Dazu bräuchte ich eigentlich nur gute Regeln und Infos, wie so das leben eines mittelalterlichen Bauern/Bettlers eigentlich aussah. Die Regeln sollten vor allem solche Sachen wie Flucht, soziale Interaktion und Schlägereien abdecken.Das glaube ich eher weniger...
Auf echte Waffen unfd Rüsdtungen [...]bsp. kann man da verzichten.
Also ich stell mir das so vor, das die SC höchstens dann mal mit nem Schwert in Kontakt kommen, wenn ihnen der Vogt damit den Kopf abschlägt um mal zu testen, ob er die Klinge gut geschärft hat. Dafür brauch ich dann keine Werte.
Naja, Geschichten ist klar: Spieler klein halten, Lebensweltsimulation mit "hartem Kampf ums tägliche ÜberlebenTM", keinerlei Einfluss auf die großen Dinge in der Welt, keine Macht, kein Geld, kein Ruhm.
Also DSA pur, nur ohne die Fassade. >;D
Das Hauptproblem Deiner Idee:
Sie läuft gänzlich quer zum Mittelalter. Sozialer Aufstieg ist eine Idee der Neuzeit.
Italien/Venedig hat so eine bedeutende Rolle auch für den Rest Europas gespielt, das ich nciht verstehe, wieso das etwas anderes sein soll.Du hast vollkommen recht. Man müsste eigentlich auch Byzanz nennen.
Also mit Bauern meine ich natürlich unterste Leibeigene.
Ich bin mir noch nicht sicher, wie es funktionieren soll. Ziel ist auf jeden Fall der finanzielle und gesellschaftliche Aufstieg. Das sollte extrem schwer sein. Eigentlich sollen kriminelle Aktionen von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein, weil alle Spieler körperlich so anfälllig sind, das sie da nicht weit kommen. Die Attribute sollten also alle im unteren Durchschnitt liegen. Aufstieg durch langwierige, harte und langweilige Arbeit sollte ein klein bisschen erfolgsversprechender sein. Aber nicht viel. Ganz wichtig sind auch Krankheiten, die SC relativ zufällig dahinraffen.
Vielleicht eher als ne Art abstrakte Simulation, wo man längere Zeitspannen einfach überspringt.
Also ich stell mir das so vor, das die SC höchstens dann mal mit nem Schwert in Kontakt kommen, wenn ihnen der Vogt damit den Kopf abschlägt um mal zu testen, ob er die Klinge gut geschärft hat. Dafür brauch ich dann keine Werte.
Der Aufstieg war vielleicht ein weing langsamer und brauchte die eine oder andere Generation, aber gerade dieses erblich machen von Pfründen gegenüber den ursprünglichen Gönnern ist ein Kernkonflikt zumindest des deutschen Mittelalters.
Würde das denn überhaupt jemand spielen wollen?Ich bin jemand, der Low-Level-Charaktere zu schätzen weiß, aber unter der Bedingung, daß sie das nicht bleiben müssen. Ich würde es daher nicht spielen wollen.
Das Spiel war ja eigentlich dafür gedacht, Sinnlosigkeit Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zu verdeutlichen. Ist aber aufgrund mangelnden Interesses eingestellt.
...widerspricht halt etwas der Idee vom RPG als Escapismus...
Ausserdem dachte ich, die ganzen DSAler kommen gerannt, weil die spielen ja schon immer so. Aber leider nein.In der Tat - leider nein, aber ich finde erstaunlich, wie Du Dir selbst einreden kannst, es läge an anderen, daß Deine Annahme sich als unzutreffend erwiesen hat. Naja, Haß macht ebenso blind wie Verliebtsein. Oder sogar noch etwas mehr, bin mir da nicht ganz sicher.
Ich dachte der wäre out, weil ja jeder zweite darque spielen will. Ausserdem dachte ich, die ganzen DSAler kommen gerannt, weil die spielen ja schon immer so. Aber leider nein. Die Leute mögens halt nicht, wenn die Wahrheit allzu unverblühmt daherkommt. Es wäre auch nicht gutgegangen, wenn man Vampire offen als Sexspiel verkauft hätte. ;)
Nene, Dark heißt ja nicht inkompetente Luschen, sondern eben nur düsteres Ambiente, Abgründe der Seele, usw.
