Ich glaube aber nicht Warhammer deshalb mit diesem ganzen Krimskrams daher kommt. Ich glaube das es noch nicht mal mit dem Gedanken im Hinterkopf entwickelt wurde.Das glaube ich auch nicht. Viel wahrscheinlicher ist, dass gerade diese kleinen Zusatzgimmicks das sind, was Geld bringt. Siehe Sammelkarten oder Merchandise-Produkte zu populären Kinofilmen. Ein Kunde überlegt sich vielleicht, ob er 40 Euro für ein Grundregelwerk ausgibt, aber nicht, ob er 5 Euro in 10 Zusatzkarten oder in Würfel investiert. Dass er letzteres aber viel öfter tun wird, als einmalig einen größeren Batzen Geld in ein GRW zu stecken, ist natürlich der Trick dabei.
geb ich weder Geld aus, noch begeb ich mich in das Risiko beim Raubkopieren erwischt zu werden.Das Ganze ist bei Rollenspiel noch ein wenig anders gelagert, würde ich sagen.
Und für eine CD 16,99 € hinzulegen, finde ich albern. Weder das Rohmaterial noch der Produktsprozeß kostet ansatzweise soviel, die Künstler kriegen pro CD auch maximal 0,50 € (unbewiesene Behauptung, aber viel bleibt da nicht hängen), also wofür zahl ich da?Erinnert mich an einen Artikel in dem Courtney Love ein bißchen die Zahlen der Musikindustrie vorrechnet (http://archive.salon.com/tech/feature/2000/06/14/love/print.html). Keine Ahnung wie akkurat das jetzt ist, aber das Bild das sie zeichnet ist schon mal kein schönes.
Erinnert mich an einen Artikel in dem Courtney Love ein bißchen die Zahlen der Musikindustrie vorrechnet (http://archive.salon.com/tech/feature/2000/06/14/love/print.html). Keine Ahnung wie akkurat das jetzt ist, aber das Bild das sie zeichnet ist schon mal kein schönes.
M
Ich glaube ebenfalls nicht, dass es in der Rollenspielszene ein Problem mit Raubkopien gibt. Die Umsätze würden nicht steigen, wenn die Kopiererei aufhören würde.
Wäre ich Autor eines Rollenspiels, würde es mich umso mehr mit Stolz erfüllen, je mehr das Werk herumgereicht wird.
aber warum die PDF-Versionen des Spiels nicht gleich gratis verteilen?Das hat bei Degenesis glaube ich auch ganz gut funktioniert. Das GRW gibt es bis heute gratis. Das Buch wird und wurde gekauft. War doch glaube ich sogar so sie sich erst entschieden haben ein Buch zu drucken als die Downloadzahlen des PDFs "explodierten".
Ich denke, dass weit verbreitete PDFs nicht schädlich, sondern ein sehr gutes Marketinginstrument sind. Raubkopien sind da natürlich kein gangbarer Weg, aber warum die PDF-Versionen des Spiels nicht gleich gratis verteilen?[...]
Also auch wenn ich mich jetzt in Schwierigkeiten bringe, oute ich mich hier mal als Raubkopie-Nutzer. :-[
Ich hab damals DSA 4.0 erst als Kopie benutzt weil ich mir das Original nicht leisten konnte aber trotzdem spielen wollte :(, habe aber dann nach und nach die Originale nachgekauft. :) Dies ist mir bis jetzt bei jedem erhältlichen System so gegangen weil ich lieber mit Büchern arbeite als mit PDF's.
Ich persönlich denke das das den meisten so geht und deshalb meine ich das Raub-Kopien ausgaben nur verschieben als verhindern.
Außerdem kostet das Drucken und Binden von ca. 250 Seiten in Farbe auch seine 15-25Euro sodass die meisten günstigen Originale dort gut mithalten können. (DSA 4.1 mit bis zu 50 Euro pro Buch natürlich nicht ;))
Die Musikinduatrie hat ja erwiesenermaßen Enorme Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, warum sollte das hier anders sein?
