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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Ludovico am 6.03.2008 | 18:41
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Hab mir mal eben die Spasskiller angeschaut und bin dann auf Joergis Post gestossen.
Na ja und dann noch der Raucherthread und der Alkoholthread bei den Blutschwertern haben ihr uebrigens getan, dass ich diese Umfrage eroeffne.
Wie tolerant sind Rollenspieler denn nun?
Selber denke ich, dass sie eher nicht dazu tendieren, allzu tolerant zu sein... eher im Gegenteil sind Rollenspieler generell eher intolerant, wenn es um andere Meinungen geht. Das trifft insbesondere auf die Spielweisen zu, aber auch auf andere Lebensbereiche, wobei ich denke, dass bei anderen Lebensbereichen wir eher durchschnittlich intolerant sind als jetzt bei Dingen, die unser Hobby betreffen.
Was meint ihr?
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Also ich hab abgestimmt auf der Basis der Rollenspieler, die ich (real) kenne.
Da sind die meistens schon etwas toleranter, als die Nicht-Rollenspieler, die ich kenne.
Liegt vielleicht auch an meinem Freundeskreis? (Eigenlob) :d
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Rollenspiel ist ein normales Hobby, wir unterscheiden uns im Punkt Toleranz nicht.
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ich bin sehr tolerant gegenüber allen, die mir mit ihrer art gefallen und meine zeit bereichern. da bin ich ganz bescheiden.
:D
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Sehe das ähnlich wie Visionär. Rollenspieler sind letztlich auch nur Menschen, und unter ihnen gibt es tolerante und intolerante.
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Rollenspieler sind sehr tolerant, solange man nicht ihr Lieblingssystem kritisiert ;)
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Ich hab zwar für "Auch nicht anders" gestimmt, kenne aber Zeitgenossen, die gegenüber anderen Rollenspielen, als ihrem Lieblingssystem reichlich intolerant sind ::)
Edit: hexe war schneller ;)
So gesehen, sind Rollenspieler auch nicht besser, als der Rest der Menschheit.
Sie haben nur mehr Themen, zu denen sie ihre unverrückbare Meinung haben :P
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Aber diese Probleme haben andere Hobbies eigentlich auch alle, also nichts ungewöhnliches:
Canon gegen Nikon, Schalke gegen Dortmund, Spurweiten bei Modelleisenbahnern ... .
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Wenn ich sehe wie in diversen RPG Foren mit Leuten umgegangen wird die eine andere Meinung haben, dann sehe ich einen deutlichen Hang dazu nicht tolerant zu sein.
Die Raucher Nichtraucher Debatte steht für mich dabei auf einen anderen Level, weil Leute durch das passiv Rauchen körperlicher Schaden entsteht. Da sollte man etwas vorsichtiger sein.
Aber wie sehr werden Leute mit anderen Ansichten toleriert? Das fängt schon mit dem Systembashing und dem Theoriebashing an. Die Spieler mit anderen Geschmäckern werden schlicht und einfach nicht toleriert oder gar akzeptiert.
Klassische Beispiele ist das Gezicke zwischen DSA und D&D oder zwischen Indie und old scool Spielern.
Wenn eine Gruppe eine Runde mit Kinderschändungen, Vergewaltigungen plündern und Morden spielt, kann sie sich sicher sein, dafür aufs äußerste angefeindet zu werden. Ein minimaler Anteil der Leute wird sagen, das es nichts für sie ist, aber jeder so glücklich werden soll, wie er es möchte. Der Großteil wird in einem Sturm der Entrüstung und Intoleranz zum Kampf gegen die "Bösewichter" blasen.
Dabei ist das ganz alleine eine Sache der Gruppe und geht außer ihr niemanden etwas an. Es ist ja nicht so, das man das Verhalten von Spielgruppen auf die Realität übertragen kann. Sonst gäbe es jede Menge tote Pizzaboten und die Diskussion über Gewalt würde nicht von sozial schwachen Randgruppen geprägt, sondern von Rollenspielern die prügelnd und mordend durch die Infrastruktur ziehen.
Klassische Beispiele hierfür sind die Diskussion über den Schänder in AC und ein eigentlich total harmloses Spiel wie Hentai Girl.
All diese Beispiele zeigen mir wie wenig Rollenspieler im Allgemeinen bereit sind, auch mal andere Meinungen zu tolerieren.
Ich kann mit den Schalke und Bayern Fans in meinem Bekanntenkreis zusammen ohne Probleme Fußball gucken. Jeder labert über den Verein des Anderen, aber die Fan Ausrichtung wird immer toleriert. Das kann ich bei DSA und D&D Fans nicht so behaupten.
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Ich denke, viele Rollenspieler sind relativ intolerant, weil es in dieser Gruppe einen Hang dazu gibt, sich als besonders ungewöhnlich, anders, kreativ und was weiß ich zu sehen. Leute, die kein Rollenspiel machen, die "Normalos" gelten oft als langweilig und unkreativ. Dass sie z.B. keinen Draht zu RSP und Fantasy haben wird oft negativ gewertet -> Intoleranz.
Wobei man das sicherlich nicht so über einen Kamm scheren kann und ich glaube, dass sich diese Einstellung im Laufe der Zeit auch etwas "verwächst". ;)
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Auffällig intolerante Menschen findet man auch gar nicht so selten unter den vehementen Toleranzaposteln. Da scheint es einen Zusammenhang zu geben, deucht mir.
~;D
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Auch nicht anders steht wohl nicht ohne Grund an erster Stelle.
Tendenziell sehe ich zwischen dem Hobby Rollenspiel und einer gewissen Freigeistigkeit der Spieler schon einen Zusammenhang. Allerdings gibt es da auch noch die Nerds, die reißen den Schnitt wieder runter.
Eine Aussage wie "Spieler, die ein anderes Spielverständnis haben als ich, sind für mich Spaßkiller" absolut kein Zeichen von Intoleranz. Intolerant ist man erst, wenn man den Leuten mit dem anderen Spielverständnis nicht mehr zugesteht, das Spiel anders zu spielen.
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Ich hab schon beide Spezies kennengelernt, sowohl die Toleranten als auch die Intoleranten. Letztere ganz besonders u.a. im Blutschwerterforum. Hier im :T: gibt's zwar auch gegensätzliche Ansichten&Meinungen aber intolerant wird es i.d.R. doch nicht so oft.
Die Intoleranz entsteht imho dadurch, dass viele das Rollenspiel zu ernst nehmen und vergessen, dass es sich hierbei 'nur' um ein Hobby handelt. Viele fühlen sich da persönlich angegriffen, wenn man gegen ihr Lieblingssystem basht, ja oftmals reicht es auch schon zu sagen " ich spiele/mag System XYZ nicht weil..."...Einige reagieren da echt über, und das nicht nur in Foren., hab ich persönlich schon erlebt, dass mir einer eine reinhauen wollte, nur weil ich ihn gefragt habe, was denn an SR so toll wäre :gaga:
Insgesamt gesehen würde ich aber sagen, dass der Rollenspieler an sich auch nicht intoleranter ist als ein Otto-Normal-Bürger. Er wird nur dann leicht intolerant, wenn es um sein Lieblingshobby geht. Aber das ist denke ich fast schon genereller Standard wenn es um ein Hobby geht. Egal ob nun Fussball, Trading Card Games, Computerspiele oder Autos- es wird da immer Leute geben die dem Ganzen etwas toleranter oder eben intoleranter gegenüberstehen.
Oder wie Friedrich Schiller schon damals wusste: " Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt." ;)
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Rollenspiel ist ein normales Hobby, wir unterscheiden uns im Punkt Toleranz nicht.
Stimme ich zu.
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Weiß nicht so recht. Habe auch noch nicht abgestimmt.
Tendenziell würde ich aber wegen der Nerdlastigkeit des Hobbies von einer eher etwas gesteigerten Toleranz (oder Indifferenz?!?) ausgehen.
Was das Geschrei in den Foren angeht deucht mir dies eher ein Internet-Effekt zu sein, aber ich kann mich täuschen. Was sagen die Leute mit Conerfahrung?
Viele Grüße
kirilow
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Im kleinen unwesendlichen Dingen definitv intoleranter. (Systemzankereien , Regelauslegungen etc.)
In wichtigen Dingen aber im allgemeinen toleranter als der Durchschnittsmensch. (Rasse , Religon etc.)
Das ist etwas womit ich durchaus Leben kann.
mfg
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Hallo zusammen,
ist die Frage nach der gesteigerten Toleranz nicht nur die Kehrseite von "Alle Rollenspieler sind Satanisten."?
Denn in beiden Fällen überträgt man Verhaltensweisen die man einer fiktiven Spielfigur zuordnet auf den Spieler.
Genausowenig wie ich als Spieler eines Magiers an Magie und Okkultismus glaube genausowenig werde ich toleranter weil sich meine Spielfigur mit Charakteren unterschiedlicher Religion, Art / Rasse oder politischen Ansichten herumtreibt.
Gruß Jochen
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Ich denke mal dass im RL Rollenspieler genauso Menschen sind wie jeder andere auch. Aber im Internet mutieren sie alle zu intoleranten Sozialen Krüppeln.
Hm, eigentlich ist das auch der Fall bei allen anderen Menschen. Tja.
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Rollenspieler sind auch nicht anders
ausserdem ist Toleranz scheisse >;D
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Sogenannte "Normalos" sind unserem Hobby schonmal ziemlich ... komisch eingestellt, eine gewisse Intoleranz gegenüber diesen "Normalos" ist deshalb auch normal (ist ja ne natürliche Reaktion). Ansonsten sind Rollenspieler auch nur normale Menschen.
Für die Geschichte mit den D&D-DSA-Streitereien bin ich definitiv zu jung ... da kann ich nichts zu sagen.
Aber wenn ich so meinen Freundeskreis anschaue, aus dem meine Runden bestehen: bevor wir angefangen haben, Rollenspiele zu spielen, waren wir auch nicht toleranter/intoleranter als wir es jetzt sind.
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[...]Das kann ich bei DSA und D&D Fans nicht so behaupten.
Da gab es im alten Fanpro-Forum mal wieder ein Topic dazu: DSA vs D&D. Kommt doch immer wieder vor, dass D&D-Spieler mal DSA ausprobieren und dann Sachen in DSA-Foren nachfragen und mit Vergleichen anfangen. Ist im Grunde auch nichts schlimmes, aber kann natürlich jeder Zeit ausarten, so auch diesmal und als es unfreundlich wurde, kam natürlich ein Moderator vorbei und dem Ganzen wieder Einhalt gebogen, unter anderem auch mit dem Hinweis, dass es da auch sehr viele alte Threads dazu gibt. Darauf hatte ich vorgeschlagen, dass man eigentlich die Rollen tauschen könne. Schließlich sind wir alle Rollenspieler, warum sollte der DSA-Jünger nicht mal einen D&D Fanboy spielen? Und umgekehrt? - Naja, dann war ich der Buhmann, weil SOWEIT geht Rollenspiel dann doch nicht. ;)
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das ist übrigens eine brillante idee. werde ich gleich mal umsetzen. kann lustig werden.
:d
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Sogenannte "Normalos" sind unserem Hobby schonmal ziemlich ... komisch eingestellt
Ja?
Die Erfahrung habe ich nicht gemacht. Die meisten finden es eigentlich ganz interessant oder kennen ein paar Leute, die es selbst spielen. Von daher...
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In wichtigen Dingen aber im allgemeinen toleranter als der Durchschnittsmensch. (Rasse , Religon etc.)
Da hab ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht... :-o
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Ich denke auch es ist wie überall, rollenspieler sind da schon rehct durchscnittlich
nur wie überall sind die intolleranten halt üblicherweise lauter...
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Persönlich hab ich das gefühl, das Rollenspieler allgemein eher etwas Toleranter sind. Das heist nicht, das sie mit ihrer meinung hinterm Berg bleiben und andere Meinungen einfach akzeptieren (in dem Punkt sind die meisten mir bekannten Rollenspieler dann doch eher noch etwas Dickköpfiger). Aber mit einem Rollenspieler kommt man IMHO schneller bei einem "Deine Meinung, ich find sie Scheisse, aber ich muss ja nicht damit Leben." an.
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Eigentlich(!) würde ich auch sagen, Rollenspieler sind tief in ihrem Herzen toleranter, als der nicht-RPG-spielende Durchschnittsmensch.
Allerdings stimme ich Crimson King voll zu:
Tendenziell sehe ich zwischen dem Hobby Rollenspiel und einer gewissen Freigeistigkeit der Spieler schon einen Zusammenhang. Allerdings gibt es da auch noch die Nerds, die reißen den Schnitt wieder runter.
UND: Es gibt da noch die unverbesserlichen, penetranten Klugscheißer, die mit eben dieser Eigenschaft intolerant gegenüber anderen Meinungen wirken.
UND: Im Internet posten ja dann doch meist eher diejenigen, die glauben sich mitteilen zu müssen. Sie meinen ihre Meinung vertreten zu müssen und tun das oft recht vehement, womit sie intolerant wirken (und oft sind).
Allgemein gehören wir Rollenspieler aber nun mal zu einer Randgruppe und als solche sollte(!) man gegenüber anderen (wieauchimmer) andersartigen Mitmenschen nun mal schon rein aus Selbstschutz tolerant sein.
Die Toleranz untereinander sieht dann schon wieder anders aus. Und da kommen die o. g. Punkte zum Tragen.
*edit* Rechtschreibung
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Stimmt, Links/Rechts-Radikale, fundametale Religionsfanatiker und andere Randgruppen heben sich auch durch ihre Toleranz von der grauen Masse der Mitte ab. >;D
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Stimmt, Links/Rechts-Radikale, fundametale Religionsfanatiker und andere Randgruppen heben sich auch durch ihre Toleranz von der grauen Masse der Mitte ab
Tja, wenn sie tolerant wären, wären sie ja auch keine Radikalen mehr.
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Rollenspieler sind nicht mehr oder weniger tolerant als andere. Sie reissen nur (aufgrund ihrer "antrainierten" Extrovertiertheit) die Klappe häufiger auf als andere, das mag bei manch intoleranter Seele natürlich als Intoleranz ankommen. Gegenüber solchen Menschen fällt es mir aber dann auch schwer, meine Toleranz zu wahren und zu zeigen. ;)
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Also meiner Erfahrung nach heben sich Rollenspieler nicht sonderlich von anderen Gruppen ab in Sachen Toleranz.
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Naja, die Frage ist m.E. falsch gestellt: Gerade weil Rollenspielerinnen sich in andere Rollen hinein versetzen können sollten, sollten ihnen eine gewisse "natürliche" Toleranz inne wohnen. Ich meine, das kommt ja schon den Gedanken des Moralphilosophen Adam Smiths (http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_ethischen_Gef%C3%BChle) zum "third spectator" (oder: impartial spectator) und dazugehörigem "Rollentausch" nahe.
Nun ist das mit dem "sollen" aber immer so eine Sache. ;) Deshalb definiere ich jetzt mal ganz frech, dass "Rollenspielerinnen" durch die Eigenschaft "Toleranz" beschrieben werden können. Liegt also keine "Toleranz" vor, kann es sich in keinster Weise um echte Rollenspielerinnen handeln. Da dies natürlich nicht absolut bzw. binär (Toleranz vorhanden oder nicht) geschehen kann, existiert sicherlich ein Toleranzbereich ;) , in dem sich bestimmte Intoleranzen ergeben können.
Somit müsste die Frage eigentlich lauten: Wie tolerant müssen Rollenspielerinnen sein?
Und genau das ist wohl mehr oder minder an konkreten, praktischen Umständen fest zu machen. Hey, haben wir dazu nicht "speakers corner"? >;D
Arbo
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Tja Toleranz bei Rollenspielern? Genauso wenig vorhanden wie bei Nichtrollenspielern. Das sind meine langjährigen Erfahrungen aus Real Life und Web.
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Die Erfahrung habe ich nicht gemacht. Die meisten finden es eigentlich ganz interessant oder kennen ein paar Leute, die es selbst spielen. Von daher...
Das ist nen Tick Offtopic und eigentlich auch einen eigenen Thread wert.
Aber meines Erachtens gibt es tatsächlich relativ viele Menschen, die Rollenspieler als versponnene Eskapisten betrachten und zu der Materie keinen Zugang finden.