Auch der verzweifelste Wraith kann immer noch Rache an seinen Peinigern nehmen; aber genau das wird ihnen bei Deinem Ansatz verwehrt.
Und auch in DSA ist ein ein Charakter immer noch in der Hackordnung über den gewöhnlichen Bauern, Räubern, Söldnern, etc.
Wenn ein paar Dörfler einen verarschen, kann man immer noch den Hof plündern und schleifen, wenn ein offizieller einen über die Maßen anpisst, kann man die Seiten wechseln; in der richtigen Gegend kann man nervende NPCs in Sklaverei verkaufen usw.
Diese regelmäßig möglichen Racheaktionen unterschieden halt jedes konventionelle RPG von Deinem Ansatz, wo das ja per se ausgeschlossen ist.
Wild rausgesucht, Vorauswahl war nur eben das spielen auf der Drachenzwinge.Was ja schon sehr viel Vorauswahl ist: Nicht nur PC-Affinität wird da vorausgesetzt, sondern auch die Bereitschaft, sich irgendwelchen "Zuhörern" auszusetzen, wenn ich das richtig verstanden habe. Es ist Dein Umfeld, in dem Du "wild rausgesucht" hast, denn die Drachenzwinge ist ja Teil Deines Umfelds. Wen wundert's da, daß Du nichts anderes herausfinden konntest?
Wisst ihr was? Ich fordere euch heraus: Ich stelle mich einer Wette. Wir wählen zufällig eine DSA Gruppe von der DZ aus. Und einen neutralen Beobachter.Es gibt wenig, das so schwer zu beweisen ist, wie, daß eine Auswahl zufällig war. Und die Einschränkung auf Dein Umfeld - denn die Drachenzwinge ist ja mein Umfeld nicht, Du findest sie nach Deinen eigenen Worten "cool" - macht die Wette sehr bequem für Dich und schließt jeden Zufall von vorneherein aus. Ich halte dagegen: Laß uns eine Runde unter denen auswählen, die von "Alveraniaren" geleitet werden. Was immerhin wäre naher als "dem DSA" als eine redaktionsgeleitete Runde? Traust Du Dich? Würdest Du Dich trauen, mal Dein Umfeld, in dem Du keine Wahrnehmung befürchten mußt, die nicht Deinen Haß füttert, zu verlassen?
Und inwiefern soll bei der DZ nen Selektionseffekt auftreten?Wenn 100% aller Rollenspieler auf der Drachenzwinge spielen und 0% aller Rollenspieler es nicht tun, wäre die Auswahl in der Tat ohne zusätzlichen Selektionseffekt. So ist es aber nicht, ganz im Gegenteil: Die überwiegende Mehrzahl spielt ja doch wohl lieber "Auge in Auge". Das könnte sogar etwas mit der Auswahl des Hobbies zu tun haben...
Und die DZ ist nicht mein Umfeld,...Doch, offenbar gehört sie zu Deinem Umfeld. Schließlich kannst Du Dir ein Urteil über sie erlauben ("cool" oder so), du hörst Dich dort um, kennst Leute, die dort spielen... Sie ist nicht Dein einziges Umfeld, klar, aber sie gehört zu Deinem Umfeld. Zu meinem dagegen gehört sie nur am äußersten Rande (- denn da wir zwei uns ja hier über sie austauschen, ist "sie ist nicht mein Umfeld" jetzt streng genommen schon nicht mehr ganz korrekt).
DIr ist auch klar, das ich zwei DSA Gruppen spiele?Und? Was heißt das schon? Daß Du Deinen Haß regelmäßig füttern läßt?
Und einmal wurde meine Gruppe aus Thorwaler, Krieger Magier usw. von paar Bauern mit Heugabel stundenlang aufgehalten, bis zu Ende des Abends haben wir sie nicht überzeugen können, das wir nicht "böse" sind, Angriff wäre ob harter Interpretation der Überzahlregeln lebensmüde gewesen. Ich hab die Runde dann verlassen.
