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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Zed am 13.10.2024 | 18:44

Titel: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Zed am 13.10.2024 | 18:44
Wage inspiriert von der Diskussion im Pathfinder-Smalltalk würde ich gerne wissen, ob von einem System ZU detailliert geregelte Gewalt für Dich ab einem gewissen Punkt ein Ausschlussgrund ist.

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Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 13.10.2024 | 18:54
Hm...na ja, was heißt in dem Zusammenhang "zuviel"? Mehr an rein mechanischem Regeldetail, als mir lieb ist, ist nicht automatisch gleichzusetzen mit einem Zuviel an genüßlich-grafisch zelebrierter Gewalt, auch wenn das Überlappungspotential definitiv da ist... :think:
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: General Kong am 13.10.2024 | 19:16
Die Frage kann ich nicht beantworten- es kommt auf das Genre an.
Bei Kerkererkundungen spiele ich gerne mit TP - Treffer, LP abziehen, Ende.
Bei Superhelden, Puls und such tötlicherem Seord& Sorcery finde ich zu viele Details lästig. Ich finde es besser, eine Arm Bei wirklich kritischen Fällen zu verlieren sls dass der SC direkt abkratzt, aber oft läuft es dann auch auf den Ruhestand heraus. ("TOLL! Legolas ist ja gar nicht tot, er hat nur keinen linken Arm mehr ... einen neuen Charakterbogen, bitte.")
Bei Warhammer finde ich das auch gut.
Aber wie oft haut wer Spiderman ein Suge raus oder verliert Indiana Jones einen Fuß ... passt da nicht ins Genre.

Ich will aber vor allem nicht, dass detaillierte Schadensermittlungen den Spielfluss hemmen. Und es ist ja toll, dass man Goblin #12 die Nase abgehauen hat, aber Goblins gibt es so viele,xwie ser SL will. Hat also keine Auswirkung. Im Spiel.  Aber ein SC hat nur eine Nase - und doll dann ja auch noch weiter gespielt werden.solche blutigen Audwirkungen hindern also eher die Spieler.

Und wenn die TP alle dind, kann man das ja such entsprechend blutig beschreiben, wen man will. Oder man lässt es.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Skyrock am 13.10.2024 | 19:32
Ich habe schon alle Abstufungen gehabt, von stark abstrahierten Systemen wie Solar System oder Traveller bishin zu den blutigen Splatterorgien mit abgehackten Gliedmaßen wie bei The Riddle of Steel. Es kommt auf das Gesamtpaket an, und wie da das Verwundungssystem zum gewünschten Erlebnis beiträgt oder ihm im Weg steht.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Feuersänger am 13.10.2024 | 19:37
Wohlgemerkt ging es bei dieser Tangente im PF-Thread um Regeln für Folter, nicht um normale Schadenseffekte im Kampf. Bei Folterregeln denke sicher nicht nur ich spontan an FATAL oder wie das hieß. Kurz: lieber nicht.

Ansonsten bin ich mit der D&D-typischen Handhabe, Schaden sehr abstrakt abzuhandeln, schon zufrieden, in erster Linie weil ich kein Interesse daran habe, meinen SC auf Beinstümpfen durch die Kampagne zu schleifen.

Farbig ausgestalten kann ich fiese Treffer auch so, gerade durchbohren oder in der Mitte durchhauen kommt als "Finishing Move" gerne vor.

Habe Option 2 gewählt.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: ghoul am 13.10.2024 | 19:48
Es kommt ja darauf an, welche Stimmung das Spiel haben soll. Das kann ich so gar nicht pauschal beantworten.
Wenn ich AD&D spiele, genügen mit Trefferpunkte.
Bei LotFP dagegen darf es gerne sehr anschaulich sein.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 13.10.2024 | 19:59
Soweit's mich rein vom Regelgewicht her angeht, habe ich schon ganz gerne etwas mehr als nur reines Punktewegkloppen, weil das insbesondere bei hohen Punktezahlen schnell langweilig wird -- ein paar nicht allzu abstruse Nebeneffekte oder dergleichen dürfen also auch der besseren Glaubwürdigkeit wegen allemal sein. Was ich andererseits dann generell auch wieder nicht sehen will, ist ein ausgewachsenes Trefferzonen- und Verkrüppelungssystem, das in jedem Kampf riskiert, auch Spielercharaktere, die ihn grundsätzlich überleben, trotzdem potentiell auf Dauer "unspielbar" zu machen, während es gleichzeitig für viele Nichtspielercharaktere schon wieder mehr ins Detail geht, als ihr Stellenwert im Abenteuer überhaupt rechtfertigen würde (und im Extremfall nicht mal zu ihnen paßt -- wie, bitteschön, schlägt man in einem System mit nur einer am menschlichen Vorbild orientierten Einheitstreffertabelle einer Riesenschlange nun regelgerecht die linken Hand ab?).

Von daher also Option #2, bitte.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: tarinyon am 13.10.2024 | 20:01
Dass ein RPG viele Regeln zu Gewalt hat, heißt ja nicht automatisch, dass es extrem brutal oder splatterhaft unterwegs wäre.

Konkretes Beispiel: Mein derzeitiger Favorit HârnMaster hat sehr genaue Regeln für Treffer und Wunden. Dabei wird sehr detailliert geregelt, wie tief/schwer eine bestimmte Wunde ist, weil das den Heilungsprozess bedingt. Bestimmte schwere Treffer können auch zu Amputation führen. Aber HârnMaster geht es dabei weniger um den Detailgrad der Gewalt an sich, als vielmehr darum, eine pseudo-realistische Simulation abzuliefern. Ähnlich wäre es bei GURPS oder anderen simulationistischen Systemen.

Zugleich nutze ich gerade bei sehr abstrakten Systemen wie D&D und Konsorten gerne ausführliche, splatterhafte Beschreibungen (ich spiele ja eigentlich immer mit den gleichen Leuten - mit Fremden würde ich es natürlich nicht machen). Aber diese Splattereffekte sind halt null realistisch und total übertrieben und ich nutze sie ja gerade weil es eben wenig Anhaltspunkte dafür gibt, was nun 50 TP für eine Wunde sind bei 100 TP. Also die These wäre: auch wenige Regeln zu Waffengewalt können unter bestimmten Umständen zu brutalen Beschreibungen führen.

