Also ich hab den Film gesehen und fand ihn ziemlich gut.
OK, die "Story" ist nun nicht wirklich oscarreif oder originell.
Der Held ist ein Superduperpilot, der auch voll unkonventionell ist - Check
Hat ein Problem mit Autoritäten - Check
Hat ein Kindheitstrauma (Sah seinen Vater bei einem Flugzeugabsturz sterben) - Check
Neigt zum Aufgeben wenns "ernst wird" - Check
Zweifelt an sich selbst ("I'm only human") - Check
Rettet trotzdem das Universum - Check
Nichts besonderes an dieser Stelle also. Allerdings bleibt alles in sich durchaus nachvollziehbar, bis auf eine Sache.
Es geht aus dem Filmverlauf nicht hervor, warum sich Sinestro am Ende den gelben Ring ansteckt. Vielleicht sparen die Macher sich das auch für den zweiten Teil auf, wer weiß?
Trotzdem ein guter Film und auch sehr gut umgesetzt wie ich finde. Die Figuren aus dem Comic sind alle vorhanden und sehen aus wie ihre Vorlage. Kunststück, immerhin sind Kilowog und Tomar Re Special Effects ;). Aber auch Ryan Reynolds macht eine gute Figur als Hal Jordan.
Die CGI Effekte sehen auch ziemlich gut aus. Klar, sie wirken manchmal "unecht", allerdings hat er auch diesen Ring, mit dem er alles erschaffen kann. Die müssen künstlich aussehen, sind ja immerhin nur Energiekonstrukte.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Insbesondere die Tatsache, das seine Freunde ihn alle trotz Maske sofort erkennen fand ich witzig ~;D
Ansonsten gilt das, was ich oben gesagt hab. Der Film hat das gleiche Problem wie seinerzeit Spider Man 3. 100 Minuten reichen einfach nicht, um all das, was Alexandro weiter oben angesprochen hat, vernünftig einzubauen. Deswegen kommen einige Dinge einfach zu kurz. Insbesondere die Ausbildung wird zu schnell abgehandelt.
Außerdem schreit der menschliche Bösewicht Hector Hammond wie'n Mädchen, das nervt etwas ;).
Thema Kostüm
Er trägt definitiv ein Kostüm, dem per CGI Leuchteffekte hinzugefügt werden, wenn er den Ring benutzt.
Thema Parallax
Sie verwenden in dem Film nicht Parallax als böses Alter Ego von Hal Jordan. Vielmehr benutzen sie Parallax in seiner aktuellen Inkarnation als außerirdischer Parasit, der sich von Angst ernährt.
Also, ich habe den Film auch gesehen, und ich muss sagen: Meiner Meinung nach war das totaler Mist.
Fans des Comics werden sich über Character-rape beschweren.
Leuten, die mit den Comics nicht vertraut sind, wird zu viel auf einmal gepresst.
Die Handlung ist nicht nur klischeehaft mit Abziehbild-Charakteren, sondern hat auch gigantische Löcher.
Dazu kommen Szenen, die dramatisch wirken sollen, aber einfach nur sinnlos sind:
Hal Jordan ist kurz davor den Ring aufzugeben, als Parallax - von dem wohlgemerkt dauern betont wird, dass es der größte Feind ist, den das Corps hatte - genau auf die Erde zuhält. Die Gefahr ist unmittelbar. Also... fleigt er den ganzen Weg nach Oa, um Hilfe zu holen... dort bekommt er gesagt, dass ihm das Corps nicht helfen kann (WAS? Ihr bereitet euch die ganze Zeit auf den Kampf vor und habt gerade eure größte Geheimwaffe geschaffen, einer eurer Sektoren wird bedroht - und ihr wollt nichts machen?) Daraufhin sagt Hal "Dann lasst mich gegen ihn kämpfen!". Er bekommt die Erlaubnsi (äh, ist gegen galaktische Bedrohungen nicht sein Job?) und fliegt den ganzen Weg wieder ZURÜCK zur Erde - gerade noch rechtzeitig für den Schlusskampf! Glück gehabt, denn den Weg nach Oa und zurück hätte er sich wohl offensichtlich komplett sparen können.
Äh... wo ist der Sinn?
