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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Gast am 14.12.2002 | 20:57
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Hallo Leute...
Aus einem mir leider unverständlichen Drang nach Selbstverwirklichung habe ich Lust gekriegt eine hoffentlich anregende Diskussion zu starten. Dabei soll es auch einbißchen(mehr) tiefsinnig zugehen.
Um was geht es denn genau?
Ja, es geht um die Zukunft des Rollenspiels. Nein, ich will jetzt keine Diskussion darüber führen, ob DSA nun ein besseres Probensystem einführen wird oder ob Rolemaster ein absolut würfelloses System werden soll. Nein, es soll um die Grundsätzliche Zukunft des Rollenspiels gehen.
Welche Wege sollen das Spiel und die Spieler gehen?
Hat das RPG in der häutigen Form noch eine Zukunft, oder brauchen wir eine Systemreform- oder gar eine Revolution?
Wenn ja, in welche Richtung? Mehr Einsteigerfreundlichkeit oder mehr Komplexität oder was ganz anderes?
Ist es in unserer Zeit noch auf die Dauer möglich einen Zufluss von jungen Spielern zu garantieren, müssen wir uns darauf einstellen das Rollenspiel zu einem Nischenhobby wird oder wird es in Zukunft weitaus mehr Spieler geben, als wir es uns heute vorstellen können?
Ist es überhaupt ratsam, dass es noch mehr Spieler geben soll. Wird daruter die Qualität unseres Hobbys leiden oder wird diese proportional mit den Mitgliedern steigen?
Und jetzt will ich hören, was denkt ihr?
Was sind eure Pläne?
Nun, ich würde mich freuen mit euch zu Diskutieren...
Euer
Mischa :)
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Glasklar:
Es werden mehr Spieler!
Und wenn es nur durch die D20 OGL dazu kommt, dass es mehr rollenspiel material geben wird...
Und Einsteigerfruendlicher?
Nun... wer sich die Grundregelwerke holt, wird doch zur genüge eingeführt oder?
Es wird garantiert nicht unter Spielern Mangeln!
Eher an verständniss unter den Systemen... denke ich ::)
;)
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Die Zukunft des Rollenspiels...?
Es kommt schon längst nicht mehr auf stimmungsvolle Texte und gute Regelwerke drauf an...
Mittlerweile gehört auch ein entsprechend phantastisches Layout dazu.
Die Zukunft des Rollenspiels wird meiner Meinung nach mit sicherheit stärker (nicht nur!) von der Optik der Produkte beeinflusst werden.
Ansonsten? Vom Inhalt her? Da wird sich denke ich nicht viel ändern. Es wird immer Nachwuchs geben, für den es etwas völlig Neues ist einen Orks zu erschlagen. Daher stirbt dieser klassische Teil nie aus.
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Ich denke, dass sich im Grunde nicht viel ändern wird, vielleicht werden die Regelwerke etwas bunter, stylischer heisst es denke ich Neudeutsch, aber der alte Kampf wird bleiben. Neueinsteiger wird es immer geben und hoffentlich auch weiterhin geben.
Rollenspiel wird niemals sterben, Kreativität wird es immer geben.
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Ich sehe einen Knackpunkt: d20
diese Monopolisierung der Szene durch d20 könte sich sowohl als Segen als auch als Fluch darstellen. Es hängt davon ab, wie die Produktpolitik aussieht.
Im allgemeinen sehe ich eine abwanderung vom Mainstream zu immer mehr Nieschensystemen. Längst ist es "out" nur D+D oder DSA zu spielen. Besonders von der klassischen Fantasy wird in den Steampunk, Cyperpunk oder Post-Apocalyptischen Bereich abgewandert.
Ich für meinen Teil hoffe ja auf einen Aufstieg der Space-Opera als Genre.. aber da stehe ich zZ noch recht allein da.
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was muss ich mir denn unter Space-Opera vorstellen? Science-Fiction im Indiana Jones Feeling?
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Space Opera ist schlicht und ergreifend Sci-Fi mit Raumschiffen. Star Trek, Farscape, Andromeda, wasauchimmer.
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Naja das mit der Abwnderung in andere Genres ist so ne Sache. Es gibt zwar immer wieder neue Systeme mit erstklassiger Aufmachung und interessanter Idee. Das sagt aber noch nichts über deren Verbreitung aus.
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Ich bin aber trotzdessen der Meinung, dass "Mainstream"-systeme auch weiterhin Mainstreamsysteme bleiben werden. Das lässt sich nicht verhindern, sondern ist eigentlich Konsequenz aus dem bevorstehenden Zuwachs der Rollenspielergemeinde. Nischensysteme werden prozentual genauso dastehen wie jetzt. Oder lesen etwa 14 Millionen Menschen wöchentlich die Zeit ? ;)
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Ein interessantes Thema. Wenn Du mich vor 10 Jahren gefragt hättest, hätte ich vom Rollenspiel als dem Spiel der Zukunft geschwärmt, was bald jeder spielen wird, das die Massen begeistert, die Kreativität, das Einfühlungsvermögen und nicht zuletzt die Ausdrucksfähigkeit der nächsten Generation steigert... und jetzt? Fast alle Rollenspiel-Läden, in denen ich früher eingekauft habe, haben dicht gemacht. Wenn ich mich mit 18jährigen unterhalte, sind viel mehr dabei, die Rollenspiele nicht kennen, als früher. Ich fürchte, wir befinden uns eher auf dem Rückzug. PC- und Konsolenspiele sind einfach zu gut geworden, und viele wollen vielleicht nicht mehr ihre eigene Phantasie anstrengen, wenn sie sich auch die supergeile Grafik von Final Fantasy XXXIV mitsamt Dolby-Surround-Sound auf ihrem Loewe-Großbildfernseher reinziehen können, Multiple-Player-Mode, versteht sich...
