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Pen & Paper - Spielsysteme => Warhammer => Warhammer Fantasy => Thema gestartet von: Kriegsklinge am 24.07.2010 | 09:35

Titel: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Kriegsklinge am 24.07.2010 | 09:35
Nachdem ich neulich bei einem Freund Gelegenheit hatte, in Kindergeburtstagsstimmung die tolle Box auszupacken: Hat´s jemand inzwischen schon wirklich gespielt? Wie funktioniert´s, so ganz regelseitig, technisch? Wie ist das Spielgefühl? Besser, schlechter, anders als früher?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 24.07.2010 | 10:03
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, es so häufig zu spielen, wie ich gerne würde, aber ich habe in diesem Forum schonmal einen ausführlichen Bericht über meine ersten Leiterfahrungen gemacht, den Du  hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,48584.250.html) findest (Beitrag #270).

Kurze Zusammenfassung meines bisherigen Eindrucks: Mir gefällts ganz gut, aber am Kampfsystem gibt es hinsichtlich der Monsterwerte (die keinen Fatiguewert haben) ein paar Stellschrauben zu verbessern. Davon abgesehen: Es ist garantiert kein Brettspiel.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Dash Bannon am 27.07.2010 | 17:41
hab es einmal gespielt und es hat mir persönlich viel Freude bereitet

welche konkreten Fragen hast du den zum Spiel? Schön finde ich dass der Angriff direkt mit einem Wurf komplett alles abhandelt (auch die defensive des Gegners kommt zum Angriffswürfelpool hinzu).
Mich hat die Menge der Würfel am Anfang etwas verschreckt, habe dann aber festgestellt das es viel einfacher ist, als es am Anfang aussieht.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: isyahadin am 27.07.2010 | 18:28
Georgios hat das hier (http://georgiosp.blogspot.com/2010/01/schreiben-ist-silber-reden-ist-gold-ep4.html) und  (http://georgiosp.blogspot.com/2010/04/schreiben-ist-silber-reden-ist-gold.html) fernmündlich aufereitet.

Ich für meinen Teils habs nicht gespielt, werd ich auch nicht, da ich eine Zeit lang WFRP2 gespielt habe, und weder System noch setting spannend fand. Das neue System war mir lesen her auch etwas zu "aufgeblasen".
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: D. M_Athair am 27.07.2010 | 22:53
Weiteres findet sich in Die Alte Welt (http://altewelt.net/viewtopic.php?f=62&t=675) und bei Fundus Ludi (http://www.fundus-ludi.de/thread.php?threadid=4910&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=3).
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 5.08.2010 | 09:06
Nachdem ich neulich bei einem Freund Gelegenheit hatte, in Kindergeburtstagsstimmung die tolle Box auszupacken:

Aha, in Kindergeburtstagsstimmung also. Ich kann mir diese Szene wunderbar ausmalen, habe ich doch eben kürzlich ebenjene Box zum Geburtstag gekriegt, und ja, das Auspacken dieser Kiste hat schon was vom Feeling längst vergangener Kindertage: "Boa, guck mal, da sind noch mehr Karten!" "Hey, und hier drunter ist auch noch was!" "Krass, wie viele Würfel!"

Leider bin ich inzwischen nicht viel zum drin Rumlesen gekommen, aber mein erster Eindruck war schon mal gut. Ich mag ja auch Gimmicks. Und auf das Würfeln freue ich mich besonders, da das System wirklich faszinierend klingt.

Gute Freunde muss man haben, bei denen man Warhammer-Boxen auspacken darf!

Grüßle

P.S.: Ich glaube, dass das System mit dem angekündigten Material (http://www.fantasyflightgames.com/edge_news.asp?eidn=1529 (http://www.fantasyflightgames.com/edge_news.asp?eidn=1529)) eine runde Sache werden wird (wenn man auch einen dicken Geldbeutel dafür braucht). Und vor allem kann man sich auf weitere Auspack-Orgien freuen :)
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 5.08.2010 | 09:31
Für die Leute, die das Auspacken nicht mögen wird es bald Alternativen geben.

FFG will das Regelwerk jetzt auch wieder in der RPG-Standardform (Hardcoverbände mit allen Tabellen,Diagrammen, Aktions- und Zauberbeschreibungen im innern) herausbringen.

Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: carthoz am 5.08.2010 | 09:48
Hm, bin ja mal gespannt, ob sich dann die Boxen mit den Karten etc. trotzdem verkaufen. Ich fürchte ja fast, dass nicht, was ich sehr schade fände.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 5.08.2010 | 09:57
Nun, ich persönlich werde mir wohl Boxen und Bücher leisten.

Bücher für Spielgelegenheiten, zu denen ich nicht allen Kleinkram mitnehmen will, z.B. Cons oder Spielorte, wo ich nur alle Jubeljahre mal hinkomme, und die schönen Boxen mit den Karten für Spielgelegenheiten zuhause, wo eine gerigere Chance besteht, dass etwas verloren geht.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Vash the stampede am 5.08.2010 | 10:02
Kann man denn ohne die Karten usw. überhaupt spielen?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: 6 am 5.08.2010 | 10:05
Klar kann man. Die Karten sind ähnlich wie bei D&D4 nur Informationsgeber.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: carthoz am 5.08.2010 | 10:09
Um mal die Produktübersicht zu zitieren (S. 2):
"As you read over this release schedule, you’ll see that WFRP has a lot of new products lined up.  We think you’ll love what’s coming. Of special interest are the three hardcover Guide Books that will release before the end of the year. We’re very excited about placing The Creature Guide, the WFRP Player’s Guide, and the WFRP Game Master’s Guide into the hands of WFRP players.  
These diligently crafted books are destined to be indispensable tools for both new and existing players as they include comprehensive gameplay examples coaching players in taking full advantage of WFRP’s novel game system, useful tips, improved rules organization, improved methods for using and tracking monsters and encounters, as well as complete reference tables of careers, spells, actions, blessing, and options from all WFRP 3rd edition releases up through the soon to be released Signs of Faith.
In response to fan feedback and requests, the Guide Books will also provide players with the option to play WFRP either with or without components! By providing all the guidelines and rules needed to play using just the books and the custom dice, players that wish to engage in a more traditional roleplaying experience will have the ability to do so."
Man beachte den letzten Absatz - wenn man es vorher schon konnte, so soll man es jetzt auch dürfen. ;)
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: carthoz am 5.08.2010 | 10:17
Was ich mich allerdings frage: Wie machen die das bei den Büchern dann mit dem Würfelsystem? Neues System? Oder muss man sich die Grundbox trotzdem kaufen damit man die Würfel hat? Oder gibt es dann endlich Komplettsets mit den Würfeln zu kaufen?
Es gibt demnächst die Inhalte der Grundbox gesplittet, upgedated und überhaupt in toller. ;)
Aber gab es die Würfel nicht bereits einzeln zu kaufen? Also einzeln im Sinne von "im Set"?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 5.08.2010 | 10:18
Was ich mich allerdings frage: Wie machen die das bei den Büchern dann mit dem Würfelsystem? Neues System? Oder muss man sich die Grundbox trotzdem kaufen damit man die Würfel hat? Oder gibt es dann endlich Komplettsets mit den Würfeln zu kaufen?

Ja, die gibt es meines Wissens nach.
Soweit ich mich erinnern kann, hab ich Würfelsets mal im Rollenspielladen meines Vertrauens gesehen.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: carthoz am 5.08.2010 | 10:25
Hm, das ist natürlich blöd. In der Produktübersicht bis 2011 stehen aber auch keine reinen Würfelsets drin... :-\
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 5.08.2010 | 10:38
Ich frage mich ein Bisschen, was in dem GM-Handbuch drinstehen soll. Wahrscheinlich das Liber Mutatis, das ToA und das Game Master´s Toolkit, eventuell noch das Nurgle-Buch aus dem kommenden Priesterset?

Werden die ann ein zweites GM-Buch rausbringen, welches das Khorne-Buch (aus dem Kämpfer-Set) und das Slaanesh-Buch (worin auch immer) enthält?

Und überhaupt, was wird wohl im Nurgle-Buch stehen? Wahnsinn und Mutationen haben wir ja schon/jetzt endlich wieder. Im Khorne-Buch kann ich mir dauerhafte Verkrüppelungen als neues "klassisches" Element vorstellen (wer will schon Warhammer ohne einarmige Banditen spielen?), also erwarte ich Seuchen und Krankheiten im Nurgle-Buch... oder neuere/mehr Mutationen? wird der Medicine-Skill eine Aufwertung erhalten.

Ich freu mich jedenfalls aufs Priesterset (weil ich leidenschaftlich gern Priester spiele und Verena nicht im Grundbuch war :(
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 5.08.2010 | 11:31
Ich will auch weiterhin die Gimmicks, denn sonst könnte ich ja genauso gut Warhammer 2nd spielen, war ja auch ziemlich exzellent und auch gut mit Material versorgt.

Von den drei angekündigten Sets, vor allem vom Creatures Vault, verspreche ich mir, dass man eigenständiger drauflosspielen kann. Der Nachteil der Gimmicks ist ja, dass man die dann selber basteln muss, wenn man etwas anspielen möchte, was noch nicht mit Gimmicks abgedeckt ist.

