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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Ancoron Fuxfell am 11.05.2006 | 20:39
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Spielt man Rollenspiel nicht, um Taten zu vollbringen, die man in der Realität nicht vollbringen kann? Gehört dazu nicht auch, dass jemand, der total unbegabt im Reden ist, im Spiel jemanden Spielen darf, der die-königlichste-Laberbacke-ever ist?
Aber wird dabei nicht die Atmosphäre zerstört? Muss dann nicht rollplaying statt roleplaying sein, damit das machbar ist?
Was ist mit einem Dummen, der einen Gelehrten-Weisen-Genie spielen will? Wird dann der Plot ausgewürfelt?
Und was ist mit Spielern, die besonders Wert darauf legen, eine stimmige Spielwelt zu erforschen, zu der natürlich auch insbesondere die anderen SCs gehören?
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Spielt man Rollenspiel nicht, (...)
Egal, was dann auch kommen mag, die Antwort ist: "Nein!"
Denn man spielt überhaupt keine Rollenspiele (zumindest kenne ich niemanden mit einem solchen Nickname) und bei den Leuten die ich kenne, möchte ich behaupten, dass sowieso jeder anders spielt und die Diskussion damit schon vorbei wäre. ~;D
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Es kommt eben darauf an, was man höher gewichten will. Spaß oder Atmosphäre. Eigenen Spaß oder den der anderen. Legen denn die anderen Spieler Deiner Gruppe Wert auf eine dichte Atmosphäre oder nehmen sie was kommt?
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Denn man spielt überhaupt keine Rollenspiele (zumindest kenne ich niemanden mit einem solchen Nickname) und bei den Leuten die ich kenne, möchte ich behaupten, dass sowieso jeder anders spielt und die Diskussion damit schon vorbei wäre.
Genau und deshalb schließen wir auch gleich das Forum, da hier jeder eh seine eigene Meinung zum Thema Rollenspiel und Fantastik hat und damit jede Diskussion vorbei wäre. ;D ::)
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Aber wird dabei nicht die Atmosphäre zerstört?
Nein.
Muss dann nicht rollplaying statt roleplaying sein, damit das machbar ist?
Nein.
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Nein.
Nein.
Öhm, könntest du das mal näher erläutern? Ich hätte nämlich im Brustton der Überzeugung beide mal "ja" gesagt, und bin jetzt etwas verwirrt. Wo genau siehst du da Möglichkeiten jemanden zu etwas werden zu lassen, dass er absolut nicht ist und auch nicht wirklich sein kann, ohne auf die Spielwerte auszuweichen?
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Muss dann nicht rollplaying statt roleplaying sein, damit das machbar ist?
Wenn ich doch bloß durch Tastendruck töten könnte... *seufz* :(
Um die Frage mal zu beantworten: Nein, Regeln und "Stimmung" schließen sich nicht aus. Nein, es ist überhaupt ein Problem wenn ein nicht so verbaler Spieler einen verbalenCharakter spielt. Nein, ich darf dich leider nicht brutal abmetzeln nur weil du den dämlichen "roll- vs role-" Spruch abgelaßen hast. Nein, das Leben ist leide rnich gerecht. ;D
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Wird dann der Plot ausgewürfelt?
Plot wird sowieso überbewertet. >;D
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Öhm, könntest du das mal näher erläutern?
Nein. Äh, quatsch... :)
Wo genau siehst du da Möglichkeiten jemanden zu etwas werden zu lassen, dass er absolut nicht ist und auch nicht wirklich sein kann, ohne auf die Spielwerte auszuweichen?
1. Ich bin böse und gemein, d.h. wenn Dumpfbacke den Evil Genius spielen möchte, dann sage ich von vornherin "Kommt nicht in Frage". Ich muß allerdings gestehen, daß ich mich mit dem Problem außerhalb von Cons auch noch nie auseinandersetzen mußte. Meine Spielerinnen und Spieler sind eigentlich alle recht aufgeweckt (wenn auch manchmal etwas unaufmerksam ::)). Das Problem im kommunikativen Bereich sehe ich auch nicht. Man muß doch nicht immer jedes Gespräch aufs Wort genau schildern. Leute, die eben das nicht so raus haben, verstehen es ganz gut, stattdessen zu beschreiben, welche Mittel ihr Charakter einsetzt und wie das Gespräch verläuft. Das ist der Atmosphäre IMHO sogar zuträglicher, denn wenn jedes Feilschen um'm Fisch oder einen Apfel ausgelaberspielt werden muß, dann bleibt zumindest meine Immersion auf der Strecke. Weil das einfach ätzlangweilig ist. ;)
2. Ich verlange ("hoffen" wäre hier definitiv nicht das richtige Wort) von meinen Spielern, daß sich ihre Handlungen in dem Rahmen bewegen, der auf dem Charakterbogen steht. Das ist natürlich eher für's andere Extrem wichtig. Aber auch wenn da der Maximalwert für Intelligenz steht, dann verlange ich zumindest, daß der Spieler mir sagt, wie er dieses Attribut auszuspielen gedenkt und dies dann auch tut. Wenn diese Interpretation sinnig ist, ist doch alles prima: INT 18 von 20; aber auch nur, weil ich so ziemlich jedes existierende Buch gelesen habe. Zugleich habe ich aber die Auffassungsgabe einer Schachtel Streichhölzer, was solls...
3. Wenn eine Situation nicht wirklich herausfordernd ist, dann braucht man die Würfel doch garnicht. Weil der Erfolg eh außer Frage steht. Und wenn eine Herausforderung besteht, dann würfelt man eben schnell und beschreibt danach, was passiert. Fortune in the Middle ist Dein Freund! ;D
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na wenn man etwas nicht ist, kann man es auch nicht spielen..
und nein ich meine nicht 'körperliche' Fertigkeiten oder Magie
aber wenn ich eben nicht eloquent bin kann ich auch nicht so tun...
oder sehen wir das mal auch als Gruppending:
wenn einer den hochintelligenten Gelehrten mimen möchte, aber nur Dummfug erzählt..
wird das auf den Spielspaß der Gruppe ne negative Auswirkung haben, also sollte er es vielleicht lassen (aber ich als SL zwing keinen zu was..)
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Hey, bei mir in der Gruppe hab ichn Spieler, der hat 20-35 äpm und den hab ichn Barden spielen lassen!
Er ist zwar bissl wirr und stottert ab und zu etwas, aber er ist trotzdem nicht auf den Mund gefallen.
Warum sollte solch ein Spieler nicht auch nen Barden spielen dürfen?
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Spielt man Rollenspiel nicht, um Taten zu vollbringen, die man in der Realität nicht vollbringen kann?
Nein.
Ich mache einen großen Bogen um Leute, die mit dieser Einstellung an den Spieltisch kommen.
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Und warum, vorzüglicher Georgios?
:)
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na wenn man etwas nicht ist, kann man es auch nicht spielen..
Komisch... ich bin bestimmt kein Krieger, aber ich spiele einen. Im Gegensatz zu mir kann der kaempfen und reiten. Deshalb spiele ich ja am Tisch und nicht beim LARP - weil ich am Tisch alles "sein" kann, was ich nicht so bin: riesig, rothaarig, schlau, verkrueppelt, empathisch, ueberlegen, gierig, freundlich, winzig, schweigsam, kaempferisch, stark, schwatzhaft, geschickt, glatzkoepfig, schnell, verheiratet, kuehl, intuitiv, witzig, ruhig, unfreundlich, taktisch, gewitzt, besonnen, unbesonnen, extrovertiert, introvertiert... was auch immer.
Wieso um alles im Rollenspiel sollte es da einen Unterschied machen, ob ich "Waffenfertigkeiten" oder "kommunikative Fertigkeiten" simuliere? Wenn mich einer fragen wuerde, wie ich denn nun mein Schwert handhabe, um die vorgeschlagene Aktion hinzubekommen, wuerde ich doch genauso stottern wie der von seiner Persoenlichkeit her nicht so sichere Spieler eines Barden, wenn es um ein Lied geht. Wenn mich keiner fragt - warum sollte einer ihn fragen? Ich wuerfele, er wuerfelt ("fortune in the middle"), und dann beschreibt eben jeder, was er macht: Ich behaupte, mein Schwert haette den andern verletzen koennen, und er behauptet, er haette mit seinem Lied die Herzen geruehert. Wenn die Wuerfel das so gesagt haben, wird es wohl so sein.
Fuer mich ist Rollenspiel auch die Spielwiese, auf der ich mal antasten kann, wie es waere, anders zu sein - ob andere dann wohl anders auf mich reagieren, und wenn ja, wie? Wenn ein introvertierter Spieler mal "anschmecken" will, wie es waere, etwas aus sich herauszugehen, und einen entsprechenden Charakter entwirft - dann werden meine SCs und bevorzugt meine NSCs auf ihn reagieren als auf einen extrovertierten Charakter (so gut ich mir das eben vorstellen kann). Wenn ein Schwaetzer einen schweigsamen Kameraden spielen will, wird er eben von Zeit zu Zeit darauf hingewiesen, dass - oder gefragt, ob - er vielleicht gerade doch geschwiegen hat, weil das seinen gespielten Charakter entspraeche.
Die dazu notwendige Beschreibung liegt dann halt eine "kommunikative Meta-Ebene" hoeher, will sagen: Der Barde singt nicht hinreissend, sondern er sagt, dass er hinreissend singt (so wie ich ja auch nur behaupte, zu kaempfen, und nicht kaempfe). Der Schelm, der mal keinen perfekten Einfall hat, erzaehlt halt keinen Witz, sondern sagt, dass er einen (laut Wuerfel) guten Witz erzaehlt. Und der redselige Spieler sagt dann halt, dass er geschwiegen hat... Vice versa: Wenn der Schelmenspieler einen mE guten Witz reisst, aber der Wuerfel ihm ein mieses Resultat bescheinigt, reagiert der Betroffene eben humorlos oder der Schelm hat ein spezielles Fettnaepfchen erwischt, von dem er nichts wissen konnte. Wenn mir einer der Waffenexperten hier erzaehlt, was er tun koennte, und die Wuerfel nicht so wollen, hilft ihm das ja auch nicht.
Kurz:
Fuer den gespielten Charakter gelten die Werte, die er in der Fiktion hat, nicht die Werte seines Spielers.
Je mehr die Umsetzung des erwuerfelten in der Immersion bleibt, d.h. "ausgespielt wird", desto besser finde ich das, aber wenn jemand etwas nicht ausspielen oder gut beschreiben kann, bedeutet das keine Einschraenkung fuer ihn, sondern nur fuer die Immersion. Jeder kann und darf alles probieren, wenn er moechte - das gehoert zur Freiheit und zum Reiz des "Zettel-und-Stift"-Rollenspiels fuer mich essentiell dazu.
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Nein.
Ich mache einen großen Bogen um Leute, die mit dieser Einstellung an den Spieltisch kommen.
Echt? Du spielst also nie nen Magier, einen Großen Krieger, den absolut professionellen Elite-Straßensamurai, den toughen Piraten...(die Liste ließe sich endlos fortsetzen)? Nie? Und wenn Du es doch mal tust, zaubert dein Magier dann nicht?
Und Du fandest es auch nie Cool, wenn der Char eine abgefahrene Aktion geschafft hat, die Du im realen Leben NICHT könntest - weil dir der Grad an Ausbildung, das Talent oder die Skrupellosigkeit fehlen oder die Beschaffenheit der Welt es schlicht nicht zulässt (z.B. Magie)?
Also ich hab all das gespielt und ich fand die Fähigkeiten meiner Chars immer sehr cool. Natürlich spielt es auch mit rein, Dinge zu spielen, die man im RL nicht ist/nicht kann. Immer nur normale Typen spielen ist doch langweilig ;)
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Ich weiß nicht, bei uns (also meiner Gruppe) scheint es im Rollenspiel eher um Ideen zu gehen als um deren verbale Ausgestaltung. Nehmen wir mal kein allzu exotisches Beispiel: feilschen. Vielleicht würden wir gelegentlich mal ein Feilschen um einen Preis ausspielen, wenn es besonders wichtig oder interessant ist, aber häufiger würde ich Händler-NSC und Käufer-SC es auswürfeln lassen; denn sonst ist es immer der Spieler, der mit dem SL feilscht, und das Ergebnis (oder Erlebnis) ist immer das gleiche.
Wenn ein Spieler NSCs irgendwelche Argumente in einer Diskussion aufbringen will, brauche ich nicht die ganze Diskussion zwischen ihm und dem NSC zu spielen; mir reicht es, wenn er mir die Kernargumente sagt und für die Ausgestaltung würfelt. Die Probe sagt mir, welche Qualität die Darstellung des SC hat; sind die Argumente Blödsinn, kann nur eine hervorragende Darstellung vielleicht Erfolg haben, sind die Argumente klasse, können sie in übelstem Gestammel untergehen usw. Bei mir ist das immer eine Kombination aus Beschreibung (nicht wirklicher Durchführung) und Wurf, sofern das Ergebnis nicht vorher schon offensichtlich ist.
Es gibt schon genug würfellose Diskussionen unter den Spielern, wenn sie auch noch alles Soziale oder Unsoziale mit den NSCs ausspielen würden, kämen wir zu nix.
Und noch was: wenn mein Spieler genug chemisches Wissen hat, um aus verfügbaren Materialien eine Bombe zu bauen, er aber gerade nicht McGyverix den Gallier spielt, erwarte ich, dass er z.B. auf Verstand würfelt, bevor er die Idee äußert. Die Frage 'kann mein SC aufgrund seiner Werte darauf kommen' finde ich recht wichtig. Immer dann, wenn es einen Konflikt zwischen den Fähigkeiten des Spielers und seines Charakters gibt, und den gibt es irgendwann immer, wenn man sich nicht bloß selbst spielt, kann gewürfelt werden, und wenn es nur eine Entscheidungshilfe ist: werde ich bei dem verlockenden Angebot schwach oder bleibe ich stark?
Robin
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Bei mir ist das immer eine Kombination aus Beschreibung (nicht wirklicher Durchführung) und Wurf, sofern das Ergebnis nicht vorher schon offensichtlich ist.
Find ich ne gute Regelung.
Immer dann, wenn es einen Konflikt zwischen den Fähigkeiten des Spielers und seines Charakters gibt, und den gibt es irgendwann immer, wenn man sich nicht bloß selbst spielt, kann gewürfelt werden
Finde ich auch ne gute Regelung. Mich haben manche Sachen auch immer genervt: Beispiel DSA - Da hat der Krieger schon Kriegskunst 16, aber wie man die Verteidigung der Stadt organisiert muss trotzdem ich taktische Niete selber planen. Wieso nicht würfeln und vielleicht wenigstens ein paar Tips erhalten?
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Ich kann den meisten meiner Vorrednern nur zustimmen. Das ist doch gerade der Grund, warum wir diesen ganzen Regelbatzen mit uns herumschleppen. Selbst die meisten regelleichten Systeme toppen in ihrer Komplexität das typische Familienbrettspiel. Wenn das also alles unnütz und ungewollt ist, warum gibt es sie dann überhaupt?
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ALso ich hab die Erfahrung gemacht, dass das meiste, was am Tisch ausgespielt werden kann, dort auch ausgespielt wird (ok, nicht jedes "Guten Tag" auf der Straße und nicht jedes Feilschen um ein Brot, bitte keine Haarspaltereien), also vor allem soziale INteraktionen.
Wenn ich (als SL) einen SPieler habe, der unbedingt etwas spielen will von dem ich der Meinung bin, dass das gar nciht zu ihm passt (habe inen Laberspieler, der einen stillen, ernsten Killer spielen wollte, nur mal als aktuelles Beispiel), dann rede ich mit ihm drüber und sage ihm ganz offen, dass ich der Meinung bin, dass das nciht passt. Wenn er es dann unbedingt doch machen will, soll er. Meißt merkt er dann schnell, dass ihm das nciht liegt.
Bei Fähigkeit des Spielers vs. die des Charakters mache ich es bei den Sachen, die man am Tisch ausspielen kann, meißt so, dass ein Würfelwurf das Ausspielen beeinflusst aber nicht 100% bestimmt.
Ich erwarte von dem Verführungstalent dann schon ein paar gute Versuche das auch verbal/mimisch rüberzubringen.
Wobei ich ganz klar sage: wer das gut ausspielt wird beim gleichen Würfelwurf bessere Chancen haben.
Meißt kenne ich ja auch die Spieler und kann entsprechend darauf eingehen, wenn ich merke, dass der Verbalparetiker sich richtig Mühe gibt, verführerisch rüberzukommen UND dann noch seinen hohen Wert in Verführen an den Start bringt.
Bei Kämpfen und den meißten anderen phyisischen Aktionen geht das halt nicht, da kommt es eben nur auf die Beschreibung an.
Bisher bin ich damit meißt gut gefahren.
