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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: Ein am 17.07.2010 | 10:03
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Gibts moderne S&S-Romane? Empfehlungen?
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Ich hab ihn bis jetzt nicht gelesen, aber nach allem was man so hört, scheint Joe Abercrombie (Kriegsklingen u.a.) wohl in diese Richtung zu gehen.
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@Ein: Meinst du S&S nach 1900 oder S&S ab den 80ern/90ern?
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@Ein: Meinst du S&S nach 1900 oder S&S ab den 80ern/90ern?
Wo hat's denn Sword&Sorcery vor 1900 gegeben? wtf?
Wenn man der englischen WP vertrauen darf, wurde der Begriff von Fritz Leiber 1961 als Bezeichnung für Geschichten in der Machart von Conan vorgeschlagen. S&S scheint mir also ziemlich eindeutig ein Genre des 20. Jh. zu sein.
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@Lyonesse
Danke für den sinnvollen Beitrag. Hat mir weitergeholfen.
Zwiespältige Charaktere klingt jetzt zwar nicht so toll. Aber zumindest ein Ansatz.
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Wo hat's denn Sword&Sorcery vor 1900 gegeben? wtf?
Wenn man der englischen WP vertrauen darf, wurde der Begriff von Fritz Leiber 1961 als Bezeichnung für Geschichten in der Machart von Conan vorgeschlagen. S&S scheint mir also ziemlich eindeutig ein Genre des 20. Jh. zu sein.
Und eben weil ich das nicht wusste, hab ich so "dumm" gefragt, danke für die "Erleuchtung" meinerseits.
:-)
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Vielleicht "Gonji" von T.C. Rypel? Dem beliebten Phantastik-Autor Kai Meyer hat die Reihe jedenfalls so gut gefallen, daß er eine Übersetzung ins Deutsche angestoßen hat. Hier ein Link zu seinen diesbezüglichen Ausführungen (samt Nennung einiger weiterer wichtiger S&S-Autoren, wie D. Gemmell, M. Moorcock, F. Leiber, K.E. Wagner):
http://kai-meyer-journal.blogspot.com/2009/06/22-juni-2009.html
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Danke, Gonji klingt wirklich gut. Werd mal sehen, ob ich den gleich in der Stadt bekomme.
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@Ein:
Ich weiß ja nicht was genau dir bei S&S gefällt, aber wenn es dreckige einzelgängerische Antihelden sind, dann empfehle ich dir auch noch 'Cugels Irrfahrten' von Jack Vance. Tatsächlich eigentlich zwei Romane, die hier von FanPro zusammen herausgegeben wurden und auch nicht wirklich S&S, sondern dem seltenen Genre des pikaresken Romans zugehörig, aber hier ist zur Abwechslung mal ein richtiger Schurke - nicht nur einer der so tut -, in einem existenzialistischen Fantasy-Setting, am Werk.
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@ Fimbul:
Danke für den Tip mit Gonji - die Romane könnten definitiv etwas für mich sein.
Edit: So, hab jetzt alles von Gonji bestellt und befinde mich in froher Erwartung.
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@Lyonesse
Stimmt die Dying-Earth-Serie wurde mir jetzt schon mehrmals empfohlen. Wird im S&S-Bereich als Klassiker angesehen, obwohl Vance wohl starken Crossover macht. Bisher kam ich aber noch nicht dazu sie zu lesen. Ich sollte sie mir wohl einfach einmal holen.
Was ich an S&S mag, ist flotter Schreibstil, viel Action und hauptsächlich Konflikte auf der persönlichen Ebenen schön eingepackt in ein fantastisches Umfeld. Verständlicherweise mag ich auch Mantel&Degen, Sandalenfilme, Wuxia und, oh Wunder, Rollenspiele. ;)
Gonji hab ich dann gestern nicht mehr bekommen. Da geht man schon mal in den Buchhandel (3 Geschäfte), aber nichts zu bekommen, denn die Phantastikecken mussten den Vampirecken weichen. Der Bahnhofsbuchhandel hatte zumindest Band 3, aber ich will dann doch vorne anfangen. Also doch Amazon.
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@Ein:
Liegt wahrscheinlich daran, weil ich das ständig und überall empfehle. ;)
Alle Dying Earth Romane (inklusice Cugel) gibt es aber auch als wirklich günstige Sammlung 'Tales of the Dying Earth' von Gollanz in der Reihe Fantasy Masterworks.
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Hab' gestern mit Gonji angefangen und bin begeistert - könnte die historische Fantasy sein, auf die ich seit Jahren warte -, vor allem der lebhafte und kräftige Stil weiß zu überzeugen. Bin Kai Meyer für diese Wiederentdeckung wirklich sehr dankbar.
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LockeLamorra ist auch irgendwie S&S.
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David Gemmel, wäre eventuell noch eine Empfehlung wert. Der hat bis zu seinem recht frühen Tod 2006, noch geschreiben. Was ich von ihm gelesen habe fand ich ganz gut, aber nicht über alle Maßen spektakulär.
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Naja David Gemmel geht mehr in Richtung DarkHeroic Fantasy.
grüße
Belzedar
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Gemmell ist Dark? Heroic Fantasy und Sword and Sorcery sind im Übrigen Synonyme. Und in die Ecke würde ich Gemmell auch nicht stecken.
Was man über den vor allem sagen kann, ist, dass er immer die selbe Geschichte mit Variationen wiederholt, zumindest was die vier Bücher angeht, die ich kenne. Ein Buch, z.B. Waylander, einfach mal lesen. Wenn's gefällt, kann man nachlegen.
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Auf Englisch gäbe es auch noch das hier zum Thema, sehr hübsche Anthologie:
http://www.bscreview.com/2010/07/swords-and-dark-magic-edited-by-lou-anders-and-jonathan-strahan-review/
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Gemmel ist es schon wert mal angelesen zu werden, auch wenn ich meinem Vorschreiber recht gebe, dass er schon stets ähnliches schreibt. Mir hat das aber ziemlich Spaß gemacht und die Charaktere sind wirklich interessant wie ich finde. Ich war sogar manchmal wirklich berührt beim Lesen. Und das kommt nicht oft vor.
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Ich kenne zwar nur die Leseprobe, aber "Barbarendämmerung" von Tobias O. Meißner scheint deutliche Anleihen beim Genre der "Sword & Sorcery" zu nehmen (siehe hier (http://www.amazon.de/Barbarend%C3%A4mmerung-Roman-Tobias-O-Mei%C3%9Fner/dp/3492702317/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1338888918&sr=8-1)).