Bei den einzelnen RS-Systemen hat man äußerlich immer aufwendiger produzierte und inhaltlich immer komplexere Produkte, die zudem immer teurer werden. Diese Produkte richten sich denke ich tendenziell eher an die "alten Hasen" als an Neueinsteiger (okay, zu d20 kann ich nichts sagen, das kenne ich nicht). Selbst die neue DSA-Basis-Box ist nicht sehr einsteigerfreundlich, die Erklärungen am Anfang sind lieblos und knapp gehalten, es gibt kein richtiges Kapitel für Spielleiter, sondern nur ein paar kleine Anmerkungen am Ende und viel zu wenig Passagen, die Stimmung erzeugen und Aventurien schmackhaft machen. Der Bezug zur Spielwelt ist eher dünn, die Regeln stehen völlig im Vordergrund, was Einsteiger eher abschrecken dürfte.
Kurzum: die Verlage setzen nicht unbedingt auf den Nachwuchs, und ich tue es auch nicht. Es werden sicher immer noch einige nachkommen, und da wir alten Veteranen ja nicht aufhören, mag es sein, dass die Gesamtzahl der Rollenspieler zunimmt. Aber die Anzahl der gekauften Produkte wird eher abnehmen, und so wie in meiner Schulzeit, als jeder vierte schon mal Rollenspiel gemacht hatte, wird es wohl nie mehr werden.
@ Space Opera: Entscheidendes Merkmal der Space Opera ist nicht, dass es Raumschiffe gibt, sondern dass Action, Dramatik und gegebenenfalls Witz im Vordergrund stehen - Space Opera ist bunt, laut und explosiv, sie ist episch, sie ist voller Helden, Bösewichter und Happy Ends. Im Gegensatz zu Hard SF, bei der die technischen Aspekte im Vordergrund stehen, oder zu Dark-Future-Settings, die eher bedrohlich und brutal sind. Die erste Space Opera war Star Wars Episode IV.
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ja ja früher war alles besser :-)
Im ernst glaube ich, das RPG ein Hobby ist wie jedes anderere und daher auf lange sichtweitgehend die selbe Menge an Hobbiisten haben wird
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Ich muss Lord Verminaard recht geben. In der Zeit in der ich angefangen hab zu spielen, war es noch einfacher jemanden für P&P zu besgeistern, egal welches System das war. Heute, in dem es recht erschwinglich ist über Internet miteinander zu Zocken, stehen die Jüngeren eher auf Onlinerollenspiele in denen auch Grafisch was geboten ist und es ordentlich rumst wenn ein Feuerball losgeht. Ich spiele jetzt seit 6 Tagen aktiv Everquest und bin adurch zu dieser meinung gekommen. Viele die ich im Spiel anrede um mit ihnen "Rollenspiel" zu machen, können garnix damit anfangen. Für sie ist nur wichtig rumzurennen, Monster zu verdreschen um schnellstmöglich zu leveln. Wenn man so einen anredetwie Z.Bsp:" Seid gegrüßt, edler Ritter, was führt Euch in diese gegend ?", bekommt man solche Antworten: "Ma kukn was hier so für Monster rumrennen und was die dropen" oder "Wie sprichst du denn so geschwollen ?". Das ist echt arm. :P
Wenn man dan doch ein Gespräch mit ihnen zustande bringt ist es lediglich ein Out of charakter gespräch. Spricht man sie dann auf P6P games an kommt zu 95% diese Antwort:" Was´n Das ?". Sagt eigentlich alles, oder ?
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber die muss man erst mal finden. Die haben dann aber auch etwas Ahnung von P&P Games und machen auch Rollenspiel.
Aber sie sind dünn gesäät.
Daher denk ich das es um die Rollenspiele, trotz dieser D20 Flut, sei sie noch so gut aufgemacht und präsentiert, nicht besser stehen wird als bei anderen Insider Hobbies. Eigentlich schade, ich würde mich gerne irren aber ich da kein gutes Gefühl bei.
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Die Kiddies (und Erwachsenen), die lieber PC Rollenspiele und Hau-Alles-tot Spielchen bevorzugen, gibt es doch nicht seit kurzem. Die gab es vor 10 Jahren auch schon.
Damals hiess es eben Amiga oder PlayStation und nicht PC und es war nicht online, sondern seriell vernetzt.
Und es gab die gleichen Munchkins im Rollenspiel wie heute, und auch die gleiche Ablehnung bei den meisten, weil sich eben keiner was vorstellen will.
Daran hat sich nicht viel verändert.
Und genauso gab es damals die, die sich für sowas begeistern lassen, die eben lieber lesen, als ins Kino zu gehen, die sich Mühe geben.
Geh einfach in den HdR2 und schau Dir die Leute an. 85% normalos, die nicht rekrutierbar sind. 10 % potentielle Munchkins, 5% mögliche Rollenspieler.
Das war auch schon so, als Willow ins Kino kam.
Es hat sich nicht so viel geändert. Nur man selbst wird älter und geht deswegen nicht mehr einfach auf Leute zu. Und die gleichaltrigen stehen meistens in Beruf und Familie und sind eben "(v)erwachsen" und haben keine Zeit für solch kindisches Treiben wie Rollenspiel.
D20 ist eigentlich ein gutes Medium, um den Online-Gamern zu zeigen, dass man noch mehr tun kann, als einfach nur am PC zu slayen. Vielleicht kommen dadurch einige von NWN nach D&D und davon kommen vielleicht einige von D&D H&S auf den Geschmack, anderes Rollenspiel zu machen. (Soll nicht heissen, dass man mit D&D nur H&S machen kann!!!) Das war früher auch nicht anders. Wenn ich mich an meine früheste DSA Zeit erinnere, schauderts mich! Und wenn ich mich an meine etwas spätere DSA Zeit erinnere und die Gruppen die noch neben uns gespielt haben betrachte, schaudert es mich noch mehr. Einige haben davon den Absprung vom Hack&Slay gemacht, andere haben aufgehört, andere moschen munter weiter und haben Spass dabei. Na und?
Es ändert sich nicht viel. Nur der eigene Blickwinkel.
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Na, ich denke nicht, daß Rsp als Hobby völlig untergehen wird... (nicht, solange ich noch einen Würfel halten kann!!! >:()
Und es kommen immer wieder neue Systeme raus - gut, das sind meistens Spartensysteme, die vielleicht nur ein paar Leute wirklich spielen, aber es zeigt doch, daß das Hobby noch lebt und zappelt.