Und nebenbei: so Kommentare wie: "Diskussion sinnlos, da eh jeder sseine Eigene Meinung hat" finde ich in so einem Forum nciht wahnsinnig konstruktiv. Wir sind doch hier, um die Meinung der anderen über unser Hobby zu erfahren, oder?
ALso ich zumindest.
*absichtlich-kein-Smiley,-da-ernst-gemeint*
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Gehen wir mal davon aus dein SL hat seine eigen Spielwelt konstruiert und kein Spieler kennt sie muss dann nicht zwangsläufig jeder ein Landei spielen welches keine Ahnung von der Welt halt einfach deshalb weil kein Spieler keine Ahnung von der Welt hat? Oder werden da aufeinmal alle Hühneraugen zugedrückt?
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Echt? Du spielst also nie nen Magier, einen Großen Krieger, den absolut professionellen Elite-Straßensamurai, den toughen Piraten...(die Liste ließe sich endlos fortsetzen)? Nie? Und wenn Du es doch mal tust, zaubert dein Magier dann nicht?
Natürlich. Aber das hat doch überhaupt nichts damit zu tun, Dinge zu tun, die ich nicht tun kann. Ich spiele ein Spiel um zu spielen, nicht um irgendwelche Fantasien auszuleben.
Und warum, vorzüglicher Georgios?
:)
Rollenspiel als Realitätsflucht finde ich etwas komisch, hervorragender Heretic.
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Rollenspiel als Realitätsflucht finde ich etwas komisch, hervorragender Heretic.
*ts* Realität ist was für Leute mit eingeschräänktem Vorstellungsvermögen... *schnellwiederwegist* ;D
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Meine Spieler können sich gut einschätzen, sie wissen meistens (aber nicht immer), was sie darstellen können und wählen entsprechend ihre Rollen, aber ansonsten, wenn jemand absolut keinen Plan/Lust hat um eine bestimmte Sache auszuspielen, dann gestatte ich dem Spieler natürlich mit einem Würfelwurf die Situation zu lösen.
Ich gebe meinen Spielern auch Hinweise, wenn die Spieler keine Idee haben, aber dem Klügsten der Gruppe ein Wurf auf ein entsprechendes Talent gelingt.
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Natürlich. Aber das hat doch überhaupt nichts damit zu tun, Dinge zu tun, die ich nicht tun kann.
Du kannst also zaubern? ;D
Aber ernsthaft: Findest Du das nicht cool, daß der Char zaubern kann? Hast Du dir noch nie gedacht "och, das könnte ich auch gern"? Ganz ehrlich? Noch nie gedacht?
Ich spiele ein Spiel um zu spielen, nicht um irgendwelche Fantasien auszuleben.
Gehört das nicht auch ein bischen zum Spiel dazu? Ich meine - sonst bräuchte man ja keine Krieger oder Magier oder sonstwie außergewöhnlichen Chars zu spielen - dann könnte man den Bäcker von nebenan oder die Putzfrau vom Büro spielen.
Nit "Norman-Normal-Chars" kann man auch tolle Geschichten/Sessions haben, keine Frage. Aber wieso spielt man gerne Typen mit "kewl Powerz", wenn nicht, um auch ein klein wenig Eskapismus zu betreiben? ;)
Wenn das natürlich das Haupt- oder gar alleinige Ziel des Spiels ist, dann läuft ganz grundlegend was schief - dann sollte man sich schnellstmöglich ein Leben und/oder Hilfe besorgen.
Aber nicht mal so ein kleines bischen? Echt nicht? ;)
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na wenn man etwas nicht ist, kann man es auch nicht spielen..
und nein ich meine nicht 'körperliche' Fertigkeiten oder Magie
@Merlin
lies bitte meine posts komplett, danke
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Hola...
Grundsätzlich zielt das Rollenspiel darauf ab imaginäre Handlungen und Taten darzustellen - deren Kern und Intention (ein Argument, ein Witz oder ein Schwerthieb) aber immer zu beschreiben bleibt - dabei ist es ja nicht möglich außergewöhnlich gute oder spektakuläre Handlungen vom Spieler ins kleinste Detail simulieren zu lassen, das Talent steckt dann halt in seinen Werten, weil er spielt im Rollenspiel einen Helden, der eine Chance besitzt mit seinen Attributen auch fast Unmögliches zu bewältigen. Trotzdem lässt sich nie eine außergewöhnliche Gabe darstellen die nicht vorhanden ist und klar aus den Alltagsaktionen hervorsticht - hier lässt sich nicht das "Heldenargument" heranziehen, weil es regeltechnisch nicht von den Werten und Fähigkeiten des Charakters gestützt wird. Auch kleine Halbgötter (Helden) haben immer ihre Achillesversen - also eine oder mehrere Schwachstellen - die sie wieder realistischer, weil menschlicher erscheinen lassen.
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Hoi!
Ich muss mal Georgios in Schutz nehmen. Meine Vermutung ist, dass er auf jenen Zustand hinaus wollte, in dem das rollenspieltypische "Was-wäre-wenn" zur Kompensation persönlicher Defizite mutiert.
Ich denke, dass genau darin durchaus Probleme liegen können und dass wir uns als Rollenspieler auch dessen bewusst sein sollten.
@ MrLife (back from the East):
Wenn ich (als SL) einen SPieler habe, der unbedingt etwas spielen will von dem ich der Meinung bin, dass das gar nciht zu ihm passt (habe inen Laberspieler, der einen stillen, ernsten Killer spielen wollte, nur mal als aktuelles Beispiel), dann rede ich mit ihm drüber und sage ihm ganz offen, dass ich der Meinung bin, dass das nciht passt. Wenn er es dann unbedingt doch machen will, soll er. Meißt merkt er dann schnell, dass ihm das nciht liegt
Sorry, wenn ich das mal so sage, aber die Einstellung - die dahinter steckt - ist manchmal genau DER Grund, warum etwas schief läuft. Ich selbst habe mal einen Spieler "bekommen", von dem es hieß "Ach, der ist kein Rollenspieler. Der kann das nicht. Der ist nur Mitläufer. Der spielt nur einen Charakter." ... ich weiß nicht, ob der nun konkret einen anderen Charakter genommen hat oder ob es an der Gruppe lag, aber der hat seine Rolle wirklich nicht schlecht rüber gebracht.
Will heißen: Ich würde die Leute nicht von oben herab behandeln (!!!) und ihnen auch zugestehen, sich in Teilen auch mal verändern zu können. Manchmal fehlt die "richtige" Perspektive. Aber welche das ist, das weiß ich als SL auch NIE; ich kann da nur Angebote machen (und testen)!
-gruß,
Arbo
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@Merlin
lies bitte meine posts komplett, danke
Darfst Du mit meinen ruhig auch tun... Es hatte seinen Grund, dass ich schwerpunktmaessig auf die erste Zeile eingegangen bin und deshalb nur die zitiert hab. Sollte in meinem Beitrag auch irgendwo zu finden sein - wenn man ihn denn liest.
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@Georgios: Dann darf man bei dir im RPG auch keine Gesetze übertreten,oder soch mal voll daneben benehmen?
Muss ja nicht immer gleich Realitätsflucht sein, nur weil man etwas spielt, was IRL nicht get. Naive Vorstellung, die du da hast, wenn du behauptest, dass einer gleich Realitätsflucht begeht, nur weil er was spielen mag, was er im wahren Leben nicht ist.
Da fielen dann die ganzen Magier, die Elfen, Zwerge etc. pp. raus.
Got me?
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Und selbst wenn es Realitätsflucht ist:
„Die Einzigen, die etwas gegen Flucht haben, sind die Gefängniswärter.“ (J.R.R. Tolkien)
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Ich muss mal Georgios in Schutz nehmen. Meine Vermutung ist, dass er auf jenen Zustand hinaus wollte, in dem das rollenspieltypische "Was-wäre-wenn" zur Kompensation persönlicher Defizite mutiert.
Ich unterscheide auch zwischen "normalem" Eskapismus und Kompensation - auch wenn es sich vielleicht nur um unterschiedlich starke Ausprägungen desselben Phänomens handelt. (Es soll ja auch Leute geben, die halten uns alle ob unserer Freizeitgestaltung für komplett bescheuert.)
Einen Charakter spielen zu wollen, der Fähigkeiten hat und Dinge tun kann, die über die Möglichkeiten eines modernen Menschen unserer bürgerlichen Gesellschaft hinausgehen, finde ich absolut legitim. Dabei wird lediglich "kompensiert", dass das eigene, bürgerliche Leben gelegentlich als etwas langweilig empfunden wird.
Wenn ein Spieler aber mit seinem Charakter (aus meiner Sicht) offensichtlich eigene Defizite im Vergleich zu Durchschnittsmenschen in seiner unmittelbaren, realen Umwelt kompensiert, empfinde ich das als Mitspieler als unangenehm. Weil irgendwann ein Grenze überschritten wird, jenseits deren ich den Respekt vor dem Mitspieler zu verlieren beginne. Kompensation in Maßen ist okay, aber ein verkappter Seelen-Striptease ist absolut nicht das, was ich am Spieltisch erleben möchte.
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Mich persönlich stört es auch, wenn ein Spieler seinen Charakter nicht darstellen kann. Wobei sich gerade fehlende Eloquenz im Vergleich zum Charakter recht gut durch indirekte Rede kompensieren (no pun intended) lässt, wenn man sich beim Erzählen etwas Mühe gibt.
Mit Spielern, die den Mund überhaupt nicht aufbringen, mag ich aber gar nicht zusammenspielen - egal, was sie für Charaktere spielen. Punkt. Neue Mitspieler bekommen natürlich eine Schonfrist. ;)
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Ich finde, das ist doch immer eine Frage des Ausmaßes. Du mußt vielleicht nicht selbst super-charmant sein, um den Barden mit Charisma 18 zu spielen, aber wenn du immer nur in der Ecke sitzt und kein Wort rauskriegst (auch bei Verhandlungen nicht) oder - noch schlimmer - immer alle anpöbelst, dann ist das wohl kein Char für dich.
Es muß ja nicht jede Verhandlung ausgespielt werden (Feilschen um die Hartwurst ist mir sowas von egal), aber es gibt immer wichtige Gespräche mit NSCs, die dann eben auch ausgespielt werden. Und da kann ich als SL zwar die Reaktion des NSCs an die Werte des SCs anpassen, aber ich komme nicht völlig von dem, was der Kerl eben gesagt hat, weg. Und wenn er den König eben grad angepöbelt oder unabsichtlich beleidigt hat ("Ich wollte doch mal sehen, was von der Glorie Eures Reiches noch übrig ist!"), dann wird´s eben schwierig. Schließlich werden die anderen Chars Mr. Fettnapf nach zwei - drei solcher Klopfer nicht mehr in die Verhandlungen lassen, obwohl das vom Konzept her seine Stärke ist.
Und ja, man kann Verhandlungen natürlich auch immer auswürfeln, aber ich spiele - unter anderem -, um mit anderen Menschen zu kommunizieren, und da sind Verhandlungen mit NSCs nun mal wichtig. ;)
@Georgios: Ich glaube, ich verstehe, was du meinst... Wir hatten mal einen Mitspieler, der gefragt wurde, wie denn ein weiblicher Char aussehen würde, wenn er mal einen spielen würde. Seine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: "Die will immer nur poppen!" :-\ :)
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@ Saint of Killers:
So meinte ich das auch. Ich selbst möchte nun auch nicht leugnen, dass Rollenspiel auch einen (unbewusst) positiven therapeutischen Effekt haben kann.
Ich denke aber auch, dass wir uns auf jeden Fall klar machen sollten, dass es solche "Kompensationsspieler" gibt, die Probleme haben und damit auch wiederum Probleme bereiten können. Es ist ja nicht nur so, dass es einem selbst vielleicht unangenehm ist, mit solchen Pesonen zu spielen. Die können dann tlw. doch auch so verbissen rechthaberisch sein, dass es über etwas mehr ist als nur "unangenehm" - nämlich störend.
Ich denke, in dem Sinne ist das ein sehr ernstes Thema, über das man mal nachdenken sollte.
-gruß,
Arbo
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Könnte bitte jemand die Stelle zitieren, in der ich behaupte, dass der gespielte Charakter nichts tun darf, was nicht auch der Spieler tun würde? Oder dass ich sowas nicht spiele?
???
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Leute, der georgios will doch garnicht sagen, dass man nicht auch was anderes spielen kann als man selbst ist, er will nur etwas sim-bashing betreiben, wie es in manchen Kreisen hier im Forum nunmal üblich ist. Lasst ihm seine Folklore! ;)
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Leute, der georgios will doch garnicht sagen, dass man nicht auch was anderes spielen kann als man selbst ist, er will nur etwas sim-bashing betreiben, wie es in manchen Kreisen hier im Forum nunmal üblich ist. Lasst ihm seine Folklore! ;)
Es ist vermutlich in meinem vorherigen Post nicht ganz rübergekommen, aber ich mag es nicht wenn man mir Worte in den Mund legt.
Oder auch: Ich betreibe kein Sim-Bashing und die Unterstellung, dass ich das tun würde, empfinde ich als beleidigend.
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Nein.
Ich mache einen großen Bogen um Leute, die mit dieser Einstellung an den Spieltisch kommen.
Wer mit solchen einsilbigen Schnellschüssen um sich wirft, darf sich aber auch nicht wundern wenn die Leute ihn falsch verstehen. ::)
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Ich muss mal Georgios in Schutz nehmen. Meine Vermutung ist, dass er auf jenen Zustand hinaus wollte, in dem das rollenspieltypische "Was-wäre-wenn" zur Kompensation persönlicher Defizite mutiert.
Ich denke, dass genau darin durchaus Probleme liegen können und dass wir uns als Rollenspieler auch dessen bewusst sein sollten.
Ja, wenn ich etwas kompensieren muss, dann sollte ich tunlichst nicht Rollenspiel spielen (denn nach Georgios wäre das ja "komisch"), sondern Amok laufen...
@ Georgios
Wenn du nicht spielst, um etwas darzustellen, was du in der Realität nicht bist, dann kannst du diesen Aspekt des Spiels weglassen. Folglich bist du mit einem Spiel vollkommen zufrieden, in dem du dich selbst spielst.
Aber mal wieder zurück zum Thema:
Mir ist Atmosphäre wichtig, deshalb sollten die Mitspieler in meiner Gruppe ihre Charaktere zumindest so darstellen können, dass kein grober Bruch besteht.
D.h. der KL 18 Magier braucht keinen KL 18 Spieler, aber ~12 sollte schon drin sein. Und ein SC mit Überreden 15 muss nicht jedesmal mit überzeugenden, stundenlangen Reden, die bis ins letzte Detail rhetorisch ausgefeilt sind, kommen, aber der Spieler sollte zumindest ein paar gut klingende Sätze hinbekommen, wenn er etwas will.
Es kommt nun mal keine Stimmung auf, wenn nur die Aktionen langweilig-monoton-langsam beschrieben werden.
Sicherlich soll nicht jede Situation ausgespielt werden (z.B. feilschen), aber man sollte sich doch erstmal ein Bild vom Charakter machen können (atmosphärische Beschreibung), an das man sich dann später erinnern kann, wenn die Situation nicht ausgespielt wird.
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@ Georgios
Wenn du nicht spielst, um etwas darzustellen, was du in der Realität nicht bist, dann kannst du diesen Aspekt des Spiels weglassen. Folglich bist du mit einem Spiel vollkommen zufrieden, in dem du dich selbst spielst.
Falsch. Wenn aus A B folgt, dann heißt das nicht dass aus Nicht-A auch Nicht-B folgt. ODER: A => B =/= -A => -B
Einfache Aussagenlogik.
Wenn ich nicht wegen des "jemand anders sein" Rollenspiele spiele, heißt das nicht, dass ich in Rollenspielen nie oder nicht jemanden anders spiele. Es ist lediglich nicht der Grund weshalb ich Rollenspiele spiele.
Es kommt nun mal keine Stimmung auf, wenn nur die Aktionen langweilig-monoton-langsam beschrieben werden.
Stimmung kommt auf, wenn man es zulässt. Nicht wenn man irgendwelche Kunststückchen von seinen Spielern erwartet. Vor allem aber bestimmt nicht der SL was gute oder gar die richtige Stimmung für ein Spiel ist; sondern die Gruppe gemeinsam.
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Mir ist Atmosphäre wichtig, deshalb sollten die Mitspieler in meiner Gruppe ihre Charaktere zumindest so darstellen können, dass kein grober Bruch besteht.
D.h. der KL 18 Magier braucht keinen KL 18 Spieler, aber ~12 sollte schon drin sein. Und ein SC mit Überreden 15 muss nicht jedesmal mit überzeugenden, stundenlangen Reden, die bis ins letzte Detail rhetorisch ausgefeilt sind, kommen, aber der Spieler sollte zumindest ein paar gut klingende Sätze hinbekommen, wenn er etwas will.
