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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Gunthar am 30.11.2022 | 10:11
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Hier der Link (https://www.inc.com/jessica-stillman/therapists-are-prescribing-dungeons-dragons-now.html) zu einem Artikel über Psychotherapeuten und Psychiater, die D&D als Therapie verschreiben. Der Link ist englisch.
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Irgendwie möcht ich gerade 30 Jahre in die Vergangenheit springen und den Text einer bestimmten Person eintrichtern. Rollenspiel hat mir über dunkle Zeiten hinweg geholfen, und eine Session leiten oder spielen ist mentaler Workout, mit entsprechenden positiven Folgen fürs Wohlbefinden!
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Ganz generell sind Rollenspiele in Therapien ja nix ungewöhnliches - insofern klingt das nach einer guten Idee.
Wenn man so drüber nachdenkt könnte man dies sogar ziemlich zielgerichtet einsetzen um konkrete Probleme anzugehen und anzusprechen.
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Gute Psychotherapeuten verschreiben Savage Worlds.
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Ganz generell sind Rollenspiele in Therapien ja nix ungewöhnliches - insofern klingt das nach einer guten Idee.
Grundsätzlich ja, aber bei den typischen Therapie-Rollenspielen geht es nicht primär ums totschlagen, looten und hochleveln... ;)
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Gute Psychotherapeuten verschreiben Savage Worlds.
D&D-Spieler hassen diese Tricks von Psychotherapeuten - der dritte wird Sie überraschen! ~;D
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@Megavolt
Schlechte Psychotherapeuten verschreiben Ausbruch?
]https://www.tanelorn.net/index.php/topic,124060.msg135111118.html#msg135111118] (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,124060.msg135111118.html#msg135111118)?
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Gute Psychotherapeuten verschreiben Savage Worlds.
Kundenbindung ... >;D
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Gute Psychotherapeuten verschreiben Savage Worlds.
Aber nur die Freudianer. Die anderen möchten ihre Klienten aufbauen statt abtörnen. ~;D
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Wenn ich mal ein Bisschen aus dem Nähkästchen plaudern darf: in meiner Klinik und von meinen Therapeuten wurde mir dringend angeraten, mindestens ne Weile kein Rollenspiel zu machen. Das ist wieder so ne Meldung die geradezu gefährlich verkürzt ist. Es kann in Einzelfällen helfen, aber ganz häufig kann das auch ganz böse nach hinten los gehen. Insbesondere, wenn mehrere Spieler mit einem therapeutischen Ziel zusammen kommen. Aber auch in einer Gruppe ohne andere Spieler mit diesem Ansatz sollte das ganz klar kommuniziert werden.
Sheesh, Mädchen mit Zündhölzern…
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Das kommt aber extrem auf das jeweilige Krankheitsbild an. Wie immer in diesem Bereich ist das sehr individuell und von Diagnose und Therapie abhängig.
Jemandem mit schizoiden Tendenzen würde ich das wohl auch nicht empfehlen. Meinen Depressionen schadet es hingegen zumindest nicht (eine echte positive Wirkung würde ich nicht unterschreiben).
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Puh... ich denke, es ist schwer da Verantwortung übernehmen zu müssen, denn normale Rollenspielsitzungen haben keinen therapeutischen Anspruch und SL und Spieler sind im Zweifel nicht vom Fach. Manches kann auch schädlich sein, z.B. bei vermeintlichen Safety-Mechanismen. Wenn dann die falschen Sachen, die ja durchaus individuell sein können, zusammen kommen...
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Psychotherapeuten empfehlen alles, wenn es dazu geeignet ist, die Leute zu stabilisieren. Ich finde das ehrlich gesagt nicht sonderlich überraschend, dass sie empfehlen, mal was Schönes mit seinen Freunden zu machen.
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Puh... ich denke, es ist schwer da Verantwortung übernehmen zu müssen, denn normale Rollenspielsitzungen haben keinen therapeutischen Anspruch und SL und Spieler sind im Zweifel nicht vom Fach. Manches kann auch schädlich sein, z.B. bei vermeintlichen Safety-Mechanismen. Wenn dann die falschen Sachen, die ja durchaus individuell sein können, zusammen kommen...
Gewiss, aber eine Empfehlung zum Rollenspiel übernimmt ja keine Verantwortung für unüberschaubare Risiken.
Das Grunddilemma jeder Psychotherapie ist ja gerade, dass sie irgendwie in der realen, unperfekten, schädlichen Welt operieren muss. Das gilt für so ziemlich alles, was man verschreiben und machen kann.
Bei einer Vielzahl psychischer Erkrankungen, vor allem aus dem depressiven Spektrum, wird gern irgendwas mit Sport empfohlen. Nun dürfte jedem klar sein, was für eine grässliche Umgebung ein Sportverein, eine Sportgruppe, die Besetzung eines Fitnessstudios sein kann. Oder man kann auch Glück haben und es funktioniert. Vor allem aber erhofft man sich von der Sache an sich eine positive Wirkung, welche die negativen Wirkungen übersteigt. Und natürlich würde man jemandem, der schlechte Erfahrungen im Sport macht, normalerweise nicht dazu raten, dort dann weiterzumachen.
In diesem Sinn kann man Rollenspielrunden sicherlich für einige Krankheitsbilder gut empfehlen, ohne ein übermäßiges Risiko für den Patienten einzugehen.
Und wenn der Therapeut selbst Rollenspiel als Therapiemittel verwendet, dann geht er kein größeres Risiko ein, als bei einer "normalen" Gesprächstherapie.
Man sollte auch im Hinterkopf behalten: Psychotherapie ist schwer und alles jenseits trivialer Probleme ist nicht leicht zu behandeln; gerade weil meist das ganze Leben der Patienten mit all seinen Facetten mit drin hängt. In der Regel ist es auch für Psychotherapeuten nicht leicht, eine Lösung für Probleme zu finden, welche die Betroffenen selbst nicht finden. Alles, was nicht mit Medikamenten behandelt werden kann und ggfs. auch psychosoziale Intervention und sozialmedizinische Maßnahmen erfordern würde, ist für unsere Medizin ein Problem.
Insgesamt denke ich, Unterhaltungsrollenspiele habe wohl einen ähnlichen therapeutischen Nutzen wie Gesellschaftsspiele etc.: Sie lenken von den Problemen ab und können helfen, Strategien für die kompensatorische Bewältigung schlechter Emotionen zu finden. Ich denke, ungefähr so ist das in dem Artikel auch gemeint; wenn auch wieder amerikanisch-optimistisch-überzogen in der Darstellung.
Kurz gesagt, das hier:
Psychotherapeuten empfehlen alles, wenn es dazu geeignet ist, die Leute zu stabilisieren. Ich finde das ehrlich gesagt nicht sonderlich überraschend, dass sie empfehlen, mal was Schönes mit seinen Freunden zu machen.