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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: D. M_Athair am 12.05.2011 | 21:26

Titel: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: D. M_Athair am 12.05.2011 | 21:26
Um den Rundumblick vollständig zu machen:
Was sind die Spiele, Systeme oder Settings, die ich nicht oder nie wieder spielen wollt?

Bei mir:

Degenesis (Katharsys)
Dungeonslayers (das Spiel macht zwar im Allgemeinen sehr vieles richtig. Der Teufel liegt hier in den Details. Es spiegelt meine meine Präferenzen wieder - aufs Äußerste verdreht.)
Shadowrun 3 (+ 4) (ein Dschungel aus Regeln und ein verquirltes Setting)
Frostzone (für mich eine Buttercreme-Knoblauch-Sauerkraut-Birnen-Pizza)
Gamma World 7th (D&D 4 + Gamma World ist in der Mischung balanciert und überdreht zur gleichen Zeit.)


Arcane Codex,
DSA 4.X,
V:tM 2nd rev. und
GURPS 4 sind die Schmerzgrenze - also Spiele, die ich nur mit den richtigen Leuten spielen würde.

edit: Die Nr.1 vergessen!  :o  Oder besser: Bis eben erfolreich verdrängt.
Scion (Allein schon das Setting! Mir, als Mythenliebaber, tut was da gemacht wurde einfach nur weh!
Die Regeln fallen da schon gar nicht mehr ins Gewicht. Sie könnten noch so toll sein, das würde nichts ändern.)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 12.05.2011 | 21:32
DSA weil ich mich zu oft dazu hab überreden lassen.
Frostzone weil ich es dank einer Lesung niemals werde ernst nehmen können.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 12.05.2011 | 21:38
Gurps und Hero Systems - zu kompliziert. Ich hab keine Lust, die zu lernen.

Und bitte erzählt mir jetzt niemand, wie toll oder "gar nicht sooo kompliziert" die doch sind. Die machen nichts, was ich interessant finde.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 12.05.2011 | 21:39
Gurps ist trotzdem nicht kompliziert  :P Du musst es aber auch nicht spielen  :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Stahlfaust am 12.05.2011 | 21:42
Ich wüßte kein einziges Rollenspiel, dass ich partout nicht spielen wollte.
Mit einem guten SL(/guter Gruppe) kann jedes rpg Spaß machen. Zumindest auf 1 Versuch lasse ich es ankommen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: alexandro am 12.05.2011 | 21:43
FATAL
Rifts (restliche Palladium-Spiele: unter Vorbehalt und nur bei sehr gutem SL)

Wäre der Titel des Threads "Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu leiten", wäre die Liste deutlich länger. ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Auribiel am 12.05.2011 | 21:49
Bei mir wären das:

nWoD, aufgrund böser Vorurteile, die das System ev. nichtmal verdient hat (mir hat die alte trotz Fehler einfach zu gut gefallen und ich bin kein Fan von "wir ändern jetzt einfach mal einige zuvor grundlegende Setzungen").

Gurps, ist mir zu kompliziert - nicht zwangsläufig das System an sich und ev. hängt's auch nur an der Übersetzung, aber ich versteh meistens nur Bahnhof und es bleibt einfach nicht hängen. :(
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Dash Bannon am 12.05.2011 | 21:56
Gurps
DSA

ansonsten zock ich im Grunde alles (nochmal)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 12.05.2011 | 21:57
Gurps und Hero Systems - zu kompliziert. Ich hab keine Lust, die zu lernen.

Und bitte erzählt mir jetzt niemand, wie toll oder "gar nicht sooo kompliziert" die doch sind. Die machen nichts, was ich interessant finde.

+1 (oder wäre das in diesem Fall -1)...

