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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Lichtschwerttänzer am 26.02.2010 | 10:08
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Was tun, wenn der SL A sagt und B meinte.
Z.B. wir spielen in einem realistischen, europäischen mittelalterlichen Setting und 5 Min später kommt der örtliche Chef an und behandelt Freie wie Leibeigene(Waffentragen(das Recht des Freien wird als Verbrechen behandelt, er richtet alleine über ihn anstelle eines Gerichts)
Special Forces der Kommandeur, Offiziere kommen als dumpfe Brutstätte blindesten Kadavergehorsams rüber
und die Charaktere agieren entsprechen Hintergrund, Persönlichkeit und Rolle?
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Mal miteinander drüber, dass ihr unterschiedliche Vorstellungen habt reden könnte helfen...
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Hallo,
zunächst den Versuch unternehmen dass das gar nicht passiert:
Also sich Zeit nehmen zusammen abzuklopfen wie das Setting aussieht und welchen Spielstil man bevorzugt.
Das wirkt oft theoertisch und wird manchmal nicht gut angenommen ist aber in der Regel die Zeit wert.
Während dem Spiel solange still halten wie man es mit sich selbst vereinbaren kann. Vielleicht ist der eine Chef ein besonderer Despot und noch hat ihn niemand verpfiffen. Vielleicht ist das Sonderkommando nicht besonders helle.
Während dem Spiel sollte man dem SL da auch sehr wohlwollen gegenüberstehen, immerhin hat er sich die Zeit genommen etwas vorzubereiten und mal sehen was dabei rauskommt.
Seinen Charakter kann man da durchaus genauso erstaunt spielen wie man selber ist, allerdings nicht auf Konfrontationskurs, es sei denn man weiß dass der SL sowas mag, aber davon ist erstmal nicht auszugehen.
Nach dem Spiel mit dem Spielleiter darüber reden und klären wie es weitergehen soll, ob der Stil doch ein anderer ist etc.
Hält man es nicht aus weil es zu arg ist (man erwartet zu unrecht eine Miltär-Kampagne es entpuppt sich aber als Comedy) Fragen ob man kurz Pause machen kann und nochmal die Randbedingungen der Spielrunde abklopfen.
Meine 2 Pfennig
Markus
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Seinen Charakter kann man da durchaus genauso erstaunt spielen wie man selber ist, allerdings nicht auf Konfrontationskurs, es sei denn man weiß dass der SL sowas mag, aber davon ist erstmal nicht auszugehen.
Das würde ich zunächst auch versuchen, insbesondere, da es ja sein kann, daß der SL sich tatsächlich seines Verstoßes gegen den Hintergrund bewußt ist und sich etwas dabei gedacht hat. Im Fall des mittelalterlichen Settings würde ich z.B. auf das Waffentrageverbot erst mal so reagieren: "Bei allem Respekt, Herr, ich bin kein Leibeigener, und wie soll ich bitte ohne Waffen meinen Waffendienst für Euch leisten?" oder so ähnlich. Wenn der SL dann (ingame) weiter Druck macht, würde ich kurz das T-Zeichen machen und fragen, ob er wirklich glaubt, im Mittelalter wäre Waffentragen das Privileg des Adels gewesen.
Ich würde dann durchaus Kompromißbereitschaft zeigen, wenn er sein Setting entsprechend bauen will, auch wenn es dem Mittelalter ausdrücklich widerspricht. Ich hätte dann aber trotzdem gern erst ein klärendes (Outtime-)Gespräch mit ihm, wie sein Setting denn jetzt eigentlich aussieht.
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Mal miteinander drüber, dass ihr unterschiedliche Vorstellungen habt reden könnte helfen...
das Problem ist ja gerade, das A kommuniiert wurde und B gemeint war.