Allerdings kenn ich nicht sonderlich viele Leute, die nicht schon laaange spielen... Neueinsteiger kenn ich gar keine. Da ich lange im Rollenspielerladen gearbeitet habe, ist mein Bekanntenkreis aber auch sehr auf Rollenspieler beschränkt...
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"Still alive and kickin´!" ;D
Hey, es liegt nicht in den Händen der Industrie, Anfänger zu "rekrutieren"! Es liegt an uns, den Spielern und Meistern.
Ich hab´s selber nicht glauben wollen, als ich meine derzeitige Runde zusammengestellt hab. ZUerst nur meine Freundin und eine weitere Freundin, dann ein Spieler, den ich einfach über den Koop angemailt hab.
Plötzlich war der Bruder meiner Freundin und der Freund der zweiten Spielerin dabei.
Man muß einfach den Stein ins Wasser werfen, und es bilden sich Wellen.
Die meisten hier scheinen einen recht ausgedehnten Bekanntenkreis zu haben. Warum hier nicht einhaken? Wer meint "Ach, der/die interessiert sich dafür sicher nicht.", hat schon verloren.
Dazu gehört aber auch, daß man sein Hobby "verkaufen" kann. Wer nur von "Drachen erschlagen" und "Prinzessinnen retten" erzählt, wird wohl auf wenig Resonanz stoßen. Aber bringt aktuelle Vergleiche ("Kino im Kopf"), und die Leute werden neugierig. Und solange die Neugier da ist, werden immer wieder welche den Weg zum RPG finden.
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Das wohl!
um mal einen Thorwaler Ausspruch zu zitieren...
und das mir als nicht DSAler! tsts...
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Ich werde (ausnahmweise mal als Spieler) am Sonntag auch einen absoluten Frischling kennen lernen. Ich bin schon gespannt, wie meine Freundin das Meistern in einer größeren Gruppe schaffen wird. So wie ich sie kenne, wird das Abenteuer mal wieder sehr ausgefallen und klever durchdacht sein.
Ich wette "die Neue" wird dumm aus der Wäsche gucken, wenn ein 190cm großer Mann eine grade mal 17cm große Fee spielt! ;D
Im Grossen und Ganzen sehe aber auch ich das Problem, dass die Digitalen Spiele vor allem die bisher klassischen Neueinsteiger wegkaschen: Junge Männer. Gerade aber in der weiblichen Ecke sind dafür umso mehr begeisterungsfähige Neulinge zu finden. Denn sie finden genau das, was sie suchen: Gesellschaft, Kommunikation und Vorstellungsvermögen. Ich schätze nur, dass wir "alten Hasen" falsch für uns werben. Warum nicht mal so:
Suchen: Begeisterungsfähige Damen (und Herren), die gute Gesellschaft zu schätzen wissen und gerne bei hochkommunikativen Spielen ihre Ideen und Kreativität einbringen wollen.
Bieten: Nette, zuvorkommende und intelligente Spielerrunde, die Ihre Zeit nicht hinter einem Monitor oder Fernseher verbringen will.
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Ich denke auch, dass der Zulauf zum RSP bei jungen Leuten abgenommen hat. Der durchschnittliche Teenager hat heute weniger Kreativität und Vorstellungskraft als früher. Dazu muss man nur mal die Lehrer fragen oder sich PISA angucken. In meinen Augen haben da Fernsehen, gestresste Eltern und auch Computerspiele alle was mit zu tun.
Aber zurück zum RSP: Durch die zunehmende Trennung von Welt und System wird es einfacher Nischenprodukte anzubieten. Das ist keine schlechte Sache.
Zum Einen werden die kommerziellen Produkte teuerer (und passen sich damit der Kaufkraft der inzwischen älteren Zielgruppe an) auf der anderen Seite kommen aber zunehmend freie Rollenspiele von begeisterten Spielern wie uns raus. Diese provitieren vom Internet, in dem sich leicht Gleichgesinnte finden lassen und auch das eigene RSP verbreitet werden kann. Ich denke auch dies wird den Markt bereichern.
Insgesamt also positive Aussichten, obwohl der Nachwuchs kleiner wird.
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Also ich muss sagen obwohl auch ich ein ziemlicher Computerspieler bin muss ich sagen, ich glaube nicht, dass sich soviel ändert am Nachwuchs.
Es gibt immer Höhen und Tiefen und mit den Systemen und Space Opera weiß ich nicht recht. Ich denke aber nicht, dass es sich durchsetzten wird.
Soweit meine Meinung.
the7sins
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Ach ja und noch etwas:
@ Xiang: Ich zähle mich zwar nicht vollkommen zur Masse der heutigen, "durchschnittlichen" Teenager, trotzdem aber erst 15 und deshalb kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen: Nein!
Ich spiele selbst ziemlich viel PC und bin trotzdem begeisterter RPG´ler und auch meine Fantasie (nicht nur meine Meinung) ist sehr gut.
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Computerspiele können durchaus einen Anteil haben. Sie werden immer simpler und bunter. Adventures, Simulationen und Strategiespiele sind doch ziemlich aus der Mode. Man muss nichts leisten um mit PC-Games seinen Spass zu haben, nichts verstehen. Das ist meiner Meinung nach das große Problem. Warum sich in etwas einarbeiten, was einem eh schon sehr abstrakt erscheint, wenn man es auf einen Klick bunt haben kann?
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@7sins:
xiang meinte ja auch nicht anwesende; wärst du nicht interessiert, wärst du auch nicht hier! insofern liegst du schon mit deiner selbsteinschätzung richtig.
wobei ich sagen muß, daß ich die "typischen" counterstrikler (um mal auf ein konkretes spiel zu kommen) gar nicht unter der rpg-gemeinde wissen will. ich hab da befürchtungen richtung power-gaming...
