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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: Lord Verminaard am 18.06.2007 | 10:57
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Die letzten Bücher, die ich angefasst habe, haben mich alle nicht vom Hocker gerissen. Ich hab noch so unnützes Zeug wie Techno-Thriller oder ernsthafte Literatur hier rumstehen, aber viel mehr Bock hab ich auf richtig gute Fantasy. Ich könnte natürlich auch noch meine Lücken in Sachen Conan und Elric füllen, aber ich würde lieber was Längeres lesen. Folgende Reihen haben mir besonders gefallen:
Memory, Sorrow and Thorn (Drachenbeinthron-Saga) von Tad Wiliams
A Song of Ice and Fire von George R.R. Martin
Dragon Prince von Melanie Rawn
Dragonlance Chronicles von Margaret Weis und Tracy Hickman (die Nachfolger waren nicht mehr sooo gut, aber sie hatten auch ihre Momente)
Folgende Autoren haben mich nicht vom Hocker gerissen: Raymund Feist, R.A. Salvatore, Robin Hobb, Trudy Canavan.
Otherland von Tad Williams habe ich angefangen und hat mir auch nicht so zugesagt. Ich will was mit Schwertern.
Was würdet ihr empfehlen?
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"Das Spiel der Götter (http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Spiel_der_G%C3%B6tter)" von Steven Erikson (OT: The Malazan Books Of The Fallen).
Episch, High-Fantasy, trotzdem dreckig und gritty, völlig faszinierende Welt, plastische Charaktere (wenn auch zu Anfang schwer undurchschaubar), und imho das geilste, was es im Bereich Fantasy gibt. Da passiert so viel - dagegen sieht der bisherige Eis-Und-Feuer-Output von Martin aus wie eine Episode Lindenstraße.
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"Der stählerne Traum"(The Iron Dream) von Norman Spinrad falls Du ihn noch nicht gelesen hast.
Ist zwar Science Fiction, liesst sich aber wie ein Pulpfantasy-Roman. Im Prinzip schreibt hier Spinrad einen Roman, wie ihn Adolf Hitler geschrieben hätte (mit Namen "Der Herr des Hakenkreuzes").
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Du kannst auch mit "Shadowmarch" von Tad Williams anfangen. Das ist ja wieder mit Schwertern, und ich fands eigentlich auch recht angenehm - aber vielleicht solltest du mal in den Thread hier im Forum reinschaun, die Meinungen gehen mal wieder etwas auseinander ;)
Außerdem sind ja leider bisher nur die ersten 2 Bände erschienen.
(Ganz nett fanden wir (ich und mein Bruder) auch die Book of Words- und Sword of Shadows- Reihen von J. V. Jones (http://en.wikipedia.org/wiki/J._V._Jones), die nur lose zusammenhängen. Irgendwo im Forum wiederum glaube ich gelesen zu haben, dass jemand mit Sword of Shadows garnichts anfangen konnte.
Außerdem wird Book of Words immer schlechter, je weiter die Serie geht, bei Sword of Shadows fand ichs jetzt nicht so schlimm.
Vielleicht kannst du dir das jeweils erste Buch ja auch erstmal irgendwo leihen.)
Edit: Ich hab letzteres mal geklammert ;)
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Book of Swords- und Sword of Shadows- Reihen von J. V. Jones (http://en.wikipedia.org/wiki/J._V._Jones), die nur lose zusammenhängen. Irgendwo im Forum wiederum glaube ich gelesen zu haben, dass jemand mit Sword of Shadows garnichts anfangen konnte.
Das heißt laut dem von dir verlinkten Artikel aber "Book of Words" ;)
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Was wie, bei mir doch auch...was zitierst du denn da...*hust**räusper* ;)
Achja, oh mein Gott, ich habe den Taltos vergessen ;)
Der ist zwar nicht so ernsthaft, wie das was du vermutlich suchst, aber die Serie um Vlad Taltos von Steven Brust ist genial, finde zumindest ich ;)
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Kennst Du eigentlich schon die "Hüter der Flamme"-Serie? Da geht es um eine Rollenspielgruppe, die in der Welt des SL gefangen werden und sich da behaupten müssen. Die hatte mir damals in den 80-er ziemlich gut gefallen.
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Ich will was mit Schwertern.
Was würdet ihr empfehlen?
Das Buch der Schwerter von Fred Saberhagen ;)
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Das Spiel der Götter [...] Da passiert so viel - dagegen sieht der bisherige Eis-Und-Feuer-Output von Martin aus wie eine Episode Lindenstraße.
Ui! Davon werd ich mir direkt den ersten Band besorgen.
edit: Tauschticket hats nicht, ebay nur zum Vollpreis, aber meine Bibliothek hat ihn :).