Vielleicht ist der eine Chef ein besonderer Despot und noch hat ihn niemand verpfiffen. Vielleicht ist das Sonderkommando nicht besonders helle.
das Problem lag nicht auf der Charakterebene, die Probleme waren unterschiedliche Vorstellung nund Wissen über entsprechende Strukturen und Prozeduren, eigentlich hätte der Char einfach nur gehen müssen aka Unter diesen Umständen iehe ich meine Meldung für den Einsatz zurück
Hält man es nicht aus weil es zu arg ist (man erwartet zu unrecht eine Miltär-Kampagne es entpuppt sich aber als Comedy)
Es war kein Spiel nicht mit I******
Teile des Problems war ja das outgame von unterschiedlichen Ingame Vorraussetzungen ausgegangen wurde und entsprechend gehandelt wurde und es dadurch Ingame knirschte, was als Ingame Abenteuer - Problem - Plot verstanden wurde vom Charspieler wurde vom SL als normales Procedere verstanden, was dau führte das SCs ihr bzw das Recht verteidigten/vernünftig handelten und der SL sich fragte warum laufen die Amok.
Das würde ich zunächst auch versuchen, insbesondere, da es ja sein kann, daß der SL sich tatsächlich seines Verstoßes gegen den Hintergrund bewußt ist und sich etwas dabei gedacht hat.
Waren diese eindeutig NICHT! Die glaubten das ging wirklich so ab.
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was als Ingame Abenteuer - Problem - Plot verstanden wurde vom Charspieler wurde vom SL als normales Procedere verstanden
Du hast also verstanden dass der SL da eine Fehlannahme gemacht hat ?!
Punkt ist der:
Wenn man merkt der SL macht Dinge nicht "Settingkonform" muss man deswegen noch keinen Trouble machen. Man kann sich auch einfach denken "okay, er weiß es nicht besser, aber ich spiele jetzt mal einfach mit, es ist sein Abenteuer das will ich Ihm nicht kaputtmachen."
Das gilt natürlich nur so lange wie man sich durch diese Anpassung nicht selber den Spielspaß kaputt macht, solange man nicht zu pingelig ist.
Edit: Was also ICH tun würde:
Ruhig bleiben, Spielstil anpassen, schauen dass ich niemanden den Spielspass versaue, meinen Charakter überrascht reagieren lassen aber nicht "Amok" laufen lassen und am Ende des Spielabends mit dem SL drüber reden.
Das ist mein Optimum, ob ich das in der konkreten Situation schaffen kommt auf eben Diese an.
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Waren diese eindeutig NICHT! Die glaubten das ging wirklich so ab.
Trotzdem würde ich einen Versuch starten, das Ganze noch ingame zu regeln, allein schon, um den SL das Gesicht wahren zu lassen. Erst, wenn er darauf in keiner Weise eingeht, käme von mir das T-Zeichen. Dann käme es aber auf jeden Fall, denn auf weitere unangenehme Überraschungen vom gleichen Kaliber hätte ich als Spieler kein' Bock. Wie gesagt: nach einem klärenden Outtime-Gespräch bin ich dann gern bereit, mich auf sein Setting einzulassen. Ich möchte aber nicht in meiner Rolle als Trottel dastehen, der mit den Gepflogenheiten der Umwelt, in der er aufgewachsen ist, nicht vertraut ist. Das habe ich in RL schon oft genug. [Hüstel ::)]
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Du hast also verstanden dass der SL da eine Fehlannahme gemacht hat ?!
Das kam durchaus erst später raus.
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Tja, wenn es so zu einer Verkettung unglücklicher Umstände kam und das am Ende klar wird ala:
A" ich dachte es wäre so gewesen, Weil..." "
B nein nein in meiner Welt..."
A"oh ja.. dann hätte ich ja ganz anderes gehandelt"
dann kann man über einen RetCon nachdenken.
Also man überlegt sich gemeinsam was passiert wäre wenn die Informationen richtig rübergekommen wären und passt entsprechend die Wirkichkeit an.
Sowas find ich natürlich unschön, aber es ist besser als wenn z.B. die Charaktere alle tot sind weil sie sich nach Spielerannahme charaktergerecht verhalten haben der SL aber glaubte sie würden total Bullshit machen.
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Mitspielen und danach darauf hinweisen das da ein verstaendnis Unterschied vorliegt und fragen wie man es dann weiterhin handhaben soll.