Man müsste dann auf einer theoretischen Ebene noch unterscheiden zwischen Gewalt und Darstellung von Gewalt. Das sind ja verschiedene Dinge. Ein Spiel wie D&D animiert die Spieler ja geradezu zur Anwendung von Gewalt. Zugleich erscheint Gewalt meist als etwas harmloses, comic-haftes ohne wirklich Auswirkungen (Wiederbelebungszauber tun ihr übriges). Selbst die von mir beschriebenen Splattereffekte haben ja regeltechnisch keine Auswirkungen. Bei HârnMaster wiederum ist das ganz anders: wie im echten Leben kann auch eine überhaupt nicht splatterhafte Stichwunde von einem Messer dazu führen, dass ein Chara wochenlang beeinträchtigt ist. Und das führt dann evtl. bei den Spielern, ohne die geringsten Splattereffekte, zu einem regelrechten Grauen vor Waffen. So wie ich mich in echt auch krass fürchten würde, wenn jemand mit dem Messer oder einem Schwert auf mich einstechen wollen würde.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Boba Fett am 13.10.2024 | 21:13
Es kommt ja darauf an, welche Stimmung das Spiel haben soll. Das kann ich so gar nicht pauschal beantworten.

Das meine ich auch...
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Edgar Allan Poe am 13.10.2024 | 21:34
Ich sag mir immer: Im Rollenspiel kommen Spieler auf alle möglichen Ideen. Ich nehme gerne Regeln für alles mit. Heißt ja nicht, dass ich sie brauche oder gerne nutzen will. Aber ich bin beruhigt, wenn sie da sind und ich sowas nicht handwedeln muss.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Outsider am 13.10.2024 | 22:02
Ich sag mir immer: Im Rollenspiel kommen Spieler auf alle möglichen Ideen. Ich nehme gerne Regeln für alles mit. Heißt ja nicht, dass ich sie brauche oder gerne nutzen will. Aber ich bin beruhigt, wenn sie da sind und ich sowas nicht handwedeln muss.

Ich dampf auch lieber ein als mir etwas spontan auszudenken. Ich mag es wenn Regeln viel abdecken und man in Rücksprache mit den Spielern den Regelgrad dann anpasst. Das funktioniert für mich besser als Regeln aufzusatteln.

Von daher, kann ein System gerne Gewalt regeln soviel es will. Was genutzt wird liegt beim SL und den Spielern.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 13.10.2024 | 22:03
Ich sag mir immer: Im Rollenspiel kommen Spieler auf alle möglichen Ideen. Ich nehme gerne Regeln für alles mit. Heißt ja nicht, dass ich sie brauche oder gerne nutzen will. Aber ich bin beruhigt, wenn sie da sind und ich sowas nicht handwedeln muss.

Ist natürlich Geschmacksfrage. Persönlich bin ich als SL eher froh, wenn mir ein System die Freiheit zum gelegentlichen Handwedeln an diversen Stellen ausdrücklich einräumt -- dann muß ich mich nämlich entsprechend weniger mit "hochoffiziell verbindlichen" Regelergebnissen herumschlagen, die mit meiner eigenen Vorstellung davon, was in einer bestimmten Situation überhaupt Sinn ergibt, mehr oder weniger hart aneinander geraten (ich sag' da nur "kritischer Patzer, der in konsequenter Regelfolge dazu führt, daß man sich selber den Kopf abschlägt"... ::)), und das Spiel hält's trotzdem aus.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: YY am 13.10.2024 | 22:19
Wage inspiriert von der Diskussion im Pathfinder-Smalltalk würde ich gerne wissen, ob von einem System ZU detailliert geregelte Gewalt für Dich ab einem gewissen Punkt ein Ausschlussgrund ist.

Erst mal nur in dem Sinne, dass
a) jede überdetaillierte Regelung ein Ausschlussgrund ist und
b) hoch detaillierte Gewaltregeln in einem ansonsten schlanken System für mich einen Bruch im Gesamtbild darstellen, der auch schnell zum K.O.-Kriterium werden kann.

Inhaltlich soll mir das erst mal relativ egal sein; da störe ich mich höchstens hier und da am Ton wie z.B. bei Unknown Armies.


Ich nehme gerne Regeln für alles mit. Heißt ja nicht, dass ich sie brauche oder gerne nutzen will. Aber ich bin beruhigt, wenn sie da sind und ich sowas nicht handwedeln muss.

Selbst ein Baukasten sollte mMn gut sortiert sein und erst recht sollte mir ein Nicht-Baukasten-System keinen unsortierten Wust an Optionen hinkippen. Das ist schon mein Anspruch an den Autor, dass der weiß, wo er mit seinem Kram hin will und wie das im Gesamtbild ticken soll.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Darius der Duellant am 13.10.2024 | 23:06
Meinst du zu Bildhaft oder zu Regelintensiv?
Ausgestochene Augen kann man ja schließlich auch Regelarm darstellen lassen.
Mir wird es zu viel wenn die Regel nur noch zum Selbstzweck existiert und/oder Aufwand und Einfluss in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.
Überdetailliert DARGESTELLTE Gewalt juckt mich nicht.
Sie stört mich allerdings auch nicht, ich würde da selbst nur nie Zeit darauf verschwenden außer es ergibt gerade in der Szene Sinn UND die Spieler haben Bock drauf.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: unicum am 13.10.2024 | 23:08
Was mich eher abtörtn ist wenn Spieler oder Spielleiter etwas zu detailiert beschreiben.

Etwa wenn es in einem Regelwerk den Skill "Verhören" gibt der auch "Foltern" beinhaltet und ich dann beschrieben bekomme was Spieler mit ihrem Opfer genau machen.

Da bin ich eher der "Würfelwurf und fertig" Spieler & Spielleiter. Da hab ich auch nichts dagegen wenn das Rehelwerk da detailiert ist wenn mir das dann solche Gewaltorgien Erzählungen der Spieler erspaart. "Wenn da dann drin steht 'Folterwerkzeuge geben +4, wenn aber ... dann ist das opfer danach verkrüppelt oder stirbt" - da bin ich voll dabei, aber wenn mir jemand erklärt wie er ... naja ich erstare euch und mir das aufschreiben.

Wäre im übrigen genau das gleichen mit ... Sex ... möchte ich am Spieltisch auch nicht ausspielen. Da wird dann ausgeblendet und ggf gesagt "du erwachst am nächsten morgen, deine Geldbörse ist weg, aber ansonsten geht es dir prächtig und du hattest eine Nacht an die du noch lange denken wirst."

Aber sowas mit Kitischen Treffern wo dann gliedmassen abgetrennt werden,... hab ich irgendwie keine großen Probleme mit. Ja ich wundere mich gerade auch selbst etwas über mich.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Edgar Allan Poe am 13.10.2024 | 23:21
Selbst ein Baukasten sollte mMn gut sortiert sein und erst recht sollte mir ein Nicht-Baukasten-System keinen unsortierten Wust an Optionen hinkippen. Das ist schon mein Anspruch an den Autor, dass der weiß, wo er mit seinem Kram hin will und wie das im Gesamtbild ticken soll.

