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Pen & Paper - Spielsysteme => Weitere Pen & Paper Systeme => Thema gestartet von: Thot am 5.08.2010 | 09:42

Titel: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 5.08.2010 | 09:42
Ich will hier mal Berichte zu Frostzone aus der Praxis sammeln, weil ich denke, dass das weit mehr bringt, als die Fixierung auf das Buch selbst. Ich fange an, aber tut Euch keinen Zwang an, Meinungen, unqualifizierte Kommentare oder was auch immer hier mit reinzuschreiben, solange es zum Thema "Frostzone in der Praxis" wenigstens einigermaßen passt:

Gestern Abend hatten fünf Spieler und ein SL das erste Mal Gelegenheit, Frostzone auszuprobieren. Zuvor hatten wir in ca. dreistündigen Einzelsitzungen mit dem SL die Charaktere gebastelt. Ich selbst besitze jedoch das Regelwerk nicht, erzähle also im Moment aus reiner Spi

Mir sind keine wirklich tragischen Probleme mit dem Regelsystem aufgefallen. Die Fertigkeitswürfe sind schnell erledigt (eben 2W10+Eigenschaft+Fertigkeit). Wir waren uns immer klar, welche Fertigkeit für was da ist, das Kampfsystem produzierte keine besonders freakigen Ergebnisse, sondern tat im Wesentlichen, was es sollte, und die "coolen Powers" der SC sind recht eindeutig beschrieben. Ich bin nun auch nicht "total begeistert", aber die Aufregung um das nach Ansicht mancher so schlechte Spiel erschließt sich mir (noch?) nicht. Natürlich findet man immer Punkte, die man am liebsten hausregeln möchte - aber bei welchem System ist das nicht so?

In zwei Wochen geht's weiter, ich berichte dann gern, ob sich an dem Eindruck mit zunehmender Spieldauer was ändert.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Boomer am 5.08.2010 | 10:08
Hallo, ich kann mich meinem Vorherschreiber nur anschließen.

Denn ich gehörte auch zu den fünf Spielern. Und im gewissen Sinne freue ich mich schon auf die nächste Runde.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Waldgeist am 5.08.2010 | 10:08
Bei uns waren Fertigkeitsproben auch OK. Nur der Kampf war... "merkwürdig".

Erstmal dachte ich, ich hätte einen durchaus guten Kämpfer (Predator) gebastelt, mit VW 20, bis unser Alpha auf den Plan trat, mit VW 26. Dann fand ich die Idee mit Rih-Alt-Mot (?) gut und zum Predator passend, nur leider traf ich kaum und wenn ich traf, dann gab's nur Kratzer (von nem fetten Langdolch hätte ich ja zumindest ne Wunde erwartet). Währenddessen mähte der Alpha mit seiner "Gatling" alles nieder, drei Gegner in der ersten Runde und einen in der zweiten oder dritten Runde. Mein Schnetzelopfer wurde schließlich von unserem Engel im Sturzflug von oben niedergemacht. Witzig war dabei auch die Bewegung. Im Wesentlichen tummelte sich alles auf dem Marktplatz (4m Bewegung + Aktion), während ich in der ersten und zweiten Runde fast komplett hinter den Gebäuden um den Markplatz rumgerannt bin (32m Bewegung pro Runde), um den Gegnern in den Rücken zu fallen. "Dummerweise" entschieden sich die meisten Überlebenden dann auch für's Sprinten und waren innerhalb einer Runde von der ausgelegten Battlemat verschwunden - ohne dass wir was dagegen tun konnten (wir hatten Fernkampfwaffen, aber man darf ja nur dann angreifen, wenn man dran ist, und wartet dann einfach die 6 Sekunden zwischen den Einsätzen dumm rumstehend ab...)
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Quaint am 5.08.2010 | 10:30
Ich habe mal ein wenig geleitet und das war nicht so fein.

Wollte ein wenig einen leichten Job zum Aufwärmen machen, also hatten ein paar Ganger einen Waffendealer beschissen der wiederrum Lebensgefährte einer SC Bodguard-Dame war. Der Waffendealer also mal mit seiner Süßen gesprochen, die hat noch einen befreundeten Hitman mitgenommen und man wollte die Jungs mal ein wenig aufmischen.

Hitman infiltriert im Stealthanzug, soweit in Ordnung, aber bissle langweilig, weil mit dem +10 Skillbonus oder was vom Anzug es eh extremst unwahrscheinlich ist, dass ein normaler Ganger ihn sieht. (Und das obwohl der Mann sicherlich kein Experte ist und auch lange nicht den tollsten Anzug hat)
Derweil geht die Bodyguard von vorne rein. An der Tür gibt es etwas Gerangel, Schüsse fallen und schließlich trifft (endlich mal!) einer der Ganger, im übrigen mit einer Sturmschrotflinte auf Vollautomatik auf allerkürzeste Distanz. Es passiert: Nichts! Dabei ist die Bodyguard-Dame aufs erste hinsehen ungepanzert (in der Tat ist natürlich das Geschäftskostüm als ballistische Panzerung ausgelegt, höherer Qualität und von Black Ops Spezialisierung geboostet sowie von einem Magnetfeldgenerator unterstützt). Naja gut, sie verliert wohl eine Ladung von ihrem Mag-Generator. Trotzdem ein wenig enttäuschend bei einem Angriff mit einer der schwersten Feuerwaffen auf ein nicht sonderlich stark gepanzertes Ziel. Sie entscheidet das Kämpfchen also für sich.
Drinnen derweil bringt sich der Hitman in Stellung und erledigt ca. 5 Ganger in einer Runde. Und danach ists dann auch vorbei.

Fazit: ca. 5fache Übermacht bei moderat fähigen Gegnern mit schweren Waffen, Spannung: 0, und übrigens sagt bei sowas dann auch meine Suspension of Disbelief auf Wiedersehen.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 5.08.2010 | 10:48
Frage zu den beiden Fällen: Verstehe ich das richtig, dass es sich im Wesentlichen um ungerüstete Gegner ohne Spezialausrüstung (wie beispielsweise Infrarotbrillen) handelte?

Wobei, das mit "sie sind von der Karte runter, also könnt ihr sie nicht mehr sehen, bei 30 m Distanz, ist ja schon komisch... aber wohl einer eine SL-Entscheidung als eine Spielregel?
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Waldgeist am 5.08.2010 | 11:18
Frage zu den beiden Fällen: Verstehe ich das richtig, dass es sich im Wesentlichen um ungerüstete Gegner ohne Spezialausrüstung (wie beispielsweise Infrarotbrillen) handelte?

Die Gegner, die wir hatten, waren gerüstet, ziemlich stark sogar und sie trugen Helme mit Visier (vermutlich mit Sichtverstärkung, das habe wir aber nicht mehr geprüft, da wir komplett die Lust verloren hatten - vor allem auch der SL).

