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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D4E => Thema gestartet von: DelightfulDying am 21.05.2010 | 09:12

Titel: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: DelightfulDying am 21.05.2010 | 09:12
Anmerkung der Moderation: Dieses Posting war vorher in diesem Thread http://tanelorn.net/index.php/topic,55383.0.html

Um Die Problematik mit der 4th Ed mal auf den Punkt zu bringen (warum viele sie weniger als RPG sehen als seine Vorgänger). Es ist kampflastiger, hat weniger Möglichkeiten, einen Char für Gesellschaftliche und "Nicht-Kampf-Fähigkeiten" zu schulen und hat auch viele Zauber und Items entfernt, die einfach nicht hätten gehen müssen.

Was die Skills betrifft schaut euch doch mal die Liste an ... wieviele sinds denn noch in der 4. Ed??? Dazu noch dieses system mit dem 1/2 Lvl als Bonus und dafür nur fest +3 bzw +5 ... keine Punkte mehr zum verteilen ... Weniger Vielfallt = Weniger Möglichkeiten = Weg von dem Prinzip eines in meinen Augen zuvor guten RPGs

Was die Zauber betrifft brauch ich glaube ich nichts zu erwähnen ... schaut euch die Liste im Spielerhandbuch der 3rd oder auch 2nd Ed und dann die Liste der Powers und Rituale aus der 4th ... Lächerlich.

4th Ed ist weg vom RPG hin zum Dungeon-Crawl (oder eben von Kampf zu Kampf geschaukel (Siehe vorgefertigte Abenteuer))
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Samael am 21.05.2010 | 10:46
Dungeon-Crawl *ist* RPG.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Bathora am 21.05.2010 | 10:48
Dungeon-Crawl ist RPG, Kampf ist RPG.
Hier einen WIderspruch aufzumachen, wo keiner ist, ist nicht zielführend.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 21.05.2010 | 10:49
Es ist kampflastiger,
Ist es nicht die Entscheidung von SL/Spieler wie kampflastig eine Runde laeuft?
Zitat
hat weniger Möglichkeiten, einen Char für Gesellschaftliche und "Nicht-Kampf-Fähigkeiten" zu schulen
Meine (inzwischen fast 2 Jahre) Spielerfahrung zeigen da anderes.
Bei Rogues/"Intelligenzbolzen" oder anderen Charaktertypen die in 3.x viele Skillpoints zur Verfuegung haben mag das vielleicht stimmen, aber gerade Klassen die kaum Skills haben kommen in 4e besser weg als in 3.x
Weiterhin ist es in 4e nur ein Feat um einen Skill genausogut zu koennen wie jemand der ihn bei der Charaktererschaffung genommen hat, waehrend man in 3.x die Skillpoints von 1-2 (bei hoeheren Stufen/niedrigen Skillponts evtl. sogar mehr) Stufen braucht um auch nur halbwegs auf aehnliche Werte zu kommen.
Zitat
und hat auch viele Zauber und Items entfernt, die einfach nicht hätten gehen müssen.
Welche waeren das und warum haetten sie nicht gehen muessen?
Zitat
Was die Skills betrifft schaut euch doch mal die Liste an ... wieviele sinds denn noch in der 4. Ed???
17
Die umfassen aber teils mehrere Skills (Perception beinhaltet jetzt Search, Spot und Listen, Stealth beinhaltet Hide und Move Silently, ...) die selten einzeln gesteigert werden (oder ... wuerden wenn man die Moeglichkeiten - Skillpoints/Class Skills - dazu haette)
Zitat
Dazu noch dieses system mit dem 1/2 Lvl als Bonus
Das "Lebenserfahrung" simuliert.
Hoeherstufige Charaktere kriegen auch Sachen mit die sich nicht unbedingt in Skillpoints/trained Skills auswirken.
Zitat
und dafür nur fest +3 bzw +5 ... keine Punkte mehr zum verteilen ...
Gute 90-95% aller verteilten Skills die es in meiner 3.x-Zeit gab hatten den Skill auf Maximum, der Rest war meistens auf 1 um den Skill auch "trained" einsetzen zu koennen.
Zitat
Weniger Vielfallt = Weniger Möglichkeiten = Weg von dem Prinzip eines in meinen Augen zuvor guten RPGs
Weniger Vielfalt?
Ich habe weit mehr nahezu identische Charaktere in 3.x erlebt als ich es in 4e erlebt habe.
Zitat
Was die Zauber betrifft brauch ich glaube ich nichts zu erwähnen ... schaut euch die Liste im Spielerhandbuch der 3rd oder auch 2nd Ed und dann die Liste der Powers und Rituale aus der 4th ... Lächerlich.
Bisher hatte ich noch keinen Spieler erlebt der mir gesagt haette, dass er nicht wuesste welche Level X Power er waehlen sollte, hoechstens dass er nicht wusste welche von 2-3 die er gerne gleichzeitig haette.
Was bringt einem eine Spruchliste von 50-100 Spruechen pro Spruchstufe wenn ich nur eine Handvoll davon ueberhaupt wirken kann?
Zitat
4th Ed ist weg vom RPG hin zum Dungeon-Crawl (oder eben von Kampf zu Kampf geschaukel (Siehe vorgefertigte Abenteuer))
Die vorgefertigten Abenteuer von WotC waren noch nie besondere Leistungen des Abenteuerdesigns. Dungeoncrawl gab es schon zu (O)D&D-Zeiten...
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Scorpio am 21.05.2010 | 10:52
Elemente wie Skill Challenges und Quest-Belohnungen sind frei von Kämpfen und geben XP wie auch Gold / Gegenstände. Das gab es in keiner vorherigen Edition ab Grundregelwerk so ausformuliert, sondern nur via Handwedelei des SLs. Ansonsten gab es den Kram nur für das Umholzen der Gegner.

Damit ist D&D 4E die rollenspielfreundlichste Edition, weil man auch für etwas anderes als Kämpfen belohnt wird. So.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 6 am 21.05.2010 | 10:56
@DelightfulDying:
Leider sind Deine Beobachtungen falsch.
Die Skillliste ist kleiner geworden. Das ist richtig. Aber dadurch hast Du jetzt noch mehr Möglichkeiten als vorher, diese einzusetzen.

Unverständlich? Ich bringe mal ein Beispiel:
Du hast als Klasse den Psion und hast Dich mit Deinem Kumpel vor einer Suchtruppe im Wald versteckt. Diese kommt Euch gefährlich nahe. Zum Glück hast Du die Power Telepathie. Als sie direkt vor Eurem Gebüsch stehen, sendest Du einem der Wachposten: "Da drüben habe ich sie gesehen!".
Da wäre dann ein Bluff-Check fällig. Du hast Bluff(+5) gelernt und hast einen recht guten Charisma-Wert(+3). Da die Wachen jetzt nicht so die willenstärksten sind (Will-DC = 11), brauchst Du also effektiv mindestens eine 4 um die Wache zu überzeugen, dass sie wohl da vorne schauen sollen.
Solche DC sind übrigens relativ normal. Mit einem Barden brauchst Du als weiteres Beispiel eigentlich auf nicht mehr auf Diplomatie zu würfeln. Dein Diplomatiewert kann ohne große Spezialisierung auf 15(!) auf erster Stufe sein. Die höchste Schwierigkeit ist da normalerweise 15.

Anderes Beispiel:
Die Gruppe will zu einem Lager schleichen. Das würde in 3.X bedeuten, dass derjenige mit dem höchsten Move Silently-Wert nach vorne schleicht und der SL sich erstmal alleine mit diesem Spieler beschäftigt. Rest dreht Däumchen.
Bei 4E kann man da anders vorgehen: Jeder Charakter, der mitschleicht, würfelt einen Stealth-Wurf und wenn mehr Erfolge als Misserfolge existieren, dann ist die Gruppe als Ganzes vorgeschlichen. Die Leute mit Erfolgen haben dann logischerweise die Leute mit Misserfolgen entsprechend geholfen oder aus misslichen Lagen gerettet.
Titel: Re: D&D - Echt ätzend oder echt geil?
Beitrag von: Oberkampf am 21.05.2010 | 11:34
Um Die Problematik mit der 4th Ed mal auf den Punkt zu bringen (warum viele sie weniger als RPG sehen als seine Vorgänger). Es ist kampflastiger, hat weniger Möglichkeiten, einen Char für Gesellschaftliche und "Nicht-Kampf-Fähigkeiten" zu schulen und hat auch viele Zauber und Items entfernt, die einfach nicht hätten gehen müssen.

Was die Skills betrifft schaut euch doch mal die Liste an ... wieviele sinds denn noch in der 4. Ed??? Dazu noch dieses system mit dem 1/2 Lvl als Bonus und dafür nur fest +3 bzw +5 ... keine Punkte mehr zum verteilen ... Weniger Vielfallt = Weniger Möglichkeiten = Weg von dem Prinzip eines in meinen Augen zuvor guten RPGs

Was die Zauber betrifft brauch ich glaube ich nichts zu erwähnen ... schaut euch die Liste im Spielerhandbuch der 3rd oder auch 2nd Ed und dann die Liste der Powers und Rituale aus der 4th ... Lächerlich.

4th Ed ist weg vom RPG hin zum Dungeon-Crawl (oder eben von Kampf zu Kampf geschaukel (Siehe vorgefertigte Abenteuer))

Hurra, editionwar!

Ich verpack meine Antwort mal im Spoiler, denn im Grunde kennt man die beiden Argumente, und wer eh keinen Bock mehr drauf hat, muss meine "Pro-4E-Position" dann nicht mal sehen  :)

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Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Scylla am 21.05.2010 | 11:37
Ob eine Runde/ein System kampflastig oder nicht, entscheiden vor allem...
 
a; der Geschichtsschreiber (SL)
b; die Gruppe (ob sie Lösungen, insofern möglich, mit Gewalt oder gewaltlos lösen will)
c; Setting und geplante Kampagne

Ich weis beim besten Willen nicht, warum D4 dauernd als Nicht-RS oder als kampflastig angeprangert wird. Systeme wie Exalted, DSA und andere bauen auch viel auf Kämpfe (wenn auch nicht zwangsweise mit einem Brett-System), trotzdem habe ich noch nie gehört, dass eines von ihnen als "kampforientiert" oder "Ist-Kein-RS" bezeichnet wird.

Und: für mich waren genau diese tausend Zauber, die Magiercharaktere auf den höheren Stufen so abartig gemacht haben, der Grund, auf 4.0 zu wechseln...
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Scylla am 21.05.2010 | 11:50
Ich unterschreibe mal voll und ganz, was der Tümpelritter und Six da gepostet haben. Ganz meine Ansicht, hat aber wohl keinen Zweck, das nochmal pro Forma mit eigenen Worten zu posten, wenns schon so schön ausformuliert hier drin steht  ;)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 1of3 am 21.05.2010 | 13:47
Zitat
Was die Skills betrifft schaut euch doch mal die Liste an ... wieviele sinds denn noch in der 4. Ed??? Dazu noch dieses system mit dem 1/2 Lvl als Bonus und dafür nur fest +3 bzw +5 ... keine Punkte mehr zum verteilen ... Weniger Vielfallt = Weniger Möglichkeiten = Weg von dem Prinzip eines in meinen Augen zuvor guten RPGs

Es sind 16. Bei durchschnittlich 5 Charakteren in der Runde und durchschnittlich vier trainierten Fertigkeiten grade so viele, dass es nicht all zu viele Überschneidungen gibt, aber wahrscheinlich alle Fertigkeiten abgedeckt sind. Das sind zentrale Überlegungen, die man führt, wenn man ein Rollenspiel schreibt.

Aber du hast schon recht. Ich persönlich vermisse "Use Rope" ebenfalls über die Maßen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Scorpio am 21.05.2010 | 14:21
Aber du hast schon recht. Ich persönlich vermisse "Use Rope" ebenfalls über die Maßen.

Vergiss nicht "Intuit Direction"! Ich kann mir kaum noch vorstellen, einen Charakter darzustellen, der diesen Skill nicht hat. "Natur" ist ja nun wirklich kein Ersatz!

Ne, mal ehrlich: Wenn es euch gelungen ist, bei D&D3 Charaktere darzustellen, dann solltet ihr das auch bei 4E schaffen. Solange man nicht glaubt, dass alles was man machen kann und machen sollte nur auf Karten zu finden ist, sollte das kein Problem darstellen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Oberkampf am 21.05.2010 | 16:12
Aber du hast schon recht. Ich persönlich vermisse "Use Rope" ebenfalls über die Maßen.

Darüber hat meine Ex auch lange geklagt.
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Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: K!aus am 21.05.2010 | 16:19
Um Die Problematik mit der 4th Ed mal auf den Punkt zu bringen (warum viele sie weniger als RPG sehen als seine Vorgänger). Es ist kampflastiger, hat weniger Möglichkeiten, einen Char für Gesellschaftliche und "Nicht-Kampf-Fähigkeiten" zu schulen [..]

Das ist kein Problem, sondern ganz klar ein Bekenntnis dazu welchen Spielstil DnD unterstützen möchte. Und das ist meiner Meinung nach durchaus legitim.

Wer damit nicht klar kommt soll einfach DnD3.x / Pathfinder spielen oder eben ein ganz anderes System.

Für mich kam letzteres in Frage, da mir nach meinen langen Jahren mit DnD jetzt ein anderer Spielstil besser gefällt. Dementgegen halte ich allerdings DnD4th für ein echt geniales System!
Ich kann mir also durchaus vorstellen dies auf einer Con mal zu spielen / leiten. Denn es rockt einfach und verleiht mir persönlich das Kick A*s gefühl!  8)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Heretic am 21.05.2010 | 16:30
Das Problem ist nicht 4E, sondern die unerfüllten Erwartungshaltungen vieler 3Eler, und dass die Skill Challenges die Prämisse nicht erfüllen können, und mittlerweile locker 10-20x nachgebessert wurde, und das Subsystem seinen Zweck immer noch nicht erfüllt. Gut, das werden Fans anders sehen, aber Trollman hat da schon recht, dass auch Regelsubsysteme gewisse Bedingungen erfüllen müssen, bzw. sollten. Egal, ich schweife ab. 


OT:
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Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Mike am 22.05.2010 | 22:58
Im Großen und Ganzen gefällt mir die 4. Edition von D&D schon ganz gut. Die einzigen beiden Punkte die ich zu bemängeln hätte ist die extreme Einsteigerunfreundlichkeit (Rollenspielanfänger haben keine Chance da irgendwie einen Zugang zu finden und müssen sich erst mal mit einer Menge Frust und offenen Fragen herumschlagen) und dass man die Forgotten Realms unspielbar gemacht hat, da dort nun jeder Quadratmeter durchreguliert ist und man sich nichts mehr selbst ausdenken kann ohne gegen irgendwelche vorgegebenen Fakten zu verstoßen. Weiße Flecken gibt es nicht mehr auf der Landkarte, und somit auch keine spielerische Freiheit mehr. Das ist schlecht. Richtig schlecht.

Aber vom System her macht die 4E durchaus Spaß (sofern man sie erst mal verstanden hat) und kann durchaus zu einer Menge Rollenspiel und recht geringer Kampflastigkeit führen, je nachdem wie man eben spielt...
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Odium am 22.05.2010 | 23:25
Also was mir die 4te Edition madig gemacht hat, war das Hitpoints und Healing Surges runterkloppen in den höheren Stufen...
Das fand ich einfach total uncool, weils nur ewig gedauert hat ohne das was passiert ist oder das es *wirklich* spannend geworden wäre....
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 22.05.2010 | 23:27
@Odium: Was sind fuer dich "hoehere Stufen"?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Scylla am 23.05.2010 | 11:34
... dass man die Forgotten Realms unspielbar gemacht hat, da dort nun jeder Quadratmeter durchreguliert ist und man sich nichts mehr selbst ausdenken kann ohne gegen irgendwelche vorgegebenen Fakten zu verstoßen. Weiße Flecken gibt es nicht mehr auf der Landkarte, und somit auch keine spielerische Freiheit mehr. Das ist schlecht. Richtig schlecht.
Davon würde ich mich mal nicht abhalten lassen. Deine Runde, deine Welt. Die vorgefertigten Flecken auf der Landkarte, die dir nicht passen: mach einfach weis, mal drauf, was dir passt und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Es gibt keine Regel, die besagt, dass du dich an alle Zahlen und Fakten, die dir das FGR Buch aufdrückt, ohne wenn und aber übernehmen musst  ;) Nimm dir einfach deine spielerische Freiheit, und lass dir nichts von Büchern diktieren!
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: DelightfulDying am 23.05.2010 | 11:54
Zitat von: Fairy Tale
@DelightfulDying: Wie weit hast Du Dich bisher mit der 4e beschäftigt?

Ich habe die Bücher von nem Kumpel hier gehabt und mich ein paar Tage hineingelesen und mir nen char gemacht um es dann test zu spielen. Mein SL ist ein früherer Spieler bei mir und hat selbst Jahre Lang 3.5 gespielt (und sagt selbst, die 3. gefällt ihm besser, nur kann er sich die Bücher nicht leisten (siehe aktuelle Preise der Grundbücher)). Er hat schon einige Gruppen mit der 4. Gespielt und ist immer wieder glücklich, wenn er bei mir seinen alten Char spielen darf ^^

Noch kam es leider nicht zum Testspiel, da wir alle leider Arbeitstätig sind und nur schwer nen gemeinsamen Tag finden.


