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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Sehen => Thema gestartet von: Jed Clayton am 23.10.2009 | 00:43
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Hallo zusammen,
ich habe vor ein paar Stunden den neuen E-Mail-Newsletter von Anime House bekommen. Darin steht ein längerer Bericht über eine Podiumsdiskussion, die kürzlich auf einer Convention in Kassel stattgefunden hat.
Darin geht es wieder einmal um das Problem der Verbreitung von Bootlegs und Fansubs von Anime. Dieses Problem grassiert schon so weit, dass die offiziellen Lizenznehmer zum Teil schon kein Geld mehr in Deutschland machen, weil so viele Fans die Serien schon von irgendwo als Fansubs haben. Die Anime-Szene scheint auch alles in allem viel kleiner zu sein, als ich in den letzten Jahren angesichts der vielen Veröffentlichungen angenommen hatte. Es gibt wohl nur eine begrenzte Anzahl von richtig interessierten Fans (wenige Tausend!). Viele Fans holen sich aber die Serien, die sie gern haben möchten, einfach als illegale Downloads. Dass dann nicht dieselben Leute, die bereits die Downloads oder die Bootlegs besitzen, auch noch in den Laden gehen und sich jede offizielle DVD für €24.95 holen, sollte klar sein.
Ich fand diesen Artikel ausgesprochen gut und möchte ihn deshalb gern mal komplett hier einfügen. Es geht glaube ich um ein Thema, das viele von uns angeht.
Publisher, Fansubber und Raubkopierer
Mit besonderer Spannung erwartet wurde dieses Mal eine Diskussionsrunde, in der sich Anime- und Manga-Publisher mit Fans und Vertretern der Fansubber-Szene zusammensetzen wollten.
Moderiert von Andreas Vogler, bestand die Runde unter anderem aus Vertretern der DVD-Hersteller Anime Virtual und Anime House, von Tokyopop (die sich als dritter Großverlag nach Carlsen und EMA bereits 2007 vom Anime-DVD-Markt zurückgezogen haben), ein Repräsentant der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen GVU, einer der legalen Online-Plattform Anime on Demand sowie Vertreter der beiden größten deutschen Fansub-Portale und engagierte Fans.
Das Thema der Debatte „Raubkopien und Fansubs: Steht die Anime-Kultur vor dem Untergang, weil immer weniger Fans für die Animes bezahlen wollen?“ war und ist von besonderer Aktualität, da in jüngster Zeit drei weitere Anime-Labels wegzufallen drohen: Ende Juli wurde das Insolvenzverfahren über SPV eröffnet, die neben eigenen Releases auch den Vertrieb für andere Firmen übernommen haben. Darunter Panini Anime, die Ende September angekündigt haben, sich nach dem Anschluss von Bleach und Naruto ebenfalls „zunächst“ vom deutschen Markt zurückzuziehen. Nur 2 Tage vor Fertigstellung des Newsletters hat OVA Films in ihrem Forum die Planinsolvenz angekündigt. Theoretisch ist zwar noch offen, wie es weitergeht, aber derzeit sieht es doch eher trübe aus.
Der Saal platzte aus allen Nähten, so dass allein aus Platzgründen leider nicht alle, die sich dafür interessiert haben, die Diskussion live miterleben konnten. Die Runde wurde jedoch aufgezeichnet und ist online auf emania.de als .avi zu finden, der Animexx e.V. will ebenfalls eine Aufzeichnung online zugänglich machen. Ansehen lohnt sich auf jeden Fall!
An dieser Stelle wollen wir nur einige Highlights wiedergeben.
Zu Beginn gab Dr. Matthias Leonardy von der GVU, Jurist, Einblick in die rechtlichen Grundlagen. Das Urheberrecht ist im Prinzip das Recht eines jeden, der in irgendeiner Weise kreativ ist, die Früchte seiner Kreativität so zu nutzen, dass er davon profitieren kann. Gerade, wenn es um ein Werk geht, das internationale Verbreitung findet, ist die Situation oft sehr kompliziert, und in den seltensten Fällen ist es der Künstler selbst, der seine Werke direkt an die Fans verkauft. In der Regel finden vielschichtige Produktions- und Verteilungsprozesse statt, bis das Werk vom Künstler bei dem ist, der sich dafür interessiert. Ermöglicht wird dies durch das Urheberrecht, das es dem Kreativen erlaubt, die Rechte an seinem Werk jemandem zu verkaufen, der dieses dann vermarktet. Gleichzeitig sichert es ihn aber auch so ab, dass er noch eine Kontrolle über sein Werk behält. Das Urheberrecht stellt sicher, dass die Entscheidung, wie und durch wen ein Werk verbreitet wird, beim Künstler liegt.
Das alles ist natürlich nur dann möglich, wenn nicht jeder andere „einfach so“ auch auf dieses Werk zugreifen und es nutzen oder verbreiten kann.
Der Produzent wiederum muss die Möglichkeit haben, das Geld einzunehmen, das er dem Künstler für die Rechte bezahlt. Das fertige Produkt (z.B. eine DVD) muss zu einem Preis angeboten werden, der für den Konsumenten attraktiv ist, von dem aber alle an dem Produktions- und Distributionsprozess Beteiligten, die damit ja ihren Lebensunterhalt verdienen, existieren können.
Dem gegenüber stehen Fansubber, die als Hobby, ohne davon finanziell zu profitieren, Material übersetzen und im Internet zugänglich machen, weil sie die Freude daran mit möglichst vielen anderen teilen wollen. Andere greifen auf bereits vorhandenes übersetztes Material zurück und rippen DVDs, zeichnen Fernsehausstrahlungen auf oder schneiden heimlich Kinovorführungen mit, um diese dann hochzuladen.
Mit dem Idealismus der Fans verdienen einige Leute gutes Geld, von dem weder der Künstler noch irgendjemand anderes, der sich in die Produktion (sei es des Films an sich, der lizenzierten DVD oder sogar des Fansub…) eingebracht hat, etwas zu sehen bekommt: Die Betreiber der verschiedenen Internet-Plattformen (z.B. via Werbung auf der Seite, Spenden…) und diejenigen, die Kopien brennen (oder Billigkopien importieren, Stichwort: Hong Kong DVDs) und z.B. auf Flohmärkten verkaufen. Diese „Profis“ wollen weder dem Künstler etwas Gutes tun, indem sie kostenlos Werbung für sein Werk machen, noch dem Abnehmer, der zum „Geiz ist geil“-Preis an die Produkte herankommt. Sie tun das, was sie tun, einfach nur, um auf Kosten anderer Geld zu machen.
Der Endeffekt ist leider bei den Idealisten der gleiche wie bei den Profi-Kopierern: Es kommt kein Geld bei denen an, die das kreative Potenzial aufgewendet haben; die Geld und Energie in die Umsetzung der Idee investiert haben und die davon leben (wollen). Was es für diese sowohl schwieriger macht, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten als auch kommende Projekte zu realisieren.
Dirk Remmecke von Anime Virtual/AV Visionen schilderte als Nächstes in Kürze den komplexen Ablauf einer DVD-Produktion von den Lizenzverhandlungen mit Japan bis zur fertigen Silberscheibe im Laden und erläuterte auch einige der Grenzen, die den Publishern dabei aus unterschiedlichen Gründen gesetzt sind. Welche Medien (DVD, TV, …) produziert werden dürfen, welche Sprachfassungen enthalten sind, welches Bildmaterial wie verwendet wird und auch mögliche Extras und Beilagen – alles ist im Lizenzvertrag genau geregelt bzw. muss vor der Produktion den Lizenzgebern vorgelegt und durch diese genehmigt werden.
Nun ging das Wort an die Vertreter der Fansubber-Portale, Dinoex und Conanmichi, die das Selbstverständnis der Fansubber darlegten und einen Einblick in deren Arbeitsweise gaben. Betont wurde der seit Entstehen der Szene bestehende Ehrenkodex, nach dem lizenzierte Titel nicht weiter angeboten werden. Ihnen sei vor allem daran gelegen, Animes bereits vor einer Veröffentlichung in Deutschland bekannt zu machen. Von allen Animes, die bisher als Fansubs auf ihren Portalen angeboten worden seien, sei nur weniger als ein Fünftel lizenziert worden. Derzeit gebe es ca. 90 aktive Fansubber-Gruppen (dem gegenüber stehen nach dem Wegfall von SPV und Panini weniger als ein Dutzend DVD-Publisher), die aus Liebe zum Anime oder aus Wettbewerb zu anderen Gruppen aktiv seien. Selbstdarstellung und die Bewunderung der Fansub-Konsumenten seien natürlich auch häufige Motivationen.
Zur Frage des wirtschaftlichen Schadens durch Raubkopien wurde dann Dr. Joachim Kaps von Tokyopop befragt.
Tokyopop hatte sich 2007 aus dem Anime-Markt zurückgezogen, nachdem von den 8 Serien, die sie damals auf den Markt gebracht hatten (u.a. Rozen Maiden, Meine Liebe, DearS, Emma, Loveless) es nur eine einzige geschafft hatte, (niedrige) schwarze Zahlen zu schreiben. Allgemein war in den letzten Jahren zu beobachten – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Amerika –, dass sich immer mehr Publisher vom Markt zurückziehen (müssen). Kern des Problems ist, dass der Anime-Markt immer noch ein vergleichsweise kleiner Markt ist, auch wenn es einzelne große Erfolgstitel wie Dragonball gibt und einzelne Großfirmen, die den einen oder anderen Mainstream-geeigneten Anime in ihr Programm aufnehmen.
Die meisten Labels, die schwerpunktmäßig Animes veröffentlichen, sind aber keine großen Konzerne und kommen durch sinkende Absatzzahlen immer mehr in die Bredouille. Je geringer die Verkäufe werden, umso schwerer wird es auch, Synchronisationen zu finanzieren, die der Anime-Markt aber nun einmal braucht, um nicht ganz zu einem Nischenmarkt für Hardcore-Fans zu werden. Die Problematik wird durchaus auch in Japan gespürt.
Das Problem sind dabei nicht die „ehrbaren“ Fansubber wie von Conanmichi und Dinoex vertreten, sondern vielmehr die Fansubber, denen der „Ehrenkodex“ der Szene vollkommen egal ist, und die auch lizenzierte Titel nach wie vor weiterverbreiten sowie die Ripper: Kriminelle, die legale lizenzierte Fassungen kopieren und entweder hochladen oder als Kopie verkaufen. „Das hat dann auch nichts mehr mit Liebe zum Anime zu tun, das ist schlicht Diebstahl.“ Leider sind die Grenzen zwischen den einzelnen Gruppen oft fließend. Die Raubkopierer (die sich gerne als Robin Hoods darstellen, die von den reichen Publishern nehmen, um es den armen Fans zu geben) machen zum Teil mehr Geld mit Animes als die Publisher, weil sie natürlich kaum Geld investieren müssen.