Wobei, das mit "sie sind von der Karte runter, also könnt ihr sie nicht mehr sehen, bei 30 m Distanz, ist ja schon komisch... aber wohl einer eine SL-Entscheidung als eine Spielregel?

Es waren Straßen und Gassen rund um den Markplatz und wir wollte uns nicht trennen, da wir in feindlichem Gebiet unterwegs waren. Deswegen: von der Karte = in den Gassen verschwunden.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Quaint am 5.08.2010 | 11:25
Also die Ganger bei mir hatten durchaus Panzerung, aber eben normalerweise nur so ballistische Stoffpanzerungen, evtl. mal plus Lederjacke oder sowas. Wenn man da mit 4w10T-Pistolen mit Autofeuer und Spezialmunition draufholzt machen die es nicht lange.

Großartige Sichtverstärker, taktische Huds oder dergleichen hatten die Aufwärm-Ganger allerdings in der Tat nicht. Ist zwar ne Weile her, aber ich glaube so arg große Möglichkeiten zur Wahrnehmungssteigerung bieten die Teile gemeinhin auch nicht. (+5 gibts schon, aber das auch eher durch einen Bewegungsmelder im direkten Umfeld, etwa vom "Flicker")
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Skele-Surtur am 5.08.2010 | 11:41
Fazit: ca. 5fache Übermacht bei moderat fähigen Gegnern mit schweren Waffen, Spannung: 0, und übrigens sagt bei sowas dann auch meine Suspension of Disbelief auf Wiedersehen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals für Frost Zone das Wort ergreife, aber wenn man sich überlegt, von wem und für wen das Setting geschrieben wurde, dann ist es naheliegend, dass es geplant und erwünscht ist, dass man eine 5fache Übermacht halbkompetenter Gegner zum Frühstück verputzt.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 5.08.2010 | 11:43
Die Gegner, die wir hatten, waren gerüstet, ziemlich stark sogar und sie trugen Helme mit Visier[...]

Naja, aber dass da dann selbst in einem absichtlich trashigen Cyberpunk-Setting ein Langdolch nichts ausrichtet, sollte doch niemanden überraschen.

Viel entscheidender scheint mir da die lange Kampfrundendauer zu sein, die dann zu den beschrieben großen Laufdistanzen führt.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Prisma am 5.08.2010 | 11:44
Meine Praxis mit Frostzone hält sich leider in Grenzen. Bisher habe ich nur auszugsweise daraus lesen können, denn irgend ein chemischer Stoff im Buch, löst bei mir recht schnell Kopfschmerzen und Schwindel aus. Interessanterweise ist mir sowas auch bei einigen anderen Büchern passiert, wie z.B. den BUAP Comics (der deutschen Übersetzung von B.P.R.D.). Beim deutschen Traveller war es anfangs ähnlich, doch das hat sich gelegt. Ich hatte früher nie Probleme mit sowas. Benutzte die Druckerei bei Frostzone eine qualitativ schelchtere Farbe (bei anderen vollfarbigen Büchern, z.B. AC2 oder Eclipse Phase hatte ich das Problem nicht)? Oder liegt es vielleicht an dem Plastiküberzug (Traveller hatte ja auch eins!), oder an der Bindung?
Keine Ahnung, ich habe FroZo kurze Zeit nach der Veröffentlichung gekauft und es ist bisher, trotz Lüftung, nicht wirklich besser geworden. Kennt jemand das Problem oder habe ich eventuell gar ein Mängelexemplar erwischt?   
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Skele-Surtur am 5.08.2010 | 11:59
Ich würde jetzt eigentlich sagen wollen, dass es bei FZ nicht an der Farbe, sondern an den Inhalten liegt, dass man vom Lesen Kopfschmerzen und Schwindelgefühl bekommt, aber das wäre ja unsachlich.  8] :P
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Medizinmann am 5.08.2010 | 12:00
HalliHallo zusammen
da mich das Thema interessiert werd Ich mal etwas Kibitzen :D

mit neugierigem Tanz
Medizinmann
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Quaint am 5.08.2010 | 12:21
Nuja, das man das hinkriegt war auch so gedacht. Aber das man praktisch 0 Risiko hat, das war nicht so gedacht und das finde ich auch nicht gut.

Und die Sache ist ja, wenn es dann etwas riskanter wird, ist gerne mal ganz schnell alles vorbei. Mit 28 Panzerung etwa kann man sich die meiste Zeit treffen lassen und nix passiert. Dann kommt mal nen Hansel mit 3w10+2T Waffe und panzerbrechender Mun, würfelt unverschämt gut bei einem einzigen vollautomatischen Angriff und hat z.B. 27 Schaden angerichtet, was (bei der Bodyguard-Dame) dann gegen 19 PS ginge und damit kommen 8 durch. An sich wär das ja okay, aber die werden dann noch z.B. mit 4 Malgenommen und wir haben eine flachliegende Bodyguarddame. Blöd das. Würfelt er etwas schlechter, passiert garnix.

Und ich hatte mal in nem Beispielkampf was ähnliches, da hat ein Scharfschütze durch 2 Wände hindurch nen gut gerüsteten Char geext weil der Schaden eben mal hoch war.

Und die Archetypen von Frostzone sind komisch. Ich hab mal geleitet und zwei Leute hatten selbstgebaute Chars, meine Freundin aber nur nen Archetypen-Bodyguard. Das Abenteuer dreht sich um Probleme mit Cycore, also kam es eben dazu, dass einige Cyber-Attentäter-Schlampen uns in einem angesagten Szeneklub aufsuchten. Der selbstgebaute Anwalt entging den ersten Salven mit lieber Not und machte sich dann unangreifbar. Der Hitman wurde meist garnicht getroffen und wenn steckte er es gut weg (dank Stoffpanzerung und Magnetfeld, komplett Diskotauglich aber fortgeschritten Schußwaffenresistent). Und dann kam auch mal eine einzelne Salve in Richtung der Bodyguard (die übrigens den schlechtesten VW hatte, obwohl wir einen sozialen Char dabei hatten). Und traf. Und es zeigte sich: der Archetyp hat offiziell keinerlei Panzerung und wäre von diesem besseren schief angucken sofort tot gewesen. Naja, ich hab dann mal noch eine Stoffpanzerung aufplöppen lassen, und sie hat es irgendwie überstanden. Dann warf sie ihren mächtigen Energieball zurück, die absolut mächtigste Kraft dieses Stereotypen für die mordsmäßig Punkte rausgeworfen wurden. Immerhin ein Cyborg schwer beschädigt. Dann war der Hitman dran und exekutierte nicht nur die angeschlagene Cyborgschlampe, sondern auch alle anderen. Spätestens zu dem Zeitpunkt fühlte sich meine Freundin ernstlich veralbert.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Waldgeist am 5.08.2010 | 13:00
Naja, aber dass da dann selbst in einem absichtlich trashigen Cyberpunk-Setting ein Langdolch nichts ausrichtet, sollte doch niemanden überraschen.