Mache ich zumindest bei Vampire Runden so wenn ich merke das Sachen total unterschiedlich / anders ausgelegt werden..
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Allerdings hätte ich schon bei der Charaktererschaffung einen Hinweis des SL erwartet, so nach dem Motto: "Du weißt schon, dass in meiner mittelalterlichen Welt das Tragen von Waffen dem Adel vorbehalten ist."
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Trotzdem würde ich einen Versuch starten, das Ganze noch ingame zu regeln, allein schon, um den SL das Gesicht wahren zu lassen.
Das will ich als SL definitiv NICHT so haben.
Outgame-Missverständnisse werden -zumindest in meiner Kernrunde- sofort als solche angesprochen.
Dann sag ich entweder "Doch, das stimmt (diesmal) so" oder "Ach du Sch****, Kommando zurück, alles auf Anfang".
Ingame-Rumgetaste und -Angedeute ist für mich da zu schwammig bzw. Zeitverschwendung.
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Outgame-Missverständnisse werden -zumindest in meiner Kernrunde- sofort als solche angesprochen.
Dann sag ich entweder "Doch, das stimmt (diesmal) so" oder "Ach du Sch****, Kommando zurück, alles auf Anfang".
Da haben wir wohl recht unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Seitdem ich einmal einen Spieler in der Runde hatte, der bei jedem einzelnen Satz von mir, der ihm in seiner grenzenlosen Weisheit nicht schlüssig vorkam, davon ausging, daß ich ja nur keine Ahnung habe, und er folglich im Schnitt alle 90 Sekunden das Spiel unterbrochen hat (keine Übertreibung, ich hätte es mitstoppen können), ziehe ich es eindeutig vor, zuerst wenigstens mit einem Anlauf ingame angetestet zu werden.
(Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß ich diesen Spieler in Einklang mit Regel 0 danach nie wieder zu einer meiner Runden zugelassen habe.)
:q
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Vielleicht waere es auch gut zu erkennen das nicht der SL alleine von falschen Vorraussetzungen aus geht sondern ein beidseitiges Verstaendnisproblem vorliegt.
So sagte er aus seiner Sicht doch sicherlich nicht A und meinte B sondern sprach von B und A wurde verstanden.
Wobei als weitere Ebene hinzukommt das dort auch in Sachen wie europaeisches-spaetmittelalter unterschiedliche historische Kenntniss Staende / Interpretationen und dergleichen aufeinander treffen. Nu und nur weil der andere da eine andere Ansicht hat heisst das nicht das er zwangslaeufig falsch liegt,..
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Früher hätte ich da vielleicht auch erstmal ingame rumgekaspert, aber seit Jahren schon bevorzuge ich da das klärende Wort unter dem Großen T. Geht in der Regel schneller und zeitigt eindeutigere Resultate.
Man muss sich halt überlegen, auf welcher Ebene und mit welchem Ziel man solche Anfragen stellt.
A) "Moment, nur mal kurz zum klaren Verständnis, in diesem Land dürfen also Freie keine Waffen tragen? ... Aha, na gut, dann machen wir so weiter."
oder
B) "Halt mal eben, wir wollten doch ein realistisches Mittelaltersetting spielen, und jetzt kommst du hier mit sowas, dass wir als Freie Menschen keine Waffen tragen dürften? Das stimmt aber so nicht, das war immer schon..." usw usw
Also kurz gesagt ist die Frage, ob man nur Klarheit haben will, dass der SL das mit Absicht "falsch" darlegt, oder ob man ihn vielmehr dazu überzeugen will, es "richtig" zu machen.
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Hallo zusammen,
bei einem solchen historischen Setting oder einem einem Gebiet wo man glaubt Ahnung zu haben, Militär / Kampfsport / Computer sind da häufige Gebiete lohnt es sich ab zu klappern woher die Kenntnisse, sowohl die eigenen als auch die des Spielleiters stammen.
Ein Geschichtsstudium oder intensives Selbststudium des Mittelalters bringen da sicherlich andere Kenntnisstände als das Lesen eines Rollenspiel Quellenbuchs oder das Schauen eines Films.
