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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Ein am 28.11.2010 | 08:24
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oder auch Digitale Rollenspiele und das Joch der Darstellung.
Ich überlege eine kleine Monstersammlung für D&D4 herauszubringen und überlege nun welches Format ich wählen sollte. Im Grunde bleibt mir da die Wahl zwischen PDF und EPUB.
PDFs sollten jedem bekannt sein, sicherlich auch mitsamt seiner Vor- und Nachteile. Um die Vorteile noch einmal zusammenzufassen: Es sieht (fast) genauso aus, wie man es layoutet hat, egal auf welchem Anzeigegeräte man es darstellt. Der Nachteil ist, dass es recht speicherintensiv ist und PDFs auf kleinen Bildschirmen eine Qual sein können. Auf meinem Netbook ist es teils schon grenzwertig, auf einem Smartphone möchte ich mir das garnicht vorstellen.
Die Alternative wäre EPUB. EPUB basiert auf HTML. Es hat den Vorteil, dass es sich an das Ausgabegerät anpasst. Egal also ob 65" Fernseher, 24" Monitor, 10,1" Netbook oder Smartphone mit 3" Display, der Text passt sich an das Gerät an. Auch zoomen und drehen ist kein Problem. Allerdings sind die Vorteile auch gleich die Nachteile. So kann man nicht genau festlegen wie das Dokument am Ende aussehen wird. Auf Grund des noch recht jungen Formats und daher einer eher raren Auswahl an Readern kann man sogar nicht einmal garantieren, dass alle Features wie Tabellen, Bilder etc. dargestellt werden.
Nach langer Erläuterung:
Wo seht ihr euch bei der Frage PDF vs EPUB? Welches Format würdet ihr bevorzugen? Welche Geräte setzt ihr überhaupt ein, um digitale Dokumente/RPGs darzustellen?
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PDF. Benutze elektronische Bücher nur am heimischen Rechner, und nicht am Spieltisch. Der Vorteil mit den kleinen Monitoren ist demnach keiner für mich.
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PDF
Ich habe ein iPad, mit dem ich inzwischen recht viel Rollenspiel-"Bücher" lese und PDF ist da kein Problem.
Ich muss auch ehrlich gesagt zugeben, dass ich mir ein Smartphone als Lesequelle für Bücher nicht vorstellen kann.
Ich habe "zwei" - einen iPod (also letztendlich quasi iPhone) und ein Samsung Galaxy und mit beiden käme ich da nicht auf die Idee, nicht einmal bei Taschenbüchern...
Epub ist mnm auch nur für Romane (also Fließtexte) geeignet.
Daher klares Vote für PDF und gegen EPub!
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Für mich ist bei jeder Art von Rollenspiel-Produkt das Layout sehr wichtig; ich lese nicht gerne uninspiriert aneinandergereihte Texte und votiere daher klar für PDF.
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Das Problem mit den kleinen Displays lässt sich umgehen, indem du dein Dokument für eine kleinere Seitengröße (bsp. A5) layoutest, mit entsprechend großer Schriftgröße. Dann ist es auf kleinen Displays immer noch brauchbar lesbar (also, zumindest auf 10" notebooks und vermutlich auch ebook-readern) und auf dem computerbildschirm kann man immer noch 2 seiten nenbeneinander legen.
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Warum nimmst du nicht einfach beides? Ein kleines Skript, dass dir sowohl ein PDF als auch ein ePub erstellt. Vielleicht hilft das dabei (ich habe gerade auch kurz im Netz gesucht, um zu schauen, was es an Möglichkeiten gibt): http://calibre-ebook.com/
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@ArneBab
Calibre hab ich gestern probiert, habe es aber nicht geschafft es unter Windows XP zu installieren.
Gut, da ich eh primär mit Word arbeite, müsste es eigentlich auch gehen, dass ich über den Umweg über HTML-Export auch zum EPUB komme. Müsste ich mal ausprobieren.
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Ich fand Calibre nicht besonders toll (auch weil es sich nicht in den SOX Desktop optisch einfügt...), aber ist wohl die einzige OSS lösung die es so gibt.
Fluffy: Wenn du irgendwie besonders viel Wert auf das Layout legst, kann ich dir von Word eigentlich nur abraten... aber das hast du sicher schon oft genug gehört :)
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Ich halte nicht viel von Layout-Orgien à la WW/FS/Degenesis, von daher passt das schon. Ansonsten würde ich auch EPUB nicht in Bedacht ziehen. Aber das ist hier OT und möchte ich daher nicht weiter betrachten.
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Falls beides zu aufwendig ist: Ich drucke mir Dokumente in der Regel aus und lese sie ganz altmodisch in Papierform, weshalb mir PDF lieber wäre als EPUB.
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PDF - das kann man auch am Rechner aufschlagen und lesen, während EPUB eben nur mit einem Reader geht. Zumindest glaube ich, dass mehr Leute einen Adobe Reader samt Rechner haben als einen eBook-Reader.
@Handy und Bücher lesen: Mit meinem Smartphone geht das prima. Das hat beim PDF-Reader sogar eine eingebaute Funktion, die den Text auf den Bildschirm anpasst (versaut zwar etwas das Layout, geht aber ganz gut). Und Bücher lese ich per Kindle for Android, und seit ein paar Wochen auch nicht mehr anders. ;)
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während EPUB eben nur mit einem Reader geht
Stimmt nicht. Es gibt diverse Reader für Computer, zB den minimalistischen FBReader für Windows oder EPUBReader als Addon für Firefox. Aber es stimmt natürlich, dass EPUB momentan noch weniger Leute erreichen würde, da die meisten auch nur PDFs lesen können, weil der AcroR vorinstalliert ist. ;)
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wieso machst du nicht beides?
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Ja, ich mittlerweile denke ich, werde ich es wohl wirklich so machen.