Ne, schon klar.  ::)
Die hatten auch Körperstellen, die nicht ganz so gut gepanzert waren... aber ne verdammt hohe Wundschwelle (oder wie das noch gleich hieß).
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Skele-Surtur am 5.08.2010 | 13:25
Versteh mich nicht falsch, nichts liegt mir ferner, als FZ in Schutz zu nehmen, aber könnte es hier nicht z.T. auch einfach an den Erwartungshaltungen liegen?
Nuja, das man das hinkriegt war auch so gedacht. Aber das man praktisch 0 Risiko hat, das war nicht so gedacht und das finde ich auch nicht gut.
Denn wenn man weiß, dass die 5-Fache Übermacht keine Herausforderung darstellt, dann muss eben die 20-Fache Übermacht her und ich denke, dass das auch so gewollt ist. Der typische FZ-Spieler will, dass seine Gruppe eine mit verstümmelten Leichen überhäufte Szenerie zurücklässt. Weniger als 30 Tote ist für ihn einfach uninteressant.

Und die Sache ist ja, wenn es dann etwas riskanter wird, ist gerne mal ganz schnell alles vorbei. Mit 28 Panzerung etwa kann man sich die meiste Zeit treffen lassen und nix passiert. Dann kommt mal nen Hansel mit 3w10+2T Waffe und panzerbrechender Mun, würfelt unverschämt gut bei einem einzigen vollautomatischen Angriff und hat z.B. 27 Schaden angerichtet, was (bei der Bodyguard-Dame) dann gegen 19 PS ginge und damit kommen 8 durch. An sich wär das ja okay, aber die werden dann noch z.B. mit 4 Malgenommen und wir haben eine flachliegende Bodyguarddame. Blöd das. Würfelt er etwas schlechter, passiert garnix.
Auch das könnte ich mir als gewollt vorstellen. Auch wenn es mit obiger Annahme etwas kollidiert, aber das Wissen, dass es eben doch ganz schnell zu Ende gehen kann, sollte doch ein taktischeres Vorgehen fördern?

Nein, im Ernst, ich halte das sogar für garnicht so unrealistisch (hab ich wirklich das Wort "realistisch" verwendet?). Solang die Panzerung hält passiert halt nichts. Sobald dann doch das Geschoss einer Feuerwaffe durchdringt ist eben Ende Gelände.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Blizzard am 9.08.2010 | 09:18
Ich werd´hier auch mal rumlurken. Schließlich bin ich viel mehr an Spielerfahrungsberichten interessiert als an Pauschalurteilen. Ich warte gespannt auf weitere Erfahrungsberichte.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 25.08.2010 | 23:37
Also, die zweite Spielsitzung war okay - regeltechnisch lief es hauptsächlich auf einen Kampf gegen drei kümmerbeinige, aber mit starken Armen dafür entschädtigte Monster ("Waste-Kreaturen") hinaus, die wir in einem kurzen, actionreichen Kampf beseititgen.

Und mir ist immer noch nichts aufgefallen, was den miserablen Ruf des Systems hier rechtfertigen würde. Die Mechanik hat genau das getan, was sie sollte: Einen Kampf schnell aufgelöst. Über die Bewegungsweiten und langen kampfrundendauern kann man streiten oder einfach, wie unser SL, das Ganze nicht so genau nehmen und grobes Augenmaß verwenden. Mag sein, dass FZ kein Miniaturenspiel ist, aber dann setzt man es eben auch nicht so ein. Für mich als Spieler hat es alles in allem passabel funktioniert.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Waldgeist am 26.08.2010 | 07:56
Vielleicht könntest du ja mal den Kampf näher ausführen (erzählerisch und regeltechnische Umsetzung), damit andere evtl. ihre Lehren daraus ziehen können...
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 26.08.2010 | 08:36
Naja, ich schreibe während des Spiels keine Protokolle von Rollenspielkämpfen, und merke mir Details nur da, wo sie relevant sind. Relevant war, dass die Gegner mit zwei oder drei Treffern eliminiert waren und der Kampf dadurch schnell ging. Relevant war, dass mich nichts an der Mechanik wirklich in meinem Spielerlebnis beeinträchtigt hat. Und aufgefallen ist mir darüber hinaus nur, dass das Problem mit den Bewegungsweiten pro Kampfrunde uns nicht interessiert, weil unser SL Bewegung eh relativ abstrakt abhandelt.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Ranor am 26.08.2010 | 08:58
Und mir ist immer noch nichts aufgefallen, was den miserablen Ruf des Systems hier rechtfertigen würde.
Kommt denn der schlechte Ruf hier nicht eher durch das Buch selbst als durch das System?
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Tele-Chinese am 26.08.2010 | 09:05
Ja Thot dann mach doch mal die Stichprobe und schlage irgendeine Seite auf. Lies den deutschen Satz der da steht und dann frag dich: Ist das so richtig formuliert und warum zum Teufel hatten die keinen Lektor.

Kommunistische Konzerne ->Widerspruch
bunkerartige Hochhäuser -> Widerspruch

Klasse der Unterhalterin ->achte mal auf die BEschreibung. Die widerspricht sich innerhlab von drei Sätzen mindestens 2x. Und die Steigerungen sind der Hammer. Ich weiß nicht wie man von einer Bordsteinschwalbe zu einer Muse wird. Die Gleichnisse bzw. was noch viel schlimmer ist, die (Geschlechter-)Rollenbilder die dort vermittelt werden sind :puke:
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Waldgeist am 26.08.2010 | 09:21
Naja, ich schreibe während des Spiels keine Protokolle von Rollenspielkämpfen, und merke mir Details nur da, wo sie relevant sind.

Schade. Eigentlich wäre ja genau das für diesen Thread interessant (und zumindest für mich relevant) gewesen. So ist es leider auch nicht möglich zu sehen, ob wir vielleicht etwas falsch gemacht haben. Die Aussage "Und mir ist immer noch nichts aufgefallen, was den miserablen Ruf des Systems hier rechtfertigen würde. Die Mechanik..." bringt mich da auch nicht weiter.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Humpty Dumpty am 26.08.2010 | 09:28
Das Problem liegt nach meinem Eindruck woanders: Ich glaube - ohne Frostzone gelesen zu haben - eher, dass die Leute von Nackter Stahl erstens durch ihr unbeholfen-aggressives Geschäftsgebahren auf breiter Front äußerst unbeliebt sind, zweitens gesellschaftspolitisch mindestens unbedarft daherkommen und entsprechende Rollenspielprodukte publizieren und drittens produktlinienübergreifend ein Konzept von Coolness verfolgen, welches das komplette Gegenteil des aktuellen Mainstreams deutscher Rollenspielforen darstellt.

In Summe führt das zu einer derartig negativen Rezeption. Ich bin mir - wie gesagt in Unkenntnis des Systems - sicher, dass Frostzone vollkommen anders wahrgenommen und beurteilt würde, wenn es von einem anderen Verlag, beispielsweise 13Mann, kommen würde.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 26.08.2010 | 09:39
Ja Thot dann mach doch mal die Stichprobe und schlage irgendeine Seite auf. [...]