Nach diesen Ausführungen hatte das Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Die Frage, warum die Publisher nicht einfach auf die Arbeit der Fansubber zurückgreifen, bei denen untertitelte Fassungen ja bereits fertig vorliegen, beantwortete Dirk Remmecke dahingehend, dass die Dateien der Fansubs aus technischen Gründen nicht für eine DVD-Produktion verwendbar sind, da z.B. bei Fansubs – anders als bei DVD-Produktionen - die Untertitel fest in das Filmbild eingesetzt werden. Conanmichi hatte kurz zuvor bereits erwähnt, dass viele deutsche Fansubber nicht das japanische Original, sondern englische Fansubs übersetzen. Die Übersetzung müsste also nochmals nachgeprüft werden, was aber den gleichen Aufwand darstellen würde wie eine von Grund auf neue Übersetzung. Grundsätzlich wurde in der Diskussion sowohl die Bereitschaft der meisten Publisher, mit Fans zusammenzuarbeiten, als auch die Bereitschaft vieler Fans zu einer solchen Zusammenarbeit festgehalten.
Auf die Frage, wie viele Exemplare bei einem durchschnittlichen Serien-DVD-Release pro DVD verkauft werden müssten, um in den schwarzen Bereich zu kommen, und wie viele Downloads pro Episode der Fansub einer Serie erreicht, antwortete Joachim Kaps, dass dies natürlich von Label zu Label und von Serie zu Serie unterschiedlich ausfalle. Für Tokyopop war es so, dass die Zielmarke bei 3.000 – 4.000 verkauften DVDs gelegen hatte, was aber bei den meisten ihrer Veröffentlichungen nicht erreicht werden konnte - nicht einmal dann, als zum Auslaufen des DVD-Programms die Preise massiv gesenkt wurden.
Dirk Remmecke ergänzte, dass allgemein die Auflagen von Anime-DVDs in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind. Bei XXX-Holic seien die DVD-Verkäufe weit unter den Erwartungen geblieben, aber vom ersten Tag des Release an die Download-Zahlen auf den Torrentseiten in den Tausenden gewesen - jenseits von allem, was hätte verkauft werden müssen, um auch nur auf Null zu kommen.
Ähnliche Ausführungen machte Dr. Kaps auch in einem Interview mit AnimeY, das wir ergänzend empfehlen wollen: http://www.animey.net/specials/87
„Wir haben … inzwischen die Situation, dass Leute ohne mit der Wimper zu zucken die komplett synchronisierten deutschen DVDs innerhalb von 24 Stunden ins Netz stellen. Und das so, wie sie unter enormem Kostenaufwand seitens der Firmen produziert wurden. Diese neue Generation von Raubkopierern hat – im Gegensatz zur frühen Scanlations-Szene – nicht mal mehr das Gefühl, da irgend etwas Unrechtes tun, sondern spielt sich dann noch als Robin Hood auf. Dafür fehlt mir in der Tat jedes Verständnis.
Wir sind ein Verlag, der auch Bücher verlegt, der Autoren vertritt. Wenn diese neue Auffassung als normal angesehen würde, müsste ich morgen allen meinen Autoren sagen: „Hört auf Manga zu machen, denn ihr werdet davon euren Lebensunterhalt nicht bestreiten können.“ Das kann meines Erachtens keine Antwort sein.“
„Es gibt tatsächlich ganz klare Tests, das haben die Kollegen von Alive mir erzählt. Es gab z.B. Versuche, InuYasha zwischendurch zu anderen Preisen anzubieten. Es hat keinerlei Auswirkungen auf den Verkauf gehabt. Dadurch, dass für eine Weile der Preis gesenkt wurde, sind nicht automatisch unglaubliche Mengen mehr verkauft worden. …Insofern denke ich, der Ursprung des Problems liegt eher darin, dass alles teurer ist als umsonst. So weit werden die Anbieter einfach nicht runter kommen können.“
„Wenn ich mit meinen Kollegen in Japan spreche, dann ist eines ganz klar: Die bekommen im Moment aus allen Ländern die gleichen Rückmeldungen; die ansässigen Publisher sagen, dass sie ihr Programm entweder reduzieren, stoppen, oder dafür nur noch Bruchteile dessen bezahlen können, was sie früher gezahlt haben. So geraten die produzierenden Studios in Japan im Moment massiv unter Planungsdruck, was zur Folge hat, dass die ersten Studios ihre Investitionen in neue Produktionen bereits deutlich verringert haben. Das heißt, der Effekt dessen, was da gerade passiert, wird spätestens dann eine Rückwirkung auf den Nutzer haben, wenn dieser plötzlich feststellt, dass es nur noch die Hälfte der Serien gibt, weil die Studios in Japan es sich schlicht nicht mehr leisten können, neue zu produzieren. Dort sitzen unglaublich viele Leute, die dafür bezahlt werden wollen, dass sie vernünftige Arbeit abliefern. Die trifft es am Ende der Kette und die sind eben nicht ersetzbar.
Ob TOKYOPOP Geld mit DVDs verdient, kann jedem Animefan herzlich egal sein. Das ist unser Problem, und wenn wir der Meinung sind, wir können damit gerade kein Geld verdienen, dann ist es unsere Entscheidung, das sein zu lassen. Deswegen kann man sich die Serien, die wir sonst vielleicht herausgebracht hätten, trotzdem untertitelt angucken. Wenn aber keine Anime mehr produziert werden, kann man sie auch nicht mehr illegal downloaden – und dann wird’s auch für die Fans kritisch.“
Edit: Schreibfehler aus dem Newsletter korrigiert. ;)
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Das ist eine Menge Text. Läuft der auf etwas anderes hinaus als "Raubkopierer machen das Geschäft kaputt", worüber die gesamte Unterhaltungsindustrie klagt?
Bluerps
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Ne, nix neues. Nur das deswegen die Japaner ihre Produktion bald runterfahren werden. Das auf den Internetseiten die Downloads sehr sehr erfolgreich sind, die Verkaufszahlen aber die Mühen nicht rechtfertigen. Die Japaner produzieren in Zukunft wohl bald nur noch für ihren eigenen Markt.
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nichtmal das, in Japan ist es mittlerweile genauso schlimm wie in allen anderen Ländern auch.
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Artikel: Bla bla bla bla bla bla bla.
Die wollen für 12 Episoden 50 Euro und mehr. Soviel wie für 52 Episoden Türkisch für Anfänger.
Die haben Wolkenkuckuckspreise und wundern sich noch.
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Ist die gleiche Diskussion, wie sie in den USA vor zwei/drei Jahren geführt wurde. Dort mussten die Firmen erkennen, dass die Vertriebswege z.T. veraltet waren und nicht den Bedürfnissen der Fans entsprachen (billiger, schneller, gute Qualität). Dort ist man seid Anfang des Jahres stark damit beschäftigt Streams von Anime innerhalb weniger Stunden/Tage (je nach Serie) online anzubieten.
Umsonst gibt es dort eine Low-Res Version und für Abonenten eine High-Res Version, womit auch viele Leute zufrieden mit sind. Der Preis fürs Abo um mal ein Beispiel zu nennen, liegt für ein Jahresabo bei 60 US-Dollar (um die 40 €). Dafür hat man dann Zugriff auf derzeitig 16 simultanen Sendungen die zeitgleich in Japan ausgestrahlt werden. Wenn es dort kein Regionlock geben würde, hätte ich längst ein Abo.
Das hat wohl auch eine positive Entwicklung bewirkt, auch wenn keine genauen Zahlen bekannt gegeben wurden.
Ansonsten, wenn ich mir anschaue, welche Titel hier für Deutschland lizensiert wurden, von allen Serien, die genannt wurden im Artikel, hätte ich an einer einzigen Interesse, die anderen würde ich mir nicht mal umsonst anschauen...
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Die Idee mit dem Abo klingt super, wenn die Serien interessant sind würd ich das auch in Anspruch nehmen, und man könnte ja anhand der Low-Res Version sogar vorher testgucken obs einem zusagt :d Außerdem kann man dabei sicherlich für die Untertitel bessere Techniken nutzen als die des DVD Formats. Blos synchronisieren dürfte sich dann nicht mehr lohnen, aber für mich gehört der O-Ton bei Animes auch einfach dazu, ich will gar keine Synchro.
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Die Streams besitzen nur Untertitel (englisch), diese sollen aber meistens gut-sehr gut sein. Wenn ich in Nordamerika sitzen würde hätte ich auch ein Abo :)
Ich kann aber mal schauen, welche Titel alle für Deutschland gesperrt sind und welche nicht, werde das aber erst in den nächsten Tagen machen können.
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@rotzlöffel
wenn du meinst ::)
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Vieleicht wenn Anime eine im durchschnitt brauchbare Qualität bekommen
würden sie auch mehr absetzen. Die DVDs die ich hab kann ich an einer
Hand abzählen und selbst da tut's mir weh. Wenn ich für Ghost in the
Shell damlas für's selbe Geld 3 brauchbare realfilm DVDs hätte kaufen können,
dann entscheidet man sich halt meist für das mehr-Unterhaltung für weniger
Geld... wieviele Grabbeltisch Trash-sachen ich dafür hätte abgreifen können,
darüber will ich lieber gar ney nachdenken (Mad Malik, der Trash liebt).
Kleine Auflagen drücken den Preis halt hoch, muss man sich halt schlussendlich
fragen ob es einen Markt gibt für sehr-teure Nischenprodukte. :-\
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Habe schon vor längerem mit jemandem über das Thema gesprochen, der in der Branche tätig ist. Die Problematik läßt sich auf einen Satz eindampfen:
“When a 14 year old kid can blow up your business in his spare time, not because he hates you but because he loves you, then you got a problem.” (http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/)
Wichtigster Absatz neben diesem Satz:
[…] there is one possible answer to the question “If the old model is broken, what will work in its place?” The answer is: Nothing will work, but everything might. Now is the time for experiments, lots and lots of experiments, each of which will seem as minor at launch as craigslist did, as Wikipedia did, as octavo volumes did.
Auch wenn der verlinkte Artikel sich aufs Zeitungswesen bezieht, ist der Mechanismus der Gleiche. Einer, bei den Fansubs ein Dutzend Fans, macht einfach Kram, der nicht kontrollierbar und qualitativ hochwertig ist. Das Lizensierungs- und Übersetzungsgeschäftsmodell ist damit eines der Vergangenheit.
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Ein' hab ich noch: Musiker, die ihre Musik kostenlos anbieten, töten den Musikmarkt.
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Home fucking kills prostitution?
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Ich besorg mir im Normalfall die Originalserie, wenn ich kann und mir der Anime gefällt. Da kommen wir aber zu einem Punkt: die Guten Serien werden nicht mit Deutscher Synchro oder Deutsch Untetitelt angeboten. Sogar englisch ist in manchen fällen schwer zu bekommen. Und wenn ich die wahl hab zwischen "eine gute Serie garnicht sehen" und "eine gute serie als Download sehen", dann ist für mich klar, was ich mache, wenn's nur die beiden Möglichkeiten gibt. Wenns die DVD zu kaufen gibt, dann zahl ich dafür auch 25€, wenn dieQualität stimmt.
