Aventurien gespielt, während ich noch nie Aventurien mit anderen Regeln gespielt habe.
Aber trotzdem ist an der Aussage etwas dran, dass Leute lieber die Spielwelt als das System schätzen. Ich glaube aber es liegt eher daran, dass Aventurien immer noch ein reizvoller Kontinent ist. Es gibt zwar viele Dinge, die veraltet wirken und die man heute nicht mehr machen würde, aber durch die große erarbeitete Geschichte ist Aventurien immer noch interessanter als viele andere Welten.

DSA5 erscheint mir aber kein attraktives Regelsystem. DSA2-4 hatten immerhin Zielgruppen, hier gab es Leute die DSA4 Fans waren, andere mochten das alte DSA lieber. Aber DSA5 scheint mir ähnlich wie SR6 oder DnD4 einfach nicht so überzeugend. Dabei ist DSA5 im Gegensatz zu SR6 und DnD4 gar nicht so schlecht, man kann damit schon spielen. Aber es ist eben nicht gut genug, damit jemand damit Forgotten Realms spielen will.

Aber seit DnD5 hoffe ich ja auch, dass bei SR und DSA auf schlechte Editionen gute erfolgen. Ich habe nur Angst, dass auf ein unterdurchschnittliches DSA 5 so wie bei SR5 (beide ähnlich wie die jeweilgie 4. Edition) erstmal eine noch schlechtere Edition folgt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Horadan am 12.03.2022 | 11:51
DSA2 war wirklich schlecht, aber ich war so begeistert, dass es Rollenspiel gibt, dass ich es nicht bemerkt habe.

DSA3 war das ein wirklich brauchbares Rollenspiel, dass viel Freude gemacht hat und für Abenteuer gut skalierbar war. Wir spielten es gerne, denn wir hatten ja nix. Aber würfeln beim steigern und der Charaktererschaffung? Ernsthaft?

DSA4 war mit den tausend Möglichkeiten der Charaktererschaffung eine Offenbarung und damit war DSA endlich auf der Höhe der Zeit. Es war wirklich beeindruckend. Mit 4.1 und dem Buch der Helden noch besser. Aber ja, es war zu viel und nicht systematisch genug, mehr Vereinfachung wäre schön gewesen.

DSA5 brachte durchaus auch Verbesserungen, aber eine grauenhafte Produktpolitik, komische Extraregeln und so weiter. Da habe ich mir nie was gekauft.

Fazit DSA4 vor DSA3, wenn überhaupt würde ich heute noch DSA4 spielen, aber unterm Strich muss ich sagen, dass ich als großer DSA Fan gerade kein DSA spielen kann, weil mir alle Editionen nicht mehr modern vorkommen.
Das passt für mich auch :)
Danke dafür.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 12.03.2022 | 12:46
DSA5 erscheint mir aber kein attraktives Regelsystem. DSA2-4 hatten immerhin Zielgruppen, hier gab es Leute die DSA4 Fans waren, andere mochten das alte DSA lieber. Aber DSA5 scheint mir ähnlich wie SR6 oder DnD4 einfach nicht so überzeugend. Dabei ist DSA5 im Gegensatz zu SR6 und DnD4 gar nicht so schlecht, man kann damit schon spielen. Aber es ist eben nicht gut genug, damit jemand damit Forgotten Realms spielen will.

Aber seit DnD5 hoffe ich ja auch, dass bei SR und DSA auf schlechte Editionen gute erfolgen. Ich habe nur Angst, dass auf ein unterdurchschnittliches DSA 5 so wie bei SR5 (beide ähnlich wie die jeweilgie 4. Edition) erstmal eine noch schlechtere Edition folgt.

Nun, der Grund dürfte sein, dass DSA über die Editionen hinweg völlig verschiedene Regelsysteme genutzt hat: DSA1 ist nicht DSA2; frühes DSA3 ist nicht spätes DSA3; DSA4 ist wieder ganz anders, und DSA5 köchelt auch sein eigenes Süppchen. Das einzig Verbindende, bei dem DSA dann alle Zielgruppen ins selbe Boot holt, ist die Hintergrundwelt Aventurien.

Schauen wir uns einen anderen deutschen Rollenspiel-Dinosaurier an, nämlich MIDGARD, dann gibt es hier eine viel stärkere Kontinuität von Welt und Regelsystem über die Jahrzehnte hinweg. Das heißt, der Unterschied zwischen den Editionen ist eher einer in den Details und weniger in der Art und Weise, wie man MIDGARD (oder Rollenspiel an sich) spielt.

Will heißen, auch ein zukünftiges DSA6 wird am Grundfakt nichts ändern: Die Hintergrundwelt wird zwar weiterhin Aventurien heißen, aber das Regelsystem wieder ganz anders werden.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 12.03.2022 | 12:53
Nun, der Grund dürfte sein, dass DSA über die Editionen hinweg völlig verschiedene Regelsysteme genutzt hat: DSA1 ist nicht DSA2; frühes DSA3 ist nicht spätes DSA3; DSA4 ist wieder ganz anders, und DSA5 köchelt auch sein eigenes Süppchen. Das einzig Verbindende, bei dem DSA dann alle Zielgruppen ins selbe Boot holt, ist die Hintergrundwelt Aventurien.

Schauen wir uns einen anderen deutschen Rollenspiel-Dinosaurier an, nämlich MIDGARD, dann gibt es hier eine viel stärkere Kontinuität von Welt und Regelsystem über die Jahrzehnte hinweg. Das heißt, der Unterschied zwischen den Editionen ist eher einer in den Details und weniger in der Art und Weise, wie man MIDGARD (oder Rollenspiel an sich) spielt.

Will heißen, auch ein zukünftiges DSA6 wird am Grundfakt nichts ändern: Die Hintergrundwelt wird zwar weiterhin Aventurien heißen, aber das Regelsystem wieder ganz anders werden.

wo unterscheidet sich "frühes" DSA 3 von "spätem" DSA3 O_o

ich versteh's noch irgendwie bei den Geweihten die vorher n paar Stoßgebete hatten und dann mit dem Erweiterungsband kamen die echten "Wunder" dazu die man jetzt in DSA 4 kannte. Aber sonst?? oder meinst du "Basis Box" als "früh" und "MSZ und Magie des Schwarzen Auges" als "spätes DSA3"
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 12.03.2022 | 12:54
Wenn du die Gleichung auflöst ist das ist im Grunde das selbe wie bei D&D. Würfel+Attacke gegen Parade (Rüstungsklasse). Und da sparst dir noch einen Schritt Rechnung.

eben nicht. Die RÜstung wird dann nochmal EXTRA abgezogen ähnlich wie bei DSA. Ob du beim Gegner dann überhaubt schaden machst kommt dann auf nen Wurf an ob du über dessen RS kommt (und du machst dann immer fixen schaden)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 12.03.2022 | 13:53
Mir erschließt sich einfach den Sinn nicht.
Ich verstehe die Kombination DSA1/2+altes Aventurien, weil es irgendwie zusammen gehört und evtl. nostalgische Gefühle weckt. Vor allem als Bier & Brezel-Rollenspiel, dass sich selbst nicht ernst nimmt (wie es ja auch Ulisses mit den Retro-Produkten präsentiert).

Und genau DAS ist die Unverschämtheit, die Anmaßung, die sich die neue DSA-Redaktion rausgenommen hat. Diese ganze Retro-Reihe zieht das Spiel auf derart dummdreistes Grundschulniveau runter, daß es unerträglich ist: Höhöhö, guck mal, Balsamsalabunde. Höhöhö, guck mal, Klabautermann. Höhöhö, guck mal wie primitiv die ersten beiden Auflagen waren.

Das ist präpotenter Bullshit, der die Anfangseditionen ins Klamaukige zieht, wo sie aber absolut nichts verloren haben. Augenzwinkern war immer Teil des Spiels, aber beileibe nicht DAS Spiel. Interessanterweise ist das typisch für das deutsche Rollenspielfandom (ich bin normalerweise ausschließlich im englischsprachigen Fandom unterwegs – und immer noch schockiert davon, wie respektlos – zum Teil – die Diskussion unter deutschsprachigen Spielern ist). Im angloamerikanischen Bereich existiert die 1974er Ausgabe von D&D friedlich neben allen anderen vieren, und für alle fünf Versionen werden am laufenden Band Module geschrieben. Im DSA-Fandom kommt's mir manchmal so vor, als zähle ausschließlich die aktuellste Version mit zwölf Milliarden Charakteroptionen und Schießmichtot, während die Erstauflage behandelt wird wie ein Kellerkind. Ist schon komisch.

Zitat
Aber Ur-Aventurien mit anderem System? Aventurien vor Beginn des Metaplots war so oberflächlich, beliebig und schmal, dass man genauso gut auch gleich ein eigenes Fantasy-Setting bauen und mit FATE oder irgendeinem anderen System bespielen kann.

Ich spiele Ur-Aventurien auf Freekriegsspiel-Basis, inklusive Schlachten mit Miniaturen. Der Grund: Ich habe 1984 mit DSA1 zu meistern angefangen und möchte das Gefühl beim Spielen erhalten. Die DSA1-Regeln selber lassen mich kalt, weil ich seit Ende der 80er entweder würfellos oder sehr freiförmig spiele. Deshalb: FKR-Regeln, aber Ur-Aventurien. Nie hat mir Aventurien besser gefallen als jetzt, mit diesen (Nicht-) Regeln.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 12.03.2022 | 13:58
5 Stats, Roll-Under. Mehr brauchen wir nicht für spannende Rollenspiel-Sessions.

 :d
Es geht sogar noch freier: jeder Spieler denkt sich seine Stats selber aus. Bei Proben wird geschaut, ob der Charakter ein Attribut hat, das dafür einsetzbar ist. Wenn nicht, nimmt man einen Wert von 8 an. RS gibt's nicht, stattdessen RS*3 auf die LE drauf.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 12.03.2022 | 14:02
Und genau DAS ist die Unverschämtheit, die Anmaßung, die sich die neue DSA-Redaktion rausgenommen hat. Diese ganze Retro-Reihe zieht das Spiel auf derart dummdreistes Grundschulniveau runter, daß es unerträglich ist: Höhöhö, guck mal, Balsamsalabunde. Höhöhö, guck mal, Klabautermann. Höhöhö, guck mal wie primitiv die ersten beiden Auflagen waren.

Das ist präpotenter Bullshit, der die Anfangseditionen ins Klamaukige zieht, wo sie aber absolut nichts verloren haben. Augenzwinkern war immer Teil des Spiels, aber beileibe nicht DAS Spiel. Interessanterweise ist das typisch für das deutsche Rollenspielfandom (ich bin normalerweise ausschließlich im englischsprachigen Fandom unterwegs – und immer noch schockiert davon, wie respektlos – zum Teil – die Diskussion unter deutschsprachigen Spielern ist). Im angloamerikanischen Bereich existiert die 1974er Ausgabe von D&D friedlich neben allen anderen vieren, und für alle fünf Versionen werden am laufenden Band Module geschrieben. Im DSA-Fandom kommt's mir manchmal so vor, als zähle ausschließlich die aktuellste Version mit zwölf Milliarden Charakteroptionen und Schießmichtot, während die Erstauflage behandelt wird wie ein Kellerkind. Ist schon komisch.

Wobei meines Erachtens deine Tanelorn-Signaturen ("Fahnenjunker der Retrospektive", "Oldschool-Hipster", "Mit einem ordentlichen Schuß Yüce-Schnauzbartaction" oder auch "Take that, Hartwurstfraktion") direkte Zitate aus einem solchen ironischen Retro-DSA-Let's Play sein könnten.  ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 12.03.2022 | 14:05
Wobei meines Erachtens deine Tanelorn-Signaturen ("Fahnenjunker der Retrospektive", "Oldschool-Hipster", "Mit einem ordentlichen Schuß Yüce-Schnauzbartaction" oder auch "Take that, Hartwurstfraktion") direkte Zitate aus einem solchen ironischen Retro-DSA-Let's Play sein könnten.  ;)

Natürlich! Aber halt nicht ausschließlich wie beim Retro-Verbrechen ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Alexandro am 12.03.2022 | 14:29
Und genau DAS ist die Unverschämtheit, die Anmaßung, die sich die neue DSA-Redaktion rausgenommen hat. Diese ganze Retro-Reihe zieht das Spiel auf derart dummdreistes Grundschulniveau runter, daß es unerträglich ist: Höhöhö, guck mal, Balsamsalabunde. Höhöhö, guck mal, Klabautermann. Höhöhö, guck mal wie primitiv die ersten beiden Auflagen waren.

Die Retro-Reihe konzentriert sich eher auf die Abenteuer von damals und, sorry, da war eben viel Mist dabei (angefangen mit Silvana). Dass die Abenteuer nicht das gesamte Spiel widerspiegeln, ist natürlich auch klar. Ich denke man kann akzeptieren, dass viele der Abenteuer damals nicht gut waren, ohne das Spiel an sich schlecht zu finden (diese Objektivität in der Beurteilung wünschte ich mir übrigens teilweise auch von der amerikanischen Retro-Szene, wo immer noch Schrottabenteuer ("Temple of Elemental Evil" etc.) nostalgisch verklärt werden, weil man persönlich damit eine gute Erfahrung hatte - ob das am Abenteuer lag wird dabei nicht hinterfragt).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 12.03.2022 | 15:20
(diese Objektivität in der Beurteilung wünschte ich mir übrigens teilweise auch von der amerikanischen Retro-Szene, wo immer noch Schrottabenteuer ("Temple of Elemental Evil" etc.) nostalgisch verklärt werden, weil man persönlich damit eine gute Erfahrung hatte - ob das am Abenteuer lag wird dabei nicht hinterfragt).

Öh... du erzählst jetzt hier tatsächlich von "objektiven" Maßstäben eines völlig subjektiven Empfindens?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 12.03.2022 | 15:29
Ich persönlich mag ja Ansätze des DSA1 Regelsystems (Basis). Ein konsequentes Attributs-Proben-System löst viele spielerischen Ansätze die sonst verskillt oder verrettungswurft werden. Das Steigern der Attribute und die Relevanz jedes Punktes ist nett, eine der wenigen Verbesserungen im Vergleich zum T&T Vorbild.

Ich hätte jetzt also kein Problem vom Regelwerk bei so etwas zu bleiben. Klar, Hausregeln erforderlich, aber wahrscheinlich ein vernünftigeres Endresultat wie so Spucke-und-Panzertape Systeme aus dem frühen Anglo-Raum die sonst gefeiert werden.

DSA1 als Setting hingegen ist schon schwieriger, weil meiner Meinung nach etwas schwammiger in unseren Köpfen. Teilweise, weil damals die Verbreitung der "Standard"-Abenteuer nicht so hoch war. Viele hatten eben nur die Basisbox oder ein, zwei Abenteurer – und da die so breit auseinandergingen, war die "Sozialisierung" auch etwas anders. Kein "Keep on the Borderlands" für alle.

Tor der Welten/Borbarads Fluch/Olachtai? Puh, schon recht Gonzo/Sci-Fi.

Schiff der Verlorenen Seelen/Magische Kelche/Solo-Abenteuer? Eher Dungeon-lastig.

Orkland-Trilogie? "Bodenständigere" Erkundung.

usw.

Und mit Basis+Ausbau ohne Abenteuer, d.h. ungeprägt von Abenteuern, also vom Hintergrund fast nur "Völker, Mythen, Kreaturen"? Da wär' man mitunter dann schon recht nah am späteren Fäntelalter. (Das war meine Frühsozialisierung, die Boxen gab's im örtlichen Kleinstadt-Spielwarenhandel, das Abenteuer-Gerüst kam erst so gegen DSA2 ins Regal)

Man sieht ja auch in der Diskussion hier dass bei den DSA2-DSA5 Fans es fast nur noch um Systemsperenzchen oder Metaplot-Kleinigkeiten geht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Alexandro am 12.03.2022 | 16:08
Öh... du erzählst jetzt hier tatsächlich von "objektiven" Maßstäben eines völlig subjektiven Empfindens?

Nein, ich rede von nicht-subjektiven Maßstäben für das Begründen von nicht-subjektiven Bewertungen.

"OMG, Silvana ist das beste Abenteuer, welches jeder gelesen und gespielt haben sollte" (nicht-subjektive Bewertung) "weil das muss man einfach kennen, das ist Retro und kultig!" (subjektive Begründung) --> hochgradig irrational
"Silvana ist das dämlichste Scheißabenteuer aller Zeiten" (nicht-subjektive Bewertung) "weil da ist damals mein Zwerg bei gestorben" (subjektive Begründung) --> hochgradig irrational
"Die Retro-Reihe ist eine totale Anmaßung" (nicht-subjektive Bewertung) "weil sie die Abenteuer von damals by-the-book spielen, und über ein paar alberne Elemente lachen, welche ich nicht witzig finde" (subjektive Begründung) --> hochgradig irrational

Vs.:

"Silvana ist kein besonders gutes Abenteuer" (nicht-subjektive Bewertung) "weil die gegebene Motivation nicht besonders tragfähig ist, der Aufbau des Dungeons wirr und durcheinander, etc.pp." (nicht-subjektive Begründung)
oder
"Ohne etwas zur Qualität des Abenteuers an sich sagen zu wollen, nehme ich es persönlich eher negativ wahr" (subjektive Bewertung) "weil unser GM es damals als Vehikel für seinen DMPC benutzt hat."(subjektive Begründung)

Das heißt nicht, dass man in den letzteren beiden Fällen mit der Bewertung und ihrer Begründung übereinstimmen muss, aber es ist (imo) etwas ehrlicher.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 12.03.2022 | 16:15
So von der Seitenlinie: Der Nicht-Temple of Elemental Evil Teil des Temple of Elemental Evils ist relativ gut, und eigentlich auch sehr schön für DSA zu portieren.

(Beim eigentlichen ToEE selbst stimm' ich persönlich auch zu, da ist man jetzt allerdings selbst in der OSR Szene nicht allein. Selbst auf Dragonsfoot (!) hab ich da schon Kritik gelesen.)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 12.03.2022 | 16:46
Der einzige vernünftige Grund, den ich bisher gehört habe, warum Silvanas Befreiung schlecht sein soll, ist, dass die Räume so nah aneinanderliegen, dass ein Kampf die Wesen in den anderen Räumen alarmieren müsste.

Von der Präsentation her finde ich, dass der Kobold mehr in den Raumbeschreibungen eingebaut werden sollte, als erst am Ende des Abenteuers richtig erwähnt zu werden. Dann könnte man es leichter vom Blatt spielen ohne vorher alles durchgelesen haben zu müssen.

Ich habe Silvanas Befreiung sicher ein dutzend Mal für diverseste Gruppen mi diversen Systemen über 4 Jahrzehnte verteilt geleitet. Es ist einfach mein Default-One-Shot, der glücklicherweise außerhalb des deutschen Sprachraums ja unbekannt ist.

Und es ist mein Default-One-Shot, weil es genau die richtige Länge für einen Abend hat und neben Action genügend soziale Interaktion (Orkfamilie, Gefangener, Kobold) und auch Exploration hat. Die D&D-Old-School-Abenteuer sind alle viel zu lange dafür.

Ich empfinde Silvanas Befreiung super. Natürlich ist ein entscheidender Vorteil, dass ich es quasi auswendig beherrsche, aber wüsste echt nicht, was daran schlecht sein sollte.

Beim Ulisses-Lets-Play wurde es ja folgend angegangen: das ist ein dämlicher DungeonCrawl! Da ist eine Ork-Familie beim Abendessen, aber weil das ja ein dämlicher DungeonCrawl ist, müssen wir die jetzt erschlagen. Mein Gott ist das dämlich, dass wir die erschlagen müssen! DungeonCrawls sind ja so dämlich, dass die das von uns verlangen!

Wunderbare Zirkellogik! In meinen Runden haben glaube ich nur 12jährige jemals so reagiert.

Alle anderen haben das anders gelöst. Aber für manche Runden gilt wohl: wenn nicht im Abenteuer beschrieben wird, auf welchen Schienen die Charakter zu fahren haben, kann es wohl nur Hack'n'Slay sein.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Gunthar am 12.03.2022 | 17:36
Was ist das für ein Abenteuer, das die SC quasi zwingt, die Orkenfamilie erschlagen zu müssen? Das hätte ich als SL wesentlich freier gehandhabt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 12.03.2022 | 17:46
Was ist das für ein Abenteuer, das die SC quasi zwingt, die Orkenfamilie erschlagen zu müssen? Das hätte ich als SL wesentlich freier gehandhabt.

Nichts zwingt einen die Orkfamilie zu erschlagen. Das war im Ulisses-Let's-Play von Silvanas Befreiung genau an dieser Stelle (https://youtu.be/mWTeFdJ3Bq4?t=4080). Ist ihnen natürlich schon klar, was sie da machen. Im nächsten Video wird da auch noch kurz darüber geredet (https://www.youtube.com/watch?v=z1QuVeZtb2A&t=59s).

Anderer Kritik an Silvanas Befreiung kommt ja oft aus der Retcon-Perspektive: "in Havena leben doch keine im Untergrund verborgenen Goblins und Orks, da Abenteuer ist ja voll unrealistisch!"

Aber die ursprüngliche Setzung war eben, dass Goblins und Orks im Untergrund von Havena leben. Alles andere ist Retcon.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Haukrinn am 12.03.2022 | 18:12
Anderer Kritik an Silvanas Befreiung kommt ja oft aus der Retcon-Perspektive: "in Havena leben doch keine im Untergrund verborgenen Goblins und Orks, da Abenteuer ist ja voll unrealistisch!"

Aber die ursprüngliche Setzung war eben, dass Goblins und Orks im Untergrund von Havena leben. Alles andere ist Retcon.

Was tatsächlich auch im Kontext der usprünglichen Havenabox Sinn macht/machen kann. Hat nur wahrscheinlich in der mit DSA3 einsetzten Überdetaillierung keinen Sinn mehr gemacht (was im Übrigen für mich Aventurien gekillt hat).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Gunthar am 12.03.2022 | 18:16
Gut, zu D&D 1 und DSA 1 Zeiten nahm man solche Sachen nicht so genau. Man wollte vor allem Spass haben.  :d
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 12.03.2022 | 18:51
Gut, zu D&D 1 und DSA 1 Zeiten nahm man solche Sachen nicht so genau. Man wollte vor allem Spass haben.  :d

Was nahm man nicht so genau?

Ist doch ziemliche Holzhammer-Pädagogik, dass der vermeintlich feindlich 08/15-Ork gleich beim ersten Auftreten "humanisiert" wird.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Gunthar am 12.03.2022 | 20:39
Was nahm man nicht so genau?

Ist doch ziemliche Holzhammer-Pädagogik, dass der vermeintlich feindlich 08/15-Ork gleich beim ersten Auftreten "humanisiert" wird.
Dass da überhaupt Orks usw. waren.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 12.03.2022 | 21:20
Dass da überhaupt Orks usw. waren.

Ich sehe das eher so, dass man es später nicht so genau mit den ursprünglichen Setzungen nahm. Es gibt doch keinen Grund, dass Orks in Aventurien nicht integriert bleiben hätten können, wie sie das etwas bei Earthdawn oder Shadowrun sind.

Oder würdest du sagen, dass man das damals (10 Jahre später) bei Earthdawn einfach nicht so genau nahm?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 12.03.2022 | 22:55
Der einzige vernünftige Grund, den ich bisher gehört habe, warum Silvanas Befreiung schlecht sein soll, ist, dass die Räume so nah aneinanderliegen, dass ein Kampf die Wesen in den anderen Räumen alarmieren müsste.

Von der Präsentation her finde ich, dass der Kobold mehr in den Raumbeschreibungen eingebaut werden sollte, als erst am Ende des Abenteuers richtig erwähnt zu werden. Dann könnte man es leichter vom Blatt spielen ohne vorher alles durchgelesen haben zu müssen.

Ich habe Silvanas Befreiung sicher ein dutzend Mal für diverseste Gruppen mi diversen Systemen über 4 Jahrzehnte verteilt geleitet. Es ist einfach mein Default-One-Shot, der glücklicherweise außerhalb des deutschen Sprachraums ja unbekannt ist.

Und es ist mein Default-One-Shot, weil es genau die richtige Länge für einen Abend hat und neben Action genügend soziale Interaktion (Orkfamilie, Gefangener, Kobold) und auch Exploration hat. Die D&D-Old-School-Abenteuer sind alle viel zu lange dafür.

Ich empfinde Silvanas Befreiung super. Natürlich ist ein entscheidender Vorteil, dass ich es quasi auswendig beherrsche, aber wüsste echt nicht, was daran schlecht sein sollte.

Da geht's mir ganz genauso, Tartex. Und wie es der Zufall will: Ich hab's mir heute vormittag gerade wieder mal durchgelesen.

Zitat
Beim Ulisses-Lets-Play wurde es ja folgend angegangen: das ist ein dämlicher DungeonCrawl! Da ist eine Ork-Familie beim Abendessen, aber weil das ja ein dämlicher DungeonCrawl ist, müssen wir die jetzt erschlagen. Mein Gott ist das dämlich, dass wir die erschlagen müssen! DungeonCrawls sind ja so dämlich, dass die das von uns verlangen!

Genau das. Genau DAS! In den Let's Plays wird alles Alte in typischer Besserspieler-Manier als dämlich und kindisch und lächerlich abgekanzelt. Es MUSS scheiße sein, weil es aus der Frühzeit des Spiels stammt.

Zitat
Wunderbare Zirkellogik! In meinen Runden haben glaube ich nur 12jährige jemals so reagiert.

So isses.

Zitat
Alle anderen haben das anders gelöst. Aber für manche Runden gilt wohl: wenn nicht im Abenteuer beschrieben wird, auf welchen Schienen die Charakter zu fahren haben, kann es wohl nur Hack'n'Slay sein.

Und ich bin mir nie sicher, ob die Jungs und Mädels das absichtlich so fahren, oder ob sie es wirklich nicht besser wissen. So oder so: ein Armutszeugnis.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 12.03.2022 | 22:58
Gut, zu D&D 1 und DSA 1 Zeiten nahm man solche Sachen nicht so genau. Man wollte vor allem Spass haben.  :d

Genau... das IST für meine Begriffe das Ziel des Spielens...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 12.03.2022 | 23:50
Deshalb: FKR-Regeln, aber Ur-Aventurien. Nie hat mir Aventurien besser gefallen als jetzt, mit diesen (Nicht-) Regeln.
Ich möchte es nur verstehen. Was genau reizt dich am Aventurien von DSA1/2? Was macht es in deinen Augen anders/interessanter als irgendein beliebiges Eigenbau-Fantasy-Setting?

Ich kann einfach in Aventurien vor der späten DSA3-Ära wenig Eigenständigkeit erkennen, die es interessant machen würde, genau dieses Setting zu spielen.
Und das selbe "Problem" habe ich eben auch beim Regelsystem. Welchen Vorteil habe ich mit DSA1 gegenüber irgendeinem z.B. OD&D-basiertem OSR-System? Die aktive Parade, die die Kämpfe langsamer macht?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 00:11
Ich möchte es nur verstehen. Was genau reizt dich am Aventurien von DSA1/2? Was macht es in deinen Augen anders/interessanter als irgendein beliebiges Eigenbau-Fantasy-Setting?

Da gibt es vieles. Zum Beispiel das Al'Anfa, wie es in Brandhorsts Roman beschrieben wird (dem ersten DSA-Roman überhaupt). Die Tatsache, daß es eben den kreuzlangweiligen, am Hellenismus angelehnten Pantheon der "Zwölfgötter" nicht gibt (der kam ja erst im Ausbau-Spiel). Die Anlehnungen an deutsche Märchenfiguren (Klabautermann, Tatzelwurm, usw). Der fehlende (oder weitestgehend fehlende) Metaplot, der Aventurien später auf die Schienen gesetzt hat. Die großen weißen Flecken auf der Karte (die gab es ja nicht, weil sie auch erst in der Ausbau-Box kam). Der ganz spezifische, in meinen Augen Sword&Sorcery-artige Illustrationsstil Talbots, der der ersten Box seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt hat. Der fehlende Kanon, der es ganz wie bei OD&D einfach macht, eigene Kreationen hinzuzufügen, ohne irgendeiner "offiziellen" Entwicklung zu widersprechen – Retcon ist einfach was ganz Hässliches. Für mich persönlich zählt auch DSA Professional dazu, auch wenn es 1987 und damit nach der Ausbau-Box veröffentlicht wurde.

Es ist für mich eine Mischung, vordringlich transportiert durch die spärlichen Andeutungen über den Kontinent selbst und seine Nachbarn: Über das Güldenland wurde schon in der Basis-Box berichtet, und eben genau weil es nur Andeutungen waren, waren (und sind) der Fantasie des jeweiligen Meisters keine Grenzen gesetzt. Langweilig wurde es dann, als aus dem Güldenland dann Myranor wurde. Eine Eigenschaft von literarischer Kitschliteratur ist, daß es keine Geheimnisse gibt, daß alles aufgeklärt wird. Myranor und eigentlich fast alle Regionalbeschreibungen danach davor sind genau das: literarischer Kitsch.

Zitat
Ich kann einfach in Aventurien vor der späten DSA3-Ära wenig Eigenständigkeit erkennen, die es interessant machen würde, genau dieses Setting zu spielen.

Die Eigenständigkeit besteht eben in der Aufforderung an den Meister, das Land selbst mit Leben zu füllen. Die Andeutungen über Aventurien sind das Sprungbrett und die Triebfeder für eigene Kreativität.

Zitat
Und das selbe "Problem" habe ich eben auch beim Regelsystem. Welchen Vorteil habe ich mit DSA1 gegenüber irgendeinem z.B. OD&D-basiertem OSR-System? Die aktive Parade, die die Kämpfe langsamer macht?

Das Spielsystem hat mich nie sonderlich interessiert. Spätestens seit 1991 spielen wir DSA als FKR/Freeform, mit Tarotkarten oder Würfeln, ganz wie es uns am jeweiligen Spielabend gefällt. Ich habe diverse DSA1-Varianten veröffentlicht, aber wirklich gespielt, mit Kontinuität, haben wir immer nur Freeform.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 13.03.2022 | 00:29
Mir erschließt sich einfach den Sinn nicht.
Ich verstehe die Kombination DSA1/2+altes Aventurien, weil es irgendwie zusammen gehört und evtl. nostalgische Gefühle weckt. Vor allem als Bier & Brezel-Rollenspiel, dass sich selbst nicht ernst nimmt (wie es ja auch Ulisses mit den Retro-Produkten präsentiert).
Ich verstehe die Kombination Aventurien 4/5 + anderes System, weil die Welt so detailliert und interessant ausgearbeitet ist und man nur das Regelsystem nicht mag (so wie ich).
Aber Ur-Aventurien mit anderem System? Aventurien vor Beginn des Metaplots war so oberflächlich, beliebig und schmal, dass man genauso gut auch gleich ein eigenes Fantasy-Setting bauen und mit FATE oder irgendeinem anderen System bespielen kann.

Zum einen würde ich, wenn ich mir die Mühe denn machen wollte, definitiv in erster Linie versuchen, die Stimmung einzufangen, die ich mit Aventurien verbunden habe, als es noch nicht mal eine Karte gab -- dabei wäre mir der ganze später hinzukommende Klein-Klein-Kanon nur im Weg.

Und zu dieser Stimmung würde für mich auch ein guter Teil, hm, "Märchenhaftigkeit" gehören, den die meisten 08/15-Fantasysettings, ob nun EDO oder nicht, so normalerweise eher nicht mitbringen. Ich meine, Sachen wie Klabautermänner, ausdrückliche Nicht-D&D-Kobolde, und naschhafte Trolle allein schon in der Basisbox? Das ist bei mir dann doch ein wenig hängengeblieben, und das würde dann auf jeden Fall auch mit reingehören. (Daß sich irgendwo in meiner Raupensammlung auch noch ein Exemplar von DSA Junior befinden muß und eins der Uraltabenteuer, die mir untergekommen sind, ausgerechnet "Nedime, die Tochter des Kalifen" mit seinen eigenen Anspielungen ähnlicher Art war, mag zugegebenermaßen auch seinen Teil zu diesem Eindruck beigetragen haben.)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 13.03.2022 | 08:48
Die Eigenständigkeit besteht eben in der Aufforderung an den Meister, das Land selbst mit Leben zu füllen. Die Andeutungen über Aventurien sind das Sprungbrett und die Triebfeder für eigene Kreativität.
Das ist durchaus ein valider Ansatz, aber das ist für mich halt nicht "Aventurien", sondern einfach meine Welt, in die ich ein paar Sachen aus den alten DSA-Büchern und wahrscheinlich auch Teile aus anderen Settings eingebaut habe. Wenn ich Eigenbau will und es märchenhaft-bodenständig sein soll, würde ich mich heutzutage z.B. auch stark bei Beyond the Wall bedienen. Evtl. auch bei Schnutenbach. Da hat "Aventurien" dann einfach keinerlei besonderen Stellenwert für diese Rollenspielkampagne und ich würde nicht behaupten, dass ich "in Aventurien" spiele.

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 10:03
Das ist durchaus ein valider Ansatz, aber das ist für mich halt nicht "Aventurien", sondern einfach meine Welt, in die ich ein paar Sachen aus den alten DSA-Büchern und wahrscheinlich auch Teile aus anderen Settings eingebaut habe. Wenn ich Eigenbau will und es märchenhaft-bodenständig sein soll, würde ich mich heutzutage z.B. auch stark bei Beyond the Wall bedienen. Evtl. auch bei Schnutenbach. Da hat "Aventurien" dann einfach keinerlei besonderen Stellenwert für diese Rollenspielkampagne und ich würde nicht behaupten, dass ich "in Aventurien" spiele.

Mit welcher Edition bist du groß geworden? Ich bin überzeugt, daß jeder, der die Basis-Box (und mit Zähneknirschen auch das Ausbau-Set) und die Abenteuer dazu spielt, mit einem ganz spezifischen Aventuriengefühl nach Hause geht, das eben ganz spezifisch... aventurisch ist.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 10:16
Und das selbe "Problem" habe ich eben auch beim Regelsystem. Welchen Vorteil habe ich mit DSA1 gegenüber irgendeinem z.B. OD&D-basiertem OSR-System? Die aktive Parade, die die Kämpfe langsamer macht?

Vorteile, die mir spontan einfallen, sind:
Eine einzige, einfache und simple Regelmechanik: Attribute Unterwürfeln, anstatt wie bei D&D eine wilde Mischung aus Rettungswürfen mit kaum nachvollziehbaren Namen, Erkundungswürfen auf dem w6, Attribut-Tabellen mit unübersichtlichen Einträgen und Diebes-Skills vorzufinden. D&D hat bis 2000 gebraucht um in die Richtung zu gehen, wo DSA1 schon 1984 war.
Der Verzicht auf Diebe, die man erst Hausregeln muss.
ein LP-Polster, der verhindert, dass man nach einem Treffer abkratzt kann. (Ich persönlich bevorzuge aber inzwischen deutlich die niedrigen D&D-Hitpoints)
Zum Start besser balancierte Klassen. Ich muss meine Magier nicht erst hochleveln, um mehr als einen Zauber am Tag zu sprechen. Und Elfen sind nicht die ultimativen Level-1-One-Shot-Klasse, die sich in einer Kampagne dann fast keiner antun will
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 10:21
Zum einen würde ich, wenn ich mir die Mühe denn machen wollte, definitiv in erster Linie versuchen, die Stimmung einzufangen, die ich mit Aventurien verbunden habe, als es noch nicht mal eine Karte gab -- dabei wäre mir der ganze später hinzukommende Klein-Klein-Kanon nur im Weg.

Eben. Vor allem, weil der Kanon ordentlich Retcon betreibt und damit bereits vorher etablierte Fakten einfach mal um- oder wegerklärt. Kanon ist eines der großen Probleme des neuen DSA. Eine fantastische Welt wird mit jedem Stück Kanon ein bißchen weniger fantastisch – und auch kleiner.

Ich habe das schon vor vielen Jahren geschrieben, als ich meinen ersten Account hier auf dem :T: hatte: D&D macht das schlauer. Mit kanonischen Beschreibungen zieht sich der Verlag zwar neue Fanboys, aber schnürt den Kreativen die Luft ab.


Zitat
Daß sich irgendwo in meiner Raupensammlung auch noch ein Exemplar von DSA Junior befinden muß (…)

DSA Junior hat auch ein sehr interessantes System. Proben mit w20-roll-under, Kampf xW6 für die Waffe gegen xW6 des Gegners, höhere Summe gewinnt den Kampf... die klassische "Scene Resolution", wenn man Theoriebegriffe verwenden möchte. Auch gut: keine Lebenspunkte. Da ergeben sich fantastische Möglichkeiten, Kämpfe freiförmig und sehr spannend zu gestalten, vor allem dann, wenn der Meister seinen Wurf erst ganz am Schluß aufdeckt. Einmal würfeln und dann drauflos erzählen. Da bringst du die Diegetik gleich voll ins Spiel, weil die Spieler sich nicht am Charakterblatt festklammern können, sondern das Geschehen plastisch vor Augen sehen müssen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 10:24
Zum Start besser balancierte Klassen. Ich muss meine Magier nicht erst hochleveln, um mehr als einen Zauber am Tag zu sprechen. Und Elfen sind nicht die ultimativen Level-1-One-Shot-Klasse, die sich in einer Kampagne dann fast keiner antun will

Balancierte Klassen sind aber auch ordentlich langweilig, oder?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 10:28
Balancierte Klassen sind aber auch ordentlich langweilig, oder?

Nein, sind sie nicht. Ich habe wirklich noch nie von jemanden am Spieltisch oder in Foren gehört, dass ein Spiel wegen balancierter Klassen langweilig wäre. Rollenspiel hat zum Glück so viele Quellen von Spannung, dass ich die nicht via unbalanciere Klassen schaffen muss.

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 10:29
Um das näher auszuführen: Solange jeder Spieler Platz hat, seinen Charakter auszuspielen, ist Balance nebensächlich.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Haukrinn am 13.03.2022 | 10:30
Mit welcher Edition bist du groß geworden? Ich bin überzeugt, daß jeder, der die Basis-Box (und mit Zähneknirschen auch das Ausbau-Set) und die Abenteuer dazu spielt, mit einem ganz spezifischen Aventuriengefühl nach Hause geht, das eben ganz spezifisch... aventurisch ist.

