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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Werkstatt => Thema gestartet von: Niniane am 6.03.2009 | 22:14

Titel: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Niniane am 6.03.2009 | 22:14
Für die nächste Anduin (Thema Endzeit (http://tanelorn.net/index.php/topic,45040.0.html)) überlege ich ein Szenario, bei dem die Charaktere es mit einem kompletten Zusammenbruch des Internet zu tun haben. Ich habe jetzt bei Google eine Menge Artikel gefunden, dass dieser Zusammenbruch gar nicht so unwahrscheinlich ist (sagen zumindest einige Experten), aber was wären genau die Folgen? Würde gar nichts passieren und die Menschen einfach wieder in Prä-Internetzeit zurückkehren? Oder käme es zu wirtschaftlichen und politischen Folgen?
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Purzel am 6.03.2009 | 22:23
Ganz klar: die Unterirdischen nutzen den Ausfall des Internets, um sich die Welt zurückzuerobern.  ;D

EDIT: Erklärung: ich würde nicht wissen wollen, was am wahrscheinlichsten passiert, sondern für das Rollenspiel will ich, daß was besonders Interessantes passiert
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Waldviech am 6.03.2009 | 22:29
Zu welchen Folgen es käme, ist denke ich nicht wirklich absehbar. Auf jeden Fall gäbe es massive wirtschaftliche Katastrophen. Was imho allerdings nicht passieren würde, ist der totale Blackout mit Rückfall in´s Mittelalter. Ich könnte mir das eher so vorstellen, wie die Zeit der großen Depression - es gibt massive Arbeitslosigkeit dank Firmenzusammenbrüchen, organisiertes Verbrechen in Masse und ne Menge Armut, aber die Zivilisation bricht nicht total zusammen. Je nachdem, warum das Internet zusammengebrochen ist, dürfte es auch eine ganze Menge Nachfolge-Netze geben.
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Dr.Boomslang am 6.03.2009 | 22:37
Es gibt ja keinen Grund warum das Internet dauerhaft oder auch nur komplett zusammenbrechen sollte. Was natürlich passieren kann ist dass das Internet lokal und für relativ kurze Zeit zusammen bricht (wie es ja auch ständig in kleinerem bis größerem Maßstab passiert). Aber ansonsten ist die Struktur ja grade so angelegt dass das nicht passieren kann.
Sich vorzustellen dass plötzlich und unwiederbringlich das Internet weg  ist, wäre ungefähr so wie sich vorzustellen dass es plötzlich keine Straßen mehr gibt. Das wäre schon eine sehr esoterische Vorstellung, oder es ist gleichbedeutend mit einer weltweiten Zerstörung, wobei das Internet selbst dann wahrscheinlich noch das wäre was am besten hält.

Was sagen den die "Experten" dazu? Wie soll denn das Internet vernichtet werden? Überlastung?
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Gimkin am 7.03.2009 | 08:07
Naja, die Frage wäre doch, bricht nur das Internet zusammen, oder funktioniert kein Computer mehr ?

Wenn kein Computer mehr funktioniert, geht auch das Internet nicht mehr und es dürfte auch schwer werden ohne Computer neue Computer schnell zu fertigen und das Internet wieder in Betrieb zu nehmen. Desweiteren wird koordination usw sehr schwierig wenn kein Compi mehr geht, weil wir doch sehr von den Dingern abhängig sind. Nur alte Autos fahren dann noch, Telefon und Handy gehen nicht mehr, Ampeln, Fernsehen und Radios gehen nicht mehr....
Das Szenario halte ich für glaubwürdiger, als das Internet ist kaputt. Weil das aufgrund der Netzstruktur unwahrscheinlich (wenn auch nicht unmöglich) ist.

Aber Endzeitstimmung: Ein Leben ohne  :T: wäre doch einfach  :q !!!
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Dom am 7.03.2009 | 09:33
@Boomslang: Wie verwundbar das Internet ist, zeigte der Beinahe-Zusammenbruch (http://www.heise.de/security/Kombination-aus-Bedienfehler-und-Cisco-Bug-legte-beinahe-das-Internet-lahm--/news/meldung/133393) vor einigen Tagen (weil fast die gesamte Backbone-Struktur von einem einzigen Hersteller - nämlich Cisco - beherrscht wird). Und wenn der Fehler nur heftig genug ist (gerade für ein RPG-Szenario kann man ja locker übertreiben), dann gehen Router und deren Netzwerkkarten kaputt - was schon einen lang andauerndes Problem ergeben dürfte.
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Selganor [n/a] am 7.03.2009 | 10:09
Fuer Inspirationen was zumindest passiert wenn die USA mal "ausfallen" (nicht nur das Internet sondern das komplette Stromnetz der USA) verweise ich mal auf 7th Son: Obsidian (http://www.7thsonnovel.com/obsidian/) (Fanarbeiten die den Stromausfall waehrend der 7th Son (http://7thsonnovel.com)-Storyline naeher betrachten.
Das ist aber nur eine temporaere Aktion und nach einiger Zeit sind die USA wieder "da"