Bitte lies das Startposting.  Es geht hier ausdrücklich nicht um das Buch, das ich im Übrigen auch gar nicht besitze, sondern um das Regelsystem und die Anwendung desselben als Werkzeug zur Unterhaltung der Beteiligten bei Rollenspielsitzungen. So richtiges echtes Spiel. ;)
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 26.08.2010 | 09:40
Schade. Eigentlich wäre ja genau das für diesen Thread interessant (und zumindest für mich relevant) gewesen. So ist es leider auch nicht möglich zu sehen, ob wir vielleicht etwas falsch gemacht haben. Die Aussage "Und mir ist immer noch nichts aufgefallen, was den miserablen Ruf des Systems hier rechtfertigen würde. Die Mechanik..." bringt mich da auch nicht weiter.

Naja, Du kannst ja Deine praktischen Erfahrungen und Probleme mit Regeln hier posten, und ich kann dann beschreiben, wie meiner Erinnerung nach vergleichbare Situationen bei uns gehandhabt werden. Sofern bei uns vergleichbares schon passiert ist. :)
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 26.08.2010 | 09:56


Kommunistische Konzerne ->Widerspruch
bunkerartige Hochhäuser -> Widerspruch
Wo sind da die Widersprüche?

Bei bunkerartigen Hochhäusern sehe ich keinen, ausser man hängt dem Irrglauben an Bunker sind immer unterirdisch(bei der amerikanischen Botschaft in Saigon soll angeblich die Maginot Linie das Vorbild gewesen sein) und ob kommunistische Konzerne ein Widerspruch sind, ergibt sich aus dem Kontext.

Staats und Parteikonzerne wären es z.B. nicht, ansonsten siehe China
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Pyromancer am 26.08.2010 | 10:06
bunkerartige Hochhäuser -> Widerspruch

(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/04/Augarten_Flakturm_Wien2008a.jpg/453px-Augarten_Flakturm_Wien2008a.jpg)
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Visionär am 26.08.2010 | 10:07
Das ist einer der Flaktürme.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Humpty Dumpty am 26.08.2010 | 10:13
Geiles Ding. Es ist immer wieder erstaunlich, was es für einen Irrsinn auf unserem Planeten gibt.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 26.08.2010 | 10:14
Können wir diese Subdiskussion, die sich ja wieder um das Buch und nicht die praktischen Erfahrungen dreht. bitte in einen neuen Thread auslagern? :)
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Blizzard am 26.08.2010 | 10:19
Mag sein, dass FZ kein Miniaturenspiel ist, aber dann setzt man es eben auch nicht so ein. Für mich als Spieler hat es alles in allem passabel funktioniert.
Das ist und war AC auch nicht-obwohl es dafür ja schon ein eigenes TT gibt.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Teylen am 26.08.2010 | 10:21
Mich wuerde es ja interessieren wie ihr eine Gruppe aus kommunistischen, steriod aufgepumpten Werwoelfen (Rasputins), Alpha Omega Fachisten und vielleicht noch Folkore Musik hoerenden Kriminellen Knastis zusammengebracht habt.
Oder wurde da nur das System verwendet und der Fluff aussen vorgelassen? Vielleicht nur eine Fraktion gespielt und wenn ja welche?
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 26.08.2010 | 10:24
Mich wuerde es ja interessieren wie ihr eine Gruppe aus kommunistischen, steriod aufgepumpten Werwoelfen (Rasputins), Alpha Omega Fachisten und vielleicht noch Folkore Musik hoerenden Kriminellen Knastis zusammengebracht habt.
Oder wurde da nur das System verwendet und der Fluff aussen vorgelassen? Vielleicht nur eine Fraktion gespielt und wenn ja welche?

Naja, bei uns ist das einfach so, dass wir alle von unseren Arbeitgebern verraten wurden zu Beginn des ersten Abenteuers (das hat der SL uns allerdings schon bei der Charaktererschaffung angekündigt, daher war das okay).

Aber mein Eindruck des Spiels ist eher, dass man normalerweise alle vom gleichen Verein kommen lässt - innerhalb dieser gibt es ja dermaßen viele Auswahlmöglichkeiten, dass eigentlich immer für jeden was dabei ist.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Tigerbunny am 26.08.2010 | 10:36
Ich bin der besagte SL, von dem Waldgeist geredet hat. Bunte Gruppe hab ich folgendermassen gelöst: Die Helden sind alle ins Great Blue geflohen und dort von der Konzernführung für Black Ops angeheuert worden. Wir hatten:

einen Nekroiden, der seinen Ahnen umgelegt hat;
einen Retorten-Alpha, der von Primals gerettet wurde;
einen Freelander, die ja überall reinpassen;
eine Reborn mit defektem Chip.

Ich mag das Setting, aber die Regeln sind erstens imbalanced und zweitens für Miniaturenspiel total ungeeignet. Da ich mittlerweile aber Miniaturen sehr gern mag(macht die sache echt übersichtlicher und motiviert die spieler eher, abgefahrene Sachen zu machen), ist das Regelwerk für mich nix. Von der "Organisation" des Buches will ich hier gar nicht anfangen.
Vielleicht als Savage- oder Gurps-Konversion, aber nicht mit diesen Regeln.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 26.08.2010 | 10:46
Hm, wie äußerte sich das "nicht balanciert" denn in der Praxis bei Euch?
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Tigerbunny am 27.08.2010 | 00:25
Naja, der Alpha zog den Auslöser der Rotationskanone, drei Gegner fielen. Der Rih al Mot bewehrte, ich komm nicht drauf, so ne Nekroiden-Nahkämpfer-Spezialisierung, Buch ist verliehen, schnetzelte und schnetzelte und schnetzelte mit seinem Nanomesser, nix passierte. Als Gegner hab ich den Gangster-Archetypen mit gefixtem Schadensmonitor verwendet. Einer der Gegner schoss mit seinem Revolver auf die Drohne unseres Technikers, Drohne kaputt. Danach haben wir dann allesamt die Lust verloren.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 27.08.2010 | 09:41
Ah, also mögt Ihr keine System, bei denen Gewehre und Pistolen gefährlicher sind als Messer?
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Teylen am 27.08.2010 | 10:45
Naja wenn der eine Spezialisierung auf Nahkampf hat sollte es doch etwas bringen?
Nu und es waere auch nett wenn ein Techniker mit der Spezialisierung auf Drohnen mit diesen etwas anfangen kann?

Weil wenn nur der Char mit den Kanonen alles plaettet [ohne Herrausforderung] waehrend die anderen [ohne Chance etwas zu tun] daneben stehen, ist das doch langweilig..
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Waldgeist am 27.08.2010 | 10:51
Naja wenn der eine Spezialisierung auf Nahkampf hat sollte es doch etwas bringen?
Nu und es waere auch nett wenn ein Techniker mit der Spezialisierung auf Drohnen mit diesen etwas anfangen kann?