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ICh denke, das ein großes Problem einfach beid en Verlagen lieggt, die es nicht schaffen auf sich aufmerksam zu mahcen, wenn ich beispw. in München mit der U-Bahn zum Stachus fahre, sah ich bis vor kurzem in der U-Bahn Station mindestens 5 rießige EmpireEarth Plakate, aber ich habe noch nie ein rießiges Shadowrun oder DSA- Plakat in einer U-Bahnstation gesehen. Meiner meinung nach wird von seiten der Verlage zu wenig versucht neue Spieler zu interessieren.
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@eyeless: ich nehme an, daß es eine Frage der Kosten ist. Richtig lohnen tun sich Rollenspiele finanziell nicht allzu oft - zu kleiner Kundenkreis für eine hohe Auflage, und niedrige Auflagen sind halt im Vergleich teurer... Grade Shadowrun oder DSA machen ja (visuell) sehr schöne Regelwerke - und das kostet halt auch Geld.
Aber es ist schon richtig, daß die hohen Preise der Regelwerke viele Leute abschrecken - ich kauf mir auch kein Buch für 40.- E, nur um mal drin rumzuschmökern...
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Schade das RPG's wohl immer ein nischen Produkt bleiben werden, die ab und zu für Aufmerksamkeit sorgen (wie JOJO's erst in dann wieder out), aber dann wieder zurück in den "kleinen" Kreis der Rollenspielgemeinde zurückkehren. Stellt euch vor Rollenspiel wäre richtig fett im Geschäft. Dann könnte man als Spieleiter sogar Geld verdienen (träum::)).
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Meine Meinung würde auch in Richtung 'PC statt Pen and Paper' gehen, wenn nicht ... ja wenn nicht unsere Kantonale Convention, die http://www.dicenight.ch/ (http://www.dicenight.ch/) DiceNight wäre. Dort haben wir gerade bei jüngeren Spielern (unter 20) einen enormen Zulauf. Diese spielen meist D&D, aber auch Jäger und DSA.
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Natürlich ist Werbung teuer, aber ein paar Plakate oder kleinere Anzeigen in Jugendzeitschriften werden doch vielleicht nicht gleich zum Bankrott führen? Ich bin absolut der selben Meinung wie Eyeless.
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Werbung scheint in RPG-Verlagen ohnehin ein Stiefkind zu sein - zumindest hierzulande.
Ein ganzseitiges Inserat in einer RPG-Zeitschrift bringt NICHTS. Der Leserkreis weiß schon, was RPG ist, und kennt meist auch die gängigen Systeme.
Plakate z.B. kosten im Vergleich recht wenig, nur die Kosten für das Anbringen schlagen da wirklich zu Buche. Und das wäre alles steuerlich absetzbar. ;)
Immerhin scheinen die guten Marketingleiter der Verlage nicht einmal in der Lage zu sein, Folder und Flyer in Spielwarenläden zu positionieren. Gerade diese Schiene wird sträflich vernachlässigt.
Wohin geht man denn, wenn man z.B. ein Gesellschaftsspiel kauft? Meist in den Spielwarenladen.
Und so werden wirkliche Chancen einfach vergeben, und den Konsolen und PC-Games überlassen. Traurig eigentlich.
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Wenn es darum geht, Rollenspiele für ein größeres Publikum zu öffnen, dann sind Autarkis und Althalus auf dem richtigen Weg. Es ist zu schade, dass der Rollenspielmarkt und die Fangemeinde so inzestuös ist - man wildert bei den vorhandenen Spielern, aber es wird zu wenig versucht, "Normalsterbliche" für das Spiel zu begeistern.
Die größte Hürde für Neueinsteiger ist m.E. noch das Fantasy-Genre, das als Default für Rollenspiel fungiert. Vielleicht ist das ja jetzt mit dem Herrn der Ringe besser geworden, aber da bin ich noch nicht überzeugt.
Die meisten Leute haben nun mal nicht so viel mit Fantasy zu tun, interessieren sich aber dennoch für Geschichten, interessante Figuren und moralische Dilemmas (warum hat wohl Vampire in den letzten Jahren einen so starken Zulauf gehabt?).
Es gibt so viel schöne Rollenspiele, die (mit einem guten Spielleiter) perfekt sind, neue Leute für das Hobby zu begeistern. Weil sie einfach sind, weil sie den Spielern Freiheiten lassen, weil man keine Drachen erschlagen muss und so leichter von seinem Hobby reden kann (denn es erzeugt mehr Resonanz, wenn man erzählt, wie man sich gegen die Mafia gewehrt hat als den örtliche Dunkelelfenkult).
Ich habe es geschafft, Nicht-Rollenspieler mit Over the Edge, Unknown Armies und Everway zu infizieren. Und darauf bin ich stolz. Mit D&D hätten diese Spieler nie etwas am Hut gehabt..
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Mit dem Buffy-RPG hat man sich in eine m.E. sehr fruchtbare Richtung bewegt, gerade unter dem von Jestocost angesprochenen Aspekt, den ich nur unterstreichen kann. Das Rollenspiel zum Film, das Rollenspiel zur Serie, und zwar nicht zu einem Film wie Alien oder Starship Troopers, sondern eben zu Buffy, Charmed, Roswell, Dark Angel, CSI etc., Serien, die eine große Zuschauerschaft auch außerhalb des "Genreklientels" haben, die das Interesse junger und vor allem auch weiblicher Spieler(innen) wecken. Das ganze ein bisschen promoten (ein kurzer Hinweis auf eine Homepage würde ja schon reichen) - und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass eingefleischte Fans der Serie es mal ausprobieren.
Hatten wir nicht neulich hier im Forum ein klassisches Beispiel dafür? "Buffy-Luv" oder so ähnlich? In dieser Richtung besteht auf jeden Fall Potential, aber man muss das halt ordentlich promoten.
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Dann sollten diese Rollenspiel aber auf jeden Fall in deutscher Sprache sein. Sonst wirst Du glaube ich keine größere Marktdurchdringung schaffen. Ich fände ein Rollenspiel mit Namen "CSI" oder "SoKo 5113" als Kaufrollenspiel ziemlich cool! :D
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Bei solch spezialisierten Systemen bleibe ich immer skeptisch.
