Erstens: Jeglicher Mord und Körperverletzung, Krieg und Plünderung sind in dieser Welt verboten.
Ich glaube, Wanderhome (https://possumcreekgames.com/pages/wanderhome) geht in diese Richtung (Besprechung z.B. hier bei den Teilzeithelden (https://www.teilzeithelden.de/2022/04/22/rezension-wanderhome-wohlfuehlprogramm-im-idyllischen-haeth/)).
Aber es hat schon Kampf- und Schadensregeln, oder?
Vielleicht wäre Golden Sky Stories etwas, was du suchst?Jup! Gewalttätige Lösungen werden in Golden Sky Stories regeltechnisch sogar bestraft.
Das Spiel macht immerhin Werbung damit, dass es nicht-gewalttätig ist.
Ich habe lange nicht mehr in die Regeln geschaut. Ich lese da mal nach und gebe Rückmeldung!
Schaden gibt es nicht so richtig. Charaktere haben Zustände. Wenn der Char gebrochen ist, ist er erstmal aus dem Spiel. Das bezieht sich erst mal auf den seelischen Zustand der SC, kann aber auch körperlich sein.
Da stelle ich mir aber die Frage: Warum gibt es nur so wenige gewaltfreie Rollenspiele? Liegt es wirklich nur am Ursprung beim Wargaming? Das ist aber doch Jahrzehnte her und es hat sich in so vielen Bereichen doch vieles geändert. Liegt es an unterbewussten Gewaltfantasien im Menschen? Ist schon irgendwie komisch, oder?
Ich denke der Kampf ist eine Art, spannung ins Spiel zu bringen. Dafür brauchts nicht unbedingt geniale erzähltechnicken sondern nur eine Zahl, die runtergeht... und wenn sie unten ist, ist der Spielcharakter raus.
Hat nicht "Tales from the Loop" keinen Kampf bzw. die SC sterben nicht?
"Fiasko" hat des ja auch nicht... ausser man bringts rein.
Da stelle ich mir aber die Frage: Warum gibt es nur so wenige gewaltfreie Rollenspiele? Liegt es wirklich nur am Ursprung beim Wargaming? Das ist aber doch Jahrzehnte her und es hat sich in so vielen Bereichen doch vieles geändert. Liegt es an unterbewussten Gewaltfantasien im Menschen? Ist schon irgendwie komisch, oder?
Da stelle ich mir aber die Frage: Warum gibt es nur so wenige gewaltfreie Rollenspiele? Liegt es wirklich nur am Ursprung beim Wargaming? Das ist aber doch Jahrzehnte her und es hat sich in so vielen Bereichen doch vieles geändert. Liegt es an unterbewussten Gewaltfantasien im Menschen? Ist schon irgendwie komisch, oder?
Outsider: Danke für die Klarstellung. Ich hab was gemacht, was ich hasse wenns andere nicht machen: Die vorherigen Posts nicht wirklich gut gelesen :S
Da stelle ich mir aber die Frage: Warum gibt es nur so wenige gewaltfreie Rollenspiele? Liegt es wirklich nur am Ursprung beim Wargaming? Das ist aber doch Jahrzehnte her und es hat sich in so vielen Bereichen doch vieles geändert. Liegt es an unterbewussten Gewaltfantasien im Menschen? Ist schon irgendwie komisch, oder?Aber das ist doch in der Unterhaltungsindustrie (bzw. in Bereichen, wo Geschichten erzählt werden) generell so. Es gibt zB auch kaum Filme, bei denen die Probleme letztendlich nicht mit Gewalt gelöst werden.
Das 10-Gebote-Beispiel stelle ich mir als kein sehr nettes Spiel vor. Eigentlich bleibt außer Gänseblümchen-Barbiespiel nur die letzte Herausforderung dieses Spiel an seinen eigenen Maßstäben zerbrechen zu lassen.
Sea Dracula - Konfliktlösung durch TanzDas wollte ich auch vorschlagen.
Liegt es an unterbewussten Gewaltfantasien im Menschen?
Gewalt ist unterhaltsam für Menschen, sie ist wettbewerborientiert, spannubgsgeladen, tabubehaftet, gefährlich, verboten und im realen Leben in jeder Gesellschaft kontrolliert und eingelegt, ...