Das sehe ich tatsächlich etwas anders. Mein Anspruch an den Autor ist, dass seine Regeln funktionieren. Mehr nicht. Und wenn sie das tun, dann gib mir gern so viele, wie es nur geht. Weglassen kann ich immer. Handwedeln macht mich auf Dauer nicht glücklich. Gut durchdachte Regeln hingegen … sehr geil! Wobei „gut durchdachte Regeln“ nicht zwingend „kompliziert“ bedeutet.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: YY am 13.10.2024 | 23:35
Wobei „gut durchdachte Regeln“ nicht zwingend „kompliziert“ bedeutet.

Ich erhöhe auf: "gut durchdacht" bedeutet zwingend nicht kompliziert.
Bei einem entsprechenden Detailgrad kommt man um einen gewissen Umfang nicht herum, aber auch dann sollte erstens nur der unbedingt notwendige Umfang angestrebt werden und dieser zweitens sauber strukturiert sein und gut vermittelt werden.

Im nächsten Schritt müssen Regeln für mich dann aber auch zusammenpassen; das Prädikat "gut durchdacht" gibt es von mir erst, wenn das Gesamtbild stimmt und die Einzelregeln zueinander passen - da kommen wir dann eben nicht zusammen.

Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 13.10.2024 | 23:50
Aber sowas mit Kitischen Treffern wo dann gliedmassen abgetrennt werden,... hab ich irgendwie keine großen Probleme mit. Ja ich wundere mich gerade auch selbst etwas über mich.

Liegt wohl daran, daß das zur "normalen" Gewalt auf dem Schlachtfeld und dergleichen auch mit dazugehört. Das Problem besteht dann eher darin, daß man sich überlegen muß, wie oft man solche Resultate speziell bei Spielercharakteren auftreten sehen will, die ja im Lauf einer typischen Rollenspielkampagne generell mehr Kämpfe durchmachen sollen als die meisten NSC. (Meine persönliche Antwort darauf geht generell in die Richtung, daß eine Verletzung mit Dauerfolge einen Charakter durchaus noch mitprägen kann, ohne daß er gleich aus dem Spiel fliegen muß, es aber je nach Kombination ab spätestens der dritten ein wenig, hm, eigenwillig wird.)

Natürlich spielt dann da auch wieder mit hinein, was für Superheilmethoden die Spielwelt so mitbringt, die selbst solche Dauerschäden dann wieder ausbügeln können...aber der typische Fall scheint da doch auch wieder zu sein, daß "Moment, ich lasse dein verlorenes Bein mal über Nacht nachwachsen"-Effekte selbst in Settings, die sie tatsächlich vorsehen, eher nicht besonders breit verfügbar sind, also gehe ich da per Voreinstellung erst mal mehr von weitgehend "normaler" medizinischer Behandlung und der Möglichkeit von Prothesen auf dem örtlichen Stand der Technik aus.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 14.10.2024 | 10:00
Ich bin da zart besaitet und finde bestimmte Elemente der Gewalt verstörend. Dazu gehören Verstümmelungen und viele Formen von Grausamkeit. Daher mag ich auch kein grim dark.

Ich finde so etwas im Unterhaltungsbereich  tatsächlich völlig überflüssig. Betrifft z.B. auch Serien, wo ich dann regelmäßig abbreche.

Das heißt von den Regeln her, komme ich prima mit Hitpoints etc aus. Es dürfen auch generische Wunden und Zustände sein. Daher Option 2.

Ich habe dem zum Trotz durchaus auch viel Harnmaster gespielt, aber wohl auch nur, weil wir es etwas heller gespielt haben, als man es könnte. Wären da Verstümmelungen nennenswert aufgetreten, hätte ich das nicht mitgemacht.

Edit: kommt auf Details und Häufigkeit an. Eine Figur mit Augenklappe, fehlender Hand etc. ist im Rahmen. Auch kurze klinisch knappe generische Infos, wie eine Enthauptung ab und an.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: unicum am 14.10.2024 | 10:56
Ich finde so etwas im Unterhaltungsbereich  tatsächlich völlig überflüssig. Betrifft z.B. auch Serien, wo ich dann regelmäßig abbreche.

Ich kann da echt zeimlich gut zwischen Fiktion und wirklichkeit unterscheiden.
Das was mich auf der Flimmerkiste am meisten getroffen hat war tatsächlich das Bild aus einem Kriegsgebiet der taliban wo diese ... (und das ist schon lange Jahre zurück, aber das war sehr prägend.)
Wäre das gleiche in einem Film oder eine Fernsehserie passiert,... ich hätte deutlich weniger Probleme damit das anzuschauen.

Edit: kommt auf Details und Häufigkeit an. Eine Figur mit Augenklappe, fehlender Hand etc. ist im Rahmen. Auch kurze klinisch knappe generische Infos, wie eine Enthauptung ab und an.

Nun, wie ich eigentlich andeuten wollte, denke ich das dies alles ein conglomarat aus Regeln, Welt und Spielgruppe ist. Ich kann exzessve gewaltdarsetellung auch sorytellerisch drastisch rüberbringen, ganz ohne Regeln, so das ein hart verregeltes Spiel da deutlich entspannter rüber kommen könnte,... (was ja noch immer zieviel sein kann, das ist mir schon bewusst).
& (Ich erspaare mir beispiele)
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: felixs am 14.10.2024 | 11:09
Ich bin da zart besaitet und finde bestimmte Elemente der Gewalt verstörend. Dazu gehören Verstümmelungen und viele Formen von Grausamkeit. Daher mag ich auch kein grim dark.

Ich finde so etwas im Unterhaltungsbereich  tatsächlich völlig überflüssig. Betrifft z.B. auch Serien, wo ich dann regelmäßig abbreche.

Geht mir ähnlich. Wobei viel von der Darstellungsweise abhängt. Splatter ist mir relativ egal, aber sobald es an die Konsequenzen geht, Grausamkeiten, Quälereien, da bin ich völlig raus.

Ich habe dem zum Trotz durchaus auch viel Harnmaster gespielt, aber wohl auch nur, weil wir es etwas heller gespielt haben, als man es könnte. Wären da Verstümmelungen nennenswert aufgetreten, hätte ich das nicht mitgemacht.