Und weiterhin hoffe ich auf Kampagnen- und Quellensets, denn die waren bisher ja auch die große Stärke von Warhammer. Apropos, falls irgendwer Marienburg oder Ice Queen übrig hat, die beiden habe ich verpasst und misse sie schmerzlich. Aber gerade ein marienburg Quellenset mit Gimmicks klingt doch echt nach einem feuchten Traum -- sone Mischung aus Havena-Box und Werkzeuge des Meisters -- ähem, sollte ein Scherz sein.

Und was die Würfel angeht: In meiner Kindergeburtstagsschachtel lagen noch mal extra jeweils drei oder vier rote und blaue Würfel bei, die ursprünglich ja nicht im Lieferumfang dabei waren. Dass man das Würfelset nicht komplett dazukaufen kann, finde ich auch sehr unvorteilhaft.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 5.08.2010 | 14:56
ich habe die Würfel alle zummengeworfen, deshalb bin ich mir nicht mehr sicher, welche es waren und wie viele.

Jedenfalls habe ich nun aus der einen Box insgesamt:

4 Challenge
8 Characteristic
8 Conservative
4 Expertise
6 Fortune
6 Misfortune
8 Reckless

44 Würfel, da könnte man ja fast schon einen Laden damit aufmachen.

Die warum auch immer Extra-Würfel haben das Kindergeburstagsgefühl jedenfalls befördert :)
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Wisdom-of-Wombats am 20.09.2010 | 00:10
Das Problem der Würfel hat sich für iPhone/iPad/iPod Besitzer mit dem WFRP Toolkit wohl erledigt.
Jetzt kann beliebig viele Würfel in selbigen Geräten simulieren.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: D. M_Athair am 20.09.2010 | 00:30
Für die Leute, die das Auspacken nicht mögen wird es bald Alternativen geben.
Auspacken mag ich. Den Tisch beim Rollenspiel mit Karten und Countern zumüllen und das Zeug nach dem Spiel wieder einpacken dagegen nicht.

FFG will das Regelwerk jetzt auch wieder in der RPG-Standardform (Hardcoverbände mit allen Tabellen,Diagrammen, Aktions- und Zauberbeschreibungen im innern) herausbringen.
Yay!
Wenn die deutschen Guides erschienen sind, werde ich WFRP 3 genauer prüfen. Wenn's mir gefällt, wird's (auf die ein oder andere Weise) gespielt. Die Vaults kann ich ja immer noch erwerben, wenn ich der Meinung bin das Spielmaterial sinnvoll einbinden* zu können.



* das ist für mich hauptsächlich eine Platzfrage.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 29.09.2010 | 10:39
Gestern haben wir das Spiel endlich ausprobiert, und zwar mit dem Promo-AB "A Day Late, a Shilling Short", was eigentlich nur aus zwei Encountern besteht.

Ich kann mir Regeln nur schlecht merken, bin folglich nicht so regelfixiert, war aber erstaunt, wie einigermaßen leicht ich den drei Spielern (fast) alles erklären konnte.

Ja, durchaus, man braucht enorm viel Platz  :).

Der Würfelmechanismus und die Sache mit Recharge-Tokens, Fatigue und Stress hat sehr schnell gefunzt, und da ist dann auch eine Eigendynamik aufgekommen: Das Würfeln hat so viel Spaß gemacht, dass wir alle weniger erzählt und stattdessen mehr Proben gemacht haben. Ich glaube aber, dass sich das mit der Zeit legen wird, das war eher so die erste Begeisterung.

Völlig überrascht war ich von der Leichtigkeit, mit der die Chars die Monster platt gemacht haben. Selbst der schreckliche Wargor war mit einem sehr glücklichen Schuss und einem anschließenden Troll-Feller-Strike bereits zur Strecke gebracht. Allerdings haben die Spieler recht gut taktiert und fleißig Fatigues für zusätzliche Manöver und Fortunes ausgegeben.

Das Haptisch-Optische hat eigentlich allen Beteiligten sehr gefallen. Und wir kamen zu dem Schluss, dass wir das gerne weiterverfolgen wollen, denn man ahnt, dass vor allem der Würfelpool mit seinen vielschichtigen Ergebnissen bei etwas mehr Routine viele spannende Nuancen liefern wird.

Trotz gelinder Holprigkeiten war der Eindruck sehr positiv, und meine Begeisterung, die ich beim Regeln wälzen hatte, wurde durch die Praxis bestätigt.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 29.09.2010 | 10:59
Hört sich ja gut an. Jetzt müsste ich's nur noch spielen...
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Holycleric5 am 26.12.2010 | 12:17
Ich habe mir vor 2 Monaten die Box ebenfalls gekauft und war erstmal von den Materialien sehr angetan. Die Charaktererschaffung hat mir Spaß gemacht und ich habe auch ein kurzes Abenteuer geschrieben und mit ein paar Freunden geleitet. Das Kampfsystem ist immer noch schön tödlich. (Was unser "Krieger" in einem Kampf mit 2 Wölfen feststellen durfte :) )
Aber mir waren es persönlich zu viele KARTEN! Ich habe nichts dagegen wenn man mal kurz in einem Buch ein Talent / einen Zauber nachschlägt aber Karten und der andere Kleinkram läuft für mich einfach Gefahr, zu schnell verloren zu gehen. Außerdem gefällt es mir nicht, dass mit diesem Set nur 3 Charaktere mitspielen können.

Ich werde mir die Bücherversionen kaufen, weil ich Warhammer als Rollenspiel (und auch als Tabletop) super finde, aber die Box ist mir zu "Vollgestopft" (Die Pappaufsteller mit den Gegnern / "Helden" werde ich trotzdem noch einsetzen ;) )
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: carthoz am 31.12.2010 | 10:47
So. Habe gestern mit meinen Testern "A Day Late" angefangen. Wir sind relativ schnell aus Ubersreik in Richtung Waldrand mit Kutsche aufgebrochen und haben dort recht schnell den Kampf begonnen. Habe den "Fehler" gemacht, die Challenge Dice zu vernachlässigen (sprich: bei mir waren im ersten Kampf fast alle Aktionen "simple" statt "easy"...), und spielte die Beastmen als Henchmen, weswegen sie schnell plattgemacht wurden. Der Gor hingegen brauchte einen Moment, aber dann war auch er tot, konnte jedoch vorher noch den guten Rutger töten und sein Horn blasen.
Im nächsten Kampf - nach dem Rally Step - haben wir dann die Challenge Dice berücksichtigt UND die Beastmen als einzelne Kämpfer abgehandelt. Meine Fresse, hab ich mit den Helden den Boden gewischt! Der Wargor war so ein Klotz, den hätte meine Mercenary überhaupt nur verletzen können, wenn sie 3 Nettoerfolge bei ihrem Spezialangriff gewürfelt hätte - und das kam nicht so oft vor. Den Elfen Waywatcher hat es recht zügig KO geschickt, der Magier konnte immerhin die Beastmen ausschalten, nachdem er auf die Kutsche geflohen war, aber dort hat ihn der Wargor erwischt und mit einem einzigen Angriff seine Wundschwelle weggeklöppelt... Ich hab dann den Wargor einen Discipline Check machen lassen, den er versemmelte, weswegen er vor der Mercenary mit dem Blunderbuss auf ihn gerichtet floh.

Kurzes Resümee bisher:
- Es ist verdammt tödlich! Vielleicht sind wir auch noch nicht ganz hinter den "Flow" der Stress- und Fatigue-Points gekommen oder ich war mit Fortune Points zu knauserig; jedenfalls sind Delays wirklich heftig, wenn man Recharge Tokens statt Ini-Aufschub verteilt.
- Mit der Magie bin ich irgendwie noch überfordert - was genau kann ein Magier jetzt in einer Runde machen?! Bei allen anderen ist es ja so, dass sie nur eine Action Card nutzen können; kann der Magier da nun mehr? Denn "Channeling" ist ja eine Action Card - oder sollte man die nur als Skill Check (= Manöver) verstehen und dann noch in der gleichen Runde zaubern können?
- Charaktere sind verdammt schnell über ihren kleinsten Werten, was Stress und Fatigue angeht. Ist das so normal?
- Teilweise ist es doch noch schwierig, den Überblick über Sonderwürfel hier, Sonderwürfel da zu behalten (z.B. bei Erschöpfung der Spieler oder Glückswürfel hier, weil bla).