Wir sind eine sehr aggressive Spezies, die einander und andere Lebewesen tötet und z.T. sogar ausrotten.
Sea Dracula - Konfliktlösung durch TanzFrag mal die Leute, deren Fuß unten steht ... >;D
Es gibt tatsächlich mindestens ein "christliches" Rollenspiel. DragonRaid (https://en.wikipedia.org/wiki/DragonRaid) heißt das Ding. Aber WEIT jenseits von gewaltfrei...
Und ja, ich hab das liegen in der Sammlung. ;)
Gewalt ist ... verboten und im realen Leben in jeder Gesellschaft kontrolliert und eingelegt, da potentiell destruktiv für das Ganze, nicht nur den Einzelnen.So hätte der Mitteleuropäer seine Welt gerne. Die Welt schert sich da halt nicht viel drum.
Ich warte immer noch darauf das in der BILD man die Headline ist "Jugendlicher hilft alter Dame über die Strasse" oder irgendwas anderes belangloses aber wie sagte mir einer der im Reportergeschäft unterwegs ist: Solche Nachrichten will niemand lesen, nur "bad news is good news".
Nein, so IST das in der Welt.
Brindlewood Bay wäre auch ein Beispiel. Es gibt keine spezifischen Regeln für Kämpfe und es ist definitiv sehr untypsich für alte Damen, ihre Ziele mit Gewalt zu erreichen.Was machen die alten Damen da?
Was machen die alten Damen da?
Alle Religionen und Gesetzestextes verbieten das unprovozierte Töten. Warum nicht nur in Mitteleuropa, frage ich dich?Ist ja nicht richtig. Religionen verbieten das Töten von Gläubigen. Ungläubige hingegen dürfen in allen abrahamitischen und den meisten anderen Religionen hingeschlachtet werden. Das kann man inzwischen anders sehen, aber laut der Bibel ist ja z.B. auch Sklaverei kein Problem. ;)
Kriminalfälle lösen. À la Mord ist ihr Hobby usw.Ah, sehr gewaltfrei ... ::)
Ah, sehr gewaltfrei ... ::)
Nun, die Frage war ja auch nicht, gibt es eine gewaltfreie Rollenspielwelt, oder? ::)
Dann ist es auch gewaltfreies Spiel, wenn eine Gruppe Summoners aller Art durch klassische Abenteuer zieht. Sie selbst greifen ja wenn dann nur im äußersten Notfall zur Selbstverteidigung zur Waffe.
Das heißt jetzt nicht im Umkehrschluß, daß in jedem von uns zwangsläufig ein kleiner Mörderhobo sitzt und nur nach ständigem Blutvergießen hechelt. Aber ich denke, etwas Durchsetzungsvermögen wollen viele von uns ihren Charakteren dann doch mitgeben...und dazu gehört dann eben auch die Möglichkeit, im Zweifels- oder Notfall einfach stärker zu schubsen als der Gegenüber.Wie schon gesagt: Setting matters.
Naja, die Frage war, ob es Systeme gibt, die Gewalt regeltechnisch (oder ggf. auch settingmäßig) gar nicht erst ermöglichen.Warum hast du denn diese Frage gestellt, was ist der Hintergrund?
Mir kam halt der Gedanke, dass es ja "in echt" keine valide Option ist, Leuten auf die Mütze zu geben.
Es gibt keinen Hintergrund. Mir kam halt der Gedanke, dass es ja "in echt" keine valide Option ist, Leuten auf die Mütze zu geben. Warum ist das in Rollenspielen Gang und Gebe?
Es gibt keinen Hintergrund. Mir kam halt der Gedanke, dass es ja "in echt" keine valide Option ist, Leuten auf die Mütze zu geben. Warum ist das in Rollenspielen Gang und Gebe?
Hmm, was macht dann der Wachhund des Studiogeländes, wenn er jemand beißen will? Wird's dann n Disney-Film? ;D ;)
Es gibt keinen Hintergrund. Mir kam halt der Gedanke, dass es ja "in echt" keine valide Option ist, Leuten auf die Mütze zu geben. Warum ist das in Rollenspielen Gang und Gebe?
Also jemanden mit Gewalt beauftragen ist für dich das gleiche wie selbst keine Gewalt anwenden? Interessante Sicht der Welt ...
