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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Achamanian am 10.05.2010 | 13:01
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Ok, der Thread läuft von anfang an Gefahr, in allseitiges Gerante abzugleiten, ich eröffne ihn trotzdem:
Kennt ihr das Phänomen, dass ihr irgendwas an einem von euch gespielten System in einem Thread (meistens im jeweiligen "Heimatforum") kritisiert und zwei Posts später jemand mehr oder weniger hilfsbereit erklärt: "Du, wenn du so was willst, ich hab da einen voll guten Tipp, spiel doch XY!"
So beobachtet jüngst: Herr der Nacht kritisiert auf Alveran mangelnde Mölichkeiten zu gezielt tödlichen Fernkampfangriffen in DSA 4.1, kurz darauf ein anderer User sinngemäß: "Ich kann dir da Rolemaster empfehlen, das ist in Sachen Schadensermittlung unübertroffen". (Übrigens eine Aussage, die offenbar in völliger Unkenntnis des RM-Systems getroffen würde, da das das gewünschte erst recht nicht zulässt.)
Bzw. Gerade im Cthulhu-Forum: ich schreibe, dass die meisten Cthulhu-Abenteuer für mich doch eher Pulp-Feeling vermitteln und nicht so unglaublich psychologisch und anspruchsvoll sind, und ein anderer schreibt sinngemäß: "Also, wenn man Pulp will, kann man doch auch John Sinclair oder HEX spielen!"
Ich reagiere immer total allergisch auf diese Art von Aussagen, weil ich sie als herablassendes Abkanzeln, Diskussionsvermeidung und Ausdruck von Ghetto-Mentalität empfinde ("Wer hier unzufrieden ist, soll doch gehen!"). Andererseits werden diese Vorschläge zuweilen im Ton echter Hilfsbereitschaft vorgebracht und sind wahrscheinlich ehrlich gut gemeint.
Regen andere sich auch gerne unerhältnismäßig über solche Antworten auf? Oder bin ich da als einziger überempfindlich?
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Ich finde das nicht weiter schlimm. Manchmal sieht man ja den Wald vor Bäumen nicht, und ein Systemwechsel kann hilfreich sein. Oder zumindest kann ein Blick auf das genannte System nicht schaden, um sich dort Inspiration zu holen.
Nervig wird es nur dann, wenn man die klare Ansage macht, dass man über eine Modifikation des augenblicklich verwendeten Systems reden will und nicht über Alternativsysteme, und dann trotzdem jemand darauf besteht, dass das mit System XYZ doch alles viel besser gehen würde.
Oder wenn jemand nach dem ersten Post zu dem Thema nicht aufhört, sein Sauerbier anzupreisen.
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Meine Lieblingsantwort:
Kommt drauf an...!
Klar ist es nervig, wenn man A spielen will, ständig "Spiel doch B!" zu hören.
Andersherum finde ich es auch gut, wenn man über den Tellerrand blicken kann.
Und "Spiel doch B!" kann auch heissen: Schau Dir an, wie B das gelöst hat.
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Mich nervt das nur, wenn die Antwort auf alles und jedes Savage World heißt. ;)
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Meine Lieblingsantwort:
Kommt drauf an...!
Stimmt natürlich ...
Ich meinte jetzt allerdings auch weniger die Antworten, die nach "Dann spiel doch mein Lieblingssystem, das ist eh besser!" klingen, und mehr die, die nach "Dann bist zu hier falsch, geh doch zu den XY-Spielern!"
Ist natürlich nicht immer leicht zu unterscheiden.
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@Ein:
Dem ist nicht so...aber selbst wenn es so wäre wäre das nicht weniger kontraproduktiv als dein Systemgebashe hier.
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Penetranter Missionierungseifer ist natürlich nervig, und der von Ein erwähnte SW Missionierungswahn von so manchem gehört dazu.
Da stört aber eher die Penetranz.
Was mich generell daran nervt, ist, wenn gleich im Eingangsbeitrag erklärt wurde "ich interessiere mich nicht für eine Systemalternative, ich suche explizit eine Hausregel" und dann kommt irgendein Missionar daher.
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die, die nach "Dann bist zu hier falsch, geh doch zu den XY-Spielern!"
Gibt es sowas überhaupt merklich außerhalb des Hardcore-Fanboytums? Ich kenne diesen Fall aus dem :t: nicht wirklich, bei irgendwelchen systemspezifischen Foren wundert mich das aber nicht wirklich.
@darkling
Man kann SW auch durch irgendeinen anderen feuchten Fanboy-Fetisch ersetzen. (PtA, Western City, Reign, d6, d20, GURPS etc. etc.)
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Als erstes reagiere ich natürlich auf so einen Vorschlag wie auf alles andere, ich sehe es als direkten Angriff auf mich und meine unumwerfliche Weltsicht. Nachdem man allerdings den Gegner dann abserviert hat kann man immer nochmal ein paar Seiten zurückgehen und schauen was er denn eigentlich genau geschrieben hat. Schliesslich kann dem plumpen Seitenhieb (den etwas anderes gibt es im Internet nunmal nicht; ausservieleicht den ausgefeilten Seitenhieben vieleicht), ja auch ein Stück wahrheit innewonnen. Diese Kritik kann man also nutzen um seinen eigenen Horizont zu erweitern, natürlich nicht um seine Weltsicht selbst zu erweitern, die steht ja schon, aber um zukünftigen Angriffen noch besser kontern zu können.
bzw kurz;
ich sehe es immer als freundlichen Vorschlag, ausser die Wortwahl lässt keinen anderen Schluss zu als einen dumpfen Angriff auf's System selbst*.
*freundliche Vorschläge schützen nicht vor Counterflames
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Was mich generell daran nervt, ist, wenn gleich im Eingangsbeitrag erklärt wurde "ich interessiere mich nicht für eine Systemalternative, ich suche explizit eine Hausregel" und dann kommt irgendein Missionar daher.
Stimmt. Etwas anderes ist es wenn derjenige schreibt "schau dir mal System XY an, dort gibt es Regeln die du zu Hausregeln für dein System anpassen kannst."
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Gibt es sowas überhaupt merklich außerhalb des Hardcore-Fanboytums? Ich kenne diesen Fall aus dem :t: nicht wirklich, bei irgendwelchen systemspezifischen Foren wundert mich das aber nicht wirklich.
Stimmt, ich kenne das auch eher aus systemspezifischen Foren, vor allem von Alveran und aus dem Cthulhu-Forum. gerade da wundert es mich eben, weil ja eigentlich klar ist, dass man über das "Forensystem" reden will.
Oft habe ich eben den Eindruck, dass da ein gewisser Dünkel drinsteckt ("Dann spiel doch D&D!"), mit dem das genannte System eher herabgesetzt wird. Und der verdacht erhärtet sich, wenn ich das betreffende System kenne und den Eindruck habe, dass der Poster selbst es überhaupt nicht kennt, sondern nur einen Stereotyp davon im Kopf hat, den er dann mit der Person assoziert. Z.B. im Eingangs erwähnten Rolemaster-Beispiel: HdN schlägt eine in DSA absolut machbare Hausregel vor, um gezielte tödliche Fernkampfangriffe zu ermöglichen, und ein anderer User sagt: "Spiel doch einfach RM!", obwohl es bei RM gerade ziemlich unmöglich ist, gezielt tödliche Fernkampfangriffe zu machen (ungezielt geht das dagegen hervorragend ...).
Für mich klingt das halt oft nach: Alles ist gut mit unserem system, wer meckert, kann gehen.
EDIT:
@Face of Freedom:
Prinzipiell Zustimmung, aber ganz schlechte Stilnote. Warum liest du nicht meinen Eingangspost einfach ebenso wohlwollend, wie du Vorschläge für Systemalternativen aufneimmst?
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Ich lese ihn wohlwollend, dass bezieht sich ja alles auf mich... dein verhalten gegenüber solchen Aussagen kenne ich nicht gut genug. ;)
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Ja, dieser Eindruck kann durchaus stimmen. Aber ich hänge ehrlich gesagt garnicht in systemspezifischen Systemen herum und ich würde selbst wenn solche Fragen eher in Foren mit Leuten stellen, bei denen ich weiß, dass sie sich mit sowas auskennen. (Also das :t: zB)
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Ja, dieser Eindruck kann durchaus stimmen. Aber ich hänge ehrlich gesagt garnicht in systemspezifischen Systemen herum und ich würde selbst wenn solche Fragen eher in Foren mit Leuten stellen, bei denen ich weiß, dass sie sich mit sowas auskennen. (Also das :t: zB)
Schlauer ist das wahrscheinlich ...
@Face:
Ach so, ich dachte, ich werde parodiert! (wäre auch lustig gewesen ...)
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Parodiert auf mich selbst, ja. Für eine Parodie deines Postverhaltens müsste ich erstmal deine Historie durchforsten, und da stimmt jetz einfach der Aufwand/Nutzen Faktor nicht. >;D
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@Achamanian: Ja das kenne ich, passiert mir hier öfter.
Bloss weil man ein System kritisiert, heisst das nicht, daß man es nicht spielen will. Denn die anderen sind eben einfach NOCH schlechter, sonst hätte man sich ja für diese entschieden.
Tipps finde ich grundsätzlich zwar gut, wenn man dadurch neue Spiele kennen lernt, aber das Leuten zu sagen, die alle kennen und sich mit den RPGs auseinander setzen, ist das unhöflich.
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So gut sollten wir FoF inzwischen kennen, um zu verstehen wie er das mit seiner unumwerflichen Weltsicht gemeint hat. =)
Zur Sache: ich empfinde das generell ebenso wie du, Acha, dass das eher so nach Herabsetzung des anderen Systems (und des Gegenübers) ist, so ein ällabätsch-Gehabe à la "Dann geh doch und spiel XY wenn du's so toll findest". Grundsätzlich macht zwar immer der Ton die Musik, aber sehr oft ist der Ton halt eben genau so und nicht anders.