Es kommt nun mal keine Stimmung auf, wenn nur die Aktionen langweilig-monoton-langsam beschrieben werden.
Genau Dein Beispiel ist für mich nichts anderes als langweilig-monoton-langsam. Was Du da oben schilderst, bringt, zumindest für mich, weder Spannung, noch Stimmung, noch hat das auf Dauer einen Unterhaltungswert. Ich find's zum Gähnen, aber solange Du damit klarkommst...
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D.h. der KL 18 Magier braucht keinen KL 18 Spieler, aber ~12 sollte schon drin sein. Und ein SC mit Überreden 15 muss nicht jedesmal mit überzeugenden, stundenlangen Reden, die bis ins letzte Detail rhetorisch ausgefeilt sind, kommen, aber der Spieler sollte zumindest ein paar gut klingende Sätze hinbekommen, wenn er etwas will.
Und auch aus einem anderen Thread:
Man kann sich selbst + X (ein paar Punkte Klugheit und Charisma mehr kann man darstellen) + körperliche Fähigkeiten + Magie darstellen.
Naja...
Das ist Ansichtssache...
Wieviel X ist zulässig, wieviel X ist unzulässig?
Wer bestimmt ob der Spieler KL 12 wenigstens braucht um einen KL 18 Charakter spielen zu dürfen?
Der Spielleiter? Der Mitspieler? Man selbst?
Was ist, wenn man selbst etwas spielen möchte, wo der Spielleiter die Menge X als zulässig, ein Mitspieler aber als unzulässig betrachtet?
Dann die Körperlichen Fähigkeiten - sorry, ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, ein kleiner drahtiger Dieb zu sein, Taschendiebstahl und sowas zu beherrschen. Oder zumindestens bedingt. Ich weiss nicht, ob ich dann ständig in Versuchen wäre.
Darf ich mit meinen 130 kg also nur 1m85 große breitschultrige Männer spielen?
Oder wie sieht es aus mit einem Atlethen. Klar kann ich mir vorstellen, was es heisst, einen Salto zu machen. Aber weiss ich, wieviel Disziplin es braucht, das zu trainieren? Kenn ich die Schmerzen, die Jahre mit Training?
Kann ich einen Dieb spielen, der jahrelang im Knast war?
Einen Söldner, der jahrelang im Krieg war?
Und kommt mir jetzt bitte nicht mit Literatur oder irgendwelchen Kinofilmen!
Magie... Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Und ich traue es auch niemandem zu. Wie ist es zu zaubern? Wie fühlt es sich an, wie verändert es einen, plötzlich Fähigkeiten zu haben, die sonst quasi niemand kann? Wie war das Leben in einer Magierakademie? Wie ist es, wenn man von den normalen Naturgesetzen nicht mehr abhängig ist? Wie ist es, wenn man an seine magischen Grenzen stösst?
Was ist mit der Verantwortung? Den Risiken?
Wie fühlt es sich an, wenn magisch ausgebrannt ist, weil man seine Ressourcen verbraten hat und erstemal meditieren muss? Und soll ich ohne dass Wissen ernsthaft einen Zauberkundigen verkörpern?
Und wie ist es, ein Zwerg zu sein? Vielleicht mehrere Jahrhunderte alt?
Oder noch besser: ein Elf?
Wer behauptet von sich, dass realistisch verkörpern zu können...?
Wie ist es, im Mittelalter zu leben?
Ohne elektrisches Licht... Den Tag mit dem Sonnenlicht beginnen und beenden. Keine Heizung, kein warmes Wasser, keinen Komfort, den das Leben heute so lebenswert macht. Dafür all die Unannehmlichkeiten, die das Leben im Mittelalter so beschwerlich machte, dass die wenigsten über 30 Jahre alt wurden.
Wie ist es in einem totalitärem System zu leben?
Wie ist es, einer Minderheit anzugehören, die diskriminiert wird?
Wie ist es, einen Lehnsherr zu haben, der über Dein Leben und Deinen Tod richten kann?
Wie ist es, einen Priester zu haben, dessen Gott wirklich existiert und der Dir das auch durch Wunderwirken beweisen kann?
Ich kann mir das nicht vorstellen, was das für mein Leben bedeuten würde?
Wie ist es überhaupt, ohne unsere Bildung und Schule aufzuwachsen - ohne dass Reflektion trainiert und diskussion geübt wurde? Wie ist ein Leben ohne Zerstreuung (Bücher, TV, Internet)?
Wer kann es sich schon vorstellen, wie es ist ein Vampir zu sein, besessen von unstillbarer Gier und dürstend nach Blut, so dass man immer wieder dazu kommt, menschen um seiner Gier zu vernichten?
Wenn wir alles vom Rollenspiel ausschliessen würden, was nicht "nicht kompetent darstellbar" wäre,dann würde es keine Elfen und Zwerge als Charaktere geben.
Man dürfte keine Zauberer spielen und man dürfte auch nicht Fantasy spielen, das an unser Mittelalter angelehnt ist.
Alle Fantasygenres, alle Science Fiction Rollenspiele, Vampire, Werewolf, Magus wäre tabu.
Wir würden Menschen spielen, heute und vielleicht würden wir noch nicht einmal in der Lage sein, Kriminalstücke nachzuspielen, weil noch nie jemand von den betroffenen eine Leiche gesehen hat und ernsthaft verkörpern kann, wie das ist.
Rollenspiel ist ein Spiel, in dem man eine Rolle spielt.
Es ist der verlängerte Arm von "Cowboy und Indianer", "He-Man" oder kurz gesagt: "So tun als ob".
Man hat es vom Kinderzimmer an den Wohnzimmertisch geholt und spielt es nicht mehr mit "Peng Peng" sondern mit Worten und nicht mehr mit Spielsachen sondern mit Würfeln.
Und damit es spannend und fair bleibt, denkt sich einer die Abenteuer aus, die die anderen erleben.
Wer ankommt und sagt: "Die Rolle darfst Du nicht spielen, das kannst Du nicht!" ist genauso 'doof', wie derjenige der beim Cowboy-Spielen damals sagte: "Du kannst nicht Zorro sein, Du hast ja gar keine Maske!"
Den haben wir früher auch ausgelacht.
Weil ihm die Fantasy fehlte, dass der Zorro-Spieler eine Maske hatte, auch wenn man sie nicht sah!
Denn allein darum geht es beim Rollenspiel - um Fantasie...
...darum, sich vorstellen zu können, wie es wäre, wenn es nicht so wäre, wie es ist.
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Boba erspart mir mal wieder ne Schreibarbeit.
zumal irritiert es mich wieder einmal wie hochgestochen über das Rollenspiel geredet wird.
Alle Leute mit denen ich bis jetzt gespielt habe waren schauspielerisch unter aller Kanone (und ja, diese Qualitäten kann man mit Film und Theater vergleichen). Ich kenne also niemanden der für meinen Geschmack "gut" eine Rolle im RPG darstellt und zweifel daran das ich so jemandem jemals begegnen werde (es sei denn natürlich er ist gerade Theatherschauspieler).
Hier reden alle von Charakterdarstellung und Tiefgang aber wenn ich sehe, lese und höre auf welchem Niveau das eigentlich im RPG umgesetzt wird, ist die Diskussion doch nur noch lächerlich. Wir sind doch alle Scheiss Charakterdarsteller (Ausnahmen bestätigen die Regel) und wäre Immersion eine Grundvorraussetzung gehörte uns der Charsheet allen aus den Händen gerissen. Also kommt mal wieder runter.
Solche Skills verlangt doch niemand im Rollenspiel, zumindest sollten das einige hier nicht, jeder sollte im Rollenspiel doch einmal das sein, was er sich wünscht, auch gerade weil sich dieses "X" nicht bestimmten lässt.
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@ Georgios
Wenn ich nicht wegen des "jemand anders sein" Rollenspiele spiele, heißt das nicht, dass ich in Rollenspielen nie oder nicht jemanden anders spiele. Es ist lediglich nicht der Grund weshalb ich Rollenspiele spiele.
Und somit ist es unsinnig und du solltest dir den Aufwand sparen, dich in Settings einzulesen.
Stimmung kommt auf, wenn man es zulässt.
Stimmung kommt nicht von selbst auf.
Nicht wenn man irgendwelche Kunststückchen von seinen Spielern erwartet. Vor allem aber bestimmt nicht der SL was gute oder gar die richtige Stimmung für ein Spiel ist; sondern die Gruppe gemeinsam.
>Ich< bestimme, welche Stimmung >ich< gut finde und zwar egal ob ich Spieler oder SL bin. Und wenn ich die Stimmung nicht gut finde, ist die Gruppe dysfunctional, was sie nämlich dann ist, wenn der Spaß mindestens eines Gruppenmitglieds stark beeinträchtigt ist.
@ Hauk
Genau Dein Beispiel ist für mich nichts anderes als langweilig-monoton-langsam. Was Du da oben schilderst, bringt, zumindest für mich, weder Spannung, noch Stimmung, noch hat das auf Dauer einen Unterhaltungswert. Ich find's zum Gähnen, aber solange Du damit klarkommst...
Mein Beitrag an sich soll auch keine Stimmung bringen, sondern nur die Ausführung. Wenn dir das Ausspielen eines Charakters keine Stimmung bringt, was dann?
@ Boba Fett
Wieviel X ist zulässig, wieviel X ist unzulässig?
Wer bestimmt ob der Spieler KL 12 wenigstens braucht um einen KL 18 Charakter spielen zu dürfen?
Der Spielleiter? Der Mitspieler? Man selbst?
Alle und die niedrigste Toleranz gilt.
Andere körperliche Fähigkeiten sind übrigens erlaubt, deshalb +.
Kann ich einen Dieb spielen, der jahrelang im Knast war?
Einen Söldner, der jahrelang im Krieg war?
Wenn du es gut genug spielst, dass die anderen es dir abkaufen, ist es OK. Vorteil: Die haben wahrscheinlich nicht mehr Ahnung als du.
Ich spiele bei DSA u.a. einen Echsenmenschen, meine Mitspieler sind von der Darstellung begeistert. Natürlich weiß ich nicht, wie es ist ein Echsenmensch zu sein (dann sollte ich mir wohl auch Sorgen machen), aber alle halten die Darstellung für >möglich<. Und das ist das Kriterium.
@ Falcon
Mir geht es hier nicht um kompetente oder historisch-authentische Darstellung. Meinen Realismus definiere ich darüber, dass ihn niemand für unglaubwürdig hält. Dabei dürfen durchaus Fehler gemacht werden (das darf prinzipiell sowieso passieren), ein Fehler, den keiner wahrnimmt, ist dabei nämlich kein Fehler.
Um auf GNS zu kommen... ;D
Bei einem ganzheitlichen Erforschen der Spielwelt (SIM) sind die SCs Teil der Spielwelt und wenn diese nicht in die Spielwelt passen stört das sehr.
Noch ne Frage zum anderen Spielstil:
Wenn die Spieler Charaktere spielen dürfen, die sie nicht darstellen können, dann darf der Spielleiter das wohl auch?
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Mein Beitrag an sich soll auch keine Stimmung bringen, sondern nur die Ausführung. Wenn dir das Ausspielen eines Charakters keine Stimmung bringt, was dann?
Das, was um ihn herum geschieht. Das, was ihn bewegt. Das, was ihn antreibt.
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Also Fakten ohne Color?
Und wenn dich die Motivation des Charakters in Stimmung bringt, sprichst du dann nicht auch in dieser Stimmung, also z.B. energisch?
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Ich mag Color. Jede Menge davon. Aber ich will auch als Spieler bestimmen, wann ich welche Form von Color wie und wo ins Spiel einbringe. Oder, um mich einfach mal selber zu zitieren und Dir das Blättern zu ersparen:
Das Problem im kommunikativen Bereich sehe ich auch nicht. Man muß doch nicht immer jedes Gespräch aufs Wort genau schildern. Leute, die eben das nicht so raus haben, verstehen es ganz gut, stattdessen zu beschreiben, welche Mittel ihr Charakter einsetzt und wie das Gespräch verläuft. Das ist der Atmosphäre IMHO sogar zuträglicher, denn wenn jedes Feilschen um'm Fisch oder einen Apfel ausgelaberspielt werden muß, dann bleibt zumindest meine Immersion auf der Strecke. Weil das einfach ätzlangweilig ist.
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Wer behauptet von sich, dass realistisch verkörpern zu können...?
Es geht nicht darum, etwas realistisch zu verkörpern. - Es geht darum, etwas atmosphärisch zu verkörpern.
Es muss nicht realistisch sein. - Hauptsache es ist stimmungsvoll.
Und ein: "Ja, also ähm, ich würfel dann mal auf flirten, ob ich sie rumkriege." ist für mich nicht stimmungsvoll.
Denn allein darum geht es beim Rollenspiel - um Fantasie...
...darum, sich vorstellen zu können, wie es wäre, wenn es nicht so wäre, wie es ist.
Das kann ich mir aber nur schwer vorstellen, wenn die ein Würfelspiel daraus machen.
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Und somit ist es unsinnig und du solltest dir den Aufwand sparen, dich in Settings einzulesen.
Was soll unsinnig sein? "Jemand anders sein"? Rollenspiele spielen? Was meinst du mit "es"?
Und ich lese mich in der Tat so selten es geht in Settings ein. Mir macht sowas keinen Spaß. Aber ich kann trotzdem noch einen Charakter spielen, der anders ist als ich, ohne das Setting zu kennen. Ein stotternder Linkshänder mit imaginärem Freund (alles Dinge, die nicht auf mich zutreffen) ist zum Beispiel in so ziemlich jedem Setting spielbar.
Stimmung kommt nicht von selbst auf.
Doch. Stimmung ergibt sich aus den Handlungen der Spieler.
Du kannst die Stimmung nur kontrollieren, wenn du die Handlungen der Spieler kontrollierst. Und wenn du das tun willst, wärst du ohne Spieler und mit MS Word (zum Schreiben deiner stimmungsvollen Geschichte) bestimmt besser aufgehoben.
>Ich< bestimme, welche Stimmung >ich< gut finde und zwar egal ob ich Spieler oder SL bin. Und wenn ich die Stimmung nicht gut finde, ist die Gruppe dysfunctional, was sie nämlich dann ist, wenn der Spaß mindestens eines Gruppenmitglieds stark beeinträchtigt ist.
Wenn dir eine Rollenspielrunde schon überhaupt keinen Spaß macht, nur weil jemand nicht so spielt wie du es gern hättest, dann liegt das Problem weniger bei deiner Gruppe als bei dir.
Du willst die Stimmungs-Diktatur des Ancoron Fuxfell in deinen Runden durchsetzen? Viel Spaß dabei. Aber erwarte nicht, dass wir dir alle zustimmen und auf die Schulter klopfen. Es gibt viele Leute auf diesem Board, die die Handlungsfreiheit der Spieler (und die damit resultierende Stimmung) am Rollenspiel total toll finden.
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Ancoron schrieb:
@ Falcon
Mir geht es hier nicht um kompetente oder historisch-authentische Darstellung. Meinen Realismus definiere ich darüber, dass ihn niemand für unglaubwürdig hält. Dabei dürfen durchaus Fehler gemacht werden (das darf prinzipiell sowieso passieren), ein Fehler, den keiner wahrnimmt, ist dabei nämlich kein Fehler.
Ich meine ja eben nicht kleine Ungereimtheiten und Fehlerchen. Ich meine richtig, richtig, schlechte Darstellung, das wollte ich ausdrücken, aber auch, das dies vollkommen normal ist für einen Ottonormalbürger der am WE Rollenspiel spielt.
Da gleiten die Leute gerne mal in Extreme ab weil es dann einfacher und eindeutiger wird (z.b. einen Stotterndern mit einem imaginären Freund), aber oft verkommt die Rollenspielrunde dadurch zur Farce (es sei denn natürlich man steht da drauf).
Um zu behaupten man wäre in der Lage Atmosphärisch eine Andere Person darzustellen (die keine Karikatur ist) gehört schon eine gehöre Portion Selbstbewusstsein oder welches Wort benutzte Ragnar? Betriebsblindheit.
Ich finde das wir uns alle nicht auf dem Niveau bewegen über das hier (und auch sonst immer) geredet wird. Daher würde ich das schon mal GAR nicht von anderen Spielern verlangen. Und das war ja auch nicht auf dich allein bezogen.
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Ich weiss, ich schalte mich hier ein bisschen spät ein, aber ich wollte Falcon mal unterstützen und gestehe:
Ich bin ein mieser Schauspieler! Und viele meiner MitspielerInnen auch! Und als Spielleitung ist meine Darstellung der NSCs noch viel fragwürdiger, weil ich weniger Übung in den einzelnen Rollen habe!
