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Medien & Phantastik => Multimedia => Multimedia - Hardware => Thema gestartet von: Chiungalla am 2.09.2006 | 19:29
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Also ich habe hier den Rechner von meinem Schwager in Spee (16 Jahre, Computer-Noob, nutzt den fast nur zum datteln), und der ist irgendwie kaputt.
Ich vermute eine schrotte Festplatte, wollte aber noch ein paar andere Meinungen hören, bevor ich ne neue für ihn bestelle. Er hat ja nicht Geld wie Heu, und daher ist das schon ne große Investitation.
Folgende Symphtome:
Der Rechner braucht Ewigkeiten zum hochfahren.
Die ersten paar Minuten sieht man ausschließlich das Intel-Symbol beim hochfahren.
Danach verlangt er ne Systemdiskette, oder wenn man eine drin hat, versucht er Windoof zu installieren, verweist dann aber darauf, dass er auf die Festplatten nicht zugreifen kann.
Bis dahin braucht er lockere 20 Minuten (es ist nen Intel mit 3,2 Ghz und 1 Gig Ram).
Während des gesamten Vorgangs des Hochfahrens gibt die Festplatte jede Menge unnatürlich laute Geräusche von sich, so klackern und sowas.
Ich hab dann auch mal die Gegenprobe gemacht, und der Rechner fuhr sich mit abgestöpselter Festplatte in unter 2 Minuten bis zur Windows-Installation hoch.
Nur leider hat er auf seinem Mainboard nur sATA-Steckplätze und seine Festplatte ist auch nur sATA. Ich hätte allerdings nur IDE und kann das deshalb nicht 100%ig nachrecherchieren.
Würdet ihr vermuten, dass es an der Festplatte liegt? ::)
Oder würdet ihr noch etwas anderes testen, und wenn ja wie?
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hm, klingt nach nem festplattenschaden ::) schau doch mal beim hersteller der platte nach diagnosetools... lässt sie sich formatieren!? was hat der junge denn gemacht BEVOR er damit zu dir gekommen ist? wahrscheinlich "nichts" ;D
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Für Diagnosetools müsste ich ja erstmal Windows zum laufen kriegen, oder nicht?
Und dann müsste Windows noch die Festplatte erkennen...
Soweit komm ich ja nichtmal, scheitere beim versuch Windows zu installieren...
Und ihm ist nach eigenen Aussagen ein Spiel gründlich abgeschmiert, und er hat den Rechner dann halt unsachgemäß (sprich durch ausschalten des Netzteilschalters) ausgemacht, weil er nicht reagiert hat. Danach fuhr er halt nicht mehr richtig hoch.
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Wie lange braucht er für den Bootstrap, wenn die Festplatte nicht angeschlossen ist?
Was sagt das Bios, wenn es hochstartet (das was von dem Intel-Symbol verdeckt wird)?
Es könnte nämlich auch das Motherboard sein.
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Mal ´ne ganz doofe frage: Hat das ding keine Garantie mehr?
Eine andere Möglichkeit wäre noch das Mainboard(ist eigentlich immer eine Möglichkeit). Aber wenns klackert dann wirds wohl tatsächlich an der Festplatte liegen.
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Wie lange braucht er für den Bootstrap, wenn die Festplatte nicht angeschlossen ist?
< 1 Minute, im Gegensatz zu > 10 mit Festplatte
Was sagt das Bios, wenn es hochstartet (das was von dem Intel-Symbol verdeckt wird)?
Das konnte ich nicht im Detail lesen, das ging auf jeden Fall über mehrere Seiten, und hat sich zu schnell aufgebaut.
Es könnte nämlich auch das Motherboard sein.
Dachte ich auch schon dran, aber gibt es Festplatten die beim Betrieb ständig lautes Klackern (in der Lautstärke vergleichbar mit einem Lüfter beim hochfahren) produzieren?
Und wenn nein, kann sowas durch einen Fehler im Motherboard ausgelöst werden?
Mal ´ne ganz doofe frage: Hat das ding keine Garantie mehr?
Das genaue Kaufdatum wollte er nochmal nachschlagen, nachdem ich ihm die Frage auch schon gestellt hatte.
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Und wenn nein, kann sowas durch einen Fehler im Motherboard ausgelöst werden?
Ja, kann es. Festplatten können sehr seltsame Dinge, wenn der Controller sie entsprechend ansteuert.
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Eventuell ist ja auch die Festplatte aufgrund eines Controllerfehlers kaputt gegangen...?
Geht sowas? Dann wäre es ja fatal ne neue zu kaufen und die reinzuschrauben...
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wenn er die kiste am netzschalter abgeschaltet hat, geh ich mit hoher wahrscheinlichkeit von einem hd-schaden aus. hat der rechner eine ide-schnittstelle? müsste eigentlich ::) dann könnt es sich lohnen eine ide-platte ranzuhängen, auf der man xp (oder win2k) nochmal draufschmeist, damit man das diag-tool laufen lassen kann. es gibt aber auch tools die von diskette laufen, benötigt man mW meist aber bootdisks dafür. infos dazu gibts eben beim hersteller.
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Wollte auch schon sagen, es mal mit ner IDE zu versuchen. DU sagst zwar, das Board habe keine, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Alleine die CD/DVD-Laufwerke brauchen noch ne IDE, da 99% der optischen Laufwerke nur damit laufen.
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Manche Boards suchen die Festplatten jeweils ewig, wenn die IDE Stecker verkehrherum gestöpselt wurden oder wenn die Master-Slave-Jumper nicht richtig sind.