Nichtsdestotrotz habe ich in einem anderen Forum gerade letztens jemandem selber so einen weisen Ratschlag gegeben. Es ging um D20. Und was wollte der andere User im letzten Jahr nicht schon alles in sein D20 hineinmodifizieren, was aus guten Gründen ausdrücklich nicht vorgesehen ist: Aktive Parade. Patzer. Initiativemodifikation nach Waffe. Facing. Um nur einige zu nennen. Merkt ihr was?
Genau. Ich hab ihm dann vorgeschlagen, einerseits ein bißchen genervt aber andererseits völlig ernstgemeint, er solle es doch mal mit DSA probieren, da wäre alles was er haben will schon drin.
Ist mir natürlich auch wieder als Angriff ausgelegt worden. :P
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Klar können die selbsternannten Systemmissionare nerven. Da will man nur mal ein paar Kniffe diskutieren, wie man die Spieler die Story mitbestimmen lassen kann, und schon heißt es, man sollte doch lieber gleich PtA oder Universalis spielen, das kann das eh viel besser. Oder, genau, für die abenteuerliche Variante, Savage Worlds, weil da eh alles besser gelöst ist als anderswo.
Andererseits nerven aber auch die Erwins, die unablässig über ihr Spiel jammern, gleichzeitig aber nicht den Mumm haben, das zu ändern, was die Probleme verursacht: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass.“ Dabei bleibt unbenommen, dass viele Hinweise der Marke „dann spiel doch…“ nicht konstruktiv sind, sondern von den Fanboys eines bestimmten Systems relativ wahllos als Antwort auf fast jede Frage rausgehauen werden.
Trotzdem muss man den Leuten, auch wenn sie es nicht hören wollen, eben manchmal sagen: Das Problem ist nicht durch eine Hausregel behoben, es ist fundamentalerer Natur.
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Ich denke, es liegt einfach an der eigenen Begeisterung für das jeweilige System. Weil man selbst so viel Spaß hat, eventuell etwas ganz tolles an einem seiner Lieblingssysteme findet, neigt man oft dazu das zu verallgemeinern und zu glauben, das müsste allen so gehen. Daraus resultieren die stereotypen "System X ist die Lösung"-Antworten.
Man muss es aber auch anders herum sehen: die Probleme, die du mit System Y hast, werden auch nicht von allen geteilt. Da wirst du schnell aus falsch verstandenem Protektionismus in die Querulantenecke gestellt. Das habe ich schnell erlebt, als ich meine Probleme mit der Tödlichkeit von Unisystem kund tat. Manch einer wollte, statt meine Probleme ernst zu nehemen auch wenn man sie selbst nicht hat, lieber leugnen und verteidigen. Mir geht es ähnlich wenn alle Welt auf meinem Lieblingssystem, dem VPS, herumhackt. Da werde ich auch zum Tier ;)
Um nach diesem kleinen Exkurs zum Punkt zu kommen: ich glaube nicht, dass man sich darüber aufregen muss, wenn "mal wieder" System X empfohlen wird, auch wenn nicht danach gefragt wird. Aber es ist verständlich, dass es nervt, wenn es dauernd geschieht (Savage Tanelorn). Insgesamt denke ich, dass wir da durch müssen und vielleicht etwas mehr Verständnis zeigen. Ich arbeite noch daran.
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Das Problem beim Lesen von Threads hier ist für mich nicht die wie auch immer betonte oder gemeinte Empfehlung eines anderen Systems, sondern der darauf folgende Rattenschwanz an Diskussionsbeiträgen, die sich um den Wechsel zu diesem System, die Handhabung des angesprochenen Problemes dort und das System als solches drehen, nicht aber mehr um den Kern des Threads vorher.
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Ich rege mich nicht unverhaeltnismaessig oder gerne darueber auf, aber es fuehrt unter Umstaenden schon zu einem leichten, nicht ganz zufrieden seufzen, wenn einem, just als Beispiel, bei der Schilderung eines V:tM Problem nahegelegt wird doch V:tR zu spielen.
Was aber, meines empfinden nach, nicht wirklich irgendwie schlimm ist sondern bestenfalls laestig.
Hin und wieder auch depremierend wenn es heisst das man, als Beispiel, just die Charaktere von V:tM auf V:tR konvertieren soll und Settingmaessig V:tM spielen, und man selbst nun keine Ahnung hat wie so etwas dann abgesehen vom guten Vorschlag funktionieren koennte.
Nun oder wenn man auf das System gestupst wird, es mal anspielen will, aber in Ermangelung von passenden (Anfaenger) Gruppen es nicht spielen kann.
Daran das man als V:tM Spieler von den V:tR (nWoD) Spieler so etwas - meines subjektiven Gefuehl nach - als armes, verblendetes Ghetto-Kind angesehen wird [das es gilt in die schoene neue Welt zu locken] habe ich mich gewoehnt und finde es nicht weiter tragisch.
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Oft habe ich eben den Eindruck, dass da ein gewisser Dünkel drinsteckt ("Dann spiel doch D&D!"), mit dem das genannte System eher herabgesetzt wird. Und der verdacht erhärtet sich, wenn ich das betreffende System kenne und den Eindruck habe, dass der Poster selbst es überhaupt nicht kennt, sondern nur einen Stereotyp davon im Kopf hat, den er dann mit der Person assoziert. Z.B. im Eingangs erwähnten Rolemaster-Beispiel: HdN schlägt eine in DSA absolut machbare Hausregel vor, um gezielte tödliche Fernkampfangriffe zu ermöglichen, und ein anderer User sagt: "Spiel doch einfach RM!", obwohl es bei RM gerade ziemlich unmöglich ist, gezielt tödliche Fernkampfangriffe zu machen (ungezielt geht das dagegen hervorragend ...).
I.d.R. steckt bei Systemspezifischen Foren wohl auch ein Seitenhieb drin. Ich habe freundlich darauf reagiert, aber ich glaube die Sache mit Rolemaster war eine Anspielung mit O-Ton "dein Hausregelvorschlag ist Klein-Klein-Kram, da kannst du auch gleich zu Rolemaster greifen".
In diesen Foren herscht eben auch gerne eine gewisse Originalregel-Hörigkeit. Dabei bin ich eigentlich gerade einer der Hausregeln eher kritisch gegenüber steht und auch bei zu massiven Änderungen auf andere Systeme verweise (dann aber nicht böswillig sondern weil ich es als passabler einschätze als Systeme komplett umzuarbeiten).
Generell versuche ich bei solchen Kommentaren den Kontext zu durchschauen, ob der Gegenüber mir nur in die Argumentation fahren will oder ob er sich ernsthaft meinen Beitrag durchgelesen hat. Meistens kann man das recht gut unterscheiden.
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Ich reagiere immer total allergisch auf diese Art von Aussagen, weil ich sie als herablassendes Abkanzeln, Diskussionsvermeidung und Ausdruck von Ghetto-Mentalität empfinde ("Wer hier unzufrieden ist, soll doch gehen!"). Andererseits werden diese Vorschläge zuweilen im Ton echter Hilfsbereitschaft vorgebracht und sind wahrscheinlich ehrlich gut gemeint.
Beides kommt vor, und beides ist aus der Situation heraus auch verständlich.
MEIST sind solche Vorschläge hilfreich gemeint. Hilfreich in der Art, daß man die aufgeführten Rollenspiele als Anregung für eigene Hausregeln beim aktuell diskutierten Rollenspiel verwenden könnte, oder daß man einfach mal das empfohlene Rollenspiel ausprobieren möge, weil es genau das - nach Wahrnehmung des Empfehlenden - abdeckt, was denjenigen zu interessieren scheint, dem das empfohlen wurde.
SELTEN sind solche Aussagen eher von "genervter" Art. Und da ist in der Regel eine "Vorgeschichte" im Thread oder den Threads zu lesen. Es gibt nämlich diesen Fall hier:Trotzdem muss man den Leuten, auch wenn sie es nicht hören wollen, eben manchmal sagen: Das Problem ist nicht durch eine Hausregel behoben, es ist fundamentalerer Natur.
Manche Threads kann man als Beispiel dafür aufführen. - Da wird lange herumgepostet, auf etwas BEHARRT, was so grundsätzlich problematisch ist, daß es eigentlich ins Auge springen sollte. Nur dokumentiert der Beitragende seine "Beratungsresistenz" mit jedem weiteren Beitrag.
So etwas kann einen noch so Hilfsbereiten schon frustrieren und ihm die Laune verderben. - Das hat meist nicht so sehr etwas mit "Schutzverhalten" seinem eigenen Lieblingssystem gegenüber zu tun (kann es aber natürlich auch), sondern mit der dokumentierten UNWILLIGKEIT sich auch nur einmal offen mit dem Rat, der Hilfestellung zu beschäftigen. - Beharren auf einer BESCHEUERTEN Position nervt halt. Und das Nerven macht den entsprechenden Beitragenden LÄSTIG. Und zwar so lästig, daß man ihn am Liebsten woanders seine "reizenden" Beiträge posten lassen würde. - Aus solch einer GEREIZTEN Haltung kommen natürlich auch ab und an mal solche "Dann spiel doch einfach lieber ..."-Beiträge, die aber nicht wirklich eine Empfehlung eines anderen Spiels als Absicht enthalten, sondern die nur kommunizieren sollen "Geh weg! Und komm nie wieder!".
Gerade wenn man aus eigener geringer Vertrautheit mit Regelsystemen Probleme sieht, für deren Behebung man gewisse Ideen hat, und einem die Erfahrenen, die Kenner des Regelsystems sagen, daß diese Lösungsideen KEINE Lösung sind, sondern noch mehr Probleme mit sich bringen, dann sollte man das ab und an auch mal ERNST nehmen. - Ein fortgesetztes Beharren auf der uninformierten Sicht stellt eine Abwertung des Rats der Kenner dar. Und so etwas pißt diese an sich hilfreich gestimmten Leute an. Und damit ist dann der Weg in die Eskalation vorprogrammiert.
Für mich klingt das halt oft nach: Alles ist gut mit unserem system, wer meckert, kann gehen.