Trotzdem habe ich eine Menge Spaß, auch gerade an den Rollen, an denen ich scheitere. Und wie ich schon mal irgendwo geschrieben habe, nehme ich wenn ich merke (oder ahne) dass meine Darstellung zur Belastung für meine Gruppe wird, die Regeln zur Hilfe. Im sozialen wie auch bei den anderen Bereichen, wo eine Darstellung scheitern muss (z.B. Magie).
Aber ich bin ja auch nur ein inkohärenter casual player, der auf nichts höheres aus ist als Unterhaltung... ;D
Lieben Gruss,
Z.
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@ Hauk
Das Problem im kommunikativen Bereich sehe ich auch nicht. Man muß doch nicht immer jedes Gespräch aufs Wort genau schildern. Leute, die eben das nicht so raus haben, verstehen es ganz gut, stattdessen zu beschreiben, welche Mittel ihr Charakter einsetzt und wie das Gespräch verläuft.
Es ist also genau so stimmig, wenn >jedes< Gespräch von einem bestimmten Spieler nur beschrieben wird und er nie in direkter Rede redet?
Darum, dass man uninteressante Ereignisse abkürzt, geht es nicht mehr, das ist sowieso klar.
@ Eulenspiegel
Es muss nicht realistisch sein. - Hauptsache es ist stimmungsvoll.
Und ein: "Ja, also ähm, ich würfel dann mal auf flirten, ob ich sie rumkriege." ist für mich nicht stimmungsvoll.
Danke, du bringst es auf den Punkt. Natürlich muss Casanova nicht jeden Flirt beschreiben, aber man sollte sich doch wenigstens erst mal ein Bild davon machen können, wie er das denn macht und ab und zu trägt es später auch noch zur Stimmung bei.
@ Georgios
Deinen Posts zu Folge macht es für dich im Rollenspiel keinen Sinn, jemand anders zu spielen, sonst würdest du es ja u.a. deswegen spielen.
Beispielsweise spiele ich u.a. Rollenspiel, weil ich gerne Geschichten höre und weil ich den Narrativismus der Filme und Bücher nicht mag (der Bösewicht verhält sich unglaubwürdig trottelig und verliert deswegen); weil ich gerne Pläne ausprobiere, die ich in der Realität nicht testen kann/will, u.a. Taktik im Kampf; weil ich gerne schauspielere; weil ich gerne Geschichten erfinde (SL); weil ich mich gerne mit meinem Charakter identifiziere; weil ich gerne eine andere Welt erlebe; weil ich dabei Erfolgserlebnisse habe; weil ich gerne mit Anderen zusammen bin usw.
Doch. Stimmung ergibt sich aus den Handlungen der Spieler.
Egal, wie die Spieler handeln?
Wenn dir eine Rollenspielrunde schon überhaupt keinen Spaß macht, nur weil jemand nicht so spielt wie du es gern hättest, dann liegt das Problem weniger bei deiner Gruppe als bei dir.
Ich würde ja gerne mal in deiner Gruppe mitspielen und zwar richtig schlecht. Ich bin absolut davon überzeugt, dass ich als Einzelner dir den Spielspaß verderben könnte.
Du willst die Stimmungs-Diktatur des Ancoron Fuxfell in deinen Runden durchsetzen?
Ich bin mir nicht sicher, wie das in diesem Forum ist, aber normalerweise verstoßen Beleidigungen gegen die Forenordnung.
Viel Spaß dabei. Aber erwarte nicht, dass wir dir alle zustimmen und auf die Schulter klopfen. Es gibt viele Leute auf diesem Board, die die Handlungsfreiheit der Spieler (und die damit resultierende Stimmung) am Rollenspiel total toll finden.
Bist du tatsächlich dafür, dass ein Spieler sich auch auf den Tisch legen und laut Musik hören darf, während die anderen den Tisch und Ruhe zum Spielen brauchen? Aus dieser Handlungsfreiheit ergibt sich nach deinen Posts eine Stimmung, die viele Leute auf diesem Board toll finden…
Wenn du irgendetwas nicht so meintest, dann erklär es bitte besser.
@ Falcon
Um zu behaupten man wäre in der Lage Atmosphärisch eine Andere Person darzustellen (die keine Karikatur ist) gehört schon eine gehöre Portion Selbstbewusstsein oder welches Wort benutzte Ragnar? Betriebsblindheit.
Nur, wenn man den Maßstab für atmosphärisch zu hoch hängt. Die Darstellung der meisten Rollenspieler, die ich kenne, finde ich atmosphärisch.
Ich finde das wir uns alle nicht auf dem Niveau bewegen über das hier (und auch sonst immer) geredet wird.
Über „dieses“ Niveau rede ich jedenfalls gar nicht.
@ Zacko
Magie ist atmosphärisch darstellbar. Es geht hier nicht um absolut realistisch, sondern um zufrieden stellend.
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Es ist also genau so stimmig, wenn >jedes< Gespräch von einem bestimmten Spieler nur beschrieben wird und er nie in direkter Rede redet?
Wer entscheidet denn im konkreten Fall, was interessant ist?
Darum, dass man uninteressante Ereignisse abkürzt, geht es nicht mehr, das ist sowieso klar.
Eigentlich ist das überhaupt nicht klar, siehe oben.
Magie ist atmosphärisch darstellbar. Es geht hier nicht um absolut realistisch, sondern um zufrieden stellend.
Wenn Du mit zweierlei Maß messen kannst, ist das schön für Dich. Ich kann's nicht und ich tu's nicht. Magie ist nicht realistisch, also beschreibe ich sie so, wie es gerade für mich am interessantesten klingt. Dasselbe gilt für Kämpfe. Und genauso auch für zwischenmenschliche Interaktionen.
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Wer entscheidet denn im konkreten Fall, was interessant ist?
Jeder.
Eigentlich ist das überhaupt nicht klar, siehe oben.
Wer hier im Thread ist dafür, dass man >alles< ausspielt?
Wenn Du mit zweierlei Maß messen kannst, ist das schön für Dich. Ich kann's nicht und ich tu's nicht. Magie ist nicht realistisch, also beschreibe ich sie so, wie es gerade für mich am interessantesten klingt. Dasselbe gilt für Kämpfe. Und genauso auch für zwischenmenschliche Interaktionen.
Und Interaktion finde ich in direkter Rede interessant.
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@ Georgios
Deinen Posts zu Folge macht es für dich im Rollenspiel keinen Sinn, jemand anders zu spielen, sonst würdest du es ja u.a. deswegen spielen.
Ich verstehe nicht wie du darauf kommst. Ich habe gesagt, dass ich nicht Rollenspiele spiele um "jemand anders" zu spielen. Und das ich es komisch finde, wenn andere deswegen Rollenspiele spielen. Es macht sehr wohl für mich Sinn, das Leute Rollenspiele spielen um jemand anders zu spielen. Ich finde es nur komisch und solche Leute sind mir eher suspekt.
Was Stimmung angeht; sie ergibt sich aus dem wie die Spieler handeln. Egal wie sie handeln. Du verwechselst Stimmung mit "Atmosphäre wie sie Ancoron Fuxfell bei Spiel X haben will". Das ist nicht das selbe.
Die Stimmung am Spieltisch sollte immer die gleiche sein: Leute sollen Spaß haben und mit einem Mindestmaß an Enthusiasmus spielen. Die einzige Möglichkeit, wie du mir den Spaß verderben kannst ist in dem du gezielt dagegen spielst und dich weigerst auf die anderen Spieler zuzugehen. (BTW, DAS ist Dysfunktionalität. Nicht den Mummpitz den du vohin gepostet hast.)
Bist du tatsächlich dafür, dass ein Spieler sich auch auf den Tisch legen und laut Musik hören darf, während die anderen den Tisch und Ruhe zum Spielen brauchen? Aus dieser Handlungsfreiheit ergibt sich nach deinen Posts eine Stimmung, die viele Leute auf diesem Board toll finden…
Nein. Das habe ich auch nicht behauptet. Ich spreche von Spielhandlungen, nicht davon ob die Spieler singen, tanzen, in der Nase popeln oder jodeln während wir spielen.
Eine Spielhandlung ist das was der Spieler tut, um am Spiel teilzunehmen. Die meisten möglichen Spielhandlungen werden von den Regeln vorgegeben. Beim Rollenspiel jedoch etwas allgemeiner als bei anderen Spielen.
Ich würde es begrüssen, wenn du einfach liest was ich schreibe, anstatt Dinge hineinzuinterpretieren, die ich überhaupt nicht erwähne. Ich habe ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass du versucht zu verstehen was ich dir sage, sondern nur versucht zu beweisen dass du Recht hast.
Für so was ist mir meine Zeit zu schade.
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Argl! Ich habe jetzt alle drei Seiten dieses Threads noch mal gelesen, weil ich den Eindruck hatte, alle sagen die ganze Zeit das Gleiche.
Leider habe ich den Eindruck immer noch.
Aaaaaalso: Ich weiss es nervt, aber kann mir bitte noch mal jemand die ganze Sache erklären? Bittebittebitte? Ich habe bis jetzt Folgendes verstanden:
1. KeinE MitspielerIn soll so spielen, dass die anderen in der Gruppe es als störend empfinden. Logisch, darüber sind sich alle einig.
2. Eine Frage war, ob es leichter fällt, einen Charakter plausibel darzustellen, der der/dem SpielerIn ähnlich ist, und auch hier haben alle "Ja!" gesagt
3. Je nach Spielstil legen manche Gruppen mehr oder weniger Wert auf eine von der Gruppe als stimmig empfundene Charakterdarstellung. In manchen Runden ist Stimmigkeit wichtiger als die Freiheit der Auswahl des Charakters, in anderen ist es okay, jemanden zu spielen, an dessen Darstellung ich möglicherweise/vermutlich scheitere bzw. die Andersartigkeit macht gerade den Reiz aus, und die Störung der Immersion wird als nicht so tragisch empfunden.
Also geht es darum, wie viel "darstellerische Holprigkeit" ist in einer Gruppe erlaubt und aus welchen Gründen? Habe ich das richtig verstanden? Oder doch nicht? ???
Verwirrten Gruss,
Z.
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Prinzipiell bin ich offen dafür, das jeder Spieler jede Art von Charakter am Spieltisch darstellen darf.
Allerdings sind die meisten meiner Spieler, um etliche Erfahrungen reich, um zu wissen ob sie einen solchen Charakter darstellen wollen.
Bei wollen hat auch vieles damit zu tun, ob sie in der Vergangenheit gut/schlechte erfahrungen damit gemacht haben.
-Wie kam die Art von Spielen bei den anderen Spielern an?
-Hab ich mich bei dieser Art des Darstellens wohl gefühlt?
-...
Variante1:
Somit spielt jeder Spieler nur diese Art von Charakter die ihm, bezogen auf seine bisherigen Erfahrungen, liegt.
Variante2:
Was neues. Der Spieler spielt "schon immer" nur weibliche Amazonen Charaktere. Jeder der Gruppe weiss es. Er spielt sie auch echt gut. Wild, unberechenbar, rebellisch ...
So eben dieser Spieler will sich nun als Stubenhockender Magier probieren.
Während nun natürlich die Erwartungen der anderen Spieler auf da Verhalten des neuen Charakters einwirkt fängt der Spieler an seinem Magier persönlichkeit durch eine besondere Art der Darstellung zu geben.
Die andere Spieler erwarten nun die Amazone. Auch wenn sie es wissen, werde sie unterbewusst auf die Amazone reagieren und den Magier erstmal als "wow" und "neu" ansehen. Allerdings muss der Spieler dann auch einiges aufbieten um die Erwartungen der anderen Spieler zu erfüllen. Die Spieler erwarten einen klaren Unterschied zu der Amazone.
Schafft der Spieler das, den Magier gut rüberzubringen (wurde ja schonmal oben erwähnt) dann sind die anderen Spieler zufrieden.
Schafft er das nicht, heißt es dann doch eher "Naja, spiel lieber wieder ne Amazone, das kannst du wenigstens!" (Hart ausgedrückt).
Wo ich aber strikt dagegen bin, sind Spieler die sich nicht in die Rolle des Charakters einleben wollen und statt dessen, ihr Real-Time verhalten auf den Charakter projezieren.
*NamenFreiGewähltUndhatnichtsMitIrgendwelchenZusammenhängenzutun*
d.h. Willi spielt nicht Igor, den Krieger von der Akademie, der seit seiner Geburt auf einer Adligen Kriegerschule gewesen ist und weiss wie man sich in Fachkreisen benimmt, zuerst Diplomatie, denn Kämpfen ist gefährlich.
Sondern Willi, spielt Willi, auf einem Pferd in Rüstung. Er wurde gerade von der Kampfausbildung "frei gelassen", um sein sauberes Schwert an allen schmutzig zu machen, die ihm im Wege stehen, sein Moto: schlagen nicht sprechen.
Bei solch einem Fall, muss man dann doch sagen:
"Du darfst zwar jemand anderes sein, aber bitte stell es dann auch atmosphärisch dar!" (bezogen auf den Threadtitel)
Wie die Darstellung auszusehen hat, ... da hat jeder seine eigene Vorstellung. Bei vielen kreuzen sich diese Vorstellungen, bzw sind identisch.
Bei denjenigen, die da raus fallen, ... das sind die Personen weswegen es solche Threads hier gibt.
Adaptie-Verhalten, denke ich ist hier die Antwort. Im Rahmen des bewegen was man weis. Wer nichts weis, der kann auch nicht dementsprechen handel.
Wer nur von Bomben gehört hat, reagiert anders darauf, als jemand der es schonmal miterlebt hat.
*hoffdasernichtvomThemaabkommt*
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Ancoron schrieb:
Nur, wenn man den Maßstab für atmosphärisch zu hoch hängt. Die Darstellung der meisten Rollenspieler, die ich kenne, finde ich atmosphärisch.
Das Problem an der Sache ist aber wieder, daß jeder diese Latte unterschiedlich hoch setzt. Genau das hatte Boba ja schon geschrieben. Das ganze dreht sich also wieder im Kreis.
Am besten ist also man setzt sie gar nicht, sondern lässt den Spielern einfach ihre Freiheit.
Wollen sie sich kurz fassen wollen (z.b. würfeln), weil sie sich etwas nicht zutrauen ist das für die Atmosphäre meisst am wenigsten schädigend.
Wollen sie etwas ausspielen, was aber (wie üblich) richtig schlecht wird, sollte man Rücksicht haben ( bzw. in den Spiegel gucken).
Aber ein Niveau festzulegen, egal wie niedrig, finde ich total albern.
Ausserdem wird es schnell eintönig wenn Spieler immer nur die Chars spielen sollen, die sie amtosphärisch rüberbringen können (was auch immer das heisst).
@Zacko: ja, so habe ich es auch verstanden.
EDIT:
Ich versuche die Sache wie ich sie sehe nochmal mit den alten Kinderspielen zu erklären.
Wenn man, wie viele, früher mit Holzschwertern spielerisch aufeinander losgegangen ist habe ich meine Kumpels auch nicht unterbrochen und gesagt das wäre jetzt eine schlechte Darstellung eines Ritters oder besser gesagt, eine Darstellung die meinen geringen Ansprüchen nicht genügt.
Ich sehe nur, mein Kumpel versucht einen Ritter zu spielen, kriegt es aber natürlich nicht hin. Das macht aber nichts, ich sehe er hat Spass daran, und das macht mir Spass.
Schauspielerische Fähigkeiten spielten noch nie eine Rolle und die Leute die sie für sich einvernehmen nehmen den Mund meisst viel zu voll.
Andere Frage:
Was macht ihr eigentlich wenn ihr jemanden in der Runde habt, der stottert oder anderweitig gehemmt ist (autistisch veranlangt usw.)?
Darf der keinen Charakter spielen der normal reden kann, weil er keine Konversation flüssig hinbekommt? Gut, ein Stummer wäre noch drin.
Ganz große Klasse, das nenne ich Rücksicht nehmen.
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@ Georgios
Ich verstehe nicht wie du darauf kommst. Ich habe gesagt, dass ich nicht Rollenspiele spiele um "jemand anders" zu spielen.
Wenn dieser Punkt also nicht zu deinen Zielen beim Rollenspiel gehört, dann spiele einfach dich selbst, das macht am Wenigsten Aufwand und ist midnestens genau so sehr das, was du willst.
Was Stimmung angeht; sie ergibt sich aus dem wie die Spieler handeln. Egal wie sie handeln. Du verwechselst Stimmung mit "Atmosphäre wie sie Ancoron Fuxfell bei Spiel X haben will". Das ist nicht das selbe.
Mit Stimmung ist üblicherweise gute Stimmung gemeint und um solche geht es mir die ganze Zeit.
Die Stimmung am Spieltisch sollte immer die gleiche sein: Leute sollen Spaß haben und mit einem Mindestmaß an Enthusiasmus spielen.