Im Rahmen der Universtität wird das wohl anders aussehen. Rollenspiel zieht tendenziell gebildetere Menschen an und solche, die die "Was wäre wenn"-Spielchen gerne spielen, Spaß daran haben, Möglichkeiten auszuloten und hinter die Dinge schauen. Beides passt auch gut zu akademischen Ausbildungen.
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Somit müsste die Frage eigentlich lauten: Wie tolerant müssen Rollenspielerinnen sein?
Hmm... allzu viele Frauen haben sich noch nicht zu dem Topic gemeldet. Vielleicht muesste man einen separaten Thread aufmachen.
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Naja, die Frage ist m.E. falsch gestellt: Gerade weil Rollenspielerinnen sich in andere Rollen hinein versetzen können sollten, sollten ihnen eine gewisse "natürliche" Toleranz inne wohnen. Ich meine, das kommt ja schon den Gedanken des Moralphilosophen Adam Smiths (http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_ethischen_Gef%C3%BChle) zum "third spectator" (oder: impartial spectator) und dazugehörigem "Rollentausch" nahe.
Nun ist das mit dem "sollen" aber immer so eine Sache. ;) Deshalb definiere ich jetzt mal ganz frech, dass "Rollenspielerinnen" durch die Eigenschaft "Toleranz" beschrieben werden können. Liegt also keine "Toleranz" vor, kann es sich in keinster Weise um echte Rollenspielerinnen handeln. Da dies natürlich nicht absolut bzw. binär (Toleranz vorhanden oder nicht) geschehen kann, existiert sicherlich ein Toleranzbereich ;) , in dem sich bestimmte Intoleranzen ergeben können.
Somit müsste die Frage eigentlich lauten: Wie tolerant müssen Rollenspielerinnen sein?
Und genau das ist wohl mehr oder minder an konkreten, praktischen Umständen fest zu machen. Hey, haben wir dazu nicht "speakers corner"? >;D
Arbo
Nur weil man die Handlungen von jemanden nachvollziehen kann, indem man sich in seine Position versetzen kann. Bzw die Umstände herleiten kann die zu seiner Position führen, muss man der Person oder Ansicht noch lange nicht tolerant gegenüberstehen. Sonst wäre dieser echten Rollenspieler ein möglicher Massenmörder oder ähnliches, schliesslich kann er sich in die Rolle hineinversetzen und steht den damit zusammenhängenden Ideen tolerant gegenüber... ::)
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Mir ist bisher eigentlich nur aufgefallen, dass Rollenspieler besonders gerne mit ihrer "Toleranz" hausieren gehen und sich daran ergehen andere dafür zu rügen, dass sie soziales Fehlverhalten nicht wie sie mit "großmütigem Gestus" absegnen.
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Wir sind hier im Tanelorn-Forum - wir tolerieren keine Intoleranz. ~;D
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@Georgios
Sehe ich ähnlich.
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Mir ist bisher eigentlich nur aufgefallen, dass Rollenspieler besonders gerne mit ihrer "Toleranz" hausieren gehen und sich daran ergehen andere dafür zu rügen, dass sie soziales Fehlverhalten nicht wie sie mit "großmütigem Gestus" absegnen.
Meine Worte.
:)
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Lustig, dass hier manche Leute All-Aussagen über die Anhänger eines Hobbys machen. Warum denn jetzt wieder alles auf ein Stereotyp runterbrechen? Es ist doch völlig klar, dass man
1) nur einen kleinen Teil der Rollenspieler kennt.
2) Überhaupt keine Maßstäbe zum Messen von Toleranz hat.
3) dass es nicht die Rollenspieler gibt.
Ich hab einige Rollenspieler kennen gelernt. Ich hab mit denen gespielt. Aber weiß ich deshalb, ob sie tolerant sind? Woher denn? Wenn ich sage, mir gefällt dieses und jenes System nicht, weil...macht das niemanden intolerant.
Ich für meinen Teil kann die Frage sowas von überhaupt gar nicht beantworten. Ich kann ja noch nicht mal von mir selbst sagen, ob ich wirklich tolerant bin. Man kann sich selbst da eigentlich nur belügen, will man sich einschätzen. Warum also andere bewerten?
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Habe generell nicht den Eindruck, dass sich Rollenspieler in Punkto Toleranz vom Rest der Menschheit unterscheiden. Wer an Infos über die eigene Toleranz interessiert ist, kann mal den folgenden Test ausfüllen (gibts in Kurz- und Langfassung):
http://www.personal.psu.edu/faculty/j/5/j5j/IPIP/
Das Teil basiert auf dem bekanntesten Persönlichkeitsmodell der sogenannten "Big Five". Dazu gibts zwar eigentlich einen anderen, sehr anerkannten Test, den NEO-PI. Der ist aber kommerziell und teuer. Die verlinkte Variante ist eine recht vernünftig umgesetzte Variante. Den Wert für Toleranz entnehmt Ihr in der Analyse der Ausprägung des "Accomodation Factor". Dieser entspricht der Verträglichkeit (engl. agreeableness) im Originalmodell und hängt sehr eng mit Toleranz zusammen.
Mehr Infos gibts hier: http://www.centacs.com/quickstart.htm
Wenn den Test mindestens 30 Leute ausfüllen und das Ergebnis hier posten, können wir ja mal inferenzstatistisch prüfen, ob sich Rollenspieler im Hinblick auf ihre Toleranz (über den zugegeben verqueren Umweg der Verträglichkeit) von der Norm unterscheiden.
EDIT: In der Forschung gibts ansonsten zu der Frage neben einem Haufen Dünnpfiff bereits einige ernstzunehmende Studien, die allerdings ein recht heterogenes Bild liefern und zudem überwiegend aus dem anglo-amerikanischen Raum stammen. Bei Interesse hier einige Quellen für Interessierte:
Carroll, James L. & Carolin, Paul M. (1989). Relationship between Game Playing and Personality. Psychological Reports, 64, 705-706.
Carter, Robert & Lester, David (1998). Personalities of Players of Dungeons and Dragons. Psychological Reports, 82, 182.
DeRenard, L. A. & Kline, L. M. (1990). Alienation and the game Dungeons and Dragons. Psychological Reports, 66, 1219-1222.
Douse, Neil A. & McManus, Ian Chris (1993). The Personality of Fantasy Game Players. British Journal of Psychology, 84, 505-509.
Schmid, Jeannette (1995). Persönlichkeitsfaktoren bei Fantasy-Rollenspielern – eine empirische Studie. Heidelberg: Psychosoziales Institut der Ruprecht-Karls-Universität.
Einige der obigen Texte gibts auch online unter http://www.rpgstudies.net . Ist ne klasse Seite, das. Haut rein!
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Hallo Cpt. Arbo Spauldings,
Naja, die Frage ist m.E. falsch gestellt: Gerade weil Rollenspielerinnen sich in andere Rollen hinein versetzen können sollten, sollten ihnen eine gewisse "natürliche" Toleranz inne wohnen.
die Definition greift meiner Ansicht nach ein wenig kurz.
Wenn ich mich in die Position anderer Leute hineindenken kann muß ich sie nicht automatisch tolerieren.
Gerade wenn ich mir eine Vorstellung über einen Anderen und seinen Standpunkt mache kann ich die Fähigkeit auch dazu verwenden ihn zu verletzen oder seine Position dadurch zu schwächen das ich seine Argumente lächerlich mache oder seine Reaktionen anderen gegenüber absichtlich mißinterpretiere.
In jedem Beruf oder jedem Hobby bei dem ich von anderen Menschen zum Teil abhängig bin kann ich auch versuchen diese Menschen zu manipulieren.
Toleranz muß ich nicht entwickeln. Denn dann würde ich ja den Standpunkt des Anderen akzeptieren und ihm diesen Standpunkt lassen.
Übel finde ich ein Phänomen das ich als Pseudotoleranz bezeichnen möchte. Weil ich im Rollenspiel verschiedene Religionen, Rassen und soziale Konzepte akzeptiere bin ich toleranter als andere.
Was diese Agumentation außer Acht läßt ist das diese Akzeptanz ja keine reale Konsequenz hat. Ich muß also nicht etwa höhere Abgaben zahlen um ein Sozialprogramm zu bezahlen, ein Gesetzentwurf den ich ablehne geht nicht glatt durch alle Instanzen weil ich dessen Gegner tolerant behandelt habe und mein Kollege bekommt nicht den besseren Posten weil ich nicht alle manipulativen Tricks ausgepackt habe.
Gruß Jochen
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Och, mennoe ... ich hätte den Smith nicht erwähnen sollen, dadurch wirkt das alles so bierernst. ;)
Aber ernsthaft: Möglicherweise stimmt es, dass "the third spectator" nicht ausreicht, um "tolerant" zu sein. Sorry, darauf bin ich selbst gar nicht gekommen. Vielleicht benötigt den auch niemand, um "tolerant" zu sein. Wozu sich in andere Rollen hinein versetzen, wenn es auch ohne geht? Empathie erlernen, warum? Völlig unwichtig! Und unser Hobby: Eines der überschätzten Hobbies überhaupt! Pädagogisch der allerletzte Müll!
Im Grunde sollten wir endlich mal ehrlich sein und sagen, wie's ist: Rollenspiel wird meist nur von verkappten Nerds betrieben, die da ihre kleinen (Macht-) Fantasien ausleben. Also "inplay" ist da sicher nix Toleranz und die lässt sich damit auch nicht erlernen. Wie kann da jemand von Rollenspieler(innen) nur erwarten, tolerant zu sein? Also sorry, mein Fehler. Danke, dass ihr mich darauf gebracht habt. :P
@ Ludovico:
Siehste mal, wie intolerant die sind ... die ignorieren Deinen Thread einfach. :P
Arbo
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Och, ernst nehm ich recht wenig hier im Forum. Ich geb halt nur meinen Senf überall dazu, auch wenn ihn keiner lesen mag. ;D
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Das ist aber ziemlich intolerant. Ich denke, Du bist kein richtiger Rollenspieler. ;)
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@Kinshasa:
http://www.personal.psu.edu/faculty/j/5/j5j/IPIP/
den Test find ich richtig gut, glaube auch, dass er innerhalb des Modells aussagekräftig ist.
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Toleranz ist eine tolle Sache.
Früher muste man noch ne eigene, begründete Meinung zu den Sachen haben die einem wichtig waren oder klar zugeben ,,Das ist mir sch...egal!''.
Heute kann man da einfach toleranz draufschreiben und muß sich mit anderstartigen Meinungen gar nicht erst auseinandersetzen. Quasi eine große Rundablage mit tollem Schriftzug. Klasse. :d
Und als Bonus kann man sich obendrein ein paar lustige Begründungen einfallen lassen, warum eine ungeliebte Meinung oder ein nicht gemochter Mensch jetzt intollerant ist (Jehova, Jehova ;) ) und ihm den Extra-Beipackhammer 'Das-ist-aber-intolerantTM' über die Rübe ziehen.
Einfach paradisisch. Keine intellektuele Eigenleistung bringen müßen, dafür gut aussehen und immer einen beliebigen Grund haben ,,Du hast Jehova gesagt!'' zu plären. 8)
Es gibt dinge, die kann man nicht kaufen... :d
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@Arbo
Stimmt, ich spiele FALSCH! ;)
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Wenn ich sehe wie in diversen RPG Foren mit Leuten umgegangen wird die eine andere Meinung haben, dann sehe ich einen deutlichen Hang dazu nicht tolerant zu sein.
Das hat nix mit Rollenspielern zu tun, sondern mit dem Internet. In sehr vielen Foren, egal aus welchem Bereich, geht man auf die "Internet-Art und Weise" miteinander um.
Wie würde ein von mir sehr geschätzter Autor darauf meist sagen: "Willkommen im Internet!" ;)
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Das hat nix mit Rollenspielern zu tun, sondern mit dem Internet. In sehr vielen Foren, egal aus welchem Bereich, geht man auf die "Internet-Art und Weise" miteinander um.
Wie würde ein von mir sehr geschätzter Autor darauf meist sagen: "Willkommen im Internet!" ;)
Ach du meinst das hier (http://www.ctrlaltdel-online.com/comic.php?d=20080227)? >;D
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Tja Toleranz bei Rollenspielern? Genauso wenig vorhanden wie bei Nichtrollenspielern. Das sind meine langjährigen Erfahrungen aus Real Life und Web.
Noch als Ergänzung:
Man kann und sollte Internetforen (oder ähnliche gelagerte Web 2.0 Errungenschaften) nicht als Maßstab für das Verhalten von Menschen untereinander im "physischen" (Klingt doof, ich weiß. Mir fällt nur gerade keine passendere Beschreibung ein) Leben nehmen. Und schon gar nicht sollte man daher Rückschlüsse auf die Toleranz bestimmter Leute ziehen. Im Schutze der Anonymität verhalten sich doch viele wie der sprichwörtliche Elefant im Porzelanladen...
@ Herr Rabe
Das meinte ich zwar nicht, aber es ist trotzdem sehr passend ;D
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Das Verhalten außerhalb des Netzes ist oftmals genauso schäbig, man bekommt es nur weniger mit, weil viele sich nicht trauen, es so offen zu zeigen. Ich glaube nicht daran, daß die Gutmenschen offline plötzlich zu miesen Hunden online werden und vice versa.
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Toleranz ist der Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen
Wenn meine Gruppe also möchte, das Ludovico wieder mitspielt obwohl mir seine politischen Ansicht so gar überhaupt nicht zusagen, seit er in Südafrica war. Und ich dem Zustimme, dann über ich Tolleranz aus.
Wenn es Locke stöhrt, das mein Straßensamurai sich Kilogrammweise Koks durch die Nase zieht, sich an Leichen vergeht und grundätzlich nur mit kleinen Kindern in Fahrt kommt, dann ist das auch tolerant.
Wenn ich sage, das D&D 3.5 ein mit Charakterspieloptionen versehenes Table Top Spiel ist und ich es nicht mag, aber trotzdem mit meinen Kumpels von der Arbeit spiele. Dann bin ich auch tolerant.
Wenn ich sehe, das die Anenteuer von ... Railroading sind, dem SL vorschreiben, die Regeln zu brechen und die Geschichte immer wieder von dritten retten lassen. Dann bin ich ein Ignorant.
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Das Verhalten außerhalb des Netzes ist oftmals genauso schäbig, man bekommt es nur weniger mit, weil viele sich nicht trauen, es so offen zu zeigen. Ich glaube nicht daran, daß die Gutmenschen offline plötzlich zu miesen Hunden online werden und vice versa.
Sicherlich ist da was dran. Ich denke aber trotzdem, dass man von einem gewissen Diskussionsstil im Netz nicht zwangsweise darauf schließen kann, dass sich die betreffende Person auch außerhalb des WWW so verhält.
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Ja, das ist wohl richtig. Wie ich sagte: Außerhalb des Netzes ist es eben oftmals nur hinterhältiger, subtiler, aber dafür nicht weniger schmutzig.
Naja, wie auch immer. Am schlimmsten empfinde ich immer jene, die Toleranz bis hin zur Selbstaufgabe verfechten und definieren. Sollen sie nur machen. Da bin ich ganz tolerant.
;)
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@Jörg:
Jop. Toleranz heißt ertragen und nicht: Alles toll finden. Sehr großer Fehler, der oft begangen wird. Und nicht nur in dem Kontext.
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Toleranz heißt ertragen und nicht: Alles toll finden.
Und wer sich vor einer Gruppe von Leuten als Märtyrer inszeniert, weil er seine Toleranz so offen zur Schau trägt; ist so selbstverliebt, dass es peinlich ist.
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Und wer sich vor einer Gruppe von Leuten als Märtyrer inszeniert, weil er seine Toleranz so offen zur Schau trägt; ist so selbstverliebt, dass es peinlich ist.
Das hat aber erst einmal nix mit der Toleranz zu tun. Die ist in diesem Beispiel nämlich nur Katalysator, aber keine Ursache.
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Und wer sich vor einer Gruppe von Leuten als Märtyrer inszeniert, weil er seine Toleranz so offen zur Schau trägt; ist so selbstverliebt, dass es peinlich ist.
ist es nicht schön wie sich doch alle lieb haben ~;D
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Ich frage mich gerade, ob der von Jörg angesprochene Verzicht auch seine Grenzen haben mag. Wo wird Toleranz zur Dummheit? Was ist der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz?