Nicht, um zu widersprechen, sondern als zusätzliche Perspektive: "Realistische" Systeme wie Harnmaster haben ja den großen Vorteil, dass man einen guten Grund hat, Gewalt zu vermeiden - eben wegen der Konsequenzen in jeder Hinsicht. Das finde ich eigentlichg ganz gut.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Ludovico am 14.10.2024 | 11:09
Aus meiner Sicht und wie es auch von anderen schon angedeutet wurde (z.B. General Kong), handelt es sich eher um eine Settingfrage und inwiefern die Regeln das Setting transportieren und wie detailliert diese sein wollen.
Regeln zu Folter und Verstümmelungen finde ich in einem brutalen Setting durchaus passend. Mir fällt da spontan etwas ein wie SLA Industries oder Schatten des Dämonenfürsten. Wenn es dagegen lichtere hellere Settings sind, dann wären solche Regeln fehl am Platz.

Entsprechend wird wohl jemand, der Aspekte wie Folter und brutale Gewaltdarstellungen auch eher Settings bevorzugen, die eher hell sind und wo solche Regeln nicht hingehören.

Entsprechend kann ich die Frage nur insofern beantworten, als dass meine persönliche Präferenz regelärmere Systeme sind und ich spezielle Regeln zwar nicht ablehne, aber eher argwöhnisch betrachte.
Denn es handelt sich schließlich um Zusatzregeln, die die Komplexität des Regelwerks erhöhen.
Also meine Abneigung resultiert nicht aus dem Grad der Gewalt, sondern aus der Präferenz für leichtere Regelsysteme.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 14.10.2024 | 11:17
Ich halte es nicht für eine Settingfrage. Man kann Brutalität auch andeuten und skizzieren, was imo völlig ausreicht. Wenn es dedizierte Regeln gibt, geben die den default Detailgrad aber eben vor.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Ludovico am 14.10.2024 | 11:36
@Tudor
Du schreibst doch selbst, dass Du Grim Dark nicht magst, weil Du Dich als "zart besaitet" siehst.
Was Du beschreibst mit
Zitat
Man kann Brutalität auch andeuten und skizzieren, was imo völlig ausreicht.

passt eher zu helleren Settings imo.

Also spielst Du solche Spiele eher nicht, weil Du mit dem Setting Probleme hast, oder?
Ob die Regeln diese Grim Dark-Setting-Konventionen transportieren, spielt dann doch keine Rolle mehr für Dich, oder?

Den letzten Satz Deines Posts verstehe ich nicht ganz. Vielleicht ist da was schiefgelaufen beim Tippen. Kannst Du es erklären?
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Zanji123 am 14.10.2024 | 11:38
ab einem Gewissen LP Wert vielleicht ne Wunde oder etwas das jetzt schlimmer ist als nur "LP abstreichen" reicht mir

(also so wie DSA das mit der Wundenregelung macht oder Schatten des Dämonenfürsten mit seiner zusätzlichen Wundenregel ab Hälfte der LP bei der dann eine Wunde (auf niedrigem Level häufiger als später) passieren kann)
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: tartex am 14.10.2024 | 11:45
Mir fehlt die Option: "Ich habe da eine Untergrenze: Ob ich Regeln gut finde, wird dadurch beeinflusst, ob sie auch abgeschlagene Gliedmaße und ausgestochene Augen regeln."

Rolemaster war deshalb für mich in jüngeren Jahren ganz vorne dabei. Wobei das Weltgeschehen in den letzten 15 Jahren aber meinen Spass daran doch deutlich getrübt hat. Vielleicht ist auch einfach das Alter generell...

Ich mag halt generell kein "einfach Hipoints runterwürfeln" und wenn man dann ein wenig mehr in die Beschreibung geht, geht es öfters in die Ecke. Ob jetzt "die Orks fallen brav tot um ohne eine Sauerei zu hinterlassen" besser ist, ist natürlich eine uralte Diskussion,
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 14.10.2024 | 11:47
Ich halte es nicht für eine Settingfrage. Man kann Brutalität auch andeuten und skizzieren, was imo völlig ausreicht. Wenn es dedizierte Regeln gibt, geben die den default Detailgrad aber eben vor.

Dem würde ich zustimmen. Klar, man hört gerne mal "Du kannst die Regeln, die du nicht benutzen willst, ja auch weglassen!" (insbesondere natürlich von den Fans entsprechend detailverliebter Systeme 8]) -- aber in der Praxis ist das dann doch oft nicht so einfach. Schließlich gehören die bewußten Regeln eben irgendwie doch "offiziell" erst mal dazu, und kein Spiel verträgt es beliebig lange, wenn man einfach wild anfängt, Regeln herauszustreichen; irgendwann bricht der verbliebene Rest dann halt wie ein Kartenhaus zusammen. Und um das Risiko einzuschätzen, daß das vielleicht unbeabsichtigt schon beim Reduzieren des Verletzungsdetailgrades passiert, muß man sich in ein Regelschwergewicht überhaupt erst mal entsprechend länger einarbeiten als in ein System mit von vornherein weniger Crunch...
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Edgar Allan Poe am 14.10.2024 | 12:00
Dem würde ich zustimmen. Klar, man hört gerne mal "Du kannst die Regeln, die du nicht benutzen willst, ja auch weglassen!" (insbesondere natürlich von den Fans entsprechend detailverliebter Systeme 8]) -- aber in der Praxis ist das dann doch oft nicht so einfach. Schließlich gehören die bewußten Regeln eben irgendwie doch "offiziell" erst mal dazu, und kein Spiel verträgt es beliebig lange, wenn man einfach wild anfängt, Regeln herauszustreichen; irgendwann bricht der verbliebene Rest dann halt wie ein Kartenhaus zusammen. Und um das Risiko einzuschätzen, daß das vielleicht unbeabsichtigt schon beim Reduzieren des Verletzungsdetailgrades passiert, muß man sich in ein Regelschwergewicht überhaupt erst mal entsprechend länger einarbeiten als in ein System mit von vornherein weniger Crunch...

Das finde ich tatsächlich interessant, weil so selbst noch nicht wirklich erlebt. Wie fällt ein System denn in sich zusammen, nur weil man Regeln weglässt? Verstehe ich nicht. Wenn man jetzt nicht irgendwelche Teilschritte innerhalb von bestimmten Regeln weglässt, sehe ich nicht, wie Systeme regelrecht in sich zusammenfallen können.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 14.10.2024 | 12:30
Das finde ich tatsächlich interessant, weil so selbst noch nicht wirklich erlebt. Wie fällt ein System denn in sich zusammen, nur weil man Regeln weglässt? Verstehe ich nicht. Wenn man jetzt nicht irgendwelche Teilschritte innerhalb von bestimmten Regeln weglässt, sehe ich nicht, wie Systeme regelrecht in sich zusammenfallen können.