Bolt Thrower Diskographie
Ich denke, dass weit verbreitete PDFs nicht schädlich, sondern ein sehr gutes Marketinginstrument sind. Raubkopien sind da natürlich kein gangbarer Weg, aber warum die PDF-Versionen des Spiels nicht gleich gratis verteilen?
Wenn ich mir ein Hörspiel herunterlade, kann der Besitzer es trotzdem weiter verkaufen. Es entsteht ihn dadurch zunächst mal kein Schaden.
Oh doch. Ihm entsteht ein Schaden dadurch, dass du eine Ware kostenlos erhältst, für die du eigentlich einen Preis an ihn hättest zahlen müssen - entgangener Gewinn ist auch ein Schaden.
Nur mal um Advocatus Diaboli zu spielen (im Prinzip stimme ich dir durchaus zu): Ihm ist ja kein Gewinn entgangen. Die Leute hätten die Hörspiele ja nicht gekauft.
aber ihr seid ja nicht die einzigen, die so denken. Und in der Masse kann das durchaus Schaden ausrichten.Erinnert sich noch jemand die Faker vor knapp 10 Jahren die sich Internet mit falschen Kontodaten erschlichen haben und so zwei Provider in den Ruin getrieben haben? Joar, die Masse machts. :)
Welche anderen Möglichkeiten man hat weiß ich nicht, das ist aber auch glücklichweise nicht mein Problem. :)
Die Aufgabe eines Rollenspielverlages ist es, gut funktionierende Regeln und schöne Settings zu schaffen und zu kommunizieren sowie Community zu stiften und zu befeuern. Dafür aber braucht man, streng genommen, keine zentrale Druckerei, sondern nur die Möglichkeit für Interessierte, sich ihr Buch drucken zu lassen, und die Vorlage als PDF.Sehe ich nicht so.
Beides kann es auch ohne einen "Verlag" im althergebrachten Sinne (also einen "Vorleger des Geldes für den Druck") geben, und gibt es ja auch. Leute produzieren aus reinem Spaß an der Tätigkeit Rollenspiele und stellen diese als PDF zum Download bereit, und Print-on-Demand-Druckereien gibt es wie Sand am Meer.
Daraus folgt, dass der "Verlag" ein Auslaufmodell ist (und das gilt für andere Buch- und für Musikverlage genauso). An seine Stelle dürfte mittelfristig die PoD-Druckerei stehen, der man das PDF seines Lieblingsautors übermittelt. Und die Autoren(teams) sind dann zwangsläufig nichts weiter als Hobbyisten, die eher mit Werbung (z.B. Verlinkungen eines PoD-Ladens) Geld verdienen.
Dafür will ich mein Geld einem richtigen RPG-Verlag in den Rachen schmeißen, nicht irgendeiner PoD-Bude.Den Machern musst du nach Thots Modell ja auch weiterhin das PDF bezahlen, und das wird auch weiterhin Artwork und gutes Layout haben (zumindest bei ordentlichen Produkten), nur fürs Drucken und Binden bezahlst du halt wen anders und nimmst den Verlagen damit das Risiko ab eine teure Druckauflage vorfinanzieren zu müssen. Wenn es Kunden wie dich gibt, die gerne hohe Druckqualität haben wird es auch Anbieter geben, die für ein entsprechendes Entgelt, eben Vollfarbdruck auf Hochglanzpapier im Hardcover Ledereinband bieten.
Ihm entsteht ein Schaden dadurch, dass du eine Ware kostenlos erhältst, für die du eigentlich einen Preis an ihn hättest zahlen müssen - entgangener Gewinn ist auch ein Schaden.Entgangener Gewinn mag ein Schaden sein, aber dann muss Burger King auch für jeden verkauften Whopper einen Ausgleich an McDonalds zahlen wenn man das wirklich berechnen wollte. Das ganze System des Kapitalismus basiert auf Konkurrenz. Konkurrenz = massig entgangener Gewinn. Jedes mal wenn eine Firma ihre Preise senken muss ist das entgangener Gewinn, wem soll sie das berechnen?