Ist doch genau meine Meinung.
Die einzige Möglichkeit, wie du mir den Spaß verderben kannst ist in dem du gezielt dagegen spielst und dich weigerst auf die anderen Spieler zuzugehen. (BTW, DAS ist Dysfunktionalität. Nicht den Mummpitz den du vohin gepostet hast.)
Ist eine Runde, in der alle aufeinander zugehen und trotzdem keiner Spaß hat, functional?
Nur weil man gerne will, heißt es noch nicht, dass man kann.
Nein. Das habe ich auch nicht behauptet. Ich spreche von Spielhandlungen,
Du hast aber Spielerhandlungen geschrieben. Und das sind alle Handlungen eines Spielers und da gibt’s auch nix Falsches reinzuinterpretieren.
Ich würde es begrüssen, wenn du einfach liest was ich schreibe, anstatt Dinge hineinzuinterpretieren, die ich überhaupt nicht erwähne. Ich habe ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass du versucht zu verstehen was ich dir sage, sondern nur versucht zu beweisen dass du Recht hast.
Für so was ist mir meine Zeit zu schade.
Wie wär’s, wenn du einfach mal mit gutem Beispiel vorangehst? Meinst du, ich fühle mich verstanden von dir? Meinst du deine Beiträge sehen aus meiner Perspektive besser aus als meine aus Deiner?
Vielleicht kommen wir >beide< ja nach den Reibereien jetzt dazu, vernünftig zu diskutieren.
Ich kann dich teilweise gut verstehen. Ich werte guten Willen auch sehr hoch. Wenn jemand Mist baut und es tut ihm Leid, dann vergebe ich ihm das, egal wie viel Mist er gebaut hat. Und neue Spieler brauchen natürlich eine gewisse Zeit, um sich einzuspielen.
Aber wenn ich keine Lust mehr auf’s Rollenspiel habe, das eigentlich meine Leidenschaft ist, dann ist die Gruppe für mich dysfunctional und dann ist es mir auch egal, ob das der Definition entspricht, der Wortbedeutung entspricht es und wenn es der Definition nicht entspricht, dann ist die Definition einfach Mist. Die Gruppe funktioniert nun mal nicht.
Ich möchte nun also gerne irgendwie daran etwas ändern. Und ich ziehe es dabei vor, nicht alle Leute rauszuschmeißen, die mir auf die Nerven gehen. Ich gehe davon aus, dass ich das könnte, wenn ich wollte.
@ Zacko
1. KeinE MitspielerIn soll so spielen, dass die anderen in der Gruppe es als störend empfinden. Logisch, darüber sind sich alle einig.
Nein, dieser Meinung bin ich, andere sind der Meinung, dass jeder so spielen darf, wie er möchte, wenn er guten Willen zeigt. (Ist das richtig, Georgios?)
2. Eine Frage war, ob es leichter fällt, einen Charakter plausibel darzustellen, der der/dem SpielerIn ähnlich ist, und auch hier haben alle "Ja!" gesagt
Richtig. (Oder war jemand dagegen?)
3. Je nach Spielstil legen manche Gruppen mehr oder weniger Wert auf eine von der Gruppe als stimmig empfundene Charakterdarstellung. In manchen Runden ist Stimmigkeit wichtiger als die Freiheit der Auswahl des Charakters, in anderen ist es okay, jemanden zu spielen, an dessen Darstellung ich möglicherweise/vermutlich scheitere [bzw. die Andersartigkeit macht gerade den Reiz aus,] und die Störung der Immersion wird als nicht so tragisch empfunden.
Ohne den Teil in den eckigen Klammern, den ich nicht verstehe, würde ich das so unterschreiben.
Also geht es darum, wie viel "darstellerische Holprigkeit" ist in einer Gruppe erlaubt und aus welchen Gründen? Habe ich das richtig verstanden?
Auf der einen Seite ist die Meinung, die Charakterauswahl ist völlig frei, man sollte natürlich wenigstens einen Grundenthusiasmus mitbringen. (Ist das richtig, Georgios?)
Auf der anderen Seite ist die Meinung, dass zumindest mittelfristig auch gewisse Fähigkeiten zur Darstellung vorhanden sein müssen, damit der SC auch in die Spielwelt passt und eine entsprechende Atmosphäre vermittelt. Hier kann man nur sich selbst + X spielen, ein Dummer kann also kein Genie spielen, jemand durchschnittlich Intelligentes aber vielleicht schon, da die Atmosphäre eines Genies leichter zu erreichen ist, als ein Genie zu sein und man ja außerdem die Möglichkeit hat, sich Gedanken zu machen, wie man die Darstellung denn handhaben möchte.
@ Shao-Mo
Wo ich aber strikt dagegen bin, sind Spieler die sich nicht in die Rolle des Charakters einleben wollen und statt dessen, ihr Real-Time verhalten auf den Charakter projezieren.
*NamenFreiGewähltUndhatnichtsMitIrgendwelchenZusammenhängenzutun*
d.h. Willi spielt nicht Igor, den Krieger von der Akademie, der seit seiner Geburt auf einer Adligen Kriegerschule gewesen ist und weiss wie man sich in Fachkreisen benimmt, zuerst Diplomatie, denn Kämpfen ist gefährlich.
Sondern Willi, spielt Willi, auf einem Pferd in Rüstung. Er wurde gerade von der Kampfausbildung "frei gelassen", um sein sauberes Schwert an allen schmutzig zu machen, die ihm im Wege stehen, sein Moto: schlagen nicht sprechen.
Bei solch einem Fall, muss man dann doch sagen:
"Du darfst zwar jemand anderes sein, aber bitte stell es dann auch atmosphärisch dar!" (bezogen auf den Threadtitel)
Sehr treffendes Beispiel für mein Problem.
@ Falcon
Das Problem an der Sache ist aber wieder, daß jeder diese Latte unterschiedlich hoch setzt. Genau das hatte Boba ja schon geschrieben. Das ganze dreht sich also wieder im Kreis.
Am besten ist also man setzt sie gar nicht, sondern lässt den Spielern einfach ihre Freiheit.
Wollen sie sich kurz fassen wollen (z.b. würfeln), weil sie sich etwas nicht zutrauen ist das für die Atmosphäre meisst am wenigsten schädigend.
Wollen sie etwas ausspielen, was aber (wie üblich) richtig schlecht wird, sollte man Rücksicht haben ( bzw. in den Spiegel gucken).
Um einzelne Fehler geht es mir nicht. Mir ist klar, dass jeder Fehler macht. Wenn aber jemand mit seinem Charakter dauernd Fehler macht, dann ist es für die Atmosphäre mittelfristig am Nützlichsten, wenn er einen anderen Charakter spielt, denn natürlich kann man auch würfeln, >nur< würfeln ist aber langweilig.
Aber ein Niveau festzulegen, egal wie niedrig, finde ich total albern.
Ich finde es total albern niveaulos zu spielen.
Ausserdem wird es schnell eintönig wenn Spieler immer nur die Chars spielen sollen, die sie amtosphärisch rüberbringen können (was auch immer das heisst).
Du magst also keine Spezialisten nach Law? Wie lange spielt man in deinen Runden einen Charakter? Schließlich kann man einen einzigen Charakter schon locker n Jahr spielen, ohne dass es langweilig wird bzw. ggfs. spielt man zwei Charaktere abwechselnd zwei Jahre lang.
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Ancoron schrieb:
Ich finde es total albern niveaulos zu spielen.
Ich will dir das jetzt nicht so vor den Latz knallen wie Georgies aber du liest wirklich nicht was geschrieben wird. Vermutlich gehen die Aussagen in dem ganzen Textwust auch unter aber ich habe doch jetzt auch mindestens 2mal eine Gegenaussage zu deiner zum Thema Niveau geschrieben. Der Gegenaussage musst du natürlich nicht zustimmen, ich möchte deine Aussage aber auch nicht immer wieder gleich beantworten, daher kannst du sie nicht immer wieder als Gegenargument für mein Gegenargument gegen eben diese Aussage heranziehen. Deswegen geht das hier nämlich auch nicht weiter.
Vielleicht ist dein Niveau level so niedrig das ich es schlecht finde, vielleicht auch so hoch das ich niemals dran komme. Wer legt denn bitte fest was niveauvoll ist?
Sicher, das lässt sich gruppenintern regeln, habt ihr vermutlich auch gemacht, und alle Spieler die nicht daran kommen fliegen raus. Das heisst aber noch lange nicht das ihr niveauvoll spielt. Meine Annahme ist das ihr genauso laienhaft niveaulos spielt wie alle anderen Menschen auch, daher finde ich es eben albern sich einzubilden man hätte Niveau oder das zu behaupten.
Ich möchte das jetzt nicht nochmal schreiben, deswegen mache ich einen einzigen Post zu diesem Diskussionsaspekt. Zum Rest, Fehler machen usw. kann ich immer noch was nachtragen.
[EDIT: Satzstellung, Zusätze]
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Vielleicht ist dein Niveau level so niedrig das ich es schlecht finde, vielleicht auch so hoch das ich niemals dran komme. Wer legt denn bitte fest was niveauvoll ist?
Die Gruppe, wie bei Allem. Und hierbei ist die Meinung jedes Mitgliedes gefragt, d.h. >meine< und die der >Anderen<.
Das heisst aber noch lange nicht das ihr niveauvoll spielt.
Wir spielen sicherlich nicht niveauvoll (tm) und da muss ich auch gar nicht hin. Ich möchte mir nichts drauf einbilden, wie toll ich spiele, aber ich möchte, dass >alle< Spaß haben. >Ich< habe keinen Spaß daran, wenn die Darstellung dauerhaft grob schlecht gemacht wird. Und zwar egal ob ich Spieler oder SL bin. Und wir sind uns hoffentlich einig darin, dass man kein Dienstleistungs-SL oder -Spieler sein soll, was natürlich auch für die Anderen gilt.
Wenn nicht alle Spaß haben, dann sollte man etwas ändern, das kann auch darin bestehen, dass die entsprechenden Personen gehen und das kann auch bedeuten, dass ich gehe. Nur möchte ich gerne schauen, ob sich das Problem auch lösen lässt, ohne dass jemand gehen muss.
Irgendein Niveau hat aber jeder, niveaulos gibt es im Sinne des Wortes eigentlich gar nicht, es wird aber allgemein für ein Niveau von 0 verwendet.
Jetzt nehmen wir mal eine Skala von 0 bis 10 an (und dass mich hier niemand auf den Zahlen festhämmert, es geht darum, dass ich ausdrücke, was ich grundsätzlich möchte, nicht was im Detail). Ich hätte gerne das Niveau von 5 (wie das aussieht, weiß ich: Dann ist die Darstellung der anderen Spieler glaubhaft, kohärent und kreativ), wäre aber auch mit 2 einverstanden. Nur wenn das Niveau jetzt bei 1 liegt, dann habe ich keinen Spaß mehr.
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Ancoron schrieb:
>Ich< habe keinen Spaß daran, wenn die Darstellung dauerhaft grob schlecht gemacht wird.
Ich denke, ich weiss schon was du meinst. Du hast für dich ein bestimmtes Maß an Niveau festgelegt. Mit einer Toleranzschwelle.
Vielleicht unterscheiden sich unsere Erfahrungen auch einfach zu stark, denn ich kenne z.b. NUR dauerhaft grob schlecht gemachte Darstellungen.
Meiner Erfahrung nach ist lediglich das Maß nach UNTEN immer offen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Sofern in deinem Umfeld also nicht grundsätzlich unterschiedliche Spieler herumlaufen kann ich nur vermuten das sich lediglich unsere Wahrnehmung der Dinge sehr unterscheidet.
D.h. du unterscheidest in sehr kleinen Maßportionen, das was ich alles unter "grob schlecht" setze, unter 0, denn wirklich zufrieden war ich bisher mit keiner Darstellung der Leute, mit denen ich gespielt habe (meisstens spielt man doch sowieso nur sich selbst).
Ich bin aber nicht anspruchsvoll, denn ich erwarte ja auch keine hohen Leistungen. Wenn ein Spieler eben Spass an seiner Rolle hat kriegt man das automatisch mit, und dann kommt für mich auch Atmosphäre auf. Egal wie die Person spielt. Gerade in Bezug zu dieser Ansicht solltest du auch nicht meine Frage mit dem stotternden umgehen. Denn das ist Kern der Sache.
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Ich denke, ich weiss schon was du meinst. Du hast für dich ein bestimmtes Maß an Niveau festgelegt. Mit einer Toleranzschwelle.
Richtig. Wobei das eher passiv geschehen ist. Manches macht mir eben Spaß und manches nicht.
Vielleicht unterscheiden sich unsere Erfahrungen auch einfach zu stark, denn ich kenne z.b. NUR dauerhaft grob schlecht gemachte Darstellungen.
Also auf der Skala kennst du nur 0 bis 1.
D.h. du unterscheidest in sehr kleinen Maßportionen, das was ich alles unter "grob schlecht" setze, unter 0, denn wirklich zufrieden war ich bisher mit keiner Darstellung der Leute,
Wenn du mit der Darstellung der Leute nicht zufrieden bist, hast du dann nicht das gleiche Problem wie ich? Oder ist das einfach nicht relevant?
mit denen ich gespielt habe (meisstens spielt man doch sowieso nur sich selbst).
Sich selbst zu spielen würde ich ja schon mal mindestens bei 1 einordnen, denn dann spielt man wenigstens kohärent und nicht merkwürdig.
Gerade in Bezug zu dieser Ansicht solltest du auch nicht meine Frage mit dem stotternden umgehen.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein solches Spielen (auch mir) Spaß machen kann, insbesondere wenn man
a) sich an das Stottern an sich gewöhnt hat
b) denjenigen sehr mag und
c) der Spaß überspringt
Ich glaube, dass jeder Punkt das erforderliche Niveau etwas senkt. Wenn derjenige also stottert, kommt einem das weniger schlimm vor, wenn man sich daran gewöhnt hat, da man denjenigen sehr mag, ist man mit ihm sowieso geduldiger und da man seinen Spaß mitfühlt, ist das Defizit vollständig ausgeglichen.
Wenn jetzt aber noch die meisten Sätze schlecht formuliert sind, dann wäre die Darstellung für mich schlecht.
Unter solchen Umständen könnte ich sehr gut meine Fantasie einsetzen.
Um mal die zwei Extreme zu bringen:
Wenn derjenige jedoch gar nicht redet, dann kann ich tatsächlich genau so gut mit mir selbst spielen. Wenn ein Spieler immer nur würfelt, gilt das Gleiche.
Wenn derjenige mit seiner Rolle bricht, indem der Höfling (tm) im Gossenslang zum König spricht "Hi Alder, coole Mucke hier und überhaupt krasses Schloss, Faaat!", dann ist die Stimmung hinüber.
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Ancoron schrieb:
Wenn du mit der Darstellung der Leute nicht zufrieden bist, hast du dann nicht das gleiche Problem wie ich? Oder ist das einfach nicht relevant?
Die Antwort habe ich schon geschrieben. Nur ein Satz weiter. ;)
Falcon schrieb:
Ich bin aber nicht anspruchsvoll, denn ich erwarte ja auch keine hohen Leistungen. Wenn ein Spieler eben Spass an seiner Rolle hat kriegt man das automatisch mit, und dann kommt für mich auch Atmosphäre auf.
zum "Hi, Aldeeer" -Typ: Da würde ich mich fragen ob er der Sache noch grundsätzlich wohlwollend gegenüber eingestellt ist. Das ist imho schon wieder eine andere Sparte. Von jemandem verarschen lasse ich mich natürlich auch nicht, bloß weil ich sein Rollenspiel nicht großartig bewerte, mit so einem würde ich natürlich auch nicht spielen wollen.
Jemand der sich Mühe gibt (das setze ich schon voraus, ist aber nicht zu verwechseln mit Niveauanspruch des Schauspiels irgendeiner Art), würde so etwas ja nicht machen.
Wenn du jetzt sagst, das wäre aber jemand der NUR so spricht, weil es seinem Umfeld entspricht würde ich vermutlich auch nicht mit ihm spielen, weil ich OT schonmal aller Wahrscheinlichkeit nicht mit ihm klar komme.
Falls ich doch OT mit ihm zurecht komme, gilt das ähnlich wie bei dir mit dem Stotternden, da sieht man wohlwollend über einiges hinweg.
Bei mir ist das mit dem nicht-bewerten auch eher passiv geschehen, man schraubt seine Erwartungen halt im Laufe der Zeit zurück. Heute achte ich lieber gleich auf andere Dinge, wie z.b. jemand der sich Mühe gibt und Spass hat. Das ist schon mal mehr wert als ein guter Rollen Spieler. So ähnlich wie es bei Haukrinn belanglos ist, das er in eine andere Rolle schlüpft (was ich wiederum seltsam finde). Trotzdem schlüpft er in andere Personen und Wir spielen in meinen Runden Rollen.