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Ui! Davon werd ich mir direkt den ersten Band besorgen.
Tu das. Allerdings hat man zu Anfang fürchterlich oft ein "what the fuck..???"-Erlebnis - will sagen, die Teilstränge ergeben zu Anfang keinen Sinn. Aber das wird besser.
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Ui! Davon werd ich mir direkt den ersten Band besorgen.
Würde mich eigentlich auch reizen. Das Werk hat aber schon 11 Bände - ist da ein Ende abzusehen oder wird das so eine Nummer wie "Rad der Zeit"?
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Würde mich eigentlich auch reizen. Das Werk hat aber schon 11 Bände - ist da ein Ende abzusehen oder wird das so eine Nummer wie "Rad der Zeit"?
Läse man den oben verlinkten Wikipedia-Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Spiel_der_G%C3%B6tter), dann wüsste man das ;)
Sollen im Original 10 Bände werden, davon ist der siebte dieses Jahr rausgekommen.
Auf Deutsch sind es bislang 10 (der 10. deutsche Band ist die erste Hälfte des 6. englischen Bandes).
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Also wieder der Martin-Effekt... ::) Klingt aber ansonsten sehr gut! :d
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Erikson kann ich nur bestätigen!!!!!!
Unbedingt lesen!
Ich kann allerdings nicht verstehen wie man Drachenbeinthron und co gut finden kann, den vielfach besseren Feist allerdings nicht???!
Aber, bitte: Elric und Conan müssen sein! Dazu musst Du Dir noch, Fritz Leiber (das ganze Lankhmar-Zeuch), Roger Zelazny (Amber), vielleicht noch der gute, alte Kane (von Karl Eduard Wagner), die Erdsee-Trilogie (Ursula LeGuin) und definitiv Gene Wolf's "The Book of the New Sun", zulegen.
Viel Spaß beim Lesen.
MfG
Dirk
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Erdsee unterschreibe ich bedingungslos!
Elric fand ich persönlich nicht so toll, aber da darf man gerne anderer Meinung sein ;)
lies den Herrn der Ringe! immer und immer wieder :D
am besten im englischen Orginal
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Ich würde von Robin Hobb noch die Farseer-Trilogie, die Liveship-Trilogie und die 2. Farseer-Trilogie empfehlen. Das ist auf jeden Fall Fantasy. Besser ist, Du nimmst die Originale, weil bei der Übersetzung die Bücher mal wieder verdoppelt wurden und dann zwischendurch auch noch die Übersetzer gewechselt haben, was seltsame Unstimmigkeiten mit sich bringt.
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Also wieder der Martin-Effekt... ::)
Jein. Erikson schreibt regelmäßiger und schneller als Martin. Da kann man also davon ausgehen, daß der in absehbarer Zeit fertig wird. Cool find ich auch, daß der die Welt eigentlich für ein ROllenspiel entworfen hat - und Jahre dran gebosselt hat, bevor er den ersten Roman zu Papier brachte.
Die Welt, die Mythologie und das Pantheon find ich eh völlig geil - das ist wirklich mal was völlig anderes.
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Wenn Du Schwerter magst: Die Trilogie um das "Siebte Schwert" von Dave Duncan, überhaupt das meiste von Dave Duncan.
Die Schwertgeschichten von Fred Saberhagen sind auch sehr ungewöhnlich, aber gut, wurden ja schon erwähnt.
Die Trilogie um die "Drachenlords" von Joanne Bertin liest sich sehr schön (ok, kaum Schwerter, immerhin ein besonderes) und wenn es eher Fechten, als Schwerter sein darf, die Trilogie um die "Farben des Stahls" von K.J.Parker.
Liest sich gut, auch wenn im zweiten Band etwas ziemlich Übles vorkommt (wie Parker selbst im Vorwort schreibt: ob das beschriebene "Ding" überhaupt funktionieren würde, ist unklar).
Von K.J.Parker gibt es auch noch eine andere Trilogie auf deutsch, irgendwas mit Krähen im Titel, da geht es auch um Schwertkampf, aber das dürfte ganz und gar nicht jedem gefallen - der Schreibstil ist nicht schlecht, aber einige der Szenen fallen, hm, seeeehr heftig aus.
Von Raymond Feist die "Schlangenkrieg-Saga" hat sechs oder mehr Bände, mit Zauberern, Schwertern, Monstern, Halbgottartigen Wesen - von allem etwas.
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Von Raymond Feist die "Schlangenkrieg-Saga" hat sechs oder mehr Bände, mit Zauberern, Schwertern, Monstern, Halbgottartigen Wesen - von allem etwas.