Zudem stelle ich mir die Frage, ob jemand, der Toleranz "zur Schau" stellt, wirklich tolerant ist. Oder wie ist ein solches "zur Schau stellen" zu nennen? Im Grunde ist es dann doch nur "Selbstzweck". Gehört zur "Toleranz" nicht auch ein gewisses Maß an "Einsicht"? Oder ist Toleranz nur ein euphemischer Begriff für "Gleichgültigkeit"?
@ Kinshasa:
Das hat aber erst einmal nix mit der Toleranz zu tun. Die ist in diesem Beispiel nämlich nur Katalysator, aber keine Ursache.
Jo, irgendwie fand' ich das Beispiel auch etwas seltsam ... und habe auch das Gefühl, dass dies mit dem Begriff "Integrität" etwas verschwimmt.
Arbo
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Oder ist Toleranz nur ein euphemischer Begriff für "Gleichgültigkeit"?
Jemand, der Christen hast, sie aber dennoch gewähren läst, nicht umbringt und in seiner Nachbarschaft erträgt, der ist tolerant. Toleranz ist weit weniger als "nur GLeichgültigkeit". Toleranz ist etwas ertragen, dass man eigentlich nicht mag.
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Jemand, der Christen hast, sie aber dennoch gewähren läst, nicht umbringt und in seiner Nachbarschaft erträgt, der ist tolerant. Toleranz ist weit weniger als "nur GLeichgültigkeit". Toleranz ist etwas ertragen, dass man eigentlich nicht mag.
Naja, deshalb oben meine Frage, wie weit dieser Verzicht geht. Außerdem könnte ich jetzt ketzerisch sagen: Alles Popanz, niemand kann auf lange Sicht was "ertragen", was er eigentlich nicht möchte - das ist entweder Selbstverleugnung oder Dummheit. Ergo: "Wahre Toleranz" ist Gleichgültigkeit. >;D
Arbo
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Ui welch eine philosphische Betrachtung.
Ich denke jede Toleranz kann zur Dummheit werden. Wenn man mehr erträgt als es gut für einen ist, dann leidet die Seele. Bei der Akzeptanz ist man bereit das gegen einen gerichtete hin zu nehmen, während man bei der Toleranz nur auf die Option verzichtet, dagegen vor zu gehen.
Man kann Verhaltensweisen die man zur Schau trägt nicht mit dem Selbstdarstellungstrieb koppeln.
Die Selbstdarstellung ist eine extrovertierte Handlung, wärend Akzeptanz und Toleranz duldende Handlungen oder besser gesagt innere Einstellungen sind. Ghandi hat mit seinem Sendungsbewustsein und der Toleranz der Gewalt gegen sich und seine Anhänger unglaubliches bewegt.
Sind für mich zwei paar Schuhe.
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Ich denke auch das es da genaue definitionen des Wortes Toleranz gibt.Wenn ich auf der Straße zusehe wie ein paar Leute einen kleinen Jungen prügeln dann könnte ich das mit "Ich hab das halt mal toleriert" abtun, würde aber vor dem Gesetz ziemlich dumm dastehen da ich nichts dagegen gemacht habe. Es gibt einen Punkt wo die Toleranz aufhört. Nicht alles ist Toleranz. Nur mal so als Anmerkung für die, die das Wort wohl etwas zu weit auslegen...
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Inwiefern betrifft die Keilerei Dich Nelly? Du kannst nur etwas tollerieren, was gegen dich gerichtet ist.
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Inwiefern betrifft die Keilerei Dich Nelly? Du kannst nur etwas tollerieren, was gegen dich gerichtet ist.
Nein. Das stimmt nicht. Wenn ich mitbekomme das ein Mann seine Frau verprügelt dann rufe ich die Polizei. Wenn ich mitbekomme, das ein 8 jähriger von fünf 14 jährigen verprügelt wird dann geh ich da nicht einfach vorbei sondern unternehme etwas dagegen. Wenn ein Mann einen Hund so derbe verprügelt das er sterben könnte dann verständige ich ebenfalls die Polizei.
Immer dann wenn etwas ungerecht ist dann muss man etwas dagegen tun, so etwas kann man einfach nicht tolerieren. Aus diesem Grund haben wir Gesetze. Es gibt nunmal einen Punkt wo die Toleranz aufhört und man etwas unternehmen muss. Alles andere wäre falsch.
edit: ich toleriere zum Beispiel nicht das irgendjemand, auf welche Weise auch immer, meine Freunde verletzt. Ich kann auch nicht tollerieren das es Menschen gibt die fremdes Eigentum zersötren, noch das es Menschen gibt die sich fremdes Eigentum aneignen, sich irgendwo an schwächeren vergreifen oder aber nur zu uns kommen um stunk zu machen. Das ist schlichtweg nicht tolerierbar.
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Also Nelly um die Toleranz noch einmal zu definieren:
Toleranz ist der Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen
Es sollte sogar dir klar sein das diese Beschreibung nicht auf die Situation zutrifft wenn ein Mann seine Frau Schlägt. Denn du bist nicht jede Frau, du bist die Nelly. Und die Nelly kann es nur tollerieren, wenn ihr eigener Mann sie verprügelt oder beleidigt.
Wenn sie es bei anderen sieht, dann kann sie die Polizei rufen oder aktiv eingreifen.
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Also Nelly um die Toleranz noch einmal zu definieren:
Toleranz ist der Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen
Es sollte sogar dir klar sein das diese Beschreibung nicht auf die Situation zutrifft wenn ein Mann seine Frau Schlägt. Denn du bist nicht jede Frau, du bist die Nelly. Und die Nelly kann es nur tollerieren, wenn ihr eigener Mann sie verprügelt oder beleidigt.
Wenn sie es bei anderen sieht, dann kann sie die Polizei rufen oder aktiv eingreifen.
Und was meinst du warum ich die Polizei anrufe? Weil ich so ein Verhalten von einem Mann einfach nicht tollerieren kann. Ich mag es nicht, es ist gesetzeswidrig, falsch und einfach nur unter aller Sau. Deswegen rufe ich die Polizei. Es gibt auch Dinge die man nicht tolleriert und in Aktion tritt die nicht auf sich gerichtet sind. Gerade in solchen Situationen wo es gegen Schwächere geht. Es muss nicht unbedingt etwas mit dir zu tun zu haben.
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Also Nelly um die Toleranz noch einmal zu definieren:
Toleranz ist der Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen
Die Definition unterschlägt den zeitlichen Faktor: Beispielsweise könnte der Schläger, den ich heute bei einem anderen Opfer gewähren lasse, morgen mich als Opfer ins Visier nehmen.
Also toleriere ich heute das Übel, das mir morgen selbst widerfahren könnte.
Oder ich nutze die Gelegenheit, es abzustellen.
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Hm. Frage mich, was es für einen Sinn hat, eine unreflektierte Copy-Paste-Definition von Wikipedia mal wieder zum Maß aller Dinge zu machen und anderen hier mehrfach aufzudrängen.
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OK Yerho, das ist mir definitiv zu philosphisch.
Prä-Toleranz ist starker Tobak.
Also JS.
Wikipedia ist zwr nicht so der Bringer, aber anscheinend scheinst auch du diese Informationsquelle zu nutzen. Was ich hier geschrieben habe ist weder einfach über Copy und Paste gelaufen, noch unrefelektiert.
Es tut mir natürlich leid, das ich hier keine phliosophischen Abhandlungen über die Tolleranz und Akzeptanz in unverfäschter Reinheit und magischer Qualität bringe.
Aber du kannst dir sicher sein, das mein Phliosphie Lehrer (Als Heide hat man kein Religionsuntericht) das Thema mehr als nur oberflächlich angeschnitten hat. Da du dir so tiefschürfende Gedanken machst, dass dir die hier geposteten Darstellungen zu oberflächlich sind:
Ich hoffe natürlich, das du uns mit deiner persönlichen Ansicht bereicherst Herr Pizzavermesser.
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Nö, es ist mal wieder eine überwiegend reine Laiendiskussion. Und ich nehme mich da ebenso wenig aus (!), denn trotz meiner philosophischen Studien maße ich mir nicht an, jetzt die Quintessenz der Toleranzlehre mit einem Satz der Wikipedia oder ein paar eigenen Worten darbieten zu können. (Ein Lexikon übrigens, das ich mitnichten häufig benutze; ich hatte nur den - berechtigten - Verdacht, der Satz könnte genau von dort stammen.)
Das heißt nicht, daß es nicht Spaß machen kann, lang und breit darüber zu raisonnieren. Jedoch ist der Erkenntnisgewinn i.d.R. eher gering, weil es sowieso jeder Zweite anders sieht.
;)
Außerdem muß ich dich ja nicht noch reicher machen, wenn du vor langer Zeit einmal ein paar Stunden Philosophieunterricht in der Schule hattest.
EDIT: überwiegend eingefügt.
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Nö, es ist mal wieder eine reine Laiendiskussion.
Also ich halte mich in diesem Fall eigentlich nicht für einen Laien, aber diese nutzlosen und besserwisserischen Definitionskriege, die sich oftmals und auch hier schnell aus interessanten Fragestellungen entwickeln, öden mich an.
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@Kinshasa:
Es ist jetzt länger her, dass ich irgendwas über das 5-Faktoren Modell gelesen habe.
Dass ein Bezug zwischen Agreeableness und Toleranz besteht hatte ich noch im Kopf, aber kannst du mir sagen ob die Beziehungen zwischen "Toleranz" und den einzelnen Subskalen des Faktors deutlische Unterschiede aufgewiesen haben?
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@Kinshasa:
Es ist jetzt länger her, dass ich irgendwas über das 5-Faktoren Modell gelesen habe.
Dass ein Bezug zwischen Agreeableness und Toleranz besteht hatte ich noch im Kopf, aber kannst du mir sagen ob die Beziehungen zwischen "Toleranz" und den einzelnen Subskalen des Faktors deutlische Unterschiede aufgewiesen haben?
Hm, kann ich Dir aus dem Kopf nicht sagen und habe die Literatur im Büro. Soweit ich mich erinnere, ist Toleranz aber auch keine eigene Subskala von Verträglichkeit, korreliert aber als Konzept recht hoch (so um .5 oder so). Wenn Du starkes Interesse hast, schau ich das am Montag gerne nach (dann per PM, da recht weit OT).
EDIT: Hatte Deine Frage erst falsch verstanden, sorry. Kann Dir das aber auch nicht beantworten. Zu meiner Verteidigung sei in diesem Fall angemerkt, dass es ausser absoluten Spezialisten kaum jemanden geben dürfte, der die Korrelationsmatrizen der Skalen und Subskalen des MMPI mit Drittvariablen aus dem Kopf zitieren kann ;)
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Außerdem muß ich dich ja nicht noch reicher machen, wenn du vor langer Zeit einmal ein paar Stunden Philosophieunterricht in der Schule hattest.
Schade, da hätte ich mich drauf gefreut.
Die Definition aus dem Wikipedia habe ich gezogen, damit es eine einheitliche Grundlage zum Diskutieren gibt und nicht der eine über Äpfel und der Andere über Birnen redet (wie z.B in der Powergamer Diskussion).
Die meisten der Sachen die im Spaßkiller Tread genannt werden sind einfach zu banal um toleriert zu werden. Die berühren nur Leute die zu wenig Spaß im Leben haben um einfach so zu spielen.
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Die meisten der Sachen die im Spaßkiller Tread genannt werden sind einfach zu banal um toleriert zu werden.
Du tolerierst also keine banalen Sachen?
Sind es nicht gerade die banalen Sachen, die man als erstes tolerieren sollte?
Wenn man nichtmal bereit ist, banale Sachen zu tolerieren, wie soll man da erst die wirklich großen Sachen tolerieren?
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Die Definition unterschlägt den zeitlichen Faktor: Beispielsweise könnte der Schläger, den ich heute bei einem anderen Opfer gewähren lasse, morgen mich als Opfer ins Visier nehmen.
Also toleriere ich heute das Übel, das mir morgen selbst widerfahren könnte.
Oder ich nutze die Gelegenheit, es abzustellen.
Womit wir faktisch wieder beim Rollentausch aka Rollenspiel sind. ;)
Arbo
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Du tolerierst also keine banalen Sachen?
Sind es nicht gerade die banalen Sachen, die man als erstes tolerieren sollte?
Wenn man nichtmal bereit ist, banale Sachen zu tolerieren, wie soll man da erst die wirklich großen Sachen tolerieren?
Ich muss Sachen die nicht gegen mich gerichtet sind nicht tolerieren. Raschelnde Chips Tüten, Hintergrundlärm oder Spieler die mal eine Rauchen wollen und dazu den Raum verlassen sind nicht gegen mich gerichtet.
Aber wenn sie gegen mich gerichtet wären, dann würde ich sie so tolerieren, wie Spieler die mir ihren Hintergrund nicht einreichen und mich so vor das Problem stellen wie ich sie einbaue. Wobei ich da zwar rumquarke, weil sie es nicht machen, aber halt auch akzeptieren muss das es Leute gibt die andere Schwerpunkte setzen als ich.
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aber halt auch akzeptieren muss das es Leute gibt die andere Schwerpunkte setzen als ich.
Wohl aber nur bei Leuten offline. ::)
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Oh, das war jetzt aber böse.
Wie sollen mich Leute die ich nie treffe denn so beeinflussen, das ich ihr Verhalten tolerieren muss? *Regierungen mal ausgenommen*
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Ich muss Sachen die nicht gegen mich gerichtet sind nicht tolerieren.
Oh, Sachen, die nicht gegen einen selber gerichtet sind (und auch niemanden sonst Schaden), sollte man auf alle Fälle tolerieren.
Der Islam ist nicht gegen das Christentum gerichtet und umgekehrt. - Trotzdem wäre die Welt besser, wenn sich die beiden Weltreligionen gegenseitig tolerieren würden.
Raschelnde Chips Tüten, Hintergrundlärm oder Spieler die mal eine Rauchen wollen und dazu den Raum verlassen sind nicht gegen mich gerichtet.
Raschelnde Chipstüten können aber die Immersion stören. Und da gebietet es die Höflichkeit, einen Kompromiss zu finden. (Klar wäre es extrem, wenn ich dem anderen komplett das Chips essen verbieten würde. - Aber er könnte zumindest aus Höflichkeit in den spannenden Szenen dieses unterlassen.)
Und solange jemand beim rauchen rausgeht, stört er die anderen wenigstens nicht. Aber es ist trotzdem Schade: Ich habe ihn schließlich eingeladen, damit wir zusammen RPG machen und nicht, damit er vor meiner Wohnungstür Wache schiebt.
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Für alle die zu Hause an den Bildschirmen mitmachen, hier die Zusammenfassung:
Toleranz ist der Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen
und
Ich muss Sachen die nicht gegen mich gerichtet sind nicht tolerieren.
Wir können also festhalten:
Wenn man von den anderen Spielern am Tisch gemobbt wird, ist man intolerant, wenn man das nicht über sich ergehen lässt.
Aber sowas wie einen homosexuellen Mitspieler muss man nicht tolerieren.
:puke:
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Hallo zusammen,
kann man eigentlich wirklich nur Kleinigkeiten tolerieren ohne seine Zivilcourage aufzugeben?
Denn Äußerlichkeiten wie Haarschnitt oder aus meiner Sicht unpassende Kleidung kann ich tolerieren.
Die Dinge die Nelly genannt hat kann ich nicht tolerieren. Sie betreffen mich direkt denn bei diesen Szenen würde ich krank. Bevor jemand nachfragt laut Weltgesundheitsorganisation ist Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit sondern vollständiges körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden.
Wenn es wirklich nur um diese Kleinigkeiten geht dann sind Rollenspieler toleranter. Denn das gemeinsame Hobby sorgt dafür das sich auch Leute zusammensetzen die sich ansonsten so wahrscheinlich nie beachtet hätten.
Gruß Jochen
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Für alle die zu Hause an den Bildschirmen mitmachen, hier die Zusammenfassung:
und
Wir können also festhalten:
Wenn man von den anderen Spielern am Tisch gemobbt wird, ist man intolerant, wenn man das nicht über sich ergehen lässt.
Aber sowas wie einen homosexuellen Mitspieler muss man nicht tolerieren.