Es ist NICHT so, daß eine "alles gut mit unserem System"-Mentalität für ruppige Antworten verantwortlich ist. Vielmehr ist es tatsächlich so, daß in manchen Threads durchaus das "Meckern" mit enormem Nachdruck praktiziert wurden, so daß einem das Mitlesen schon die Laune verderben konnte.
Was ich nicht verstehe: Wenn jemandem ein Rollenspiel NICHT gefällt, er damit wirklich nichts anfangen kann, es ihn nicht reizt, und - das ist noch das Schlimmste! - er es auch nicht einmal zu kennen zugibt, WARUM postet er dann in einem dieses Rollenspiel spezifisch betreffenden Thread?
Der einzige Grund kann doch nur PROVOKATION sein!
Wenn MIR etwas nicht gefällt, es mich aber auch nicht interessiert es BESSER zu machen, weil ich das Spiel an sich halt doch für mich spielenswert halte, dann poste ich doch garnicht erst in Threads zu diesen Spielen!
Mir gibt die WoD (egal in welcher Ausprägung) nichts. Ist halt so. Muß ja auch nicht jeder mögen. - Aber warum sollte ich dann in WoD-Threads gehen und dort über "Unzulänglichkeiten" des nWoD-Systems oder des oWoD-Settings SCHIMPFEN?
Genau das wurde aber z.B. im SW-Unterforum praktiziert. Und mit den zu erwartenden Folgen auf die Kommunikations-Stimmung dort.
Und genau diese BEWUSST erfolgte Provokation hat dann eben irgendwann zur Folge, daß jemand schreibt "Wem es nicht paßt, der kann ja gehen." - Und das ist nicht verwunderlich, denn solch eine Reaktion zu provozieren, war ja die ABSICHT des Provokateurs.
Leider erkennt man diese Provokateure oft erst spät, weil sie sich sprachlich vielfach recht geschickt geben.
Und dann bemerken aus der Reaktion der inzwischen mächtig Genervten andere, die nur "mal so reinschauen", daß wohl der Kommunikationsstil in besagtem Thread oder besagtem Unterforum sehr "ruppig" sei.
Das ist m.E. die Folge solcher Provokations-Aktionen.
Und in diesem Licht entstehen dann Beiträge, die so ankommen können wie: "Alles ist gut mit unserem System. Wer meckert, kann gehen."
Regen andere sich auch gerne unerhältnismäßig über solche Antworten auf? Oder bin ich da als einziger überempfindlich?
Ich hätte ohne solche Empfehlungen ein paar der Spiele, die ich SEHR schätzen gelernt habe, NIE kennengelernt. Z.B. das Unisystem.
Es kommt halt auf den Kontext an, ob es als Empfehlung VERSTANDEN wird (und auch verstanden werden soll!), oder ob man eher herausliest: "Geh halt weg! Laß uns allein!".
Um nach diesem kleinen Exkurs zum Punkt zu kommen: ich glaube nicht, dass man sich darüber aufregen muss, wenn "mal wieder" System X empfohlen wird, auch wenn nicht danach gefragt wird. Aber es ist verständlich, dass es nervt, wenn es dauernd geschieht (Savage Tanelorn).
"Savage Tanelorn"? - Was ist das? War das irgendeine Initiative? - Die ist mir (ich lese vornehmlich im SW-Unterforum hier) irgendwie entgangen. Dort wurde sie jedenfalls NICHT publik gemacht.
Zu SW-Empfehlungen kann ich nur das sagen, was ich früher zu BRP- und D20-Modern- und GURPS-Empfehlungen gesagt habe: Kennt jemand ein GENERISCHES System gut, dann sieht er einfach bei VIEL MEHR VERSCHIEDENEN Settings/Genres die Anwendbarkeit, als wenn er nur eine Handvoll nicht-generischer, settingspezifischer Regelsysteme kennen würde. Generika sind tatsächlich "Vielseitigkeitswerkzeuge" und eine Empfehlung ein Generikum zu verwenden ist oft tatsächlich passend - irgendwie.
Irgendwie, weil es natürlich immer eine ganz andere Art der Empfehlung ist zu sagen: "Nimm doch SW|BRP|Fate|GURPS|... für Setting XYZ und bastele Dir die Setting-Adaption SELBST.", als zu sagen: "Nimm doch das XYZ-Rollenspiel, das ist genau auf Setting XYZ ausgelegt, oder nimmt das ZYX-Rollenspiel, das ist ziemlich ähnlich zu dem, was Du spielen möchtest.".
Die Freunde bestimmter generischer Systeme tun sich natürlich leicht mit einer Empfehlung des WERKZEUGES, um dem Empfohlenen das SELBST-Basteln einer Lösung nahezulegen. - Schwieriger, weil man hier oftmals eine breitere Produktpalette kennen muß, ist die Empfehlung konkreter, fertiggestellter Rollenspiele, die eben KEINE "Bastelei" mehr erfordern, bestenfalls ein paar Hausregeln.
Empfehlungen sind nach meinem Verständnis zunächst einmal nur als Empfehlungen, als positive Meinung des Empfehlenden zum Gegenstand der Empfehlung, zu verstehen.
Es liegt hier KEINE Handlungsaufforderung, kein Appell vor! - Ich muß nicht gleich zum nächsten Laden gehen und mir das empfohlene Rollenspiel kaufen, sondern ich kann diese Empfehlung einfach nur zur Kenntnis nehmen. Vielleicht ist es ja interessant, vielleicht hat mich der Empfehlende in meinen Interessen auch nur falsch eingeschätzt. - Als reine Empfehlung tut ein Hinweis auf ein anderes Rollenspiel keinem weh.
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Es ist NICHT so, daß eine "alles gut mit unserem System"-Mentalität für ruppige Antworten verantwortlich ist. Vielmehr ist es tatsächlich so, daß in manchen Threads durchaus das "Meckern" mit enormem Nachdruck praktiziert wurden, so daß einem das Mitlesen schon die Laune verderben konnte.
Einerseits hast du recht, dass man natürlich auf penetrantes Gemecker auch mal mit einem "Mensch, dann spiel halt XY" reagieren kann. Wenn bei mir dieser Eindruck entsteht, stört mich das auch gar nicht.
Als ärgerlich empfinde ich eben eher das oben angesprochene Beispiel: Ich schreibe, dass Cthulhu für mich Pulp ist, und ein anderer schreibt: Für mich ist Cthulhu kein Pulp, spiel doch lieber John Sinclair oder HEX, wenn du Pulp willst. Und das finde ich schon komisch, ich hab ja nicht mal gemeckert ... und dann erkläre ich mir das halt als Abkanzel-Reaktion, im Sinne von: "Pulp-Spieler wollen wir hier nicht! Nichts für ungut, aber spiel doch lieber was anderes ..."
Was ich nicht verstehe: Wenn jemandem ein Rollenspiel NICHT gefällt, er damit wirklich nichts anfangen kann, es ihn nicht reizt, und - das ist noch das Schlimmste! - er es auch nicht einmal zu kennen zugibt, WARUM postet er dann in einem dieses Rollenspiel spezifisch betreffenden Thread?
Es gibt ja ein weites Feld zwischen: "Ich mag das System, aber dieses und jenes stört mich" und ständigem Gemecker.
Mir geht es eher um Fälle von Leuten, die sich eindeutig mit dem System auskennen, an dem sie etwas zu kritisieren haben und durchaus informierte und konstruktive Kritik vorbringen. Wenn denen dann entgegnet wird, sie sollten doch lieber XY spielen, empfinde ich das oft als Strategie der Abkanzelung, mit der die Diskussion über konkrete Kritikpunkte am Regeldesign auf Abwege gebracht wird.
Tatsächlich ist das aber wohl eher ein für Alveran und Cthulhu-Forum typisches Verhalten. genau das hat mich ja dort fortgetrieben und ins Tanelorn, wo die meisten Leute Systeme empfehlen, weil sie sie mögen, und nicht, weil sie sie NICHT mögen. Das schätze ich ja durchaus, Tanelorn hat mir Spiele wie den ORE und Fiasco an den Spieltisch gebracht, die ich sehr schätze, und Diaspora und Savage Worlds habe ich auch schon im Schrank stehen.
Wenn aber einer schreibt: "Ich würde als Hausregel für DSA 4.1 gezielte Schüsse auch mit zusätzlicher Ansage zulassen" und ein anderer Antwortet: "Spiel doch Rolemaster", wird's halt komisch ...
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Es gibt viele Probleme, die sich lösen, wenn man FAtE oder SW spielt.
Das hier ist eines davon! >;D
In der Regel versuchen nur:
-Fanboys ihrem Tagewerk nachzugehen und "die Love zu spreaden"
-Leute einem zu helfen, da sie das angesprochene Problem zwischen den ganzen Macken des empfohlenen Systems nicht mehr wahrgenommen haben und reinen Gewissens eine Empfehlung aussprechen.
-Leute sich abzukanzeln oder dritte zu provozieren (siehe oben).
Letzteres ist in ernstgemeinter Form aber sehr selten und tritt eigentlich nur als Parodie auf.
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Ich schreibe, dass Cthulhu für mich Pulp ist, und ein anderer schreibt: Für mich ist Cthulhu kein Pulp, spiel doch lieber John Sinclair oder HEX, wenn du Pulp willst. Und das finde ich schon komisch, ich hab ja nicht mal gemeckert ... und dann erkläre ich mir das halt als Abkanzel-Reaktion, im Sinne von: "Pulp-Spieler wollen wir hier nicht! Nichts für ungut, aber spiel doch lieber was anderes ..."
Die Reaktion des "Empfehlenden" ist verständlich, wenn man sich überlegt, WARUM er so reagiert haben mag.
Pulp ist BILLIG. Minderwertig. Schund. Heftromane. Groschenromane. Dime-Novels. Mieses Papier, noch miesere Geschichten. Oberflächliche Action. NULL Tiefgang. Reines Konsum-Massenprodukt, daß man auf dem Scheißhaus liest und dort liegenläßt, weil man keinen zweiten Gedanken daran verschwenden möchte.
Du sagst: Für Dich ist Cthulhu Pulp.
Du sagst somit: Für Dich ist Cthulhu BILLIG. Minderwertig. Schund.