Wenn die Mehrzahl der betroffenen Bevölkerung ein Gesetz nicht achtet, dass nur wenige der Bevölkerung schützt, dann sind nicht die Menschen alle Kriminelle, sondern dann stimmt das Gesetz einfach nicht.Wer hat schon mal beim Mau-Mau gemogelt? Wohl die Mehrheit, also streichen wir doch einfach die Regeln. Ach so, das ist kein Gesetz? Wer ist schon mal zu schnell gefahren? Aha? Na, dann streichen wir doch einfach alle Geschwindigkeitsbeschränkungen, die Mehrheit der Bevölkerung will es so. Ach so, das nützt nicht nur teilen der Bevölkerung? Also hinfort mit allen Gesetzen, von denen nur wenige profitieren, wie z.B. jeglichem Minderheitenschutz.
Entgangener Gewinn mag ein Schaden sein, aber dann muss Burger King auch für jeden verkauften Whopper einen Ausgleich an McDonalds zahlen wenn man das wirklich berechnen wollte. Das ganze System des Kapitalismus basiert auf Konkurrenz. Konkurrenz = massig entgangener Gewinn. Jedes mal wenn eine Firma ihre Preise senken muss ist das entgangener Gewinn, wem soll sie das berechnen?Das muss ich erst einmal sacken lassen, stimme aber erst einmal nicht zu. Denn im Burger King vs. McDonald's Beispiel liefern beide Parteien eigene Leistung - ein Whopper ist eben nicht identisch mit einem BigMac. Daher ist es hier eine reguläre Konkurrenzsituation. Wenn ich jetzt aber einen McDunald's aufmache, mit großem, gelben M, den identischen Burgern (Rezept geklaut), der gleichen Einrichtung und mein Clown hat eine orange Nase - dann ist das für mich keine Konkurrenz mehr, sondern Diebstahl, selbst wenn ich nicht das Fleisch, sondern nur das Marketing stehle.
Ich glaube nicht das sich so irgendjemand sieht. Lediglich die Autoren sehen das oft so gelassen, weil sie eh keine Wahl haben und nutzen einfach die neue Situation zu ihrem Vorteil.
Tatsache ist hingegen dass jemand der illegal runterläd das Produkt nicht gekauft hat. Es ist also auch klar dass er es nicht für den Preis gekauft hätte für den es angeboten wurde, denn sonst hätte er es ja tun können.
Tatsache ist hingegen dass jemand der illegal runterläd das Produkt nicht gekauft hat.Stimmt noch.
Es ist also auch klar dass er es nicht für den Preis gekauft hätte für den es angeboten wurde, denn sonst hätte er es ja tun können.Stimmt nicht mehr. Sofern es auch nur einen Fall gibt in dem jemand ein Produkt erst gekauft hat weil er es illegal "gekriegt" hat und dadurch erst festgestellt hat, dass ihm das Produkt das verlangte Geld wert ist, faellt dieses Argument.
Wenn er den gleichen Preis legal zahlen könnte würde er das natürlich tun. Es ist also sehr wohl eine Frage des Preises und natürlich auch anderer Vertragsbedingungen.Auch die These bricht sobald es Leute gibt die egal zu welchem Preis (egal wie hoch oder niedrig) nie Geld dafuer ausgeben wuerden (oder bestimmte Verlage/Autoren/... "aus Prinzip" nicht finanziell unterstuetzen wollen)
Das ist eine Super-Idee und aus marketingtechnischen Gründen wahrscheinlich sogar genau richtig.
Aber (und das wird jetzt ein ziemlich großes ABER): Diese Entscheidung, ob ein Werk auch (oder nur) als pdf gratis (oder zu einem geringeren Preis) vertrieben wird, ist eine Entscheidung, die NUR der Berechtigte – also der Verlag – treffen kann.