Was die Skills betrifft: Ok, einige wenige (use Rope ^^) waren wirklich nen Nieschenprodukt ... Nein, ich vermisse auch Intuit Direction nicht (was es in 3.5 ja schon net mehr gab), aber warum einige Skills in gruppen vereinen und andere dabei außen vor lassen (Siehe Bluff, Diplomacy und Intimidation). Ich selbst sehe einen unterschied zwischen Spot und Search, vor allem wo dann auch noch Listen als 3. hinzu kommt. Warum also alle als eins behandeln? Ich sehe es ja ein, dass Kämpfer und Paladine da zuvor echt gearscht waren, aber die anderen fuhren mit ihren Punkten doch recht gut.

Und was das "Sind doch eh fast immer alle Max außer die, wo man nur einen Punkt hat um sie benutzen zu können" betrifft: Nein, ich und viele meiner Spieler haben die Punkte mehr verteilt, auch wenn ihre Chars dadruch eventuell irgendwann im Epic-Bereich manche sachen eben nicht gekonnt hätten (soweit kams "zum Glück" nie ^^)


Was die Zauber betrifft: Ich selbst liebe (A)D&D gerade weil seiner massig vielseitigen Zauber. Ja, es gab viele sehr spezielle Zauber die nur selten eine Rolle spielten, aber dennoch gab es eben genau diese Momente, wo ein Magier sagen konnte: "Moment, ich hab da was". Das im übrigen macht für mich den Magier auch interessanter als den Hexenmeister. Sicherlich fühlen sich manche Spieler oder SL überrannt von der Anzahl an Zaubern, die ja je Buch nochmal um eine meist gute Masse zunimmt, aber ich und meine Spieler schätzen eben diese Seite des Systems.

Ich will ja nicht sagen, das die Powers grundlegend schlecht sind (Ganz im Gegenteil, für Kämpfer und alle Nicht-Caster sind sie eine gute Erweiterung) ... aber gerade die vorher so vielseitigen Caster hätten doch mehr Möglichkeiten haben sollen als nur "wähle 2 und memorisiere einen davon".

Das die Zauber abgeschwächt wurden ist etwas, was ich zwar irgendwo einsehe, aber muss es gleich so weit sein, dass ein Zauber, den ein Magier erst am Zenit seines Daseins lernen kann, so wirkt, als ob in der 3. Ed nen Lowlvl Caster nen Feuerball schmeißt? (Ich meine hierbei Meteor-Schauer). Klar sind die Zauber bei der 3rd overpowert, aber daraus gleich nen Fliegenschiss machen?


Und zu guter letzt: Sicher hängt es vom Spielstil ab, ob etwas Kampflastiger ist oder eher erzählerisch von Statten geht, nur machen die Bücher auf mich eher den Eindruck, als ob eben die Kämpfe noch mehr im Vordergrund stehen als zuvor, außerdem wirken die Regeln, soweit ich sie gelesen habe mehr auf eben genau diese Kämpfe bezogen, sodass das drum herum noch mehr in den Hintergrund tritt.

Das mit der Probe auf "Stealth" in der Gruppe klingt nach einer guten Idee ... nur frage ich mich wie a: jemand einem anderen beim Schleichen helfen soll, wenn er ihn nicht gerade trägt (außer eben zu zeigen "da ist nen Ast, achtung"), und b: Wie jemand in ner Rüstung da dann mitschleichen soll ohne geräusche zu machen (was ja gut möglichg ist, wenn alle anderen ohne Abzüge würfeln).


Dann noch die Frage, warum das gute alte Gesinnungssystem kastriert wurde. Warum die Chaotisch/Rechtschafend-Achse entfernen? War die denn so böse? ^^


Ok .. das erstmal soweit zu meiner Meinung (was ja bekanntlich nur eine und vor allem MEINE Meinung ist)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Skele-Surtur am 23.05.2010 | 12:06
Ich möchte mich jetzt mal nur zur Gesinnungsachse äußern: Ich ignoriere das Ding mitlerweile komplett. Gibt nichts überflüssigeres in dem Spiel.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 1of3 am 23.05.2010 | 12:29
Zitat
Dann noch die Frage, warum das gute alte Gesinnungssystem kastriert wurde. Warum die Chaotisch/Rechtschafend-Achse entfernen? War die denn so böse? ^^

Kastriert ist vielleicht der falsche Ausdruck; es ist ganz und gar anders. Die alten Alignments waren eine kosmische Gegebenheit und gültig für jedes Lebewesen. Die neuen sind Philosophien, für die man sich bewusst entscheidet. Von daher ist es nur folgerichtig, dass es kein Rechtschaffen ohne Gut gibt. Wer sich an Gesetze hält und gesetzmäßiges Handeln propagiert, tut das weil er dies für gut hält.

Die Änderung geht insofern viel tiefer als nur gewisse Gesinnungen zu streichen. Sie heißen zwar gleich, bedeuten aber grundsätzlich andere Dinge.


Zitat
[...] aber warum einige Skills in gruppen vereinen und andere dabei außen vor lassen (Siehe Bluff, Diplomacy und Intimidation)

Die Lösung dürfte jeweils in der angenommenen Intention des Spielers liegen. Wer einen Charakter spielen will, der nicht gesehen werden wird, will auch nicht gehört werden. Die Intention ist, dass der Charakter nicht entdeckt wird. Deshalb gibt es nur einen Skill für: Mein Charakter wird nicht entdeckt.

Wer einen Charakter aufmerksamen Charakter will, will eben genau das. Deshalb gibt es nur einen Skill für aufmerksam sein. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass jemand den fiesen Barbaren spielen will, der total einschüchternd, aber nicht besonders diplomatisch ist.

Ob man die Bewertung dann in jedem Einzelfall teilt, das muss jeder für sich sehen, aber ich nehme mal an, dass das der angewandte Gedankengang war.


Was die Abschwächung der Zauber angeht, beachte, dass generell alle Schadenskontigente viel geringer sind. Auch Kämpfertypen können in 3.5 irgendwann über 100 Schaden die Runde machen. Die spielbeherrschende Rolle von Zaubewirkern würde ich für die 3. Edition insofern auch nicht in den Schadensmengen, sondern gerade außerhalb des Kampfes oder bei speziellen Arten von Kämpfen (gegen Untote, nicht auf dem Boden,...) sehen.

Und da haben die vormaligen Zauberwirker auch immer noch einen Vorteil: Sie müssen Ritualzauberei nicht extra kaufen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Odium am 23.05.2010 | 15:44
@Selganor:
In etwa ab Stufe 8.
Weiter wie Stufe 18 haben wir es afair nie probiert
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Waldgeist am 27.05.2010 | 10:11
Ich (als nicht besonders großer D&D-Regeln-Fan), finde die 4e Regeln auf den ersten Blick auch nicht schlechter als die 3e Regeln. Was mich aber stört, dass ist das verfügbare Abenteuer-Material. Unter der 3e gab es ewig viele Abenteuer, Kampagnen und Welten, und viele gefielen mir richtig gut. Für die 4e gibt es das nicht und die WotC Abenteuersammlungen, die ich mir bis jetzt für die 4e angesehen habe, bestehen irgendwie nur aus Kampfbegegnungen. Für mich ist das "D&D-Flair" mit der 4e verloren gegangen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 27.05.2010 | 11:06
Dafuer ist es jetzt in 4e moeglich auch hoeherstufige Abenteuer (bzw. die "Werte" dafuer) innerhalb weniger Minuten zusammenzustellen oder sogar selbst zu bauen.

Damit kann man den Fluff aus beliebigen Quellen (auch aelteren Editionen) nehmen und muss es nur mit dem Crunch der neuen Quellen auffuellen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Samael am 27.05.2010 | 11:19
Damit kann man den Fluff aus beliebigen Quellen (auch aelteren Editionen) nehmen und muss es nur mit dem Crunch der neuen Quellen auffuellen.

Das ging schon immer.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 6 am 27.05.2010 | 11:22
Das ging schon immer.
Mit einem Aufwand der jenseits von Gut und Böse war.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Samael am 27.05.2010 | 12:22
Nö, warum? AD&D 2nd Quellen: Monster stehen weitgehend komplett im MM, für NSC gibts Tabellen im DMG.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 27.05.2010 | 12:32
... und bis man bei einem Stufe/HD 7-9 Gegner die Sprueche/Spruchaehnlichen Faehigkeiten nachgelesen hat braucht man mehr Zeit als der Gegner im Durchschnittskampf Lebenszeit hat...
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Joie am 27.05.2010 | 12:55
Genau das... aus dem Grund hab ich auch noch keine Viecher aus aD&D, für Pathfinder umgesetzt da der Aufwand für nen 4 Kampfrunden creep einfach zu groß ist.
Deshalb hab ich sogar extra das Pathfinder Monsterhandbuch gekauft da ich kein bock auf den stress hatte  :P

Und da die Regeln der 4ed. ja nochmal anders sind wie zu 3.5...  :-\
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Samael am 27.05.2010 | 12:56
Das ist polemischer Unsinn. 
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 6 am 27.05.2010 | 13:04
Nö, warum? AD&D 2nd Quellen: Monster stehen weitgehend komplett im MM, für NSC gibts Tabellen im DMG.
Es von 3.X die Rede:
Unter der 3e gab es ewig viele Abenteuer, Kampagnen und Welten, und viele gefielen mir richtig gut. Für die 4e gibt es das nicht und die WotC Abenteuersammlungen, die ich mir bis jetzt für die 4e angesehen habe, bestehen irgendwie nur aus Kampfbegegnungen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Waldgeist am 27.05.2010 | 13:11
Zur Klarstellung: Ich sehe kein Problem mit den Regeln der 4e. Mein "Problem" mit der 4e ist der meines Erachtens "unterdurchschnittliche" Support in Form von Abenteuern, Kampagnen und Welten.

Konvertieren kann (fast) jeder, egal was/wohin/woher. Genug 3e Material zum Konvertieren gibt's auch. Gibt halt für mich keinen Grund mehr, D&D 4e Material zu kaufen.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Samael am 27.05.2010 | 13:13
Es von 3.X die Rede:

Ja, und da ist die Vorgängerversion jawohl AD&D 2nd, oder?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 6 am 27.05.2010 | 13:19
Ja, und da ist die Vorgängerversion jawohl AD&D 2nd, oder?
Klar. Aber was bitte hat das mit den Postings hier zu tun?
Oder willst Du wirklich erklären, dass man zum Konvertieren auf 3.X die Werte von AD&D 2nd nehmen soll?  wtf?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Samael am 27.05.2010 | 13:21
http://tanelorn.net/index.php/topic,55409.msg1117059.html#msg1117059

Um diesen Beitrag ging es, in dem Selganor etwas als Vorzug der 4E preist was vorher genauso möglich war. Sogar besser, da es früher keine Minions und Unterscheidungen in Soldier, Artillery etc gab.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 27.05.2010 | 13:28
Dann hast du den Schwerpunkt beim Lesen meines Postings wohl zu sehr auf den zweiten Teil gelegt.
Vorteil der 4e hier mal mit Fettdruck:

Dafuer ist es jetzt in 4e moeglich auch hoeherstufige Abenteuer (bzw. die "Werte" dafuer) innerhalb weniger Minuten zusammenzustellen oder sogar selbst zu bauen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 6 am 27.05.2010 | 13:29
@Samael:
Schau mal auf welchen Beitrag Selganor geantwortet hat. :)

Um es noch mal in meinen Worten zu wiederholen:
Waldgeist erklärte dass ihm uA. die im Vergleich zu 3e und PAIZO fast nicht vorhandenen Abenteuer an der 4E stören.
Daraufhin schrieb Selganor, dass man ja in 4E ziemlich einfach konvertieren könne.

Und dann kommst Du mit AD&D 2nd...
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Samael am 27.05.2010 | 13:44
Gut, Selganor hat aber mE impliziert, dass das früher nicht oder schwerer ging: "Dafür... jetzt".

Aber egal, lass uns das Thema beenden.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Humpty Dumpty am 27.05.2010 | 13:57
Ganz kurz:
Waldgeist erklärte dass ihm uA. die im Vergleich zu 3e und PAIZO fast nicht vorhandenen Abenteuer an der 4E stören.
Das sehe ich auch als großes Problem. Mir ist unverständlich, weshalb die Wizards diesbezüglich nur so wenig Support bieten.

Daraufhin schrieb Selganor, dass man ja in 4E ziemlich einfach konvertieren könne.
"Ziemlich einfach" ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Ich hätte den hier auf keinen Fall verwendet, denn im Vergleich zu 3.X mag das "ziemlich einfach" sein, aber damit erschöpft es sich dann auch schnell. Wenn man nicht viel Geduld, Übung und Erfahrung hat, ist das Konvertieren nach meinem Eindruck enorm aufwendig. Leider!
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 27.05.2010 | 14:03
1:1 konvertieren wird nicht gehen (ging aber auch bei den anderen Editionen selten - wenn ueberhaupt), wenn man es aber auf die relevanten Infos reduziert (also nicht "Fighter 4/Rogue 2" o.ae. sondern eher "Raeuberhauptmann Stufe 6") dann hat man auch ohne Equivalente im Monster Manual zu finden entsprechende Monster/Gegner/... schnell selbst gebaut.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Roland am 27.05.2010 | 14:05
Ganz kurz:Das sehe ich auch als großes Problem. Mir ist unverständlich, weshalb die Wizards diesbezüglich nur so wenig Support bieten.

Abenteuer sind leider vor allem tatsächlich Support. Und der kostet zunächst mal.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 6 am 27.05.2010 | 14:17
Ganz kurz:Das sehe ich auch als großes Problem. Mir ist unverständlich, weshalb die Wizards diesbezüglich nur so wenig Support bieten.
Da stimme ich Dir voll zu.
Zitat
"Ziemlich einfach" ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Ich hätte den hier auf keinen Fall verwendet, denn im Vergleich zu 3.X mag das "ziemlich einfach" sein, aber damit erschöpft es sich dann auch schnell. Wenn man nicht viel Geduld, Übung und Erfahrung hat, ist das Konvertieren nach meinem Eindruck enorm aufwendig. Leider!
Da wiederum nicht. Ich habe jetzt etwas Erfahrung als SL mit dem System. Von daher weiss ich dass Bauen und Konvertieren von Abenteuern verdammt wenig Aufwand benötigt. Ich bin mittlerweile so weit, dass ich nur noch selbstgebaute Abenteuer verwende. Eine Sache, die ich 3.X nur genau einmal gemacht habe und dabei etwa doppelt bis dreimal so lange benötigt habe, wie dann gespielt wurde.
Danach habe ich mir geschworen sowas nie wieder in 3.X zu machen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Humpty Dumpty am 27.05.2010 | 15:14
Abenteuer sind leider vor allem tatsächlich Support. Und der kostet zunächst mal.
Danach habe ich mir geschworen sowas nie wieder in 3.X zu machen.
Tja, was soll ich sagen: stimmt und stimmt.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 27.05.2010 | 15:26
Rodney Thompson (http://community.wizards.com/wotc_rodney) hat an verschiedenen Stellen (ENWorld (http://www.enworld.org/forum/general-rpg-discussion/272885-help-me-make-wizards-coast-adventures-better.html), RPGNet (http://forum.rpg.net/showthread.php?t=502610), WotC (http://community.wizards.com/wotc_rodney/blog/2010/03/04/help_me_make_our_adventures_better!), ...) einen "Help me make WotC adventures better"-Thread eroeffnet in dem erstmal Fanmeinungen zu WotC-Abenteuern zu sammeln will.
Es bringt nix massenweise Abenteuer zu schreiben/veroeffentlichen wenn die danach niemand kauft ;)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Humpty Dumpty am 27.05.2010 | 15:36
Na das ist doch schon mal ein guter Start. Hoffentlich kommt was dabei raus.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 27.05.2010 | 15:37
Ich schaetze mal mindestens bessere Abenteuer fuer das Dungeon-Magazine.

Die Chaos Scar "Reihe" finde ich gar nicht mal so schlecht (besonders wenn man auf die Schnelle ein Abenteuer braucht)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Oberkampf am 27.05.2010 | 16:04
Über die hab ich nur mal kurz drübergeguckt, mir schienen das normale low lvl Dungeons zu sein.... täusche ich mich da?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: DelightfulDying am 27.05.2010 | 16:13
Zitat von: 6
Ich bin mittlerweile so weit, dass ich nur noch selbstgebaute Abenteuer verwende. Eine Sache, die ich 3.X nur genau einmal gemacht habe und dabei etwa doppelt bis dreimal so lange benötigt habe, wie dann gespielt wurde.

Danach habe ich mir geschworen sowas nie wieder in 3.X zu machen.

