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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Blizzard am 24.09.2005 | 10:31
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Heutzutage ist Homosexulaität ein normales Wort. Offiziell ist es ja nicht einmal mehr verpöhnt. Denn wer sich heutzutage "outet" ist "in".
Wie ich da drauf komme? Naja, in unserer letzten 7thSea-Kampagne, die in Castillien spielt, waren wir auch in einer Fechtschule, und dessen Vorsitzender war schwul...zumindest hat es unser SL so dargestellt. Okay, es war ganz lustig (wir haben ihn am morgen aufgesucht, und nachdem er uns sagte, er hätte eine "turbulente" Nacht hinter sich, fragten wir ihn, ob er denn auch bequem sitzen würde >;D)aber ich hab mich damit trotzdem irgendwie schwer getan...denn ich fand' es passte irgendwie nicht zu 7thSea...zumal um 1668...Daher:
Gibt es das überhaupt im Rollenspiel ???Also z.B.schwule Elfen (nein, nicht Legolas >;D) oder lesbische Amazonen? Hattet Ihr als SL oder als Spieler schon mal damit zu tun?
Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Und wie sieht es mit der Homosexualität aus in Rollenspielen, die vor dem 20. oder besser 21. Jhrt. spielen? (Also 7th Sea, Deadlands, Midgard(1880) z.B.) Oder wie sieht es mit der Homosexualität ganz allgemein in Fantasy RPG's aus?
Bi da etwas ratlos ::), und wäre dankbar für Antworten
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Also wenn du in einer Welt mit Christentum/Equivalent davon spielst, dann kannst du davon ausgehen das Homosexualität gesellschaftlich verpönt ist. Die Kirche wird es verteufeln, und Charaktere, die sich offen dazu bekennen müssen mit Repressalien rechnen.
Nimmt man hingegen eine polyteistische Welt wie z.B. die Forgotten Realms, so gehe ich davon aus das Homosexualität dort zumindest gedultet wird, wenn auch nicht offen.
Wir hatten mal einen schwulen Spieler in der Gruppe, der vom SL ziemlich auf die Schippe genommen wurde. Kein einziger seiner Charaktere wurde ihm hetero gelassen ~;D
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ja, hatten wir, einen sehr tuntigen, trollischen Schwertmeister...
ich sag nur, rosa Röckchen und geschminkt... ~;D
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Und wie sieht es mit der Homosexualität aus in Rollenspielen, die vor dem 20. oder besser 21. Jhrt. spielen?
In DSA ist Homosexualität in vielen Völkern zumindest gesellschaftsfähig. Bei der Darstellung kommts oft auf die Autorin an, mache vertreten eher die traditionelle, vom irdischen mittelalter geprägte Linie, andere sind wesentlich offener.
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Heutzutage ist Homosexulaität ein normales Wort. Offiziell ist es ja nicht einmal mehr verpöhnt. Denn wer sich heutzutage "outet" ist "in".
In gewissen Kreisen, ja ...
Wie ich da drauf komme? Naja, in unserer letzten 7thSea-Kampagne, die in Castillien spielt, waren wir auch in einer Fechtschule, und dessen Vorsitzender war schwul...zumindest hat es unser SL so dargestellt. Okay, es war ganz lustig (wir haben ihn am morgen aufgesucht, und nachdem er uns sagte, er hätte eine "turbulente" Nacht hinter sich, fragten wir ihn, ob er denn auch bequem sitzen würde >;D)aber ich hab mich damit trotzdem irgendwie schwer getan...denn ich fand' es passte irgendwie nicht zu 7thSea...zumal um 1668...Daher:
Man könnte gerade zur Zeit der Renaissance sehr viel daraus machen. Natürlich nicht, wenn man wie euer SL damit umgeht wie im 21ten Jahrhundert. Das lief damals alles sehr geheimnisvoll ab, getarnt durch Logen, Geheimbünde, mit Codes ... :)
Ich denke, wenn man gut Recherchiert, kann man das auch in 7th Sea sehr spannend darstellen ...
Gibt es das überhaupt im Rollenspiel ???Also z.B.schwule Elfen (nein, nicht Legolas >;D) oder lesbische Amazonen? Hattet Ihr als SL oder als Spieler schon mal damit zu tun?
Bei Shadowrun hatten wir das schon öfters, passt gut, alles easy ... :)
Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Und wie sieht es mit der Homosexualität aus in Rollenspielen, die vor dem 20. oder besser 21. Jhrt. spielen? (Also 7th Sea, Deadlands, Midgard(1880) z.B.) Oder wie sieht es mit der Homosexualität ganz allgemein in Fantasy RPG's aus?
Ich kenne keines der genannten RPGs ... ich weiss nur: Zu D&D passt es überhaupt nicht.
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Naja, also ich denke mal, dass Homosexualität etwas "Besonderes" ist, dennoch aber überall und zu jeder Zeit - unter verschiedenen Deckmäntelchen - anzutreffen war. Im Rollenspiel versuche ich dem gerecht zu werden, indem ich bspw. bei mittelalterlichen Hintergründen oder im Steampunk bestimmte Andeutungen als SL mache. Gut, manchmal reite ich auch das Klischee, wobei das eigentlich nichts heißt (jaja, der zwergische Barbier, der schneidernde Elb oder der ein "Harkonnen"-Verschnitt ;) ). Es bleibt aber da auch bei Andeutungen, da sich die entsprechenden Personen nicht verraten wollen. Die Spieler können sich das dann denken.
Ansonsten halte ich das Thema nicht für soooo wichtig, als dass es integraler Bestandteil meines Rollenspiels wäre (obwohl es sicherlich Material für Geschichten liefert). Ich nehme das Theme eigentlich nur, um bestimmte NSCs mit einem plausiblen und für die Spieler interessanten Hintergrund auszustatten.
Arbo
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In DSA ist Homosexualität in vielen Völkern zumindest gesellschaftsfähig. Bei der Darstellung kommts oft auf die Autorin an, mache vertreten eher die traditionelle, vom irdischen mittelalter geprägte Linie, andere sind wesentlich offener.
Gesellschaftsfähig ist gut. Bei der Lektüre mancher DSA-Romane fragte ich mich, wie es bei der Homosexuellen-Quote überhaupt zu Nachwuchs in der Welt kommen kann. ~;D
Ich finde es bei einigen Gegebenheiten angebracht, etwa im Amazonenkloster oder ähnlichen Organisationen, wo viele Personen eines Geschlechts lange ohne anderes Geschlecht auskommen (auch U-Boote, Pirateninseln und ähnliches) sind möglich. Individuen können IMHO auch einfach homosexuell sein, weil sie sich ineinander verliebt haben. Sowas soll ja auch mal vorkommen ;).
Der SL kann das dann mal als etwas andere Befreiungsaktion verwenden ("Bitte, rettet meinen Mann aus der Ogerhöhle!?" - "Hat der Typ gerade gesagt, dass wir seinen MANN retten sollen?!?") oder als tuntig, klischeehaftes Motiv für Humor (wie dieses Homo-Killerpärchen aus diesem einen Bond... dem mit der Bohrinsel am Schluß...).
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In der irdischen Renaissance war Homosexualität zwar verpöhnt, aber dennoch volle Kante "in". Im Rollenspiel, wo eine Gesellschaft oder Kultur mit all ihren Facetten zum Leben erweckt werden soll, gehört auch Homosexualität meiner Meinung nach dazu. Ob die Lesboamazonen, die schwulen Pseudospartaner etc.
Und warum soll der normale NSC von nebenan nicht auch "schwul" sein? Er muss ja deshalb noch nicht rumtunten und Heititei sagen.
So sehe ich also keine Probleme darin (sich an den Transvestitengoblin aus DeathontheReik erinner), Homosexualität auch in Rollenspielwelten "sein zu lassen". Problematisch wird es nur, wenn die Homosexualität plotunnötig ist und nur dazu benutzt wird, den Heterospielern eine Tunte zum verkaspern vorzusetzen. Das ist dann einfach nur unnötig.
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Wir haben einen Homosexuellen in der Gruppe. Ist ein ganz lieber Kerle, kann nur manchmal wirklich nervig sein da er zickiger ist als so manche Frau. Er spielt bevorzugt Frauen oder aber Homo's... naja so wirklich ernst nimmt ihn keiner in der Runde und wirklich anbaggern tut er die anderen auch nicht mehr ~;D
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Der Begriff Homosexualität hat das Problem, dass er aus der heutigen Sicht definiert ist. Früher schien Bisexualität beiweitem ausgeprägter zu sein, wohl auch weil Liebesleben und Familienleben anders als heute funktionell getrennt waren.
Wichtig war dabei vor allem immer, dass der Ehepartner nicht durch das Liebesverhalten des anderen diskrediert wurden. (Skandal) Selbst zu viktorianischen Zeiten war z.B. durchaus üblich, dass die Angehörigen der Oberschicht Affären hatten.
Grundsätzlich sollte dabei auch beachtet werden das so Bedenken hauptsächlich ggüb Männern geäußert werden Liebesbeziehungen zwischen Frauen waren und sind akzeptierter.
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Yepper, das Osmanische Reich zwischen 14-17 Jahrhundert ist da auch ein gutes Beispiel für ~;D
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Yepper, das Osmanische Reich zwischen 14-17 Jahrhundert ist da auch ein gutes Beispiel für ~;D
ebenso wie das römische Reich in seiner "Blütezeit" ;)
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Also in unseren Spielen hatte Homosexualität immer eine Rolle, schon allein weil einige unserer Spieler schwul oder bi sind. Somit war ein schwuler, lesbischer oder transsexueller Character durchaus mal wieder zu finden.
Was Homosexualität vor dem 20. Jhdt angeht: Gab es natürlich und wurde natürlich auch ausgelebt. Je nach Land und Epoche natürlich unterschiedlich, aber eine rein heterosexuelle Welt gab es nie und wird es auch nie geben. Ich denke da zB. an Shūdō (http://en.wikipedia.org/wiki/Shudo), die "Japanese tradition of age-structured homosexuality prevalent in samurai society from the medieval period until the end of the 19th century". Je nach Kultur und Zeitperiode waren gleichgeschlechtliche Kontakte verpönt, gefördert oder akzeptiert, aber es gab sie immer und sie waren immer ein Teil des Lebens dieser Kultur.
Das sich so wenig Rollenspiele (und Rollenspieler) näher damit auseinander setzen ist schade. (Und sagt einiges über Joe Rollenspielautor und Joe Rollenspieler aus. ::) )
M
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Das sich so wenig Rollenspiele (und Rollenspieler) näher damit auseinander setzen ist schade.
Naja, Rollenspieler setzen sich ganz allgemein selten mit Sexualität, Liebe und ähnlichen Elementen auseinander.
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Naja, Rollenspieler setzen sich ganz allgemein selten mit Sexualität, Liebe und ähnlichen Elementen auseinander.
Aber auch nur allgemein... es gibt genügend ausnahmen ;)
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Aber auch nur allgemein... es gibt genügend ausnahmen
Du bist heute ja wieder besonders spitzfindig. *gähn*
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Du bist heute ja wieder besonders spitzfindig. *gähn*
??? Wieso so zynisch? Mein Kommentar entsprach durchaus den Tatsachen... ::)
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Naja, Rollenspieler setzen sich ganz allgemein selten mit Sexualität, Liebe und ähnlichen Elementen auseinander.
das halte ich für ein Pauschal-wenn nicht gar für ein Vorurteil... ::)
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@Ein und Seraph: Vollste Zustimmung, tun sie im Allgemeinen nicht. :)
Ich persönlich finde es halt sehr schade, Sexualität, liebe und so weiter sind doch interessante und wichtige Teile der menschlichen Existenz und dann werden sie nur sehr selten angesprochen. (Von Fringe-Spielen wie Blue Rose oder diversen Forge Spielen mal abgesehen.)
das halte ich für ein Pauschal-wenn nicht gar für ein Vorurteil... ::)
Ich nicht. (Ja natürlich ist es eine sehr allgemeine Aussage. Stimmen tut sie aber IME trotzdem.)
Der Anteil an Leuten die sich im Rollenspiel aktiv mit Liebe, Sexualtität und ähnlichem auseinander setzen ist eher gering. (Meistens kommt dann auch sofort die Aussage "Aber ich will nicht mit meinen Kumpels Sex ausspielen." ::) Wie gesagt, spricht Bände und so.)