Und als "Umkehrschluss" (Luftfilter in Serverraeumen sind schon was feines) gibt's da noch When Sysadmins ruled the world (http://craphound.com/?p=1678) von Corey Doctorow

Aber zum Thema: Die weltweite Kommunikation bricht zusammen (viele Leute sind ja schon nicht mehr telefonisch sondern nur noch online erreichbar), kurz darauf brechen die Handynetze zusammen, viele Daten die inzwischen online "ausgelagert" sind verschwinden auf einmal aus dem Wissensstand, ...

Da faellt mir ein... Aeon Trinity hatte im Background einen Komplettausfall des "OpNet" (der Nachfolger des Internet), evtl. finden sich da ja noch Infos.

Oh, und ganz vergessen... Ohne Internet keine Onlinegames mehr -> Die ganzen WoW-Zombies tauchen wieder im "realen" Leben auf ;D
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Ein am 7.03.2009 | 10:13
Naja, dann bricht das Internet halt für vielleicht eine oder zwei Wochen weg. Das Gravierenste ist dann wohl keine Email und kein VPN. Firmen, die stark vom Internet abhängig sind, werden dann mit einem Monat ohne Umsatz leben müssen, was sicherlich die Internetbranche etwas ausdünnen würde. Ansonsten ist die Telekommunikation aber nicht betroffen, somit sollte die gesamte B2B-Kommunikation nach einigen Tagen wieder ohne Probleme anlaufen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Zusammenbruch des Internets gravierendere Wirkungen hat als ein typischer Generalstreik in Frankreich.

In diesem Sinne macht man also entweder Handwavium (wie SR4) oder geht mit Purzel.

Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Merlin Emrys am 7.03.2009 | 10:59
Naja, dann bricht das Internet halt für vielleicht eine oder zwei Wochen weg. Das Gravierenste ist dann wohl keine Email und kein VPN.
Je nach dem, was alles "weg" ist, kann das Problem sich sehr viel weiter aufschaukeln. Wenn die Datenleitung über alle Netze gestört ist, bedeutet das, daß auch die Steuerung des Stromnetzes betroffen sein kann. Die Ausfälle von vor anderthalb Jahren zeigen, wie schnell sich so eine Panne über große Distanzen "weiterverbreiten" kann (das Problem hat in Norddeutschland begonnen und bis Marokko gereicht). Und ohne Stromnetz ist in erster Näherung bald alles aus, was einen Stecker hat. Das betrifft dann auch, aber nicht nur Krankenhäuser, Verwaltungsstellen, nahezu die gesamte Beleuchtung, Heizungen, ...
Und vor allem: Wie stellt man ohne Strom das Internet wieder her?
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Purzel am 7.03.2009 | 11:25
Aber mal ehrlich: das ist doch langweilig. :P Will man sowas im Rollenspiel haben: Charaktere die in einem dunklen Raum rumsitzen, kein Strom, kein Wasser, keine Heizung, keine Unterhaltung, verdammt nichts zu tun und zu warten? :snoring:

Wir sind hier in der "Abenteuerwerkstatt" und nicht in "Sciene without Fiction!". Wo sind die spannenden Konflikte? Wo sind die Drecksäcke, die den Internetausfall für ihre Zwecke ausnutzen? Wer steckt hinter dem Ausfall und was bezweckt er damit? Wie könnten Regierungen, Firmen, Menschenmassen reagieren, so daß man daraus ein Thema für eine Geschichte stricken kann? Wo ist der Platz für die Spielercharaktere in so einer Situation?
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Niniane am 7.03.2009 | 11:30
Was sagen den die "Experten" dazu? Wie soll denn das Internet vernichtet werden? Überlastung?

Die Experten sagen verschiedene Dinge von veralteter und überlasteter Infrastruktur, die dazu führt, dass Seiten "nur" langsamer laden. Oder die Adressräume reichen nicht mehr aus. Das ganze soll übrigens auch nicht in ferner Zukunft passieren, sondern schon 2010 oder 2012.