Meist gibt es doch zu wenig Fans, die auch gleichzeitig Rollenspiel machen (würden), um soetwas erfolgreich zu machen.
Es haben ja schon die meisten Genre-Systeme (SciFi, Horror) schwer und tapsen im Nischen-Dasein rum.
Wenn man sowas macht, warum dann kein offenes "Serien-System" ("Seaseons"?)?
Oder, wenn man beispielsweise Soko Fan ist, warum sich dann kein Genre-Verwandtes System nehmen und das dann etwas aufs Setting anpassen...? Besser ist das, denn auf das Soko RPG können wir (glaube ich) lang warten. Da wagt sich nicht mal Truant ran... ;)
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@Boba Fett: Damit ein solches Rollenspiel auch ausserhalb der Rollenspielgemeinschaft überhaupt beachtet wird, muss ein aus Film und Fernsehen bekanntes Logo drauf, wie z.B. SoKo oder CSI (oder wenn es sein muss auch ER. ;) ). Das dann das dahinterliegende System auch für andere Serien genutzt werden kann, ist doch wohl klar. Denn mal ehrlich: Wieviel Unterschied gäbe es denn systemtechnisch zwischen einem SoKo-Rollenspiel und einem CSI-Rollenspiel?!
Deshalb finde ich ja auch das Buffy-Rollenspiel ziemlich gut, weil es beinhaltet ein ziemlich flexibles System mit bekanntem Logo drauf. Es hat für mich nur den Haken, dass ich mir aus Buffy nicht viel mache.
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Ich denke Rollenspiel wird in wenigen Jahren nur noch
das Online-spiel sein. Etwa in der Art von Baldur´s Gate, nur das jeder NPC von einem Menschen gesteuert wird.
Der Marktüberschwemmung mit D20 führt wohl eher zu einer Übersättigung, weil man gut und schlecht nicht unterscheiden kann und in der Masse den Überblick verliert.
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Das haben die Leute vor ein paar Jahren auch schon gedacht...
Und was ist passiert, "normale" Rollenspiele erfreuen sich noch immer der Beliebtheit, "alte Bekannte" (wie z.B. Hero System) sind wieder aufgetaucht, neue Gesichter (z.B. Arcane Codex oder Engel) zeigen sich, ...
Also ich warte es erstmal ab.
(Und werde trotzdem keine Rollenspiele via Computer betreiben ;D )
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Ich glaube auch, dass sich Rollenspiel aus dem Nischendasein heraustrauen muss und andere, massenkompatiblere Genres erschließen müsste...
Aus diesem Grund braue ich was entsprechendes zusammen.. Ist zwar noch in der Testphase, aber...
Mmh, wenn sich mehrere Leute für das Thema interessieren, könnten wir ja unter Weltenbau ein Rollenspielprojekt für Nichtrollenspieler aufmachen...
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Ich glaube auch, dass sich Rollenspiel aus dem Nischendasein heraustrauen muss und andere, massenkompatiblere Genres erschließen müsste...
??? Welche Genre meinst du ?
Ich weiss kaum ein Genre zu dem es nicht mindestens ein Rollenspiel gibt...
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GZSZ? (ok. es gibt SOAP. Aber das kennen wirklich nur wenige)
Sandokhan? (und andere Abenteuerserien...)
Winnetou? (ok, es gibt Wildwestrollenspiele und Der Schuh des Mannitou will ich nicht als Rollenspiel)
Mord im Orientexpress? (aber das wäre perfekt als Inhouse-LARP)
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GZSZ? (ok. es gibt SOAP. Aber das kennen wirklich nur wenige)
Du hast SOAP ja schon genannt...
Aber ob Leute die Soaps SCHAUEN auch solche SPIELEN wollen ???
Sandokhan? (und andere Abenteuerserien...)
Das ist ja wohl das simpelste... So ziemlich jedes (halbwegs) heroische System (von DSA ueber 7te See bis D&D) laesst sich dafuer verwenden.
Winnetou? (ok, es gibt Wildwestrollenspiele und Der Schuh des Mannitou will ich nicht als Rollenspiel)
Auch da hast du schon deine Antwort selbst gegeben. Um mal ein paar Titel aufzuzaehlen: Boot Hill, Western Hero, Deadlands (wenn man das "Reckoning" weglaesst), A Fistful of Zombies (OK, man sollte die Zombies rauslassen) uvam.
Mord im Orientexpress? (aber das wäre perfekt als Inhouse-LARP)
Da gibt's eine Cthulhu-Box dazu...
Aber an Einzeltitel wuerde ich ein System nicht festmachen, da sich wohl wirklich nur FANS des Titels das System holen werden, also nicht "Planet der Affen" oder "Tarzan" das Rollenspiel sondern "Terra Primate" mit dem sowohl das eine als auch das andere machbar ist...
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@Jestocost: *Interesse bekund*
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Das Problem ist ja nicht, dass es die entsprechenden Rollenspiel nicht gäbe, sondern dass sie nicht die potentiellen Spieler erreichen, die sich dafür interessieren könnten.
Das ist ja das eigentliche Manko. Mir ist auch klar, dass ich jeden Blödsinn mit irgendeinem vorhandenen Rollenspiel machen kann, aber warum ist bis jetzt kaum jemand auf die Idee gekommen, Rollenspiel für Normalsterbliche zu machen, mit Themen und Settings, die auch Nichtrollenspieler eher interessieren. Muss ja wirklich nicht gleich Afghanisten - the RPG sein...
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@Jestocost: Dann mach doch mal einen Thread im Weltenbau auf! :)
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Wird gemacht...
