unterschiedlich viel Freizeit haben) aber für sind 3,5 Pen & Paper Abende die Woche (bei denen ich im Schnitt einmal Leite) perfekt.
Respekt. Da würde ich schneller ausbrennen als ich "aktive Parade" sagen kann.
Was habe ich mir unter Vor- und Nachbereitung eines Abenteuers vorzustellen? Okay Dinge aufgreifen und gegebenenfalls ausarbeiten die sich für den nächsten Spielabend abzeichnen ist tatsächlich eine Spielleiteraufgabe
Aber Dinge wie die Terminfindung, Anfertigen von Notizen und auch finden des nächsten Spielorts kann man auch an einen oder mehrere Spielende übergeben.
Danke, aber um es klarzustellen ich leite im Schnitt einmal die Woche. Die anderen Abende bin ich "nur" Spieler.
Gut, man darf dann nicht darauf bestehen, dass genau das Rollenspiel gespielt wird, das ich möchte. Aber das halte ich sogar für etwas Gutes. Dann muss man sich auch mal mit Inhalten auseinandersetzen, die nicht nur den eigenen Bedürfnissen entsprechen.
Wie schwierig sind SLs zu finden: Leicht bis schwer. Es kommt stark darauf an, welches System, welche Erfahrung, welcher Anspuch auf beiden Seiten, Zeitfaktoren, Bereitschaft der Spieler mitzuziehen und letztlich welche Abstriche man bei allen Punkten eingehen will.
Die meisten Spieler sind im Endeffekt Egoisten, die sich nur unterhalten lassen wollen.
Die meisten Spieler sind im Endeffekt Egoisten, die sich nur unterhalten lassen wollen.
Aber das ist ja streng genommen nochmal ein eigenes Thema: "Spieler - Ist es wirklich so schwer ein bisschen mehr Zeit als die reine Spielzeit zu investieren?":d
[Egoisten] sind wir doch alle.
"Der Egoismus ist die Triebkraft der Hilfsbereitschaft, der Ausgangspunkt jedes gesellschaftlichen Handelns und jeder Moral."
- Franz M. Wuketits
Ich würde auch behaupten dass 100% aller Spielleiter aus egoistischen Gründen in diese Rolle schlüpfen.
Das macht keiner nur der „Gruppe“ zuliebe, damit die anderen alle Spaß haben (nur der SL nicht, der sich vorbildlich Opfert).(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Ja klar, gibt es wie oben beschrieben angehende Spielleiter mit Lampenfieber und ähnlichen Symptomen.
Die Antriebsfeder diese Ängste zu überwinden ist aber dann doch wieder der Egoismus.
PS.: Probleme, wie extrem enge Zeiträume (Elternrolle, Beruf, etc.) sind eine andere Situation. Denn das ist die Frage von Terminfindung. Nicht die Frage, ob man Spielleitende findet.
Das Phänomen an sich ist übrigens völlig normal. Fast alle sozialen Zusammenhänge hängen daran, dass einige Leute sehr viel mehr Aufwand erbringen und sehr viel mehr Verantwortung übernehmen, als andere. Es ist auch ziemlich normal, dass die Strukturen sich dann auflösen, wenn diese Leute aufhören. Kann man bei Vereinen, Feuerwehren, Freundeskreisen, Familienverbänden etc. beobachten.
"Der Egoismus ist die Triebkraft der Hilfsbereitschaft, der Ausgangspunkt jedes gesellschaftlichen Handelns und jeder Moral."
- Franz M. Wuketits
Ich würde auch behaupten dass 100% aller Spielleiter aus egoistischen Gründen in diese Rolle schlüpfen.
Das macht keiner nur der „Gruppe“ zuliebe, damit die anderen alle Spaß haben (nur der SL nicht, der sich vorbildlich Opfert).
Das könnte vielleicht auch erklären, warum einige im ursprünglichen Thread Angst davor haben, dass eine KI ihnen ihre 'Bühne / ihren Thron' rauben könnte.
Egoismus ist dann, wenn jemand sich etwas nimmt, dass er nicht auch zu geben bereit ist, obwohl er wissen kann, dass die Gegenseite erwartet, dass etwas zurückgegeben wird.
Aber das Problem bleibt: Es gibt deutlich weniger SL als SpielerWobei sich das bei einem durchschnittlichen Überhang von 1 SL zu 4 Spieler gar nicht bemerkbar machen sollte. Das heißt, dass das Verhältnis noch mehr auseinander laufen muss.
Wobei sich das bei einem durchschnittlichen Überhang von 1 SL zu 4 Spieler gar nicht bemerkbar machen sollte. Das heißt, dass das Verhältnis noch mehr auseinander laufen muss.
Ich würde sagen, dass Herr Wulketits im Grundsatz Unrecht hat (siehe Communityprojekte wie zB wikipedia), bei Spielleitung aber stimmt: Ohne einen Anteil Eigen“nutz“ ist die Aufgabe der SL eigentlich nicht machbar.
