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Das Tanelorn spielt => Tanelorn-Studios proudly presents => Spieltisch - Archiv => Forenrollenspiele => Videothek => Thema gestartet von: Joerg.D am 26.03.2006 | 17:31
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Der Frühling brach ein in Eisen und je weiter sich unsere Helden von Thurau entfernten, desto wärmer wurde es. Innerhalb von ein paar Tagen wurde es wärmer und der Regen roch nicht mehr nach Tod und Verderben, sondern nach Frühling.
Die ersten Krokusse und Winterlinge brachen aus den Boden und an den Bäumen platzte das Grün hervor.
Die Menschen bekamen bessere Laune und als Jason einem Eisenaländischen Bauern bei der Geburt eines Kalbes half, wurde Ihm trotz des Verlustes von Anselm und Oceanne klar, das das Leben ein ewiger Zyklus ist.
Es war sowieso, als wenn ein düsteres und gefährliches Kapitel zuende war und alles wieder normal verlief, wenn in den Eisenlanden irgendetwas normal war.
Die Freunde sahen junge Männer und hübsche Frauen, welche Händchenhalten durch Eisen liefen und Djego freute sich über das auftauchen eine Biene, die nach den ersten Blüten des Jahres suchte wie ein kleines Kind.
Es waren immer noch viele Gerüchte im Umlauf, die von Thurau und Anselm erzählten. In keinem kamen die Freunde gut weg.
Die Städte entlang des Reiseweges richten sich auf den Krieg ein, Zwei Fürstentümer waren erobert worden und der Armee des jungen Fürsten von Anstätten walzte unaufhaltsam durch das Land und zerschlug jeglichen Wiederstand.
Als die Gruppe in einem Ort namens Olste übernachtete, überbrachte ein Reisender ein seltsames Gerücht.
Der Fürst zu Anstätten hätte seine Armee größtenteils aufgelöst und schickte Seine Untertanen jetzt sähen und Ackerbau betreiben. Kaum ein Reisender glaubte was der verwunderte Reisender erzählte, zu gut war die Vorraussetzung des Fürsten gewesen, noch ein paar schwache Fürsten in Sein Reich ein zu verleiben, jetzt würden die Fürsten auf Seine Angriffe reagieren können und Söldner anwerben.
Aber die Gerüchte um das Auflösen der Armee mehrten sich in den nächsten Tagen.
Mutter hatte die Gruppe weit weg von Thurau geführt und in Olste musste man den geschundenen Tieren eine Pause gönnen und die Verletzungen ausheilen.
Djego wartete auf eine Nachricht vom Rattengesicht, um sich Gedanken über die Befreiung seines Cousins zu machen , als die warmen Strahlen der Sonne am Himmel einen riesigen Greifen zeigt, der sich zielsicher auf das Feld des Bauern zugbewegte. Aber was war das, auf dem Rücken des Greifen saß ein Junge!
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Die Sonne hatte sein Gemüt wieder etwas aufgeheitert. Der Verlust von Anselm und Oceanne hatte ihn traurig
gestimmt. Aber so schnell würde er sich nicht unterkriegen lassen. Malik war gespannt, was für Abenteuer sie
noch erwarten sollte. Langsam wurde die Gruppe kleiner. Juhan war nicht mehr bei ihnen, dann die Sache in
Thura. Er hoffte, dass die anderen nicht auch noch gehen würden.
Zuerst mussten sie wohl jetzt klären, was mit Diegos Verwandtem war. Dann müssten sie sich noch um das Rätsel
mit der Waffe kümmern. Er hätte vielleicht doch, als sie auf dem Hof von Juhans Vater waren nach seinem eigenem
Vater gucken sollen. Ihn zu fragen wäre sicher das einfachste. Und danach würde er mit Jason gehen. In dessen
Heimat gab es ein Mädel, das auf ihn wartete.
Malik kaute gerade wieder irgendetwas. Die Freunde hatten bis heute nicht rausbekommen, woher er immer wieder
Essen bekam.
"Was meint ihr?"
Er erinnerte sich noch an die letzte Begegnung mit einem Greifen. Irgendwie gefiehl im das Ganze nicht. Aber er würde
erst einmal warten was passiert.
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Raphael erhob sich aus dem Sonnenbeschienem Graß, auf einem Halm kauen, und peilte mit einem Stirnrunzeln die Lage.
Es kam ihm noch nicht bedrohlich vor.
Der laue Frühlingswind zerzaust sein sowieso imer etwas wildes Haar, was jedoch seid letztem mal etwas gestutzter schien.
Die Kleidung der Gefährten ist frisch, so wie die ersten Blumen um sie herum... das alles wollt enicht so recht zu dem Schatten passen, der sich gerade über sie legt, als der Greif die Sonne passiert.
Raphael blickt instinktiv nach Amy, die hier irgenwo herumtollen musste. Dass Verhältnis zu ihr ist wieder etwas mehr aufgetaut, nachdem...
"Was meint ihr?"
Raphael richtet sich auf, er scheint erst jetzt zu realisieren dass er garnicht träumt.
"Ganz ehrlich, Malik" er Schnippt den Halm aus seinem Mund, und stemmt den Arm in die Hüfte, wo kein Waffengurt zu sehen ist. "...ich habe keine Ahnung!"
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Jason sah zum Himmel.
Ein Junge auf einem Greif. Ein seltsamer Anblick.
Jason hatte einmal von "Greifenreitern" gehört, hielt sie aber bis heute immer für ein Gerücht.
"Greifenreiter" murmelte er.
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Der Junge stieg ab und fütterte seinen Greif, der sich neugierig die Schaafe auf der Weide ansah.
Dann begab Er sich zielstrebig auf das Gehöft zu.
Er war vielleicht 12 Jahre alt unglaublich dünn und in sehr edle Kleidung gehüllt.
In Seinen Augen war aber eine wache Intiligenz zu sehen, die mehr als nur einen einfachen Jungen vermuten ließ.
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Die Kamera schwenkt von links nach rechts über Raphael der neben Malik steht, auf Malik, auf Djego der rechts von Malik steht, Auf Jason der ganz rechts steht.
"Wir sollten nichts überstürzen!" Die Kamera schwenkt zurück zu Malik, er blickt zur Seite und... Raphael ist weg.
Man sieht hin recht offen in Richtung Hof schlendern... in Hörweite, aber mindestens 40 Schritte Abstand, die er auch nicht bricht.
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Diego verfolgt Raphaels Schritte mit seinem Blick. Er beschirmt seine Augen und mustert das Gehöft. Mutter stupst ihn an und Diego fährt zusammen.
"Ich weiß nicht.", murmelt er. Mutter nickt. "Merkwürdige Omen.", brummt der Eisenländer.
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"Zumindest sollten wir was anderes tun, als dumm hier rumzustehen."
Malik schlenderte hinter Raphael her.
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Jason zeigt wenig Lust, allein zurückzubleiben.
"ABer lasst sicherheitshalber die Finger von den Waffen. Greife reagieren da sehr allergisch. Dieser scheint übrigens sehr gut im Futter. Wenn man bedenkt das er in Eisen lebt."
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Der Junge geht zum Bauern und dieser weißt auf die Gruppe.
Zielstrebig geht Er dann auf Djego zu.
"Du musst Djegio sein," sagt Er in Castilianisch mit schweren Eisen Akzent.
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Diego hebt eine Braue. "Und mit wem habe ich das Vergnügen?", antwortet er. Natürlich, er ist noch in Eisen, und eigentlich müsste er seinen Namen verschweigen. Aber irgend etwas sagt ihm, dass der Junge eine wichtiges Omen für ihn ist. Der Junge...und der Greif, der aufmerksam die Gruppe beobachtet.
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" Justus von Rheinhold ist mein Name."
Der Junge sah Djego tief in die Augen.
"Rattengesicht hat mir erklärt, wo ich Euch finden kann und gesagt, ich solle Euch diesen Brief übergeben."
Dann blitzte Neugier in Seinen Augen auf:
"Ihr seid mit unserem Schmied verwandt, nicht?"
Weiter hinten hatte sich ein übermutiger Hund in die Nähe des Greifen gewagt und bellte diesen an. Der Junge sah besorgt zum Greif und schimpfte:
"Heda, Landmann!
Schaff Deinen Köter von meinem Greif weg, bevor Er Ihn als Essen in Betracht zieht."
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Malik war erstaunt, dass der erste Brief an Djego so kam.
Er hatte mit etwas unauffälligerem gerechnet.
Warum blos mit einem Greifen?
Irgendwie begann er, der Sache zu mistrauen. Aber er
wollte sich nicht einmischen, also überlies er Djego die Sache.
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Diegos Gesicht hellt sich auf.
"Ah, der Brief, ja...ich danke Euch, Justus von Rheinhold." Die Frage nach der Verwandschaft ignoriert er. "Ich wusste nicht, dass es hier Luftpost gibt.", meint er jovial und grinst. "Hat Euch Rattengesicht auch gesagt, dass Ihr einen Antwortbrief zu Senor Pedro mitnehmen sollt? Wenn ja, würde ich Euch bitten zu warten, bis ich ihn geschrieben habe, und ihn dann mitzunehmen...sofern Euer Reittier seinen Hunger noch etwas zügeln kann..."
Der Greif schnappt spielerisch nach dem Hund, der sich jaulend zurückzieht, um neugierig unter einem alten Pferdekarren hervorzulugen.
Diego überlegt. Die Botschaft per Greif zu schicken erscheint ihm äußerst ungewöhnlich. Aber er muss die Gelegenheit beim Schopfe packen.
Er nimmt den Brief an sich.
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"Ich kann eine Nachricht für Rattengesicht mitnehmen, wenn Ihr das möchtet."
Justus sah nach Seinem Greif.
"Und Cicero sollte eigendlich lieber keine Hunde essen, er hat einen fürchterlich empfindlichen Magen."
Dann wendete Er sich wieder an Djego
"Das hier ist keine Luftpost, ich fliege die Grenzen ab und sehe, ob sich ein Heer oder einer größere Räuberbande sammelt. Mein Vater hat Angst, das Karl Ihm nach zwei eroberten Grafschaften auf den Pelz rückt. Desshalb geht Er auch so riegeros mit den Wegelagerern um. Er möchte keine Angriffsfläche bieten.
Und Rattengesicht bat mich Ihm einen kleinen Gefallen zu tun. Dafüt besorgt Er mir das Medikament für Ciceros Magen.
Ein guter Tausch, da ich sowieso in die Gegend musste."
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Raphael stutzt, und betrachtet sich das Tier genauer (nicht aus derNähe, sondern genauer).
Es ist eigentlich sehr schön, wenn auch gefährlich, so wie sich die Sonne auf dem Fell/Gefieder wiederfindet.
"Sehr Edel..." murmelt er vor sich hin... lockere Pose, ohne ein Zeichen von Angriff oder übermäßiger Aufmerksamkeit.
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"Habt Dank." Diego nickt dem Jungen zu. "Es dauert nur ein paar Minuten, ich überfliege den Brief und setze eine Antwort auf."
Mit einem Nicken quittierte der Junge die Antwort und Diego setzte sich in Richtung Gehöft in Bewegung. "Hat einer von euch einen Federkiel in der Tasche?", fragt er über die Schulter. Zu seiner Überraschung antwortet ihm - Mutter.
"Danke.", grinst er und öffnet den Brief, während er sich vor das Haus auf eine Bank setzt.
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Djego, ich weiß nicht ob dieser Brief Dich wirklich erreicht, aber mach bitte keine Dumheiten. Ja, ich komme hier nicht weg, aber ich habe ein luxoriöses Zimmer und eine herforragende Schmiede.
Kurzum es geht mir gut. Nur den Castilianischen Wein vermisse ich sehr.
Sag Mutter und Vater auch, dass es mir wirklich gut geht und ich von dem Schmied hier sogar noch etwas lernen kann, wenn es um Breitschwerter und Zweihänder geht.
Ich werde also nicht gehen, bevor ich all Seine Geheinisse gelernt habe.
Aber am faszinierendsten sind die Greif die sie hier züchten, große stolze Tiere.
Wenn ich sie sehe, dann könnte ich weinen, das sie in Castilien ausgerottert wurden, nur weil sie über eine Art Magie verfügen.
Theus hat diese Tiere schon geschaffen , bevor die Magie Thea korrumpiert hat. Es kann nicht schlecht sein.
Alles Liebe dieser Welt
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Diego nagt an der Unterlippe, während er liest. Schließlich endet er und lässt das Pergament sinken.
"Spinnt der?", entfährt es ihm, ehrlich entsetzt. "Ich kann das nicht glauben - er war immer schon ein Pragmatiker, deshalb will er noch nicht verschwinden. Aber dass er von Greifen schwärmt..."
Er sieht auf das Blatt, sieht Pedros Handschrift, die geschwungenen Linien, aber trotzdem will das nicht recht zu Diegos Bild, das er von Pedro hatte, passen.
Sie waren zusammen aufgewachsen, Pedro war vier Jahre älter als Diego und bei weitem kräftiger gebaut als er. Schon früh war für den Sohn eines Pferdezüchters klar, dass er mehr wollte als das kleine Gestüt von Diegos Onkel versorgen - er wollte Schmied werden. Dem Vater zuliebe ging er zu einem Hufschmied, doch was er dort herstellte, erinnerte mehr an Dolche als an Hufeisen. Das kostete ihn die Stellung, und er gestand, dass er Metall zu Waffen formen wollte, koste es was es wolle. Diegos und Pedros Vater teilten sich schließlich die Kosten für Pedros Ausbildung, und er genoss die Lehren der besten Waffenschmiede, die aufzutreiben waren. Nach mehreren Jahren übertraf Pedro sie alle, und seine Wissbegierigkeit kannte noch lange keine Grenzen. Er beschloss, Castilien den Rücken zu kehren - und während Diego die Meere befuhr, wanderte Pedro durch die Welt und versuchte, die letzten Geheimnisse des Schmiedehandwerks aufzuspüren und zu lernen.