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hm, ich seh es ja bei mir und meinem Bekanntenkreis.. noch vor einigen Jahren gab es locker 6-7 Leute, die begeistert vom p&p-rpg waren und auch gerne mal spielten .. .und jetzt ???
jetzt sind von diesen 7 Leuten gerade mal noch zwei übrig... und mussten demenstprechend "neue" Leute suchen, mit denen wir spielen können
sehr schade...
ps: /me isch pc-freak und spiele trotzdem p&p ;) Bin da aber glaub' eher ne Ausnahme :(
pps: science-fiction ist logischerweise auf dem Vormarsch, da man fantasy schon ziemlich ausgequetscht hat! fantasy unterliegt einfach gewissen "regeln", und die wurden einfach schon alle ausgelaugt! Dagegen hat man im sciencefictionbereich noch mehr ungenutzte Möglichkeiten ... (ich würd echt gern mal eins spielen, aber meine Bekannten wollen nur olles ad&d :( )
pps: jemand ausm Bereich Kirchheim/Teck da, der lust auf ne rpg-Runde hat? :D
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Du kannst ja auf dem naechsten Teck-Con mal Ausschau halten...
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@matfe: Innovationen gibts immer wieder und an den unvorhersehbarsten Stellen. Sci-Fi ist auch schon ziemlich ausgelutscht.
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Mmh, ich selber hätte sehr viel Lust, ein Transhuman Space / Blue Planet Crossover zu leiten... Da ist der SF-Fan in mir wieder hochgekommen..
PS: Wann ist eigentlich der nächster Teck-Con? Vielleicht sieht man sich da wieder (ist einer der Cons, an die ich mich gern erinnere..)
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1of3: SF mag für Hollywood ausgelutscht sein, doch gibt es bisher mMn keinen überzeugenden Space-Opera Titel als Rollenspiel.
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Wie bringt man Leute, die noch nie ein Rollenspiel gespielt haben (auch kein Computer-RPG), dazu dies mal auszuprobieren ?
Eine gute Voraussetzung ist, daß die Spieler sich alle für eine bestimmte Thematik interessieren: Mache also ein StarTrek-Szenario für Trekkies, ein Mittelerdeabenteuer für TolkienFans usw. (Babylon5, AkteX,...).
Damit kennt sich jeder einigermaßen gut in der Spielwelt aus und man kann sich auf das Neue (die Regeln / Spielmechanismen) konzentrieren - außerdem fördert es den Spielspaß für alle, wenn man die Spielwelt mag.
Kämpfe sollte man am besten zunächst visualisieren (Zinnfiguren/Counter auf Hex- bzw. Karoraster), um zu sehen, ob die Spieler gerne taktieren und um ihnen das Spiel greifbarer zu machen (für SiedlerVonCatan-Spieler und andere BRETT-Spielfans). Wenn man merkt, daß das "Spielbrett" hinderlich ist, entfernt man es wieder.
Neue Spieler spielen erfahrungsgemäß "zielorientiert" und nicht "charakterorientiert". Versuche also nicht, den Spielern Deinen eigenen Stil aufzuzwingen, sondern lasse sie ihren eigenen Stil selbst finden. Nimm nur Einfluß auf die Spielweise eines Spielers, wenn er durch sie den anderen den Spaß nimmt. Falls ein erfahrenen Rollenspieler mitspielt, rede vorher mit ihm/ihr, eher zurückhaltend zu spielen. Nichts ist störender, wenn ein "Experte" mit Fachbegriffen und Abkürzungen um sich wirft und stets den anderen sagt, was sie zu tun haben.
Ich habe festgestellt, daß mein Spaß am Rollenspiel (als Spieler UND SL) im wesentlichen von den Personen der Spielrunde abhängt (kaum vom System oder der Spielwelt). Versuche daher eine möglichst "homogene" Gruppe zusammenzustellen - aber erwarte nicht zuviel: es gab viele Leute die sich beim Rollenspiel anders verhalten haben, als man von ihnen gemäß ihres Verhaltens in der realen Welt erwartet hat.
Spiele außerdem im möglichst ruhige Umgebung und ohne Zeitdruck (also nicht auf CONs - obwohl man dort natürlich Interessenten rekrutieren kann) und versuche auf alle Spieler einzugehen - aus diesem Grund sollte die Gruppe (anfänglich) auch nicht zu groß sein. 3-5 Spieler hat sich bewährt, da man ja auch von seinen Mitspielern lernen kann.
Mit diesem Rezept konnte ich früher einige Neulinge für's Rollenspiel begeistern - auch wenn einige - meist aus Zeitgründen - heute nicht mehr spielen.
Da mir heute die Zeit fehlt, selbst mit meiner Stammrunde regelmäßig zu spielen, komme ich auch nicht mehr dazu, neue Runden zu leiten. Vielleicht ist ja der eine oder andere Tip für Euch dabei ?!
Achja, damals hatten wir in der Schule sogar eine "Rollenspiel AG" mit Genehmigung der Schulleitung eröffnen dürfen. Falls Euch sowas gelingt, habt Ihr nicht nur ein Forum sondern auch ausreichend große Räumlichkeiten zur Verfügung.
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1of3: SF mag für Hollywood ausgelutscht sein, doch gibt es bisher mMn keinen überzeugenden Space-Opera Titel als Rollenspiel.
Warum wohl ?
Weil sich's anscheinend nicht lohnt so was zu machen...
Fantasy geht immer, aber gerade bei SciFi gehen die Meinungen SEHR weit auseinander.
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Weil SF IMHO durch Hollywood geprägt ist. Entweder düster ala Cyberpunk, oder Space Opera ala Star Wars.
Wer das düstere net mag, für den fallen schon mal die Mehrheit der Systeme flach.
Und Space Opera im RPG gleicht meistens auch den Vorbildern der Filme.
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Postapokalyptisch ist auch Sci-Fi und ich erinnere gerne an die Schwemme, die uns in den letzten Jahren überrollte.
@Fanti: Warum sollte ich eine Rollenspiel-AG aufmachen? Spieler finde ich genug und wenn ich welche haben will, habe ich den Luxus mir welche auszusuchen. Zumal ein Schulgebäude einfach nicht stimmungsvoll ist.
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-Sandalenfilme sind auch noch nicht wirklich erschlossen.
-Zeit der Völkerwanderung
-Überhaupt werden Naturvölker und ihre mythologie fast überhaupt nicht beachtet
-Abenteuer bei Steppennomaden
-Charaktere als Tiere(Pflanzen, Einzeller, Küchenschaben)
-Chars als Knetgummifigur, Gummibären(Ich meine die von Disney), Disneyfilme überhaupt, wo wir wieder bei Musical wären ;D
-Improvisationstheater!