Dazu lohnt es sich dann noch einzelne Knackpunkte vor dem Spiel oder bei der Charaktererschaffung an zu sprechen. Dazu gehören bei einem historischen Setting zum Beispiel die Rolle weiblicher Charaktere und die Nutzung von Waffen. Bei einem Militärsetting wäre das wie die Kommandostruktur gehandhabt wird und wie es mit schweren Waffen und größeren Verbänden aussieht.
Tauchen solche Probleme dann trotzdem auf muss man sich dann im Spiel entscheiden ob einem der Punkt wichtig genug ist um das Spiel zu unterbrechen oder ob man ihn akzeptieren kann. Im Spiel würde ich auch nicht pädagogisch reagieren denn das wird zu schnell falsch verstanden und schaukelt sich dann schnell auf.
Gruß Jochen
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"Historisch korrekt" kann fuer Konfliktpotential sorgen, denn man muss sich ja nur mal ansehen, inwiefern sich Historiker heutzutage zanken.
Da ihr euch aber auf das Setting geeinigt hat, wuerde ich folgendes in solchen Situationen generell tun:
1. Szene mitspielen und den Frust runterschlucken
2. In der kommenden Spielpause die Problematik ansprechen
Da es in diesem Fall um Historie geht, wuerde ich dann aber davon ausgehen, dass der Rest des Abends gelaufen ist, weil man dann mit den schoensten Literatur- und Zitateschlachten rechnen kann. Wenn die Mitspieler auch alles Hobbyhistoriker sind, kann der Abend immer noch nett werden, aber ansonsten wuerde ich davon ausgehen, dass die anderen Spieler genervt sind.
Sollte der SL aber Eingaben der Spieler, von denen er weiss, dass sie es besser wissen, akzeptieren, dann behaelt er die Situation bei (also hier: Tragen der Waffen als Freie ist verboten), aber passt die Hintergruende an (weil der Cheffe dort ein Despot ist, Angst vor Aufstand hat,...)
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Besonders das Fehlen wie der SL reagieren sollte.
@Kaffeebecher
Der örtliche Chef darf das Waffen tragen gar nicht verbieten
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Der örtliche Chef darf das Waffen tragen gar nicht verbieten
Aber er kann es versuchen.
Letzlich ist das Kernproblem mit den unterschiedlichen Voraussetzungen aber doch, dass bei grundlegenden oder häufigeren Differenzen ein weiterspielen nicht möglich ist. Der Spieler hat keine Möglcihkeit mehr die Handlunegns eines Chars abzuschätzen udn ist immer dabei zu überlegen "Wo laufe ich auf die nächste imkompatibilitätsmine", insbesondere wenn der Spielleiterstrikt bei seiner Version bleibt, Retconning nicht zu läßt und so dem Spieler aus seinen Entscheidunegn einen Strick dreht.
Am Ende hat man dann Spieler, die dann nur noch dabei sind zu versuchen den SL zu "lesen", bzw. sich auf die vom regelsystem gedeckten Bereiche zu beschränken - es wird dann halt nicht mehr sozial interagiert, sondern aus dem Hinterhalt erschossen, denn tot ist relativ objektiv tot und - so keine Zeugen- das Problem erledigt.
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Besonders das Fehlen wie der SL reagieren sollte.
Wie willst Du denn, dass der SL reagiert? Was moechtest Du beim SL erreichen? Oder moechtest Du auch wissen, wie man als SL mit Spielerkritik umgehen sollte?
@Kaffeebecher
Der örtliche Chef darf das Waffen tragen gar nicht verbieten
Mit einer Miliz im Ruecken kann er das nicht? "Might makes right"!
Und bei wem wollen sich die Charaktere beschweren? Beim Vogt oder wer sonst der Vorgesetzte ist? Was ist, wenn diese Anordnung auf dessen Mist gewachsen ist?
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Wie willst Du denn, dass der SL reagiert?
Prinzipiell, Wie reagiert ein Mensch mit dem ich meine Freizeit verbringe wenn er erkennt sich geirrt u haben?
