Das ist jetzt zwar völlig off-topic, aber Jack Palance mag ich auch sehr!
Kennt irgendjemand auch den Dracula-Film mit Palance in der Titelrolle?
Die Verfilmung ist aus den frühen 70er-Jahren, folgt ziemlich genau dem Bram-Stoker-Roman und ist einer der wenigen Filme, in denen Dracula am Ende nach dem Pfählen nicht zu Staub zerfällt.
So, gestern war ich drin....
Es war einmal eine Prinzessin, deren Vater über ein fernes Land namens Mars herrschte, wo es offenbar immer so heiss war, dass selbst die Palastwachen bauchfreie Rüstungen tragen mussten. Die Prinzessin hatte den ganzen Tag nicht wirklich viel zu tun und so beschloss sie eines Tages, eine Lampe zu bauen, die blau leuchtet. Sie selber nannte das Forschung, aber der König konnte mit einer blauen Lampe so gar nichts anfangen. Und so musste er betrübt feststellen, dass seine Tochter so talent- und profillos war, dass man sich selbst nach zwei Stunden Film ihren Namen nicht merken konnte. Daher beschloss der König, die Prinzessin mit einem Krieger zu verheiraten, der eh gerade in der Gegend war und damit drohte, das Königreich anzugreifen. Doch der Krieger war böse und gemein und sah obendrein relativ bescheuert aus und deswegen ergriff die Prinzessin noch am selben Tag die Flucht aus dem Palast.
Mit ihrem fliegenden Luftschiff düste sie über Berge und Täler direkt zu den sieben Bergen, mit den sieben Zwergen und stürzte prompt ab.
Doch ein tapferer Soldat aus dem fernen Land Erde, der sich in der Zwischenzeit mit einem Stamm vierarmiger, grüner Riesen angefreundet hatte, kam ihr zu Hilfe und rettete sie.
Und so zogen sie fortan zusammen durchs Land um... Ja.. Um was denn eigentlich zu tun? Das Land vom Bösen zu befreien... Oder so.
John Carter ist der neueste Streich aus dem Hause Disney, die uns schon so großartige Hits brachten wie “Flubber” oder “Zotti das Urviech”. Wie man schon im Trailer sehen konnte, gibt’s jede Menge Spezial-Effekte und computeranimierten Blödsinn zu sehen. Und das ganze in 3D!!! Wie es aber leider bei vielen Filmen in 3D der Fall ist, ist auch John Carter insgesamt ziemlich platt. Erzählt wird eine Geschichte, die man im Grunde genauso schon 1.000 mal auf der Leinwand gesehen hat. Ob nun in 10.000 BC, Avatar, Winnetou oder Der mit dem Wolf tanzt... Der Fremde Krieger trifft einen Stamm Wilder und rettet mit ihnen zusammen die Welt vor dem drohenden Bösen... Nur dass die Indianer hier eben 4 Arme haben und aus Eiern schlüpfen.
Insgesamt wars nett gemacht, aber die Disney´sche Extraportion Pathos hat gewaltig genervt. Weniger wäre mehr gewesen. Aber zu Glück haben sie nicht gesungen. Die Effekte waren ganz schick, die Kostüme albern, die Darsteller okay, aber die Charaktere waren einem trotzdem irgendwie egal. Ich wurde insgesamt ganz gut unterhalten und hab schon weitaus schlimmere Filme gesehen (Underworld:Awakening?). Der Superkracher ist John Carter aber nun wirklich ganz und gar nicht.
Ich sage mal: es hält sich recht mäßig an die Buchvorlage. War aber auch zu erwarten. Das wohl wichtigste:
Die Therns kommen im Film beispielsweise deutlich anders rüber als im Buch. Sie scheinen nicht von Barsoom zu kommen und sind so eine Art intriganter, unsterblicher "Formwandler", die irgendwie davon profitieren das Welten, die sie in ihren Klauen haben, untergehen. Auf der Erde sind sie anscheinend auch aktiv .Fand ich persönlich aber garnicht so schlimm. Ich habe mich sgar bei der Übverlegung erwischt, ob die oben verspoilerte Änderung nicht sogar etwas cooler ist als das Original, da sie in der Filmversion irgendwie die fieseren Arschlöcher darstellen - und das, wo die Therns im Original schon ekelig waren ;D.
Insgesamt fand ich den Film ziemlich angenehm. Popcornkino zur reinen Unterhaltung halt.