Bei der häutigen Spielerauswahl (von der Anzahl her) kann man sich, denke ich, nicht erlauben wählerisch zu sein.
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Ich möchte an dieser Stelle mal bemerken, dass die Diskussion im Moment eher theoretisch war, da die Grundlagen noch nicht geklärt waren.
Auch habe ich die oben genannten Extreme nicht in einer meiner Gruppen, allerdings vom Ansatz her schon:
a) Spieler, die sich sehr wenig einbringen (wobei sich natürlich nicht jeder Spieler gleich viel einbringen muss
b) Spieler, die sich nicht der Spielwelt und -situation entsprechend verhalten.
Beispiele:
- Wenn der dreckige Söldner erwartet, zur Hochgeweihten vorgelassen zu werden und hinterher eingeschnappt ist.
- Wenn der Charakter eigentlich keinen Grund hat, das zu machen, was er gerade tut oder da zu sein, wo er gerade ist.
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@ Boba Fett
Wieviel X ist zulässig, wieviel X ist unzulässig?
Wer bestimmt ob der Spieler KL 12 wenigstens braucht um einen KL 18 Charakter spielen zu dürfen?
Der Spielleiter? Der Mitspieler? Man selbst?
Alle und die niedrigste Toleranz gilt.
Das bedeutet, wenn irgendjemand meint, irgendwer wäre seiner Rolle nicht gewachsen ist das das k.o. Kriterium für einen Charakter?!
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Ja, nämlich für diesen Charakter oder für den Charakter des Spieler's der meckert, der wohl k.o. wäre, wenn, der Spieler geht.
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Diese Diskussion würde davon profitieren, wenn alle Beteiligten versuchen würden, wirklich zu verstehen, was die anderen meinen, statt nur einen Anknüpfungspunkt für die nächste Kritik zu suchen.
Desweiteren leidet diese Diskussion unter einem alten Problem: Einer schildert, wie er gerne Rollenspiel machen möchte, aber vergisst, dazu zu sagen, dass das nicht für alle gilt. Und dann kommt ein anderer hinzu und bezeichnet Leute, die so und so spielen, als suspekt. Und schon kochen die Emotionen hoch, und man redet nicht mehr miteinander, sondern nur noch gegeneinander.
Ich persönlich liebe es, mit guten Schauspielern Rollenspiel zu machen. Mit wortgewandten, geistreichen Leuten, die echte Emotion in ihre Stimme legen, die eine geschliffene Rede aus dem Hut zaubern und dabei ganz selbstverständlich ihre Ausdrucksweise der Herkunft und der Epoche des jeweiligen Charakters anpassen. Noch mehr liebe ich es, mit Leuten zu spielen, die kreativ sind. Die geniale Abenteuer schreiben oder geniale Charaktere erschaffen. Die ganz spontan auf total abgefahrene und trotzdem stimmige Aktionen kommen. Mit solchen Leuten wird Rollenspiel zu einem echten Erlebnis.
Würde ich deswegen Spielern, die das nicht draufhaben, verbieten zu spielen? Sicher nicht. Würde ich mit ihnen Rollenspiel machen, obwohl ich von ihrer "Leistung" enttäuscht bin? Das kommt auf die sonstigen Umstände an. Aber ich habe lieber jemanden, der vielleicht nicht ganz so ein toller Schauspieler und kreativer Kopf ist, dafür aber auf meiner persönlichen Wellenlänge liegt, als den Ober-Zampano, mit dem ich ständig aneinander gerate, weil wir unterschiedliche Auffassungen davon haben, wie gutes Rollenspiel aussieht.
Ich würde mir jedenfalls niemals anmaßen, irgendjemandem zu sagen: "Willst du wirklich so eine hohe Intelligenz nehmen? Du bist doch viel zu dumm, um das vernünftig darzustellen."
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Ich verstehe nicht wie du darauf kommst. Ich habe gesagt, dass ich nicht Rollenspiele spiele um "jemand anders" zu spielen. Und das ich es komisch finde, wenn andere deswegen Rollenspiele spielen. Es macht sehr wohl für mich Sinn, das Leute Rollenspiele spielen um jemand anders zu spielen. Ich finde es nur komisch und solche Leute sind mir eher suspekt.
Kommen dir Schaupieler auch komisch vor? Denn da geht es ja auch um die Darstellung jemand anderes, mit dem Ziel, Stimmung aukommen zu lassen und die Gruppe/Publikum zu überzeugen.
Mir sind Leute die Rollenspiele nicht hauptsächlich spielen, um eine Rolle(jemand anders) zu spielen,suspekt.
Ich versteh auch nicht, warum du generell keinen Hintergrund von den Rollenspielen liest?
Was emfindest du denn da als störend oder überflüssig? Interessiert dich das einfach so nicht?
Oder anders gesagt, was macht denn bitte für dich den Reiz aus beim Rollenspiel? Wenn es für dich nur ums Rätsel-/Konfliktlösen geht, dann gäbs ja auch andere Möglichkeiten.
Zum Thema:
Ich versteh immer nicht, warum denn dauernd diese große Unterscheidung gemacht wird zwischen körperlichen und geistigen Fertigkeiten. Wenn jemand einen Kämpfer spielt und stur seinne Attacken würfeln darf, warum soll dann ein Barde nicht auch einfach nur einen Skill für Laute/Singen etc werfen dürfen.
Also warum ist es ohne Problem möglich/erlaubt, als -überspitzt ausgedrückt- querschnittsgelähmter Rollstuhlfahrer einen Salto springenden, Axt schwingenden 100m Läufer zu spielen, aber der -wiederum überspitzt- schüchterne, Stotterer mit Pickeln, Buckel und Mundgeruch wird blöd angekuckt, wenn er einen charmanten Frauenheld und Barden spielen möchte und für sein Betören nur die Würfel sprechen lassen will.
Wäre das so die Spassbremse. Es wurde ja weiter oben gesagt, dass auch nicht jede x-beliebe Feilscherei ausgespielt wird. Und es wurde die Frage gestellt, was denn bestimmt, was x-beliebig ist und was nicht.
Geht's nicht einfach darum, dass es gut ist solange es der Gruppe Spass macht. Also wenn sie allles auspielen-feilschen wollen, dann lasst sie.
Und wenn einer in der Gruppe seine sozialen Skills lieber nur auswürfelt, lasst ihn doch. Warum stört euch das so? Solange es ihm so gefällt, bedeutet es doch effektiv mehr Zeit im Rampenlicht für die anderen.
Mich würde dann auch interessieren, wie konstant diese ominöse Stimmung oder das Athmospärische Darstellen dann anhält. Spielt ihr ohne Unterbrechung stimmungsvoll? Wie oft fallen Off-Topic Kommentare, oder verstricken sich Spieler in RPG-fremde Gespräche.
Mir hat mal ein Freund erzählt, wie wahnsinnig super sie immer RPG betrieben haben, mit Charakter ausspielen, Stimmung etc, und ich war beeindruckt. Dann durfte ich mitspielen, und war -nach anfänglicher Unsicherheit ob der auf mich zukommenden Rollenspielelite- eher enttäuscht, als sich diese Truppe, dann mehr als Powergamer und Off-topic-Labrer herausstellte. Ich denke, dass mein Freundda recht viel eigenes Wunschdenken in die Erinnerung eingebaut hatte...
Und nochmal zum "jemand anderes sein":
Mir ist es lieber, wenn man beim Rollenspiel jemanden anderes spielt. Also wenn ich als Paladin durch die Gegend ziehe und die Schurken niederstrecke.
Und nicht wenn ich neben dem Spieler Martin sitze, der sich spielt und als Meuchler durch die Gassen zieht.
Ach ja, da fällt mir ein:
Warum wird eigentlich im Threadtitel das Athm. Darstellen gegen "jemand anderes sein" gesetzt, so als würden sich beide gegenseitig aussschließen. (So wie " Powergaming vs Rollen-Spile" oder "Gamist vs. Simulationist")
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Ich versteh immer nicht, warum denn dauernd diese große Unterscheidung gemacht wird zwischen körperlichen und geistigen Fertigkeiten.
Ehrliche Antwort: Ich WILL keine Unterscheidungen machen.
Am liebsten würde ich die körperlichen Aktionen genau so ausspielen, wie die geistigen. Wer schon mal auf einem LARP war, kann verstehen, wie toll es ist, die körperlichen Aktionen auszuspielen.
Also ich bin dafür, körperliche und geistige Aktionen auszuspielen.
Das ist mein Wunsch. Leider sieht die Realität anders aus. Leider kann ich in der Realität, wenn wir in meiner Wohnung spielen, keine Akrobatik machen. Und leider kann ich in meinem Zimmer auch keine Schwertkampf durchführen, ohne dass mein Mobiliar kaputt geht.
Bedeutet es nun, dass ich auf alles, was Spaß macht verzichte? (LARP mal außen vor.) Nein, denn zum Glück gibt es noch die sozialen Aktionen. Zum Glück erlaubt mir mein beengtes Zimmer diese auszuspielen.
Meinen beengtem Zimmer verdanke ich es, dass ich auf alles körperliche verzichten muss. (Deswegen würde ich auch niemals LARP in einer Wohnung spielen.) Aber das Zimmer kann noch so beengt sein: Um soziales auszuspielen reicht es immer noch.
Um also auf deine Frage zurückzu kommen: Wieso verzichte ich außerhalb des LARPs darauf, meine körperlichen Aktionen auszuspielen? Weil mich mein enges Zimmer dazu zwingt.
Wenn jemand einen Kämpfer spielt und stur seinne Attacken würfeln darf, warum soll dann ein Barde nicht auch einfach nur einen Skill für Laute/Singen etc werfen dürfen.
Wenn ein Kämpfer nur dasitzt und stur Attacke - Parade, Attacke - Parade, Attacke - Parade würfelt, dann killt das ebenfalls die Atmosphäre. So was finde ich ebenfalls langweilig. Entweder es gibt ein interessantes Taktik-System, mit dem man Kämpfe abwickeln kann oder man spielt LARP oder man wickelt die Kämpfe möglichst schnell ab.
Verstehe mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen Brettspiele. Ich spiele auch liebend gerne Brett- und Würfelspiele. Aber wenn ich mich mit Leuten zu Pen&Paper verabrede, dann erwarte ich etwas anderes.
Also warum ist es ohne Problem möglich/erlaubt, als -überspitzt ausgedrückt- querschnittsgelähmter Rollstuhlfahrer einen Salto springenden, Axt schwingenden 100m Läufer zu spielen,
Also auf dem LARP hätte ich Probleme damit!
Beim Pen&Paper kann ich leider keine körperlichen AKtionen anführen. Beim Pen&Paper sitze ich sowieso die ganze Zeit auf'm Stuhl. - Da ist es egal, ob der gegenüber nun querschnittsgelähmt ist oder nicht. Er sitzt sowieso nur da, und steht nicht auf, um seine AKtionen zu machen. (Beim LARP gilt das Gesagte natürlich nicht.)
wenn er einen charmanten Frauenheld und Barden spielen möchte und für sein Betören nur die Würfel sprechen lassen will.
Wenn jemand nur die Würfel sprechen lassen will, dann lade ich ihn zu eine Runde Kniffel oder TableTop ein. Da kann er so viel würfeln wie er will. Aber RPG ist etwas mehr als würfeln.
Es wurde ja weiter oben gesagt, dass auch nicht jede x-beliebe Feilscherei ausgespielt wird. Und es wurde die Frage gestellt, was denn bestimmt, was x-beliebig ist und was nicht.
Bei uns entscheidet der SL, ob eine Szene jetzt spannend genug ist, um ausgepsielt zu werdenm oder kurz abgewickelt wird. - Wobei der SL an den Gesichtern der Mitspieler merkt, ob sich seine Entscheidung mit der Meinung der anderen deckt. - Merkt er großes Unzufriedensein auf einigen Gesichtern, dann kann er das beim nächsten Mal korrigieren.
Spürrt er Langeweile von den Spielern, dann kann er auch diue aktuelle Szene überspringen.
Hat er eine Szene fix abgehandelt und einige Spieler zeigen deutlich, dass sie an der Szene interessiert wären, dann kann der SL die Szene auch noch mal rückgängig machen und ausspielen.
Und wenn einer in der Gruppe seine sozialen Skills lieber nur auswürfelt, lasst ihn doch. Warum stört euch das so? Solange es ihm so gefällt, bedeutet es doch effektiv mehr Zeit im Rampenlicht für die anderen.
Ich bin nunmal keine Rampensau. Ich höre auch sehr gerne anderen Leuten zu wie sie spielen. - Aber ich schaue ihnen nur ungerne zu, wie sie würfeln.
Und wenn ich selber erzähle, dann habe ich es auch gerne, dass mein Gerede, die Handlung beeinflusst. Ich überlasse solche Entscheidungen nur ungern den Würfeln.
Worauf ich mich notfalls mit einem Spieler einigen könnte: Er redet zwar und stellt die Situation dar. Das Gesagte hat aber keinerlei Einfluss auf den anschließenden Wurf.
Finde ich selber allerdings suboptimal, da es wie in einem Post weiter oben beschrieben, die Immersion zu stark stört.
(Und ja: Ich habe ein sehr niedriges Niveau. Ich verlange nicht besonders viel. Aber ich verlange zumidnest ein winzig kleines bißchen, was schauspielerische Leistung angeht. Nicht viel. - Ein Hauch von Niveau würde mir schon ausreichen.)
Und dann gilt bei mir auch noch: Was gesagt wird, ist mir persönlich wichtiger, als wie es gesagt wird.
Wenn jemand in einem monotonen Dialog, der die Argumente des NSCs zerpflückt, hält, ist mir das tausendmal lieber, als eine mitreißende Rede, die nur BullShit enthält.
Mich würde dann auch interessieren, wie konstant diese ominöse Stimmung oder das Athmospärische Darstellen dann anhält.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meiste Stimmung bei 2-3 Spielern aufkommt. - Sobald wir mehr Spieler sind, ist man häufiger untätig, und verfällt dann in OT-Stimmung.
Und komischerweise erreiche ich bessere Immersion, wenn ich bereits sehr müde bin. - Im hellwachen Zustand, nehme ich zwar den Plot besser war, dafür fällt die Immersion wesentlich niedriger aus.
Spielt ihr ohne Unterbrechung stimmungsvoll? Wie oft fallen Off-Topic Kommentare, oder verstricken sich Spieler in RPG-fremde Gespräche.
OT-Witze kommen leider viel zu häufig vor. - Und dann noch die nervenden Regeldiskussionen.
RPG fremde Diskussionen kamen bei uns zum Glück nie vor vor. Und mit dem Spieler, der hauptsächlich Regeldiskussionen anfängt, haben wir auch schon ein ernstes Wort gesprochen und er gelobt Besserung.
Bleiben also nur noch die störenden OT-Witze. (Ich bin nicht der einzige, der sie als störend empfindet. Die ganze Gruppe empfindet sie als störend. Aber sobald eine geeignete Situation im RPG vorkommt, reißt jemand wieder einen Flachwitz. - Ich nehme mich davon nicht aus.)
Wer also weiß, was man dagegen tun kann, der möge es mir bitte mitteilen.
Warum wird eigentlich im Threadtitel das Athm. Darstellen gegen "jemand anderes sein" gesetzt, so als würden sich beide gegenseitig aussschließen?
Bei vielen Sachen, besteht da kein Widerspruch.
Bei einigen Sachen aber schließen sich die Sachen jedoch aus:
eloquent/Quasselstrippe vs. wortkarg
Oder wenn jemand einen ehrenhaften Paladin spielen will und trotzdem immer wieder Hinterhalte vorschlägt.
Oder der Assassine, der keiner Fliege etwas zu Leide tun will, und immer auf Pazifist tut.
Oder der Atheist, der einen Mönch spielt aber seine atheistische Ader deutlich zum Vorschein kommt.
Oder der Gläubige, der einen Atheisten spielt, der andauernd von Gott als Retter in der Not redet.
Prinzipiell ist es möglich, einen anderen atmossphärisch zu spielen. Bei vielen kommt es dann aber vor, dass dieser nicht besonders atmosphärisch ist.
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Kommen dir Schaupieler auch komisch vor?
Nein. Das eine ist ein Beruf/Handwerk/Kunstform, das andere ein Gesellschaftsspiel. Für mich klingt der Drang nach "jemand anders sein wollen" und das Ausleben dieses Dranges in einem Gesellschaftsspiel, eher nach persönlichen und/oder psychologischen Eigenheiten, die mich eher einen Schritt zurück treten lassen.