Natürlich ist NICHT ALLES, was man als Pulp bezeichnen könnte, tatsächlich billiger, minderwertiger Schund. Gerade die Pulp-Autoren wie Robert E. Howard, oder eben auch HPL sieht man HEUTE in einem anderen Licht.
Aber darin liegt auch das Problem. - Derjenige, der Dir diese seltsame "Empfehlung" mit eingebauter "Scher Dich doch weg!"-Aufforderung gegeben hat, der MAG PULP NICHT.
Er mag Cthulhu, vielleicht schätzt er daran auch den "hohen Anspruch", die "intellektuelle Tiefe", das "Eintauchen in eine Welt des Nihilismus", oder wer weiß was noch. - Und nun kommst Du daher und sagst ihm: sein Spiel des "intellektuellen Tiefgangs" befaßt sich Deiner Meinung nach nur mit SCHUND.
Hier hast Du den Konflikt.
Du sagst ihm, alles, was er mag, ist billig und minderwertig. - Und er sagt Dir, geh doch weg und spiele billige und minderwertige Spiele und laß mich mit meinem "Höchst-Anspruchs-Rollenspiel (tm)" in Ruhe.
Ähnliche Reaktionen bekommst Du auch, wenn Du SW als "Pulp-Rollenspiel" bezeichnest. Das ist nämlich einfach falsch. Und eine solche Falschbehauptung bzw. das Beharren auf der Richtigkeit dieser irrigen Aussage, regt halt Leute auf, die es besser wissen. - Bei SW ist es ja nicht einmal so, daß das "Billige" des Pulp hier in Abrede gestellt wird. Man KANN mit SW natürlich AUCH Pulp spielen, aber eben "Auch Pulp" und nicht "Nur-Pulp". SW als Pulp-Rollenspiel zu bezeichnen stellt in Abrede, daß man mit SW auch andere Genres spielen könnte. Man spricht mit dieser Aussage SW ab ein generisches Regelsystem zu sein. - Und DAS ist es, was dann zu Aufregungen unter den Savages führt.
Deutsches Cthulhu zeichnet sich durch sehr viel recherchiertes Material, zeitgenössische Photos, und aufwendige Aufmachung aus. Es tritt mit einem gewissen Anspruch auf. - Wer Cthulhu in die Nähe der anspruchslosen, billigen, minderwertigen Heftromane, in die Pulp-Richtung stellt, der spricht damit Cthulhu diesen Anspruch ab. Damit kritisiert er die Aufrichtigkeit des Auftritts der gesamten Produktlinie zu Cthulhu (bis aus Cthulhu D20, Trail of Cthulhu und Realms of Cthulhu, sowie den Hexer).
Rollenspiele wecken Emotionen und die Freunde bestimmter Rollenspiele sind mit Enthusiasmus und Emotionalität bei ihrem Lieblingsspiel(zeug). - Wer dies "schlechtredet", der führt einen ANGRIFF. Der versucht nämlich diesen Leuten den Spaß zu VERDERBEN.
Und Spaßverderbern wird dann eben gesagt, sie sollen sich woanders austoben.
Das mag - ich war nicht dabei, habe nichts gelesen, vermute also nur - eventuell die Situation bei Dir gewesen sein.
Wenn aber einer schreibt: "Ich würde als Hausregel für DSA 4.1 gezielte Schüsse auch mit zusätzlicher Ansage zulassen" und ein anderer Antwortet: "Spiel doch Rolemaster", wird's halt komisch ...
WAS sagt denn jemand, der so antwortet WIRKLICH?
Rolemaster steht für "Regelschwere", für aufwendige, unhandliche, überkomplizierte Regeln, für Regellastigkeit im Spiel ("Rulemaster").
Wenn Dir also jemand sagt "Spiel doch Rolemaster", dann teilt er Dir mit, daß er Deine Ideen für überkompliziert hält, für zu sehr auf Regeltechnik abgehoben, für feiner detailliert, als es wünschenswert wäre.
Er MEINT NICHT, daß Du wirklich Rolemaster spielen sollst, er empfiehlt Dir auch nicht DSA 4.1 auf Rolemaster-Regelsystem zu konvertieren, sondern er will eigentlich zum Ausdruck bringen, daß Du seiner Meinung nach gerade viel zu sehr an unwesentlichen Details herumregeln möchtest, daß Du Dich in Regelungsdetails verlierst, daß Deine Ideen unspielbar oder zumindest viel zu sehr ausbremsend im Spiel umsetzbar sind.
Klar könnte er das auch ANDERS gesagt haben. - Aber vielleicht war er durch die (mir nicht bekannte) Vorgeschichte schon angenervt und hat seiner Gereiztheit über diese kurze Formulierung Luft machen wollen.
Könnte da was dran sein?
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Klar könnte er das auch ANDERS gesagt haben. - Aber vielleicht war er durch die (mir nicht bekannte) Vorgeschichte schon angenervt und hat seiner Gereiztheit über diese kurze Formulierung Luft machen wollen.
Könnte da was dran sein?
Das kann gut sein, ich habe den Hang viele DSAler in ihrem Stammforum zu nerven. Ist sozusagen ein Charakter-Edge von mir =)
Leider nervt die meisten da schon jegliche Vorschläge/Kritik die sich gegen das offizielle™ Regelwerk richtet. Dabei ist eigentlich völlig egal wie sinvoll/unsinvoll der Vorschlag ist, es halt einfacher von Haus aus dagegen zu sein ;)
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Einen gut gemeinten Rat oder Tipp als nervige System-Missionarie abzustempeln finde ich ehrlich gesagt ziemlich frech. Wenn man mit den gegebenen Antworten in einem Forum, in dem man seine Probleme schildert, nicht leben kann... sollte man es gleich sein lassen.
Allerdings ist hier natürlich der Inhalt und das Ausmaß des Tipps nicht ganz unerheblich. Es gibt schon Antworten, die einfach nur niveauloses Geplapper sind. Dennoch wird (typisch deutsch) viel zu oft vom Negativen ausgegangen und weniger der gut gemeinte Inhalt (heraus-)gelesen.
Ist aber nicht nur in diesem Forum hier der Fall ;)
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Es bringt, meiner Meinung nach nichts, die schlechten Aspekte eines Genre zu nennen und daraus ein Recht abzuleiten diese abzuqualifizieren.
Natuerlich kann man behaupten das es sich bei Pulp um Trivialliteratur respektive Schund handelt.
Ebenso koennte man zurueck gehen das es sich bei dem Anspruch nur um etwas im elfenbeinturm stil hoch gezuechtetes mit belanglosen Details ueberwuchertes und sinnentleertes Ding handelt.
Anstelle das man nun aber dem anderen seinen Bereich laesst wird in diesem Fall die Pulp Seite versucht rauszuekeln. Ungeachtet der Tatsache das H.P. Lovecrafts Mythos als Pulp Fiction veroeffentlicht wurde und das Pulp Fiction, betrachtet man den Film, weder schlecht recherchiert sein muss noch einer gewissen Komplexitaet zu entbehren hat.
Nun und fuer jemand der ggf. nur DSA kennt ist ein _eventueller_ Seitenhieb auf die uebermaessige Komplexitaet von Rolemaster nicht ersichtlich.
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Was ich nicht verstehe: Wenn jemandem ein Rollenspiel NICHT gefällt, er damit wirklich nichts anfangen kann, es ihn nicht reizt, und - das ist noch das Schlimmste! - er es auch nicht einmal zu kennen zugibt, WARUM postet er dann in einem dieses Rollenspiel spezifisch betreffenden Thread?
Der einzige Grund kann doch nur PROVOKATION sein!
Wenn MIR etwas nicht gefällt, es mich aber auch nicht interessiert es BESSER zu machen, weil ich das Spiel an sich halt doch für mich spielenswert halte, dann poste ich doch garnicht erst in Threads zu diesen Spielen!
Sieh es positiv: das ist der Fluch des Erfolges und ein Syndrom, an welchem nur die erfolgreichen Systeme "kranken".
Bei DSA beispielsweise rennen haufenweise Leute herum, deren Lieblingshobby darin besteht, ihre persönliche Abneigung gegen DSA in allen Facetten ebenso lautstark wie beständig zu proklamieren. In jedem Thread. Immer wieder. Ähnliches gilt für D&D4. Oder die oWoD.
Ich halte das wie gesagt nicht für ein Merkmal mangelhafter Qualität, sondern für ein Zeichen von Erfolg. Leute mit einem so nervtötenden Postinggebahren wollen sich nämlich durch die nach außen sichtbare Abgrenzung häufig nur ganz schlicht über diejenigen erheben, die Spaß mit dem jeweiligen System haben. Wenn neuerdings auch SW in die Kategorie fällt, sollten die SW-Connaisseure den Ärger herunterschlucken und den Erfolg im Stillen genießen. SW hat es anscheinend GESCHAFFT ;)
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Ähnliche Reaktionen bekommst Du auch, wenn Du SW als "Pulp-Rollenspiel" bezeichnest. Das ist nämlich einfach falsch. Und eine solche Falschbehauptung bzw. das Beharren auf der Richtigkeit dieser irrigen Aussage, regt halt Leute auf, die es besser wissen.
Ja, nur weiß bei Cthulhu eben ich es besser. ;D
Ganz ehrlich: Ich habe etwa 50% der Pegasus-Publikationen im Regal stehen, und das allermeiste davon lässt sich - unabhängig von dem reingesteckten Rechercheaufwand - in Sachen Themen und Motive ganz eindeutig der klassischen Pulp-Tradition zuschlagen. ich habe selber drei offizielle Cthulhu-Abenteuer geschrieben, die sich alle sauber in die Pegasus-Linie einfügen, und alle drei würde ich dem Pulpgenre zuordnen.