M
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Alaso ich lasse diese Themen meisten auch aus. Passt mir meist wenigen in den Kram. Tod und Tragik kann man auch anders erzeugen. Von daher: Mal wieder Geschmackssache
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@Teclador: Tod und Tragik sind überbewertet.
M
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@Monkey: Liebe ist überbewertet. Das gehört ins 19 Jahrhundert. Nicht ins 21.
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@Monkey: Liebe ist überbewertet. Das gehört ins 19 Jahrhundert. Nicht ins 21.
Ist da wer bitter? ;)
M
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Man könnte gerade zur Zeit der Renaissance sehr viel daraus machen. Natürlich nicht, wenn man wie euer SL damit umgeht wie im 21ten Jahrhundert. Das lief damals alles sehr geheimnisvoll ab, getarnt durch Logen, Geheimbünde, mit Codes ... :)
Da ist er! Das ist der Beweis den ich gesucht habe, danke Raphael, jetzt ist es amtlich: die ganzen Logen und Geheimbünde im Horasreich (DSA) existieren nur wegen einer Sache... ~;D
Homosexualität war im RPG bei mir bisher eher wenig Thema, außer wenn ein SC sowas als Charaktermerkmal hatte. Ich habs auch als Spieler eher wenig erlebt.
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@Monkey: Nein bin ich nicht. Das Konzept ist nur veraltet. Vernunft und Trieb im Kampf um die Kontrolle über die Handlungen des Charakters. So gehört das umgesetzt. Ich will doch kein Jane Austen Roman nachspielen. :P
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Ich will doch kein Jane Austen Roman nachspielen. :P
Liebe=/=Schnulze
Und was "Vernunft vs. Trieb" angeht: Auch interessantes Konzept. Könnte man nett im Rollenspiel umsetzen.
M
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@Monkey: Liebe =/= Schnulze??? Das glaube ich erst wenn ichs seh...
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@Monkey: Liebe =/= Schnulze??? Das glaube ich erst wenn ichs seh...
Dann schau dir mal einige modernen Romanzen an ;)
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Da ist er! Das ist der Beweis den ich gesucht habe, danke Raphael, jetzt ist es amtlich: die ganzen Logen und Geheimbünde im Horasreich (DSA) existieren nur wegen einer Sache... ~;D
;D ... öööh hilfe! Seit wann ist was ich sage amtlich - für DSA?!? ::) ~;D
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@Seraph: Ach und das sind dann keine Schnulzen mehr, weil die Frauen im Karriereoutfit rum rennen anstatt in knöchellangen ausladenden Kleidern......
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@Seraph: Ach und das sind dann keine Schnulzen mehr, weil die Frauen im Karriereoutfit rum rennen anstatt in knöchellangen ausladenden Kleidern......
Off Topic ... ::)
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;D ... öööh hilfe! Seit wann ist was ich sage amtlich - für DSA?!? ::) ~;D
Also ich muss da immer an einen meiner früheren Spieler denken, der RPG immer "Ar-pay-gay" ausgesprochen hat ~;D
@Seraph: Ach und das sind dann keine Schnulzen mehr, weil die Frauen im Karriereoutfit rum rennen anstatt in knöchellangen ausladenden Kleidern......
Also eine pauschale Gleichsetzung von Liebe und Schnulze finde ich IMHO eher unpassend, da es häufig nicht stimmt. Aber mal eine andere Frage vorweg: Wie definierst du Schnulze?
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Also ich muss da immer an einen meiner früheren Spieler denken, der RPG immer "Ar-pay-gay" ausgesprochen hat ~;D
*rofl* Solange das "R" nicht für Raphael steht ... ~;D ::)
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@Seraph: Ich glaube du solltest lieber wieder in den Frauenversteher-Thread im Nähkästchen zurückkehren! ;D
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Ich finde Homosexualität in Rollenspielen ein ausgesprochen spannendes Thema, wobei ich mich hier meinen Vorrednern insofern anschließen muss, das das Thema zum Setting passen sollte. Betonung liegt auf 'sollte' - wenn ein Spieler/Spielleiter einen homosexuellen Charakter/NSC gut, glaubhaft und ohne ins Lächerliche abzurutschen darstellen kann, ist ein solcher Charakter in jedem Setting vorstelllbar.
Besonders gut passt ein solches Konzept imho in die Antike, das Viktorianische Zeitalter, die 1920er, natürlich in Nah-Zukunftssettings wie SR etc. In Fantasy-Systemen wie D&D, DSA und Earthdawn hätte ich da eher Bedenken (wobei mir bei ED gerade spontan ein ausgesprochen cooler schwuler NSC einfällt, der sogar im offiziellen Kanon des Systems vorkommt).
Als Plotelement und zum Ausfleischen eines NSCs empfinde ich Homosexualität besonders dann spannend, wenn sie im Konflikt mit den gängigen Moralvorstellungen der entsprechenden Gesellschaft steht (z.B. Viktorianisches Zeitalter). Dann hat sie etwas geheimnisvolles, verborgenes, das das Setting bereichert und facettenreicher macht. Aber ich würde die Homosexualität eines Charakters/NSCs höchstwahrscheinlich nie ins Zentrum eines Plots stellen – dazu fehlen mir Spieler, die etwas mit dem Thema anfangen können ;-).
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In Fantasy-Systemen wie D&D, DSA und Earthdawn hätte ich da eher Bedenken.
Das hat mich jetzt neugierig gemacht, denn das haben andere Leute auch schon gepostet.
Warum das "Problem" mit Homosexualität in Fantasy? ???
M
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vielleicht weil Helden und Homos nicht Zusammenpassen.(zumindest nicht in der allgemeinen Vorstellung)
mit dem einen verbindet man "männliche" Attribute(Mut, Tapferkeit,etc)
mit dem anderen eher nicht
oder anders ausgedrückt : könnt Ihr Euch Marv von Sin City als schwulen Char vorstellen?
die einzigen schwulen Chars die ich habe sind ein Cop in Cyberpunk 2020
und ein Orkischer Einhornschamane bei SR
Hokahey
Medizinmann
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Ähm, erstens gibt es auch viele weibliche Helden und zweitens ist Sin City ein denkbar schlechtes Beispiel für irgendwas heldenhaftes.
M
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Ich glaube, es liegt daran dass wir aus Literatur und Medien nicht mit passenden Bildern versorgt werden.
Unsere Fantasie wird einfach über Gebühr beansprucht, wenn wir uns einen Half-Elf gay Fighter Wizard 3/3 vorstellen sollten.
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Ich kenne keines der genannten RPGs ... ich weiss nur: Zu D&D passt es überhaupt nicht.
Komisch... ich dachte immer dass D&D ein SYSTEM und kein SETTING waere. Und in dem System ist keinerlein Hinweis zu irgendwelchen "sexuellen" Dingen...
Meinst du vielleicht irgendwelche Settings? ;D
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Homosexualität habe ich bisher noch nicht "ernsthaft" im rpg verwendet, bisher eigentlich nur in form von irgendwelchen tuffigen figuren als klischeehaftes-comic relief. Wenn das thema sinnvoll eingebracht wurde, dann bisher nur von seiten der Spieler. Ich will nicht behaupten, dass das sonderlich toll wäre, aber homosexualität ist jetzt auch nicht so das thema mit dem ich viel anfangen kann. Ich nehme mal an, dass die leute aus den großstädten einfach mehr mit dem thema in berührung kommen und es dementsprechend auch sinnvoll nutzen können.
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Ich glaube, es liegt daran dass wir aus Literatur und Medien nicht mit passenden Bildern versorgt werden.
Hmmm, vielleicht. Andererseits wenn ich zB. an das klassische, oft-kopierte Amazonen-Bild denke...
Unsere Fantasie wird einfach über Gebühr beansprucht, wenn wir uns einen Half-Elf gay Fighter Wizard 3/3 vorstellen sollten.
;D
M
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@ Minneyar:
Nee, nicht unbedingt ... mir - als Großstädter - geht es da wie dir. Obwohl ich schon glaube, dass ich wohl mehr Homos hier herumlaufen sehe, als in der dörflichen Provinz - insbesondere auf nem Jimmy-Summerville-Konzert ;) ... Aber das Thema war für mich und meine Gruppen bisher nicht sooo wichtig, obwohl es vor kam. Aber als "Klischee" und "Ärgernis" für die Spieler ist das Thema schon brauchbar *G*
Arbo
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Aber das Thema war für mich und meine Gruppen bisher nicht sooo wichtig, obwohl es vor kam. Aber als "Klischee" und "Ärgernis" für die Spieler ist das Thema schon brauchbar *G*
Arbo
Naja...es kann auch als " Ärgernis" für den SL brauchbar sein, um einen Spieler zu ärgern >;D
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Warum das "Problem" mit Homosexualität in Fantasy? ???
Ich glaube nicht, dass es ein 'Problem' ist, sondern eher eine Sache der Thematik; Im klassischen Fantasy-Setting liegt die Gewichtung eher auf dem Erzählen einer Heldensaga, oder im Plätten von Monstern, oder dem Erleben von Abenteuern mit Hexen, Dämonen und Magiern. In solchen settings räumt man der Geschichte eine größere Bedeutung ein, als dem Charakter (so waren zumindest immer meine persönlichen Erfahrungen).
In settings wie z.B. Cthulhu oder Whatever:Victorian Age stehen die Charaktere mehr im Vordergrund, und ihre Entwicklung innerhalb der Geschichte. Man könnte vielleicht grob von plotorinetierten Sysstemen versus charakterorientierten Systemen sprechen; bei letzteren passt die Homosexualität einfach bessser rein, da sie ein Charaktermerkmal ist, und einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Charakters innerhalb des Setttings und der Geschichte hat.
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Ich muß sagen, ich verstehe nicht, wie die Koppelung schwul = tuntig = feige zustande kommt. Vermutlich durch die Medien. Aber es gibt genug Schwule, die kein "Knickhändchen" haben. Es gibt/gab genügend Kriegerkulturen, in denen homosexuelle Bindungen gang und gäbe waren, und da wird Feigheit nicht geduldet (die Samurai wurden genannt, aber da wäre noch die Heilige Schar von Theben, eine Eliteeinheit aus schwulen Pärchen, die, so ging die Logik, eher sterben würden, als sich vor dem Geliebten durch Feighheit zu entehren - und die Rechnung scheint aufgegangen zu sein). Richard Löwenherz war mit einiger Sicherheit schwul - und galt/gilt als das Idealbild des hochmittelalterlichen Ritters.
Ein weiteres Problem, dass ich mit einigen Diskussionsbeiträgen habe, ist "der NPC ist schwul, und will dem Spieler-Charakter an die Wäsche". Erstens ich das der "Ick!"-Faktor, Schwule als Ziel von Ekel und Widerwillen, super, sehr aufgeklärt, vor allem, wenn es wirklich nur um den Effekt geht. Einem NPC-Troll in SR ein Tütü anzuziehen und dem SC die anale Vergewaltigung in Aussicht zu stellen, wow, klasse. Wenn das in meiner Gruppe passieren würde, würde ich aufstehen und gehen. Ich finde einfach, nach so vielen Schwulen, die man totgeschlagen, verbrannt und verfolgt hat, ist einfach gut. Ich persönlich finde das überhaupt nicht lustig - und finde es auch sehr schwer, darüber Witze zu machen, sorry.
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@AlexW: Du beherrscht eben die hohe Kunst de Diskriminierung nicht! ;D
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Ein weiteres Problem, dass ich mit einigen Diskussionsbeiträgen habe, ist "der NPC ist schwul, und will dem Spieler-Charakter an die Wäsche". Erstens ich das der "Ick!"-Faktor, Schwule als Ziel von Ekel und Widerwillen, super, sehr aufgeklärt, vor allem, wenn es wirklich nur um den Effekt geht. Einem NPC-Troll in SR ein Tütü anzuziehen und dem SC die anale Vergewaltigung in Aussicht zu stellen, wow, klasse. Wenn das in meiner Gruppe passieren würde, würde ich aufstehen und gehen. Ich finde einfach, nach so vielen Schwulen, die man totgeschlagen, verbrannt und verfolgt hat, ist einfach gut. Ich persönlich finde das überhaupt nicht lustig - und finde es auch sehr schwer, darüber Witze zu machen, sorry.
Ach gottchen.