Nimm beispielsweise einfach mal Schach und fang an, Regeln herauszustreichen. Das können Zugregeln für bestimmte Figuren sein, Sonderfälle wie Rochade und en passant, vielleicht sogar die Siegbedingung...jedenfalls wird das in einem gewissen Rahmen noch gutgehen (so manche Regel ist ja überhaupt erst später dazugekommen und die Vorform des Spiels hat auch vorher schon funktioniert), aber früher oder später erreichst du den Punkt, an dem man von "Schach" eigentlich nicht mehr sprechen kann, und das wahrscheinlich schon deutlich, bevor schlicht überhaupt keine Regel mehr übrig ist.

Und jetzt übertrag dasselbe Prinzip aufs Rollenspiel. (Ernsthaft, mir ist umgekehrt nicht ganz klar, wie jemandem die Idee, daß etwas zu funktionieren aufhören könnte, wenn man Teile davon entfernt, noch nie untergekommen sein soll. Ich dachte bisher immer, das gehört schlicht zum Alltagswissen...und ist unter anderem auch eine der Grundideen von Gewaltanwendung, um den Bogen zum Fadenthema mal zurückzuschlagen.)
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: felixs am 14.10.2024 | 12:50
Ich denke, wieviel Regellöcher und wieviel willkürliches Weglassen von Regeln ein Regelwerk verträgt, hängt stark davon ab, was die Spielgruppe damit macht. Es ist ja schon lange klar, dass es da, sehr grob gesagt, zwei Gruppen von Rollenspielern gibt: 1) Leute, die Regeln gern so anwenden möchten, wie sie im Buch stehen, weil Regeln. 2) Leute, denen das egal ist und die sich eher impressionistisch und handwedelnd durch die Regeln bewegen.
Als jemand, der eher zur zweiten Gruppe gehört und der Erfahrung mit nur teilweise gelesenen, nur dem roten Faden nach umgesetzten Regeln hat, kann ich sagen, dass ein sehr nachlässiger Umgang mit Regeln problemlos funktioniert, wenn alle am Tisch sich einig sind.

Die Regeln können dann eher als Beitrag zum Verständis des Spiels in groben Zügen verstanden werden und wirken sich entsprechend aus. Wenn die Regeln sagen, dass das Spiel eher tödlich ist, dann kann man das so spielen, auch ohne die Regeln wirklich im Detail verstanden zu haben. Wenn die Regeln z.B. detaillierte Möglichkeiten dafür vorgeben, dass sich Verletzungen langfristig auswirken, dann beeinflusst das das Spiel. Umgekehrt natürlich auch.

Zur Eingangsfrage müsste ich sagen, dass es mir auf das Genre ankommt. In Midgard würde ich mir mehr Tödlichkeit und etwas mehr Abschreckung bei der Gewalt wünschen. Bei Castle Falkenstein brauche ich das nicht. Konsequenzen von Gewalt habe ich gern in den Regeln. Was ich z.B. auf keinen Fall brauche, sind Regeln für Folter; ich tue mich schon mit "Verhören" ohne weitere Details eher schwer. Das möchte ich einfach nicht spielen.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Edgar Allan Poe am 14.10.2024 | 13:02
Nimm beispielsweise einfach mal Schach und fang an, Regeln herauszustreichen. Das können Zugregeln für bestimmte Figuren sein, Sonderfälle wie Rochade und en passant, vielleicht sogar die Siegbedingung...jedenfalls wird das in einem gewissen Rahmen noch gutgehen (so manche Regel ist ja überhaupt erst später dazugekommen und die Vorform des Spiels hat auch vorher schon funktioniert), aber früher oder später erreichst du den Punkt, an dem man von "Schach" eigentlich nicht mehr sprechen kann, und das wahrscheinlich schon deutlich, bevor schlicht überhaupt keine Regel mehr übrig ist.

Und jetzt übertrag dasselbe Prinzip aufs Rollenspiel. (Ernsthaft, mir ist umgekehrt nicht ganz klar, wie jemandem die Idee, daß etwas zu funktionieren aufhören könnte, wenn man Teile davon entfernt, noch nie untergekommen sein soll. Ich dachte bisher immer, das gehört schlicht zum Alltagswissen...und ist unter anderem auch eine der Grundideen von Gewaltanwendung, um den Bogen zum Fadenthema mal zurückzuschlagen.)

Der Vergleich hinkt etwas. Ein Brettspiel ist imho etwas völlig anderes als ein Rollenspiel. Wenn ich einem Brettspiel Regeln wegnehme, funktioniert es natürlich nicht mehr, weil alle Regeln ineinandergreifen und aufeinander aufbauen. Ein Rollenspiel nutzt seine Regeln nicht immer und überall. Wenn ich einem Rollenspiel seine Grundregeln wegstreiche ... okay ... seh ich ein ... aber wer macht das und warum sollte das jemand tun. Aber wenn ich in einem Rollenspiel Nebenregeln wegstreiche ist es doch völlig gleich. Ob ich jetzt Folterregeln wegstreiche oder Regeln zum Kuchen backen ... das juckt keines der mir bekannten Systeme.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 14.10.2024 | 13:24
Der Vergleich hinkt etwas. Ein Brettspiel ist imho etwas völlig anderes als ein Rollenspiel. Wenn ich einem Brettspiel Regeln wegnehme, funktioniert es natürlich nicht mehr, weil alle Regeln ineinandergreifen und aufeinander aufbauen. Ein Rollenspiel nutzt seine Regeln nicht immer und überall. Wenn ich einem Rollenspiel seine Grundregeln wegstreiche ... okay ... seh ich ein ... aber wer macht das und warum sollte das jemand tun. Aber wenn ich in einem Rollenspiel Nebenregeln wegstreiche ist es doch völlig gleich. Ob ich jetzt Folterregeln wegstreiche oder Regeln zum Kuchen backen ... das juckt keines der mir bekannten Systeme.

Ich meine, klar, ich kann im Prinzip auch völlig Freeform leiten und es wird immer noch eine Art von Rollenspiel im allgemeinen Sinn dabei herauskommen. Aber dann sollte ich umgekehrt nicht hingehen und behaupten, ich würde immer noch beispielsweise eine GURPS-Runde anbieten, denn das ist ja dann einigermaßen offensichtlich eben nicht mehr der Fall. ;)