:puke:
Georgios (wenn es wirklich Georgios ist der das geschrieben hat), ein homosexueller Mitspieler muss nicht toleriert werden, weil sich seine sexuelle Ausrichtung wohl kaum im oder beim Spiel zeigen wird. Die sexuelle Ausrichtung von Spielern ist vollkommen egal, da diese eine rein private Sache ist, die gar überhaupt nix mit dem sozialen Event Rollenspiel an sich zu tun hat.
Wer also auch immer das geschrieben hat:
Du kannst dir deine Provokation mit homophoben Unterstellungen also sparen und dahin stecken, wo niemals die Sonne scheint. Ja, ich würde es wirklich begrüßen, wenn du deine plumpen Versuche einfach nur zu provozieren abstellst und dir mal rein ziehst wo die Grenze zwischen bashen und dem absoluten schlechten Geschmack liegt.
Das ist arm, ganz arm.
Edit: Ich kann nicht sicher sein, das es wirklich von Georgius kommt, deshalb habe ich das entsprechend formatiert.
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ein homosexueller Mitspieler muss nicht toleriert werden, weil sich seine sexuelle Ausrichtung wohl kaum im oder beim Spiel zeigen wird.
Also in diesem Fall halte ich die Wikipedia Definition für reichlich schlecht. Sie entspricht zumindest nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch.
Wenn jemand einen schwulen Mitspieler hat, und diesen andauernd mobbt, dann wird ihm von den anderen Mitspielern nunmal Intoleranz vorgeworfen. Und man bittet ihn, toleranter zu sein.
Und wenn er dann aufhört, den Mitspieler zu mobben, und der Meinung ist: "Ich kann ihn zwar nicht leiden, aber das ist sein Bier, er darf so wie er ist mitspielen.", dann gilt er als tolerant.
Mir ist klar, dass Wikipedia das etwas anderes sieht. - Aber in diesem Fall definiert Wikipedia nunmal an dem deutschen Sprachgebrauch vorbei.
Im deutschen Sprachgebrauch gilt es nunmal als tolerant, wenn ich den Schwulen nicht weiter belästige und es gilt als intolerant, wenn ich den Schwulen mobbe.
Und da wir hier in Deutschland sind, sollte man die deutsche Bedeutung von Wörtern auch benutzen.
Die sexuelle Ausrichtung von Spielern ist vollkommen egal, da diese eine rein private Sache ist, die gar überhaupt nix mit dem sozialen Event Rollenspiel an sich zu tun hat.
Wenn es dir egal ist, dann bist du erstmal gleichgültig.
Aber es gibt nunmal Leute, denen diese nicht egal ist. - Und dann entscheidet sich, ob sie diese Ausrichtung akzeptieren, tolerieren oder gar intolerant reagieren.
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Gegenüber Stinos
,also Nichtrollenspieler, sind wir etwas Tolranter,gerade weil wir durch unser Hobby manchmal alternativen sehen(Frauen spielen hilft manchmal Frauen zu verstehen und wer Orks in SR spielt,kann den "unterdrückten NegergefärbtenUS-Bürger Afrikanischer Abstamung mit Wurzeln in Afrika (Scheiß PC,aber das ist ein anderes Thema)besser verstehen)Wir sind sogar Tolerant,wenn unser Hobby (vom Wachturm oder TV-Evangelisten oder unwissenden Hobby-Drehbuchautoren ....auch wieder ein anderes Thema) angegriffen wird.
Aber wehe ,ein Rollenspieler eines anderen Systems oder :o eines anderen Spielstils behauptet sein System/Stil wäre besser oder noch schlimmer ,mein System wäre schlechter,dann werden dieToleranzhandschuhe ausgezogen und es geht Rund.Gerade im Internet,wo man annonym ist und Rumpöbeln kann,ohne dafür wirklich geradezu stehen
Und da sind wir nicht besser als die Fußballfans,die Jörg D. auf der ersten Seite meint. Aber was Toleranz gegenüber Kinderschändern oder Massenmord,etc angeht:Hallo,wir sind Rollenspieler und wir Tun so,als ob wir jemand anders sind(und das ist auch Gut so) aber wenn Jemand so Tut ,als ob er Kinder Vergewaltigt,Menschen aufs bestialischste foltert oder aufißt(War letztens ein Thema in einem SR Forum IIRC)dann sollte man mehr Hinschauen,als wenn mir ein Fußballfan erzählt,er hat so einen Film gesehen .Nicht Falsch verstehen; Ich spiele liebend gerne SR und Chars die Grau-bis Schwarz sind und habe Kumpel&Freunde ,die gleiches oder ähnliches spielen,aber irgendwo ist eine Grenze der Toleranz und bei Rollenspieler,die diese Chars spielen ist diese Grenze"Näher" als bei anderen Hobbies
mit Tanz am Morgen
Medizinmann
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Die Frage ist, wie man den Begriff "gegen sich gerichtetes Übel" definiert. Wenn man sich durch die Homosexualität des Mitspielers angegriffen fühlt, ist die Definition wieder passend. Selbiges gilt für beliebige Angriffe gegen andere, die im Misverhältnis zum eigenen Wertesystem stehen.
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Also in diesem Fall halte ich die Wikipedia Definition für reichlich schlecht. Sie entspricht zumindest nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch.
Wie man schon am Abschnitt Begriffsbestimmung sieht, ist der Artikel vor allem noch eine Baustelle, wahrscheinlich auch weil es schwerfällt Toleranz gegenüber Ignoranz, Duldung etc. abzugrenzen. Auch wenn man sich die Diskussion und vor allem die History ansieht, sieht man leicht, dass es noch etwas dauern wird, bis dieser Artikel Qualitätsstandards entsprechen wird. Vielleicht wird das nie der Fall sein.
Hier ist wieder einmal die englische schon viel weiter
Toleration and tolerance are terms used in social, cultural and religious contexts to describe attitudes and practices that prohibit discrimination against those practices or group memberships that may be disapproved of by those in the majority.
Mir ist klar, dass Wikipedia das etwas anderes sieht.
Es gibt nicht Die Wikipedia als Instanz der Definitionshoheit. Die Wikipedia ist ein Zusammenschluss sehr unterschiedlicher Leute und daher ist jede Definition in der Wikipedia das Resultat eines langen, teils hart umfochtenen, Diskurses.
also Nichtrollenspieler, sind wir etwas Tolranter,gerade weil wir durch unser Hobby manchmal alternativen sehen
Oh, ja, "wir" sind ja sooo tolerant.
(Frauen spielen hilft manchmal Frauen zu verstehen
Äh, ja, genau...
und wer Orks in SR spielt,kann den "unterdrückten NegergefärbtenUS-Bürger Afrikanischer Abstamung mit Wurzeln in Afrika besser verstehen)
Ja, ist total cool ein Nigger zu sein. Dieser ganze machomäßige Martialismus. Knarren und Zeugs. Wie in den Videos auf MTV, die uns zeigen, wie toll das Leben im Ghetto ist.
Wir sind sogar Tolerant, wenn unser Hobby (vom Wachturm oder TV-Evangelisten oder unwissenden Hobby-Drehbuchautoren ....auch wieder ein anderes Thema) angegriffen wird.
Da ist es wohl eher so, dass die anderen Toleranz üben (oder auch nicht), denn wir sind die Minderheit.
Aber was Toleranz gegenüber Kinderschändern oder Massenmord,etc angeht:Hallo,wir sind Rollenspieler und wir Tun so,als ob wir jemand anders sind(und das ist auch Gut so) aber wenn Jemand so Tut ,als ob er Kinder Vergewaltigt,Menschen aufs bestialischste foltert oder aufißt
Ja, Toleranz hat seine Grenzen. Man muss nicht tolerant gegenüber Leute sein, die sozial destruktiv handeln. Dabei ist zwar durch die Fiktivität eine gewisse Grauzone gegeben. Aber wenn sich Leute regelmäßig in Allmachtfantasien hineinsteigern, dann kann man wohl davon ausgehen, dass sie psychatrische Hilfe benötigen.
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Meiner Erfahrung nach sind Rollenspieler schon überdurchschnittlich tolerant, zumindest gegenüber bestimmten Eigenschaften auf die in anderen Zusammenhängen vielleicht eher herabgeschaut werden würde. Ich denke das liegt daran, dass die Rollenspielerszene zu einem gewissen Anteil aus Leuten besteht die wegen ihrer... speziellen Natur... auch einiges an Toleranz beanspruchen. Zumindest als ich mit 15-16 als Teenager mit den üblichen Selbstwertproblemen in die Szene stieß fühlte ich mich eher toleriert als von meiner sonstigen Umgebung. ;)
Wobei, man könnte es natürlich auch so drehen : Rollenspieler sind tolerant... gegenüber anderen Rollenspielern. Hm, insofern müsste ich meinen Vote oben zurücknehmen.
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Naja, Toleranz ist auch nur die kleine Schwester von Waschlappen. Ich denke mal, so gesehen, trifft's auf die meisten Rollenspieler(innen) zu, denn sonst würden die sich ja ne vernünftige Freizeitbeschäftigung suchen. Denn mein Gott, es gibt doch so schöne andere Hobbies auf der Welt!!! Tja, also wer aber das Maul nicht aufbekommt, darf sich auf diese Weise den Nimbus "Toleranz" sichern ... da steht mensch halt nicht ganz so "nackig" da. ;)
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Vielleicht sind Rollenspieler nicht toleranter, sondern nur mit weniger Vorurteilen belastet? Weil man als Rollenspieler sich auch mal einen anderen Glauben/Kultur/Lebensweise ansieht und versucht zu verstehen. Gerade die Fähigkeit sich in Andere hinzuversetzen können sieht man bei Nicht-Rollenspielern eher seltener.
Vorurteile wie alle D&D Spieler sind blöde Basher, DSA ist was für Luschen oder nackte, geile, weibliche Elfen werden nur von unansehnlichen Männern gespielt natürlich ausgeschlossen. ;)
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Gerade die Fähigkeit sich in Andere hinzuversetzen können sieht man bei Nicht-Rollenspielern eher seltener.
Wie kommst du zu dem Schluss?
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Naja, Toleranz ist auch nur die kleine Schwester von Waschlappen.
Der Satz gefällt mir ;D
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Wie kommst du zu dem Schluss?
Weil die es (generell gesehen) sich nicht zum Hobby machen
Sich in andere Hineinzuversetzen
Ach und...
Da ist es wohl eher so, dass die anderen Toleranz üben (oder auch nicht), denn wir sind die Minderheit.
Was hat Toleranz damit zu Tun? Darf /soll eine Minderheit nicht Tolerant sein ?
Ausserdem
Ja, ist total cool ein Nigger zu sein. Dieser ganze machomäßige Martialismus. Knarren und Zeugs. Wie in den Videos auf MTV, die uns zeigen, wie toll das Leben im Ghetto ist.
Wo Hab Ich geschrieben ,das es Cool ist ein Nigger zu sein,oder wieso glaubst Du,das Ich meine Erfahrungen von MV hab ?
Das war wohl etwas platter und unangebrachter Sarkasmus,oder ?
Da seh Ich jetzt nicht soviel Toleranz von deiner Seite aus !!
mit Tollerantem Tanz
Medizinmann
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Weil die es (generell gesehen) sich nicht zum Hobby machen
Rollenspieler auch nicht. Die Spielfiguren leben nämlich nicht. Im besten Fall haben wir hier Was-wäre-wenn-Szenarien, die dabei helfen Situationen aus der eigenen Situation zu bewerten.
Darf /soll eine Minderheit nicht Tolerant sein ?
Klar, allerdings hat es keine so große Relevanz wie die Toleranz der Mehrheit. Denn bei Toleranz geht es um das Nichtanwenden von Diskriminierung.
Wo Hab Ich geschrieben ,das es Cool ist ein Nigger zu sein
Du hast den fragwürdigen Stereotyp der Shadowrun-Orks mit den Afroamerikanern in einen Topf geworfen, mein Lieber, nicht ich.
Da seh Ich jetzt nicht soviel Toleranz von deiner Seite aus !!
Och, ich finde ich bin voll tolerant gegenüber deiner Rechtschreibschwäche.
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Toleranz wird generell überbewertet und ist kein Wert an sich.
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Bezüglich Medizinmann und Lieutenant Ein:
Genauso etwas meinte ich mit der "Internet-Art und Weise".
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Hey Ranor, Du junger Sack, halt gefälligst die Klappe und genieß das Kino hier!!!
*Poppkorn rüberreich*
:headbang:
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Okay...
*Poppkorn knabber*
:headbang:
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Wie kommst du zu dem Schluss?
Uhm, Lebenserfahrung? Leider kann ich nur aus meiner subjektiven Wahrnehmung Schlüsse ziehen, aber durch Gespräche mit anderen Menschen, komme ich immer wieder zu der Einsicht, wie schwer es Vielen fällt sich in Andere hineinzudenken - ganz egal wer diese Leute sind. Rollenspieler hingehen üben das mehr, als Nicht-Rollenspieler.
Natürlich kann es auch sein, dass ich die letzten 20 Jahre nur Menschen getroffen habe, die das weniger gut konnten und ich deshalb völlig falsch liege.
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(Frauen spielen hilft manchmal Frauen zu verstehen
.....
und wer Orks in SR spielt,kann den "unterdrückten NegergefärbtenUS-Bürger Afrikanischer Abstamung mit Wurzeln in Afrika besser verstehen)
Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Dir muss doch klar sein das du noch nicht mal annähernd nachvollziehen kannst wie sich ein "unterdrückter" Afro-Amerikaner fühlt nur weil du einen Ork in Shadowrun gespielt hast. Warum? Weil du es selbst nicht durchgemacht hast. Du weist es einfach nicht wie es wirklich ist. Du glaubst du hast eine Ahnung davon, du glaubst du kannst es verstehen und nachvollziehen, die Wahrheit ist, du kannst es eben nicht. Niemand kann das und ich will es mir auch nicht anmaßen zu sagen das ich weis wie sie sich fühlen. Ich kann gewisse Punkte nachvollziehen, wie zum Beispiel Hunger oder die Angst nicht mehr aus einem Teufelskreis rauszukommen, aber ich weis nicht wie es ist wenn Gangs sich bekriegen, ich kann nicht nachvollziehen warum ich einen anderen Menschen umbringen muss nur um meine Ehre wiederherzustellen oder um einen "Bruder" zu rächen. Ich weis nicht warum ich mit Drogen dealen sollte oder den nächsten Laden überfallen muss nur weil das jemand von mir so verlangt, ob ich nun einen Ork spiele oder nicht.... ich kann gewisse Dinge einfach nicht nachvollziehen weil ich sie im wirklichen Leben nicht durchlebt habe.
Glaubst du du weist wie es ist angeschossen zu werden nur weil dein Ork angeschossen wurde? Oder wie es sich anfühlt wenn man ein Messer in die Rippen gejagt bekommt? Aus einem Helikopter springt oder wie es sich anfühlt wenn man irgendwo einbricht und ein Gebäude in die Luft jagd indem noch eine ganze Menge Menschen waren weil du das im Spiel so gemacht hast?
Würdest du das im wirklichen Leben schon durchgemacht haben würdest du mit großer Wahrscheinlichkeit in Behandlung sein, bereits im Knast oder aber im Sarg stecken. Tust du aber nicht. Warum? Weil es ein Spiel ist. Ein verdammtes Spiel. Du trägst keine körperlichen oder geistigen Schäden davon. Du kannst, nachdem du die Würfel eingepackt hast abschalten. Du hast nicht wirklich den Bezug dazu. Es ist nicht die Wirklichkeit. Du siehst es nicht, du riechst und kannst es nicht schmecken, du hörst keine Schreie, du hast keine Angst das es dich persönlich erwischen könnte. Du lebst nicht mit der Angst das es dich tagtäglich erwischen könnte... die Angst die dein Ork als Runner eigentlich haben müsste. Du bist ein Spieler. Nicht mehr und nicht weniger.
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Nich so wütend werden. Wir wissen doch alle, Rollenspieler haben Probleme damit Realität und Spiel zu trennen.