Hmmm, ich selbst spiele seid her (13 Jahren) nur selfmade-Abenteuer, mal ab von einem einziegen, welches "Expedition to the Undermounten" in 3.5 war und welches ich auch stark veränderte, damit es in meine Kampagne passte. ...

ich sehe da eigentlich kein Prob drin in 3.4 Abenteuer zu planen. Meist brauche ich ca. 30-50% der Zeit, die dann nachher am Abenteuer gespielt wird, was ich als einen fairen Schnitt sehe.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: 6 am 27.05.2010 | 16:30
ich sehe da eigentlich kein Prob drin in 3.4 Abenteuer zu planen. Meist brauche ich ca. 30-50% der Zeit, die dann nachher am Abenteuer gespielt wird, was ich als einen fairen Schnitt sehe.
Gut für Dich. :)

Ich habe damals für ein einfaches Einstiegsabenteuer (Stufe 1) ca. 7 Stunden gebraucht, um alle NSCs und Monster entsprechend den Regeln samt magischen Gegenständen in Werte zu bannen. Gespielt haben wir damals ca. 3 - 3,5 Stunden.
Für ein ähnliches Abenteuer in 4E brauche ich ca. 5 Minuten.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: DelightfulDying am 27.05.2010 | 16:54
hmm, ich denke mal dann leigt das daran, dass du dies zuvor in der Form noch nicht gemacht hast .. Bei mir ist es jedenfalls so, dass vieles quasi weniger aus den Büchern als viel mehr aus dem Handgelenk kommt (da ich das System schon teilweise auswenig kenne) und zudem ich bei vielen auch auf durchschnittswerte vertraue (siehe Beispiel NSCs aus dem DMG oder Monster aus den ganzen MMs ... wobei ich bei diesen häufig Quickplates benutze (sind eine Art Templates, die die Monster abändern um andere Funktionen zu übernehmen (wie z.b. Kämpfer, Scout oder Hauptmann))

Wenn man sich mit dem System länger auseinander setzt kommt die Erfahrung von selbst und somit auch die Geschwindigkeit, wie schnell ich etwas planen kann.


Mal ab davon ... Planen ist im Gro immer das selbe ... mag ja sein, dass die 4th Ed da etwas schneller ist was die Werte betrifft, aber dennoch würde ich die 3.5er nun nicht als sehr komplex ansehen (von Grundstein her jedenfalls ... wenn man viele Bücher hat wird natürlich langatmiger, aber das würde in der 4th mit 40+ Crunsh-Büchern auch der Fall sein ^^)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Naldantis am 29.05.2010 | 20:25
Was bringt einem eine Spruchliste von 50-100 Spruechen pro Spruchstufe wenn ich nur eine Handvoll davon ueberhaupt wirken kann?

Um seinen 5. Spellcaster immer noch ganz neu und anders aufsetzen zu können als die davor?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 29.05.2010 | 20:28
Dazu braucht mal 50-100 Sprueche pro Spruchstufe?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Roland am 29.05.2010 | 20:37
das würde in der 4th mit 40+ Crunsh-Büchern auch der Fall sein ^^)

In der 4th verwendet man als DM nur die DMGs, MMs und die grundlegenden Regeln, das bleibt recht übersichtlich.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 29.05.2010 | 20:43
.. oder auch einfach nur zum Raussuchen/Bauen von Monstern den Monster Builder aus den Adventure Tools im D&D Insider
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Naldantis am 30.05.2010 | 04:23
Dazu braucht mal 50-100 Sprueche pro Spruchstufe?

Wenn so ein kompetenter Mage seine 10-20 pro Level kann; oder ein Preist mit günstigen Sphären fast die Hälfte aller Spells erbitten kann?
Sicher.

Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Sashael am 30.05.2010 | 23:17
Wenn so ein kompetenter Mage seine 10-20 pro Level kann; oder ein Preist mit günstigen Sphären fast die Hälfte aller Spells erbitten kann?
Sicher.
Nein, sorry, trotzdem nicht.

Abgesehen davon, dass ich Spieler, die immer mit derselben Klasse ankommen, spätestens nach dem dritten Mal nur noch nervig und langweilig finde, weil sich die Chars dann eben DOCH nicht so doll unterscheiden, weil sie nämlich ... na? Genau! Immer vom selben Spieler gespielt werden. Zudem einem Spieler, dessen Kreativität sehr einseitig gelagert ist. ::)

Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Naldantis am 30.05.2010 | 23:31
Nein, sorry, trotzdem nicht.

Abgesehen davon, dass ich Spieler, die immer mit derselben Klasse ankommen, spätestens nach dem dritten Mal nur noch nervig und langweilig finde, weil sich die Chars dann eben DOCH nicht so doll unterscheiden, weil sie nämlich ... na? Genau! Immer vom selben Spieler gespielt werden. Zudem einem Spieler, dessen Kreativität sehr einseitig gelagert ist. ::)

Huh?
Wie willst Du denn bitte in 20 Jahren mit einem System nicht öfter mal dieselbe Klasse nehmen?
Noch dazu wenn Du gerade die Option hast, das eine mal einen akademisch orientierten Abjurer, einen militaristischen Evoker, einen Fighter/Elementaristen, einen hedonistischen Enchanter, einen geldgierigen Nekromanten oder einen aus der Magiergilde verstoßenen, rein zweckmäßigen Dieb spielen kann, ohne das diese sich in mehr als einer Handvoll Spells und Skill überdecken?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Sashael am 31.05.2010 | 00:03
Meiner Erfahrung nach sind die Verfechter des "Der 5. Mage muss sich auch noch komplett anders spielen!" eine eigene Spezies, die sich durch folgende Punkte auszeichnet:

- Nach dem Mage ist vor dem Mage: Es wird NUR der Mage gespielt, egal wie lange man das System zockt

- Alles ganz anders gleich: Klar sind das alles immer ganz andere Konzepte, Spells und Skills. Am dritten Abend ist es dann aber schon wieder der altbekannte Magier, der jetzt schon die 4. Inkarnation erlebt.

- Never change a running System: Egal welcher Magier da rumrennt, es werden immer alle Zauber erlernt, deren Anwendung sich hundertfach bewährt hat plus den einen oder anderen Bonuszauber, den die "neue" Charakterkonzeption "anbietet". Die volle Packung Kreativität also.

Das Gleiche gibt es auch noch in Varianten der anderen Klassen.

Btw:
Wie willst Du denn bitte in 20 Jahren mit einem System nicht öfter mal dieselbe Klasse nehmen?
Gehen wir mal nur vom PHB1 der 4E aus. Wenn ich jede Klasse zweimal zocke (wegen zwei vorgestellter Builds) und jeden Char 3 Monate (!) lang führe, dann komme ich auf 4 Jahre Spiel, ohne dass ich gezwungen bin, irgendwas zu wiederholen und habe keine der Klassen auch nur ansatzweise ausgereizt. 

Muss ich in 20 Jahren irgendwas öfter nehmen? Nö, nicht mal annähernd. Gibt es Spieler, die immer wieder das Gleiche spielen? Ja, leider. Kommen die sich in viel zu vielen Fällen dann auch noch besonders kreativ und toll vor, ohne dass sie es sind? Ja, großes Leider!
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: XOR am 31.05.2010 | 00:15
Also in meiner derzeitigen Runde hats eine Spielerin, die bisher ausschließlich Wizard gespielt hat und einen Spieler mit ausschließlich Paladin - wobei ich die beiden so einschätzen würde, dass sies durchaus mal wechseln, aber die Präferenz ist da stark.
(ich bin ja mehr so ein Gegenteil - je verschiedener die Chars, desto besser ^^)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 16:06
Unterhaltung mit neuen Rollenspielern über zukünftiges gemeinsames System vor einer Woche,
Stoppzeit: 1:53  ".... diese Encounter und Daily Sache. Das finde ich echt doof. Das ist total unlogisch.... "

Unterhaltung mit Freunden vor kurzem über die Wahl zum gemeinsamen System:
Stoppzeit: ca. 5:30 ".... ich will aber auch nicht irgendwelche Encouter oder Dailies abstreichen, sondern richtige Kämpfe haben und spielen..."

so oder ähnlich, egal ob Real oder Forum, laufen alle Unterhaltungen, die ich mit "Rollenspielern" über D&D4 führe. Die meisten haben es sehr eilig den größten, den todbringenden Makel von D&D4 anzuführen. Für Gegendarstellungen fehlt meist das Gehör, das Urteil ist ja ohnehin schon gefallen. Als nächstes kommt dann meist WoD oder sowas ins Gespräch.

Was kann man diesen Leuten kurz und effektiv sagen, wenn man sie für D&D4 begeistern will?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: carthoz am 29.08.2010 | 16:12
Was kann man diesen Leuten kurz und effektiv sagen, wenn man sie für D&D4 begeistern will?
Einen beinharten WoDler kannst du überhaupt nicht von D&D begeistern - das ist schließlich das BöseTM und gar kein Rollenspiel.
Wie du selbst sagst: Da ist die Meinung schon da, ob unqualifiziert oder nicht ist da völlig egal.
Frag sie einfach mal, ob für sie auch nur die oWoD das einzig Wahre ist - wenn dem so ist, kannst du es eh vergessen.
[/polemik]
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 16:25
Das habe ich natürlich direkt gefragt, ohne Polemik, weil sowas ja real vorkommt. Ne, die meisten Leute, die ich kenne, sind sogar halbwegs offen für alle möglichen Regeln. Aber nur aus dem Grund, weil Regeln für sie "das notwendige Übel" oder "das Werkzeug" sind, welche "die Geschichte (tm)" untersützen. Diese Leute basteln auch nicht an Systemen herum.

Für mich sind Regeln aber der gleichwertige, zweite wichtigste Punkt zum Spielen. ICH kann mich auch an schönen Regelkonstruktionen erfreuen, die gut designt sind. So, wie ich lieber mit einem selbstgetunten Porsche aus der eigenen Werkstatt, wo man sich die Hände schmutzig macht und ihn in und auswendig kennt, anstatt mit einem gebrauchten Opel Corsa mit altem Unfallprotokoll, durch die Gegend flitzen würde.
Die meisten Spieler, denen ich begegne, sind aber Corsafahrer.

Erstaunlicher ist dann schon, je mehr wert man auf gute Regeln legt, desto eingeschränkter und intoleranter ist man bei der Auswahl ;D


Besonders müde bin ich davon das jeder, wirklich jeder in real (weniger im Internet) den Kritikpunkt so vorbringt, als hätte er ihn gerade eben SELBER entdeckt. Deswegen stoppe ich auch die Zeit.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Gwynplaine am 29.08.2010 | 16:30
Also meine Erfahrung mit D&D4 ist: wenn man es erzählt, schauen die Leute komisch und rufen "UNREALISTISCH!".
Wenn man es spielt und währenddessen erklärt hatte ich und die jeweilige Runde (bisher) mehr Spass als in jedem anderen System (und sie sind super schnell rein gekommen da extrem intuitiv).
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 29.08.2010 | 16:37
Besonders müde bin ich davon das jeder, wirklich jeder in real (weniger im Internet) den Kritikpunkt so vorbringt, als hätte er ihn gerade eben SELBER entdeckt. Deswegen stoppe ich auch die Zeit.

Wobei dieser Punkt ja gerade in D&D "so neu" ist...

Jeder vorbereitete Spruch frueherer Editionen war eine "daily power", jeder Effekt den man einmal pro Kampf/Stunde/(anderer laengerer Zeitraum als 5 Minuten) einsetzen konnte war eine "encounter power" und jeden Effekt den man jede Runde einsetzen konnte war eine "at-will power"

Also meine Erfahrung mit D&D4 ist: wenn man es erzählt, schauen die Leute komisch und rufen "UNREALISTISCH!".
Stimmt... Man spielt ja nicht "die Realitaet" sondern die Helden in einem Actionfilm. Aber dazu hat Mittermeier ja schonmal was nettes gesagt... (http://www.youtube.com/watch?v=4v6Q5HWA_YA) (bei 6:40)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 16:41
@3.5 Effekte: Ja, das versuche ich dann auch zu sagen.
Aber fallen wir auch nicht magische Effekte ein, die sich in 3.5 verbrauchten?

was sagt Mittermeier denn da? Da sei vielleicht nochmal dezent erwähnt das Rollenspiel kein Film ist. Und auch kein Buch.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Sashael am 29.08.2010 | 17:01
Da sei vielleicht nochmal dezent erwähnt das Rollenspiel kein Film ist. Und auch kein Buch.
Und trotzdem genau so "realistisch" wie ein Actionfilm. ;)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 17:05
naja, es muss ja nicht realistisch, sonder nur glaubwürdig sein.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Gwynplaine am 29.08.2010 | 17:13
Vor allem muss es Spass machen!
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Sashael am 29.08.2010 | 18:14
Vor allem muss es Spass machen!
Formatänderung durch mich. ~;D
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 29.08.2010 | 18:34
Das habe ich natürlich direkt gefragt, ohne Polemik, weil sowas ja real vorkommt. Ne, die meisten Leute, die ich kenne, sind sogar halbwegs offen für alle möglichen Regeln. Aber nur aus dem Grund, weil Regeln für sie "das notwendige Übel" oder "das Werkzeug" sind, welche "die Geschichte (tm)" untersützen. Diese Leute basteln auch nicht an Systemen herum.

Aus dem Grund bin ich auch davon überzeugt, dass sich die Wizards viel Gegenwind erspart hätten, wenn sie nicht die bekannte Settingpolitik fahren würden. Die Regeländerungen selbst hätten die meisten wohl geschluckt, aber dazu noch die Änderungen an den Realms, das war dann eben zu viel auf einmal.

ich falle ja ebenfalls in die obere Gruppe hinein, und was mich persönlich an der 4E als Gesamtpaket stört, sind eigentlich drei Punkte:

1. Die Marketingpolitik der Wizards vor und im Gefolge der Veröffentlichung der 4E (inklusive Übergang von OGL zu GSL).
2. Der Sprachduktus der Regelwerke, der meiner Beobachtung nach viele Spieler dazu verführt, nicht mehr in Charakteren, sondern in Rollen zu denken.
3. Die Behandlung der Kampagnenwelten, speziell der Realms.

Ich bin zwar zusätzlich auch kein besonders großer Fan des Regelsystems, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich das ohne Widerworte geschluckt hätte, wenn es im Stile Gary Gygax und nicht in dem eines technischen Handbuchs geschrieben worden wäre.

Für mich gilt also als Fazit mein Lieblingszitat von Monte Cook: Rules don't matter. Insoweit ist für mich eher das Problem, das WotC inzwischen so gut wie alle Leute entlassen hat, die Ahnung von gutem Fluff haben. Und da profitieren nun eben andere Anbieter von.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 19:34
Technisches Handbuch ist super. So müssten alle Regeln geschrieben sein.
Settingbücher kann ich mir dann immer noch dazu kaufen.
(mich reizen die 4e Welten aber auch nicht bislang).

Die meisten Vorurteile von D&D4 lassen sich ja relativ schnell aus dem Weg räumen, vorrausgesetzt man muss nicht per Forum mit "Experten" kommunizieren.

Aber diese Powersgeschichte ist wie eine Achillesverse. Und das wissen die Kritiker.
Ausser zu sagen "jo, is' doof, macht aber Spass" kann man da eigentlich nicht (oder?).
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: ErikErikson am 29.08.2010 | 19:44
Naja, Gott, wems nicht gefällt der musses ja nicht spielen. Oder bei näherer Betrachtung vielleicht doch. Hmm..
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Gwynplaine am 29.08.2010 | 20:12
Ich habe auch nie verstanden, was dieses "Missioniergehabe" soll. Wenn mir einer sagt, er findet die 4E doof, dann soll er doch. Ich hab trotzdem meinen Spaß damit.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Korig am 29.08.2010 | 20:23
Ich habe auch nie verstanden, was dieses "Missioniergehabe" soll. Wenn mir einer sagt, er findet die 4E doof, dann soll er doch. Ich hab trotzdem meinen Spaß damit.

Gibt eben auf beiden Seiten zu viele Leute die dem anderen beweisen wollen, dass ihr System einfach das beste ist bzw. alles das kann was der Gegenüber kritisiert.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 22:16
Ausser solchen Toleranzphrasen habe ehrlich gesagt auch nichts erwartet. ;)

Es ist halt schon schwer dieses "Powers"Element in den Regeln vernünftig zu vermarkten.
Es geht ja nicht darum, daß die Kritik daran nur gebracht wird, um es schlecht zu reden, sondern oft steht die Frage hintendran : Erklär' mir das Element doch mal.
und dann würde ich, wäre ich ein Nicht-D&D Spieler, so eine heisse Luft natürlich auch nicht hören wollen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Korig am 29.08.2010 | 22:19
Ich habe das immer so erklärt. Die Powers spielen in einer abstrakten Art und Weise die Ausdauer der SC's dar. Der Zauber kann den mächtigen Spurch nur einmal am Tag wirken, weil es in einfach zu sehr erschöpft. Der Schurke führt sein waghalsiges Mannöver aus was in fast an den Rand der Erschöppfung bringt.

Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 22:49
Damit kommt man auch recht schnell in eine Sackgasse. Warum kann der Dieb z.b. andere Manöver, die ebenso anstrengend sind, dann noch durchführen?