Nur uneigennützig zu spielleitern ist für mich nicht vorstellbar. Ich als SL möchte auch meinen Spaß haben, meine Erzählleidenschaft gemeinsam mit der Gruppe ausleben, die Gruppe überraschen, unterhalten, amüsieren und ab und zu überraschen oder sogar bewegen.
Nur weil das alles wohl auch im Gruppensinne ist, ist es nicht uneigennützig. 🙂
Nur uneigennützig zu spielleitern ist für mich nicht vorstellbar. Ich als SL möchte auch meinen Spaß haben, meine Erzählleidenschaft gemeinsam mit der Gruppe ausleben, die Gruppe überraschen, unterhalten, amüsieren und ab und zu überraschen oder sogar bewegen.
Es gibt hier und da tatsächlich auch Spielleiter die das gerne machen. (und um es gleich mal zu sagen: ich schreibe da auch für mich und mindestens einen anderen der auf Wochenendcons (Donnerstag-Sonntag) nur Leitet und als ich ihn darauf angesprochen habe mir auch bestätigte das er lieber leitet als Spielt.
Aber dann hätte ich auch eine gewisse Erwartungshaltung anderen gegenüber und wenn da dann jemand ist der eben zu der Fraktion der "Ich mache NIE sl" gehört würde ich für so eine Person auch nur sehr bedingt (guter Freund, als SL ne Pfeife aber als Spieler einfach super) den SL geben, da ist schon etwas egoismus meinerseitz drin.
Wenn einer SL macht, weil es sonst kein anderer machen würde, er aber eben trotzdem spielen möchte, dann handelt er in einem gewissen Maße eigennützig:(Zielerfüllung, wenigstens überhaupt spielen).
Aber eigentlich auch egal für das Thema. Außer das man sagen könnte, dass es zu wenige altruistische SL nach dieser Definition gibt).
Ich würde sagen, dass Herr Wulketits im Grundsatz Unrecht hat
Wie ist das dann zu differenzieren von dem Verhalten derer, die auch gern spielen wollen, aber eben nicht bereit sind, dafür den SL zu machen?Er ist dazu bereit, eine persönliche Investition zu tätigen (Zeitaufwand, evtl. ein geringeres Maß an Spielspaß), um ein eigennütziges Ziel zu erreichen, auch wenn das Ziel auch anderen nutzt
Sicher gibt es immer Graustufen. Aber ich denke schon, dass man unterscheiden kann und sollte: Er handelt zumindest mehr altruistisch und weniger egoistisch als die andere Spieler.Meiner Meinung und Verständnis nach nicht. Es gibt nicht ein bisschen oder mehr altruistisch. Das ist ein für mich ein Absolutadjektiv (wie schwanger oder tod).
Für das Thema müsste man wohl sagen, dass es zu wenig SL gibt, egal aus welcher Motivation. Der ethische Exkurs war wohl eher dem Bedürfnis nach Erklärung einerseits und moralischer Bewertung andererseits geschuldet.Das stimmt, es gibt vermutlich zu wenig SL insgesamt. Denn dazu würden ja auch nur SL, die aus purem Eigennutz SL sind genügen.
Wie lange und mit welchem wissenschaftlichen Hintergrund beschäftigst du dich mit dem Thema Egoismus?
Ich schätze, dass Franz M. Wuketits sich ziemlich lange und ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.
Wie lange hast du darüber nachgedacht oder dich mit dem Thema beschäftigt, und was qualifiziert dich zu dieser Aussage?
Hast du einen wissenschaftlichen oder akademischen Hintergrund?
Ich schätze, dass Franz M. Wuketits sich ziemlich lange und ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.
Dass Spielleiter scheinbar schwer zu finden sind dämmerte mir erst durch Mitlesen an diversen Stellen hier im Tanelorn. Das liegt vermutlich daran, dass der Kreis an Leuten, die ich kenne und die dieses Hobby betreiben, recht klein ist. Und darin gab es diverse Personen, die durchaus hauptsächlich oder sogar nur Spielleitung betrieben haben. In meiner Jugend war mein vorwiegender Eindruck, dass fast jeder unbedingt leiten möchte und die reinen Spieler in der klaren Minderheit waren.
Ich persönlich leite gerne und war rückblickend weit weniger in der Spielerrolle. Ich fühle mich wohl in dieser Rolle. Vielleicht hat es ja mit versteckten Kontroll- und Allmachtsphantasien zu tun (ich hoffe mal nicht, aber Selbstanalyse sollte man vorsichtig betreiben).
Ein Gedanke, der mir dabei aber auch kommt, hat mit anderen Arten des Spielens zu tun, die mir (ebenfalls vor Tanelornkontakt) kaum bewusst waren. Das Spiel mit meinen Freunden war immer vertrauensvoll und offen, obwohl die Spielleitung meist die volle Regie hatte. Themen in die Richtung "die Spielleitung muss dies oder das leisten" waren mir weitgehend unbekannt. Das soll bitte auf keinen Fall als Schlechtmachen anderer Spielweisen gelten, sondern nur als ein Gedanke zum Thema: Könnte die schwere Auffindbarkeit von Spielleitern auch damit zusammenhängen, dass die Erwartungshaltung gegenüber dieser Position teils recht hoch ist. Und dass mancher Spieler, der selbst diese Erwartung besitzt, sie sich selbst nicht zumuten möchte?