Aber mal ehrlich: das ist doch langweilig. :P Will man sowas im Rollenspiel haben: Charaktere die in einem dunklen Raum rumsitzen, kein Strom, kein Wasser, keine Heizung, keine Unterhaltung, verdammt nichts zu tun und zu warten? :snoring:

Wir sind hier in der "Abenteuerwerkstatt" und nicht in "Sciene without Fiction!". Wo sind die spannenden Konflikte? Wo sind die Drecksäcke, die den Internetausfall für ihre Zwecke ausnutzen? Wer steckt hinter dem Ausfall und was bezweckt er damit? Wie könnten Regierungen, Firmen, Menschenmassen reagieren, so daß man daraus ein Thema für eine Geschichte stricken kann? Wo ist der Platz für die Spielercharaktere in so einer Situation?
Genau darum geht es. Ein Abenteuer, wo nur Seiten langsamer laden, ist nicht wirklich spannend ;)
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Merlin Emrys am 7.03.2009 | 13:23
Genau darum geht es. Ein Abenteuer, wo nur Seiten langsamer laden, ist nicht wirklich spannend ;)
Ich würde es für nicht sonderlich abstrus halten, das totale Chaos "heraufzubeschwören". Mit dem Internet bricht die Steuerung von allem möglichen zusammen, der Strom fällt aus, der Treibstoff wird in Windeseile auch knapp - und schon sind wir in der "Prä-Internet-Zeit", aber mit einem echt dicken "Prä"! Einkaufen? Wie denn, wenn die Ladentüren und Ladenkassen ohne Strom nicht mehr aufgehen? Kochen ohne Strom? Trinkwasserversorgung?? Was folgt, ist eine beliebige Version von Endzeitstimmung oder Rückfall in vorzivilisatorische Verhaltensweisen. Eine "Völkerwanderung" in Regionen, in denen man wenigstens ohne Heizung nicht erfriert, wäre in meinen Augen auch keine ganz unmögliche Folge.

Unter den Sicherheitskräften könnten sich zwei Gruppen bilden: Die einen, die nicht auf ihre Grundsätze verzichten wollen, aber damit relativ hilflos dastehen, und die, die den Ausnahmezustand deklarieren und von ihrer Bewaffnung jeden Gebrauch machen, den sie für gerade hilfreich halten. Irgendwelche Anweisungen "von oben" sind nicht zu erwarten, die ganzen Verantwortungsträger sind dabei, herauszufinden, wie sie noch mit den anderen kommunizieren können, während das Chaos längst seinen Gang geht.
Das läßt sich vermutlich auf andere Personengruppen ausweiten: Es gigbt welche, die den Status quo so gut wie möglich aufrechterhalten wollen, damit man "hinterher" (wann immer das sein wird!) halbwegs anknüpfen kann an das, was mal war. Dann gibt es die, die die Situation für wie geschaffen halten, an sich selbst zu denken und, was ihnen an Ideen kommt, möglichst schnell und ohne Rücksicht durchzusetzen. Und vermutlich viele, die überfordert sind und einfach nicht wissen, was sie tun sollen, mal dies und mal das versuchen...

Gewinner sind vermutlich zuerst mal die "Outdoor-Freaks", vor allem die gutsituierten unter ihnen. Mit dem, was sie sonst im Urlaub nutzen (eigener Generator, eventuell sogar solarbetrieben, d.h. treibstoffunabhängig), Wasserfilteranlage und ein paar Kenntnisse über Selbstversorgungsmöglichkeiten dürften sie zu den natürlichen neuen "Bossen" machen. Sie haben und verwalten die Ressourcen, solange sie es schaffen, sich nicht umbringen zu lassen.

Daraus ließe sich vielleicht schon was konstruieren: Eine ziemlich gutbetuchte Familie, deren Pater familias schon immer auf "Outdoor" gestanden hat, bastelt sich ein funktionierendes Domizil. Daraufhin werden sie einerseits von "Bettlern" überrannt, andererseits gibt es einen Polizisten, der versucht, sie "unter Kontrolle" zu bringen - seine Kontrolle, natürlich. Andere Polizisten dienen sich vielleicht lieber als private Schutztruppe an, um wenigstens an dem letzten Rest "normalen Lebens" teilhaben zu können.
Wenn die Gruppe nicht gerade versucht ist, die Familie zu spielen (halb erwachsene Kinder könnten bestimmte "Verantwortungsbereiche" übernehmen... oder nur einfach zusammen darum kämpfen, selbst genug zum Leben behalten zu können), könnte man die Charaktere damit beschäftigen, dies kleine Stück funktionierenden Überlebens für sich selbst zu übernehmen. Oder damit, es "reisetauglich" zu machen, um gemeinsam irgendwohin zu ziehen, wo man auf Dauer (hoffentlich) besser leben kann, und sich in der "Völkerwanderung" zu behaupten...
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Trichter am 7.03.2009 | 13:35
Ist die eigentliche Frage nicht:
"Wie kommt man vom Zusammenbruch des Internets zu einer Zombie-Invasion?" :D