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Also so langsam zweifel ich an der Festplatten-Theorie.
Ich hab jetzt ne alte Seagate mit 13 Gigs reingeschraubt.
Zusammen mit dem DVD-Rom (brauch ich zum Windows installieren) an die einzige IDE Schnittstelle.
Aber er bricht die Windows Installation regelmäßig vor den ersten Auswahlen mit einem Bluescreen ab. (braucht bis dahin aber nur wenige Sekunden)
Da steht dann, dass er den Computer herunterfährt, weil er nen Fehler entdeckt hat, damit der nicht schrott geht u.s.w.
Bei der alten Festplatte zeigte er den Bluescreen zwar erst nachdem man bei der Windows-Installation das Laufwerk partitionieren wollte, aber das ist ja kein so großer Unterschied.
Da er den Fehler in beiden Fällen zeigt, würde ich mal davon ausgehen, dass da etwas mehr im argen liegt, oder?
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Klingt für mich nach nem defekten Motherboard.
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Hab da gerade nochmal angerufen, und da scheint noch Garantie drauf zu sein.
Hab denen erstmal empfohlen den einzuschicken, mit "Bordmitteln" komm ich da glaube ich nicht mehr so weit, bei der Fehleranalyse.
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Gute Entscheidung. Das ist halt das elend mit Rechnern. Kann der nicht was wartungsarmeres spielen, wie Rollenspiele? ;)
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Aufschrauben, putzen, Lesekopf reinigen, zuschrauben und wieder einbauen ~;P ~;P ~;P :gaga: :gaga: :gaga:
Im Ernst: kann es sein, daß das Netzteil kein allzu gutes ist? Ich würde vermuten da ist ne Spannungsspitze durchgekommen und hat Schäden verursacht.
Das beste wäre natürlich, wenn du die Hardware Stück für Stück gegen sicher funktionierende austauschen könntest um so festzustellen woran es liegt. Ansonsten bleibt wohl nur der Gang zum Händler eures Vertrauens :-\
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Das beste wäre natürlich, wenn du die Hardware Stück für Stück gegen sicher funktionierende austauschen könntest um so festzustellen woran es liegt.
Problem 1 damit ist, dass es eine sau Arbeit ist.
Um wirklich alle Alternativen einmal durchgeschraubt zu haben sitzen man da viele viele Stunden.
Da hab ich einfach keinen Bock drauf.
Problem 2 ist, dass ich einfach Angst hätte da meine heile Festplatte reinzuschrauben, damit mir der Controller die zerschießt, falls der kaputt ist.
Problem 3 ist, dass ich irgendwas kaputt machen könnte, und dadurch die Garantie erlischt.
Also lass ich das einfach mal hübsch bleiben. ;D
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Achja, die (vorläufige Auflösung):
Hab da doch noch ne andere Festplatte reingeschraubt.
Die lief auch nicht.
Dann hab ich die Info so weitergegeben, an die Eltern des Jungen.
Die sind zu nem anderen "Experten" gelaufen, der hat denen dann erzählt, dass die Festplatte kaputt ist, und sie da auf Garantie nichts machen können. Für 80 Euro die Festplatte getauscht... lief immer noch nicht.
Jetzt hat der "Experte" denen nen Angebot gemacht ihm nen neues Mainboard rein zu schrauben, aber da er zu dämlich ist ein bauähnliches aufzutreiben, müssen gleich noch Speicher, Grafikkarte, Netzteil, Lüfter u.s.w. ausgetauscht werden.
Kostenvoranschlag 240 weitere Euro.
Wir sind jetzt erstmal so verblieben, dass das alles ein Garantiefall gewesen wäre.
Oder gibts keine Garantie auf Festplatten ???
Und das sie erstmal auf dem Weg versuchen ein neues Mainboard zu erhalten.
Danach versuch ich mein altes Asus Board reinzuschrauben, welches technisch mit allem kompatibel sein müsste (inkl. dem P4 3.200), außer ganz vielleicht mit der sATA2 Grafikkarte.
Und wenn alle Stricke reißen, müssen die wohl in den sauren Apfel beißen...
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Auf Garantie sollte das möglich sein, wenn es denn noch Garantie gibt. Man darf das nur nicht mit Gewährleistung verwechseln. Die gesetzlich verankerte Gewährleistung von zwei Jahren besagt, dass das Gerät innerhalb dieser zwei Jahre frei von Mängeln ist, die schon beim Kauf vorhanden waren. Packst du so ein Gerät erst nach eineinhalb Jahren aus und stellst dann fest, dass es kaputt ist, greift die Gewährleistung; hast du es schon die ganze Zeit in Benutzung und es geht dann kaputt, greift sie nicht, weil es kein Anfangsmangel ist.
Innerhalb der ersten sechs Monate geht man davon aus, dass die Gewährleistung greift, danach muss der Kunde beweisen, dass der Fehler schon entsprechend beim Kauf vorhanden oder angelegt war.
Näheres dazu:
http://www.eastcomp.de/gewaehr.htm
Ich habe letztens einer Kollegin geholfen, sich einen Rechner übers Internet zu bestellen; da scheint es so zu sein, dass der Händler zwar die zwei Jahre Gewährleistung einräumt (was soll er sonst auch machen), aber keinerlei eigene Garantie. Für die Garantie sind die Hersteller der Komponenten verantwortlich. Natürlich muss man da erst mal herausfinden, welche Komponente überhaupt schuld an dem Problem ist.
Robin