Wenn er hier etwas gefunden hatte, war es schwer, ihn davon abzubringen. Aber hier war er nicht sicher - und Diego hatte den Auftrag von Pedros Vater, ihn wohlbehalten zurückzubringen. Was blieb ihm übrig?
"Ich werde ihm einen Brief zurückschreiben...", murmelte Diego, und wenn ich könnte, würde ich ihm zusätzlich noch eine reinhauen, fügte er in Gedanken hinzu. Die Familie macht sich tödliche Sorgen, und Pedro weint um Greife! Pah!
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Malik beobachtete, wie Raphael den Greifen betrachtete. Er fühlte sich in der Gegenwart des
Tieres unwohl. Nach ein paar Sekunden ging er hinter Djego her.
"Und, gute oder schlechte Nachrichten?"
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Diego wirkt unwirsch. "Pedro spinnt. Er will dort bleiben, um mehr über das Schmiedehandwerk zu erfahren - diese vermaledeite Wissensgier...aber ich werde ihn mitnehmen, ob er will oder nicht."
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Malik war verwirrt. Das klang weder nach gut, noch nach schlecht. Er kramte in seiner Tasche, und zog etwas hervor, dass er zu kauen begann.
"Komisch, komisch. Ich glaube, wir werden dir helfen."
Sein Blick schweifte durch die Gegend. Seine Familie würde wohl warten müssen. Die Himmel war klar, nur ein einziges kleines Wölkchen trübte seine Sicht. Ob das ein böses Omen war? Er hoffte nicht.
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Jason war in Gedanken gerade wieder zu Anselm abgeschweift.
Anselm, Juan, Oceanne.
So klein ihre Gruppe war, sie hatten hohe Verluste hinnehmen müssen.
Er war nicht bereit, weitere Verluste zu akzeptieren.
Als er Maliks Worte hörte, war für ihnklar:
Er würde Tyrconnel erst wiedersehen, wenn wirklcih alles erledigt war.
Leise trat er zu Diego.
"Natürlich werden wir dir helfen...."
Dann reichte er Diego die Hand.
"Gefährten, bis zum Sieg oder in den Tod."
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Ein Lächeln huscht über Diegos Gesicht. Dankbar nickt er.
"Verglichen mit...dem Anliegen unseres Freundes ist das hier quasi ein Kinderspiel.", sagt er leise und sieht Anselm vor sich, in der Burg, umringt von Wulfilas Schergen, das zornige Gesicht beleuchtet von Feuer. Eine Szene, die er nie vergessen wird.
"Ich werde einen Brief aufsetzen, so wie wir ihn uns in unserer Kindheit geschrieben haben. Pedro kennt mich gut, und ich weiß, dass er verstehen wird, dass ich komme. Dann reisen wir weiter, während unser geflügelter Briefträger den Brief überbringt. Wahrscheinlich werden sie ihn lesen, bevor sie ihn Pedro übergeben, aber sie werden den gemeinten Sinn nicht erkennen."
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Die Sonne stieg langsam höher und entwickelte eine bemerkenswerte Kraft.
Ein paar Vögel flogen zwitschernd an der Gruppe vorbei.
"Schwalben."
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Raphael stimmt der ganzen Sache zu. Ein leichtes Wippen jedoch verrät zweifel an seiner Entscheidung. Er schiebt sich etwas Süßes in den Mund.
"Wann geht es los?" fragt er kauend und nachdenklich zu Boden guckend.
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Lieber Cousin,
Ich danke dir, dass Du mir geschrieben hast und dich so voller Freude über deine Umgebung äußerst - es freut
mich außerordentlich, zu hören, dass man dich gut behandelt und dass du begierig, wie immer, den Lehren
der Schmiede in Eisen folgst.
Dennoch wisse, dass sich dein Vater grämt und sich Sorgen macht, ob es dir gut geht. Nun, da ich Nachricht von
dir habe, kann ich ihm berichten, aber trotzdem: Merkwürdig ist es schon, dass deine neuen Herren versuchen,
die Familie zu erpressen, findest du nicht? Ich habe diesen Weg gefunden, um dir zu schreiben, denn
ich bin hier, um das vereinbarte Lösegeld zu übergeben. Aber wenn du sagst, du bist freiwillig hier, kann das
nur bedeuten, dass man uns reinlegen will. Oder aber du hast eine perfide Methode gefunden, deinen Vater um
noch ein paar Goldstücke ärmer zu machen, du gieriger Fuchs!
Wie dem auch sei, dein Vater lässt dir ausrichten, dass sein siebzigster Geburtstag näher rückt und er
seinen Sohn noch einmal sehen will, bevor er Theus gegenübertritt. Also mach dich so schnell wie möglich auf den Weg nach Hause -
du weißt dass wir alle dich erwarten und dein Vater noch einmal mit dir unter der alten Eiche am Fluss sitzen
und seine Geschichte von Horacio und Dahlila erzählen möchte.
Ich verbleibe und hoffe auf Antwort
Theus mit dir, lieber Cousin
Diego
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Diego faltet das Pergament zwei Mal und schnürt es mit einem Faden zusammen. Pedro würde den Code erkennen.
Nicht sein alter Vater, sondern Diego hatte mit seinem Cousin immer unter der alten Eiche gesessen. Einen Fluss
gab es dort weit und breit nicht, allenfalls ein kleines Rinnsal, das an den Weiden der Morales vorbei floss.
Doch der FLUSS war das Codewort, dass sie beide sich als Kinder ausgedacht hatten - die Anfangsbuchstaben
eines Gedichtes von Horacio y Almerde:
Flieh, Licht! Unter seidigen Schatten
verbirgst Du Dein sonnig Gesicht.
Endlich, verborgen, verhalten
Steh'n Liebende, fürchten Dich nicht.
Die Geschichte, von der er schrieb, war die, die Pedro und er sich auf Grundlage des Gedichtes ausgedacht hatten -
ein großer Held, der seine Angebetete aus den Klauen eines bösen castilischen Adligen rettete. Der Held schlich sich in die Burg
des Adligen und gab sich als Gaukler aus. In dem er einen Zaubertrick vorführte, lies er seine Geliebte vor
den Augen des bösen Adligen verschwinden. Ein Szenario, das Diego als Plan zur Befreiung von
Pedro auszubauen gedachte...
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Der Junge nam den Brief und das Geld, wobei Er die Augenbraun ob der niedrigen Summe hochzog.
Das stürmte Er zurück zu Cicero und schweng sich auf dessen Rücken.
Der Vogel kotete noch einmal und streckte die wohl 10 Meter messenden Flügel aus, auf deren goldenen Federn sich die Sonne spielgelte.
Dann erhob Er sich mit kraftvollen Flügelschlägen in den Himmel und suchte wohl Winde, die Ihn tragen sollten.
Der Bauer, bei dem die Helden zu Gast waren rannte auf das Feld und sammelte den Kot auf. Dann verteilte Er Ihn sorgsam in kleinen Portionen rund um die Koppel mit den Schaafen.
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"Scheint die Wölfe fern zu halten.", grinst Diego und beschirmt seine Augen, um dem davoneilenden Greifen nachzublicken. Dann winkt er alle herbei.
"Hört zu. Pedro wird hoffentlich den Brief auch erhalten und dann wissen, dass ich komme. Egal, ob dieser Brief ernst gemeint war oder nicht - ich bin entschlossen, ihn nach Castilien mitzunehmen. Ich habe auch schon einen Plan, wie wir das anstellen...dafür brauche ich die Mithilfe von jedem von euch.
Kennt ihr die 'Zauberschau von Davidio Kupferfeld, dem Scharlatan von Vodacce?"
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Jason muss lächeln.
"Ja, ich habe Kupferfeld mal erlebt. Sein Trick besteht eigentlich in der leicht bekleideten, gut gebauten Eisenländerin, die ihn begleitet und die Blick auf sich zieht."
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Diego mustert Jason. "Ich glaube, Du bist zu schlank für diese Rolle." Er grinst.
"Ich habe bei meinen Reisen einige Scharlatane, Schamanen und Zauiberer kennengelernt, die keine echte Magie benutzen - nur die Kraft der Illusion. Ein paar Tricks habe ich auch gelernt - einer davon ist die Magische Truhe, die Gegenstände und Menschen verschwinden lassen kann. Wir müssten eine solche Truhe bauen und Pedro bei dem Zaubertrick hineinstecken. Zuvor bitten wir ein paar Hofangestellte hinein, machen ein paar Mätzchen, zersägen sie und setzen sie wieder zusammen. Dann kommt Pedro hinein und wir lassen ihn verschwinden und an seiner Stelle zwei oder drei Tauben aus der leeren Kiste emporsteigen."
Während er erklärt, geht er auf und ab. "Wir benötigen Verkleidungen, um nicht aufzufallen, aber unsere Waffen müssen wir trotzdem mitnehmen - für alle Fälle. Und einen Karren, den wir bunt bemalen müssen..."
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Malik lachte auf.
"Wir als Gaukler... na da bin ich mal gespannt."
Als Diego auf den Karren und das Bauen zu sprechen kam guckte er ihn an.
"Das mit dem Bauen dürfte nicht das Problem sein. Ich bin da ganz gut drin,
allerdings müssten wir wohl erst die Materialien auftreiben. Denn auch der
beste Schmied braucht sein Eisen."
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Diego nickt. "Natürlich. Ich rechne mit etwa einer Woche Vorbereitung.Am Ende jeden Tages werde ich euch die Tricks erläutern, mit denen wir arbeiten werden. Und am Ende der Woche steht die Generalprobe an.
Materialien werden wir nach und nach zusammentragen...Mutter, kennst du einen Ort in der Nähe, wo wir so etwas ungestört bauen könnten?"
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Mutter grummelte:
"Ja, hier in der Nähe wohnt ein alter Fideli aus Ussura.
Der hat eine Schmiede für Kessel und Kleinkram.
Außerdem dürfte Er wissen, wo wir Kostüme herbekommen.
Aber haltet Eure Börsen gut fest, wen Er in der Nähe ist und spielt nicht mit Ihm Karten."
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Diego tut überrascht. "He, die Bezwinger der Angels stehen vor seiner Tür! Der wird sich noch umsehen. Na gut, dann schlagen wir dort mal unser Lager auf. Wenn ihr alle mit dem Plan einverstanden seit, schlage ich vor, wir sehen uns diesen Ussurer mal genauer an...."
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Niemand hatte etwas dagegen und kurze Zeit später standen die Helden vor einem windschiefen Gasthaus auf dessen Dach Ziegen grasten.
Durch Jason zuckte ein plötzliches Heimweh, besinders als Er den Geruch von Meer und einem Torffeuer in der Nase aufnahm.
Der Fideli Vitali stand vor der Tür einer kleinen Kupferschmiede und bearbeitete mit seinen dünnen Armen ernergisch einen Kessel.
Seine riesige mehrfach gebrochene Nase lenkte fast von dem fehlenden Auge und den strubbeligen schwarzen Haaren ab und die großen muskulösen Hände schienen so gar nicht zu dem Rest des Körpers zu passen.
Neugierig sah Er die Gruppe an und bedachte Mutter mit einem blumigen Stauß Fideli Flüche, bevor Er Ihn in die Arme nam und auf beide Wangen küsste.
"Mutter mein lieber Schwager, deine Schwester wird sich freuen das Du alter Hurensohn noch lebst."
Mutter grummelte etwas unverständliches in Seinen Bart
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Diego mustert Mutter, bevor er Vitalis windmühlenartig umherschlagende Hand ergreift und kräftig schüttelt.
"Ist mir 'ne Freude, Mutter hat mir viel Gutes über Euch erzählt, Meister!" Diego grinst breit und entblößt dabei seine blitzenden Zähne - das Lächeln fällt ihm immer noch schwer nach dem ertragenen Leid um Anselm.
"Das sind Freunde von uns - Jason, Raphael, Malik. Und ich bin Diego."
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Djegos Hand prickelte noch eine Weile von dem starken Griff Vitalis nach.
Vitali sah Djego an:
"Es wundert mich, das diese Ausgeburt von Hässlichkeit und schlechter Launde jemals etwas gutes über mich gesagt hat. Er ist immer noch sauer, weil ich Ihm damals in der Hochzeitsnacht beim Kartenspielen sein Pferd abgenommen habe.
Aber kommt nur rein, Vitali macht Euch etwas zu Essen und trinkt einen Vodka mit Euch."
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Essen? Vodka? Und vor allem Gastfreundschaft.
Jason war froh, dies in Eisen erleben zu dürfen.
Es war selten genug.
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"Wir Castilier neigen zu Übertreibungen.", erwidert Diego und zwinkert Vitali zu. Dann folgte er ihm in das Innere des alten Gasthofes. "Aber Mutter ist die meiste Zeit ziemlich brummelig, deshalb gebe ich kaum etwas auf das, was er in seiner Laune sagt. Aber das mit dem Pferd müsst Ihr mir mal genauer erklären, das hat er nie erwähnt.", fügt Diego hinzu und fängt sich einen unsanften Nierenhieb von Mutter ein.
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Vitalis Gesicht bekam nach dem ersten Vodka Farbe und das Essen, wleches Er unter einer Geheimtür hervorkramte sah gut aus.