Klar ist es ein Sekektionseffekt, aber ich finde wirklich nicht, das der sich irgendwie auf die Fragestellung auswirkt. ... Die meisten Rollenspieler nuten das Netz, ...Die wenigsten Rollenspieler nutzen das Internet, um dort zu spielen - jedenfalls meiner Erfahrung nach; schulische / studentische / berufliche Nutzung dagegen mag es sehr wohl bei ihnen geben. Es aber ist nur eine bestimmte Alters- und Interessengruppe, die das Netz auch als "geeignete Spielumgebung" betrachtet. Und eben weil es eine ganz bestimmte "Interessen"gruppe ist, ist der Selektionseffekt von ausschlaggebender Bedeutung für die Fragestellung: Der rein akustische Kontakt ist ein anderer als der, der sich bei gemeinsamer Anwesenheit ergibt, vor allem dann, wenn die gemeinsame Anwesenheit durch Wände und eine geschlossene Tür gegenüber vielen Einflüssen abgeschottet ist. Da ist der Mensch immer noch ein Körperwesen: die pure Umgebung, selektiv Beachtetes, unbewußt Wahrgenommenes bestimmt sein Handeln mit. Bestimmte Merkmale der Umgebung wirken auf die Vermittlung von Spielinhalten ein, und bei gemeinsamer Anwesenheit tun sie es kongruenter als, wenn man sich nur "virtuell" trifft. Schon, ob man das von Bedeutung findet oder nicht, macht einen gewaltigen Unterschied, nicht zuletzt in der Wahl der Mitspieler. Die Wahl der Mitspieler bestimmt wiederum die Art, wie man spielt: Wenn man sich nicht gut kennt und nicht in abgeschlossener Umgebung ist, ist es leichtsinnig (oder Wahnsinn), sich allzu sehr zu öffnen, aber damit bleiben bestimmte Spielerfahrungen dann eben verschlossen. Wer also in einer prinzipiell nicht-abgeschlossenen Umgebung und mit praktisch Unbekannten spielt, kann (und will vermutlich) nicht dieselben Spielerfahrungen machen wie jemand, der sich mit Bekannten, denen er zumindest in Belangen des Rollenspiels traut, in einem Raum zusammensetzt und die Tür hinter sich zumacht. Das bedeutet aber, daß man von der Rollenspielerfahrung im einen Rahmen (offen, Gefahr von Inkongruenzen, Notwendigkeit unausgesetzter Vorsicht) nicht auf die eines gänzlich anderen Rahmens (nach außen abgeschirmt, mit vielfältigen Möglichkeiten, Inkongruenzen zu vermeiden oder, wenn sie aufgetaucht sind, zu bemerken und zu klären, mit Menschen, von denen man weiß, was man von ihnen erwarten kann) schließen kann. Spielweisen, die in dem einen Rahmen "gehen", sind mit dem anderen unter Umständen nicht vereinbar - und ich denke, genau deswegen ist es sehr wohl möglich, daß Deine Wette bezüglich der Drachenzwinge für Dich gänzlich gefahrlos ist. Weil man dort gar keine anderen Ergebnisse bekommen kann... oder wenn, dann nur, indem man unter anderem auf das "P" pocht, mithin in genau denjenigen Gruppen, die ja aus der Stichprobe 'rausfallen...
Wer das tut, der checkt den Gesundheitszustand einer Gesellschaft auch mittels statistischer Erhebung auf einer Intensivstation.Wo auch sonst? Schließlich werden nur da ständig Blutdruck, Herzschlag, Atemfrequenz usw. der zu Untersuchenden gemessen, d.h. man hat geradezu perfekte Datensätze. Das darf man nicht unterschätzen, auch wenn das natürlich nur einen Teil der Daten betrifft und ... öh... oder so ähnlich, jedenfalls.