Über Hilfen bei meinen Resümee-Problemen wäre ich sehr dankbar!  :D
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 31.12.2010 | 13:21
So. Habe gestern mit meinen Testern "A Day Late" angefangen. Wir sind relativ schnell aus Ubersreik in Richtung Waldrand mit Kutsche aufgebrochen und haben dort recht schnell den Kampf begonnen. Habe den "Fehler" gemacht, die Challenge Dice zu vernachlässigen (sprich: bei mir waren im ersten Kampf fast alle Aktionen "simple" statt "easy"...), und spielte die Beastmen als Henchmen, weswegen sie schnell plattgemacht wurden. Der Gor hingegen brauchte einen Moment, aber dann war auch er tot, konnte jedoch vorher noch den guten Rutger töten und sein Horn blasen.
Im nächsten Kampf - nach dem Rally Step - haben wir dann die Challenge Dice berücksichtigt UND die Beastmen als einzelne Kämpfer abgehandelt. Meine Fresse, hab ich mit den Helden den Boden gewischt! Der Wargor war so ein Klotz, den hätte meine Mercenary überhaupt nur verletzen können, wenn sie 3 Nettoerfolge bei ihrem Spezialangriff gewürfelt hätte - und das kam nicht so oft vor. Den Elfen Waywatcher hat es recht zügig KO geschickt, der Magier konnte immerhin die Beastmen ausschalten, nachdem er auf die Kutsche geflohen war, aber dort hat ihn der Wargor erwischt und mit einem einzigen Angriff seine Wundschwelle weggeklöppelt... Ich hab dann den Wargor einen Discipline Check machen lassen, den er versemmelte, weswegen er vor der Mercenary mit dem Blunderbuss auf ihn gerichtet floh.

Kurzes Resümee bisher:
- Es ist verdammt tödlich! Vielleicht sind wir auch noch nicht ganz hinter den "Flow" der Stress- und Fatigue-Points gekommen oder ich war mit Fortune Points zu knauserig; jedenfalls sind Delays wirklich heftig, wenn man Recharge Tokens statt Ini-Aufschub verteilt.
- Mit der Magie bin ich irgendwie noch überfordert - was genau kann ein Magier jetzt in einer Runde machen?! Bei allen anderen ist es ja so, dass sie nur eine Action Card nutzen können; kann der Magier da nun mehr? Denn "Channeling" ist ja eine Action Card - oder sollte man die nur als Skill Check (= Manöver) verstehen und dann noch in der gleichen Runde zaubern können?
- Charaktere sind verdammt schnell über ihren kleinsten Werten, was Stress und Fatigue angeht. Ist das so normal?
- Teilweise ist es doch noch schwierig, den Überblick über Sonderwürfel hier, Sonderwürfel da zu behalten (z.B. bei Erschöpfung der Spieler oder Glückswürfel hier, weil bla).

Über Hilfen bei meinen Resümee-Problemen wäre ich sehr dankbar!  :D

Meine Spielerfahrung ist jetzt schon ein bisschen her, aber mein Eindruck war, dass die Kämpfe sich hinsichtlich der Tötlichkeit entspannt hatten, nachdem die Charaktere in Rüstung und Schilde investiert haben.

Channeling und Zaubern sind zwei unterschiedliche Aktionen, die nur ausnahmsweise gleichzeitig gewirkt werden können: mit Quickcasting (Tome of Mysteries, p. 35). Gibt einen lila Challenge-Würfel mehr auf den Spellcasting Wurf. Beide Aktionen müssen meines Erachtens gewürfelt werden, da die Erfolge beim Challenging ja bestimmen, wieviel Energie regeneriert wird.
Der Magier und auch der Priester sind in Kampfangelegenheiten generell nicht sonderlich mächtig, zumindest am Anfang, war mein Eindruck.

Stress und Fatigue sollen, glaube ich, recht rasch zur Bedrohung werden, damit a) die Spieler nicht ständig Minions durch weglaufen töten und b) überhaupt eine Möglichkeit besteht, die beliebten Insanities mal zu aktivieren.

Hinsichtlich des Würfelpoolbaus glaube ich, dass man sich dabei ruhig Zeit nehmen kann. Ein einzelner Wurf entscheidet eine ganze Menge, deshalb kann man den dafür erforderlichen Pool auch recht geduldig bauen (und erzählerisch begründen), ohne dass deswegen der Kampf in die Länge gezogen wird. Nach meinem (natürlich sehr subjektiven) Eindruck verliefen die Warhammer 3 Kämpfe trotz Würfelpoolbauens schneller und spannender als die Kämpfe bei Warhammer 2nd ed. in meiner Erinnnerung und diejenigen in Dark Heresy, die ich im letzten Jahr gespielt habe, wo viel häufiger hin- und hergewürfelt wird.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: carthoz am 12.01.2011 | 11:10
Meine Spielerfahrung ist jetzt schon ein bisschen her, aber mein Eindruck war, dass die Kämpfe sich hinsichtlich der Tötlichkeit entspannt hatten, nachdem die Charaktere in Rüstung und Schilde investiert haben.
Tja, unser Magier ist einfach nicht für den Nahkampf geschaffen (wie überraschend). Da gibt es nicht viel Rüstung, die ihm helfen könnte, deswegen hat ihn auch der Beastman-Angriff gleich wieder auf 1 Wundenpunkt geworfen...

Channeling und Zaubern sind zwei unterschiedliche Aktionen, die nur ausnahmsweise gleichzeitig gewirkt werden können: mit Quickcasting (Tome of Mysteries, p. 35). Gibt einen lila Challenge-Würfel mehr auf den Spellcasting Wurf. Beide Aktionen müssen meines Erachtens gewürfelt werden, da die Erfolge beim Challenging ja bestimmen, wieviel Energie regeneriert wird.
Der Magier und auch der Priester sind in Kampfangelegenheiten generell nicht sonderlich mächtig, zumindest am Anfang, war mein Eindruck.
Richtig, da wir jetzt auch die lila Würfel häufiger einsetzen als vorher (wir haben gemerkt, dass wir in der ersten Sitzung aus Versehen meist "simple" als Ausgangslage genommen haben und nicht "easy"), macht sich sowas schon bemerkbar. Da überlegt sich der Magier schon deutlich stärker, was er jetzt macht.

Stress und Fatigue sollen, glaube ich, recht rasch zur Bedrohung werden, damit a) die Spieler nicht ständig Minions durch weglaufen töten und b) überhaupt eine Möglichkeit besteht, die beliebten Insanities mal zu aktivieren.
Melde gehorsamst: Unser Waldelf hat jetzt zwei permanent.  >;D Die "Tropfen" kommen mit roten Würfeln wirklich häufig als Ergebnis, und in Kombination mit diversen Effekten war das bei ihm echt schnell im kritischen Bereich. Unsere Söldnerin geht dagegen meist konservativ vor. Verdreht, aber irgendwie lustig.

Hinsichtlich des Würfelpoolbaus glaube ich, dass man sich dabei ruhig Zeit nehmen kann. Ein einzelner Wurf entscheidet eine ganze Menge, deshalb kann man den dafür erforderlichen Pool auch recht geduldig bauen (und erzählerisch begründen), ohne dass deswegen der Kampf in die Länge gezogen wird. Nach meinem (natürlich sehr subjektiven) Eindruck verliefen die Warhammer 3 Kämpfe trotz Würfelpoolbauens schneller und spannender als die Kämpfe bei Warhammer 2nd ed. in meiner Erinnnerung und diejenigen in Dark Heresy, die ich im letzten Jahr gespielt habe, wo viel häufiger hin- und hergewürfelt wird.
Spannend finde ich die Kämpfe bisher auch, auch wenn meine drei Spieler jedesmal bisher an einem PC-Tod nur knapp vorbei schrammten. Unser Magier ist jetzt in der Grunewald Lodge in den fähigen Händen Dr. Siegers.  ;D

Weitere Erfahrungen nach zwei kurzen weiteren Sitzungen:
- Characteristics sollten wirklich nur im Notfall bei 2 verbleiben und dringend gesteigert werden, sonst werden Stress und Fatigue schnell unschön (es sei denn, man hat viele Karten, über die man das abbauen kann; ob man dadurch etwas gewonnen hat, bleibt noch zu prüfen).
- Rapid Fire ist heftig (auch mit Errata). Damit hat unser Waldelf doch glatt zwei Tiermenschen hintereinander geplättet und den Gor gut angekratzt.
- eine gute Kartenauswahl ist essentiell, wobei Support-Karten nicht unterschätzt werden sollten; unser Elf hat seine letzten beiden Advances in Supportkarten gesteckt, weil er erkannt hat, dass das unserer Gruppe mehr bringt als weitere "normale" Angriffsaktionen.

Es gibt noch viel zu entdecken!  ;D
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 12.01.2011 | 11:32
Von wegen Stress und Fatigue: Ich glaube, dass man als SL auch nicht zu knickrig sein darf mit Fortune Points und Rally Steps. Und dass man die Spieler auch mal zu einem Assess the Situation ermutigt -- ich meine, nicht dass es bei Warhammer schlimm wäre, wenn die Chars verrückt oder tot werden  >;D.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Blizzard am 5.03.2011 | 14:40
 Ich habe eine ganz Zeit lang die 2nd Edition gespielt, und sie hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Was ich bislang von der 3rd Edition gehört und gelesen habe, macht mich allerdings immernoch etwas skeptisch. Ich hab mir dann in den jüngsten Tagen mal im RPG-Laden von einem Verkäufer was zur 3rd Edition erzählen lassen...und abgesehen davon, dass er mir nicht viel erzählen konnte, war mein Eindruck, dass es sich um eine Verschlimmbesserung des zweiten Teiles handelt, grade was den Regelteil anbelangt. Irgendwie gewann ich immer mehr den Eindruck, dass man bei der 3rd Edition versucht hat, die 2te Edition mit Descent zu kreuzen, was leicht seltsam anmutet.
Kurz gefragt: Was sind denn die wichtigsten Änderungen zum zweiten Teil? Und: lohnt sich ein Umstieg auf die 3rd Edition, wenn man davor mit der 2nd Edition glücklich war?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Noir am 5.03.2011 | 14:59
Ich habe meine persönlichen Erfahrungen mit der 3. Edition im Alte Welt Forum beschrieben.