Exakt!  :d
Leute, das Setting heißt Aventurien! Wie soll denn Abenteuerlust und Sense of Wonder aufkommen, wenn alles kartographiert und katalogisiert ist?

(PS: ich mag auch das Ausbauset, ganz ohne Zähneknirschen)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 10:40
Wenn wir übers Setting sprechen: das Aventurien von 1984 hat viele Leute hier angeprochen, weil es ein Setting war, wo man erwarten konnte, dass phantastische Kreaturen und düstere Gefahren hinter der nächsten Ecke lauern.

Die DSA-Autoren haben recht schnell klar gemacht, dass sie sowas eigentlich kindisch finden und als Setting  lieber einen brav organisierten Mittelaltermarkt haben wollen - mit angeschlosssenen Bazar.

Mir ist es ziemlich egal, ob ein Setting detailiert beschrieben oder nur in groben Strichen skizziert ist. Ich will aber Ideen haben, die mich mitreißen. Und 1988 war es schon klar, dass meine Vorlieben deutlich abgefahrener waren als jene der Aventurien-Verantwortlichen.

Das hat sich ja später wieder gebessert. Die "Das geht in Aventurien aber nicht!"-Fraktion hat eigenlich fast nichts mehr zu sagen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Gunthar am 13.03.2022 | 10:46
Vorteile, die mir spontam einfallen, sind:
Eine einzige, einfache und simple Regelmechanik: Attribute Unterwürfeln, anstatt wie bei D&D eine wilde Mischung aus Rettungswürfen mit kaum nachvollziehbaren Namen, Erkundungswürfen auf dem w6, Attribut-Tabellen mit unübersichtlichen Einträgen und Diebes-Skills vorzufinden. D&D hat bis 2000 gebraucht um in die Richtung zu gehen, wo DSA1 schon 1984 war.
Der Verzicht auf Diebe, die man erst Hausregeln muss.
ein LP-Polster, der verhindert, dass man nach einem Treffer abkratzt kann. (Ich persönlich bevorzuge aber inzwischen deutlich die niedrigen D&D-Hitpoints)
Zum Start besser balancierte Klassen. Ich muss meine Magier nicht erst hochleveln, um mehr als einen Zauber am Tag zu sprechen. Und Elfen sind nicht die ultimativen Level-1-One-Shot-Klasse, die sich in einer Kampagne dann fast keiner antun will
Sehr schön gesagt. Auch konnte man bei DSA 1 die Abenteuer innerhalb von 15 Minuten mit Kreativität aus dem Ärmel schütteln. Man brauchte nicht unzählige Bücher wie heute.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 13.03.2022 | 10:58
Mit welcher Edition bist du groß geworden? Ich bin überzeugt, daß jeder, der die Basis-Box (und mit Zähneknirschen auch das Ausbau-Set) und die Abenteuer dazu spielt, mit einem ganz spezifischen Aventuriengefühl nach Hause geht, das eben ganz spezifisch... aventurisch ist.
Gestartet habe ich mit der 2., aber das Aventurien meines SL hatte damals sicher keine Ähnlichkeit mit dem, was du implizierst  ;)
Selbst zum Leiten habe ich mit der 4.0 begonnen, ich habe aber auch noch einige Abenteuer und Kampagnen der 3e und sogar 2e geleitet (mit 4.0/4.1-Regeln, bevor ich DSA als Regelwerk den Rücken gekehrt habe).

Balancierte Klassen sind aber auch ordentlich langweilig, oder?
Um das näher auszuführen: Solange jeder Spieler Platz hat, seinen Charakter auszuspielen, ist Balance nebensächlich.
Da prallen jetzt Meinungen und Spielstile aufeinander und ich bin da einer gänzlich anderen als du, für mich ist Balance immens wichtig. Aber das sollten wir hier nicht austragen (und es bringt wohl auch nichts, das wo anders auszutragen, wie gesagt sind das einfach gänzlich konträre Meinungen und da wird keiner den anderen überzeugen).

Kanon ist eines der großen Probleme des neuen DSA. Eine fantastische Welt wird mit jedem Stück Kanon ein bißchen weniger fantastisch – und auch kleiner.
Das wird jetzt wahrscheinlich viel zu weit vom Thema wegführen. Kurz: Für mich hat beides seine Berechtigung. Freiheit kann zu tollem kreativen Welten- und Charakterbau führen. Aber ein detailliertes Setting wie das heutige Aventurien kann zu toll ausgespielten Charakteren und Szenarios innerhalb des Settings führen, weil alle Spieler aus einem gewaltigen gemeinsamen Vorstellungsraum schöpfen können. Ein Spieler eines Geweihten, der sich in den Hintergrund seines Kultes einarbeitet und aus seinem Vademecum rezitiert, erzeugt ein Ausmaß an Immersion,  das ich noch von niemandem erlebt habe, der mit den paar Absätzen zu seiner D&D-Gottheit auskommen musste. Ein Spieler kann mit seinem Charakter tief in die Welt eintauchen, weil er weiß wie die Welt funktioniert. Und das ist es, was Aventurien besonders macht weil nur sehr wenige Settings das in diesem Detailgrad machen. Baukästen für freies Spiel und Weltenbau finde ich zu hunderten.

Leute, das Setting heißt Aventurien! Wie soll denn Abenteuerlust und Sense of Wonder aufkommen, wenn alles kartographiert und katalogisiert ist?
Sehr schön gesagt. Auch konnte man bei DSA 1 die Abenteuer innerhalb von 15 Minuten mit Kreativität aus dem Ärmel schütteln. Man brauchte nicht unzählige Bücher wie heute.
Das verstehe ich immer noch nicht.
Wenn es mir eh nur darum geht, möglichst wenig Vorgaben zu kriegen und frei entdecken (als Spieler) und erfinden (als SL oder ganze Gruppe) zu können, warum nehme ich dann überhaupt Aventurien/DSA? Da gibt es doch zig besser dafür geeignete Settings/Systeme.
Wenn ich vor allem Entdeckergeist und überraschende Fantastik haben will, spiele ich Myranor, Earthdawn, Verbotene Lande oder Numenêra. Die Stärken von Aventurien liegen für mich (inzwischen) einfach wie im Absatz darüber beschrieben anderswo und da ist es fast ungeschlagen.

Nochmal: Weder das eine noch das andere ist für mich besser oder schlechter. Ich habe die Gezeichneten-Kampagne und die Wildermark-Kampagne in Aventurien geleitet und ich habe eine freie und extrem abgefahrene Entdeckungskampagne mit Numenêra geleitet und alles (und viele weitere Abenteuer) war genial. Aber ich würde mich auch nicht durch das alte hotzenplotzige (Nichts gegen Hotzenplotz ;) ) Aventurien beschränken wollen, wenn es mir bei einer Kampagne um Entdeckungen und Sense of Wonder geht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 13.03.2022 | 11:03
Ich bin überzeugt, daß jeder, der die Basis-Box (und mit Zähneknirschen auch das Ausbau-Set) und die Abenteuer dazu spielt, mit einem ganz spezifischen Aventuriengefühl nach Hause geht, das eben ganz spezifisch... aventurisch ist.

Sry, deine Illusionen zerstören zu müssen, aber ich hab damit angefangen, und stell mir die gleichen Fragen wie aikar. Klar hab ich auch verklärte Erinnerungen an meine ersten Rollenspiel-Sessions, aber das spezifische Aventuriengefühl kam erst deutlich später, als Aventurien mehr zu bieten hatte als ein paar Bilder und der Hinweis "Tu was du willst".
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 13.03.2022 | 11:08
Das hat sich ja später wieder gebessert. Die "Das geht in Aventurien aber nicht!"-Fraktion hat eigenlich fast nichts mehr zu sagen.

Und das finde ich irgendwie das schlechteste beider Welten.

"Gonzo" bekomm' ich anderswo oder eben gleich ohne Setting besser. Eine Weile lang empfand ich Aventurien als recht willkommene "Insel der Bodenständigkeit". Und das noch mit ein bisschen Abstraktion/Humor im Gegensatz zum "Let's Play: The Domesday Book" von Hârn, wo ich historische Quellenbücher wälze um dem gerecht zu werden. War auch die Zeit wo ich mehr internationale, sprich amerikanische, Rollenspiele hatten, die praktisch ausnahmslos ins Weltenrüttelnde gehen.

Inzwischen wälze ich dann aventurische Geschichtsbücher und bekomm trotzdem nur ein Punktekauf-D&D wo hinter jeder Ecke nun nicht mehr Räuber mit schartigen Säbeln sind sondern Dämonen und AT 19/16 Fjarninger. Naja.

Quellenboxen und -bände hatten irgendwie für mich eher etwas "helfendes". Hier ist eine Welt, hier sind Abenteuerideen usw. (Damals waren auch die Abenteuer so grottig, dass ich eh nie in Verführung kam die ausser aus Sammelei für etwas einzusetzen? Insbesondere alles was auf "-on" endet)

Die Plot-Geschichts-Dichte empfinde ich persönlich als bedeutend stressiger als die Detail-Dichte. Eingefroren bei 5 Hal oder so, wäre das alles verkraftbar, da ist das Quellenbuch auch nur so "Hier Commedia Dell'Arte für Anfänger" und kein "Was in den letzten 40 aventurischen Jahren alles passieren musste damit die Spieler den Boten kaufen".
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 13.03.2022 | 11:10
Das Spielsystem hat mich nie sonderlich interessiert. Spätestens seit 1991 spielen wir DSA als FKR/Freeform, mit Tarotkarten oder Würfeln, ganz wie es uns am jeweiligen Spielabend gefällt. Ich habe diverse DSA1-Varianten veröffentlicht, aber wirklich gespielt, mit Kontinuität, haben wir immer nur Freeform.

Wobei ich mich frage, wenn ihr seit 1984 in Aventurien spielt – und seit 1991 mit eigenen Regeln –, dann dürfte doch euer Aventurien, das flächenmäßig kleiner als Europa ist, mindestens so detailliert ausgearbeitet sein wie das DSA der frühen 90er. Das Versprechen der kreativen Freiheit, das dein Urzeit-Aventurien mal besessen hat, müsste doch schon seit sehr langer Zeit nur noch als Reminiszenz existieren.
Oder spielt ihr Alzheimer-Aventurien, und "vergesst" nach jeder Kampagne oder gar Sitzung, was ihr für Setzungen der Hintergrundwelt entwickelt habt?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bei meinen Runden auch eine so vage vorformulierte Welt wie dein Urzeit-Aventurien nach mindestens einer Kampagne schon stark durchgestaltet ist. Wenn ich mir dann noch dazu denke, dass ich in dieser klitzekleinen Welt seit 1991 (oder sogar 1984) spiele...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 11:33
Wobei ich mich frage, wenn ihr seit 1984 in Aventurien spielt – und seit 1991 mit eigenen Regeln –, dann dürfte doch euer Aventurien, das flächenmäßig kleiner als Europa ist

Du gehst von falschen Annahmen aus. DEIN Aventurien ist flächenmäßig kleiner als Europa, weil du mit der Karte spielst, die in der Ausbau-Box veröffentlicht wurde. Ich habe 1984 zu meisten begonnen, und dementsprechend hat UNSER Aventurien zwar die Karte, aber nicht als Größenmaßstab, sondern weil sie geil aussieht. Von der Fläche her ist Aventurien so groß, wie wir es brauchen.

Zitat
mindestens so detailliert ausgearbeitet sein wie das DSA der frühen 90er. Das Versprechen der kreativen Freiheit, das dein Urzeit-Aventurien mal besessen hat, müsste doch schon seit sehr langer Zeit nur noch als Reminiszenz existieren.

Siehe oben.

Zitat
Oder spielt ihr Alzheimer-Aventurien, und "vergesst" nach jeder Kampagne oder gar Sitzung, was ihr für Setzungen der Hintergrundwelt entwickelt habt?

Nein. Wir spielen wie die Twin Cities-Spieler aus den späten 60ern und frühen 70ern: episodisch. Wechselnde Helden, je nach Zeitplan (wenn Held A eines Spielers noch im Dungeon steckt, aber morgen gespielt wird, muß eben Held B oder C ran).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 11:35
Sry, deine Illusionen zerstören zu müssen, aber ich hab damit angefangen, und stell mir die gleichen Fragen wie aikar. Klar hab ich auch verklärte Erinnerungen an meine ersten Rollenspiel-Sessions, aber das spezifische Aventuriengefühl kam erst deutlich später, als Aventurien mehr zu bieten hatte als ein paar Bilder und der Hinweis "Tu was du willst".

Du zerstörst weder meine "Illusionen", noch "mußt" du... ich hab auch 1984 mit dem Abenteuer Basis-Spiel angefangen, und mein Aventurien ist so was von deutlich von dieser Frühzeit geprägt... was natürlich nicht heißen muß, daß ich nicht beliebig Anleihen von späteren Publikationen einbaue, wenn ich sie cool finde.

@Sosthenes: Word!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Oberkampf am 13.03.2022 | 11:43
Also, wenn ich (was nie passieren wird) ernsthaft etwas aus dem DSA-Haus im Rollenspiel spielen will, würde ich das eher als "dsa-inspiriertes" Rollenspiel bezeichnen.

Vermutlich würde ich als Setting Teile des Ur-Aventurien der DSA-Basisbox, eventuell sogar der Ausbau-Box mit den allerersten Abenteuern kombinieren (Wirtshaus, Wald, Schiff, evtl. Tempel, möglicherweise Nedime, Orkland-Triologie, erstes Risso-Abenteuer mit dem Efferd-Kloster, Norldand-Abenteuer mit der Eiselfe, vllt. sogar Verschollen in Al`Anfa). Borborads Raumschiff und das Tor der Welten blieben vielleicht auch. Die Abenteuer sind wie publiziert meistens nicht spielbar, aber einige Ideen gefallen mir ganz gut.

Von den Monstern her würde ich mich auf diejenigen beschränken, die ich aus diesen Abenteuern kenne, ergänzt vielleicht um ein paar aventurische "Klassiker" und ein paar Raubtiere unserer Welt. Viel bodenständiges Zeug. Jedenfalls keine solche Menagerie wie bei D&D. Die Klassiker müssten ein bisschen aufgehübscht werden, Oger und besonders Tatzelwürmer viel gefährlicher werden.

Vom Regelsystem her würde ich was ganz anderes machen, was von DSA1 im weitesten Sinne inspiriert ist. Es gäbe Klassen wie den Abenteurer, den Krieger, den Magier, den Elfen, den Zwergen, den Geweihten und den Druiden. Streuner und Au-Elfen würde ich weglassen. Vielleicht nehme ich noch Hexen dazu, sicher keine Schelme.

Die Rolle des Streuners als leicht bis mittelschwer gerüstetem Fertigkeitenspezialisten oder Dieb nimmt der Abenteurer ein.
Der Au-Elf ist einfach ein Elf, und Elfen sind leichtgerüstete Nah-oder Fernkämpfer mit ein paar Unterstützungszaubern (vgl. D&D: Waldläufer).
Krieger sind entweder Zweihandwaffenkämpfer oder Schwert-Schild-Kämpfer, und Zweihandwaffen sind keine schlechte Option.
Zwerge sind Einhand-Schild-Kämpfer und haben vielleicht noch mehr phantastische, sagenhafte Eigenschaften. Vielleicht können sie irgendwelche Zauberwaffen schmieden?
Geweihte sind Unterstützungszauberer mit besonderen Wundern nach Gottheit.
Druiden wirken eher Schwächungszauber, denn den frühen DSA-Druiden habe ich als "Voodoomagier" in Erinnerung.
Magier sind eben die Allround-Zauberer.
Hexen haben wohl auch ein paar Allround-Fähigkeiten, aber da lasse ich mich eher von anderen Quellen inspirieren, weil ich mit DSA etwa zu der Zeit aufgehört habe, als die ersten Hexenabenteuer kamen. Tränke brauen oder Vertraute haben würde passen, wie ich mit Hexen in Aventurien vorstellen könnte.

Klassen, die mir aus allgemeinen Fantasyrollenspielen fehlen, wären Barden und Barbaren, vielleicht Paladine (wobei das Rondrageweihte diese Stellung einnehmen könnten) und Tiermeister. Das ist schade, aber soweit ich weiß, gab es das im frühen DSA nicht.
was ich vielleicht gerne Einführen werde wären Kampfmanöver für die Kämpferklassen, die nicht zaubern können. Das ist moderner Kram, ich weiß, aber mir würde es gefallen.

Magie wäre ebenfalls eher bodenständig in der tagtäglichen Anwendung, aber phantastisch durch langwierige Rituale, die andauernde Effekte hervorrufen. Von den Sprüchen würde ich mir die wichtigsten aus dem Basis- und Ausbauset aussuchen, aber in ein anderes Magiesystem übertragen, bei dem es geordnete Rettungswürfe und Zauberangriffe gibt. Das komische Rumgerechne mit Monsterklasse usw. konnte ich bei den Sprüchen nie leiden. Beibehalten würde ich die Bezahlung der Sprüche mit Astralpunkten.

Attribute und Fertigkeiten würde ich wahrscheinlich stark kürzen. Momentan bevorzuge ich ein 4-Attributs-System (Körperkraft, Geschicklichkeit, Klugheit, Aura (Charisma + Mut)). Nach DSA-Methode die bei Charaktererschaffung auswürfeln mit W6+7, aber für Proben hoch würfeln gegen die Basisschwierigkeit 20. Fertigkeiten geben einen Bonus von +1w6 auf den Wurf pro Fertigkeitsrang, aber nur der höchste w6 wird gezählt. Generell gibts nicht so viele Fertigkeiten wie im DSA Ausbauset.

Die Attribute können bis maximal 15 gesteigert werden, pro Punkt über 10 gibt es auf bestimmte Würfe +1. Bei Attacke mit schweren Waffen (ab 1w6+3) der Körperkraftbonus, mit leichten Waffen optional der Geschicklichkeitsbonus, bei Parade der Geschicklichkeitsbonus, auf Waffenschaden der Körperkraftbonus, auf Zauberangriffe der Klugheitsbonus, auf Zaubereffekte der Aura-Bonus.
 
Obwohl ich Verteidigungswürfe hasse, würde ich wahrscheinlich Attacke und Parade aus DSA-Tradition beibehalten. Allerdings würden beide hoch gewürfelt und verglichen werden, möglicherweise mit Zielwert 20 für erfolgreiche Attacken und Zielwert höhe des Attackewurfs für erfolgreiche Paraden (vgl. Midgard - DFR). Wahrscheinlich fange ich mit niedrigen Basiswerten an(Attacke 5, Parade 5), auf die bei Attacke zu Anfang noch der Körperkraftbonus und bei Parade der Geschicklichkeitsbonus addiert werden. Oder ich vertausche den AT und PA-wert von den Basisregeln und starte mit AT 8 und PA 10. Höchstwert ist auf jeden Fall bei beiden 15. Bruchfaktor entfällt, aber bei meisterhaften Würfen bzw. Patzern kann eine Waffe beschädigt werden (z.B. meisterhafter Abwehrwurf: Angriffswaffe beschädigt).

Lebenspunkte und Astralpunkte würde ich drastisch reduzieren und langsamer ansteigen lassen. Vielleicht am Anfang 15 Basislebenspunkte + einen klassenspezifischen Bonus (Abenteuer, Elfen +5, Krieger, Zwerge + 10) und Astralpunkte nach ähnlichem Vorbild. Irgendeine Regel zur Regeneration durch Rasten überlege ich mir. Wie ich mit Rüstungsschutz umgehen soll, weiß ich noch nicht, aber wahrscheinlich bleibe ich einfach bei RS als Schadensreduktion von 0 bis 6.

Was Ausrüstung angeht, würde ich die Waffenauswahl drastisch vereinfachen. Einfache, (vom Gewicht her) leichte Waffen verursachen w6+1 Schaden (z. B. Dolch, Knüppel), leichte Waffen w6+2 (z.B. Kurzschwert), einfache schwere Waffen  w6+3 (Säbel, Speer) und schwere Waffen (Langschwert) w6+4, Zweihandwaffen 2w6+4. Je nach Charakterklasse kann man bestimmte Waffen benutzen, Abzüge auf AT und PA sowie BF entfallen.

DSA1 hatte nicht besonders viele magische Gegenstände, und das würde ich gerne beibehalten, aber ein paar mehr würde ich mir schon ausdenken bzw. von anderen RSP konvertieren. Trotzdem würde ich auch hier auf Bodenständigkeit abzielen, es hat eben nicht jeder (niedrigstufige) DSA-Held ein Zauberschwert.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 13.03.2022 | 11:43
Du gehst von falschen Annahmen aus. DEIN Aventurien ist flächenmäßig kleiner als Europa, weil du mit der Karte spielst, die in der Ausbau-Box veröffentlicht wurde. Ich habe 1984 zu meisten begonnen, und dementsprechend hat UNSER Aventurien zwar die Karte, aber nicht als Größenmaßstab, sondern weil sie geil aussieht. Von der Fläche her ist Aventurien so groß, wie wir es brauchen.

Mag sein, dass ich von falschen Annahmen ausgehe, und ich frage mich außerdem auch, was deine Mitspieler dazu sagen, dass es zu Aventurien massenhaft offizielles und inoffizielles Material "da draußen" gibt.
Dein Enthusiasmus in Ehren, aber wie schafft ihr es als Gruppe, diese künstliche Naivität auch noch nach Jahrzehnten aufrecht zu erhalten und mit vollstem Bewusstsein alles Wissen zu Aventurien nach 1984 zu ignorieren?
Ich muss zugeben, das ist eine Gehirnleistung, die ich mir persönlich niemals zutrauen könnte, um gar nicht erst in psychologischen Kategorien wie Abspaltung oder Abgrenzung zu sprechen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 11:50
Mag sein, dass ich von falschen Annahmen ausgehe, und ich frage mich außerdem auch, was deine Mitspieler dazu sagen, dass es zu Aventurien massenhaft offizielles und inoffizielles Material "da draußen" gibt.

Uns isses wurscht. Wir spielen teilweise seit 1984 zusammen, das hat mehr Gewicht als irgendwas anderes.

Zitat
Dein Enthusiasmus in Ehren, aber wie schafft ihr es als Gruppe, diese künstliche Naivität auch noch nach Jahrzehnten aufrecht zu erhalten und mit vollstem Bewusstsein alles Wissen zu Aventurien nach 1984 zu ignorieren?

Laß halt mal die Floskeln weg ;)  Nix muß in Ehren gehalten werden, wir spielen halt einfach aus Lust am Spiel. Dabei ist es egal, ob eine Kontinuität im Charakterleben dargestellt wird oder nicht. Wir springen vor und zurück, wie wir Lust haben, nichts ist zwingend chronologisch. Wir orientieren uns an der Art und Weise, wie Hong Kong-Filme und deren Fortsetzung erzählt werden. Das schafft viel Freiheit.

Zitat
Ich muss zugeben, dass ist eine Gehirnleistung, die ich mir persönlich niemals zutrauen könnte, um gar nicht erst in psychologischen Kategorien wie Abspaltung oder Abgrenzung zu sprechen.

Oh je. Das ist mir alles viel zu verkopft.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Variety am 13.03.2022 | 11:53
Gut, ich danke dir zumindest für deine Antworten, möchte dir allerdings noch als Feedback auf den Weg geben, dass ich es nicht sonderlich glänzend finde, wenn ich dir interessiert begegne und versuche, Verständnis für deine Art und Weise aufzubringen, du aber meine Gesprächshaltung kritisierst oder entwertest. Viel Spaß noch dir und deiner Runde.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 13.03.2022 | 11:57
Gut, ich danke dir zumindest für deine Antworten, möchte dir allerdings noch als Feedback auf den Weg geben, dass ich es nicht sonderlich glänzend finde, wenn ich dir interessiert begegne und  versuche, Verständnis für deine Art und Weise aufzubringen, du aber meine Gesprächshaltung kritisierst oder entwertest. Viel Spaß noch dir und deiner Runde.

Moment... ich mag dich mal kurz zitieren:

Zitat
ich frage mich außerdem auch, was deine Mitspieler dazu sagen, dass es zu Aventurien massenhaft offizielles und inoffizielles Material "da draußen" gibt.

Zitat
diese künstliche Naivität auch noch nach Jahrzehnten aufrecht zu erhalten und mit vollstem Bewusstsein alles Wissen zu Aventurien nach 1984 zu ignorieren?

Zitat
das ist eine Gehirnleistung, die ich mir persönlich niemals zutrauen könnte, um gar nicht erst in psychologischen Kategorien wie Abspaltung oder Abgrenzung zu sprechen.

Bin ich jetzt ganz und gar den Informationslücken der schriftlichen Kommunikation erlegen, oder geht freundliche Gesprächsführung anders?
Du kennst sicher die alte Weisheit aus der Kommunikationstheorie, "Alles, was vor dem Aber kommt, ist ungültig"...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 13.03.2022 | 12:19
Die Abgrenzung zum offiziellen Plot/Geschichtsgeschehen ist bei DSA allerdings schon eine interessante Frage, gerade im Lauf der irdischen Geschichte. Da hat sich meiner Erfahrung nach einiges getan, schlicht und einfach wegen der Einstiegszeit der Runden.

DSA (und auch Midgard) hatten mal den Ruf für relativ "instantiierte" Welten zu sorgen, weil die Gruppen schon ewig lange nur dies eine Spiel machten. Da waren dann hohe NSCs der Welt aus früheren Runden, alle Spieler hatten Baronien, Latifundien, Gildenoberhäupter, Artefakte usw.
Deswegen war oft auch jedes Aventurien anders.

Gruppen die sich neu formierten (aus Neulingen oder Überresten anderer Gruppen) ab, sagen wir mal, 90er, sehen dann oft anders aus. Hier hat man schon die erste Ebene des Komposthaufens Aventuriens durch, viele Regionen sind beschrieben, die Vorgeschichte sowieso. Jetzt kamen eher die Neuauflagen und Verdichtungen der Welt.
Ich weiss auch nicht wie subjektiv das ist, aber meiner Meinung nach ändert sich auch die Einstellung zu den Abenteuern. Trafen sich zwei DSAler, wurde sich über das Railroading beschwert, aber die Geschichte las sich gut, etwas zu verwerten gabs usw.
Ich denke aber zum einen änderte sich die Art der Abenteuer ein bisschen und die G7 Kampagne zeigte dass man auch "In Groß" denkt.

Die Dichte des Settings und Metaplots machte das ganze etwas "fragiler" (weniger weiße Flecken, etwas verändern/reinzwängen hatte schnell Domino Effekte). Und wer zu viel "Eigenbau" macht, findet evtl. auch nicht mehr den Einstieg in Zukünftige Mega-Kampagnen.
Da wurden dann viele Gruppen etwas bescheidener und beugten sich mehr der Redaktions-Authorität.

Zumindest meine Erfahrung, geprägt von Online-Diskussionen seit FIDO Zeiten und Gruppen-Einstiegs-Stichpunkten ;)

Ich will das jetzt auch nicht mal so direkt werten. Ich mag ja eine Früh-DSA2-Hotzenplotzigkeit, die geht dir sowohl kaputt bei inzestuösen Gruppen wo Kaiser und Erzmagier in der Gruppe mitmarschieren, als auch bei offiziellen fliegenden Schlössern und Dämonenheeren.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 12:35
Und das finde ich irgendwie das schlechteste beider Welten.

"Gonzo" bekomm' ich anderswo oder eben gleich ohne Setting besser. Eine Weile lang empfand ich Aventurien als recht willkommene "Insel der Bodenständigkeit". Und das noch mit ein bisschen Abstraktion/Humor im Gegensatz zum "Let's Play: The Domesday Book" von Hârn, wo ich historische Quellenbücher wälze um dem gerecht zu werden. War auch die Zeit wo ich mehr internationale, sprich amerikanische, Rollenspiele hatten, die praktisch ausnahmslos ins Weltenrüttelnde gehen.

Inzwischen wälze ich dann aventurische Geschichtsbücher und bekomm trotzdem nur ein Punktekauf-D&D wo hinter jeder Ecke nun nicht mehr Räuber mit schartigen Säbeln sind sondern Dämonen und AT 19/16 Fjarninger. Naja.

"Aventurien heute" bietet halt ein riesiges Fundament, wo man seine persönlichen Präferenzen rauspicken kann. Und da geht es (für mich) auch schon darum den DSA-Fans zu zeigen, was mit den bereits eingeführten Elementen möglich ist.

Ich bin Aventurien-1984-Fan und wenn ich mal wieder eine neue D&D-Runde in Irland aufmache, reizt es mich einfach am meisten zu checken, wie sich die alten DSA-Dungeons mit neuen Spielern und wieder mal einem leicht anderen Regelsystem bewähren. Ein großer Vorteil ist natürlich, dass ich diese Kaufabenteuer mir nicht mehr mühsam erarbeiten muss, sondern bereits "kann". Und dass sie tolles Bildmaterial haben, dass ich zur visuellen Untermalung auch immer vorzeige. Und dass sie recht kurz sind. Da können die D&D-Klassiker für mich nicht mithalten.

Die zahlreichen, tollen Bilder im Schiff der verlorenen Seelen z.B. sind für mich bewährte Selbstläufer an jedem Spieltisch.

Wenn ich DSA für DSA-Spieler leite ist es aber ganz was anderes. Da baue ich meine eigenen Abenteuer um die Setting-Elemente, die mich faszinieren: z.B. was ging in den 12 Kirchen vor als Kaiser Hal sich zum Gott erklären ließ? Wurden ihm Altare gebaut? Wo sind die hin? Gab es Geweihte, die Hal den Götterstatus verweigerten? Sind die Smaragdspinnen ein Überbleibsel aus dem Zeitalter der Vielbeinigen? Wenn sie so ein Interesse an Büchern haben, könnten sich welche in Städten und Akademien verborgen halten? Bei all der Macht der Kirchen, würde ich als Machtbesessener nicht eher opportunistisch den Regeln der Götter folgen um meine Ziele zu erreichen, als einen Deal mit Dämonen einzugehen? Aventurien bietet genug Material um dutzende spannende Abenteuer zu kreieren, gerad wenn man sich am vorhandenen Material abarbeitet. Danach muss ich dann halt viel recherchieren (wie beim Erstellen von historischen Cthulhu-Abenteuern) um meinen eigenen Ansprüchen zu genügen.

Ist ganz was anderes als meine Torg- oder Kult-Abenteuer-Vorbereitung, wo ich einfach versuche meinem Hirn bizarre aber noch unverbrauchte Ideen abzuringen.

DSA als Regelwerk spielt für mich bei der Abenteuergestaltung keine Rolle. Ich erstelle sicher keine regelkonformen NSCs und die Spieler-Charakterblätter schaue ich auch nie an. Dafür habe ich einfach nicht genug Zeit.

Meine NSCs benutzen auch keine Sonderfertigkeiten. Ist ja sowieso schon mit denen der Spielercharaktere langsam genug. Da ziehe ich einfach die Werte ein wenig höher.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 13.03.2022 | 12:55
ich finds nur grad witzig wie hier uralt Abenteuer als "nonplusultra" gehypt werden

sorry aber ihr könnt mir nicht sagen das ihr mit 12 jahren die Orks im Untergrund bei Silvanas Befreiung nicht gekillt habt... ihr habt definitiv NICHT mit denen "geredet" den ... töten gab nunmal AP

wenn ihr das JETZT so macht.. okay das hat aber nichts mit dem Abenteuer zu tun in dem hier random irgend eine Ork Familie in einen einzelnen Raum gequetscht wird die eigentlich nur Kanonenfutter sind weil... ORKS

Das selbe mit dem "Schiff der verlorenen Seelen" ... as written ist das halt n Dungeon (mit teilweise absurden Räumen) nur das der Dungeon jetzt halt ein Schiff ist und man brav alles nach und nach bekämpft hat. Wenn man das heutzutage spielt geht das weiterhin nur müsste man dann einige Räume (das Haifischbecken) rauslassen da es einfach nur noch absurd bescheuert ist dazwischen befinden sich aber einige gute Ideen. Von den alten Abenteuern finde ich daher die Orkland Kampagne noch am besten (auch wenn ich hier auch einiges anders machen würde) da dies mal nicht NUR "oh da ist ein Dungeon geh da bitte mal rein" ist

Das ist aber nichts DSA 1 spezifisches sondern ist einfach das "normale" Abenteuer der 80er. Ein Grund warum ich viele der "ach so genialen" uralt D&D Abenteuer halt einfach typische Dungeoncrawls sind... und DSA war da nicht anders.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 14:03
ich finds nur grad witzig wie hier uralt Abenteuer als "nonplusultra" gehypt werden

Ihr? Das bin ja nur ich!

sorry aber ihr könnt mir nicht sagen das ihr mit 12 jahren die Orks im Untergrund bei Silvanas Befreiung nicht gekillt habt... ihr habt definitiv NICHT mit denen "geredet" den ... töten gab nunmal AP

wenn ihr das JETZT so macht.. okay das hat aber nichts mit dem Abenteuer zu tun in dem hier random irgend eine Ork Familie in einen einzelnen Raum gequetscht wird die eigentlich nur Kanonenfutter sind weil... ORKS

Blödsinn. Die waren doch eindeutig als soziales Kommentar angelegt. Natürlich war das vielen mit 12 egal.

Ich selber habe das Abenteuer das erster Mal als 9jähriger für meine Eltern am Familienspieleabend geleitet - war ja mein neuestes Brettspiel. Die wollten allerdings die Orks partout nicht erschlagen. Das hat mich sehr geärgert und aus dem Konzept gebracht. Erst als ich mit gleichaltrigen gespielt habe, wurden sie geschnetzelt. Für uns als 9jährige  waren aber ja auch schon (menschliche) Dreizehnjährige in Real Life High-Level-Monster...

Trotzdem: das war ja auch die Friedensbewegungszeit. Da wurde man doch durchgehend im Kinderprogramm und von allen Erwachsenen vollgelabert, wie schrecklich Waffen als Spielzeug sind, dass die Masters of the Universe im Kinderzimmer uns alle verrohen und es wurden Unterschriften gegen Robin Hood im Fernsehen gesammelt. Du kannst mir nicht einreden, dass du du mit 12 da völlig unreflektiert rangegangen bist.

Das selbe mit dem "Schiff der verlorenen Seelen" ... as written ist das halt n Dungeon (mit teilweise absurden Räumen) nur das der Dungeon jetzt halt ein Schiff ist und man brav alles nach und nach bekämpft hat. Wenn man das heutzutage spielt geht das weiterhin nur müsste man dann einige Räume (das Haifischbecken) rauslassen da es einfach nur noch absurd bescheuert ist dazwischen befinden sich aber einige gute Ideen. Von den alten Abenteuern finde ich daher die Orkland Kampagne noch am besten (auch wenn ich hier auch einiges anders machen würde) da dies mal nicht NUR "oh da ist ein Dungeon geh da bitte mal rein" ist

Du magst keine Dungeons. Ich liebe Dungeons. Natürlich nicht einen nach den anderen, aber 33% Dungeon-Anteil habe ich gerne in Kampagnen. Und anstatt das Haifischbecken wegzulassen, ist bei mir das Schiff auf den unteren Ebenen von einer dämonischen Zwischendimension durchdrungen. Man steigt quasi in einen Alpttraum hinab. Hat sich super bewährt. Es ist schließlich ein Dämonenschiff.

Das ist aber nichts DSA 1 spezifisches sondern ist einfach das "normale" Abenteuer der 80er. Ein Grund warum ich viele der "ach so genialen" uralt D&D Abenteuer halt einfach typische Dungeoncrawls sind... und DSA war da nicht anders.

Wenn du mir alte D&D-Abenteuer oder auch irgendwelche neuen Abenteuer empfehlen kannst, wo soviel unterstützendes Bildmaterial von Räumen und Stimmungen drin ist, freue ich mich echt! Bis jetzt habe ich eigentlich nichts entdeckt, was da an das ganze frühe DSA-Zeug rankommt. Das habe ich ja oben schon ausgeführt, dass die genau deshalb für mich den höchsten Spielwert haben.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: First Orko am 13.03.2022 | 14:35
Für mich war DSA immer schon und ist auch heute - wie eigentlich auch alle anderen beschriebenen Rollenspielwelten - eine Werkstatt aus der ich für das, was ich gerade vorhabe, Werkzeuge und Materialien finde, die ich nach Belieben kombinieren kann. Niemand schreibt mir vor, dass Nostria unbedingt neben Andergast liegen musst - na gut, es steht so in der Anleitung, aber als erfahrener Rollenspielwerker kann ich das auch halten, wie ein Dachdecker und dazwischen beliebig viel gefährliches Umland legen, gerade wie ich es brauche  ;)
Das wurde von meiner allerersten DSA-Gruppe in den 2000er so gelebt wie auch im Großteil aller folgenden Rollenspielrunden. Problem mit DSA-Settingnazis habe ich real nur in Ausnahmefällen gehabt und kenne das mehr als Schreckgespenst von offenbar traumatisierten Oldschool-Rollenspielenden und Leuten, die einfach nur ordentlich Pech hatten (imho)

Daher ist mir die Edition grundsätzlich total egal, ich kenne mich nunmal mit den Fanpro-Boxen am Besten aus. Je nach Zeit und Edition gestaltet sich der Werkzeugkasten aber schon unterschiedlich und erfordert andere handwerkliche Fähigkeiten:

DSA1
Hammer und Säge. Sonst nix. Du brauchst noch mehr Werkzeug? Dann musst du es dir erstmal basteln.

DSA2-3
Die Heimwerker-Basisaustattung: Drei Sorten Hämmer, Fuchschwanz und Stichsäge, Akkubohrer und was sich an Rohmaterial so ansammelt, wenn man schon ein paar Projekte hinter sich hat. Es hat sich auch schon ein Winkelschleifer der Firma Binford Tools(TM) eingeschlichen, für besondere Spezialarbeiten. Übrigens derselbe Hersteller, wie der brandneue Akkubohrer.

