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Pen & Paper - Spielsysteme => Shadowrun => Thema gestartet von: Joerg.D am 14.05.2010 | 11:11
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Inspiriert von der Serie Hustle (unehrlich währt am längsten) wollen zwei potentielle Spieler von mir gerne eine SR Kampagne in die Richtung spielen. Es wird also weniger um Gewalt gehen, sondern eher um Kleinverbrechen und Betrug in der vierten Welt.
Das Problem sehe ich bloß in dem Fehlen von "echtem Geld". Hat jemand von Euch Erfahrungen mit so einer Kampagne?
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In der vierten Welt?
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Echtes Geld das als Coolness-Faktor (riesige Geldkoffer) , ja da hast du sicher recht.
Aber sonst, es gibt genug "Wertgegenstände" (Kühlschränke, Drogen, Daten, Briefmarken, Bilder, Mamorstatuen, Sexfilmchen von Promis... )
die man stehlen kann.
Ich hab nur ein einzelnes Abenteuer geleitet dass in die Richtung ging, (der Diebstahl einer Mamorsäule / Phallussymbol) der Schwerpunkt lag auf Organisation (es gab eine Festsumme im Voraus aus der Sie den Run organisieren mussten, was übrig blieb war ihre Bezahlung). Dazu kamen Reiseimpressionen und Bluffen, ganiert mit einem optionalen Kampf der aber umgangen wurde. (Wozu hat man vorhin so perfekt geblufft).
Was dabei auffiel war, da das Abenteuer nur ganz grob vorskizziert war musste ich viel Handwedeln, bzw. Dinge abnicken die mir plausibel erschienen.
Wenn man das mehr gamistisch haben will braucht man für sowas wohl ein System.
Für den klassischen Einbruch hingegen gibts ja genug Regeln.
Noch ein Nachtrag zum Geld,
das kann IMHO ja immer noch auf Rechnern liegen die nicht an die Matrix angeschlossen sind.
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Warum sich mit dem Fluff belasten, dass es bei Shadowrun keine richtige harte Währung mehr gibt, wenn eben dieser Fluff einer Kampagnenidee zuwider läuft? Oder gibt es geheiligte Steintafeln wo eingemeißelt steht "Du darfst als SL bei SR nicht einführen grüne Dollar(Nuyen)scheine"?
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@ Skidz
Weil ich dieses System gerne by the Book spiele. Wenn man zu viel an der Welt dreht wird sie schnell unglaubwürdig und SR ist eh schon an diversen Enden recht schwer zu begreifen.
@Tourist
Ich will schon mehr den Klassiker ohne Schieber und Auftrag. Ich würde mehr auf ein lebendiges Netzwerk setzen, in dem sich die Jungs bewegen und ihre Dinger durchziehen.
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Bis zur dritten Edition gab es doch noch Geldscheine, sie waren bloß unbeliebt, und wurden kaum erwähnt.
(Ich habe aber jetzt keine Lust, die Seitenzahlen rauszusuchen...)
Mit der vierten Edition kenne ich mich leider überhaupt nicht aus, aber checksticks wirds doch dort wohl auch noch geben?
Aber wenn du die Charas in den Untergrund steckst, gibt es genügend guten Grund, das die dort eine nicht-elektronische Währung verwenden, das du die gerne einführen kannst. Ich gebe dir die Erlaubnis und Plotideen obendrein:
Die Yakuza, Vory und die Italos drucken jede ihre eigene Untergrund-Währung. Was wenn einer fälscht?
Die Ork-Ghetto-Gangster nehmen nur Edelmetalle und Munition. Aber wenn die Charas mal dumm anstoßen, wird der Gold-schätzer der Orks sie als Fälscher anschwärzen, und die Orkgang, auf die die Charas gerade angewiesen sind, ist sauer.
Wer hat die Wanze in die Antiken Münzen gesteckt, die von den Magiern heißbegehrt sind, und die diese als Währung aktzeptieren?
Ich verstehe gut, das du gerne by the book spielst, ist bei mir ähnlich (ich vergesse irgendwann alles was nicht aufgeschrieben ist, das ist doof für die Konsistenz). Aber wir reden hier von SR. Obs nun Geld gibt oder nicht, macht nicht mehr viel aus, finde ich.
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Zertifizierte Credsticks sind funktional genau das Selbe wie Bargeld bzw. sind by the book sogar anonymer als Bargeld.
Die liegen halt wohl nur nicht irgendwo in einer Bank auf einem riesengroßen Haufen, aber gerade als Ersatz für den "Koffer voller Geld" sind sie doch perfekt.
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Jau, die Credstick-Route würd ich auch einschlagen. Die gibts sicher kofferweise in diversen Mafia-Etablissements.
Kunstwerke bieten sich natürlich auch immer an, oder Autos.
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Oder du siedelst das Ganze einfach ein paar Jahrzehnte früher an ;)
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Ausserdem muß es ja nicht Geld sein. Laß die Truppe in das Lager einer Edelsteinbörse oder so einsteigen, oder in das Lager eines Auktionshauses kurz vor der Versteigerung von einigen teueren Bildern.