Einmal HIER (http://www.altewelt.net/viewtopic.php?p=6655#p6655) und einmal HIER (http://www.altewelt.net/viewtopic.php?p=11545#p11545).
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 5.03.2011 | 15:03
Wenn Du mit der 2nd glücklich bist, lohnt sich das natürlich nur bedingt, aber: Die 3rd ist eben ein völlig anderes Spiel in derselben Welt.

Ich weiß nicht, was Du mit dem "zweiten Teil" meinst.

Beibehalten wurde bei der 3rd das schlanke Kampfrundensystem, das Karrieresystem, die übersichtliche Anzahl an Eigenschaftswerten und Skills (letztere sind sogar noch weniger). Auch gibt es immer noch Zauberpatzer, Mutationen, kritische Wunden, Krankheiten, Insanities und Verstümmelungen (für die Omens of War-Box angekündigt). Allerdings wird das alles mit einem völlig anderen Regelmechanismus gehändelt. Von einer Kreuzung würde ich deshalb nicht sprechen. Eher von dem Versuch, das Spielgefühl irgendwie beizubehalten, dabei aber ein völlig anderes System zu nutzen. Mit der 3rd wollten die auch ganz dezidiert nicht die 2nd verbessern, sondern sie haben etwas völlig Neues geschrieben.

Das Würfelpoolsystem unterscheidet sich gewaltig vom 100%-Systems, weil damit eben nicht nur Erfolg/Misserfolg ermittelt werden, sondern auch Nebeneffekte aller Art. Neu ist dann auch vor allem, dass sich bei der 3rd auch die stance auswirkt, also die Herangehensweise, mit der ich an eine Aktion rangehe: reckless oder conservative.

Aber eigentlich kann man die beiden Systeme überhaupt nicht vergleichen, so wie man die 1st mit der 2nd vergleichen kann. Die 3rd ist ein anderes Spiel, das furchtbar Spaß macht, aber vom System her nichts mit der 2nd zu tun hat.

Von daher müsstest Du wohl einfach mal eine oder mehrere Proberunden machen und sehen, ob Dir das liegt und ob es Dich noch glücklicher macht als die 2nd. Auf alle Fälle braucht man für die 3rd einen dicken Geldbeutel, was sicher ein Argument ist, wenn man mit der 2nd zufrieden ist.

Mir gefallen bei der 3rd viele Dinge besser als in der 2nd, aber nicht, weil es Verbesserungen von Mängeln der 2nd sind, sondern weil mir die völlig andere Herangehensweise in diesen Punkten enfach besser gefällt. So ist zum Beispiel der W100 an sich ja kein Fehler, aber der Würfelpool ist für mich eben reizvoller.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: carthoz am 5.03.2011 | 15:05
Was korki sagt.  :)
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Blizzard am 6.03.2011 | 13:57
Danke für eure Eindrücke und Antworten. Ich denke mal, ich werde mir das Ganze bei einem Probespiel mal ansehen, wenn möglich. Allerdings schrecken mich diese extra Würfel etwas ab.

@korknadel: mit "zweiter Teil" meinte ich eigentlich "zweite Edition".
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 6.03.2011 | 16:14
Die Würfel sind nicht so schlimm, komische Würfel ist man als Rollenspieler ja gewohnt  ;)

Meiner Meinung nach (und mir gefällt warhammer 3 gut) sollte man sich eher fragen:

* Mag ich Würfelpoolsysteme?

(Kann ich normalerweise nicht leiden, aber hat mich bei warhammer 3 bisher noch nicht gestört. Trotzdem einer meiner heftigsten zweifel, was die Langzeitmotivation angeht)

* Mag ich Mechaniken, die zum Erzählen anregen?

(Für mich gilt: wenn schon Story im Zentrum steht, dann bitte mit geeigneten Erzählmechaniken, welche die Würfel sinnvoll einbinden. Das leistet Warhammer)

* Will ich ein regelarmes oder regelschweres System?

(Warhammer 3 ist tendenziell nach meineem Eindruck regellastig, mit vielen Sonderregeln und viel Bürokratie, aber hey, ich leite normal das eher unbürokratische Savage Worlds.)

* Nehme ich für Krankheiten/Wahnsinn/Mutationen/Verkrüppelungen usw. zusätzliche Regeln in Kauf? (Unterpunkt zu oben)

(Das gehört für mich alles so sehr zu Warhammer dazu, dass ich die zusätzlichen Regeln und Kärtchen hinnehme, obwohl ich auf leichtgewichtigere Regelmechaniken stehe)

* Komme ich mit Karten für Aktionen zurecht, die auch noch Abklingzeiten haben?

(Ich kenne Karten im RPG seit den glorreichen Tagen von TORG und habe D&D4 geleitet, also finde ichs ok.)

* Komme ich mit einem abstrakten Bewegungssystem zurecht?

(Obwohl ich SW und D&D 3 + 4 gespielt habe, gefallen mir eigentlich abstrakte Bewegungssysteme, die ohne Kästchenzählen Übersichtlichkeit ermöglichen, also z. B. FATE/Legends of Anglerre, besser. Leider ist das Warhammersystem nicht platzsparend.)

* Möchte ich eine aktive Parade/Abwehr haben?
(und dazu: * Möchte ich Angriff und Schaden eigenständig würfeln?)

(Wie Noir/Zombie in seiner Beschreibung ausführt, hat die 3. Edition das nicht mehr, da viel Information in einen einzigen Würfelwurf gepackt wird. Ich verabscheue aktive Parade generell - außer bei Midgard, wo sie die Kämpfe nicht endlos verlängert - und stehe beim Kampf ohnehin nicht auf Würfelorgien, also bin ich von der neuen Lösung begeistert)

Warhammer 3 ist außerdem nach meinem Eindruck ein System, bei dem man mehrere Proberunden braucht, um es zu durchschauen und damit warmzuwerden bzw. ein qualifiziertes Urteil abzugeben. Ich habe es letzte woche wieder geleitet und gemerkt, dass man sich (=ich mich) von den geballt vielen Regelmechaniknen (Stress, Wunden, Würfelpool usw.) leicht erschlagen fühlen kann, weswegen auch Kämpfe anfangs sehr zäh verlaufen. In der realzeit lange und zähe Kämpfe sind etwas, das ich bei anderen Rollenspielen unerträglich finde.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 7.03.2011 | 08:45
Was Tümpelritter sagt, ist äußerst richtig.

Dazu noch zu den Würfeln: Das sieht auf den ersten Blick zwar furchtbar fancy aus, aber es ist eben doch auch reizvoll, denn der größte Unterschied zu den meisten herkömmlichen Systemen ist der, dass man keine Werte miteinander verrechnet und Augen zählt. Vielmehr hat jede Würfelsorte eine eigene Funktion: Auf der einen Seite gibt es positive Würfel, die für den der Probe zugrundeliegenden Eigenschaftswert, die stance, besondere Skills oder günstige Begleitumstände stehen, während auf der anderen Seite der Schwierigkeitsgrad einer Probe und ungünstige Begleitumstände ebenfalls durch jeweils eigene Würfel repräsentiert werden.

Man verrechnet also keine Werte und Boni und Mali, sondern fügt für jeden Aspekt einer Probe, ob positiv oder negativ, einen Würfel hinzu. Als Ergebnis erhält man keine Zahlen, sondern Effekte, anhand derer ich nicht nur ablesen kann, ob die Probe gelungen ist, sondern auch verschiedene Nebeneffekte bestimmen kann.

Das nur noch einmal zur Illustration von Tümpelritters Punkten "Würfelpool" und "Mechaniken, die zum Erzählen anregen".

* Nehme ich für Krankheiten/Wahnsinn/Mutationen/Verkrüppelungen usw. zusätzliche Regeln in Kauf? (Unterpunkt zu oben)

(Das gehört für mich alles so sehr zu Warhammer dazu, dass ich die zusätzlichen Regeln und Kärtchen hinnehme, obwohl ich auf leichtgewichtigere Regelmechaniken stehe)

Immerhin sind diese zusätzlichen Regeln (soweit man das sagen kann, denn die Verstümmelungen sind ja noch nicht erschienen) alle nach demselben Grundmuster designt.