Jason konnte noch eine Blick auf ein Fass mit einem vertrauten Brandzeichen Aye Lad Tyconell schoss es durch Jasons Kopf.
"Ach das Pferd"
Vitali ließ ein Grinsen mit vielen weißen Zähnen sehen.
"Ich habe es zum Züchten benutzt und viele gute Nachfahren.
Und Mutter wäre es sowieso nur unter dem Arsch getötet worden.
Dabei hatte Er das Pferd selber nur gestohlen, einem besoffenen Eisen seine eigene Mähre gebracht und das gute Pferd gleich zur Flucht benutzt."
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Malik grinste. Das Essen war gut und die Geschichte auch. Er war sehr gespannt,
wie Djego sich die ganze Sache vorgestellt hatte. Er freute sich jedenfalls drauf.
"Danke für das Essen... schmeckt echt gut."
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Das Essen war gut, aber auch scharf.
Malik merkte nach mereren Bissen, wie Ihm heiß wurde und Er anfing zu schwitzen.
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Jason schielte versonnen auf das Fass mit dem Tyrconnel Whisky.
Vitali scien ausgezeichnete Kontakte zu haben... so ein Schluck würde ihm jetzt bestimmt gut tun.
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Jason hatte wohl etwas lange und intensiv auf die Klappe gestarrt.
"Ist irgend etwas" fragte Vitali.
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Jason wurde sich seiner Unhöflichkeit sofort bewusst und erschrak.
"Entschuldigt bitte, aber ich bin fasziniert einen Whisky aus meiner Heimat hier zu sehen."
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Vitali grinste breit:
"Guter Stoff, haben die Angels in Thurau immer getrunken.
Jetzt werde ich den Kram nicht mehr los, weil Sie der junge Graf verjagt hat.
Schade, haben guten Umsatz gemacht."
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Malik überlegte was so ein Fass Whisky wohl kosten würde. Bisher hatte er, wenn
überhaupt, nur mal nen Glas gehabt. Aber gleich nen ganzes Fass.
Vielleicht sollte ich Jason eine Freude mache. Aber wohin mit dem Fass. Mitnehmen
wäre eher schlecht. Obwohl, hatte Djego nicht eh was von Kisten und ähnlichem gesagt.
Malik kaute zu Ende und fragte dann Vitali:
"Sag mal, was willst du für das ganze Fass haben?"
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"Für das ganze Fass?"
Vitali bekam glänzende Augen.
"So um die 200 Gulden, ein Freundschaftspreis.
Ich muss vorher noch ausmessen, wieviel ich schon verkauft habe."
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Kurze Zeit später hatte Vitali das Fass ausgemessen.
"So, ich würde es für 180 Gulden verkaufen, ich könnnte dem Herren aus Innesmore noch eine Flasche schenken, damit wir auf eine gerade Summe kommen."
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Malik kramte in seiner Tasche und förderte 80 Gulden zu Tage. Er war etwas erstaunt, da er keine Ahnung hatte,
dass er die noch dabei hatte.
Komisch, ich hatte mit wesentlich weniger gerechnet.
Er guckte die anderen an:
"Also ich würde meinen Teil dazu tun. Wie siehts beim rest aus? Schließlich wollten wir nen Fass kaufen."
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Jason greift ebenfalls in die Tasche.
Er findet noch 100 Gulden.
"Also 80 Gulden könnte ich noch dazu tun. Die anderen 20 sollten wir besser aufheben."
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"Wir könnten um den Rest ein kleines Kartenspiel machen!"
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"Kartenspiel hört sich auf jeden Fall nicht schlecht an. An was hattet ihr denn gedacht?"
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Jason hält sich bei dem Thema lieber zurück.
Er weiss, das er bei Karten noch nie Glück hatte, Malik ist da sicher der kompetentere Mann.Still lächelt er in sich hinein.
Der Ussurer ahnt nicht, auf was er sich da einlässt.
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"Na Doppelkopf oder Bauernschreck (Skat)"
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"Ich wäre für beides zu haben. Aber der einfachheit halber, lasst uns Bauernschreck spielen?"
Er guckte seine Kameraden an.
"Wer von euch will noch mitspielen?"
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Die anderen verneinen und Malik nimt das angebotene Kartenmdeck u, es mit einer erschreckenden Eleganz zu mischen.
Vitali fängt an zu grinsen:
"Ah ein Könner!"
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"Naja, ich hab schon das eine oder andere Mal gespielt,
aber schon lange nicht mehr. Meistens wollten die anderen gar nicht mehr."
Er liest mit Absicht ein paar Karten bei Mischen rausrutschen.
"Ups."
Dann packte er sie wieder rein und mischte noch schnell erneut durch.
Dann legte er die Karten vor Vitali.
"Bitte."
Vitali hob ab und Malik begann, die Karten auszuteilen. Er war sich ziemlich sicher,
dass er gewinnen würde. Er erinnerte sich daran, wie er das Spiel gelernt hatte.
[- CUT -]
Malik, eine Menge Jahre Jünger, sitzt mit 2 anderen Personen am Tisch. Offensichtlich
sein Vater und sein älterer Bruder.
"So Junge, hast du alles verstanden."
Malik nickt und sein Vater teilt die Karten aus. Die Kamera fährt von hinten heran
und zoomt auf Maliks Karten. Offensichtlich hält er ein gutes Blatt in der Hand.
Wenige Augenblicke, ein paar Flüche seines Vaters und seines Bruders später, und
Malik hat sein erstes Spiel gewonnen.
Die Zeit läuft jetzt ab wie im Suchlauf. Maliks Gesicht verzieht sich trotz allem um
keine Miene. Nach einiger Zeit, es ist draussen inzwischen duster geworden, wird
die Zeit wieder normal.
Malik gewinnt gerade zum wiederholten Male.
"Das kann ja wohl nicht wahr sein. Du gewinnst ja fast nur."
"Recht hast du Vater, und wenn er mal verliert, dann nur sehr niedrig."
Malik hat eine unschuldige Miene aufgesetzt.
"Ich kann da doch nichts für. Ihr wisst doch wie das läuft. Mal verliert man, und
mal gewinnen die anderen."
"Werd nicht frech."
Die letzten Worte kommen von Maliks Vater mit einem Augenzwinkern.
"So, jetzt aber ab ins Bett. Morgen steht wieder viel Arbeit an."
[- CUT -]
Wieder zoomt die Kamera von hinten an Malik heran und zeigt exakt das
gleiche Blatt wie bei seinem ersten Spiel.
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Vitali kratzte sich das schütter werdende Haar und trank eine Schluck Vodka aus einer großen Karaffe.
Dann setzte sich ein tückisches Grinsen in sein Gesicht und er fing an zu spielen.
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Malik setzt sein Pokerface auf, welches aus einem sehr breiten Grinsen bestand.
Die anderen hatten ihn bisher noch nicht Karten spielen sehen, doch jetzt würden
sie staunen. Zumindest hoffte er dies.
Die Karten fallen gut für Malik. Bisher hat er nur ein paar Punkte abgeben müssen.
Er lehnt sich zurück, trinkt einen Schluck, und wischt sich als nächstes den Mund ab.
"Na, was meinst du?"
Sein Blick durchbohrte Vitali fasst, doch dieser blieb ganz kühl.
"Warts ab."
Malik spielte die nächste Karte, und es sah gut aus für ihn.
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Es ah gut aus für Malik,
schon nach ein paar Runden hatte Er 20 Gulden plus gemacht und Vitalis Gesicht wirkte recht angespannt.
"Bei Matuschka, Ihr habt ein Glück mit den Karten, das ist kaum zu fassen."
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"Ach wisst ihr, das ist sicher nur Glück. So häufig spiel ich gar keine Karten."
Was daran liegen könnte, dass keiner mit mir spielen will.
Malik freute sich innerlich wie ein Kind. Endlich hatte er wieder mal einen
gefunden, der sich traute, mit ihm zu spielen.
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Die nächsten 2 Runden gingen unentschieden aus, denn Vitali war ein höllisch guter Spieler und bei diesem Spiel kam es nicht nur auf gute Karten an, sondern auch auf diverse Feinheiten und ein gute Gedächnis.
Mutter murmelte sich etwas auf Eisen in seinen Bart.
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Während Malik und der Ussurer beim Kartenspiel sitzen, lehnt Diego am Türrahmen und denkt angestrengt nach. Doch seine Gedanken schweifen immer wieder zu Anselm ab. Mühsam unterdrückt er die Bilder, die wieder aufsteigen wollen.
Denk nach, denk nach, denk nach!
Pedros Brief wollte ihm ebenfalls nicht aus dem Kopf gehen. Wild entschlossen, alles mögliche über diese Schmiedekunst zu erlernen, hatte er sich schon in manches Abenteuer gestürzt - doch aus allem war er immer wieder heil entkommen. Doch ob Pedro wollte oder nicht, er musste zurückk kommen. Wenn er nicht wollte, war er ein egoistischer Holzkopf. Und wenn doch, ein naiver Klotz, dem alles über den Kopf zu wachsen drohte...
Diego grinst plötzlich. Der neue Gedanke gibt ihm etwas Mut nach den vergangenen dunklen Tagen.
Wer hätte gedacht, dass ich jemals so denke wie mein Vater...
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Malik spielte weiter und der Süielverlauf ebbte auf und ab.
Djego sinnierte über seinen Vater und Jason trank sehnsüchtig an seinem Tyconell Whisky, der nach dem Gras Seiner Heimat roch. Er kannte den Brenner.
Ein alter Freund der jetzt tod war und desssen Junge einen ganzen Clan anführte. Stolz und entschlossen.
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Die Spieler schienen gleichstark zu sein, und Malik merkt, dass es bei dem Spiel schwerer war als sonst. Entweder war Vitali ein Profispieler, oder aber, er spielte von Natur aus gut. Malik wunderte sich, dass Vitali, trotz häufig sehr schlechter Karten, immer noch gut dabei war. Nachdem Vitali wieder mal mit schlechten Karten gewonnen hatte schaute Malik auf:
"Hervorragendes spiel. Wenn das so weiter geht sitzen wir definitiv morgen noch dran."
Vitali nickte, machte aber keine Anstalten etwas zu sagen.
"Also weiter."
Wieder nickte er.
Malik nimmte an seinem Wodka und begann die Karten zu mischen.
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Vitali war ein Profi, einwandfrei.
Denn bei diesem Spiel kam es nicht nur auf gute Karten an, sonder auch auf eiserne Nerven und ein gutes Gedächnis.
Das Spiel dauerte nun schon fast 6 Stunden und Malik lag nur mit 20 Gulden in Führung.
Jason hatt etwas argwöhnisch auf Vitali gesehen, doch sieser spielte ehrlich.
"Brauche eine neue Flasche Vodka" Vitali wankte zu einem Regal und holte seinen dritten Krug.
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Jason dachte amüsiert darüber nach, das die Worte Wodka und Whisky eigentlich die selbe Bedeutung haben: "Wasser des Lebens".
Er sah, das Vitali schon schwankte und fragte sich, ob das ein Trick des Ussuerers war.
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Nach einem tiefen Durchatmer wendet sich Diego um.
"So, Freunde. Zeit, um etwas zu schaffen. Wer von euch kann zeichnen?"
Malik hörte nur mit halbem Ohr hin, aber Diego setzte ihnen seinen Plan trotzdem auseinander.
Die fahrende Gauklertruppe sollte ihnen Zugang zu Hofe verschaffen. Wer welchen Part übernehmen sollte, sei noch festzulegen.
Einmal dort angekommen, würden sie Werbung für einen besonderen Gauklertrick machen - den Magischen Quader. Dafür müssten sie einige Vorarbeit leisten und eine entsprechende Kiste bauen, die mit Spiegeln und doppelten Böden dem Zuschauer eine leere Kiste vortäuschte.
"Das wird der Hauptteil unserer Vorarbeit - das, und ich muss mir noch ein Programm ausdenken.", fügte Diego hinzu. Über diese Kiste würden sie Pedro aus der Burg schaffen, nachdem sie ihn vermeintlich aus der Kiste wieder auf die Bühne zögen - nur würde das nicht Diego sein, sondern Raphael. Der besäße in etwa Pedros Statur, müsste sich nur die Haare dunkler färben und während der Veranstaltung eine Perücke tragen, damit es nicht auffiel.
"Nach der Schau müssen wir schnell verschwinden - am Besten lassen wir dann den Karren irgendwo im Wald verschwinden und flüchten zu Pferde.", schloss Diego.
"Was haltet ihr davon?"
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"Es klingt verrückt, kaum ausführbar, halsbrecherisch und mit wenig Chance auf Erfolg."
Jason sieht wie Diegos Mundwinkel bei seinen Worten leicht nach unten zucken.
"Aber genau deshalb glaube ich, das es funktioniert." Er grinst breit, als er seinen Becher hebt und Diego zuprostet.
"Ich bin dabei."
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Malik nickte nur... "Ja ja, klingt gut." ... dann konzentrierte er sich wieder voll auf das Spiel. Er war sich langsam sicher, dass sie wohl auf das Fass verzichten müssten, denn so wie es lief würde er das Geld dafür nicht ganz zusammen Gewinnen können.
Verdammt ist der gut, aber mal sehen, noch bin ich nicht am Ende.
Der Schweiß tropfte von seiner Stirn und fiel auf den Tisch. Doch auch auf Vitalis Gesicht hatten sich schon Tropfen gebildet. Die beiden Kontrahenten gaben alles.
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Diegos Miene hellt sich wieder auf und er zwinkert Jason zu.
"Nun, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, euch zu sagen, dass ich mit Zunamen Halsbrecherisch und Verrückt heiße."
Dann sieht er fragend zu den anderen.
