Spaß: Warum es Spaß machen wird, diesen Charakter zu spielen?
Nein, wieso denn? Was ist an dem Geschilderten speziell menschlich? Sie sind intelligent, daher sollte man ihre Triebe nicht so heraushängen (Stichwort "Fressvieh"). Sie reflektieren und ich denke, sie würden auch über richtig und falsch sowie gut und böse nachdenken, besonders wenn es Drachen "des Lichtes" sind. Letztendlich sind Drachen genauso (un)menschlich wie andere denkende Fantasy-Wesen (Elfen, Zwerge, Echsenmenschen, Orks...).
Äh naja.
Elfen, Zwerge und Orks sind dem Menschen um EINIGES näher, als Drachen.
Drachen sollten mMn. gänzlich anders sein (nur dass wir das natürlich nicht Hinbekommen, weil wir in unserer Menschlichkeit fest hängen.)
Darf ein guter Mensch kein Schaf töten? - Und darf er keinen Affen töten? Bekommt er von den Göttern eins aufs Maul, wenn er einen Orang Utang tötet?
Ist ein Mensch böse, wenn er einen Maulwurfshügel zertritt weil er den Rasen nach seinem ästhetischen Empfinden stört?
Ebenso kann ein Drache die Menschen wie ein Schäfer behüten - so lange sie ihm einen Nutzen bringen.
Genauso wie ein Schäfer auch mal ein Lamm schlachtet, kann ein Drache auch mal ne Jungfer holen.
Aber ebenso kann ein Drache ein Dorf weg machen, das seinen "Rasen" verunstaltet.
Für "gute" Drachen spielt sich das "Gut" und "Böse" auf einer ganz anderen Skala ab.
Sie haben sicher kein Problem damit eine ganze Stadt auszuradieren sollte es ihrer Meinung nach wichtig für das langzeitige höhere Wohl sein.
Drachen sind mMn dem Prinzip von "des Guten" auf einer höheren Ebene verpflichtet, als der menschlichen.
So wie es für einen guten Menschen nach den meisten Ethiken höchstens die Bedingung ist ein Tier nicht besonders grausam zu töten, so ist es für einen guten Drachen analog zu sehen.
Sagt wer? Ich sehe da keinen so großen Unterschied. Wenn ich Greys 1. Beitrag betrachte, so kommt mir das dort beschriebene "typisch drachische" Verhalten arg bekannt vor, wenn ich meinen Blick in die östliche reale Welt richte (Ehrbegriff / Schande über die Familie bringen etc.). Die Fremdartigkeit entstammt einer dem Westeuropäer fremdartig erscheinenden aber doch menschlichen Kultur (bzw. Kulturkreisen).
Dieser Nutz-Vieh Gedanke ercsheint mir jedoch schlecht geeignet. Es würde bedeuten, dass ein Drache die Menschen letztendlich nur als Futter betrachtet. Dann frage ich mich aber, warum er sich mit seinem "Futter" verbünden sollte...
Ich bevorzuge ja den "entrückten unmenschlichen Prinzipienträger", der so ein wenig etwas von einer Naturgewalt hat. Diese ganzen Drachen, die sich um die Belanglosigkeiten der Menschheit kümmern, finde ich mittlerweile ziemlich ausgereizt. Außerdem finde ich Drachen mittlerweile zu klein geraten. Godzilla-Maße sollten sie schon haben.