Weil wenn nur der Char mit den Kanonen alles plaettet [ohne Herrausforderung] waehrend die anderen [ohne Chance etwas zu tun] daneben stehen, ist das doch langweilig..

Genau das. (Hab nix gg. "Pistole besser als Messer", aber warum dann Stile anbieten, die "nutzlos" sind, wenn das System nicht als Universalsystem gedacht ist, sondern als Setting-spezifische Spezialisierung...)
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 27.08.2010 | 10:52
Polemisch gefragt: Und wenn sich einer auf Gänseblümchenpflücken spezialisiert, muss das System das dann auch nützlich machen? :)
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Tigerbunny am 27.08.2010 | 10:53
Ein brandgefährlicher Nahkämpfer mit einem Messer, das scharf genug ist um Haare zu spalten, sollte gegen einen mittelmäßigen Schläger mit mittelmäßiger Panzerung zumindest eine Chance haben, ohne immerzu Maximalschaden würfeln zu müssen. Messer vs. Kugel gewinnt die Kugel primär wegen der Reichweite, zumindest meine Meinung.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Waldgeist am 27.08.2010 | 10:54
Polemisch gefragt: Und wenn sich einer auf Gänseblümchenpflücken spezialisiert, muss das System das dann auch nützlich machen? :)

 :d  Aber ich hätte schon gedacht, dass Frostzone da deutlich fokussierter ist, aber ich werd' das mal mit den Gänseblümchen probieren; schlechter kann es kaum werden.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 27.08.2010 | 10:55
Ein brandgefährlicher Nahkämpfer mit einem Messer, das scharf genug ist um Haare zu spalten, sollte gegen einen mittelmäßigen Schläger mit mittelmäßiger Panzerung zumindest eine Chance haben, ohne immerzu Maximalschaden würfeln zu müssen. Messer vs. Kugel gewinnt die Kugel primär wegen der Reichweite, zumindest meine Meinung.

Eine mittelmäßige Panzerung des Jahres 2100... nun ja... ich denke, das ist ein Fall von "falsches Werkzeug für den Job".
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Teylen am 27.08.2010 | 10:56
Polemisch gefragt: Und wenn sich einer auf Gänseblümchenpflücken spezialisiert, muss das System das dann auch nützlich machen? :)
Naja, wenn "Gänseblümchenpflücken" unter den krass-coolen Kampftechniken fuer Charaktere steht sollte es auch fuer Charaktere die damit kaempfen nuetzlich sein.

Nun und gerade bei Frostzone gibt es doch die De-Mark Helden aus dem Knast die hauptsaechlich mit Messern und Abflussrohren kaempfen, ist also nicht so als waere es bei Frostzone total unnatuerlich zu versuchen wen zu messern,..
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Tigerbunny am 27.08.2010 | 10:59
Ich hab da sogar mehrere Spezis mit Nahkampfwaffen gezählt. Die Samurai sind wohl aber die einzigen, die überhaupt vorne mitspielen können, vorrausgesetzt, sie haben Plasmaschwert und Energieschild. Das meinete ich ja mit imbalanced. Wenns um Nützlichkeit der Spezialisierungen geht, kann ich über die Hälfte streichen, weil die eh keinerlei Nutzen haben.


Aber ich fasse das mal so zusammen, ich mag das Spiel nicht, ich mag den Aufbau des Buches nicht, die Eigennamen der Ausrüstung sind auch zwei Seiten lang witzig, und das Spiel entspricht einfach nicht meinem Stil. Das Buch kommt in die Artbook- und Settingideen-Ecke im Regal und bleibt da.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Thot am 27.08.2010 | 11:02
Okay, dann wäre also die praktisch Erfahrung, dass das Spiel nicht genug Hilfen bei der Charakterauswahl gibt.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Funktionalist am 27.08.2010 | 11:13
Abo! Das hier wird ja der Rottenpunktkomm-Faden des :T:. >;D

@Thot
Ein System, das vermeintlich gleichwertige Wahlmöglichkeiten bietet, die dann aber wertlos sein können, ist frustrierend. Mittlerweile sollten die Spiele keine Tinte und Seiten auf Scheinoptionen verwenden. Das kostet alle Beteiligten nur Geld, ohne dass Spielspaß dabei herumkommt.

Außerdem ist es nicht cool, wenn die Messerschwinger keine Schnitte haben. ;D
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Medizinmann am 27.08.2010 | 19:43
das errinnert mich an die Holdout und leichte Pistolen von SR3 die hat damals auch keiner genommen ,weil man damit nix ausrichten konnte
(oder Messer ,weil man mit der Faust viel mehr Schaden machen konnte  ::) )
aber das waren nur Gegenstände.Mit einem verbesserten Schadenscode konnte man das reparieren .Wenn aber ganze Charklassen nix bringen(SL:" ach und spiel keinen Messerjockel , die bringen's nicht" nimm lieber nen vercyberten mit Gattling Gun) dann ist weitaus mehr "kaputt" weil dann die Charwahl eingeschränkt ist

und genausowenig wie viele keine Gänschenblumenpflücker oder Zuckerbäcker spielen (ausser vielleicht in dem Fantasy RPG mit den 3 Buchstaben,weils da ja immer nur um eine "Gute Geschichte" geht)
so spielen dann viele auch keine Messerjockel bei Frostzone

Hough!
Medizinmann
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Darkling ["beurlaubt"] am 27.08.2010 | 19:58
Ich erwarte ja von einem Rollenspiel, dass ich mit den Fähigkeiten, die es mir bei der Charaktererstellung anbietet auch signifikanten Einfluss auf das Spiel nehmen kann. Und wenn es Gänseblümchenpflücken anbieten würde würde meine Erwartungshaltung dadurch nicht außer Kraft gesetzt werden. ;)

Was ich übrigens auch von einem Rollenspiel, welches einen auf Drohnen spezialisierten Techniker als Charakterklasse anbietet (und auch dafür Sonderfertigkeiten mit eingebaut hat) erwarte sind Regeln für diverse Drohnen wie z.B. eine fliegende Knarre, nicht bloß fliegende Taschenlampen. In der Praxis ist es aber so, dass Frostzone das nicht leistet. Keine Ahnung, ob dafür der Platz im Buch nicht mehr ausgereicht hat, weil man den eher für die ach so notwendigen Energiekondome oder die Tampons gebraucht hat oder ob man einfach drauf verzichtet hat, weil den Autoren kein Eigenname eingefallen ist...