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Möchte irgendein Mod der Forumsgesamtheit nicht einen Gefallen tun und diesen Thread in die Speaker's Corner verlagern? Auf das Niveau herunter diskutiert hat man sich hier ja offensichtlich schon. *seufz* ::)
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Man hat sich nicht runterdiskutiert, das Thema lässt mehr nicht zu. Rollenspieler als eine homogene Masse zu sehen ist halt schonmal ein Punkt über den man streiten kann. Man könnte sich ja einfach mal am Poll orientieren, dann hätte man einen schönen Querschnitt durch die Meinung; und zwar, dass Rollenspieler da nicht besser oder schlechter sind als andere Menschen. Das einzige Argument für mehr Toleranz in unserer scheinbar so homogenen Subkultur scheint die Fähigkeit des hineinversetzen in andere Personen. Dies wurde schon öfters gebracht und auch öfters stark angezweifelt. Und seid dem ersten mal drehen wir uns dort herum im Kreis, dabei steht die Antwort doch so klar und deutlich in einer simplen Meinungsstatistik über dem mehr oder minder sinnigen Gebrabbel.
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OK Yerho, das ist mir definitiv zu philosphisch.
Wieso philosophisch? Das ist reiner Pragmatismus. Wenn ich eine mögliche Gefahr erkenne, werde ich sie doch ausschalten, auch wenn sie mich noch nicht betrifft. Ob ich nun Rollenspieler bin oder nicht. ;)
- und Prä-Toleranz ist starker Tobak.
Der Begriff, den Du suchst, ist "Ignoranz". Und die Grenze zwischen "ignorieren" und "tolerieren" verläuft fließend, weil man eben nie genau sagen kann, wann ein Übel anfängt, das einen unmittelbar betrifft.
Um bei Schläger-Beispiel zu bleiben: Fängt Toleranz bei Dir an, wenn Du hinnimmst, jemand auf Dich losgeht, oder erst, wenn Dir die Faust im Gesicht sitzt? Oder fängt sie erst an, wenn Du darauf verzichtest, den Typen eigenhändig zusammenzufalten, weil er es gewagt hat, Dich zu schlagen?
Ich meine: Nö.
Toleranz ist, wenn man eine Person oder eine Situation hinnimmt, die einem im Grunde missfällt. Dass muss kein "Übel" sein, es genügen schon kleine Ärgernisse.
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für mehr Toleranz in unserer scheinbar so homogenen Subkultur scheint die Fähigkeit des hineinversetzen in andere Personen. Dies wurde schon öfters gebracht und auch öfters stark angezweifelt.
Hineinversetzen können führt nicht unbedingt zum akzeptieren oder tolerieren. Man kann so auch zu dem Ergebnis kommen "Untersuchungsziel ist ein A*loch".
Und dann bleibt noch die Frage offen, ob die Darstellung des Umfelds so gut ist, das wirklich eine Einsicht gewonnen werden kann - bleibt als Positivum nur, dass man sich zumindest einmal Gedanken gemacht hat über die Position des Anderen und so die Chance eröffnet hat seine eigene Meinung zu ändern.
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Klar, sag ich doch ... wer tolerant sein will, muss auf jeden Fall eines nicht: Sich in andere hinein versetzen können. ;)
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Du hast den fragwürdigen Stereotyp der Shadowrun-Orks mit den Afroamerikanern in einen Topf geworfen, mein Lieber, nicht ich.
Aber du behauptest ,das Es Cool sei,nicht Ich ;)
Ich hab Lediglich geschriebenn,das ein Spieler, sich dann in Die Situation hineinversetzen könnte,nicht das es Cool ist einen (Hier politisch korrektes Wort für Farbigen einsetzen)zu spielen
Och, ich finde ich bin voll tolerant gegenüber deiner Rechtschreibschwäche.
Weissu,Ich bin einer von den vielen Leghastenikern,Die im Internet umherschwirren
@Nelly
nur 1 Punkt :
Der Rollenspieler kann sich hineinversetzen... im Sinne von "könnte",nicht von "wird"
und mehr will Ich nicht sagen,bevor Du dich nicht beruhigt hast und deine Moralpredigten wieder wegpackst,Das hab Ich nicht nötig, überleg mal was passieren würde,wenn Ich auf deinen Rant so reagiere ,wie Du es hier manchmal machst
Klar, sag ich doch ... wer tolerant sein will, muss auf jeden Fall eines nicht: Sich in andere hinein versetzen können.
Care to explain ?
Mit Tanz am Sonntag
Medizinmann
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Ist einfach zu erklären: Toleranz hat etwas mit dem Akzeptieren von mit der eigenen Position nicht konformen Meinungen und Handlungen zu tun. Dazu muss ich aber nicht wissen, wie das Gegenüber zu seiner Meinung kommt bzw. wieso er so handelt, wie er es tut. Es reicht, den Fakt zu beachten, dass seine Meinung oder Handlung genau so ist wie sie ist.
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Der Rollenspieler kann sich hineinversetzen... im Sinne von "könnte",nicht von "wird"
und mehr will Ich nicht sagen
Und das unterscheidet einen Rollenspieler in genau welcher Hinsicht von jedem anderen Menschen?
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Es gibt schon Menschen, die darin begabter sind als andere. Und dass es unter Rollenspielern überdurchschnittlich viele gute Empathen gibt, würde ich so auch unterschreiben. Das Hobby ist für Menschen, die von ihrer Intuition und Phantasie leben, eher interessant als für nüchtern analysierende, faktenorientierte Kopftypen.
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Das Hobby ist für Menschen, die von ihrer Intuition und Phantasie leben, eher interessant als für nüchtern analysierende, faktenorientierte Kopftypen.
Sind das Gegensätze?
Gibt es nicht auch einen Rollenspielstil für den analysierenden faktenorientierenden Kopftypen ?
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Ich würde mal sagen, Powergamer gehen in die Richtung. Allerdings kenne ich kaum Spieler, die solcherlei Spielstile bevorzugen. Von daher ist meine Wahrnehmung wahrscheinlich ein bisschen eingefärbt.
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Und dass es unter Rollenspielern überdurchschnittlich viele gute Empathen gibt, würde ich so auch unterschreiben.
Ich nicht.
Wie kommst du zu diesem Schluß?
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Meine eigene Wahrnehmung. Statistiken wurden ja meines Wissens noch keine erhoben.
Edit: Statistiken wurden in anderer Richtung erhoben. Ich hatte mich vor Monaten mit dem Myers-Briggs Typenindikator (http://de.wikipedia.org/wiki/Mbti) beschäftigt und bin in dem Rahmen auf eine Statistik gestoßen, die ausgesagt hat, dass der Typ ENFP unter Schauspielern wesentlich häufiger vertreten ist als unter der Gesamtbevölkerung. Der Typ zeichnet sich unter anderem durch Offenheit, Empathie und Nutzung von Phantasie aus, wobei da weniger die Qualität der Fähigkeiten gemeint ist, als die Vorliebe, diese Fähigkeiten einzusetzen. Schauspielerei ist aber für viele Rollenspieler auch ein bedeutendes Element ihres Hobbies. Von daher wäre es naheliegend, wenn der Typ ENFP auch unter Rollenspielern weiter verbreitet wäre.
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Danke für den Link!
Das Thema ist wirklich interessant.
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Wer nach MBTI Test googelt, wird auch Selbsttests finden, die in die gleiche Richtung gehen, wie der von Kinshasa Beatboy verlinkte Test zu den Big Five. Die vier Werte des MBTI korrellieren auch ganz gut mit vieren der fünf Werte des Big Five Modells. Big Five ist allerdings granularer, der MBTI trifft dafür Aussagen über das Zusammenwirken der einzelnen Werte.
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Man hat sich nicht runterdiskutiert, das Thema lässt mehr nicht zu. Rollenspieler als eine homogene Masse zu sehen ist halt schonmal ein Punkt über den man streiten kann.
Genausowenig wie man Rollenspieler als homogene Masse sehen kann, kann man die Bevölkerung eines Landes als homogene Masse sehen oder all jene, die einer bestimmten sozialen Schicht angehören. Man macht es aber trotzdem aus Gründen der Vereinfachung.
Nun ja, ganz egal ob Mobbing oder nicht, so gibt es unter Rollenspielern einen ziemlich grossen Anteil an Nerds und Geeks und von denen zeichnen sich nicht wenige, lt. meiner Erfahrung nicht nur durch eine extreme Sturheit, sondern auch dadurch aus, daß sie andere Meinungen in punkto Hobby nicht akzeptieren können.
Und sowas hab ich weder bei Brettspielern, noch bei Hobbybastlern, Sportlern (Kraft-, Ausdauer- und Kampfsport) in der Form erlebt, daß man so über Anhänger anderer Systeme oder andere Systeme ablästert. Das mag es bei Fussballfans geben, aber da stehen die Vereine ganz im Gegensatz zum RPG auch im direkten Konkurrenzkampf miteinander. Man kann immerhin DSA und D&D parallel spielen, aber Bayern München und HSV-Fan gleichzeitig sein, ist wesentlich seltener und unorthodoxer.
Wann gehen die Streitigkeiten los?
Meist dann, wenn einer darstellt, was für ein System er gerne spielt. Dann kommt darauf gleich einer, der das System nicht so toll findet, was er auch unverblümt mitteilt, woraufhin der Anhänger des Systems sein System verteidigt.
Das gleiche gibt es bei Spielweisen (ARS vs. Storytelling, wobei ich nicht wirklich verstehe, warum man sich da zoffen muss. Das ist schlimmer als Anhänger verschiedener politischer Ausrichtung).
Manchmal denke ich, daß Rollenspieler, die miteinander diskutieren, einen permanenten Schwanzvergleich durchführen, wobei das System und die Spielweise als Schwanzersatz dienen.
Also im Hobbybereich kann man RPGlern im Schnitt eine herbe Intoleranz gegenüber Anhängern anderer Systeme und Spielweisen unterstellen.
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Das mag es bei Fussballfans geben, aber da stehen die Vereine ganz im Gegensatz zum RPG auch im direkten Konkurrenzkampf miteinander. Man kann immerhin DSA und D&D parallel spielen, aber Bayern München und HSV-Fan gleichzeitig sein, ist wesentlich seltener und unorthodoxer.
Was spricht dagegen, gleichzeitig HSV und Bayern München Fan zus ein? Doch höchstens die Intoleranz der Fans. - Ansonsten sehe ich da keine Probleme.
Wann gehen die Streitigkeiten los?
Meist dann, wenn einer darstellt, was für ein System er gerne spielt. Dann kommt darauf gleich einer, der das System nicht so toll findet, was er auch unverblümt mitteilt, woraufhin der Anhänger des Systems sein System verteidigt.
Das würde ich noch nicht als Streitigkeit werten und schon gar nicht als Intoleranz.
Das ist ja erstmal nur ein Meinungsaustausch.
Ich kenne auch genügend Spieler, die mein persönliches Hass-System spielen. Und trotzdem sind wir befreundet. Wenn wir uns treffen, lästern wir zwar auch mal über das jeweilige andere System, aber das tut unserer Freundschaft keinen Abbruch und wir spielen auch Systeme zusammen, die wir beide toll finden.
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Was spricht dagegen, gleichzeitig HSV und Bayern München Fan zus ein? Doch höchstens die Intoleranz der Fans. - Ansonsten sehe ich da keine Probleme.
Das steht doch in meinem Post: Die Vereine stehen im direkten Konkurrenzkampf miteinander.
Das würde ich noch nicht als Streitigkeit werten und schon gar nicht als Intoleranz.
Das ist ja erstmal nur ein Meinungsaustausch.
Ein Meinungsaustausch würde stattfinden, wenn es tatsächlich einen Austausch geben würde. Aber es geht bei solchen Gesprächen immer nur um ein "Dein System ist doof, weil..." und "Nein, ist es nicht. Dafür ist Dein System doof, denn...".
Wo ist da der Austausch?
Ich kenne auch genügend Spieler, die mein persönliches Hass-System spielen. Und trotzdem sind wir befreundet. Wenn wir uns treffen, lästern wir zwar auch mal über das jeweilige andere System, aber das tut unserer Freundschaft keinen Abbruch und wir spielen auch Systeme zusammen, die wir beide toll finden.
Und das trifft doch meinen Punkt: Rollenspieler sind in Bezug auf das Hobby intolerant. Du kannst das System der anderen nicht tolerieren, denn sonst würdest Du nicht drüber lästern.
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Toleranz = Duldung
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Toleranz = Duldung
Um es mit den Worten von Walther, der Puppe von Jeff Dunham zu sagen:
"I don't give a damn."
Ich mach da einen Unterschied. Basta!
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Wenn andere aber diese Definition von Toleranz verwenden, solltest du, um Misverständnisse zu vermeiden, schon hinzufügen, dass du eigentlich über was anderes redest. Sonst hat die Diskussion von vornerherein keinen Sinn.
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Wenn andere aber diese Definition von Toleranz verwenden, solltest du, um Misverständnisse zu vermeiden, schon hinzufügen, dass du eigentlich über was anderes redest. Sonst hat die Diskussion von vornerherein keinen Sinn.
Die Diskussion hatte in dem Moment schon keinen Sinn mehr, als die übliche Begriffsdiskussion anfing und das übliche Zerreden.
Aber na gut, dann ändere ich meine Meinung zu Toleranz und beziehe mich auf die Definition des Dudens:
1)Duldsamkeit gegen fremde und andersartige Anschauungen, Sitten und Gewohnheiten ; ursprünglich Religionsfreiheit von Untertanen, die einer anderen Religion als der Fürst oder die Mehrheit der Bevölkerung angehörten.
Die Punkte bleiben trotzdem valide, denn wenn jemand regelmäßig über etwas lästert, dann ist er in der Beziehung kaum tolerant.
Rollenspieler sind im Hinblick auf das Hobby intoleranter als andere Menschen.
Edit: Voriger Post geändert
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Wer nach MBTI Test googelt, wird auch Selbsttests finden, die in die gleiche Richtung gehen, wie der von Kinshasa Beatboy verlinkte Test zu den Big Five. Die vier Werte des MBTI korrellieren auch ganz gut mit vieren der fünf Werte des Big Five Modells. Big Five ist allerdings granularer, der MBTI trifft dafür Aussagen über das Zusammenwirken der einzelnen Werte.
Also der MBTI spielt meines Wissens in der modernen Psychologie kaum noch eine Rolle und ist zusammen mit Jung und der Psychoanalyse komplett eingemottet worden. Es gibt noch nen paar Mediziner, die sich damit beschäftigen weil die Krankenkassen das Zeug (noch) bezahlen, aber auch dieser Ast ist zunehmend dünn. Der Wert der Psychoanalyse wird heutzutage quasi nur noch historisch bemessen und Freud eher als guter Romancier denn als Wissenschaftler betrachtet. Insofern rate ich sehr deutlich zu den oben erwähnten Tests auf Basis der Big Five. Die mir bekannten, psychoanalytisch motivierten Inventare sind bei Tageslicht betrachtet wenig mehr als Kaffeesatzleserei.
Zur Definition von Toleranz verstehe ich auch nicht, weshalb nicht einfach die Wikiversion zugrunde gelegt wird.
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Das steht doch in meinem Post: Die Vereine stehen im direkten Konkurrenzkampf miteinander.
Der Konkurrenzkampf ist nicht größer als bei Rollenspielen: In beiden Fällen versucht man Fans für sich zu gewinnen. - Das wars aber auch schon.
Ein Meinungsaustausch würde stattfinden, wenn es tatsächlich einen Austausch geben würde. Aber es geht bei solchen Gesprächen immer nur um ein "Dein System ist doof, weil..." und "Nein, ist es nicht. Dafür ist Dein System doof, denn...".
Wo ist da der Austausch?
Der Satz, der nach dem "weil..." folgt ist ein Austausch und der Satz, der nach dem "denn..." kommt ist ein Austausch.
Und ansonsten gibt es auch noch das "necken", welches ebenfalls keine Intoleranz ist.
Und das trifft doch meinen Punkt: Rollenspieler sind in Bezug auf das Hobby intolerant. Du kannst das System der anderen nicht tolerieren, denn sonst würdest Du nicht drüber lästern.
Also man kann höchstens Menschen und Tiere (und vielleicht auch noch Pflanzen) tolerieren. Ein nichtlebendiges Objekt zu tolerieren stelle ich mir als ziemlich schwierig vor.
Und ich kann durchaus Menschen tolerieren, die ein System spielen, dass ich nicht leiden kann.