Erzählt wird eine Geschichte, die man im Grunde genauso schon 1.000 mal auf der Leinwand gesehen hat. Ob nun in 10.000 BC, Avatar, Winnetou oder Der mit dem Wolf tanzt... Der Fremde Krieger trifft einen Stamm Wilder und rettet mit ihnen zusammen die Welt vor dem drohenden Bösen... Nur dass die Indianer hier eben 4 Arme haben und aus Eiern schlüpfen.
OK, an dem Punkt habe ich mich nicht so sehr gestört, da ich die Buchvorlage kenne und schon länger wusste, dass John Carter nur darauf hinauslaufen kann - ansonsten wäre es kein John Carter. ;)
Inwieweit hält es sich an der Buchvorlage?
Meiner Meinung nach ziemlich exakt. Kennst du den Originalroman?
Also, jedenfalls ist John Carter hier tatsächlich ein glaubhafter Südstaaten-Offizier des 19. Jahrhunderts, und nicht etwa ein Special-Forces-Soldat in Afghanistan wie in der Low-Budget-Verfilmung desselben Stoffes von The Asylum (2010). Auch die gesamte Einleitung mit der Verfolgungsjagd durch die Hügel und Schluchten, den Indianern und der geheimnisvollen Höhle ist übernommen worden, ebenso wie das Schreiben des angeblich verstorbenen John Carter an seinen Neffen "Edgar Rice Burroughs", genannt Ned, die merkwürdige Testamentseröffnung und weitere Details der Exposition finden sich circa in den ersten 10 Minuten des Films.
Meine Lieblingsfigur Dejah Thoris (natürlich!) ist in diesem Film mMn einen Tick zu herb und zu allwissend, außerdem ist sie keine schreiende und zerbrechliche "damsel in distress", sondern ein wenig sehr in Richtung Xena die Kriegerprinzessin geraten.
Es gibt in der Verfilmung allerdings einen neuen Metaplot um eine kleine Riege manipulativer und unsterblicher Gestaltwandler (Tarns? Therns?), die die Geschicke ganzer Planeten aus dem Verborgenen heraus lenken... und dies offenbar schon seit Millionen Jahren tun. Das findet sich in dieser Form nicht in der Vorlage. Diese Unsterblichen beziehungsweise ihre Artefakte geben somit auch den entscheidenden Hinweis zur Erklärung der plötzlichen räumlichen "Versetzung" Carters auf den Mars OHNE Raumfahrt. Wie genau das vor sich ging, ob die ganze Mars-Geschichte in einer Art Traumrealität oder Parallelwelt spielt, war unter Burroughs-Kennern immer gern ein Anlass für Spekulationen.
Ich fand zum Beispiel auch Woolah gut gelungen, auch wenn er für manche Lacher herhalten muss.
Stilistisch und handwerklich halte ich John Carter für einen mehr als passablen Abenteuerfilm mit sehr hübschen Lichtseglern und interessanten Schwertkampfszenen usw. Die Kulissen machen schon einfach eine Menge Eindruck. Wie ein Typ, der gestern Abend im Kino neben mir saß, anmerkte: Ungefähr so würde heute auch eine gute Flash-Gordon-Verfilmung aussehen... beziehungsweise sollte sie das wohl, wenn es eine gäbe.
Weil der Film sich so eng an Burroughs' Text hält - und das Pathos und das Schwülstige findet sich schließlich auch schon dort - finde ich ihn meilenweit besser als Kampf der Titanen, Conan, Prince of Persia und andere 3D-Abenteuerschinken, mit denen er höchstwahrscheinlich am ehesten verglichen wird.
Wie schon verspoilert:
Die Therns gibt es in der Buchvorlage auch (aber ich glaube, erst in Gods of Mars) - dort nutzen sie ebenfalls auf schäbigste Weise die Religion der restlichen Barsoomeir aus - aber sie unterscheiden sich doch SEHR deutlich von den Film-Therns. Im Buch sind die Therns weit davon entfernt, hoch entwickelte Manipulatoren zu sein, sondern sind eher degeneriert und nur in ihrer verblendeten Selbstwahrnehmung höher entwickelt als der Rest Barsooms. Im Film sind sie wirklich immens mächtig, das macht sie da IMHO etwas interessanter.
Es gibt in der Verfilmung allerdings einen neuen Metaplot um eine kleine Riege manipulativer und unsterblicher Gestaltwandler (Tarns? Therns?), die die Geschicke ganzer Planeten aus dem Verborgenen heraus lenken...
das heißt ungefähr wie die Herren der Sterne bei Akers Dray Prescott?
**schaut auf Waldviech
oh, so weit (bei Gods of Mars) war ich noch nicht, das steht noch auf der Liste. Dann könnte es Akers abgeschrieben haben?