Den Machern musst du nach Thots Modell ja auch weiterhin das PDF bezahlen, und das wird auch weiterhin Artwork und gutes Layout haben (zumindest bei ordentlichen Produkten), nur fürs Drucken und Binden bezahlst du halt wen anders und nimmst den Verlagen damit das Risiko ab eine teure Druckauflage vorfinanzieren zu müssen. [...]
Wer hat schon mal beim Mau-Mau gemogelt? Wohl die Mehrheit, also streichen wir doch einfach die Regeln. Ach so, das ist kein Gesetz? Wer ist schon mal zu schnell gefahren? Aha? Na, dann streichen wir doch einfach alle Geschwindigkeitsbeschränkungen, die Mehrheit der Bevölkerung will es so. Ach so, das nützt nicht nur teilen der Bevölkerung? Also hinfort mit allen Gesetzen, von denen nur wenige profitieren, wie z.B. jeglichem Minderheitenschutz.Deine Beispiele treffen aber meine Vorgaben nicht: Geschwindigkeitsbeschränkungen werden zwar von vielen missachtet, aber sie dienen nicht einer Minderheit. Der Minderheitenschutz ist andererseits aber nichts, was die mehrheit der Bevölkerung aufheben wollte, sonst würde das (leider) auch per Gesetzesänderung geschehen.
Gesetze sollen kein Bevölkerungskonsens sein.In der Regel schon (Konsens im Sinne von Mehrheitsentscheid), denn sonst würde man ja nicht so penibel Repräsentanten in die Parlamente entsenden. Wenn die nicht in der Regel die Bevölkerung repräsentieren würden, dann bräuchte man doch nicht wählen. Aber man kann sich bei dem Thema auch wunderbar in Details verrennen und das möchte ich nicht. Das artet in Politik aus und da sind Menschen erfahrungsgemäß unterschiedlicher Meinung.
Sofern es auch nur einen Fall gibt in dem jemand ein Produkt erst gekauft hat weil er es illegal "gekriegt" hat und dadurch erst festgestellt hat, dass ihm das Produkt das verlangte Geld wert ist, faellt dieses Argument.Moment, du änderst einfach die Situation. Information ist auch was wert, insbesondere Information über die Qualität des Produkts. Ich würde auch mehr für ein Los bezahlen wenn ich wüsste dass es gewinnt, das ändert aber wenig daran dass ich vorher trotzdem nur soviel zahlen würde wie für jedes andere.
Auch die These bricht sobald es Leute gibt die egal zu welchem Preis (egal wie hoch oder niedrig) nie Geld dafuer ausgeben wuerden (oder bestimmte Verlage/Autoren/... "aus Prinzip" nicht finanziell unterstuetzen wollen)Sobald nur noch Leute kopieren die, egal zu welchem Preis, das Produkt nie gekauft hätten, kann man ja nach der entgangener-Gewinn-Theorie nur froh sein, denn dann ist der entgangene Gewinn durch diese Leute gleich Null. ;D
Was meint ihr? Wisst ihr mehr über das Problem des Raubkopierens? Ist es euch schon begegnet? Denkt ihr, dass Konzepte wie diese "Materialschlacht" dem Problem entgegentreten können? Seht ihr überhaupt ein Problem? Oder ist das etwas, mit dem man heutzutage einfach leben muss?
Der Schaden entsteht NICHT durch illegale Filesharer,
sondern durch Kopien die VERKAUFT werden, zum Beispiel auf Märkten in Tschechien. Denn dort wird Geld damit verdient.
Illegaler Filesharer bezahlt ENTWEDER trotzdem zusätzlich das Original ODER hätte in keinenm Fall Geld ausgegeben, so dass auch niemand anders Gewinn gemacht hätte.