Beispiel:
Das Internet bricht zusammen, woraufhin es zu Unruhen und Plünderungen kommt. Dabei wird auch das örtliche Stromnetz in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch fällt die Kühlung in einem supergeheimen Virenforschungslabor aus, weil es dort aufgrund storytechnischer Gründe kein Notstromaggregat gibt und tadaa!
Zwei Stunden später laufen überall Zombies rum. :D
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Dom am 7.03.2009 | 13:36
Merlin, bei einem Stromausfall gehen solche automatischen Schiebetüren üblicherweise sogar auf. D.h. Plünderer werden in alle möglichen Geschäfte sogar eingeladen…

Trichter :d

Was mich an so einem Szenario stört (egal ob Merlins oder Trichters), ist die Tatsache, dass der Rest eines solchen Abenteuers mit dem Ausfall des Internet nichts mehr zu tun hat; der ist nur der Aufhänger. Aber mir fällt ehrlich gesagt auch nicht viel ein. Oder man muss Purzels Unterirdische, die Reichsdeutschen (http://www.h-ref.de/personen/zuendel-ernst/zuendel-nazi-ufos.php) oder andere Flugscheiben-fliegende Nationen ins Spiel bringen, die aufgrund des fehlenden Internets nun doch ihre Chance sehen.

EDIT: Link eingefügt
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Dr.Boomslang am 7.03.2009 | 13:41
Je mehr ich drüber nachdenke umso mehr glaube ich dass eine Endzeit mit Internet (und einer besonderen Rolle des Internets) wahrscheinlich viel interessanter ist als eine Endzeit ohne Internet, denn die unterscheidet sich doch prinzipiell gar nicht von einer Endzeit durch Krieg, Viren, Kometen, Zombies und Aliens, außer das am Anfang ein bisschen was anderes passiert ist.

Edit: Ok drei Poster ein Gedanke.  ;D
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Purzel am 7.03.2009 | 14:55
Je mehr ich drüber nachdenke umso mehr glaube ich dass eine Endzeit mit Internet (und einer besonderen Rolle des Internets) wahrscheinlich viel interessanter ist [...]
Mal drauf los brainstormen:
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Dr.Boomslang am 7.03.2009 | 15:10
Oder der Zusammenbruch des Internets führt zu einem Paradigmenwechsel (um zukünftig eine solche Katastrophe zu verhindern), was aber irgendwie schief geht (adaptive Algorithmen und so ;) ) und das Internet macht sich als primitive Lebensform selbstständig. Wäre sone Art Skynet, aber vielleicht nicht gleich mit Terminator, wobei aber auch unklar sein könnte ob das Internet wirklich eine Intelligenz ist oder einfach nur eine eigenständige "Lebensform" die eben macht worauf sie programmiert wurde (so wie ein Virus oder Pilz, eine Ameisenkolonie etc.pp.).

Dann müssten Menschen einfach versuchen mit dem Internet als eine Art Naturgewalt (Gott?) zu leben und eine neue Gesellschaft aufzubauen, die an diesen Umstand angepasst ist.
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Trichter am 7.03.2009 | 15:13
Vielleicht gab es ja eine große Verschwörung die den Zusammenbruch des Internets geplant hat und die Charaktere geraten mehr oder weniger zufällig in die ganze Geschichte rein und sind als einzige in der Lage die Welt wie wir sie kennen zu retten bzw. wieder herzustellen.
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Arkam am 7.03.2009 | 15:50
Hallo zusammen,

ich gehe jetzt einfach Mal von einem langanhaltenden Zusammenbruch aus. Denn zwei Wochen ohne Internet habe ich als Internetvielnutzer auch schon ertragen.

Die offensichtlichste Konsequenz ist das man statt auf Chat oder E-Mail auf eine Alternative zurückgreift. Das dürfte dann wohl in den meisten Fällen das Telefon sein.
Ohne die Konkurrenz gehe ich davon aus das die einzelnen Anbieter die Preise über kurz oder lang wieder anheben werden und Flatrateabgebote abnehmen werden. Vielleicht auch mit den schönen Worten man müssen den Vertrag ja kündigen da man den unbegrenzten Internetzugang nicht mehr einhalten könne.