Wenn ich 5km Dauerlauf mache, kann ich ja nicht einfach auf Sprint wechseln und weiter machen ;)


Die Zauber dagegen sind einfach, die leiten sich ja einfach vom Vance Magiesystem ab.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 29.08.2010 | 23:06
Damit kommt man auch recht schnell in eine Sackgasse. Warum kann der Dieb z.b. andere Manöver, die ebenso anstrengend sind, dann noch durchführen?
Weil diese Manoever nicht so anstrengend waren wie das eben durchgefuehrte.
Wenn du mehrere Encounter Powers hast dann kannst du jede dieser Encounter Powers auch einmal pro Encounter einsetzen.
Ausnahme: "Gruppenpowers" (wie z.B. "Channel Divinity" bei divine Characters o.ae.) die nur mehrere Ausrichtungen eben genau einer Power (Channel Divinity) sind.
Zitat
Wenn ich 5km Dauerlauf mache, kann ich ja nicht einfach auf Sprint wechseln und weiter machen ;)
Gutes Beispiel.
Das eine ist "Langstreckenausdauer" und das andere ist ein kurzer Kraftschub.
Kann sein, dass du es zwar nicht mehr lange durchhalten koenntest, aber fuer einen kurzen Kraftschub (Sprint) langt es noch.
Zitat
Die Zauber dagegen sind einfach, die leiten sich ja einfach vom Vance Magiesystem ab.
Und "mundane" Beispiele von Sachen die man vielleicht einmal hinkriegt und dann erst wieder wenn man sich wieder drauf konzentriert hat, sich vorbereitet hat oder die guenstige Gelegenheit findet den Trick nochmal einzusetzen kennst du nicht?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Korig am 29.08.2010 | 23:07
Zitat
Warum kann der Dieb z.b. andere Manöver, die ebenso anstrengend sind, dann noch durchführen?

Ist eben gut trainiert  ~;D

Ganz ehrlich, es ist immer noch ein Spiel und keine Simulation. Ich habe meinen Spielern auf den Weg gegeben, dass sie sich um Plausibilität bei einem cineastischen Rollenspiel bitte keine Gedanken machen sollen. Wenn man unvoreingenommen an die Sache ran geht ist alles okay. Leider wird in so vielen Foren alles mögliche über DnD erzählt, das Spieler bei mir danach schon erschrocken waren, dass das Spiel ja wirklich ein Rollenspiel ist.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Taysal am 29.08.2010 | 23:12
(...)

Es ist unsinnig ein Fantasyspiel mit Zauberern, Drachen und Feuerbällen anhand von realistischen Beispielen erklären zu wollen, oder jemanden davon zu überzeugen, ein Spiel sei toll obwohl es dem Gegenüber missfällt. Spiele sind halt Geschmackssache. Wenn jemanden D&D 4E missfällt, dann ist das eben so. Wem es gefällt, der findet schon Gründe warum die Welt so funktioniert wie sie halt funktioniert. Alles andere ist "Mein Geschmack ist besser als Dein Geschmack weil ... und deswegen musst Du einfach meinen Geschmack haben.". :)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Korig am 29.08.2010 | 23:16
@ Taysal +1
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 23:25
Es geht nicht um Realismus. Ich glaube die Unterscheidung zwischen "Realismus" und "Glaubwürdigkeit" ist mit die am meisten belastete in Rollenspieldiskussionen. ;)
Aber selbst wenn korrekterweise Glaubwürdigkeit gemeint gewesen ist: Das ist ein Totschlagargument.

Zitat von: Selganor
Weil diese Manoever nicht so anstrengend waren wie das eben durchgefuehrte.
Und wenn er die beiden Powers beim zweiten Mal in der anderen Reihenfolge macht?

Zitat von: Selganor
wenn man sich wieder drauf konzentriert hat, sich vorbereitet hat oder die guenstige Gelegenheit findet den Trick nochmal einzusetzen kennst du nicht?
Ich betrachte das Rollenspiel aus der Sicht des Charakters.
ehrlich gesagt kenne ich keinen werkzeuglosen Trick, bei dem ich 100% in dem Moment weiss, wenn ich ihn benutze, daß sich die Gelegenheit nicht mehr wieder ergeben wird. Das weiss der Spieler, aber nicht der Charakter (deswegen sind die mundanen Powers ja auch kein Rollenspiel, sondern Erzählspiel).

zum darauf konzentrieren:
Auf der Schiene habe ich es auch schon oft versucht, es fällt mir aber selber schwer zu glauben, daß es Tricks gibt, auf den man sich nur einmal konzentrieren kann und schon vorher weiss, daß man sich nur einmal darauf wird konzentrieren können und man es gar nicht erst ein zweites Mal versuchen braucht.
Vielleicht ist es trotzdem der richtige Weg und man müsste die Erklärung noch verfeinern.

Ich finde es sogar regelrecht ärgerlich, daß WotC die Rollenspieler ohne brauchbare Erklärung damit im Regen stehen lässt.

Zitat von: Korig
Ganz ehrlich, es ist immer noch ein Spiel und keine Simulation.
Aber das ist auch ein Totschlagargument. Natürlich kann man das so Regeln, es funktioniert ja auch, aber für die meisten Spieler gibt es gewisse Standards im Rollenspiel. Wenn man das dann nicht so regelt, ist das Element eben kein Rollenspiel mehr, denn man spielt ja keine Rolle, sondern etwas anderes (Erzählspiel, Brettspiel, whatever).

Zitat von: Taysal
Wem es gefällt, der findet schon Gründe warum die Welt so funktioniert wie sie halt funktioniert.
Genau das sind de Gründe, die mich interessieren.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Korig am 29.08.2010 | 23:28
Zitat
Und wenn er die beiden Powers beim zweiten Mal in der anderen Reihenfolge macht?

Kommt doch aufs gleiche raus.

Ich mache etwas anstregendes und dann etwas sehr anstrengendes = sehr erschöpft

Ich mache etwas sehr anstregendes und dann etwas anstrengendes = sehr erschöpft

Beides mal werde ich nicht mehr als meine Standard Attacken (At-Wills) einsetzen können, da ich mich bis jetzt im Kampf verausgabt habe.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Gwynplaine am 29.08.2010 | 23:31
@Falcon

Warum brauchst Du eine Erklärung wie z.B. Powers innerhalb der Spielwelt zu begründen sind?

Ich denke, dass der Ansatz der 4E für manch alteingesessenen Rollenspieler zu "neu" ist. Ich glaube, wenn Pen & Paper Rollenspiele erst im aktuellen Jahrzehnt erfunden worden wäre, dann würden sie alle so oder ähnlich aussehen wie die 4E.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 29.08.2010 | 23:44
Die Begründung habe ich schon gegeben: Ich betrachte Rollenspiel aus der Sicht des Charakters. Die überwältigende Mehrheit der Rollenspieler tut das. Die Regeln geben die Möglichkeiten des Charakters wider. Und alle diese Leute sind es, die ein großes Problem mit D&D4 Powers haben.

Und aus dieser Perspektive hat das wenig mit Geschmack zu tun: Es funktioniert einfach nicht. Man kann es sich nur aus der Metaebene erklären ("ich hatte nur eine Gelegenheit für den Trick"). Und genau das ist aus der "Rollenspielperspektive" ein anderes Spiel. Ich möchte aber eben Rollenspiel spielen und kein anderes Spiel, das ist die Begründung. Daher brauchte ich eine Begründung für D&D4, weil ich kein System kenne, daß da rankommt, also keine Alternative habe.

Wenn es diese Rollenperspektive niemals gegeben hätte, klar, dann gäbe es diese Schwierigkeit nicht. Das gilt auch, wenn es den Urknall nicht gegeben hätte ;)

Wenn ich D&D4 Spiele erkläre ich mir das entweder mit Magie (funktionier imho am besten) oder gehe den leichten Weg, der auch hier gegeben wurd: Ich ignoriere es und denke nicht darüber nach (was für eine komische Idee).



@Korig:
Nein, das funktioniert nicht, darauf will ich ja hinaus.

1.Kampf Power a) -> Power b) Der Spieler denkt sich "a) muss wohl sehr anstrengend gewesen sein, b) nicht".
Ok, klingt logisch.

2. Kampf
Ich mache etwas wenig anstrengendes b) und dann etwas sehr anstrengendes a) (wurde so in Kampf1 bestimmt) => k.O.

ABER
Ich mache etwas wenig anstrengendes b) und mache dann nochmal b), denn es ist ja weniger anstrengend, sogar so wenig, daß man es noch nach etwas SEHR anstrengendem a) durchführen kann. ;)
Warum geht das nicht?

Ich hoffe, daß war jetzt nicht zu kompliziert.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Korig am 29.08.2010 | 23:54
@ Falcon

jo verstehe ich schon.

Zitat
Ich mache etwas wenig anstrengendes b) und mache dann noch b) denn es ist ja weniger anstrengend, sogar so wenig, daß man es noch nach etwas SEHR anstrengendem a) durchführen kann. Wink

B ist in diesem Fall eben etwas, was der Charakter immer und zu jeder Zeit im Kampf abrufen kann. Die At-Wills, sind ja meistens wie in jedem anderen Rollenspiel auch normale Angriffe, mit einem kleineren Effekt. So lange er nur At-Wills einsetzt kommt er gut über die Runden. Encounter brauchen eine kurze Pause und Dailys sind einfach auslaugende Mannöver, die einfach nicht nach einander ausgeführt werden können.

Beispiel, ein Kämpfer zerschlägt ein Brett mit einem Handkanten Schlag mehr oder weniger so oft du wilst kurz hintereinander. Jetzt muss er aber mit einem Schlag 20 Bretter zertrümmern. Dies erfordert große Konzentration und ist einfach nicht auf Kommando ab zu rufen bzw. für diesen Kämpfer im Beispiel nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen. Gibts du ihm danach aber wie ein Brett kann er dies noch immer schaffen, auch wenn er ermüdet ist.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 00:27
von den At-Wills war gar nicht die Rede, die stehen auch gar nicht zur Diskussion, denn sie sind völlig glaubwürdiger.

Es ging nur um Encounterpowers (wahlweise Dailies).
Die Fragestellung begann damit, was passiert wenn man mit der Begründung - "die zweite Encounterpower ist weniger anstrengend als die erste, deswegen kann man sie noch durchführen, die erste aber nicht" - die Reihenfolge umdreht. Und dann müsste man die zweite mehrmals durchführen können, das ergibt sich automatisch aus unterschiedlich anstrengenden Powers. Man kanns aber nicht, ergo ist die Erklärung nicht ausreichend.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 30.08.2010 | 00:52
Ich denke, dass der Ansatz der 4E für manch alteingesessenen Rollenspieler zu "neu" ist. Ich glaube, wenn Pen & Paper Rollenspiele erst im aktuellen Jahrzehnt erfunden worden wäre, dann würden sie alle so oder ähnlich aussehen wie die 4E.

Ach, ich weiss nicht, so neu sind die Ansätze ja gar nicht, man kann ja recht gut erkennen, wo sie ihre "Innovationen" geklaut haben (und nein, das meine ich nicht mal negativ). Im Prinzip liegt die Hauptinnovation ja in der Organisation der Informationsübermittlung.

Auch dem zweiten Satz stimme ich nicht zu. Gibt und gab ja genügend Neuerscheinungen in den letzten Jahren, die mit der 4E nicht viel gemein haben. Die Zeiten, in denen sich alle am großen Platzhirschen orientierten, sind (zum Glück) vorbei und nur weil WotC was macht, machen die anderen das noch lange nicht nach. Das hat die 4E mit der GSL sogar meiner Meinung nach noch beschleunigt.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Taysal am 30.08.2010 | 11:12
Die Begründung habe ich schon gegeben: Ich betrachte Rollenspiel aus der Sicht des Charakters. Die überwältigende Mehrheit der Rollenspieler tut das. Die Regeln geben die Möglichkeiten des Charakters wider. Und alle diese Leute sind es, die ein großes Problem mit D&D4 Powers haben.

Und aus dieser Perspektive hat das wenig mit Geschmack zu tun: Es funktioniert einfach nicht. Man kann es sich nur aus der Metaebene erklären ("ich hatte nur eine Gelegenheit für den Trick"). Und genau das ist aus der "Rollenspielperspektive" ein anderes Spiel. Ich möchte aber eben Rollenspiel spielen und kein anderes Spiel, das ist die Begründung. Daher brauchte ich eine Begründung für D&D4, weil ich kein System kenne, daß da rankommt, also keine Alternative habe.

Wenn es diese Rollenperspektive niemals gegeben hätte, klar, dann gäbe es diese Schwierigkeit nicht. Das gilt auch, wenn es den Urknall nicht gegeben hätte ;)

Wenn ich D&D4 Spiele erkläre ich mir das entweder mit Magie (funktionier imho am besten) oder gehe den leichten Weg, der auch hier gegeben wurd: Ich ignoriere es und denke nicht darüber nach (was für eine komische Idee).
(...)

Aus Sicht der Charaktere besteht kein Erklärungsbedarf, der besteht nur aus Sicht der Spieler, mit denen Du Umgang hast (bei mir stellen die wenigsten Leute mal eine derartige Frage).

Die Charaktere leben in einer so funktionierenden Welt, sie haben täglich mit ihren Fähigkeiten zu schaffen und gut ist. Nur die wenigsten werden hinterfragen, warum die Welt so funktioniert, wie sie eben funktioniert. Wer das macht, der fällt in den Bereich Gelehrter und der Spieler eines solchen Charakters sollte sich überlegen, warum er ein Abenteuerspiel zockt, wenn er doch eigentlich nur einen Wissenschaftler spielen will. Hier türmen sich einfach künstlich geschaffene Barrieren in der Sichtlinie auf.

Wer Probleme mit den Powers hat, verlässt die Sicht des Charakters und blickt von der Metabene auf die Regeln herab. Der Charakter kennt keine Regeln, er kennt nur "kann ich" und "kann ich nicht". Das ist in der Realität auch so. Die Wenigstens fahren Auto und wissen wie und warum genau das Fahrzeug funktioniert. Auto fährt oder Auto fährt nicht. Und den meisten Leuten fehlt einfach die Neugierde zu wissen, warum das Auto fährt. Sind die nun weniger glücklich beim Fahren? Nö! Auto fährt oder Auto fährt nicht - Basta! :)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 11:36
Zitat von: Taysal
Aus Sicht der Charaktere besteht kein Erklärungsbedarf, der besteht nur aus Sicht der Spieler, mit denen Du Umgang hast (bei mir stellen die wenigsten Leute mal eine derartige Frage).
Dann spielst du vermutlich mit sehr modernen Leuten. Wir testen solche Systeme mit "Spielersicht" auch hin und wieder aus (Inspectres z.b.), aber der Kinoeffekt derselben nutzt sich relativ schnell ab und dann wird wieder klassisch gespielt.
Ich glaube deine und die meistern meiner Leute könnten nicht zusammen spielen, ihr spielt einfach ein ganz anderes Spiel.

Vielleicht fällt dir aber auch schwer das Problem nachzuvollziehenu, was sich dadurch in der Spielwelt ergibt oder den Unterschied zum "klassischen" Ansatz zu sehen:
Im günstigsten Fall will ich nichts entscheiden können, was mein Charakter nicht auch entscheiden kann.

Mit Autofahren hat das gar nichts zu tun, weil ich jederzeit die Möglichkeit hätte rauszufinden wie es funktioniert.
Wenn überhaupt, dann kann man das mit "Glück" in der Realität vergleichen: Wenn ich 6richtige im Lotto habe, dann habe ich keine Möglichkeit rauszufinden, warum ausgerechnet ich die Gefunden habe.
Womöglich hat Gott gerade einen Bennie ausgegeben, damit ich der Gewinner werde. Das ist dann aber kein Rollenspiel mehr, sondern Populous.
Kannst du nachvollziehen, daß das nichts mit Rollenspiel zu tun hat?

Das verhält sich wie mit den Haupt- und Nebencharakteren aus Savage Worlds. Aber die Powers sind eben eine Abstraktionsgrenze, die sich viele nicht mehr zurechtbiegen können, um weiter Rollenspiel zu spielen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Roland am 30.08.2010 | 11:55
Die Begründung habe ich schon gegeben: Ich betrachte Rollenspiel aus der Sicht des Charakters. Die überwältigende Mehrheit der Rollenspieler tut das.

Bist Du da sicher? Ich habe bisher nur sehr wenige Spieler kennengelernt, die sich nicht mir  dramatischen (und oder Ressourcen-) Elementen anfreunden können, die keine allgemeingültigen Erklärungsmuster in der Spielwelt haben.
Werde schlug mir beim Einsatz von Bennies, Drama- oder Fatepunkten blankes Entsetzen endgegen, noch beschweren sich die Spieler über sich aufbrauchende Pool-Fertigkeiten bei Trail of Cthulhu oder Shadowrun.

Die Regeln geben die Möglichkeiten des Charakters wider.

Der Punkt ist, die Regeln geben die Möglichkeiten der Spieler wieder.

Powers bei D&D sind zum einen dramatische Elemente (halt kewl powerz, die aber nur so lange cool bleiben, wie man sie nicht zu oft nutzt), zum anderen spielerische Komponenten, wie es sie in Brettspielen oder CRPGs gibt.

Wenn man für alles im Spiel Erklärungen aus der Simulation braucht, kann man mit D&D Probleme haben. Und mit vielen anderen Spielen auch. Lass Dich bei Deinem Fachhändler entsprechend beraten.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 12:00
@Roland: wie ernst nehmen das die Leute denn, mit denen du das spielst?

Ich würde sagen Ablehnung und Neugier zu dieser Art von Hobby hält sich meiner Erfahrung nach die Waage. Aber die wenigsten scheinen es wirklich ernst zu nehmen. Ja, sie "finden es ganz nett, kann man mal machen", aber "ist nie ein Ersatz für echtes Rollenspiel" und schon gar nicht in langen Kampagnen.