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Ich besorg mir im Normalfall die Originalserie, wenn ich kann und mir der Anime gefällt. Da kommen wir aber zu einem Punkt: die Guten Serien werden nicht mit Deutscher Synchro oder Deutsch Untetitelt angeboten.
Weil der Markt zu klein ist, bis ein Produkt fertig ist, weil zuviele Leute das eben nicht tun. Und löbliche Ausnahmen wie Dich gibts zu selten.
Sogar englisch ist in manchen fällen schwer zu bekommen. Und wenn ich die wahl hab zwischen "eine gute Serie garnicht sehen" und "eine gute serie als Download sehen", dann ist für mich klar, was ich mache, wenn's nur die beiden Möglichkeiten gibt. Wenns die DVD zu kaufen gibt, dann zahl ich dafür auch 25€, wenn dieQualität stimmt.
Der englische Markt hat das gleiche Problem, nur größer.
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Uhm, ich dachte, das die Argumente der Musik/Medienindustrie totaler Quatsch wären. Angeblich verdienen die Künstler voll wenig, und die Publisher voll extrem viel- oder so ähnlich? Ist das nur Propaganda meiner moralisch herausgeforderten Bekannten?
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Solange nur der Markt "getötet" wird, was soll's. Die Künstler werden deshalb nicht aufhören, Kunst zu machen.
Nur der Markt, der "leidet" so sehr, oh und ach. Armer Markt.
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Die Künstler werden deshalb nicht aufhören, Kunst zu machen.
Wenn die Künstler kein Geld mehr für ihre Kunst bekommen, werden sie sich wohl andere Broterwerbe suchen und weniger Kunst machen.
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Du, wenn es sich für den Dieter nicht mehr rentiert, Musik zu
kopieren produzieren, stört mich das echt nicht.
Wer in den 80ern hat denn keine Kassetten kopiert? Haben die Bands da vielleicht aufgehört, Musik zu machen?
Sind Animes vielleicht auf den amerikanischen/europäischen Markt angewiesen? Die wurden vorher doch auch produziert.
Klar will man mit seiner Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen. Aber jetzt sag mir mal einer, was die Typen bei Sony oder Universal großartiges leisten außer mich in massentauglichem Scheiß zu ersäufen?
Naja. Radikalinski over and out. 8]
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Wer in den 80ern hat denn keine Kassetten kopiert?
Das hat mich in den 80rn jeweils eine Stunde gekostet. Heute kann man in einer Stunde als einzelner mehrere Tausend Kopien diverster Medien anlegen. Von der fast unbegrenzten Verfügbarkeit der Kopiervorlagen mal ganz abgesehen.
Klar will man mit seiner Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen. Aber jetzt sag mir mal einer, was die Typen bei Sony oder Universal großartiges leisten außer mich in massentauglichem Scheiß zu ersäufen?
Die Medienbranche besteht nicht nur aus den Vorständen von Sony und Warner. Soweit ich weiß, sind die meisten deutschen Firmen im Anime Sektor kleine oder mittelständische Unternehmen.
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Der japanische Markt hat nur dummerweise auch dasselbe Problem, ist ja nicht so, dass die Japaner keine Computer hätten und deren Otakus sind in der Regel noch Computerbewandter als die westlichen Geeks und dort sind Medien(vor allem Musik) auch noch Schweineteuer.
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Das hat mich in den 80rn jeweils eine Stunde gekostet. Heute kann man in einer Stunde als einzelner mehrere Tausend Kopien diverster Medien anlegen. Von der fast unbegrenzten Verfügbarkeit der Kopiervorlagen mal ganz abgesehen.
Das ist doch Unfug. Ob ich eine oder eine Million CDs kopiere, der Schaden ist welcher nochmal? Aber gut, es geht ja ums Verbreiten.
Wenn ich nicht die Möglichkeit hätte, mir die Sachen kostenlos anzusehen, dann ... würde ich sie mir nicht ansehen. Außer es läuft mal wieder was auf VOX.
Und ich würde mir einiges kaufen wollen, wenn die Preise jadda jadda.
Ich schreibe dem Internet, dass mir Animes zu teuer sind. Jetzt reichts. :P
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Weißt du, r0tzl0effel, als jemand der zumindest im Ansatz eigentlich eher deiner Meinung wäre machst du es einem wirklich schwer dir tatsächlich zuzustimmen.
Und das ist irgendwie immer das Problem bei dem Thema. Sobald man mal halbwegs "normal" über die Effekte von Raubkopien, Fansubs etc. reden möchte kommt dann irgendein Möchtegernfreibeuter daher, parolt mal lautstark das die Firmen das ja sowieso alles verdient haben und schon ist der Schaden geschehen. Wenn man dann nämlich noch irgendwas kritisches zu der gängigen "Piraterie Böse, Auf Schaffott mit dem Pack" Meinung sagen möchte ist man sofort im selben Lager wie derjeniege der soieso immer und überhaupt alles gratis haben möchte und hat es damit umso schwerer irgendwie ernstgenommen zu werden.
*seufz*
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Wird halt mal Zeit, dass wieder sowas wie C64 passiert...
und was Animepreise betrifft...pffft, als ich noch Animes gekauft habe, waren das Videokassetten, die 50-100 Mark das Stück gekostet haben(das für JRPGs 200 Mark flöten gegangen sind...)
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Im Folgenden werde ich das Wort "Raubkopien" synonym für Fansubs, Rips und andere illegale Kopien verwenden.
Wer noch nie produktiv tätig war und zusehen musste, wie sein Produkt überall benutzt aber nie bezahlt wird, der kann sich glücklich schätzen.
Menschen, die sagen, durch Raubkopieren entstünde kein Schaden, sehen nicht, dass das Nutzen von Leistung ohne Entlohnung ein Schaden ist. Jemand hat das Produziert. Ihr wollt nicht dafür zahlen? Mit welchem Recht wollt ihr es dann nutzen?
Es gibt kein allgemeines Anrecht auf den Nutzen von Dingen, die andere erst möglich gemacht haben.
Dass Raubkopien auch positive Effekte haben, lässt sich nicht abstreiten. Es obliegt jedoch dem Eigentümer der Rechte, diesen Effekt Nutzen zu wollen oder nicht - also das Produkt kostenfrei anzubieten, oder nicht. Niemand besorgt sich Raubkopien, um den Firmen etwas Gutes zu tun. Ich denke in der Regel werden Raubkopien angeschafft um sich selbst etwas Gutes zu tun und wer sich die Arbeit gemacht hat, das Ding zu erstellen ist einfach sch...egal.
Dabei will man ja m.U. auch nichts böses. Man will das Produkt z.B. vor dem Kauf erst antesten. Klar. Aber wenn der Hersteller das nicht vorgesehen hat, was dann? Dann nimmt man sich - selbstverständlich - einfach das Recht heraus es zu tun. Welcher Schaden ist dabei entstanden? Wenn es mir gefällt, dann kaufe ich es ja. Und wenn nicht? Dann habe ich das Produkt genutzt - vielleicht auch nur kurz - ohne zu entlohnen. Ich hätte es sonst ja eh nicht gekauft? Dann hättest du es halt nicht gekauft. Es ist so einfach. Dann kauf es nicht. Nutze es nicht. Lass es stehen. Wenn es keine Probeversionen gibt - Herstellerpech, oder will jemand mir erzählen, er will dem Hersteller einen Gefallen tun?
Ich bin auch kein unbeschriebenes Blatt (gerade wenn ich an die C64-Zeit denke). Aber ich lüge mir nix in die Tasche.
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Wird halt mal Zeit, dass wieder sowas wie C64 passiert...
Was hat denn ein genialer Heimcomputer damit zu tun? ~;D
(Nö, aber im Ernst, check ich nicht die Referenz.)
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Der C64&Amiga500 wurde duch die massiven Raubkopien der Spiele vernichtet als Spieleplattform, d.h. die Firmen sind an den Raubkopien zugrunde gegangen, bzw. haben die Plattform gewechselt.
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Der C64&Amiga500 wurde duch die massiven Raubkopien der Spiele vernichtet als Spieleplattform, d.h. die Firmen sind an den Raubkopien zugrunde gegangen, bzw. haben die Plattform gewechselt.
Aaaaaaaaah, ja, klar. Wiedermal zu kompliziert gedacht. ;D
Ansonsten... Naja, ich denke Clay Shirky hat es da schon ganz gut getroffen. Wir befinden uns in einer Zeit wo das aktuelle Modell wahrscheinlich/vielleicht/whatever nicht mehr haltbar bzw. profitabel ist und halt was Anderes (oder mehrere "Andere") gefunden werden müssen. Und bis dahin gibts halt ein stranges Flickwerk aus "Old School" und verschiedensten Experimentalmodellen.
Kann man jetzt mögen oder nicht, aber ob sich das langfristig aufhalten läßt bezweifle ich mal.
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es wird ja im Spielesektor vermehrt auf DLC und eigene Server gesetzt, das könnte man jetzt noch verstärken mit festgelegten Accountnummern...aber ich schweife vom Thema ab.
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Ansonsten, wenn ich mir anschaue, welche Titel hier für Deutschland lizensiert wurden, von allen Serien, die genannt wurden im Artikel, hätte ich an einer einzigen Interesse, die anderen würde ich mir nicht mal umsonst anschauen...
Also, gerade in dem letzteren Punkt bin ich praktisch der gleichen Meinung wie du.
Die wenigen Anime-Serien, die mich persönlich wirklich interessieren, und das sind wirklich nur so wenige, dass ich sie an einer Hand abzählen kann (!), werden meines Wissens ausschließlich von Japanern und für Japaner hergestellt. Also für den japanischen Markt, auf Japanisch, nach dem japanischen Geschmack und den landesüblichen Eigenarten.
Dazu kommt noch meine Schwäche für besonders alte Anime, viele davon aus den Spät-70er Jahren und noch früher. Ich schaue also Serien, die außer mir vielleicht drei oder vier Leute in ganz Deutschland kennen. Wenn da etwas erscheint, bestelle ich mir die Original-DVD aus Japan über einen Onlinehändler wie cdjapan.co.jp u.a.
Von der Serie Mazinkaiser habe ich mittlerweile auch eine italienische DVD, aber das ist die offiziell für Italien lizenzierte DVD, mit Sammelbox und Comic etc., von einem italienischen Versand erworben. Ich bin also ein braver, 100% gesetzestreuer Kunde (... und mein leerer Geldbeutel kann das jeder Zeit bezeugen).
Die Italiener haben (aus welchen Gründen auch immer) auf ihre Lizenfassung der DVDs auch deutsche Untertitel gepackt, vielleicht wegen der deutschsprachigen italienischen Staatsbürger in Südtirol und vielleicht auch, weil sie einfach rocken! ;)
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Noch eine Kleinigkeit ...