Wenn man keinen Witz mehr machen darf für alle die mal verbrannt, totgeschlagen oder verfolgt hat wird es ziemlich langweilig. Wir machen auch Witze über Christen, Moslems und - hui - auch Juden sollen wir das auch bleiben lassen, weil alle diese Religionsangehörigen verbrannt, verfolgt und/oder totgeschlagen wurden? Was ist mit den Zeugen Jehovas? Oder den politischen Parteien? Etwa SPD und KPD die im dritten Reich verfolgt, verbrannt und totgeschlagen wurden? Darf auch über die Parteien keine Witze mehr gemacht werden?
Ok nicht jeder Witz ist angebracht. Aber mir scheint das hier wieder die Grenze zwischen Fantasy und Realität nicht sauber getrennt werden. Ein Troll in einem Roas Tütü ist wirklich albern....und trotzdem ein EP-Lieferant ;)
Möglicherweise ist ja genau dies der Grund warum selten "Homosexualität" in einem Rollenspiel stattfindet.
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Ach gottchen.
Wenn man keinen Witz mehr machen darf für alle die mal verbrannt, totgeschlagen oder verfolgt hat wird es ziemlich langweilig. Wir machen auch Witze über Christen, Moslems und - hui - auch Juden sollen wir das auch bleiben lassen, weil alle diese Religionsangehörigen verbrannt, verfolgt und/oder totgeschlagen wurden? Was ist mit den Zeugen Jehovas? Oder den politischen Parteien? Etwa SPD und KPD die im dritten Reich verfolgt, verbrannt und totgeschlagen wurden? Darf auch über die Parteien keine Witze mehr gemacht werden?
Ok nicht jeder Witz ist angebracht. Aber mir scheint das hier wieder die Grenze zwischen Fantasy und Realität nicht sauber getrennt werden. Ein Troll in einem Roas Tütü ist wirklich albern....und trotzdem ein EP-Lieferant ;)
Möglicherweise ist ja genau dies der Grund warum selten "Homosexualität" in einem Rollenspiel stattfindet.
Ich habe nicht dagegen, das Thema aufzubringen, ich mache es ja auch (immerhin hab ich einen der als "schwul" aufgefassten DSA-Romane geschrieben), sonst würde ich hier nicht posten. Und ich bin auch durchaus dafür, dass man Witze machen darf, nur irgendwie sind Schwule fast immer Witzfiguren und "komische/humoristische" Nebenfiguren. Und Schwule sind offensichtlich auch immer Tunten. Und feige. Und das will einfach nicht in meinen Kopf.
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Tunten fallen halt am ehesten auf, weshalb sie sich auch am besten dazu eignen multimedial verarbeitet zu werden ;)
Feige war bisher keine Begriffssasiziation, die ich in besonderem maße mit Schwulen in verbindung gebracht hätte.
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Ich habe nicht dagegen, das Thema aufzubringen, ich mache es ja auch (immerhin hab ich einen der als "schwul" aufgefassten DSA-Romane geschrieben), sonst würde ich hier nicht posten. Und ich bin auch durchaus dafür, dass man Witze machen darf, nur irgendwie sind Schwule fast immer Witzfiguren und "komische/humoristische" Nebenfiguren. Und Schwule sind offensichtlich auch immer Tunten. Und feige. Und das will einfach nicht in meinen Kopf.
Das Schwule automatisch feige sind ist mir allerdings auch neu.
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hmmm also ich kann Alex da schon ein bißchen verstehe. Ich schätze mir würde es auch sauer aufstoßen , wenn alle queeren Charaktäre ausschliesslich als Witzfiguren auftreten. Schliesslich gesteht man den heterosexuellen Charaktären auch zu mehr zu sein als ein Abziehbildchen .
Der Mix machts denke ich. wenn man mal ne Tunte mit Knickhändchen einfügt, die sympathisch und zum lachen ist finde ich das völlig okay. Solange man ab und an auch mal andere schwul/lesBische/transsexuelle Charaktäte einführt die nicht ausschliesslich dazu dienen den Lachfaktor des RPG Abends in die höhe zu treiben.
Wenn man es ausschließlich dafür nutzt , sollte man es tatsächlich lieber lassen . Meine Meinung !
TMK
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Der Mix machts denke ich. wenn man mal ne Tunte mit Knickhändchen einfügt, die sympathisch und zum lachen ist finde ich das völlig okay. Solange man ab und an auch mal andere schwul/lesBische/transsexuelle Charaktäte einführt die nicht ausschliesslich dazu dienen den Lachfaktor des RPG Abends in die höhe zu treiben.
Wenn man es ausschließlich dafür nutzt , sollte man es tatsächlich lieber lassen . Meine Meinung !
Absolut. Meine vollste Zustimmung, hie und da ein paar Witze sind völlig in Ordnung (Ihr dürft ja mal raten welcher meiner Spieler sich mal meisten über Schwule lustig macht. ;) ), aber nur als Witzfiguren? Nein, danke.
M
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Heutzutage ist Homosexulaität ein normales Wort. Offiziell ist es ja nicht einmal mehr verpöhnt. Denn wer sich heutzutage "outet" ist "in".
Wie ich da drauf komme? Naja, in unserer letzten 7thSea-Kampagne, die in Castillien spielt, waren wir auch in einer Fechtschule, und dessen Vorsitzender war schwul...zumindest hat es unser SL so dargestellt. Okay, es war ganz lustig (wir haben ihn am morgen aufgesucht, und nachdem er uns sagte, er hätte eine "turbulente" Nacht hinter sich, fragten wir ihn, ob er denn auch bequem sitzen würde >;D)aber ich hab mich damit trotzdem irgendwie schwer getan...denn ich fand' es passte irgendwie nicht zu 7thSea...zumal um 1668...Daher:
Gibt es das überhaupt im Rollenspiel ???Also z.B.schwule Elfen (nein, nicht Legolas >;D) oder lesbische Amazonen? Hattet Ihr als SL oder als Spieler schon mal damit zu tun?
Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Und wie sieht es mit der Homosexualität aus in Rollenspielen, die vor dem 20. oder besser 21. Jhrt. spielen? (Also 7th Sea, Deadlands, Midgard(1880) z.B.) Oder wie sieht es mit der Homosexualität ganz allgemein in Fantasy RPG's aus?
Bi da etwas ratlos ::), und wäre dankbar für Antworten
Das mit dem "Out" ist "in" sehe ich anders. Es ist immer noch eine enorme Belastung "nicht normal" zu sein. Da die meisten Leute begreifen, dass sie schwul (oder bi, oder whatever) sind, wenn sie ohnehin emotional verwundbar und sensibel sind (Pubertät macht richtig Spaß, wenn man den Konflikt noch dazu bekommt), nehmen die wenigsten Leute es mit einem Schulterzucken an. Freuen ("yay, hurrah! Ich bin schwul!" tut sich keiner).
Auf dem Land ist es auch ein Problem. Ich kenne genug Leute, die umgezogen sind, um ihre Sexualität überhaupt leben zu können, ohne zu Ausgestoßenen zu werden.
Das mit der turbulenten Nacht ist noch so ein Klischee. Es gibt genug Schwule, die keinen Analsex praktizieren. Historisch war es wohl eher üblich, daß man anders Sex hatte (durch die Oberschenkel, oder die anderen Praktiken, die sich von Hetero-Praktiken nicht besonders unterscheiden). Im alten Griechenland verlor man sein Bürgerrecht, wenn man sich als Mann anal penetrieren ließ. Gut, einem Sklaven konnte das egal sein (der konnte auch schlecht nein sagen).
Grundsätzlich ist jede Epoche und jede Kultur anders mit Homosexualität umgegangen. Barock und Renaissance waren *sehr* schwul. Zum Barock lies mal den ungekürzten "Simplicissimus".
In meinen Runden war Homo- und Bisexualität völlig normal, weil ich genug Homo- und Bisexuelle als Spieler hatte. Meine eigenen Charaktere sind immer bisexuell, die paar Ausnahmen fallen nicht ins Gewicht. Ich sehe kein Problem damit, weil ich es spannend finde, wenn Charakter und Umwelt in Konflikt geraten (verbotene/geheim gehaltene Liebe). Wenn ein NPC schwul ist, flirtet er vielleicht, und es gab genug Spieler, die darauf eingestiegen sind, weil ich es "normal" und nicht "bedrohlich" oder "eklig" gespielt habe (so nach dem Motto "muskulöser Troll unter der Dusche, und deiner Cyberware ist ausgeschaltet..."). Oft genug spielt es keine Rolle, zumindest nicht für den Plot.
Wenn ich in einer Hetero-Gruppe spiele, habe ich den ein oder anderen Spielleiter schon geschockt, wenn ich einen NPC angeflirtet habe, der nicht zum Anflirten gedacht war, weil, ja klar, ein Mann, und höchstens für die Frauen-Spieler interessant. SLs reagieren allerdings meistens mit einem "Iiiih! Weg! Das ist ja krank!", was schade ist, aber meist nur eines von mehreren Zeichen, dass man nicht zusammenpaßt.
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Homosexualität kam/kommt in den Runden, in denen ich mitspiele, bisher nur für/bei NPCs vor. Aus dem simplen Grund, daß wir alle so ein heterosexueller Haufen sind (einige sind verheiratet, teils sogar miteinander, einige haben Kinder) und Schwule/Lesben schlecht *natürlich* spielen können. Ich kenne zwar einige Schwule persönlich, aber da meine Beziehungen zu denen nicht-sexueller Natur sind, kenne ich deren sexuell-typische Verhaltensweisen gar nicht. Bei einigen wusste ich es auch jahrelang nicht und bei anderen habe ich nie drauf "geachtet".
Warum sollte ich es also im RPG?
Allerdings kenne ich auch im Rollenspiel keine "tuntigen Schwuchteln". NPCs hatten wir schon öfter in home- oder bisexuell, wo es halt in den Plot passte. Die wurden aber nie so gespielt. Wenn ich dran denke, daß wir durchaus schon "Sex-Szenen" mit speziesfremden Wesen hatten, sehe ich da auch künftig keine Probleme auf uns zukommen.
Woher die Assoziation von homosexuell mit feige kommen soll, ist mir auch ein Rätsel - in den meisten Kulturen der letzen Jahrhunderte mussten Homosexuelle doch sogar besonders mutig sein, um zu ihrer Neigung/Veranlagung überhaupt stehen zu können!
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Hi Alex - du hast natürlich recht. So viel dazu.
Ich verstehe den Thread nicht so ganz - Homosexualität im Rollenspiel? Ja. Oder auch nicht. Je nach dem. Wie jede Form von Sexualität. Mehr fällt mir da zu nicht ein. Warum braucht das einen eigenen Thread?
Ich finde die Anregung von Monkey interessanter, dass Sexualität oder noch schlimmer: Liebe generell im Rollenspiel eher gemieden wird, es sei denn, es geht um Gags oder allerhöchstens noch um griffige Klischees, wie man sie aus Büchern und Filmen kennt.
"Liebe und Sexualität als Thema von Rollenspiel" - das fände ich spannend. Homsexualität im Rollenspiel - das greift mir eine Form von Sexualität schon zu sehr vom Heterostandpunkt als das "andere" heraus. Wenn solche Threads entstehen, kann Schwulsein ja doch nicht so easy und alltäglich sein, wie's mancher darstellen will, scheint mit.
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Ohne Liebe und Sexualität fehlen doch zwei der ganz grossen Antriebe menschlichen Handelns.
In praktisch jeder Runde, die ich bisher mitgespielt habe, kamen diese beiden Motive vor. Nicht unbedingt als zentrale Punkte, aber ohne die - was bleibt denn da noch?
Haß, Geldgier, Machtsucht und sonst?
Wobei Haß oft nicht viel anderes darstellt, als das Gegenstück zur Liebe.
Und Geld/Gold häufig genutzt wird, um zum Beispiel Liebe zu "kaufen" - direkt (Prostitution) oder indirekt (Reichtum als Attraktivitätsmerkmal um Heiraten zu können).
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Ich persöhnlich finde es eigentlich sehr interessant, wenn Homosexualität im Rollenspiel auftaucht.
Wie wäre es denn mal mit einer geheim gehaltenen Liebe eines Charakters zu einem anderen?
Kann durchaus Farbe ins Spiel bringen, zumal es imho einfacher und natürlicher wirkt, als wenn ein Spieler einen weiblichen Charakter spielt.
Wie schon gesagt ist es wichtig, dass man das Ganze nicht auf einen Tuntenschwulen oder Notgeilheit des Charakters reduziert.