Naja, ferner finde ich einfach, dass ein Rollenspiel durch das, was es anbietet auch ein wenig zeigt, wie es gespielt werden möchte. Frostzone bietet gleichermaßen Fernwaffennutzung und Nahkampfspezialisierungen an. Wenn die im Spiel aber einfach nicht gleichwertig nebeneinander funktionieren, dann ist der geringste Vorwurf, den das Spiel bzw. vielmehr desses Autoren sich gefallen lassen müssen der, dass die Präsentation dessen, wie das Spiel gespielt werden kann misslungen ist.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Roadbuster am 16.10.2010 | 18:47
Naja, der Alpha zog den Auslöser der Rotationskanone, drei Gegner fielen. Der Rih al Mot bewehrte, ich komm nicht drauf, so ne Nekroiden-Nahkämpfer-Spezialisierung, Buch ist verliehen, schnetzelte und schnetzelte und schnetzelte mit seinem Nanomesser, nix passierte. Als Gegner hab ich den Gangster-Archetypen mit gefixtem Schadensmonitor verwendet. Einer der Gegner schoss mit seinem Revolver auf die Drohne unseres Technikers, Drohne kaputt. Danach haben wir dann allesamt die Lust verloren.

Also gespielt habe ich Frostzone bisher auch nicht, aber wenn ich mir die Kampfkunst Rih al Mot und die Predator Spezialisierung angucke, kann ich da eigentlich nicht erkennen, wieso da kein Schaden bei rum kommt.
Das man auf Fertigkeitswerte um die 14 kommen kann, zeigen schon die Archetypen. Wenn ich mir dann den lausigen VW des Gangers von 17 angucke, dann ist zumindest rein rechnerisch ein Treffer ziemlich gut möglich.

Gehen wir jetzt mal theoretisch von einem Rih al Mot Kämpfer mit einem 14er Wert aus (Rih al Mot auf 10 und +4er Geschick dazu) und setzen ihm den Archetypen Ganger vor. Die wahrscheinlich effektivste Möglichkeit ihn außer Gefecht zu setzen dürfte ein gezielter Treffer sein. Rih al Mot gibt pro 2 Stufen -1 auf gezielte Treffer. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass der Kopf getroffen werden soll, werden aus den normalen -6 *simsalabim* -1. Jetzt schleicht sich der Messerkämpfer auch noch von hinten an (+4 auf die Probe). Bliebe also noch ein Wert von 17 übrig, um den Ganger zu treffen. Hoppla! Der VW des Gangers ist 17. Also müsste man nur eine 1 und eine 2 mti seinen zwei w10 Würfeln und würde ihn treffen. Greifen wir den Gangste jetzt frontal an, kann man die +4 auf die Probe auch durch den Kniff "Finte" bekommen (zugegeben, dafür muss man einem Angriff erfolgreich ausweichen, was aber durchaus möglich sein sollte und mit einem Kniff sogar garantiert funktioniert, wenn man einen Stylepunkt ausgibt). Greift man den Gangster von der Flanke aus an gibt's immerhin noch +2. Abgesehen von Würfelpech sollten Treffer gar nicht so ungewöhnlich sein.
Jetzt betrachten wir noch den Schaden. So ein putziger kleiner Nanodolch macht 1w10+2 Schaden. Bei einer Stärke von +2 kommen wir auf 1w10+4. Setzt man jetzt noch einen Kniff des Predators ein, der die Stärke für eine Szene um 5 erhöht, kommen wir auf einen Stärke von +7 und der Schaden liegt bei 2w10+4.
Mit einem Rih al Mot Kniff macht man immer MINDESTENS den durchschnittlichen Schaden, was in obigem Falle 10 bzw. 15 Schadenspunkte wären.
Der Gangster hat eine Wundschwelle von 9, was schon nicht schelcht für einen "normalen" Menschen ist. D.h. man muss mindestens 19 Punkte Schaden machen, um einen kritischen Effekt hervorzurufen. Mit einem weiteren Rih al Mot Kniff kann man die Wirkung verstärken, so dass die 19 Punkte ausreichen, um den Gegener sofort zu töten.
Mit 4 Erfolgen oder einem weiteren Kniff, sind diese 19 Punkte durchaus möglich. Ich verstehe also nicht so ganz, wo das Problem liegt.
3 Kniffe und noch 2 Techniken in einer Kampfkunst sollten doch möglich sein und bei der richtigen Vorbereitung ist das Ganze eigentlich kein Problem. Wenn es der Charakter schafft, sich unbemerkt an den Gangster anzuschleichen, kriegt er nciht nur +4 auf seine Probe sondern der VW reduziert sich auf 14. D.h. in diesem Falle ist ein Treffer auf den Kopf sogar garantiert (außer Würfelpech natürlich).
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Bock-Creation am 21.10.2010 | 12:43
Ich muss sagen ich fand das Buch lustig und einige Teile darin total wiedersprüchlich beim lesen.

Aber ich will es mal gespielt haben. Manchmal ist es ja so das ein Spiel total toll ist. ( ja es kommt auch auf die Gruppe und den Sl an)

Nachdem was ich hier quer gelesen habe muss ich sagen das Frostzone wohl auf die: Fick deine Gegner zu tot und so der Überkrachertyp - Schiene eingestellt ist.

Zu mehr kann ich auch net sagen.

Mal gucken ob das mal wer anbieten das ich das mal spielen kann.

Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Stahlfaust am 14.05.2011 | 10:54
!Thread-Nekromantie!

Frostzone verkörpert den Stil eines trashigen-Cyberpunk-Actionfilmes im Stile von z.b. UltraViolett oder Equilibrium. Dabei ist das Setting bewußt mit einigen trashigen Elementen ausgestattet. Wer eine realistische Militär-Simulation sucht ist mit Frostzone falsch beraten.
Falls jemand Interesse hat Frostzone mal auszuprobieren, ich werde höchstwahrscheinlich Samstag auf der HeidelCon mein Frostzone Con-Abenteuer leiten.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 28.06.2011 | 18:25
!Thread-Nekromantie! Die Zweite

Frostzone verkörpert den Stil eines trashigen-Cyberpunk-Actionfilmes im Stile von z.b. UltraViolett oder Equilibrium.

Oh Equilibrium ist ein toller Film mit guter Action und Geschichte. Passt also nicht zu Frostzone.
UltraViolet passt super zu Frostzone. Begründung durch Zitat: "Mein Name ist Violett und ich lebe in einer Welt, die sie vielleicht nicht vertsehen werden..." ::)
Nebenbei bemerkt ich habe den Alpha gespielt, der fast alle Gegner plattgemacht hat ;D
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Bock-Creation am 28.06.2011 | 20:24
!Thread-Nekromantie!

Frostzone verkörpert den Stil eines trashigen-Cyberpunk-Actionfilmes im Stile von z.b. UltraViolett oder Equilibrium. Dabei ist das Setting bewußt mit einigen trashigen Elementen ausgestattet. Wer eine realistische Militär-Simulation sucht ist mit Frostzone falsch beraten.
Falls jemand Interesse hat Frostzone mal auszuprobieren, ich werde höchstwahrscheinlich Samstag auf der HeidelCon mein Frostzone Con-Abenteuer leiten.

Wie konnte ich das nicht mitbekommen. Doof.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Boba Fett am 28.06.2011 | 20:53
Frostzone in der Praxis?
Musste derjenige, der es gekauft hatte danach zum Arzt?