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Vitali war echt betrunken, er lies beim Mischen Karten fallen und konnte kaum noch sprechen.
Malik hohlte einen ansehlichen Pott als Vitali abwinkte:
"Kann ischt mehr, msss ina Bedd"
Er verbeugte sich vor Malik, und ging mit schwankenden Bewegungen in einen Anderen Rum aus dem kurze Zeit später ein lautes Poltern zu höhren war.
Es war schon spät und die Glut des Feuers warf lustige Schatten an de Wände der Hütte, als die Tür aufging und eine wunderschöne Frau den raum betrat.
Sie trug weiches Leder und ein Gürtel betohnte die enge Tailie.
Zwei Breitschwerter aus Dracheneisen steckten im Wehrgehenk und die blauen Augen strahlten intensiv wie kleine Sonnen.
"Vi Was zum Teufel?"
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Raphael der über die 6 STunden spiel von Vitali und Mailk eingenickt war, wird durch das Poltern wach. schaut etwas verschlafen durch die Gegend, bis das Feuer die Bewaffnung der Person beglitzert, und aus Reflex die Sicht auf die wichtigsten Taktischen Punkte Fokussiert wird.
Raphael stösst den gekippelten Stuhl gerade, und bleibt dann doch im entscheidenden Moment sitzen.
Seinem Verstand fehlt eine Variable um sofort zu handeln. Amy ist nicht da.
Dieser Moment schützt ihn jedoch vor einer Überstürzten Handlung, und gibt den anderen die Möglichkeit etwas überlegteres zu tun.
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Die Frau weicht dem Stuhl mit Leichtigkeit aus und legt Ihre Hande an die Waffen:
"Vitali!?"
Mutters Blick trifft die junge Frau und Er schreit auf:
"Katja"
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"Schläft."
Ist das einzige was Malik auf die Worte der Frau einfällt. Er ist irritiert und leicht angetrunken,
schließlich hatte er zumindest etwas mit Vitali mittrinken müssen. Aber soviel hatte er glück-
licherweise nicht getrunken, sonst wäre das Spiel eher zu Ende gewesen.
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Diego blickt verwirrt zwischen den beiden hin und her. Sollte das etwa....Katja??? Mutters Schwester???
....also Diegos Tante....quasi...oder so. Diego grinst wieder. Hübsches Ding...
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Jason nimmt die Hand von der Pistole und entspannt sich wieder.
Mutter scheint das Mädchen zu kennen.
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"Willhelm"
Die Frau sieht beruhigt aus.
"Was für Gestalten hast Du denn hier mit angeschleppt?"
Aus dem nichts ertönt eine Stimme:
"Sind das Freunde?"
"Ja Gustav"
Ein Rascheln und ein Mann mit einem bunten Federhut steht neben Katja.
Die geladene Höpgen Armbrust sinkt zu Boden.
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"Guten Abend die Dame, der Herr."
Malik steht auf und verbeugt sich leicht, wobei er sich an der Stuhllehne festhalten
muss um nicht umzufallen.
Vielleicht hätte ich doch sitzen bleiben sollen.
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Willhelm grinste und sagte auf Eisen zu Katja:
"Der ist voll und hat mit Vitali gespielt, armer Junge"
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Nach einem bedeutsamen Blick zu dem immer noch fassungslosen Gesicht von Mutter verbeugt sich Diego galant.
"Welch eine Freude, Euch kennenzulernen, Senorita. Mein Name ist Diego Morales, das hier sind meine Freunde. Wir sind auf Anraten Mu...Ulfgarts hier."
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Raphael entspannt sich merklich, verneigt sich um verzeihung bittend, aber lässt Diego das Wort
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Mit schwung richtet sich Malik auf und mustert die Dame.
Die hätte Juan gefallen. Wo der sich wohl wieder rumtreibt?
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Jason amüsiert sich um über seine Gefährten.
Dann erhebt er sich und tritt gemessen auf Katja zu:
"Madam," sanft ergreift er die Hand der jungen Frau. "Jason Tyrconnel zu ihren Diensten."
Seine Lippen hauchen einen leisen Kuss auf den Handrücken des Mädchens.
" Ich muss mich für meine Gefährten entschuldigen. Der Alkohol und das raue Leben in Eisen haben ihren Tribut gefordert. Ich bin sicher, nach einer Nacht voll Schlaf werdet ihr die Herren noch wesentlcih besser kennenlernen."
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Katja sah Mutter an:
"Ulfgart, was für ein Scheiß Name.Dabei haben Dich Deine Eltern Wilhelm Ulfgard genannt."
Dann an Djego gewandt:
"Ich müsst der Suffkopf und Frauenheld Djego sein, Euch hätte ich mir irgendwie größer vorgestellt."
Anschließend grinste sie Jason an:
"Oha und ich dachte aus Innesmore kommen nur versoffene Arschlöcher und möchtegern Frauenhelden. Leider muss mir just in dem Moment der legendäre Jason Duke Tyconell über den Weg laufen."
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Jason grinst und verneigt scih charmant und andeutungsweise.
"Ihr seid zu liebenswürdig, Madam."
Legendär?, Aye Ladd, das heisst zumeist nichts gutes
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Katja lacht:
"Ich bin zwei Jahre mit Shawn O´Rouke gesegelt.
Bevor die Vestinis Ihn hops genommen haben.
Er hatte stets gute Worte für Euch übrig, war wohl der Einzige der wusste das Ihr ein echter Duke seid und nicht nur ein Aufschneider."
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Für einen Moment bleibt Diegos Mund offen stehen. Suffkopf und Frauenheld??
"Ihr verwechselt mich vielleicht mit meinem guten Freund Sean, Senorita. Gesoffen habe ich selten." Er grinst sie herausfordernd an.
"Wie dem auch sei, schön Euch kennenzulernen. Was verschafft uns...und Vitali...die Ehre?", meint er mit einem Seitenblick auf den leicht dahintorkelnden Fideli, der Katja mit blutunterlaufenen Augen und offenem Mund anstarrt.
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Sie ist mit O´Rouke gesegelt? Donnerschlag, diese Frau ist wirklich interessant.
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Raphael macht sich die Mühe und stellt der Dame erst einmal stumm einen Stuhl zur verfügung, und holt vom Schrank eine Karaffe mit leichtem Geträk und einen Becher.
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"Was verschafft Euch die Ehre?"
Katja sieht Djego an und schmunzelt.
"Nun Ihr sitzt in dem Haus von meinem Mann und mir, das verschafft Euch die Ehre.
"Hat Mutter wie Ihr ihn nennt nicht gesagt, das Vitrali und ich verheiratet sind?"
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"Oh sicher sprach er von Euch, sofort nachdem wir uns vorstellten, aber er vergaß zu erwähnen, dass Ihr das einzige Glanzlicht dieser Behausung seid, Senorita Katja.", antwortete Diego mit einem leichten gefälligen Kopfnicken.
"Verzeiht unser unangemeldetes Eindringen, aber..." Sie ist mit O'Rouke gesegelt... "...wir brauchen einen sicheren Unterschlupf. Vielleicht für eine Woche oder anderthalb."
Dann nickt er Raphael dankend zu und nimmt ebenfalls Platz, nachdem sich Katja setzt.
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"Oh, Ihr Armen."
Ein kleines bisschen Irionie und gespielte Empörung klang in der Stimme mit
"Das Glanzlich hier ist normalerweuse mein Göttergatte, aber Danke für das Kompliment."
Dann wandte sie sich an Ihren Gefährten mit der Armbrust:
"Wenn Karl und Hans mit dem Verstauen der Wahre fertig sind sollen sie mit reinkommen, wir wollen ein bisschen feiern und Essen."
Gustav nickte und verschwand in der Dunkelheit.
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Diego schmunzelt. Dieses Frauenzimmer war ganz nach seinem Geschmack. Dann fiel sein Blick auf Mutter.
"He, du Stoffel. Sag mal guten Tag!", fuhr er seinen Freund mit gespielter Unbeherrschtheit an.
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Mutter stand da und drehte Seine Mütze in der Hand.
"Katja, es ........ es tut mir leid, wegen... "
Katjas Blick wurde hart wie Dracheneisen:
"Wenn mir dieser vermaledeite Prinz nicht zuvorgekommen wäre, hätte ich mir dieses Arschloch schon noch vorgeknüpft. Er und Seine Jagdgesellschaften werden für den Tod meines Kindes noch büßen. Auch wenn dier Großteil wohl schon von von ein paar Wegelagerern hingemetzelt worden ist oder bei der Verteidigung der Burg starb."
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Ein erstaunter Gesichtsausdruck erscheint auf Diegos Zügen, aber er beschließt, erst einmal dazu zu schweigen.
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Auch Jason zeigt esich überrascht.
Offenbar hatte auch Katja ihr Rachegelöbnis zu erfüllen. Und er konnte sich des Eindrucks nicht erwehren das sie dem Mädchen schon geholfen hatten.
Doch sollte man besser nicht damit prahlen.
Nicht jedem war es Recht wenn ihm andere zuvor kamen.
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Mutter schwieg.
Djego wusste nicht warum, aber Mutter schwieg.
Es war den meissten klar, das die Heldengruppe sich mit der Jagdgesellschaft angelegt und diese vernichtend geschlagen hatten. Aber alle wussten, das der zuständige Adlige jetzt in Freiburg saß und ein feines Leben führte.
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Unentschlossen blickt Diego kurz zwischen Mutter, Katja und seinen Gefährten hin und her.
"Tja, also...warum wir hier sind...", versucht er, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, "Ein Verwandter von mir wird vermutlich von einem ortsansässigen Grafen als Geisel gehalten. Der adlige Schweinehund erpresst Lösegeld von meiner Familie, und deshalb will ich ihn dort 'rausholen..."
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Mutter antwortete:
"Ja, wir brauchen Ausrüstung für Schausteller, den Schmugglerwagen und eventuell Hilfe.
Sein Verwandter könnte sich als wiederspenstig erweisen.
Und Er ist wirklich sein Verwandter, ich kenn Ihn persönlich."
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Raphael möchte der Dame nachschütten, sie legt nur die Hand auf das Glas.
Ein Reflexartiges "Si Seniora", entweicht ihm, und er zieht sich in den Hintergrund zu Malik und Jason zurück.
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Drei Gestalten kommen von draußen rein und Raphael keucht auf.
Hans the Mad Man haben sie den Einen gerufen Karl the Butcher den Anderen.
Wie die Teufel haben die Söldner unter den Piraten auf seinem Schiff gewütet und Raphael sieht immer noch, wie Er aufgespießt von dem Breitschwert des Eisen runterrutscht.
Damals als Er Theus um Vergebung für Seine Sünden bat und um eine zweite Chance. Damals als seine rätzelhaften Kräfte das erste mal auftraten.
Sein Schiff rettete sich noch so gerade an die Küste und die Verfolger waren hartnäckig gewesen. Ohne Amy wäre Er jetzt tot.
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Jason kennt Raphael lange genug um dessen Reaktion zu deuten.
Da er die Neuankömmlinge einschätzen kann, vermeidet er heftige Bewegungen in Richtung seiner Waffen.
Aber er weiss genau wo sie sind und diese werden im Zweifelsfall sehr schnell und sehr sicher in seinen Händen liegen.
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Der dunkelviolette Handschuh Raphaels schliesst sich um den Griff seines Pallasch.
Angespannt, geht er leicht in die knie.
Jede Faser seines Körpers ist gespannt, um entweder zu reissen oder um loszuschnellen.
Als die Kamera über seine Augen fährt sieht man ihn in totaler Konzentration.
Nur ein zucken seiner Augen verrät, dass er kurz aus gewohnheit nach Amy ausschau hält...
Schlagartig wird es warm, die Luft knistert vor Aufregung und gespannter Atmosphäre, so wie in einer der Illegalen Arenen in Vodacce oder in einem Schmugglerschiff.
Ein an Katja geknurrtes "Was wollen die hier?" schneidet mit eisigem Unterton eine Linie klarer Überlegung durch die Szenerie, welche im Ohr des Zuschauers ein leichtes nachflirren von Spanischen Gitarren hervorzurufen scheinen.
"Sie sind Söldner, und soweit ich mich erinnern kann"
Ein Aufblitzen von Erinnerungen, zum Krüppel geschlagene die sich ergeben haben, das Blutverschmierte Deck von Raphaels Schiff...
"von der Üblen sorte" zischt Raphael in Richtung Diego.
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"Im Gegensatz zu Euch haben sie ein Anrecht hier zu sein, es sind meine Mitarbeiter."
Katjas Stimme war scharf genug um Stahl zu schneiden.
"Und ja, sie sind Söldner meine Söldner."
Ein kurzes Rascheln und einer der drei Ankömmlinge war wie vom Erdboden verschluckt.
Karl the Butcher sieht Raphael an:
"Pa, Söldner von der üblen Sorte. Wenn ich mich nicht irre, warst Du auf einen Piraten-Schiff.
Ehrliche Händler ausrauben und hart arbeitende Matrosen umbringen ist für Dich wohl ehrenhaft?"
Dann setzte Er sich hin un nahm einen Teller Suppe.
Mutter geht zum anderen und bietet Ihm einen Teller mit Essen an, dieser nimmt Ihn und setzt sich schweigend ans Feuer.
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Raphael ist kurz überrumpelt, und lässt das Verschwinden des einen völlig ausser acht. Nur das standard-zucken seiner AUgen nach Amy, die nicht da ist.
Kurzes stocken über den Piraten vorwurf, was einigen vielleicht neu gewesen ist.
Die Situation löst sich aus ihrer Starre: völlig gelöst und locker setzt sich Raphael gegenüber von Karl, und schiebt ihm ein Gewürz näher.