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zumal es imho einfacher und natürlicher wirkt, als wenn ein Spieler einen weiblichen Charakter spielt.
Das wage ich mal zu bezweifeln.
Aus dem einfachen Grund, daß die meisten Heteros schon nähere Bekanntschaft mit Frauen gemacht haben und daher zumindest einen guten Teil von deren Reaktionen und Verhalten kennen (ich sage ja nicht, daß sie es verstehen!).
Persönlich kenne ich einfach zuwenig "echtes schwules" Verhalten, um es "natürlich" rüberzubringen. Und das, was man aus dem Film und Fernsehen *kennt*, ist ja gerade kein authentisches Verhalten - nehme ich jedenfalls an (und ich hoffe es, denn sonst wären ja wirklich die meisten Schwulen solche Tunten, wie in den Filmen - autsch).
Und noch schwieriger wäre es für mich, eine lesbische Person zu spielen. Das zu spielen, fände ich ziemlich anmassend von mir...
Das wir alle wohl schon das eine oder andere Phantasiewesen gespielt haben (Drachen, Kender, Trolle, Elfen, whatever), macht da keinen Unterschied - denn bei denen gibt es ja gar kein "authentisches" Verhalten. Bestenfalls sowas, wie eine Mehrheitsmeinung, aber auch die ist nicht "amtlich". Seht Euch doch nur Trolle oder Elfen bei Tolkien oder den Dizzt/Dunkelelf-Geschichten an. Oder bei Midkemia von Raymond Feist. Oder den Drachenlanze-Büchern.
Aber, um zum menschlichen Verhalten zurück zu kommen, wer von uns stellt den Anspruch an sich/seine/ihre Runde, auch nur heterosexuelles Benehmen "wahrheitsgemäß" nachzuspielen?
Gibt es denn heute noch das "Barbar kauft Dirne für die Nacht" Verhalten? Oder das neulich geschilderte "Held vergewaltigt und tötet Magd"?
Glaubt jemand, *das* wäre authentisch?
Da wissen "wir" Heteros doch auch, daß es gar nicht "echt" ist! (Jedenfalls hoffe ich es sehr für Euch, ich weiss es für meine Person)
Warum dann der ganze Anspruch, daß eine Variante des menschlichen Verhaltens *echter* dargestellt werden müsste?
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dass Sexualität oder noch schlimmer: Liebe generell im Rollenspiel eher gemieden wird
Ja, das finde ich auch sehr bedauerlich; in allen Runden, in denen ich bisher mitgespielt habe waren Liebe, Beziehungen und die daraus resulierenden Konflikte (und wie war das – nur Konflikte machen Rollenspiel interessant) integraler Bestandteil des Spiels.
Warum viele Spieler und Spielleiter dieses Thema meiden, ist mir absolut schleierhaft, bietet es doch so unendlich viele Möglichkeiten für interessantes, spannendes und forderndes Rollenspiel.
Andererseits – ich könnte auch verstehen, wenn jemand sagt: ich habe im realen Leben schon so viel Stress mit Beziehungen und Liebe, da brauch ich das nicht auch noch im Rollenspiel... ;)
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Warum viele Spieler und Spielleiter dieses Thema meiden, ist mir absolut schleierhaft, bietet es doch so unendlich viele Möglichkeiten für interessantes, spannendes und forderndes
Warum ich da nur auf Clichee-Themen zurückgreifen kann, hat einen recht simplen Grund: Ich bin in diesem Thema nun so ganz und garnicht bewandert, und kann dazu nich viel beitragen ;)
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Persönlich kenne ich einfach zuwenig "echtes schwules" Verhalten, um es "natürlich" rüberzubringen. Und das, was man aus dem Film und Fernsehen *kennt*, ist ja gerade kein authentisches Verhalten - nehme ich jedenfalls an (und ich hoffe es, denn sonst wären ja wirklich die meisten Schwulen solche Tunten, wie in den Filmen - autsch).
Und noch schwieriger wäre es für mich, eine lesbische Person zu spielen. Das zu spielen, fände ich ziemlich anmassend von mir...
Kleiner Tipp: Schwule sind im Allgemeinen nicht anders als Heten. Ehrlich nicht. Klar gibt es die Klischee-Homosexuellen, genauso wie es Klischee-Heterosexuelle gibt, aber die sind halt genau das: Klischee. Der durchschnittliche Schwule unterscheidet sich nicht wirklich von dem durchschnittlichen Hetero. (Wenn man mal von der sexuellen Präferenz absieht. ::) )
Das "authentisch schwule Verhalten" ist genauso ein Mythos wie das "authentisch weibliche Verhalten": Gibt es nicht. Innerhalb einer sexuellen Präferenz gibt es genauso viele unterschiedlichen Typen wie es Menschen darin giebt, genauso wie beim Geschlecht. Denk dir also irgendeinen Charakter aus, so wie du ihn Spielen möchtest, und es wird sicherlich genug Schwule im wirklichen Leben geben die eine ähnliche Persönlichkeit haben und ähnliche Verhaltensweisen nachgehen.
Das "authentisch schwule Verhalten" ist ein Konzept das keinen Zusammenhang zur Wirklichkeit besitzt und in etwa so hilfreich ist wie Alchemistisches Wissen für einen Chemiker: Garnicht.
M
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Kleiner Tipp: Schwule sind im Allgemeinen nicht anders als Heten. Ehrlich nicht. Klar gibt es die Klischee-Homosexuellen, genauso wie es Klischee-Heterosexuelle gibt, aber die sind halt genau das: Klischee. Der durchschnittliche Schwule unterscheidet sich nicht wirklich von dem durchschnittlichen Hetero. (Wenn man mal von der sexuellen Präferenz absieht.
Meine Überlegung : Wenn sich jetzt homosexuelle in ihrem verhalten nicht wirklich von der breiten Masse unterscheiden, worin liegt dann der Gewinn, sie in besonderem Maßen im Rollenspiel zu Thematisieren, ausser es hat irgendwas mit den SCs zu tun? (Z.b. man hat homosexuelle SCs oder SCs die sonstwie eine bestimtme Beziehung zu Homosexuellen haben, wie Vorurteile oder derartiges)
Wenn die tatsache, dass irgendwer schwul ist, keinerlei auswirkungen auf die SCs hat, dann ist es eben auch kein sonderlich interessantes gestaltungsmittel. Was nutzt es mir, wenn ich als SL den NSC Hans Egon homosexuell gestalte, aber es findet nie ein SC heraus?
Worauf ich hinaus will : Ich denke, einr grund, warum das klischee des tuffigen homosexuellen so häufig benutzt wird ist der, dass es einfach ein extravagantes charaktermerkmal ist und im rollenspiel sind überspitzte oder extravagante charaktermerkmale nun mal nützlich. Klischees sind zwar nicht sonderlich Intelligent, aber jeder kann in irgend einer art etwas damit anfangen. Ob jetzt das der kaltherzigen Stiefmutter, das des strengen Rektors, der rauflustige Barbar, der "böse" Metaler oder eben die tuffige tunte. Dabei handelt es sich um einfach um archetypen, die wir aus unserer multimedialen welt kennen und mit denen wir hantieren können. Dass diese stereotype nicht viel mit der Realität zu tun haben ist klar, aber darum geht es nicht, ich finde man sollte da ein wenig distanz zu sich selbst bewahren und die dinge nicht zu ernst nehmen. Und zwar in beide richtungen, das heisst diejenigen, die sich von der überspitzten darstellung der homosexuellen genervt fühlen sollen ein bisschen verständniss dafür aufbringen, dass das halt nicth für jeden ein thema ist mit dem er sich in besonderem maße auseinander gesetzt hat, weshalb er eben nicht viel mehr bieten kann als klischees, aber umgekehrt sollte natürlich auch derjenige der diese klischees benutzt nicht auf die idee kommen, diese entsprächen der realität. Ich denke, wenn alle diese distanz haben, und dann kann man auch locker miteinander umgehen, und besser als so eine gezwungene political correctnes ist es alle mal. Ich meine, ein freund von mir ist transvestit, aber er kann trotzdem über to wong foo lachen ;)
Grüße, Minne, der auch weiterhin mit stereotypen arbeiten wird ;)
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Meine Überlegung : Wenn sich jetzt homosexuelle in ihrem verhalten nicht wirklich von der breiten Masse unterscheiden, worin liegt dann der Gewinn, sie in besonderem Maßen im Rollenspiel zu Thematisieren, ausser es hat irgendwas mit den SCs zu tun? (Z.b. man hat homosexuelle SCs oder SCs die sonstwie eine bestimtme Beziehung zu Homosexuellen haben, wie Vorurteile oder derartiges)
Wenn die tatsache, dass irgendwer schwul ist, keinerlei auswirkungen auf die SCs hat, dann ist es eben auch kein sonderlich interessantes gestaltungsmittel. Was nutzt es mir, wenn ich als SL den NSC Hans Egon homosexuell gestalte, aber es findet nie ein SC heraus?
Sehe ich genau so. Aber ich erinnere an "Cradle 2 the Grave" mit DMZ und Jet Li: In diesem Hollywood-Action-Streifen wird eine wunderhübsche Frau von Einbrechern eingesetzt, um den Wachmann abzulenken - nur klappt das nicht, denn der Wachmann ist schwul ... Ich würde Homosexualität eher einsetzen, um meinen Spielern ab und zu zu zeigen: "Hey, es könnte auch anders sein!" - aber das hätte dann schon wieder was lehrmeisterliches ... darum sehe ich es lieber bei Spielern und mir als bei Spielleitern ... denke ich.
Worauf ich hinaus will : Ich denke, einr grund, warum das klischee des tuffigen homosexuellen so häufig benutzt wird ist der, dass es einfach ein extravagantes charaktermerkmal ist und im rollenspiel sind überspitzte oder extravagante charaktermerkmale nun mal nützlich. Klischees sind zwar nicht sonderlich Intelligent, aber jeder kann in irgend einer art etwas damit anfangen. Ob jetzt das der kaltherzigen Stiefmutter, das des strengen Rektors, der rauflustige Barbar, der "böse" Metaler oder eben die tuffige tunte. Dabei handelt es sich um einfach um archetypen, die wir aus unserer multimedialen welt kennen und mit denen wir hantieren können. Dass diese stereotype nicht viel mit der Realität zu tun haben ist klar, aber darum geht es nicht, ich finde man sollte da ein wenig distanz zu sich selbst bewahren und die dinge nicht zu ernst nehmen. Und zwar in beide richtungen, das heisst diejenigen, die sich von der überspitzten darstellung der homosexuellen genervt fühlen sollen ein bisschen verständniss dafür aufbringen, dass das halt nicth für jeden ein thema ist mit dem er sich in besonderem maße auseinander gesetzt hat, weshalb er eben nicht viel mehr bieten kann als klischees, aber umgekehrt sollte natürlich auch derjenige der diese klischees benutzt nicht auf die idee kommen, diese entsprächen der realität. Ich denke, wenn alle diese distanz haben, und dann kann man auch locker miteinander umgehen, und besser als so eine gezwungene political correctnes ist es alle mal. Ich meine, ein freund von mir ist transvestit, aber er kann trotzdem über to wong foo lachen ;)
Wer ist Wong Foo?
Grüße, Minne, der auch weiterhin mit stereotypen arbeiten wird ;)
Dito. ;) Jedenfalls im Mass ... :)
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To Wong Foo ist ein etwas alberner Film in dem 3 Drag Queens irgendwo in der Stockkonservativen Pampa in den USA landen und dort den spiessigen alltag durcheinander bringen.
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Unqualifizierter Einwuf von der Seite:
Ich finde es immer wieder spaßig, die Jungs in meiner Runde mit weiblicher Homoerotik nervös zu machen. Wenn sie unter sich sind, können sie ja schwedische Kamflesben spielen soviel sie wollen, aber wenn ich beschreibe, wie meine Vampirin einem jungen Mädchen die Haare kämmt und dabei sanft ihren Hals streichelt, dann kriegen sie plötzlich alle feuchte Handflächen... ;D
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[...] Ich finde es immer wieder spaßig, die Jungs in meiner Runde mit weiblicher Homoerotik nervös zu machen. [...]