~;D

 :Ironie:

-scnr-
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 28.06.2011 | 21:49
 Der is gut hihi :) :loll:
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Stahlfaust am 28.06.2011 | 22:22
Hat alles nicht wirklich was mit Praxisberichten von Frostzone zu tun, was ihr da so schreibt.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Arkam am 29.06.2011 | 17:11
Hallo zusammen,

ich spiele in unserer Runde einen Hacker während der Rest der Runde eher Kampf orientiert ist.
Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen ganz deutlich das man durch eine sorgfältige Wahl der Black Ops Spezialisierungen und eine Begrenzung auf ein klares Charakter Konzept sehr fähige Charaktere erschaffen kann.

Vorher einigen sollte man sich auch was die Ausrüstung angeht. Denn so manches Charakterkonzept erfordert das man einiges an Ausrüstung benötigt. In unserer Runde haben wir 200.000 Geldeinheiten, das entspricht 20 EntwicklungspunktenErfahrungspunkten, zusätzlich bekommen. Das hat für eine ordentliche aber nicht überragende Ausrüstung gesorgt.
Bedenkt man das Ausrüstung , gerade besonders gute Ausrüstung, recht teuer ist sollte man sich hier vorher zusammen setzen.

Probleme tauchen in unserer Runde immer dann auf wenn man wirklich jeden Abschnitt zu einem Thema gelesen haben muss um den Sinn einer Regel zu verstehen. Da lohnt es sich dann im Vorfeld die Regeln mit dem Spielleiter ab zu klären und erst dann den Charakter zu bauen.

Was unserer Runde etwas fehlt ist normale Ausstattung. In der vorletzten Spielsitzung verschlug es die Charaktere in die Eis Wüste. Zur Vorbereitung wollten wir warme Kleidung kaufen. Es gibt da einige nette High Tech Möglichkeiten und wenn man noch mehr Geld ausgibt kann man so auch zusätzliche interessante Möglichkeiten bekommen aber nur einfache warme Kleidung gibt es nicht.

So manches Mal hätten wir in unserer Runde gerne mehr zum Hintergrund erfahren. Denn die Regeln erlauben teilweise recht extreme Möglichkeiten die wenigstens wir uns so nicht vorstellen konnten.

Gruß Jochen
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Bock-Creation am 29.06.2011 | 17:40
Auch wenn ich mich köstlich über viele verschiedene Dinge in Frostzone amüsiert habe, so bin ich dennoch jemand, der es trotzdem spielen will um seine Meinung zu bilden.

Aber mich schreckt es ab wenn man ein ganzes Kapitel lesen muss, was wahrscheinlich mehrere Seiten hat um eine Regel zu raffen.
Ich kenne Leute die überhaupt kein Regelwerk lesen und trotzdem RPG betreiben wollen. Da muss der SL schon Fit sein.

Sollte mal jemand ne Frostzone Runde auf ner Con in meiner Nähe oder Privat in meiner Nähe anbieten. Ich will es testen.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 29.06.2011 | 20:23
Ja nun spielen will ich es auch gerne nochmal vor allem mal ein ganzes Abenteuer. Ich gehöre zur Gruppe um Darkling, Saulus und Waldgeist und spielte den Alpha und Spass hatte ich daurchaus. Nur ein sortiertes Ausrüstungskapitel ohne so viele behämmerte Namen wär echt toll.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Tigerbunny am 29.06.2011 | 20:36
In die 2nd Edition, wenn es jemals eine geben sollte, schaue ich vielleicht nochmal rein. Und lese Erfahrungsberichte, bevor ich sowas nochmal kaufe..
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Stahlfaust am 30.06.2011 | 07:11
Sollte mal jemand ne Frostzone Runde auf ner Con in meiner Nähe oder Privat in meiner Nähe anbieten. Ich will es testen.
Ich werde ggf. mein Frostzone Con-Abenteuer auf der Hamster-Con bzw. auf der Dreieich-Con leiten.
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Arkam am 26.09.2011 | 16:47
Hallo zusammen,

wir beginnen demnächst mit der gleichen Runde unser drittes Frostzone Abenteuer.
In der Einführungsrunde zentrierte sich das Abenteuer auf einen Charakter der auch als Auftraggeber auftrat. Da bis auf unseren Samurai und unseren Engel alle Charaktere erst Mal als normale Menschen durchgehen haben wir bisher keine großen Probleme durch zu unterschiedliche Charaktere.

Bei den Regeln ist lästig das es leider nicht den Regel Block gibt sondern sich einzelne Regeln an ganz verschiedenen Stellen im Buch finden und sich Regeln teilweise widersprechen.
Das hat dazu geführt das wir viele Sachen inzwischen eher erzählerisch oder mit einem kurzfristig festgelegten Wurf abhandeln.
Wenn man grundlegend die gleichen Vorstellungen in der Runde hat klappt das überraschend gut auch ohne Regeln zu ignorieren.

Ich habe den Eindruck gewonnen das Frostzone sehr stark Aufgaben fixiert ist. Man sollte sich also vorher überlegen was der Charakter machen soll und nicht zu sehr in die Breite gehen. Ich spiele eine Hackerin die sich tatsächlich auf das Eindringen und Manipulieren von Computern beschränkt. Da gibt es dann durchaus Vorteile die für mich nicht interessant sind aber für einen anderen Typ von Hacker wiederum unverzichtbar sind.
So brauche ich etwa keinen separaten Vorteil zum Öffnen von elektronischen Türen. Soll der Hacker aber dafür da sein Sicherheitssysteme aus zu schalten erspart einem der Vorteil einiges.

Ausrüstung ist ein integraler Bestandteil der Charakter Erschaffung. Der Hacker braucht ganz klar seinen Computer und der Nahkämpfer sollte seine verbesserte Waffe einplanen. Ausrüstung ist häufig teuer, vor allen Cyberware, und das Geld fließt nicht in Strömen. Eventuell, ist bei uns jetzt in der Diskussion, sollte man auch nach der Charakter Erschaffung den Tausch 1 Erfahrungspunkt = 10.000 Geld Einheiten zulassen. In gegenseitiger Absprache kann man dann ja immer noch ein Wettrüsten verhindern. Wenn man bedenkt das man für die gleichen Punkte auch Attribute und weitere Vorteile bekommt glaube ich aber auch nicht daran das die Gefahr eines Wettrüsten wirklich besteht.

Der Support über das offizielle Verlags Forum, http://www.nackterstahl.de/nackterstahl/forum/index.php#c11 , ist teilweise sehr schleppend. Das liegt sicherlich auch daran das man große Teile des Hintergrund auch ohne Gefahr erst Mal ignorieren kann. Wir spielen etwa ohne Nekroide und Cyborgs. Die entsprechenden Regeln sind also nicht präsent und schon gar nicht entsprechende Regelprobleme.
Aber schriebt trotzdem Mal. Es wäre schön wenn das Forum etwas aktivier würde.