Außerdem... irgendwelche Hard SciFi-Games... vor allem keine mit Star Trek-Flair... ich bin einfach kein Science Fiction-Mensch.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Funktionalist am 12.05.2011 | 22:01
HardSF mit ST_FLair? Hört sich gruselig an...geradezu eine SubgenreAnomalie. Da halte ich mit einem modifiziertem Tachyonenimpuls aus meiner Sensorphalanx drauf und lass den subatomaren Niederschlag den Riss im Raum-Zeit-Continuum auffüllen und schenke allen meinen Doppelgängern aus dem bösen Paralleluniversum Rasierer für ihr Kinnbärtchen. ;D


Mich würden keine zehn Pferde dazu kriegen Mers zu spielen.
Ich hasse Tabellen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Thot am 12.05.2011 | 22:02
"Nie wieder" ist so eine hässliche Wortkombination... mit der Erfahrung eines schon jetzt sehr langen Lebens kann ich Euch sagen: Sagt niemals nie.  ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 12.05.2011 | 22:06
Ich kasse mich furz:

d%-Systeme.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Pyromancer am 12.05.2011 | 22:23
Unter den richtigen Begleitumständen würde ich alles spielen, auch Spiele, die ich getestet und für mich als ungeeignet eingeordnet haben.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Blutschrei am 12.05.2011 | 22:27
Zitat
Shadowrun 3 (+ 4) (ein Dschungel aus Regeln und ein verquirltes Setting)
/signed

Was ich auch nie wieder spielen werde ist "Ork!". Es ist schlecht, undurchdacht und macht niemandem Spaß außer dem Spielleiter, wenn man dann noch Hundsmüde ist und der SL noch eher miserabel... nieeee mehr! =)

Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: D. M_Athair am 12.05.2011 | 22:29
"Nie wieder" ist so eine hässliche Wortkombination... mit der Erfahrung eines schon jetzt sehr langen Lebens kann ich Euch sagen: Sagt niemals nie.  ;)
Da das Wollen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, ist die Ausssage "ich will niemals ... spielen wollen" kein absolutes, sondern ein relatives Nie. Das Nie-Sagen hier muss also nicht mit dem von dir Vorgetragenen deckungsgleich sein. In Ausnahmefällen aber kann es das sein.  ;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Noir am 12.05.2011 | 22:33
Midgard - Ein absolut bekacktes System...mit ner bekackten Welt...einfach grauenhaft...alles natürlich IMHO
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Le Rat am 12.05.2011 | 22:41
Rolemaster
Midgard
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Prisma am 12.05.2011 | 22:49
Unter den richtigen Begleitumständen würde ich alles spielen, auch Spiele, die ich getestet und für mich als ungeeignet eingeordnet haben.
Das sehe ich auch so. Ich habe sogar ein paar Erfahrungen in dieser Richtung gemacht.


EDIT: Aber im Zweifel hätte DSA (streng by the book) gute Chancen für den Posten.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: OldSam am 12.05.2011 | 22:51
Ich frage mich eher was solche Threads für Erkenntnisgewinne bringen sollen, ausser wieder eine Gelegenheit für's bashing zu eröffnen?! Stimmt, es bringt den Vorteil, dass die bestehenden Vorurteile gefestigt werden... ;)

Die andere Denkrichtung haben wir hier ja schon mehrfach laufen - und die ist IMHO auch viel sinnvoller - nämlich die Frage <was> man spielen will? Und dann dürfte dem aufmerksamen Leser ohnehin auffallen, dass manche Systeme von praktisch niemandem empfohlen werden, was die Thread-Frage bereits beantwortet... Darum werde ich jetzt auch lieber was sinnvolleres tun als hier weiter zu schreiben, trotzdem viel Spaß noch... ;)

Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: D. M_Athair am 12.05.2011 | 23:06
Ich frage mich eher was solche Threads für Erkenntnisgewinne bringen sollen [...]
Ich finds schon interessant, WER welche Spiele, Settings, etc. nicht spielen wollte. Außerdem kann man die Ergebnisse hier gut mit Lieblingssystemen, Enttäuschungen und Red Flags abgleichen. Da kann man Übereinstimmungen und überraschende Abweichungen feststellen.

[...] ausser wieder eine Gelegenheit für's bashing zu eröffnen?!
Welchen Grund sollte jemand haben ein Spiel, das ihn absolut nicht anspricht zu bashen?
Woher sollten Motivation und Zeit sind für solche Unternehmungen kommen?