[...]Folgende Autoren haben mich nicht vom Hocker gerissen: Raymund Feist[...]
;)
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Ach, ich dachte, er meint einen anderen, einen mit "u" halt... ;D
Oder aber ganz was anderes: wenn Geister und Götter drin vorkommen, dann muss es doch "Fantasy" sein, nicht?
Es gibt eine Menge sehr (sehr!) lustige Geschichten von Thorne Smith (http://www.imdb.com/name/nm0810158/), die zeichnen sich vor allem aus durch:
- große Menge an Alkohol
- eine etwas geringschätzige Darstellung von Polizisten
- noch mehr Alkohol
- Verständnis für die Mißachtung ungeschriebener (aber eher unbegründeter) gesellschaftlicher Regeln
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"Das Spiel der Götter (http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Spiel_der_G%C3%B6tter)" von Steven Erikson (OT: The Malazan Books Of The Fallen).
Episch, High-Fantasy, trotzdem dreckig und gritty, völlig faszinierende Welt, plastische Charaktere (wenn auch zu Anfang schwer undurchschaubar), und imho das geilste, was es im Bereich Fantasy gibt. Da passiert so viel - dagegen sieht der bisherige Eis-Und-Feuer-Output von Martin aus wie eine Episode Lindenstraße.
Ich hoffe die sind wirklich gut, ich hab mir gerade alle 9 bisher erschienenen bestellt :D
cu Drantos
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Die Klippenland-Chroniken von Paul Stewart. Ziemlich ideenreich und ziemlich fantastisch.
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Ich hoffe die sind wirklich gut, ich hab mir gerade alle 9 bisher erschienenen bestellt :D
Wow. Auf einmal? :o
Na dann hoff ich mal, daß Du sie genauso magst wie ich ;)
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...
Elric fand ich persönlich nicht so toll, aber da darf man gerne anderer Meinung sein ;)
...
Wieso? Elric fand ich auch nicht so toll.
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Wieso? Elric fand ich auch nicht so toll.
Ich schon :D
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Kane der Verfluchte ist viel cooler als Elric :P
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Wie wäre es denn mal mit Terry Pratchett? ;D
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Kane der Verfluchte ist viel cooler als Elric :P
... tausend Mal cooler. :d
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Wow. Auf einmal? :o
Bei deinen Lobeshymnen verspürte ich sofort ein Zucken im Kaufzwangteil meines Froschhirns ;D
cu Drantos
P.s. KANE ist der COOLSTE
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Meine Empfehlungen, die ich nimmermüde werde darzulegen:
Der Lyonesse-Zyklus von Jack Vance (Herrscher von Lyonesse/Die grüne Perle/Madouc) - märchenhafte, psychologische Highfantasy im großen Stil um die Herrschaft auf den älteren Inseln und eine Geschichte die einfach alles hat, was man sich nur wünschen kann. Für mich ganz vorne in der Top Ten der Fantasy.
Cugels Irrfahrten ebenfalls von Jack Vance (Die Augen der Überwelt/Cugel der Schlaue) - hervorragender Schelmenroman über Cugel den Schlauen, den Vater aller Streuner. Cugel wagt es, Iocounnu den lachenden Magier zu bestehlen und wird dafür auf eine gefährliche Queste ans andere Ende der Welt geschickt. Cugel drängt es nun zurück in seine Heimat Almery um Rache zu nehmen an dem verruchten Zauberer. Zuvor muß er jedoch noch viele Meilen und Abenteuer bewältigen.
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Das Spiel der Götter ist eingetroffen, wieder n halber Meter Bücher mehr ::)
@Lord Verminaard: Kann dir noch die Reihe um das Mädchen Elena von James Clemens ans Herz legen. Das erste Buch hat den Titel "Das Buch des Feuers".
Sind insgesamt 5 Bücher und müssten mittlerweile auch als PB erhältlich sein. Teilweise ziemlich abartig und brutal, aber wen das nicht stört, der wird mit einer netten Geschichte belohnt. Insgesamt eher düster. Mir hat es gefallen.
cu Drantos
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Dirk: Kane kann ich auswendig. ;D (Und ich finde ihn auch cooler als Elric und Conan zusammen. Howard und Moorcock hatten geile Ideen, aber Wagner hat halt irgendwie so was wie Erzähltechnik... ::)) Vielleicht sollte ich Raymund Feist noch mal ne Chance geben. Ich habe nur mal Magician: Apprentice angefangen und fand’s nicht so spannend. Den Drachenbeinthron fand ich aber echt gut. Tolkienesk natürlich, nicht Howardesk, aber echt gut.