Praktisch, darum geht es mir
Mit einer Miliz im Ruecken kann er das nicht?
Welcher Miliz?
Und bei wem wollen sich die Charaktere beschweren?
Bei Gott Sire weder werde ich hängen, noch werde ich gehorchen!
Hugo Capet Wer machte euch zum Grafen?
Graf Wer machte euch zum König?
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"He's the only one with a weapon, so he's right by definition."
Naja, wir sollten uns nicht zu sehr an dem einen Beispiel festbeißen. SL-Patzer, zumal unbewusste, kommen ja öfter vor. Und es muss auch nicht immer um Realismus gehen, sondern vielleicht auch um Settinginterna. Das kann also in quasi jedem Spiel mit ausgearbeiteter Hintergrundwelt passieren. Da kommt es halt drauf an, ob es ein austauschbares Fluff-Detail ist ("Ihr heuert auf einem Thorwaler Walfänger an..." - "Moment, Thorwaler fangen keine Wale." - "Na gut, Haifänger." -"Ok.") oder ob es wirklich den Spielablauf relevant verändert.
Manchmal ist das so eine "Damned if you do..." Situation, oder auf gut deutsch, "Wie man's macht, macht man's falsch".
- Ignoriere ich eine offensichtliche Fehldarstellung seitens des SL, um den Ablauf nicht zu stören? Dann bewege ich mich die ganze Zeit in einem anderen Erlebensraum. Selbst wenn ich mich auf die SL-Darstellung einlassen will, kommt mir unbewusst meine eigene Vorstellung in die Quere. Und irgendwann kollidieren die beiden Vorstellungen wahrscheinlich doch, nur bin ich dann der "Dumme".
- Interveniere ich sofort, um eine solche Fehldarstellung schon im Ansatz zu korrigieren? Damit kann ich schlimmstenfalls die ganze Sitzung schmeißen, selbst wenn es nicht zu ewigen Diskussionen kommt. Wenn das ganze vom SL erdachte Abenteuer auf einer falschen Prämisse beruht, kann dieses durch die Korrektur unspielbar werden.
- Lasse ich es erstmal gut sein und spiele brav mit, und versuche _hinterher_ den Fehler zu diskutieren? Dann sind die Präzedenzen bereits gesetzt. Nimmt der SL (und der Rest der Gruppe) die Korrektur an, wird dadurch womöglich das ganze gerade gespielte Abenteuer zur Makulatur, und es müsste eine Menge ge-retconned werden. Verzichtet man auf die Retcon, kommen in Zukunft immer wieder Situationen à la "Wieso, das hat doch damals bei XY auch geklappt?"
Umso größer ist die Gefahr, dass man den Fehler fortan zur Wahrheit erklärt und immer so weiterspielt.
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Besonders das Fehlen wie der SL reagieren sollte.
Ich als Spieler: Ich protestiere, der SL sollte sofort einlenken oder hämisch grinsend darauf hinweisen, dass dies wirklich ein unkorrektes Verhalten des SLC ist. Sagt er hingegen, dass in seiner mittelalterlichen Welt andere Grundsätze gelten, würde ich wohl zu einer Grundsatzdiskussion über Settingannahmen, Charakterkonzept und SL-Untersützung beim Spiel tendieren - oder einfach gehen.
Ich als SL: Ich hätte mich von Anfang an bemüht, mit meinen Spielern ein gemeinsames Verständnis der Spielwelt zu "erarbeiten". Auf jeden Fall hätte ich sie bei der Charaktererschaffung unterstützt und sie auf das Für und Wider bestimmter Konzepte/Entscheidungen hingewiesen. Sollte es doch zu so einer Situation gekommen sein, hätte ich selbst kurz outtime das gemeinsame Verständnis der Situation hinterfragt (was ich sowieso hin und wieder mache, nur um sicher zu gehen, dass die Spieler meinen, was sie sagen).
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Welcher Miliz?
Hat er Leute im Ruecken wie eine Miliz um das Verbot durchzudruecken, dann laeuft es halt auf Konfrontation raus, wenn Du es als Spieler so willst.