Zur Definition von Toleranz verstehe ich auch nicht, weshalb nicht einfach die Wikiversion zugrunde gelegt wird.
Weil diese an der Realität vorbei definiert wurde:
Wenn ich einen Schwulen mobbe, ist das laut Wiki nicht intolerant. Und wenn ich die schwule Person nicht schlecht behandle, ist das laut Wiki nicht tolerant.
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Hallo zusammen,
ich kann nur mitteilen das die von Ludovico eingebrachte Definition des Duden von Toleranz meiner Vorstellung von Toleranz entspricht.
DasToleranz ursprünglich von der Religionsfreiheit abgeleitet wurde wußte ich noch nicht.
Gruß Jochen
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Zur Definition von Toleranz verstehe ich auch nicht, weshalb nicht einfach die Wikiversion zugrunde gelegt wird.
Weil man dann eine gemeinsame Grundlage für einen sachlichen Diskurs hätte und nicht mit Meinungen und Gefühlen statt Fakten arbeiten kann.
Die Definition aus dem Duden ist nicht so groß anders, als die aus dem Wiki. Auch wenn ich sie in der heutigen Zeit halt eher nach dem Wiki auslegen würde, da unsere Gesellschaft schon erheblich freier ist als früher und wesentlich mehr Einflüsse auf einen Einwirken.
Edit: Ich weiß nicht wie ich da den Link reingesetzt habe. Aber Absicht war das nicht.
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Zur Definition von Toleranz verstehe ich auch nicht, weshalb nicht einfach die Wikiversion zugrunde gelegt wird.
1) Korrigiere bitte den Link in deinem Post.
2) OK, nehmen wir die Definition von Wikipedia:
Dann sind Rollenspieler gegenüber anderen weder tolerant noch intolerant. Begründung:
a) Um tolerant gegenüber einen anderen Rollenspieler zu sein, müsste dieser irgendein Übel besitzen, das gegen mich gerichtet ist. Da er so ein Übel nicht besitzt, kann ich keine Toleranz zeigen.
b) Um tolerant gegenüber einen anderen Rollenspieler zu sein, muss ich die Möglichkeit besitzen, dieses Übel zu beseitigen, da ich bloß dann die Möglichkeit besäße, freiwillig auf diese Möglichkeit zu verzichten.
Diese Möglichkeit besitzen aber nur Rollenspielhändler. Ein normaler Rollenspieler besitzt nicht die Möglichkeit, die "feindlichen" Rollenspiele zu beseitigen.
Du siehst: Wenn man die Definition von Wikipedia benutzt, ist es unmöglich, tolerant gegenüber anderen Rollenspielern zu sein. (Aus dem einfachen Grunde, dass sie keinerlei Übel besitzen, das gegen mich gerichtet ist.)
Die Definition aus dem Duden ist nicht so groß anders, als die aus dem Wiki.
Oh und wie.
Laut Wikipedia kann man nur Übel tolerieren. Nach dem Duden kann man fremde Weltanschauungen tolerieren.
Nach Wikipedia ist es notwendig, dass es gegen mich gerichtet ist und dass ich die Möglichkeit besitze, das Übel, wenn ich wollte zu beseitigen.
Nach dem Duden ist dies nicht notwendig.
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a) Um tolerant gegenüber einen anderen Rollenspieler zu sein, müsste dieser irgendein Übel besitzen, das gegen mich gerichtet ist. Da er so ein Übel nicht besitzt, kann ich keine Toleranz zeigen.
Naja. Wenn z.B. der andere Rollenspieler stinkt, weil er sich nicht wäscht, dann ist das ein Übel, dass gegen die Leute gerichtet ist, die schlechten Geruch nicht mögen. Wenn Dich der Geruch stört, Du aber nichts dagegen unternimmst, dann bist Du tolerant nach der Wiki-Definition.
Oder bei Rollenspielsysteme:
Ich hasse es mit 2w6 (oder 3w6) unter einen Wert würfeln zu müssen. Wenn ein Mitspieler in meiner Runde BESM anbietet, dann ist das gegen mich gerichtet (ohne, dass der Mitspieler damit etwas absichtlich gegen mich machen wollte). Erkläre ich mich dann bereit mitzuspielen, dann toleriere ich das System, dass gespielt wird.
b) Um tolerant gegenüber einen anderen Rollenspieler zu sein, muss ich die Möglichkeit besitzen,
dieses Übel zu beseitigen, da ich bloß dann die Möglichkeit besäße, freiwillig auf diese Möglichkeit zu verzichten.
Diese Möglichkeit besitzen aber nur Rollenspielhändler. Ein normaler Rollenspieler besitzt nicht die Möglichkeit, die "feindlichen" Rollenspiele zu beseitigen.
Du verwechselst Rollenspieler und Rollenspielsystem.
Wenn Du von Rollenspielsystem ausgehst, dann widersprichst Du meiner Meinung, wenn Du sagst, dass Dein Lieblingssystem besser wäre als meins (Das beste System ist halt immer besser als andere Systeme). Damit ist es ein Übel, dass gegen mich gerichtet ist (nur ein kleines Übel, aber scheinbar haltlose Kritik am eigenen Weltbild wird immer als Übel angesehen). Streiten wir beide, dann sind wir beide untolerant. Lässt einer von uns beiden die Meinung des anderen stehen, dann ist derjenige tolerant.
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Bravo Herr Preuss! :pray:
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Noch als Ergänzung:
Man kann und sollte Internetforen (oder ähnliche gelagerte Web 2.0 Errungenschaften) nicht als Maßstab für das Verhalten von Menschen untereinander im "physischen" (Klingt doof, ich weiß. Mir fällt nur gerade keine passendere Beschreibung ein) Leben nehmen. Und schon gar nicht sollte man daher Rückschlüsse auf die Toleranz bestimmter Leute ziehen. Im Schutze der Anonymität verhalten sich doch viele wie der sprichwörtliche Elefant im Porzelanladen...
@ Herr Rabe
Das meinte ich zwar nicht, aber es ist trotzdem sehr passend ;D
Da du mich gequotet hattest. Ich habe extra Real Life als Erstes geschrieben gehabt, da ich mehr reale Erfahrungen mit Rollenspielern habe. Für das Web hab ich nämlich nicht ganz soviel Zeit. ;)
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Also das erscheint mir alles extrem kompliziert. Die dem Thread zugrundeliegende Fragestellung ist aus meiner Sicht im Grunde doch recht einfach. Ich versuche mal, die impliziten Annahmen auszuformulieren:
1. Rollenspiel trainiert die Fähigkeit zur Perspektivübernahme/Empathie (siehe z.B. Hexe).
2. Die Erfahrung der Perspektivübernahme fördert das Verständnis für interpersonelle Unterschiede.
3. Mit zunehmendem Verständnis interpersoneller Unterschiede nehmen Aversionsgefühle in der sozialen Interaktion ab.
4. Je weniger Aversionsgefühle entstehen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Aversion kommuniziert wird.
5. Somit fördert Rollenspiel die Toleranz.
Theoretisch kenne ich mich mit der Fragestellung nicht sonderlich gut aus. Habermas hat sich da mal Gedanken zu gemacht, die die Argumentation tendentiell stützen. Teil der Überlegungen ist, dass Empathie für die Ausbildung der sozialen Identität und Ambiguitätstolerenz für die Ausbildung der persönlichen Identität wichtig ist. Beides führt dann laut Habermas zur Ich-Identität und die soll möglichst balanciert sein. Das geht zumindest in unsere Richtung und stützt die Vermutung. Bei Bedarf such ich die Literatur raus. Fürs Suchen nach empirischen Befunden fehlt mir gerade die Zeit.
Halte aber die obige Argumentationskette für recht schlüssig. Da wird sich einiges finden.
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Die Argumentationskette ist schlüssig und wurde hier ja auch schon verwendet, wenn auch nicht so formalisiert.
Allerdings gilt sie nur für Rollenspieler, die sich mit dem Thema Hineinversetzen in den Charakter und dessen Standpunkte beschäftigen. Für ARSler und Powergamer würde das wohl erst einmal nicht gelten, wie ich bereits angemerkt habe.
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1. Rollenspiel trainiert die Fähigkeit zur Perspektivübernahme/Empathie (siehe z.B. Hexe).
2. Die Erfahrung der Perspektivübernahme fördert das Verständnis für interpersonelle Unterschiede.
Ja.
3. Mit zunehmendem Verständnis interpersoneller Unterschiede nehmen Aversionsgefühle in der sozialen Interaktion ab.
4. Je weniger Aversionsgefühle entstehen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Aversion kommuniziert wird.
5. Somit fördert Rollenspiel die Toleranz.
Nein.
Auch wenn ich mir der unterschiede, deren Begründung und der damit zusammenhängenden emotionalen Menschlichkeit meines Gegenüber bewust bin muss ich ihn trotzdem nicht tolerieren. Das ist dann immernoch eine freie Entscheidung, und besonders wenn von ihm ein Übel ausgeht, dass ich (unabhängig von der Person) nicht tolerieren will/kann, da hilft mir all das Verständnis gar nichts. Ausser vieleicht ein kleines mieses Gefühl in der Magengegend wärend ich Anfange diese Person aus meinem Leben zu streichen oder ihr Verhalten gezielt zu unterdrücken/verändern.
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Intoleranz kann ja mehrere Ursachen haben. Zum einen kann sie darauf beruhen, dass ich das Gegenüber nicht verstehe, zum anderen darauf, dass ich das Gegenüber verstehe, seine Meinungen und Handlungen aber nicht nur für falsch, sondern sogar für gefährlich halte. Für die erste Form, Intoleranz wegen Unverständnis, kann Rollenspiel tatsächlich Abhilfe schaffen.
Nach kurzer Überlegung bin ich allerdings zu dem Schluss gekommen, dass die Position, die ich gestern bereits beschrieben habe, nämlich, dass Menschen, deren Persönlichkeitsbild so geartet ist, dass sie tolerant sind, vermehrt zum Rollenspiel (minus ARS und Powergaming) neigen, eher korrekt ist.
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Mal direkt auf den Eingangspost geantwortet:
Meine Bauchreaktion ist, dass Rollenspieler im Durchschnitt etwas toleranter sein muessen als der Gesamt-Durchschnitt der Bevoelkerung - einfach wegen des ungewoehnlichen Hobbies. (Wie auf den beiden ersten Seiten mehr als einmal gemutmasst wurde.) Genauer begruenden kann ich das nicht, aber die Rollenpieler, mit denen ich hier zu tun habe, sind durchweg so nett, dass ich sie mir alle als sehr tolerant vorstelle.
Und ja, ich weiss, dass das nicht zwingend etwas miteinander zu tun haben muss - das aendert nichts daran, dass mein Gefuehl mir diese Annahme bis zum Beweis des Gegenteils vorgibt.
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Oder bei Rollenspielsysteme:
Ich hasse es mit 2w6 (oder 3w6) unter einen Wert würfeln zu müssen. Wenn ein Mitspieler in meiner Runde BESM anbietet, dann ist das gegen mich gerichtet (ohne, dass der Mitspieler damit etwas absichtlich gegen mich machen wollte). Erkläre ich mich dann bereit mitzuspielen, dann toleriere ich das System, dass gespielt wird.
Ja, wenn ich mitspiele, dann toleriere ich das System.
Wenn ich die Wahl habe mitzuspielen oder nicht mitzuspielen, dann kann ich tolerant sein.
Wenn ich aber nur erfahre, dass jemand mein Hass-System spielt, ohne dass ich die Möglichkeit habe, mitzuspielen oder nicht mitzuspielen, dann kann ich weder tolerant noch intolerant sein.
Ich kann sagen: "Ich selber spiele zwar kein BESM, aber wenn dir das System gefällt, dann spiel es ruhig." Das ist nach Wikipedia NICHT tolerant. (Nach der Duden-Definition ist das aber tolerant.)
Und wenn ich die Freundschaft meines ehemaligen Freundes kündige, weil er in einer anderen Runde BESM spielt OHNE dabei unsere eigene Rollenspielrunde zu vernachlässigen, dann wäre es nach Wikipedia nicht intolerant, ihm die Freundschaft zu kündigen. (Sehr wohl aber nach der Duden-Definition.)
Wenn Du von Rollenspielsystem ausgehst, dann widersprichst Du meiner Meinung, wenn Du sagst, dass Dein Lieblingssystem besser wäre als meins (Das beste System ist halt immer besser als andere Systeme). Damit ist es ein Übel, dass gegen mich gerichtet ist (nur ein kleines Übel, aber scheinbar haltlose Kritik am eigenen Weltbild wird immer als Übel angesehen).
Also angenommen, du spielst D&D und ich kann kein D&D leiden.
Dann ist das noch kein Übel. Also kann ich dir sagen, dass ich D&D scheiße finde, ohne intolerant zu sein. (Was soweit auch noch meinem eigenen Verständnis von Toleranz entspricht, wenn auch aus anderen Gründen).
Jetzt hast du die Möglichkeit, entweder hinzunehmen, dass ich dein System kritisiere oder dagegen vorzugehen.
Nach der Duden Definition könnte man jetzt also sagen: Entweder du tolerierst, dass ich ein Meckerer bin oder du tolerierst meine Mecker-Attacken nicht.
Aber nach der Wikipedia Definition wäre es egal, ob du zurückmeckerst oder nicht: Da du keine Möglichkeit hast, mein meckern zu beenden, kannst du nicht tolerant sein. - Erst wenn du eine Möglichkeit findest, mein meckern zu beenden, und freiwillig auf diese Möglichkeit verzichtest, bist du tolerant.
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Ich kann sagen: "Ich selber spiele zwar kein BESM, aber wenn dir das System gefällt, dann spiel es ruhig." Das ist nach Wikipedia NICHT tolerant. (Nach der Duden-Definition ist das aber tolerant.)
Ich kenne die Duden-Definition nicht.
Aber schon alleine dass ein Kumpel ein System spielt (und dann ggf. mir von dem "tollen" System erzählt) kann das bereits als Übel angesehen werden. Das ist so wie in einer Religion mit Wahrheitsanspruch. Da kommen wir aber vom Thema ab.
Und wenn ich die Freundschaft meines ehemaligen Freundes kündige, weil er in einer anderen Runde BESM spielt OHNE dabei unsere eigene Rollenspielrunde zu vernachlässigen, dann wäre es nach Wikipedia nicht intolerant, ihm die Freundschaft zu kündigen. (Sehr wohl aber nach der Duden-Definition.)
Wie gesagt: Bereits das Spielen eines verhassten Systems kann als Übel angesehen werden. Es kommt also nicht auf den Freund an, ob man Toleranz zeigen kann oder nicht, sondern auf die eigene Rezeption des Vorganges.
Also angenommen, du spielst D&D und ich kann kein D&D leiden.
Dann ist das noch kein Übel. Also kann ich dir sagen, dass ich D&D scheiße finde, ohne intolerant zu sein. (Was soweit auch noch meinem eigenen Verständnis von Toleranz entspricht, wenn auch aus anderen Gründen).
Da geh ich mit Dir konform.
Jetzt hast du die Möglichkeit, entweder hinzunehmen, dass ich dein System kritisiere oder dagegen vorzugehen.
Nach der Duden Definition könnte man jetzt also sagen: Entweder du tolerierst, dass ich ein Meckerer bin oder du tolerierst meine Mecker-Attacken nicht.
Aber nach der Wikipedia Definition wäre es egal, ob du zurückmeckerst oder nicht: Da du keine Möglichkeit hast, mein meckern zu beenden, kannst du nicht tolerant sein. - Erst wenn du eine Möglichkeit findest, mein meckern zu beenden, und freiwillig auf diese Möglichkeit verzichtest, bist du tolerant.
Also ich hätte da einige Möglichkeiten dagegen anzugehen:
1. Wir streiten bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit darüber. Das kann dann vielleicht sogar zur Prügelei ausarten.
2. Ich lästere über Dich bei meinen Kumpels und bei allen Leuten, die es hören wollen oder nicht. Damit wissen dann die Leute, was sie von Dir zu halten haben und Du laberst irgendwann gegen eine Wand.
