Je mehr ich das Finale sacken lasse, desto besser gefällt es mir.
Es ist allerdings schon so, dass das Ende eher ein passendes Ausklingen der unterschiedlichen Charakterentwicklungen und Plots ist. Anders als in den Spitzenfolgen der Serie sind es weniger unerwartete Wendungen und überraschende Ereignisse, die die drei Folgen auszeichnen.
Ich bin aber sehr davon angetan, dass die Autoren billige Erzähltricks wie den dramatischen (oder gänzlich undramatischen) Tod eines Sympathieträgers vermieden haben. Alle emotionalen Reaktionen, die man als Zuschauer hat, sind so durch die Geschichte und die Charakterentwicklungen verdient.
Vor allem Baltars letzte Worte haben mich sehr unvorbereitet getroffen.
"I know about farming."
Für mich schien es so, als wäre der Figur in diesem Moment das Ausmass dessen was sie erlebt hat, was sie verloren hat und was ihr alles geschenkt wurde (durch Glück, Zufall, "Gott" oder anderer Leute Mitgefühl) tatsächlich klar geworden. Gerade auch die vorherigen Flashbacks zu Baltars Vater haben dem Ganzen noch mehr Wucht verliehen.
Aber ich fand Baltar eh eine der großen Stärke der neuen Serie. Während die Adamas immer die Figuren waren die man beobachtet hat, war Baltar immer die Person, mit der man als Zuschauer am Meisten gemeinsam hatte.
Feiglinge sind halt eben die interessantesten Figuren. ;)