Und da scheints imho eine variable Grenze zu geben. Bennies sind tolerierbar, Fanmail auch noch, aber bei limitierten Traits hörts dann ganz schnell auf.
Und Powers sind limitierte Traits.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Edler Baldur am 30.08.2010 | 12:01
Zitat
Bist Du da sicher? Ich habe bisher nur sehr wenige Spieler kennengelernt, die sich nicht mir  dramatischen (und oder Ressourcen-) Elementen anfreunden können, die keine allgemeingültigen Erklärungsmuster in der Spielwelt haben.
Werde schlug mir beim Einsatz von Bennies, Drama- oder Fatepunkten blankes Entsetzen endgegen, noch beschweren sich die Spieler über sich aufbrauchende Pool-Fertigkeiten bei Trail of Cthulhu oder Shadowrun.

Dem kann ich nur zustimmen, ich habe bislang auch noch keinen Spieler getroffen, welcher diese Punkte sich nicht vorstellen konnte, bzw. akzeptieren konnte, selbst wenn die Erklärung dazu in der Spielwelt fehlt.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 30.08.2010 | 12:05
Die Begründung habe ich schon gegeben: Ich betrachte Rollenspiel aus der Sicht des Charakters. Die überwältigende Mehrheit der Rollenspieler tut das.
Mach doch mal eine Umfrage dazu auf.

Wenn die ueberwiegende Mehrheit der Rollenspieler das tun sollte dann sollte eine Umfrage hier diese Zahl wohl (zumindest tendenziell) bestaetigen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Skele-Surtur am 30.08.2010 | 12:10
Der Witz ist: Die Mehrheit der Rollenspieler betrachtet vermutlich das Rollenspiel AUCH aus Sicht ihres Charakters und würde daher dieser Aussage sogar zustimmen, ohne die selben Schlüsse daraus zu ziehen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: LöwenHerz am 30.08.2010 | 12:12
Was kann man diesen Leuten kurz und effektiv sagen, wenn man sie für D&D4 begeistern will?

"Ich habe noch folgende andere Systeme im Angebot: ... "

Wie wäre es damit? Wie willst Du jemanden davon überzeugen 4E zu spielen, der partout keine Lust darauf hat? Das wäre ja, wie Dich davon zu überzeugen, mit Deiner Überzeugungsarbeit aufzuhören... oder so ;)

Nimm mir den kleinen Seitenhieb nicht übel, aber ich kann verstehen, warum man die 4E nicht spielen will. Und überzeugen ließe ich mich auch nicht. Der einfachste Weg wäre also, weitere Systeme vorzustellen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 12:15
"anderes System im Angebot" ..hehe, der war gut  :d
Ich kann auch verstehen (http://hochistgut.blogspot.com/2010/05/die-d-kritik-verstehen.html), wenn man es nicht spielen will, ich kann nur Systemvorurteile nicht leiden und würde so eine Entscheidung auf ein Vorurteil nicht akzeptieren.
Nur hat bislang jeder hier das "Vorurteil" bestätigt, insofern ist es vermutlich nicht mal eines.

Ich denke nicht, daß eine Umfrage bei Forenbenutzern irgendetwas aussagt. Ausserdem bin ich der Ansicht, daß die meisten alles vom Pferd erzählen, nur um ein Gegenargument zu haben oder ein Argument abzuwerten ("Neein, solche Spieler habe ich noch NIE in meinem Leben getroffen, die existieren gar nicht, das bildest du dir ein" - Nee, is' klar).


Wie soll ich denn die Umfrageoptionen nennen? Interessant wärs ja schonmal.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 30.08.2010 | 12:30
Wer Probleme mit den Powers hat, verlässt die Sicht des Charakters und blickt von der Metabene auf die Regeln herab. Der Charakter kennt keine Regeln, er kennt nur "kann ich" und "kann ich nicht". Das ist in der Realität auch so. Die Wenigstens fahren Auto und wissen wie und warum genau das Fahrzeug funktioniert. Auto fährt oder Auto fährt nicht. Und den meisten Leuten fehlt einfach die Neugierde zu wissen, warum das Auto fährt. Sind die nun weniger glücklich beim Fahren? Nö! Auto fährt oder Auto fährt nicht - Basta! :)

Allerdings haben die Leute, die eine gewisse Expertise auf einem Gebiet besitzen, meistens auch ein gewisses Wissen darüber, was sie da tun. Du vergleichst nun die Experten des Spiels (den Magier, den Kämpfer whatever) in meinen Augen also mit den falschen Leuten, nämlich mit dem reinen Konsumenten (und selbst die haben meistens eine wenigstens rudimentäre Ahnung, warum ein Auto funktioniert). Die Spielercharaktere sind aber die Michael Schumachers der Welt, und der hat bekanntermaßen mehr Ahnung von Autos als so mancher Automechaniker.

Ich denke persönlich, dass sich bei den Powers bemerkbar macht, dass die Designer überhaupt nicht die Absicht hatten, irgend etwas zu simulieren. Es ging einzig und alleine um das Regelsystem, aus der Perspektive der Spielwelt wurde das überhaupt nicht betrachtet. Auch Gary Gygax benutzte das vancianische Magiesystem vor allem als Regelkonstrukt, aber da konnte man natürlich wunderbar die Vance-Theorie mitverwenden, die Erklärung wurde also gleich mitgeliefert.

Das ist nicht für jeden ein Problem, aber für die, für die es ein Problem darstellt, ist es halt ein großes.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Roland am 30.08.2010 | 12:31
@Roland: wie ernst nehmen das die Leute denn, mit denen du das spielst?

Wie meinst Du (vor allem was meinst Du mit) das?

Die meisten meiner Mitspieler spielen schon seit einigen Jahren Rollenspiele, manche schon seit über 20, wir haben so ziemlich alles von Teenagern bis Leuten gut über 40 im Angebot. Spaß ziehen sie meist aus mehreren Quellen, Geselligkeit, Cleverness und Dramatik z.B.., die wenigsten würden aber für irgendwelche Traditionen oder Neuerungen in Spiel leidenschaftlich kämpfen, sondern einen Kompromiss suchen.
Wir spielen meist kurze bis mittellange Kampagnen (4-8 Monate) in manchen Runden (z.B. Savage Worlds und D&D) aber auch schon 1-2 Jahre. Ich schätze, dass ich mit ca. 20 Leuten regelmäßig spiele und insgesamt 40 Menschen häufig im Spiel beobachten kann.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Taysal am 30.08.2010 | 13:17
Allerdings haben die Leute, die eine gewisse Expertise auf einem Gebiet besitzen, meistens auch ein gewisses Wissen darüber, was sie da tun. Du vergleichst nun die Experten des Spiels (den Magier, den Kämpfer whatever) in meinen Augen also mit den falschen Leuten, nämlich mit dem reinen Konsumenten (und selbst die haben meistens eine wenigstens rudimentäre Ahnung, warum ein Auto funktioniert). Die Spielercharaktere sind aber die Michael Schumachers der Welt, und der hat bekanntermaßen mehr Ahnung von Autos als so mancher Automechaniker.

Ich denke persönlich, dass sich bei den Powers bemerkbar macht, dass die Designer überhaupt nicht die Absicht hatten, irgend etwas zu simulieren. Es ging einzig und alleine um das Regelsystem, aus der Perspektive der Spielwelt wurde das überhaupt nicht betrachtet. Auch Gary Gygax benutzte das vancianische Magiesystem vor allem als Regelkonstrukt, aber da konnte man natürlich wunderbar die Vance-Theorie mitverwenden, die Erklärung wurde also gleich mitgeliefert.

Das ist nicht für jeden ein Problem, aber für die, für die es ein Problem darstellt, ist es halt ein großes.

Nein, das Spiel ist auch keine Simulation. Das ist auch unnötig. Die 4E hat doch einen ganz anderen Ansatz, ein anderes System. Aus der Sicht der Charaktere ist das aber deren Realität in der sie Leben. Selbst falls sie es hinterfragen, würden sie ihren Maßstäben, Erfahrungen und Naturgesetzen nach feststellen, dass es so ist wie es ist. Michael Schuhmacher kann sein Auto auseinandernehmen, aber er kann die für uns geltenden Naturgesetze nicht ändern und nimmt sie so wahr, wie ein Mensch sie eben wahrnimmt. Für den Einen fällt der Apfel vom Baum und es ist eben so, der Andere fragt halt warum es so ist. Aber für beide Menschen fällt der Apfel eben vom Baum, weil es ist wie es ist.

Es ist unsinnig in einem Spiel nach der Realität zu suchen und seine eigene Sichtweise auf die Wahrnehmung einer fiktiven Figur aus einem Spiel zu übertragen. Für die Figur ist es einfach wie es ist und die Versuche eines Charakters das System des Spiels zu ergründen ist ein Wechsel in die Sicht des Spielers. Spieler die nun ihren Charakter versuchen lassen die Naturgesetze seiner Spielwelt zu ergründen, die haben einen Fetisch oder zu viel Freizeit. Ich verbringe meine Freizeit lieber damit ein Abenteuerspiel zu spielen. :)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: ErikErikson am 30.08.2010 | 13:24
Falcon will halt was logisches. Bei Justice league hats mich auch etwas iritiert, dassdie Leute der dramatik wegen immer erst kurz vor ddem Erdboden aufgefangen wurden. Realistisch wärn die alle trotzdem tot. Bei Falcon ist das halt noch viel stärker ausgeprägt. an seiner Stelle wär ich völlig konfus, wieso irgendjemand überhaupt 4e spielt. Das wäre wie wenn man nen Actintriller sehen will und sich dann Dr. Snuggles reinzieht.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falke359 am 30.08.2010 | 13:30
Nehmen wir Legolas im zweiten "Herr der Ringe" und sein Treppensurfen auf dem Orkschild (wie albern man das auch finden mag).
Nehmen wir weiter an, er hat dafür (nach D&D 4e) eine daily power ausgegeben.

Wieso rennt er nicht gleich wieder hoch und macht die Aktion nochmal, wenn sie so effektiv ist? Ist er zu erschöpft dafür ?
Nein, sondern weil´s dämlich wäre und der Zuschauer nicht mehrmals dieselbe Aktion sehen will.
Eine daily power soll eine coole Aktion sein, die ich in einer kritischen Aktion im Kampf einsetze, um vielleicht das Blatt zu wenden. Sie soll dem Spiel mehr Dramatik und "Coolness" verleihen.

Darin liegt aber auch die Problematik des Systems: Wenn ich jeden Tag dieselbe "coole Aktion" mache, wird´s recht schnell öde.
Anders ausgedrückt: Wenn ich meine daily und die encounters rausgehauen habe, mache ich in nem Kampf halt doch wieder die Standard at-will power immer und immer wieder.

(und sagt mir nicht, in 3.5 war das noch schlimmer, das ist altbekannt).
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: ErikErikson am 30.08.2010 | 13:35
Du steigst aber ständig auf. Und deshalb lernst du ständig neue coole Powers, die sich auch noch kombinieren lassen mit anderen Sachen, magischen Gegenständen und Sachen von Verbündeten. Ich bin extrem froh, das ich am anfang nur weing Sachen hab, damit bin ich gefordert genug. Deshalb find ich 4e auch spitze.

Das ist aber nicht das Problem. Es ist total unrealistisch, das Legolas die Aktion nicht immer und immer wieder bringt. Für jemanden, dem das am Herzen liegt, für den ist die 4e ein Graus ohnegleichen. Seit langem ist kein Spiel mehr rausgekommen, das derartig Hollywoodmäßig ist.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falke359 am 30.08.2010 | 13:38
Seit langem ist kein Spiel mehr rausgekommen, das derartig Hollywoodmäßig ist.

Dann füllt´s ja wenigstens ne Marktlücke
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Waldgeist am 30.08.2010 | 14:06
Ich verstehe nicht, warum D&D 3.x Spieler D&D 4 als "unrealistisch" bezeichnen sollten. Beide Spiele erheben doch keinen Anspruch auf "Realismus" und D&D 3.x könnte man doch genauso Dinge als "unrealistisch" vorhalten...
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 14:26
Das das Spiel überhaupt keine Simulation ist, ist Quark. Viele, ich würde sogar sagen die meisten, Elemente sind in D&D4 simulatorisch. Z.b. das ein Schwert Schaden verursacht, wenn man es benutzt, das jemand sterben kann, wenn er unter 0HP kommt, das ein geschickter Mensch besser balancieren kann. Das sind alles Konsequenzen, die sich nicht rein willkürlich ergeben.

Ein RPG  System, daß sich gar nicht an der Realität orientiert, wäre vermutlich gar nicht spielbar, von daher ist es niemals ein Argument, daß unrealistisch keine Rolle spiele.
Das die Powers aber auf Naturgesetzen aus der Spielwelt beruhen, halte ich für gewagt. Die Powers drehen die Grundlage von Ursache und Wirkung völlig auf den Kopf,
- Wirkung wird erzeugt: Eine Power wird angewendet
- Eine Ursache entsteht: Der Anwender hatte eine Möglichkeit sie zu nutzen.
Das ist etwas VÖLLIG Anderes, als der Apfel und der Baum oder Legolas.

Mir kann niemand erzählen, daß er sich so eine Welt im Kopf vorstellen könne, weil wir gar nicht dafür konstruiert sind. Man kann es eben nur passiv konsumieren wie einen Film oder ein Buch.

Ich bin eigentlich sehr pflegeleicht, auch Trefferpunkte stören meine Vorstellung der Spielwelt nicht, aber Powers sind eben etwas unvorstellbares. Leider nimmt es damit die Grundlage des Rollenspiels (es wird zum Erzählspiel).
D&D4 spiele ich hauptsächlich weil ich von dem sehr durchdachten Design überzeugt bin. Die Powers sind ein lästiger Nebeneffekt (für die meisten ein tödlicher).

@Wormy: Zustimmung :d

@Roland: ich meine damit, sie würden es ausprobieren, sogar spielen aber wenn sie fortan nichts anderes mehr spielen könnten, würden sie es nicht machen (oder sich durchgehend beschweren ;) ).

Die Alternative wären casual Gamer, die sowieso alles spielen, sofern jemand Bier mitbringt.

so richtige Storynutten, die in Pool oder FATE voll aufgehen kenne ich so leider nicht. Aber mich wundert das auch nicht, ich kenne ja z.b. auch keine Hobby Fallschirmspringer. Ist halt ne andere Geschichte.

Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Whisper666 am 30.08.2010 | 14:38
Wie wärs mit dem Roman "Swordmage: Blades of the moonsea"?
Ich kenn den Roman jetzt nicht und kann auch nicht sagen, ob der was taugt, aber das ist der erste Roman, der zur 4. Edition erschienen ist und es gibt eine Stelle, in der der Hauptcharakter seinem Sidekick den Unterschied zwischen "At-Will" und "Daily" powers erklärt. Könnte ja neue Ansätze liefern..
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: K!aus am 30.08.2010 | 14:41
[..] es gibt eine Stelle, in der der Hauptcharakter seinem Sidekick den Unterschied zwischen "At-Will" und "Daily" powers erklärt. Könnte ja neue Ansätze liefern..

Und wie ist seine Erklärung?

Gruß,
Klaus.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Roland am 30.08.2010 | 14:42
@Roland: ich meine damit, sie würden es ausprobieren, sogar spielen aber wenn sie fortan nichts anderes mehr spielen könnten, würden sie es nicht machen (oder sich durchgehend beschweren ;) ).

Das kann ich natürlich nicht abschließend beurteilen, aber es gab bisher nur sehr wenige Spieler, die sich ausdrücklich und nachhaltig nicht-klassischen Spielen und Mechaniken verweigert haben. Manchmal gibt es Bedenken ("Wo kommen wir denn da hin, das haben wir ja noch nie so gemacht.") aber die kann man fast immer abbauen.
Unter den 40 Leuten gibt es einen bis zwei, die ausschießlich eine bestimmte und eng eingegrenzte Form von Rollenspiel gern spielen. Aber es gibt auch einen, der keine Steampunk-Spiele mag, einen der Rollenspiel in denen Spielkarten benutzt werden kategorisch ablehnt und zwei Menschen, die zwar fast alles spielen, aber nie zufrieden sind.

Auf der anderen Seite wird meine Trail of Cthulhu Runde auf Bitten der Spieler weitere 4 Monate fortgesetzt.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 14:47
Wie wärs mit dem Roman "Swordmage: Blades of the moonsea"?
Ich kenn den Roman jetzt nicht und kann auch nicht sagen, ob der was taugt, aber das ist der erste Roman, der zur 4. Edition erschienen ist und es gibt eine Stelle, in der der Hauptcharakter seinem Sidekick den Unterschied zwischen "At-Will" und "Daily" powers erklärt. Könnte ja neue Ansätze liefern..
wow, das macht mich echt neugierig. Leider werde ich mir das Buch deswegen nicht extra kaufen.

Hat es denn jemand und kann mal nachschauen?

@roland: Ok, danke.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falke359 am 30.08.2010 | 14:52
Das die Powers aber auf Naturgesetzen aus der Spielwelt beruhen, halte ich für gewagt. Die Powers drehen die Grundlage von Ursache und Wirkung völlig auf den Kopf,
- Wirkung wird erzeugt: Eine Power wird angewendet
- Eine Ursache entsteht: Der Anwender hatte eine Möglichkeit sie zu nutzen.

stimme ich dir völlig zu.