DSA4-5
Die vollausgestattet Profiwerkstatt - allerdings in der Heimwerkergarage. Auf ungeübte Augen wirkt die schiere Masse an Spezialwerkzeugen der Firma Binford für ALLE erdenklichen Aufgaben schier erschlagend! Ein einfachen Hammer muss man zwischen den ~20 Sorten an Hämmern in allen Größen und Formen lange suchen.
Wer sich hier auskennt, kann mit den Werkzeugen waher Wunderwerke vollbringen. Aber es braucht lange, bis man sich eingearbeitet hat und wer nicht mit der Basisaustattung seine ersten kleinen Projekte angefangen und sich immer weiter vorgetastet hat, der wird lange brauchen, bis er dieselben Ergebnisse hinbekommt.

Für mich gibt es aber auch einen grundlegenden Unterschied zwischen dem ersten und den beiden anderen Werkzeugkästen: In DSA1 ist nix von Binford drin. Das könnte einfach ein beliebiger Kasten für beliebige Projekte (=Settings) sein. Einen klaren Bezug, warum die drei Eckpunkte jetzt genau DAS Aventurien sein sollen, habe ich hier im Thread nach wie vor nicht herausgelesen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 13.03.2022 | 18:19


Du magst keine Dungeons. Ich liebe Dungeons. Natürlich nicht einen nach den anderen, aber 33% Dungeon-Anteil habe ich gerne in Kampagnen. Und anstatt das Haifischbecken wegzulassen, ist bei mir das Schiff auf den unteren Ebenen von einer dämonischen Zwischendimension durchdrungen. Man steigt quasi in einen Alpttraum hinab. Hat sich super bewährt. Es ist schließlich ein Dämonenschiff.



falsch: ich mag Dungeons, nur hab ich was gegen sinnfreie Räume oder Dungeons "um des Dungeons willens" ... mal davon abgesehen das ich finde das das sperrige DSA Regelwerk (mit der Aktiven Parade und dem niedrigen Attacke wert) längeres Crawling einfach nur ultra aufhält
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 13.03.2022 | 18:54
mal davon abgesehen das ich finde das das sperrige DSA Regelwerk (mit der Aktiven Parade und dem niedrigen Attacke wert) längeres Crawling einfach nur ultra aufhält

Die hohe Lebensenergie ist gerade am Anfang eher das "Problem". Die Trefferchance bei low level DSA1 Dungeons ist nicht so viel anders wie bei low level Ur-D&D – aber da ist der normale Gegner halt bei 1 Treffer im Schnitt weg während der LE 20 Räuber drei braucht. Allerdings braucht man auch nicht drölfzig Henchmen um Stufe 1 zu überleben. So ein Sieben Kelche oder Wald ohne Wiederkehr ist noch recht normal.

Aber ist DSA1 ohne Hausregeln überhaupt Teil des Editionskrieges? ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 19:16
falsch: ich mag Dungeons, nur hab ich was gegen sinnfreie Räume oder Dungeons "um des Dungeons willens" ... mal davon abgesehen das ich finde das das sperrige DSA Regelwerk (mit der Aktiven Parade und dem niedrigen Attacke wert) längeres Crawling einfach nur ultra aufhält

Mein Tipp: spielt mal Gruft der Schlangenkönige mit DSA1. Das klappt super! Meiner Ansicht nach besser als mit D&D.

Ich habe es schon mal gepostet (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,117209.msg135001974.html#msg135001974), deshalb hier nur im Spoiler-Tag.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Ein Detail darf man auch nicht vergessen: DSA1 kennt keine Lebenspunkt-Regenerierung durch Rasten und Warten. LPs kommen erst nach Ende des Abenteuers zurück - oder wo der Meister Heilgegenstände einbaut.
 
Was sind denn deine Lieblingsdungeons? Freue mich immer über Tipps - wie oben schon erwähnt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 13.03.2022 | 19:43
Ein Detail darf man auch nicht vergessen: DSA1 kennt keine Lebenspunkt-Regenerierung durch Rasten und Warten.

Bizarrerweise nicht wenn man Wald ohne Wiederkehr gespielt hat.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 20:02
Bizarrerweise nicht wenn man Wald ohne Wiederkehr gespielt hat.

Werden im Abenteuer Regeln dazu vorgestellt? Habe ich was verpasst?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Bluthandel am 13.03.2022 | 20:27
Ja, siehe Anhang.

Habe extra nicht die Tabellen gelinkt. Zum Einen wegen Rechten (ich denke/hoffe, dieser Ausschnitt ist okay) - zum Anderen, weil Tabellen natürlich überhaupt jeden Spielspaß zerstören und mit Aventurien, wie es eigentlich gemeint gewesen wäre nix gemein haben und überhaupt nur was für Buchhalter sind, die keinen Spaß beim Spiel haben und auch von Spaß generell  einfach nix verstehen! Merke: Je mehr Text, desto weniger Phantasie! Das beste DSA-Fantasyprodukt wäre demnach natürlich ein leeres Blatt Papier (verkauft in einer schönen Box!).  ;D
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 13.03.2022 | 20:45
Je mehr Text, desto weniger Phantasie! Das beste DSA-Fantasyprodukt wäre demnach natürlich ein leeres Blatt Papier (verkauft in einer schönen Box!).  ;D

Diese Marktlücke wurde doch schon 1984 geschlossen, auch wenn es keine Box war: Zusatzblock (https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Zusatzblock)

Und damit man die Bürohengste auch abholen konnte, wurde es als
Zitat
sämtliche Formulare
verkauft.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 13.03.2022 | 21:05
Werden im Abenteuer Regeln dazu vorgestellt? Habe ich was verpasst?

Ja, ist mir auch erst vor kurzem aufgefallen. Weil eben das Abenteuer nicht an einem Tag zu lösen wäre (im Gegensatz zum Schwarzen Keiler wohl) gilt dann folgendes:

Zitat von: Wald ohne Wiederkehr
Während der vielen Kämpfe werden die Helden eine Menge Lebenspunkte lassen müssen. Helden, die eine Nacht ruhen, können dadurch bis zu 10 verlorene Lebenspunkte zurückerlangen.

Hab' ich danach nie weder erwähnt gesehen, wobei ja Überlandreise-Plots schon von jeher zum Standard gehörten.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Haukrinn am 13.03.2022 | 21:39
Sonderregeln für ein Abenteuer sind ja jetzt auch nix Neues. Hatten viele andere Abenteuer (auf dem Weg ohne Gnade, Nedime, Durch das Tor der Welten, Strom des Verderbens, verschollen in Al Anfa…) auch.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 14.03.2022 | 09:14
Ich finde den Unterschied zwischen unseren Spielkulturen sehr interessant. Auf der einen Seite die Uralt-DSAler (nicht viele, aber es gibt uns), die die alten Abenteuer in den richtigen Kontext stellen: Ein Dungeoncrawl ist ein Dungeoncrawl, und: Scheiß auf den Kanon, den gibt es nämlich bei der Erstauflage noch gar nicht.

Und auf der anderen Seite die Spieler und Meister, die mit späteren Auflagen sozialisiert worden sind (oder diese am häufigsten gespielt haben): Dungeoncrawls sind langweilig und sinnlos.

Jetzt ist es ja eine Binsenweisheit, daß vor allem in den Anfangstagen unseres Hobbys fast nur Dungeons gespielt wurden, und zwar schon bevor D&D überhaupt veröffentlicht wurde. "Fun Dungeon" ist einer der Begriffe, die häufig fallen. Für uns Nordlichtboys ist ein Fun Dungeon eben genau das: Spaß. Für die Vertreter der späteren Auflagen ist er ein Unding, weil "unlogisch".

Auch das spielt meiner weiteren Argumentation in die Hände, daß das spätere Hartwurst-DSA zum Teil ein echter Spaßkiller ist: Die Welt wird kleiner, ausformulierte Geheimnisse sind eben keine mehr, und irgendwann gibt es so viele vordefinierte Grenzen, daß man froh sein kann, wenn man eine Region findet, in der die Helden noch echte Abenteuer erleben können.

Aber es geht noch weiter: Die erste Auflage von DSA wurde von Ulrich (Alrik) Kiesow geschrieben, und der hatte halt nun mal D&D für den deutschen Markt übersetzt. Das damalige D&D war, wie auch DSA, stark davon geprägt, daß es keinen Kanon gab. Sandboxing war das Gebot der Stunde, nicht nur, weil es nicht sonderlich viele Module gab, sondern auch, weil es die freieste Art zu spielen war. Es gibt denkwürdige Kolumnen im alten Dragon Magazine, in denen sich Gygax kopfschüttelnd über die Fragen von Spielleitern aufregt, die von ihm Regeln hatten wollten, die im Original D&D nicht vorkamen ("Write them yourself").

Um Sandboxes richtig spielen zu können, braucht man Regeln für Fortbewegung, für Reisen, für Proviant, für Heilung. Aber genau das hatte das Abenteuer-Basis-Spiel nicht (das kam erst bei "DSA 1.5" = Ausbau-Set mit dazu, bzw. in Form von Zusatzregeln in Abenteuern). Auch Regeln für Downtime (die Zeit, in der die Helden nicht von den Spielern gespielt werden) fehlen eigentlich komplett. In meinen Augen hat das der gesamten fatalen Entwicklung des Metaplots und des Kanons erst richtig Vorschub geleistet, weil viele frischgebackene Meister dann lieber auf Kaufabenteuer warteten, anstatt die Welt selbst zu gestalten und Regelungen zu entwerfen, die für ihre Gruppen funktionierten.

So wurde vor allem in den späteren Ausgaben DSA zum reinen Konsumspiel: Man spielt, was angeboten wird. Für den Verlag großartig, für das freie Erleben einer fantastischen Welt nicht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 14.03.2022 | 09:18
Oh je, die OSR Lesweise dass damals alles beabsichtig war und mit Grund war. Weder bei D&D noch bei DSA der Fall.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 14.03.2022 | 09:19
Führ doch bitte genauer aus, was du meinst?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Hotzenplot am 14.03.2022 | 09:37
So wurde vor allem in den späteren Ausgaben DSA zum reinen Konsumspiel: Man spielt, was angeboten wird. Für den Verlag großartig, für das freie Erleben einer fantastischen Welt nicht.

Ich stimme dir in vielen Dingen zu, aber das hier ist mir dann deutlich zu eng gefasst. DSA ist nicht zum "reinen Konsumspiel" geworden - jedenfalls nicht für (fast) alle, falls du das ausdrücken wolltest. Sicher ist es für Spieler*innen bzw. Spielrunden aufgrund des reichlich vorhandenen Materials möglich, größtenteils oder ausschließlich offizielles Quellenmaterial zu bespielen - und ich bin davon überzeugt, dass das bei einigen Runden auch so gehandhabt wird. Aber ein Blick in die einschlägigen social media Gruppen (FB, discord, Foren) prägt doch ein Bild einer sehr heterogenen Spielerschaft (insgesamt, nicht nur diesen Aspekt betreffend, was wiederum auch eins der Kernprobleme für den Verlag ist).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 14.03.2022 | 09:45
und hier haben wir wieder einen klassischen "ja die neueren SLs sind alle dumm weil die den spass an einem Dungeoncrawl nicht verstehen und sind reine Konsumenten und nicht so GEIL wie ICH den ICH bin der ultimative SL der NIE Kaufabenteuer spielt den die sind ALLE dumm und meine Dungeons in den 80ern waren voll SUPER"

Ich würde euch echt mal die "alte Männer reden über alte Spiele" Serie von Ulisses auf Youtube empfehlen. Gerade da wird nett von mehreren über die alten D&D Regelwerke gesprochen und das gerade die dritte Box z.b. einfach nur sinnfrei war. Ich kann mir auch nicht vorstellen das man (gerade bei D&D) früher alles so "geplant" hat mit den Regeln. Sonst wären die nicht step by step im Dragon Magazin erweitert worden. Das gleiche wohl auch bei DSA

Nochmals: ich habe NICHTS gegen nen netten Dungeoncrawl. Nur waren / sind das die wenigsten alten Abenteuer. ob Temple of Elemental Evil (bei dem Unter dem Moat House nochmal n Dungeon ist wo random mehrere Monster umstehen) oder Zum schwarzen Keiler. Des weiteren sind Dungeoncrawls (gerade bei DSA da die Helden doch einiges mehr an HP hatten, dann fast nie getroffen haben und wenn dann EVTL. sogar noch Pariert worden ist) halt doch etwas ... zäh auf unteren stufen (und wird bei DSA halt nochmal schlimmer imho)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: First Orko am 14.03.2022 | 09:46
Ich finde den Unterschied zwischen unseren Spielkulturen sehr interessant. Auf der einen Seite die Uralt-DSAler (nicht viele, aber es gibt uns), die die alten Abenteuer in den richtigen Kontext stellen: Ein Dungeoncrawl ist ein Dungeoncrawl, und: Scheiß auf den Kanon, den gibt es nämlich bei der Erstauflage noch gar nicht.

Und auf der anderen Seite die Spieler und Meister, die mit späteren Auflagen sozialisiert worden sind (oder diese am häufigsten gespielt haben): Dungeoncrawls sind langweilig und sinnlos.
...

Ich halte diese Dichotomie konstrukiert und größtenteils durch Legendenbildung denn durch Fakten untermauert. Und zumindest für meine gesamt DSA3-Spielgeschichte (mit sicher >100 Runden und dutzenden von Spieler·innen) finde ich nichts von dem, was du dir da als Feindbildargumentation zurecht legst und immer wieder durch Selbstzitate untermauerst wieder.

Wir haben NICHT mit Ur-DSA angefangen. Wir haben uns trotzdem einen SCHEIß um Metaplot gekümmert. Wir haben massivst SPAß gehabt mit eigenen Abenteuern, deren Plots durch ersten Kontakt ständig in sich zusammenbrachen, man aber anhand der Spielweltkonventionen (JEDER hat zumindest eine Lieblings-Settingbox gehabt auf die man im Sinne meines Werkzeugs-Bildnisses zurückgreifen konnte) jederzeit mit passende Spielweltreaktionen reagieren konnte.
Sandbox? Nö. Offenes Spiel? Ja. Würfeldrehen? Nö. Sterblichkeit? Jo. Metaplot? Nö. Spass? Jo. Dungeon? Manchmal. Downtime? War zum Steigern.

Das gesamte DSA-Spiel, was ich (und ich wette auch viele Andere) kennengelern haben mäanderte irgendwo in der Mitte zwischen den Fronten, die du gern so fleißig aufrecht erhalten willst.

Da frage ich mich noch, wie das die Basis eines freundlichen Edition War sein soll?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 14.03.2022 | 09:47
Ich habe es nie verstanden, warum bei DSA einige Spieler durch Regionalhilfen oder die Ausgestaltung der Welt eingeschränkt werden. Das scheint ja etwas zu sein, was manche an späteren Editionen stört. Weil sie meinen, sie können jetzt nicht mehr bestimmen, wer in Nostria in der Hauptstraße 47 lebt. Bei anderen Rollenspielen habe ich das so noch nie erlebt. Auch habe ich solche DSA Spieler noch nie kennengelernt. Aber in Foren entdecke ich diese Meinung sehr oft. Ich weiß gar nicht, wo das herkommt. Wenn ihr euch einfach keine Regionalspielhilfen kauft, sie nicht gemeinsam lest und den Inhalt vereinbart, dann könnt ihr doch machen was ihr wollt, in jeder Edition?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 14.03.2022 | 09:49
Auch das spielt meiner weiteren Argumentation in die Hände, daß das spätere Hartwurst-DSA zum Teil ein echter Spaßkiller ist: Die Welt wird kleiner, ausformulierte Geheimnisse sind eben keine mehr, und irgendwann gibt es so viele vordefinierte Grenzen, daß man froh sein kann, wenn man eine Region findet, in der die Helden noch echte Abenteuer erleben können.
Nein, das bestätigt deine Argumentation in keinster Weise. Das würde es nur, wenn alle an den selben Sachen im RP Spaß hätten wie du. Das ist aber nicht der Fall. Es gibt Leute die an freiem Weltenbau Spaß haben, solche die OSR-artig spielen wollen, solche die detaillierte Welten mögen, solche die explizit an Klein-Klein-Charakterbau und -Regeln von DSA4.1 Freude haben, solche die vor allem eine interessante Story erleben wollen und denen Railroading dabei völlig egal ist, solche die vor allem frei in einer plausiblen Welt agieren wollen, solche die an epischen Metaplot-Ereignissen teilnehmen wollen und unzählige mehr.

Darauf will ich ja die ganze Zeit raus. Es gibt viele verschiedene Arten Rollenspiel zu erleben und es gibt Systeme/Settings, die für bestimmte Systeme sehr gut oder eher schlecht geeignet ist.
Und das DSA4+ Aventurien ist nun mal das Nonplusultra für Spieler:innen, die das Spielen in detaillierten Settings mögen und das macht es so gut, dass es für diesen Spielstil wirklich schon exemplarisch ist. Ebenso wie DSA4+ als Regelsystem für überdetaillierte Regeln und Charakterbau schon exemplarisch ist. Das muss nicht dem eigenen Geschmack entsprechen, aber es ist etwas, was DSA und Aventurien heutzutage als wirklich besonders herausstellt. Und zwar selbst im internationalen Vergleich (https://youtu.be/CtkBxuvtVWg).

Im Gegensatz sehe ich DSA1/2 und Ur-Aventurien für den Oldschool-Stil nicht als schlecht an. Aber im Vergleich zu vielen anderen vergleichbaren Systemen und Settings einfach auch nicht als herausragend.
DSA1 war ein in wenigen Monaten mit der heißen Nadel gestricktes Konkurrenzprodukt zu D&D, weil Schmidt Spiele die D&D-Lizenz nicht bekommen haben. Und diese Leistung war angesichts der kurzen Zeit beeindruckend. Aber es ist halt (für mich) kein Vergleich mit besser (und moderner) durchdachten OSR-Systemen (bezogen auf den Spielstil, nicht auf die D&D-Regelbasis) und -settings, die genau den von den DSA/Aventurien 1/2-Fans hier propagierten Spielstil einfach besser unterstützen.

Oh je, die OSR Lesweise dass damals alles beabsichtig war und mit Grund war. Weder bei D&D noch bei DSA der Fall.
Eben das. Wenn man sich die Interviews mit den Machern anschaut (sowohl bei DSA als auch bei D&D) sieht man einfach, wie viel da eben nicht durchdacht war, sondern sich einfach ergeben hat bzw. gewachsen ist. Und das meine ich eben ist bei modernen Vertretern des OSR-Spielstils oft einfach besser, weil wirklich stringent durchgedacht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 14.03.2022 | 09:51
Führ doch bitte genauer aus, was du meinst?
Es wird irgendwie in Rolllenspielkreisen gerne in wirtschaftliche und organisatorische Zufälle Absicht gelesen, insbesondere wenn es mit der eigenen Agenda/Vorliebe übereinstimmt oder eine Große-Mann-Theorie stärkt.

Was ist denn das "Fun Dungeon" DSA historisch? Schon 1985 kam das Ausbau Set raus, das viel Geschichte und Hintergrund-Info hatte. Und was davor kam war, wenn man z.B Interviews mit Werner Fuchs zuhört, eher ein Umstand der Vertrags-Situation mit Schmidt Spiele. Man musste schnell viel machen. Nicht jeder der da mitmachte hatte jetzt auch die gleichen Vorlieben, Hajo Alpers hätte ja wohl lieber Sci-Fi gemacht.
Wenn man sieht was dann nach Ausbau kam, ist der Weg zur "geordneteren" Welt von '88 schon gut merkbar. Die Orkland-Geschichte ist dem späteren Reiseabenteuer schon recht nahe.

Und so isoliert war man da jetzt auch nicht. Früh-Sandbox-Only D&D war da auch schon eine Weile her. AD&D war draussen. Die doch recht detaillierte Greyhawk Box.
Anderswo gab's Runequest, was die DSA Macher kannten und mochten. Pendragon kam praktisch zeitgleich (der AB1 hatte ja sogar grafische Versatzstücke davon, wenn ich mich recht erinnere).

Eine "Uralt-DSA" Spielkultur ist meiner Ansicht bei vielen weniger eine Reflektion der damaligen Absicht, sondern beinhaltet viel von der modernen Sichtweise (eine zunehmende Lust auf Einfachheit) oder nostalgischen Spieler-Erinnerungen. Ist ja auch nicht falsch, ich bin ja hier im Thread auch eher auf der anfänglichen Seiten zu finden.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 14.03.2022 | 09:52
Ich habe es nie verstanden, warum bei DSA einige Spieler durch Regionalhilfen oder die Ausgestaltung der Welt eingeschränkt werden. Das scheint ja etwas zu sein, was manche an späteren Editionen stört. Weil sie meinen, sie können jetzt nicht mehr bestimmen, wer in Nostria in der Hauptstraße 47 lebt. Bei anderen Rollenspielen habe ich das so noch nie erlebt. Auch habe ich solche DSA Spieler noch nie kennengelernt. Aber in Foren entdecke ich diese Meinung sehr oft. Ich weiß gar nicht, wo das herkommt. Wenn ihr euch einfach keine Regionalspielhilfen kauft, sie nicht gemeinsam lest und den Inhalt vereinbart, dann könnt ihr doch machen was ihr wollt, in jeder Edition?

ich glaube das "Problem" war dann eher DSA 4 mit den Regionalbüchern.

"Früher" hattest du ja die Box mit zwei / drei kleinen Heften das dir so n kleinen Flair zur Region gebracht hat. Genug um zu wissen wie es da so "aussieht" und was da so das "feeling" ist sag ich mal was man rüberbringen will (Thorwal = Wikinger, freiheitsliebend; Andergast = Ronja Räubertochter, bissle Rückständig, sehr märchenhaft; Bornland = bissle Mittelalter Russland, Feenwesen und co)

Dann kam DSA 4 und du hattest ein 200 Seiten Schinken von Beschreibung das wirklich JEDES einzel Detail ausstaffiert hat.

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 14.03.2022 | 09:55
Es gibt doch nichts schlimmeres als eine unerwiderte Liebe. Der Schmerz über eine solche Enttäuschung kann jahrzehntelang nachwirken, wie sich hier zeigt. Mein Beileid an alle Betroffenen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 14.03.2022 | 09:58
Dann kam DSA 4 und du hattest ein 200 Seiten Schinken von Beschreibung das wirklich JEDES einzel Detail ausstaffiert hat.
Was ich nicht verstehe, was daran hat den Oldschool-Weltenbauern wirklich weh getan? Die offiziellen Metaplot-Abenteuer spielen sie ja eh nicht und bei den Regionalband-Details kann man entweder alles übernehmen, wenn man die redaktionsdurchdachte komplett-Welt haben will oder nur einzelne Punkte als Inspiration oder man ignoriert sie für ein oder mehrere Gebiete komplett, wenn sie einem nicht zusagen.
Niemand zwingt einen dazu, alle Details für seine Gruppe zu akzeptieren, so lange man nicht mit den offiziellen Abenteuern kompatibel bleiben will (was diese Gruppen ohnehin nicht interessiert) also wo wird hier gegängelt oder "der Spaß gekillt"?
Da kommt immer der (in meinen Augen ziemlich arrogante) Schluss: Ich brauche es nicht, also braucht es niemand wirklich, also ist es schlecht und sollte gar nicht existieren. Und das ist einfach falsch.

Die Regionalbände sind ein Angebot für Fans eines anderen Spielstils und haben genau keine Auswirkung auf die, die sie nicht brauchen.
Die Sonnenküste oder der Kosch interessieren mich z.B. nicht in dem Detail, dass ich mir die aktuellen DSA5-Bände dafür kaufen würde. Wenn ich doch mal was dort machen will, würde ich wahrscheinlich auf die oberflächlicheren Infos aus dem Almanach oder früheren Editionen zurückgreifen. Für eine Stadtkampagne in Havena oder einer Polit-Kampagne in der Wildermark bin ich an den Details interessiert, weil ich sie als interessante Aufhänger sehe, die mir auch Aufwand abnehmen (weil es mir hier nicht darum geht, Neues zu entdecken, sondern innerhalb der gegebenen Struktur Geschichten zu erleben), also greife ich da auf Schild des Reiches von DSA4.1 bzw. den Havena-Band von DSA5 zurück.

Bei meiner Wildermark-Kampagne hab ich von Anfang an gesagt: Der Startpunkt ist das offizielle Setting im Jahr 1031 BF wie in den DSA4.1-Bänden beschrieben. Aber danach fühle ich mich für diese Kampagne nicht an den Metaplot gebunden. Das was ihr tut, wird über den Ausgang der Kampagne entscheiden. Und wenn die Kampagne abgeschlossen ist, ist diese Zeitlinie durch und bei der nächsten Kampagne in Aventurien würde ich mir wieder einen Punkt und ein Abenteuer in der Hauptlinie aussuche und von dort weg arbeiten. Die offiziellen Setzungen sind eine Basis, die mir sehr viel liefern kann, keine Einschränkung.
Etwas anderes ist es, wenn ich vorhabe eine Langzeitkampagne zu spielen, die z.B. explizit in der Gezeichneten-Kampagne oder im Jahr des Feuers mündet. Aber bei diesen Kampagnen geht es eben darum, den Metaplot mit zu erleben. Und das wissen die Spieler:innen dann auch von Anfang an. Da ist für diese (!) Kampagnen die Freiheit sekundär gegenüber der erlebten Story. Manchen gefällt das, manchen halt nicht.
Und dann habe ich auch Kampagnen, die komplett auf Entdeckung und Worldbuilding ausgelegt sind. Die mache ich dann halt nur üblicherweise nicht mit Aventurien als Basis, da gibt es (für mich) besseres.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 14.03.2022 | 10:05
ich glaube das "Problem" war dann eher DSA 4 mit den Regionalbüchern.
[...]
Dann kam DSA 4 und du hattest ein 200 Seiten Schinken von Beschreibung das wirklich JEDES einzel Detail ausstaffiert hat.
Die meistens vorher schon mal vorkamen. Viele der Zusatzinfos der Regionalbände sind halt die Stadtinformationen die bei einzelnen Abenteuern schon drin waren, mehr Geschichte auf die sich in der Zwischenzeit bezogen wurde und kleine Details die entweder Boten-Artikel waren oder so auch gut hätten sein können (Slang, Folklore usw.).

Die sind also eher ein Abbild der kumulierten DSA-Sedimentschichten als deren Ursache.

Ändert jetzt nichts an deren Bewertung, nur als perspektivischer Einwurf. ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 14.03.2022 | 10:15
Was ist denn das "Fun Dungeon" DSA historisch? Schon 1985 kam das Ausbau Set raus, das viel Geschichte und Hintergrund-Info hatte. Und was davor kam war, wenn man z.B Interviews mit Werner Fuchs zuhört, eher ein Umstand der Vertrags-Situation mit Schmidt Spiele. Man musste schnell viel machen. Nicht jeder der da mitmachte hatte jetzt auch die gleichen Vorlieben, Hajo Alpers hätte ja wohl lieber Sci-Fi gemacht.
Wenn man sieht was dann nach Ausbau kam, ist der Weg zur "geordneteren" Welt von '88 schon gut merkbar. Die Orkland-Geschichte ist dem späteren Reiseabenteuer schon recht nahe.


THIS... Was viele halt extrem dank Rosa-Retro-"ichwillmichfühlenwie12" Brille vergessen: Die "Basis" Box von DSA1 war ein knallharter Schnellschuss. Die hatten nicht mega zeit irgendwas vorzubereiten da es eiskalt hieß: jo bis zur Spielwarenmesse in NBG brauchen wir ein eigenes System LOS MACHT. Ergo hat man schnell was zusammengeschustert. (Respekt das es geklappt hat)



Thema Regionalbeschreibungen:

ich find an den Regionalbüchern ja nix schlimmes. Mir hat der "allgemeine Almanach" sag ich mal absolut gereicht da er nen groben Überblick bringt. Ich habe mir auch als Thorwaler Fanboy das Buch über Thorwal geholt... und fands dann teilweise halt ZU viel Info aber das is halt mein Empfinden :)

aber für viele (wenn ich mal viele mit "Facebook DSA Gruppen" betitel bzw. in einigen Foren) gilt halt "ja ne seite x sagt yz über person ybz und in der Gegend der Stadt gibt's das nicht".

Aber ja gerade DASS Aventurien so beschrieben ist, ist z.b. in Ami land wohl MEGA genial (wenn ich mir so den channel von "how to be a great GM" ansehe wie der teilweise Aventurien dafür lobt dabei haben die Amis ja nicht viel für DSA 5)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 14.03.2022 | 10:17
und hier haben wir wieder einen klassischen "ja die neueren SLs sind alle dumm weil die den spass an einem Dungeoncrawl nicht verstehen und sind reine Konsumenten und nicht so GEIL wie ICH den ICH bin der ultimative SL der NIE Kaufabenteuer spielt den die sind ALLE dumm und meine Dungeons in den 80ern waren voll SUPER"

Interessant. Wenn du dir wirklich die Mühe machen würdest, durchzulesen, was ich geschrieben habe, würdest du feststellen,. daß ich GENAU das NICHT gesagt habe. Was du gerade geschrieben hast, ist deine Meinung, aber nicht das, was ich geschrieben habe.

Zitat
Ich würde euch echt mal die "alte Männer reden über alte Spiele" Serie von Ulisses auf Youtube empfehlen. Gerade da wird nett von mehreren über die alten D&D Regelwerke gesprochen und das gerade die dritte Box z.b. einfach nur sinnfrei war. Ich kann mir auch nicht vorstellen das man (gerade bei D&D) früher alles so "geplant" hat mit den Regeln. Sonst wären die nicht step by step im Dragon Magazin erweitert worden. Das gleiche wohl auch bei DSA

Aber ich habe NICHTS davon behauptet. Die Regeln waren genau so geschrieben, wie sie gespielt wurden, und das wurde veröffentlicht. Es wurde weder "geplant", was rauszulassen, noch stand die Idee einer Erweiterung im Raum. GENAU DAS habe ich geschrieben. Ich bin mir jetzt nicht sicher, wie du dazu kommst, mir das in den Mund zu legen.

Zitat
Nochmals: ich habe NICHTS gegen nen netten Dungeoncrawl. Nur waren / sind das die wenigsten alten Abenteuer. ob Temple of Elemental Evil (bei dem Unter dem Moat House nochmal n Dungeon ist wo random mehrere Monster umstehen) oder Zum schwarzen Keiler. Des weiteren sind Dungeoncrawls (gerade bei DSA da die Helden doch einiges mehr an HP hatten, dann fast nie getroffen haben und wenn dann EVTL. sogar noch Pariert worden ist) halt doch etwas ... zäh auf unteren stufen (und wird bei DSA halt nochmal schlimmer imho)

Da gebe ich dir recht, Dungeoncrawls mit DSA sind anstrengend. Und das bringt mich zu einer anderen Tatsache: Je verzahnter die Regeln in einem Spiel sind, desto schwieriger ist es, sie so zu ändern, daß sie im Spiel Sinn und SPaß machen. Bei DSA1 ist das problemlos möglich, bei der 2. auch noch. Spätestens ab der 4. Auflage greifen so viele Regeln ineinander, daß es fast immer zu unbeabsichtigten Nebenwirkungen kommt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 14.03.2022 | 10:21
ich glaube das "Problem" war dann eher DSA 4 mit den Regionalbüchern.

"Früher" hattest du ja die Box mit zwei / drei kleinen Heften das dir so n kleinen Flair zur Region gebracht hat. Genug um zu wissen wie es da so "aussieht" und was da so das "feeling" ist sag ich mal was man rüberbringen will (Thorwal = Wikinger, freiheitsliebend; Andergast = Ronja Räubertochter, bissle Rückständig, sehr märchenhaft; Bornland = bissle Mittelalter Russland, Feenwesen und co)

Dann kam DSA 4 und du hattest ein 200 Seiten Schinken von Beschreibung das wirklich JEDES einzel Detail ausstaffiert hat.

Aber ich entscheide doch selbst, was ich kaufe und anwende. Bei einer Convention mag das vielleicht noch ein Problem sei, wenn der eine Spieler denkt, Thorwaler seien Wikinger und der andere meint, es seien Norditaliener. Das gleiche Problem habe ich doch auch bei Regeln, blöd wenn der eine mit allen Zusatzregeln spielen will und der andere hat nen Beispielstartercharakter. Ich hatte jetzt noch nie das Problem, aber wenn es bei ner Convention ich problematische Erwartungen treffe, würde ich halt sagen: Hey Leute, wir spielen hier nur das Aventurien aus der Einstiegsbox und nicht das aus irgendwelchen Abenteuern und Regionalspielhilfen, es war noch nie jemand im Orkland, keine Ahnung was da ist. Aber das ist doch bei jeder Edition so. Wenn mir jemand sagt, ich muss erstmal jede DSA Publikation lesen und auswendig lernen, die bis zu dieser Edition erschienen ist, mit dem spiele ich nicht, unabhängig von der Edition. Aber wie gesagt, ich hatte noch nie das Problem. Ich kenne viele Leute die spielen einfach nur mit dem Starterset. Wenn ich sage, es gibt vielleicht eine Stadt namens AlAnfa sind die interessiert, kennen das nicht und damit ist gut.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 14.03.2022 | 10:22
Ich halte diese Dichotomie konstrukiert und größtenteils durch Legendenbildung denn durch Fakten untermauert. Und zumindest für meine gesamt DSA3-Spielgeschichte (mit sicher >100 Runden und dutzenden von Spieler·innen) finde ich nichts von dem, was du dir da als Feindbildargumentation zurecht legst und immer wieder durch Selbstzitate untermauerst wieder.

Ich habe kein Feindbild. DSA ist ein Spiel, nicht mehr.

Zitat
Wir haben NICHT mit Ur-DSA angefangen. Wir haben uns trotzdem einen SCHEIß um Metaplot gekümmert.

Und wenn du richtig liest, schreibe ich nicht "alle späteren Spieler", sondern "viele". Kleines Wort, riesiger Unterschied.

Zitat
Das gesamte DSA-Spiel, was ich (und ich wette auch viele Andere) kennengelern haben mäanderte irgendwo in der Mitte zwischen den Fronten, die du gern so fleißig aufrecht erhalten willst.

Deine Unterstellungen sind langweilig. Ich möchte keine "Fronten aufrechterhalten". Ich hatte eben vorhin geschrieben, daß ich den Unterschied zwischen den Spielkulturen interessant finde, und dann ausgeführt, was mir daran auffällt. Ich habe eher den Eindruck, daß du mir einen Konfliktwillen ankonstruieren willst, denn ich nicht habe.

Zitat
Da frage ich mich noch, wie das die Basis eines freundlichen Edition War sein soll?

Erster Punkt: keine Unterstellungen. Das wäre schon mal ein Anfang.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 14.03.2022 | 10:23
aber für viele (wenn ich mal viele mit "Facebook DSA Gruppen" betitel bzw. in einigen Foren) gilt halt "ja ne seite x sagt yz über person ybz und in der Gegend der Stadt gibt's das nicht" :-)
Das bibeltreue "Da steht es also darf man nur so spielen" ist natürlich genauso lächerlich und fußt auf dem selben Irrtum: "Meine Art zu spielen ist die einzig wahre". Nur weil etwas als Text existiert hat es keinerlei universellen Wahrheitsanspruch für die Gruppen. Das sagen aber sogar die Autoren schon schon seit ewigen Zeiten. Hintergrundinfos sind Angebot, keine Verpflichtungen.

Bei Regeln wird es etwas komplizierter, weil innerhalb eines Systems/Edition meistens nicht beliebige Teile entfernt werden können ohne dass das ganze zusammenbricht (DSA4.1) oder unübersichtlich wird (DSA5). Aber selbst da zwingt einen niemand so zu spielen. Wie ja dieses Thema mit Gruppen die alte Editionen oder ganz andere Regelsysteme für das Spiel in Aventurien verwenden gut zeigt.

Erster Punkt: keine Unterstellungen. Das wäre schon mal ein Anfang.
Das grundsätzliche Problem von Internet-Text-Medien. Jedes Lesen eines Texts ist mit Interpretation verbunden. Man kennt weder die Gedanken noch (in den meisten Fällen) die Hintergründe des Verfassers und kann nur versuchen aufgrund des Textes zu erraten, was gemeint ist.
Und wenn dann sehr unterschiedliche Herangehensweisen an ein Thema (in dem Fall Spielstile) aufeinanderprallen ist es nicht ungewöhnlich, dass man Falschannahmen dadurch trifft, dass man seinen eigenen Hintergrund und Vorlieben als auch für den "Gegenüber" zutreffend annimmt. Und aus deinen Texten hier, kommt, verzeih mir bitte, der Eindruck, dass du eher sehr verbohrt auf dem Alt-DSA/Aventurien-Spielstil als überlegenen Spielstil beharrst. Wenn diese Interpretation falsch ist, sollte sie aufgeklärt werden. Dazu dann auch meine Frage: Gibt es einen Grund, warum du auf meine Kommentare offenbar gar nicht (mehr) eingehst?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 14.03.2022 | 10:23
aber für viele (wenn ich mal viele mit "Facebook DSA Gruppen" betitel bzw. in einigen Foren) gilt halt "ja ne seite x sagt yz über person ybz und in der Gegend der Stadt gibt's das nicht" :-)

Ja, der DSA-Gelehrte ist nicht meine Lieblingsgestalt der Rollenspielszene. Aventurien hat heutztage bei vielen Spielern nicht gerade das Äquivalent von "Your Glorantha May Vary". Find' ich keinen guten Trend, wobei da der DSA4/DSA5 Split fast förderlich ist das ein bisschen zu relativieren…

Ausserdem gibt's ja noch die Zeitachse: "Nee, Moment, die Beschreibung ist Anno Spätermal, da wär der Akademieleiter bei uns also erst 15, hmm, wo ist meine alte DSA3 Box…" (aus rechtlichen Gründen ist ja die Wiki Aventurica eher eine Bibliographie)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 14.03.2022 | 10:32
Also bei den grünen Regionalbänden (und ist bei DSA5 nicht viel anders) fehlen mir gerade die Details. Da werden hauptsächlich Allgemeinenheiten über die Regionen ausbreitet, die mir im Spiel kaum helfen, und als Lektüre langweilen. Gibt natürlich löbliche Ausnahmen wie die Orkland-Spielhilfe.