Ach, und die Teaserszene nach den Credits - sorry, aber das ist ein Witz! (siehe den bereits geposteten Spoiler-Parodie-Link).
Es mag eine Comicverfilmung sein, aber die Marvel-Filme der jüngeren Vergangenheit (auch der nicht Marvel Productions Film X-Men First Class) waren deutlich besser strukturiert und hatten sinnvollere Handlungen und ausgefeiltere Charaktere.
Charakter rape? Der Hal Jordon des Films entspricht EXAKT dem Hal Jordan der Comics (da nehmen sich z.B. die X-Men-Filme mehr Freiheiten gegenüber den Charakteren heraus).
Hal Jordan ist kurz davor den Ring aufzugeben, als Parallax - von dem wohlgemerkt dauern betont wird, dass es der größte Feind ist, den das Corps hatte - genau auf die Erde zuhält. Die Gefahr ist unmittelbar. Also... fleigt er den ganzen Weg nach Oa, um Hilfe zu holen... dort bekommt er gesagt, dass ihm das Corps nicht helfen kann (WAS? Ihr bereitet euch die ganze Zeit auf den Kampf vor und habt gerade eure größte Geheimwaffe geschaffen, einer eurer Sektoren wird bedroht - und ihr wollt nichts machen?) Daraufhin sagt Hal "Dann lasst mich gegen ihn kämpfen!". Er bekommt die Erlaubnsi (äh, ist gegen galaktische Bedrohungen nicht sein Job?) und fliegt den ganzen Weg wieder ZURÜCK zur Erde - gerade noch rechtzeitig für den Schlusskampf! Glück gehabt, denn den Weg nach Oa und zurück hätte er sich wohl offensichtlich komplett sparen können.
Äh... wo ist der Sinn?
Der Sinn liegt darin, dass die Wächter Oa nicht unverteidigt lassen wollen, indem sie ihre mächtigste Waffe auf irgendeinen Hinterwäldler-Planeten schicken, während Parallax in der Zwischenzeit die Zentralbatterie angreift.
Und sie haben alle ihre Lanterns auf Oa zusammengezogen, damit sie Sinestro in der Anwendung der neuen Kraftquelle unterrichten kann, also braucht Hal tatsächlich ihre Erlaubnis, um einfach so abzuhauen.
Ach, und die Teaserszene nach den Credits - sorry, aber das ist ein Witz! (siehe den bereits geposteten Spoiler-Parodie-Link).
Nahdem ich den Film gesehen habe: Sinestro betont ja immer wieder, dass er es für eine Schwäche hält, diese Kraftquelle einfach wegzuschließen, ohne sie zu erforschen. Selbst wenn sie schwächer sein sollte, so ist sie immer noch mächtig und das Corp könnte (seiner Ansicht nach) von einem größeren Verständnis dieser Kraft profitieren.
Der Hal Jordan in den Comics war vielleicht ein Draufgänger, aber allem voran diszipliniert und verantwortungsbewusst - kein Hallodri wie Ryan Reynolds ihn darstellt.
Ich frage mich sowieso, warum sie sich für den Film für Hal Jordan entschieden haben - Kyle Rayner wäre mindestens genausogut gegangen (ohnd wäre IMO auch zugänglicher fürs Publikum).
außerdem ändert deine Antwort nichts an der Tatsache, dass der gesamte Trip nach Oa und zurück vollkommen überflüssig war. Überhaupt, der ganze Aspekt mit der Willenskraft, der ja die Kraft der Green Lanterns ist, geht total unter. Sinestro, ihr vorzüglichster Krieger, ist so Willensschwach dass er nicht auf den gelben Ring verzichten kann - das sagt ja wohl schon alles. Klar, es ist ein Setup um ihn für ein Sequel zum Bösewicht machen zu können, aber es ist so dermaßen hanebüchen.
In den Comics (zumindest den aktuellen, auf denen der Film basiert) ist Hal am Anfang auch ein Draufgänger.
Sinestro ist halt arrogant: er ist das Beste was das Green Lantern Corps zu bieten hat - wenn jemand
den gelben Ring kontrollieren kann,
dann er. Das hat nichts mit Willensschwäche zu tun, sondern im Gegenteil mit einem Übermaß an Selbstvertrauen und dem völligen Fehlen von Angst.