Vielleicht komme ich da auch zu sehr aus der Ecke der Phantastik-Literaturkritik, denn da kommen heutzutage nur noch wenige darauf, "Pulp" als Schimpfwort zu verwenden. Pulp ist u.a. die Tradition von "Weird Tales", und die meisten sind sich einig, dass in diesem Bereich, wie in so ziemlich jedem anderen, Sturgeons Gesetz zutrifft: "90% von allem sind Müll." Schlechte Qualität ist nicht das definierende Merkmal von Pulp, sondern eine Erscheinung, die im Pulp häufig (vielleicht aufgrund der Produktionsbedingungen häufiger als anderswo) auftritt.
Ich denke halt, da kommt eine Abwehrreaktion zum Ausdurck, die eher von Dünkel zeugt. Okay, ich gebe zu, gerade im Cthulhu-Forum provoziere ich da auch gerne, wenn ich das wahrnehme - das war in einem Thread, wo alle sich darüber ausließen, dass Cthulhu nur was für Erwachsene sei und man das unter 16 oder 18 gar nicht alles verstehen/verarbeiten könne, denn Cthulhu sei ja schließlich nicht D&D ... Aber ich finde es eben auch bezeichnend, wenn dann gleich die Abwehr kommt: "Nein! das ist nicht Cthulhu! Cthulhu ist anspruchsvoll!"
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Das kann gut sein, ich habe den Hang viele DSAler in ihrem Stammforum zu nerven. Ist sozusagen ein Charakter-Edge von mir =)
Dann hast Du hoffentlich auch nichts dagegen, wenn Dich die GENERVTEN lieber aus ihrem Forum rausschmeißen würden, oder?
Wenn mir jemand erzählt, nein - damit KOKETTIERT!, daß er nur zum Ärgermachen in ein Forum geht, dann finde ich das nicht wirklich charmant. Eher im Gegenteil.
So etwas gibt es auch beim Fußball. Das ist dort als Hooligan-tum bekannt. Die interessieren sich NIE für die Sache, sondern die haben das "Charakter-Edge", daß sie lieber dort Ärger machen wollen und sich rumschlägern wollen. Auch nicht "charmant".
Leider nervt die meisten da schon jegliche Vorschläge/Kritik die sich gegen das offizielle™ Regelwerk richtet. Dabei ist eigentlich völlig egal wie sinvoll/unsinvoll der Vorschlag ist, es halt einfacher von Haus aus dagegen zu sein ;)
Nicht "einfacher", sondern es ist eine Frage, ob das geschilderte Problem bei denen, die einfach nur die Originalregeln verwenden wollen, überhaupt AUFGETRETEN ist, bzw. ob sie die Problemschilderung überhaupt richtig VERSTANDEN haben.
Beispiele für solche Threads kenne ich aus dem SW-Unterforum hier. - Dort kommt ein SW-Einsteiger und erzählt von Problemen, die er mit SW hat, welche nicht nachvollziehbar sind, welche GERADE bei SW so NICHT auftreten. Das schwächt schon einmal die Position des Kritikers. Vor allem, wenn Leute, die seit Jahren reichlich Erfahrungen mit SW gesammelt haben und auch die Entwicklungen und Diskussionen in den englischsprachigen Foren kennen, und einfach NICHT BESTÄTIGEN können, daß solche Probleme vorkommen bzw. schon garnicht in der geschilderten Häufigkeit oder Kritikalität auftreten, dann sieht die Position noch dürftiger aus.
Kommt zu solch einer Position, die ganz klar auf FEHLER im Umgang mit dem Regelsystem, also auf die beteiligten PERSONEN und nicht auf das System an sich hindeutet, noch ein durch Beitragshäufigkeit dokumentiertes Beharrungsvermögen hinzu, oder springen dem ursprünglichen Kritiker noch die bekannten SW-H4t0rZ bei, die offensichtlich nichts Besseres zu tun haben, als durch das SW-Unterforum zu schwimmen, bis sie Blut im Wasser schmecken um dann im Futterrausch um sich zu beißen, dann eskaliert solch ein Thread leicht mal.
Hier ist dann bei aller berechtigten Kritik keinerlei konstruktives Weiterhelfen mehr möglich. Sind die H4t0rZ erst einmal im Thread, ist es mit der Sachlichkeit vorbei.
Solch eine seltsame "Gruppe von Einzeltätern", wie es die sich bei gebotener Gelegenheit zusammenrottenden SW-H4t0rZ darstellen, ist mir aus keinem anderen Rollenspielumfeld bekannt.
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Warum auch immer noch niemand den konkreten Post verlinkt hat: http://www.alveran.org/index.php?id=230&ForumthreadID=19284&ForumshowThread=1#beitrag326862
Herr der Nacht, ich würde dir Rolemaster ans Herz legen (das ich gerade zuerst "Rulemaster" geschrieben habe :) ), das ist in den Details der Schadenshandhabung unübertroffen.
Was DSA angeht habe ich nichts gegen eine wohlwollende Diktatur des Meisters bei Regellücken einzuwenden, kommt wohl auch auf den Meister an.
Aber ja, wem das nicht reicht, für den kann das Anvisieren von Trefferzonen kombiniert mit FK+ eine einfache Lösung sein.
Ich lese das genau wie Zornhau vermutet hat, als scherzhaften Hinweis, dass hier zu kompliziert gedacht wird. Im letzten Satz wird der Vorschlag des Herrn der Nacht sogar explizit - unter den gegebenen Zielen - für gut befunden.
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Solch eine seltsame "Gruppe von Einzeltätern", wie es die sich bei gebotener Gelegenheit zusammenrottenden SW-H4t0rZ darstellen, ist mir aus keinem anderen Rollenspielumfeld bekannt.
Da irrst Du erheblich. DSA leidet erheblich stärker unter den "H4t0rZ". D&D4 ebenfalls.
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Beispiele für solche Threads kenne ich aus dem SW-Unterforum hier. - Dort kommt ein SW-Einsteiger und erzählt von Problemen, die er mit SW hat, welche nicht nachvollziehbar sind, welche GERADE bei SW so NICHT auftreten. Das schwächt schon einmal die Position des Kritikers.
Das ist die eine mögliche Erfahrung. Die andere ist, dass ein alter Hase eine vernünftige Kritik an einer bestimmten Mechanik aus einem System formuliert, das er bestens kennt, und sich dann anhören muss, dass er doch sicher viel besser mit System XY bedient sei. Oft sind das eben auch unqualifizierte Zwischenrufe, die vermuten lassen, dass der Betreffende keines der beiden Systeme richtig kennt. Wer sagt: "Cthulhu hat mit Pulp nichts zu tun!" hat eben leider keine Ahnung von Cthulhu ...
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Warum auch immer noch niemand den konkreten Post verlinkt hat: http://www.alveran.org/index.php?id=230&ForumthreadID=19284&ForumshowThread=1#beitrag326862
Ich lese das genau wie Zornhau vermutet hat, als scherzhaften Hinweis, dass hier zu kompliziert gedacht wird. Im letzten Satz wird der Vorschlag des Herrn der Nacht sogar explizit - unter den gegebenen Zielen - für gut befunden.
Du hast recht, das liest sich, wenn man den unterstellten Subtext weglässt, tatsächlich eher gutgemeint ... gerade deshalb frage ich mich ja, warum ich bei so was gleich extrem genervt reagiere und ob es anderen ähnlich geht!
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Beispiele für solche Threads kenne ich aus dem SW-Unterforum hier. - Dort kommt ein SW-Einsteiger und erzählt von Problemen, die er mit SW hat, welche nicht nachvollziehbar sind, welche GERADE bei SW so NICHT auftreten. Das schwächt schon einmal die Position des Kritikers.
Wieso sollte man so jemanden nicht in Ruhe und sehr freundlich erklaeren was er machen muss damit sich das Problem nicht ergibt respektive wie sich das Problem vermeiden laesst?
Er kommt doch als SW-Einsteiger nicht daher um ein System das er gerne spielt zu kritisieren, sondern weil er entsprechend ein Problem sieht bzw. hat und Hilfe sucht.
Insofern halte ich es fuer falsch ihn als Kritiker zu betrachten dessen Position durch die Loesbarkeit des Kritikpunkt geschwaecht wird, sondern wuerde ihn eher als Enthusiasten sehen der durch die Loesbarkeit seines Problem weiteres Potential freisetzt.
Kommt zu solch einer Position, die ganz klar auf FEHLER im Umgang mit dem Regelsystem, also auf die beteiligten PERSONEN und nicht auf das System an sich hindeutet, noch ein durch Beitragshäufigkeit dokumentiertes Beharrungsvermögen hinzu, oder springen dem ursprünglichen Kritiker noch die bekannten SW-H4t0rZ bei, die offensichtlich nichts Besseres zu tun haben, als durch das SW-Unterforum zu schwimmen, bis sie Blut im Wasser schmecken um dann im Futterrausch um sich zu beißen, dann eskaliert solch ein Thread leicht mal.
Ich verstehe den Zusammenhang zwischen Kritik bzw. Problem nicht sowie der Beitragshaeufigkeit.
Ich habe ja nun auch ein paar Beitraege gesammelt, und dennoch zum Beispiel Probleme mit dem V:tM Kampfsystem (gehabt). Dennoch wuerde ich behaupten das es nicht aufgrund einer grossen Sturhaftigkeit geschieht und ich durchaus dankbar bin wenn mir jemand erklaert wie Geschwindigkeit funktioniert - was ich bis dahin nicht wusste.
Ebenso sehe ich keine Relevanz von eventuellen Leuten die das System nicht moegen auf die Hilfs- / Diskussionsbereitschaft die man aufbringen sollte.
Hier ist dann bei aller berechtigten Kritik keinerlei konstruktives Weiterhelfen mehr möglich. Sind die H4t0rZ erst einmal im Thread, ist es mit der Sachlichkeit vorbei.
Also ich finde das dort ein konstruktives Weiterhelfen moeglich waere, und das wenn es nicht geschieht nur weil da ein paar Gegner auftauchen und man sich in eher pers. animositaeten verliert, macht es keinerlei guten Eindruck.
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"Spiel doch einfach RM!", obwohl es bei RM gerade ziemlich unmöglich ist, gezielt tödliche Fernkampfangriffe zu machen
Übrigens eine Aussage, die offenbar in völliger Unkenntnis des RM-Systems getroffen würde, da das das gewünschte erst recht nicht zulässt.