Aber früher war es auch nicht anders. Die Havena-Box von 1985 ist für mich das Paradebeispiel einer drögen Langweiler-Nummer, wo phantastische Elemente fast keinen Platz haben dürfen, und wir stattdessen die Kurzbeschreibung von x öden Gildenmeistern kriegen. Im beste Fall steht dann sowas dabei wie "ist eine bekannte Figur in der Havener Unterwelt"... Ja, wie, warum, was?

Wir haben übrigens gleich von Anfang an neben den DungeonCrawls viel Charakterspiel gemacht. Musste uns Kiesow dazu erziehen? Nein! Das war ein vollkommen organischer Übergang von dem wie wir Lego, Playmobil, Jedi-Ritter oder Masters gespielt haben. Statt Plastikfiguren hatten wir halt jetzt Kampfregeln und 20seitiger.

War auch nicht ungewöhnlich zuerst 2 Stunden Lego zu spielen - wir hatten eine riesige Stadt aufgebaut, wo wir gemeinsam eine Band verkörperten, dann 2 Stunden Schwarzes Auge, dann raus in den Garten und zwischen Bäumen und Steinen mit den Star-Wars-Figuren weitere Interaktionen und Dialoge ausspielen. Kämpfe waren ja ohne Regeln beim "freien Rollenspiel" nicht wirklich abendfüllend. Da ging es eher um Einkauftsouren, Bündnisse und die (in character) Konstruktion von neuen Festungen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 14.03.2022 | 10:34
hi,

hier mal was du sagst VS was beim LESER so ankommt:


Ich finde den Unterschied zwischen unseren Spielkulturen sehr interessant. Auf der einen Seite die Uralt-DSAler (nicht viele, aber es gibt uns), die die alten Abenteuer in den richtigen Kontext stellen: Ein Dungeoncrawl ist ein Dungeoncrawl, und: Scheiß auf den Kanon, den gibt es nämlich bei der Erstauflage noch gar nicht.

Und auf der anderen Seite die Spieler und Meister, die mit späteren Auflagen sozialisiert worden sind (oder diese am häufigsten gespielt haben): Dungeoncrawls sind langweilig und sinnlos.


-> also hast du hier schonmal quasi ne Wertung drin: "wir alten DSAler stellen das in den "richtigen" Kontext und die mit den "späteren Auflagen" haben davon keine Ahnung und finden Dungeons langweilig und verstehen somit "den Kontext" nicht.


Jetzt ist es ja eine Binsenweisheit, daß vor allem in den Anfangstagen unseres Hobbys fast nur Dungeons gespielt wurden, und zwar schon bevor D&D überhaupt veröffentlicht wurde. "Fun Dungeon" ist einer der Begriffe, die häufig fallen. Für uns Nordlichtboys ist ein Fun Dungeon eben genau das: Spaß. Für die Vertreter der späteren Auflagen ist er ein Unding, weil "unlogisch".

-> nächste Wertung: "wir alten Hasen" wissen was "Fun Dungeons" sind. Davon haben die Vertreter der alten Auflage keine Ahnung.

Auch das spielt meiner weiteren Argumentation in die Hände, daß das spätere Hartwurst-DSA zum Teil ein echter Spaßkiller ist: Die Welt wird kleiner, ausformulierte Geheimnisse sind eben keine mehr, und irgendwann gibt es so viele vordefinierte Grenzen, daß man froh sein kann, wenn man eine Region findet, in der die Helden noch echte Abenteuer erleben können.

-> hier habe ich dir nicht gegenargumentiert da ich das eigentlich genauso sehe. Daher fällt es mir z.b. schwer eigene Abenteuer in Aventurien zu erstellen da vieles halt einfach "nicht passt" was mir bei anderen Systemen in der die Welt nicht so detailiert ist einfacher fällt. Bei solchen Systemen ist es auch einfacher Abenteuer/Module aus anderen Spielen zu übernehmen und diese einfach für das System zu nutzen. Etwas das nur schwer bei DSA funktioniert.


Aber es geht noch weiter: Die erste Auflage von DSA wurde von Ulrich (Alrik) Kiesow geschrieben, und der hatte halt nun mal D&D für den deutschen Markt übersetzt. Das damalige D&D war, wie auch DSA, stark davon geprägt, daß es keinen Kanon gab. Sandboxing war das Gebot der Stunde, nicht nur, weil es nicht sonderlich viele Module gab, sondern auch, weil es die freieste Art zu spielen war. Es gibt denkwürdige Kolumnen im alten Dragon Magazine, in denen sich Gygax kopfschüttelnd über die Fragen von Spielleitern aufregt, die von ihm Regeln hatten wollten, die im Original D&D nicht vorkamen ("Write them yourself").

Um Sandboxes richtig spielen zu können, braucht man Regeln für Fortbewegung, für Reisen, für Proviant, für Heilung. Aber genau das hatte das Abenteuer-Basis-Spiel nicht (das kam erst bei "DSA 1.5" = Ausbau-Set mit dazu, bzw. in Form von Zusatzregeln in Abenteuern). Auch Regeln für Downtime (die Zeit, in der die Helden nicht von den Spielern gespielt werden) fehlen eigentlich komplett. In meinen Augen hat das der gesamten fatalen Entwicklung des Metaplots und des Kanons erst richtig Vorschub geleistet, weil viele frischgebackene Meister dann lieber auf Kaufabenteuer warteten, anstatt die Welt selbst zu gestalten und Regelungen zu entwerfen, die für ihre Gruppen funktionierten.

-> und hier machst du es so als ob zwischen der Basis Box und den Ausbau Regeln mit dem wenigen Hintergrund eine MEGA lange zeit lag... (was es nicht wirklich war). Metaplot dann kam ja auch erst ca mit DSA2 und auch nur so "halb" und man musste nicht auf Kaufabenteuer warten...die gabs ja schon

So wurde vor allem in den späteren Ausgaben DSA zum reinen Konsumspiel: Man spielt, was angeboten wird. Für den Verlag großartig, für das freie Erleben einer fantastischen Welt nicht.

-> und hier haste halt nochmal ne negative Wertugn drin: klingt halt so wie "ja also Kaufabenteuer = Konsum = schlecht ergo sind SL die sowas nutzen schlecht
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 14.03.2022 | 10:38
THIS... Was viele halt extrem dank Rosa-Retro-"ichwillmichfühlenwie12" Brille vergessen: Die "Basis" Box von DSA1 war ein knallharter Schnellschuss. Die hatten nicht mega zeit irgendwas vorzubereiten da es eiskalt hieß: jo bis zur Spielwarenmesse in NBG brauchen wir ein eigenes System LOS MACHT. Ergo hat man schnell was zusammengeschustert. (Respekt das es geklappt hat)

Vielleicht ist ja gerade deshalb für mich so über Jahrzehnte brauchbar geworden, weil eben keine Zeit war unzählige Subsysteme zu schaffen, wie es damals en vouge war.

Meiner Ansicht nach haben sie es dann ja mit den Regeln des Ausbau-Sets schon verbockt. Mehr Zeit, Reflexion und Testen am Spieltisch hat es aus meiner Perspektive nicht besser, sondern nur schlimmer gemacht. Egal ob Schwertmeister oder DSA2-4.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 14.03.2022 | 10:43
Vielleicht ist ja gerade deshalb für mich so über Jahrzehnte brauchbar geworden, weil eben keine Zeit war unzählige Subsysteme zu schaffen, wie es damals en vouge war.

Meiner Ansicht nach haben sie es dann ja mit den Regeln des Ausbau-Sets schon verbockt. Mehr Zeit, Reflexion und Testen am Spieltisch hat es aus meiner Perspektive nicht besser, sondern nur schlimmer gemacht. Egal ob Schwertmeister oder DSA2-4.

ich muss mich aber da fragen: Was hat die Regeln (außer das "Talentsystem" das einfach nicht passte) den so KRASS verändert? es kamen neue Klassen dazu (boha mega schlimm) und hintergrund (oh Gott bewahre)

(kein Rant: ich verstehe einfach nicht was daran jetzt so schlimm gewesen soll) 
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: First Orko am 14.03.2022 | 10:45
Und wenn du richtig liest, schreibe ich nicht "alle späteren Spieler", sondern "viele". Kleines Wort, riesiger Unterschied.

Deine Unterstellungen sind langweilig. Ich möchte keine "Fronten aufrechterhalten". Ich hatte eben vorhin geschrieben, daß ich den Unterschied zwischen den Spielkulturen interessant finde, und dann ausgeführt, was mir daran auffällt. Ich habe eher den Eindruck, daß du mir einen Konfliktwillen ankonstruieren willst, denn ich nicht habe.

Den Unterschied zwischen diesen beiden (genau ZWEI) Spielkulturen:

Ich finde den Unterschied zwischen unseren Spielkulturen sehr interessant. Auf der einen Seite die Uralt-DSAler (nicht viele, aber es gibt uns), die die alten Abenteuer in den richtigen Kontext stellen: Ein Dungeoncrawl ist ein Dungeoncrawl, und: Scheiß auf den Kanon, den gibt es nämlich bei der Erstauflage noch gar nicht.

Und auf der anderen Seite die Spieler und Meister, die mit späteren Auflagen sozialisiert worden sind (oder diese am häufigsten gespielt haben): Dungeoncrawls sind langweilig und sinnlos.

Jetzt ist es ja eine Binsenweisheit, daß vor allem in den Anfangstagen unseres Hobbys fast nur Dungeons gespielt wurden, und zwar schon bevor D&D überhaupt veröffentlicht wurde. "Fun Dungeon" ist einer der Begriffe, die häufig fallen. Für uns Nordlichtboys ist ein Fun Dungeon eben genau das: Spaß. Für die Vertreter der späteren Auflagen ist er ein Unding, weil "unlogisch".

Auch das spielt meiner weiteren Argumentation in die Hände, daß das spätere Hartwurst-DSA zum Teil ein echter Spaßkiller ist: Die Welt wird kleiner, ausformulierte Geheimnisse sind eben keine mehr, und irgendwann gibt es so viele vordefinierte Grenzen, daß man froh sein kann, wenn man eine Region findet, in der die Helden noch echte Abenteuer erleben können.

Aber es geht noch weiter: Die erste Auflage von DSA wurde von Ulrich (Alrik) Kiesow geschrieben, und der hatte halt nun mal D&D für den deutschen Markt übersetzt. Das damalige D&D war, wie auch DSA, stark davon geprägt, daß es keinen Kanon gab. Sandboxing war das Gebot der Stunde, nicht nur, weil es nicht sonderlich viele Module gab, sondern auch, weil es die freieste Art zu spielen war. Es gibt denkwürdige Kolumnen im alten Dragon Magazine, in denen sich Gygax kopfschüttelnd über die Fragen von Spielleitern aufregt, die von ihm Regeln hatten wollten, die im Original D&D nicht vorkamen ("Write them yourself").

Um Sandboxes richtig spielen zu können, braucht man Regeln für Fortbewegung, für Reisen, für Proviant, für Heilung. Aber genau das hatte das Abenteuer-Basis-Spiel nicht (das kam erst bei "DSA 1.5" = Ausbau-Set mit dazu, bzw. in Form von Zusatzregeln in Abenteuern). Auch Regeln für Downtime (die Zeit, in der die Helden nicht von den Spielern gespielt werden) fehlen eigentlich komplett. In meinen Augen hat das der gesamten fatalen Entwicklung des Metaplots und des Kanons erst richtig Vorschub geleistet, weil viele frischgebackene Meister dann lieber auf Kaufabenteuer warteten, anstatt die Welt selbst zu gestalten und Regelungen zu entwerfen, die für ihre Gruppen funktionierten.

So wurde vor allem in den späteren Ausgaben DSA zum reinen Konsumspiel: Man spielt, was angeboten wird. Für den Verlag großartig, für das freie Erleben einer fantastischen Welt nicht.


Auf der einen Seite <-> Auf der anderen Seite
Platz dazwischen: 0

Und das sollen keine Fronten sein?  8]
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 14.03.2022 | 10:52
ich muss mich aber da fragen: Was hat die Regeln (außer das "Talentsystem" das einfach nicht passte) den so KRASS verändert? es kamen neue Klassen dazu (boha mega schlimm) und hintergrund (oh Gott bewahre)

Die Klassen benutze ich eh immer, auch wenn die neuen Zauber für die ja eher wenig brauchbar sind. Den Setting-Band finde ich auch gut. Klar, es gibt ein zu langes Geschichtskapitel im Vergleich zum Rest, aber die Beschreibung all dieser dekadenten Kaiser mit Hal als den neuen Gipfel, gefällt mir auch sehr gut. Mehr Monster ist natürlich auch super.

Was schlecht ist? die "taktischen" Kampfregeln, die bis auf Kästchenzählen gar keine Taktik bieten. Das schon erwähnte Talent-System. Regeln für Wundbrand, weil es ja realistisch sein muss. Das schlimmste ist allerdings, was fehlt: keine Regeln dafür wie Magier neue Zauber lernen. Da gibt es einfach nichts, obwohl neue Zauber vorgestellt werden. Auch keine Regeln für Nichtmagier auf höheren Stufen. Ist ja nicht so, dass D&D nicht ein Fünkchen Inspiration liefern hätte können.

Die Ausbau-Box sagt durch Auslassung: falls du deinen Charakter nach Stufe 1 noch spannender machen willst, kannst du ja Druide oder Geweihter werden... Das wars. (Okay, und: kauf dir einen Hund!)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 14.03.2022 | 10:54
Vielleicht ist ja gerade deshalb für mich so über Jahrzehnte brauchbar geworden, weil eben keine Zeit war unzählige Subsysteme zu schaffen, wie es damals en vouge war.

Och, die beiden Hauptvorbilder waren jetzt nicht so kleinteilig. T&T und RQ sind im Vergleich zu AD&D gerade Wunderwerke des Minimalismus ;)

Ich glaube mit vielen der Grundregelmechanismen ist man auch später noch zufrieden gewesen, sonst hätte man mit DSA2 schon ein bisschen mehr "richten" können (bei 4/5 war's dann ja zu spät).

Meiner Ansicht nach haben sie es dann ja mit den Regeln des Ausbau-Sets schon verbockt.

Das kam mir immer so vor als ob da Werner Fuchs ein bisschen seine Vision reingebracht hätte, das aber nicht so gut ankam. Ein bisschen viel RuneQuest das nicht so harmonisch ist mit den stufenbasierten Grundprinzipien. Praktisch kein Abenteuer geht viel auf die Talent-Regeln ein, zum Beispiel, oder fordert/referenziert viel die neuen Kampfregeln. Und dann kam eh schnell DSA2.

Wie man Attribute von T&T auf DSA1 komprimiert hat find' ich immer noch sehr gut gemacht. Deswegen halt schade dass dies dann so verloren ging. So sehr ich RQ schätze wärs interessant gewesen wenn man mehr von T&T (damalig und spätere Editionen) übernommen hätte.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 14.03.2022 | 10:59
Och, die beiden Hauptvorbilder waren jetzt nicht so kleinteilig. T&T und RQ sind im Vergleich zu AD&D gerade Wunderwerke des Minimalismus ;)

Also wenn du den Aventurischen Boten #1 liest, wird da gleich ein vollkommen bescheuertes Trefferzonen-System vorgestellt, das sagt, dass es von RuneQuest inspiriert ist. Da hätte man schon noch einiges kaputt machen können.

Allein schon die Fernkampf-Regeln in der Basis-Box sind ja ein klarer Schritt in die falsche Richtung. Die brauchen da mehr Tabellen dafür als für den Rest des Regelwerks...

Und den Bruchfaktor haben wir zum Glück natürlich auch gleich vergessen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 14.03.2022 | 11:12
Also wenn du den Aventurischen Boten #1 liest, wird da gleich ein vollkommen bescheuertes Trefferzonen-System vorgestellt, das sagt, dass es von RuneQuest inspiriert ist. Da hätte man schon noch einiges kaputt machen können.

Bei RQ funktioniert das hervorragend. Das Problem ist halt, dass RuneQuest und Tunnels & Trolls sehr unterschiedliche Ansätze haben und deswegen die Mischbarkeit schwer ist. Das zeigt sich ja schon in der AT/PA Grundsituation. Die ist gemacht für einen hohen Treffer-Effekt, der aber bei eskalierenden hit points nicht da ist.

Und ja, wo sie die Fernkampftabellen herhaben frag' ich mich auch. Da kenn' ich kein Vorbild und zum Rest des Systems passen sie auch nicht so richtig.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 14.03.2022 | 13:28
Hi Zanji123,

-> also hast du hier schonmal quasi ne Wertung drin: "wir alten DSAler stellen das in den "richtigen" Kontext und die mit den "späteren Auflagen" haben davon keine Ahnung und finden Dungeons langweilig und verstehen somit "den Kontext" nicht.

Falsch. Du zitierst mich und schiebst mir anschließend eine Wertung unter, die ich nicht mache. Das ist wieder deine Interpretation meines Zitats. Im Zitat (und im Vorspann dazu) mache ich es außerdem deutlich, daß es darum geht, die beiden Sichtweisen zu vergleichen. OHNE WERTUNG. Sonst hätte ich eine Wertung reingeschrieben. Ich habe weder gesagt, "wir" hätten den richtigen Kontext, noch andere Sichtweisen verstünden das nicht.

Zitat
-> nächste Wertung: "wir alten Hasen" wissen was "Fun Dungeons" sind. Davon haben die Vertreter der alten Auflage keine Ahnung.

Exakt das gleiche wieder. Ich stelle die Sichtweisen dar, und du ergänzt mein Zitat mit Dingen, die ich NICHT gesagt habe.

Zitat
-> hier habe ich dir nicht gegenargumentiert da ich das eigentlich genauso sehe. Daher fällt es mir z.b. schwer eigene Abenteuer in Aventurien zu erstellen da vieles halt einfach "nicht passt" was mir bei anderen Systemen in der die Welt nicht so detailiert ist einfacher fällt. Bei solchen Systemen ist es auch einfacher Abenteuer/Module aus anderen Spielen zu übernehmen und diese einfach für das System zu nutzen. Etwas das nur schwer bei DSA funktioniert.

Hey! Eine Gemeinsamkeit! :)

Zitat
-> und hier machst du es so als ob zwischen der Basis Box und den Ausbau Regeln mit dem wenigen Hintergrund eine MEGA lange zeit lag... (was es nicht wirklich war). Metaplot dann kam ja auch erst ca mit DSA2 und auch nur so "halb" und man musste nicht auf Kaufabenteuer warten...die gabs ja schon

Daß eine lange Zeit zwischen ABS und AAS lag, hatte ich nicht gesagt.

Zitat
-> und hier haste halt nochmal ne negative Wertugn drin: klingt halt so wie "ja also Kaufabenteuer = Konsum = schlecht ergo sind SL die sowas nutzen schlecht

Nein! Auch das habe ich nicht geschrieben, das ist eine Anfügung von dir. Lies doch mal, was ich tatsächlich geschrieben habe, anstatt Dinge zu vermuten, die ich implizieren hätte können.



Das grundsätzliche Problem von Internet-Text-Medien. Jedes Lesen eines Texts ist mit Interpretation verbunden. Man kennt weder die Gedanken noch (in den meisten Fällen) die Hintergründe des Verfassers und kann nur versuchen aufgrund des Textes zu erraten, was gemeint ist.

Du sagst es, Aikar. Deswegen lege ich immer Wert drauf, auch nur mit dem zu arbeiten, was ich tatsächlich habe: den Text in schriftlicher Form.

Zitat
Und wenn dann sehr unterschiedliche Herangehensweisen an ein Thema (in dem Fall Spielstile) aufeinanderprallen ist es nicht ungewöhnlich, dass man Falschannahmen dadurch trifft, dass man seinen eigenen Hintergrund und Vorlieben als auch für den "Gegenüber" zutreffend annimmt. Und aus deinen Texten hier, kommt, verzeih mir bitte, der Eindruck, dass du eher sehr verbohrt auf dem Alt-DSA/Aventurien-Spielstil als überlegenen Spielstil beharrst. Wenn diese Interpretation falsch ist, sollte sie aufgeklärt werden.

Schau, jetzt interpretierst du auch gerade: "verbohrt". Ich habe vor ein paar Seiten mal geschrieben, daß ich, wenn es mir gefällt und wir das als Gruppe gut finden, auch Dinge aus späteren Editionen einbaue. Aber ich schätze mal, das ist im Wust der Antworten etwas untergegangen ;)

Zitat
Dazu dann auch meine Frage: Gibt es einen Grund, warum du auf meine Kommentare offenbar gar nicht (mehr) eingehst?

Das tut mir leid, Aikar, ist sicher keine Absicht. Ich schreibe zwischen Tür und Angel, weil wir gerade dick in Auswanderungsvorbereitungen stecken und ich deswegen eher sporadisch als regelmäßig lesen kann.
Nochmal: Entschuldige bitte, keine Absicht.


Den Unterschied zwischen diesen beiden (genau ZWEI) Spielkulturen:
Auf der einen Seite <-> Auf der anderen Seite
Platz dazwischen: 0
Und das sollen keine Fronten sein?  8]

Öhm… aber der Begriff "Vergleich" sagt dir schon etwas? Wenn das für dich mit Frontbildung gleichzusetzen ist, dann weiß ich jezzt auch nicht mehr, was ich sagen soll. Trigger warning?  >;D
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 14.03.2022 | 13:37
Schau, jetzt interpretierst du auch gerade: "verbohrt".
Ja, genau deswegen habe ich ja geschrieben, "du kommst so rüber", eben weil mir klar ist, dass das eine (vermutlich falsche) Interpretation ist ;)

Ich habe vor ein paar Seiten mal geschrieben, daß ich, wenn es mir gefällt und wir das als Gruppe gut finden, auch Dinge aus späteren Editionen einbaue. Aber ich schätze mal, das ist im Wust der Antworten etwas untergegangen ;)
Ja, das ging unter.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 14.03.2022 | 13:41
 :d
Aikar, meintest du diesen Post von dir hier:
Zitat
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122187.msg135060882.html#msg135060882
?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: aikar am 14.03.2022 | 15:08
Aikar, meintest du diesen Post von dir hier: ?
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122187.msg135060882.html#msg135060882
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122187.msg135061023.html#msg135061023
https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122187.msg135061028.html#msg135061028

Aber ich glaube die Diskussion hat sich inzwischen ohnehin verlaufen, also mach dir keinen Kopf.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 14.03.2022 | 15:43
Hi Zanji123,

Falsch. Du zitierst mich und schiebst mir anschließend eine Wertung unter, die ich nicht mache. Das ist wieder deine Interpretation meines Zitats. Im Zitat (und im Vorspann dazu) mache ich es außerdem deutlich, daß es darum geht, die beiden Sichtweisen zu vergleichen. OHNE WERTUNG. Sonst hätte ich eine Wertung reingeschrieben. Ich habe weder gesagt, "wir" hätten den richtigen Kontext, noch andere Sichtweisen verstünden das nicht.

Exakt das gleiche wieder. Ich stelle die Sichtweisen dar, und du ergänzt mein Zitat mit Dingen, die ich NICHT gesagt habe.

Hey! Eine Gemeinsamkeit! :)

Daß eine lange Zeit zwischen ABS und AAS lag, hatte ich nicht gesagt.

Nein! Auch das habe ich nicht geschrieben, das ist eine Anfügung von dir. Lies doch mal, was ich tatsächlich geschrieben habe, anstatt Dinge zu vermuten, die ich implizieren hätte können.



Du sagst es, Aikar. Deswegen lege ich immer Wert drauf, auch nur mit dem zu arbeiten, was ich tatsächlich habe: den Text in schriftlicher Form.

Schau, jetzt interpretierst du auch gerade: "verbohrt". Ich habe vor ein paar Seiten mal geschrieben, daß ich, wenn es mir gefällt und wir das als Gruppe gut finden, auch Dinge aus späteren Editionen einbaue. Aber ich schätze mal, das ist im Wust der Antworten etwas untergegangen ;)

Das tut mir leid, Aikar, ist sicher keine Absicht. Ich schreibe zwischen Tür und Angel, weil wir gerade dick in Auswanderungsvorbereitungen stecken und ich deswegen eher sporadisch als regelmäßig lesen kann.
Nochmal: Entschuldige bitte, keine Absicht.


Öhm… aber der Begriff "Vergleich" sagt dir schon etwas? Wenn das für dich mit Frontbildung gleichzusetzen ist, dann weiß ich jezzt auch nicht mehr, was ich sagen soll. Trigger warning?  >;D


aufgrund deines Textes ist so ne "Interpretation" aber schon relativ einfach möglich. Dazu gesellt sich deine allgemein "negative" Auffassung das alles was nach Basis Box ist schlecht ist (wenn man mal deine Kommentare so zusammen nimmt).

Wie schon gesagt: so kommt's rüber und das war auch was mich so ultra aufgeregt hat da dieses "wir Spieler der 80er sind eh die besten" mir echt auf den Zeiger geht. Gerade wenn man die Rosa retro Brille mal abnehmen würde.... merkt man das die früheren Abenteuer/Regeln gar nicht mal sooo mega waren :)

aber da dies ja jetzt geklärt ist :-) alles gut
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Mann ohne Zähne am 14.03.2022 | 18:11
aufgrund deines Textes ist so ne "Interpretation" aber schon relativ einfach möglich. Dazu gesellt sich deine allgemein "negative" Auffassung das alles was nach Basis Box ist schlecht ist (wenn man mal deine Kommentare so zusammen nimmt).


Wie gesagt, da ist im Wust der Kommentare einiges verloren gegangen...


Zitat
Wie schon gesagt: so kommt's rüber und das war auch was mich so ultra aufgeregt hat da dieses "wir Spieler der 80er sind eh die besten" mir echt auf den Zeiger geht. Gerade wenn man die Rosa retro Brille mal abnehmen würde.... merkt man das die früheren Abenteuer/Regeln gar nicht mal sooo mega waren :)

aber da dies ja jetzt geklärt ist :-) alles gut

:)
Freut mich!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: General Kong am 14.03.2022 | 19:21
Sind wir Spieler aus den 80er etwa nicht die Besten?
Wieso?
Seit wann?
Was ist passiert?
Und wieso hat mir das bisher noch keiner gesagt?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 14.03.2022 | 19:42
Sind wir Spieler aus den 80er etwa nicht die Besten?
Wieso?
Seit wann?
Was ist passiert?
Und wieso hat mir das bisher noch keiner gesagt?

Seit 1990 sind die 80iger nicht so cool. Naja, zumindest war das bis 1999 so.

Wer in den 90igern lebt, mag die 80iger nicht.

Die Vorhut trifft auf die Nachhut oder so.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Skyrock am 14.03.2022 | 21:12
Wir haben NICHT mit Ur-DSA angefangen. Wir haben uns trotzdem einen SCHEIß um Metaplot gekümmert. Wir haben massivst SPAß gehabt mit eigenen Abenteuern, deren Plots durch ersten Kontakt ständig in sich zusammenbrachen, man aber anhand der Spielweltkonventionen (JEDER hat zumindest eine Lieblings-Settingbox gehabt auf die man im Sinne meines Werkzeugs-Bildnisses zurückgreifen konnte) jederzeit mit passende Spielweltreaktionen reagieren konnte.
Sandbox? Nö. Offenes Spiel? Ja. Würfeldrehen? Nö. Sterblichkeit? Jo. Metaplot? Nö. Spass? Jo. Dungeon? Manchmal. Downtime? War zum Steigern.

Das gesamte DSA-Spiel, was ich (und ich wette auch viele Andere) kennengelern haben mäanderte irgendwo in der Mitte zwischen den Fronten, die du gern so fleißig aufrecht erhalten willst.
Ja, klingt nach meinen DSA3-Erfahrungen. Wobei als Settinginformation nur Land des Schwarzen Auges für DSA2 und keine der dedizierten Regionalboxen hatten, da war mit Ausnahme von Gareth die Welt auch noch eher spärlich beschrieben.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 2.04.2022 | 19:33
Das beste DSA ist für mich DSA3, es ist für mich einfach der perfekte Balanceakt zwischen simpel und komplex.
 
Ich mag ausgewürfelte Helden und zu einem gewissen Grad (wenn auch regelmodifizierte) zufällige Level Ups. Überhaupt bevorzuge ich Stufen und entgegen der Kritik, die ich schon oft gelesen hab, verhindern Stufen nicht, dass man außerhalb von den Anstiegen was lernen kann (was quasi alle Abenteuer aus der Zeit mit ihren gratis Steigerungsveruchen als Belohnung belegen)

DSA 3 hatte halt einfach schon viel dabei und mir hat das modulare System von damals auch deutlich besser gefallen als das was es bei DSA5 so gibt.
Metaplot (und der Plot anderer Helden unserer Spieler) hat mich nie interessiert, generell hab ich immer herausgepickt was mir gefällt und alles andere ignoriert.
Ich handhabe das wie in Comics. Was anderswo passiert ist irrelevant, bis es relevant wird, oder es gibt mal Easter Eggs/Cameos. Und wenn mal was nicht ganz zusammenpasst, nicht zerreden. "Suspension of Disbelief" nennt man sowas.

Warum das alles heut nicht mehr so leicht möglich ist? Weil ich vorher mal 15000 Seiten lesen (und vor allem auch kaufen) müsste,, um herauszufinden, ob es mir gefällt. Ich unterstelle mal, dass die Meisten einen Großteil der regionalen Spielhilfen von DSA4/5 auch nicht komplett gelesen haben, sondern das meiste bestenfalls sammeln. Ich hab aber auch kein Interesse mich nur in einer Region aufzuhalten und halt nur das auswendig zu lernen.

Soll aber nicht heißen, dass ich nichts von neueren Systemen verwende. Zauber sind immer willkommen (auch wenn sie sich leider nicht mehr reimen) und speziell die Traditionsartefakte find ich super. Neue Aktionen für profane Helden, alles natürlich konvertiert und meistens als Belohnung ausgegeben und nicht unbedingt bei der Charaktererstellung dabei. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Selbst als Kind aber hatte DSA1 (oder besser gesagt das Buch der Regeln I in DSA 3) schon einen Stein im Brett bei mir. Schon damals erkannte ich eine gewisse Mischung aus Eleganz und Einfachheit und wir haben es manchmal gespielt, bzw war es super geeignet Neulinge reinzuholen oder mal mit "Casuals" zu spielen. Das sind einfach zwei unterschiedliche Arten von Gruppen.

Ich bin dann voll auf den Retrozug aufgesprungen und hab mir das Kaiser Retro Zeug geholt inklusive Ausbauspiel und Havena Box, was dann somit bei dem einen Spielstil das Buch der Regeln I abeglöst hat. Dort handhabe ich es so wie sonst auch, rausnehmen was passt, weglassen was nicht passt. Soll heißen Heldentypen, Zauber und Waffen ja, Talentsystem und überarbeitetes KS nein. Stadtkarte aus Havena? Wenn ich grad Lust hab.

Die ersten Abenteuer haben definitiv einen Charme und funktionieren auch heute noch, (auch wenn der schwarze Turm aus DSA3, vermutlich aus Nostalgiegründen, mein Lieblingseinstieg ist)
"Written as is" kann ich DSA 4 und 5 Abenteuer auch nicht spielen, da viel zu langweilig und kleinkariert. Dann eher noch die Heldenwerke, aber auch da muss man deutlich mehr Arbeit reinstecken als in die alten DSA 1 Abenteuer. Unsinnigkeiten stören mich da weniger, weil man etwas drum herum basteln kann. Das Dämonenschiff ist schnell erklärt, Real World Rätsel ersetzt man und mit Ufos/Portalen bekommt man einen gewissen "Wild Arms" flair ins Spiel. (Wie gesagt, Metaplot is mir wurscht)

Was die anderen Editionen angeht: DSA 2 hat jetzt für mich wenig Sinn, weil wir ja schon DSA 1 und 3 spielen und die zweite Edition ist halt direkt dazwischen, sodass wir gleich das eine oder andere nehmen könnten. Ist aber generell super geeignet um DSA 1 zu erweitern, da konzepttechnisch noch so nahe dran.

DSA 5... wird gespielt wenns sein muss. Ich hatte mir damals was anderes von der neuen Edition erwartet und bin auch gar nicht Happy mit der Publikationsstrategie und auch dem Aufbau der einzelnen Bücher. DSA 4 geht für mich gar nicht. Damit bin ich nie warm geworden und bietet mir persönlich auch keine Vorteile.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Klingenbrecher am 2.04.2022 | 21:49
Wie schon in einem anderen Thread erwähnt hat uns jegliches Material von DSA 5 verlassen.

In einer Schublade liegt jedoch immer noch mein DSA 3 Stuff. Wie ein kleines schmutziges Geheimnis verborgen wie der verklebte Playboy unter dem Bett.

Nostalgisch streiche ich über die Zauberbücher. Hier wurden Zauber noch gelebt und nicht einfach wie ein Anhang N ins Grundregelwerk geklatscht.
Verträumt streiche ich über den zerfetzten Karton in dem vergilbte Charakterblätter fröhlich nach Keller, Bier oder was weiß ich stinken.
Selbst dieser Karton gefüllt mit zerspielten Heftchen turnt mich immer wieder mehr an als die DSA5 Hochglanzpornoheftchen.

Wenn das Material nochmals produziert werden würde. Dann könnte mich keine Kette halten. Da wie schon gesagt mein DSA 3 Material wie ein zerliebter Teddy ausschaut der keine Augen mehr hat und die Füllung aus dem Bauch quillt und jedes Zimmer in einer Wohung mit dem süßen Geruch des Verfalls verpestet.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 2.04.2022 | 22:25
Ich hatte neuerdings mal mein DSA3 Basisregelwerk wieder in den Händen. Meistens wurde ja nur MSZ am Tisch benutzt, da hatte ich ganz vergessen wie seltsam das Layout des Basis-Kastens war. Was ist denn da passiert?

Und auf dem Hügel dass DSA3 Zauber schon ein Schritt zu weit waren werd' ich wohl sterben müssen ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Klingenbrecher am 2.04.2022 | 22:42
Ich hatte neuerdings mal mein DSA3 Basisregelwerk wieder in den Händen. Meistens wurde ja nur MSZ am Tisch benutzt, da hatte ich ganz vergessen wie seltsam das Layout des Basis-Kastens war. Was ist denn da passiert?

Es fehlten natürlich einige Klassen, Fähigkeiten, Magie und Götter die dann in weiteren Boxen nachgereicht wurden.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 3.04.2022 | 00:09
Es fehlten natürlich einige Klassen, Fähigkeiten, Magie und Götter die dann in weiteren Boxen nachgereicht wurden.

Ist eher wie bei DSA4: Das Basis Spiel ist absolut irrelevant wenn man die fortgeschrittenen Regeln hat, d.h. MSZ bei DSA3 oder eben WdH/WdS bei DSA4.

Deswegen halt schon ewig nicht mehr die Basis Box angeschaut, aber aus Nostalgie eben grade wieder (Fanpro-Variante). Und wow, generell vom Stil her noch die Ur-Version, aber auf einmal schlechtere Schriftart und sogar unbegründet wechselnder Stil im Buch – die Heldentypen haben einen anderen Durchschuss und seltsame Header.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 4.04.2022 | 02:10
Naja da brauchte man schon auch mindestens noch Götter Magier und Geweihte um das Basisspiel zu ersetzen, aber Basis + GMG ist generell ein deutlich kompletteres Spiel als Basis + MSZ.

Die Basisbox hatte jedenfalls die Regeln sehr schön aufbereitet und hatte für mich schon allein deshalb eine Daseinsberechtigung. Aber natürlich hatten damals generell alle Produkte einen schönen roten Faden beim Lesen und waren nicht reines Nachschlagewerk.
Es waren auch die Waffen abgebildet, was man dann erst mit Kaiser Retos Waffenkammer wieder hatte. Dann noch ein paar Monster und eben die Abenteuer.
 
Ehrlich gesagt fehlt mir sowas heute, ein einfacher Einstieg, mit einem kleinen Überblick über alles. Klar jetzt gibts ein Einsteigerset, aber mit dem kann man nicht mal eigene Helden basteln. Ein ausgewürfelter Held aus DSA1/dem Buch der Regeln 1 mit seinen 5 Eigenschaften und Startgeld hat mehr Bindung zum Spieler als der vorausgefüllte Bogen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Achamanian am 4.04.2022 | 03:53
Und auf dem Hügel dass DSA3 Zauber schon ein Schritt zu weit waren werd' ich wohl sterben müssen ;)

Also, ich würde dir zumindest insofern beipflichten, dass das Buch der 12x12 Zauber für mich immer das Kernwerk aventurischer Magie sein wird. Was da drin steht, ist authentisch DSA - alles, was später doch dazukam, ist so modernes Zeug, was nicht heißt, dass es schlecht ist, aber es gehört halt nicht zu den 12x12 Zaubern (und mann, kam uns das damals viel vor - 12x12, das sind ja - rechne, rechne - 144 Zauber! Dasollmichdocheiner! 144! Der helle Wahnsinn!).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: phant am 4.04.2022 | 05:13
Waren das nicht 11x11 Zauber?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Samael am 4.04.2022 | 07:20
Mein ich auch.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 4.04.2022 | 08:11
Ist eher wie bei DSA4: Das Basis Spiel ist absolut irrelevant wenn man die fortgeschrittenen Regeln hat, d.h. MSZ bei DSA3 oder eben WdH/WdS bei DSA4.

Deswegen halt schon ewig nicht mehr die Basis Box angeschaut, aber aus Nostalgie eben grade wieder (Fanpro-Variante). Und wow, generell vom Stil her noch die Ur-Version, aber auf einmal schlechtere Schriftart und sogar unbegründet wechselnder Stil im Buch – die Heldentypen haben einen anderen Durchschuss und seltsame Header.


najaaa :) ich hab die von beiden die Fanpro Version und sehe da jetzt keinen großen Bruch vom Stil her.

Des weiteren muss ich schon sagen das die Grundbox wichtiger und relevanter bleibt bei DSA 3 als die 4E Box / Regelwerk. MSZ added jetzt auch nicht soooo krass vieles: neue Talente (von denen man die wenigsten ernsthaft gebraucht hat (Handwerkstalente, Fliegen, Heraldik, Kriegskunde), gibt den Wuchtschlag und Finte und neue Helden. Davon ergo sind nur die Helden interessant wobei auch hier Typen dabei waren wo man sich schon fragte "warum?" (Jäger, Gaukler...)

von daher ja: Grundbox + GMG ist essentiell.  MSZ wird immer so als DER shit dargestellt... aber ich finds im vergleich zu GMG nur so "okay"
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 4.04.2022 | 08:45
Davon ergo sind nur die Helden interessant wobei auch hier Typen dabei waren wo man sich schon fragte "warum?" (Jäger, Gaukler...)

