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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: NiceGuyEddie am 10.10.2004 | 20:26
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Ja genau! Warum mögt ihr eigentlich Fantasy? Was ist das tolle an Fantasy? Warum immer ein pseudo-historisches Setting mit Phantastik? Woher kommt das?
Oder...oder mögt ihr gar keine Fantasy?
Na, sagt mal! :)
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Es gibt dem Spieler ein Gefühl sich in bekanntem Gewässer zu befinden -so also Einstiegs und Orientierungsproblemen entgegen wirkend - und ist gleichzeitig vielschichtig genug um eine Menge Varianten zuzulassen und in einem Setting eine Menge verschiedener Abenteuer unter zu bringen und so verschiedene Leute in einer Gruppe glücklich zu machen.
Spätestens mit der richtigen Menge Magie kann man nahezu jedes andere Setting oder Genre auf Fantasy umbiegen.
Dazu kommt eine im Vergleich mit jetztzeit oder nearSF RPGs eine scheinbar übersichtliche und einfache Welt ohne trivial zu wirken wie es z.b. Spaßrollenspiele tun können.
Und im Vergleich mit echter Historie kann man nicht so viele Fehler machen.
Dazu spielt Fantasy nominell in einer Umgebung, in der die Aktionen eines einzelnen eher und direkter wirken können als in moderneren, entpersonifizierteren Genres.
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... it's MAGIC!!!
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Fantasy hat:
Magie, epische Abenteuer, fremde Völker und Kulturen, fremde Welten und und und...
wie Dailor schon sagte: It's Magic! ;D
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Ich könnte schwören, wir hatten schon mal so ein Thema. Vielleicht bin ich auch zu blöd, die Suchfunktion zu bedienen.
Na jedenfalls: Fantasy rockt! Gute Fantasy jedenfalls. Warum? Puh. Vielleicht weil jeder was aus seinen Kinderträumen darin wiederfindet. Vielleicht wegen der Exotik und der Lagerfeuerromantik. Vielleicht weil Schwertkämpfe nun mal die coolste Art sind, Schwanzlängen zu vergleichen. Vielleicht weil man in der klassischen Fantasy-RPG-Gruppe eine Auswahl an Archetypen vorfindet, die für jeden Geschmack etwas bietet.
Vielleicht mag ich deswegen auch Star Wars so sehr. Weil es eigentlich Fantasy mit Raumschiffen ist. Es fehlt nur ein Äquivalent für die Elfen. ;)
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Naja, es is ja nicht so, dass jerder nur Fantasy spielt...
Ich spiele manchmal gern Fantasy, weil viele Systeme die auf dieser Basis laufen zum draufhaun und Frustabbau einladen und man richtig zusehen kann, wie die Charas mächtiger werden - was man bei Systemen wie Inqusitor nicht kann...
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Glaubt ihr, ihr würdet auch in dem Maße Fantasy spielen wenn Herr der Ringe und D&D SF gewesen wäre?
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wie Dailor (http://www.lustigesrollenspiel.de/) schon richtig sagte: "magic". So ziemlich alles was in unserer Welt nicht funktioniert ist da Teil des Alltags. Wie der Name Fantasy schon sagt geht es - jedenfalls für meine Heldengruppen - immer um phantastische Abenteuer, die eben so nur in einer Fantasywelt stattfinden können, wobei es ertmal uninteressant ist, ob die Welt an das Mittelalter oder an eine andere zeitliche Epoche angelehnt ist.
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Logisch! Schließlich fußt das was wir heute "Fantasy" nennen auf Mythen, Märchen und Legenden und die sind mit dem Menschen nun mal seit Jahrhunderten fest verbunden, unser kollektives Gedächtnis färht sozusagen auf Fantasy total ab! :d
SF hingegen ist nicht so beständig, schließlich wurde schon vieles, das in SF-Literatur beschrieben wurde mit der Zeit Wirklichkeit. Wenn wir mal mit Raumschiffen durch die Gegend düsen spielt bestimmt keiner häufiger SF-RPGs als heute ModernWorld-RPGs... Fantasy jedoch wird bleiben!