Schweigen
"Ja, so war das... in etwa. Ich habe mich Kaptain Pirtiass verpflichtet, um eine Schuld zu begleichen... Seid dem ist viel passiert." Raphael nimmt sich ebenfalls einen Teller, während Karl auf einmal gespannt zuhört:
Noch nie war jemand von Kaptain Pirtiass Schiff lebend weg gekommen, der ihm einen Gefallen schuldete.
"Eigentlich," hob Raphael nach zwei Löffeln an "müsste ich dir Danken, für die WUnde die Du mir zugefügt hast. Seid dem, sind viele Dinge passiert."
Den anfänglichen Protest, durch das aufsetzten des Fusses von Katja zum trotz, lassen sich Raphael und Karl gerade nicht aus dieser "Zone" dem Tisch und dem Essen reissen... es ist irgendwie das genaue gegenteil von dem Kampf, wie sie ihn bestritten haben.
Sicherlich durchaus vorsichtig, aber irgendwie... mit einem Respektvollen Blick, schenkt Karl Raphael und sich je einen Becher ein.
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Karl nickt dankend und würzt das Essen nach.
"Es ist so eine Sache mit dem Töten, ob man es aus Angst, für Gold oder für das Vaterland macht.
Ich mache es für Gold oder wenn es um mein Leben geht, aber der Soldat auf der anderen Seite weiß für gewöhnlich was für einer Arbeit Er nachgeht.
Und mich wundert, das Ihr noch lebt, Ihr müsst William Goshall an Bord gehabt haben, denn Die Wunde hätte eigendlich innerhalb von 1-2 Stunden zum Tot führen müssen."
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Raphael schenkt noch mal nach
"Ja, der gute William hat... erst neulich jemandem den ich gut kenne geholfen." Raphael lächelt.
"Man könnte sagen er ist in Künstler auf sienem Gebiet."
Sein Blick wird Dunkler und die Szenerie wechselt auf eine Reling, ein Blick zurück auf ein Deck voller Söldner und niedergerungenen Piraten. dann, ein Schwert wird aus dem Bauch des Betrachters gezogen indem man ihm mit einem Stiefel, dem Stiefel von Karl gegen die Hüfte Tritt.
Der Blick wird schwummerig.
"Aber nein, William war nicht da, zumindest nicht für mich..." Raphael zieht die Handschuhe aus, für die die ihn kennen ein Zeichen dass es keinerlei Kampfbereitschaft von ihm gibt.
"Ich kann es mir nicht erklären, ausser dass es ein Wunder war. Und ausserdem..."
Raphael grinst verschwörerisch und spricht leiser...
"Und zudem wir beide Karl, wissen doch..."
er erhebt seinen Becher um ein klein wenig anzustossen.
"...das Unkraut nicht vergeht!! :D"
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"Unkraut vergeht schon, wenn man ein Schwert durch seine Innerein rammt, aber das ist egal.
Ich werde heute nicht dafür bezahlt gegen Euch zu kämpfen, also wieso sollte ich es tun?"
Er griff nach hinten und holte eine Verpackung hervor, aus dieser nahm Er eine schlichte Flöte und dann fing Er an ein wunderschönes Lied zu spielen.
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Malik hatte sich, nach seiner etwas ungeschickten Verbeugung wieder gesetzt und halb dämmert vor sich hingegrübelt. Jetzt wo das Lied erklang stand er auf und merkte, dass
seine Trunkenheit nicht sehr nachgelassen hatte. Er hoffte, dass dieser Tag bald vorrüber wäre, damit er endlich schlafen konnte.
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Raphael ist sichtlich erleichtert, auch wenn wahrscheinlich der Blick seiner Gefährten auf ihm ruht, wegen dem >Piraten<.
Raphael bleibt sitzen, und entspannt sich sichtlich. Ein rascher Blick zu Diego gibt die Situation als geklärt auf, und nun der Blick drückt nun auch die Frage aus, was als nächstes passiert.
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Ein feines Lächeln umspielt Diegos Lippen. Sieh an, sieh an. Der feine Herr Raphael...doch scheint ihm die Zeit unter Piraten mehr angetan zu haben als dies jemals bei ihm selbst geschehen würde. Dessen ist sich Diego sicher.
Er räuspert sich.
"Nun, um noch einmal auf unser Hiersein zurückzukommen...wir benötigen alles, was eine fahrende Gauklertruppe mit sich führt. Kostüme, einen Wagen mit Gespann. Ein Programm, eine Schau und eine Magische Truhe, in der wir meinen Verwandten verschwinden lassen können."
Die Geldfrage ließ er geflissentlich aus, früher oder später würde sich das Gespräch in diesem Kreis eh darum drehen.
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"Nun, wir haben alles was Ihr braucht und Vitali kann Euch ´mit Sicherheit auch ein paar Fideli Triks beibringen. Ihr hinterlegt einfach 400 Gulden als Sicherheit für den ganzen Kram und wenn Ihr die Sachen wiederbringt, bekommt Ihr 300 wieder."
Katjas Ton war der einer Geschaftsfrau und Mutter stöhnte auf.
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'Das Geld wäre normalerweise nicht das Problem', denkt Jason. 'Wenn ich die Zeit hätte, es zu holen.'
Da fällt ihm etwas ein.
"Nun, ich werde das Geld besorgen. Ich bin sicher, es gibt hier vor Ort Ritter von Rose und Kreuz, oder?"
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"Nein, hier nicht, aber in Nachtstadt. Das ist so zwei bist drei Stunden scharfen Ritt von hier entfehrnt."
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"In Ordnung." Jason erhebt sich und verbeugt sich leicht vor Katja.
"Es ist spät Madam. Ist es in euren Augen ausreichend, wenn ich mich morgen früh auf den Weg mache?"
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Katja lachte:
"Ich denke nicht, das Ihr mitten in der Nacht etwas abheben könntet.
Und wie schnell Ihr das Geld besorgt, ist Eure Sache. Ihr wollt etwas was ich habe.
Ein klassicher Anbietermarkt."
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Jason verneigt sich noch einmal lächelnd.
"Dann erlaubt mir, mich zurückzuziehen, Madam."
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Nach und nach zogen sich alle zurück und die Helden schlossen sich in das Ihnen zugewiesene Gästezimmer ein.
Der nächste Morgen kündigte sich mit dem Krähen eines Hahnes an und das goldene Licht der Morgensonne tauchte Eisen in ein zauberhaftes Licht.
Das Grün war aufgrund eines Regenschauers über Nacht noch kräftiger geworden und die jungen Lämmer hüpften voller Übermut durch das jetzt satte Grün.
Aus der Küche stieg der Duft von gebratenen Speck auf und man hörte das Rumoren vom Koch.
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Die Töne einer Küche erkannte Malik im Schlaf ohne Mühen, wodurch er sofort senkrecht im Bett saß. Anscheinend gab es Frühstück.
Kurze Zeit später betrat Malik die Küche uns sah sich um, doch vom Koch war niergendw etwas zu sehen. Malik sah ein paar Scheiben Brot, die für die Zubereitung bereit waren und stibizte sich eine. Dann schlenderte er zum Tisch im Essraum und wartete.
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Ächzend reckt sich Diego in den Federn und starrt versonnen aus dem Fenster. Wenn er an die letzten Wochen zurückdenkt, kann er kaum glauben, noch immer im gleichen Land zu sein. Dieses Eisen war so friedlich, so farbenfroh und angenehm. Und dennoch konnte er die Erinerungen kaum abschütteln. Erinnerungen an ein graues, unwirtliches Land, in dem nur eine Farbe regierte: das Rot von Blut.
Nachdenklich kratzt Diego sich hinter den Ohren und schwingt sich aus dem Bett. Ein langer Tag begann - der erste einer langen Reihe von langen Tagen, in denen er sich um Pedros Flucht kümmern musste.
Mutter schnarcht noch, aber ein sanfter Tritt von Diego weckt ihn.
"Mh?", brummt er.
"Frühstück.", antwortet Diego und reißt die Tür auf. Der Duft aus der Küche erfüllt den Raum.
Draußen läuft ihm bereits Jason über den Weg.
"Mein Freund - guten Morgen.", grüßt Diego. "Ich werde gleich mit dir reiten - zu zweit macht das Verprügeln von Wegelagerern mehr Spaß."
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Mutter hingegen war gar nicht gut aufgelegt, aus kleinen Augen ging Er in Richtung Pferdestall um diePferde zum Grasen auf die Koppel zu lassen und Ihnen das Kraftfutter zu geben, welches sie bei den langen und harten Ritten der Gruppe brauchten um gesund und kräftig zu bleiben.
Katja stand in der Schmiede und fachte die Glut des Eisen an, obwohl sie Zuhause war, konnte man durch das dünne Leder Ihres Oberteils die Kettenglieder einer Rüstung sehen und Ihre Schwerter standen griffbereit neben der Esse.
Vitali kam mit einem Korg voller Eier um die Ecke und grinste breit:
"Guten Morgen, ich hoffe Ihr vertragt noch ein kräftiges Frühstück, bevor Ihr ausreitet."
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Raphael kam von der Aussen Türe herein, etwas erschöpft, aber gut ausgeschlafen.
Er scheint schon eine Stunde früher als die anderen auf gewesen zu sein.
"Aber sicher Vitali!" er setzt sich und lächelt matt, es hellt sich etwas auf, als der Speck dampfend mit Rührei auf den Tisch kommt.
Mit halbvollem Mund intorniert er:
"Jason, lassen wir uns Zeit mit dem Ritt, oder fliegen wir wie der Wind? Bleiben ein paar hier?
Wie hast Du dir das gedacht?"
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"Ich denke, die Zeit ist sehr kurz. Einige von uns müssen auch noch was lernen. DIe Tricks.
Aber wenn ihr unbedingt mitwolt: dann schnell."
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"Mir ist das gleich, obwohl das Essen hier sicher besser ist."
Malik grinste schon wieder schlemisch.
"Da wir aber wohl hier in der Zeit nicht so viel tun können,
werden wohl alle mitreiten."
Er guckte die anderen an.
"Das wird sicher ein Spaß."
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"Wenn uns Banditen den Gefallen tun, wird das sicherlich amüsant.", sagt Diego augenzwinkernd und greift sich zwei Stücke Brot, während er sich mit der Rechten einen dampfenden Speckstreifen in den Mund schiebt. "If bin befeit. Kann lofgeh'n..."
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"Nun, wenn es nach mir geht, geht das ganze recht unproblematisch ab. Ich fürchte das wir zuviel Aufsehen erregen wenn wir eine Horde Wegelagerer auseinandernehmen."
-
*Abblende*
Aufbruchsmusik, Schnitte auf Sattel und Stigbügel die Besetzt werden. ein Kilt der zurecht gezogen wird. Ein Riemen wird angezogen, Malik beisst in eine Salami, Djego ruft "Heya!" und die Meute stürmt vor.
Eine Taube fliegt durchs Bild in die Luft, man sieht einen Faden mit einer Nachrichten Röhre, was unseren Protagonisten aber nicht auffällt.
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Jason geniesst den wilden Ritt bei dem, für eisenländische Verhältnisse, milden Wetter.
Seine langen roten Haare flattern im Wind, sein Claymore schlägt ihm bei jedem Schritt des Pferdes leicht, aber nicht unangenehm ins Kreuz.
Als er seine Gefährten ansieht, kommen ihm wieder die Bilder der "verlorenen" Freunde ins Gedächtnis.
Juan, Anselm und sogar Oceanne.
Ich hoffe, es geht euch gut, Freunde
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Nach ungefähr zwei Stunden Ritt trifft die Gruppe auf einen Trupp Soldaten, der anscheinend einen schweren Kampf hinter sich hat.
Auf einem Wagen liegen mehrere schwer verletzte Soldaten und im Schlepptau geht eine große Gruppe zerlumpt wirkender Gestalten.
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Jason betrachtet die Szenerie.
Die Gruppe reitet langsamer um im Schritt an den Soldaten vorbeizukommen.
SCheinbar haben die Soldaten ein Nsest von Banditen ausgenommen.
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Der Anführer der Gruppe ruft die Gruppe an:
"Theus zum Gruße! Ihr könnt uns nicht zufällig einen Gefallen tun?"
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Jason hält an und grüßt zurück.
"So wie es aussieht habt ihr eurerseits bereits der Allgemeinheit einen Gefallen getan."
Ein bisschen Schleimen kann nicht schaden.
"Worum geht es?"
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"Wir haben mehrere schwer verletzte Kameraden und Räuber,aber kein Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel und Heilsalben mehr.
Es ware sicher Theus gefällig wenn Ihr euren schnellsten Reiter zu der Garnision auf dem Berg dort hinten schicken würdet, so das man uns die Feldschere, Verbandshelfer und Ein Wundzelt für die Verletzten schickt.
Es würden um die zwei Stunden scharfen Ritt sein, aber Ihr könntet Leben retten."
-
"Ich denke das sollte im Bereich unserer Möglichkeiten liegen."
Als Jason sich die Verwundeten näher ansieht, bemerkt er schnell, das für ein paar der männer selbst der schnellste Reiter keine Hilfe mehr sein wird.
Hier wird wohl noch einiges an Glück benötigt.
Er sieht Malik an:
"Würdet ihr reiten? Ich glaube, hier kann ein wenig Glück nicht schaden."
-
Maliks antwort wird von den Hufen seines Pferdes übertont,
welches vom ihm schon im schnellsten Galopp in Richtung der Burg
aufbricht.
Auch er hatte die Männer gesehen und sofort erkannt das hier
mehr als nur Eile benötigt würde.