Zitat
Das ist etwas VÖLLIG Anderes, als der Apfel und der Baum oder Legolas.

je nach Perspektive: Aus Sicht des Regisseurs nicht, der denkt tatsächlich: Wie könnte man das Prinzip der Schwerkraft gut erklären? Vielleicht mit einem Apfel, der vom Baum fällt.
Wie könnte man nen coolen move einbauen? Wie wäre es mit nem Schild und ner Treppe?

Der Spieler in der 4e ist also angehalten zu denken: Mein Charakter hat an diesem Zeitpunkt des Tages diesen move gemacht (=diese power eingesetzt), weil es sich grad aus der Kampfsituation ergeben hat.
Man muss halt eher wie der Regisseur und nicht wie der Schauspieler denken.
Die Grenze dieses Denkens ist halt nur dann erreicht, wenn man immer und immer wieder dieselbe power einsetzt.

Ach ja, und wieso sich jemand auf der anderen Seite des Schlachtfeldes heilen kann, weil ich grade jemandem auf´s Maul gehauen hab, erschließt sich mir auch nie, aber das wurde oft genug angeführt.

Oder, um bei Legolas zu bleiben: Wieso kann Gimli sich drei Felder bewegen und Aragorn sich heilen, weil Legolas diesen move ausgeführt hat? Äähm, ja...

Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 14:57
Ja, genau. Darauf will ich doch hinaus.

Regisseurperspektive => Erzählspiel
Charakterperspektive => Rollenspiel

dankbarerweise hast du sogar noch den Begriff Regisseur benutzt ;)

Und dummerweise enthält D&D4 Elemente aus beiden Spielen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falke359 am 30.08.2010 | 15:01
Ja, genau. Darauf will ich doch hinaus.

Regisseurperspektive => Erzählspiel
Charakterperspektive => Rollenspiel

dankbarerweise hast du sogar noch den Begriff Regisseur benutzt ;)

Und dummerweise enthält D&D4 Elemente aus beiden Spielen.

Na Wahnsinn, die Falken stimmen mal überein.  ;D

Wieso findest du es dumm, dass beide Elemente enthalten sind? Nichts Halbes und nichts Ganzes?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Whisper666 am 30.08.2010 | 15:02
Ich werd mir das Buch bei Gelegenheit mal zulegen. Das kost nur nen Fünfer und hat ganz gute Rezensionen bekommen. Bei Interesse kann ich dich ja mal auf dem Laufenden halten  ;)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 30.08.2010 | 15:13
Ja, das wär nett, ich würde höchstens auf die deutsche Version warten

Zitat von: Falke
Na Wahnsinn, die Falken stimmen mal überein.  Grin
Ich behaupte aber seit Jahren nichts anderes in Bezug auf D&D4 ;)

Ja, nichts halbes, nichts ganzes trifft es ganz gut. Ich kann eben nicht von einer Sekunde zur anderen auf ein anderes Spiel wechseln. Zumal es mich ärgert, daß man D&D4 auch hätte umsetzen können, ohne diese extremen Erzählelemente zu verwenden.
Ich würde ja gerne mal ein Designdiary der "Autoren" dazu lesen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Meister Analion am 31.08.2010 | 11:50
Ja, das wär nett, ich würde höchstens auf die deutsche Version warten
Ich behaupte aber seit Jahren nichts anderes in Bezug auf D&D4 ;)

Ja, nichts halbes, nichts ganzes trifft es ganz gut. Ich kann eben nicht von einer Sekunde zur anderen auf ein anderes Spiel wechseln. Zumal es mich ärgert, daß man D&D4 auch hätte umsetzen können, ohne diese extremen Erzählelemente zu verwenden.
Ich würde ja gerne mal ein Designdiary der "Autoren" dazu lesen.
Also ich finde das super. Man kann schön Rollenspiel und Charakterenwicklung betreiben und schwups im Kampf sich dann voll auf coole Action konzentrieren. Shakespeare kombiniert mit Robert Rodriguez, was gibt es besseres um seine Zeit damit zu verbringen?  ;D

Ein Rollenspiel ist halt immer noch ein Spiel. Und damit Spiele funktionieren, brauchen sie Regeln. In D&D4 ist die Regel: du kannst diese tolle Aktion einmal am Tag mit guter Erfolgschance machen ohne groß was zu planen.
Bei 3.x ist die Regel: du kannst stehenbleiben und full attack machen oder du kannst dich bewegen und einen Angriff machen.
Oder was würdet ihr in 3.x mit Fighter Dailies gleichsetzten? Da gab es ja nicht wirklich was. und wenn die leute lieber nur full attacks haben  wollen "Weil es realistischer ist", sollen sie doch  >;D
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Haukrinn am 31.08.2010 | 12:10
Shakespeare kombiniert mit Robert Rodriguez, was gibt es besseres um seine Zeit damit zu verbringen?  ;D

 :d
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Der Oger (Im Exil) am 31.08.2010 | 12:27

Bei 3.x ist die Regel: du kannst stehenbleiben und full attack machen oder du kannst dich bewegen und einen Angriff machen.
Oder was würdet ihr in 3.x mit Fighter Dailies gleichsetzten? Da gab es ja nicht wirklich was. und wenn die leute lieber nur full attacks haben  wollen "Weil es realistischer ist", sollen sie doch  >;D


Oder den Gegner flankieren.
Oder den Gegner entwaffnen, zu Boden ringen, umrennen, seine Waffen zertrümmern, einen Sturmangriff durchführen, defensiv kämpfen, einen heftigen Angriff setzen, oder sich für ein Cleave or Whirlwind attack optimal positionieren. Oder zig andere Dinge tun.

@ Dailies: das ist ja das Alleinstellungsmerkmal von $E - jeder Charakter bekommt seine ärztlich verordnete Dosis von streng regulierter Awesomeness, die er einmal per Tag/Begegnung einsetzen darf und die genau Stufe mal X Schaden macht.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: El God am 31.08.2010 | 12:31
Zitat
@ Dailies: das ist ja das Alleinstellungsmerkmal von $E - jeder Charakter bekommt seine ärztlich verordnete Dosis von streng regulierter Awesomeness, die er einmal per Tag/Begegnung einsetzen darf und die genau Stufe mal X Schaden macht.

Ja, ist doch toll!
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 31.08.2010 | 12:34
soweit ich weiss gibt es in 3.5 keine Äquivalente zu Mundanen Powers (Exploits). Das ist ja das Problem, was wohl viele Altspieler haben (ich übrigens auch).

Komischerweise haben sie mit Trefferpunkten [KEINE Lebenspunkte] keine Probleme, obwohl es auf derselben Annahme beruht wie D&D4 Exploits. Ich glaube, daß sie die Gemeinsamkeiten überhaupt nicht sehen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Meister Analion am 31.08.2010 | 12:39
Oder den Gegner flankieren.
Oder den Gegner entwaffnen, zu Boden ringen, umrennen, seine Waffen zertrümmern, einen Sturmangriff durchführen, defensiv kämpfen, einen heftigen Angriff setzen, oder sich für ein Cleave or Whirlwind attack optimal positionieren. Oder zig andere Dinge tun.

@ Dailies: das ist ja das Alleinstellungsmerkmal von $E - jeder Charakter bekommt seine ärztlich verordnete Dosis von streng regulierter Awesomeness, die er einmal per Tag/Begegnung einsetzen darf und die genau Stufe mal X Schaden macht.

Die hälfte was du da auflistet gibt es auch in 4e  ohne Powers. Die andere hälfte war in 3.x auch nur wirklich eine Option wenn man sich extrem mit zig Feats darauf spezialisiert hat. Und selbst dann hatte man gegen viele Gegner trotzdem null chancen damit durchzukommen.
Und ich habe es lieber wenn jeder die gleiche Dosis bekommt als dass alles den Castern geimpft wird  >;D

Aber hier geht es nicht um einen Editionskrieg, ich will nur wissen warum Leute, die begeistert 3.x spielen sich an Powers  als unrealistisch/unglaubwürdig/unimmersiv stören. Ich kann das nämlich absolut nicht nachvollziehen. Oder sind das alles nur Caster-Spieler, die ihre Coolness nicht teilen wollen?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 31.08.2010 | 12:44
Was ist daran denn so schwer nachzuvollziehen?


Stell dir vor du kannst deine Seele in deinen Charakter transportieren und bewegst dich in der Spielwelt, und wenn etwas schlimmes passiert bist du wieder sicher im Wohnzimmer. Ich behaupte mal, daß ist es, was die meisten Rollenspieler wollen.

Jetzt reisst dich aber jemand daraus und drückt dir eine Fernbedienung in die Hand und dem Char einen Stecker in den Arsch und sagt, "mit dem Knopf kann er alle 5min MoveA machen, mit dem Knopf 1mal pro Tag MoveB, wenn du select drückst wird ein dramatisches Event getriggert und mit start+B ensteht ein Twist in der Story"

DAS ist es, was den Rollenspielern dann durch den Kopf geht. Und wie KANN man das nur in einen Topf werfen?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Visionär am 31.08.2010 | 12:45
Es gibt meiner Meinung nach auch einen grossen Unterschied, was Kapazität und Fähigkeit der SCs angeht, zwischen der 3.5 als es nur das PHB gab, der 3.5 mit der ersten 'Complete'-Reihe und 3.5 mit UA und der zweiten 'Complete'-Reihe.


@Falcon: Nein, ich möchte meine Seele nicht in irgendein Hirngespinst transportieren. Ich will ein geiles Spiel zocken! So wie bei Nintendo, nur mit mehr Optionen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 31.08.2010 | 12:50
Oder den Gegner flankieren.
Oder den Gegner entwaffnen, zu Boden ringen, umrennen, seine Waffen zertrümmern, einen Sturmangriff durchführen, defensiv kämpfen, einen heftigen Angriff setzen, oder sich für ein Cleave or Whirlwind attack optimal positionieren. Oder zig andere Dinge tun.
Kann man alles in 4e auch noch machen... und dabei teilweise noch was anderes in derselben Runde machen.
Zitat
@ Dailies: das ist ja das Alleinstellungsmerkmal von $E - jeder Charakter bekommt seine ärztlich verordnete Dosis von streng regulierter Awesomeness, die er einmal per Tag/Begegnung einsetzen darf und die genau Stufe mal X Schaden macht.
... im Gegensatz zu frueheren Editionen wo Spruecheklopfer andere "X-Verteilungen" fuer ihre Sprueche hatten, andere Klassen (Barbar, Paladin, Druide fallen mir da spontan ein) bestimmte Class Features auch nur 1-6 mal pro Tag (Paladin sogar pro Woche) einsetzen konnten.

Stell dir vor du kannst deine Seele in deinen Charakter transportieren und bewegst dich in der Spielwelt, und wenn etwas schlimmes passiert bist du wieder sicher im Wohnzimmer. Ich behaupte mal, daß ist es, was die meisten Rollenspieler wollen.
Ist das mal wieder eine Vemutung deinerseits oder hast du da Zahlen die dafuer sprechen?
Zitat
Jetzt reisst dich aber jemand daraus und drückt dir eine Fernbedienung in die Hand und dem Char einen Stecker in den Arsch und sagt, "mit dem Knopf kann er alle 5min MoveA machen, mit dem Knopf 1mal pro Tag MoveB, wenn du select drückst wird ein dramatisches Event getriggert und mit start+B ensteht ein Twist in der Story"
Du willst also wirklich NIX wissen was dein Charakter nicht weiss?
Zitat
DAS ist es, was den Rollenspielern dann durch den Kopf geht. Und wie KANN man das nur in einen Topf werfen?
DAS ist es was DIR durch den Kopf geht wenn du in solchen Bahnen denkst.
Mir ist sowas nicht passiert... mach doch mal eine Umfrage ob das wirklich die Denke ALLER Rollenspieler ist oder ob das nur einem Teil (dem du angehoerst) so geht.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Der Oger (Im Exil) am 31.08.2010 | 13:05
Die hälfte was du da auflistet gibt es auch in 4e  ohne Powers. Die andere hälfte war in 3.x auch nur wirklich eine Option wenn man sich extrem mit zig Feats darauf spezialisiert hat. Und selbst dann hatte man gegen viele Gegner trotzdem null chancen damit durchzukommen.
Und ich habe es lieber wenn jeder die gleiche Dosis bekommt als dass alles den Castern geimpft wird  >;D

O ja, mir wäre es auch lieber, wenn diese Optionen für alle gleich zugänglich wären. In etwa, wie es mit den Kampfoptionen bei LotFP: WFRPG sehr rudimentär angedeutet ist.

Hmmh....

Zitat
Aber hier geht es nicht um einen Editionskrieg, ich will nur wissen warum Leute, die begeistert 3.x spielen sich an Powers  als unrealistisch/unglaubwürdig/unimmersiv stören. Ich kann das nämlich absolut nicht nachvollziehen. Oder sind das alles nur Caster-Spieler, die ihre Coolness nicht teilen wollen?

Ich habe eher die Erfahrung gemacht, das Caster - Charaktere wegen ihrer anfänglich limitierten täglichen Kräfte und niedrigeren Überlebenschancen weniger häufig gespielt werden als Kämpfer, und ich bin ganz einfach der Meinung, das die Wahl einer Klasse so etwas wie ein Preis ist, den ein Spieler bezahlt.

Da finde ich es eigentlich ganz gut ausgewogen, wenn der Zauberer später "mächtiger" ist als der Kämpfer. Es kommt dabei sicherlich auch aufs Aufstiegstempo an.

Aber ich denke, man kann die Macht eines Charakters niemals ohne die Fähigkeiten eines Spielers und das ganze andere drumherum betrachten. Ein einfallsloser Spieler eines Magiers ist dem kreativen Spieler eines Kämpfers deutlich unterlegen, was Handlungsmöglichkeiten angeht - zumindest in meinem Spiel ist das so.

Die Spieler müssen in gleicher Weise herausgefordert werden wie die Charaktere.

Und ich fand es auch immer interessant zu beobachten, welche Optionen Spieler entdecken, wenn sie keine Kraft/Zauberspruch einsetzen können, um ein Problem zu lösen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 31.08.2010 | 13:15
@visionär: aber es ist doch ein Spiel. Oder landest du sicher in irgendeinem Wohnzimmer, wenn du von der Brücke springst?

@Selganor: In GURPS z.b. weiss ich doch durch die Regeln nix, was mein Charakter nicht auch weiss.
Ich habe natürlich noch OT wissen, aber das hat ja nichts mit den Regeln zu tun.

Leider nur Erfahrungen mit vielen, offensichtlichen, Stimmungsspielern, in Spielrunden und Foren.
Mir ist schon klar, daß du im Zuge der Diskussion keine Wahl hast, als genau das Gegenteil zu behaupten. Das ändert meine Erfahrungen aber nicht.

Den Vorschlag mit der Umfrage hast du schonmal gebracht (http://tanelorn.net/index.php/topic,60106.0.html), obwohl du genau weisst, daß viele :T: nicht mal verstehen würden, was damit überhaupt gemeint ist und das nur beweisen möchtest (siehe Link).



@3.5.:
Verdammt, das ist wahr. Es gibt ja auch den Berserkerstance vom 3.5 Barbaren, denn kann er nur begrenzt pro Tag verwenden.
Ein richtiges Problem wäre es aber nur, wenn er eine zweite begrenzte Manöverressource hätte, da man es dann nicht mehr mit Ausdauer erklären kann.
Soweit ich weiss hat der Barbar aber keine andere, begrenzte Manöverressource
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Der Oger (Im Exil) am 31.08.2010 | 13:26
Der andere Punkt, den nannte ich schon mal, ist ein ästhetischer: Die Charaktere als außergewöhnliche Menschen, die zu Helden werden, anstatt als Helden beginnen und zu Superhelden werden. Es passt irgendwie nicht in meine Vorstellungswelt von D&D.

Kann man alles in 4e auch noch machen... und dabei teilweise noch was anderes in derselben Runde machen.... im Gegensatz zu frueheren Editionen wo Spruecheklopfer andere "X-Verteilungen" fuer ihre Sprueche hatten, andere Klassen (Barbar, Paladin, Druide fallen mir da spontan ein) bestimmte Class Features auch nur 1-6 mal pro Tag (Paladin sogar pro Woche) einsetzen konnten.

Ressourcenmanagement. Das war immer ein ZENTRALES Thema bei D&D, das in den späteren Editionen immer mehr marginalisiert worden ist. Ich behaupte mal ganz einfach, es ist für die Zwecke der Spielerfertigkeit nützlicher, wenn ein Charakter weniger kann.

Oder mal polemischer ausgedrückt: Ist es für das Kind gut, wenn es immer seinen Lolli bekommt, wenn es kräht? 
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 31.08.2010 | 13:32
Zitat von: Oger
Der andere Punkt, den nannte ich schon mal, ist ein ästhetischer: Die Charaktere als außergewöhnliche Menschen, die zu Helden werden, anstatt als Helden beginnen und zu Superhelden werden. Es passt irgendwie nicht in meine Vorstellungswelt von D&D.
Das hat mich an 3.5 auch immer am meisten gestört, besonders auf hohen Leveln ist das ja extrem.
Daher war ich so froh, daß sie bei D&D4 wieder ein Stück (ein winziges) zurück zu Alten Zeiten gemacht haben.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Gwynplaine am 31.08.2010 | 14:06
Ressourcenmanagement. Das war immer ein ZENTRALES Thema bei D&D, das in den späteren Editionen immer mehr marginalisiert worden ist. Ich behaupte mal ganz einfach, es ist für die Zwecke der Spielerfertigkeit nützlicher, wenn ein Charakter weniger kann.