ARMS Companion, Kapitel 4.15 Strategic Targetting, Abschnitt 4.15.3 Strategic Targetting oder auch Stragetic Targetting Tabelle(s. 31) sortiert nach Rassen und Hit Location
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@ZH
Kürzere Sätze, knackigere Argumentation, weniger und deswegen viel wirksamere Betonung.
Das heißt, entweder, habe ich mich geändert, oder Du hast deinen Stil angepasst. In beiden Fällen eine Reihe formal gefälliger Posts! ;D
@topic
Pulp ist mittlerweile mehr als eine abwertende GEnrebeschreibung. Es ist mittlerweile das "Made in Germany" der Literatur geworden!
nagut, vielleicht nicht so stark, aber H.P. Lovecraft erfährt eine intellektuelle Anerkennung, die er sich nie hätte träumen lassen.
Und da es Pulp- und Trash-Liebhaber gibt, muss es sich bei Weitem nicht um eine Beleidigung gehandelt haben.
@Original Post
das Augenzwinkern ist durchaus da.
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ARMS Companion, Kapitel 4.15 Strategic Targetting, Abschnitt 4.15.3 Strategic Targetting oder auch Stragetic Targetting Tabelle(s. 31) sortiert nach Rassen und Hit Location
Okay, dann kann es natürlich sein, dass der Poster RM besser kannte als ich ... trotzdem habe ich eher den Verdacht, dass RM da als Stereotyp für Kampfregel-Fetischismus herhalten musste, ohne genaue Anschauung des spezifischen Problems. Sonst hätte man ja auch sagen können: "Übrigens, RM löst das so, das wäre doch mal ne Anregung!"
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Wer sagt: "Cthulhu hat mit Pulp nichts zu tun!" hat eben leider keine Ahnung von Cthulhu ...
Eigentlich MEINT so jemand: "MEINE Art Cthulhu zu spielen, hat mit Pulp nichts zu tun!".
Und Du meinst, daß DEINE Wahrnehmung von Cthulhu in literarischer Vorlage und als Rollenspiel SEHR WOHL etwas mit Pulp zu tun hat.
Und würden BEIDE Beteilgten an diesem Konflikt stets nicht in ABSOLUTEN Äußerungen (Cthulhu ist so), sondern in persönlich bezogenen Äußerungen (MEINE Auffassung von Cthulhu ist so) schreiben, dann gäbe es auch diese Kollisionen nicht.
Aber: Um sich wirklich STÄNDIG selbst an die Kandarre zu nehmen und so gut wie JEDE Äußerung mit einem "Ich meine", "meine Sicht ist", "nach meiner Auffassung", usw. zu versehen, wäre eine schier übermenschliche Selbstkontrolle notwendig, weil man ja so NICHT DENKT und weil man so NICHT FÜHLT. Unter ständiger Selbstkontrolle zu schreiben, halte ich für NICHT AUFRICHTIG.
Wenn ich "normal" über etwas, was mich stark berührt und worin ich mir in meiner Auffassung völlig SICHER bin, nachdenke oder rede oder schreibe, dann will ich doch nicht ständig meine eigene, mir selbst gegenüber aufrichtige Sicherheit der Auffassung selbst relativieren müssen!
Wenn ich ständig relativiere, dann grabe ich meinem Enthusiasmus für die Sache einfach das Wasser ab. Dann zerstöre ich durch dieses "politisch korrekte" Selbstzensieren und Selbst-Unterminieren all das, was mich eigentlich zu einem echten Freund der Sache gemacht hat.
Übrig bleibt eine lau-kalte Einstellung der Art "Das kann man so sehen, oder auch anders. Beides ist OK. Gut, daß wir darüber geredet haben." - Das halte ich für NICHT erstrebenswert.
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Dann hast Du hoffentlich auch nichts dagegen, wenn Dich die GENERVTEN lieber aus ihrem Forum rausschmeißen würden, oder?
Wenn mir jemand erzählt, nein - damit KOKETTIERT!, daß er nur zum Ärgermachen in ein Forum geht, dann finde ich das nicht wirklich charmant. Eher im Gegenteil.
So etwas gibt es auch beim Fußball. Das ist dort als Hooligan-tum bekannt. Die interessieren sich NIE für die Sache, sondern die haben das "Charakter-Edge", daß sie lieber dort Ärger machen wollen und sich rumschlägern wollen. Auch nicht "charmant".
Nicht "einfacher", sondern es ist eine Frage, ob das geschilderte Problem bei denen, die einfach nur die Originalregeln verwenden wollen, überhaupt AUFGETRETEN ist, bzw. ob sie die Problemschilderung überhaupt richtig VERSTANDEN haben.
Glaub mir, da liegst du bei mir was DSA angeht jedoch meilenweit falsch. Es geht eher darum dass ich gerne andere Aspekte einbringe. Aspekte die es sich manchmal lohnt zu überdenken und darüber zu diskutieren.
Die oftmals sehr schreckartige Abneigung gegen sowas wie sie früher in dem entsprechenden Forum vorkam ist etwas das ich gerne persifliert habe.
Mit hooliganhaftem Rumpöbeln hat das nichts zu tun.
Zum justen Beispiel: Der Vorschlag mit Rolemaster kann sowohl als O-Ton verstanden werden als auch als freundlicher Hinweis. Für diesen Thread macht das jedoch keinen Unterschied außer dass man bei Hinweisen dieser Art eben anhand des Users und seinem Schreibstil abschätzen muss ob der Vorschlag als freundlicher Hinweis oder als Totschlag-Argument gemeint ist.
Ich bin da sehr schmerzresistent und gehe erstmal pauschal von gutem Willen aus =)
Ich lese das genau wie Zornhau vermutet hat, als scherzhaften Hinweis, dass hier zu kompliziert gedacht wird. Im letzten Satz wird der Vorschlag des Herrn der Nacht sogar explizit - unter den gegebenen Zielen - für gut befunden.
Puh, dann ließ ausgerechnet mal den Thread weiter. Ein sehr gutes, exemplarisches Beispiel für Beharrlichkeit und Diskussionsunfreude. Was das Regelwerk sagt, das wird schon richtig sein, lese ich da aus dutzenden Beiträgen. Zumal die von mir angeprangerte Regeländerung sogar eine erst nachträglich zugeschobene war und meine "Hausregel" eher einen Kompromiss zwischen DSA 4.0 und 4.1 darstellt.
Aber es ist gerade im DSA Forum nunmal so dass Dinge die von Usern geschrieben/erdacht werden und welche die man gedruckt im Regelwerk liest, mit zweierlei Maß gemessen werden.
Erstere im Zweifelsfall kritisch bis ablehnend, letztere im Zweifelsfall als "Nützlich", "realistisch", "sinnvoll" oder "ist halt so".
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Es geht eher darum dass ich gerne andere Aspekte einbringe. Aspekte die es sich manchmal lohnt zu überdenken und darüber zu diskutieren.
Ist das nur DEINE Auffassung zur Aufnahme Deiner Beiträge, oder teilen das die anderen dort schreibenden und lesenden User ebenfalls?
Ich frage, weil ich für mein Empfinden schon viel ZU OFT Leute erlebt habe, die so mit sich und ihrer eigenen, natürlich stets völlig tadellosen, ja geradezu als "selbstlos" selbstwahrgenommenen Einstellung beschäftigt waren, daß sie meinten, sie würden doch "lohnende andere Aspekte einbringen", während ALLE ANDEREN diese nur als provokant, nervtötend, störend empfunden haben.
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Übrig bleibt eine lau-kalte Einstellung der Art "Das kann man so sehen, oder auch anders. Beides ist OK. Gut, daß wir darüber geredet haben." - Das halte ich für NICHT erstrebenswert.
Seh ich genauso. Allerdings meine ich, dass der Begriff Pulp im Zusammenhang mit Cthulhu durchaus eine gewisse Objektivität hat, und dass die Abwehr dagegen eher diffus ist und auf einem falschen Bild beruht.
Und weil das leidenschaftslose "Kann man so sehen, kann man auch anders sehen" zu nichts führt, finde ich es ja so bedauerlich, dass bei kritischen Diskussionen über Regelssysteme eben viel zu oft von der Sache weggesteuert wird und hin zu diesem: "Na, dann hast du einen anderen Geschmack und solltest vielleicht etwas anderes spielen." Das erscheint mir einfach faul - man versucht, jemanden in ein anderes Körbchen zu sortieren (entweder freundlich und wohlmeinend oder manchmal eben auch abkanzelnd) und muss sich dann nicht mehr mit der Sache selbst beschäftigen.
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Du hast recht, das liest sich, wenn man den unterstellten Subtext weglässt, tatsächlich eher gutgemeint ... gerade deshalb frage ich mich ja, warum ich bei so was gleich extrem genervt reagiere und ob es anderen ähnlich geht!
Du surfst nicht im Bewußtsein "Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!" auf RSP-Seiten? (außer natürlich dem Tanelorn) Das könnte der/dein Fehler sein.
Ernsthaft; siehst du dahinter eine anti-Intellektuelle Haltung, die dich auf die Palme bringt? Ein Wegbügeln, Verweigern, Verdrängen? Defensiven Kinderkram, der eines Erwachsenen unwürdig ist?
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@ Zornhau
Teils teils, es gab Autoren die meine Diskussionsfreude begrüßten, dann sicherlich auch einige denen ich mit meiner offenen Schreibe eher auf die Füße getreten habe.
Aber wie gesagt, das ist doch für den Thread unerheblich.
Achamanian hat das ja sicherlich nur als Beispiel genommen weil ihm just daran der Gedanke zu diesem Thread kam. Es könnte auch jedes andere Beispiel sein bei dem ein anderes Regelwerk vorgeschlagen wird.