Insofern läßt sich der Vergleich schon anbringen, denke ich: auch eine noch so mutierte Version von Schach ist immer noch zumindest ein Brettspiel (wenigstens so lange, bis ich auch noch das Brett wegwerfe, und inwieweit es noch ein halbwegs brauchbares "Schach-Erlebnis" liefert, sei auch hintenangestellt). Aber wenn ich dafür fröhlich weiter das S-Wort benutze, betreibe ich irgendwann allermindestens Etikettenschwindel.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: aikar am 14.10.2024 | 13:32
Das finde ich tatsächlich interessant, weil so selbst noch nicht wirklich erlebt. Wie fällt ein System denn in sich zusammen, nur weil man Regeln weglässt? Verstehe ich nicht. Wenn man jetzt nicht irgendwelche Teilschritte innerhalb von bestimmten Regeln weglässt, sehe ich nicht, wie Systeme regelrecht in sich zusammenfallen können.
Ich stimme nobody@home da zu. "Lass halt weg, was dir nicht gefällt" ist primär ein Pseudo-Argument von Fans. Zum einen sind Regeln praktisch nie völlig optional und gekapselt. Man  muss immer aufpassen, welche Regeln von den gestrichenen Regeln abhängig sind. Und wenn das zu viele sind, gibt es den genannten Zusammenbruch (und selbst wenn es wenige sind, führt es immer wieder zu Diskussionsbedarf). Zum anderen muss man, damit man weiß, was man an einem komplexen System streicht und was man behält, erst einmal das ganze System sinnerfassend lesen. Evtl. sogar testspielen. Und das läuft dem Wunsch von Anhängern regelleichter Systeme dann eben entgegen. Komplexe Systeme, denen man ihre Komplexität nimmt, laufen auch meist nicht so rund wie Systeme, die von Anfang an einfach waren. Weil sie nunmal nicht darauf hin designed wurden.
Ein komplexes System herunter zu stutzen ist praktisch nie den Aufwand wert (das gilt umgekehrt auch für Versuche, einfache Systeme mit Hausregeln feingranularer zu machen. Das wird aber auch deutlich seltener vorgeschlagen).

Zum Thema: Für mich ist es eher eine Frage von Tödlichkeit (ich mag es nicht tödlich) und WIE es geregelt ist. Wenn die Wundregelungen einfach zu handhaben sind, klar, warum nicht? Fate-Konsequenzen sind z.B. sehr simpel. Was ich nicht will ist zwölfzig verschiede Einflussfaktoren im Blick behalten zu müssen. Das ist aber unabhängig davon, ob diese Einflussfaktoren von Gewalt/Verletzungen stammen oder aus anderen Quellen.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Zed am 14.10.2024 | 13:48
Wohlgemerkt ging es bei dieser Tangente im PF-Thread um Regeln für Folter, nicht um normale Schadenseffekte im Kampf.
Darum schrieb ich auch, dass die PF-Diskussion mich „wage inspiriert“ hat.

Dank Eurer Antworten sehe ich, dass dieser Themenkomplex sehr viele Facetten hat: das Setting; die Spielweise; der Anspruch (ein schnelles Dungeoncrawl zwischendurch oder ein grim, dark & gritty Abenteuer zB); Grausamkeit vs Gewalt usw

Ich selbst habe wenig Probleme mit Gewaltdarstellung, würde ich sagen, aber es geht mir wie einigen hier, dass ich Grausamkeit um der Grausamkeit willen ablehne. Darum mag ich die Saw-Filmreihe zb nicht.

Meine Gruppe wird zwar manchmal auch mit Grausamkeit durch NSCs konfrontiert, aber im dramaturgisch erklärbaren Rahmen und nicht als Selbstzweck.

Ich selbst habe auch Option 2 gewählt.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: gunware am 14.10.2024 | 14:00
.
Ein komplexes System herunter zu stutzen ist praktisch nie den Aufwand wert (das gilt umgekehrt auch für Versuche, einfache Systeme mit Hausregeln feingranularer zu machen. Das wird aber auch deutlich seltener vorgeschlagen).

Echt? Das würde ich nicht sagen. Gerade die Systeme, die bestimme Sachen nicht regeln, damit sie einfach bleiben, werden doch gerne um die ungeregelte Bereiche "erweitert". Da kann man sogar zu D&D, das gar nicht mal zu den  einfachsten zählt, sehr viele PDFs kaufen.

Die Möglichkeiten werden vorgeschlagen. Fast in allen Spielen, die ich gespielt habe.

Da ich die explizite Beschreibung eines Inquisitionsverhörs nicht brauche, reichen mir die Zahlenwerte und der Ausgang der Proben.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Edgar Allan Poe am 14.10.2024 | 14:04
Ich meine, klar, ich kann im Prinzip auch völlig Freeform leiten und es wird immer noch eine Art von Rollenspiel im allgemeinen Sinn dabei herauskommen. Aber dann sollte ich umgekehrt nicht hingehen und behaupten, ich würde immer noch beispielsweise eine GURPS-Runde anbieten, denn das ist ja dann einigermaßen offensichtlich eben nicht mehr der Fall. ;)

Insofern läßt sich der Vergleich schon anbringen, denke ich: auch eine noch so mutierte Version von Schach ist immer noch zumindest ein Brettspiel (wenigstens so lange, bis ich auch noch das Brett wegwerfe, und inwieweit es noch ein halbwegs brauchbares "Schach-Erlebnis" liefert, sei auch hintenangestellt). Aber wenn ich dafür fröhlich weiter das S-Wort benutze, betreibe ich irgendwann allermindestens Etikettenschwindel.

Aber bis es so weit ist, dass ich nur noch "Etikettenschwindel" betreibe, wenn ich zum Beispiel sage "Wir spielen D&D" ... bis dahin müsste ich Unmengen Regeln weglassen.

Aber da kommen wir vermutlich nicht auf einen Zweig. Ich sehe nicht, wie ich nicht einfach Regeln weglassen kann, ohne das ein System noch funktioniert (und weiter als das alte System durchgeht). In meinem liebsten System Warhammer 2 haben wir auch immer eine ganze Reihe Regeln weggelassen und es hat sich nie einer beschwert, das System wäre nicht mehr Warhammer 2.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Raven Nash am 14.10.2024 | 14:15
Ich finde für mich da keine wirkliche Option. Ich mag z.B. keine Trefferzonen - aber nicht, weil mir das irgendwie zu explizit wäre, sondern weil ich sie schlicht unnötig finde. Wir haben jahrelang mit Trefferzonen in einem RQ-Derivat gespielt, und am Ende des Tages war es ein unnötiger Würfelwurf mehr. Kamen sowieso immer nur unpassende Ergebnisse raus.
Auch die diversen Zustände brauch ich nicht unbedingt. Ist nur weiterer Buchhaltungsaufwand.

Andererseits finde ich die "Serious Injuries" Regel von Dragonbane super, weil da 0 HP auch nachhaltige Folgen haben kann (beim letzten Kampf hat ein Char Zähne und der andere eine Zehe liegen lassen...). Da ist es mit "ich hab meine Death Rolls geschaft" nicht getan.

Ich hab kein Problem mit Gewalt, ich mag nur keine Buchhaltung.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 14.10.2024 | 14:17
@Tudor
Du schreibst doch selbst, dass Du Grim Dark nicht magst, weil Du Dich als "zart besaitet" siehst.
Was Du beschreibst mit 
passt eher zu helleren Settings imo.