Sein Tempo war so scharf, dass er ein oder zweimal fast vom Pferd
gerutscht wäre, da die Gegend hier alles andere als flach und eben
zum bequemen reiten war.
Nach etwas mehr als eineinhalt Stunden erreichte er die Garnison auf dem
Hügel. Die dortigen Wachen hielten ihn auf, bis er ihnen die Situation erklärt hatte.
Worauf hin diese eine Hilfstrupp für die Verwundeten zusammenstellte.
Malik jedoch wollte nicht solange warten und überredete zumindest einen der
Feldscher, sich ein Pferd und Verbandszeug zu nehmen und schon einmal mit ihm
vorzureiten, damit diejenigen, die ganz Schlimm aussahen schnellstmöglich Hilfe
bekammen.
Dann machte er sich mit dem Feldscher auf dem Rückweg und schlug ein ähnlich
schnelles Tempo an, musst dies aber nach kurzer Zeit zurücknehmen, da er einsah,
dass sein Begleiter das zum einen nicht mithalten, zum anderen aber auch nicht über-
leben würde.
Irgendwie kam ihm der Boden jetzt viel gefährlicher als auf dem Hinweg vor. Malik fragte
sich, wie er den Weg zur Garnison ohne Verletzungen überstanden hatte.
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Nach etwa 3 Stunden kamen Malik und ein Artzt wieder, dieser führte ein Pakpferd mit Alkohol und Verbandsmaterial sowie ein kleines Zelt mit sich.
Er bellte ein paaar Befehle und die Soldaten bauten in Windeseile ein Zelt auf, in dem ein mobiler Operationstisch fixiert wurde.
Anerkennend nickte der Arzt Jason und Raphael zu, die schon die am schwersten verletzten notdürftig verarztet hatte.
Dann pakte Er ein Feldbesteck chirugischer Instrumente aus und machte sich an die Arbeit.
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Diego hatte in der Zeit schon ein bisschen Hand angelegt und die ärgsten Wunden zumindest notdürftig verbunden. Seine gute Laune von heute morgen war verflogen - so schön das Land auch scheinen mochte, so blutig blieben doch seine Einwohner.
Als Malik heranflog, stand er auf und schwang sich schweigend in den Sattel.
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Malik hatte nur ein paar Sachen vom Pferd abgeladen und sich dann zu Djego begeben.
Er wusste, dass er hier nicht mehr viel tun konnte. Und außerdem wollten sie weiter.
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Nur kurze Zeit später machte sich die Gruppe wieder auf den Weg.
Die Gruppe wusste es nicht, aber die Großzügigkeit und Hilfe würde sich schon bald bezahlt machen.
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Jasons Gedanken waren noch immer bei dem blutigen Handwerk, das er in den letzten Stunde verrichtet hatte.
In seiner Vergangenheit hatte er öfter so etwas tun müssen.
Er war nicht sonderlich gut darin, aber es reichte manchmal um einen Verletzten solange am Leben zu erhalten, bis jemand kam, der sich wirklich damit verstand.
So wie damals, auf der "Coruna". Als er eine wild blutende Schlagader solange mit seinen Fingern abklemmte, bis der Feldscher kam.
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Das war wieder einer der Momente in denen Jason Anseln schmerzlich vermisste.
Anselm war zwar kein Meister Feldscher, doch Er hatte nach der Ausbildung bei William Goodshall mehr als nur Anfängerwissen gehabt, konnte sogar einfache Operationen vor Ort durchführen.
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Als die Gruppe noch knapp vor dem Endspurt eine erfrischungspause an einem kristallklarem, kalten Bach einlegten, Wuschen sie sich alle nochmal ausgiebig die Hände. Raphael dachte, wie Jason an Anselm als das Blut von den Fingern verschwand. Während die 5 an dem Bach standen, grinste Raphael schelmisch.
Malik, Jason, Diego und Mutter schauen ihn fragend an...
"Theus sei gepriesen!" ruft er laut. dann zieht er seinen geöffneten Wasserschlauch aus dem Bach, und schüttet ihn in Richtung der anderen.
Das schweigen von gerade eben bricht, und das letzt stück vom Ritt endet in einer spielerischen Hetzjagd hinter dem Blondschopf, der am ende noch überholt wurde, und von jedem im vorbeireiten einen "Patsch" auf den hinterkopf bekommen hat.
Dann, kurz vor ihnen liegt ihr Ziel.
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Diego zügelt sein Pferd und lässt seinen Blick über die kleine, aber schwer befestigte Stadt schweifen, die vor ihnen liegt. Von hier oben sah sie idyllisch aus, doch er zweifelte keinen Moment daran, dass das Bild kippen würde, sobald sie die Stadt betraten.
Entschlossen gab er dem Pferd die Sporen und galoppierte hinter den anderen her in Richtung Stadttor.
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Auch Jason beschleicht ein merkwürdiges Gefühl, als sie in die Stadt einreiten.
Der Weg zu den Rosenkreuzern ist schnell gefunden.
Höflich spricht Jason vor und bringt sein Anliegen vor.
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Der Rosenkreuser nimmt einen Tropfen Blut und verschwindet, nachdem Er Jason gesagt hat das Er ein zwei Stunden zum Überprüfen der Probe und damit der Identität Jasons benötigt.
Dann steht die Gruppe in den breiten Straßen der kleinen Stadt und sieht den Handwerkern zu, welche die Stadt fieberhaft noch besser befestigen.
Lumpensammler bringen den ganzen Müll weg und ein Warmer Gewitterguss wächst die Straßen sauber.
Überall laufen schwer bewaffnete Soldaten umher.
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"Wir haben nun schon einiges an Aufregung hinter uns, was haltet ihr davon, wenn wir uns ein Gasthaus suchen und etwas essen?"
Jason sieht die Gefährten an.
Malik muss er nicht überzeugen, auch die anderen nicken.
Also machen sich die Freunde auf den Weg und suchen ein Gasthaus das halbwegs ordneltich aussieht.
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Das Gasthaus ist rustikal eingerichtet und die Möbel bestechen eher durch Stabilität als durch Stil. Aber das Essen ist nicht schlecht und das Bier schmeckt gut.
Die Gespräche im Rau, drehen sich um die Angst vorm Krieg und eine eventuelle Koalition gegen den jungen Grafen derer von Ansberg, welcher tatsächlich die Schwäche gezeigt hatte, seine Armee zum sähen und Felder bestellen zu schicken. Nun hatten alle seine Gegener zeit Truppen zu sammeln und Ihre Städte zu befestigen.
Einige junge Eisenländer bewundern den Grafen anscheinend für Seine Ideale, aber alle sagen Er hätte auf der Straße des Sieges bleiben sollen.
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Jason grübelt über das, was über den Grafen von Ansberg weiss und hier hört.
Leise sagt er:
" Es scheint, als wäre er so etwas wie 'das weisse Schaf' derer von Ansberg. Vielleicht kann dieser Mann für Eisen etwas bewirken."
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"Ich würde es Eisen und seinen Einwohnern wünschen.", pflichtet Diego ihm bei. "Das Land ist lange genug ausgeblutet, es wird Zeit für etwas Neues - Frieden."
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Nur kurze Zeit später sahen die Freunde, wie ein junger Mann abgeführt wurde, der sich positiv über die Derer zu Ansberg geäußert hatte.
Die Wachen sprangen nicht gerade zimperlich mit Ihm um und seine junge Freundin weinte.
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Als Diego sprach war Jason bereits in Lethargie versunken.
Er dachte darüber nach, das er den größten Teil seines Lebens mit der Jagd nach Rache vergeudet hatte. Als er diese Rache dann endlich bekommen hatte, fühlte er sich nur leer und einsam.
Caythleen.
Sie erwartete von ihm, das er, wenn er heimkäme wieder "der alte Jason" sei.
Aber wie war denn dieser alte Jason?
Dieses Ziel erschien ihm plötzlich unendlich fern.
Diesen Jason würde es wohl nie wieder geben.
Lohnte es sich dann für ihn, nach Tyrconnel heimzu kehren?
Um dort einsam alt zu werden und zu sterben?
Der Gedanke sein Leben in einem Kampf zu lassen, der tausenden von Menschen die Freiheit und Hoffnung bringen würde keimte in ihm auf.
Ein verlockender Gedanke...
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Es waren sehr trübsinnige Gedanken, welche durch Jasons Kopf zogen.
Aber Jason kam nicht dazu, den Gedanken weiter zu spinnen.
Ein Mann mit einer schwarzen Armbinde erschien und deutete einen Trupp von Soldaten den Weg in Richtung der Freunde:
"Die, ja die waren es. Die haben gesagt, das der Bastard derer zu Ansbach Eisen in eine gute Welt führen würde."
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Jason, der unsanft aus seinen Gedanken gerissen wird, schaut verärgert auf.
Schnell realisiert er die Situation und schaltet um.
"Was bitte sollen wir gesagt haben?"
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"Das der junge Graf derer zu Anstätten Einsen in eine große Zukunft führen könnte."
Der Mann mit der schwarzen Binde war sehr selbstbewusst.
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"So, nun das klingt schon anders als das was ihr zuerst aussagtet. Lasst mich an dieser Stelle festhalten, das nicht wir alle, sondern ich diese Aussage traf.
Ich kenne den bewussten Graf nicht.
Nur seinen Namen. Ich kann kein Problem in meiner Aussage erkennen. Könntet ihr mir erläutern, worum es hier geht?"
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"Ach was, Euer komischer Kollege dahinten hat Euch noch Recht gegeben!
Er hat gesagt,das es hier Zeit für einen Neuanfang wird."
Der Mann mit der schwarzen Binde steigerte sich gerade in etwas rein. Die Wachen sahen offensichtlich die Waffen der Gruppe un ddie Gelassenheit mit Der diese reagierte.
Die Freunde waren keine Bauern, die man leicht einschüchtern konnte.
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" Ich fürchte, das habt ihr falsch verstanden, mein Herr." Jason lächelte mild.
"Bitte verzeiht uns das. Wir haben wohl einfach zu leise gesprochen, da kann so ein Missverständnis schon mal auftauchen."
Mit seinem freundlichsten Lächeln nickt Jason den Wachen zu.
"Seht ihr, das waren zwei verschiedene Gespräche an sich."
Engagiert winkt Jason mit der Hand.
"Ich denke, ich kreige das noch hintereinander.
Ich habe über diesen Grafen nachgedacht und mich gefragt: 'wenn er Eisen in eine große Zukunft führen kann, wie stellt er sie sich vor?' und mein Freund hier meinte, er wolle das nicht wissen, er wolle nur einen Neuanfang in seiner eigenen Heimat wagen. Er fühle sich ausgeblutet und sein Land habe lange auf ihn genug gewartet. Er ist Castillier. Ihr wisst ja, ein sehr emotionales Volk."
-
Der Hauptmann der Wache grinste:
"Ja, Castiliane sindein stolzes und wehmütiges Volk. Ich habe dort als Söldner gedient."
Dann wandte Er sich an den Mann mit der schwarzen Armbinde:
"Hör zu Gustav, ich habe viel zu tun und es geht mir auf die Nerven das du jeden anschwärzt, der irgendetwas von unserm Prinzen der so faselst. Die kerker sind voll mit Leuten die im Suff mal Ihr Maul aufgemacht haben und wegen Idioten wie Dir einsitzen."
Ein Schwert welches gezogen wurde und sekunde später ein rollender Kopf.
"Eine dunkle Stimme aus dem Hintergrund: Dann mustern wir doch schon heute ab? Sold gibt es erst morgen?"
Der Anführer drehte sich um:
"Ja, nix wie weg hier, wir heuern beim Grafen derer zu Ansbach an."
Schnelle Schritte und die Soldaten entfehrnten sich.
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Gustavs Kopf schlug vor Jason auf den Boden, rollte noch ein kleines Stück zur Seite.
Die schreckgeweiteten Augen starren Jason an.
Ein leises Entsetzen schleicht in Jason hoch und er erinnert sich daran, das er in Eisen ist.
Die Söldner verlassen den Gasthof.
Sie heuern beim Grafen an...
Der Gedanke gefällt Jason.
Endlich einmal für eine Sache kämpfen, die er für gerecht hält.
Doch da ist noch Pablo.
Und Jasons Versprechen gegenüber Diego.
Die Zeit ist um, sie können nun wahrscheinlich das Geld bei den Rosenkreuzern abholen.
400 Gulden.
Das ist mehr als die Hälfte seines derzeitigen Vermögens.
Hat er damit seine Schuld gegenüber Diego abgegolten?
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Bei den Rosenkreuzern angekommen liest Jason eine Brief und nimmt eine Flasche bessten Whiskys aus der Heimat in Empfang.
Jasons Laune wird beim Lesen immer schlechter und am Ende drückt Er Djego wortlos die geforderte Summe in die Hand.
"Ich habe etwas zu Erledigen., wartet nicht auf mich."
Dann springt Er auf Sein Pferd und Reitet davon wie der Sturm, der über die Wiesen brandet.
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Der Wind vom scharfen Ritt zupft an Jasons langen Haaren.
Er denkt an den Brief.
Aye Ladd, du lässt deine Freunde im Stich?
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Der Rest steht etwas mit einem Gesitsausdruck in dem Eingang zu dem Gebäude der Rosenkreuzer, und sie haben einen Gesichtsausdruck, den man wohl am besten mit "verdutzt" beschreiben könnte.
Ein grummeln geht durch die Runde, als die Kamera ihre Gesichter antastet. Die Sequenz endet auf Maliks gesicht, und fährt runetr zu seinem Bauch.
