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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Pen & Paper - Umfragen => Thema gestartet von: Radulf St. Germain am 28.05.2022 | 09:04
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Ich bin von meiner aktuellen Spielrunde begeistert in der Spieler manchmal Dinge vorschlagen, die ihren SC das Leben schwerer machen, wenn sie finden, dass dies eine interessante Wendung in der Geschichte wäre. Ich frage mich, wie häufig das ist.
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Ich habe für "Es ist komplizierter. :-)" abgestimmt, denn in Fate Core gehört es zur Tagesordnung, dass die Spieler Dinge vorschlagen, die ihren SC das Leben schwerer machen.
Es ist jedoch kein Masochismus, denn nicht nur führt das zu interessanten Wendungen in der Geschichte, sondern hat auch strategische Konsequenzen bei den Meta-Ressourcen, die den jeweiligen SC perspektivisch besser stellen.
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Wäre das dann nicht der mittlere Punkt, d.h. ja aber gegen Belohnung? (Ist XP zu konkret? Ich habe es mal geändert...)
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Wäre das dann nicht der mittlere Punkt, d.h. ja aber gegen Belohnung? (Ist XP zu konkret?)
Nope, der geht davon aus, dass die SL den Vorschlag macht.
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Meine Spieler machen gerne und oft Faxen und dumme Sachen (= implizite Handlungsvorschläge), weil sie Lust darauf haben (=weil dadurch die "Story besser wird"), und üblicherweise verschlimmert das ihre Situation.
Nicht selten bekommen sie auch von mir, ihrem hoheitlichen Spielleiter, einen Twist in den Rachen gestopft, der sie schlechter stellt. Den akzeptieren sie praktisch immer brav. Die Belohnung besteht in neuen Herausforderungsmustern, die sich darauf ergeben. Hier geben sich dann Sadismus und Masochismus aufs Vortrefflichste die Klinke in die Hand.
Was ich nicht so kenne, ist das ganz explizite Artikulieren von Verschlechterungsvorschlägen: "Wäre es nicht super, wenn mir jetzt die Taschenlampe ins Schauermoor fällt und danach defekt ist?"
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Nope, der geht davon aus, dass die SL den Vorschlag macht.
Dann ist es wirklich komplizierter. ;D
Was ich nicht so kenne, ist das ganz explizite Artikulieren von Verschlechterungsvorschlägen: "Wäre es nicht super, wenn mir jetzt die Taschenlampe ins Schauermoor fällt und danach defekt ist?"
Das erlebe ich immer wieder so. Ist nicht der absolute GAU, aber es sind Dinge wie "Wäre es nicht cool, wenn der Kopfgeldjäger mit dem wir vorher Stress hatten auch in dieser Kneipe wäre?"
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Hängt bei mir komplett von der Truppe ab.
Bei den drei Runden, mit denen ich in letzter Zeit öfter gespielt habe, hatte ich einmal eine Runde, in der alle vier Protagonisten ein ums andere Mal solche Probleme kreiert haben, eine Gruppe, in der es ein Spieler macht und eine Gruppe, in der das selten bis gar nicht passiert :-D
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Keine der Optionen trifft zu.
Meine Spieler verhandeln keine Handlungsoptionen, sie handeln.
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Ich habe mal Punkt 1 gewählt, denn das trifft definitiv zu. Masochistisch würde ich das aber nicht nennen, es geht meinen Spieler:innen ganz klar um die eigene Spielspaßmaximierung.
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Keine der Optionen trifft zu.
Meine Spieler verhandeln keine Handlungsoptionen, sie handeln.
Klingt ja nach rauhen Tischsitten. :bloodbowl:
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Klingt ja nach rauhen Tischsitten. :bloodbowl:
Unter solchen Bedingungen dürfte die Initiativreihenfolge außergewöhnlich wichtig sein. ;D
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Keine der Optionen trifft zu.
Meine Spieler verhandeln keine Handlungsoptionen, sie handeln.
Bei mir auch.
Aber ich habe ein Veto Recht!
;D
Der Grund warum auch zum Nachteil der Figur gespielt wird, ist entweder:
1. Man spielt Charakter treu. Und die Figur hat einfach Schwächen und Macken.
2. Man will provozieren und Action/Spaß reinbringen.
Edit.
Daher würde ich das jetzt nicht masochistisch nennen. Denn sie haben ja häufig jede Menge Spaß dabei.
Oder anders: Figuren, die Mist bauen, stehen dadurch häufig im Mittelpunkt.
Im Idealfall unterhält das dann zumindest auch die anderen am Tisch.
PS: Meine Figuren dürfen auch Mal von meinem SL geärgert werden. (Werden sie auch häufig).
Das heißt die werden auch Mal durch den Kakao gezogen, kriegen Fallen gestellt etc.
Schwachstellen bringen Spielspaß.
Aalglatte Helden, denen immer alles gelingt, werden bei uns eher als langweilig empfunden.
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"Es ist komplizierter" :)
Die Antwort ist: Völlig unterschiedlich, je nach Gruppe, System, Kampagne/Abenteuer/Session.
Es gibt eine vage Richtung, in die meine Hauptgruppen (die Kampagnengruppen) sich orientieren, aber selbst da ist die Heterogenität der Spieler*innen untereinander teilweise größer, als zu anderen Gruppen.
Es ist eben ein Unterschied, ob ich die Frage für ein CoC-Oneshot, ein Turbo FATE Abenteuer, meine ewige DSA-Kampagne oder sonstwas beantworte. Finde ich aber auch gut so, denn das heißt, dass Rollenspiel (für mich) am besten relativ flexibel funktioniert und ganz unterschiedliche Facetten hat.
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Vielleicht sollte ich 2 Dinge etwas präzisieren. Diese Umfragen laufen ja immer auf eine Frage hinaus, die dann die feinen Nuancen nicht mehr abbildet. ;)
Es geht nicht darum, ob Spieler um Erlaubnis bitten etwas zu tun. Es geht darum, ob Spieler Vorschläge machen, wie NSC handeln oder was zufällig, außer Ihrer Kontrolle passiert.
Masochistisch steht in Anführungszeichen, weil es schwer war alles in einer Zeile zu erklären. Ich meinte es im Grunde so, ie Haukrimm es ausgedrückt. (In einer Zeile, wie ich gerade bemerke. :think:)
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Klingt ja nach rauhen Tischsitten. :bloodbowl:
Eigentlich nicht.
Spieler steuern ihre eigenen Figuren (u.U.
auch mehr als eine).
Aber sie verhandeln doch nicht Figuren, die ihnen nicht unterstehen.
Edit: Regelinterpretation werden vielleicht mal verhandelt.
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In meinen Runden hing die Antwort stark mit dem verwendeten System zusammen. In DnD geht es schon stark um Effizienz und Machtgewinn. Da hat man kein Interesse daran, sich selbst Hindernisse in den Weg zu bauen. Systeme, die stärker auf gemeinsames Geschichtenerzählen aus sind, werden dagegen ausgiebig genutzt, um die Sache nach dem Verständnis des Spielers interessanter zu machen. Insofern ist es wohl komplizierter.