Ursprünglich habe ich den Artikel hier vor allem aus einem bestimmten Grund gepostet. Ich war nämlich schon ein wenig traurig darüber, dass nun plötzlich auch OVA Films, ein recht bekannter Name, Insolvenz anmelden musste. Die haben nämlich sehr wohl ein paar gute Serien auf Deutsch herausgebracht. Unter anderem ist die deutsche Fassung von Scrapped Princess von ihnen.
Noch vor circa zwei Monaten habe ich selbst bei einer Firma aus der Medien- und Unterhaltungsbranche gearbeitet. Die hat mir im August gekündigt, weil über Nacht auf einmal keine Kohle mehr da war. Da hieß es nur "blah, blah, Finanzkrise" und schwupps war ich draußen.
Viele meiner Freunde sind Journalisten, Redakteure, Künstler, Schriftsteller, Spieleautoren usw. Da ist doch klar, dass ich für dieses Thema zumindest sensibilisiert bin.
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Der C64&Amiga500 wurde duch die massiven Raubkopien der Spiele vernichtet als Spieleplattform, d.h. die Firmen sind an den Raubkopien zugrunde gegangen, bzw. haben die Plattform gewechselt.
Da hätt ich gerne ein paar Belege für. In der Branche war ich lang genug, und da muß ich sagen, das ist Blödsinn. Commodore ist an seiner eigenen Geschäftspolitik (bzw Nichtvorhandensein derselben) erstickt, und sonst gar nichts.
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Ich denke nicht, dass der Commodore C64 anfangs hauptsächlich als Spiele-Computer gedacht war.
Es gab massig Computerspiele dafür und es gab viel als Raubkopie, aber das ist auch schon alles, was ich darüber weiß. Ich hatte nie einen C64, aber mein Schulfreund von nebenan hatte einen und nahezu alles, was ich an PC-Spielen aus den 80er Jahren gesehen habe, habe ich bei ihm zu Hause gesehen.
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Ich glaub ned das Raubkopien viel schaden. Grad im Animebereich dürften die Leute von ihrm gesparten Geld verstärkt Merchandise kaufen.
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Der Schaden durch illegale Kopien ist, verglichen mit ihrem theoretischen Gesamtwert, sicher nicht besonders hoch. Aber auch ein sehr kleiner Bruchteil davon wäre schon sehr viel Geld.
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Ich glaub ned das Raubkopien viel schaden. Grad im Animebereich dürften die Leute von ihrm gesparten Geld verstärkt Merchandise kaufen.
Das stimmt wiederum höchstwahrscheinlich nicht. Du sprichst hier von DVDs und von Merchandising. Aber was ist, wenn diese zwei Dinge (wie meistens) von ganz verschiedenen Firmen kommen?
Mag ja sein, dass manche Leute mehr T-Shirts, Plüschfiguren, Sammelkarten und was auch immer haben als tatsächliche Folgen des Anime, aber das ist auch wieder blöd. Die Firmen, die für das Herausgeben der DVDs zuständig sind, haben rein gar nichts davon, wenn jemand 1000 kleine Gashapon-Figuren im Regal stehen hat.
Merchandising wird auch - in der Regel - für diejenigen Serien herausgebracht, die bereits einen großen Bekanntheitsgrad haben (Sailor Moon, Pokemon, Dragonball, Naruto?). Das geht eventuell über die Fernsehausstrahlung, aber in zweiter Hinsicht bestimmt nur über die DVDs. Ich schätze, wenn die Serie bloß als "Internet-Phänomen" kursiert, macht ja keine der relevanten Firmen wirklich Geld. Damit wird die Lizenz nicht für die Hersteller von Fan-Artikeln "heiß". Oder kennst du Gegenbeispiele?
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Artikel: Bla bla bla bla bla bla bla.
Die wollen für 12 Episoden 50 Euro und mehr. Soviel wie für 52 Episoden Türkisch für Anfänger.
Die haben Wolkenkuckuckspreise und wundern sich noch.
Tja, lokalisierte Anime sind eben ein Nischenprodukt, das auch noch ausschließlich durch DVD Verkäufe Geld bringt... Wie kannst du das mit durch GEZ-Zwangsabgaben finanzierten deutschen Fernsehserien vergleichen, und daraus auch noch einen Anspruch herleiten? Davon abgesehen ist "Euer Produkt ist zu teuer, daher bin ich im Recht, wenn ich es stehle" gelinde gesagt eine zweifelhafte Argumentation.
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Der C64&Amiga500 wurde duch die massiven Raubkopien der Spiele vernichtet als Spieleplattform, d.h. die Firmen sind an den Raubkopien zugrunde gegangen, bzw. haben die Plattform gewechselt.
Also eigentlich ist der C64 eingegangen, weil er einfach irgendwann total veraltet war und vom Amiga abgelöst wurde. Und der Amiga ging letztlich daran ein, daß man Amiga 600/1200 nicht mehr kompatibel zum Amiga 500 entwickelt hat. Sogar nach dem Ende der Amiga 500 Produktion wurden nämlich noch haufenweise Titel auf den Markt geworfen. Die Mär von den pösen pösen Raubkopierern, die schuld wären, ist nur die Ausrede für inkompetente Manager, die mit falschen Entscheidungen aus Geldgier heraus das eigene Produkt kaputtkonzipiert haben...
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Das Problem an Anime ist, dass es (noch stärker als Manga) stark auf Jugendliche ausgerichtet ist. Das Verkaufskonzept besteht dabei in Japan vor allem darin, den Anime/Manga als Mittel zu nutzen, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf das Merchandise zu lenken, wo (oh Wunder) das meiste Geld verdient wird.
Japanische Jugendliche sehen also einen Anime z.B. WOWOW, reden darüber in der Schule und kaufen sich dann Merchandise (Sammelkarten, Büchlein, Figuren etc. pp.) dazu. So kommt der Publisher über Lizenzrechte zu seinem Geld, von dem er dann wieder einen Teil an den Produktionsfirma weitergeben kann.
Die Produktionsfirmen werden also nicht für ihr Produkt bezahlt, sondern für ihre Werbetätigkeit, also durch die generierte Kaufkraft für billiges Plastespielzeug made in Taiwan.
Nun erkläre man mir, welche Rolle Lokalisierungsfirmen in diesem Konzept spielen. Ich nehme die Antwort voraus: Genau keine.
Lokalisierungsfirmen versuchen Geld mit einem Produkt zu verdienen, dass nie Profit abwerfen sollte.
Gleichzeitig erzeugen sie aber auch keine ausreichende Masseeffekte, so dass sie sich über importiertes (bzw. unter Lizenz hergestelltes) Plastespielzeug tragen würden.
Wie man also mit nur zwei, drei Gedanken schnell sieht, ist Lokalisierung kein Geschäft, sondern eine Liebelei und war damit von vornherein dem Untergang geweiht.
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Ich sehe das Problem hier an ähnlicher Stelle, wie beim Amiga: Geld verdienen, aber keine Verantwortung für eigene Fehler übernehmen wollen.
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Sobald man mal halbwegs "normal" über die Effekte von Raubkopien, Fansubs etc. reden möchte kommt dann irgendein Möchtegernfreibeuter daher, parolt mal lautstark das die Firmen das ja sowieso alles verdient haben und schon ist der Schaden geschehen.
Quatsch. Lies nochmal.
Beispiel: Es gab mal eine Samurai-Champloo-DVD-Box mit allen 26 Episoden für um die 50.-. Und was ist die? Ausverkauft.
Die DVDs mit 4 Episoden sollen 30.- kosten.
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Ich weiss auch ned ganz, was ihr wollt. Wenn ich zum Bahnhof geh oder in meinen Rollenspielladen, werd ich von zig Mangas halber erschlagen. Die ham sich die letzten Jahre vermehrt wie die Tribbits. Ich kann mir kaum vorstellen, das die alle qualitativ hochwertig sind. Da ist sicher ne Menge Schund dabei. Nen Kumpel hat mir erzählt, früher wars schwierig, an Animes zu kommen, die warn dann aber meist auch gut. Heutzutage ist es schwierig an gute Animes zu kommen, weil man sie aus dem ganzen Schund raussuchen muss. Und wenn viel Müll auf den Markt geworfen wird, kann sich doch der Hersteller nicht beklagen, wenn er Probleme bekommt, oder?
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Weil der Markt zu klein ist, bis ein Produkt fertig ist, weil zuviele Leute das eben nicht tun. Und löbliche Ausnahmen wie Dich gibts zu selten.
Dem kann ich so nicht ohne weiteres zustimmen. Es stimmt zwar dass der deutsche Markt schon ziemlich klein ist, dennoch tragen auch die Firmen mit dazu bei, dass sich die "potentiellen Käufer" andere Wege suchen, um einen Anime anzusehen. Denn eine Lizensierung dauert zu lange.
Dies war schon ein Problem auf dem amerikanischen Markt, wo man eben deswegen auch inzwischen schneller Lizenzen erwirbt bzw. auch bekannt gibt dass diese erworben werden/ wurden.
Ich habe jetzt auch mal versucht Daten zu bekommen, zu welchem Zeitpunkt Lizenzen erworben und bekantgegeben wurden. Leider war meine Suche nicht sehr erfolgreich, da selbst auf der Homepage von z.B. Anime Virtual ich auf den ersten Blick keine Daten finden konnte, wann Lizenzen erworben wurden. Somit bleibt mir leider nur ein unbefriedigener Vergleich, in dem die deutschen Firmen leider schlecht abschneiden.
Als Beispiel sei einmal die Serie The Melancholy of Haruhi Suzumiya genannt, welche im Internet sehr schnell viele Fans fand und auch für ziemlich viel Aufsehen sorgte. In Deutschland war dann 2 Jahre später diese Serie von deutschen Publishern zu kaufen gewesen. Wenn 2 Jahre zwischen Ausstrahlung und Lizenzierung vergehen, sollte man bedenken, dass viele damalige Fans wahrscheinlich längst nicht mehr gewillt sind das Produkt zu kaufen, weil sie es entweder anders erworben haben (R1 DVDs, Fansubs), oder aber nach zwei Jahren ganz anders über die Serie denken, etc.
Hinzu kommt, dass Werbung für Anime praktisch nur in Anime-Zeitschriften stattfindet, zumindest ist mir diese Werbung bislang nur dort begegnet. Sprich es wird meist nur ein geschlossener Kreis an Konsumenten angesprochen (Menschen die solche Zeitschriften kaufen, kennen auch Anime), dieser aber wiederum hatte schon 2 Jahre Zeit dieses Produkt zu erstehen.
Eben nur nicht mit deutschen Untertiteln/ Synchro. Und diese Serie war schon eine der besten Serien (beste in Form von Aufmerksamkeit im Internet) aus dem Jahre 2006.