Mir kam halt der Gedanke, dass es ja "in echt" keine valide Option ist, Leuten auf die Mütze zu geben.
Es gibt keinen Hintergrund. Mir kam halt der Gedanke, dass es ja "in echt" keine valide Option ist, Leuten auf die Mütze zu geben. Warum ist das in Rollenspielen Gang und Gebe?
Es gibt keinen Hintergrund. Mir kam halt der Gedanke, dass es ja "in echt" keine valide Option ist, Leuten auf die Mütze zu geben. Warum ist das in Rollenspielen Gang und Gebe?
Nein, genau das habe ich ja bemängelt.
Gut, dann war Deine Aussage wohl missverständlich für mich. Bist Du also der Meinung, dass die alten Damen Gewalt ausüben? Oder fällt eine Verhaftung ohne Gegenwehr schon unter Gewalt?Ich halte die Prämisse der durchgehenden Verhaftung ohne Gegenwehr für ein beschönigendes Konstrukt, welches nur über die eigentliche Gewalt oder Gewaltandrohung hinwegtäuscht(Frau X (86j) die ihren Mann vergiftet hat wird halt wenig gegen die verhaftenden Beamten körperlich noch ausrichten können oder eben beim Versuch absehbar überwältigt) - ungefähr wie wenn in einem PC-Spiel die Erschossenen nicht als blutüberströmte Leichen rumliegen sondern sich nur in Wölkchen auflösen.
Ich halte die Prämisse der durchgehenden Verhaftung ohne Gegenwehr für ein beschönigendes Konstrukt, ...
Was halt Teil des Tropes ist, ohne dass dieses spezielle Genre keinen Sinn ergibt. Muss man ja nicht mögen, aber isso ...
Ja ist Teil des Genres, aber ich würde es damit eben nicht als wirklich gewaltfrei zählen.
Das Problem ist, dass es schlecht und ergreifend keine Gewaltfreiheit gibt. Wenn, kann man sich nur mit einer Annäherung derselben befassen.
[Kein Sex, kein Essen, kein Tod, kein Alter, keine externen Kräfte, keinerlei Traumata, keine Objektpermanenz]
Wie könnte man also Abenteuer in einer solchen Utopie spannend gestalten? Ideen?
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?Ist das denn so? Vielleicht wäre da eine Umfrage angebraucht?
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Im klassischen Sinn? Überhaupt nicht. Spannung entsteht durch Konflikt. Konflikt irgendeiner Art.Minecraft creative mode kann auch sehr spannend sein, selbst wenn sich die Spieler da nicht in die Haare bekommen oder "pranken". Oder wenn die Spieler da zusammen arbeiten. Es muss nicht immer ein Konflikt sein, finde ich, der Dinge spannend macht, Neugier und Kreativität können genau so Faktoren sein. Selbst Lernen kann super spannend sein. Womit ich beim Thema wäre...
(postet irgendwas)Wollte dir schon immer Mal sagen dass deine Postings zu den Highlights in diesem Forum gehören! :D
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Ist dieses Thema übrigens nicht dann doch eine Variante von „Warum gibt es so wenig positive, lebensbejahende Settings im Rollenspiel?“ Darüber wurde im Forum ja bereits diskutiert.
"Tales from the Loop"
Da sind gewalttätige Lösungen zwar nicht verboten, da die SC Kinder sind, sind die Abenteuer soweit ich sie noch im Kopf habe, so geschrieben dass sie gewaltfrei gelöst werden können.
Die SC können da auch nicht sterben.
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Bleibt die Frage: wieso ist Rollenspiel häufig so gewaltzentriert?
Um darauf nochmals zurückzukommen: Tales from the Loop hat keine Kampfregeln. (Jedenfalls hab ich keine gefunden) Man kann nur „großen Ärger“ bekommen. Der Kampf selbst, wird glaube ich gar nicht ausgespielt. Aber ganz Konfliktfrei ist es nicht.
In den Medien (insbesondere in Film und Fernsehen) ist Gewalt ein akzeptiertes Lösungsmittel. Sie ist bei Autoren generell akzeptiert, dient teilweise auch als Stilelement.
„Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“Und das ist nur die strukturelle Gewalt mit Todesfolge.