Ehrlich gesagt ist mir unerklärlich wie man so etwas allen Ernstes behaupten kann. Ich kenne jedenfalls in meinem Umfeld genug Leute, die definitiv Geld für Zeug (Software, PC-Spiele, Musikalben, RPG Bücher) ausgegeben hätten, wenn es nicht umsonst verfügbar gewesen wäre.
Ich weiß nicht wie alt du bist und was für Leute DU kennst, ich kann nur von meinem Bekanntenkreis ausgehen. Da werden immer noch CD's und DVD's gekauft. Heute MEHR als vor zehn Jahren, weil die heute mehr Geld zur Verfügung haben.
Deine generelle Behauptung "Filesharer saugen kein Zeug, was sie sonst auch gekauft hätten" ist jedenfalls absolut unhaltbar.
Denn viele dieser Leute hätten sonst Musik gekauft.Das mag stimmen, aber sagt doch gar nichts über Recht und Unrecht oder auch nur gut oder schlecht. Wenn ich ein Monopol auf irgendwas habe und den Preis erhöhe dann kaufen die Leute auch, weil sie nicht anders können. Wenn sie anders könnten, dann würden sie den Preis aber nicht zahlen weil er vielleicht einfach zu hoch ist, oder die gebotenen Bedingungen zu schlecht. Beim illegalen Kopieren zahlen Leute einfach einen niedrigeren Preis (u.a durch Inkaufnahme von Illegalität = Risiko von Strafverfolgung), weil sie es können.
Das habe ich SO auch NIE geschrieben.
Illegaler Filesharer bezahlt ENTWEDER trotzdem zusätzlich das Original ODER hätte in keinenm Fall Geld ausgegeben, so dass auch niemand anders Gewinn gemacht hätte.
Wenn ich ein Monopol auf irgendwas habe und den Preis erhöhe dann kaufen die Leute auch, weil sie nicht anders können.
Dass diese illegale Praxis nur unter enormen, völlig unrealistischen Bedingungen zu verhindern ist zeigt klar, dass was am Geschäftsmodell nicht funktioniert
Illegaler Filesharer bezahlt ENTWEDER trotzdem zusätzlich das Original ODER hätte in keinenm Fall Geld ausgegeben, so dass auch niemand anders Gewinn gemacht hätte.
Deine generelle Behauptung "Filesharer saugen kein Zeug, was sie sonst auch gekauft hätten" ist jedenfalls absolut unhaltbar.
Hast du dir mal angeschaut wie teilweise hundertausend dollar Summen von alten Damen
gefordert werden? Also in den USA nimmt man mit den Klagen ganz gut Geld ein. >;D
[...]
Fakt ist, dass der Umsatz der Musikindustrie in D seit Anfang des Jahrtausends um 40% zurückgegangen ist. 40%! Was im gleichen Zeitraum im Bereich Filesharing passiert ist, weißt du ja sicher selbst.
Die Musikindustrie ist selber Schuld, sie klammert an Modellen die einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Mal schauen wann/ob da ein großes Umdenken einsetzt.
Nun, so kann man das ausdrücken. Faktisch ist es für die Label durch die neue Technologie sehr schwer geworden ihre Rechte zu verteidigen. Das legitimiert aber in keiner Weise Diebstahl. Die Formulierung "selber Schuld" finde ich da grenzwertig.Oh, versteh mich bitte nicht falsch: Ich legitimiere gar nichts. Aber wer sich nunmal lange vor Trends&Entwicklungen verschließt, verschenkt vieles. Es gibt genügend frische Konzepte (~ITunes) die erstaunlich gut funktionieren. Nur auf breiter Basis hat die MI da viel zu lange an festen Tonträgern festgehalten. Das meinte ich mit "Selbst Schuld".
Nun, so kann man das ausdrücken. Faktisch ist es für die Label durch die neue Technologie sehr schwer geworden ihre Rechte zu verteidigen. Das legitimiert aber in keiner Weise Diebstahl. Die Formulierung "selber Schuld" finde ich da grenzwertig.
Ich bin ja immer noch der Meinung, dass die Künstler die Rechte an ihren Werken haben sollten.