3. Ich sorge dafür, dass Du aus dem Forum gebannt wirst.
4. Mobbing. Das dann die ganz dreckige Art.
Aber wenn Du D&D für scheisse halten würdest, würde ich auf alle der oben genannten Möglichkeiten verzichten. Allerdings ist es mir sowieso egal wie Du D&D hälst. Also wäre ich da nicht tolerant, sondern es wäre mir egal. :)
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Der Konkurrenzkampf ist nicht größer als bei Rollenspielen: In beiden Fällen versucht man Fans für sich zu gewinnen. - Das wars aber auch schon.
Wie oft hast Du schon bei RPGs erlebt, daß DSA-Spieler in einer Art Liga gegen D&D-Spieler antraten, um den Titel "Bestes Rollenspiel Deutschlands"? Ich noch nicht einmal.
Der Satz, der nach dem "weil..." folgt ist ein Austausch und der Satz, der nach dem "denn..." kommt ist ein Austausch.
Theoretisch gesehen, mag das durchaus stimmen. Bei der Kommunikation ist es aber so, daß man eine Botschaft sendet, diese aber nicht zwangsweise beim Empfänger ankommt, bzw. diesen verzerrt erreicht. In den Diskussionen unter Rollenspielern um die jeweiligen Systeme, die ich bisher erlebt habe, wurde bei der Kritik am System von der Empfänger-Seite geblockt. Die Botschaft erreicht den Empfänger also nicht.
Ein Austausch findet nicht statt.
Und ansonsten gibt es auch noch das "necken", welches ebenfalls keine Intoleranz ist.
Also man kann höchstens Menschen und Tiere (und vielleicht auch noch Pflanzen) tolerieren. Ein nichtlebendiges Objekt zu tolerieren stelle ich mir als ziemlich schwierig vor.
Und ich kann durchaus Menschen tolerieren, die ein System spielen, dass ich nicht leiden kann.
Du kannst aber die Entscheidung eines Menschen nicht tolerieren, den Menschen aber durchaus noch mögen.
Bei mir war es zum Beispiel, daß ich den Freund einer guten Freundin nicht leiden konnte, ihre Entscheidung für diesen Freund also nicht tolerierte und ihr deshalb auch sagte, daß sie bei mir willkommen sei, ihr Freund aber bitte daheim bleiben solle.
Hätte ich die Klappe gehalten und er wäre gekommen, dann hätte ich ihn toleriert.
Wenn Du die Klappe in punkto Systemwahl bei Deinen Freunden tolerieren würdest, dann würdest Du zumindest versuchen, das Thema zu meiden, ganz egal, ob Du es necken nennst oder nicht. Du machst Dich über etwas lustig, was ein anderer gerne mag. Das ist nicht tolerant.
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Also ich hätte da einige Möglichkeiten dagegen anzugehen:
1. Wir streiten bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit darüber. Das kann dann vielleicht sogar zur Prügelei ausarten.
2. Ich lästere über Dich bei meinen Kumpels und bei allen Leuten, die es hören wollen oder nicht. Damit wissen dann die Leute, was sie von Dir zu halten haben und Du laberst irgendwann gegen eine Wand.
3. Ich sorge dafür, dass Du aus dem Forum gebannt wirst.
4. Mobbing. Das dann die ganz dreckige Art.
Aber keine dieser Möglichkeiten (bis auf die 3.) verhindert das Übel. Das heißt, man könnte sagen: "Wenn du den Meckerer nicht bannst (obwohl du es könntest), dann tolerierst du seine Einstellung nach der Wikipedia Definition. (Ganz egal, wie sehr du zurück meckerst und dich über seine Ansichten aufregst.)"
Denn 1., 2. und 4. beenden nicht das Übel, die Meckerei.
Und wenn du gar nicht in der Lage bist, ihn zu bannen, dann kannst du auch nicht tolerant sein, da du gar nicht freiwillig auf das Bannen verzichten kannst.
Wie oft hast Du schon bei RPGs erlebt, daß DSA-Spieler in einer Art Liga gegen D&D-Spieler antraten, um den Titel "Bestes Rollenspiel Deutschlands"? Ich noch nicht einmal.
Man würde doch niemals mit dem verhassten Systemgegner zusammen spielen.
Der Kampf um den Titel "Bestes Rollenspiel Deutschlands" wird in den Rollenspielläden ausgetragen, wo man versucht, Neueinsteiger vom eigenen System zu überzeugen.
Der Kampf (kein Happy-Elfen-Spiel wie beim Fußball, sondern ein echter harten, schonungsloser Wettkampf) wird ausgetragen, wenn es darum geht, welches System man als nächstes spielen will.
Du kannst aber die Entscheidung eines Menschen nicht tolerieren, den Menschen aber durchaus noch mögen.
Ja, theoretisch magst du Recht haben. Praktisch fällt es mir aber schwer, einen Nazi sympathisch zu finden.
Wenn ich das Verhalten eines Menschen nicht toleriere, dann wird mir auch automatisch die Person unsympathisch.
Und auch bei anderen Leuten geht Intoleranz sehr sehr häufig mit Antipathie gegen die betreffende Person einher.
Bei mir war es zum Beispiel, daß ich den Freund einer guten Freundin nicht leiden konnte, ihre Entscheidung für diesen Freund also nicht tolerierte und ihr deshalb auch sagte, daß sie bei mir willkommen sei, ihr Freund aber bitte daheim bleiben solle.
Also das würde ich als Toleranz bewerten.
Intolerant wäre es, wenn du aktiv versuchst, die beiden auseinanderzubringen. Oder wenn du die Freundin vor die Wahl stellst: Entweder er oder ich. Oder wenn du die beiden ab sofort mobben würdest. DAS wäre alles intolerant.
Deine Entscheidung "Ich finde deinen Freund bescheuert und kann nicht nachvollziehen, wieso ihr beiden zusammen seid, aber ich werde mich nicht großartig darum kümmern.", klingt für mich sehr tolerant.
Und dass ihr Freund nicht bei dir auftauchen darf, hat auch weniger etwas mit deiner Freundin zu tun, sondern ist vielmehr eine Sache zwischen dir und ihm, die ihn nichts angeht.
Hätte ich die Klappe gehalten und er wäre gekommen, dann hätte ich ihn toleriert.
Wenn Du die Klappe in punkto Systemwahl bei Deinen Freunden tolerieren würdest, dann würdest Du zumindest versuchen, das Thema zu meiden, ganz egal, ob Du es necken nennst oder nicht. Du machst Dich über etwas lustig, was ein anderer gerne mag. Das ist nicht tolerant.
DOCH! Das ist tolerant.
Erst wenn ich die Leute wegen ihrer Systemwahl fertigmache/mobbe, werde ich intolerant. (Bzw. wenn ich nicht akzeptieren kann, dass die anderen Leute ein anderes Spiel als ich spielen.) Aber die Wahrheit zu sagen, den Mund aufzumachen ist noch keine Form der Intoleranz, sondern gehört noch zur Toleranz. (In diesem Fall gehen sowohl Wiki als auch Duden als auch meine eigenes Wortverständnis konform.)
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Denn 1., 2. und 4. beenden nicht das Übel, die Meckerei.
Doch. Sie sorgen dafür (uU auf langer Sicht), dass der Meckerer seine Meckerei aus Deinem direkten Bereich verschwindet. Denn ein Übel, dass nicht mehr wahrgenommen wird, ist keines mehr oder betrifft Dich nicht mehr.
Du kannst nur ein Übel tolerieren, dass Du wahrnimmst. "Aus den Augen aus dem Sinn"
Abgesehen davon fallen mir gerade noch 2 weitere Möglichkeiten ein, die man nutzen kann:
5. Das entsprechende Foren-Board verlassen oder den Ort der Meckerei insgesamt meiden. (Boykott ist auch eine Form das Übel abzustellen)
6. Den Meckerer töten. (das ist zwar eine moralisch nicht tragbare Aktion, wurde aber schon früher sehr häufig von intoleranten Personen verwendet)
Und wenn du gar nicht in der Lage bist, ihn zu bannen, dann kannst du auch nicht tolerant sein, da du gar nicht freiwillig auf das Bannen verzichten kannst.
Du kannst aber die Leute, die bannen können, dazu veranlassen jemanden zu bannen. Also auch Du als normaler User kannst versuchen das Übel abzustellen. Wenn das nicht klappt, dann kannst Du entweder die Reaktion der Redaktion tolerieren oder das Bord verlassen und damit nicht tolerieren. Und damit tolerierst Du den Meckerer auch nicht, weil Du damit das gegen Dich gerichtete Übel abstellst.
Wenn der Meckerer Dir nachstellt und Dich anmeckert, dann fällt das unter Stalking.->Polizei.
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Ja sicher, aber hier verwechselst Du Kritik mit Intoleranz. Wenn ich sage:"D&D ist doof", dann ist das Kritik, denn es steckt kein Impuls dahinter etwas dagegen zu tun.
Wieso verwechsel ich hier etwas? Das ist doch genau das, was ich auch gesagt habe: "Über D&D meckern ist kein Zeichen von Intoleranz sondern von (mehr oder minder stichhaltigen) Kritik."
Intoleranz wäre es aber sehr wohl wenn ich sage:"Wenn hier jemand ein D&D-Regelwerk auspackt, dann bekommt er eine Ohrfeige und muss den Con verlassen."
Das sehe ich genau so.
Die Verwandschaft von Schauspielerei und Rollenspiel kann also meiner Meinung nach nicht wirklich als Argument für mehr Toleranz zählen, da es nicht den Tatsachen entspricht.
Naja, gerade, dass wenig Schauspieler Rollenspieler sind, zeugt doch gerade von der Verwandtschaft dieser beiden Spielarten:
- Tennis und Squash sind auch sehr ähnlich und es gibt wenig Spieler, die beides machen.
- Rugby und Football sind auch sehr ähnlich und es gibt wenig Spieler, die beides machen.
- Theater und Kinofilm sind sich auch vergleichsweise ähnlich: Aber es gibt wenig Leute, die beides machen.
- Entweder man ist Hobbyruderer oder Hobbypaddler. Auch hier gibt es wenig Leute, die beides als Hobby haben.
Gerade, wenn zwei Sachen sehr ähnlich sind, führt das dazu, dass sich die Leute nur auf eines von beiden stürzen und nicht beides praktizieren.
Was ich eher als Indiz für mehr Toleranz sehen würde ist die überdurchschnittlich hohe Bildung von Rollenspielern.
Ja, wobei du hier Ursache und Wirkung verkehrst.
Die Leute wären dann nicht tolerant, weil sie Rollenspieler sind, sondern sie sind tolerant, weil sie gebildet sind. (Dass sie Rollenspieler sind, dient nur als Indiz dafür, dass sie gebildet sind.)
Doch. Sie sorgen dafür (uU auf langer Sicht), dass der Meckerer seine Meckerei aus Deinem direkten Bereich verschwindet.
Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man den Meckerer ignoriert bzw. nicht auf seine Sachen antwortet, er viel schneller aus dem direkten Bereich verschwindet (bzw. sein meckern reduziert) als wenn ich zurückmecker. Das führt häufig eher zu einer Intensivierung seines Meckerns.
Abgesehen davon fallen mir gerade noch 2 weitere Möglichkeiten ein, die man nutzen kann:
5. Das entsprechende Foren-Board verlassen oder den Ort der Meckerei insgesamt meiden. (Boykott ist auch eine Form das Übel abzustellen)
6. Den Meckerer töten. (das ist zwar eine moralisch nicht tragbare Aktion, wurde aber schon früher sehr häufig von intoleranten Personen verwendet)
OK, da die wenigsten Rollenspieler hier im Forum das Forum wegen Meckerei verlassen haben und mir auch noch kein Mord in dieser Hinsicht bekannt ist, können wir also schlussfolgern, dass die Leute bezüglich Meckerei sehr tolerant sind.
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...wegen Meckerei verlassen haben und mir auch noch kein Mord in dieser Hinsicht bekannt ist, können wir also schlussfolgern, dass die Leute bezüglich Meckerei sehr tolerant sind.
Oder einfach Angst vor einer Strafe haben? :P >;D
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Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man den Meckerer ignoriert bzw. nicht auf seine Sachen antwortet, er viel schneller aus dem direkten Bereich verschwindet (bzw. sein meckern reduziert) als wenn ich zurückmecker. Das führt häufig eher zu einer Intensivierung seines Meckerns.
Das ist dann auch eine Form das gegen Dich gerichtete Übel abzustellen. Genauso wie ein evtl. zur Verfügung stehendes Ignoretool. Mit Ignoranz tolerierst Du nicht automatisch.
OK, da die wenigsten Rollenspieler hier im Forum das Forum wegen Meckerei verlassen haben und mir auch noch kein Mord in dieser Hinsicht bekannt ist, können wir also schlussfolgern, dass die Leute bezüglich Meckerei sehr tolerant sind.
Nicht ganz. Entweder sie sind tolerant, oder ihnen ist es egal ob Du über D&D meckerst (weil sie selber kein Interesse an D&D haben) oder sie sind Deiner Meinung und sehen das nicht als Meckerei an.
EDIT: Schreibfehler
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Ich dachte mir ich kommentiere auch mal kurz meine Wahl im Vote:
Nicht anders als Otto Normalbürger.
Und das bedeutet ziemlich intolerant, weil ja auch Otto Normalbürger ziemlich intolerant ist.
Ich finde übrigens, dass es ein Zeichen unserer Zeit ist, dass über Toleranz diskutiert wird. Wir haben in unserer Gesellschaft m.M.n. nicht mehr Toleranz vorzuweisen als vor 100 oder 1000 Jahren, aber wir reden offener darüber und bestimmen Themen denen gegenüber wir unser Verhalten anpassen müssen um nicht als intolerant verschrien zu werden.
Auf der anderen Seite schaffen wir aber auch Themen, denen gegenüber wir sogar intolerant sein sollen. Das dient wohl als Ausgleich zum vorherigen Extrem. Aber wenn man mal ehrlich ist, dann ist Toleranz doch eher eine wirklich schöne und hehre Idee wie unverbrüchliche Treue oder ewige Liebe. Eine Idee die kaum jemals (meines Erachtens nach nie, aber ich kenne nicht jeden Menschen) realisiert wird oder auch nur werden kann.
Fakt ist doch, dass wir ablehnen was uns unvertraut ist. Je fremdartiger, desto beängstigender. Scheint ein angeborener Wesenszug zu sein. Ein Stück Erbe aus der Uhrzeit. Und wenn wir uns vor dem Fremdartigen fürchten und die Möglichkeit haben es abzulehnen, dann tun wir es.
Sicherlich nicht immer in jedem Bereich. Manchmal fasziniert es uns auch und manche Menschen sind offener als andere, aber jeder einzelne von uns hat Dinge, die er aufgrund ihrer Fremdartigkeit ablehnt und wenn gerade kein aufmerksamer Beobachter zugegen ist, im stillen Kämmerlein zu Hause zumindest, dann wird auch der augenscheinlich Toleranteste sich mal nicht darum scheren ob er jetzt politisch korrekt gedanklich formuliert hat.
Das ist die negative Seite: Wir sind alle intolerant aus unserem Wesen heraus.
Auf der anderen Seite haben wir uns an formalisierte Umgangsregeln gewöhnt und grunzen nicht mehr oder legen Meinungsverschiedenheiten mit der Keule bei. Also besteht ja die Hoffnung das wir uns langsam an das Fremdartige in den Kulturen unseres Planeten gewöhnen und zumindest untereinander irgendwann tatsächlich tolerant sind.
Und Diskussionen wie diese hier, die ich übrigens sehr lesenswert und ansprechend fand, tragen dazu doch bei, oder nicht?!
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Man würde doch niemals mit dem verhassten Systemgegner zusammen spielen.
Der Kampf um den Titel "Bestes Rollenspiel Deutschlands" wird in den Rollenspielläden ausgetragen, wo man versucht, Neueinsteiger vom eigenen System zu überzeugen.[/quote]
Der Kampf (kein Happy-Elfen-Spiel wie beim Fußball, sondern ein echter harten, schonungsloser Wettkampf) wird ausgetragen, wenn es darum geht, welches System man als nächstes spielen will.[/quote]
Zu allen Punkten:
Das läuft im Endeffekt darauf hinaus, daß nur die Produkte untereinander in direkter Konkurrenz stehen, aber doch nicht die Spielerschaften. Bist Du schon gegen D&D-Spieler angetreten?