Ich habe gerade heute selbst in dem genannten DSA-Forum einem anderen User ein anderes Regelwerk ans Herz gelegt, nicht aus Missionierungswillen sondern aus oben genannten Gründen. Manchmal glaubt man eben die Problemlösung auf die Fragestellung eines Users im Vorschlagen eines anderen Systems gefunden zu haben. Ob man damit richtig liegt weiß man natürlich nicht, aber ich bin zumindestens der Meinung das es genügend Systeme gibt die es sich auszutesten lohnt, bevor man zu irgendwelchen verkorksten Hausregeln oder Regelhybriden greift.
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Und würden BEIDE Beteilgten an diesem Konflikt stets nicht in ABSOLUTEN Äußerungen (Cthulhu ist so), sondern in persönlich bezogenen Äußerungen (MEINE Auffassung von Cthulhu ist so) schreiben, dann gäbe es auch diese Kollisionen nicht.
Aber Achamanian ist doch Experte in allem. Schließlich hat er 50% der Pegasus Werke zu Hause*, was in zum Experten in Sachen Pulp macht! An so einer umumstößlichen Qualifikation KANN und SOLLTE man einfach nicht rütteln und dass von ihm gesagte einfach als GOTT GEGEBEN hinnehmen.
[EDIT]Übrig bleibt eine lau-kalte Einstellung der Art "Das kann man so sehen, oder auch anders. Beides ist OK. Gut, daß wir darüber geredet haben." - Das halte ich für NICHT erstrebenswert.
Seh ich genauso.
Wieso fällt es Dir dann so schwer, dich selbst danach zu richten?
* Ich persönlich habe übrigens auch ca. 50% zu Hause und kenne jemanden, der alles zu Hause hat, und die Charakterbögen entworfen und am Niemandsland-Band mitgearbeitet hat. Macht mich das jetzt zu einem größeren Experten?
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Naja, eskommt drauf an, wie man die Intention des Fragenden interpretiert. Wenn ich da lese, er will nur einen Mechanismus ändern, dann ist Systemempfehlung eher Blödsinn.
Wenn ich denke, er ist mit dem ganzen Stil eines Regelwerks unzufrieden, und ich denke er hat null Ahnung, was es alles gibt, dann empfehle ich auch mal.
Übrigens muss ich sagen, so schlecht ist das Alveran Forum nicht. Wenn man sich dran gewöhnt hat. Es gibt da genug Vernünftige, zwischen Idioten, zugegeben.
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Aber Achamanian ist doch Experte in allem. Schließlich hat er 50% der Pegasus Werke zu Hause*, was in zum Experten in Sachen Pulp macht! An so einer umumstößlichen Qualifikation KANN und SOLLTE man einfach nicht rütteln und dass von ihm gesagte einfach als GOTT GEGEBEN hinnehmen.
Genau! ;D
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Ja, Danke, jeman den ich respektiere, der muss sowihl Laurin als auch Pegasus zu 50% haben.
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Ja, Danke, jeman den ich respektiere, der muss sowihl Laurin als auch Pegasus zu 50% haben.
Ich hab Laurin zu 100%. Damit bin ich eigentlich schon kein Großer Alter mehr, sondern ein Äußerer Gott! Wahnsinn!
Aber mal ehrlich: Wie soll ich sonst glaubhaft machen, dass ich Cthulhu nicht aus dem Bauch heraus für Pulp halte, sondern dass ich das System gut kenne (Vielleicht sogar besser als Zornhau, der ja gleich die an der Sache vorbeigehende Erklärung parat hatte)? Und ich bin beileibe kein Experte für alles (ich hab ja noch nicht mal Savage Worlds gespielt), aber für und über Cthulhu sowie über Lovecraft schreibe ich jetzt schon seit Jahren, deshalb finde ich es halt komisch, mich da belehren lassen zu müssen ... UNd RM habe ich halt ein Weilchen gespielt, wenn auch nur auf Basis des deutschen Laurin-Regelwerks, da gab's halt kein Zielen. Also hatte ich in der Beziehung halt Unrecht.
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Wie soll ich sonst glaubhaft machen, dass ich Cthulhu nicht aus dem Bauch heraus für Pulp halte, sondern dass ich das System gut kenne (Vielleicht sogar besser als Zornhau, der ja gleich die an der Sache vorbeigehende Erklärung parat hatte)? Und ich bin beileibe kein Experte für alles (ich hab ja noch nicht mal Savage Worlds gespielt), aber für und über Cthulhu sowie über Lovecraft schreibe ich jetzt schon seit Jahren, deshalb finde ich es halt komisch, mich da belehren lassen zu müssen ...
Vermutung: Dir paßt es nicht, daß Du "belehrt" wurdest, weil dies Deinen selbstwahrgenommenen Status als Experten in Frage stellt. Das ist ein - vermutlich nicht einmal als solcher beabsichtigter - von Dir wahrgenommener Angriff auf der Beziehungsebene.
Um solche "Angriffe des Status durch Belehrungen" nicht ständig erleiden zu müssen, ist es hilfreich seinen zunächst einmal ja nur SELBST wahrgenommenen Status als Experte so nach außen zu tragen, daß er auch von den ANDEREN Kommunikationsteilnehmern wahrgenommen und akzeptiert wird.
Wie man das genau macht, das hängt sehr von der Persönlichkeit ab. Aber es geht.
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Vermutung: Dir paßt es nicht, daß Du "belehrt" wurdest, weil dies Deinen selbstwahrgenommenen Status als Experten in Frage stellt. Das ist ein - vermutlich nicht einmal als solcher beabsichtigter - von Dir wahrgenommener Angriff auf der Beziehungsebene.
Durchaus produktiver Ansatz!
Eigentlich würde ich das Problem natürlich gerne den Leuten zuschieben, von denen ich mich belehrt fühle, und sagen: "Sollen die sich doch erst mal gut informieren, bevor sie sich einbilden, schlaue Tipps geben zu können!"
Da ich aber gerade nachgewiesenen Unsinn über Rolemaster behauptet habe, würde ich mir damit wohl ins eigene Fleisch schneiden ...
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@ Achamanian
Ich hab leider gar keine Ahnung vom Mythos, mich würde allerdings sehr interessieren was Cthulhu für dich zum Pulp macht. Insbesondere um meinen eigenen Pulp-Begriff / mein Verständnis von Pulp zu erweitern :).
Gerade im Rollenspielbereich halte ich btw. das Label Pulp btw. überhaupt nicht mehr für negativ belegt. Da gab es erstens in den letzten Jahren eine richtige Explosion an Spielen, die sich diesem (Über-)Genre wieder bedienen und zweitens halte ich Pulp für einen großartigen Modus fürs Rollenspiel:
Plup bedeutet für mich (aus dem Bauch raus^^), dass ich als Spieler mir die Schüssel richtig voll machen darf ohne gleich dafür bestraft zu werden. Es gibt jede Menge Drama, welches ganz klar manchmal ein klein wenig zu dick aufgetragen wird, aber eben nicht "bemüht" und "gezwungen ernst" wirkt. Pulp heißt man plant nicht ewig, sondern konzentriert sich auf das wesentliche: Die Bangs, die Dilematas, die Action, die Charaktere.. und vergisst dabei nicht, dass man alles mit einem kleinen Augenzwinkern betrachten sollte. Pulp kennt keine epischen Plotlines; klar gibt es große Dinge zu tun, aber die sind in einer handvoll Sitzungen abgeschlossen und man kann sich neu orientieren. Pulp ist: "Go with the flow and sweat the details" :).
Jaja ich weiß, ein bisschen OT, aber ich finde die Fragestellung einfach zu spannend um nicht drauf einzugehen^^.
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Erik Erikson schreibt es eigentlich schon, es kommt auf die Intention der Frage ab.
Wenn ich schreibe, ich möchte gerne bei System X diese Regel ändern, die mir nicht gefällt, dann bedeutet das, ich will Vorschläge höhren, wie man das verhausregeln kann. Ein Verweis auf die Handhabe eines anderes Systems mit dem Vorschlag, dieses zu übertragen ist natürlich auch legitim.
Ein Vorschlag des Systemwechsels, wenn mit ein paar Details nicht gefallen, der Großteil des Systems aber eindeutig beibehalten werden soll, geht über das Ziel hinaus. Das wollte der Fragende im Zweifellsfalle eindeutig nicht.
Und da ZH ja wieder auf meine Postings im SW Forum einging:
Das war ja nunmal ein Thread, bei dem schon aus dem Titel ein Systemvergleich hervorging. Da ist es doch klar, dass auch die Spieler des anderen Systemes dort mal nachsehen und ihr System verteidigen. Und wenn noch gesagt wird, dass alle Spieler kurze Kämpfe wollen, das bei mir aber nicht stimmt, dann sage ich das.
Ich würde SW zum Beispiel durchaus mal testen, aber dafür fehlt hier ein SL. Denn da bei mir der Funke nicht übergesprungen ist, werde ich es nicht leiten, nur um es mal zu testen; und ich kenne in meiner Umgebung niemanden, der es leiten kann.
Wenn sich also jemand der SW gut kennt mal nach Norden verirrt, dann wäre ich einer Testrunde nicht abgeneigt.
Vielleicht ist ja jemand auf dem Nordcon.
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@ Achamanian
Ich hab leider gar keine Ahnung vom Mythos, mich würde allerdings sehr interessieren, was Cthulhu für dich zum Pulp macht. Mich interessiert das insbesondere um meinen eigenen Pulp-Begriff zu erweitern :).
Ich bin nun nicht Achamanian, aber die Geschichten von Lovecraft sind Pulp, weil sie eben ursprünglich meist in Pulpmagazinen erschienen sind.
Gerade im Rollenspielbereich halte ich btw. das Label Pulp btw. überhaupt nicht mehr für negativ belegt. Da gab es erstens in den letzten Jahren eine richtige Explosion an Spielen, die sich diesem (Über-)Genre wieder bedienen und zweitens halte ich Pulp für einen großartigen Modus fürs Rollenspiel:
Ich kann das Wort "Pulp" schon fast nicht mehr hören, und meinen tun die Leute, wenn sie das sagen, meistens auch nur überlebensgroße 30er-Jahre-Archäologen, die in der Hohlwelt gegen Nazischergen und maskierte, doppeldeckerfliegende Gorillas kämpfen.