Wo ist das Problem?
Mein Vorschlag anhand des Beispiels waere, wenn Du die Konfrontation nicht scheust:
"Mein Charakter findet, dass der Mann im Unrecht ist und reagiert entsprechend."
Nun ist der SL im Zugzwang. Meint er zu Dir, dass es wirklich so war, dann kannst Du ihn OT mit allen Konsequenzen ueber den Fehler aufklaeren.
@Feuersaenger
Ich glaube, dass es bei einer nachtraeglichen Diskussion gar nicht notwendig ist, irgendwelche Dinge rueckgaengig zu machen. Der SL, da er den Fehler gemacht, sollte stattdessen imho eine Ingame-Erklaerung suchen.
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Hat er Leute im Ruecken wie eine Miliz um das Verbot durchzudruecken, dann laeuft es halt auf Konfrontation raus, wenn Du es als Spieler so willst.
Wo ist das Problem?
Ich denke die Frage nach der Miliz war eine Aufforderung mal nachzudenken, ob die Leute, welche die Miliz stellen würden nicht genau die sind, denen du gerade as waffentragen verboten hast.
Den Versuch den (verbleibenden) Freien das Recht auf Waffentragen zu verbieten hat es zahlreich gegeben, mit sehr unterschiedlichem lokalen Erfolg. Das Ergebnis war dann aber eben typischerweise auch eine entsprechende Änderung in der allgemeinen Freiheit der Betroffenen. Wo es erklärte Freie gibt, ist dieser Konflikt sicher noch nicht zu ihren Ungunsten entschieden würde ich mal vermuten.
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Interessante Antworten
Besonders das Fehlen wie der SL reagieren sollte.
Liegt vielleicht dran das nicht jeder eine allein Schuld beim SL sieht?
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Liegt vielleicht dran das nicht jeder eine allein Schuld beim SL sieht?
mir ging es nicht um Schuldzuweisung sondern um eine praktikable Problemauflösung
das hier ging oben unter
Prinzipiell, Wie reagiert ein Mensch mit dem ich meine Freizeit verbringe wenn er erkennt sich geirrt u haben?
Praktisch, darum geht es mir
@Waldgeist
Sagt er hingegen, dass in seiner mittelalterlichen Welt andere Grundsätze gelten,
A ich würde ihm sagen, mach deine Hausaufgaben, das ist nicht mittelalterlich
B Spiel nich I****** und A*****, mit IA schon gar nicht und gehen.
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Ich denke die Frage nach der Miliz war eine Aufforderung mal nachzudenken, ob die Leute, welche die Miliz stellen würden nicht genau die sind, denen du gerade as waffentragen verboten hast.
Ja oder die Leute die zur Miliz gehören, dürften die ersten sein, die dir ihre Waffen wo hinstecken wollen.
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ich würde ihm sagen, mach deine Hausaufgaben, das ist nicht mittelalterlich
B Spiel nich I****** und A*****, mit IA schon gar nicht und gehen.
Es gibt nicht nur das realhistorische Mittelalter.
- Es gibt auch das Technicolor-Mittelalter. (alte Robin-Hood-Streifen oder "Der Kelch mit dem Elch")
- Es gibt extra Dark&Gritty Mittelalter.
- Es gibt das romantische verklärte Minne-Mittelalter.
Diese Arten von Mittelalter sind zwar alle nicht real, aber als Genre haben sie durchaus eine Daseinsberechtigung im RPG. Und vielleicht wollte der SL kein realhistorisches Mittelalter, sondern ein obengenanntes Mittelalter spielen.
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Es gibt nicht nur das realhistorische Mittelalter.
- Es gibt auch das Technicolor-Mittelalter. (alte Robin-Hood-Streifen oder "Der Kelch mit dem Elch")
- Es gibt extra Dark&Gritty Mittelalter.
- Es gibt das romantische verklärte Minne-Mittelalter.