Die Bands, die ihre Platten im Eigenverlag rausbringen leiden auch unter den Raubkopien.
Die Bands, die ihre Platten im Eigenverlag rausbringen leiden auch unter den Raubkopien.Hab/Hatte ich sogar ein Beispiel im Bekanntenkreis. Naiverweise hatte ich noch -als sie es drangegeben und umgeschult haben- gefragt: "Wer sollte denn von derart unbekannen Bands kopieren?". Sofern ich mich korrekt erinnere war die Antwort "Wenn du nur ein paar Tausend Platten verkaufst, brechen dir bereits x Raubkopien das Genick." Erinnere mich aber nicht mehr an die entsprechende Relation.
[...]
Meiner Erfahrung nach sind aber die meisten Argumente gegen Rechteinhaber und fürs Kopieren Scheinargumente, die nur das "Boah ey, ich hab das echt krass umsonst bekommen" rechtfertigen sollen.
Ich bin ja immer noch der Meinung, dass die Künstler die Rechte an ihren Werken haben sollten.
Sowohl das Scannen als auch das Kopieren für meine Freunde ist mir im Sinne der Privatkopie gestattet.
Ansonsten kenne ich Kopien noch von vergriffenen Regelwerken, wo sich Gruppen einfach untereinander helfen, weil sie Edition XYZ nicht mehr bekommen
„Natürlich entsteht uns ein finanzieller Schaden durch Raubkopien,
doch brachten unsere Experimente mit Sicherheitsmaßnahmen nur
Ärger ein. Also haben wir uns entschieden darauf zu verzichten.
Andererseits ist es für eine Band wie Nightwish auch eine tolle
Sache, wenn ihre Musik Menschen erreicht, die im Laden vielleicht
einfach an den CDs vorbei gelaufen wären“ (von 2003)
Aber genauso wunschdenke ist es, das man das [Raubkopieren] irgendwie Sinnvoll verhindern könnte.Stimmt. Allerding können Verlage etwas dafür tun, dass die Motivation Raubkopien anzufertigen oder
Fakt ist, dass der Umsatz der Musikindustrie in D seit Anfang des Jahrtausends um 40% zurückgegangen ist. 40%! Was im gleichen Zeitraum im Bereich Filesharing passiert ist, weißt du ja sicher selbst.
Fakt ist, das es zum einen inzwischen so ist, das die Leute immer weniger Geld zur freien Verfügung haben
Achja? Die Arbeitslosenquote ist heute etwas niedriger als 2000 und die Löhne sind jetzt auch nicht dramatisch hinter der Inflation zurückgefallen. Ok, Mehrwertsteuer, aber das kam ja als die Entwicklung schon im vollen Gange war. Wie kommst du also dazu, dass "die Leute" weniger Geld haben als vor ein paar Jahren?
Zum Rest deines Argumentes: Das ist zum Teil nicht von der Hand zu weisen (Filme (früher halt VHS) gibts nun auch schon was länger zu kaufen). Es wäre interessant dazu mal eine Statistik zu sehen.
Woran liegt's?Ich denke nicht, dass soviele Menschen so politisch denken. Der Hauptgrund ist IMHO, das die Major-Labels ihr Geld mit Belibigkeitsmusik machen. Die haben Fans der kleineren Bands haben ein sehr viel engeres Verhältnis zu ihrer Band und machen sich tatsächlich Gedanken darüber, das die davon auch Leben müssen. Bei Madonna&Co sagt sich hingegen jeder "Die verdient auch so genug".
Vielleicht am Ruf der Majors? (Reine Gewinnorientierung auch gegen die Interessen der Musiker & Fans)
Am Kopierschutz? (Die meisten Indie-Labels verzichten darauf ihre Tonträger zu verkrüppeln.)
weil die Gewinne für die Bands von CDs höher sind als bei Downloadkäufen.Ist das so. Wenn Du das weißt :P
Ist das so. Wenn Du das weißt :PWar auf jedenfall bei der letzten Aufstellung die ich gelesen habe so...