*hrhr* Du trägst deinen Titel zu Recht wie ich sehe ... >;D
Wenn sie unter sich sind, können sie ja schwedische Kamflesben spielen soviel sie wollen, aber wenn ich beschreibe, wie meine Vampirin einem jungen Mädchen die Haare kämmt und dabei sanft ihren Hals streichelt, dann kriegen sie plötzlich alle feuchte Handflächen... ;D
Ja, naja, ob da die Erotik die Handflächen feucht werden lässt oder das Horror-Feeling ... ?
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miriamale: deine Spieler scheinen sich nicht unter Kontrolle zu haben ;)
ohne die letzte Seite ganz gelesen zu haben:
Liebesgeschichten werden mal angedeutet aber ich würde nicht sagen das diese Thematik (homo hin oder her) ein Bestandteil unsere Spiels sei.
Ich wehre mich auch gegen die Behauptung das wäre typisch Rollenspieler, weder kann ich nachvollziehen welche "Bände" das sprechen soll. Ich mag mich auch im Alltag damit nicht ständig auseinander setzen, noch kenne ich jemanden der sich öffentlich oder abgesehen von seinem Partner damit in dem Maße mit seiner Umbegung darüber austauscht, wie das manche hier im Rollenspiel scheinbar zu tun pflegen, als gäbe es wirklich kein anderes Thema.
Die Leute die im RPG nun nicht ständig alle Kombinationen durchgehen, sind für mich nicht automatisch verkniffene Nerds. Vielleicht interessiert es mich auch einfach nicht in dem Ausmaß wie andere Spieler, das soll auch ein legitimer Grund sein und hat nichts damit zu tun prüde zu sein noch würde ich mir das vorwerfen lassen.
Ich hab das Thema bisher nicht benutzt weil es für mich einfach keine Rolle spielt. Auf der einen Seite soll es das normalste der Welt sein, von Anderen höre ich hier aber zig mal es sei etwas "Besonderes". Wenn es normal ist, warum sollte ich es dann hervorheben? Warum ist es so besonders das es wert ist erwähnt zu werden? Wie soll man es den Leuten da Recht machen?
Ich habe auch von niemanden bisher gehört das Asexualität etwas besonders sei, noch das es Tiefgang ins RPG und die Charaktere bringt. Das es Konfliktpotential hat. Warum ist das so? Weil es nichts mit Sex zu tun hat? DAS spricht für mich Bände.
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Kleiner Tipp: Schwule sind im Allgemeinen nicht anders als Heten. Ehrlich nicht. Klar gibt es die Klischee-Homosexuellen, genauso wie es Klischee-Heterosexuelle gibt, aber die sind halt genau das: Klischee. Der durchschnittliche Schwule unterscheidet sich nicht wirklich von dem durchschnittlichen Hetero. (Wenn man mal von der sexuellen Präferenz absieht. ::) )
Monkey:
Wenn es das nicht gibt, kann man es auch nicht spielen - dann ist es aber genauso interessant, "schwules Verhalten" im RPG einzubringen, wie die Stimmen von Ölsardinen nachzumachen...
...beides mache ich nicht...
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Ich denke, man muss unterscheiden:
1.) zwischen Szenen, in denen die Sexuelle Orientierung direkt zum Zug kommt
Beispiele:
Wachmann ist schwul und lässt sich von der heissen Lady nicht ablenken.
Pascha will SC mit Haremsbesuch belohnen, aber einer der PCs muss das Geschenk ablehnen
SC macht attraktiven Auftraggeber an
2.) "sekundäres" "schwules Verhalten", das eigentlich nur auf Klischees beruht und IMHO nur comic relief - Qualitäten hat.
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Wir hatten in der Richtung schon alles mögliche: Schwule SCs und NSCs, lesbische SCs (okay, hauptsächlich deswegen, weil die Spielerin definitiv nix mit dem anderen SC anfangen wollte... ;)) und NSCs, Heteros in Massen...
Klar gab es da den tuntigen Toreador-Friseur bei Vampire, der aber eigentlich total lieb und hilfsbereit war. Und den schwulen Sire einer SC, der ein hervorragender Kämpfer war. Eben das ganze Spektrum.
Zum Thema Homosexualität im Fantasy-Bereich: Wird sicherlich in verschiedenen Kulturen unterschiedlich behandelt. Für die einen mag es ein todeswürdiges Verbrechen sein, für die anderen gehört eine gewisse homosexuelle Phase mit Mentor zum Erwachsenwerden dazu.
In der Romanserie "The Last Rune / Die letzte Rune" von Marc Anthony ist einer der wichtigsten Charaktere schwul - und er ist ein heldenhafter Kämpfer (und sieht vollkommen durchschnittlich aus!). Es gibt dort einen ganzen Mysterienkult, in dem man nur in die höheren Ränge aufsteigen kann, wenn man "den Ruf des Bullen gehört" hat.
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"Ruf des Bullen", das hat was! ;D
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Zum Thema Homosexualität im Fantasy-Bereich: Wird sicherlich in verschiedenen Kulturen unterschiedlich behandelt. Für die einen mag es ein todeswürdiges Verbrechen sein, für die anderen gehört eine gewisse homosexuelle Phase mit Mentor zum Erwachsenwerden dazu.
In der Romanserie "The Last Rune / Die letzte Rune" von Marc Anthony ist einer der wichtigsten Charaktere schwul - und er ist ein heldenhafter Kämpfer (und sieht vollkommen durchschnittlich aus!). Es gibt dort einen ganzen Mysterienkult, in dem man nur in die höheren Ränge aufsteigen kann, wenn man "den Ruf des Bullen gehört" hat.
Ich nehm mal an du meinst nicht: "Stehen bleiben und Hände hoch!" ~;D
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Ich nehm mal an du meinst nicht: "Stehen bleiben und Hände hoch!" ~;D
*ROFL* ~;D ;D :d
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*grins* Nee... war ja ne Fantasy-Welt.
(Übrigens kam der Char später in "unsere" Welt und bewarb sich erstmal bei der Army... erst stiefelte er (war in England) zum Buckingham Palace, um "der Königin sein Schwert anzubieten" :D, dann hatte er ein Gespräch mit einem Army-Typen, dem er auch ganz stolz erzählte, daß er schwul ist, und sich dann wunderte, warum der ihn nicht haben wollte... ;)).
@Vorurteil Tunte = feige: Ich schätze, das liegt daran, daß Tunten im Allgemeinen als "unmännlich" angesehen werden - ihr Verhalten entspricht ja nun auch nicht der klassischen Männerrolle. Also (so die Logik mancher Leute) können Tunten auch keine "männlichen" Tugenden wie Mut haben - ergo sind sie feige! Ich meine, daß Wort *kreisch*, das häufiger im Zusammenhang mit Tunten fällt, klingt auch irgendwie nicht sehr couragiert ;)
Leute, die Tunten für feige halten, dürfen auch der Meinung sein, daß Männer grundsätzlich mal mutiger sind als Frauen. Nehme ich zumindestens an...
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Ich habe gehört, es kommt bald ein neues d20-Quellenbuch heraus: "Homo- & Heterosexuality's Companion" oder so ähnlich... ;)
Ich selbst finde das Thema Homosexualität für's Rollenspiel schlicht unerheblich.
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Da bist du aber einer der wenigen... ;) Siehe die Länge dieses Threads.
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Ich habe gehört, es kommt bald ein neues d20-Quellenbuch heraus: "Homo- & Heterosexuality's Companion" oder so ähnlich... ;)
;D
Gibt es da extra Modifikationen der Talente wenn der Charakter homosexuell ist? ;D
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Ich rechne eher mit neuen Prestige Klassen wie "Gay Tax Collector" oder so... :gaga:
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Wobei Elfen sämtliche "Gay"-Prestigklassen automatisch erhalten. ;)
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Ich selbst finde das Thema Homosexualität für's Rollenspiel schlicht unerheblich.
sehe ich genau so. wenn das jemand darstellen möchte, gut, wenn nicht auch gut. aber ganz ehrlich, was ändert es ob jemand Homo- oder Hetero ist? ich kenne eine lesbe und einen schwulen, bei denen ich von ihrer Präferenz erst erfahren habe, als man es mir sagte.
es fällt doch nur auf, wenn das Verhalten auffällig ist. warum also...
@aeron, wobei wir wieder beim Thema wären... :P
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Wie auch immer ... dass anscheinend eine Mehrheit Homosexualität nicht thematisieren will, heisst nicht dass es für bestimmte Personen oder eine bestimmte Gruppe nicht interessant wäre! :korvin:
Ich erinnere: Welcher männliche Nerd hat in seinen Teenie-Jahren nie einen Womanizer verkörpert? ;) Und ich denke, dadurch sind wir innerlich gewachsen. Gut möglich, dass es beim Darstellen von homosexuellen Charakteren ähnlich wäre. :)
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Wie auch immer ... dass anscheinend eine Mehrheit Homosexualität nicht thematisieren will, heisst nicht dass es für bestimmte Personen oder eine bestimmte Gruppe nicht interessant wäre! :korvin:
Ich erinnere: Welcher männliche Nerd hat in seinen Teenie-Jahren nie einen Womanizer verkörpert? ;) Und ich denke, dadurch sind wir innerlich gewachsen. Gut möglich, dass es beim Darstellen von homosexuellen Charakteren ähnlich wäre. :)
naja, wenn du deine erfahrungen ins RealLife übertragen willst, sicher ;)
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naja, wenn du deine erfahrungen ins RealLife übertragen willst, sicher ;)
Wird jetzt arg Off-Topic, aber tut man das beim RPG irgendwie nicht sowieso? Die Erfahrung ist ja ne "gemeinschaftliche Illusion" ... wer hat sich beim neuesten Fantasystreifen im Kino nicht auch schon gedacht: "Das mach ich das nächste Mal auch!" oder "Das hätte bei mir nie geklappt ..." oder ähnliches? :)
Die Übertragung ins RealLife ist IMHO einer der Wirkmechanismen der Rollenspielern nachgesagten besseren Sozialkompetenz. :)
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na denn, viel spaß ;)
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Btw.:
Das Thema gab's auch schon mal:
http://tanelorn.net/index.php?topic=9373.0
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Ich selbst finde das Thema Homosexualität für's Rollenspiel schlicht unerheblich.
Es gibt Settings, da ist dieses Thema zumindest am Rande bedeutsam. Im 2056er-Quellenbuch für Feng Shui ("Seed of the New Flesh") ist z.B. beschrieben, dass dort bei ca. 50% der Actionfilme am Ende der Held nicht die Frau kriegt, sondern seinen schwulen Partner. Solche kleinen Details sagen sehr viel über die Welt aus. *g*
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Kleiner Nachtrag - Zumindest Mitte der 90er Jahre war Homosexualität bei vielen RSP Verlegern noch ein Tabu Thema. In ihrem Artikel "Self Censorship" (Interactive Fantasy Nr. 4 von 1995) beschreibt Lee Gold, wie sie in ihren verschiedenen historischen RSP Quellenbüchern auf die Beschreibung der Homosexualität in der japanischen und den nordischen Kulturen verzichtet hat. Auf Nachfrage haben ihr damals mehrere Verlage im Nachhinein bestätigt, das derartige Beschreibungen in der Tat unerwünscht gewesen wären.
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Kleiner Nachtrag - Zumindest Mitte der 90er Jahre war Homosexualität bei vielen RSP Verlegern noch ein Tabu Thema. In ihrem Artikel "Self Censorship" (Interactive Fantasy Nr. 4 von 1995) beschreibt Lee Gold, wie sie in ihren verschiedenen historischen RSP Quellenbüchern auf die Beschreibung der Homosexualität in der japanischen und den nordischen Kulturen verzichtet hat. Auf Nachfrage haben ihr damals mehrere Verlage im Nachhinein bestätigt, das derartige Beschreibungen in der Tat unerwünscht gewesen wären.
Und wie man an den "Blue Rose" Flamewars sehen kann ist es für gewisse Leute immer noch ein Problem.
Hier übrigens ein Nachtrag zu dem "Wenn es eh keine typisch homosexuellen Charaktereigenschaften gibt, warum sollte man H. dann ins Spiel bringen?":
Die Annahme das, nur weil es keine einzelnen, typischen Manierismen gibt an denen man die sexuelle Orientierung eines Menschen festmachen kann, es auch keinen Unterschied macht ob ein Charakter schul oderhetero ist ist falsch. Wie man sich denken kann macht es eine großen Unterschied, sowohl für einen selber als auch für die Umwelt, auf welches Geschlecht jemand steht, selbst wenn es keine Unterschiede in der Persönlichkeit oder Verhalten gibt.