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Im Fantasy-Setting können Charaktere Dinge tun, von denen unsereins nur träumen kann. In mehrerlei Hinsicht.
1) Siehe oben: It's magic ;). Wer würde nicht gerne auf einem Drachen reiten, Verletzungen mit einem Schluck aus der Pulle kurieren, sich von A nach B teleportieren, etc.
2) Es gibt gut und böse. Gewalt ist ein zulässiges Mittel, Konflikte zu lösen. Während wir einen Anwalt brauchen, nur damit unser verdammter Nachbar nach 23 Uhr Ruhe gibt oder sein Auto nicht vor unserer Ausfahrt parkt, kämpfen Fantasy-Charaktere (stereotypischerweise) gegen echte Bösewichter, mit einem Schwert in der Hand.
3) Fantasy-Settings kennen einen sozialen Stand, den so wohl nie gab: Den Abenteurer. Frei von allen sozialen Verpflichtungen. Immer auf Achse. Nur sich selbst verantwortlich. Im wahren Leben benötigte man für so ein Leben einen Haufen Geld, oder war bettelarmer Landstreicher - der Abenteurer aber wird stinkend reich, indem er auf seinem Weg liegende Dungeons plündert ;). Die ganze Romantik des Lebens auf Achse, ohne die Nachteile - wer hätte das nicht gerne?
4) Ein Fantasy-Charakter lebt in einer Mittelalter-Welt, ohne die gravierenden Nachteile (es sei denn, der GM hat einen schlechten Tag) - Zahnfäule mit Mitte 30, zum Beispiel. Der moderne Mensch kann das aber auch haben - durch Reenactment oder LARP ;)!
EDIT: Schreibfehler korrigiert...
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Weil Fantasy den Sterblichen in den Mittelpunkt einer magischen Welt stellt. Bei SF ist es die Vorherrschaft der Technik, der Mensch verliert angesichts der Technologie an Bedeutung - zu real für meinen Geschmack. ;)
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Glaubt ihr, ihr würdet auch in dem Maße Fantasy spielen wenn Herr der Ringe und D&D SF gewesen wäre?
Vermutlich nicht.
Wobei ich mir grade die Frage stelle, ob ich Fantasy bzw. was ich an Fantasy überhaupt toll finde.
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Einige Gründe für Fantasy...
..Fantasy besitzt den höchsten Grad an Crunchiness, denn die Möglichkeiten für magische Gegenstände, Zauber, übernatürliche Kräfte, Spezialklassen sind fast unbegrenzt.
..Fantasy ist extrem anpassungsfähig. Man kann die Schlüsselelemente jedes anderes Genres ohne Probleme in Fantasy einbauen. Dann wird aus dem Nanovirus halt ein Fluch und aus der Motorradgang ein Horde Steppenreiter.
..Fantasy ist viel beliebter als SF, denn sie ist sehr leicht verdaulich. Sie kommt in ihrer Reinform ohne moralische Konflikte und ohne Realismus aus.
..wie schon gesagt, anders als andere Settings bietet Fantasy den Vorteil des Abenteurertums, dass den Wunsch fast jedes Spielers nach Unverantwortlichkeit stillt.
Und, nein, wenn LotR SF gewesen wäre, wäre es als das schlechte Buch anerkannt wurden, als dass auch schon Tolkiens erster Verleger es gesehen hat, es hätte nie D&D gegeben und wir würden heute alle Traveller 3.5 spielen.
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eigentlich hat Dailor es schon auf den Punkt gebracht...
Ich kann jedoch noch für mich hinzufügen, das ich halt nicht so sehr auf technische Waffen, Bomben und ähnliches stehe und in der mittelalterlichen Fantasy ein Kampf fairer ist als in den SF-genres. Ein Held noch ein Held ist.
Ich mag das einfache magische an der Fantasy, den strahlenden Ritter auf dem weißen Pferd, Drachen und Elfen, die Vorstellung von riesigen Bibliotheken mit Magiern in ihren langen Gewändern. Die Priester in ihren Tempelgärten, den Barden auf dem Marktplatz und all solche Dinge halt...
