Also ich habe ihn am Donnerstag gesehen, war während der Vorstellung richtig begeistert, zum Ende flachte meine Beigeisterung dann deutlich ab und den Schluss fand ich dann nur noch schlecht.
Warum?
Dillinger und seine Freundin wurden gut gespielt und bekommen auch die entsprechende tiefe. Die Nebendarsteller (auch der Gegenspieler gespielt von Christian Bale) bekommen allerdings kaum Profil. Man hat die ganze Zeit das Gefühl in einem Film zu sein, der nicht weiß wohin er will. Zum Teil ist er pro Dillinger zum Teil gegen ihn, es gibt keinen richtigen Spannungsbogen keine wirkliche Prämisse und nach den 2 1/4 Stunden ist eigentlich vergleichsweise wenig gesagt worden.
Wahrscheinlich liegt das auch an dem klaren Vorbild des realen Dillinger. Aber ich bin der Meinung das gerade der Schluss extrem von einem nicht ganz korrekten aber guten Spannungsbogen profitiert hätte. Und statt der ein oder anderen überlangen Schussszene hätte man die Motivationen der Nebendarsteller besser in Szene setzen müssen und statt einer vollständigen Biographie einen guten Plot schreiben sollen, den man gerne verfolgt.
So war mir das zu wenig um ihn wirklich zu mögen aber auch zu viel um den Film einfach abhaken zu können. Schade eben, ein guter Film der hätte großartig sein können. Wie viele andere auch.