 
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Genion am 12.05.2011 | 23:09
Hmm... prinzipiell stehen recht weit oben auf der Liste:

D&D
Savage Worlds
DSA

Wobei ich für die beiden oberen derzeitig sogar laufende Gruppen habe. Mich hindert kein Regelwerk daran Spaß zu haben! So! Und das ist endgültig! Dem blöden D&D werd ichs schon zeigen. ~;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 12.05.2011 | 23:16
Keine zehn Pferde bringen mich dazu mich nochmals bei einem freien Forenrollenspiel zu Star Trek anzumelden und dort zu spielen.

Normalerweise sollte man niemals nie sagen, aber in dem Fall, bin ich mir recht sicher das ich es nicht nochmal versuchen werde.
(Hatte schon seine zweite Chance)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 12.05.2011 | 23:18
Norwegische "Roleplaying Poems"
D&D 3 / 4 (beides getestet, beides....)
Harnmaster (Welt gut, Regeln...)
Nach zwei Schnuppern anything by Vince Baker
BESM
Exalted

Selbstverständlich kann ein engagierter SL mich immer animieren zu etwas von der Liste AUSSER D&D 4 (ganz gruselig) und dem Norwegischen Scheiß.

Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Liftboy am 12.05.2011 | 23:20
D&D3 /3.5
Midgard
Call Of Cthulhu
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 12.05.2011 | 23:39
Norwegische "Roleplaying Poems"

Was ist das?
Aus Norwegen kenn ich nur Gemini.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Gwynplaine am 12.05.2011 | 23:49
DSA 4 (weil ich es lange genug gespielt habe, um mir ein Urteil bilden zu können...)
Vampire (dreimal in unterschiedlichen Gruppen mitgespielt, immer dasselbe dunkeltragischböse gegen irgendwelche Über-NPCs versagen)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Greifenklaue am 12.05.2011 | 23:56
Midgard - Ein absolut bekacktes System...mit ner bekackten Welt...einfach grauenhaft...alles natürlich IMHO
Ouu, ja, für 10 Pferde würde ich viel Unsinn machen, aber Midgard würd ich nach zwei gescheiterten Anläufen micht mehr anfassen ...

Erstmal ausprobieren würde ich - Zeit vorausgesetzt! - alles. Also beim Rollenspiel jetzt  ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: LöwenHerz am 12.05.2011 | 23:57
Cordovan "Allesspieler" schließt kategorisch 3 Systeme aus...  ~;D



Ich sage es mit den Worten von Noir:

D&D 4E : Ein absolut bekacktes System...mit ner bekackten Welt...einfach grauenhaft...alles natürlich IMHO

Und verargumentiere es mit den Worten von BadHorse:

Und bitte erzählt mir jetzt niemand, wie toll oder "gar nicht sooo kompliziert" die doch sind. Die machen nichts, was ich interessant finde.

Das Beste ist, dass es von meiner Seite aus gar keine Diskussion zu meiner Meinung geben wird. Das ist toll  >;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 13.05.2011 | 00:11
"Nie wieder..." klingt hart, aber das sind mal meine schlimmsten Todesängste:

Systeme und Setting gleichermaßen gefürchtet:

Irgendein System der oWoD (außer C:tD-Setting, aber nur mit anderen Regeln)
V:tM sei als besonderes Übel nocheinmal herausgestellt
RIFTS (OMG, hätte ich diesen Thread nicht gelesen, hätte ich es verdrängt  :bang:)
DSA (außer einige DSA(1) Abenteuer mit anderen Regeln und ohne modernes Aventurien)
Shadowrun (*schauder*)
Paranoia (außer bei einem sehr, sehr guten SL)

Nur Regeln verhasst:
Earthdawn 1. + 2. Edition (und wahrscheinlich auch die dritte, wenn sie nicht deutlich besser ist)
alte Storytellersysteme (weswegen ich das coole Setting von Scion unbedingt konvertieren will)
D&D3.x (zu viel Crunch, zu wenig Balance - die Settings sind mir egal, aber die Regeln...)