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Ich mag an Fantasy, daß alle bisher in diesem Thread aufgezählten Gründe außen vor lassen kann, und trotzdem noch Fantasy habe.
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Ich muss sagen ich mag Fantasy und Science Fiction eigentlich gleichermassen.
Allerdings fidne ich das schöne an Fantasy, das es wiegesagt meistens Magie gibt, Helden und alle diese schönen Dinge, wie man sie aus Märchen und Sagen kennt.
Und das alles noch verpackt in die Seite eines Mittelalters, die es wohl nie gegeben hat, mit ihren Abentuerern, stolzen Königen, Rittern und Paladinen, bösen udn Guten Göttern, Hexern und Zauberern, magische Artefakte und mystische Geschichten, ich weiss nicht, vielleicht für mich auch so ne Art "Religionsersatz".
Mal etwas von der Welt rauskommen, und sich Sachen ausdenke, wie sie sein könnten, und das geht halt vorallem gut, wenn man von Mythologien und Sagen ausgeht, die nunmal meist von der Vergangenheit, und nicht von der Zukunft berichten.
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Oder...oder mögt ihr gar keine Fantasy?
Ey genau ich mag kein Fantasy. ;D Ich steh auf guten alten Horror der lovecraftschen Art. Aber das ist einen eigenen Thread wert.
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Vielleicht wegen der Exotik und der Lagerfeuerromantik. Vielleicht weil Schwertkämpfe nun mal die coolste Art sind, Schwanzlängen zu vergleichen. Vielleicht weil man in der klassischen Fantasy-RPG-Gruppe eine Auswahl an Archetypen vorfindet, die für jeden Geschmack etwas bietet.
Würd ich unterschreiben, seit wir uns nicht mehr mit schwertern und Äxten vermöbeln ist das Heldentum doch ausgestorben ~;D
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Fantasy heißt, dass man wenig erklären muss. Es ist alles viel einfacher.Notfalls hält halt die "It's magic" Ausrede den Kopf hin. Fantasy macht Dispension of Disbelief sehr einfach.
Science Fiction hingegen muß Dinge erklären- richtige Science Fiction hat, wie der Name schon sagt- eine wissenschaftliche Basis. Manche Space Opera Szenarien, allen voran Star Wars, würde ich eher als Fantasy denn als Science Fiction ansehen.
Ich persönlich bin kein großer Fantasy-Spieler; ich will plausible Erklärungen für die Dinge, die da passieren, haben und finde es sehr unbefriedigend, wenn diese fehlen.
Für mich persönlich ist Fantasy reizvoll, weil ich a) lowtech-Umgebungen mag und b) man für ein Fantasysetting recht einfach Spieler findet. Aber meine Fantasy-Szenarien werden immer ziemlich grittig.
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Ich mag Fantasy als Spielleiter, weil ich da meine Phantasie austoben kann. Das ist der kleine Gott in mir, der unbedingt Welten bauen mag.
Ansonsten spiel ich aber trotzdem real-world-Systeme: Vampire, Unknown Armies, Ars Magica (das ist nicht 100%ig Fantasy - es gibt einen realen Hintergrund - außer man spielt im Feenwald ;)).
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Was ich an Fantasy mag...
Für mich hat Fantasy etwas altbekanntes, magisches. Auch wenn es ungezählte verschiedene Welten gibt, so haben sie doch etwas gemeinsam: das Magische! Ob heroisch oder dreckig, schwarz-weiß oder grau, Drachen, Ritter, Magier, Elfen, Zwerge und Co. lassen einfach immer wieder mein Herz höher schlagen.
Es ist einfach schön abzuschalten und die hässliche Realität hinter sich zu lassen, um in fremde und doch bekannte Länder einzutauchen, um die Rolle von Arthus, Siegfried, dem hl. Georg oder Walther von der Vogelweide (für die Barden unter euch ;)) einzunehmen.