Die wenigsten Rollenspieler nutzen das Internet, um dort zu spielen - jedenfalls meiner Erfahrung nach; schulische / studentische / berufliche Nutzung dagegen mag es sehr wohl bei ihnen geben. Es aber ist nur eine bestimmte Alters- und Interessengruppe, die das Netz auch als "geeignete Spielumgebung" betrachtet. Und eben weil es eine ganz bestimmte "Interessen"gruppe ist, ist der Selektionseffekt von ausschlaggebender Bedeutung für die Fragestellung: Der rein akustische Kontakt ist ein anderer als der, der sich bei gemeinsamer Anwesenheit ergibt, vor allem dann, wenn die gemeinsame Anwesenheit durch Wände und eine geschlossene Tür gegenüber vielen Einflüssen abgeschottet ist. Da ist der Mensch immer noch ein Körperwesen: die pure Umgebung, selektiv Beachtetes, unbewußt Wahrgenommenes bestimmt sein Handeln mit. Bestimmte Merkmale der Umgebung wirken auf die Vermittlung von Spielinhalten ein, und bei gemeinsamer Anwesenheit tun sie es kongruenter als, wenn man sich nur "virtuell" trifft. Schon, ob man das von Bedeutung findet oder nicht, macht einen gewaltigen Unterschied, nicht zuletzt in der Wahl der Mitspieler. Die Wahl der Mitspieler bestimmt wiederum die Art, wie man spielt: Wenn man sich nicht gut kennt und nicht in abgeschlossener Umgebung ist, ist es leichtsinnig (oder Wahnsinn), sich allzu sehr zu öffnen, aber damit bleiben bestimmte Spielerfahrungen dann eben verschlossen. Wer also in einer prinzipiell nicht-abgeschlossenen Umgebung und mit praktisch Unbekannten spielt, kann (und will vermutlich) nicht dieselben Spielerfahrungen machen wie jemand, der sich mit Bekannten, denen er zumindest in Belangen des Rollenspiels traut, in einem Raum zusammensetzt und die Tür hinter sich zumacht. Das bedeutet aber, daß man von der Rollenspielerfahrung im einen Rahmen (offen, Gefahr von Inkongruenzen, Notwendigkeit unausgesetzter Vorsicht) nicht auf die eines gänzlich anderen Rahmens (nach außen abgeschirmt, mit vielfältigen Möglichkeiten, Inkongruenzen zu vermeiden oder, wenn sie aufgetaucht sind, zu bemerken und zu klären, mit Menschen, von denen man weiß, was man von ihnen erwarten kann) schließen kann. Spielweisen, die in dem einen Rahmen "gehen", sind mit dem anderen unter Umständen nicht vereinbar - und ich denke, genau deswegen ist es sehr wohl möglich, daß Deine Wette bezüglich der Drachenzwinge für Dich gänzlich gefahrlos ist. Weil man dort gar keine anderen Ergebnisse bekommen kann... oder wenn, dann nur, indem man unter anderem auf das "P" pocht, mithin in genau denjenigen Gruppen, die ja aus der Stichprobe 'rausfallen...
Wo auch sonst? Schließlich werden nur da ständig Blutdruck, Herzschlag, Atemfrequenz usw. der zu Untersuchenden gemessen, d.h. man hat geradezu perfekte Datensätze. Das darf man nicht unterschätzen, auch wenn das natürlich nur einen Teil der Daten betrifft und ... öh... oder so ähnlich, jedenfalls.
;-)
Und der Unterschied zwischen Tisch- und TS Runden halte ich für die Fragestellung nach dem hier genannten Spielstil für irrelevant.Das kannst Du natürlich tun. Und es wird niemals passieren, daß Dich Erfahrungen erreichen und beunruhigen, die Deine festgefügten Vorstellungen in Gefahr bringen. Auch darüber kann man tatsächlich Sicherheit erreichen... und das ist ja auch nichts Schlechtes, nicht wahr?
Seiten wechseln bei ner Standard- DSA Gruppe? Nur zu, probiers.
Und einmal wurde meine Gruppe aus Thorwaler, Krieger Magier usw. von paar Bauern mit Heugabel stundenlang aufgehalten, bis zu Ende des Abends haben wir sie nicht überzeugen können, das wir nicht "böse" sind, Angriff wäre ob harter Interpretation der Überzahlregeln lebensmüde gewesen.
Ich finde es erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit hier die Realität geleugnet wird. Sicher ist B&B eine satirische Übertreibung, aber im Kern passiert bei der Standard-DSA-Gruppe genau das, nur das es halt etwas kaschiert ist.