Homosexualität und die damit einhergehenden Probleme (Diskriminierung, Sexuelle Identität, Soziale Normen und so weiter) können extrem interessantes Futter für das Rollenspiel sein. Sagen wir ein Charakter ist einem Fantasysetting ist homosexuell. BAMM, sofort stellens ich uns einige Fragen:
-Wie steht seine eigene Kultur dazu?
Ist es akzeptiert, wird es verdängt, ist es vielleicht sogar verboten? Oder umgekehrt, vielleicht ist es ritualisiert (Wie im mittelalterlichen Japan) oder gefördert. Was für soziale Normen haben sich darum gebildet und was für Erwartungen werden an Homosexuelle in dieser Kultur gestellt?
-Wie steht er selbst dazu?
Akzeptiert er es? Hadert er damit? Ist er sich vielleicht nicht sicher in welche "Kategorie" er gehört? Ist er vielleicht der Meinung es sei etwas schlechtes, vielleicht ein "Böser Geist"? Oder ist er im Gegenteil der Meinung es ist etwas tolles und meint andere sollten ebenso denken? (Von "Gay Activism" zu "Our Evily Queer Overlord" ist da alles drin. ;D )
-Wie stehen die anderen Kulturen die er trifft dazu?
In Rollenspielen interagieren oft viele verschiedene Völker und Kulturen miteinander und das kann ein Konfliktpotential sein. Was ist wenn der Charakter aus einer sexuell liberalen Kultur stammt, aber ihn seine Abenteuer in ein LAnd führen in dem Homosexualität verpönt oder sogar verboten ist. Oder vielleicht wird es "nur" als Krankheit angesehen und sie versuchen ihn zu "heilen"? Wie reagiert er? Versteckt er seine Präferenz, lebt er sie absichtlich offen aus? Versucht er gegen die herschende Meinung anzukämpfen?
-Wie denkend ie anderen Charaktere darüber?
Ähnlich wie weiter oben mit den Kulturen treffen im Rollenspiel oft sehr unterschiedliche Charaktere zusammen. Was ist, wenn nun zB. einer der Charaktere ein Problem damit hat das unser Char schwul ist? Oder auch hier das Gegenteil, was wenn ein Charakter vollkommen überzogene aber positive Erwartungen von einem Homosexuellen hat? ("Fag Hag" ;D ) Selbst wenn keiner in der Gruppe ein Problem damit hat, vielleicht haben sie trotzdem eigenartige Vorstellungen davon, die wiederum zu interessanten Fragen und Konflikten führen können.
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Im "Wirklichen Leben" ( ;) ) ist Sexualität etwas unglaublich wichtiges und praktisch jeder hat eine Meinung darüber. Auch Institutionen wie Religionen oder Regierungen sind da keine Ausnahmen. Ich denke ich hab hier gezeigt warum Sexualität ein sehr interessanter, konflikt-geladener Stoff sein kann, der das Rollenspiel durchaus bereichern kann.
M
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Monkey schrieb: [quotel]Ich denke ich hab hier gezeigt warum Sexualität ein sehr interessanter, konflikt-geladener Stoff sein kann Ja, kann! Und Deswegen kannst du keine allgemeingültige Behauptung aufstellen es sei nicht egal welche Sexuelle Ausrichtung ein Char hat.
Ich habe ja schon versucht was dazu zu sagen, in unserer Runde z.b. spielt es absolut keine Rolle. Wir legen auch keinen Schwerpunkt auf Romanzen, Liebe, Sex und dergleichen. Jetzt wird wieder jemand mit Niveau oder Anspruch kommen, wie auch immer, mir machts Spass so. Es wäre demnach z.b. auch vollkommen egal wenn ein Spieler bei uns sagt "ach übrigens, mein Char ist HETERO" - "ja, na und?". Wenns in der abgesprochenen Spielerkonvention keine Rolle spielt, spielts auch intime keine Rolle.
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Ja, kann! Und Deswegen kannst du keine allgemeingültige Behauptung aufstellen es sei nicht egal welche Sexuelle Ausrichtung ein Char hat.
Äh hallo, hab ich etwa gesagt das jeder Sexualität in sein Spiel bringen muß? Nein, hab ich nicht. ::)
Alles was ich gemacht hab war ein paar Mythen zu korrigieren ("Authentisch schwule Verhalten") und dann Beispiele gebracht wie Sexualität ein Spiel bereichern kann. Oh, und dann hab ich noch gesagt das ich es ganz persönlich schade finde das Sexualität so selten angesprochen wird.
Also krieg dich wieder ein anstatt hier irgendwelche Strohmänner zu verbrennen.
M
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ich brauch mich doch nicht einkriegen, ich reg mich ja nicht auf.
Was hab ich denn schon gemacht? nur ein Beispiel gegeben wo es eben nicht falsch ist das es keinen Unterschied einen schwulen Char zu haben. Denn das klang schon sehr entgültig.
Sache geklärt? Bitter weitermachen.
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Gestern Nacht wollte ich schon einen Post unter SYSTEME machen, da ich mal wieder das Problem hab einen Charakter für ein System erstellen zu müssen ;)
Irgendwie kam es nicht dazu. War wohl schon zu müde. Und so ergab es sich denn heute morgen beim Aufwachen, das mir die Idee kam. Inspiriert durch diesen Thread und vorallem die Einträge zu den Samurai
Ich denke da zB. an Shūdō, die "Japanese tradition of age-structured homosexuality prevalent in samurai society from the medieval period until the end of the 19th century".
, hab ich jetzt ein Charakterkonzept. Ich werde also einen Feldversuch zu dem Thema starten und mir in Lengend of the 5 Rings einen Charakter entwerfen, dessen Konzept stark auf seiner Homosexualität liegt.
Wer mir dazu noch ein Paar Tips und Infos geben möchte, der kann es, da es jetzt systemspezifisch wird Hier (http://tanelorn.net/index.php?topic=21850.0) tun.
Danke schon mal für Rat und Hilfe.
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Wenn Ihr ein Rollenspiel sucht, in dem Homosexualität integraler Handlungsbestandteil ist, könnt Ihr ja mal einen Blick auf Blue Rose (http://bluerose.greenronin.com/) werfen. Für meinen Geschmack etwas too much aber es hat definitiv schöne Ansätze.
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Ich habe NICHT den ganzen Thread gelesen. Vielleicht wurde einiges schon gesagt. Dennoch ein paar Meinungen zu dem Thema:
1. Homosexualität ist nicht die Norm. Dass dies so ist, zeigt schon die Tatsache, dass zur Homosexualität im Rollenspiel ein Thread aufgemacht wird, und dieser beachtliche Resonanz findet. Homosexualität ist ein Thema. Und der profane Alltag ist keines.
2. Wenn Personen in eine Handlung eingeführt werden, erfüllen sie einen handlungstechnischen Zweck. Sie verkörpern etwas, müssen die Handlung voranbringen, sie bringen Farbe ins Spiel. Wenn nun eine Figur, egal ob SC oder NSC, homosexuell ist, so bringt dies gar nichts, wenn es keine Auswirkungen hat (z.B. die Sexualität im verborgenen stattfindet). Die Sexualität muss also gezeigt werden, und sie muss der Figur eine gewisse Tiefe geben oder einen Zweck erfüllen. Das erklärt, warum die meisten homosexuellen Figuren in Film, Büchern und im Rollenspiel Tunten sind, noch anderweitig pervers sind oder einfach ein Klischee bedienen. Es bringt andernfalls handlungstechnisch einfach nichts.
2a.Der Imperator aus Star Wars könnte schwul sein und keiner wüsste es, weil es in Star Wars nicht relevant ist. Es wurde nicht thematisiert. Wäre Yoda schwul - niemand wüsste es. Wäre er hingegen eine Tunte... ja das würde man sehen und dem Film SOFORT eine andere Stimmung geben. Es ergibt sich daher von selbst, dass Homosexualität in normalen Spielen nur in Extremformen oder bei handlungstechnischen Gründen zu Tage tritt.
2b. Sexualität spielt in den meisten Rollenspielen (was wir hier im Forum unter Rollenspiel verstehen!) eine untergeordnete Rolle. Meist bedienen wir das Action-Genre. Die Sexualität wird genrebedingt kaum bedient und interessiert daher [edit:] nur im Rahmen einer Actionhandlung - also untergeordnet[/edit].
3. Sexualität bereichert das Privatleben ungemein. Aber ich habe ein keine Lust auf "Backdoorsluts 9 - the role playing game". Wie die meisten Menschen genieße ich im Stillen und gehe mit meiner Sexualität nicht hausieren. Hätten entsprechende Spiele Zukunft, würden sie imho bereits verkauft. Ich glaube nicht, dass Sexualität eine Bereicherung für das Rollenspiel im Allgemeinen ist. Ein größerer Schwerpunkt darauf gehört wohl eher zu den "Special Interests". Wer das mag, kann es ja tun. Dafür benötigt man ja nun weiß Gott kein eigenes System. Aber darin eine Bereicherung für alle zu sehen ist glaube ich an der Realität vorbei gedacht. Sexualität gehört wie Sport zu den Dingen, die man besser selbst tut, als dass man sie einer Spielfigur überlässt.
Alles imho.
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Aber ich habe ein keine Lust auf "Backdoorsluts 9 - the role playing game".
Schön zu sehen das gewisse Vorurteile nie aussterben.. ::)
Hätten entsprechende Spiele Zukunft, würden sie imho bereits verkauft.
Ach, du meinst wie "Blue Rose", "Book of Erotic Fantasy", "Naughty and Dice", "Sex and Sorcery"? Alles Rollenspiele oder Supplemente die sich mit Sexualität befassen und/oder thematisieren.
Aber darin eine Bereicherung für alle zu sehen ist glaube ich an der Realität vorbei gedacht.
Hier wäre das Lesen des Threads vielleicht doch angebracht gewesen, denn dann hättest du gemerkt das das hier ja keiner sagt. :)
M
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@Monkey:
Schön zu sehen das gewisse Vorurteile nie aussterben..
Welche Vorurteile meinst du?
Ach, du meinst wie "Blue Rose", "Book of Erotic Fantasy", "Naughty and Dice", "Sex and Sorcery"? Alles Rollenspiele oder Supplemente die sich mit Sexualität befassen und/oder thematisieren.
Natürlich! Ich möchte auch eines ganz klar in den Vordergrund stellen, und das gilt für RPGs genau so wie für alles andere: SEX SELLS! Immer. Ohne Sex wäre das Internet nur halb so groß! Und so manches Supplement verkauft sich nur wegen Damen in Kettenbikinis oder Mangamädels mit Blick in den Schritt (zuletzt gesehen bei einem Exalted-Supplement). Inhaltlich halten sich diese Supplements jedoch a) stark zurück und b) sind sie gemessen am Gesamtvolumen eher eine verschwindend geringe Zahl an Supplements. Was ich meine ist eben dass "Backdoorsluts 9"-Systeme nie einen großen Erfolg feiern werden, weil sie inhaltlich nichts zu bieten hätten. Ich habe aber, dass muss ich zugeben, die Verkaufsschiene der Sexualität außer Acht gelassen. DSA würde sich mit einer barbusigen Amazone auf dem Cover nochmal so gut verkaufen und Systeme wie "Macho Women with Big Guns" haben ihren Erfolg sicher nicht der inhaltlichen Sexualität zu verdanken, sondern der oberflächlichen Sexualität einer barbusigen Dame auf Seite 3 der Sun. Aber du hast natürlich vollkommen recht. Mit Sex verkauft man auch den letzten Mist ebenso wie die größten Perlen - das gilt auch für Rollenspiele. Mein Fehler, das außer Acht zu lassen.
Hier wäre das Lesen des Threads vielleicht doch angebracht gewesen, denn dann hättest du gemerkt das das hier ja keiner sagt.
Hab ich auch nicht behauptet. Habe nur meine Meinung gesagt. Meine Befürchtung ging ja eher in die Richtung, dass ich jemanden Wiederhole und ich nichts neues bringe.
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@Monkey:Welche Vorurteile meinst du?
Die verbreitete Meinung das Sexualität im Rollenspiel nur durch die Darstellung des tatsächlichen Sexaktes möglich ist, oder auch nur das das die häufigste Form ist Sexualität zu thematisieren. Tatsächlich würde ich mal behaupten das die meisten Leute die Sexualität in ihren Kamopagnen ansprechen das tun ohne auch nur ein Fleckchen Haut zu zeigen.