Und doch hat jede Welt etwas einzigartiges, ob schlechte Tolkienkopie oder originelle Neuinterpretation (Pratchet) der klassischen Fantasy. Deshalb macht es mir immer wieder Spaß neue Fantasywelten kennenzulernen, auch wenn da weider Stereotypen auftauchen.
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Ich will mal mit einem weit verbreiteten Gerücht aufräumen. Ja, Fantasy ist toll, aber nicht weniger geeignet, um Leuten das Rollenspiel näher zu bringen als andere Genre (??? = Schubladen = igittigit ;) ). Meines Erachtens ist es nur eine Frage des Spielleiters.
Warum nun gerade Fantasy und was ist daran wirklich so toll?
Ich wage mal die Behauptung, dass Fantasy eben weit verbreiteter als andere Genres ist. Dies mag am HdR usw. liegen oder ggf. an unserer Sagen- und Märchenwelt (Grimm, Siegfried, Arthus usw.). Wenn also viel Fantasy angeboten wird, wird es auch gespielt (Rollenspielgruppen). Und natürlich ist es toll, weil ja Rollenspiel allgemein recht toll ist (Sehe ich da Widerstimmen? >;D ).
Ein gewisses Maß an "Trägheit", d.h. sich lieber mit einem RS zu beschäftigen und eben nicht viele Systeme usw. auszuprobieren, mag da auch ein Faktor sein.
-gruß,
Arbo
P.S.: Im Grunde ist es wie mit "Göttern" - je mehr Anhänger da sind, desto mächtiger der Gott. Der Fantasy-Gott ist sehr mächtig.
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Vielleicht weil Schwertkämpfe nun mal die coolste Art sind, Schwanzlängen zu vergleichen.
*lol* Besser hätt' man's nicht sagen können....
:d :d :d
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Genau, blutige Märchenwelt für Erwachsene spielen ;D
Jetzt-Zeit-Systeme oder SciFi haben auch einiges für sich, aber irgendwie ist es nicht dasselbe, wenn man den Gegner "nur" mit einem Blaster zerlegt oder einem chicen Lightsaber zerteilt.
So eine grobe Axt oder ein schönes Schwert im Kopf des Gegners - ja, das ist halt Rollenspielromantik pur ;)
Und ganz wichtig wie schon x-mal in den anderen Beiträgen erwähnt: Magie ist halt doch für mich irgendwie interessanter als Psi und Dergleichen
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Damit die Gegenseite auch mal zu Wort kommt: ich mag Fantasy nicht, weil sie zu naiver Schwarz/Weiß-Malerei neigt und die allermeisten Fantasywelten völlig unausgegoren sind. Nur wenige Welten machen den Eindruck, aus einem historischen Prozess heraus entstanden zu sein (wie z. B. Mittelerde), in der Regel werden einfach ohne Sinn und Verstand irgendwelche Elemente zusammengeklatscht, die nicht zueinander passen. Da wohnen mehr Monster auf der Welt als ein Überleben der Menschen möglich machen, da leben einander ausschließende und kein bisschen beeinflussende Kulturen nebeneinander, da gibt es auch oft überhaupt keine erkennbaren Kulturen im eigentlichen Sinne, und bei allem Durcheinander erreicht das Ganze trotzdem meist nicht einmal die Komplexität eines räumlich stark begrenzten (echt-) historischen Settings.
Das gilt übrigens auch für die Fantasy-Literatur, nicht nur die Spiele. Ich denke, dass es ein Hauptgrund für den anhaltenden Erfolg von Herr der Ringe ist, dass Tolkien mit Begriffen wie Geschichte, Kultur, Sprache wirklich was anzufangen wusste. Seine Welt ist homogen gewachsen, nicht aus der Retorte geschüttelt.
Natürlich gibt es solche geschichtslosen Welten auch in anderen Genres, wo ich sie auch nicht leiden kann.
Robin
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Jenseits der inneren Logik und Stringenz solcher Setings: Ist es nicht grade das klischeebehaftete, das uns an Fantasy gefällt? Einmal, weils allen vertraut und eine solide Basis ist, dann aber auch, weil hier archetypische Geschichten erzählt werden, die mit starken Bildern arbeiten, die wir alle aus den Märchen und Sagen unserer Kindheit kennen?
