Priewjet!
Was mich stört, ist nicht der eigentliche Gebrauch (de)englischer Begriffe an sich, sondern die unreflektierte Übernahme solchen Wortgutes. Mich beschleicht dabei oftmals das Gefühl, das dies auch oft aufgrund eines mangelhaften deutschen Wortschatzes passiert, welches ich hiermit nicht gänzlich pauschalisieren will.
Schön auf den Punkt gebracht hat es der vor ein paar Tagen leider verstorbene Herr Hansgeorg Stengler mit dem Zitat von Möller: Vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl ... ;-)
http://www.sachskulthuer.de/kino/kleinkunst/kabrett/Der%20Stengel%20war%20in%20Altenburg/stengel.html
Obwohl natürlich hinzu kommt, dass sich (de)englische Begriffe etwas festgesetzt haben. Auch scheint es so, dass (de)englische Begriffe moderner oder genialer wirken. Warum das Rollenspiel in Deutschland auch oft RPG anstatt RS (Rollenspiel ;-) ) abgekürzt wird, kann ich mir nur so erklären (zweiteres wäre kürzer).
Vielleicht ist es auch so, dass diese englischen Begriffe eine Art Distanz schaffen und sich dadurch eine Art Beständigkeit im Rollenspiel sichern. Mir persönlich ist zumindest aufgefallen, dass gerade Egospieler oftmals mit englischen Begriffen um sich werfen. Auch die meisten gewaltvollen Runden, die ich erlebt habe, wurden oftmals mit englischen Begriffen ausgeschmückt bzw. durch diese veranlasst ...
@ Alrik:
Sowohl Vampir als auch Maskerade sind Fremdwörter
Einspruch ...
[...]
Vampir: slaw. teuflischer Dämon und Totengeist, der entweder der Geist eines Verstorbenen (bei Ost- und Westslawen) ist [...] oder ein durch einen bösen Geist zum Leben erweckter Leichnam (bei Südslawen) ist. [...]
Quelle: Kaurs Lexikon der Mythologie, Weltbildverlag, 2001, S. 525
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Was natürlich nicht heißt, dass dieser Begriff ursprünglich deutsch ist - aus dem Englischen kommt er aber auch nicht ;)
-gruß,
Arbo
P.S.: Natürlich bin ich selbst vor diesem Problem nicht gefeit ... nur damit kein falscher Eindruck entsteht ;D