Abenteuer in den sieben Himmeln von Celestia (Mount Celestia), gestaltet als Utopie eines harmonischen Zusammenlebens im Himmelreich. Z.B. mit folgenden Eigenschaften:
• Bewohner haben sich über Körperlichkeit transzendiert (es gibt z.B. keine körperliche Liebe, keine Fortpflanzung, keine Geburten).
• Genährt werden sie durch die positiven Energien der Ebene.
• Es gibt keinen Tod durch Alterung.
• Es gibt keine Naturgewalten (die Ebene selbst hat eine Art Bewusstsein).
• Einwohner habe die inhärente Fähigkeit Erinnerungen an jede Form von Gewalt zu vergessen.
• Es müsste sich um einen inneren Zirkel der sieben Himmel handeln, da die Randbereiche ja mit dem gewalttätigen Rest des Multiversums interagieren (wo alleine die Physik schon gewalttätig ist (Naturgewalten) und auch Engel sich in kriegerischen Fähigkeiten üben).
Wie könnte man also Abenteuer in einer solchen Utopie spannend gestalten? Ideen?
Bei all den Wesen mit True Seeing etc.? Das funktioniert imo so nicht. Allein die gewaltige Lüge würde in der Ebene vermutlich ein Leuchtfeuer sein.
Ich bin verwundert, dass 1W6 Freunde nicht genannt wurde.
Spielt in einer nicht benamsten Großstadt und zielt auf die Hörspielkassettennostalgie um "Banden" wie TKKG, 5 Freunde oder Drei ??? Ab.
Ich bin verwundert, dass 1W6 Freunde nicht genannt wurde.
Spielt in einer nicht benamsten Großstadt und zielt auf die Hörspielkassettennostalgie um "Banden" wie TKKG, 5 Freunde oder Drei ??? Ab.
Sieht man auch auf den Heldendokumenten;
Keine Lebenspunkte, Attacke, Parade oder Waffen
https://www.die-dorp.de/downloads/dorp-downloads/1w6-freunde/1w6-freunde-dritte-edition/
TKKG habe ich mir übrigens nie angehört, nachdem ich mitbekam dass Gaby nur den Hund streichelt und den Papa nach Sachen fragt.
Am Ende zum Thema Gewalt in Rollenspielen:Kommt z.T. auch auf das System an, bei DnD o.ä. gibt es eben zum Teil auch Klassen die außer Kampf nicht wirklich was können.
Man kann ja dennoch als Meister steuern. Da bekommt die Gruppe eben den Auftrag den durchgeknallten Hexer bitte nicht umzubringen oder zu verletzen, weil man im Zirkel doch pazifistisch drauf ist.
TKKG habe ich mir übrigens nie angehört, nachdem ich mitbekam dass Gaby nur den Hund streichelt und den Papa nach Sachen fragt.Naja bei TKKG hast du halt einen Hauptcharacter und der Rest sind Quasi Sidekicks, aber ist bei den anderen Reihen in dem Genre auch nicht unbedingt so anders.
Naja bei TKKG hast du halt einen Hauptcharacter und der Rest sind Quasi Sidekicks, aber ist bei den anderen Reihen in dem Genre auch nicht unbedingt so anders.Bei TKKG war es schon extra schlimm.
Moment Moment, Tarzan (ab Folge 38 Tim) könnte erst Judo, dann Karate, dann King fu und ab Folge 3865 bestimmt grafmaga :headbang:Oha, da hatte ich wohl etwas verdrängt ;)
Bei TKKG war es schon extra schlimm.Das will ich auch garnicht abstreiten.
Zudem sind dort nicht nur die Hauptcharaktere, sondern praktisch alle auftauchenden Figuren reaktionäre Klischees.
Wenn mich nicht alles täuscht, wurden in den Büchern die meisten Fälle schlussendlich durch T.s Karatekünste gelöst.
(...) und außer "Georg" von den 5 Freunden fällt mir zumindest spontan kein Mädchen in einer solchen "Bande" ein, das jetzt wirklich dramatisch mehr gemacht hätte als Gabi.
(Frage: wollen wir da vielleicht einen eigenen Thread zu eröffnen?)Wäre vermutlich besser das hier wird etwas off topic.