Also spielst Du solche Spiele eher nicht, weil Du mit dem Setting Probleme hast, oder?
Ob die Regeln diese Grim Dark-Setting-Konventionen transportieren, spielt dann doch keine Rolle mehr für Dich, oder?

Den letzten Satz Deines Posts verstehe ich nicht ganz. Vielleicht ist da was schiefgelaufen beim Tippen. Kannst Du es erklären?

Also ich kann z.B. sehr problemlos im Warhammer oder WH40k Setting spielen, wenn die Regelengine die Brutalität nur skizziert, was sie mindestens im Tabeletop Bereich nur tut - Warhammer RPG hatte ich nur ganz kurz angespielt. Regeln für Verstümmelungen oder Folter sind mir dabei nicht begegnet (ist aber aiuch schon ewig her). Es liegt imo also nicht am Setting.

Der letzte Satz meint, dass wenn es Regeln gibt, diese auch in erster Linie für einen solchen Fall Anwendung finden. Wenn es also z.B. Regeln gibt, wie man einer Person die Augen aussticht, dann ist das der grundlegende Detailgrad.

Kann man eventuell weglassen, aber wie n@h schrieb, kann das schnell zu Dysfunktionalität führen. Hängt natürlich davon ab, womit diese Regelstellen interagieren.

In Harnworld gibt es z.B. eine kleine Monsterart, die von ihrer Größe her mäßig gefährlich ist. Diese Monster sind aber dafür bekannt, dass sie Menschen ins Gesicht springen und die Augen rausreißen. Ohne Regelung von Augenverlust wären diese Monster nicht so gefährlich. Natürlich muss man die Monster nicht im Spiel vorkommen lassen und das Spiel funktioniert trotzdem noch. Aber wenn man bei Harnmaster bleibt, wird das Kampfsystem extrem hakelig, wenn man Amputantionen, einzelne Körperteile, Schock usw. wegließe, weil dann die Tabellen und Waffenstatistiken nicht mehr passen. 
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 14.10.2024 | 14:19
Echt? Das würde ich nicht sagen. Gerade die Systeme, die bestimme Sachen nicht regeln, damit sie einfach bleiben, werden doch gerne um die ungeregelte Bereiche "erweitert". Da kann man sogar zu D&D, das gar nicht mal zu den  einfachsten zählt, sehr viele PDFs kaufen.

D&D gehört halt auch zu den Systemen, die ihr Geld damit verdienen, bloß ja nie "komplett" zu werden. ;)

Generell, würde ich sagen, ist der Bedarf an Zusatzregeln da am größten, wo ein Spiel bestimmte gewünschte Bereiche tatsächlich einfach mal gar nicht abdeckt ("Hey, wo sind in meinem Fantasysystem die Regeln für Feuerwaffen? Ich habe da jemanden, der einen Musketier spielen möchte, und hätte auch nichts dagegen..."). Allein den Detailgrad an sich aufzudrehen, obwohl man einfache Grundregeln für dieselbe Situation eigentlich schon hat, scheint mir ein eher selteneres Bedürfnis zu sein...aber vielleicht bin das auch nur ich.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: flaschengeist am 14.10.2024 | 15:53
Ich habe auch Option 2 gewählt, obwohl es im Grund ein Mischmasch aus 2 und 3 ist:
Regelseitig langen mir HP (und Äquivalente) völlig - ich brauche keine Sonderregeln für abgeschlagene Gliedmaßen, Trefferzonen und Verstümmelungen. In der Narration finde ich es aber schon schön, wenn Treffer ab und an etwas näher beschrieben werden. Da kann ein harter kritischer Treffer, den SC landen, gerne auch als durchbohren oder (sobald er tödlich ist) etwas abtrennen erzählt werden.
Die Regel sollen solch drastische Beschreibungen aber nicht sein, ich brauche keinen Splatterfilm im RPG (bei SAW geht es mir ähnlich wie Zed). Lustigerweise habe ich kürzlich zwei neue Runden gestartet und bei der Frage nach "no gos" in den Sessions 0 waren sich in beiden Runden alle einig: Nicht zu viele Details bei Gewaltdarstellungen und keine Details bei Sexualität.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Ludovico am 14.10.2024 | 16:46
@Tudor
Ein Tabletop ist ein bisschen was anderes, da es vor allem aus der Perspektive des Generals stattfindet.

Und Warhammer (insbesondere die 40k-Fassungen) beschreiben regeltechnisch die Effekte der Treffer sehr detailliert anhand von Zufallstabellen.

OK, wie kann ich mir bei Dir vorstellen, wie bei euch in einem Grim Dark-Rollenspiel wie Warhammer die Brutalität und Trostlosigkeit des Settings rüberkommen.
Wie geschrieben, ich denke, man braucht dafür keine Regeln.

Was nun das Weglassen von Regeln angeht, so habe ich noch nie ein Spiel erlebt, dass z.B. in sich zusammenstürzt, wenn man Zusatzregeln für Folter weglässt.
Sicher, bei Trefferzonen wird es schwieriger. Aber hier kann man die Beschreibungen oft auf Fluff runterbrechen.
Dann ist der Arm nicht ab, die Augen nicht ausgestochen, sondern man ist temporär blind.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 14.10.2024 | 16:55
Noch ein Punkt, der mir speziell zu Dauerschäden, Verstümmelungen usw. durch den Kopf geht: ich denke, da macht es auch einen Unterschied, ob ich mir den Charakter von vornherein schon bewußt so baue ("Natürlich hat mein Pirat ein Holzbein und eine Hakenhand!") oder ob ich mit einer körperlich einigermaßen gesunden Figur anfange und der dann erst im Lauf des Spiels immer mal wieder "was abhanden kommt". Denn im ersteren Fall habe ich das ja recht offensichtlich selbst so gewollt und hingeferkelt, aber im letzteren...? :.)
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Zanji123 am 15.10.2024 | 08:58
Noch ein Punkt, der mir speziell zu Dauerschäden, Verstümmelungen usw. durch den Kopf geht: ich denke, da macht es auch einen Unterschied, ob ich mir den Charakter von vornherein schon bewußt so baue ("Natürlich hat mein Pirat ein Holzbein und eine Hakenhand!") oder ob ich mit einer körperlich einigermaßen gesunden Figur anfange und der dann erst im Lauf des Spiels immer mal wieder "was abhanden kommt". Denn im ersteren Fall habe ich das ja recht offensichtlich selbst so gewollt und hingeferkelt, aber im letzteren...? :.)

och kommt drauf an.

in der letzten "Schatten des Dämonenfürsten" Runde hat ein Charakter im Kampf eine Wunde erhalten (halbe LP = Verletzt. Hat sonst kaum Auswirkungen da nur SEHR wenige Charakterpfade drauf setzten) und wir nutzen das Supplement mit Injuries. Leider war der Wurf schlecht und der Charakter verlor dabei einen Arm. Heilung war zwar möglich aber Arm ankleben nicht. Allerdings ist Technomantie in dem (vorgefertigten) Setting möglich und es gibt auch steampunk mäßige Protesen also bekam der Charakter halt ne Armprotese mit n paar kleineren Gadgets
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: First Orko am 15.10.2024 | 09:15
Wage inspiriert von der Diskussion im Pathfinder-Smalltalk würde ich gerne wissen, ob von einem System ZU detailliert geregelte Gewalt für Dich ab einem gewissen Punkt ein Ausschlussgrund ist.