Natürlich! Ich möchte auch eines ganz klar in den Vordergrund stellen, und das gilt für RPGs genau so wie für alles andere: SEX SELLS! Immer. Ohne Sex wäre das Internet nur halb so groß! Und so manches Supplement verkauft sich nur wegen Damen in Kettenbikinis oder Mangamädels mit Blick in den Schritt (zuletzt gesehen bei einem Exalted-Supplement). Inhaltlich halten sich diese Supplements jedoch a) stark zurück und b) sind sie gemessen am Gesamtvolumen eher eine verschwindend geringe Zahl an Supplements. Was ich meine ist eben dass "Backdoorsluts 9"-Systeme nie einen großen Erfolg feiern werden, weil sie inhaltlich nichts zu bieten hätten. Ich habe aber, dass muss ich zugeben, die Verkaufsschiene der Sexualität außer Acht gelassen. DSA würde sich mit einer barbusigen Amazone auf dem Cover nochmal so gut verkaufen und Systeme wie "Macho Women with Big Guns" haben ihren Erfolg sicher nicht der inhaltlichen Sexualität zu verdanken, sondern der oberflächlichen Sexualität einer barbusigen Dame auf Seite 3 der Sun. Aber du hast natürlich vollkommen recht. Mit Sex verkauft man auch den letzten Mist ebenso wie die größten Perlen - das gilt auch für Rollenspiele. Mein Fehler, das außer Acht zu lassen.
Dailor, hier zeigst du das du absolut keine Ahnung hast.
Von den genannten Supplementen ist, wenn überhaupt, nur eines ein "Sex Sells" Produkt. (Book of Erotic Fantasy) Die anderen sind entweder Romantic Fantasy Settings (Blue Rose) oder eher Ratgeber dafür wie man Sexualität, Gender Issues und Romantik in das Spiel einbauen kann, was für Vor- und Nachteile das bietet, wie man es machen kann ohne die Hotbuttons der Spieler zu drücken bzw. deren Grenzen zu überschreiten udn so weiter. (Sex&Sorcery, zB.)
Diese Spiele, ohne auch nur irgendeine Ahnung von ihnen zu haben, einfach als "Porno-Rollenspiele" abzutun rieccht für mich stark nach Ignoranz und dem oben beschiebenen Vorurteil. Denn bei den meisten dreht es sich eben nicht um "Sex sells" oder "Los, lass uns ein paar Titten auf Cover geben um mehr Bücher zu verkaufen.", sondern um ernsthafte Diskussionen eines Themas das viele Leute sehr beschäftigt und das einige Leute auch in ihren Rollenspielen thematisieren wollen.
Ein weiteres Beispiel für ein Spiel das Sexualität thematisiert ist "Dogs in the Vineyard". In dem Spiel geht es darum das man "Dogs" spielt, Anhänger einer sehr an Mormonen angehauchten Religion in einem Wilden Westen der nie existierte. Diese Dogs sind in dem Setting die Richter und ultimativen Schlichter in Fragen der Religion, die von Stadt zu Stadt ziehen und dort Urteile verteilen und Sünder bestrafen. (Denn Sünde führt zu Dämonen was wieder zu Problemen für die Stadt führt.) Dabei haben sie immer auch das Recht sich über das Dogma der Religion hinweg zu setzen, denn sie sind die ultimative Authorität.
Jetzt sagt zB. das Dogma der Kirche "Eine Frau darf die Werbungen eines passenden, rechtschaffenden Mannes nicht ablehnen und muß ihn Heiraten" und "Sex ohne zu heiraten ist eine Sünde". Die Frage ist nun: Wie reagieren die Spieler darauf wenn sie in eine Stadt kommen in der es Probleme gibt (Wenn uB. der Brunnen vertrocknet ist.) und die Dorfbewohner in klassischer Mob-Manier die Tochter des Stadthalters beschuldigt, die anstatt den Henrys-Jungen zu heiraten, viel lieber mit ihrer weiblichen Geliebten in Sünde leben möchte. Trennen sie die Geliebten und zwingen sie die Tochter dazu einen Mann zu heiraten den sie nicht liebt? Oder sagen sie den Dorfbewohner sie sollen die Klappe halten und die beiden in Ruhe lassen? Oder vielleicht trauen die Dogs die beiden einfach und legitimisieren sie dadurch die Beziehung der beiden?
Alles Möglichkeiten die sie haben und die allein in Hand der Spieler liegen. (Denn in DitV hat der SL nicht das Recht den Spielern eine objektive Moral aufzudrücken.) Alles Fragen von Sexualität und Gender Issues (Yay, und sogar Religion! :) ) und das ohne auch nur ein bißchen Haut gezeigt zu haben.
M
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Dailor, hier zeigst du das du absolut keine Ahnung hast.
Dann brauch ich ja gar nichts mehr zu sagen. Danke. :D
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Dann brauch ich ja gar nichts mehr zu sagen. Danke. :D
Schön das wir uns so gut verstehen. ;D ;)
M
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Die Frage ist nun: Wie reagieren die Spieler darauf wenn sie in eine Stadt kommen in der es Probleme gibt (Wenn uB. der Brunnen vertrocknet ist.) und die Dorfbewohner in klassischer Mob-Manier die Tochter des Stadthalters beschuldigt, die anstatt den Henrys-Jungen zu heiraten, viel lieber mit ihrer weiblichen Geliebten in Sünde leben möchte. Trennen sie die Geliebten und zwingen sie die Tochter dazu einen Mann zu heiraten den sie nicht liebt? Oder sagen sie den Dorfbewohner sie sollen die Klappe halten und die beiden in Ruhe lassen? Oder vielleicht trauen die Dogs die beiden einfach und legitimisieren sie dadurch die Beziehung der beiden?
Also dieses Szenario kann man auch in Aventurien oder den Forgotten Realms spielen.
Wurde dieses Szenarion in DitV explizit angesprochen, oder wurde das Thema Sexualität ansonsten in DitV näher erläutert?
Zu deinen andeeren RPGs:
Das sind alles Nischenprodukte. Was heißt: Ein paar Wenige interessieren sich dafür. Die meisten haben dafür aber kein Interesse. (Sonst wäre es ja kein Nischenprodukt sondern Mainstream.)
Denn in DitV hat der SL nicht das Recht den Spielern eine objektive Moral aufzudrücken.
Dazu hat der SL in keinem RPG ein Recht. (Es sei denn, die Spieler, wollen, dass sich der SL eine objektive Moral ausdenkt. Aber von offizieller Seite existiert so etwas nicht.)
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Also dieses Szenario kann man auch in Aventurien oder den Forgotten Realms spielen.
Wurde dieses Szenarion in DitV explizit angesprochen, oder wurde das Thema Sexualität ansonsten in DitV näher erläutert?
Ich hab DitV noch nicht, also kann ich nicht genaus sagen was für Tips drin sind. Und was "Das kann ich in Aventurien auch spielen" angeht: Ja, natürlich könntest du. Aber DSA unterstützt dich dabei nicht.
DitV hingegen ziehlt genau auf solche Dinge ab, eben genau weil es solche harten Dogmen gibt. (Auch gibt es Regeln zur Dorferschaffung die eben genau diese Konflikte erzeugen.) Bei dem Spiel geht es darum das die Charaktere urteilen und wie die Spieler und die Charaktere zu diesen Urteilen stehen. Jede Regel und jeder teil des Settings ziehlt darauf ab eben genau diese "harten" Entscheidungen zu erzwingen. DSA tut das nicht.
Zu deinen andeeren RPGs:
Das sind alles Nischenprodukte. Was heißt: Ein paar Wenige interessieren sich dafür. Die meisten haben dafür aber kein Interesse. (Sonst wäre es ja kein Nischenprodukt sondern Mainstream.)
Und? ???
Ich weiß nicht warum die Leute immer so tun als ob ich sagen würde "SEXUALITÄT MACHT JEDES SPIEL BESSER" oder "JEDER HAT S. IN SEINEM SPIEL UNTERZUBRINGEN, SONST...". Tu ich doch nicht. Alles was ich sage ist das es interessant sein kann, das manche Leute sich dafür interessieren, das beides voll in Ordnung ist und das manche Leute falsche Vorstellungen darüber haben. (Die ich dann versuche zu korrigieren.)
Wo sage ich bitte etwas anderes? ???
Dazu hat der SL in keinem RPG ein Recht. (Es sei denn, die Spieler, wollen, dass sich der SL eine objektive Moral ausdenkt. Aber von offizieller Seite existiert so etwas nicht.)
Blödsinn. Es gibt sehr viele Systeme die ein objektives Moralsystem haben. Siehe D&D (Alignment), alte und neue WoD (Da kannst du sogar Geistesstörungen bekommen wenn du Ladendiebstahl begehst.) oder zB. Gemini. Sie alle haben regeltechnische Komponenten die die Spieler für bestimmte Aktionen bestrafen. Inwiefern ist das nicht "den Spielern eine bestimmte Moralvorstellung aufzwingen"?
Natürlich behauptet keiner das die SLs in diesen Spielen die Spieler auch outgame dazu zwingt diesen Vorstellungen zu folgen. Eh klar. ::) Aber während des Spiels gibt es onjektiv gutes und objektiv schlechtes Verhalten, und genau das darf es in Dogs eben nicht geben.
M
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Die Frage ist nun: Wie reagieren die Spieler darauf wenn sie in eine Stadt kommen in der es Probleme gibt (Wenn uB. der Brunnen vertrocknet ist.) und die Dorfbewohner in klassischer Mob-Manier die Tochter des Stadthalters beschuldigt, die anstatt den Henrys-Jungen zu heiraten, viel lieber mit ihrer weiblichen Geliebten in Sünde leben möchte. Trennen sie die Geliebten und zwingen sie die Tochter dazu einen Mann zu heiraten den sie nicht liebt? Oder sagen sie den Dorfbewohner sie sollen die Klappe halten und die beiden in Ruhe lassen? Oder vielleicht trauen die Dogs die beiden einfach und legitimisieren sie dadurch die Beziehung der beiden?
Wurde dieses Szenarion in DitV explizit angesprochen, oder wurde das Thema Sexualität ansonsten in DitV näher erläutert?
Ja wird es. Deswegen geht es in Dogs eben besser als in DSA.
Sonst noch Fragen zu DitV?
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Und was "Das kann ich in Aventurien auch spielen" angeht: Ja, natürlich könntest du. Aber DSA unterstützt dich dabei nicht.
DitV hingegen ziehlt genau auf solche Dinge ab, eben genau weil es solche harten Dogmen gibt. (Auch gibt es Regeln zur Dorferschaffung die eben genau diese Konflikte erzeugen.)
Wenn du die Regeln meinst, gebe ich dir Recht. Da unterstützt DSA sowas wirklich nicht, sondern setzt auf Freeform.
Wass das Setting angeht, unterstützt Aventurien sowas aber doch: Götter, die sich bezüglich Sexualität widersprechen, (Rahja für freir Liebe, Travia für Monogamie, Rashtulla für Patriarchat), der Staat Oron etc.
Das alles sind offizielle Setting-Anreize, die von der Spielerschaft allerdings selten angenomen werden.
Ich weiß nicht warum die Leute immer so tun als ob ich sagen würde "SEXUALITÄT MACHT JEDES SPIEL BESSER" oder "JEDER HAT S. IN SEINEM SPIEL UNTERZUBRINGEN, SONST...". Tu ich doch nicht.
Ich hatte dich so aufgefasst: "Es gibt Supplements, die sich mit Sexualität beschäftigen und verkauft werden. Also gibt es viele Leute, die sich dafür interessieren."
Wenn du das nicht gemeint hast, dann habe ich dich wohl mißverstanden.
das beides voll in Ordnung ist und das manche Leute falsche Vorstellungen darüber haben. (Die ich dann versuche zu korrigieren.)
Das einige eine falsche Vorstellung haben, liegt imho daran, dass sich viele unter RPG nunmal das klassische Questen lösen vorstellen. D.h. du hast eine Aufgabe und musst versuchen sie zu lösen. - Und da spielt Sexualität eher eine untergeordnete Rolle. (Höchstens, wenn die Blondine versucht die Wache zu bezirzen, um an ihr vorbei zu kommen und der SL sagt, keine Chance, er ist schwul. - Und das wird dann oft als Meisterwillkür betrachtet.)