Also, ich kann zur konkreten DSA3-Umsetzung mangels Kontakt nichts sagen, aber zumindest grundsätzlich ist der Jäger dann doch mit einer der urtypischsten "Abenteurer"-Archetypen überhaupt -- und einer meiner stehenden Kritikpunkte am "Waldläufer" drüben bei D&D ist denn in zumindest manchen Editionen ja auch, daß der mit seinem überkandidelten Zwei-Waffen-Kampfstil mit meiner Vorstellung von einem praktisch denkenden Jäger und Fallensteller schon wieder ziemlich frontal kollidiert... ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 4.04.2022 | 08:54
Also, ich kann zur konkreten DSA3-Umsetzung mangels Kontakt nichts sagen, aber zumindest grundsätzlich ist der Jäger dann doch mit einer der urtypischsten "Abenteurer"-Archetypen überhaupt -- und einer meiner stehenden Kritikpunkte am "Waldläufer" drüben bei D&D ist denn in zumindest manchen Editionen ja auch, daß der mit seinem überkandidelten Zwei-Waffen-Kampfstil mit meiner Vorstellung von einem praktisch denkenden Jäger und Fallensteller schon wieder ziemlich frontal kollidiert... ;)

das Problem bei DSA war einfach das er als "zurückgezogener" und eher "einsiedlerisch" beschrieben wird also das man dieser eher wenig auf Reisen geht. Des weiteren hatte alles was der Jäger hatte.... der Elf eben auch + Zauber.

Kampftechnisch war er (anders als der Waldläufer) z.b. auch nicht wirklich zu gebrauchen da seine Werte (für jemanden der ne Jagt macht) auch nicht so der Bringer war.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 4.04.2022 | 09:47
l mit meiner Vorstellung von einem praktisch denkenden Jäger und Fallensteller schon wieder ziemlich frontal kollidiert... ;)
Was er auch gar nicht ist

Der Jäger war ein ziemlicher Eigenbrätler

Jemand hat mal seinen Jäger wie er ihn spielt so vorgestellt
Zitate

"..."
CuP aus MSuZ
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 4.04.2022 | 10:06
Also, ich kann zur konkreten DSA3-Umsetzung mangels Kontakt nichts sagen, aber zumindest grundsätzlich ist der Jäger dann doch mit einer der urtypischsten "Abenteurer"-Archetypen überhaupt -- und einer meiner stehenden Kritikpunkte am "Waldläufer" drüben bei D&D ist denn in zumindest manchen Editionen ja auch, daß der mit seinem überkandidelten Zwei-Waffen-Kampfstil mit meiner Vorstellung von einem praktisch denkenden Jäger und Fallensteller schon wieder ziemlich frontal kollidiert... ;)
Wobei du in Bezug darauf bei DSA3 auch das Problem hast, das klassische Jäger Waffen nicht besonders gut sind.

Speere haben lausigen Schaden und miesen WV, und Schusswaffen haben ewige Ladedauern.

Das war generell ein Problem mit DSA3, das Heldentypen die kein gutes Waffentalent auf einem brauchbaren Startwert hatten, dem Rest der Gruppe ewig hinterher hingen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 4.04.2022 | 11:53
das Problem bei DSA war einfach das er als "zurückgezogener" und eher "einsiedlerisch" beschrieben wird also das man dieser eher wenig auf Reisen geht.

Mm...ja, das paßt auch nicht so richtig. Was ein brauchbarer Jäger ist, kann mehr Leute durchfüttern als nur gerade so sich selbst, und das ist dann ja auch seit Anno Steinzeit alleine oder im Team und gerade auch auf Reisen Teil seiner Aufgabe -- der gehört also normalerweise schon noch mit zum Stamm/Dorf/wie-auch-immer-sich-die-Gemeinschaft-sonst-nennt einfach mit dazu. "Einsiedlerische" Jäger mag's ja hier und da immer wieder auch mal geben (so wie ebensolche Exemplare in anderen Berufen eben auch), aber gleich als durchgängiger Klassenstandard...? :think:

...bah, Humbug. :korvin:

Und wenn die Regeln ihn waffentechnisch schlecht aufstellen, erweisen sie ihm natürlich auch einen Bärendienst. Der historische 08/15-Jäger mag nicht unbedingt immer auch der große Krieger Mann gegen Mann gewesen sein (obwohl sich das auch nicht automatisch gleich ausschließt), aber der mußte ja auch nicht in einer Welt mit "echten" Monstern oberhalb der Gefahrenstufe Mensch in die Natur...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 4.04.2022 | 11:58
Bär, Tiger, Elefant, Büffel

Das Vorbild für den Jäger dürfte eher Lederstrumpf und der Mann aus den Bergen gewesen sein und genau was sind die nicht

https://www.youtube.com/watch?v=IIx7IbYIYPw

https://www.youtube.com/watch?v=GT2Gh7ZrFI0
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 4.04.2022 | 12:05
Würd auch sagen, das Vorbild für den Jäger war der Trapper, der das Jahr über alleine in der Wildnis Pelze erjagte. Typischer Fall der DSA-Manie "Wir nutzen alles als Vorbild, was sich als Abenteuer-Klischee in deutschen Hirnen etabliert hat." Naja, immerhin durften jagende Priester in der 3. Ed. lachen, war doch schon mal ein Schritt...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 4.04.2022 | 12:20
Würd auch sagen, das Vorbild für den Jäger war der Trapper, der das Jahr über alleine in der Wildnis Pelze erjagte. Typischer Fall der DSA-Manie "Wir nutzen alles als Vorbild, was sich als Abenteuer-Klischee in deutschen Hirnen etabliert hat." Naja, immerhin durften jagende Priester in der 3. Ed. lachen, war doch schon mal ein Schritt...

Also, wenn ich mir schon Old Shatterhand & Co. zum Vorbild nehmen will -- was ja für Abenteuerzwecke in der Tat erst mal keine ganz schlechte Idee ist --, dann darf ich der Klasse aber eigentlich Dinge wie "eigenbrötlerisch", "zurückgezogen" und "reiseunlustig" auch gerade nicht auf die Fahnen schreiben, denn die findet man beim Original und seinen Kollegen auch eher nicht so. Ein bißchen schräg mag der eine oder andere da ja sein, aber gesellig sind sie allemal noch mehr als genug und herum kommen sie auch. ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 4.04.2022 | 12:28
Würd auch sagen, das Vorbild für den Jäger war der Trapper, der das Jahr über alleine in der Wildnis Pelze erjagte.
die meisten "Jagden" in Gruppen
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 4.04.2022 | 12:37
Also, wenn ich mir schon Old Shatterhand & Co. zum Vorbild nehmen will

Old Shatterhand war kein Trapper, sondern Westman, wenn mich mein Karl May nicht verlassen hat...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Achamanian am 4.04.2022 | 12:50
Waren das nicht 11x11 Zauber?

Ups ...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 4.04.2022 | 13:02
Old Shatterhand war kein Trapper, sondern Westman, wenn mich mein Karl May nicht verlassen hat...

An dem Punkt fangen wir aber wirklich langsam an, Haare zu spalten. ;) Tatsache ist, daß eine Reihe der bekannteren Leute, mit denen Abenteuer-Touri Old Shatterhand Kara ben Nemsi Effendi im Westen in Berührung gekommen ist, zumindest zeitweise definitiv auch als Trapper gearbeitet haben (Old Firehand und seine Mannschaft wären da nur ein gutes Beispiel)...und ein Vollzeit-Alleinberuf bis hinein ins hohe Alter dürfte das angesichts der körperlichen Anforderungen ohnehin für die Wenigsten gewesen sein.

(Ganz davon abgesehen, daß spätestens bei den May'schen Indianern die Grenze zwischen "Jäger" und "Krieger" höchstens noch von den besten Spurenlesern überhaupt zu finden wäre...inwieweit das der historischen amerikanischen Realität entspricht, wäre ggf. zu recherchieren, aber hier ist das halt wirklich noch praktisch ein und dasselbe.)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 4.04.2022 | 13:21
@nobody: Nö, ich spalte keine Haare, sondern wollte ironisch darauf hinweisen, dass es mir gar nicht um Karl May geht. Den verbinde ich weniger mit "Trapper"; wüsste auch nicht, ob solche in seinen Geschichten auftauchen. Eigentlich verbinde ich die mit einem Jahrhundert früher, und einige tausend Kilometer weiter nordöstlich.

Wenns für dich das Klischeebild des eigenbrötlerisch in der Wildnis lebenden Trappers nicht gibt, schön. Aber jetzt mir an den Karren zu fahren, weil du eine andere Assoziation hast (eben die Karl May-Westman-Geschichten), ist auch schön klischee-mäßig: Das Klischee des ewig eindimensionalen , völlig auf seine eigene Gedankenwelt reduzierten Besserwissers.

Allerdings positiv betrachtet, wenn auch vollständig off topic: Ich weiß jetzt endlich, wo der Begriff Waldläufer herkommt; ist ja auch nett... ;)



Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 4.04.2022 | 13:30
(Ganz davon abgesehen, daß spätestens bei den May'schen Indianern die Grenze zwischen "Jäger" und "Krieger" höchstens noch von den besten Spurenlesern überhaupt zu finden wäre...inwieweit das der historischen amerikanischen Realität entspricht, wäre ggf. zu recherchieren, aber hier ist das halt wirklich noch praktisch ein und dasselbe.)

Je nachdem, von welchen Indianern wir reden, ist die Unterscheidung natürlich Kokolores. Bei Jägern & Sammlern ist die berufsmäßige Arbeitsteilung wenig bis gar nicht vorhanden, insbesonders für "hauptberufliche" Krieger fehlt jede ökonomische Grundlage. Das "Klischee-Indianer-Bild", das auch Karl May bedient, ist das von Jägern & Sammlern.

Daher macht das "Volk=Heldentypus", dessen sich DSA auch in der 3. Ed. noch bediente, für solche Völker ja auch durchaus Sinn... ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 4.04.2022 | 13:32
Und wenn die Regeln ihn waffentechnisch schlecht aufstellen, erweisen sie ihm natürlich auch einen Bärendienst. Der historische 08/15-Jäger mag nicht unbedingt immer auch der große Krieger Mann gegen Mann gewesen sein (obwohl sich das auch nicht automatisch gleich ausschließt), aber der mußte ja auch nicht in einer Welt mit "echten" Monstern oberhalb der Gefahrenstufe Mensch in die Natur...
Ich hab jetzt gerade kein Regelwerk parat aber aber ich bilde mir eigentlich ein das der Jäger höchsten Schusswaffen Startwert, und auch recht gute Werte in Bezug auf Natur, Heimlichkeit ect. hatte.

Also wenn es rein ums Jagen und Natur ging war der schon recht kompetent. Frage ist halt wie oft das im Abenteuer relevant ist.

Und was  Monster angeht war DSA ja auch nie so over the top wie andere Systeme.

Das Problem mit Schusswaffen bei DSA3 war halt die vergleichsweise lange Ladedauer (best case war iirc sowas wie ein Schuss alle 3 KR), und das du die halt nicht mehr nutzen kannst wenn der Gegner auf Nahkampfdistanz dran ist. Sprich um damit wirklich effektiv zu sein brauchst du einen Kampf bei dem du verhindern kannst, dass der Gegner an dich ran kommt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 4.04.2022 | 16:19
MSZ wird immer so als DER shit dargestellt... aber ich finds im vergleich zu GMG nur so "okay"

Ich weiß was du meinst und sehe es eigentlich auch so, wobei ich sagen muss MSZ ist trotzdem keine schlechte Box.
GMG ist halt einfach im Vergleich so viel besser und für mich auch bis heute immer noch das beste DSA Produkt (ich kannte DSA2 nicht also war alles darin für mich neu)

Wenn ich mich richtig erinnere war die Box nicht wirklich teurer (Schillingpreis, vielleicht wars auch ein Angebot) als die anderen Boxen, aber was da alles drin war....
Die Box war voll, da passte nichts anderes mehr rein. In allen anderen Boxen hatte ich Abenteuer und Erweiterungen im Heftformat noch mitverstaut.

Ein Dutzend magische Professionen, + Variationen für Elf und Magier, die das ganze nochmal locker verdoppelt haben.
Die 12 Götter und deren Geweihte
Der Codex Cantiones mit unzähligen Zaubersprüchen und alle hatten verschiedene Effekte und schöne Namen (ich weiß Geschmacksache, ich kannte halt nur Feuer1, Feuer2, Feuer3 von Final Fantasy und co)
Und dann noch obendrauf das Mysteria Arkana

Vom reinen Content her konnte da glaube ich nur Drachen, Greifen, schwarzer Lotus mithalten, das zwar auch sehr nice, aber bei weitem nicht so spielentscheidend war.

Mit GMG hab ich mich damals als Kind in DSA verliebt und gehöre zu der wohl seltenen Fraktion, die für DSA nicht unbedingt Aventurien braucht und es auch auf anderen Welten spielen könnte (bzw in deutlich epischeren Aventuriens als dem offiziellen :) )
Aber Stabzauber, Kugelzauber, Vulkanglasdolche, Rabenschnäbel, der Effekt von Eisen und die schiere Anzahl an reimenden Zaubersprüchen haben meine Archetypen sehr stark geprägt und daher ist DSA3 auch mein DSA. Auch wenn ich DSA1 ebenfalls sehr viel abgewinnen kann.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 4.04.2022 | 20:22
Das Problem mit Schusswaffen bei DSA3 war halt die vergleichsweise lange Ladedauer (best case war iirc sowas wie ein Schuss alle 3 KR), und das du die halt nicht mehr nutzen kannst wenn der Gegner auf Nahkampfdistanz dran ist. Sprich um damit wirklich effektiv zu sein brauchst du einen Kampf bei dem du verhindern kannst, dass der Gegner an dich ran kommt.

Das ist halt so der Fluch superkurzer Kampfrunden, das hatte meiner Erinnerung nach schon DSA1 so ähnlich.

(Dasselbe Problem hat auch GURPS -- einen Bogen zu laden und zu spannen, braucht erst mal zwei Kampfrunden überhaupt, und dann noch mal mindestens eine weitere, wenn man vor dem Schuß auch zielen will...)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: JohnnyPeace am 4.04.2022 | 20:44
Wir haben anfangs lange DSA3 gespielt. Dazwischen mischte sich damals immer wieder Material aus der 2. und 1. Edition, weil wir da selbst nicht so den Durchblick hatten geschweige denn meine Eltern, wenn sie mir was schenkten. Besonders die 1. Edition erschien uns allen zu der Zeit aber als deutlich kindlich und überholt, die 3. war schon cooler! Wobei ich auch heute die Rückbesinnung auf die 1. Edition (oder vergleichbares), wozu es ja auch von Ulisses Material gibt, nicht nachvollziehen kann.

DSA4 empfand ich und die Gruppe, in der ich zu der Zeit spielte, dann als deutlichen Fortschritt. Das Kaufsystem und dass die Werte nicht mehr ausgewürfelt wurden war für mich ein Zugewinn, ebenso, dass ich so viel Zeit ins Basteln und Ausmalen meines Helden versenken konnte. Das alles etwas systematisierter daher kam war ein Plus, aber damit ging auch ein bissel Charme der 3. Edition verloren. Trotzdem, wir spielen DSA ja nicht, um ein schnelles, regelleichtes System zu haben.

Nach mehr als 15 Jahren DSA4 war dann für uns auch Zeit für was neues. 2018 sind wir dann auf DSA5 umgestiegen und sind bisher zufrieden damit. Das ist mit der Zeit natürlich auch komplexer geworden, geht uns aber hinreichend schnell von der Hand. Ein paar Schwerpunkte würde ich in meiner Welt anders setzen, aber seis drum. Ich freu mich drauf, mit meiner Gruppe auch im Altenheim (was noch gaaaanz lange hin ist!) weiter DSA  zu spielen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: General Kong am 4.04.2022 | 20:55
"Ja ja, Edition 27 war nicht so dolle. Aber die 28. Edition ist wieder die Alte .... und immer noch 2w20 für Fertigkeitsproben. Hauptsache!" 😉
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 4.04.2022 | 21:39
Ich hab jetzt gerade kein Regelwerk parat aber aber ich bilde mir eigentlich ein das der Jäger höchsten Schusswaffen Startwert, und auch recht gute Werte in Bezug auf Natur, Heimlichkeit ect. hatte.

Also wenn es rein ums Jagen und Natur ging war der schon recht kompetent. Frage ist halt wie oft das im Abenteuer relevant ist.

Und was  Monster angeht war DSA ja auch nie so over the top wie andere Systeme.

Das Problem mit Schusswaffen bei DSA3 war halt die vergleichsweise lange Ladedauer (best case war iirc sowas wie ein Schuss alle 3 KR), und das du die halt nicht mehr nutzen kannst wenn der Gegner auf Nahkampfdistanz dran ist. Sprich um damit wirklich effektiv zu sein brauchst du einen Kampf bei dem du verhindern kannst, dass der Gegner an dich ran kommt.

ich hab die Box nicht hier aber https://www.mystic-age.de/Meisterecke/hesinde/Talente-HeldenStartwerte.html   er ist gerade mal EINEN punkt besser als der Nivese und Auelf. Aber wie gesagt er wurde im Regelwerk halt als "eigenbrötler" und "zurück gezogen" dargestellt der eher nicht auf Wanderschaft geht. Daher fand ich den ... nuja halt :)



aber meine Fresse jetzt wo ich die Liste wieder sehe.... da sind sooo viele sinnlose Talente dabei: Fliegen, Gaukelein, die ganzen Waffentalente (weil man max eh nur zwei Waffen nimmt), Lehren (hat bei uns keiner gebraucht), Tierkunde, Fischen (weil... sind wir ehrlich ... das hätte man auch über Wildnisleben abhandeln können), die meisten Wissenstalente (Heraldik, Geographie, Kriegskunst, Lesen / Schreiben und Rechnen (why?)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 4.04.2022 | 21:53
Whaaat? Ich liebe diese Talenteliste. Okay Fischen unter Wildnisleben hätte ich vielleicht überlebt, aber man will doch den Jäger vom Fischer unterscheiden. Deswegen liebte ich auch Schatten über Riva und fand Drakensang schlecht. Es geht um die Vollständigkeit der Talentliste.

Ja auch bei den Waffenfertigkeiten hätte man ein paar kürzen können.

Lehren 7 war ab nem bestimmten Level quasi Pflicht, denn der Ritter wollte doch nen Knappen, der Magier nen Lehrling.

Kriegskunst ist das wichtigste Talent überhaupt. Das hätte man sogar noch unterteilen können. Schlachten kommen doch immer wieder vor. Und nach SunTzu kann man sie damit sogar verhindern. Kriegskunst hatte fast jeder meiner Charaktere. In der Borbaradkampagne hat das manche Schlacht gewendet.

Fliegen klar, das hatte ja kaum jemand. Aber wenn man halt ne Hexe gespielt hat, braucht die das halt.

Klar Lesen und Schreiben sowie würfelt man nciht. Aber kannst du es oder nicht? Warum einen neuen Mechanismus erfinden, wenn es auf der Liste einfach abgehandelt wird.

Die vielen Berufs- und Wissensfähigkeiten (Gaukeleien, Heraldik...) haben die Charaktere meistens nicht. Aber auch das finde ich gut, denn es sorgt dafür, dass man glaubhaft darstellt, dass die Helden eben nciht alles kennen und dann einen NSC um Hilfe brauchen. Man braucht keine Regeln für Geographie oder Heraldik. Aber in anderen Rollenspielen kann man die wenigen Fertigkeiten in der Gruppe aufteilen. Wozu den Meistergeographen befreien, wenn doch der Schurke selbst Wissen Welt hat? Bei DSA gibt es immer eine Fertigkeit, wo der Spielleiter sagen kann: "Okay, dann würfel mal auf Fliegen."

Ich finde die Länge der Talentliste macht das Spiel kaum komplexer, denn es ist kein neuer Mechanismus, aber schafft viel Tiefgang.

Klar viele Berufsfertigkeiten und Wissensfertigkeiten braucht nicht jeder.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 4.04.2022 | 22:11
Kaufsystem war zu der Zeit auch nur 20 Jahre alt
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: YY am 4.04.2022 | 22:16
Kaufsystem war zu der Zeit auch nur 20 Jahre alt

Kaufsysteme haben auch ihre Nachteile.
Mir kam das beim Wechsel auf DSA4 damals wie der notwendige Schritt in die Moderne vor, aber mittlerweile sehe ich die Umstellung deutlich kritischer.
Rückblickend hätte ich lieber die Macken im DSA3-Talentsystem ausgebügelt anstatt alles komplett neu aufzuziehen. 
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 4.04.2022 | 22:23
Ja war bei mir ähnlich. Kaufsystem 4ed fand ich super. Aber es zerhaut dir halt eine berechenbare Stufenprogression, weswegen es das in DnD ja auch nicht gibt.

Aber bei DSA4ed hatte man immer schon von Beginn brauchbare Leute. Deswegen funktioniert die 4. Edition im Gegensatz zur dritten für mich auch ohne Abenteuerpunkte oder Stufenaufstiege. Klar wozu? Aber ich finde es cool, von Anfang an etwas zu können.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 4.04.2022 | 22:26
wegen der Macken gab es keine berechenbare Stufenprogression.

DSA3 war ein dysfunktionaler Versuch Stufen und Lernsystem zu kombinieren
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 4.04.2022 | 22:30
Naja, DSA4 hat je nach Einstellung der Spieler und Runde recht untersschiedliche Start-Charaktere vom Können her. Je nachdem ob man gleich reinoptimiert wie blöd oder eher "altmodisch" Raum für Wachstum haben möchte. Die Kostenanreize sind ja auch seltsam, eins der wenigen Sachen die sie wenigstens in der 5er gelöst haben (anfängliche Verbilligungen).

Aber beliebt ist es, das muss man lassen. Gibt einen Haufen von Hausregeln von teilweise enormem Umfang, aber kein mir Bekanntes/Veröffentlichtes das versucht ein "3.5" zu machen. Und das derzeitige "Schisma" ist ja auch eher 4 vs. 5, danach eher auf fernem dritten Rang die Retro-Variante.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: YY am 4.04.2022 | 22:40
Aber es zerhaut dir halt eine berechenbare Stufenprogression, weswegen es das in DnD ja auch nicht gibt.

Njoah, Berechenbarkeit hast du bei dem Steigerungssystem von DSA3 auch nicht. Da kann auch einer zehn Stufen lang seine Steigerungsversuche auf irgendwelchen Mist verteilt haben.

Für eine Stufenprogression, an der man dann auch Abenteuerschwierigkeiten etc. ausrichten kann, braucht es garantiert ansteigende Kompetenzen wie z.B. einen rein stufenbasierten Angriffsbonus.

Und das derzeitige "Schisma" ist ja auch eher 4 vs. 5, danach eher auf fernem dritten Rang die Retro-Variante.

Ist doch auch logisch - wer die vierte nicht mochte, ging in deren Laufzeit schon zurück zur dritten und wer die fünfte nicht mag, bleibt bei der vierten, springt aber nicht noch weiter zurück, wenn er die vierte noch mitgemacht hat.

Die 3e-Leute sind schon lange aus der Diskussion raus und machen ihr Ding im Stillen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 4.04.2022 | 22:51
Die 3e-Leute sind schon lange aus der Diskussion raus und machen ihr Ding im Stillen.

Ich kenne persönlich nur eine Runde die das Vollzeit macht. Und wieso sollten die nicht über ihr Ding diskutieren, sofern zwei Leute das gleiche spielen streiten sie darüber im Internet. Ich denke also die Zahl der Leute die das im gleichen Maße machen wie die DSA4/DSA5 Konkurrenz ist wirklich verschwindend klein. Also noch weniger als Midgard-Spieler ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 4.04.2022 | 23:58
Also der Bruch zwischen der DSA3 und DSA4 Fraktion war damals deutlich größer und lauter als der von DSA4 und DSA5, was aber auch klar ist, denn es war ein deutlich größerer Unterschied zwischen den Editionen. Eigentlich war es ein anderes Spiel, aber halt im selben Universum.

Für mich hat das Kaufsystem, zumindest in der Art wie es gemacht wurde, viel kaputt gemacht und die 5er Edition hat es nicht wirklich verbessert. Auf der einen Seite hat man mit Min Maxing gleich am Anfang bessere Werte, bzw muss sich absichtlich ins Bein schießen um nicht zu optimieren. Zum anderen war aber dafür fast keine Progression mehr da und generell ist die Verteilung der Abenteuerpunkte auch gefallen zu dem Zeitpunkt.

Irgendwie ist auch eine gewisse Epicness abhanden gekommen, weil ein Stufe 1, 5, 10, 15 und schlussendlich 20 Held waren schon deutlich anders von den Werten her. Wer das Setting nicht so genau genommen hat (wie wir damals), hatte dann epische Kämpfe mit Dämonen und anderen Supermenschen und eben neben den nötigen Artefakten auch eine LE und ASP Anzahl, die das untermalt haben.

Dann waren eben auch die oft verschriehenen Schadenszauber nicht so eine sinnlose Verschwendung von ASP wie immer behauptet wird, weil keiner muss gefühlt 200 Runden Buffs aufrecht erhalten oder Gegner blenden. Je nach Spielstil kann man auch mal länger rasten und Tränke gibt es auch.

Aber der epische Moment, wenn man seine halben ASP opfert und mit 15+ Würfel einen Ignifaxius abfeuert, dabei dem fetten Gegner die seine riesen Rüstung wegbrennt und gleich noch eine Batzen LE, während die anderen Gegner einfach nur schockiert sind, sowas fehlt mir.

Klar geht das theoretisch heute auch, aber da muss man schon hart die Limits ignorieren, empfohlenen APs ums 10 oder 20 fache erhöhen und Vorteile auch später nachkaufen lassen. Und selbst dann ist die Versuchung sehr groß nur ein paar wenige Talente zu steigern und das Fluffzeug liegen zu lassen.

Ich hab mir jedenfalls mal vor mehreren Jahen das Pendant meines ersten Magiers mit DSA5 nachgebaut und musste fast weinen, als ich sah, was das für eine lahme Krücke war. Und es hat auch nur ca. 30 mal so lang gedauert ihn zu erstellen und es mussten generell schon etwas fragwürdige Nachteile ins Min Maxing mit rein.

Und auch bei den DSA5 Runden die wir gespielt haben waren da immer min/max Charaktere dabei und für mich hat es einen faden Beigeschack wenn die Werte dann in etwas so aussehen. KK 16, KL 8 oder eben umgekehrt. Gut das kann mal witzig sein sowas dabei zu haben, aber nicht wenn alle Chars so aussehen. Erinnert mich leider stark an DnD, wo ich genau dieses Konzept mit den Extremen eben auch nicht gut finde.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Samael am 5.04.2022 | 06:48
Fairerweise musst du zugestehen, dass die Attribute bei D&D der Versionen bis 1999 auch gewürfelt wurden.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 5.04.2022 | 07:13
ich hab die Box nicht hier aber https://www.mystic-age.de/Meisterecke/hesinde/Talente-HeldenStartwerte.html   er ist gerade mal EINEN punkt besser als der Nivese und Auelf.
Das mach ihn aber immer noch zu einem von nur 3 mudanen Heldentypen (kann sein das es noch 1 oder zwei Geweihte gibt) die mit einem Kampftalent auf einem TaW>4 starten.

Also in meinen Augen gibts bei DSA3 noch ein paar Heldentypen die deutlich schlechter spielbar sind als der Jäger, z.B. Schelme und ein guter Teil der Geweihten (jedenfalls ohne KKO und nach der "mainstream" Glaubensrichtung).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ma tetz am 5.04.2022 | 07:23
Fairerweise musst du zugestehen, dass die Attribute bei D&D der Versionen bis 1999 auch gewürfelt wurden.
Fairerweise sollte man Editionen vergleichen, die zeitgleich auf dem Markt waren. Also DnD 3e und DSA 4 (beide mit Point Bye Regeln) bzw. ADnD 2nd und DSA3 (Attribute werden gewürfelt). :)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 5.04.2022 | 09:20
Also der Bruch zwischen der DSA3 und DSA4 Fraktion war damals deutlich größer und lauter als der von DSA4 und DSA5, was aber auch klar ist, denn es war ein deutlich größerer Unterschied zwischen den Editionen. Eigentlich war es ein anderes Spiel, aber halt im selben Universum.

Für mich hat das Kaufsystem, zumindest in der Art wie es gemacht wurde, viel kaputt gemacht und die 5er Edition hat es nicht wirklich verbessert. Auf der einen Seite hat man mit Min Maxing gleich am Anfang bessere Werte, bzw muss sich absichtlich ins Bein schießen um nicht zu optimieren. Zum anderen war aber dafür fast keine Progression mehr da und generell ist die Verteilung der Abenteuerpunkte auch gefallen zu dem Zeitpunkt.

Irgendwie ist auch eine gewisse Epicness abhanden gekommen, weil ein Stufe 1, 5, 10, 15 und schlussendlich 20 Held waren schon deutlich anders von den Werten her. Wer das Setting nicht so genau genommen hat (wie wir damals), hatte dann epische Kämpfe mit Dämonen und anderen Supermenschen und eben neben den nötigen Artefakten auch eine LE und ASP Anzahl, die das untermalt haben.

Dann waren eben auch die oft verschriehenen Schadenszauber nicht so eine sinnlose Verschwendung von ASP wie immer behauptet wird, weil keiner muss gefühlt 200 Runden Buffs aufrecht erhalten oder Gegner blenden. Je nach Spielstil kann man auch mal länger rasten und Tränke gibt es auch.

Aber der epische Moment, wenn man seine halben ASP opfert und mit 15+ Würfel einen Ignifaxius abfeuert, dabei dem fetten Gegner die seine riesen Rüstung wegbrennt und gleich noch eine Batzen LE, während die anderen Gegner einfach nur schockiert sind, sowas fehlt mir.

Klar geht das theoretisch heute auch, aber da muss man schon hart die Limits ignorieren, empfohlenen APs ums 10 oder 20 fache erhöhen und Vorteile auch später nachkaufen lassen. Und selbst dann ist die Versuchung sehr groß nur ein paar wenige Talente zu steigern und das Fluffzeug liegen zu lassen.

Ich hab mir jedenfalls mal vor mehreren Jahen das Pendant meines ersten Magiers mit DSA5 nachgebaut und musste fast weinen, als ich sah, was das für eine lahme Krücke war. Und es hat auch nur ca. 30 mal so lang gedauert ihn zu erstellen und es mussten generell schon etwas fragwürdige Nachteile ins Min Maxing mit rein.

Und auch bei den DSA5 Runden die wir gespielt haben waren da immer min/max Charaktere dabei und für mich hat es einen faden Beigeschack wenn die Werte dann in etwas so aussehen. KK 16, KL 8 oder eben umgekehrt. Gut das kann mal witzig sein sowas dabei zu haben, aber nicht wenn alle Chars so aussehen. Erinnert mich leider stark an DnD, wo ich genau dieses Konzept mit den Extremen eben auch nicht gut finde.


sorry aber du redest n bisschen Zeug das so nicht ganz stimmt. (ich beziehe mich jetzt mal auf DSA 4 da ich DSA 5 nicht kenne).

Ein Magier auf DSA 4 Basis ist GENAUSO gut (fast sogar noch besser wenn man die veränderten Zauber ansieht) als ein DSA 3 Zauberer und JA dies kann ich bestätigen da ein Freund von mir seinen alten DSA 3 Beherrschungsmagier auf DSA 4 gebaut hat. Bitte dran denken das auch die LPs niedriger sind UND es die Wundschwelle / Wunden gibt. Daher haut ein Ignifaxius auch in DSA 4 rein (sogar mehr da du den Gegner eher damit krüppelst als in DSA 3 bei dem es keinen unterschied machte ob du 4 oder 100 LP hattest)

Beherrschungszauber haben teilweise andere Wirkungen (allein der Bannbaladin hat zwischen DSA4.0 und 4.1 andere Besonderheiten) da du diesen halt unterschiedlich wirken kannst (Ignifaxius übrigens auch)

Ich verteidige DSA 4.1 eigentlich nicht häufig da viele Regeln echt übertrieben sind... aber gerade was das "Powerlevel" betrifft war DSA 4.1 ziemlich schnell ziemlich hart (oder nach Ausnutzung einiger Boni / Mali schon bei der Generierung) also hast du imho eher "Power Fantasy" bei 4.1 und den ganzen Manövern als bei DSA 3 :) das is da eher gemächlicht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 5.04.2022 | 09:31
Auf der einen Seite hat man mit Min Maxing gleich am Anfang bessere Werte, bzw muss sich absichtlich ins Bein schießen um nicht zu optimieren.
Das Problem bzw. your Point is?
Eine Progression war absolut da




i
Zitat
Ich hab mir jedenfalls mal vor mehreren Jahen das Pendant meines ersten Magiers mit DSA5 nachgebaut und musste fast weinen, als ich sah, was das für eine lahme Krücke war.
DSA5 ist also schlecht weil der Tag nicht mehr 72 h für Magier hat, die waren in DSA3 nämlich des PG Dream

Und dein Geschmack betreffs Attributsverteilung ist kein Argument betreffs Qualität
Fairerweise musst du zugestehen, dass die Attribute bei D&D der Versionen bis 1999 auch gewürfelt wurden.
Ja, aber nicht der Attack bonus
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 5.04.2022 | 09:35
;-) und die Stats in D&D sind nicht mal SOOO krass wichtig wie in DSA würde ich mal behaupten.

Edit: im Sinne von Talenten usw. Ich brauche ja meist 2 -3 Level damit ich bei D&D einen besseren Bonus bekomme (d.h. solange ich im Bereich zwischen einem neuen Bonus bin ist es egal ob ich jetzt Stärke 13 oder 14 hätte als Beispiel). Bei DSA mit dem drunter würfeln macht das schon n etwas größeren impact imho
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 5.04.2022 | 09:51
liegt nicht am drunter würfeln sondern am Modifikator
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 5.04.2022 | 10:22
;-) und die Stats in D&D sind nicht mal SOOO krass wichtig wie in DSA würde ich mal behaupten.

Edit: im Sinne von Talenten usw. Ich brauche ja meist 2 -3 Level damit ich bei D&D einen besseren Bonus bekomme (d.h. solange ich im Bereich zwischen einem neuen Bonus bin ist es egal ob ich jetzt Stärke 13 oder 14 hätte als Beispiel). Bei DSA mit dem drunter würfeln macht das schon n etwas größeren impact imho
Kommt auf die Edition an, bei DnD5 bewegen sich der "Skill Bonus" im selben Bereich wie das Attribut.

Der große Unterschied ist halt das du bei DSA deinen Bonus auf 3 Proben verteilen musst, und das "Skills" bei DSA im allgemeinen wichtiger sind als bei DnD, wo man ab irgendeinen Punkt das meiste einfach mit Magie substituieren kann.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 5.04.2022 | 10:29
Kommt auf die Edition an, bei DnD5 bewegen sich der "Skill Bonus" im selben Bereich wie das Attribut.

Der große Unterschied ist halt das du bei DSA deinen Bonus auf 3 Proben verteilen musst, und das "Skills" bei DSA im allgemeinen wichtiger sind als bei DnD, wo man ab irgendeinen Punkt das meiste einfach mit Magie substituieren kann.


bei D&D 5 is das doch auch so Atrribut /2 und dann runden. Oder ist das schon Attribut -10 = Bonus?


tbf: hast du auch in DSA

Oh ein verschlossene Tür -> Formamen
Oh ich muss schleichen -> Silentium oder Spurlos Trittlos

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Darius der Duellant am 5.04.2022 | 10:53
Ejjjj, ich mag ja deine kreativen Ideen, deine wunderbaren Erweiterungen und stimmigen Interpretationen für DSA 1, sie waren mir wiederholt ein Quell von Inspiration.
Doch auch, wenn uns da wohl Welten trennen: Ich bin Fan von DSA 4.1. Bekennender.
Nirgendwo sonst sind Welt und Regeln so wunderbar maximal verzahnt, nirgendwo sonst hat man auch nach 10 Jahren Spiel immer noch Bereiche, die man noch kaum kennt und die man mit einem neuen Charakter neu entdecken kann! In kaum einem anderen System fühlt man sich als Magier nach dem entsprechenden Regelstudium tatsächlich wie ein Studierter, der ein Spezialist ist. Und ja, dieses Feeling alleine crankt meine Immersion und meine RP-Lust gehörig nach oben. Ein Dämonenbeschwörer muss tatsächlich auch OT komplizierte Berechnungen durchführen und wenns der Spieler nicht tun mag, na dann viel Glück... Das ist nicht nur für Buchhalter geil, nein einfach auch für den klassischen Nerd, der in eine Sache gerne tief eintaucht, der vorab und auf allen Ebenen das Kopfkino richtig in Wallung bringen möchte. Jemand, der für eine Weile vergessen will, dass er eigentlich im Alltag der öde Hans Peter ist! Dieses System kann man nur leben, drunter gibt´s eigentlich nichts!
Nennt mich irre, aber DSA 4.1 mit all den Flaws und uneinheitlichen Mechaniken inspiriert mich einfach immer wieder neu.

Jenes!

Zur Frage:
4.1
alles davor und danach war natürlich( ;))Weichspülblafasel in unterschiedlicher Varianz.
5.x würde ich eventuell noch anfassen, aber der Auswürfelmist von 1-3 ist furchtbar.
Hab's gespielt, möchte es nicht mehr haben.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 5.04.2022 | 11:45
bei D&D 5 is das doch auch so Atrribut /2 und dann runden. Oder ist das schon Attribut -10 = Bonus?
D&D 5 (Attribut -10)/2 abrundet, also in der Regel zwischen -1 und 5, allerdings startest du auch nur Proficiency Bonus (sprich das Gegenstück zum Talentwert) von 2, und der steigt dann halt mit dem level auf bis zu maximal 6. Der Einfluss auf die Probe von beiden ist also ähnlich groß.