Haarald: Robin Hobb hat mich zur Weißglut getrieben. Und ich habe die Farseer-Trilogie im Original gelesen. Darüber habe ich mir in einem älteren Thread schon mal mit Althalus die Köpfe eingeschlagen. Ich mag nicht über einen Typen lesen, der DIE GANZE ZEIT die falschesten und schädlichsten Entscheidungen trifft (für sich selbst und alle die er liebt), bei denen man kaum mehr nachvollziehen kann, wie ein einzelner Mensch so dumm sein kann, und dann darüber vor Verzweiflung fast zerfließt. Dies Bücher hatten sehr viel Liebenswertes an sich, am Ende von Band 1 musste ich sogar in der Bahn die Tränen wegwischen, aber gerade deswegen war ich regelmäßig buchstäblich stocksauer nach dem Lesen, wenn Fitz mal wieder an einem Scheunentor mit der Aufschrift „alles wird gut und alle sind glücklich“ zielstrebig vorbei lief, und habe Mitte des dritten Buches total frustriert aufgegeben.
P.S.: Das Spiel der Götter liegt auf der Post, aber dank meiner dämlichen Arbeitszeiten kann ich es erst Samstag abholen. ::)
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Verschwörung! In der Bücherei ist der erste Band von "Das Spiel der Götter" verliehen - und zwar bis Mai 2001. Mistmistmist, und mein Konto deckt keine Amazon-Bestellung derzeit.
:)
Hat das nicht noch jemand gebraucht abzugeben? *g*
edit: Ich habs jetzt bei bol.de bestellt (und mich da extra angemeldet, weil amazon mich nicht per Rechnung bezahlen lassen wollte...) :).
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Wow. Auf einmal? :o
Na dann hoff ich mal, daß Du sie genauso magst wie ich ;)
noch niemand, dem ich Erikson bisher empfohlen habe, war weniger als begeistert :D
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Ich persönlich hab die Serie irgendwann aufgegeben. Ich hab damals angefangen nach einer Jubelrezension von "Gardens of the Moon" auf rpg.net. Das Buch ist auch wirklich sehr sehr gut.
Auch der Folgeband ist cool. Ein paar Dinge haben mich aber gestört:
Die Bücher sind nicht nur durch den anspruchsvollen Schreibstil schwer zugänglich. Man gewinnt den Eindruck der Autor verwehrt einem absichtlich näheres Verständnis der Hintergrundsgeschichte. Man muss sich alles während des Lesens zusmmenreimen, der Autor tut so als wäre man mit der (äußerst komplexen und abgefahrenen) Historie vertraut. Natürlich ist es cool, wenn man hin und wieder mal ein Aha-Erlebnis hat, aber eigentlich muss man die Bücher zwei mal lesen (und sich am Besten Notizen machen) um sie richtig zu raffen. Was mich noch ohne Ende genervt hat: Es gibt keine vernünfigen Beschreibungen all der exotischen Rassen. Hin und wieder wird mal ein anatomisches Merkmal erwähnt, aber eine kurz-knackige Beschreibung der Physis einer zum ersten Mal auftauchenden Rasse ist ein MUSS bei einem Fantasyroman.
Naja, trotzdem waren die Bücher es wert gelesen zu werden. Bei "House of Chains" (engl. Band 4) war für mich allerdings Schluß. Die ersten 100 Seiten sind eine Brandschatz-, Abschlacht- und Vergewaltigungsorgie, das Buch hab ich entnervt zur Seite gelegt.
Ist allerdings schon 3-4 Jahre her, evtl. sollte ich de Reihe ne 2. Chance geben (wenn mir der Lesestoff aisgeht, jetzt ist erstmal Gene Wolfe dran).
EDIT:
Den Thread hier hab ich vor 3 Jahren geöffnet: http://tanelorn.net/index.php/topic,9790.0.html
Wie man sieht fand ich es am Anfang noch toll wie der Autor mit dem geschichtlichen Hintergrund der Welt umgeht.
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Was mir an Moorcock so gut gefällt, sind die bändeübergreifenden Konzepte. Ansonsten habe ich auch Kane und Conan begeistert gelesen. Leider scheint es in der Ecke recht wenig zu geben.
Ein Buch, das eigentlich ein Klassiker ist, aber trotzdem keinen allzu hohen Bekanntheitsgrad hat, ist der Wurm Ouroboros von E.R.R. Eddison, geschrieben ca. 1920. Der Stil ist etwas altbackener, ansonsten bietet sich hier schöne frühe High Fantasy.
Raymond Feist finde ich persönlich recht gut. Er hat keine Skrupel, auch mal lieb gewonnene Helden über die Klinge springen zu lassen, bietet ein hohes Tempo mit viel Action und trotzdem noch recht plastische Charaktere. Der Anfang der Spaltkrieg-Saga ist allerdings wirklich nicht so brilliant.