Das "Pulp" eigentlich vom Kriegsdrama bis zur Bergdoktor-Schmonzette die gesamte Trivialliteratur umfasst, wen interessiert denn das?
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Endlich sieht das mal jemand genauso. Ich könnt bei dem Wort jedesmal abkotzen.
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@Horatio:
Mit dieser Übernahme des Pulp-Begriffs im RSP bin ich jetzt wieder nicht so vertraut ...
Für mich ist Pulp erst mal eher die Tradition der "Schundliteratur" mit ihren typischen Motiven. "Schund" heißt hier erstmal für wenig Geld und meist auch schnell produziert und mit Blick auf ein (oft begrenztes) Publikum. Billig, oft auch reißerisch, aber eben nicht unbedingt schlecht. Der Begriff "Pulp" kommt ja vom billigen Pulpe-Papier. Und ein Großteil von dem, was heute als Klassiker im Bereich des Phantastischen gilt (Lovecraft, Fritz Leiber, Robert E. Howard, C.A. Smith, Philip K. Dick, Cordwainer Smith, der frühe Isaac Asimov ...) war seinerzeit eben Pulp. Klar war das allermeiste in dem Bereich Mist, aber es gab eben auch echte Perlen, und die waren und sind trotzdem Pulp.
Und die inhaltlichen Motive (die erst mal nichts mit dem Spielsystem zu tun haben) kommen bei Cthulhu eben direkt aus dem klassischen Pulp-Inventar: Irre Ärzte, Hexenrituale, Monstergötter, finstere Kulte, Geheimorganisationen, grausige Leichenfunde ... mit all diesen Elementen schlägt Cthulhu vor allem in die Richtung aus, die Lovecrafts Geschichten zu Pulp gemacht hat.
In vieler Beziehung wollte Lovecraft sich ja auch vom Pulp abgrenzen, etwa mit dem Begriff des "Cosmic Horror". Und das ist ihm auch insofern gelungen, dass wenige andere Pulp-Autoren ein so eindringliches und philosophisch interessantes Horror-Konzept entwickelt haben. Aber gerade der Cosmic Horror ist ja das Lovecraft-Element, dass das Rollenspiel Cthulhu praktisch gar nicht in den Griff kriegt. Es wird zwar nominell immer wieder angesprochen, aber mir fällt kein einziges Cthulhu-Abenteuer ein, der Cosmic Horror in dem Sinne zum Ausdruck bringt, wie das bei "The Color out of Space" oder "Mountains of Madness" gelingt.
Der Cthulhu-Mythos ist ja nicht zu verwechseln mit dem Konzept des Cosmic Horror. Mit letzterem war es Lovecraft bitterernst, über ersteren hat er sich als "Yog-Sothothery" lustig gemacht und allgemein zusammen mit Autorenkollegen auch viel Spaß beim Rumblödeln mit diversen Göttern und Monstren gehabt. Und das ist es letztlich, was auch das Cthulhu-RSP macht - mit dem Cthulhu-Mythosinventar spielen. Und das macht Spaß und ist völlig in Ordnung, und es steht definitiv in der Pulp-Tradition.
Dass insbesondere die Pegasus-Produkte hochwertig sind und dass historische Details in ihnen oft hervorragend recherchiert sind, ist ja unbestritten, aber das ändert für mich nichts am Motivkern der allermeisten Cthulhu-Abenteuer. "Grauen in Arkham" ist von vorne bis hinten Pulp, "Nocturnum" ist Pulp, und das tolle Abenteuer "Ewiges Eis" aus dem Expeditionen-Band ist Pulp hoch drei!
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Was der Begriff "eigentlich" bedeutet ist völlig egal. Wichtig ist WIE ihn die Leute benutzen. Wenn ihn die Leute heute eher für 30er Jahre Archäologenhelden benutzen und in vielen Jahren nur noch dafür, dann BEDEUTET er es auch. Ich darf da mal an Trittbrettfahrer erinnern.
So (scheisse) ist das eben mit Sprache.
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Was der Begriff "eigentlich" bedeutet ist völlig egal. Wichtig ist WIE ihn die Leute benutzen. Wenn ihn die Leute heute eher für 30er Jahre Archäologenhelden benutzen und in vielen Jahren nur noch dafür, dann BEDEUTET er es auch. Ich darf da mal an Trittbrettfahrer erinnern.
So (scheisse) ist das eben mit Sprache.
Pulp wird aber nun mal auf viele Arten verwendet. Dass Pulp eine bestimmte Art von Rollenspielmechanik bezeichnen soll, ist z.B. mir nun wieder völlig neu. Und bei dieser Unüberschaubarkeit halte ich mich doch lieber an eine historisch begründete Definition, die zumindest im Literaturbereich derzeit Gültigkeit hat.
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@viele Arten: Das stimmt. Aber die, die sich durchsetzt, gilt halt ab dann. Da kann man noch so oft abkotzen, ich hab's nicht erfunden.
Und? "surfen" wir heute wieder im Internet? Ich hab leider mein Brett vergessen.
Pulp und Rollenspielmechanik haben auch nicht (viel) miteinander zu tun, wie kommst du darauf?
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Pulp und Rollenspielmechanik haben auch nicht (viel) miteinander zu tun, wie kommst du darauf?
Hat Horatio gerade so erklärt, ergibt auch Sinn - war mir nur neu.
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Ich fürchte, für Belange der Rollenspiel-Diskussionen muss der Begriff "Pulp" demnächst auf denselben Dachboden weggesperrt werden, auf dem auch schon "Immersion", "Plot" und "Railroading" ihr trauriges Dasein fristen als Begriffe, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jeden Thread bei erster Erwähnung killen. ;)
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Meinst du den Post?
http://tanelorn.net/index.php/topic,55112.msg1104801.html#msg1104801
Von Rollenspielmechanismen hat er da eigentlich nichts gesagt. Wobei der Stil den Mechanismus natürlich beeinflusst. Das hat aber nix mit Pulp zu tun, sondern ist in jedem RPG so.
Oder sagen wir mal der Stil SOLLTE den Mechanismus beeinflussen, in vielen schlechten RPGs tut er es ja eben nicht (WoD Anyone?).
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Ich kann das Wort "Pulp" schon fast nicht mehr hören, und meinen tun die Leute, wenn sie das sagen, meistens auch nur überlebensgroße 30er-Jahre-Archäologen, die in der Hohlwelt gegen Nazischergen und maskierte, doppeldeckerfliegende Gorillas kämpfen.
QFT, wie man so sagt. Edit: Du hast allerdings die Steampunk-Gadgets vergessen. ::)
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Regen andere sich auch gerne unerhältnismäßig über solche Antworten auf? Oder bin ich da als einziger überempfindlich?
Mich nervt es, wenn jemand nur einen Titel hinrotzt, ohne jegliche Erklärung. Noch schöner ist, wenn jemand nicht mal den vollen Titel nennt, sondern nur die Abkürzung eine unbekannten Spiels. "Nimm doch P&G!" Bla. "Leck mich."
Mich nervt es, wenn jemand keinen Link setzt. Am besten heißt das Rollenspiel noch "Protect" oder "Darkness" oder noch allgemeiner, so dass man bei Google alles mögliche bekommt, nur nicht das Rollenspiel.
Weiterhin bin ich nicht begeistert, wenn das empfohlene Spiel nicht kostenlos ist. Wenn ich eine Hausregelvariante für mein System suche, kaufe ich mir garantiert keine 5 Regelwerke zur Durchsicht, die mir ohne Begründung empfohlen werden.
Wie wäre es optimal? Wenn der Empfehler einen Link zum Spiel setzt und (besonders wenn das Spiel nicht kostenlos ist) kurz erläutert, warum es für das aufgeworfene Problem zur Durchsicht zu empfehlen ist. "P&G[Link] verwendet einen schwarzen und einen weißen w6. Beide werden geworfen, das höhere Ergebnis zählt für die Probe und wird mit deiner Fertigkeit verrechnet. Schwarzer Würfel gibt Minuspunkte, weißer Würfel Pluspunkte. Damit bekommst du genau die Wahrscheinlichkeitsverteilung, die du anstrebst."
Solche Empfehlungen wünsche ich mir jederzeit.
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Da kann ich nur zustimmen. :d
Eine Empfehlung ohne Begründung macht nicht viel Sinn, denn wenn der Ratsuchende das System nicht kennt, kann man nicht voraussetzen, dass er weiß, warum man das jetzt empfiehlt.
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Öhm, ich glaube ich wurde da falsch verstanden. Also was ich unter "pulpigem Rollenspiel" verstehe ist ganz allein auf meinem Mist gewachsen^^.
Die einzige halbwegs objektive Aussage in dem Post war, dass es in den letzten Jahren eine Menge RPGs auf den Markt gekommen sind, die das Thema Pulp aufgreifen: Einige SW Settings (bspw. Slipstream, DL), SotC, SBA, HEX, John Sinclair, Rocketship Emires u. a.
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Jedes Rollenspiel ist "pulp".
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QFT, wie man so sagt. Edit: Du hast allerdings die Steampunk-Gadgets vergessen. ::)
dito, wie man janz früher sagte.
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Mich nervt das nur, wenn die Antwort auf alles und jedes Savage World heißt. ;)
Dich nervt doch nur die Tatsache daran (;
@Topic:
Och mich nervt das nicht im geringsten. Der User der das sagt ist nur von seinem System überzeugt, ich kann mir nicht vorstellen, daß da eine böswillige Absicht dahinter steckt.
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Noch schöner ist, wenn jemand nicht mal den vollen Titel nennt, sondern nur die Abkürzung eine unbekannten Spiels.
Einige SW Settings (bspw. Slipstream, DL), SotC, SBA, HEX, John Sinclair, Rocketship Emires u. a.
So wie hier z.B.? Vor allem, wenn die Abkürzugen nicht Eindeutig sind? Ich frage mich z.B. gerade, was das Dragonlace-Setting (DL) mit Star Wars (SW) zu tun hat... ::) Und bei den anderen Abkürzungen habe ich nicht die leiseste Spur, was es sein soll oder könnte...