Ausnahme davon sind nur Klassen wie Schurke und Barde die bei ein paar Skills ihren Proficiency Bonus verdoppeln können.

tbf: hast du auch in DSA

Oh ein verschlossene Tür -> Formamen
Oh ich muss schleichen -> Silentium oder Spurlos Trittlos
Bei DSA sind aber ASP in der Regel klapper als die Slots bei DnD. Zumal du dir bei DnD (zumindest in eignen Editionen), bei niedrig stufige Zaubern u.U. auch einen magischen Gegenstand mit den Zauber besorgen kannst.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 5.04.2022 | 11:47
Technisch gesehen ist das DSA Attributswürfelmodell schlecht mit dem D&D Würfelmodell zu vergleichen, weil du ja bei einem einen fixen Wert generierst, beim anderen nur einen Startwert (vor D&D 3E gab's nur in wirklich bizarren Situationen eine Attributssteigerung).
Die DSA2/DSA3 Attributssteigerungsbestätigung durch Würfeln kommt dann halt noch mathematisch noch dazu.

Und die Wichtigkeitseinschätzung der Attributswerte bei DSA ist ja so ein Thema, mit der absolut undurchsichtigen 3w20 Probe…

Denkt auch bitte an das "freundlich" im Titel ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 5.04.2022 | 11:51
Und die Wichtigkeitseinschätzung der Attributswerte bei DSA ist ja so ein Thema, mit der absolut undurchsichtigen 3w20 Probe…

Halt auch noch so ein Grund, sich der allerersten Edition sentimental verbunden zu fühlen -- den Unfug gab's damals einfach noch gar nicht. ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 5.04.2022 | 12:18
Halt auch noch so ein Grund, sich der allerersten Edition sentimental verbunden zu fühlen -- den Unfug gab's damals einfach noch gar nicht. ;)

Solange man (wie gefühlt 90% der Leute und Abenteuer) das Ausbau-Talentsystem ignoriert, denn da konnte man den Mangel einer Chance sehr gut einschätzen ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 5.04.2022 | 12:20

sorry aber du redest n bisschen Zeug das so nicht ganz stimmt. (ich beziehe mich jetzt mal auf DSA 4 da ich DSA 5 nicht kenne).

Ein Magier auf DSA 4 Basis ist GENAUSO gut (fast sogar noch besser wenn man die veränderten Zauber ansieht) als ein DSA 3 Zauberer und JA dies kann ich bestätigen da ein Freund von mir seinen alten DSA 3 Beherrschungsmagier auf DSA 4 gebaut hat. Bitte dran denken das auch die LPs niedriger sind UND es die Wundschwelle / Wunden gibt. Daher haut ein Ignifaxius auch in DSA 4 rein (sogar mehr da du den Gegner eher damit krüppelst als in DSA 3 bei dem es keinen unterschied machte ob du 4 oder 100 LP hattest)

Beherrschungszauber haben teilweise andere Wirkungen (allein der Bannbaladin hat zwischen DSA4.0 und 4.1 andere Besonderheiten) da du diesen halt unterschiedlich wirken kannst (Ignifaxius übrigens auch)

Ich verteidige DSA 4.1 eigentlich nicht häufig da viele Regeln echt übertrieben sind... aber gerade was das "Powerlevel" betrifft war DSA 4.1 ziemlich schnell ziemlich hart (oder nach Ausnutzung einiger Boni / Mali schon bei der Generierung) also hast du imho eher "Power Fantasy" bei 4.1 und den ganzen Manövern als bei DSA 3 :) das is da eher gemächlicht.

Das mag stimmen relativ zu den Gegnern, aber die gesammte Epicness ist deutlich niedriger geworden, weil halt alle schwach sind, gerade wegen der niedrigeren LE
Speziell Wunden sind so eine lahme Mechanik die mir gar nicht gefallen. Naja und bei DSA 5 hat sich das mit den 15 Würfeln sowieso erledigt...

Ich gehör halt aber auch zur Fraktion die lange Kämpfe mag.

Aber bei mir ist es umgekehrt, ich bezieh mich mehr auf DSA5, weil ich das besser kenne als DSA4

Das Problem bzw. your Point is?
Eine Progression war absolut da

The point is: Progression ja, aber plötzlich deutlich geringer.

iDSA5 ist also schlecht weil der Tag nicht mehr 72 h für Magier hat, die waren in DSA3 nämlich des PG Dream
DSA5 ist aus sehr vielen Gründen schlecht, hauptsächlich liegt das aber an den Publikationen und deren Aufbereitung.

Hier gehts aber doch um die persönliche Meinung, was einem gefällt und warum.
In meiner Gruppe war der Magier nicht mehr oder weniger OP als die anderen, ich war halt der Magier (und später meistens der Meister) und daher kann ich da den Vergleich da besser ziehen.

Elf, Krieger und der Zwerg haben damals auch richtig reingehauen, konnten das dafür auch konstanter als ich und von Artefakten haben die auch deutlich mehr profitiert.
Die beiden letzten hatten dann auch entsprechend hohe Attribute, ein paar Manöver gabs ja auch schon und grade der Zwerg hatte dann zum Schluss auch irgendwann über 100 LE und konnte so richtig was einstecken.

Auch die anderen wären bei DSA5 lahme Krücken im Vergleich.
Vielleicht könnten sie einzelne Gegner schneller niederstrecken mit den ganzen neuen Manövern und den Wunden (dafür aber auch selbst schneller niedergestreckt werden), im Kampf gegen mehrere Gegner siehts dann plötzlich nicht mehr so toll aus.

Und dein Geschmack betreffs Attributsverteilung ist kein Argument betreffs Qualität

Es ist ein Argument warum es mir persönlich nicht gefällt.
Fakt ist, das Kaufsystem fördert ein solches Verhalten
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 5.04.2022 | 12:32
Auch die anderen wären bei DSA5 lahme Krücken im Vergleich.
Bei DSA5 haben sie halt das "Problem" das die ganzen recht unbalancierten Verbilligungen die einige "Klassen" bei DSA4 bekommen haben, rausgeworfen haben, so das das Kaufsystem fairer ist.

Nur sind die AP, die sie für einen Starthelden vorgesehen haben, wohl etwas dünn wenn man sich einen kompetenten Magier, Geweihten o.ä. bauen will.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 5.04.2022 | 14:25


Ich gehör halt aber auch zur Fraktion die lange Kämpfe mag.
Und ich fand die Würfelarm LP Ablattierungskämpfe ziemlich langweilig,
Wunden - bzw deren Speciel Effects mag ich wiederum, so Armtreffer zu entwaffnen...
ein guter Treffer kann wahrscheinlich einen Kampf entscheiden

Die Progression bei DSA3 war komplett willkürlich und Zufallsabhängig, von LP -ASP mal abgesehen.
Mein Ardarit hatte bis Level 12 oder mehr das Schwert als Accessoire zum Anzug getragen.
Zitat
100 LE und konnte so richtig was einstecken.
exakt das Problem

Das Problem mit Kampf gegen mehrere Gegner war aber in 3auch da, manövrieren und bewegen sah das grottige System einfach nicht vor

Artefakte sind üblicherweise sehr sehr selten, Ich habe nur einen Dnd Char der jemals eines sah oder benutzte
Ich würde eher sagen das DSA5 System erlaubt sowas und ggf erfordert es
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 5.04.2022 | 14:57
Das mag stimmen relativ zu den Gegnern, aber die gesammte Epicness ist deutlich niedriger geworden, weil halt alle schwach sind, gerade wegen der niedrigeren LE
Speziell Wunden sind so eine lahme Mechanik die mir gar nicht gefallen. Naja und bei DSA 5 hat sich das mit den 15 Würfeln sowieso erledigt...

Ich gehör halt aber auch zur Fraktion die lange Kämpfe mag.

Aber bei mir ist es umgekehrt, ich bezieh mich mehr auf DSA5, weil ich das besser kenne als DSA4

The point is: Progression ja, aber plötzlich deutlich geringer.
DSA5 ist aus sehr vielen Gründen schlecht, hauptsächlich liegt das aber an den Publikationen und deren Aufbereitung.

Hier gehts aber doch um die persönliche Meinung, was einem gefällt und warum.
In meiner Gruppe war der Magier nicht mehr oder weniger OP als die anderen, ich war halt der Magier (und später meistens der Meister) und daher kann ich da den Vergleich da besser ziehen.

Elf, Krieger und der Zwerg haben damals auch richtig reingehauen, konnten das dafür auch konstanter als ich und von Artefakten haben die auch deutlich mehr profitiert.
Die beiden letzten hatten dann auch entsprechend hohe Attribute, ein paar Manöver gabs ja auch schon und grade der Zwerg hatte dann zum Schluss auch irgendwann über 100 LE und konnte so richtig was einstecken.

Auch die anderen wären bei DSA5 lahme Krücken im Vergleich.
Vielleicht könnten sie einzelne Gegner schneller niederstrecken mit den ganzen neuen Manövern und den Wunden (dafür aber auch selbst schneller niedergestreckt werden), im Kampf gegen mehrere Gegner siehts dann plötzlich nicht mehr so toll aus.

Es ist ein Argument warum es mir persönlich nicht gefällt.
Fakt ist, das Kaufsystem fördert ein solches Verhalten


moment: die EPICNESS ist geringer weil die Charaktere nicht mehr 100 plus LP haben und der Krieger außer Wuchtschlag und Finte nix anderes kann (RAW) und der magier halt 15W6 Ignifaxius casten kann und der Gegner steht trozdem noch

OOOKAY und wenn ich jetzt geringere LP habe... und das skaliere.. habe ich EXAKT das gleiche plus noch mehr Manöver die in DSA 3 halt echt gefehlt haben (ja auch wenn ich das "Kampfmanöver Talentbaum Gedöns" nicht mag fand ich die Idee von Gegenhalten, Windmühle usw relativ gut da der mundane Kämpfer hier mehr konnte als "Attacke.... ok geglückt...."). Die EPICness ist nicht anders wenn ich den Endkampf der Simyala Kampagne in DSA 4 oder DSA 3 abhalte. Sie dauert in DSA 3 nur länger da entweder keiner trifft oder der Schaden einfach irrelevant ist und du mit 3 LP genauso gut kämpfst wie mit 100. Da kommt mir das Wundsystem (ich rede hier vom normalen System nicht noch mit Trefferzonen drauf)  wenn du weist der Charakter pfeift aus dem letzten Loch (also mehrere Wunden hat) und er dann doch noch ein Manöver schafft udn deinen Angriff gegenhält oder umwandelt und zwei Angriffe schlägt.....

Warum ist ein kampf "EPIC" wenn er lange dauert weil man versucht 100 plus LP runterzukloppen ohne groß Mögllichkeiten zu haben (RAR) irgendwas anderes zu machen als "Attacke / Parade" würfeln

:) wenn du EPIC willst -> spiel Schatten des Dämonenfürsten: wenn der Schurke nen Extra Zug bekommt weil er ne 20 gewürfelt hat und er dann noch critet , der Priester seinem Pistolenhelden unterstütz und ihm so einen Bonuswürfel auf den Angriff gibt der dann dafür sorgt das der Gegner nen negativen Status bekommt, der Templer mit wucht auf den Gegner schmettert und dann noch zusätzliche Manöver hat die er aktivieren kann..... und das alles bei max 70 LP pro Gegner (und man würfelt max 5W6)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 5.04.2022 | 16:22
Bei DSA5 haben sie halt das "Problem" das die ganzen recht unbalancierten Verbilligungen die einige "Klassen" bei DSA4 bekommen haben, rausgeworfen haben, so das das Kaufsystem fairer ist.

Nur sind die AP, die sie für einen Starthelden vorgesehen haben, wohl etwas dünn wenn man sich einen kompetenten Magier, Geweihten o.ä. bauen will.

Ich meinte damit eher die hochstufigen Varianten, also quasi das Ziel.
Neue Helden bei DSA5 und noch mehr bei DSA4 sind schon deutlich kompetenter als der Startheld bei DSA 3 oder sagen wir spezialisierter und in dem was sie machen, das können sie dafür schon halbwegs gut.
Was aber eben auch in Kombination mit dem geringeren Maximum heißt dass die Progression langsamer ist.

Und ich fand die Würfelarm LP Ablattierungskämpfe ziemlich langweilig,
Wunden - bzw deren Speciel Effects mag ich wiederum, so Armtreffer zu entwaffnen...
ein guter Treffer kann wahrscheinlich einen Kampf entscheiden
Ich kann dir nur sagen wie ich und meine Gruppe das sehen, ich wills ja auch keinem aufzwingen

Die Progression bei DSA3 war komplett willkürlich und Zufallsabhängig, von LP -ASP mal abgesehen.
Mein Ardarit hatte bis Level 12 oder mehr das Schwert als Accessoire zum Anzug getragen.exakt das Problem
Ich sage nicht, dass es keine Nachteile gibt und auch wir haben im Laufe der Zeit etwas rumgeschraubt.
Weniger Punkte, dafür direkt steigern wurde schonmal genannt. Wir haben dann irgendwann die Schwelle für die Würfel runtergesetzt und im oberen Bereich einen vierten eingeführt.
Ich mag aber das Konzept von Stufen/Lvls mehr als direkt APs auszugeben aus schon genannten Gründen.

Das Problem mit Kampf gegen mehrere Gegner war aber in 3auch da, manövrieren und bewegen sah das grottige System einfach nicht vor
Die höheren LE in Summe mit der deutlich höheren Parade, bzw mehrfarch Paraden ohne Abzug mit manchen Waffen verringern dieses Problem deutlich.
Mit einer halbwegs brauchbaren Rüstung kannst du da schon mal 5-6 Treffer einstecken, ohne in Panick zu verfallen.

Artefakte sind üblicherweise sehr sehr selten, Ich habe nur einen Dnd Char der jemals eines sah oder benutzte
Ich würde eher sagen das DSA5 System erlaubt sowas und ggf erfordert es
Meintest du DSA3 oder wirklich DnD, weil in letzterem gibts die doch wie Sand am Meer.
Wie selten Artefakte sind, entscheidet der Spilstil und ist das was am leichtesten änderbar ist. Dass Artefakte selten sind, sagt die Weltbeschreibung und hat mit den Regeln erstmal nichts zu tun.
Für irgendwas müssen die Helden ihre Kohle jedenfalls ausgeben. Bei mir waren's mehr die Bücher, bei den anderen eben Waffen und magische Gegenstände.
Andere Gruppen kaufen sich dann vielleicht eine Villa oder Söldner oder bekommen schlicht einfach nix. Aber wie gesagt Spilstil.

moment: die EPICNESS ist geringer weil die Charaktere nicht mehr 100 plus LP haben und der Krieger außer Wuchtschlag und Finte nix anderes kann (RAW) und der magier halt 15W6 Ignifaxius casten kann und der Gegner steht trozdem noch
Kurz gesagt, Ja
Wobei "außer Wuchtschlag und Finte nix kann" ist relativ.
Weil erstens war man immer schon angehalten Systeme auch zu erweitern
Und zweitens brauch man nicht für alles genaue Verregelungen wie das z.B mit Drölfzig Manövern in DSA5 ist. Wozu gibts Talente wie Akrobatik, Körperbeherschung, Ringen und Hruzat. Man kann auch mal etwas kreativ werden  ;)


OOOKAY und wenn ich jetzt geringere LP habe... und das skaliere.. habe ich EXAKT das gleiche
Nein hast du absolut nicht, der Unterschied ist Tag und Nacht.
Das ist als ob man eine einen Action Film wie John Wick mit einem Anime Fight wie Goku vs Vegeta aus DB Kai vergleicht.
Beide sind "Bad Ass" aber nur eins davon auch episch.
(Extrembeispiel, bitte nicht drauf festnageln, ich will in DSA nicht 2 Ignifaxius in einem Powerstruggle sehen  ;) )

plus noch mehr Manöver die in DSA 3 halt echt gefehlt haben (ja auch wenn ich das "Kampfmanöver Talentbaum Gedöns" nicht mag fand ich die Idee von Gegenhalten, Windmühle usw relativ gut da der mundane Kämpfer hier mehr konnte als "Attacke.... ok geglückt...."). Die EPICness ist nicht anders wenn ich den Endkampf der Simyala Kampagne in DSA 4 oder DSA 3 abhalte. Sie dauert in DSA 3 nur länger da entweder keiner trifft oder der Schaden einfach irrelevant ist und du mit 3 LP genauso gut kämpfst wie mit 100. Da kommt mir das Wundsystem (ich rede hier vom normalen System nicht noch mit Trefferzonen drauf)  wenn du weist der Charakter pfeift aus dem letzten Loch (also mehrere Wunden hat) und er dann doch noch ein Manöver schafft udn deinen Angriff gegenhält oder umwandelt und zwei Angriffe schlägt.....
Simyala ist auch keine High Level Kampagne sondern relativ im unteren Bereich angesiedelt.
Und ich sage auch nicht, dass ein paar Sonderfertigkeiten für profane Helden nicht nett wären. Kann man alles einführen.
Der Üerzahl in DSA5 ist aber deutlich übertrieben

Warum ist ein kampf "EPIC" wenn er lange dauert weil man versucht 100 plus LP runterzukloppen ohne groß Mögllichkeiten zu haben (RAR) irgendwas anderes zu machen als "Attacke / Parade" würfeln
Da fehtl dir dann einfach die Fantasy, weil auch ohne Verregelungen kann man deutlich mehr machen als nur "Angriff"
Auch ein Wuchtschlag ist nicht einfach nur "Ich mache einen Wuchtschlag".

Längere Kämpfe bedeutet auch, dass generell mehr passiert, da einfach mehr Aktionen ausgeführt werden.
Dann gibt es auch öfter mal Drehungen/Wendungen und es passieren auch öfter kritische Treffer und Patzer auf beiden Seiten.

Die Gruppe erinnert sich jedenfalls nicht jahrzehnte später noch gerne an den Kampf, wo der Gegner nach der dritten Attacke umgefallen ist.

:) wenn du EPIC willst -> spiel Schatten des Dämonenfürsten: wenn der Schurke nen Extra Zug bekommt weil er ne 20 gewürfelt hat und er dann noch critet , der Priester seinem Pistolenhelden unterstütz und ihm so einen Bonuswürfel auf den Angriff gibt der dann dafür sorgt das der Gegner nen negativen Status bekommt, der Templer mit wucht auf den Gegner schmettert und dann noch zusätzliche Manöver hat die er aktivieren kann..... und das alles bei max 70 LP pro Gegner (und man würfelt max 5W6)

Ich sage nicht, dass ich ein rein episches System haben will. Mir fehlt die Tatsache dass es diese Levels gar nicht mehr erreicht.
Es hat schon seinen Grund warum DSA als Bauerngaming verschrien ist.

Und nochmal es ist die generelle Progression die mir fehlt.

Ab DSA4 starten Charaktere halbwegs kompetent und werden halt noch kompetenter.
In DSA3 starten die Spieler als Waschlappen und werden richtige Helden. Klar, DND Levels erreicht man nie, brauche ich jetzt auch nicht.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 5.04.2022 | 16:36
ok hier kann ich dir zustimmen:

"Ab DSA4 starten Charaktere halbwegs kompetent und werden halt noch kompetenter.
In DSA3 starten die Spieler als Waschlappen und werden richtige Helden. Klar, DND Levels erreicht man nie, brauche ich jetzt auch nicht."

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 5.04.2022 | 16:47
der Krieger außer Wuchtschlag und Finte nix anderes kann (RAW)

Wenn ich mich richtig erinnere, war das etwas, was mich bei der estmaligen Konfrontation mit DSA4 gestört hat: Früher konnte jeder Finten und angesagte Attacken, jetzt braucht man für sowas plötzlich i-welche Sonderfertigkeiten.

Überhaupt Sonderfertigkeiten: Die find ich bei einem ohnehin schon einigermaßen komplexen System wie DSA überflüssig und nervtötend (jede Edition nach der 1.).
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 5.04.2022 | 16:51
Meintest du DSA3 oder wirklich DnD, weil in letzterem gibts die doch wie Sand am Meer.

Vorsicht, unterschiedliche Begriffe. Bei D&D gibt's magische Gegenstände ziemlich reichlich -- aber "Artefakte", dort als einmalige legendäre magische Gegenstände verstanden, sind trotzdem recht selten und viele Spielercharaktere dürften in der Praxis von denen nie auch nur mal eins in den Händen gehalten haben. Mittlerweise geht DSA, wenn ich das recht verstanden habe, seinerseits einfach nur mit dem "Artefakt"-Etikett deutlich freizügiger um...
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 5.04.2022 | 16:56
Wenn ich mich richtig erinnere, war das etwas, was mich bei der estmaligen Konfrontation mit DSA4 gestört hat: Früher konnte jeder Finten und angesagte Attacken, jetzt braucht man für sowas plötzlich i-welche Sonderfertigkeiten.

Überhaupt Sonderfertigkeiten: Die find ich bei einem ohnehin schon einigermaßen komplexen System wie DSA überflüssig und nervtötend (jede Edition nach der 1.).

du kannst auch in DSA 4 den Wuchtschlag und die Finte... .nur halt nicht so gut (also 2 punkte = 1 Punkt erleichterung / erschwernis). Der rest ist dann aber für mich logisch das ein Krieger in seine Jugend nix anderes gemacht hat als "Schwing dein Schwert und mach AUA" einiges mehr an kniffe gelernt hat :) daher fand ich die IDEE der Kampfmanöver gut.

Das man dann aber wie ein "du brauchst x damit du y machen kannst" und "Manöver y kann mit Manöver Z nicht gekontert werden und Waffe abc kann dieses Manöver nicht ausführen" war dann wieder zuviel

Die idee das ein Rapier z.b. als reine Stich Waffe kleine nervige Wunden reissen kann (PIEKS PIEKS PIEKS) z.b. fand ich super und machte das Rapier auf einmal sinnvoller im vergleich zu DSA3 wo es (sind wir ehrlich) nur Background war ob ich jetzt mit dem schwächeren Rapier / Stilett kämpfe oder das gute alte Schwert nehme.

DSA 4.1 WAR over the top mit den Regeln... aber zwischen den Regeln war schon cooles Zeug das ich so jederzeit gerne in eine DSA 3 Runde nehmen würde. Kampfmanöver kann man ja z.b. bei "Waffentalent X auf Y haben und dazu Eigenschaft A auf Wert B" und fertig :) dazu eine kürzere Liste und ich wäre happy
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ma tetz am 5.04.2022 | 17:25
Für mich ist die "schwache" Progression von DSA 4+ Feature und kein Bug. Wobei ein SC mit 10k+ Erfahrungspunkten schon in einer anderen Liga spielt, als ein Startcharakter.

Zum einen können unterschiedlich kompetente SC gut in einer Gruppe existieren. Zum anderen ist das Spiel von Anfang bis Endgame noch das Gleiche. Das ist bei "Rattenfänger zu Halbgott"-Systemen (meist Stufensysteme) nicht so.

Und Epic hängt imho nicht an der Dauer des Kampfes sondern an dem Einsatz bzw. dem Risiko, dass mit einem Scheitern der einzelnen Aktionen bzw. der gesamten Situation verbunden ist.

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 5.04.2022 | 17:34
DSA4 hat doch nur ne schwache Progression wenn man am Anfang alles arg optimiert, sonst ist die so schnell wie selten wo weil einem das System nicht viel in den Weg wirft zum Alles-in-Waffe-Sinnenschärfe-Selbstbeherrschung.

Aber wurscht, das ist ja – genau wie die Zufallsproblematik von DSA2/3 – arg easy vom Meister zu fixen. Sofern man sich traut, DSA4 ist ja irgendwie recht Hausregelarm weil alles ziemlich stark verwoben ist (So Megawerke wie "Harte Schale" mal nicht mitgerechnet).

Bei Kampfmanövern ist halt oft das Problem, dass du sehr hohe Aufschläge hast, sich die (gelernt oder nicht) erst dann lohnen wenn du den Skill recht auf Maximum hast. Dementsprechend eine oft seltsame Steigerungsmethodik wo AT/PA furchtbar geschwind jehnseits von 18/17 gehauen werden und dann erst die Verfügbarkeit von Manöver-Trainern nachgefragt wird.

Das Vorbild GURPS löst sowas ein bisschen besser, zum einen durch die 3w6 Verteilung, zum anderen durch den Ausgleich der Mali durch bestimmte Situationen. Hat der Gegner keine Parade, kann ich auch auf meine verzichten und damit trotz Manöver in eine gute Lage kommen. Und mitunter geht halt auch ohne Manöver nichts, was bei den Basiswerten von DSA was z.B. RS vis-a-vis Schaden betrifft seltener kommt.

Gehen wir noch weiter im Regelvorlagen-Bereich zurück haben wir Harnmaster, wo sowas wie "Gegenhalten" zum Grundprinzip erkoren wurde.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: AlucartDante am 5.04.2022 | 18:36
Mein Eindruck war, dass DSA4 Charaktere sowohl zu Beginn als auch in hohen Stufen mehr drauf hatten, als DSA3 Charaktere. Ich fand die Progression bei DSA4 super und wirklich episch.

DSA3 Stufe 15 Helden werden von Stufe 1 Räubern überfallen. Mein Charakter greift an. Der Räuber pariert. Oder pariert nicht, bekommt 20 Schaden und der Spielleiter erklärt mir, dass er noch nicht mal geschwächt ist, sondern mit normaler Stärke zurück angreift.

Bei DSA 4 konnten meine Stufe 15 Helden die Räuber manchmal mit einem, maximal mit zwei Streichen ausschalten. Unser Stufe 17 Magier konnte mit Druidenrache auch wirklich einige Sachen bewirken, die unser Magier aus DSA niemal hingekriegt hätte. Das war wirklich beeindruckend für mich, da dabei zu sein.

DnD wirkte da immer eher lyrisch oder dramatisch als episch auf mich.

Aber am Ende kommt es ja immer darauf an, welche Epen man ließt. Rosamunde Pilcher, JRR Tolkien und GRR Martin sind ja auch nicht gleich.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 5.04.2022 | 19:19
auch wir haben im Laufe der Zeit etwas rumgeschraubt.
eher massiv umgebaut


Zitat
Die höheren LE in Summe mit der deutlich höheren Parade,
langweilig


Zitat
Mit einer halbwegs brauchbaren Rüstung
was soll das sein?

Zitat
wirklich DnD,
exakt dieses, ein Dragon Orb


Zitat
Für irgendwas müssen die Helden ihre Kohle jedenfalls ausgeben.
sowas wie Sturmbringer, Excalibur, der Gral, der eine Ring und die Silmaril kann man ganz normal kaufen?

Das RAMC nach John Wick bei euch aussah bezweifle ich
https://www.youtube.com/watch?v=v00zKyXbfD4
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 5.04.2022 | 20:12
Vorsicht, unterschiedliche Begriffe. Bei D&D gibt's magische Gegenstände ziemlich reichlich -- aber "Artefakte", dort als einmalige legendäre magische Gegenstände verstanden, sind trotzdem recht selten und viele Spielercharaktere dürften in der Praxis von denen nie auch nur mal eins in den Händen gehalten haben. Mittlerweise geht DSA, wenn ich das recht verstanden habe, seinerseits einfach nur mit dem "Artefakt"-Etikett deutlich freizügiger um...

Spitzfindigkeiten von Begriffen, wir vergleichen nicht Begriffe sondern Items, ob die jetzt "Magische Gegenstände", "Artefakte" oder "Ultra Rare Legendary Sets" heißen ist dabei irrelvant.
Magische Gegenstände sind in DnD deutlich häufiger als z.B im offiziellen Aventurien, wie auch immer sie heißen mögen.

Die idee das ein Rapier z.b. als reine Stich Waffe kleine nervige Wunden reissen kann (PIEKS PIEKS PIEKS) z.b. fand ich super und machte das Rapier auf einmal sinnvoller im vergleich zu DSA3 wo es (sind wir ehrlich) nur Background war ob ich jetzt mit dem schwächeren Rapier / Stilett kämpfe oder das gute alte Schwert nehme.
Würd ich so nicht sagen, bei uns hat ein Rapier z.B bei Skeletten keinen Schaden gemacht.
Hat dazu geführt, dass einmal ein Held das Ding an der Klinge angefasst, für einen Kampf als stumpfe Hiebwache misbraucht und dafür trotz Handschuhe auch selbst schaden bekommen hat.
Aber bei den neueren Editionen kommts mir immer so vor, wie wenn etwas nirgendwo steht, gibts das auch nicht --> 15000 Regelseiten

DSA4 hat doch nur ne schwache Progression wenn man am Anfang alles arg optimiert, sonst ist die so schnell wie selten wo weil einem das System nicht viel in den Weg wirft zum Alles-in-Waffe-Sinnenschärfe-Selbstbeherrschung.
Was aber das System aber stark fördert, nehm mich das selber auch nicht aus.
Man hat auch nur Nachteile es nicht zu machen.

Mein Eindruck war, dass DSA4 Charaktere sowohl zu Beginn als auch in hohen Stufen mehr drauf hatten, als DSA3 Charaktere. Ich fand die Progression bei DSA4 super und wirklich episch.

DSA3 Stufe 15 Helden werden von Stufe 1 Räubern überfallen. Mein Charakter greift an. Der Räuber pariert. Oder pariert nicht, bekommt 20 Schaden und der Spielleiter erklärt mir, dass er noch nicht mal geschwächt ist, sondern mit normaler Stärke zurück angreift.

Also in DSA3:
Ein "Stufe 1 Räuber" (Gegner hatten wenn überhaupt so viel LE wie der Standardheld, meistens etwas weniger) der 20 Schaden nimmt, greift sicher nicht sofort normal zurück an, sondern fällt auf 10 und ergreift laut Regeln afair panisch die Flucht oder ergibt sich. Bei 5 geht er KO. Es gab nur wenige Ausnahmen wo das nicht so war, in den Kauf-Abenteuern stand dann immer dabei "Ergiebt sich nie und kämpft bis zum Tod"

eher massiv umgebaut
nicht wirklich.

langweilig
deine Meinung

was soll das sein?
RS 4, sowas wie Kettenhemd zum Beispiel.

exakt dieses, ein Dragon Orb
Dann bleib ich dabei, siehe oben.

sowas wie Sturmbringer, Excalibur, der Gral, der eine Ring und die Silmaril kann man ganz normal kaufen?
Nein, aber Waffen aus magischen Metallen mit zusätzlichen TP.
Oder aber wiederaufladbare, verzauberte Items alla Flammenschwert, Frostklinge, Donnerspeer.

Und ich würde nicht sagen "normal" kaufen.
Aber ich kann mir auch nicht normal ein goldenes Waschbecken kaufen, trotzdem gibts sowas.
Wenn man es genau nimmt, kann ich nichtmal "normal" einfach so ein Haus kaufen.

Das RAMC nach John Wick bei euch aussah bezweifle ich
https://www.youtube.com/watch?v=v00zKyXbfD4
Ich sagte im Vergleich zu z.B Dragonball, wo sich die Kontrahenten schneller als das Auge bewegen, teleportieren und fliegen, sich mit Energiestrahlen beschießen und Monde explodieren.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 5.04.2022 | 20:23
Spitzfindigkeiten von Begriffen, wir vergleichen nicht Begriffe sondern Items, ob die jetzt "Magische Gegenstände", "Artefakte" oder "Ultra Rare Legendary Sets" heißen ist dabei irrelvant.
Unter Artefakten verstehe ich im RPG Gegenstände von Macht und Schicksal wie den Einen Ring


Zitat
Magische Gegenstände sind in DnD deutlich häufiger als z.B im offiziellen Aventurien,
klar
sowas
Zitat
Oder aber wiederaufladbare, verzauberte Items alla Flammenschwert, Frostklinge, Donnerspeer.
zähle ich kaum dazu
Zitat
Würd ich so nicht sagen, bei uns hat ein Rapier z.B bei Skeletten keinen Schaden gemacht.
Hat dazu geführt, dass einmal ein Held das Ding an der Klinge angefasst, für einen Kampf als stumpfe Hiebwache misbraucht und dafür trotz Handschuhe auch selbst schaden bekommen hat.
Mordhau macht man normalerweise mit dem Schwert und kompetent gemacht schneidet man sich nicht.
Die Klinge ist übrigens mkn wesentlixch effektiver gegen Knochen

Zitat
deine Meinung
Zitat
RS 4, sowas wie Kettenhemd zum Beispiel.
fängt noch nichtmal einen durchschnittlichen Schwerthieb ab

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Samael am 5.04.2022 | 20:25
Fairerweise sollte man Editionen vergleichen, die zeitgleich auf dem Markt waren. Also DnD 3e und DSA 4 (beide mit Point Bye Regeln) bzw. ADnD 2nd und DSA3 (Attribute werden gewürfelt). :)


Ja, dachte das wäre klar.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 5.04.2022 | 20:59
Spitzfindigkeiten von Begriffen, wir vergleichen nicht Begriffe sondern Items, ob die jetzt "Magische Gegenstände", "Artefakte" oder "Ultra Rare Legendary Sets" heißen ist dabei irrelvant.
Magische Gegenstände sind in DnD deutlich häufiger als z.B im offiziellen Aventurien, wie auch immer sie heißen mögen.

Wie auch immer. Mir ging's schlicht um das Aufklären der eventuellen Begriffsverwirrung; eine wie hohe oder niedrige Häufigkeit das moderne Kanon-Aventurien nun genau für bauergamemäßig angemessen hält, geht mir dabei einigermaßen am Allerwertesten vorbei. Wahrscheinlich macht es das aus meiner ganz persönlichen Sicht eh genauso "falsch" wie D&D, nur halt vielleicht nicht auf genau dieselbe Weise. ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Isegrim am 6.04.2022 | 00:09
Der rest ist dann aber für mich logisch das ein Krieger in seine Jugend nix anderes gemacht hat als "Schwing dein Schwert und mach AUA" einiges mehr an kniffe gelernt hat :) daher fand ich die IDEE der Kampfmanöver gut.

Ich fand immer, das wird mit den höheren AT- & PA-Werten schon hinreichend berücksichtigt. Die ganzen Sondermanöver als eigens zu kaufende Fertigkeiten macht Kampf für die Chars, die nicht so drauf geskillt sind und die daher nicht haben, so langweilig und eingeschränkt. Gut, mit AT 10 spielts kaum eine Rolle, zugegeben... ;)

Hab die DSA4(.1)-Regeln aber nur ein paar Sessions lang bespielt, ist also nur ein oberflächlicher Eindruck.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 6.04.2022 | 01:26
Unter Artefakten verstehe ich im RPG Gegenstände von Macht und Schicksal wie den Einen Ring
In vielen RPGS und anderen Fantasy Medien sind Artefakte und Magic Items Synonyme, wobei zugegebenermaßen Artefakte meistens alt und mysteriös sind (aber nicht unbedingt mächtig oder einzigartig)

Mordhau macht man normalerweise mit dem Schwert und kompetent gemacht schneidet man sich nicht.
Die Klinge ist übrigens mkn wesentlixch effektiver gegen Knochen
Wenn man denn eins hat, der hatte damals keins.
Ist lange her und wurde gewisserweise hangewedelt, weil die Idee so gut ankam.

fängt noch nichtmal einen durchschnittlichen Schwerthieb ab
Ich rechne dir das mal eben vor.
1W6 + 4, sagen wir mit 2KK Aufschlag 1W6 +6 ->im Durchschnitt 3,5 + 6 = 9,5
9,5 - 4RS = 5,5.
5,5 * 5 Hits = 27,5

Das ist in etwa die Hälfte der LE eines mittelstufigen Chars.
Ich sagte, das kann man mal einstecken, ohne gleich in Panik auszubrechen und bleibe dabei.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2022 | 08:51
IMNHO müsste das mindestens den "Durchschnitt", von 7 -,8 TP abfangen , schafft aber nicht mal den Mindestschaden von 5.

Sorry außer DSA kenne ich kein RPG das magische Gegenstände als Artefakte bezeichnet.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 6.04.2022 | 09:06
Thema frühzeitige Skillmaximierung:
Was aber das System aber stark fördert, nehm mich das selber auch nicht aus.
Man hat auch nur Nachteile es nicht zu machen.

Ich seh' da keine Förderung. Eskalierende Skill-Kosten sollten eigentlich eher dafür sorgen, dass mehr in die Breite gegangen wird. Da könnte man auch noch leicht draufhauen mit den optionalen Regeln – wenn du niemanden hast der in deinem Talent gut über dir hast, ist das eher Selbststudium.

Ja, vom Kosten-Nutzen Faktor würde wohl selbst das nicht reichen…
Rein von den Punkte-Kosten sind hohe Meisterschaftsgrade zu einfach zu erreichen, das lässt sich rein mathematisch nicht gut regeln. Hier hatten Stufenregeln eindeutig Vorteile.
Es ist manchmal ein Witz wenn NSCs als Koryphäen und Meister ihres Gebietes beschrieben werden und SCs dann so ganz nebenbei auf höhere Werte kommen, weil spieleffektiv. Weil Orks schlachten und Tränke analysieren manchen Meistern wohl reichen, bzw. die bis auf das Verteilen von "speziellen Erfahrungen" erst gar nicht ins Punkteverteilen eingreifen. Seufz.

Und argh, hier wird ja grad ziemlich zu Tode gequoted.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 6.04.2022 | 10:06
Sorry außer DSA kenne ich kein RPG das magische Gegenstände als Artefakte bezeichnet.

Mit Magic: the Addiction kenne ich zumindest ein populäres Kartenspiel für Nerds, das genau das tut. :)

Und umgekehrt ist die Idee, daß ein "Artefakt" einzigartig, über die "gewöhnlichen" magischen Gegenstände erhaben, und ggf. auch mit seinen ganz eigenen Risiken und Nebenwirkungen einfach qua Artefaktstatus behaftet sein muß, ja auch mehr auf dem speziellen Mist von D&D gewachsen; viele andere Spiele benutzen den Begriff einfach überhaupt gar nicht erst, und außerhalb des Themenbereichs Spiele wird er sowieso schon wieder anderweitig verwendet. Lohnt sich also nicht wirklich, sich an diesem einen Wort großartig aufzuhängen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 6.04.2022 | 11:57
Mit Magic: the Addiction kenne ich zumindest ein populäres Kartenspiel für Nerds, das genau das tut. :)

Und umgekehrt ist die Idee, daß ein "Artefakt" einzigartig, über die "gewöhnlichen" magischen Gegenstände erhaben, und ggf. auch mit seinen ganz eigenen Risiken und Nebenwirkungen einfach qua Artefaktstatus behaftet sein muß, ja auch mehr auf dem speziellen Mist von D&D gewachsen; viele andere Spiele benutzen den Begriff einfach überhaupt gar nicht erst, und außerhalb des Themenbereichs Spiele wird er sowieso schon wieder anderweitig verwendet. Lohnt sich also nicht wirklich, sich an diesem einen Wort großartig aufzuhängen.


ich will dich jetzt nicht widersprechen nur.... Artefaktmagier sind ab DSA 4 jetzt nichts neues und dieser kann neben kleineren magischen Gegenständen auch mächtigere Herstellen. Kostet nur ein paar permanente ASP. Dazu musst du nichtmal hochstufig sein.