Das kommt aber darauf an, wie man spielt. Ich kann Dir sagen, dass meine Spieler in meiner 4E-Runde regelmäßig auf dem Zahnfleisch kriechen. Ohne vernünftiges Ressourcenmanagement läuft da nämlich nix.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 31.08.2010 | 14:11
Ich will nur wissen warum Leute, die begeistert 3.x spielen sich an Powers  als unrealistisch/unglaubwürdig/unimmersiv stören. Ich kann das nämlich absolut nicht nachvollziehen. Oder sind das alles nur Caster-Spieler, die ihre Coolness nicht teilen wollen?

Auf die Gefahr hin wieder Prügel zu kriegen geb ich mal MEINE Antwort darauf:

1. hilft es mir, die Klasse zu visualisieren, wenn sich verschiedene Klassen auch auf mechanischer Ebene unterscheiden. Der Kämpfer funktionierte früher auch systemtechnisch vollkommen anders als der Magier, während im rahmen der 4e durch das Powersystem eine deutliche Annäherung stattgefunden hat. Klar, der eine ist ein Controller, der andere ein Defender, es gibt also noch Unterschiede, aber auf einer abstrakten, aber für mich durchaus relevanten ebene machen beide genau das gleiche: Sie setzen Powers ein.

2. Scheint mir das Design zu stark durch. Als jemand, der mit objektorientierten Programmiersprachen arbeitet, finde ich die Anleihen der 4E zunächst mal sehr nett (wahrscheinlich wird jeder Spieleprogrammierer, der an einem D&D-Spiel bastelt, die 4E viiiieeeel sympathischer finden). Nur dass sich die 4E-Autoren nicht die geringste Mühe gegeben haben, dieses Design zu verstecken (während man bei MMOs ja z.B. auch nicht mit der Nase draufgestoßen wird). Ich spiele lang genug Rollenspiele, um das zu ignorieren, es nervt mich aber, dass ich es aktiv ignorieren muss, während ich es früher einfach überlesen konnte; das es bei vielen 4E-Spielern die Herangehensweise ans Spiel beeinflusst, macht mir die Sache natürlich nicht einfacher.

3. Es macht eben unter simulativen Aspekten zumindest an einigen Stellen absolut keinen Sinn. Das ist Absicht, und das zu kritisieren, halte ich im Prinzip genauso für doof als wenn ich mich drüber ärgere, dass man mit einem Fußball schlecht Tischtennis spielen kann (obwohl beides Ballspiele sind), aber für mich persönlich ist dieser Aspekt wichtig. Ich fand in dieser Hinsicht schon AD&D 2 viel besser als die 3E, aber während ich mit der 3E noch klarkomme, geht mir persönlich die 4E da ein Stück zu weit.

Ressourcen managen zu müssen stört mich übrigens gar nicht (das ist ja nun echt ein alter Hut). und für den Magier könnte ich mir wahrscheinlich immer noch eine Erklärung stricken, warum manche Zauber anstrengender sind als andere und daher nicht so oft eingesetzt werden können. Allerdings funktioniert das vor allem auf der jeweiligen Stufenebene. Wenn ich drüber nachdenke, warum ein Magier eine daily power der Stufe 1 immer noch nur täglich kann, obwohl er vielleicht schon Powers einer viel höheren Stufe beherrscht, verknotet sich mir zugegebenermaßen das Hirn, das im PHB gebrachte Komplexitätsargument kaufe ich den Designern da jedenfalls nicht mehr ab.

Und bei Fightern zum Beispiel krieg ich da auch auf derselben Stufenebene teils große Probleme, mir die Abstufungen zu erklären (über die mechanische Basis hinaus natürlich)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 31.08.2010 | 14:23
@Wormy: hast du das Problem auch bei anderen Spielsystemen, wie sagen wir GURPS oder Risus, oder WoD, bei dem auch alle Dinge mitdenselben Mechanismen gelöst werden oder ist dir das erst bei D&D4 aufgefallen?

ich komme zwar mir beiden Varianten klar, (gleichgeregelt, unterschiedl. geregelt) aber ich sehe die unterschiedliche Regelung in den früheren D&Ds als mangelhaft gelöst.
Magier zu spielen ist häufig viel spassiger, Diebe gehen auch noch. Andere Klassen haben meistens viel weniger individuelle, spassige Verregelungen.
Wenn alle Klassen individuelle, aber ungefähr gleich viele verschiedene Regelelemente hätten, wäre mir das wesentlich lieber.

die Lösung deines lvl1 Dailyzauberproblems wäre vermutlich:
- Man kann jeden daily Zauber nur einmal am Tag vorbereiten.
Das die Stärke des Zaubers nichts mit dem Vorbereiten zu tun hat, war schon immer so. Und das man eine höhere Stufe braucht, um bessere Dailies vorzubereiten, war ja auch schon immer so.
Bei den Exploits funktioniert das natürlich nicht mehr, da hast du Recht.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 31.08.2010 | 16:41
@Wormy: hast du das Problem auch bei anderen Spielsystemen, wie sagen wir GURPS oder Risus, oder WoD, bei dem auch alle Dinge mitdenselben Mechanismen gelöst werden oder ist dir das erst bei D&D4 aufgefallen?

Um ehrlich zu sein, erst bei D&D 4. Was zum einen dran liegt, dass D&D mein System der Wahl als Spielleiter ist, während ich in anderen Systemen vor allem als Spieler aktiv war (und mich entsprechend nur so weit mit den Regeln befasst habe, wie es mir vom SL aufgezwungen wurde^^). Zum anderen aber wahrscheinlich wirklich auch an der Präsentation. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es mir jemals so stark ins Auge gefallen wäre, was sicher auch mit dem Layout und der Sprache der Produkte zu tun hat.

Aber ums auch nochmal gesagt zu haben: ich empfinde das System jetzt nicht als schlecht, nur weil es nicht meinem Geschmack entspricht. Das Problem ist eher, dass mich die Produkte, die dazu rauskommen nicht interessieren. Und das wäre nötig, um mir das Spiel mit dem System schmackhaft zu machen.

Mit den Powers hat das also in erster Linie gar nichts zu tun, auch wenn ich sie nicht besonders mag.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 31.08.2010 | 17:49
@Wormy

Der "Trick" der 4e ist es ja, dass die Klassen sich von den Kernsystemen her ziemlich aehneln, jemand der bisher nur Fighter gespielt hat sich also nicht erst lange ins Magiesystem einlesen muss bevor er das erste mal einen Magier spielt.
Desweiteren sind die Klassennamen nur Schall und Rauch.
Einer meiner ersten D&D 4 Charaktere war ein Rambo-Verschnitt (oder auch "Pseudoninja"), Klassentechnisch war das ein Ranger mit Rogue Multiclass.
Mein Artificer in der "Pixels of War"-Runde hat sich inzwischen (dank Shaman Multiclass und Warrior of Spring Paragon Path) zum "Blood Mage" (der keinerlei aehnliche Powers mit dem gleichnamigen Wizard PP hat) entwickelt und bewirkt mit einem Behaelter voller Trollblut (sein Totem) und anderem magisch geladenen Blut Effekte bewirkt.

Weiterhin: Powers sind nicht gleich Powers.
Denn man koennte fuer 3.x auch behaupten Fighter koennten einen Cantrip wirken (beliebig oft pro Runde).

I hit it with (insert weapon name here)
Casting Time: 1 Attack or full action
Components: S,F
Focus: Weapon

Effect: Make an attack with the weapon you use as a focus (if the range is appropriate). Note: Melee Attacks with this spell don't provoke AoO.
If your BAB is 6+ you may (if you increase the casting time to full action) attack more often, reducing your BAB by 5 for each attack unless the reduction would result in a BAB < 0.
(Hier noch ein Hinweis fuer Angriffe mit Offhand, Schaden entspricht unbewaffnetem Angriff falls man keinen Focus verwendet, ...)

Damit waere der Waffenangriff auch ein "Spruch" (und koennte genauso kompliziert durchdefiniert werden wie die Sprueche)

Hinweis: Sollte ich mich bei einzelnen Details der Spruchbeschreibung vertan haben... Sorry, das war aus dem Kopf von einem System mit dem ich mich seit ueber 2 Jahren nicht mehr naeher beschaeftigt habe.

Auch wenn die Klassen auf den ersten Blick "gleich" aussehen (gleiche Anzahl der frei waehlbaren Powers) sind sie es beim naeheren Hinschauen nicht.
Manche Klassen haben Class Features die aehnlich wie Powers wirken, so dass sich die reine Anzahl der "Powers" durchaus mal extrem unterscheiden kann. (Wizard und Cantrips bzw. Spruechebuch seien da mal genannt)

Ausserdem ist nichtmal "Role=Role".
Defender sind zwar alle dazu da um Schaden von anderen Charakteren abzuhalten bzw. zu verhindern, aber jeder Defender macht das auf eine andere Art. Wer z.B. mit einem Swordmage versucht die Gegner genauso anzugehen wie z.B. ein Warden dann wird er schnell damit auf die Nase fallen (und umgekehrt)

Die Powersources sind in 4e zwar auch durchgaengige Konzepte und (fast) alle Klassen derselben Powersource haben aehnliche (aber nicht notwendigerweise identische) Vorteile durch diese Powersource, aber die Herangehensweise der Klasse an die Powersource ist auch wieder von Klasse zu Klasse (und Powersource zu Powersource) unterschiedlich.

So "gleich" wie die 4e auf den ersten Blick scheint ist sie beim naeheren Hinschauen (und im Spiel) gar nicht.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: LöwenHerz am 31.08.2010 | 18:30
Selganor: ohne Dich persönlich angreifen zu wollen (das muss man ja leider mittlerweile dazu schreiben) folgende Frage...

Warum verfällst Du
a) in eine 4E-Verteidigungshaltung
und versuchst
b) jemandem das System 4E "aufzuschwatzen"?

Mir als bekennender 4E-Nicht-Spieler gehen solche Fragereien und Merkeleien (also "Schönrednereien" ) gehörig gegen den Strich. Aus dem ganz profanen Grund, dass sich konstruktiv versucht wird mit Kritik auseinander zu setzen und nicht erklärt werden muss, was/wie/wo doch an der 4E so toll ist, bzw wie toll man sie auch interpretieren kann.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 31.08.2010 | 18:39
Ich kann die Gleichmacherei der Powers völlig nachvollziehen.
Der Vergleich mit GURPS ist auch insofern schlecht, als das es bei GURPS den Grundmechanismus betrifft, bei D&D4 aber einen seperaten Mechanismus (die Powers). Und niemand würde wohl sagen "die haben ja überall denselben Grundmechanismus, diese Gleichmacher".

GURPS HÄTTE dasselbe Problem, wenn alle Skills Spells mit Casting Zeit wären, dann wäre es ein gerechtfertigter Vergleich.

IM Spiel von D&D4 ist es aber tatsächlich so, daß die Klassen ein anderes "Spielgefühl" haben, wenn man etwas länger die Unterschiede beobachtet.
Das man den künstlichen Eindruck "aktiv" abschütteln muss, liegt imho nicht in der Gleichmacherei, sondern in der künstlichen Mechanik der Powers AN SICH.
Von daher hege ich die Vermutun, daß Wormy vielleicht einfach an der falschen Stelle den Übeltäter sucht.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 31.08.2010 | 18:50
Selganor: ohne Dich persönlich angreifen zu wollen (das muss man ja leider mittlerweile dazu schreiben) folgende Frage...
Wieso muss man das dazuschreiben? (Vor allem: Was soll da ein Angriff sein?)
Zitat
Warum verfällst Du
a) in eine 4E-Verteidigungshaltung
und versuchst
b) jemandem das System 4E "aufzuschwatzen"?
Wo versuche ich jemandem die 4e "aufzuschwatzen"?
Ich habe gerade im letzten Posting Wormy aufgelistet wo sein Eindruck der 4e (der - wie ich mal vermute - nicht aus 2 Jahren woechentlichem Spielen besteht) durch meine praktischen Erfahrungen nicht bestaetigt wurde.
Zitat
Mir als bekennender 4E-Nicht-Spieler gehen solche Fragereien und Merkeleien (also "Schönrednereien" ) gehörig gegen den Strich. Aus dem ganz profanen Grund, dass sich konstruktiv versucht wird mit Kritik auseinander zu setzen und nicht erklärt werden muss, was/wie/wo doch an der 4E so toll ist, bzw wie toll man sie auch interpretieren kann.
Hast du dich bei "...dass sich konstruktiv versucht wird..." vertippt? Irgendwie komme ich mit dem Satzkonstrukt nicht klar und kann deine Intention daraus nicht rauslesen. Das koennte "dass nicht konstruktiv versucht wird" oder "dass konstruktiv versucht wird sich" bedeuten. Oder hast du noch was anderes gemeint?
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 31.08.2010 | 19:38
So "gleich" wie die 4e auf den ersten Blick scheint ist sie beim naeheren Hinschauen (und im Spiel) gar nicht.

Das will ich gar nicht abstreiten. Du hast auch völlig recht, dass meine Meinung nicht auf zweijährigem Spiel beruht. Ich habs zweimal angespielt, hab in beiden Fällen recht früh die Motivation verloren und daraus den Schluss gezogen, dass die 4E wohl einfach nichts für mich ist. Durchaus möglich, dass ich in einer anderen Konstellation mehr Spass daran gehabt hätte. Ich analysier das auch nicht immer bis ins Detail, da es ja so viele Alternativen gibt, dass ich keinen Grund habe, mich mit einem Spiel zu quälen, dass mir nicht zusagt.

Möglicherweise hat auch Falcon recht, dass ich den Übeltäter an der falschen Stelle suche. Aber das ist letztlich auch gar nicht entscheidend, denn das ich die 4E ja gar nicht in erster Linie wegen des Regelsystems ablehne, hab ich ja nun schon mehrfach zugegeben.

Wolfgang Baur hat in seinem "Kobold's Guide to Game Design" von den 3 Zuhörerschaften gesprochen, den man als (Möchtegern-)professioneller Autor von Abenteuern überzeugen müsse:
1. Den Redakteur (spielt an dieser Stelle keine Rolle)
2. Den Spielleiter (der als Vorinstanz über die Nutzung des Materials entscheiden)
und erst
3. Die Spieler (deren Spielspass entscheidend von der Motivation des Spielleiters abhängt, der das Material für sie filtert)

Das gilt analog auch ein bissl für Regelsysteme (nur dass da Spieler sich selbst ein Bild machen können). Ich bin in diesem Fall der Spielleiter, und an mir scheitert die 4E schon gnadenlos an der Sprache und dem Layout der Bücher. Der Inhalt interessiert da schon gar nicht mehr. Wobei ich auch da nicht viel interessantes für mich finde, da der Bereich, der für mich zählt (gerne als "Fluff" bezeichnet) so ganz und gar nicht meinem Geschmack entspricht.

Was das mit dem System zu tun hat? Ehrlich gesagt gar nichts. Und wenn ich das System nicht schon 20 Jahre spielen würde und mich nicht so sehr auf die 4E gefreut hätte, würde ich mich wahrscheinlich gar nicht erst in solche Diskussionen verwickeln lassen (auch wenn diese ja zur Abwechslung mal einigermaßen friedlich verläuft).

Ich trauere meinem einstigen Lieblingsrollenspiel halt immer noch hinterher. (was wahrscheinlich nicht verhindern würde, dass ich in einer 4E-Runde als Spieler mitspielen würde, wenn ich wüsste, dass die anderen Spieler prinzipiell dieselben Vorlieben  wie ich hätten  :) )

P.S.: nur um zu Selganors Fighter-Cantrip-Beispiel noch ne Anmerkung zu machen: Hätten die 3E-Designer machen können. Und hätten sie es getan, wäre ich wahrscheinlich niemals zur 3E gewechselt und würde stattdessen wahrscheinlich inzwischen ganz andere Systeme spielen (oder immer noch AD&D). das ist halt das, was ich über die Präsentation gesagt habe.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 1.09.2010 | 01:14
Eine Aussage ist mir sofort aufgefallen:
"Es gibt ja so viele Alternativen".

Ja, das ist richtig. Es gibt viel zu viele Rollenspiele. Mittlerweile macht jeder sein eigenes oder klont irgendetwas. Es gibt so viele Rollenspiele, daß sich niemand mehr die Zeit nimmt, sich wirklich in ein RPG einzuarbeiten, das Design zu verstehen, die Mechanismen zu üben oder Zeit lässt es zu entwickeln und an die Runde anzupassen.

Das ist wie ein Wein, den muss man erstmal stehen und atmen lassen.