Zudem ist zeitnahe Kommunikation wieder uhrzeitabhängig. Wenn ich um 3.00 Uhr Morgens einem Freund noch eine E-Mail schreibe stört ihn das nicht. Wenn ich ihn um 3.00 Uhr Morgens anrufe wird ihn das stören.
Das gilt natürlich auch für den geschäftlichen Umgang. Denn es wird wieder eien Hotline geben die eben nur zu bestimmten Zeiten besetzt ist.

Gesellschaftlich könnte ich mir vorstellen das Hobby sich wieder mehr einnischen. Denn statt im gesamten deutschsprachigen im Tanelorn diskutieren zu können wird sich die Diskussion wieder auf dei jeweilige Gruppe oder die Kundschaft des einen Rollenspielladens beziehen.

Die Präsentation von eigenen Werken wird wieder schwieriger. Denn wenn man jetzt ein Werk anderen zugänglich machen will ist wieder ein persönlicher Kontakt notwendig oder ein gesteigerter Aufwand um sein Werk selbst zu bewerben und zu verschicken oder einen kommerziellen Vertreiber zu finden.

Witschaftlich wird es interessant werden.
Unternehmen deren Produkte oder Dienstleistungen auf das Internet bauen werden eingehen.
Die Hardwareverkäufe werden zurück gehen. Schließlich ist das Notebook oder Netbook für die Reise oder den Job nicht mehr unbedingt notwendig. Aber es wird auch sicherlich Leute geben die ohne Internet keinen Sinn mehr darin sehen sich einen Computer an zu schaffen.
Lokale Unternehmen werden wohl erst Mal profitieren schließlich kann man eben nicht mehr einfach per Internet bestellen. Ich befürchte aber die Kunden werden trotzdem anspruchsvoller bleiben. Zudem muß jedes Problem wieder individuell bearbeitet werden. Der Hinweis wie ein Fehler zu bearbeiten sei auf der Homepage reicht ja nicht mehr. Auch fehlende Treiber oder andere Software wird wieder ein großer Kritikpunkt denn ein eben Mal downloaden ist nicht mehr.

Zeitschriften werden wieder einen größeren Stellenwert bekommen. Schließlich kann man Informationen zum aktuellen Fernsehprogramm, zum Hobby oder anderem nicht mehr per Internet beziehen.
Andere Medien wie Fernsehen und Radio werden wieder interessanter.

Gruß Jochen
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: DasBunker am 7.03.2009 | 16:06
So in etwas? (http://img3.imageshack.us/img3/1007/nointernetj.jpg)
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Lord Verminaard am 7.04.2009 | 14:56
Interessanter wird es, wenn man ein dicker aufträgt: Durch einen „Supervirus“ ist nicht nur das Internet lahmgelegt worden, sondern alle digitalen Netze und alle daran angeschlossenen Rechensysteme gleich mit, und zwar unwiederbringlich. Zwar gibt es „überlebende“ Computer und inzwischen teilweise auch wieder funktionierende digitale Datenübertragung, aber dem wird misstraut. Es muss für alles jetzt wieder eine nicht-digitale Alternative geben. Analoge Technologien und Papier haben ein Comeback gefeiert.

Gleichzeitig ist die Welt natürlich in eine Rezession sondergleichen gestürzt, es hat Monate und in manchen Regionen Jahre gedauert, bis auch nur die Stromversorgung wieder einwandfrei funktionierte. GPS ist ebenfalls zusammengebrochen, unzählige Schiffsunglücke und Flugzeugabstürze waren die Folge. Das gesamte weltweite Logistiksystem kam zum Erliegen, die Lebensmittelversorgung musste lokal organisiert werden. Auf dem Land hat man das ganz gut hingekriegt. In den Städten nicht.

Gewalttätige Unruhen erschütterten die Metropolen weltweit. Arbeitslosigkeit und Inflation, steigende Perspektivlosigkeit gerade für junge Menschen, steigende Kriminalität… mal eine Endzeit, die ohne radioaktive Wüsten auskommt, unserer heutigen Welt näher ist und zugleich auch die Ängste von heute viel besser verarbeitet. Auf dieser Schiene bleibend, hat natürlich auch das bürokratische Monstrum EU seine Handlungsunfähigkeit unter Beweis gestellt, Separatisten und Extremisten haben allenthalben großen Zulauf. Terror und Parallelwelten gibt es überall.

Tja. Ist ein super Setting für eine Kurzgeschichte. Für ein Rollenspiel? Weiß nicht…
Titel: Re: [Brainstorming] Folgen eines Internetzusammenbruchs
Beitrag von: Lord Verminaard am 9.04.2009 | 10:25
Passt zum Thema:

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,618239,00.html