Von daher sehe ich nicht nur ein Problem bei den Fansubs, sondern auch bei den Publishern, welche zu lange benötigen, um eine Serie zu vermarkten. Hinzu kommt die Konkurrenz mit dem nordamerikanischen Raum und den Internet-Streams. Denn auch wenn nur das englischsprachige Publikum in Deutschland diese Angebote mehr oder weniger in Anspruch nehmen kann (Stichwort Streams Region Lock), so ist dies doch auch gerade für einen kleinen Markt wie Deutschland schon ein zu großer Teil der potentiellen Käufermenge.
Viele dieser Argumente und Probleme sind oder sollten bereits aus dem amerikanischen Raum bekannt sein, ebenso mögliche Ansätze zur Lösung der Probleme, zumindest, wenn man sich wenigstens ein bisschen für die Entwicklung eines Marktes im Ausland interessiert, welches ich hiermit den Firmen in Deutschland unterstelle.
Da für neue Ideen und Serien ja auch die ausländischen Märkte als Lieferanten genutzt werden, sollten Probleme und Schwierigkeiten die eben diese Märkte treffen auch auf den heimischen Markt mit eingeplant werden. Und die USA haben schon seid 2006 dieses Problem.
Von daher ist mein Mitleid für Firmen, die diese Entwicklung verschlafen haben sehr gering.
Es gab mal eine Samurai-Champloo-DVD-Box mit allen 26 Episoden für um die 50.-. Und was ist die? Ausverkauft.
Die DVDs mit 4 Episoden sollen 30.- kosten.
Mit dieser Aussage hat rotzlöffel leider recht. Mit diesem Konzept sind auch mehrere Firmen in den USA gescheitert. Die Preise die in Japan mehr oder weniger üblich sind für DVDs sind in Europa und Nordamerika zu hoch, als dass genügend Kunden bereit sind soviel zu bezahlen.
Tut mir leid, dass OVA-Films Insolvenz angemeldet hat, aber wenn man erhofft, die Gesamtserie Basilisk für ca. 160 € an den Mann zu bringen, hat man auch hier weder den Markt noch die Signale verstanden. Wenn man normale Serien wie Desperate Housewifes oder Band of Brothers die Staffel/komplette Serie für 15 -25 € bekommt, sind auch viele Kunden nicht bereit für eine etwas bessere Serie als der Anime-Durchschnitt 160€ zu bezahlen.
edit: Als weiteren Vergleich, die Basilisk BD- Box, mit kompletter Serie ist über Amazon für 39 $ zu haben, die deutsche Vol. 1 mit 4 Folgen auf DVD für 24 €.
Anstatt nach Japan und den USA nur zu schielen, um zu sehen was sich gut verkauft, sollte man auch die Probleme erfassen. Zeitgleich sollte man aber auch erkennen, dass einige Serien in Deutschland anderes Potential haben werden, als in Nordamerika oder Japan.
Zumal auch Ein damit Recht hat, dass Die Produktionsfirmen werden also nicht für ihr Produkt bezahlt, sondern für ihre Werbetätigkeit, also durch die generierte Kaufkraft für billiges Plastespielzeug made in Taiwan.
Viele Anime-Serien dienen ausschließlich dazu, den Manga und/oder das Merchandise und dessen Verkauf anzukurbeln. Die japanischen Otakus unterstützen und tragen dieses Geschäftsmodell. So ist aber weder der Nordamerikanische Markt noch der europäische Markt aufgebaut.
Und von daher zum Abschluss, noch ein sehr korrektes Zitat:
Ich sehe das Problem hier an ähnlicher Stelle, wie beim Amiga: Geld verdienen, aber keine Verantwortung für eigene Fehler übernehmen wollen.
edit: So wie ich bereits sagte, habe ich mir jetzt mal die größte Streamingseite für Anime für Nordamerika angesehen. Dort gibt es derzeit min. 60 Animetitel (hatte irgendwann keine Lust weiterzuzählen), welche jedem Amerikaner frei zugänglich sind, ganz legal, zwar nicht in DVD-Qualität, aber noch gut genug, um am Computer sich anzusehen. Für 60$ gibt es die ganze Auswahl dann in besserer Qualität, welche z.T. an DVD-Quali heranreicht.
Für deutsche Kunden lohnt sich das Angebot nicht ganz so sehr, da min. 60% der Serien durch den Regionlock gesperrt sind. Ähnlich sieht es auch mit anderen Publishern aus, welche topaktuelle Titel als Streams anbieten, leider auch nur für den nordamerikanischen Markt. Aber dort scheinen die Firmen eine Antwort gefunden zu haben um Kunden zurückzugewinnen.
Hinzu kommt, dass man die potenziellen Kunden stark unterscheiden muss, wobei ich für mich persönlich von vier groben Arten ausgehe.
Einmal die Fans, welche Anime nur zum Zeitvertreib nutzen, denen ein Besitz und Qualität nicht besonders wichtig sind. Für diese sind die Streams hervorragend, da diese Fans es von Youtube bereits gewöhnt sind.
Dann die Fans die gerne Qualität haben wollen, aber nicht zwingend in handfester Form, dafür aber günstig. Diese kann man durch Downloads ansprechen, wobei hier halt auch die Gefahr der Weiterverteilung liegt, welche aber auch DVDs und BD innewohnt.
Dann die Fans die gerne ein handfestes Produkt haben wollen, diese sind es zumeist, welche DVDs/BDs kaufen.
Und dann die Fans, die einfach alles haben wollen und auch Extras mögen, diese sind halt durch Limited Editions zu erreichen wo Bonusmaterial und Beilagen dabei sind, durchaus auch in nicht digitaler Form.
Und der Großteil der Animefans formt sich aus den ersten beiden Gruppen, welche durch teure DVDs etc. einfach auch nicht angesprochen werden. Was aber alle Gruppen gemein haben, die Serie soll schnell und zügig erscheinen und darf nicht überteuert sein. Diese Indizien kann man alleine aus der Beobachtung des amerikanischen Marktes ziehen, welcher in diesem Aspekt stark dem europäischem Markt ähnelt.
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Ich weiss auch ned ganz, was ihr wollt. Wenn ich zum Bahnhof geh oder in meinen Rollenspielladen, werd ich von zig Mangas halber erschlagen. Die ham sich die letzten Jahre vermehrt wie die Tribbits. Ich kann mir kaum vorstellen, das die alle qualitativ hochwertig sind. Da ist sicher ne Menge Schund dabei. Nen Kumpel hat mir erzählt, früher wars schwierig, an Animes zu kommen, die warn dann aber meist auch gut. Heutzutage ist es schwierig an gute Animes zu kommen, weil man sie aus dem ganzen Schund raussuchen muss. Und wenn viel Müll auf den Markt geworfen wird, kann sich doch der Hersteller nicht beklagen, wenn er Probleme bekommt, oder?
Manga und Anime sind natürlich zwei VÖLLIG unterschiedliche Medien.
Den starken Synergieeffekt zwischen Comicbänden und Zeichentrickserie, wie er anscheinend in Japan existiert, sehe ich hier ehrlich gesagt kaum! Ich habe reihenweise Manga-Leser kennen gelernt, die nicht die Anime ansahen oder sammelten. Ich kenne auch Anime-Freaks, die kein Interesse an den Manga-Büchern haben.
Der Boom mit den Manga-Taschenbüchern geht (zum Glück) noch weiter, er ist aber auch inflationär angewachsen, wenn ich mir anschaue, wie das noch vor 10 Jahren ausgesehen hat (also 1999, erinnert sich noch irgendwer? ;) ). Da frage ich mich ab und zu, wann diese Manga-Blase letztlich platzen wird. Das Wachstum kann nicht einfach immer weitergehen.
Die Comicläden (die in meiner Region z.B. auch überwiegend gleichbedeutend mit den "Rollenspielläden" sind) bestehen inzwischen fast ausnahmslos aus 80% Manga, 10-15% französischen und frankobelgischen Albumserien und vielleicht 5% klassischen Superheldenserien (Marvel und DC, bzw. deutsch bei Panini).
Ich bin ein alter Sack und kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, als es 80% bis 90% US-Superhelden waren und der Manga ein neuer Geheimtipp aus Fernost. Ich bin mit mehreren langlährigen Comichändlern auf Du und Du. Die wären pleite und verschuldet, wenn es die deutsch übersetzten Manga nicht mehr gäbe. Aber das Zielpublikum hat sich eben auch massiv geändert: Manga ist in Deutschland inzwischen zu gefühlten 90% feminin geworden, nichts als Schulmädchen- und Teenager-Romantik-Serien. Sciencefiction, Samurai-Geschichten und Horror muss ich heute mit der sprichwörtlichen Lupe suchen.
Und dass in der Schwemme der Serien heute viel Mist und Durchschnittskram mitschwimmt, ist auch klar. Dafür kenne ich genug Beispiele.
Ich glaube, aus lauter Frust mache ich es mir gleich mit einem Kakao und einem alten Band von 3x3 Augen gemütlich. ;)
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Wow, was für n haufen Quatsch...
Einige Dinge die ich denke sollten klar gestellt sein:
a) Fansubber =/ Raubkopierer
b) ohne Fansubber wäre Anime nie so populär und erfolgreich in Ländern ausserhalb Japans (gilt auch für Scanlation von Mangas)
Insofern schaden Raubkopierer wie überall, Fansubber aber sicher nicht. Ohne die Fansubber gäbe es die Szene vermutlich gar nicht...sicher nicht so wie sie heute existiert. Gewisse Lizenzen aus USA zb (die sicherlich die in unsere Regionen beeinflussen) orientieren sich sogar daran, was von den Fansubbern gesubt wird, da man daran das Interesse an den Lizenzen sehen kann.
Viele Anime und Manga-Zeichner unterstützen die Fankommunity sogar. Zumindest war das so.
Das die total überteuerten Produkte in Deutschland nicht viele Abnehmer finden verwundert mich allerdings kaum. Die Herren der deutschen Lizenzen wollen zt für eine DVD (meist Eps 1-4 oder so) oft fast so viel wie ich bei Amazon.com für ne ganze Staffel der US-Version zahle. Mit der Einstellung sollen sie ruhig auflaufen.
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Wobei man natürlich nicht sagen kann, dass Fansubs gar keine Schaden anrichten, trotzdem sollte man beachten, dass die Fansubs sicherlich nicht den einzigen Punkt darstellen, warum der deutsche Markt, ebenso wie die anderen europäischen bzw- der amerikanische Markt kränkelt.
Raubkopien umfasst bei den Anime-Serien halt die DVD und BD-Rips, welche auch aus meiner Sicht deutlich schädlicher sein dürften, als Fansubs. Fansubs sind nicht perfekt und können fehlerhaft sein und sind es auch meistens auf der ein oder anderen Ebene, aber eine direkte Kopie einer DVD bzw. BD dürfte, wenn man auch den Aussagen der Publishern glauben schenkt, deutlich weniger Fehler beinhalten und wesentlich akurater sein.
Zudem wird auch meistens die neue Synchro gleich mit kopiert, so dass man weder auf die deutsche bzw. englische Sprachausgabe verzichten muss.