Und noch etwas ganz anderes: Wenn Du Kaufabenteuer magst, dann lohnt sich die 3rd von diesem Aspekt her durchaus, denn die bisher erschienenen (erscheinten  :D) Module und Kurzabenteuer sind ziemlich gut und sehr warhammermäßig.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: 6 am 7.03.2011 | 10:09
Gibt es für die 3. Edition schon eine Kaufkampagne?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 7.03.2011 | 10:52
Im großen Stil noch nicht, nur ein paar Einzelabenteuer, von denen zumindest eines recht lang angelegt ist. Die Abenteuer werden in Boxen angeboten, die weiterverwendbares Material beinhalten, z.B. neue Locations-Karten.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 7.03.2011 | 12:57
Und es wird gemunkelt (im FFG-Forum hat ein Testspieler das auch glaubhaft versichert), dass eine größere Kampagne in Arbeit ist. Vermutlich wollen sie erst die Reihe der Ruinous Powers komplettieren, bevor es losgeht. Da die 3rd zeitlich ja kurz vor dem Sturm des Chaos angesiedelt ist, kann man sich denken, wohin die Kampagne gehen wird. Zumal die angekündigte Box Omens of War auch ganz stark in die Richtung weist.

Man darf gespannt sein.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Uebelator am 7.03.2011 | 13:09
Wobei man die Abenteuerboxen durchaus als Kampagnen bezeichnen kann.

... und als mittelmäßig. Gathering Storm ist noch ganz okay, bietet in meinen Augen aber eigentlich mehr eine Sammlung aus kleinen Kurzabenteuern, als eine richtig zusammenhängende Kampage, denn sooo viel hängt da nicht zusammen. ("Sucht mal die X Dinge, die wichtig sind und geht dafür hierhin, dorthin und dahin....") Grundsätzlich ist das aber ganz gut gemacht.
Edge of Night ist von der Grundidee (Chaos auf dem Maskenball) ganz schön, aber die Umsetzung ist mMn weniger gelungen, denn man muss als SL schon eine ziemliche Menge Arbeit investieren, um aus dem gebotenen Material was brauchbares zu machen. Und dann kann ichs auch gleich ganz selbermachen...

Über "The witches song" kann ich nichts sagen, denn Edge of Night hat mich ziemlich enttäuscht, so dass ich erstmal lieber meinen eigenen Kram leite, als weiterhin auf Kaufabenteuer zu hoffen. Einzig wirkliches Kaufargument für die Box wären für mich die Regeln für Hedgewizards und eben Witches... Schade, dass sowas nicht mit im Magie-Kasten ist und man sich so seinen Kram überall zusammensuchen muss.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Tim Finnegan am 7.03.2011 | 13:20
Wenn die Ruinous Power Boxen komplettiert sind, dann hat man auch wirklich genügend NSC-Werte zur Hand um fix Enemy Within zu konvertieren und hat damit eh erst eine ganze Weile ausgesorgt ;)
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 7.03.2011 | 13:22
Über "The witches song" kann ich nichts sagen, denn Edge of Night hat mich ziemlich enttäuscht, so dass ich erstmal lieber meinen eigenen Kram leite, als weiterhin auf Kaufabenteuer zu hoffen. Einzig wirkliches Kaufargument für die Box wären für mich die Regeln für Hedgewizards und eben Witches... Schade, dass sowas nicht mit im Magie-Kasten ist und man sich so seinen Kram überall zusammensuchen muss.

Ich finde Gathering Storm trotzdem ganz gut, denn zum einen sind die einzelnen Kurzabenteuer einfach spaßig und recht gut dargeboten (lassen sich auch leicht ausbauen und anderswo einbauen, denke ich), zum andern ist das nicht das erste Mal, dass der Zusammenhalt einzelner Abenteuer einer Kampagne nicht so ganz gelungen ist.

Edge of Night holpert, wobei ich das als Steinbruch auch gar nicht so schlecht finde.

Witch's Song habe ich am Wochenende durchgelesen, und es hat viel Potenzial. Mal wieder sehr offen, bietet viele Anreize für die Spieler, ist nicht zu investigativ, Tod, Schrecken, Drama en masse. Der SL wird mE gut unterstützt. Und besonders reizvoll finde ich, dass
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Wenn die Ruinous Power Boxen komplettiert sind, dann hat man auch wirklich genügend NSC-Werte zur Hand um fix Enemy Within zu konvertieren und hat damit eh erst eine ganze Weile ausgesorgt ;)
:d

Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: zwobot am 9.03.2011 | 14:23
Habe nun mit einer meiner Gruppen Eye for an Eye, Edge of Night und the Gathering Storm durchgespielt. Es hat einen Heidenspass gemacht, sie sind nun Mitte Rank 2. Die meiste Arbeit hat Edge of Night gemacht, das habe ich fast komplett umgeschrieben. The gathering Storm habe ich die drei Einzel Abenteuer so wie sie sind durchgespielt, die Zwischenspiele und das Nede haben auch eine grosse Veränderung erfahren.
Mir gefallen die Abenteuer gut, besonders das sie immer mit Zusatzmaterial für das Spiel an sich kommen.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 9.03.2011 | 15:04
Das freut mich zu hören!

Ich habe noch mal genauer in Edge of Night reingelesen und muss schon sagen, dass das wirklich als Abenteuer sehr schwach ist. Als Quellenbuch ist es ganz brauchbar, und das Finale ist nicht schlecht, aber man muss wirklich viel dran rumbasteln. Bisschen schade drum.

Vor allem bemerkenswert, da Edge of Night ja von einem Warhammer-Altstar-Autoren verfasst wurde. Da hätte man ja doch vielleicht was anderes erwartet.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 9.03.2011 | 15:27
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Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Uebelator am 9.03.2011 | 16:13
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Ja, das fasst es ziemlich gut zusammen.
Halbgare Motivationen auf Spielerseite ziehen sich irgendwie durchs ganze Abenteuer.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: zwobot am 10.03.2011 | 15:12
Finde halt die Einleitung sollte über Eye for an Eye passieren, da die Gruppoe dann schon einen der Adeligen aus dem Abenteuer kennen und er sie weiter beschäftigen kann, z.B. die losen Fäden aus dem Abenteuer aufgreifen und weiter verfolgen.
Ausserdem hatte ich bei Eye for an Eye schon eine schwarze verdächtig schwere Kiste aus Blei mitgebracht die in Übersreik dann gestohlen wurde. So konnte man die Helden am Ball halten und motivieren.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 10.03.2011 | 15:27
Ausserdem hatte ich bei Eye for an Eye schon eine schwarze verdächtig schwere Kiste aus Blei mitgebracht die in Übersreik dann gestohlen wurde. So konnte man die Helden am Ball halten und motivieren.

Ja, so in der Art muss man es eben machen. Aber ohne diese Nachhilfe funzt es, denke ich, nicht so gut. Und da wurde halt leider viel verschenkt.

Ich bin ja nun nicht der Superblicker, um ABs absolut souverän beurteilen zu könne, aber ich würde behaupten, dass The Witch's Song die Bugs aus Edge of Night alle wieder wettmacht. Ich fand, dass das sehr gut präsentiert und gut durchdacht ist und bestimmt viel Spaß macht.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 13.03.2011 | 15:51

Ich bin ja nun nicht der Superblicker, um ABs absolut souverän beurteilen zu könne, aber ich würde behaupten, dass The Witch's Song die Bugs aus Edge of Night alle wieder wettmacht. Ich fand, dass das sehr gut präsentiert und gut durchdacht ist und bestimmt viel Spaß macht.

Die Einstellung zu Edge of Night teile ich vollkommen, ein Bisschen hat mich auch das Herumreiten auf dem
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gestört. Bei auch nur halbwegs am Setting interessierten Spielern/Spielleitern ist das ein Aufkochen bekannter, altbackener Elemente.

Witch's Song hat der RPG-Hänler meines Vertrauens endlich im Angebot gehabt, und vom ersten Darüberlesen hat es mich voll überzeugt, obwohl
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ja auch nicht mehr so die Überraschung sind, da werde ich vielleicht etwas ändern. Ansonsten nach meinem Eindruck bisher hervorragend, obwohl ich ja gern
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gehabt hätte.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Noir am 13.03.2011 | 16:30
Wie sieht das eigentlich mit den Abenteuern der 3rd aus...sind die auch mit der 2nd spielbar? So vom Machtgrad?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 13.03.2011 | 17:06
Nein und Ja.

Die Abenteuer bauen stark auf den Mechanismen der 3. Edition auf. Zum Beispiel wird der Progress Tracker oft verwendet, um Hintergrundeffekte zu managen. Wie stark ein Gewitter ist und welche Auswirkungen es auf Sichtweite, Moral, Ausdauer und die Gefahr eines Blitzeinschlages hat, ist in "the gathering storm" eben vom Progress Tracker abhängig, der wiederum durch Würfelergebnisse (Chaosstar, also "kritischer Fehlschlag") beeinflusst ist. Die Spezialregeln der dritten Edition sind in den Abenteuern immer präsent.

Vom Hintergrund her kann man die Abenteuer dagegen locker von 3e auf 2e übertragen, da bisher keines von ihnen bedeutende überregionale Folgen mit sich bringt, die einem evtl. die eigene Spielwelt zerschießen könnten. Außerdem gibts schöne, stimmungsvolle Bilder zum Vorzeigen. Mein Ersteindruck ist jedoch, dass nur "Witch' s Song" vom Hintergrund her so verlockend ist, dass sich eine Konvertierung lohnen würde. Die anderen Abenteuer sind solide bis gut (mit einigen Abstrichen bei edge of night), aber nach meiner Einschätzung keinen Konvertierungsaufwand wert.