Arme Söhne, die auf Abenteuer ausziehen, Drachen töten, siche einen Platz im Leben erobern, die dunklen Mächte aus dem Inneren nach Draussen projezieren?
Und natürlich, weil sie sich so herrlich für Eskapismus eignet: Einfach mal raus aus den modernen Zwängen von Steuererklärung, Höflichkeit, Hände waschen und freundlich sein, wenn man beleidigt wird? Stattdessen Lagerfeuer, eschte Männa unda sisch und es zählt nur, was du kannst, und nicht, welche Ausbildung du hast oder wie du dich beim Bewerbungsgespräch verkaufst?
Mir gefällt der erste Aspekt (mit den archetypischen Bildern) manchmal ganz gut, die Fluchtmöglickeit eher nicht.
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Fantasy ist ein Genre, dass man sich leicht vorstellen kann (verklärtes Mittelalter mit Magie) und das angegnehm ist.
Science Fiction ist oft sehr abstrakt oder "technisch",
Horror ist zwar auch sehr leicht "vorstellbar" aber auch oft "beunruhigend".
Ausserdem hat Fantasy die stärksten Quellen im Rollenspiel.
Und auch ein sehr starkes Fandom. SciFi ist schwächer.
Horror ist erst in den letzten Jahren wieder sehr stark geworden.
Abgesehen davon haben andere Settings (futuristische beispielsweise) auch Eigenschaften, die manchen ggf,
abschrecken.
Bei futuristischen oder Modernen Settings könnte man den Handlungsort in wenigen Stunden komplett ändern.
Man fliegt nach Afrika, Asien, Südamerika. Oder auf einen anderen Planeten.
Andere Sprachen, Kulturen, Sitten machen oft probleme, denn der Spielleiter müsste sich erstmal schlau machen,
oder was überlegen. Das schreckt oft Leute ab.
Dann macht die Technik oft Sorgen - was geht, was nicht, was können Computer in der Zukunft.
Wie tödlich sind waffen in der zukunft, wenn sie schon heute so tödlich sind.
Fantasy ist da einfacher.
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Mir fällt auch immer wieder auf, daß Fantasy-RPG bei vielen (und auch mir) das Interplay stärker fördert oder eben leichter macht. Mit Interplay meine ich das Darstellen einer Figur und die Kommunikation und beziehungen zwischen dem verschiedenen Rollen.
Bei SciFi passiert es IMHO leichter, daß eine Runde in eine Kampf/Würfelorigie abdriftet. Warum das so ist weiß ich nicht so genau. Dabei bin ich meistens eher ein SciFi Fan.
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@ToBe
in-game (wir brauchen nicht noch mehr Begriffe ;))
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Fantasy bringt uns in eine archaische, vergangene Welt, die - für unser heutiges Verständnis - sehr viel einfacher ist. Probleme und Gefahren sind näher und mit einem starken Arm und etwas Entschlusskraft leicht (und bleibend) zu lösen. Es ist ein erholsamer Ausstieg aus unserem Alltag, in dem wir Probleme tatsächlich bewältigen und die Welt verändern können, den andere Genres nicht bieten können.
SciFi ist eine hypothetische Weiterentwicklung unser jetztigen Welt, oftmals mit denselben Problemen (oder sogar heftigeren Versionen davon). Es gibt kein "archaisches SciFi". Deshalb ist StarWars z.B. meiner Meinung nach auch Fantasy und kein SciFi. ;)
Fantasy-Geschichten appeliieren an etwas, das tief in uns verwurzelt ist aber in unserem alltäglichen Leben keinen Platz hat. Ich nehme an, wir kompensieren damit, das sich unsere Gesellschaft in einem Maße entwickelt (ich sage "entwickelt" und nicht "verbessert") hat, mit dem wir als eher langsame voranschreitende Spezies gefühlsmäßig nicht zurechtkommen. Traurig, das es leider so viele gibt, die ein solches (oder ähnliches) Ventil nicht haben.