Gruß Jochen
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Glgnfz am 26.09.2011 | 21:13
Ich will das Rammelabenteuer von Schlangengott mit Frostzone spielen! >;D















Nee, im Ernst - in eine Frostzone-Con-Runde würde ich mich sofort setzen!
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Arkam am 25.10.2011 | 17:24
Hallo zusammen,

im Regelwerk finden sich immer Mal wieder ungenaue Formulierungen die bei mir zu Unsicherheiten führen.
Denn Mal sind die Unterschiede drastisch, würfle ich jetzt mit 2W10+1 oder mit 2W10+9, wenn ich ein hohes Ergebnis erreichen muss.
Und Mal fragt man sich ob die verschiedene Bezeichnung auch eine Relevanz im Spiel hat oder ob man als einziger den Harken an der Sache sieht.

Von da aus erfordert Frostzone häufig ein regelrechtes Regel Studium und vor allen ein Lesen an teilweise etwas seltsamen Stellen.
Die Regelung dazu das man sich als freie Aktion im Kampf bewegen darf findet sich etwa bei der Initiative und nicht beim Kapitel Bewegung im Kampf.

Gruß Jochen
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Arkam am 1.11.2011 | 23:20
Hallo zusammen,

wir haben Gestern Mal wieder eine Runde spielen können. Da Szenario selbst, eine Extraktion in einer afrikanischen Großstadt und deren umliegenden Slums, lässt sich sehr gut an.
Am Ende einer längeren Regeldiskussion weiß ich auch endlich was ich für einen Computer habe. Nach längerem Blättern zwischen zwei Kapiteln und genauem Lesen stellte sich nämlich heraus das mein Computer nicht im Kopf integriert ist.

Angefangen hat alles damit das mein Computer Schaden genommen hat den ich reparieren lassen wollte. Bei der Diskussion darüber ob das Modul herausnehmbar sei, ich Reparatur Naniten verwenden müsse oder eine OP nötig sei kam natürlich das Thema Größe auf.
Es stellte sich heraus das die Beschreibung des Computers in der nötigen Größe zur Transplantation spielerische Eigenleistung erfordert.
Denn statt einfach davon aus zu gehen das man nur den entsprechenden Preis zahlen müsse um einen im Kopf integrierten Computer zu haben hätte man Querdenken müssen.
Natürlich ist ein im Gehirn integrierter Computer Cyberware. Natürlich muss man sich dann auch das Cyberware Kapitel durchlesen um fest zu stellen das die Beschreibung des integrierten Computers deutlich von der des externen Computers abweicht und das wie ich finde zu Ungunsten des Spielers.

Das sind dann so die Momente wo man auf die Ordnung im Regelwerk und die mangelnden Verweise im Regelbuch kräftig fluchen kann.
Das sind dann aber auch die Momente wo ich Respekt gegenüber meinem Spielleiter habe der die nötigen Nerven für solche Diskussionen auch im Spiel aufbringt.

Der Versuch meiner Hackerin sich in das städtische Überwachungssystem ein zu hacken hat mir allerdings auch die Stärken des Systems gezeigt. Es gab keine umständlichen Dungeons wie bei Cyberpunk 2020, keine Diskussionen darüber wie genau das System jetzt funktioniert wie ich sie bei Shadowrun erlebt habe sondern der Hack war spannend wie ein kurzer Kampf und war genau so schnell erledigt.

Licht und Schatten liegen bei Frostzone eben sehr dicht zusammen.

Gruß Jochen
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Callisto am 1.11.2011 | 23:26
Wie funkioniert denn das Hacken bei Frostzone?
Titel: Re: Frostzone in der Praxis
Beitrag von: Arkam am 3.11.2011 | 11:45
Hallo Dämonenfänger,

das eigentliche Hacken verläuft in zwei Proben.
Mit der ersten Probe müssen die Schutzmaßnahmen des Ziels überwunden werden.
Bei der zweiten muss man erst Mal entscheiden ob man etwas mit den Geräten am System anfangen möchte. Also etwa eine Kamera nutzen möchte.
Oder ob man das System selbst beeinflussen möchte. In beiden Fällen legt man wieder einen Wurf ab mit dem man dann Erfolge sammeln muss um die gewünschte Aktion zu erreichen.

Als Schutz für einen Rechner gibt es im Prinzip nur eine Möglichkeit.
Man errichtet eine Firewall. Das ist nicht nur per Hardware möglich sondern auch indem man ein Netz aufbaut, zum Beispiel gibt ein LAN (Local Area Network) eine +5 auf die Firewall. Auf diese Art wird dafür gesorgt das der Hacker auch ein Interesse daran hat möglichst nahe vor Ort zu kommen und nicht gemütlich von einem sicheren Ort her hackt.
Allerdings wird es extrem schwierig aus dem Internet heraus etwa auf einen Computer in einer Firma zu zugreifen. Hier wird man Mal eben mit einem 20er Malus belegt. Auch hier ist man wieder gezwungen mit der Gruppe vor Ort zu agieren.
Man kann über entsprechende Spezialisierungen sowohl die Firewall als auch die Mali aufgrund der Zugriffsebene auch beseitigen. Aber bis man so gut ist hat man sich wahrscheinlich schon an das aktive Spielen des Charakters gewöhnt.

Es sind aber eher die netten Details die für mich das System so schön machen.
Das fängt damit an das sich das System was die Runden Abfolge und auch den Würfel Aufwand angeht problemlos in das Kampfsystem integriert.
Man kann Computer im Internet verstecken. Damit sind aus meiner Sicht alle Maßnahmen gemeint damit der eigene Computer und damit man selbst nicht aufgespürt wird.
Es gibt Regeln um Cyberware zu hacken.
Es gibt Regeln dazu um sich ein Konto auf einem gehackten Computer ein zu richten und auch um solche Konten zu finden.
Man kann das Internet als Quelle für Wissen oder Informationen nutzen.

Am besten finde ich die Regeln zur Software. Hier arbeitet Frostzone mit Templats die man je nach dem erreichten Würfel Ergebnis noch ein wenig anpassen kann. Da eine Software zunächst Mal nur ein Mal anwendbar ist und nicht zu kaufen ist muss man wieder selbst aktiv werden. Zudem verhindert man so unüberwindbare Killer Systeme.
Es gibt drei Arten von Programmen.
Script
Ein Script unterstützt einen bei einer definierten Aktion bei einem definierten maximalen Schwierigkeitsgrad.
Viren
Es handelt sich wenig überraschen um die Schadprogramme bei Frostzone.
Sicherheit
Natürlich gibt es auch Sicherheitsprogramme die illegale Aktionen aufspüren, melden und dann ihre Aktion durchführen.

Es gibt Regeln zur Künstlichen Wirklichkeit die wir allerdings noch nicht genutzt haben.

Das ganze kommt auf knapp 30 Seiten sehr übersichtlich daher.

Gruß Jochen