Ja, da ist auf jeden Fall was dran, oft hat die Spielleitung auch noch die Aufgabe der TErminfindung, des Streitschlichters zwischen den Spielern und noch vieles mehr. Daß sich das viele nicht zutrauen ist dann natürlich gegeben.
Ich nehme mir dann aber heraus, sofern ich die Runde leite, jemanden dort rauszunehmen, der dieses Kriterium nicht erfüllt.
Viele haben noch ein "altes" Bild im Kopf, was die Spieleitung angeht. Meister, Master, Gott. Die SL ist heutzutage eine weitere mitspielende Person, die zwar mehr Entscheidungen treffen muss, aber mit und nicht die Spielenden spielt.
Die hauptantwort waren Varianten von "Ich trau mir das nicht zu".
Und ich kaufe das den meisten einfach nicht ab.
Gruppen, die eine neue SL suchen, um mit ihren alten Charakteren in ihrer alten Kampagne in ihrem alten Setting weiterspielen zu können, obwohl die alte SL möglicherweise hingeschmissen hat, finde ich ... sehr sehr seltsam.Echt sowas gibt's?
[...]
Entsprechende Anfragen bei FB finde ich eher ...gruslig.
Ich habe auch starke Zweifel. Zumindest dann, wenn für diese Person die Teilnahme als Spieler überhaupt kein Problem ist.
Natürlich gibt es Leute, die Probleme mit sozialer Interaktion haben, Unsicherheiten aller Art etc. Aber das sind fast alles Dinge, die man dann wahrscheinlich auch als Spieler hat. Und in der Tat ist es bei allen Leuten, die ich kenne, die irgendwelche Einschränkungen in dieser Richtung haben, auch so: Die Hürden sind für Spielen und Leiten sehr ähnlich.
Entscheidend scheint mir viel mehr die Motivation zu sein, die Bereitschaft, Zeit und Mühe zu investieren. Daran mangelt es wohl meist. Und da bin ich dann raus.
Naja sowas mag es geben, aber es ist schon ein Unterschied einem Vortrag zuzuhören oder selbst vorzutragen. Und da meine ich jetzt nicht den Vorbereitungsaufwand und die Präsi zusammenzuklicken... Das eigentliche vor Menschenn stehe und was präsentieren. Für viele ist das in der Vorstellung so. Und übrigens wird das mit weniger Leuten nicht unbedingt einfacher (wenn man denn solche Befindlichkeiten hat). MAn kann nämlich viel schwieriger als bei einer undefinierten Masse die einzelnen Personen nd ihre Mimik ausblenden. Man fühlt sich richtig unter Beobachtung. Das ist nochmal was anderes als Sozialangst.
Ja, aber davor klang es so, als ob die alle nur zu faul wären und kein eigentliches Problem mit der Situation hätten. Das glaube ich eben nicht. Ich glaube aber auch, dass man das mit Übung besser hinkriegt, also diese, ich nenne es mal Angst, zu überwinden.
Durch Neurodivergenzen in meiner Familie weiß ich aber auch, dass so typische Vorurteile für gewisse Verhaltensweisen oft aus nem Unverständnis oder der Unfähigkeit über den eigenen Erfahrungshorizont hinauszusehen herrühren.
Entsprechende Anfragen bei FB finde ich eher ...gruslig.
Ich könnte mir also vorstellen das es viele SLs gibt die halt "ihre" Gruppe haben. Und abseits von mangelnder Zeit auch schon sehr stark auf diese adaptiert sind.
Sieht man aber mal wieder, wie viele Menschen Spielleiter als kostenlose Dienstleister betrachten.
ich glaub viele haben auch einfach Schiss dank der ganzen D&D / Rollenspielstreamer
die Spieler (auch Neuspieler) erwarten ja teilweise regelrecht so einen SL und die neuen Spielleiter oder solche die sich evtl. dran versuchen wollen haben Schiss das die das nie so hinbekommen.
Hab auf reddit schon einige stories gelesen von der ersten Session die nicht wie in (insert online runde mit Profis) gelaufen ist und die Spieler jetzt total enttäuscht sind.
Zweifellos wird es solche Leute geben. Das sind mMn aber Idioten die nie zufrieden sein werden.
Dieses gibt es in der Realität gar nicht, denn am heimischen Spieltisch spielen sich keine bezahlten Voiceactors in einem Studio abgesprochene Bälle zu.
Ohne CR verteidigen zu wollen (ist nicht mehr mein Format): gibt es Hinweise dafür, dass das nicht am Tisch entsteht, sondern gescripted ist? Oder anders gefragt: ist es vielleicht nicht einfach wirklich ne Gruppe, die das spielt und das aus dem Spiel entwickelt - wir wir anderen „normalos“ auch?Vor allem: die kennen sich ewig (sind auch zwei Ehepaare dabei) und arbeiten auch zusammen - als Voice Actors. Ich denke mal, abgesehen von einem sehr groben Skript gewisser Abläufe, brauchen die das gar nicht. Ist ein eingespieltes Team.