Irgendwo zwischen Low und High Fantasy angesiedelt und mit einem ganz eigenen Stil gesegnet ist die Tore ins Chaos-Trilogie von C.J.Cherryh.
Dafür gibt's von mir die rote Karte für Shannara von Terry Brooks und den ganzen Eddings-Kladderadatsch. ;)
Aktuell lese ich mich gerade durch den letzten Teil von China Miévilles New Crobuzon-Trilogie. Obwohl die Bücher (Perdido Street Station, The Scar, The Iron Council) als ziemlich abgefahrener und dreckiger Steampunk ohne jeglichen Bezug zu moderner Wissenschaft einzuordnen sind, läuft der Stoff unter Science Fiction. Ist auch nicht einfach zu lesen und teilweise ein klein wenig politisch, keine typische leichte Unterhaltung.
Stormbringer
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Wenn es Fantasy sein soll, kann ich Folgende empfehlen:
Paul Kearney: Die Königreiche Gottes - 5 Bände
Eine Mischung aus Historic und Dark Fantasy in einem Pseudoeuropa zur Zeit der Türkenkriege. Mit einem guten Einblick in die Seefahrt und die ersten langen Entdeckungsreisen.
Lynn Flewelling: Die Schattengilde - 3 Bände bislang
Schön geschriebene Fantasy mit gutausgerabeiteten, glaubwürdigen Charakteren.
Die sind noch neueren Datums.
Echte Klassiker wären:
Poul Anderson: Das zerbrochene Schwert, Dreiherz, Ein Mittsommernachtssturm
Fantasy aus einem eher nordischen Blickwinkel, mal ganz anderes als die ewigen Tolkien-Verschnitte.
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Da fällt mir was ein das ich zum Thema "Schwerter" empfehlen könnte: Die "Schwarze Schar" (Black Company) Trilogie von Glen Cook. Es geht um eine Söldnertruppe dieses Namens, die aber keine edlen Streiter sind sondern eine dreckige Truppe die für den kämpft der zahlt und nicht den der am nettesten zu den Leuten ist. Ist schon ewig her das ichs gelesen hab, deswegen kann ich zur Welt nicht viel sagen, aber es war recht mittelalterliche Fantasy ohne nicht-menschliche Rassen und etwas Magie. Die Truppe hatte ein paar Kampfmagier und eine handvoll sehr mächtiger Magier spielte eine wichtige Rolle in der Handlung.
Bluerps
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@Bluerps
Da ist deine Erinnerung etwas eingetrübt denke ich. "Black Company" ist definitiv High Magic.
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Ja? Auch in der Welt im allgmeinen, von der Über-Tussi wie-hiess-sie-noch-gleich und ihren direkten Untergebenen mal abgesehen?
Bluerps
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Das hat doch da von übermachtigen, das Schicksal der Welt bestimmenden Magiern nur so gewimmelt. Und sie standen auch im Zentrum des Plots.
Magische Pfannen und Alltagsgegenstände ;D gabs zwar nicht (IIRC), aber das ist ja auch keine notwendige Bedingung für High Magic.
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Das hat doch da von übermachtigen, das Schicksal der Welt bestimmenden Magiern nur so gewimmelt. Und sie standen auch im Zentrum des Plots.
Hab ich doch oben gesagt. :)
Nicht so viel Magie ausser bei den dicken Magiern mit der wichtigen Rolle in der Handlung. Ob man das jetzt High Magic nennt oder nicht weiss ich nicht. Ist mir auch wurscht. :)
Bluerps
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Paul Kearney: Die Königreiche Gottes - 5 Bände
Eine Mischung aus Historic und Dark Fantasy in einem Pseudoeuropa zur Zeit der Türkenkriege. Mit einem guten Einblick in die Seefahrt und die ersten langen Entdeckungsreisen.
Nicht zu vergessen Gestaltwandler, Politik und Hexenverfolgung nebst Pulverwaffen.
Wobei mir der letzte Band nicht so gefiel (http://tanelorn.net/index.php/topic,5238.msg653073.html#msg653073 (http://tanelorn.net/index.php/topic,5238.msg653073.html#msg653073)) SPOILER!
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Wie wärs mit 'The Demon Princes' von Jack Vance? Ein Zyklus der insgesamt 5 Bücher umfasst (The Star King, The Killing Machine, The Palace of Love, The Face & The Book of Dreams) und in dem Kirth Gersen die berüchtigten Dämonenprinzen jagt - 5 Rädelsführer und Schwerstkriminelle, die verantwortlich für das Massaker am Mount Pleasure vor über 20 Jahren sind, wo Tausende von Menschen starben oder versklavt wurden.