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Mir fehlt ein Rollenspielsystem, das von vornerein auf das Böse konzentriert ist... ein System, das sich perfekt eignet um eine grausame / böse / bruatale / grössenwahnsige / weltherrschaft anstrebende Gruppe zu führen ..
das fehlt mir wirklich !
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@matfe: Probier In Nomine Satanis. Da spielst Du einen Dämon mit allem drum und dran. Ohne irgendein unnötiges Gewissen oder eine hinderliche Moral.
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wenn du mir jetzt noch ne url oder so geben könntest ... dann wär ich dir auf ewig dankbar ;D
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In Nomine Satanis (http://www.truant.de/verlag.htm) (deutsch, Originalversion, Truant Verlag)
In Nomine (http://www.sjgames.com/in-nomine/) (englisch, amerikanischer Nachfolger, Steve Jackson Games)
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@Fanti: könntest du bitte mehr über diese "Rollenspiel AG" erzählen? Wer kam auf die Idee, wie gingt ihr vor und wie sah das Endprodukt aus?
@Kommerzsysteme: Finde ich nicht ganz unnötig, da i.d.R. extrem kompatibel und einsteigerfreundlich, ich denke dass z.b. Einsteiger mehr Freude an bücherlangen Tabellen haben als der eingefleischte Nerd. Ausserdem könnten diese, wie der Name "Kommerz" schon antönt, ein wenig Geld machen und dann die von Eyeless angetönte Werbung umsetzten, was sicherlich viel bringen würde.
@PC-Spiele: Sehe ich nur als indirekte Konkurrenz. Bei einem PC-Rollenspiel, das sich mein (kleiner) Bruder vor einiger Zeit zugetan hat waren die mega-sehr-über-schnell-quickstart-rules eines P&P Rollenspiels dabei, es war glaub D&D. Dass ich für ihn und einen Kollegen zwei lächerliche Sitzungen geleitet habe hat - so nehme ich an - seinen späteren Entscheid, eine eigene Gruppe aufzutun bzw. sich als Mitgründer einer zu betätigen, akzeleriert (jetzt sagt nicht, es sei falsch geschrieben :p :D). Ausserdem denke ich, dass jeder, der wirklich beides ausprobiert hat, merkt, dass die PC Spiele einfach unterlegen sind (:P) mein Beispiel:
Ich begann mit Pc-Spielen und war eine Zeit lang - ich gestehe - mehr als süchtig. Das hat dann etwa ein, zwei Jahre angehalten und ist dann so schnell verschwunden wie es kam. Das Datum ist übrigens recht genau das des Übertritts ins Gymnasium. Zur etwa gleichen Zeit wurde ich von einem Kollegen in dessen schon Jahre bestehende Gruppe eingeführt - wo ich mich bis heute wohl fühle. Übrigens ist es mir eine grosse Ehre, dass ich JUST EIN JAHR nachdem ich dort eingeführt wurde eine eigene Gruppe aufgetan habe und ein erstes Abenteuer geleitet habe, ich habe dazu einige Leute aus meiner Schulklasse rekrutiert, es sollen noch mehr werden.
Zum Zustand der Pen&Paper Rollenspiele im Allgemeinen: Ich glaube die werden nie untergehen sondern stetig weiterwachsen. Gerade an meiner SChule muss ich folgendes Phänomen beobachten: In der Klasse über mir gibt es jemanden, dessen Bruder ziemlich rollenspielt (?). Der hat dann mit der Zeit die ganze Klasse angesteckt. Und ich habe bestimmt schon mit so vielen verschiedenen Leuten aus dieser Klasse gespielt, dass ich sie nicht an einer Hand abzählen könnte. In meiner Klasse sieht es nicht schlecht aus. Zwei sind in einer anderen Gruppe, einer in einer noch anderen Gruppe, ich auch, und dann gibt es noch den Anfang einer Klassen-Gruppe, dort habe ich angefangen zu leiten, bisher eine Kampagne und erst mit zwei Leuten (zwei andere, die ich gefragt habe, haben für später zugesagt). Weiter Spiele mit denen sind gesichert, so soll z.b. am Ende der Sportferien einer der beiden eine kurze DSA Kampagne leiten.
Ich glaube nicht, dass es der "heutigen Jugend", zu der ich mich im Bezug auf Rollenspiele ganz klar zähle, an Potential bzw. Phantasie fehlt, dies wird nur - oft - von diesem Biest namens Fernseher zerstört, das ist übrigens das beste Mittel zur Verbreitung und Antreibung der unaufhaltsamen Volksverdummung. Bei Leuten, die wirklich Phantasie und Interessen an den Rollenspielen haben, muss man diese irgendwann "aktivieren", d.h. sie mal einführen. Und in meinem Umfeld passierte das wirklich schon mit 90% der potentiellen Spieler, es stiegen nur nicht alle ein, einige auch aus verständlichen Gründen (z.b. hats einer mit einer Gruppe von Deppen versucht ::) ).
@Frauen/Mädchen, die rollenspielen: Was ist das? Ich kenne einen ganzen Haufen Leute, die spielen, aber nur Jungen bzw. junge Männer! Das kann ich halbwegs rechtfertigen, denn 99% der Frauen/Mädchen die ich kenne sind dafür schlicht und einfach untauglich. Die hängen lieber kiffend und rauchend mit Leuten in viel zu grossen Hosen rum um es auf den Punkt zu bringen. Mit solchen Weibsbildern zu spielen hätte ich ehrlichgesagt auch alles andere als auch nur das kleinste Spürlein eines blassen Schimmers von Lust. Ein Mädchen, das ich glücklicherweise nicht zu dieser verkommenen Gruppe zähle, hat mal gefragt, ob sie reinschauen dürfe, leider hat sich daraus (noch) nichts weiter ergeben. Vielleicht wird's ja noch was, ich mögte es ihr gönnen! :D
@dicenight in Solothurn bzw. den, der es geschrieben hat (Name unglücklicherweise verpennt): Geil - gibt's so was auch in Bern, womöglich in der Stadt selbst? Das ist wirklich das erste Mal, dass ich von etwas auch nur entfernt Con-ähnlichem in der Schweiz höre, aber mein Interesse geweckt hat es nicht nur deshalb. Ich möchte gerne wissen, wie andere Leute rollenspielen, oder ob das überall so ist wie in unserer Gruppe. Da täte so eine Night schon sehr gut! Wenn es nicht in Solothurn (d.h. am A**** der Welt (:p :D)) wäre ginge ich da sogar mal hin - aber es ist eben zu weit. Gibts das auch für den Kanton Bern (wo es dann logischerweise in der Kantonshauptstadt ausgetragen würde :D)??