Solch eine Raubkopie/Rip bietet dann halt denselben Vorteil der Qualität, welche zwar meist den Nachteil beinhaltet, dass man nun die Dateien nicht sofort per DVD-Spieler auf den Fernseher schauen kann, wie bei gekauften DVDs/BDs, aber dies ist für einen halbwegs informierten Menschen kein Problem.
Was ich mir wünschen würde, wäre halt eine deutsche Streamingseite, oder aber auch eine Kooperation der deutschen Firmen mit den bestehenden englischen Seiten. Letztere Option fände ich sogar deutlich reizvoller, da ich eigentlich lieber englische Untertitel mir ansehe.
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Eine Streamingseite, auf der dann was laufen soll?
Ein weiterer Punkt bei den Fansubs ist ja gerade die Zeitnähe. Während bei den offiziellen Lizenzen Monate oder eher Jahre verstreichen, bis man zur entsprechenden DVD greifen kann, ist ein Fansub im besten Fall innerhalb von wenigen Tagen verfügbar.
Und dabei sind die offiziellen Subs nicht einmal qualitativ hochwertiger (was niemanden wundern sollte bei der mieserablen Bezahlung für Übersetzer).
Und das ist halt das Schöne am Internet man sieht deutlich, was für einen Mist Lokalisierungsfirmen bauen und wie lahmarschig sie dabei auch noch sind. Das Geschäftsmodell funktioniert halt einfach so nicht.
Gerade Anime sind zu einem guten Teil Schund, der einfach nur dazu dient Kinder und Jugendliche an den Fernseher zu locken, wo man sie dann mit Werbung bombadiert.
Es wäre wahrscheinlich cleverer sich nicht die DVD-Rechte, sondern die Merchandiserechte für erfolgreiche Animes/Mangas zu sichern und diese in materielle Produkt umzusetzen. Und, oh Wunder, es gibt sogar Firmen, die sowas machen, nennen sich z.B. RTL 2.
Aber(!) ich vermute, dass die entsprechenden Lizenzen bei weitem teurer sind, da eben genau da das eigentliche Geld gemacht wird. Und da endet dann halt der Traum vom Geld durch Anime für die kleine Anime-Lokalisierungsklitsche.
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Ich weiß nicht so recht, was ich denken soll. Bin ziemlich perplex. wtf? Es gibt doch aber auch reihenweise Anime ohne nennenswerte Fan-Artikel.
Und welche Fan-Artikel werden denn von RTL 2 veröffentlicht?
RTL 2 zeigt doch eh nur noch die üblichen Verblödungsserien. Gerade mal Naruto und Blue Dragon scheinen zurzeit noch Zugpferde zu sein. Mein Fall ist da aber so gut wie gar nichts. (Gerade den Erfolg von Naruto konnte ich nie nachvollziehen.) Ich dachte früher immer, es gäbe eine Käuferschicht für Anime auf DVD, gerade weil im Fernsehen nur die schrottigen Serien kommen. Alle etwas härteren und nicht mainstream-fähigen Produkte musste man sich wenn schon, denn schon auf DVD holen... bzw. früher auf VHS.
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Du bist halt ein Nischenkunde. Für den lohnt sich althergebrachte industrielle Fertigung nicht.
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In Deutschland, ja. Aber im Normalfall ist in Japan ein Anime halt ein Mittel um Werbung zu machen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Das RTL 2 leider nicht gerade viel tut, um das Image von Anime zu verbessern ist leider wahr.
@Ein, Thema Streamingseite
Aktuelle Titel aus Japan. Die Amerikaner schaffen es ja auch zeitgleich Serien auszustrahlen. Dort sind es derzeit etwa 18 Simul-Casts, sprich 18 Serien die zeitgleich mit Japan ausgestrahlt werden. Die Subs sind sogar meistens qualitativ gut, stammen diese doch von Fansubbern bzw. auch Ex-Fansubbern, welche halt nun auch ganz offiziel übersetzen.
Finanziert wird das Streaming über Werbung bzw. Abogebühren. Hat man einen freien Account bekommt man halt Werbung und ansonsten zahlt man halt einen Mitgliedsbeitrag, wenn es der Premiumaccount ist. Von den letzten Zahlen her, hat die Seite 15,000 zahlende Mitglieder.
Eine Streamingseite, die allerdings nur Deutschland erreichen soll, dürfte schwierig zu realisieren sein, da der Animemarkt wahrscheinlich zu klein ist, selbst mit den Leuten die keine DVDs kaufen. Zumal auch erst eine bestimmter Grad an Bekanntheit vorhanden sein muss.
In den USA war die Seite erst jahrelang eine Streamingseite mit illegalem Inhalten, sprich es wurde gestreamt, ohne die Lizenzen zu besitzen. Gestreamt wurden Fansubs, die Seite lief über Spenden.
Dadurch war die Seite aber in der Animeszene gut bekannt, so dass als die Seite Ende 07/ Anfang 08 den legalen Betrieb aufnahm, es bereits einen Kundenstamm gab, aus dem sich dann auch leicht eine Stammzahl aus Zuschauern formten.
Diese Voraussetzungen sind in Deutschland allerdings nicht gegeben, so dass ich befürchte, dass eine neue Streamingseite wohl eine zu große Anlaufzeit brauchen wird, um sich zu etablieren/rentieren. Da erscheint es mir schon praktischer/vielversprechender bestehende Streamingseiten anzusprechen.
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Eine Fansub ist ja im Grunde nichts anderes als eine "inoffizielles OmU". Und warum wird's gemacht? Weil es Monate, wenn nicht Jahre (!) dauert, bis Animes entweder synchronisiert (und das dann häufig schlecht) oder sogar nur als OmU auf den jeweiligen ausländischen Märkten erscheinen.
Eines ist doch offensichtlich: Angesichts der horrenden Preise, welche die jeweiligen Publisher für ihr massiv verspäteten und häufig minderwertigen Lokalisationen verlangen, geben sich Fans auch mit Fansubs zufrieden - die sind dann auch nur selten hochwertig, aber sie erscheinen zeitnah!
Und anstatt nun auf das Offensichtliche zu stoßen, nämlich darauf, dass man gut daran täte, das Original kostengünstig zu untertiteln (Es muss ja nur zum groben Verständnis reichen ...) und möglichst schnell für wenig Geld und ohne Extras auf den Markt zu bringen, um dann später eine teurere Synchro-Fassung anzubieten, die dem Fan jeden Cent wert ist, wird einfach nur gejammert und mit etwas gedroht, was gar keine Drohung ist ... Denn wenn sich die Produktionsfirmen vom ausländischen Markt zurückziehen, bleibt das übrig, was es auch jetzt schon gibt, nämlich die Fansubs.
Wenn die Fansubs ein Problem sind, muss man einfach nur schnellere bessere Subs anbieten. So einfach ist das. Zu verlangen, dass die Fans ewig warten, um dann gegen Geld nichts besseres zu bekommen als das, was sie viel früher kostenfrei bekommen können, verrät eine leicht verschobenen Blick auf die Realität(en).
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Nicht so einfach. Der Kunde will eventuell lieber Übersetzungen, wer is in D. schon Subtitel gewöhnt.
Und schneller sein als Fansubber? Viel Spaß, da halt ichs für wahrscheinlicher das der Wolf den Roadrunner einholt. Bin vielleicht aber auch nur deutsche Lahmarschigkeit gewohnt, dass ich mir nix anderes mehr vorstellen kann.
Ich würde Extras reinpacken wie blöd. Zur DVD gäbs nen Kalender, Bettwäsche und Deo.
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@Baldur
Ach, du meinst, Crunchyroll. Sag das doch. Naja, ja, wäre sicherlich effektiver als DVD-Release. Wobei um das T-online Moviestreaming-Angebot ist es auch sehr, sehr leise geworden.
Von daher, ja, für technikoffene Amerikaner, die es gewohnt sind, dass der nächste Laden, der Animes hat, 120 Mi entfernt ist, geht das Konzept auf. In Deutschland? Nee, glaub nicht.
@ErikE
Der Durchschnittsdeutsche will sicherlich lieber seine Dub, allerdings trifft das absolut nicht auf den Animemarkt zu, der es gewohnt ist auf Subs zurückzugreifen und unter anderem sogar aktiv diese fordert, weil man die Originalsprecher hören will und nicht die Billigsynchro von irgendwelchen Klitschen.
Das mit den Extras wird im Übrigen nicht funktionieren. Die deutschen Publisher kriegen es ja nicht einmal hin, blanke DVDs zu vernünftigen Preisen anzubieten.
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Crunchyroll ist ziemlich schnell, aber wie gesagt, hab ich Zweifel ob dies in Deutschland funktioniert. Es würd mir ja schon reichen, wenn der Regionlock wegfällt. :)
Aber außer CR gibt es ja auch noch Funimation (leider auch nur NA), oder Mangaentertainment (http://www.youtube.com/user/MANGAentertainment#p/a), welche derzeit Youtube benutzen um ihre Serien auszustrahlen. Derzeit z.B. die erste Folge von Monster, und das ganze ohne Regionlock.
@ErikE
Nicht so einfach. Der Kunde will eventuell lieber Übersetzungen, wer is in D. schon Subtitel gewöhnt.
Wenn der Kunde lieber eine deutsche Synchro gerne hätte ;) dann wären die Fansubs ja gar nicht schlimm, ist ja nur OmU. Aber wie Ein sagt, sind es Animefans es eben gewohnt OmU zu sehen und es wird halt auch bevorzugt.
Im übrigen bin ich mir nicht sicher, ob eine Synchro wirklich für jede Serie notwendig/gut ist. In den USA gibt es auch genügend Veröffentlichungen von Titeln wo es nur OmU gibt, weil die Serie ein Nischenprodukt ist. Und in Amerika ist der Absatz ja schon größer als hier in Deutschland, von daher bezweifel ich auch, dass es eine gute Idee der Publisher ist, so viele Titel mit Synchro rauszubringen, welche ja auch nicht gerade billig ist, Zeit braucht und noch nicht mal von allen potenziellen Kunden erwünscht ist.
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Uhm, bedeutet dass die Publisher machen ne teure Syncro, obwohl der Kunde lieber billige Untertitel hätte? wtf? ::)
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Ich schau jedenfalls lieber mit Untertieteln. Syncro muss teilweise sehr
gekünstelt werden, damit es einigermasen zur Mundanimation passt.
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Zumindest ein Großteil der "geglaubten" Kunden schauen sich Serien nur mit Untertiteln an, da Fansubs nunmal nur OmU sind.
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Dann hätt man ja, wie Yerho sagt, schon was zum Sparen. Und man könnte sich in D. ja auf, Serien spezialisieren, die in Japan günstig zu haben sind. Der Geschmack ist ja unterschiedlich, schätze ich, und was bei den Japis floppt kann bei uns gut laufen.
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Synchro könnte man sicherlich sparen bei einigen der Serien.