Genauso wie einige Leute vor Menschen zurückschrecken, die ihre Abneigung und Mißbilligung oft und gerne kund tun (wie meine Wenigkeit etwa). Ich sehe da nichts verwerfliches dran, dass man nicht jede kleine Macke seiner Mitmenschen ignoriert, sondern sich an einigen stösst.
Ich versteh auch nicht, warum du generell keinen Hintergrund von den Rollenspielen liest?
Weil ich lieber spiele, als über irgendwelche ausgedachten Welten und Orte zu lesen. Ich lese nur soviel Setting wie ich für nötig empfinde, um ein Spiel zu spielen. Ob ein Dorf bei Warhammer nun Knüppelhausen oder Stunkelbad heisst, ist mir gleich. Genauso ob es im Krieg zerstört wurde oder nicht; oder ob man dort Shellya oder Verena anbetet. Setting beginnt und endet für mich mit der Spielrunde, in der ich spiele. Alles was darüber hinausgeht, ist für mich nur lästiges Beiwerk.
Oder anders gesagt, was macht denn bitte für dich den Reiz aus beim Rollenspiel?
Die Interaktion zwischen den Spielern; das gemeinsame Spielen und das Erschaffen einer Geschichte, die alle begeistert. Das Spielen eines Charakters, der sich vom eigenen unterscheidet, spielt keine wichtige Rolle. Natürlich kommt es in beinahe jedem Rollenspiel dazu, aber für mich ist es nicht wichtig. Genauso wie es für dich vermutlich ziemlich unwichtig ist, ob die Würfel die du benutzt rot oder grün sind. Es sind nebensächliche Details und beim Rollenspiel - zumindest für mich - nicht der Grund weshalb ich spiele. Und nichts anderes habe ich gesagt.
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Prinzipiell sehe ich ja kein Problem in dem stotternden pickligen Buckelmann, der seine Verführungskünste lieber auswürfelt. Oder dem umglaublich unspontanen Sprecher, der statt zu Feilschen lieber zu den Würfelchen greift. Warum auch nicht? Das sind nun mal selten wirklich bestimmende oder ergreifende Szenen.
Aber was ist, wenn der 'Endkampf' ein Gespräch ist? Wenn die Chars den Schurken überzeugen müssen, daß er nicht wirklich all diese Kinder ertränken will? Reicht es da auch, zu würfeln, oder ist das eher undramatisch? (Zumal ja soziale Konflikte gern mit nur einem Wurf abgehandelt werden - in den meisten klassischen Rollenspielen wird ein Dialog nicht (wie ein Kampf) rundenmäßig durchgeführt oder steigert sich.)
Und was passiert, wenn wir dann jemanden dabei haben, der immer erst ewig überlegen muß, was er sagen will - nimmt das nicht ein klein wenig die Dramatik aus dem Dialog?
Noch ein Beispiel: Hans spielt einen General. Der kann Taktik bis zum Anschlag - leider versteht Hans nichts davon. Na gut, würfelt er eben, und der SL erzählt ihm die beste Taktik, die ihm so einfällt. Das ist einmal sicher okay, warum auch nicht. Aber wenn sowas in einer Kriegskampagne vorkommt, in der es nun mal um auch um Taktik geht? Ist das dann noch spaßig? Mir als SL würde es keinen Spaß machen - schließlich will ich die nicht verschiedene Taktiken mit mir selber ausmachen.
Für mich schränkt es den Spielspaß nun mal ein, wenn jemand in einer entscheidenden Situation nicht in der Lage ist, mir seinen Char glaubhaft zu machen.
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Wenn der General keine eigenen Taktiken bringt, kann ich genau so gut mit mir selbst spielen.
Und wenn jemand Interaktion auswürfelt, gilt das Gleiche, wobei das bei einem taktischen Würfelsystem mit Beschreibung aufzufangen wäre, da es dann wieder interessant wäre. Wäre es das?
Ein taktisches Würfelsystem mit Beschreibungen hat man ja schon beim Kampf. Wenn ich das bei Interaktion auch habe, dann gilt Interaktion = Kampf von der Methode her. D.h., die beiden sind austauschbar. Und wer von euch hat schon Bock, dauernd Kämpfe oder gar Würfelorgien zu machen? Natürlich finde ich 1-2 Kämpfe pro Treffen spannend, aber wenn die Interaktionen nach dem Gleichen Prinzip ablaufen, dann ist mir das zu oft das gleiche Prinzip, zu wenig Abwechslung. Und dann dürfen es eben nur noch 1-2 (Kämpfe + Interaktionen) pro Treffen sein. Und dann fällt ein Aspekt des Rollenspiels, der mir sehr viel Spaß macht, weg, nämlich das Ausspielen der Interaktion. Und wenn die Interaktion kein Alleinstellungsmerkmal mehr hat, dann ist sie eh nicht mehr gefragt und man kann sie ganz weglassen.
@ Eulenspiegel
Wenn jemand nur die Würfel sprechen lassen will, dann lade ich ihn zu eine Runde Kniffel oder TableTop ein. Da kann er so viel würfeln wie er will. Aber RPG ist etwas mehr als würfeln.
[…]
Ich bin nunmal keine Rampensau. Ich höre auch sehr gerne anderen Leuten zu wie sie spielen. - Aber ich schaue ihnen nur ungerne zu, wie sie würfeln.
Zustimmung.
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Und wenn jemand Interaktion auswürfelt, gilt das Gleiche, wobei das bei einem taktischen Würfelsystem mit Beschreibung aufzufangen wäre, da es dann wieder interessant wäre. Wäre es das?
Ja.
Ein taktisches Würfelsystem mit Beschreibungen hat man ja schon beim Kampf. Wenn ich das bei Interaktion auch habe, dann gilt Interaktion = Kampf von der Methode her. D.h., die beiden sind austauschbar. Und wer von euch hat schon Bock, dauernd Kämpfe oder gar Würfelorgien zu machen?
Ich. Ich finde es nämlich unerträglich, daß man regeltechnisch eine einzige Form von Konflikt maßlos überbewertet, und dann auch noch für jede Form von Konflikt unterschiedliche Regeln definiert.
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Ich. Ich finde es nämlich unerträglich, daß man regeltechnisch eine einzige Form von Konflikt maßlos überbewertet, und dann auch noch für jede Form von Konflikt unterschiedliche Regeln definiert.
Ich finde es auch unästhetisch, wenn es für verschiedene Konflikete unterschiedliche Regeln gibt.
Ein gutes Regelsystem zeichnet sich dadurch aus, dass es
a) flexibel ist und
b) alle Konflikte gleichbehandelt.
Trotzdem bin ich kein Freund von langem auswürfeln. Ich bin ein Freund von ausspielen. Es gab Abende, da hatte ich kein einziges Mal die Würfel in der Hand und es gab Abende, da haben wir dauernd gewürfelt und sind von einer Würfelorgie in die nächste gestolpert.
Dreimal darfst du raten, welcher Abend mir mehr Spaß gemacht hat.
Aber ich wage mal zu behaupten, dass nicht die Regeln einen Konflikt überbewerten, sondern die Verhältnisse: Selbst, wenn es für soziale und körperliche Konflikte die gleichen Regeln gibt, kann man nicht beide ausspielen.
Die sozialen Aktionen kann man ausspielen. Wofür braucht man also noch Extra-Regeln, wenn man sie eh ausspielen kann?
Die körperlichen Aktionen kann man leider nicht ausspielen. Da man sie nicht ausspielen kann, braucht man eine Alternative, um sie interessant zu machen: Und diese Alternative nennt sich bei vielen Spielen 'komplexere Regeln'. (Theoretisch ist es auch möglich, mit einer einfachen Mechanik körperliche Aktionen interessant zu halten. - Aber vor allem in der Frühzeit des RPGs war man eben der Meinung: Viel hilft viel.)
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Aber ich wage mal zu behaupten, dass nicht die Regeln einen Konflikt überbewerten, sondern die Verhältnisse: Selbst, wenn es für soziale und körperliche Konflikte die gleichen Regeln gibt, kann man nicht beide ausspielen.
Siehst Du, und genau da gehen die Meinungen auseinander. Welcher halbwegs sinnige Grund sollte mich davon abhalten, einen Kampf ohne Würfe rein beschreibend darzustellen, indem ich mich einfach grob an den Werten meines Charakters orientiere?
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Der, dass beim Kampf der Charakter sterben kann und deshalb keine Willkür erwünscht ist.
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Daraus schließe ich dann einfach mal, daß ihr nur belangloses zwischenmenschliches Zeug in euren Spielen habt, daß niemals fatale Auswirkungen auf die Spielercharaktere haben kann?
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Welcher halbwegs sinnige Grund sollte mich davon abhalten, einen Kampf ohne Würfe rein beschreibend darzustellen, indem ich mich einfach grob an den Werten meines Charakters orientiere?
1) Es geht nicht darum, eine Handlung zu beschreiben, sondern sie zu tun.
Beispiel soziales: Direkte Rede ist z.B. atmosphärischer als indirekte Rede.
Wenn man ein Gespräch direkt führt, finde ich es wesentlich schwammiger, als wenn Spieler und SL immer nur in indirekter rede sagen,w as sie tun.
Beispiel Kampf: Einen Kampf auszufechten ist wesentlich spannender, als nur zu erzählen, was man tut.
Wenn ich einen Kampf erzähle, ist dies also mit der indirekten Rede beim Sozialen zu vergleichen.
2) Taktische Entscheidungen lassen wir auch in Kämpfe einfließen, die sich dann auf die Würfel auswirken. (z.B.: Wir legen ihnen einen Hinterhalt.)
Aber es macht nunmal keinen Spaß, den Kampf en Detail auszuspielen:
S1: "Ich hebe mein Schwert."
SL: "Dein Gegner öffnet seine Deckung und lässt seine Axt vorsausen."
S1: "Ich mache einen kleinen Sprung rückwärts und lasse dabei das Schwert auf sein Haupt herabfahren."
SL: "Er hebt sein Schild, wodurch dein Schwert an seinem Schild abprallt. Währenddessen saust seine Axt knapp an dir vorbei.
Dieses detaillierte Ausspielen hat zwei Probleme:
a) Es ist furchtbar langweilig.
b) Man ist sich nicht klar, wie eine Aktion im Detail aussieht. Das heißt, man müsste immer und immer wieder nachfragen, um zu fragen, wie der Schlag denn nun genau ausgeführt wird. - Das macht das ganze nicht nur langweilig, sondern auch noch zähflüssig.
Dieses Problem ist bei einem Gespräch nicht vorhanden. Das weiß ich ja genau, was der Gegenüber erzählt hat. (Falls direkte Rede benutzt wird.)
3) Falls du auf solche Art Kämpfe stehst, kann ich dir Wushu empfehlen.
Ich selber finde es furchtbar langweilig. Aber vielleicht macht dir sowas tatsächlich Spaß.
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@ Hauk
Dann schließt du falsch.
Bei jedem Kampf besteht eine gewisse (wenn auch manchmal geringe) Wahrscheinlichkeit, dass ein Charakter stirbt. Dass ein Charakter stirbt ist das extremste Verlustbeispiel.
Bei Interaktion gibt es oft auch etwas zu verlieren. Fast immer kann der Charakter dabei aber nicht sterben.
Auch wenn z.B. bei Vampire man sich durch Interaktion schwere Probleme einhandeln kann, so ist es doch meist nicht endgültig.
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Bei Interaktion gibt es oft auch etwas zu verlieren. Fast immer kann der Charakter dabei aber nicht sterben.
Also wenn der Dieb beim Schleichen verkackt und deswegen erwischt wird, kann er durchaus hingerichtet werden.
Wenn der Autofahrer seinen Fahren-Probe nicht schafft, kann er einen Unfall bauen, und dabei umkommen.
Der Kerl, der den Paten blöd anquatscht, kann sich ebenfalls mit einem Messer im Bauch in einer dunklen Gasse wiederfinden.
Im Prinzip kann jede Aktion tötlich enden. - Bei uns ist es jedoch Konsens, dass Spieler nicht so ohne Weiteres sterben. Man kann Spannung auch erzeugen, ohne jemanden zu töten.
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@Ancoron -> Verweis auf Eulenspiegels letzten Post.
@Eulenspiegel: Da unsere Ansichten in diesem Bereich ganz offenbar ziemlich weit auseinander liegen, denke ich nicht, daß es da noch Sinn macht, weiter drüber zu diskutieren.
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Also wenn der Dieb beim Schleichen verkackt und deswegen erwischt wird, kann er durchaus hingerichtet werden.
Wenn der Autofahrer seinen Fahren-Probe nicht schafft, kann er einen Unfall bauen, und dabei umkommen.
Hier ist es aber glaubwürdig, wenn derjenige überlebt, weshalb nichts dagegen spricht, ihn überleben zu lassen.
Werden solche Situationen jedoch unglaubwürdig oft überlebt, dann fühle ich mich vom Spielleiter verarscht. Ja, auch wenn mein SC deswegen überlebt. Und ich habe meinen SC auch schon für tot erklärt, als der SL ne Regel erfinden wollte, wie er überleben kann. Denn ich finde Rollenspiel langweilig, wenn der SC dabei nicht sterben kann. Gefahr gibt es nur, wenn man auch verlieren kann und wenn es das Leben ist, funktioniert das einfach besser. Und ich habe keine Lust, mir diese Gefahr einzubilden, sondern sie soll real für die Spielfigur vorhanden sein.
Sehr gut fand ich das Erlebnis, als mein SC nach einem fairen riskieren/agieren gegen einen anderen SC leider von diesem aus dem Hinterhalt angegriffen und vernichtet wurde.
Gar nicht schön finde ich es, wenn mein SC überlebt, obwohl das unglaubwürdig wirkt. Was ist denn so toll daran, wenn ich die Welt rette, wenn ich mein Leben dafür gar nicht auf's Spiel gesetzt habe? Was ist so mutig daran, mich Gefahren entgegenzustellen, wenn ich dabei nicht sterben kann?
Der Kerl, der den Paten blöd anquatscht, kann sich ebenfalls mit einem Messer im Bauch in einer dunklen Gasse wiederfinden.
Das erinnert mich daran, dass ich unbedingt ein überdurchschnittlich detailliertes Regelsystem für gesellschaftliche Interaktion, dabei auch Etikette (Vampire-Hausregeln) entwickeln möchte, wobei ich allerdings gegen Fortune-in-the-middle bin, das reißt nämlich die Atmosphäre genau in der Mitte durch, dann doch lieber am Anfang, wenn sie noch nicht da ist.
In üblichen Systemen kann eine solche Situation mMn nicht zum sinnvollen Charaktertod führen und wenn der Charakter überlebt, wäre das glaubhaft. Ggfs. wird er verprügelt. Natürlich: Wenn der SC das 3x macht, dann ist er tot.
Die Sache ist halt, dass Kämpfe häufig sind und dass man hier nicht nur seine Proben schaffen muss, sondern dass man sie besser schaffen muss, als der Gegner. Während jemand mit Etikette 1 sicherlich nicht mehr den Paten dumm anquatscht, kann der Kämpfer mit Nahkampf 4 immer noch verlieren.
Im Prinzip kann jede Aktion tötlich enden. - Bei uns ist es jedoch Konsens, dass Spieler nicht so ohne Weiteres sterben.
Spieler sind bei uns noch nie gestorben. ;D
Bisher habe ich noch nie einen SC getötet, wobei ich mir hinterher unsicher war, dass es richtig ist und der Spieler unzufrieden war. (Also entweder war der Spieler zufrieden damit oder ich war mir ganz sicher mit meiner Entscheidung.) Von mir selbst sind >leider< erst zwei Charaktere gestorben, davon war der eine ein Newbie-Fehler und der andere richtig klasse (s.o.). Wenn ich nicht beteiligt bin, dann sollen das primär die Beteiligten ausmachen, was OK ist.
Ohne Weiteres ist bei uns auch noch nie ein SC gestorben. Wahrscheinlich noch bei niemandem auf der ganzen Welt. Der Begriff ist nämlich so schwammig, dass er immer zutrifft.
Wenn jemand in einem Kampf, obwohl er bereits 2x verwundet wurde, weiter kämpft, dann geht er freiwillig ein Risiko ein.
Und wenn dann der Gegner einen Kritischen landet und später noch die Heilkunde-Probe daneben geht, dann ist der Charakter eben tot.
Man kann Spannung auch erzeugen, ohne jemanden zu töten
Man kann der Spannung aber schaden, wenn man nie jemanden tötet.
-
Ancoron schrieb:
Das erinnert mich daran, dass ich unbedingt ein überdurchschnittlich detailliertes Regelsystem für gesellschaftliche Interaktion, dabei auch Etikette (Vampire-Hausregeln) entwickeln möchte,
ich vermute mal das war ironisch? Wie auch immer. Zuvor sagte jemand ein gutes System sollte für alle Auseinandersetzungen die gleichen Regeln benutzen. Einer Meinung mit der ich vollkommen übereinstimme und ein Ziel, daß ich auch selber verfolge. überdurchschnittlich detailliert muss es dabei aber nicht automatisch sein.