Ich hab mich auch viel zu sehr auf das System gefreut und es macht an zu vielen Stellen so viel richtig, daß ich mich jetzt nicht mehr von ein paar Designmacken aufhalten lasse, es zu spielen. Nichts, was sich nicht durch Hausregeln anpassen lässt.

zugegebenermaßen verhaut D&D4 den "Erster Eindruck Bonus" aber auch völlig. Wer dann kein Durchhaltevermögen zeigt, ist für das System wahrscheinlich verloren.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Meister Analion am 1.09.2010 | 09:43
Das sich alle Klassen gleich spielen nur weil sie alle die selbe Anzahl powers haben ist kompleter Bullshit. In unserer aktuellen Runde haben wir 2 Fighter mit unterschiedlichen Builds, und sogar die spielen sich komplett anders. Und das man mit den Powers kein RP machen kann ist auch gelogen, z.B. zünde ich meien Rage immer dann, wenn mir nahestehende Personen (also nicht beim Prinzlein oder seiner zickigen Schwester  >;D ) blutig gehauen werden und nicht gleich zu Anfang des Kampfes was taktisch viel sinnvoller wäre.

MMn gibt es nur 2 Arten von Personen, die sich an Powers stören:
- solche die 4e gar nicht oder nur 1-2 mal gezockt haben
- solche die viel zuviel Metadenken

Warum  er eine Power nur einmal am Tag kann ist für den Charakter doch genau so irrelevant wie die Frage warum alles immer nach unten fällt. Es ist halt einfach so.
Und wenn ihr unbedingt eine Erklärung braucht, dann macht euch eine. Als Rollenspieler solltet ihr genug Fantasie haben. Die Daily spells sind OK weil es Magie ist? Na dann sind daily exploits halt einfach vom Schicksal/den Göttern/dem Kosmos limitiert damit das universelle Gleichgewicht erhalten bleibt bla bla
Warum blitzt es? Ganz klar, die Götter sind Zornig. Und alles fällt nach unten weil die Welt flach ist, ist doch logisch. Und Stahlwaffen sind besser als Bronzewaffen weil die nur mit mächtiger Magie hergestellt werden können. Der Mensch neigt dazu, für ihn unbekannte Phänomene einfache Erklärungen zu finden, ob sie stimmen oder nicht. Deshalb halte ich es für äußerst unglaubwürdiges Charakterspiel wenn Scharen von SCs eine Lebenskrise bekommen weil sie sich dailies nicht erklären können.

Wie haltet ihr das mit kritischen Treffern? Die sind ja auch limitiert auf die 20er die man würfelt. Weil der limitierende Faktor Glück ist ist das aber ok?

powers sind ganz einfach ressourcen zum ausgeben. fertig. Früher hatte der Fighter nur seine HP als ressource, wie öde ist das denn? Heute haben eben alle mehr oder weniger gleich viel Ressourcen, das ist eben eine Designfrage. Und sich darüber den Kopf zu zerbrechen (als Spieler oder als SC) ist Metadenken
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: ErikErikson am 1.09.2010 | 10:07
Das ist dasselbe Problem wie bei DSA und allen anderen Sachen, die eine Art System beinhalten und Anhänger haben. Selbst die kleinsten Kleinigkeiten, die in irgendeiner Form abweichen werden mega-ernstgenommen und gnadenlos angemeckert.

Es ist völlig sinnlos, die Leute dann zu fragen warum sie sich an so Kleinvieh aufhängen. Das ist so ein Konglomerat aus Langeweile, Systemverteidigung, zu viel Fachwissen, Rechthaberei und Durchsetzen angelehnter Spielstile. 

Nach dieser Erkentniss wird das auch mein letzter Post zu Fragen dieser Art, und ich werde mich zumindest bemühen, die D&D und DSA Quereleien zu ignorieren, auch wenns schwerfällt. Ich hoffe darauf, das dieses Verhalten bei Anhängern kleinerer Systeme nicht so ausgeprägt ist, und werde mich erstmal da etwas mehr umsehen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 1.09.2010 | 10:15
zugegebenermaßen verhaut D&D4 den "Erster Eindruck Bonus" aber auch völlig. Wer dann kein Durchhaltevermögen zeigt, ist für das System wahrscheinlich verloren.

Stimmt durchaus. Allerdings krieg ich über die Paizoforen ja durchaus mit, wieviele Leute sich auch noch nach 2 Jahren Spiels von der 4E ab- und mit Pathfinder der alten Edition wieder zuwenden. Das verfestigt für mich natürlich den Eindruck, dass die 4E einen grundsätzlichen Strickfehler enthält. Und da liegt, ums auf den Titel des Threads zurückzuführen, wohl das tatsächliche Hauptproblem der 4E. Frühere Editionen haben alle möglichen Stile, Rollenspiel zu betreiben, umarmt oder wenigstens so getan als ob. Die 4E setzt da einen klaren Fokus (was andere Spielweisen nicht verhindert, aber auch in keinster Weise dazu einlädt) und vergrault damit viele Spieler, die den nun hauptsächlich unterstützten Spielstil (ich nenns mal "schnelle, cinematisch orientierte Action") gar nicht anstreben.

Das Problem hatte ich mit früheren Editionen übrigens durchaus auch schon, da in den oberen Bereichen das Spiel sich auf einen Stil fokussierte, der so überhaupt nicht meins ist. Nur dauerte es prä-3E ewig, überhaupt mal dahin zu kommen. Aber schon in der 3e hab ich den Stufenbereich ab spätestens Stufe 15 komplett ignoriert, weil mir dieses dort erzwungene Superheldentum so total auf den Keks ging. Bei der 4E wäre es ja nach allem, was ich höre, sogar so, dass mir der obere Stufenbereich wahrscheinlich besser gefallen würde als der der dritten Edition. Nur komm ich da gar nicht hin, weil mir der Stufe 1-"Held" schon viel zu stark (im direkten Vergleich zu früheren Stufe 1-Charakteren) ist.

Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 1.09.2010 | 10:28
Nur komm ich da gar nicht hin, weil mir der Stufe 1-"Held" schon viel zu stark (im direkten Vergleich zu früheren Stufe 1-Charakteren) ist.
Wer zwingt dich auf Stufe 1 anzufangen? ;)

BTW: Im Vergleich zu "Prae-4e"-Stufe 1 Charakteren war fast alles maechtiger.

In Dark Sun (einem der "haertesten" Settings bisher) fing man ja in AD&D 2nd auf Stufe 3 an. In 4e trauen sie sich Charaktere auf Stufe 1 starten zu lassen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Haukrinn am 1.09.2010 | 10:41
Stimmt durchaus. Allerdings krieg ich über die Paizoforen ja durchaus mit, wieviele Leute sich auch noch nach 2 Jahren Spiels von der 4E ab- und mit Pathfinder der alten Edition wieder zuwenden.

Umgekehrt läuft es aber genauso. Sehr viele Leute, die durch D&D 3/3.5 vergrault worden sind, kommen durch die 4E wieder zu D&D zurück.  ;)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 1.09.2010 | 11:06
Wer zwingt dich auf Stufe 1 anzufangen? ;)

nur ich selber. Ich merke, dass ich keinen rechten Bezug zu Charakteren bekomme, die ich auf höheren Stufen erstelle. Die paar Male, wo ich das versucht habe, endete das zumeist mit einem frühzeitigen Abschied meinerseits. also lass ichs lieber, statt anderen den Spass zu verderben. Das ist übrigens ganz systemunabhängig, also keine Ausrede, um nicht 4E spielen zu müssen ^^.

Zitat
Umgekehrt läuft es aber genauso. Sehr viele Leute, die durch D&D 3/3.5 vergrault worden sind, kommen durch die 4E wieder zu D&D zurück.

mhm. Kann ich nicht widerlegen, mag ich aber auch nicht so ganz glauben. Dazu war die 2E zu tot, als WotC die Rechte an D&D erhielt. Und die Entwicklungen, die einem 2E-Spieler an der 3E missfallen haben mögen, wurden ja im Prinzip von der 4E noch weiter getrieben, das wäre also etwas inkonsequent.

Aber das ist wie mit den Vergessenen Reichen. Ich kenn Leute, die auf die Graue Box schwören und alles doof finden, was danach kam. Dass die die Realms der vierten Edition sympathisch finden, weil die quasi alles Material obsolet machen, kann ich sogar verstehen. Ich versteh aber auch, dass diejenigen, die (wie ich) die alten Realms geliebt haben, die neuen ziemlich daneben finden. Wobei selbst ich mal zugegeben habe, dass ich das Setting ganz interessant fände, wenn sie alle Realms-Etikette abgerissen hätten und dem Kind einen anderen Namen (z.B. PoL^^) gegeben hätten.  (Schnell wieder Deckel aufs Fass macht).

Wie dem auch sei. Spieler aus dieser Gruppe sind offensichtlich Spieler, die einen ganz anderen Geschmack als ich pflegen. Ein Grund mehr, ihnen nicht hinterherzurennen. :)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 1.09.2010 | 11:17
Meiner Erfahrung nach sind die Leute die durch die 4e "zurueck" sind weniger die Setting-Sklaven (die durch jede noch so kleine Aenderung eines Settings vergrault werden koennen) sondern eher die Spieler denen die jede Stufe groesser werdende Machtschere zwischen Spruecheklopfern und "Mundanen" schon immer misfallen hat, Spieler denen auf hoeheren Stufe 3.x zu viel "Spiel vor/nach/neben dem Spieltisch" war (zu viel Vorbereitungszeit als Spieler/Spielleiter, gerade bei Spruecheklopfern) und aehnliche.

Aber zu dem Thema mache ich gleich mal eine Umfrage auf, denn ich kann so nur Vermutungen aufgrund meiner persoenlichen Erfahrungen anstellen.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Falcon am 1.09.2010 | 12:01
Zitat von: Selganor
Aber zu dem Thema mache ich gleich mal eine Umfrage auf, denn ich kann so nur Vermutungen aufgrund meiner persoenlichen Erfahrungen anstellen.
Aber diesmal machs auch bitte SELBER. Nochmal spiele ich nicht den Kugelfang der Hetzbande.

@wormy:
Ich kannte/kenne mal einen vergraulten Ex-Tanelornuser, der immer meinte er würde 3.5 hauptsächlich mit Intrigenabenteuern am Hofe (Ravenloft) spielen.
Aber ich kann nicht sehen, wo das besser geht. Beide Systeme bestehen zu 90% aus Kampfregeln. Der Rest sind Skills.

Was allerdings wirklich in 4e vernachlässigt wurde, sind die Alltäglichkeiten. Es gibt kein Crafting mehr oder kein Handeln (gut, Handeln gabs vorher auch nicht). Es gibt ja nicht mal mehr Professionskills. Das sind so Dinge, die ich per Hausregel aber einfach wieder einbauen würde

Was die Machstufe angeht: Insgesamt ist 4e wesentlich mehr Low-Power als 3e, und zwar in so gut wie jedem Aspekt. Die Machtsteigerung ist ebenfalls viel flacher. Das ist offenkundig, wenn man sich die Zahlen und Powers anschaut. Was aber verstärkt wurde ist die knallbunte Ausschmückung. Auf jeder Stufe verhalten sich die 4e Chars nun so als wären sie schon prä lvl15. Jeder kann rumteleportieren, zappen, Strahlen werfen, unsichtbar werden oder sonst was.
Diese Dinge haben aber meist nur marginale Auswirkung (echtes Fliegen gibts z.b. erst ab lvl16 oder so), man darf das also nicht mit Macht verwechseln. Es ist einfach nur bunter geworden, mehr Kitschfantasy. Ich denke damit kommen viele nicht klar.

Nach allem was ich nur gehört habe ist Pathfinder wesentlich undurchdachter designt. Einfach, weil es die Macken von 3.5 übernimmt, weil nicht der Mut zur Verbesserung da ist. Gleichzeitig müssen beim Rumfrickeln wohl einige zusätzliche Gleichgewichtsschnitzer reingekommen sein.

Zitat von: Meister Analion
Warum  er eine Power nur einmal am Tag kann ist für den Charakter doch genau so irrelevant wie die Frage warum alles immer nach unten fällt. Es ist halt einfach so.
Warum drehen wir uns eigentlich immer im Kreis? ;) Nein, daß eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun, es stecken ganz andere Argumente dahinter. Mit gutem Gewissen kann man sagen, daß es sogar zwei komplett unterschiedliche Universen sind.

Vom Schicksal limitierte Exploits.... mmh, darüber muss ich nachdenken.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: LöwenHerz am 1.09.2010 | 12:09
MMn gibt es nur 2 Arten von Personen, die sich an Powers stören:
- solche die 4e gar nicht oder nur 1-2 mal gezockt haben
- solche die viel zuviel Metadenken

Ich weiß nicht, ob Du da einem kleinen Trugschluss unterliegst.
Ich habe die 4E mehr als zwei Mal ausführlich gespielt und ehrlich gesagt haben wir das System an sich ausprobiert und waren noch gar nicht so theoretisch und verkopft an der Sache. Wir dachten halt, wir haben einfach Spaß und spielen drauf los.
Jetzt aber meine Gegenfrage: was ist denn zuviel Metadenken? Vielleicht tue ich das ja unbewusst ;)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Selganor [n/a] am 1.09.2010 | 13:02
Aber diesmal machs auch bitte SELBER. Nochmal spiele ich nicht den Kugelfang der Hetzbande.
Sorry, aber die Suppe hast du dir mit deiner Formulierung selbst eingebrockt.

Zitat
Was allerdings wirklich in 4e vernachlässigt wurde, sind die Alltäglichkeiten. Es gibt kein Crafting mehr oder kein Handeln (gut, Handeln gabs vorher auch nicht). Es gibt ja nicht mal mehr Professionskills. Das sind so Dinge, die ich per Hausregel aber einfach wieder einbauen würde
Hattest du das nicht schon vor 1-2 Jahren vor?
Muss ja wohl doch nicht so dringend gewesen sein...
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Dirk Remmecke am 1.09.2010 | 13:59
Umgekehrt läuft es aber genauso. Sehr viele Leute, die durch D&D 3/3.5 vergrault worden sind, kommen durch die 4E wieder zu D&D zurück.  ;)

Oder werteten sie als Beweis, dass WotC "ihr" D&D immer weiter verfremdet, und wandten sich endgültig LL oder S&W zu...

Die 3 hat mich vergrault, aber die 4 versuchte nicht einmal, mich zurückzulocken. Sie sieht von der ersten bis zur letzten Seite so aus, als ob sie mich abgeschrieben hat, und nach dem Motto "ist der Ruf erst ruiniert..." in komplett anderen Fahrwassern nach Kunden fischt.
(Damit habe ich kein Problem. Wenn sie damit glücklich/reich werden... Es gibt sooo viele andere Systeme.)
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Wormys_Queue am 2.09.2010 | 09:47
Nach allem was ich nur gehört habe ist Pathfinder wesentlich undurchdachter designt. Einfach, weil es die Macken von 3.5 übernimmt, weil nicht der Mut zur Verbesserung da ist. Gleichzeitig müssen beim Rumfrickeln wohl einige zusätzliche Gleichgewichtsschnitzer reingekommen sein.

Dazu wollte ich noch ne Kleinigkeit sagen. Paizo hier mangelnden Mut zur Verbesserung vorzuwerfen, passt nicht so recht, weil das ja in erster Linie gar nicht ihre Absicht war. Das Hauptargument für Pathfinder ist und war, dass mit dem Ende von 3.5 die Grundregelwerke aus den Läden verschwinden, man also einen Ersatz brauchte.

Wenn Pathfinder also grundsätzlich etwas anders gemacht hätte, würde ichs (und viele andere wahrscheinlich auch) wahrscheinlich genausowenig spielen wie die meisten anderen Systeme (inkl. 4E), sondern wäre einfach bei 3.5 geblieben. Da mir dann aber auf Dauer wohl die Spieler abhanden gekommen wären, wär ich wohl entweder zu DSA zurückgekehrt oder hätte ganz aufgehört.

Über die zusätzlichen Gleichgewichtsschnitzer weiss ich allerdings nichts, da verfolge ich die Diskussionen zu selten (und die Leute, die sich an so was aufhängen, haben meist eh ein anderes Verständnis von Rollenspiel als ich). Mein einziges Problem mit 3.5 war die schnelle Aufstiegsgeschwindigkeit, weil man da so schnell aus dem von mir bevorzugten Low-Level-bereich rauskam. Und das Problem haben sie gelöst. Die Grundklassen sind durch die Bank weg interessanter, die neue Grappleregelung gefällt mir auch ganz gut. Und dass Zauberklassen auf hohen Stufen deutlich besser sind als der Kämpfer, halte ich sogar für ein Muss (sag ich als jemand, der gerne den Kämpfer spielt).

Aber da bin ich wohl auch zu altmodisch. In erster Linie halte ich mich als SL für die Balance verantwortlich, das System soll mir vor allem möglichst viele Optionen anbieten. Ob die dann alle an irgendeinem Standard ausbalanciert sind, interessiert mich herzlich wenig.
Titel: Re: Problematik der 4e (mal wieder)
Beitrag von: Gaming Cat am 2.09.2010 | 22:33
Um Die Problematik mit der 4th Ed mal auf den Punkt zu bringen
Warum nicht gleich: "die Apocalypse der 4E" (oder lieber 4$  ::))...Undenkbar, dass jemand Halbintelligentes in diesem System nicht einen Problemfall erblickt. Könnte es tatsächlich Subjekte geben, die mit diesem System kein "Problem" haben???? Am Ende sogar Spaß!!!  :o Warum nicht einen Thread zum "Dauerkrisenherd 3.5" oder noch sachlicher: "Sorgenkind 3.x - ein Powergamer-Trauerspiel". Was sollen solche Threadnamen fördern? Objektiven Diskurs? Echt?  ;)