Vom Machtgrad her scheinen mir die neuen Regeln wenig Schwierigkeiten zu bereiten. Den SCs gelingt öfter mal was, weil die Würfel nicht bei einer 30% Erfolgswahrscheinlichkeit anfangen, aber Superhelden sehen anders als die Warhammercharaktere aus.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: WeeMad am 12.01.2012 | 15:27
So, habe jetzt letzte Woche und gestern meine ersten Spielerfahrungen sammeln dürfen. In beiden Runden (einmal mit 2 Spielern und einmal mit 3 Spielern) stand Charaktererschaffung, Regelerklärung und das Einführungsabenteuer A day late, a shilling short auf dem Programm (Achtung SPOILER!). D.h. es wurden jeweils NICHT die vorgefertigten Charaktere genutzt.

Die Runde mit den 2 Spieler/innen hat mir besser gefallen. Dies lag hauptsächlich daran, dass die beiden Spieler mehr rollengespielt haben und enthusiastischer waren. Außerdem gelang mir die Verknüpfung der Charaktere mit dem "Plot" des Einstiegsabenteuers besser. Der Siegmarinitiat kam aus dem Sigmarkloster in der Nähe von Ubersreik und die Baderin stammte aus Ubersreik selbst und ihr Vater war ein recht wohlhabender Händler vor Ort. D.h. es war kein Problem einen Freund des Vaters der Baderin und ein Paket an die Sigmariten in die Kutsche zu erzählen. Entsprechend war die SC Motivation natürlicher und für den 2. sozialen Konflikt des ABs gab es mehr Stoff. Hier hat der NSC Klaus v. Rothstein dann auch wunderbar funktioniert.

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Regelseitig hat es auch besser in der ersten Runde funktioniert. Die Stances, die Talente und Aktionskarten, sowie die Würfelergebnisse wurden viel besser in Erzählungen miteingebunden. So gilt auch für Talente am PartySheet, dass sie gerne und immer dann von allen genutzt werden können, wenn sie erzählerisch eingebunden werden. So kam es dazu, dass der Sigmarit mal ein besonders eindrucksvolles Gebet rausgehauen hat, um damit die hübsche Baderin zu beeindrucken! (Aha, hier bahnt sich eine tragic n bloody Lovestory an ;) und das hat sich einzig aus den Regeln her angeboten. Wie cool!!!

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Fatigue und Stress haben in den Konflikten keine Wirkung gehabt. Nach dem 2. Testspiel komme ich dahinter, dass man im Storymode Fatigue und Stress auch gut nutzen kann. Die Regeln hierzu sind aber sehr schwammig. Macht aber nix. Offensichtlich ist die SL Position in diesem Spiel sehr stark.
Im sozialen Konflikt habe ich schließlich den Tracker benutzt, allerdings keine Ini würfeln lassen, sondern mehr oder minder frei agieren lassen. Die Runden quasi so grob mitgehalten. Das hat gut funktioniert und sich dadurch nicht so abgehackt angefühlt, als wenn man IT diskutiert und immer wieder die points of contact mit den Regeln hat, die eben den Diskutierfluss herausnehmen. Trotzdem bin ich mir noch nicht sicher, wie ich das in Zukunft händeln möchte. Die Standardregeln für soziale Konflikte gefallen mir so jedenfalls nicht (also die Abhandlung in Runden - die sozialen Talente und Aktionskarten und das soziale Konflikte verregelt sind gefällt mir grundsätzlich schon).

Bevor der Post noch länger wird, erspare ich mir/euch mal Details zum 2. Testspiel gestern.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: WeeMad am 13.01.2012 | 00:13
Ui ich bin geflashed, gerade eben die Fortsetzung in der 2er Runde gespielt - heute abend hatten wir Verstärkung, waren also 3 Spieler und ein Esel. Kurz und knapp: Bei der Charaktererschaffung hab ich flott gehausregelt, so dass der Hochelfengambler auch zaubern konnte. War kein Problem. Rollenspielerisch war es sehr erbaulich. Ich konnte guten Gewissens Fortune Points verteilen und für eine wunderbare Soapszene hab ich auch nen Extra EP an alle verteilt.
Bei nem Kampf gegen 3 Ungor Henchman und 1 Gor hätte es fast die Gruppe zerbrezelt. Da hab ich auf meine Aggression Points der Beastmen verzichtet und beim Sterben hab ich gehausregelt. Und zwar folgendermaßen: Stirbt ein Charakter nach normalen WFRPG 3 Regeln, liegt er bei uns im Sterben und er muss jede Runde auf Resilience mit entsprechender Erschwernis würfeln. Erst wenn der Wurf vergeigt wird, stirbt der Char. Das fand ich dramatischer und außerdem wollte ich an dieser frühen Stelle keinen toten SC. Evtl. hausregle ich für die Zukunft noch, dass eine kritische Wunde in so einem Fall nach Wahl des Spielers permanent wird - also die Auswirkung der Wunde. Der Wound Treshhold wird dadurch nicht verkleinert.
Fatigue und Stress haben diesmal eine Rolle gespielt - und zwar sowas von. Coole Szene - der Hochelf rennt nachdem die Beastman geschnetzelt sind zum Sigmarit, der im Sterben liegt und verbindet ihn (mit 3 Reckless Dice) und würfelt nen Tropfen, bekommt eine Erschöpfung, schafft aber die Probe, sprich bricht genau nachdem er die heftig blutende Wunde verbunden hat über dem Sigmarit zusammen. Great!

Einen längeren sozialen Konflikt hatten wir nicht dabei. Von daher keine neuen Erfahrungen. Allerdings seh ich hier für mich die größte regeltechnische Problematik.

Die SL Tracker sind sehr hilfreich. Eine anschleichen Szene konnte ich damit gut abhandeln ohne handzuwedeln.

Die Hausregel von Korknadel mit den Chaossternen aufsparen hab ich auch genutzt und finde sie prima.

Das ganze Regelgedöns usw. wirkt auf jeden Fall erstmal erschlagend für neue Spieler. Das haben die gestern gesagt, sowie der neue Spieler heute. Allerdings ist es dann doch nicht so komplex, da alle Spieler nach ein paar Probewürfen etc. das ganze doch verstanden haben und anwenden konnten. Naja, WF 3 ist definitiv nicht rules light, aber auch heute haben Regeln und Erzählung in dieser Runde wunderbar ineinander gegriffen und sich gegenseitig ergänzt. Ich bin schwer angetan!
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 13.01.2012 | 07:23
Hast Du Lure of Power? Da werden soziale Konflikte ja noch mal extra verregelt. Leider bin ich selbst noch nicht dazu gekommen, mir das gründlich anzusehen, aber vielleicht würde das ja weiterhelfen. Die sozialen Encounter, die ich bisher hatte, verliefen alle so quirlig (und oft auch witzig), dass es gar nie dazu kam, dass man was tracken oder irgendwelche ausführlichen Manöver auspacken musste.

Die Idee mit dem im Sterben liegen und einer permanenten Versehrtheit finde ich übrigens sehr schön. In Omens of War gibt es dazu passend ja auch die heftigen Wundkarten. Die würde ich an Deiner Stelle da benutzen.

Sehr schöner Bericht. Ich hoffe, dass es spaßig weitergeht und die Spieler sich rasch in die Regeln einfuchsen.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: WeeMad am 13.01.2012 | 16:58
Lure of Power und Omens of war stehen damit auf dem Einkaufszettel für Februar ... aber ich hab jetzt eh schon viel zu viel Geld ausgegeben, dass ich gar nicht habe ;) Aber die Sozialkonfliktregeln muss ich haben ... ach eigentlich alles ... scheiß Sammeltrieb.

Es wird bestimmt lustig weitergehen und bald ist auch ein Spiel mit der 3. Spielerrunde angesetzt. Also nochmal interessant, wie die auf das Spiel reagieren und damit spielen.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Enrico Pallazzo am 14.02.2012 | 13:17
So, gestern haben wir auch angefangen zu spielen, nach 1 1/2 Abenden Planungen und Charerstellung. Erstellung lief ein wenig chaotisch, was aber an den fünf Spielern und ihrer unterschiedlichen Auffassungsgabe und Vorlieben lag.

Haben mit "A Day late" , ein wenig modifiziert, angefangen und die SC in der Schänke auf einander treffen lassen. Geradezu klassisch. So trafen sich
der Slayer,
der Eisenbrecher,
der Zauberlehrling
und der hochelfische Dieb
in Reikdorf und die rassischen Vorurteile führten gleich zu den ersten provokanten Sprüchen. Wird in Zukunft bestimmt spaßig. Vorallem weil die waldelfische Waldwächterin gestern nicht konnte aber beim nächsten Mal dazu stoßen wird. Bin besonders gespannt, wie sich die Spielerin einfügt und einfühlen kann. Das lief in den anderen Systemen/Settings mal besser mal sehr schlechter.