nochmal ganz an den Anfang: Fanti, es wäre wirklich toll, wenn du mir mehr über diese "Rollenspiel AG" sagen könntest. Ich bin davon überzeugt, dass an unserer Schule ein gigantisches Potential vorhanden ist, das aber durch fehlende Einführungen verprasst wird. Ausserdem würde man dann auch Leute kennenlernen, an denen man sonst täglich vorbeiläuft. Wäre doch schön :)
Gruss
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@ mafte: Immer wieder beliebt und gern genommen: Vampire - the Sabbat. Die sind nicht nur echt echt böse und brutal, sondern haben auch noch einen verdammt guten Grund dafür.
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@Frauen/Mädchen, die rollenspielen: (...) Die hängen lieber kiffend und rauchend mit Leuten in viel zu grossen Hosen rum um es auf den Punkt zu bringen. Weibsbildern zu spielen hätte ich ehrlichgesagt auch alles anMit solchen dere als auch nur das kleinste Spürlein eines blassen Schimmers von Lust.
Es scheint zwar ein lokales Phänomen zu sein, aber in meiner Heimatstadt sind die meisten Rollenspieler dem Konsum von Tetrahydrocanabinol durchaus zugetan. Und ja, man kann bekifft spielen, wenn mans nicht übertreibt.
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Man kann ja auch nach 2 Bier noch spielen...
Nebenbei...
Zur Zukunft des Rollenspiels:
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! 8)
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Ein Mädchen, das ich glücklicherweise nicht zu dieser verkommenen Gruppe zähle, hat mal gefragt, ob sie reinschauen dürfe, leider hat sich daraus (noch) nichts weiter ergeben. Vielleicht wird's ja noch was, ich mögte es ihr gönnen! :D
keine frau in eine bestehende rollenspielgruppe ohne mindestens zweite weibliche begleitung einführen!!!!
ich schwöre dir das geht nach hinten los. ich hatte drei versuche, frauen, die sich uns gerne angeschlossen hätten. und alle drei sind sehr schief gelaufen, weil eine frau, die alleine in einer männer runde sitzt ein extremer gegenpol darstellt.
handlung, ansichtsmässig und auch verständnismässig. das soll nicht böse gemeint sein - bezieht sich darauf das frauen anscheinend wirklich vieles total anders sehen als meine anderen mitspielER ...
und wenn sie alleine ist, wird sie sehr wenig am anfang einsteigen und damit ist der wichtigste moment verloren.
versuche möglichst immer zwei frauen zur gleichen zeit aufzutreiben. selbst wenn die eine danach nach zwei runden weg ist, die erst runde sollte eine frau nicht alleien sein ...
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Meine Schwester hat sich damals kann prächtig in meine Gruppe eingefügt (sonst nur komische Kerle). Sie sind weiterhin so gemein zu ihrem Master... :'( ;D
Zugegeben hat sie auch ein wenig Persöhnlichkeit..
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@tyoemiehet:
Die Rollenspiel AG diente vornehmlich den Zweck, Leuten die generelles Interesse hatten aber sich nichts spezielles darunter vorstellen konnten, einen Einblick in den Ablauf einer Spielsitzung zu geben - man kam vorbei, hat direkt mitgespielt oder erstmal zugeguckt und konnte stets wieder verschwinden, wenn man keine Lust oder keine Zeit mehr hatte, ohne gleich schief angeschaut zu werden.
Damit waren die Berührungsängste auf ein Minimum reduziert.
Erfahrenen Spieler bot sich weiterhin dabei die Möglichkeit, diverse Systeme auszuprobieren, da fast jede Woche das System und der SL gewechselt hat.
Es wurde also keine Kampagne gespielt, sodaß die AG keinesfalls einen Ersatz für eine "richtige" Spielrunde dargestellen konnte.
Mehr Details kann ich nicht geben - ist schon 15 Jahre her.....
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warum wird computerrpg (oder mmrpg) als konkurenz zum p&p gesehen? denn imho ist es das gar nicht. p&p und mmrpg eignen sich nur für unterschiedliche bedürfnisse
p&p pro
spieltiefe, handlungsfreiheit, (teilweise) regelfreiheit, partystimmung, soziales miteinander
p&p con
(relativ) schwer zu organisieren, regeln müssen teilweise gekannt werden, vorbereitungszeit (bei manchen meistern)
mmrpg pro
geht schnell zwischendurch und länger, coole graphik
mmrpg con
charakter unterscheiden sich oft nur durch items, dauernd newbies, regeln werden nicht erweitert, verbogen, manchmal onlinekosten/spielkosten
ich persönlich glaube an eine art "verschmelzung" von beidem.
ich glaube, dass wenn palms für jeden erschwinglich sind, regelwälzen überflüssig ist, da man die charaktere wie in "diablo" steigern kann (bsp), nie wieder in tabellen geschaut werden muss und für proben wizzards die umstände abfragen können, um die aufschläge zu errechnen, für die probe, die vom palm verdeckt geürfelt wird (und im idealfall vorher an den meisterpalm gesendet wird, um sie abzusegnen, und ihn nicht den regeln zu unterstellen)
(natürlich kann das alles genausogut auch so richtig sein wie der haushaltsroboter oder die frühmorgentlich ausgedruckte zeitung)