Im übrigen möchte ich mal auf ein interessantes Dokument (http://ec.europa.eu/information_society/eeurope/i2010/docs/annual_report/2009/sec_2009_1103.pdf) verweisen , insbesondere Seite 56 folgende.
War auf jedenfall bei der letzten Aufstellung die ich gelesen habe so...
Hast du irgendeinen Grund das anzuzweifeln? wtf?
Ja, ist hier aber offtopic.Ist überhaupt nicht off topic. Deine Falisfizierten und unpauschalen Aussagen würden hier bestimmt vielen weiterhelfen:
Ich wollte nur mal deine eventuell falschen, da pauschalen Aussagen hier offen legen. Nichts für ungut.
Wie wäre es, wenn man es so hält wie einige Online-RPGs:
Das Produkt (eher PDF) ist frei erhältlich und ebenso die Quellenbücher, aber um es voll auszureizen, bzw. die Boni zu kriegen, muss der Kunde Geld ausgeben (nur so eine Idee).
War auf jedenfall bei der letzten Aufstellung die ich gelesen habe so...
Hast du irgendeinen Grund das anzuzweifeln? wtf?
Eine interessante Alternative ist auch das "Ransom"-Modell, wie es etwa Greg Stolze für "Reign" benutzt: Man bittet die User, per Paypal für ein bestimmtes Werk (z.B. ein Quellenbuch) zu spenden und wenn ein bestimmter Betrag erreicht wurde, dann wird das Quellenbuch zum freien Download für alle freigeschatet.Das Problem ist, dass man hier die Katze im Sack kauft. Das heißt, ich gebe Geld für ein Werk aus, von dem es noch keine Rezension gibt (da das Werk ja noch gar nicht existiert).
Dass P2P-Datenverkehr (der ja - seien wir ehrlich - nahezu ausschließlich das illegale Kopieren urheberrechtlich geschützter Daten beinhaltet) fast 70 % des Datenverkehrs aus Deutschland ausmacht, ist schon extrem.
Wogegen man beim Buxtehude-Brettspiel wahrscheinlich mehrere Jahre warten müsste, bis die Summe voll wird. (Wenn überhaupt.)Naja. Das Buxtehude-Brettspiel (http://www.amazon.de/Huch-Friends-75082-Ausgerechnet-Buxtehude/dp/B000BNIAR6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=toys&qid=1252928349&sr=8-1) ist eigentlich ziemlich gut verkauft worden. ;)
Ich denke, um mal auch meine Aussagen auf das Rollenspiel zu fokussieren: Hier kommt es auf die Markstellung des von Raubkopien betroffenen Verlags an. Ist dieser nämlich sehr groß (WotC, Pegasus), dann wird er durch diese Verbreitungsform tatsächlich Schaden nehmen, da sich das dann auch Leute besorgen, die die Schriftwerke brauchen, aber nicht kaufen wollen [...] Bei kleineren Verlagen sehe ich aber auch eher den hier beschworenen Werbeeffekt.
Allerdings setzen gerade die kleinen Verlage auf innovative Werbekonzepte und sind neuen Medien gegenüber eher aufgeschlossen als die großen Alten.
Siehe Degensis-Beispiel: Die Verlage (zumindest jene, von denen ich spreche) verbreiten die PDFs (kostenlos!) selbst. Das hat sich zumindest in Deutschland durchaus bewährt - bei kleinen Auflagen, die sich vor allem an Sammler und nicht unbedingt an Neueinsteiger richten.Also wenn ich das kostenlose Degenesis mit dem kostenträchtigen Engel vergleiche (beides deutsche Produktionen), dann bezweifle ich, dass der Werbeeffekt von kostenlosen PDFs so wirksam ist:
Siehe Degensis-Beispiel: Die Verlage verbreiten die PDFs selbst.