Das Würfelsystem ging eigentlich auch zuügig flott von der Hand und kam auch recht gut an. Ein Spieler jammerte zwar, dass er w100er Systeme besser fände, weil er die Wahrscheinlichkeiten besser berechnen könne, aber für mich als SL ist das "Einmal Pech für dies" statt +15(oder doch eher +20) sehr viel angenehmer. Hängt ja auch immer vom Spieler und dem gebauten Charakter ab, wer sich viel eindenkt und Talente, Aktionen usw. aufeinander aufbaut, braucht sich auch nicht beschweren, dass die Würfelzusammenstellung komplex ist.

Die Schergen-Ungors wurden weggemäht wie nichts, der Gor fiel auch schnell. Als dann der Wargor kam, hat er aber den Zauberlehrling, der alleine hinten stand, ziemlich vermöbelt, wurde dann aber nach und nach durch Armbrustbolzen des Diebs und Schlägen der Zwerge kaputt gemacht. (Regel ist doch?: Wunden bis Wundenlimit. Dann bewusstlos. Tot falls kritische Wunden=WI. Sprich bewusstlos wird man immer, der Gegner kann einen dann erledigen oder gefangen nehmen)
Wir hatten wenige kritsche Treffer, genügend Vorteile wurde wenig gewürfelt.

Natürlich musste ich noch bei einigen Fragen nachschauen, was aber glaube ich ganz normal ist. Speziell durch die vielen verwobenen Mechaniken ist man immer wieder am nachschauen, was jetzt gerade was bedeutet und so weiter. Auch fand ich den social-encounter nicht wirklich gut und hab ihn weg gelassen.
Mir machts bisher auf jeden Fall viel Spaß und hoffe, dass das bei mir und der Gruppe so bleibt.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Sashael am 14.02.2012 | 20:38
Ein Spieler jammerte zwar, dass er w100er Systeme besser fände, weil er die Wahrscheinlichkeiten besser berechnen könne, aber für mich als SL ist das "Einmal Pech für dies" statt +15(oder doch eher +20) sehr viel angenehmer.
Genau DAS ist einer der Gründe, warum ich das System liebe. Nix mit Wahrscheinlichkeit berechnen. Machen! Und dann gucken, was dabei rauskommt. SO werden Geschichten geschrieben, von denen man noch seinen Enkeln erzählt.  ;D

@Kritische Treffer
Hatte keiner der SCs eine Waffenfertigkeit trainiert? Ein Sigmarkomet kann ja auch als Krit verwendet werden.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: WeeMad am 15.02.2012 | 08:33
Was die Wahrscheinlichkeiten angeht ist hier im GM Screen ein Beispiel bzw. ne grobe Angabe: http://www.gitzmansgallery.com/WFRP3_Resources/Docs/WFRP3/WFRP%203ed%20Screen.pdf
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 16.01.2013 | 14:30
Die Gitzman Resources sind ja echt klasse: http://www.gitzmansgallery.com/index.html

Wird werden es heut abend mal zum Kampagnenauftakt anspielen - bin echt gespannt...
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 16.01.2013 | 15:12

Wird werden es heut abend mal zum Kampagnenauftakt anspielen - bin echt gespannt...

Spielt ihr (New) Enemy Within?

Nebenbei, ich komme am Samstag wieder zum Warhammer leiten, diesmal Horrors of Hugeldal. Hat da irgendwer Spielerfahrung mit dem Abenteuer?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Glorian Underhill am 17.01.2013 | 08:48
@SLF:

Ich habe dir mal exklusiv meine drei extra Handouts für Horror of Hugeldal geschickt.
Quasi als Danke für den Würfelmechanismus aus Auge um Auge.  :d
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 17.01.2013 | 11:57
Letztendlich wird's auf Enemy Within herauslaufen - wir haben gestern grad das Demoszenario angefangen und uns mit dem Spiel vertraut zu machen...

Dann werde ich wohl mit Eye for an Eye nachlegen und in Richtung Enemy Within aufbrechen - und mal schauen, was mir aus den anderen Abenteuern gefällt.

Tipps und Hilfen sind immer willkommen...

Meine Eindrücke: Wenn man mal die Charaktererschaffung hinter sich hat, geht's ganz spannend voran... Sicher, ich muss noch nen Überblick über die ganzen Counter bekommen, aber es hat auf jeden Fall ziemlich Laune gemacht...
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 21.01.2013 | 08:08
Spielerfahrung:

Am Samstag kam meine unregelmäßige (leider zu seltene) Warhammer-Runde wieder zusammen. Wir haben den ersten Teil von Horror of Hugeldal gespielt, und ich muss sagen, es fiel mir weitaus leichter, dieses Abenteuer zu leiten als The Gathering Storm. HoH ist zwar streckenweise ein Ermittlungsabenteuer, aber die Spieler können sich recht offen aussuchen, an welchen Orten sie in welcher Reihenfolge nach Informationen fischen und auf eine ausgeklügelte Vorgabe des Verlaufs wurde verzichtet.

Regeltechnisch zeigt sich so langsam das Problem, dass man in Warhammer 3 durch Ausrüstung und Aktionen/Talente einen gewaltigen Rüstungswert erreichen kann. Ich befürchte, dass dies Kämpfe auf lange Sicht ungefährlicher und langatmiger macht.

Ansonsten ein paar Highlights zu HoH im Spoiler:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 24.01.2013 | 11:57
Gestern hatten wir zum ersten Mal WFRP 3 mit der gesamten Gruppe (5 Spieler + SL) ausprobiert, die Woche zuvor hatten wir nur den ersten Kampf aus dem Einführungsabenteuer bestritten (und noch viele, viele Regeln falsch verstanden).

Überraschenderweise ging die restliche Charaktererschaffung für vier von fünf Spieler (einer der Spiele blieb bei seinem Wood Elf Wayfarer) dann doch erstaunlich schnell. Am Ende hatten wir dann zwei Wood Elves, einen High Elf, einen Dwarf Ratcatcher und einen Apprentice Wizard...

Beim Spielen hat sich dann gezeigt: Man braucht viel Platz (geht aber mit fünf Spielern an meinem Küchentisch noch ganz gut) - und man braucht echt viele Würfel...

Diese ganze Tokensache haben wir dann auch gleich durch normale Würfel ersetzt - eine W6, der eine 3 zeigt, ist dann doch übersichtlichen als 3 Fortune Tokens...

Was sich auch gezeigt hat: Zusammenarbeit ist Trumpf: Sich gegenseitig Fortune Dice zuzuschubsen, hilft echt..

Und ich bin mal gespannt, wie das mit dem Party Tension Ranking hinhaut... :)
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: sangeet am 1.02.2013 | 20:59
Bitte noch mehr Spielerfahrungen :D, ich habe mir hier auch das Grundset zugelegt, einfach weil ich das Edge of Empires mal probe gespielt habe, und dort gesagt wurde Warhammer Fantasy läuft so ähnlich ab, da dachte ich muss mir das mal anschauen. Die Idee Erfolge vs Misserfolge sofort auszuwerten ist einfach eine super Idee !!
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: JS am 2.02.2013 | 00:17
Wir haben neulich eine längere Probesitzung WFRS 3 gespielt (wir = vier erfahrene Warhammer-Spieler, die WFRS 2 lieben, und eine unerfahrene Spielerin mit Interesse am Fantasy-Rollenspiel, die schon mal ein wenig Kontakt zu WFRS 2 hatte).

Fazit war:
- Wir vier WFRS-"Veteranen" fanden WFRS 3 langsam, eng, klobig, beliebig und in jeder Hinsicht der 2. Edition weit unterlegen. Keiner von uns hatte noch das geringste Interesse, sich näher mit WFRS 3 zu beschäftigen.
- Die unerfahrene Spielerin, die u.a. viel und gerne das Brettspiel Descent und andere Miniaturenspiele spielt, fand WFRS 3 sehr viel besser als die 2. Edition. Sie mochte die Aufmachung mit den Charakterkarten und den ganzen Fähigkeitskarten, fand das Würfelsystem ansprechend und konnte mit WFRS 3 viel besser umgehen und ins Spiel einsteigen als mit WFRS 2 - ihrem Gefühl nach eine "Zahlenwüste" auf weißem Papier. Lediglich die Würfelmacht des Chaossymbols mißfiel ihr ein wenig.

