V for Vendetta ist kein Actionfilm in dem Sinne, das ist mal klar.
Er hat mir sehr gut gefallen, aber ich fand ihn nicht "überwältigend - boah - Augen aufreiß - unglaublich". Ich kann es gar nicht so sehr definieren, was mir für diesen letzten Kick fehlte, weil ich den Film eigentlich sehr stimmig umgesetzt fand.
Faszinierende Bilder, gute Story, sehr gute Darsteller in für sie perfekt passenden Rollen, interessante Dialoge (auch wenn ich diese ebenfalls vieeel lieber im Original gesehen hätte, aber in Mannheim kommt ja in letzter Zeit entweder gar nix oder nur noch Schrott in der OV), bewegende Geschichte und ein schlüssiger Spannungsbogen - eigentlich hatte der Film also alles. Aber dennoch, irgendwie hat es für den "fünften von fünf Sternen" oder den "zehnten von zehn Punkten" nicht gereicht.
Was mich in der deutschen Synchro auch gestört hat, war,
dass in der Verhörszene für den Zuschauer sofort klar wurde, dass V derjenige ist, der Evey festhält, d.h. es war überhaupt keine Überraschung mehr, als sie dann in Vs Gewölbekeller rauskam.
Okay, daraufhin stellt sich die Frage, ob es überhaupt für den Zuschauer eine Überraschung hätte sein sollen - oder ob vom Regisseur von vorneherein geplant war, dass "nur Evey" überrascht davon ist, wer ihr Peiniger war und dass das dem Zuschauer außen eben schon vorher klar werden soll.
Dazu müsste man halt mal die OV sehen und wissen, ob und wie Herr Weaving seine Stimme da eingesetzt hat und ob diese im Original ebensoleicht zu erkennen war wie in der Synchro.
Im Gegenzug wiederum fand ich die Szenen um den Brief, den Evey in ihrer Zelle findet, extrem berührend.
Gelacht habe ich übrigens bei der Szene, als im TV die Nachrichten laufen und dort was von der "Vogelgrippe" erzählt wird, hähä. Wie passend!
Sonst noch was zu erwähnen? Vorläufig nicht. Aber vielleicht fällt mir ja noch was ein.
Ja, die Vogelgrippe haben sie sicher nachträglich eingefügt. :d
Ich war also auch drin, mit ein paar Kollegen. Er war in Ordnung. Nicht ganz das was man erwartet aber genau das was ich erwartet hab nachdem ich diesen thread gelesen habe Wink
Diesen Film überhaupt mit ActionFilmen zu vergleichen scheint mir aber absolut fehl am Platz. Auch das ach so unpassende "Aufdrehen" am Ende war eine sehr nüchterne Erkenntnis. Der Film hält von vorn bis hinten eigentlich genau das gleiche seichte Tempo. Einen Spannungsbogen konnte von uns eigentlich niemand ausmachen, es war ja klar worauf alles hinausläuft.
nicht das mich das gestört hätte, gegen Ende zig Kampfszenen einzubauen (wie überall erzählt wurde) hätte auch nur zu viel kaputt gemacht.
V mit seiner absoluten Konsquenz und eindimensionalen Linie war auch leider nicht die Sympathiefigur die wir uns erhofft hatten. Aber vielleicht sollte er es auch nicht sein.
@Spoiler: meine Kumpels und ich haben erst gedacht wir hätten uns verhört, so das wir nicht mehr darauf geachtet haben. Die Auflösung schien viel zu unglaubwürdig zu sein als das sie irgendjemand von uns in Betracht gezogen hätte. Was den Film durch diesen Absschnitt natürlich ein ganzes Stück nach unten gezogen hat.
die ganze Idee des Terroristen Ausbildungslagers dahinter war ohnehin hart an der Geschmacksgrenze
ewas Lächerlich war auch der Bluff mit der Unbesiegbarkeit am Ende, mein erster Gedanke war: "schutzweste?"
war in Ordnung, aber nicht der Brüller. Dafür einige Szenen bei denen man überlegen muss ob man das jetzt gut oder schlecht finden soll, was da passiert.