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Die vollkommene Unrealität. In einem SciFi Setting (Star Wars, Space Gothic, Shadowrun, etc.) gibt es (imo) niemals die totale Unrealität, wie zum Beispiel die Ebene Archeron, wo irgendwelche Armeen sich auf herumschwebenden Metallwürfeln verkloppen...
..zumindest ohne die richtigen Drogen nicht (;.
Aber ich mag beides, Fantasy und Sci-Fi...
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@Wolf Sturmklinge
Das halte ich auch für das wichtigste Argument. Fantasy ist einfach um einiges weiter von unserer Realität weg als es SciFi (zumindest meistens) ist. Es sind rein fiktive Welten ohne Bezug zu unserer Welt. SciFi ist meistens eine Art Zukunftsversion unserer Welt. Nach dieser Version würde ich StarWars übrigens eher Fantasy als SciFi zuordnen. Diese Fülle von Kreaturen, Welten und Mächten, sieht man normalerweise eher in klassichem Fantasy.
WICHTIG: Ich rede hier von meistens, eher, oft. Es gibt also selbstverständich Außnahmen.
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Hallo zusammen,
also ich mag Cyberpunksettings sehr. Der Trend zur Fantasy kommt meiner Ansicht nach häufig daher das man meint man müsse sich bei modernen Settings mehr mit der Realität auseinandersetzen.
Dabei ist das eigentlich grundfalsch. Man muß sich nur darauf einlassen das man nicht unsere moderne Welt vollständig simulieren und nachstellen kann sondern sich auf ein paar Sachen beschränken muß.
Mein allererster Travellerspielabend war mit solch interessanten Dingen wie dem notieren meiner Charakterersonalausweisnummer, meiner Charakterkontonummer und meinem ersten Bewerbungsschreiben ausgefüllt. Man kann vielleicht nachvollziehen warum diese Runde nicht weitergeführt wurde.
Das gleiche gilt auch für die so beliebte Technik. Wenn man sich auf etwas einschlägige Technik mit spielrelevanten Vor- und Nachteilen beschränkt kann man sehr viel lockerer spielen als wenn man eine Mischung aus Hacker, Sicherheitsexperte, Soldat in Kommandoposition und höchst qualifiziertem Techniker sein muß um auch nur halbwegs mitspielen zu können.
Warum man als Charakter weniger heroisch ist wenn man endlich den korrupten Politiker in seiner Fernsehshow anprangert oder endlich das teure Medikament in ein Slumviertel liefern kann als der Ritter ist mir schleierhaft. Hey man kann auch heroische Typen in einem Cyberpunksetting spielen. In einem Fantasysetting arbeiten ja schließlich auch strahlende Ritter, berufsmäßige Diebe und wissensdurstige Magier zusammen. Warum sollen dann in einem modernen Setting nicht der angagierte Sozialarbeiter, der dubiose Sicherheitsexperte und der die Informationsfreiheit verteidigende Hacker zusammenarbeiten?
Auch für moderne Settings gibt es reichlich gute Lektüre um sich Anregungen udn interessante NPCs abzuschauen.
Von da aus versucht es doch einfach Mal mit einem modernen Setting. Wechselt das Schwert +5 gegen eine M16, die Ritterrüstung gegen eine Kevlarjacke und den Erzmagier als Gegner gegen den Megakon aus. Lernt die Romantik kennen wenn man an einem Faß mit brennendem Müll eine Ratte als Abendessen grillt. Erlebt die Magie wenn Nanobots und Cyberware eure Möglichkeiten ins Übermenschliche steigern. Vielleicht trifft man sich demnächst ja auf den Gängen eines Biowaffenlabors oder den Tiefen der pariser U-Bahn wieder.
Gruß Jochen
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ich versteh es eh nicht warum man sich selbst einschränken sollte.
Fantasy ist klasse, aber es gibt auch klasse SiFi, Cyberpunk und Historische Settigs.
Mich muss einfach das Setting begeistern, dann ist es egal in welche Kathegorie es fällt!