Brillante SF (auch wenn hier F verlangt wurde), die alles enthält: Spannung, Detektivgeschichte, Philosophie, Fantasyelemente und ganz einfach tolle Unterhaltung ist. In zwei ordentlichen Bänden bei Tor Books erschienen und auch noch zu kriegen.
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Kushiel's Legacy von Jacqueline Carey ist ein sehr empfehlenswerte Reihe.
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Cugels Irrfahrten ebenfalls von Jack Vance (Die Augen der Überwelt/Cugel der Schlaue) - hervorragender Schelmenroman über Cugel den Schlauen, den Vater aller Streuner. Cugel wagt es, Iocounnu den lachenden Magier zu bestehlen und wird dafür auf eine gefährliche Queste ans andere Ende der Welt geschickt. Cugel drängt es nun zurück in seine Heimat Almery um Rache zu nehmen an dem verruchten Zauberer. Zuvor muß er jedoch noch viele Meilen und Abenteuer bewältigen.
Das klingt schon mal irgendwie nett.
Der Jack Vance dürfte wohl wirklich mehreren gefallen???
Was ich suche ist irgendwas mit Feen (Kobolde, Wichteln, Nixen usw)? Hat da jemand was gutes gelesen?
Habe jetzt die Buchhandlung durchgeackert und nur ein Buch gefunden und das hat mich beim Probelesen nicht umgehauen.
Finde auch etwas mit Hexen im fantastischen Bereich sehr interessant...
Ich würde gerne was mit einem märchenhaften Touch (na, bitte keine Märchen) lesen.
ODER
Gibt es etwas fantasymässiges mit Piraten?
A la 7tee See? Eben Piraten, Mantel & Degen mit Magie?
Freu mich schon über Vorschläge!!!! :D
lg Nagna :)
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@Nagna
Feen, Elfen, Kobolde, wenn es das sein soll, inklusive den dazu passenden Zaubersprüchen und einfach der Atmosphäre der irischen Elfenmärchen, dann würde ich dir den, schon weiter oben genannten, Lyonesse-Zyklus ans Herz legen. Darin befindet sich genau das, was du suchst. Nicht das diese Kreaturen den Schwerpunkt bilden, aber sie sind in vielen Szenen drin und für den Plot immens wichtig. Du wirst nirgendwo sonst eine atmosphärisch bessere Abhandlung dieser Wesen finden mit denen sich die Protagonisten regelmäßig auseinandersetzen müssen, als in dem Roman-Zyklus. Er hat den märchenhafte Touch, ohne ein Märchen zu sein (der Stoff wirkt jedoch uralt und ist stellenweise knallhart) und Hexen sind auch drin und der Kinder stehlende Oger Arbogast ebenfalls und der magische Spiegel Persilian und der Elfenkönig Rhodion und und und... Außerdem umweht die älteren Inseln immer auch ein Hauch von Schicksal und erinnert damit formvollendet an den Stoff aus dem die griechischen Tragödien sind.
Jack Vance hat sich damit selbst übertroffen - wirklich schade das die Romane wohl nie verfilmt werden, denn das hätte ich gerne mal gesehen, aber wenn dann auch aufwendig a la Peter Jackson. Von mir gibt es jedenfalls eine Geld-zurück Garantie! Jetzt hab' ich mich so in Begeisterung geschrieben, daß ich morgen wieder anfange die Bücher zu lesen - müßte dann zum fünften Mal sein.
Das mit Jack Vance dürfte wohl wirklich mehreren gefallen, ist so eine Sache, weil der Mann irgendwie polarisiert. Viele finden ihn brillant und manche mögen ihn gar nicht, aber niemand findet Jack Vance mittelmäßig. Warum das so ist und ihn nicht jeder super findet, kann ich nicht sagen, aber vielleicht liegt es daran, daß er auf political correctness pfeift. In meinen Augen sollte das aber jeder wahre Künstler tun, denn prinzipiell ist diese Haltung eine Form von Zensur, die vermeiden soll, das man aneckt. Hinzu kommt, daß sein einzigartiger Stil manchen Lesern vielleicht nicht modern genug ist. Außerdem vermute ich, daß einige Leser seine Ironie den Zynismus und das Schalkhafte in den falschen Hals bekommen und Jack ist nicht nur in der Lage seine Leser aufzurütteln, sondern nachhaltig zu erschrecken. Ich habe oft das Gefühl, daß er vom Leben selbst, in seiner mannigfaltigen Form, schreibt und das ihn ausschließlich die Natur des Menschen interessiert. Na, ich sehe schon, bei Jack kommt doch so einiges zusammen, wenn man es genau betrachtet. ;)
How can this book possibly be out of print? What madness has overtaken the human race, that junk like Gene Wolfe or Dragonlance rules the bestseller list, while this, a supreme accomplishment in the history of the American fantasy genre, languishes in relative obscurity? Jack Vance is so irresistable, so indescribable, that I won't bother to try to summarize Lyonesse; that's for fourth-grade book reports. Suffice it to say that it will haunt your dreams the way any of the other greats of the genre do, only Vance writes much better (and funnier) prose. For the love of all that is holy, get this book, and somehow or another get it back in print with a major publisher. (Treffender Kommentar über Madouc dem dritten Lyonesseroman auf amazon.com)
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Bei Piraten fällt mir In fremderen Gezeiten /On stranger Tides von Tim Powers ein. Gute Piratengeschichte mit übernatürlichen Elementen, vor allem Vodoozauber und Blackbeard als Antagonisten. Nur noch antiquarisch, dürfte aber über Amazon oder Abe Books kein größeres Problem sein, wenn auch wahrscheinlich nicht gerade nachgeschmissen.