Es ist mir klar, dass der Grad der gespielten Gewalt von der vom System geregelten Gewalt abweichen kann. Diesen Aspekt würde ich gerne in diesem Thread nicht besprechen wollen.

Nach einigem Nachdenken finde ich es ehrlich gesagt schwer, die Frage zu beantworten und mich dabei an deine zweite Forderung zu halten  :think: Für mich ergibt die Frage an sich schon kaum Sinn, weil da zwei Punkte vermischt werden, die meiner Ansicht nach wenig miteinander zu tun haben:

Detailgrad von Regeln
Du schreibst ja explizit ZU detailliert geregelte Gewalt - und da kann ich nur sagen, dass ein System mit einem zu hohen Detailgrad generell für mich rausfällt. Das ist unabhängig davon, ob und wie es Gewalt regelt.

Das Verhältnis zu Gewalt im Spiel
Bei der Frage, ob und wie Gewalt geregelt wird (anscheinend handelt es sich ja mehrheitlich um Beschreibung von kritischen Treffen in irgendwelchen Tabellen) ist für mich zentral, wie dieses Beschreibungen am Tisch stattfinden. Da kann dieselbe, wenig detailiete Aussage in einer Tabelle zBsp "Charakter ist geblendet" gedeutet werden als "Du stolperst ziellos herum und trittst mit einem Fuß in den Scheißeeimer" genauso wie "Die Klinge zieht quer über dein Gesicht
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Das Ausspielen am Tisch setzt den Ton und das ist viel entscheidender, als was im Regelbuch steht. Ich habe gar kein Problem mit den absichtlich blutig überzogenen Beschreibungen in den WHFRP-Patzertabellen (wir haben sie immer "Blutig und Grausam-Tabellen" genannt) wenn sie in der Runde so überzogen und "trashig" dargestellt werden. Aber die Bodyhorror-Ausprägung bräuchte ich nicht ständig und schon gar nicht mit Jedem in einer Runde, da kommt es sehr auf Vertrauen und soziales Fingerspitzengefühl an.

Die Frage kommt mir daher vor wie so Fußgängerzonen-Umfragen á la "Mögen Sie lieber Pizza oder Pasta?" wo das Ergebnis dann führt zu "Soundso viele Deutsche hassen Pasta!"  ;D


Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Zed am 15.10.2024 | 09:21
Ich habe viele Anregungen zu den weiteren Aspekten von „geregelter Gewalt“ bekommen, so dass wir den Aspekt des Ausspielens jetzt gerne hinzunehmen können.

Ich blende die Bitte in meinem Eingangspost raus.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: nobody@home am 15.10.2024 | 11:05
Was das Ausspielen angeht, schließe ich mich den Leuten an, die da keinen Splatterhorror brauchen -- und ja, das gilt sogar fürs Rollenspiel im Horrorgenre. ;) Mein Komfortbereich ist da wohl im Lauf der Zeit durch einschlägige nicht übertrieben blutige Beschreibungen in Büchern und natürlich Kampfdarstellungen in halbwegs "familienfreundlichen" Hollywoodschinken durchaus noch aus dem letzten Jahrhundert geprägt worden. Grob gesagt, was in klassischer Sword & Sorcery, Western, Krimi und so weiter standardmäßig durchgeht, ist in Ordnung, aber selbst die Darstellung der gemeinsten Taten von irgendwelchen Fieslingen überschreitet da normalerweise gewisse Grenzen einfach nicht...und damit bin ich einverstanden.

Ein Testbeispiel wäre da vielleicht eine Szene aus...müßte "Elric von Melniboné" selbst sein, in der der königliche Foltermeister Doktor Jest vor Elric selbst seine Kunst an zwei gefangenen Spionen vorführt. Er kriegt nach mehreren Stunden letztendlich seine Ergebnisse wie erwartet, und was von den Spionen übrigbleibt, wäre als Mensch selbst dann nicht mehr zu erkennen, wenn sie überlebt hätten...aber Moorcock geht dabei nicht groß ins blutige Detail, sondern beschreibt lieber, was dem etwas gelangweilten (!) Elric während der Wartezeit durch den Kopf geht. Die Szene ist plotrelevant, weil die gewonnene Information vor einem Überfall auf Imrryr warnt, und illustriert definitiv, in was für einer Welt Elric zu seiner Herrscherzeit lebt, aber sie ist auch nicht gerade darauf angelegt, daß dem Durschschnittsleser übel werden soll, oder umgekehrt das Folterhandwerk zu glorifizieren. (Schön, der gute Doktor mag den letzten Punkt anders sehen, aber der betrachtet sich ja auch eher als Künstler, der die Ehre hat, seinen Herrscher zu unterhalten. Klassischer Melnibonéer eben. :gasmaskerly:)
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Edgar Allan Poe am 15.10.2024 | 11:09
Ich brauche das Ausspielen von Gewalt nicht. Mich stört es aber auch nicht.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Mouncy am 15.10.2024 | 12:53
Das kommt bei mir auf die Mitspieler, den Vibe am Tisch und den Alkoholpegel drauf an. Nix muss, alles kann.
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Olibino am 16.10.2024 | 10:44
Ich mag keine Rollenspiele die zu detaillierte Regeln haben. Daher habe ich Option 3 gewählt
Titel: Re: Geregelte Gewalt - ab wann wird es Dir zuviel?
Beitrag von: Drantos am 17.10.2024 | 01:10
Ich hab noch kein Rollenspiel gesehen, dass die grausame Wirklichkeit auch nur annähernd abbildet. Deshalb lässt es mich kalt, was in einem Regelwerk drinsteht. Ist doch nur ein Spiel. Ich mag Systeme mit HP genauso, wie Systeme mit detaillierteren Verwundungsregeln und zu viel gibt es für mich nicht, ich brauch es aber auch nicht zwingend.

cu Drantos