@töten = spannung: man kann den SC's mehr wegnehmen als nur ihr leben. Viel mehr 8]
Ich gebe zu, es ist herausfordernder das auszuspielen und damit Spannung zu erzeugen, aber wenn es klappt, stellt es alle SC'Frags in den Schatten.
Ich habe erst einen Char verloren (ED) und auch nur weil wir ein Ghoul Gift falsch berechnet haben. Aber da ich den Charakter nicht leiden konnte hab ich auf den Schaden bestanden.
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Denn ich finde Rollenspiel langweilig, wenn der SC dabei nicht sterben kann.
OK, und ich finde RPG auch langweilig, wenn der SC nicht verlieren kann.
Aber man kann auch verlieren, ohne zu sterben. Und das finde ich sind die weitaus interessanteren Verluste.
In üblichen Systemen kann eine solche Situation mMn nicht zum sinnvollen Charaktertod führen und wenn der Charakter überlebt, wäre das glaubhaft. Ggfs. wird er verprügelt.
Wenn sich ein SC den Kampf stellt, wird er im Normalfall auch nur schwer verwundet. - Sterben tut man in der Regel nur an der fehlenden medizinischen Versorgung. - Und wenn man einen magischen Heiler dabei hat, ist es auch nicht unrealistisch, den verlorenen Kampf zu überleben.
Die Sache ist halt, dass Kämpfe häufig sind und dass man hier nicht nur seine Proben schaffen muss, sondern dass man sie besser schaffen muss, als der Gegner.
Wie häufig Kämpfe sind, hängt wieder vom Setting ab. Es gibt auch viele Settings, die fast gänzlich ohne Kampf auskommen.
Vergleichende Proben gibt es auch außerhalb des Kampfes.
Und das man beim Kampf häufiger würfeln muss, stimmt auch. Das leigt aber nicht am Kampf, sondern daran, dass man dem Kampf eine Sonderstellung im Regelwerk einräumt. Wenn man den Kampf regeltechnisch so abhandeln würde, wie jeden anderen Konflikt auch, dann müsste man nicht häufiger würfeln.
Wenn jemand in einem Kampf, obwohl er bereits 2x verwundet wurde, weiter kämpft, dann geht er freiwillig ein Risiko ein.
Und wenn jemand den Paten beleidigt, obwohl er bereits zweimal verprügelt wurde, dann geht er ebenfalls freiwillig das Risiko ein.
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@ Falcon
ich vermute mal das war ironisch? Wie auch immer. Zuvor sagte jemand ein gutes System sollte für alle Auseinandersetzungen die gleichen Regeln benutzen. Einer Meinung mit der ich vollkommen übereinstimme und ein Ziel, daß ich auch selber verfolge. überdurchschnittlich detailliert muss es dabei aber nicht automatisch sein.
Das war ernst gemeint. Das System soll natürlich den gleichen Grundmechanismus verwenden. Aber müssen es wirklich körperliche, geistige und seelische Lebenspunkte sein, wenn man im Kampf Lebenspunkte verwendet?
Durchschnittlich detaillierte gesellschaftliche Regeln legen Eigenschaft, Fertigkeit und Probenmechanismus fest, lassen einen damit jedoch im Regen stehen.
@töten = spannung: man kann den SC's mehr wegnehmen als nur ihr leben. Viel mehr
Ich gebe zu, es ist herausfordernder das auszuspielen und damit Spannung zu erzeugen, aber wenn es klappt, stellt es alle SC'Frags in den Schatten.
Ist halt die Frage, ob ich einen tragischen Charakter spielen möchte oder einen Actionfilm. Übertrieben ausgedrückt: Wenn mein Charakter keine Freunde, keinen Besitz, keine Arme, keine Beine, keinen Schatten und keine Seele mehr hat, dann habe ich keinen Bock mehr ihn zu spielen und schmeiße ihn einfach weg.
Den Charakter, der vernichtet wurde, konnte ich sehr gut leiden.
@ Eulenspiegel
Wenn sich ein SC den Kampf stellt, wird er im Normalfall auch nur schwer verwundet. - Sterben tut man in der Regel nur an der fehlenden medizinischen Versorgung. - Und wenn man einen magischen Heiler dabei hat, ist es auch nicht unrealistisch, den verlorenen Kampf zu überleben.
Das ist korrekt. Nur sollten sich die Spieler dann auch darum kümmern. Und ein Patzer dabei ist dann eben doch ein toter SC, auch wenn die Chance nur bei 2% pro Treffen liegt.
Wie häufig Kämpfe sind, hängt wieder vom Setting ab. Es gibt auch viele Settings, die fast gänzlich ohne Kampf auskommen.
Ich nehme jetzt mal durchschnittlich einen Kampf pro 5 h an.
Vergleichende Proben gibt es auch außerhalb des Kampfes.
Ja, aber nenne mir ein Beispiel, bei dem eine vergleichende Probe außerhalb des Kampfes zum Tode führt.
Und das man beim Kampf häufiger würfeln muss, stimmt auch.
Was ich nicht geschrieben habe und auch für die Diskussion völlig uninteressant ist. Vereinfachen wir den Kampf einfach auf eine (vergleichende) Probe.
Und wenn jemand den Paten beleidigt, obwohl er bereits zweimal verprügelt wurde, dann geht er ebenfalls freiwillig das Risiko ein.
Was willst du mir damit sagen?
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Das war ernst gemeint. Das System soll natürlich den gleichen Grundmechanismus verwenden. Aber müssen es wirklich körperliche, geistige und seelische Lebenspunkte sein, wenn man im Kampf Lebenspunkte verwendet?
Ein einfaches und universales System stelle ich mir z.B. wie folgt vor:
Es gibt unterschiedliche Schadenstypen: z.B. körperlicher Schaden, geistigfer Schaden und sozialer Schaden.
Außerdem gibt es zwei Schadensarten: leichter Schaden und schwerer Schaden. Leichter Schaden wird innerhalb einer Stunde vollkommen regeneriert. Schwerer Schaden bleibt länger erhalten. Er regeneriert bloß mit ca. 1 Punkt pro Tag.
Das ist alles erstmal sehr abstrakt. Daher man ein paar Beispiele, wie ich mir das genauer vorstelle:
waffenloser Kampf: leichter körperlicher Schaden. (Nach dem Kampf ist man nach einer kurzen Ausruhphase wieder top Fit.
bewaffneter Kampf: schwerer körperlicher Schaden. (Den Schaden, den man hier erleidet, bleibt manchmal wochen oder monatelang bestehen.)
Wettsaufen: leichter geistiger Schaden. (geistiger Schaden ist klar: Wer viel trinkt, kann nicht mehr klar denken oder aufrecht stehen. Leichter Schaden, weil man nach einer Nacht den ganzen Alkohol abgebaut hat.)
Gerichtsverfahren: leichter sozialer Schaden. (sozialer Schaden, weil es darum geht, die Glaubwürdigkeit des gegenübers zu zerstören. Leichter Schaden, weil es nur um die Glaubwürdigkeit in diesem einen Prozess geht. - Wenn du diesen Prozess verloren hast, kannst der Anwalt in den nächsten Prozess gehen und hat wieder seine volle Glaubwürdigkeit.)
öffenliches Beleidigen auf dem Marktplatz / Gerüchte über den Gegner streuen: schwerer sozialer Schaden (sozialer Schaden ist klar, weil man die Glaubwürdigkeit und das soziale Ansehen des Gegners untergräbt. Schwer, weil sich die Dorfbewohner noch lange an die Beleidigungen erinnern. bzw. weil Gerüchte sich lange halten.)
Man hat also einen sehr einfachen Regelmechanismus, den man auf alles Mögliche anwenden kann.
Übertrieben ausgedrückt: Wenn mein Charakter keine Freunde, keinen Besitz, keine Arme, keine Beine, keinen Schatten und keine Seele mehr hat, dann habe ich keinen Bock mehr ihn zu spielen und schmeiße ihn einfach weg.
Oder anders ausgedrückt: Deinen SC sozial zu vernichten hat den gleichen Effekt, wie ihn körperlich zu vernichten: In beiden Fällen ist der SC für dich gestorben und du erstellst einen neuen.
Das ist korrekt. Nur sollten sich die Spieler dann auch darum kümmern. Und ein Patzer dabei ist dann eben doch ein toter SC, auch wenn die Chance nur bei 2% pro Treffen liegt.
Nun, nehmen wir mal deri SCs: Den Kämpfer, den Dieb und den Hochstapler.
Beim Kämpfer: Wenn der Kämpfer den Kampf verliert, hat er eine 2% Chance zu sterben. (Nämlich dann, wenn der Heiler seine Probe verpatzt.)
Wenn der Dieb seine Schleichen Probe verpatzt hat er ebenfalls eine 2% Chance zu sterben. (Nämlich dann wenn der Richter keine Gnade zeigt und ihn zum Galgen führt.)
Wenn der Hochstapler den König nicht überzeugen kann, dass er diplomatische Immunität besitzt, landet er für seine Taten den Rest seines Lebens im Kerker. (Auch 2% Chance, dass der SC unspielbar wird.)
Die Gefahr, dass der SC aus dem Spiel ausscheidet, ist zwar sehr gering, aber überall gegeben.
Was willst du mir damit sagen?
Das ein SC bei uns nicht einfach durch Würfelpech stirbt. - Wenn er stirbt, dann aus Dummheit oder weil der Spieler es so will.
Und wenn man die Ergebnisse überall durch Würfelwurf regeln würde, dann könnte er auch überall sterben. (Ob jemandem die Wundbehandlung gelingt oder nicht, hängt meistens von einem Wurfelwurf ab. - Da haben die SLs dann weniger Hemmungen, den SC sterben zu lassen. - Bei einem Diebstahl handelt man das ganze selten NUR über Proben ab. Hier hat der SL häufiger Hemmungen, dem Dieb realistische Konsequenzen spüren zu lassen. (Nämlich ihn zu entdecken und zu verurteilen.)
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...
Dieses detaillierte Ausspielen hat zwei Probleme:
a) Es ist furchtbar langweilig.
b) Man ist sich nicht klar, wie eine Aktion im Detail aussieht. Das heißt, man müsste immer und immer wieder nachfragen, um zu fragen, wie der Schlag denn nun genau ausgeführt wird. - Das macht das ganze nicht nur langweilig, sondern auch noch zähflüssig.
Dieses Problem ist bei einem Gespräch nicht vorhanden. Das weiß ich ja genau, was der Gegenüber erzählt hat. (Falls direkte Rede benutzt wird.)
Über a) kann man sicher streiten. Das Verfahren macht aber genug Probleme, das es in der Regel nicht zu einer befriedigenden Umsetzung/Ausführung neigt.
bezgl. b)
Auch die direkte Rede ist nicht wirklich "live". Auch hier fehlen zahlreiche Informationen wie Tonfall, Körpersprache und kultureller und persönlicher Kontext, welcher nachgefragt werden müßte - oder eben wie im Kampf auch über Regeln transformiert wird.
Und Kampf hat dabei in der Regel den Vorteil von weniger Erfahrung der Beteiligten (d..h weniger kritische Position gegenüber Ungenauigkeiten), einfacher zu klassifizierende Situationen und geringerer kultureller und sich verändernder Kontext.
Meine These:
Es gibt unter anderem weitaus weniger Regeln fürs Soziale, weil es deutlich schwerer ist diese ordentlich zu schreiben und es viel mehr Leute gibt, die sich damit auf Grund von Lebenserfahrung auskennen und daher Kritik üben könnten/würden.
Allgemein bezgl. :Alles muss nach einem Regelschema laufen:
Natürlich ist es eleganter, wenn man mit weniger Mechaniken auskomt um eine Vielzahl von Sachen zu beschreiben. Da aber auch die Weltformel noch nicht entdeckt ist, ist es bei einem gewissen Anspruch an diese Regel(n) nicht mehr befriedigend mit einer solchen Grobform zu hantieren. Eine nennenswerte Werkstadt hat ja auch nicht einen einzelnen Hammer als Werkzeug.
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Es gibt unter anderem weitaus weniger Regeln fürs Soziale, weil es deutlich schwerer ist diese ordentlich zu schreiben und es viel mehr Leute gibt, die sich damit auf Grund von Lebenserfahrung auskennen und daher Kritik üben könnten/würden.
Ach, bei DitV kann man diese Regeln auch wunderbar für soziales einsetzen. - Das Ergebnis ist mindestens so realistisch wie ein Kampf. (Ob einem die Regeln Spaß machen, ist eine andere Frage.)
Da aber auch die Weltformel noch nicht entdeckt ist, ist es bei einem gewissen Anspruch an diese Regel(n) nicht mehr befriedigend mit einer solchen Grobform zu hantieren.
Es ist ja für die Darstellung erstmal völlig unerheblich, ob man mit 1W20 oder mit 1W100 würfelt.
Beide lösen das gleiche Problem auf die gleiche Art und Weise. Wieso sollte man bei einem also mit 1W20 und beim anderen mit 1W100 würfeln?
Natürlich kann man irgendwelche Zusatzregeln haben für den teil des Spiels, der im Focus steht. - Aber die grundlegende Mechanik sollte doch die gleiche bleiben. In der Physik fängt man ja auch nicht an, einmal mit arabischen Zahlen zu rechnen und dann plötzlich wieder mit räömmischen Zahlen.
Und die Chemiker wechseln auch nicht ihr Periodensystem, je nachdem, was sie gerade erreichen wollen.
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Bei DitV macht es wohl keinen Unterschied, weil das System von vorne herein schon recht abstrakt ist und der Würfelmechanismus wohl eher spielerischer als simulatorischer Zielrichtung ist.
Wer an der Ausführung der Handlung, sei es Kampf oder soziale Interaktion, selbst interessiert ist und nicht nur am Ergebnis, wird vermutlich in beiden Fällen nicht besonders glücklich werden.
Hat man diesen Fokus des Interesses auf die Handlung nicht, kann es auch ausreichend und angemessen sein.
W20 und W100 ist eine Frage der Auflösung, keine des Prinzips. Aber auch in der Wissenschaft wird man z.B. nicht alle Graphen zur Darstellung von Zusammenhängen mit einer Einheitsskala von 1-100 in 10er Schritten sehen.
Und nicht alles ist mit einer einfachen Gradengleichung zu lösen - auch wenn es schön wäre.
Manchmal reicht so etwas als Abschätzung, aber wer es genauer haben will, aus welchen Gründen auch immer, benötigt ein anderes Mittel. Und vor allem muß man wissen, was man sich damit einhandelt.
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@ Eulenspiegel
Das ein SC bei uns nicht einfach durch Würfelpech stirbt. - Wenn er stirbt, dann aus Dummheit oder weil der Spieler es so will.
Ich halte es für Dummheit, wenn ein Spieler so lange im Kampf bleibt, dass der Charakter durch Würfelpech sterben kann. => Ein Charakter kann im Kampf nicht durch Würfelpech sterben.
Provokativ gesagt: Ist es nicht bereits dumm, ein Abenteuer zu spielen?
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Es gibt Systeme, da kann ein Charakter (nicht Spieler!) auch bereits nach einem unglücklichen Treffer sterben.
Dementsprechend wäre es analog dumm, sich überhaupt in einen Kampf verwickeln zu lassen.
Wieso sitzt man mit dieser Einstellung, frage ich mich, überhaupt am Spieltisch...
Spielen bedeutet auch, das Risiko einzugehen, dass man verlieren kann.
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Ich halte es für Dummheit, wenn ein Spieler so lange im Kampf bleibt, dass er durch Würfelpech sterben kann. => Ein Spieler kann im Kampf nicht durch Würfelpech sterben.
Es gibt Systeme, wo man bereits durch einen Treffer sterben kann.
Und das ist für mich ein Fehler des Systems.
Und dann könnte es ja theoretisch passieren, dass die Gegner keine Gefangenen machen, sondern alles niedermetzeln. Auch hier würde ich keine Dummheit der SCs sehen, tapfer weiterzukämpfen.
Aber ja: Wenn man schwer verwundet ist, und der Gegner nicht offensichtlich vorhat, einen umzubringen, dann sollte man sich ergeben: Das gehört zum Selbsterhaltungstrieb.
Provokativ gesagt: Ist es nicht bereits dumm, ein Abenteuer zu spielen?
Wenn man ein Abenteuer beginnt, ist es nicht offensichtlich, dass man stirbt.
Und falls man ein offensichtliches tödliches Ziel hat ("Tötet den Drachen!"), dann wäre e tatsächlich dumm, einfach loszuziehen und auf Würfelglück zu hoffen.
Man kann sich aber soweit informieren, dass die Gewinnchancen sehr gut stehen. Und dann ist das Abenteuer keine Dummheit mehr.