Wir können also sagen VOR DSA 4 waren magische Gegenstände = Artefakte. Mittlerweile sind Artefakte richtig krass mächtige Artefakte für die mehrere Artefaktmagier was zusammen bauen müssen
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 6.04.2022 | 13:06

ich will dich jetzt nicht widersprechen nur.... Artefaktmagier sind ab DSA 4 jetzt nichts neues und dieser kann neben kleineren magischen Gegenständen auch mächtigere Herstellen. Kostet nur ein paar permanente ASP. Dazu musst du nichtmal hochstufig sein.

Wir können also sagen VOR DSA 4 waren magische Gegenstände = Artefakte. Mittlerweile sind Artefakte richtig krass mächtige Artefakte für die mehrere Artefaktmagier was zusammen bauen müssen

Mittlerweile geht bei D&D die Unterscheidung zwischen "normalen" magischen Gegenständen einer- und Artefakten als legendärer Extraklasse andererseits bis hin zu Eldritch Wizardry (Erscheinungsjahr 1976) zurück -- da gab's DSA noch nicht mal als Idee. Unter Vorbehalt von eventuellen Zeitreise-Verschwörungstheorien sollte die Frage, wer im Rollenspielbereich zuerst dem Wort "Artefakt" eine neue Bedeutung zugewiesen und dann mit der um sich geschmissen hat, für Interessierte damit also eigentlich halbwegs geklärt sein. :)

(Persönlich ist es mir, wie gesagt, einigermaßen egal. Bei genauerem Überlegen ist für mich "magischer Gegenstand" eigentlich sogar der sinnvollere Begriff, weil wenigstens eindeutig. "Artefakte" ganz ohne magische Assoziationen gibt's ja beispielsweise auch in der Archäologie, da sagt mir das A-Wort also unter Umständen wenig, wenn mein Charakter in der Spielweltlandschaft über eine alte Vase stolpert...)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 6.04.2022 | 17:31
Thema frühzeitige Skillmaximierung:
Ich seh' da keine Förderung. Eskalierende Skill-Kosten sollten eigentlich eher dafür sorgen, dass mehr in die Breite gegangen wird. Da könnte man auch noch leicht draufhauen mit den optionalen Regeln – wenn du niemanden hast der in deinem Talent gut über dir hast, ist das eher Selbststudium.

Ja, vom Kosten-Nutzen Faktor würde wohl selbst das nicht reichen…
Rein von den Punkte-Kosten sind hohe Meisterschaftsgrade zu einfach zu erreichen, das lässt sich rein mathematisch nicht gut regeln. Hier hatten Stufenregeln eindeutig Vorteile.
Es ist manchmal ein Witz wenn NSCs als Koryphäen und Meister ihres Gebietes beschrieben werden und SCs dann so ganz nebenbei auf höhere Werte kommen, weil spieleffektiv. Weil Orks schlachten und Tränke analysieren manchen Meistern wohl reichen, bzw. die bis auf das Verteilen von "speziellen Erfahrungen" erst gar nicht ins Punkteverteilen eingreifen. Seufz.
In der Praxis (meiner Erfahrung nach) führt das trotzdem oft dazu, dass ein paar wenige Talente und Fertigkeiten gesteigert werden und das dafür immer langsamer. Bzw. da es mittlerweile so viele Talente und Fertigkeiten gibt, kann man dann auf andere wechseln, bleibt aber in seiner Nichensparte.
DSA5 versucht das ganze zumindest bei den Attributen zu limitieren, bei der Charaktererschaffung. Dann hörts aber auf.

Im Gegensatz dazu hatte man bei DSA 2/3 beim Stufenanstieg irgendwann seine Kernsteigerungen durch und dann immer noch einige Versuche für Sekundär und Fluff Talente übrig.
Da hat man dann auch mal niedrigere Sacheh mitgenommen, einfach weil der Erfolg wahrscheinlicher war.

Das mit den speziellen Erfahrungen ist gefühlt seit spätestens DSA5 tot (und war bei DSA4 lästig mit der Buchführung? So hab ich das zumindest gehört)

IMNHO müsste das mindestens den "Durchschnitt", von 7 -,8 TP abfangen , schafft aber nicht mal den Mindestschaden von 5.
Wieso genau "müsste" es das?

Meine Grundaussage bleibt, mit den höheren Paradewerten, höheren LE und einer halbwegs brauchbaren Rüstung hältst du in DSA3 was aus und kannst daher auch mal leichter gegen mehrere Gegner kämpfen.

In DSA5 dagegen ist die Grundparade schon mal gering (weil Kämpfe dauern ja so lang), wird nochmal deutlich geringer für sekundär und terzär Paraden (da sowieso schon quasi 0) und du hast bei gleichen Schadenswerten (und Rüstungswerten) weniger LE um die Hiebe einzustecken. Mit Pech sind auch gleich noch ein paar Wunden dabei.

Nach der zweiten Runde liegt der Char am Boden oder hat sich bereits ins Reich der Toten verabschiedet. Das war füher nicht so.

Sorry außer DSA kenne ich kein RPG das magische Gegenstände als Artefakte bezeichnet.
Ich kenne ehrlich außer DnD nichts, was da speziell einen Unterschied macht.
Und kommt der Name der Artificer Klasse nicht eigentlich vom Wort Artifact, das sind jetz nicht so die Typen, die den einen Ring schmieden.
Macht das ganze nochmal abstruser für mich.

Ich hab aber auch noch nie wirklich gehört, dass in den Büchern oder Filmen etwa der eine Ring, Exkalibur oder Sturmbringer speziell als Artefakt bezeichnet würden. Die sind so einzigartig in ihrer Welt, jeder weiß was es ist und es gibt nichts vergleichbares.
Das Herr der Ringe TCG aber listet z.B so ziemlich jedes Magic Item, das jemals vorgekommen ist als Artefakt.
Angefangen von allen Ringen, über die Zauberstäbe der Magier, Anduril bis hin zu der Phiole mit dem Licht Earendils

Wenn der Begriff in Medien überhaupt für starke einzigartige Items verwendet wird, dann meistens in dem Zusammenhang "mächtiges Artefakt", was bedeutet, es muss auch nicht mächtige Artefakte geben.

Wie gesagt aus dem Kontext, wie der Begriff meistens verwendet wird, kann man schließen dass Artefakte normalerweise alt und daher mysteriös sind, was auch in etwa zur realen Verwendung passt (minus Magie). In vielen Settings sind die einzigen Magic Items auch alt und werden nicht mehr hergestellt, daher sind sie oft Synonyme.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ma tetz am 6.04.2022 | 19:19
Zitat
  DSA5 versucht das ganze zumindest bei den Attributen zu limitieren, bei der Charaktererschaffung. Dann hörts aber auf.   

Auf Seite 39 des Regelwerks sind auch die Fertigkeitswerte bei Erschaffung mit einem Maximum bei der Charaktererschaffung versehen.
Danach liegt alles in der Hand der spielenden. Aber ich kenne kein Kaufsystem, wo das nicht so ist.
Und zumindest in meiner DSA4/5 Gruppe gab es one-trick-ponies eher selten.
In anderen Gruppen mag das anders sein.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 6.04.2022 | 19:27
In der Praxis (meiner Erfahrung nach) führt das trotzdem oft dazu, dass ein paar wenige Talente und Fertigkeiten gesteigert werden und das dafür immer langsamer.
war das bei euch mit und ohne Würfeln anders, und wurden dann nicht nur die Steigerungen mit denen man sonst nix anfangen konnte verflufft?
Dein Argument widerlegt sich selbst

Spezielle Erfahrungen waren mal wieder eine inkompetente Kopie, und gehörten wie der Rest der Lehren - Lernen etc Regeln auf die Giftmülldeponie

Zitat
Wieso genau "müsste" es das?
Weil ich das von einer ordentlichen mittelalterlichen Kettenrüstung erwarte
Du lobst gerade was ich am DSA 3 KS grottenschlecht finde.

Nebenbei habe ich gaube ich nicht kritisiert das andere Systeme alles Magic Items nennen sondern das DSA alle magischen Gegenstände als Artefakte kategorisiert.
Was ist Siebenstreich, Armalion, Das ewige Licht ....

btw Artificer dürfe eher von Artisan kommen

Zitat
In vielen Settings sind die einzigen Magic Items auch alt und werden nicht mehr hergestellt, daher sind sie oft Synonyme.
Show me?

Midgard Nein
Harnmaster Nein
WFRP Nein
Palladium auch nicht
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Samael am 6.04.2022 | 19:31
Lichtschwerttänzer ist mal wieder im Besitz der allgemeingültigen Wahrheit und wer ihm widerspricht ist ein Trottel, der herablassend behandelt gehört.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: YY am 7.04.2022 | 01:31
war das bei euch mit und ohne Würfeln anders, und wurden dann nicht nur die Steigerungen mit denen man sonst nix anfangen konnte verflufft?

Ich habe das auch erlebt wie Argonar - ungeachtet aller Macken der DSA3-Steigerung wird genau der beschriebene Effekt erzielt, dass es eben "überschüssige" Steigerungen für Dinge jenseits der Kernkompetenzen gibt.
Und die gehen gerade nicht in Fluff-Krempel, sondern in hart verregelte Talente.

So gibt es dann eben auf mittlere Sicht einen Ausgleich von Schwächen oder das Aufbauen eines zweiten Standbeins, wie es in Kaufsystemen i.d.R. nicht oder erst sehr spät vorkommt, weil man immer darauf schielt, die stets zu knappen Punkte doch weiter auf den größten Haufen zu kippen*. Das lässt erfahrungsgemäß erst (gezwungenermaßen) schlagartig nach, wenn dort eine harte Obergrenze erreicht ist. 


*Und das ändert sich auch nicht, wenn man lediglich den Hahn weiter aufdreht, weil dann oft genug einfach mehr Punkte auf die Kernkompetenzen gehen.
Da braucht es schon einen anderen Mechanismus, der nicht die verfügbaren Steigerungen bzw. Punkte als Grundlage der Begrenzung hat, sondern in Relation zur Gesamtzahl deutlich tiefer ansetzt.
Wenn man eine der Macken der DSA3-Steigerung behebt (nämlich den "jetzt oder nie"-Faktor beim Stufenaufstieg durch eine stufenbezogene Maximalhöhe eines Talents ersetzt), landet man damit übrigens ziemlich genau bei dem, was Splittermond in dieser Frage Jahrzehnte später gemacht hat.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: carthoz am 7.04.2022 | 02:03
[...]

Und ich meine wirklich freundlich, mit einem Augenzwinkern und mit dem Wissen, daß andere Menschen andere Meinungen haben dürfen...

Nochmal für dich, Lichtbringer, zur Erinnerung die Threaderöffnung, bevor du hier in deinem üblichen Stil weitermachst.
Und nein, dein übliches "ich tippe am Handy" ist keine Entschuldigung für misslungenen Satzbau, patzigen Tonfall, Zitateschlachten oder andere Ausfallerscheinungen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 7.04.2022 | 02:48
Ich habe das auch erlebt wie Argonar - ungeachtet aller Macken der DSA3-Steigerung wird genau der beschriebene Effekt erzielt, dass es eben "überschüssige" Steigerungen für Dinge jenseits der Kernkompetenzen gibt.
Und die gehen gerade nicht in Fluff-Krempel, sondern in hart verregelte Talente.
DSA3 hatte auch keinen Fluff Krempel, der richtig eingesetzt nicht nützlich gewesen wäre, die Diskussion kenne ich noch aus DSA3 Zeiten.
Da wurde eher der Nutzen von so Dingen wie Etikette, Rechtskunde etc. nicht (an)erkannt
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 7.04.2022 | 05:54
Es stimmt schon, dass es nicht viele Kaufsysteme gibt, wo das anders abläuft. Darum mag ich stufenbasierte Systeme auch lieber. Beide haben ihr Vor- und Nachteile. Ist dann Geschmacksache was man bevorzugt.

war das bei euch mit und ohne Würfeln anders, und wurden dann nicht nur die Steigerungen mit denen man sonst nix anfangen konnte verflufft?
Dein Argument widerlegt sich selbst
Nein eigentlich nicht. Wir haben beides ausprobiert, sind dann aber später wieder zu den Würfel zurückgekehrt und haben wie gesagt die Würfelschwellen etwas runter gesetzt, bzw weiter oben einen vierten eingeführt um den Machtlevel etwas zu erhöhen, bzw die 12er Schwelle abzufangen.

In beiden Fällen gibt es natürlich ein paar Kernthemen die man immer mitnimmt. Primärwaffe, Sekundärwaffe/Waffenlos.
Je nach Klasse dann in den 4 Kategorien vereinzelte die besonders wichtig waren. Aber gefühlt die Hälfte bis ein Drittel wurden schon auch auf andere Sachen verteilt, man hat sich etwas breiter aufgestellt.

Ob Talente wie Rechtskunde oder Ettikette wichtig ist, kommt wieder auf den Spielstil an. Natürlich gibts schon Sachen die sehr speziell sind, wie Fliegen zum Beispiel. Aber grade was man als Abenteurer so braucht. Schleichen, Klettern, Schwimmen, Orientierung, Feilschen, Lügen usw wurde mitgenommen. Es gibt dann natürlich immer noch die Spezialisten, welche diese Werte hoch haben, aber zumindest kleine Hürden kann dann jeder mitbewältigen.

Weil ich das von einer ordentlichen mittelalterlichen Kettenrüstung erwarte
Du lobst gerade was ich am DSA 3 KS grottenschlecht finde.
Naja auch ohne Schnittverletzung bekommst du ja trotzdem was ab wenn dich ein Schwerthieb trifft. Irgendwann hast du dann auch mal blaue Flecken und Prellungen. Schaden != Blut.

Und nur weil du das schlecht findest, muss das nicht für alle gelten.

Nebenbei habe ich gaube ich nicht kritisiert das andere Systeme alles Magic Items nennen sondern das DSA alle magischen Gegenstände als Artefakte kategorisiert.
Was ist Siebenstreich, Armalion, Das ewige Licht ....

btw Artificer dürfe eher von Artisan kommen
Das waren aber deine Beispiele für Artefakte, als ob das die einzigen wären. Wobei das eben gerade Gegenstände sind, die so nicht bezeichnet werden.
Magische Gegenstände ist jetzt generell ein Begriff, den ich sehr oft höre. "Gegenstand" ist auch nicht wirklich eine gebräuchliher Begriff, so wie auch "Ding" oder "Sache" und Artefakt rollt leicher über die lippen als immer "Magischer Gegenstand" oder "Verzauberte Waffe" zu sagen.
 
Das mit dem Artificer hab ich nochmal nachgeschlagen, kommt wohl aus dem Französischen, bzw Latein.
Wieder was gelernt, hab das ziemlich lange falsch assoziiert. (Gibt die Klasse ja auch in anderen Spielen, wie Torchlight z.B)

Show me?

Midgard Nein
Harnmaster Nein
WFRP Nein
Palladium auch nicht
Bei Midgard werden die sehr wohl als Artefakte bezeichnet.
Da werden unter anderem Tarnkappe und Kraftgürtel als Beispiele genannt.

Die anderen Sachen kenn ich nicht so gut, aber nach kurzer Recherche mit Dr. Google:

Warammer Wiki sagt zu Magic items:
"A Magic Item is an artefact or device imbued with magical power" --> klingt für mich nach Synonym.

Harnmaster hat an mehreren Stellen folgenden Text ausgepuckt:
"Artifacts
These are the magic items of Harnmaster. They are divided into two groups, major artifacts and minor artifacts...."
Der Unterschied ist dann wohl dass minor Artefakte nur einen Effekt haben und Major Artefakte mehrere.
Gefolgt von einem Beispielt, welches stark nach Magnetstiefeln klingt (Boots of Amberthan)

Splittermond verwendet den Begriff Artefakt für magische Gegenstände
Fate ebenso soweit ich mich erinnern kann.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 7.04.2022 | 07:34
Ich habe das auch erlebt wie Argonar - ungeachtet aller Macken der DSA3-Steigerung wird genau der beschriebene Effekt erzielt, dass es eben "überschüssige" Steigerungen für Dinge jenseits der Kernkompetenzen gibt.
Und die gehen gerade nicht in Fluff-Krempel, sondern in hart verregelte Talente.

So gibt es dann eben auf mittlere Sicht einen Ausgleich von Schwächen oder das Aufbauen eines zweiten Standbeins, wie es in Kaufsystemen i.d.R. nicht oder erst sehr spät vorkommt, weil man immer darauf schielt, die stets zu knappen Punkte doch weiter auf den größten Haufen zu kippen*. Das lässt erfahrungsgemäß erst (gezwungenermaßen) schlagartig nach, wenn dort eine harte Obergrenze erreicht ist. 


*Und das ändert sich auch nicht, wenn man lediglich den Hahn weiter aufdreht, weil dann oft genug einfach mehr Punkte auf die Kernkompetenzen gehen.
Da braucht es schon einen anderen Mechanismus, der nicht die verfügbaren Steigerungen bzw. Punkte als Grundlage der Begrenzung hat, sondern in Relation zur Gesamtzahl deutlich tiefer ansetzt.
Wenn man eine der Macken der DSA3-Steigerung behebt (nämlich den "jetzt oder nie"-Faktor beim Stufenaufstieg durch eine stufenbezogene Maximalhöhe eines Talents ersetzt), landet man damit übrigens ziemlich genau bei dem, was Splittermond in dieser Frage Jahrzehnte später gemacht hat.


das war auch mein Gefühl "damals". Gut wir hatten eine Hausregel das wir *grübel* ich glaube 10 Steigerungen weniger hatten, diese dafür direkt machen konnten aber auch wenn du auf Cons gespielt hast mit "korrekt" gesteigerten Helden war dies meistens so das die Ihre Kerntalente in der dein Charakter gut sein solllte, dann in "generelle" Zeug wie Selbstbeherrschung, Körperbeherrschung, Klettern, Schwimmen und DANN in Wissenstalente oder "sonstigen Kram" auf dem nicht gewürfelt worden ist sondern dies reiner Fluff war (Etikette, Tanzen, Kriegskunst, Heraldik usw) ... das war irgendwie die Abstufung
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lord Verminaard am 7.04.2022 | 16:01
(Edit: Oh huch, da antworte ich auf einen total alten Beitrag, weil der zufällig am Seitenende stand und mich der "neue Beiträge" Button da hin geschickt hat. Wie der letzte n00b. ~;D Naja ich lass es trotzdem mal stehen, das macht bei dem Thread jetzt auch nichts mehr.)

Auch das spielt meiner weiteren Argumentation in die Hände, daß das spätere Hartwurst-DSA zum Teil ein echter Spaßkiller ist: Die Welt wird kleiner, ausformulierte Geheimnisse sind eben keine mehr, und irgendwann gibt es so viele vordefinierte Grenzen, daß man froh sein kann, wenn man eine Region findet, in der die Helden noch echte Abenteuer erleben können.

Merke: "Echte" Abenteuer sind gefragt und "echte" Abenteuer sind, wenn man durch unerforschte Wildnis Hex- bzw. durch unbekannte Höhlen/Ruinen Dungeoncrawlt und es mehrere Kämpfe pro Spielsitzung gibt. Und wenn das alles irgendwie wenig Sinn ergibt, dann ist das Feature, nicht Bug. Das ist "Fun".

Während wenn man aus dem Vollen einer ausgearbeiteten und durchdachten Welt schöpft, daraus komplexe und konsistente Charaktere und Szenarien erschafft, wenn man Politik, Religion, Geschichte und Kultur erforscht und erlebt, an Ereignissen epischer Tragweite teilhat, oder mit Liebe zum Detail das Quellenmaterial abfeiert, das ist dann langweilig, weil gar keine "echten" Abenteuer passieren. Und nur "echte" Abenteuer sind "Fun". Diese "Argumentation" nennt man einen Zirkelschluss. ;)

Zitat
Sandboxing war das Gebot der Stunde, nicht nur, weil es nicht sonderlich viele Module gab, sondern auch, weil es die freieste Art zu spielen war. (...)
So wurde vor allem in den späteren Ausgaben DSA zum reinen Konsumspiel: Man spielt, was angeboten wird. Für den Verlag großartig, für das freie Erleben einer fantastischen Welt nicht.

Weil die einzige Art, eine fantastische Welt frei zu Erleben, Sandboxing ist? Klar, die DSA-Spielkultur geht dahin, dass viele Gruppen dieselben offiziellen Kampagnen gespielt haben. Aber Sandboxing als die einzig wahre Alternative dazu? Oder zumindest die beste, weil es so "frei" ist? Oh bitte. Wie lame ist das denn, wenn man sich immer alles selbser ausdenken soll? >;D Dafür brauche ich dann doch keine Spielwelt. Das Quellenmaterial soll mich doch inspirieren! Die Recherche beim Ausarbeiten eines Szenarios sollte dieses besser machen, sollte meine Kreativität in Bahnen lenken und dafür sorgen, dass die Kampagne konsistent bleibt und die Welt sich echt anfühlt. Wenn Rollenspiel auch heute noch nur aus Sandboxing bestünde, wo Sandboxing im Wesentlichen Hexcrawl mit Random Stuff ist, dann wäre das wirklich traurig. Denn mit Rollenspiel kann man so viel mehr machen! Und DSA hat das getan, Hesinde sei Dank. ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: tartex am 7.04.2022 | 16:35
Vielleicht hätte ich nicht mit 12jährigen spielen sollen (war halt selber so alt), aber der Großteil der Spieler in meiner Gruppe haben bei den DSA2-Steigerungswürfen sicherlich beschissen, dass ärger nicht ging.

Aber daneben sitzen, zuschauen und Steigerungspolizei spielen, war jetzt auch nicht so aufregend.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 8.04.2022 | 07:21
Darum mag ich stufenbasierte Systeme auch lieber. Beide haben ihr Vor- und Nachteile. Ist dann Geschmacksache was man bevorzugt.
das Problem bei DSA3 ist das hier Stufen und dysfunktionales Lernsystem inkompetent miteinander gekreuzt wurden.

Deine Skillverteilung unterscheidet sich für mich wenig vs Kaufsysteme, während Fliegen in DSA3  gezielt nutzlos gemacht wurde,
Desweiteren waren festen schlechten Eigenschaften einfach nur schlecht und schlecht umgesetzt.


Deshalb auch finde ich
mkn geht da rnormaerweise recht wenig bei nem Schwert durch Aketon und Kettenrüstung durch
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 8.04.2022 | 07:57
das Problem bei DSA3 ist das hier Stufen und dysfunktionales Lernsystem inkompetent miteinander gekreuzt wurden.

Deine Skillverteilung unterscheidet sich für mich wenig vs Kaufsysteme, während Fliegen in DSA3  gezielt nutzlos gemacht wurde,
Desweiteren waren festen schlechten Eigenschaften einfach nur schlecht und schlecht umgesetzt.


Deshalb auch finde ich
mkn geht da rnormaerweise recht wenig bei nem Schwert durch Aketon und Kettenrüstung durch

tbf fand ich die negativen Eigenschaften in DSA 3 eigentlich gut... in DSA 4 oder allgemein "Kaufsystemen" hast du ja eigentlich keine mehr und bist der strahlende super duper Held (außer du willst Magier werden dann musst du n paar Nachteile in kauf nehmen). Aber ja das es immer "die gleichen" waren ... war komisch i
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 8.04.2022 | 08:04
Also bei uns wurden DSA4-Nachteilpunkte weitestgehend ausgereizt. Bei DSA3 kannte jeder die 7 schlechten Eigenschaften. Bei DSA4 verloren SL und Spieler schnell den Überblick über diese riesen Nachteilspalette, die jeder Charakter mitbrachte. Die wenigsten davon wurden jemals richtig angespielt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 8.04.2022 | 08:07
das mein ich ja.... entweder nahm man dinge die eh kaum "ausgespielt" worden sind weil sie so spezifisch waren (beliebt: Vourteil gegen -> Volk / Region und dann in Abenteuern spielen die nie da spielen)

aber ja die Liste ist ellenlang :-D musste ich erst wieder feststellen als ich einen DSA 4 Helden erstellt habe. Des weiteren: Nach all der Zeit DSA 4... kann ich immer noch keinen Helden steigern ohne die Heldensoftware und selbst da wird dir ja nicht alles gezeigt ergo musst du trotzdem in Büchern wälzen um zu wissen was welche Sonderfähigkeit / Kampfmanöver macht
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 8.04.2022 | 09:21
"Macht jeder mal ne Goldgierprobe" ist halt einfacher auf dem Programm zu haben als Meister denn sich zu erinnern dass Spielerin X eigentlich zu arrogant für den gerade aktuellen Kurs wäre. Das war so ein Vorteil der universellen schlechten Eigenschaften. (Oder auch der Passions von Pendragon, die vielleicht damals als Vorbild dienten)

Allgemein find' ich die aber noch ganz gut im Spielerkopf zu haben, die funktionieren alle auf dem gleichen Prinzip. Spezifischere Nachteile gehen eher unter. Wenn das meiste eher schlechte Eigenschaft wäre oder eine permanente Veränderung eines Basiswertes (GS -1, Regeneration -1 usw.), ist das oft übersichtlicher.

HERO hat das auch relativ clever gelöst, da fällt praktisch jeder Nachteil in eine von drei Kategorien (physisch, psychisch, sozial) und dann noch durch die Häufigkeit des Auftretens bestimmt (was wiederum aufs Abenteuer gemünzt ist).

Ich habe eher gemischte Gefühle bei Nachteilsystemen die auf Gummipunkte gehen, nicht Bastelpunkte. Sprich, wo ich einen Schicksalspunkt bekomme, wenn ich die ins Spiel einbringe. Zum einen ändert das die Grundsituation schon, wo Spieler nun die Bringschuld hat. Zum anderen bin ich nicht der größte Fan von Schicksalspunktssystemen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: nobody@home am 8.04.2022 | 10:02
Ich habe eher gemischte Gefühle bei Nachteilsystemen die auf Gummipunkte gehen, nicht Bastelpunkte. Sprich, wo ich einen Schicksalspunkt bekomme, wenn ich die ins Spiel einbringe. Zum einen ändert das die Grundsituation schon, wo Spieler nun die Bringschuld hat. Zum anderen bin ich nicht der größte Fan von Schicksalspunktssystemen.

Also, die Bringschuld sollte bei Nachteilsystemen jeder Art eigentlich immer der Spieler haben. Der hat schließlich die Punkte für den Nachteil überhaupt erst abgegriffen, da sollte er auch so ehrlich sein und ihn ordentlich anspielen -- alles andere wäre ja schlicht Beschiß, und das käme natürlich für keinen von uns jemals in Frage... 8]

Ansonsten gibt's noch ein, zwei andere Gründe, aus denen ich umgekehrt Systeme vorziehe, bei denen sich Nachteile während des eigentlichen Spiels statt allein während des Charakterbaus "bezahlt" machen (primär eben den, daß man am Anfang einer Kampagne nicht immer gut abschätzen kann, wieviel ein bestimmter Nachteil in deren Verlauf nun eigentlich "wert" sein wird)...aber damit lassen wir dann das Thema DSA doch etwas weit hinter uns.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 8.04.2022 | 10:23
Also, die Bringschuld sollte bei Nachteilsystemen jeder Art eigentlich immer der Spieler haben. Der hat schließlich die Punkte für den Nachteil überhaupt erst abgegriffen, da sollte er auch so ehrlich sein und ihn ordentlich anspielen

Sicher, aber die Motivation ist halt höher wenn du etwas dafür bekommst. Ist auch keine schlechte Steuerung davon wie hart der Nachteil ist, das steuert dann der SC selbst – ohne dass das jetzt negativ bewertet würde, weil dem Spieler ja kein Vorteil entsteht.
Ausserdem ist's dann eher optional und man *muss* nicht die Punkte maximal ausnutzen weil man sonst nicht optimiert genug ist (gerade wenn es am Anfang billiger ist als später).

Wobei ich in GURPS inzwischen davon abgekommen bin. Das ist ja exakt genauso aufgebaut was Nachteile betrifft (Überraschung…), und ich hab' einfach die Grundpunkte erhöht und gesagt "so 20 Punkte Nachteile wären gut, aber eure Wahl". Werd' ich bei der nächsten DSA4 Runde bei der ich selber leite und keine vorherigen Charaktere dabei sind auch so machen, wobei mir da vielleicht dann die Heldensoftware wieder einen vor die Hausregeln bügelt.

Ich persönlich hatte mit den DSA2 Nachteilen eine recht gute Erfahrung gemacht. Schon alleine weil Leute mit negativen Eigenschaften nicht so einen Pariah-Effekt hatten. Jeder ist ein bisschen Bluna, äh, goldgierig.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 8.04.2022 | 16:54
Das mit dem Schummeln war natürlich ein Problem und einer der Gründe, warum das oft etwas angepasst wurde.

Hab jetzt nochmal nachgelesen, wie das ganze RAW funktioniert (wir spielen das ja schon ewig nicht mehr so) und bin drauf gekommen, dass wir den dritten Würfel gar nicht früher eingeführt haben.
Ich hatte das immer so hart in Erinnerung, dass man den offiziell erst bei der Steigerung von 11 auf 12 verwenden darf, dabei ist es auch in den Standardregeln bereits von 10 auf 11.

Dafür muss man offiziell überwürfeln und nicht größer gleich, so wie das bei den Eigenschaften der Fall ist.
Dann ist das die eigentliche Änderung, die wir durchgeführt haben.
Das macht nämlich einen großen Unterschied, speziell beim Schwellenwert von 9 auf 10.

Ab 15 gabs bei uns dann jedenfalls den vierten Würfel, sodass man auf den hohen Stufen eine echte Chance hatte, noch auf die 18 zu kommen, was man aber trotzdem nur bei ein paar wenigen auch echt geschafft hat.
Bzw ist das dann oft auch eine Prinzipienfrage gewesen, weil ob du nun 14 oder 18 als Wert hast, ist, mit den generell höheren Eigenschaften in den hohen Stufen, in den meisten Spielsituationen irrelevant.

das Problem bei DSA3 ist das hier Stufen und dysfunktionales Lernsystem inkompetent miteinander gekreuzt wurden.
sehe ich ehrlich gesagt nicht.

Deine Skillverteilung unterscheidet sich für mich wenig vs Kaufsysteme, während Fliegen in DSA3  gezielt nutzlos gemacht wurde,
Für mich ist da sehr wohl ein deutlicher Unterschied spürbar.
Und wie du siehst, gehts einigen anderen auch so

Desweiteren waren festen schlechten Eigenschaften einfach nur schlecht und schlecht umgesetzt.
Das wiederrum sehe ich ganz anders. So wie die schlechten Eigenschaften in DSA3 umgesetzt waren, hat das gepasst.
Von mir aus kann man über die Auswahl diskutieren oder eine neue einführen, so wies in DSA5 jetzt auch KO bei den positiven Eigenschaften gibt.

Aber in den neueren DSA Editionen sind sie die Nachteile einfach nur zum Min Maxen bei der Charaktererstellung da und wie schon erwähnt, werden da oft nur Nachteile genommen, die eh keinen Einfluss im Spiel haben, bzw gibt es viele Meister, die das nicht so hart bestrafen.

Deshalb auch finde ich
mkn geht da rnormaerweise recht wenig bei nem Schwert durch Aketon und Kettenrüstung durch
mit 3,5 SP im Durschschnitt geht da eh wenig durch.

Außerdem ist das für die Diskussion zwischen den Editionen irrelevant, denn die Mechanik ist afaik in allen DSA Editionen gleich, von DSA 1 - DSA 5
Standard-Schwert macht 1W6 + 4 Schaden, Kettenhemd hat RS4

Der Unterschied liegt aber in der durchschnittlichen Anzahl an LE die ein Held hat, die du bei DSA3 ja als negativ ansiehst, da höher.
Somit hat ein Schwert bei einem Kettenhemd defakto früher weniger relativen Schaden verursacht als jetzt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 8.04.2022 | 17:44
tbf fand ich die negativen Eigenschaften in DSA 3 eigentlich gut...
Ich fand sie normalerweise sehr unpassend zum Charakterkonzept und crude und dumm umgesetzt

Zitat
allgemein "Kaufsystemen"
du kennst funktionierende Kaufsysteme und nein das inkompetent kopierte und zusammengesetzte DSA zählt nicht

Nein, musst du nicht bzw nicht unbedingt öfter und mehr als Nichtmagier, wobei Nachteile in diesen Systemen noch andere Aufgaben erfüllen


 
Zitat
(beliebt: Vourteil gegen -> Volk / Region und dann in Abenteuern spielen die nie da spielen)
QED
ntw seine Nachteile zu verwalten is Spielersache nicht des SLs


Wobei ich in GURPS inzwischen davon abgekommen bin. Das ist ja exakt genauso aufgebaut was Nachteile betrifft (Überraschung…), und ich hab' einfach die Grundpunkte erhöht und gesagt "so 20 Punkte Nachteile wären gut, aber eure Wahl".
steht so übrigens als Variant Regel im Companion

sehe ich ehrlich gesagt nicht.
was repräsentiert der Talentsteigerungswurf?
Bei Lernsystemen wie Harnmaster, Old Runequest etc die Lernchance aus Anwendung und Training.
Kämpft man viel...
bei DSA3 ist das völlig egal, außer man hat bei einem Zauber einen Krit

Min Maxen mit schlechten Eigenschadten ging auch bei DSA3 problemlos,
Nur was Aberglaube automatisch mit negativer MR zu tun haben soll muß mir jemand erklären, schwache Willenskraft/Konstitution oder eine magische Achillessehne schon

Während die BA Barracus Methode für RA/HA angewandt wurde.
Hint BA hat keine Flugangst, er hat den Quirk / Odious Personal Habit fliegt nur betäubt und macht vorher Aufwand


Zitat
Außerdem ist das für die Diskussion zwischen den Editionen irrelevant
, mein Edition nennt sich Gurps 4
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Samael am 8.04.2022 | 17:48

, mein Edition nennt sich Gurps 4


Was machst du dann hier im Thread?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: RackNar am 8.04.2022 | 18:20
Das mit dem Schummeln war natürlich ein Problem und einer der Gründe, warum das oft etwas angepasst wurde.

Das war bei uns zum Glück nicht gegeben. Steigerungen war bei uns immer ein Gruppen-Event. Da war das mit dem Schummeln nicht so leicht machbar.

Mein Favorit ist die 3. Edition, da ich diese mit tollen Menschen verbinde.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 8.04.2022 | 23:22
Bei Lernsystemen wie Harnmaster, Old Runequest etc die Lernchance aus Anwendung und Training.
Kämpft man viel...
bei DSA3 ist das völlig egal, außer man hat bei einem Zauber einen Krit
Dass es immer schwerer wird sich zu verbessern und dass man es nicht automatisch schafft, nur weil man etwas öfter macht.
Und je besser man schon ist, desdo schwieriger wird es Fortschritte zu machen. Und manchmal schafft man es einfach nicht.

Kaufsysteme würden mehr Sinn machen, wenn man Charaktere spielen würde, die ihre gesammte Zeit in spezfifische Tätigkeiten stecken, wie z.B Gelehrte an einer Magier Akademie oder Turnierkämpfer.
Dort wird es zwar auch schwieriger Fortschritte zu machen, aber durch den Zeitfokus und andere Lernhelfer schafft man es immer irgendwie, wenn auch weniger, was durch steigende Kosten repräsentiert wird. Allerdings lernt man dafür auch nix anderes.

Man spielt aber Abenteurer und die Fokusieren sich auf Abenteuer.

Min Maxen mit schlechten Eigenschadten ging auch bei DSA3 problemlos,
Nur was Aberglaube automatisch mit negativer MR zu tun haben soll muß mir jemand erklären, schwache Willenskraft/Konstitution oder eine magische Achillessehne schon
Aber deutlich weniger und so viel ich mich erinnern kann, war dieser 1:2 Tausch nur erlaubt, bis man die Anforderung für eine Klasse erfüllt hatte, die man spielen wollte und konnte nicht mit lauter 13er und 8er Werten ins Spiel starten. Bei uns und vielen anderen Tischen wäre der Charakter sicher abgelehnt worden.

Wer hohe Ehrfurcht von allem Übernatürlichem hat, der ist auch anfälliger für dessen Einfluss. In der realen Welt sind Leute mit hohem Aberglauben auch anfälliger für Esoterikkram, ich sehe da kein Problem.

Während die BA Barracus Methode für RA/HA angewandt wurde.
Hint BA hat keine Flugangst, er hat den Quirk / Odious Personal Habit fliegt nur betäubt und macht vorher Aufwand
Außer in der einen Folge, wo ihm die Mission so wichtig ist, dass sogar er den Vorschlag macht zu fliegen, dabei nicht betäubt ist und permanent Angst schiebt. Er wollte also seine Angst überwinden und hat seine Probe geschafft.

Talente und Eigenschaften sind zum Ausspielen da, nicht rein zum Würfeln, außer man will gegen die Natur des Charakters handeln.
Es ist vollkommen irrelevant, ob du das ganze Quirk oder Nachteil nennst. Außerdem wieder mal macht das keinen Unterschied zwischen den Editionen, auch bei DSA5 gibt es noch Nachteile mit numerischem Wert und da gehören die verschiedenen -ängste dazu.