Ansonsten sollte man natürlich auch schauen, welche Serien in Deutschland unter Umständen ein ganz anderes Potential bieten, als in Japan oder auch den USA. Hier kann ich leider nicht ins Detail gehen, da ich die Zahlen für Deutschland, USA und Japan nicht gerade greifbar habe.
Trotzdem wage ich mal zu behaupten, dass eine Serie wie Monster, die in Deutschland spielt und dazu auch noch eine Story bietet die ohne Probleme auch mit guten Serien mithalten kann, hier in Deutschland gute Verkaufschancen haben könnte.
Halt nur nicht wenn die Serie in Einzel-DVDs herausgebracht wird, mit 4 Folgen pro DVD, einfach weil die Serie zu lang ist mit 74 Folgen.
Aber wenn man Monster in drei Boxen verkauft zu je 25/25/24 Folgen für 35-45€ und auch für ein bisschen Werbung außerhalb des bekannten Kundenkreises sorgt, könnte dies erfolgsversprechend sein. Bei Monster könnte sich sogar eine Synchro lohnen, da der Anime halt nur in Deutschland und der Tschecheslowakei spielt. Inzwischen ist die Serie aber auch schon 4 Jahre alt, wenn man diese noch 05/06 auf diese Art veröffentlicht hätte, da hätte ich darauf gewettet, dass die Serie Gewinn macht.
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Warum kann man alte Serien nicht mehr veröffentlichen? Die werden doch sicher günstiger. Ändert sich der Geschmack was Stil angeht so schnell? Die Deutschen wissen doch ned, ob ne Serie in Japan alt oder neu ist.
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Die meisten Animefans sind meistens gut informiert, welche Serien aktuell sind und welche weniger, im Gegensatz zum Durchschnitt, welcher das Alter sicherlich nicht unbedingt einzuschätzen weiß.
Andererseits vergisst der Kunde aber auch wieder Produkte, die er lange nicht mehr gesehen hat, was darin resultiert, dass mehr Werbung erforderlich sein könnte. Weiterhin könnte der Kunde es aber schon über andere Quellen bezogen haben (Fansubs, Importe).
Trotz alledem kann auch eine ältere Serie sicherlich noch Erfolg haben, aber im Normalfall warten die Fans ungern 3,4 Jahre auf eine Serie.
Allerdings gab es in den letzten Jahren auch große technische Sprünge, was die Bildqualität angeht, ebenso wie bei CGI-Techniken.
Monster wäre vom letzteren Punkt sicherlich weniger betroffen, da keine großartigen Effekte oder CGI eingesetzt werden (außer einer sehr störenden S-Bahn im Opening), aber bei anderen Serien kann dies durchaus eintreten.
In den USA haben insbesondere neuere/jüngere Fans insbesondere mit den älteren Zeichenstilen von vor 2001 Probleme sich damit anzufreunden, so erscheint es mir, wenn man sich ein paar amerikanische Foren ansieht.
Ansonsten gibt es je nach Serie unterschiedliche Vor und Nachteile.
Am Beispiel von Monster
Vorteile:
komplexe Story
thematisch eher anspruchsvolles Thema
interessante Charaktere
Thriller, Krimi
in Deutschland spielend
sehr detailgetreu
Nachteile
relativ alt
sehr hohe Episodenzahl
ein komplexes Thema
nicht sehr actionlastig, manchmal langatmig
hohe Anzahl an Charakteren (für eine Synchro uU problematisch)
Es ist sicherlich nicht leicht eine Anime-Serie auf den deutschen Markt erfolgreich zu machen, wenn es keine Serie für Kinder/Jugendliche ist. Der Markt der Kunden die kaufen können/wollen ist, wenn man Jugendliche herausrechnet, sicherlich sehr begrenzt. Trotz alledem, wenn ich das Geld hätte, würde ich es versuchen die Serie hier zu vermarkten :)
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Wenn du von den Jugendlichen abrückst, hast du aber wieder ganz andere Vorraussetzungen.
Ich gehe davon aus, das der Kundenkreis von Animes dann dem von RPG-Sachen ähnelt.
Relativ klein, um die 20-30, aber auch bereit, mal was auszugeben.
Ich fürchte, du würdest bei so nem Kundenkreis mit so was anspruchsvollem wie Monster scheitern.
Ich würde eher sowas wie ein Anime-DSA versuchen. Für jeden ebbes.
Ich würde auch bei den Jugendlichen bleiben. Ich würde irgendeine Story mit Liebe zwischen zwei Männern nehmen, die in Japan gefloppt ist, weil sie grad parallel mit ner noch beliebteren Serie rauskam. Dürfte bei den Mädchen hier einschlagen wie ne Bombe. Sie soll qualitaitv gut sein und den Zeitgeschmack treffen. Der niedrige Bekanntheitsgrad sollte dafür sorgen, dass die Fansubber das Ding noch nicht angerührt haben. Wobei die ja oft auf Qualität achten, da muss man eventuell ne Weile suchen.
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Mmh, meistens werden irgendwelche Fansubber sich der Serie angenommen haben, aber auch nicht jeder Fansub wird massenweise heruntergeladen.
Hinzu kommt, dass gerade Mädchen im Durchschnitt nicht so stark mit dem Thema vertraut sind, als dass man in diesem Kreis vermuten müsste, dass die meisten Fansubs gesehen haben.
Animemäßig ist diese Art Serien allerdings nicht besonders groß verbreitet, insbesondere aus den letzten zwei, drei Jahren würde mir nicht viel einfallen, wobei es dabei wohl dennoch mindestens zwei bis drei gute Serien geben würde.
Darunter fallen Skip Beat und Lovely Complex, ebenso wie Antique Bakery und Ristorante Paradiso. Diese haben nicht unbedingt als Hauptfokus die Liebe zwischen zwei Männern, richten sich aber eher an die Mädchen/junge Frauen.
Hier wäre sogar der Vorteil das Skip Beat hier in Deutschland auch als Manga erhältlich ist, sprich ein gewisser Bekanntheitsgrad wäre gegeben. Bei den anderen Serien könnte ich dies nicht sagen.
Wenn ich mit dem von dir vorgeschlagenen Thema arbeiten wollen würde/ müsste, würde ich solche Serien dann versuchen zu vermarkten. Zumal Skip Beat und Lovely Complex mitunter auch bei männlichen Zuschauern wohl nicht immer auf Ablehnung stoßen würde.
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Hmm, ich dachte eigentlich an Yami no Matsuei. Zu bekannt?
Wenn dir die Yaoi Sachen nicht so liegen, wär m.M. nach Action/Comedy ne Alternative für den Massenmarkt. Get Backers, Shigofumi oder Birdy Decode. Sind natürlich alle in den Klauender Fansubber, aber wie du sagst, nicht notwendigerweise sooo bekannt und für beide Geschlechter. Am besten was, das für beide Geschlechter geht, der Markt ist klein genug.
Skip Beat wird von den deutschen Männern wohl nicht akzeptiert, schätze ich, Lovely Complex vielleicht.
Ich würde auf jeden Fall was nehmen, wo der Manga in Deutschland schon draußen ist.
Monster hat sich ja auch als Manga nicht durchgesetzt, sagt mir Wiki grade. Dafür ist einfach der Kundenkreis (noch) nicht da.
Edit: Sh.. ich seh das Problem. Alle Sachen wo der Manga in D. draußen ist sind so bekannt, das sie längst gefansubbt sind.
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Gabs "I, Me, Me Strawberry Egg"eigentlich mal in Deutschland?
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Wobei ein Fansub alleine noch nichts heißt. Im übrigen ist die Serie nicht zu bekannt, war nur außerhalb der Zeitzone wo ich mich gerade umgesehen hatte.
Action/ Comedy ist leider sehr beliebt, würde ich eher nicht riskieren. Im übrigen sind beide genannten Serien noch nicht in Deutschland erschienen.
Ich würde, auch wenn es zu den Serien Fansubs geben sollte, wirklich Yaoi-Serien nehmen. Zumal die genannten Serien sehr gut in eine Box passen, insbesondere Strawberry Egg und Yami no Matsuei. Für erste Serie gibt es auch keinen deutschen Fansub.
Der Vorteil bei Serien die zu Mangas gehören, der Name ist bekannt, der Nachteil die Serie ist auch Fansubbern bekannt, die halt auch gerade gerne Serien mit Fansubs versehen, wenn diese noch nicht in Deutschland erschienen sind.
Was mich hier interessieren würden, inwieweit Mädchen lieber OmU oder aber Synchro hören möchten. Das wäre auch noch ein Knackpunkt, da es zwei Risiken gibt, entweder die Box wird zu teuer wegen der Synchro, oder aber die angesprochene Kundenmenge ist zu gering, weil kein Interesse an OmU besteht.
Wobei gerade bei Mädchen die nur die Mangavorlage kennen und nicht die Fansubs könnte eine Synchro vielversprechender sein, als bei den versierten Fans, welche meistens das Original kennen.
Wobei ich wirklich gerne Monster als Anime auf dem deutschen Markt sehen würde :(
Aber ich denke, man könnte tatsächlich trotz Fansubs noch was auf dem Animemarkt tuen, es würde nur gute Planung erfordern und eine gute Kenntnis des Marktes. Wobei sich dann mir die Frage stellt, warum dies keiner versucht?
Ich denke es gibt genügend Ansätze um die Probleme anzugehen, aber ich werde mal weiter warten was passiert.
Edit: Wobei die Erschließung eines neuen Kundenbereiches keine dauerhafte Lösung ist. Zeitgleich sollte man auch versuchen schneller zu werden, wenn es schon ein sehr guter Titel ist und wenn man Serien anbietet, dann besser im Boxset, welches auch besser nicht zu teuer ist. Das sind harsche Bedingungen.
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Nicht so einfach. Der Kunde will eventuell lieber Übersetzungen, wer is in D. schon Subtitel gewöhnt.
Ja, die meisten meiner Freunde und Bekannte verabscheuen Untertitel.
Ich höre da immer wieder den Satz, "Entweder will ich mir einen Film angucken oder ich will 'was lesen" oder "Zum Lesen muss ich mir keinen Film kaufen."
Es heißt immer, wenn der Film nicht in der eigenen Sprache liefe, könne man der Handlung nicht wirklich folgen. Und auch, dass die Einblendungen im Bild das Seherlebnis grundsätzlich verschandeln würden.
Dass sehr viele Anime-Fans ihre Filme und Serien auch bei null Japanischkenntnissen möglichst "pur" und ohne Untertitelung sehen möchten, kann ich bei denjenigen Anime verstehen, die hauptsächlich aus Action, Kämpfen, Riesenrobotern, sabbernden Monstern und Manga-Mädels mit prallen Möpsen bestehen. Allerdings sind genau das ja nicht mehr die Anime, die heute in der Mehrheit präsent sind.