Ansonsten gab es in der DSA-Reihe mal einen Dreiteiler mit Piraten von Hans Joachim Alpers (Hinter der eisernen Maske, Flucht aus Ghurenia, Das letzte Duell) erschienen als Die Piraten des Südmeers. Nur noch antiquarisch und wohl nicht ganz billig
Bei Hexen und Feen fallen mir noch die DSA-Romane von Ina Kramer ein, nämlich Im Farindelwald und Die Reise nach Salza - die Frau kann wenigstens schreiben, schade das sie es offenbar eingestellt hat. Ebenfalls nur noch antiquarisch.
Ja, ich weiß die DSA-Romane sind nicht für jeden was, aber die empfohlenen sind nicht schlecht.
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Danke, muss mir auf Jack Vance sparen und wehe er ist nicht gut ;-)
Das Piraten des Südmeers habe ich mir schon ausgeliehen.
Danke für deine Tipps. :-)
lg Nagna :)
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Ansonsten gab es in der DSA-Reihe mal einen Dreiteiler mit Piraten von Hans Joachim Alpers (Hinter der eisernen Maske, Flucht aus Ghurenia, Das letzte Duell) erschienen als Die Piraten des Südmeers. Nur noch antiquarisch und wohl nicht ganz billig
Ich habe das jetzt angefangen zu lesen. Das ist ja echt versaut und ein halberter Softporno. ~;D
Der Autor nimmt sich echt kein "höfliches" Blatt vorm Mund.
Finde es aber gut, ok weit bin ich nicht.
Aber schön dick ist es und hat gaaaanz dünne Seiten.
Danke für den Tipp!
lg Nagna :)
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Also bei Jack Vance nehme ich dann hiermit schnell die Gegenposition ein. Der Mann kann zwar schreiben und das unterscheidet ihn von der überwältigenden Mehrheit der Fantasykollegen. Dennoch fand ich den Lyonessezyklus extrem langatmig und spannungsarm. Hatte mir viel davon versprochen, bin aber leider enttäuscht worden.
Genannt wurden bislang trotz gehobener Qualität noch nicht:
Hans Bemmann: Stein und Flöte und das ist noch nicht alles (tolle, etwas märchenhafte Geschichte eines deutschen Autors)
John Gardner: Grendel (Beowulf aus der Sicht des Monsters, grandios)
Terence H. White: Der König von Camelot (sehr schöne und authentische Mittelalteratmosphäre, für Rollenspieler auch in Details wie z.B. Falknerei interessant)
Haut rein!
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Ich will was mit Schwertern.
Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, aber ich habe zwei Empfehlungen:
James Clemens, die Banned and Bannished Saga. Das erste Buch heist 'Das Buch des Feuers' Ist nicht so viel Schwerterei drin, aber dennnoch eines meiner Lieblingsbücher.
Zum Thema Schwerter wäre auch James Barclay vielleicht was für dich.
Die Chronik des Raben 01: Zauberbann
Da gibts gaaaanz viel Schwerter. Ich habe das Gefühl, der Autor hat als Lieblingswort 'Gehirnmasse' vor allem, wenn eine Axt, etc. durch den Kopf schlägt.
Action ohne Ende und endlich mal eine Magie, die mehr seehr gut gefällt. Ich liebe die Bücher, sind aber eigentlich zwei Zyklen mit insgesamt 12 Büchern.
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cmdlightning:
Stein und Flöte hat mir auch gut gefallen. Leider fällt das Märchenhafte in der Fantasy allzu oft unter den Tisch.