Ich fand sie normalerweise sehr unpassend zum Charakterkonzept und crude und dumm umgesetzt
 du kennst funktionierende Kaufsysteme und nein das inkompetent kopierte und zusammengesetzte DSA zählt nicht

Nein, musst du nicht bzw nicht unbedingt öfter und mehr als Nichtmagier, wobei Nachteile in diesen Systemen noch andere Aufgaben erfüllen

, mein Edition nennt sich Gurps 4
Man muss jetzt kein Genie sein um rauszulesen, dass du generell ein Problem mit DSA hast, das kommt bei allen deinen Post schon rüber.
Ich frag mich halt dann ebenfalls, warum du hier bist.

Hier gehts um den Vergleich der DSA Editionen, da sollte man schon zumindest in irgendeiner Form DSA mögen und nicht rein das Setting Aventurien (falls das überhaupt der Fall ist).

Gurps haben wir uns vor langer Zeit mal angesehen und uns dagegen entschieden. Ich würde es nicht spielen wollen, aber jedem das Seine.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 9.04.2022 | 00:30
Dass es immer schwerer wird sich zu verbessern und dass man es nicht automatisch schafft, nur weil man etwas öfter macht.
Klassisches Lernsystem, die Verbesserungswürfelei bei DSA3 hat aber überhaupt nichts damit zu tun, deine Steigerungsversuche haben überhaupt nichts mit Anwendung oder Lernen zu tun

Kaufsysteme funktionieren aber anders, und nicht im jedem KS sind die Kosten ungedeckelt, da geht es nur darum CP bzw XP gegen Veränderungen einzutauschen

Zitat
Aber deutlich weniger und so viel ich mich erinnern kann, war dieser 1:2 Tausch nur erlaubt,
Quelle?
Nebenbei sowas hätte man auch erwürfeln können.

Aberglaube ist nicht Ehrfurcht vor dem Übernatürlichen, es ist irgendwas zu glauben was keine Basis in der Realität hat.
Esoterikkram sind keine Zaubersprüche,
Dieses nutzlose Trinket funktioniert weil jemand dran glaubt,

Die Folge zeigt ja er hat keine Phobie vorm Fliegen sonst würde er nicht an Bord gehen
Da BA nicht den Nachteil Flugangst hat sondern den Nachteil fliegt nur betäubt Okay

Eigenschaften und Talente sagen nur sehr wenig über die Natur eines Chars aus und Würfeln soll man wenn das Ergebnis nicht sicher ist

Interessant, das so viele DSAler immer mit der Mag DSA nicht stimmt aus unter anderem aufgeführten Gründen, kommen wenn ihnen die Argumente zur Kritik ausgehen.

Nebenbei Gurps 3 war eine der Kopiervorlagen für DSA4 die andere war DnD3

btw weder im  WFRP Rulebook 1st, Companion noch im Apocryphia habe ich das Kapitel Magic Items habe ich das Wort Artifact gefunden in Midgard schon

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 9.04.2022 | 04:00
Klassisches Lernsystem, die Verbesserungswürfelei bei DSA3 hat aber überhaupt nichts damit zu tun, deine Steigerungsversuche haben überhaupt nichts mit Anwendung oder Lernen zu tun
Falsch, denn nach jedem Abenteuer bekommst du Steigerungsversuche auf Talente, die eine wichtige Rolle gespielt haben.
Und beim Lernen mit Hilfen gibts Erleichterungen bei den Steigerungen.

Die normalen Stufenanstiege repräsentieren, dass sich der Charakter aber allgemein weiterentwickelt und dabei werden halt nicht immer alle Talente besser.

Kaufsysteme funktionieren aber anders, und nicht im jedem KS sind die Kosten ungedeckelt, da geht es nur darum CP bzw XP gegen Veränderungen einzutauschen
In DSA4 und DSA5 aber schon.
Selbst bei gedeckelten Kosten, kommen am Ende meistens Fachidioten raus.

Außerdem bringen auch Limits wieder einen gewissen büroktatischen Mehraufwand mit sich.
Dann lieber gleich Stufen.

Quelle?
Nebenbei sowas hätte man auch erwürfeln können.
DSA3 Basisregelwerk: Kapitel "Austausch von Eigenschaften" sagt zumindest Folgendes:
"Ein ellenlanges Hinundher-Verschieben von Eigenschaftspunkten ist also unzulässig. (Falls Ihnen die Würfelwürfe für die Eigenschaftswerte gar zu schlecht geraten sind, sollten Sie lieber alle 14 Eigenschaften von neuem auswürfeln als allzu heftig mit den schlechten Zahlen zu rangieren.)"

Man muss auch für jede Eigenschaft festlegen ob sie steigt oder fällt und darf nich hin und her optimieren.
Die Intention hinter der Mechanik ist somit klar, man kann 1,2 Eigenschaften umverteilen, mit denen man nicht happy and that's it.

Und was genau hätte man erwürfeln können?
Meinst du lauter 13er und 8er. Hast du eine Ahnung von Statistik und weißt wie unrealistisch das ist?
Und selbst in dem unrealistischen Fall, dass das einmal passiert, hat man als Meister einmal einen halbwegs sonderbaren Charakter dabei, was auch mal witzig sein kann. Aber man muss sich nicht andauernd damit herumschlagen und wird so eine Konstellation in seiner Lebenszeit nie wieder sehen.

Aberglaube ist nicht Ehrfurcht vor dem Übernatürlichen, es ist irgendwas zu glauben was keine Basis in der Realität hat.
Esoterikkram sind keine Zaubersprüche,
Dieses nutzlose Trinket funktioniert weil jemand dran glaubt,
Hypnose funktioniert besser bei Leuten die empfänglich dafür sind und sich nicht aktiv dagegen sperren, da von der Person als Unfug angesehen.
Tischerlrücken, Kartenlesen, Kristalle, Sternzeichen und Chakren "funktionieren" bei Leuten die an sowas glauben. Wenn Personen für eins davon empfänglich sind, erstreckt sich das meistens auf mehrere Kategorien.

Das gleiche Prinzip bei DSA nur mit echtem Übernatürlichem Zeug. Abergläubige Menschen haben Angst vor dem Übernatürlichen, eben WEIL sie es nicht verstehen und sich daher auch nicht aktiv wehren, bzw auch nicht wissen was Magier, Hexen und co tatsächlich können und was nicht.
Es ist ja auch nicht so, dass MR z.B bei Schaden zum Einsatz kommt, sondern haupsächlch bei Zaubern, die Sinne täusche, Gedanken lesen oder die Person anderweitig manipulieren. Da passt Aberglaube ganz gut.

Die Folge zeigt ja er hat keine Phobie vorm Fliegen sonst würde er nicht an Bord gehen
Da BA nicht den Nachteil Flugangst hat sondern den Nachteil fliegt nur betäubt Okay
Das ist schlicht falsch.
Menschen die Angst vor etwas haben, können diese Ängste überwinden.

Und in der Folge will er absichtlich nicht betäubt werden. (Passiert dann glaub ich irgendwann zwar trotzdem, weil er so nervt, aber da fliegen sie schon ne Weile.)

Du kannst dir das aus den Fingern saugen so viel du willst, es ist und bleibt Flugangst.
Und selbst wenn es anders wäre (und noch mal, das ist es nicht), dann macht es spielerisch absolut keinen Sinn, das in irgendeiner Form zu unterscheiden.

Eigenschaften und Talente sagen nur sehr wenig über die Natur eines Chars aus und Würfeln soll man wenn das Ergebnis nicht sicher ist
Wenn sie nichts aussagen, wozu hat man sie dann?
Sorry, aber das ist BS.

Und mit einem Spieler der z.B Goldgier 7 hat und in absolut jeder Lage Belohnungen dankend ablehnt und ich somit ständig Proben darauf verlangen muss, würde ich mal ein ernstes Wort reden.

Nebenbei Gurps 3 war eine der Kopiervorlagen für DSA4 die andere war DnD3
Kann ich mir nicht vorstellen, wenn dann sehr grob. Und wie gesagt, DSA4 ist die Edition, die ich am wenigsten mag.

btw weder im  WFRP Rulebook 1st, Companion noch im Apocryphia habe ich das Kapitel Magic Items habe ich das Wort Artifact gefunden in Midgard schon
Weiß ich nicht, denn wie gesagt ich kenns nicht.
Warhammer ist jedenfalls deutlich größer als nur das Pen and Paper RPG.

Unabhängig davon ist die Diskussion generell irrelevant, ich habe das Wort Artefakt im DSA Kontext verwendet und dort heißen die Dinger nunmal so. Mir egal, ob DnD da einen Unterschied macht.

Interessant, das so viele DSAler immer mit der Mag DSA nicht stimmt aus unter anderem aufgeführten Gründen, kommen wenn ihnen die Argumente zur Kritik ausgehen.
Kommt vielleicht daher, dass du dich bei einer Diskussion zwischen Editionen ständig über Sachen beschwerst, die alle Editionen gemeinsam haben, bzw als Argument gegen eine bestimmte Edition verwenden willst. Gleichzeitig kommts du immer mit anderen Regelsystemen daher und wenn man dich drauf hinweißt, dass das alle Editionen gemeinsam haben, dann sagst du "Meine Edition ist Gurps 4"
Komisch, wie kann man da nur auf die Idee kommen, dass es dir generell nicht passt? Völlig an den Haaren herbei gezogen...

Gefühlt ist es eher so, dass dir die Argumente ausgehen und du dann immer die Diskussion auf andere Themen verlagerst, die nichts mit DSA zu tun haben, nur um auszuweichen.
Das hatten wir jetzt mit:

Auch profane Chars werden in DSA3 mächtig und profitieren mehr von Artefaken als Magier --> Der Begriff Artefakt ist falsch!
In DSA3 kann man dank höherer LE leichter/länger gegen mehrere Gegner kämpfen --> Schwert gegen Kettenhemd darf generell keinen Schaden machen!
Das DSA3 Stufensystem führt zu ausbalancierteren Chars als DSA4 und DSA5 --> Andere Kaufsysteme sind viel besser!
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 9.04.2022 | 11:48
Falsch, denn nach jedem Abenteuer bekommst du Steigerungsversuche auf Talente, die eine wichtige Rolle gespielt haben.
das steht wo im RW?
War übrigens auch in den Romanen eine Ausnahme


Zitat
In DSA4 und DSA5 aber schon.
Selbst bei gedeckelten Kosten, kommen am Ende meistens Fachidioten raus.
Das ist eher ein DSA Klischeedenk Problem, Spezialisten sind normal.

Ich bau schneller in Gurps nen Char der bis auf den Punkt meinen Vorstellungen entspricht, als in DSA3 einen mit Klasse der bestenfalls ungefähr passt, wenn ich mir die Klasse oder Profession in DSA4 noch basteln darf vergiss es


Zitat
Die Intention hinter der Mechanik ist somit klar, man kann 1,2 Eigenschaften umverteilen, mit denen man nicht happy and that's it.
steht da aber nicht und die Intention hinter Kiesows Regeln ist Spieler kleinhalten

Zitat
Und was genau hätte man erwürfeln können?

13er, und 7 er und Nein tat ich nicht, ich erwürflte einen mit fast lauter 13ern und Statistik ist im RPG einfach irrelevant

Empfänglich dafür sind, exakt das meinte ich, hat aber immer noch nix mir AG zu tun.
Aberglaube 7 Magie ist Scharlatanerie, Tischerücken etc real


Zitat
Das gleiche Prinzip bei DSA nur mit echtem Übernatürlichem Zeug.
Nur ist Magie nicht übernatürlich es ist Technologie

 
Zitat
Das ist schlicht falsch.
Menschen die Angst vor etwas haben, können diese Ängste überwinden.
Ja, aber so funktioniert eine Pgobie im RPG nicht
Die baut man dann ab, mittels runterwürfeln oder wegkaufen

Zitat
Du kannst dir das aus den Fingern saugen so viel du willst, es ist und bleibt Flugangst.
du gast noch nicht mal eine Ahnung wovon ich rede

Zitat
Und mit einem Spieler der z.B Goldgier 7 hat und in absolut jeder Lage Belohnungen dankend ablehnt und ich somit ständig Proben darauf verlangen muss, würde ich mal ein ernstes Wort reden.
genau wie ich mit jedem Spieler dessen Char Flugangst hat und die BA Nummer abzieht.
Aber ich bezog mich eher auf die GG7 der Char hat nem Dukaten in einen Vulkan hinterherzuhopsen
Zitat
Kann ich mir nicht vorstellen, wenn dann sehr
Inkompetent
die Vor/Nachteile sind inclusive spezieller Regeltechniken(Eidetic Memory) direkt aus dem G3 RW übernommen worden,
Ich hatte mal eine Diskussion mit einem der Mitautoren von DSA4, der leugnete das ebenfalls  ich bot ihm an Neben fast jeden Bor Nachteil in SuH das G3 Äquivalent zu nennen.
Da war die Diskussion plötzlich zu Ende
btw
für die Feats ... öhem SFs gilt bezüglich DND3 dasselbe
Ich hatte mich aufs WFRPG bezogen, steht da  glaube ich auch

Das alle Editionen das  machen, heißt nicht das es nicht schlecht ist und IMNHO ist Gurps besser für Dere geeignet als DSA spez 3, unter anderem weil es Optionen bietet die dieses nicht bieten

Diese Eigenschaften und Talente sind spielmechanische Werte, die etwas über die Ressourcen aussagen.
Aber ein hoher MU Wert sagt mir wenig aus ausser das der Char mutig ist aber nicht warum er mutig ist


Then out spake brave Horatius,
    The Captain of the gate:
‘To every man upon this earth
    Death cometh soon or late.
And how can man die better
    Than facing fearful odds,
For the ashes of his fathers,
    And the temples of his Gods,


XXVIII

‘And for the tender mother
    Who dandled him to rest,
And for the wife who nurses
    His baby at her breast,
And for the holy maidens
    Who feed the eternal flame,
To save them from false Sextus
    That wrought the deed of shame?

oder ist es die Schatzkarawane voll mit den Schätzen des Imperiums

Was für dich im DSA3 System ein Feature ist, ist für mich ein BUG und Entschuldigung da war ich wohl mißverständlich, balanciert war bei DSA3 überhaupt nichts und das war auch kein "Design"goal.
Stand auch ausdrücklich son in dem FAQ Band dazu
Das DSA4 ein schlecht "designtes" System war ist wohl kaum zu leugnen
von den falsch berechneten, Klischeeklon Professionen, über die Talentverbesserungen - bis zur 3 W20 Probe deren Statistik nicht verstanden wurde...
Nicht das ich die 3w20 Probe nicht für prinzipiell
sehr schlechtes Design halte
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 9.04.2022 | 11:59
@Lichtschwerttänzer
Was machst bezweckst du hier?
Wenn du erklären möchtest, warum alle Editionen von DSA schlechte, mit den falschen Designzielen entwickelte, aber gleichzeitig irgendwie von besseren Systemen kopierte Regelwerke sind, dann mach das doch in einem eigenen Faden.
Wenn du über die Überlegenheit von GURPS diskutieren möchtest, dann mach das doch in einem anderen Faden.

Übrigens fände ich eine Diskussion über deine Ansichten zum "sortenreinen" Stufensystemen ohne Point-Buy-Aspekte gar nicht mal uninteressant zu diskutieren. Nur was genau hat das in einem Thread verloren, in welchem DSA-Regelwerke mit einander verglichen werden?
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 9.04.2022 | 12:11
Ich mag übrigens auch kein DSA in egal welcher Iteration. Was ich hier mitbringe, sind jahrelange Spielerfahrung von DSA3 und DSA4, eine große, nostalgische Sympathie für die Spielwelt und ich fühl mich trotzdem in der Lage, mich auf die Diskussion hier einlassen ohne ständig mit so herablassenden Formulierungen darauf hinzuweisen, dass ja eigentlich alle hier verglichenen Systeme Mist sind und Kompetenz und Intention der Designer in Frage zu stellen.

Zu den - positiv ausgedrückt - Inspirationsquellen für DSA4 kann ich nur sagen: Bravo, DSA4 war kein Inzestkind, sondern die Designer haben sich umgeschaut und Potential anderer Regelkonzepte für Aventurien erkannt. Das ist auch gut so.

Ob die Regelideen gut integriert waren, darüber lässt sich sicher streiten. Mich hat es auch mit zunehmender Spielerfahrung immer weniger überzeugt.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 9.04.2022 | 12:27
Was mich damals verdammt früh zum Wechsel von DSA3 auf 4 brachte:
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Samael am 9.04.2022 | 12:35
Nur was genau hat das in einem Thread verloren, in welchem DSA-Regelwerke mit einander verglichen werden?

Das sollte hier ein freundlich-scherzhafter Austausch über die Unterschiede / Vorteile der jeweiligen Editionen sein.

Lichtschwerttänzer ist zu so einem Austausch offenbar nicht in der Lage, aus jedem Beitrag trieft (völlig unbegründete) Arroganz und Miesmacherei. Außerdem gehen seine Beiträge am Thema vorbei, er ist an anderen Meinungen offensichtlich null interessiert und ignoriert bzw. deflektiert wenn auf auf Widersprüche in den eigenen Aussagen hingewiesen wird.

Ich finde das geht in Richtung trolling und widerspricht mindestens dem Geist unserer Hausordnung.

Ich habe seinen letzten Beitrag der Moderation gemeldet.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: JollyOrc am 9.04.2022 | 14:49
Bitte hier beim Thema bleiben (freundlich-raufendes Vergleichen der DSA-Editionen untereinander, am besten mit der Brille von DSA-Fans)

Wer DSA mit anderen Spielen vergleichen, bzw. deren Vorzüge preisen will, mache bitte an passender Stelle einen neuen Thread auf.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 10.04.2022 | 00:20
Ich versuch mich auf die DSA Themen zu konzentrieren.

das steht wo im RW?
In absolut jedem offiziellen Abenteuer von DSA2 und DSA3, inklusive dem schwarzen Turm, das dem Basisregelwerk von DSA3 beigelegt war.
Abenteuer hatten schon seit DSA1 neue Mechaniken dabei. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt. Es ist aber so.

Das ist eher ein DSA Klischeedenk Problem, Spezialisten sind normal.
Nicht auf dem einem absurden Level, wie viele DSA4/5 spielen.
Außerdem definiere "normal" in einem fiktiven Fantasy Setting.

Ich bau schneller in Gurps nen Char der bis auf den Punkt meinen Vorstellungen entspricht, als in DSA3 einen mit Klasse der bestenfalls ungefähr passt, wenn ich mir die Klasse oder Profession in DSA4 noch basteln darf vergiss es
Mag sein, aber wie gesagt, habs mir vor langer Zeit angesehen und Gurps interessiert mich nicht.

steht da aber nicht und die Intention hinter Kiesows Regeln ist Spieler kleinhalten
Da steht ziemlich deutlich man soll nicht Min Maxen

13er, und 7 er und Nein tat ich nicht, ich erwürflte einen mit fast lauter 13ern und Statistik ist im RPG einfach irrelevant
Nur bis zu einem gewissen Grad

Empfänglich dafür sind, exakt das meinte ich, hat aber immer noch nix mir AG zu tun.
Aberglaube 7 Magie ist Scharlatanerie, Tischerücken etc real

Nur ist Magie nicht übernatürlich es ist Technologie
Letzteres weiß jemand mit hohem Aberglauben aber nicht und daher funktioniert die Mechanik auch.

Ja, aber so funktioniert eine Pgobie im RPG nicht
Die baut man dann ab, mittels runterwürfeln oder wegkaufen

du gast noch nicht mal eine Ahnung wovon ich rede
Doch ich weiß wovon du redest, es ist dennoch falsch.
Eine Phobie funktioniert ganz genau so in RPGs, bzw speziell in DSA, nämlich in dem man eine (eventuell erschwerte) Probe schafft, überwindet man seine Angst. Angst überwinden != Ängste abbauen. Ersteres ist eine einmalige Aktion, letzteres eine permanente Auswirkung.

genau wie ich mit jedem Spieler dessen Char Flugangst hat und die BA Nummer abzieht.
Aber ich bezog mich eher auf die GG7 der Char hat nem Dukaten in einen Vulkan hinterherzuhopsenInkompetent
Wenn er es in jeder Spielsession macht, ja. Im konkreten Fall war es eine Ausnamesituation mit gutem Grund und daher gerechtfertigt.

die Vor/Nachteile sind inclusive spezieller Regeltechniken(Eidetic Memory) direkt aus dem G3 RW übernommen worden....
Du weißt es also besser als die Designer...
Hast du schon mal vom Kausalität vs Korrelation gehört?

Ja es gibt Dinge, die machen alle DSA Editionen schlecht. Weiß nicht ob es das war, was du hören wolltest, ich bin mir ziemlich sicher, dass das Jedem DSA Fan bewusst ist. Das perfekte System gibt es nicht, oder man mag es trotz oder gerade wegen seiner Schwächen. Aber darum gehts in diesem Thread nicht.

Diese Eigenschaften und Talente sind spielmechanische Werte, die etwas über die Ressourcen aussagen.
Aber ein hoher MU Wert sagt mir wenig aus ausser das der Char mutig ist aber nicht warum er mutig ist
Die guten und schlechten Eigenschaften, sowie Talente sind nicht rein spielmechanisch, sondern definieren deinen Charakter.
Wer eine 15 in Klettern hat, muss nicht unbedingt würfeln um auf ein kleines Hindernis raufzuklettern, wer eine 2 hat schon. Wer einen hohen Wert hat aber sowas sagt wie "Ich benutze nur einen Arm beim Klettern", der muss wieder Würfeln und zwar mit Erschwernis

Warum der Char mutig ist, ist Sache vom Rollenspiel. Wenn absolut alles da stehen würde, bräuchten wir nicht spielen, sondern würden einfach nur vorlesen was passiert.

Was für dich im DSA3 System ein Feature ist, ist für mich ein BUG und Entschuldigung da war ich wohl mißverständlich, balanciert war bei DSA3 überhaupt nichts und das war auch kein "Design"goal.
Stand auch ausdrücklich son in dem FAQ Band dazu
Ich glaube nicht, dass ich gesagt habe, dass DSA3 ein komplett ausbalanciertes System ist. Das ist es definitiv nicht.
Die Charaktere sind ausgewogener, in sich selbst, nicht im Vergleich zu allen Klassen.
Ich sagte auch profane Typen müssen nicht schlechter sein, aber sowohl bei den magiebegabten, als auch bei den profanen gibt es Optionen die in ihren Kategorien deutlich besser sind als andere. Gibt auch genug andere Beispiele wie z.B Kampf mit Schilden.

Vieles lässt sich aber sehr leicht adaptieren. Jedenfalls mit deutlich weniger Aufwand, als ich ihn in DSA4/5 stecken müsste, damit es so ist, wie ich es haben will. Das heißt aber nicht, dass ich nicht von dort klauen würde, wenn mir Sachen gefallen.

Das DSA4 ein schlecht "designtes" System war ist wohl kaum zu leugnen
von den falsch berechneten, Klischeeklon Professionen, über die Talentverbesserungen - bis zur 3 W20 Probe deren Statistik nicht verstanden wurde...
Nicht das ich die 3w20 Probe nicht für prinzipiell
sehr schlechtes Design halte
3W20 ist z.B auch etwas, das mir bei DSA3 besser gefällt.
Die Erschwernis wird vom TaW abgezogen (Erleichterungen dazu gerechnet) und dann hat man schnell 3 mal gewürfelt und kann Punkte zum ausgleichen nehmen. Normalerweise hat man ohne Rechnen sehr schnell gesehen, ob mans geschafft hat, bzw ob mans gut oder schlechtet geschafft hat. Nur wenns knapp wurde, oder bei starken Erschwernissen musste man rechnen. Bzw. manchmal will der Meister wissen wieviele Punkte übrig waren, beispielsweise für Vergleichsproben. Aber das waren alles Ausnahmen.
95% der Proben sind --> Wurf mit 3 würfeln --> Geschafft/Nicht Geschafft

Qualitätsstufen gabs nicht wirklich und somit hat und die Probe auch nie wirklich ausgebremst.
Generell gehört sie für mich aber zu den Eckpfeilern und ohne sie, ist es für mich kein DSA. (DSA1 aus Nostalgiegründen ausgenommen)

Btw. Wann wurden eigentlichh + und - bei Erschwernissen, Erleichterungen vertauscht?
DSA4 oder DSA5? Das triggert mich jedes mal wieder....
Ich versteh nicht warum man das gemacht hat, weil eigentlich verwirrt man damit nur Spieler alter Editionen.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 10.04.2022 | 15:52
Zitat von: Argonar
Zitat von: Lichtschwerttänzer
Zitat von: Argonar
Die Intention hinter der Mechanik ist somit klar, man kann 1,2 Eigenschaften umverteilen, mit denen man nicht happy and that's it.
steht da aber nicht und die Intention hinter Kiesows Regeln ist Spieler kleinhalten
Da steht ziemlich deutlich man soll nicht Min Maxen
Besser:
Zitat von: DSA3 Abenteuer Basisspiel
Austausch von Eigenschaftspunkten
Wenn Sie die Eigenschaften ausgewürfelt und verteilt haben, sind die Grundbedingungen für Ihren Heldentyp möglicherweise noch nicht erfüllt. Vielleicht sind Sie auch einfach unzufrieden mit der Gestalt, die Sie soeben erschaffen haben. Dann bleibt Ihnen die Möglichkeit, Eigenschaftspunkte umzuverteilen, wobei eine schlechte Eigenschaft doppelt so schwer wiegt wie eine gute, will heißen, wenn Sie eine gute Eigenschaft um 1 Punkt erhöhen wollen, müssen Sie dafür 2 schlechte Eigenschaften um je 1 Punkt erhöhen oder 1 schlechte Eigenschaft um 2 Punkte. Wenn Sie eine schlechte Eigenschaft um 1 Punkt senken wollen, müssen Sie eine gute Eigenschaft um 2 Punkte oder zwei gute um jeweils einen Punkt senken. Im Verlauf der Punkte-Verschiebung darf eine Eigenschaft entweder nur gesteigert oder nur gesenkt werden. Ein ellenlanges Hinundher-Verschieben von Eigenschaftspunkten ist also unzulässig. (Falls Ihnen die Würfelwürfe für die Eigenschaftswerte gar zu schlecht geraten sind, sollten Sie lieber alles 14 Eigenschaften von neuem auswürfeln als allzu heftig mit den schlechten Zahlen zu rangieren.)

Nach Abschluß aller Umverteilungen sollte Ihr Held für den gewünschten Typus geeignet sein. Ansonsten bleibt Ihnen nur, Ihr Schicksal zu akzeptieren und es mit einem anderen Typus zu versuchen oder - wie gesagt - von vorne zu beginnen. Die guten Eigenschaften müssen nach der Umverteilung im Rahmen zwischen 8 und 13 liegen, die schlechten zwischen 2 und 8.

1. Werte >13 gehen überhaupt nicht.
2. Punkteverschiebung Gut zu Gut und Schlecht zu Schlecht sind ausgeschlossen.
3. Da jede Eigenschaft durch Verschiebung nur entweder erhöht oder gesenkt werden darf, geht auch kein Punkteverschieben Gut zu Gut "um die Ecke".
4. Mit den 2:1 Kosten schraubt man die schlechten Eigenschaften verdammt schnell an den Deckel von 8 Punkten.

Ich sehe da wenig Potential zum Minmaxen. Ich erinnere mich auch an kein einziges Beispiel aus meiner aktiven Zeit, wo das ein Problem geworden wäre oder zu so Punkteoptimierten Charakteren wie bei DSA4 geführt hätte. Bei DSA4 waren 90 % der Charaktere mit den maximalen 100 Eigenschaftspunkten gebaut.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 11.04.2022 | 08:34
Die Wurzel der meisten Probleme von DSA4 ist meiner Meinung nach die (versuchte) Ausrichtung der Systemmathematik auf Kompatibilität mit DSA3-Charakteren.

Die umständliche Mathematik des DSA4-Kaufsystems ist ja legendär (SKT (https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Steigerungskosten-Tabelle)). In einem eigenständigen Regelwerk machen so krumme Preise überhaupt keinen Sinn. Das würde jeder normal denkende Mensch eleganter und simpler machen.

Erklärt wurde das, soweit ich mich erinnere, nur in der Einführungsbroschüre "DSA, die Vierte": Man wollte ein System, in das ein gewürfelter DSA3-Charakter mit allen DSA3-Talentwerten und Stufen möglichst ohne Neubau überführt werden konnte. Davor wurde in der Myranor-Box sogar angedeutet, dass DSA3-Charaktere ohne jede Konvertierung in einer Kampagne mit den Myranor-Regeln (Proto-DSA4) spielbar sein sollen.

Von einem Marketing-Standpunkt machte dieser Designansatz sogar Sinn. Ich erinnere mich noch gut daran, dass damals noch Sammelordner mit privaten Pet-Charakteren, die Spieler von Kampagne zu Kampagne schleppten, absolut gängige Praxis waren. Man musste Spieler abholen, die ihre jahrelang gepflegten Lieblingscharaktere möglichst nahtlos weiter nutzen wollten.

Wirklich geklappt hat das regeltechnisch aber nie. Die Ergebnisse der DSA3 zu 4-Schnellkonvertierung hat zumindest bei uns nie überzeugt. Es lief praktisch immer auf Neubau raus, und das war auch die Standardempfehlung im Fanpro-Forum.

Was blieb war das wahrscheinlich erste Regelsystem in der Geschichte, bei welchem ein großer Teil der Spieler digitale Hilfsmittel für den Charakterbau unverzichtbar fanden.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Sosthenes am 11.04.2022 | 09:21
Die umständliche Mathematik des DSA4-Kaufsystems ist ja legendär (SKT (https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Steigerungskosten-Tabelle)). In einem eigenständigen Regelwerk machen so krumme Preise überhaupt keinen Sinn. Das würde jeder normal denkende Mensch eleganter und simpler machen.

Naja, die Tabelle allein wäre jetzt vielleicht nicht das Problem gewesen. Man vergleiche die Skill-Kosten-Tabellen des damaligen Vorbildes (http://www.sjgames.com/gurps/Lite/3e/german.pdf), hat immerhin sieben Spalten. Was ich problematisch finde ist die Unzahl der Spaltenverschiebungen. Das kenn' ich tatsächlich nicht sonstwoher, aber mit der abstrusen Talentprobe kann man einfachere Lösungen (höheres effektives Attribut, höherer Startwert) nicht so einfach machen.

Und den Kompatibilitätsansatz versteh' ich jetzt auch nicht als direkt zwingend. Ich meine, die DSA2/3 Talentsteigerungs-Schiene war ja nur dreigeteilt.

Was blieb war das wahrscheinlich erste Regelsystem in der Geschichte, bei welchem ein großer Teil der Spieler digitale Hilfsmittel für den Charakterbau unverzichtbar fanden.

Och, das ist auch eine Sache der Verfügbarkeit. Genügend PCs, genügend Hobby-Programmierer, Cross-Plattform-Technologie. Wenn ich mir heute DSA3 anschaue, wo ich erst einmal achtunddrölfzig Werte übertragen muss, bin ich auch für eine digitale Hilfe dankbar, erst recht bei Magiern.
Die großen Punktekaufsysteme haben auch ähnliche Programme, da sogar offiziell (GURPS Character Assistant, HERO Designer), ich glaub auch alle vom Anfang des Jahrtausends ursprünglich.

Ich will jetzt DSA4 nicht zu viel verteidigen, meine nur dass es im Kontext ähnlicher Systeme nicht so schlecht abschneidet was Komplexität betrifft wie im Vergleich zu DSA3. Ich denke etwas ähnliches könnte man auch sagen zu DSA2 im Vergleich zu DSA1 ;)
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Zanji123 am 11.04.2022 | 12:11
naja DSA 3 -> Schreib ne liste von Zahlen ab (und ich hab irgendwie noch den Glauben das ich irgendwo mal "fertige" Stufe 1 Heldenlisten gefunden habe die man so drucken konnte. Level up -> happy dice throw (musst dir "nur" merken welche Talente wie oft und wieviele insgesamt du schon genutzt hast)

DSA 4 -> einige dich auf die Start GP, dann verteile deine Eigenschaften, dann wühle in der Liste der Vor-/Nachteile und dann noch in der Liste mit den Sonderfähigkeiten/Kampfmanöver oder nimm Paketbausätze während du mit mehreren Zahlen jonglierst. Dann beim Steigern: merke dir welche Spalte dein Talent hat (außer du hast ne Spezi-Erfahrung dann verschiebt sich das....)

kurz: ich bin froh das es die Heldensoftware gibt (so selten wie ich Helden generiert habe da ich meinst ein SL war der ca 40 % der Regeln nicht im kopf hatte)

Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Argonar am 11.04.2022 | 21:59
Zahlen abschreiben finde ich jetz nicht so schlimm.
Klar die lustigste Aufgabe ist es nicht.

In DSA5 muss man dafür Talent-, SF-namen und die passenden Zahlen abeschreiben, nach einem Haufen Rumrechnerei.
Ich bin kein Fan von Apps und Programmen im P&P Bereich, denn eigentlich will ich dabei vom Bildschirm wegkommen.

Ich verbringe so schon viel Zeit am Rechner, sowohl im Beruf als auch privat, dann gibt es noch Videogames.
Bei Pen&Paper RPGs und Boardgames alla Descent oder Sword&Sorcery geht es mir darum eine gewisse Zeit weg vom Digitalen und hin zum Analogen zu kommen.

Daher gibt es bei mir keine digitalen Charakterbögen, Erstellungstools oder auch Würfelapps (die werden scheinbar auch immer Beliebter)
Das macht die Erstellung bei DSA5 deutlich komplexer, mit den ganzen verschiedenen Büchern die man braucht und dem Gegenchecken von Anforderunge, Kosten, etc.

Naja und selbst in den vorgefertigten Chars im DSA5 Grundregelwerk waren Rechnungsfehler enthalten, eben weil alles so komplex ist.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 11.04.2022 | 22:45
In DSA5 muss man dafür Talent-, SF-namen und die passenden Zahlen abeschreiben, nach einem Haufen Rumrechnerei.
Ich bin kein Fan von Apps und Programmen im P&P Bereich, denn eigentlich will ich dabei vom Bildschirm wegkommen.
Immerhin haben sie bei DSA5 die SKT und die Paketverbilligungen beerdigt.

Die Paketverbilligungen waren einfach nur absurd unbalanciert, Vorteile und SF waren super billig, bei Talenten und Zaubern hast du drauf gezahlt wenn du am ende nicht mindestens auf einen Wert von sowas wie 7 oder 8 kamst (oder noch höher bei mehrfach Aktivierungen), und Nachteile waren noch schlechter.

Es ist echt erstaunlich wie stark man RKPs verbilligen kann in den man einfach ein paar Fluff Talente rauswirft, oder einfach ein Teures Talent durch die Wahl zwischen einem (oder mehreren) billigen und einem Teuren ersetzt ...

Wobei glaub ich gerde die RKPs aus dem Aventurischen Regelwerken und der ersten Myranor edition zum Teil ziemlich ineffzient  gebaut waren.
Ich hab bei Tharun (und Rakshazar) immer hin probiert, etwas GP effizienter zu sein, und ich glaub bei der zweiten Auflage von Myranor waren sie dann noch etwas Radikaler.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: Skyrock am 11.04.2022 | 23:54
1. Werte >13 gehen überhaupt nicht.
Gute Eigenschaft über 13 auf der 1. Stufe kann tatsächlich vorkommen in DSA2-3, wenn auch sehr selten, indem man eine 13 für eine gute Eigenschaft erwürfelt und dann durch den Geburtstag ein +1 auf das entsprechende Attribut erhält.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 12.04.2022 | 00:12
Naja, die Tabelle allein wäre jetzt vielleicht nicht das Problem gewesen. Man vergleiche die Skill-Kosten-Tabellen des damaligen Vorbildes (http://www.sjgames.com/gurps/Lite/3e/german.pdf), hat immerhin sieben Spalten.
Ich versuch den Vergleich mit einem System außerhalb der Familie kompakt zu halten, aber die Minitabellen von GURPS sind doch ein Paradebeispiel für simple Fertigkeitseinpreisung, wie sie jeder normal denkende Mensch machen würde, wenn er ein Regelsystem neu baut.

Fertigkeit = Eigenschaft kostet bei einfacher Fertigkeit einen Punkt. Ein Punkt kleiner kostet 1/2. Der Preis verdoppeln sich darüber für jeden zusätzlichem Fertigkeitspunkt bis zu einem Preisdeckel und steigt dann linear weiter. Zusätzliche Schwierigkeit der Fertigkeit verschiebt die Kosten 1-3 Zeilen. Das lernen fitte Spieler schnell auswendig.

Klar, es geht immer noch leichter, aber der Vergleich der Spaltenzahl mit der umständlichen Zahlentapete der DSA4-SKT ist in meinen Augen ein Äpfel- und Birnen-Vergleich. Ich kenne niemanden, der sich SKT-Preise auswendig merkt.

Zitat
Was ich problematisch finde ist die Unzahl der Spaltenverschiebungen.
Du vergisst die Rabattfaktoren. Gutes Gedächtnis reduziert die Kosten auf 3/4 der Spalte und Eidetisches Gedächtnis halbiert. Spalte A** steht gar nicht mehr drin und wird mit fixen Abzügen von Spalte A+ errechnet... und mit den Professionspaketrabatten fang ich jetzt nicht auch noch an.

Zitat
mit der abstrusen Talentprobe kann man einfachere Lösungen (höheres effektives Attribut, höherer Startwert) nicht so einfach machen.
Doch klar. Es gibt ja genug Beispiele von Hausregeln zu alternativen SKTs im Netz und nicht zuletzt auch DSA5.

Zitat
Und den Kompatibilitätsansatz versteh' ich jetzt auch nicht als direkt zwingend. Ich meine, die DSA2/3 Talentsteigerungs-Schiene war ja nur dreigeteilt.
Ich meinte nicht, dass das Steigerungssystem von DSA3 emuliert werden sollte, sondern das Ergebnis. Mit 1.500 AP gebaute DSA4-Charaktere sollten sich möglichst wie Stufe 6 DSA3-Charaktere anfühlen und umgekehrt. Aber ich bin bei dir, alleine mit dem Designziel DSA3-Kompatibilität ist die komplizierte SKT nicht erklärbar.
Titel: Re: DSA: Aufruf zum freundlichen Edition War :)
Beitrag von: chad vader am 12.04.2022 | 00:13
@Skyrock
Es ging um Punkteverschiebung. >13 darf man keine Punkte verschieben.