Wenn er mir das sagt okay, aber das - die Beispiele bezogen sich ausdrücklich aufs reale MA
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Letztlich kann ein Speilleiter keine falscehn Voraussetzungen in seiner Spielwelt haben, denn die hat es selbst kreiert und was er kreiert hat, ist Basis seines Spielangebots. Er kann aber mit Sicherheit diese Spielwelt ungenügend beschrieben und verständlich gemacht haben.
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die Beispiele bezogen sich ausdrücklich aufs reale MA
Das Spiel im "realen Mittelalter" ist in ähnlicher Weise von falschen Vorstellungen und Spieltechnischen Veränderungen beeinflusst, wie das Spiel im "unrealistischen Mittelalter"
Im Endeffekt kann es beim Rollenspiel nicht um die Darstellung einer bis in letzte detailgetreuen realistischen Welt gehen. Schon die vereinfachung des Lebens auf Spielmechanismen verbietet dies. Genauso das eher löchrige Wissen der Spieler über Geschichte und die Welt selbst. Selbst ein Geschichtsprofessor wird nicht in jedem Punkt unfehlbar sagen können wie es war.
Daher kommt es beim Spielen in welcher Welt auch immer darauf an, das eine gemeinsame Basis gefunden wird. Der SL und die Spieler sollten in etwa ähnliche Vorstellungen haben, wie detailgetreu, realistisch, regelfixiert gespielt wird. Gleichzeitig sollten Diskussionen über die Welt und ihre Details nicht Ingame besprochen werden, sondern nach dem Spiel. Wenn das nicht funktioniert, kann man meiner Ansicht nach nicht so zusammen spielen, dass beide glücklich sind.
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Prinzipiell, Wie reagiert ein Mensch mit dem ich meine Freizeit verbringe wenn er erkennt sich geirrt u haben?
Praktisch, darum geht es mir
Das ist schwer, was dazu zu schreiben.
Ich kenne SLs, die wuerden, aufgrund der Befuerchtung von Macht-/Authoritaetsverlust nicht gestehen, dass sie sich geirrt haben.
Andere wuerden sagen: "Ok, ist jezt doof gelaufen. Wir ziehen das hier noch durch und beim naechsten Mal passiert mir der Fehler nicht noch mal."
Und dann gibt es noch jene, die ihren Fehler sofort korrigieren, bzw. sogar auf Retconning zurueckgreifen.
Es gibt viele Moeglichkeiten und ist unterschiedlich von Person zu Person.
Das Schwierigste ist meist aber eher, die Person, die sich geirrt hat, darueber so zu informieren, dass sie das selbst einsieht, womit ich meine, dass sie dann wirklich ueberzeugt wurde, dass sie was falsch gemacht hat und nicht plattgeredet wurde und entnervt aufgibt.
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Ich verstehe jetzt dein Problem nicht. Was hat dein SL denn gesagt, als du ihn darauf hingewiesen hast, dass Freie im MA durchaus Waffen tragen durften (wobei das natürlich nicht überall galt, z.B. durfte in einer Kirche niemand Waffen tragen, und wenn der Adlige das in seiner Burg nicht will, dann ist das sein gutes Recht)?
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Ich verstehe jetzt dein Problem nicht. Was hat dein SL denn gesagt, als du ihn darauf hingewiesen hast, dass Freie im MA durchaus Waffen tragen durften
Ich stellte auf besagten Cons und Diskussionen fest, das die Ahnung besagter SLs nicht über DSA, Hollywood und Co hinausging ,Bauer = Leibeigener , und zwischen Freinen Bauern, ünftigen Handwerkern, Städtischen Bürgern und Leibeigenen kein Unterschied gemacht wurde
(wobei das natürlich nicht überall galt
, z.B. durften es auch Fremde = Nichtbürger der Stadt auch nicht in einer Stadt einschliesslich Adlige, und die Höflichkeit alleine gebot es in Burg und Haus keine Waffen zu tragen, siehe Beowulf.
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Ja, herzlichen Glückwunsch, du weißt das. Aber was hat dein SL gesagt, als du ihn darauf hingewiesen hast?
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die Beispiele bezogen sich ausdrücklich aufs reale MA
Auf welches genau?
Was ich damit sagen will, ist, dass es nicht DAS Mittelalter gibt.