1) Engel ist bekannter als Degenesis.Ist das so? Zu den Zahlen kann ich nichts sagen. Was die Bekanntheit angeht, da denke ich hält sich das die Waage. Jedenfalls in meinem Umfeld.
2) Engel wurde mehr verkauft als bei Degenesis.
Ne, die Summe wird erst dann wirklich fällig, wenn es zum Onlinestellen der Inhalte geht. Falls der Mindestbetrag nicht voll wird, wird die Zahlung via PayPal nicht fällig.Heißt das, Reign lässt sich irgendwo kostenlos downloaden?
Außerdem ist das Problem noch nie aufgetreten, die Spendensumme war immer recht schnell voll.
Heißt das, Reign lässt sich irgendwo kostenlos downloaden?
Also wenn ich das kostenlose Degenesis mit dem kostenträchtigen Engel vergleiche (beides deutsche Produktionen), dann bezweifle ich, dass der Werbeeffekt von kostenlosen PDFs so wirksam ist:1) würde ich so nicht unbedingt unterschreiben - woher hast du diese Aussage? Kurze Erhebung im Bekanntenkreis?
1) Engel ist bekannter als Degenesis.
2) Engel wurde mehr verkauft als bei Degenesis.
Alles in allem scheint die Sache mit dem kostenlosen PDFs nicht so erfolgreich zu sein. (Was ganz anderes ist es, wenn man nicht die kostenlose Vollversion, sondern nur eine Demoversion ins Netz stellt, wie es Savage Worlds getan hat. - So etwas kann durchaus erfolgreich sein.)Naja, wenn du eine schon seit mehreren Jahren laufende englische Fassung ins Deutsche überträgst, kannst du relativ sicher sein, dass heutzutage schon etliche Leute davon gehört haben - außerdem gibt es ja mittlerweile auch kostenlose Heftchen der GamesOrbit, die ja immer positiv Neuheiten vorstellen, und da wurde Savage Worlds auch groß aufbereitet. Außerdem liegen die Schnellstartregeln auch als Print in Spieleläden.
1) würde ich so nicht unbedingt unterschreiben - woher hast du diese Aussage? Kurze Erhebung im Bekanntenkreis?Kurze Erhebung im Bekanntenkreis.
2) wüsste ich gern, woher du die Verkaufszahlen von Engel hast. Bei DeGenesis war die ursprüngliche Auflage 1000, soweit ich weiß, und die wurde komplett verkauft.Die genauen Verkaufszahlen habe ich nicht. Allerdings gibt es zu Engel halt nicht nur ein Grundregelwerk, sondern zig Zusatzbände. Das deutet schon darauf hin, dass es recht erfolgreich ist. (Man würde für ein erfolgloses GRW sicherlich nicht zig weitere Zusatzbücher herausbringen.)
Zählt man noch die Downloads dazu, würde ich behaupten, dass mehr Leute ein DeGenesis-Regelwerk ihr eigen nennen als dies für Engel behauptet werden kann.Ja, wenn man die kostenloses PDFs dazu zählt, glaube ich das gerne.
Und inwieweit machen jetzt kostenlose Schnellstarter oder Demo-Kits eine nicht kostenlose Vollversion erfolgreich?!Du kannst mit der Demo-Version testen, ob das Spiel dir gefällt. Da die Demoversion kostenlos ist, ist die Hemmschwelle sehr niedrig, sich eine kostenlose Demoversion herunterzuladen.
Allerdings gibt es zu Engel halt nicht nur ein Grundregelwerk, sondern zig Zusatzbände. Das deutet schon darauf hin, dass es recht erfolgreich ist. (Man würde für ein erfolgloses GRW sicherlich nicht zig weitere Zusatzbücher herausbringen.)Die gibt es zu degenesis auch. Und dann muss man noch bedenken das für einen verlag wie F&S ein Buch sicherlich sehr viel Günstiger zu produzieren ist, als für einen Verlag wie SighPress. Jedenfalls vermute ich das.