Raphael: "Gute Idee Malik, ich schlage vor wir warten auf Jason in der Taverne, wo wir uns vorhin ausgeruht haben. Oder was meint ihr?"
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Nein Vater. Ich lasse sie nicht im Stich. Sie brauchen mich im Moment nicht und ich kann an anderer Stelle für sie arbeiten.
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Diego schüttelt verwundert den Kopf. "Nein Raphael. Wir können nicht warten, jede Minute, die verstreicht, ist kostbar. Lass uns zurückreiten, wenn wir hier unsere Geschäfte erledigt haben - Jason wird bald wiederkommen."
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"Aber... was ist mit dem Essen?"
Malik ist immer noch verwirrt... und viel schlimmer... sein Magen knurrt.
Er sieht Djego an.
"Können wir nicht erst was essen, bevor wir zurück reiten?"
Djego nickt.
"Aber nicht lange."
Nach einer kurzen Stärkung machen sie dich Freunde auf den Rückweg,
immer noch rätselnd wo Jason wohl hin ist.
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Fürchtest du dich vor dem Kampf, Ladd? Bist du müde?
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Djego und seine Freunde war bals darauf bei Vitali angekommenund bekamen die Sachen ausgehändigt. Die nächsten 7 Tage waren von knochenharter Arbeit und dem Einstudieren der Triks gekennzeichnet.
Jason hingegen ritt durch eine veränderte Landschaft und wo man hinsah waren Bauern am Sähen und Reparieren der Weidezäune.
Ständig begegneten Ihm Patrolien mit gefangenen Räubern oder er sah Scheiterhaufen mit erlegten streundenden Hunden. Die Straßen wurden ausgebesser und die Brücken instand gesetzt. Die neue Großgrafschaft erlebte einen Bauboom. Und überall sah Er Menschen die sich ansiedelten oder gar Vendel die Handel trieben.
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Nein Vater. Keine Angst. NUr ein weing Müdigkeit.
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[Zusammengeschnittene Szenen, in denen die Freunde bauen, üben und Diego das Programm erstellt. Schließlich ein selbstgezeichnetes Pergament mit den "Fabelhaften Fantastolis", die darauf ihr Sommerprogramm ankündigen - mit Zauberschau]
Diego steht in buntem Conferencier-Gewand auf dem Kutschbock eines geschlossenen Holzwagens vor Vitalis Gasthaus. Vitali, Katja, Mutter und Wilhelm bilden das Testpublikum.
"Der Flinke Franco mit dem Degen, der Teller auf der Spitze seiner Waffe rotieren lässt!" Raphael tritt auf, mit einer Fantasie-Uniform aus einem Theaterfundus, und lässt einen Teller auf der Degenspitze rotieren. "Der Unglaubliche Malakai, dessen Magen ganze Tauben und Wachteln aufnimmt - und sie wieder lebend entlässt!"
Malik tritt auf, verschluckt scheinbar eine lebende Taube, die er mit Diego in der Stadt gefangen hatte, und zaubert sie lebendig - scheinbar aus seinem Mund - wieder hervor. "Und ich selbst, Frederico Fantastoli, der auf einer Hutschnur balancieren kann!", verkündet Diego und trippelt leichtfüßig über ein schmales, aufgespanntes Seil.
"Und zusammen sind wir - ..."
"Die Fabelhaften Fantastolis!" intonieren alle drei gemeinsam, und Diego macht eine ausholende Handbewegung.
Stille. Mutter schüttelt den Kopf.
"Und, was sagt ihr?", fragt er hoffnungsvoll.
-
"HALT!"
Die Wachen am Tor zur Burg derer von Ansbach deuten unverhohlen mit der Pike auf Jason, der sein Pferd zügelt und einen herrsichen bestimmten Ton an den Tag legt.
"Ich bin der Duke of Tyrconnel. Man lies mir ausrichten das euer Herr bereit wäre, mich zu sehen. Da ich zufällig gerade in Eisen weilte, beschloss ich mich her zu begeben.
Bitte meldet mich an."
-
In dem Gebäude dort Vorne findet Ihr den Komandanten ehrenwerter Herr, Er wird sich um Ruch und Euer Anliegen kümmern.
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Jason nickt großmütig.
Dann treibt er das Pferd an und meldet sich beim Kopmmandanten.
Er bittet darum, sich vor dem Besuch beim Grafen irgendwo frisch machen zu können.
-
Jason bekommt einen Raum in dem Er sich frisch machen kann und ein Diener bürstet die Kleidung aus.
Nur Kurze Zeit später wird Jason durch eine Burg geführt, die eher einem Kaufmannsladen gleicht als einer Festung.
Überall sitzen Manschen an Schreibtischen und rechnen, oder Schreiben irgend etwas.
Im Hof herrscht auch rege Betriebsamkeit und Handel.
Nur der Trohnnsaal ist so , wie man Ihn sich vorstellt. Groß und erhaben. Ein Glaser bessert ein farbiges Mosaik aus und der Junge Graf zu Ansberg steht mit zwei finsteren Gesellen über einer Karte.
Der Diener kündigt Jason an und Der Graf winkt:
"Kommen Sie doch bitte her Duke."
-
Raphael kann sich ein grinsen auf Djegos Betitelung der Truppe nicht verkneifen, vor allem auf Mutters Reaktion hin, klatscht er strümisch Beifall.
"Ja, ich glaube, das ist so überzogen, dass man es uns wirklich glauben würde! :D"
Raphael legt die etwas schwere Brokatrobe ab, sie ist sehr Warm, er beginnt diese Sachen zusammen zu packen.
"Und Diego... sag, wie geht es denn weiter?"
Wir treten auf, holen deinen Bruder aus dem Publikum, packen ihn bei dem VErschwinde Trick nach hinten, einer macht ihn um, und dann packen wir ihn in die Kiste.
Aber... was erwartet uns sonst noch?"
-
"Ich würde ja auf schnelles reiten wetten. Schließlich sind wir darin auch gut. Allerdings müssen wir dann wohl auf den Lohn unserer Mühen verzichten."
Böse schaut er zu Raphael.
"Ach ja, du hast das Verbeugen am Schluss vergessen."
-
Raphael verneigt sich übermäßig tief vor Malik.
"Das Bedeutet auch, diese Ausrüstung, und somit den Pfand dort zu lassen." Er prüft nochmal die Kiste mit seinen Requisiten. "Man wird uns beargwöhnen, aber Gaukler sind eigentlich immer auf Burgen Willkommen... da ist so selten was anderes los."
-
Vitali schaut sich das ganze sehr zufrieden an und Klatscht.
Seine Frau ist schon ein paar Tage vorher in Richtung nirgendwo aufgebrochen.
"Gut Freunde, wenn Ihr ein paar Fidelis treft sagt Ihr Ihnen einfach das Ihr in einer Omeschta unterwegs seid, die werden Euch dan nichts tun, trotz der Sachen von Ihrem Volk."
-
"Gut Vitali, vielen Dank schon mal für deine Hilfe - ich stehe in deiner Schuld." Diego setzt sich auf den Kutschbock und streckt die Beine aus.
"Berechtigte Frage, Raphael. Der Trick mit der Kiste funktioniert folgendermaßen: Pedro wird durch eine Öffnung zwischen den beiden schräg angebrachten Spiegeln nach hinten in die Kiste geschoben. Die Kiste steht auf einem Tisch, der auf die Bühne geschoben wird - diesem da." Er zeigt auf einen Tisch, in dem in der Mitte ein kreisrundes Loch herausgesägt wurde. "Du sitzt unter dem Tisch und wirst dich darunter verborgen auf die Bühne bewegen, verkleidet als Pedro. Eine gute Perücke haben wir bereits, du siehst ihm ein wenig ähnlich und damit das noch unterstützt wird, werden wir den Raum ein wenig vernebeln - schließlich ist das unser größter Trick, nicht wahr? Pedro bekommt ein magisches Gewand an, das wir zweimal hier haben, so dass wir uns keine Gedanken über seine Kleidung machen müssen. Das wirst du dann auch tragen. Also: Pedro steckt hinten im Kasten, du vorne, nachdem du dich durch das Loch im Tisch und die verschiebbare Klappe in die Truhe geschlängelt hast. Ihr beide müsst euch nur ganz klein machen, die Kiste ist eng, aber ansonsten geht die Illusion verloren, wenn wir eine Riesenkiste nehmen würden. Ich öffne die Truhe, bevor du hineinkommst, die Zuschauer sehen, dass sie leer ist. Dann werde ich ankündigen, Pedro wieder erscheinen zu lassen. Das ist dein Zeichen, in die Kiste zu krabbeln. Indessen werde ich ein wenig an der Kiste herumklopfen. Sobald du drinnen bist, klopfst du zurück, und ich öffne die Kiste. Du steigst heraus, großes Hallo und Applaus. Pedro schiebt sich nach vorne durch das Loch unter den Tisch und wir schaffen den Tisch hinaus.
Du begibst dich wieder auf deinen Platz, wirst dich aber unter einem guten Vorwand entschuldigen. Die Truhe und den Tisch bringen wir dann in unseren Wagen, da wir am nächsten Tag leider schon wieder abreisen müssen - mit unserer Belohnung der adligen Gesellschaft, natürlich. Und dann werden wir in aller Theusfrühe ruhig und gesittet aufbrechen."
Diego blickt sich um. "Habe ich etwas vergessen?"
-
"Eigentlich nicht... zumindest nichts, das mir aufgefallen wäre.
Klingt auf jeden Fall nach einem Riesenspaß."
-
"Okay. Wir üben jetzt noch ein wenig die Sache mit der Kiste - das müssen wir im Schlaf beherrschen, sozusagen. Und dann...warten wir auf Jason." Diegos Blick wandertein die Ferne. Was der Freund wieder vorhatte...? Er macht sich Sorgen. Jason war noch nie so abrupt aufgebrochen,noch dazu, ohne etwas konkretes zu sagen.
-
"Na dann auf. Soll ich mal probeweise die Rolle von Pedro übernehmen?"
Malik probierte es aus, auch wenn seine Statur total anders war als Pedros bekamen
sie den Trick hin. Mit Pedro würde das ganz einfacher gehen, da dieser kleiner war
als Malik und so einfacher in die Kiste kommen würde. Nach einigem üben kam Malik
allerdings noch ein einfall:
"Sagt mal, was machen wir eigentlich, wenn Pedro nicht da weg will?"
-
Jason hat sich frischgemacht und seine beste Kleidung angezogen.
Und dunkelgrünen Kilt, mit dem Tartan seines Clans. Das grün der Insel Tyrconnel.
Dann nimm er die Flasche Whisky und seufzt:
"Ein edler Tropfen. Eigentlich zu schade für den Handel."
Im nächsten moment betritt ein Diener den Raum.
"Herr Tyrcconnel, der Graf erwartet sie."
Jason nickt und folgt dem Diener.
Auf dem Weg durch die Burg sieht Jason das zwar Soldaten anwesend sind, auch Söldner, diese aber mit gänzlich "unsoldatischen Aufgaben" beschäftigt sind.
Er sieht einen fröhlich lachenden Eisen, der einer der Dienstmägde den Wäschekorb trägt, auf dem Burghof, am Brunnen, hocken mehrere Männer und pflegen ihre Ausrüstung. Also wenigstens ein paar militärische Aufgaben.
Und es ist sehr viel fröhliches Lachen zu hören.
Dies ist ein anderes Eisen als er es bisher kennenlernte. Fröhliche, lachende Menschen.
Dann wird er vor den Grafen geführt.
Wie in seiner Heimat üblich verneigt sich Jason stolz und andeutungsweise.
Der Diener ruft laut: "Jason, Duke of Tyrconnel!"
Vor Jason sitzt der Graf. Er ist jung, mindestens 15 Jahre jünger als Jason. Seine Gestalt verrät trotz der bequehmen, weiten Tunika den Kämpfer.
Listige, dunkelblaue AUgen betrachten den Inen. Mustern ihn, taxieren ihn.
'Ich werde gewogen, gemessen und...'
Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Grafen
'... offenbar vor gut genug befunden.'
Dann reisst sich Jason zusammen. Er ist als Händler hier. Er ist jetzt Kaufmann.
"Herr Graf. Ich bin überrascht. Ihre Grafschaft ist ganz anders als alles was ich bisher hier in Eisen sah.
Den Menschen hier geht es scheinbar hervorragend. Das gefällt mir."
-
"Der Anführer muss zugleich der oberste Diener seines Volkes sein."
antwortete der Graf, der immer noch mit seinem Ratgebern und in schwerer Rüstung am einer Karte stand.
"Aber wehe dem Anführer der zu weichherzig ist und sich vom Schicksal einzelener blenden lässt."
Jason hatte anscheinend kurz geträumt und kam schnell wieder in die Wirklichkeit zurück als die harte aber sympatische Stimme des jungen Grafen sprach.
-
"Ich habe den Eindruck, das ihr diese Weisheiten nicht nur aussprecht. Ihr scheint sie zu leben. Zumidnest euer Volk scheint euch dafür zu lieben."
Jason überlegte kurz, beschloss dann aber seine Erfahrungen mit Gustav nicht ins Spiel zubringen.
-
"Warum nicht da weg will?", fragt Diego verwirrt. "Warum sollte er nicht weg wollen, Malik?"
-
"Ich habe keine Ahnung, aber wir sollten trotzdem mal auf alles vorbereitet sein. Oder nicht?"
-
Diego nickt langsam. "Hm na gut...was machen wir, wenn er nicht mit will....ganz einfach - wir sagen ihm nichts von diesem Trick, sondern erst hinterher. Und damit er nach hinten in die Truhe rutscht, drehen wir sie einmal, damit fällt er automatisch nach hinten zwischen den Spiegeln hindurch."