Ich war zwar nicht überrascht, daß sie das System lieber mochte als WFRS 2, habe mich aber doch gewundert (und gefreut), daß ihr der Einstig ins Rollenspiel mit WFRS 3 sehr viel besser gelang als mit der 2. Edition.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Glorian Underhill am 2.02.2013 | 01:51
Das für nicht Rollenspieler der Einstieg mit der 3ten leichter fällt kann ich bestätigen. Ich habe das meinen Arbeitskollegen damals beigebracht und die anfassbaren Regeln in Form der Karten hat denen sehr zugesagt.
Meine aktuelle Gruppe besteht jetzt aber aus gestandenen Rollenspielprofis und am meisten Reiz übt WFRP einfach immer noch dadurch aus das es Warhammer ist.
Was viele als Klobig empfunden haben, also mit den Markern die Aufladeraten verwalten kommt gerade gut an. Starke Aktionen sind so generft dass sie eben nicht jede Runde zum Einsatz kommen.
Da kann noch so ein geiler mechanismus oder Regellösung oder Erzählerischer Ansatz in einem anderen System kommen. Warhammer ist einfach die Hausmarke und die 3te stürzt sich da voll auf das gesammelte Artwork von 25 Jahren und den Grimmdark Hintergrund. Das war jetzt zwar keine positive Wertung der 3ten, aber so ist es gefühlt. :d
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Kriegsklinge am 2.02.2013 | 10:36
Ich habe mit Korknadel, Edwin und Shekel letztens "Enemy Within" nach der 3rd begonnen. Erstmal haben wir nur Tschars gemacht, aber das war schon sehr unterhaltsam. Mit hat die Idee gefallen, gleichsam Charakterslots vorzugeben, die in der Kampa vorkommen sollten (Kämpfer, Adeliger, Outcast, Gelehrter usw.) Zu jedem Archetyp kann man dann aus einer ganzen Reihe von Optionen noch auswählen; zudem gibt es zu jedem "Slot" Leitfragen, die ein kleines Beziehungsnetzwerk aufbauen, indem man mit den anderen Gruppenmitgliedern und wichtigen NSC verknüpft wird. Dass man dabei vor allem die NSC noch gar nicht kennt, aber schon mal einen Pappaufsteller mit Porträt hingestellt kriegt, fand ich sehr reizvoll. "Wie stehst du zu Lady S., die deinen Bruder mal nicht heiraten wollte, hier ist ein Bild von ihr", das spricht mich als alten Sachzwangfan schon an. Eine gute indie-mäßige Idee, die den Spagat zum eher traditionellen Rollenspiel, dings, spagatet/bewältigt und mit den Kärtchen auch ansprechend umgesetzt ist. Das gefällt mir eh an dieser WH-version, wie die da alle möglichen Konzepte aus den letzten Jahren in so kleine Materialien pressen. Schön finde ich auch, dass ich einen Apotheker spiele und es kein bisschen langweilig finde. So als Giftmischer und Drogenquacksalber ist man in der Pestwelt von Warhammer gut aufgehoben. Sogar sinnige Kampfmanöver gibt es, die dann eher auf Unterstützung und Feindbeobachtung abstellen - auch cool. Wenn es bei Wahrhammer Zuckerbäcker gäbe, wären es halt dämonische Zuckerbäcker, die im Kampf alle mit Zuckerguss ersticken.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: sangeet am 2.02.2013 | 14:26
Klingt spannend ! Die Enemy Within soll ja auch in der Ersten Edition einer der Besten Kampagnen überhaupt gewesen sein. Transportiert sich das in die 3rd ? Hast Du die Kampagne auf Deutsch oder Englisch ?
Muss man viel übersetzten ? Handouts ?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Kriegsklinge am 2.02.2013 | 15:19
"Enemy within" für 3rd und 2nd sind zwei ganz unterschiedliche Kampagnen, die nichts als Namen und das Thema der "inneren Bedrohung" gemeinsam haben. Zu Umfang und Ausstattung musst du korknadel fragen, der besitzt das Teil und macht den SL. Die Ausstattung, die ich als Spieler bisher gesehen habe, war aber sehr fesch.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: zwobot am 3.02.2013 | 15:58
In einer unseren letzten Episoden sprach ich über den neuen Enemy Within und meine Spielerfahrungen.
Die Kampagne der Ersten Edition war damals eine der Besten, heuzutage ist sie angestaubt und überglorifiziert!
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: D. M_Athair am 4.02.2013 | 17:38
Die Kampagne der Ersten Edition war damals eine der Besten, heuzutage ist sie angestaubt und überglorifiziert!
Gemessen an was? Was ist denn heute DIE Vorzeige-Kampagne?

Hat eigentlich schon jemand WFRP3 nach dem Vorbild des neuen Star Wars entschlackt?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 4.02.2013 | 20:30
Die neue Warhammer-Kampagne (Enemy 2.0) ist auf jeden Fall durchdacht und gefällt mir rein vom Lesen her gut. Allerdings enthält sie weniger freie Räume als die klassische Kampagne, wo man lange auf dem Reik umhertuckern konnte usw.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Sashael am 4.02.2013 | 22:42
Allerdings enthält sie weniger freie Räume als die klassische Kampagne, wo man lange auf dem Reik umhertuckern konnte usw.
Naja, das war aber auch wirklich "rumtuckern". Hat die Story nicht einen Schritt weitergebracht, wenn man da rumgehangen hat. Und sobald die Story wieder zuschlug, gabs wieder ordentliche Gleise.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: zwobot am 5.02.2013 | 13:20
Gemessen an was? Was ist denn heute DIE Vorzeige-Kampagne?

Das kann ich dir nicht beantworten, da ich nicht alle Kampagnen kenne und es nur eine persönliche Meinung meinerseits wäre.

Hat eigentlich schon jemand WFRP3 nach dem Vorbild des neuen Star Wars entschlackt?

Habe es in einer Proberunde versucht, doch die haltungsleisten und einige andere faktoren machen einen umfangreicheren Hack notwendig, für den ich mir Zeit nehmen muss.

Was den Enemy 2.0 angeht würde ich das Adjektiv "durchdacht" nie in den Mund nehmen, es gibt gute Ansätze, man fragt sich nur weshalb sie nicht ordentlich Probegespielt wurde.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 5.02.2013 | 14:18
Der erste Teil der Enemy Within Kampagne ist 1986 erschienen - ich glaub, probespielen war damals noch ein Fremdwort...
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 5.02.2013 | 14:20

Was den Enemy 2.0 angeht würde ich das Adjektiv "durchdacht" nie in den Mund nehmen, es gibt gute Ansätze, man fragt sich nur weshalb sie nicht ordentlich Probegespielt wurde.

Könntest du das weiter ausführen? Ich habe das Ding jetzt einmal gelesen und überlege, es meiner unregelmäßigen Warhammer 3 Gruppe als etwas regelmäßigere Serie anzubieten, deshalb würde mich interessieren, mit welchen Problemen ich Deiner Meinung nach rechnen muss. (Notfalls über Spoiler oder eben PM).
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 5.02.2013 | 14:49
Der erste Teil der Enemy Within Kampagne ist 1986 erschienen - ich glaub, probespielen war damals noch ein Fremdwort...

Es ging um die Version 2.0, also die TEW für WFRP3rd. Auf die bezog sich zwobot.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 5.02.2013 | 15:59
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...

In welcher Reihenfolge könnte man die Abenteuer/Kampagnen denn am besten spielen?

Ich hab mit Shillings Late und Eye for an Eye begonnen, jetzt überlege ich mir, was als nächstes kommen sollte:

Langfristig will ich in Enemy within reinsteuern, aber halt noch die anderen Abenteuer dazwischen schalten...

Im Moment geht's darum, die Verbindung zu den Aschaffenbergs zu stärken.

Da stehen jetzt drei Sachen zur Auswahl:
- Horror at Hugeldal
- Das Abenteuer aus Lure of Power
- Edge of Night

Gathering Storm mit seinem Hillbilly Charme würde ich dann danach einstreuen.
Und danach dann vielleicht The Witches Song, bevor es in Richtung Enemy Within geht.

Würde das passen oder wäre ne andere Reihenfolge sinnvoller?
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Oberkampf am 5.02.2013 | 17:05
Ich habe nach Eye for an Eye das Abenteuer aus der Magierbox genommen, Winds of Change, und das war sehr schön zu leiten. Horror of Hugeldal leite ich gerade (am 15. gehts weiter), und das ist auch sehr angenehm.

Allerdings hat Winds of Change bei meiner Gruppe genau das ausgelöst, was Du wohl vermeiden willst: Die Spieler/Charaktere haben sich dann von der Region abgewendet und erst jetzt wieder Interesse an den politischen Verwicklungen der Aschaffenbergs, von Bruners usw. gewonnen.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: zwobot am 6.02.2013 | 08:34
@SLF: Meisten Probleme bespreche ich im Podcast, wenn du danach noch Fragen hast, schreib ne Mail und wir werden sie in einer der nächsten folgen beantworten.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: korknadel am 6.02.2013 | 09:10
@Jestocost:

Ich würde allerdings nicht mit erfahrenen Chars in TEW einsteigen. Die Kampagne hat ein schönes Konzept, wie man die Chars schon bei der Erschaffung mit dem Abenteuerhintergrund "verknüpfen" kann. Und am Anfang geht es einfach um Dinge, auf die eine erfahrene und schon etwas geschädigte Gruppe wahrscheinlich gar nicht mehr richtig abfahren würde.

Kann man natürlich alles hindeichseln, aber ein Teil des Charmes sowohl der ursprünglichen als auch der neuen TEW ist ja, dass man mit einigermaßen unbedarften Typen hineinstolpert.
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 6.02.2013 | 11:22
Ah, gut zu wissen... Ich hab meinen Charakteren schon mit den Hintergründen aus Enemy Within verknüpft... Dann werde ich vielleicht da dann gleich einsteigen und die anderen Kampagnen-Abenteuer als optionale Quests einbauen...
Titel: Re: [Warhammer 3] Spielerfahrungen
Beitrag von: Jestocost am 8.02.2013 | 10:57
Vielen Dank für den Tipp - und gerade die Verknüpfung mit dem Hintergrund hat gestern echt gerockt...