Was Vance anbelangt: wenn Lyonesse nach deinem Empfinden langatmig und spannungsarm war, dann können von mir aus ruhig mehr Autoren so schreiben. Abgesehen davon, daß ich deinen Einwand leider nicht im entferntesten nachvollziehen kann (in den drei Büchern passieren doch Tausend spannende Sachen und das auch noch genial verwoben!), schreibt Vance ja eben keine Spannungsliteratur, im herkömmlichen Sinne. Gerade seine manchal nüchterne und distanzierte Art, die schlimmsten Ereignisse zu schildern ist eines seiner Stilmittel. Diametral entgegen stehen dazu seine liebevollen, blumigen und von mir aus auch weitschweifigen Beschreibungen von scheinbaren Nebensächlichkeiten, wie dem Essen oder den Farben eines Kleides. Für mich ist Jack Vance einer der ganz wenigen Künstler in diesem Feld. Er hat natürlich auch schwächere Geschichten geschrieben, keine Frage, aber das ist für mich eher seine frühe SF, in der er seinen Stil noch nicht vervollkommnet hatte.
Mein Lieblingszitat über Jack Vance, stammt von der SF-Autorin und bekannten Feministin Joanna Russ, die über ihn einmal sagte: 'Er weiß einfach alles über Kindheit, Leid, soziale Zusammenhänge, Träume und Verluste ...' Das trifft es sehr schön.
Wie ich schon mal ausgeführt habe, ist Jack Vance ein Schriftsteller der polarisiert. Da hört man dann: mir gefällt die ganze Handlung nicht, die Charaktere sind zu schwach ausgearbeitet, das Verhalten der Charaktere gefällt mir nicht, etc ... Von den ganzen Einwänden trifft am ehesten zu, das Vance häufig ähnliche Charaktertypen verwendet (weil ihn das wohl nicht so interessiert) und das er in der Beschreibung starker Heldinnen, eher schwach auf der Brust ist. Ab den 80er Jahren ersinnt er aber auch interessante weibliche Protagonistinnen, die tragende Rollen spielen. Diese Schwächen hängen sowohl mit Vance's Vorlieben zusammen, als auch damit, dass er ein Kind seiner Zeit ist. Meistens schreibt er verkappte Detektivgeschichten oder Schelmenromane, bei denen seine Figuren schon gewitzt sein müssen und überhaupt ist Intelligenz das wichtigste Gut seiner Helden, denn keiner von ihnen hat je durch rohe Gewalt allein, ein Problem gelöst.
Auch die Lyonesse Bücher haben manchen Leuten nicht gefallen (andere waren total begeistert), aber der Einwand 'spannungsarm' ist zumindest neu.
Jack Vance's Kunst hat jedoch vor allem mit einem allgemeinen Geschmacksempfinden, dem kleinsten gemeinsamen Nenner oder den Vorstellungen Hollywoods, auch nicht das geringste zu tun (als zB. Cugel der Schlaue seine Reisegefährtin Derwe Coreme, der Umstände halber, in der Gewalt der Bursiakos zurücklässt/zurücklassen muss - das war schon nie dagewesenes, ganz großes Tennis). Das alles interessiert ihn nicht. Er biedert sich auch nicht beim Leser an oder schreibt zu ihm herunter. Nein, er hat seinen eigenen, intellektuellen, exzellenten und vor allem zeitlosen Stil entwickelt; schreibt SF wie F und F wie SF (was die Einordnung erschwert) und hat nie einen Volltreffer beim Publikum gelandet, was in über 50 Jahren berufsschriftstellerischer Tätigkeit schon eine Leistung ist. ;)
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Selber bisher nur zwei Bände gelesen aber eigentlich recht geil:
Schatten über Ulldart plus ff Bände
siehe hier (http://www.amazon.de/Schatten-%C3%BCber-Ulldart-Ulldart-Dunkle/dp/3492285287/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&s=books&qid=1197635773&sr=8-1)
Eigentlich sehr schöne fantasy meiner Meinung nach. (eine der wenigen Bände ide mich nach Song of Ice and Fire noch fesseln konnten)
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kann Felix K. zustimmen. Hab Schatten über Ulldart diese Woche angefangen, und find es bis jetzt ziemlich gut.
Jack Vance finde ich im übrigen auch ziemlich klasse, und es gibt eine Menge Fantasyautoren, die ich vom Schreibstil klasse finde. Da liegt die Schönheit wohl im Auge des Betrachters. Ich lese auch gerne Tanith Lee, wobei man ihr meiner Meinung nach anmerkt, aus welcher Zeit sie kommt.
Ziemlich fantastisch wäre auch ´Perdido Street Station´ von Chine Meville, falls das hier noch keiner genannt hat.
Lieben Gruß
Etelka