-
Jason
"Ich tue mein besstes um die Tugenden zu leben, aber ich bin auch nur ein Mensch."
Der Graf lächelte Jason an.
"Ihr habt ein stattliches Lager an Weizen und eure Untertanen hervorragendes Zuchtvieh.
Deshalb möchte ich Eure Hilfe welche ich zur Zeit nur mittelmäßig bezahlen kann.
Ich möchte mit Euch einen Langzeit Vertrag abschließen der Euch in den folgenedn Jahren immer bessere Konditionen einräumt aber zur Zeit ehr billig ist. Ich brauche etwas Zeit um meine Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen und aufsässige Grafen zu disziplinieren."
-
"Sehen sie Herr Graf, ich bin ja durch Eisen hergekommen und ich muss sagen ich sehe in ihrem Land eine Chance. Es wäre Unsinn von mir, wenn ich mich hier sperren würde."
Jason winkt mit der Flasche."
"Wäre es möglich, Gläser zu bekommen? Es spricht sich besser bei einem Tyrconnel." Er lächelt gewinnend.
"Um auf die Konditionen zurück zu kommen: Ich denke da steht nichts im Weg. Aber wie bekommen wir den Weizen hierher? Ich meine damit: wie stellen wir die Transportsicherheit her?"
-
"Ich habe eine Übereinkunft mit Fortunato Vestini geschlossen."
Der junge Graf ging zu einem Schrank und holte zwei Gläser herraus.
"Er überlässt mir ein Linenschiff zur Siicherung der Transporte. Ansonnsten habe ich drei Koggen, die für große Warenmengen und Bewafnung ausgelegt sind."
Jason konnte einen Blick auf die Karte werfen und sah eine große Stadt und zwei riesige Heerlzüge, die sich in Richtung der Grafschaft bewegten.
"Ich suche auch noch eine Werft die große Schiffe bauen kann und deren Besitzer und Mitarbeiter verschwiegen sind. Aber das ist nicht so einfach."
-
"Ich glaube, auch da kann ich euch weiter helfen. Mein verstorbener Oheim und Verwalter Argeil hatte vor seinem Tod angefangen, eine Werft zu bauen.
Bisher konnte ich keine Notwendigkeit erkennen, dieses Projekt weiterzuführen. Eigentlich fehlen nur noch Arbeiter und Material.
Beides lässt sich besorgen.
Da ich selber lange Jahre zur See gefahren bin, habe ich auch recht genaue Vorstellungen davon, welche Art von Schiffen wir brauchen können.
Wir fahren verderbliche Waren. Die müssen unter Deck gelagter werden.
Ausserdem sollte wenig Tiefgang benötigt werden, da wir ja auch über Binnengewässer müssten.... äh, darf ich?"
Jason nimmt einen Federkiel und ein Stück Pergament das auf dem Kartentisch liegt und blickt den Grafen fragend an. Als dieser zustimmend nickt beginnt Jason eine kleine Zeichnung.
"Sehen sie: durch diese Rumpfform erreichen wir zwei Dinge: das Schiff hat keine grossen Tiefgang und wird dadurch schneller. Auf hoher See müsste natürlich hier ein Schwert angebracht werden, so dass Seitenwinde das Schiff nicht zum rollen bringen. Dieses Schwert kann mit einem Flaschenzug bei bedarf eingezogen werden, sehen sie: so."
Während Jason zeichnet und erklärt wirft er immer wieder auch einen Blick auf die Karte. Offensichtlich schien der Graf einen weiteren Feldzug zu planen.
-
"Das sieht aus wie ein Drachenboot der Vesten, bloß das ein Deck hat."
Merkt einer der Generäle an.
"Da bekommen wir keine Kanonen drauf"
-
Jason lacht.
Er ist in seinem Element. Diese Art Boot wollte er schon lange bauen, er hat schon Jahre die Pläne im Kopf.
"Doch, sehen sie: hier: das Bott hat die doppelte Höhe der Drachenboote. Und hier, diese Schwimmer kommen an Auslegern befestigt seitlich, kurz oberhalb der Wasserlinie... sie werden stbilisieren.
Aber im Zweifel: ich lasse zuerst einmal einen Prototypen bauen.
Diesen werden wir testen."
-
Der General sah Jason noch verwundertet an.
"Habt Ihr nicht verstanden? Da passen keine Kanonen drauf. Und selbst wenn, dann wäre es zu toplastig, würde trotz der Stabilisatoren rollen wie ein Fass auf blanker See und gieren wie eine rossige Stute.
Ja, es wäre schnell, besonders wenn man noch Ruder benutzen könnte, ja es hat wenig Tiefgang. Aber es wäre der übelleaunige Alptraum eines jeden Seemanns. Eine Primadonna, ein Schönwetterschiff."
-
"Entschuldigt. Aber diese Gefahr bestünde sicherlcih auf hoher See, bei starkem Seegang. Nicht auf Flüssen.
Und bei starkem Seegang dient das Schwert als Stabilisator.
UNd auf dem Deck überlasst die Sorge mit den Kanonen nur mir."
-
Der General ging zu der großen Karte (es war ein Mosaik auf dem Fußboden)l und deutete auf Tyconell.
"Nun ich sehe hier ungefähr 1200 Seemeilen über das offene Meer und dann ungefähr 400 bis zu unserem tiefsten Hafen. Ich galube Euch, das Ihr mit einer guten Mannschaft so ein Schiff segeln könnnt. Aber es geht hier um eine Produktion in Serie. Das Schiff muss also auch von normalen Seeleuten zu bändigen sein."
-
"Wird es sein Herr General. Aber ich denke, wir sind nicht hier um zu streiten. Tyrconnel wird so ein Schiuff bauen, und wir werden sehen was daraus wird."
Jason lacht jovial.
"Ich bin hier, um mit dem Grafen über Getreide zu reden," fährt Jason fort. Dann zeigt er auf die Karte.
"Aber wie ich sehe, habt ihr ganz andere Probleme. Daher will ich euch nicht zu sehr mit den Träumen eines alten Seemanns abhalten."
-
Der junge Graf lachte:
"Das sind keine Probleme. Die beiden Armeen müssen durch verbranntes Land und ich habe alle meine Untertanen aus Ihrem Aufmarschgebiet evakuiert, so das sie nicht plündern können um Ihre Nahrungsvorräte aufzufrischen. Ich habe Íhre Nachut mit dem Essen überfallen und die Lebensmittel geraubt oder verdorben.
Die Soldaten werden halb verhungert sein, wenn sie die Stelle hier erreichen und dann werden wir sie vernichtend schlagen."
-
"Ich vermute, der zu erwartende Sieg wird eure Mittel erchtfertigen. Wenn ich bedenke wie es in eurer Grafschaft im Vergleich zum restlichen Eisen aussieht, vermute ich, das ihr in der Bevölkerung vollen Rückhalt geniesst."
-
"Nun, ich bin kein Schlächter und Soldaten die ich gefangen nehme, dürfen nach einem Monat in einer bequemen Zelle entscheiden ob sie sich mir anschließen oder sich von Ihren Anführern auslösen lassen.
Aber niemand sollte meinen Willen zum Sieg unterschätzen, wenn es nötig tut erde ich sie alle ersäufen wie tollwütige Hunde, bevor sie einem meiner Untertanen ein Leid antun. Und ich genieße den Rückhalt nur, weil ich auf der Straße des Siegers fahre.
Meine Untertanen sind pragmatisch, nicht idealistisch."
-
Jason und der Graf unterhalten sich noch eine ganze Weile und werden sich handelseinig.
Anschliessend verbringt Jason noch eine Nacht im Gästezimmer um am nächsten Morgen früh aufzubrechen.
Bereits am Abend erreicht er den Binnenhafen und besteigt das Schiff, welches im der Graf zur Verfügung stellte.
Tyrconnel.... Wer hätte gedacht, das ich dich so schnell wiedersehe, Caythleen
-
Den Rest des Tages verbrachte die Truppe um Djego, Raphael und Malik weiter mit üben der Tricks. Sie hätten gern gewusst, wo Jason war, waren sich jedoch sicher, dass diese bald wieder bei ihnen aufkreuzen würde.
"Ob wir irgendwann ohne ihn aufbrechen? Irgendwie werden wir ja immer weniger. Erst Juan, dann Anselm und Oceanne, jetzt Jason." Malik bekam ein wenig trübselige Stimmung. Er hatte die Gruppe im Laufe der Zeit schon sehr lieb gewonnen, und doch wusste er, dass sie nicht ewig zusammen reisen konnten.
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Nur kurze Zeit spätzer drängte Djego zum Aufbruch.
In drei Tagen sollte in einer näheren Stadt ein Fest sein.
Dort konnten sie üben und Reputation für das Fest des Grafen sammeln.
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Raphael war sich sicher, mehr als eine Schlägerei wartet in der kommenden Stadt nicht.
Aber später vielleicht...
*Rückblende in Flashes
Raphael springt mehrere Male irgendwo hin, Kämpft mit leuten...
Und immer zur rechten Zeit gibt es ein paar Schüsse die Raphael und den Kameraden den Rücken freihalten.*
"Nagut Diego, du hast recht!"
Die Kameraden hinterlassen eine Nachricht und ziehen los.
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Eine kurze und durch gutes Wetter geprägte Reise später kam die Gruppe in Willehelms Furt an und baute auf dem örtlichen Marktplatz Ihren Wagen und die Bühne auf.
Nach kurzer Zeit standen die errsten Kinder vor dem Wagen und staunten ob der bunten Farben.
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Raphael packt ein paar Taschenspielertricks aus.
Nichts großes, aber es weckt die begeisterung der Kleinen.
Das geht soweit, dass er sich in diesem Gefühl verliert.
Diego muss ihn 3 mal ermahnen mehr mit anzupacken, bis er sich von den Kindern loseisen kann. Es scheint als fehle ihm die Zeit mit Amy...
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Die Kinderr geben sich aber nicht so schnell mit der Arbeit von Raphael zufrieden.
Wie ein Scwarm Fliegen schwierren sie um Ihn rum und stöhren alle bei der Arbeit.
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Raphael zieht sich den Ärger seiner Kameraden zu... weise beschliesst Diego jedoch ihn gewähren zu lassen und am Abend in Ruhe mit ihm darüber zu reden.
Ein Mann, verhüllt durch günstige Schatten beäugt Raphael und die anderen.
Keiner bemerkt dies, Sie sind alle zu sehr mit dem beschäftigt was sie tun.
Raphael beginnt nachdem er seine Tricks zur hälfte aufgebraucht hat Geschichtem zu erzählen.
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Jason
Der Wind kommt von achtern und das Drachenboot der Vesten peitscht über die Wellen wie ein Stein übers Wasser.
Der Kapitän ruft einem Jungen Mann der so gar nicht nach einem Vesten aussieht bellende Befehle zu und dieser windet sich geschickt wie ein Aal an dem Bug und lässt ein zusätzliches Segel in den Wind.
Der Spinnacker füllt sich schnell mit Wind wund das Bot nimmt mit einem Ruck noch mehr Fahrt auf.
-
Jason steht am Bug des Drachenbootes.
Spielerisch und ohne darüber nachzudenken gleicht er den Ruck aus.
Der Wind peitscht durch seine langen Haare, die Gischt spritzt im ins Gesicht. Ein unendliches Gefühl der Freiheit und des Glücks durchzieht ihn.
Schnelle Fahrt auf hoher See.
Er liebt es. Dafür scheint er auf diese Welt gekommen zu sein. Diese Drachenboote sind unglaublich schnell.
-
Die Mitglieder der Mannschaft machen es sich bequem oder lassen sich den Wind um die Nase wehen, bei so starkem Wind braucht mann nicht zu rudern.
Der junge Mann stellt sich neben Jason und holt tief Luft.
Die Gischt perlrt von dem gut geölten Eisbärenfell ab, welches Er als Wetterschutz trägt und der Blick des Mannes geht über das Meer.
"Freiheit, murmelt Er leise auf Montaingisch."
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Jason lächelt den Mann an.
"Qui monsieur. Liberte."
Er holt eine kleine Flasche aus der Tasche mit seinem besten Tyrconnel. Er muss nun nicht mehr geizen, er wird bald neuen bekommen. Also bietet er dem Mann einen Schluck an.
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"Vielen Dank, aber ich trinke nicht mehr. Zu viele Dämonen, die darauf warten mit Alkohol gefüttert zu werden."
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Jason nickt.
Er kennt einige Männer, die so reden. Sie haben meist ihren eigenen Teufel im Alkohol gefunden und konnten ihn besiegen, bevor er sie in die Knie zwang. Jason bewundert die Männer für die Disziplin die sie an den Tag legen.
Denn er kennt auch einige, die diesen Kampf verloren.
Dann reicht er dem Mann die Hand und stellt sich vor.
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"Ihr könnt mich Jean nennen."
Der Handdruck war kräftig aber nicht so, wie Ihn die Vesten mochten (das die Knochen knirschen).
Am Ärmel blitzte der Knauf eines Wurfmessers auf und die Hand war übersäht mit Narben, welche zweifellos aus Kämpfen stammten.
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Jason stellt sich vor.
"Ich werde in Tyrconnel aussteigen. Da bin ich daheim. Wohin treibt es euch, Jean?"
-
Immer dorthin, wo der Wind weht und die Menschen einem Freiheit zum Atmen lassen.
Jason sah in dem Gesicht ein Feuer, das immens heiß brannte und dennoch unter Kontrolle war.
Aber das war uninteressant, denn die Geschichte ging Ihrem Ende zu.
Und vielleicht wird sie zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende erzählt