Die ganze Cyber-, Action-, Katastrophen- und Monsterparade ist für mich ein Relikt aus den frühen 90er Jahren (Guyver, Doomed Megalopolis, Dominion Tank Police, Iczer-1 u.v.a.). Heute gelten zuckersüße Schulmädchen, Boys' Love und Gothic-Sachen als angesagt.
Wie auch immer, ich war selbst mal in einem Synchronisationsstudio für Zeichentrickfilme und habe mich mit einem der dortigen Chefs unterhalten. Der sagte mir damals, sie hätten zum Beispiel einen Anime-Film zweimal übersetzen lassen, zuerst von einem Japanologiestudenten. Der Studiochef meinte dann aber, der hätte eben "das Feeling nicht rübergebracht". Das Studio wollte "Cyberpunk" und der abgelieferte Dialogtext klang einfach nicht genug nach Cyberpunk. Darum wurde irgendein zweiter Japanisch-Übersetzer beauftragt (ich weiß nicht wer), der alles noch mal von vorn übersetzen durfte. So etwas geht eben nicht husch-husch an nur einem Tag.
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Tja, ich denke auch, dass bestimmte Subgruppen eher Dub bevorzugen. Ich schätze Harcore-Fans wollen Sub weils einfache authentischer ist, aber der Gelegenheitsmann wird Dub wollen. Jugendilche sind zum Glück anpassungsfähig, die akzeptieren wohl beides. Ich denke man käme bei den Mädchen mit Sub hin, wenn mans entsprechend als authentisch verkauft.
Marktechnisch gesehen würde wohl echt sowas wie Strawberry Egg und Yami no Matsuei am besten laufe. Sind genug Comedy bzw. "Aktion"-elemente drin, um auch von Jungen gern gesehen zu werden, und auch von Stil her für beide Geschlechter tauglich. Yaoi, oder besser Shounen-Ai dürfte bei mehr als 50% Frauen in der Kundschaft echt das beste sein.
Boxset ist ebenfalls ne sehr gute Idee. Durch Fansubs/Mangas weiss man einfach ob man ne Serie will oder nicht.
Man muss auch sehen ,das die ganzen Kinder mit Bayblade, Naruto, Blue Dragon, Pokemon, Digimon was weiss ich aufwachsen. Also mal den Animemarkt noch nicht totsagen. Aus diesen Leuten rekrutieren sich irgendwann die Monster Käufer.
Zu deutscher Syncro sag ich persönlich nur ein Wort: Agent Aika. (gut sind zwei Worte, aber da war echt ein Drama.) Nur meine persönliche Meinung.
Neue Aktionserien? Black Lagoon, Tenjo Tenje vielleicht? Alles schon etwas älter, hmm? Aktion/ Comedy ist eigentlich nen Dauerbrenner. Mir fällt grad bloss nix ein.
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Das man den Film nicht genießen kann, wenn man gleichzeitig Subs liest, möchte ich lieber nicht zustimmen. Es wird sicherlich auch auf Erfahrung damit herauslaufen, ebenso wie Lesegeschwindigkeit. Aber ich kann die Leute klar verstehen, wenn diese Dubs lieber mögen.
Ähm, ansonsten ist bei heutigen Anime noch immer Action, Mädels mit großem Busen und Kämpfe zu finden. Also das gibt es schon noch, nur nicht mehr ganz so omnipräsent (z.B. Sekirei, Queens Blade) wie früher. Ansonsten klar zuckersüße Mädels (oder moe, je nachdem wie man es nennen möchte).
Boys Love und Gothic empfinde ich dagegen nicht besonders stark präsent.
Deutsche Synchro und deutsche Untertitel variieren zum Teil erheblich in der Qualität, wobei bei den Dubs für mich das gefühlte Problem ist, dass der Kreis der Sprecher nur sehr klein ist. Eine sehr interessante Dubcast war die Neuvertonung von Record of Lodoss War, welche kurz nach den HdR-Filmen produziert wurde. Es waren dabei der schöne Stimmen darunter (Sprecher von Homer Simpson, Frodo Beutlin, Pippin), welcher aber leider zu sehr mit ihren vorherigen Rollen verbunden waren, insbesondere die Stimme von Homer Simpson, ich hab die ganze Zeit auf ein "Nein" im Homsterstil gewartet.
Bei den Subs varriiert die Qualität, ich hatte leider auch schon das Vergnügen Subs zu lesen, wo selbst ich als Laie Fehler entdecken konnte, im übrigen sehr leichte Fehler, da frage ich mich, ob da die Subs überhaupt korrigiert wurden. Da versuchte die Hauptperson seine Partnerin zu rufen, muss aber vor Schmerzen immer in der Mitte abbrechen. Aber anstatt den halben Namen in den Subs erscheinen zu lassen, wurde stattdessen die Hälfte des Namens übersetzt...
Aber generell unterstelle ich den deutschen Firmen, dass die Übersetzungen im Durchschnitt über genanntem Beispiel liegen.
Wegen neuen Action/ Comedy Serien, da gäbe es mehrere wie Black Lagoon, Tenjou Tenge und Tengen Toppa Gurren Lagann, aber die sind bereits lizensiert, und bei TTGL gibt es sogar eine Specialedition, die wohl aber lt. Homepage vergriffen ist.
Ansonsten gibt es aber genug Action/ Comedy Serien, wie Kampfer oder Tentai Senshi Sunred, bei welchen ich auch stark davon ausgehe, dass diese erst sehr spät oder nie lizensiert werden, bei Tentai Senshi Sunred könnte ich auch das nie verstehen :D
Weitere Titel sind Full Metal Alchemist Brotherhood, Princess Lover oder auch Canaan. Und dieses sind alles noch Serien aus 09. Insbesondere FMA Brotherhood ist ein Titel wo ich von ausgehe, dass dieser lizensiert werden wird.
Aber zu den Kindern, welche mit den Kinderserien großwerden, dass einzige was diese Personen besitzen würden wäre, so hoffe ich, eine Akzeptanz, dass Anime auch von Erwachsenen genossen werden kann. Ob diese dann aber wirklich Monster schauen würden?
Ich wünsche mir dies, da es wirklich schade ist, wenn intelligente Serien nur ignoriert werden, weil es Zeichentrick ist.
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Aber außer CR gibt es ja auch noch Funimation (leider auch nur NA), oder Mangaentertainment (http://www.youtube.com/user/MANGAentertainment#p/a), welche derzeit Youtube benutzen um ihre Serien auszustrahlen. Derzeit z.B. die erste Folge von Monster, und das ganze ohne Regionlock.
Bei mir ist Monster geblockt. :( (cannot be viewed from your current location yadada) Schade, hätts gern nochmal gesehen.
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War leider nur für einen begrenzten Zeitraum wohl freigeschaltet. Vielleicht kommt das Angebot bald wieder.
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Reine Verständnisfrage zu den Vertriebswegen, die im Moment in Deutschland beschritten werden:
Manga hat eine aktive Magazin Szene, richtig? Wie sind denn da die Auflagen und wie gross ist der Markt?
Gibt es etwas Vergleichbares auf dem Anime Markt? Fanzines deutsch oder englisch?
Gibt es Kooperationen zwischen Publishern von Animes und Verlagen und Fanzines oder Mangabüchern?
Idee – ist vielleicht ein alter Hut, aber ich kenne mich nicht aus in der Ma(n)gazin Szene:
DVDs der gängigen Animes als Test-Zusammenstellung (Teaser oder jeweils die erste Folge) zum Magazin beiliegen? Würde die Magazine etwas verteuern – aber die Awareness steigern und die Märkte kombinieren.
Oder
Die gute alte Bravo – (gibts die eigentlich noch?- warum nicht da eine DVD rein?
Für Erwachsene eine Monster CD in die TV Movie .. ist wirklich sehr gut -(Monster nicht TVM)
Da hätten wie unser Monster auch zu Hause bezahlbar ;-)
Ich denke dass es ein Weg wäre Anime schnelle und besser unter das Volk zu bringen.
Ob man die Animes dubben oder subben muss wird dann wahrscheinlich der Publisher der Zeitschrift mitbestimmen -je nach Publikum und bee Absatzzahlen von TV Movie zb würde sich vielleicht ein dub lohnen.
Vorteil – keine teuren Boxen, bezahlbare Preise höherer Absatz??????
Ist das ein Holzweg?
Edit Verständnis
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Huh, gute Frage, so gut ich auch Bescheid weiß über den Animemarkt, so gering sind meine Erfahrungen mit dem Mangamarkt. Soweit ich weiß, ist die Szene stabiler und der Markt auch größer im Vergleich zum Animemarkt. Aber genaue Zahlen könnte ich hier nicht vorlegen.
Es gibt ein paar Anime-Fanzines in deutscher Sprache, englische habe ich zumindest noch nicht gesehen. Es gibt auch eine Kooperation zwischen verschiedenen Publishern und dem Magazin Animania, welcher, wie du sagst, eine DVD beiliegt, mit Reportagen, aber auch Vorschau-Episoden für Serien die in Deutschland neu lizenziert wurden.
Das Problem zumindest bei Fanzines wie Animania besteht darin, dass der Kundenkreis nicht vergrößert wird, da dieselben Leute die dass Magazin kaufen, eh schon informiert wird, bzw. Interesse haben.
Wobei ich da aber auch schon abgeschreckt wurde... ;) ich müsste mal schauen, welcher Anime das war, aber hat der Teaser nur dafür gesorgt, dass ich es mir nicht weiter ansehen wollte.
Dahingegen ist deine zweite Idee aber deutlich interessanter, viele Magazine, sei es TV Movie, oder auch PC Games etc. könnte man vllt. dafür gewinnen, eine einzelne Folge mit auf DVD zu brennen. So könnte man, praktisch zum Sammeln, eine Serie herausbringen.
Was auch ginge, wäre auf Messen (Spiel, RPC, etc.) Teaser-CDs zu verteilen.
Bei beiden Wegen kann ich aber nicht abschätzen, wie die Kosten aussehen würden, und wieviel Erfolg sie haben könnten. Das einzige was sicher wäre, dass man eine relativ hohe Masse an Neukunden zumindest in die Nähe des Produktes bringen würde :)
Ob diese sich aber das Produkt ansehen, das ist schwer abzuschätzen mMn :(
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Wobei ich da aber auch schon abgeschreckt wurde... ;) ich müsste mal schauen, welcher Anime das war, aber hat der Teaser nur dafür gesorgt, dass ich es mir nicht weiter ansehen wollte.
Stimmt - da denkt man auch nicht dran, bei so einer Idee – dass der Geschmack des Kunden und der der Marketingabteilung unterschiedlich ausfallen könnte ::)
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Jetzt ist mir auch wieder eingefallen, wie der Titel hieß, Hi no Tori - The Phoenix, war aber absolut nicht mein Fall, weder vom Zeichenstil, noch von den Charakteren her.
Aber das ist natürlich ein wichtiger Punkt, den wir schon weiter oben diskutiert hatten, der Anime sollte leicht die Leute ansprechen. Aber dieser Punkt ist aus meiner Sicht eh schwierig zu erreichen.