Sorry, aber beim Fussball stehen die Vereine im direkten Konkurrenzkampf und dementsprechend die Anhänger. Die Vereine tragen offene Wettkämpfe aus, bei dem es darum geht, zu zeigen, wer der beste ist.
Das wird aber beim Rollenspiel nicht gemacht.
Da gibt es keine Liga oder etwas Vergleichbares.
Ja, theoretisch magst du Recht haben. Praktisch fällt es mir aber schwer, einen Nazi sympathisch zu finden.
Wenn ich das Verhalten eines Menschen nicht toleriere, dann wird mir auch automatisch die Person unsympathisch.
Man kann Entscheidungen eines Menschen auch ebensowenig tolerieren und den Menschen immer noch sympathisch finden. Ein ehemaliger Kumpel hat im Übermaß gekifft. Das konnte ich eher nicht tolerieren. Die Person, den Menschen an sich, fand ich aber immer noch sympathisch.
Also das würde ich als Toleranz bewerten.
Intolerant wäre es, wenn du aktiv versuchst, die beiden auseinanderzubringen. Oder wenn du die Freundin vor die Wahl stellst: Entweder er oder ich. Oder wenn du die beiden ab sofort mobben würdest. DAS wäre alles intolerant.
Ich hab sie doch vor die Wahl gestellt. Entweder Du besuchst mich und läßt Deinen Freund daheim oder Du bleibst bei Deinem Freund.
Erst wenn ich die Leute wegen ihrer Systemwahl fertigmache/mobbe, werde ich intolerant. (Bzw. wenn ich nicht akzeptieren kann, dass die anderen Leute ein anderes Spiel als ich spielen.) Aber die Wahrheit zu sagen, den Mund aufzumachen ist noch keine Form der Intoleranz, sondern gehört noch zur Toleranz. (In diesem Fall gehen sowohl Wiki als auch Duden als auch meine eigenes Wortverständnis konform.)
Wenn Du lästerst, machst Du das doch. Vielleicht machst Du sie nicht fertig, aber Du hast einen Kritikpunkt.
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Das läuft im Endeffekt darauf hinaus, daß nur die Produkte untereinander in direkter Konkurrenz stehen, aber doch nicht die Spielerschaften. Bist Du schon gegen D&D-Spieler angetreten?
Also die Wettkämpfe zwischen zwei Fußballvereinen sind doch auch nichts anderes als die Wettkämpfe zwischen zwei 'Magic - The Gathering' Spieler.
Nur weil man gegeneinander spielt, heißt das ja noch lange nicht, dass man sich nciht tolerieren kann. Im Gegenteil:
Spieler A und B sind Magic-Spieler. Spieler C ist Yu-Gi-Oh Spieler.
Spieler A und Spieler B kämpfen regelmäßig gegeneinander in Turnieren. Trotzdem respektieren sie sich gegenseitig.
Gegen Spieler C spielen sie jedoch nie. Daher schauen sie mit Verachtung auf ihn herunter.
So ähnlich ist es beim Fußball: So lange man in der gleichen Liga spielt, begegnet man sich mit Respekt. Aber wenn man Fan von Männerfußball ist, dann schaut man ebenso verächtlich auf Frauenfußball.
Die Toleranz ist, wenn man NICHT mit/gegen einander spielt, wesentlich geringer.
Ein ehemaliger Kumpel hat im Übermaß gekifft. Das konnte ich eher nicht tolerieren.
Was hast du dagegen unternommen?
Ich hab sie doch vor die Wahl gestellt. Entweder Du besuchst mich und läßt Deinen Freund daheim oder Du bleibst bei Deinem Freund.
Naja. Es war wohl eher:
1) Du darfst mich besuchen.
2) Dein Freund darf mich nicht besuchen.
Keines von beiden unterbindet die Freundschaft zwischen der Freundin und ihrem Freund.
Jemanden nicht zu sich nach Hause einzuladen, hat doch nichts mit Toleranz zu tun. - Ich lade auch nicht jeden dahergelaufenen Tölpel von der Straße zu mir nach Hause ein. Bin ich jetzt intolerant?
Wenn Du lästerst, machst Du das doch. Vielleicht machst Du sie nicht fertig, aber Du hast einen Kritikpunkt.
Eben: Ich mache sie nicht fertig, sondern habe einen Kritikpunkt. Das nennt man nicht Intoleranz sondern Kritik.
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Ich finde (und das ist nur eine nicht stundenlang durchdachte Bauchreaktion auf die letzten beiden Posts) das hir momentan nicht mehr über Toleranz diskutiert wird, sondern über Akzeptanz.
Und ich denke zwischen den beiden Begrifflichkeiten besteht ein teilweise nur sehr feiner Unterschied.
Toleranz würde ich als Begriff jederzeit bei Unveränderlichkeiten einer Person anwenden. Beispielsweise Hautfarbe, ethnische Zugehörigkeit (im Sinne der Herkunft) oder ähnliches.
Akzeptanz würde ich auf jeden Fall gänzlich veränderbaren Eigenheiten einer Person gegenüber anwenden. Beispielsweise das bevorzugte Rollenspielsystem oder ob jemand kifft, oder nicht.
Rollenspielsysteme an und für sich könnte man demnach tolerieren, weil sie nach der Erschaffung durch die Designer ein feststehender Fakt sind. Auf die aktuelle VOrliebe einer Einzelperson würde ich Toleranz aber demnach nicht anwenden, weil er seine VOrliebe jederzeit aus Eigeninitiative oder durch Fremdeinweirkung verändern kann.
Gerade bei Verhaltensweisen finde ich diese Unterscheidung gerade nicht unwichtig, weil eine Verhaltensweise etwas ist was durchaus Einfluss auf meine Privatsphäre haben kann.
JEmand der beispielsweise neugierig ist, kann mich stören wenn er seine Nase in Angelegenheiten steckt die ich ihm nicht eröffnen will. In so einem Fall muss ich sein Verhalten nicht Akzeptieren oder tolerieren, denn es betrifft schließlich mich. Hier geht es um das gesellschaftliche/soziale Miteinander.
Toleranz wiederum sollte theoretisch eine Grundvoraussetzung sein um überhaupt sozial interagieren zu können.
Wenn ich einen Menschen aufgrund seiner Hautfarbe ablehne, dann bin ich klar intolerant und auch unfähig normal sozial mit dem Betreffenden zu interagieren.
Ich weiß das diese Gesamtaussage noch Lücken hat, aber ich denke tatsächlich, dass hier über mehrere Paar Schuhe diskutiert wird...
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Der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz ist folgender:
Bei Toleranz kann ich eine Person nicht leiden, lege ihr aber keine Steine in den Weg. Bei Akzeptanz integriere ich diese Person in den eigenen Kreis.
Beispiel:
Wenn ich die Zeugen Jehovas toleriere, bedeutet das: "Sie dürfen ihre Religion frei ausüben. - Aber mein Kind darf nicht mit deren Kindern spielen. Das wäre ein schlechter Umgang. Aber solange sie unter sich bleiben, dürfen sie tun und lassen, was sie wollen."
Das ist Toleranz.
Wenn ich die Zeugen Jehovas jedoch akzeptiere, dann bedeutet das: "Ich habe neulich einen Zeugen Jehovas kennengelernt. Die sind gar nicht so schlimm, wie viele Leute immer behaupten. Eigentlich ist die Zeugen Jehovas eine Religion wie jede andere auch."
Das ist Akzeptanz.
Man darf "Zeuge Jehovas" natürlich auch jederzeit durch Jude, Schwarzer, Schwuler, Ausländer oder sonstige beliebige Minderheit ersetzen.
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Also die Wettkämpfe zwischen zwei Fußballvereinen sind doch auch nichts anderes als die Wettkämpfe zwischen zwei 'Magic - The Gathering' Spieler.
Näherungsweise, wobei bei Magic und auch bei Yu-Gi-Oh die Verbissenheit und die Ernsthaftigkeit fehlt. Diese Spiele sind eher Just-For-Fun. Es ist eher vergleichbar mit Schach, zumal ein Spieler auch keine Fanclubs hat.
So ähnlich ist es beim Fußball: So lange man in der gleichen Liga spielt, begegnet man sich mit Respekt. Aber wenn man Fan von Männerfußball ist, dann schaut man ebenso verächtlich auf Frauenfußball.
Sicher! Komm mal nach GB und setz Dich in ein Fußballstadium. Mal schaun, ob Du das dann auch noch so siehst, wenn Du das mit den Fans ausdiskutiert hast.
Die Toleranz ist, wenn man NICHT mit/gegen einander spielt, wesentlich geringer.
Verstehe ich nicht und kann ich nicht nachvollziehen. Macht auch keinen Sinn. Da kann man genauso sagen, daß ein Polizist, der einen Mörder jagt, also gegen ihn vorgeht, wesentlich toleranter diesem gegenüber ist, als Otto-Normal-Bürger.
Was hast du dagegen unternommen?
Ihn hie und da zurechtgewiesen, sein Verhalten also nicht toleriert, sondern meine Inakzeptanz des Ganzen zum Ausdruck gebracht.
Naja. Es war wohl eher:
1) Du darfst mich besuchen.
2) Dein Freund darf mich nicht besuchen.
Nö! Es war "Du bist bei mir herzlich willkommen. Aber laß bitte Deinen Kerl daheim."
Keines von beiden unterbindet die Freundschaft zwischen der Freundin und ihrem Freund.
Jemanden nicht zu sich nach Hause einzuladen, hat doch nichts mit Toleranz zu tun. - Ich lade auch nicht jeden dahergelaufenen Tölpel von der Straße zu mir nach Hause ein. Bin ich jetzt intolerant?
Ich habe eindeutig meine Freundin gegenüber anderen Freunden benachteiligt, die ihre Freunde gerne mitbringen durften.
Das ist nicht tolerant?
Sicher!
Eben: Ich mache sie nicht fertig, sondern habe einen Kritikpunkt. Das nennt man nicht Intoleranz sondern Kritik.
Lästern ist kaum kritisieren im konstruktiven Sinne.
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Sicher! Komm mal nach GB und setz Dich in ein Fußballstadium. Mal schaun, ob Du das dann auch noch so siehst, wenn Du das mit den Fans ausdiskutiert hast.
Moment mal.
Es war deine These, dass Rollenspieler intoleranter als Fußballfans sind. Wenn du jetzt von dieser These abweichst, bitteschön. Aber unterstelle mir nicht deine These.
Verstehe ich nicht und kann ich nicht nachvollziehen. Macht auch keinen Sinn. Da kann man genauso sagen, daß ein Polizist, der einen Mörder jagt, also gegen ihn vorgeht, wesentlich toleranter diesem gegenüber ist, als Otto-Normal-Bürger.
Also ich würde Verbrecherjagd jetzt nicht als sportliches Ereignis werten.
Ihn hie und da zurechtgewiesen, sein Verhalten also nicht toleriert, sondern meine Inakzeptanz des Ganzen zum Ausdruck gebracht.
Ich habe nie behauptet, dass du ihn akzeptierst.
OK, zurechtweisen könnte man als Intoleranz werten, wenn du es so penetrant gemacht hättest, dass er dadurch an seiner Ausführung gehindert wird.
Nö! Es war "Du bist bei mir herzlich willkommen. Aber laß bitte Deinen Kerl daheim."
Das habe ich doch geschrieben.
Ich habe eindeutig meine Freundin gegenüber anderen Freunden benachteiligt, die ihre Freunde gerne mitbringen durften.
Ja, du hast sie benachteiligt. Aber Benachteiligung alleine ist noch keine Intoleranz. (Wenn ich mit Person A ausgehe, aber nicht mit Person B, dann bin ich auch nicht intolerant gegenüber B.)
Lästern ist kaum kritisieren im konstruktiven Sinne.
Nein, es ist kritisieren im destruktiven Sinne.
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Okee, mein Senf:
Ich hab gestimmt wie die meisten, weil:
Rollenspieler nutzen zwar häufiger die Möglichkeit eines Perspektivenwechsels als der größte Teil des Rests, aber auch nicht (oder eher selten) in einer beliebig freien Variation. Man tendiert also zu Elfen, Zwergen, Orks, Vampiren und dergleichen - selten habe ich erlebt, dass ein/e Spieler/in mal alles gespielt hat. Meiner Meinung nach spielen die meisten auch nicht Rollenspiele um sich in viele andere Personen hineinzuversetzen, sondern um eine bestimmte Art von Person "kennenzulernen" (evtl. die Art von Person, die sie in einem bestimmten Umfeld am liebsten wären?). :-\
Über Toleranz zu diskutieren ist auch leider schwierig, weil die Definition viele Freiheitsgrade hat. Die Grundlagen aus Wikipedia bzw. Duden sind ähnlich gut, mir gefällt die Dudendefinition etwas besser. "Duldung" als Interpretation von "Toleranz" ist ziemlich treffend, da es die deutsche Entsprechung des lateinischen Begriffs ist, glaub ich (evtl. auch nur eine unter vielen). wtf?
Was also kann ich "dulden"?
a) Es muss mich stören, besitzt also Eigenschaften, die ich lieber vermeiden oder beenden möchte. (bezeichne ich jetzt mal als Wert)
b) Die Ausprägung dieser Eigenschaften ist nicht so groß, dass ich mich gezwungen sehe etwas zu tun. (bezeichne ich jetzt mal als Betrag)
c) Ich bin in der Verfassung es zu dulden oder es nicht zu dulden. (bezeichne ich jetzt mal als Duldung)
Entsprechend wäre meine Reaktion auf einige vorgenannte Beispiele:
1) Jugendliche, die jemanden verprügeln.
Der Wert wäre für mich negativ (ich will es lieber beenden).
Der Betrag wäre für mein Wertesystem (spielt ja auch ne wichtige Rolle bei diesem Thema) zu groß.
Momentan bin ich körperlich fit genug, etwas dagegen zu unternehmen (Hilfe rufen, einmischen, usw.)
Würde ich nichts tun, wäre dies ein Beispiel von Toleranz gegenüber Gewalt. :q
2) Ein Bekannter will mich zu einem Spiel einladen, dass ich nicht gerne spiele.
Der Wert wäre wieder negativ.
Der Betrag hängt ganz von meiner Stimmung ab (noch ein Faktor, den man beachten könnte).
Solange mich nicht irgendwas ans Bett fesselt, wäre meine Duldung gegeben. :d
Fazit: Wert spielt hier mMn eine untergeordnete Rolle. Betrag und Duldung einer Sache werden durch die Persönlichkeit mitbestimmt. Nun würde ich nicht behaupten, dass die Ausprägungen in den wichtigen Aspekten bei Rollenspielern bedeutsam anders wären, als beim Rest der Menschheit.
Ich lass mich aber auch gern eines besseren belehren. ;)
^^
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@ pharyon
Wenn du bei deinem Freund beim Rollenspiel mitspielst, ist das schon ein Zeichen dafür, dass du das ganze interessant findest. Du bist vielleicht skeptisch, aber in diesem Fall nicht tolerant, da du ja nicht wirklich etwas duldest.
Duldung wäre eher:
Dein Freund kann bei sich zu Hause nicht spielen und bittet dich darum, bei dir zu spielen. Du bist eigentlich Müde und willst schlafen. Weil dich dein Freund aber lieb bittet, bist du bereit, ihn bei dir spielen zu lassen.
Hier haben wir einen negativen Wert: Du willst schlafen, während deine Freunde viel Lärm machen.
Trotzdem duldest du sie in deinem Zimmer.
Das könnte man im Groben dann als tolerant bezeichnen.
Ich würde zwar einen Unterschied zwischen Duldung und Toleranz sehen, kann dir aber im Augenblick auch nicht sagen, wo ich den Unterschied ziehen würde.
Wichtig bei Toleranz ist halt auch: Ich finde eine Sache nicht gut, aber unternehme nichts, um den Leuten, von denen diese Sache ausgeht, Steine in den Weg zu legen. (Aber ich darf sehr wohl sagen, das ich diese Sache Scheiße finde. Im obigen Beispiel darf man zum Beispiel meckern: "Ich finde es voll Scheiße, dass ihr keine Rücksicht auf mich nehmt und mich nicht in Ruhe schlafen lasst." Solange man die Leute dabei weiterspielen lässt, ist man tolerant.)