Blödsinn. Es gibt sehr viele Systeme die ein objektives Moralsystem haben. Siehe D&D (Alignment), alte und neue WoD (Da kannst du sogar Geistesstörungen bekommen wenn du Ladendiebstahl begehst.) oder zB. Gemini.
D&D hat zwar die Gesinnungen "gut" und "böse". Was aber gut und böse genau ist, darüber schweigt sich das System aus. Es wurde auch schon dikutiert, ob das vom Charakter abhängt. Ein Inquisitor sieht sicherlich andere Sachen als böse an, als ein Künstler oder ein Lehnsherr.
In der alten WoD gab es mehrere Pfade. (Pfade sind die Moralvorstellungen eines Vampirs.) Und der "Pfad des Blutes" oder der "Pfad des Tieres" sind z.B. Moralvorstellungen, die mit unserer recht wenig gemein haben.
Als Spieler konnte man einer der vorgefertigten Pfade nehmen oder sich einen eigenen Pfad erstellen.
Die neue WoD hat in der Tat nur eine einzige Moral. Allerdings besteht diese nur aus 10 recht allgemein gehaltenen Dogmen. ("Du sollst nicht stehlen!", "Du sollst nicht töten!")
Wie du zu anderen Sachen stehst, wird nicht vom System geregelt.
Gemini kenne ich nicht.
Aber ich glaube, das wird jetzt langsam OT.
Um wieder auf das Topic zurückzukommen meine Behauptung:
Sexualität interessiert nur dann, wenn sie im Spielverlauf eine Rolle spielt. (Sei es, weil es eine bestimmte Atmossphäre schafft oder einen Plot vorantreibt.)
Ob Yoda jetzt schwul ist oder nicht, interessiert doch nur den größten StarWars Fan. (Und ich glaube selbt im StarWars Lexikon steht nichts zu seiner sexuellen Ausrichtung.) Für den Normalo-Zuschauer ist das ohne Interesse, da nicht STory-relevant.
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Wenn du die Regeln meinst, gebe ich dir Recht. Da unterstützt DSA sowas wirklich nicht, sondern setzt auf Freeform.
Wass das Setting angeht, unterstützt Aventurien sowas aber doch: Götter, die sich bezüglich Sexualität widersprechen, (Rahja für freir Liebe, Travia für Monogamie, Rashtulla für Patriarchat), der Staat Oron etc.
Das alles sind offizielle Setting-Anreize, die von der Spielerschaft allerdings selten angenomen werden.
Tja, und warum werden sie nicht angenommen? Sicherlich einmal weil die Zielgruppe eine andere ist, eh klar. Auch gibt es in in Aventurien Tonnen von anderem Zeug die absolut nichts mit irgendwelchen harten Entscheidungen zu tun haben. DSA präsentiert erst einmal ein Setting, mit allem möglichen Drum und Drann und versuchts o eine möglichst breite Basis anzusprechen. (Und anscheinend funktoniert es. :) )
DitV hingegen tauscht Breite und Vielfalt gegen Fokus ein. Das ganze Setting ist darauf hin getrimmt eine bestimme Spielerfahrung zu produzieren. Nun ist diese Spielerfahrung immer noch modulierbar bzw. kann in andere Settings übertragen werden (Wie man an den Tonnen von alternativen Settings sieht.), aber das Grundszenario bleibt gleich: Im Spiel geht es darum harte Entscheidungen zu treffen und gewisse, narrativ(istisch)e Fragen zu stellen. Das macht es jetzt nicht besser oder schlechter als DSA, sondern einfach anders, ausgelegt auf unterschiedliche Spielerfahrungen halt.
Ich hatte dich so aufgefasst: "Es gibt Supplements, die sich mit Sexualität beschäftigen und verkauft werden. Also gibt es viele Leute, die sich dafür interessieren."
Wenn du das nicht gemeint hast, dann habe ich dich wohl mißverstanden.
Jain. Meine Aussage ist eher: Es gibt Leute die sich gerne mit diesen Themen beschäftigen. Dieser Anteil ist groß genug um Spiele und Supplemente die auf diesen Typ Spieler abzielen zu rechtfertigen.
Ob das jetzt viele sind oder nicht, und was "viele" in diesem Zusammenhang jetzt in Prozent oder harten Zahlen heißt ist diskutierbar, wäre aber IMO völlig sinnlos, da keiner von uns irgendwelche "Fakten" darüber hat. Ist jeder daran interessiert? Sicher nicht. Sind sie die Mehrheit? Vermutlich nicht. Aber alles was darüber hinaus geht? Reine Spekulation. :)
Das einige eine falsche Vorstellung haben, liegt imho daran, dass sich viele unter RPG nunmal das klassische Questen lösen vorstellen. D.h. du hast eine Aufgabe und musst versuchen sie zu lösen. - Und da spielt Sexualität eher eine untergeordnete Rolle. (Höchstens, wenn die Blondine versucht die Wache zu bezirzen, um an ihr vorbei zu kommen und der SL sagt, keine Chance, er ist schwul. - Und das wird dann oft als Meisterwillkür betrachtet.)
Das erklärt aber nicht warum das Vorurteil "Sexualität im Rollenspiel heißt automatisch Sex" lautet. Ich denek es hat eher mit der generellen Menschlichen Eigenschaft zu tun sich selbst nicht zu hinterfragen. Woran denkt der typische Mensch wenn er Sexualität hört? An Sex, natürlich, denn das ist der Teil des Themas mit dem er sich am meisten beschäftigt hat. Daran das es noch viel mehr gibt und wie komplex und mit anderen Aspekten des menschlichen Daseins verwoben des Thema eigentlich ist, daran denken die wenigsten, denn meistens müssen sie es nicht.
D&D hat zwar die Gesinnungen "gut" und "böse". Was aber gut und böse genau ist, darüber schweigt sich das System aus. Es wurde auch schon dikutiert, ob das vom Charakter abhängt. Ein Inquisitor sieht sicherlich andere Sachen als böse an, als ein Künstler oder ein Lehnsherr.
Ähm, wenn ich mich recht erinnere sind Alignments doch recht deutlich definiert und es gibt sehr wohl Grenzen zwischen den einzelnen Alignments. Noch dazu wenn man dann Klassen hinzunimmt die noch strengere Regeln haben, wie zB. Paladine.
In der alten WoD gab es mehrere Pfade. (Pfade sind die Moralvorstellungen eines Vampirs.) Und der "Pfad des Blutes" oder der "Pfad des Tieres" sind z.B. Moralvorstellungen, die mit unserer recht wenig gemein haben.
Als Spieler konnte man einer der vorgefertigten Pfade nehmen oder sich einen eigenen Pfad erstellen.
Und jeder dieser Pfade war ein objektives, von den Regeln unterstütztes, Moralkonstrukt. Und dad gilt auch nur für Vampire, alle Menschen (Und der Großteil aller Vampire.) folgen dem Pfad der Menschlichkeit. Und wie gesagt, die Tatsache das es verschiedene Pfade gibt ändert nichts daran das jeder von denen den Spielern gewisse Verhaltensweisen aufzwangen.
Die neue WoD hat in der Tat nur eine einzige Moral. Allerdings besteht diese nur aus 10 recht allgemein gehaltenen Dogmen. ("Du sollst nicht stehlen!", "Du sollst nicht töten!")
Wie du zu anderen Sachen stehst, wird nicht vom System geregelt.
Und, das ändert nichts daran das es ein objektives Moralsystem ist. Stehlen ist immer falsch. Nach einer Weile bist du vielleicht unmoralisch genug das es dir wurscht ist und du nicht mehr darauf Würfeln musst ob du verrückt wirst wenn du es machst, aber es ist immer objektiv falsch und es ist die Aufgabe des SLs das zu überwachen und darüber zu urteilen was Richtig und was Falsch ist. Nicht so in DitV.
Gemini kenne ich nicht.
Binäres Aligment-System ähnlich wie CoCs Sanity. "Gut-Böse" Skala, beide Seiten mit Vor und Nachteilen, böse Taten sorgen dafür das du immer mehr auf die Böse seite rutscht. (Und dadurch noch mehr böse Taten tust, udn so weiter.)
Ein weiteres Beispiel wären die Star Wars Rollenspiele.
Um wieder auf das Topic zurückzukommen meine Behauptung:
Sexualität interessiert nur dann, wenn sie im Spielverlauf eine Rolle spielt.
Im Prinzip meine Zustimmung, aber ich würde es so formulieren: Sexualität ist dann spielrelevant, wenn es die Spieler interessiert. :) Sei es aus den von dir genannten Gründen oder weil die Gruppe Spaß daran hat das Thema im Rollenspiel zu zerlegen. oft geht es dann weniger um den Plot, sondern eher um "große Fragen", die zwar durch das Spielgeschehen und die Aktionen der Spieler angesprochen werden, aber jetzt nicht einfach nur Color sind oder wirklich was mit dem Plot zu tun haben. ZB in (wieder mal) DitV: Da kann man nur bedingt von einem Plot sprechen, denn die eigentliche Geschichte, was passiert und wer wen wie tötet, ist nur Mittel zum eigentlichen Zweck, und der ist (In "Dogs played by the book") das beantworten schwieriger Fragen durch die Spieler und de Reaktion der Gruppe darauf.
Falls das jetzt irgendwie Sinn macht.
M
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Und so manches Supplement verkauft sich nur wegen Damen in Kettenbikinis oder Mangamädels mit Blick in den Schritt (zuletzt gesehen bei einem Exalted-Supplement).
Ohne jetzt wirklich an der Diskussion teilnehmen zu wollen, aber ich bezweifle sehr stark dass Savant & Sorcerer (das besagte Exalted Supplement) von den meissten Exalted Fans gekauft wurde, weil darauf eine spärlich bekleidete Frau aus ungewöhnlichem Blickwinkel abgebildet ist. Das Cover zieht natürlich die Aufmerksamkeit auf sich und hat bestimmt den einen oder anderen dazu gebracht, es im Laden in die Hand zu nehmen und mal reinzuschauen, aber die Kaufentscheidung basiert höchstwahrscheinlich eher auf "Ich will ein Supplement über Exalteds Magie" als auf "Oooh... Frau... *sabber*". Zumal man Frauen mit gar keiner Kleidung und aus noch ganz anderen Blickwinkeln im Internet millionenfach und vorallem gratis findet, wenn man das will.
Bluerps
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Ich kann mich Bluerps da leider nur anschließen.
Bei besagtem Werk war es sogar so, dass ich mir überlegt habe, ob ich mir das Buch überhaupt kaufen soll. Der Ínhalt war interessant....aber dieses schreckliche Cover....
"Das Buch der drei Kreise" war schon mal was anderes, hatte aber noch was. Aber die Frau auf dem S&S ist durch die Perspektive derart verzerrt, das es mich nur schüttelt. Ohne sie oder sie einfach in einer anderen Perspektive, hätte aus dem Bild was werden können.....der Hintergrund sieht ja klasse aus.
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Jaja, S&Ss "crotch-tastisches" Cover. :D
Meine erste Reaktion als ich das reine Bild (Also nicht das Cover, zu dem Zeitpunkt war das Buch nämlich noch nicht heraußen.) war das klassische "Argh, MEINE AUGEN!!!!", aber wenn es dann kleiner auf dem Cover ist es nicht mehr so furchtbar. Nicht gut (Obwohl handwerklich gut gemacht.), aber wenigstens nicht mehr Augen-ausstechend schlecht.
Eigentlich finde ich es nur lustig. Aber ich hba auch einen eigenartigen Humor. :)
M
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(Obwohl handwerklich gut gemacht.)
Ja, Hyung-Tae Kim hat durchaus was drauf, allerdings zeichnet der seine Frauen öfter so - wenig an, dafür viel dran.
Eigentlich finde ich es nur lustig. Aber ich hba auch einen eigenartigen Humor. :)
Das ist die beste Art Humor. :D
Bluerps
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Ja, Hyung-Tae Kim hat durchaus was drauf, allerdings zeichnet der seine Frauen öfter so - wenig an, dafür viel dran.
Ja, bei der Typin kräuselts einem die Zehennägel. :P
(Und alles was ich jemals über Anatomie gelernt hab begeht kreischend Selbstmord.)
Das ist die beste Art Humor. :D
Jep, hin und wieder ist es cool in allem irgendwas lustiges finden zu können. Aelbst wenn es sehr zynisch ist über manche Dinge zu lachen. :)
M