Nur Setting:
Jedes Setting, dass nur auf der Horrorschiene fährt (mit Betonung auf Horror, nicht Geisterjagd), z.B CoC (außer vielleicht mit PtA oder Inspectres-Regeln, da kann ich mich an reinem Atmosphärespiel erfreuen). Eigentlich auch Hard Sci-Fi, aber das kann ich vielleicht noch 'runterwürgen.

Edit: verdammt, D&D3.x vergessen!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Liftboy am 13.05.2011 | 00:14
Cordovan "Allesspieler" schließt kategorisch 3 Systeme aus...  ~;D

Aber da bin ich dann konsequent!  ~;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Skele-Surtur am 13.05.2011 | 00:15
Es gibt nichts, was ich unter keinen Umständen spielen würde, aber für oWoD und NaSta-Produkte bräuchte ich schon einen verdammt guten Grund.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: LöwenHerz am 13.05.2011 | 00:16
Aber da bin ich dann konsequent!  ~;D

Und eigentlich biste ja auch der Fastallesspieler (muss man mal schnell aussprechen  ;D )!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 13.05.2011 | 00:23
Was ist das?
Aus Norwegen kenn ich nur Gemini.

Click mich, wenn Du Dich traust. (http://forum.rpg.net/showthread.php?396462-One-Foot-in-the-Wild-%28a-full-roleplaying-game%29) EDIT/ Da gibts noch etliche mehr von. Roleplaying Poems sind wohl das norwegische Äquivalent zu One-Sheet-Adventures. (Zumindest in Forge-geschädigten Kreisen)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Sequenzer am 13.05.2011 | 00:28
SCION - cooles Setting aber das wars dann auch schon die Regeln sind gelinde gesagt so ein verkorkster Müll der ohne Hausregel es nicht spielbar ist....

DSA 4 - zu klotzig, sperrig und einfach zuviel... mir hatte da schon die DSA3 gereicht um mir das 4er gar nicht erst wieder anzutun.

 
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: ArneBab am 13.05.2011 | 01:01
Bis vor einem Jahr hätte ich DnD gesagt. Dann hatten wir eine echt coole DnD-Runde. Die Regeln haben mich zwar trotzdem genervt, aber die Runde war toll.

Daher: Mit den richtigen Leuten (z.B. meiner Karlsruher oder Heidelberger Runde oder den Leuten vom Extremspielwochenende) würde ich vermutlich fast alles spielen, solange wir trotzdem noch genug Zeit für 1w6-Runden haben. Mit den falschen Leuten würde ich vermutlich egal was nur einmal (plus Masochismusbonus) spielen :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Brakiri am 13.05.2011 | 01:17
Rolemaster

Davon habe ich jetzt erstmal die Schnauze voll.
Unvollständige Regeln, halbgare Supplements, Tabellen ohne Ende, bescheuerte Klassenbuilds, die nie das ergeben was man spielen mag, und eine Granularität in den Skills die weder in deren Steigerung noch deren Aufspaltung in 10 Einzelskills Sinn oder Spass macht, und wo die Komplexität in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Hab ich die ewig lange und vorallem LANGWEILIGE Char-Generation erwähnt?

Zu allem anderen lasse ich mich hinreissen.

PS: Über sehr stark gemoddete Version von Rolemaster kann man vielleicht reden, aber Originalregeln eher nicht.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Benjamin am 13.05.2011 | 06:14
Unter den richtigen Begleitumständen würde ich alles spielen, auch Spiele, die ich getestet und für mich als ungeeignet eingeordnet haben.
Jep. Begleitumstände und Spielleiter.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: killedcat am 13.05.2011 | 06:45
No-Go-Systeme für mich:

Fate
Kein Erzählspiel und kein Rollenspiel. Das aber kompliziert. Öh... nein danke.

Savage Worlds
Die Angeschlagen-Regeln zusammen mit einem total umständlichen Kampfsystem... nnnnnein.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: korknadel am 13.05.2011 | 06:52
Ich würde nichts aus Prinzip ablehnen, aber ich glaube, wenn ich mal wieder DSA4 spielen würde und an dem Punkt ankäme, wo zwei Leute gleichzeitig im Regelbuch nachblättern, um herauszufinden, wie genau welche Modifikation funktioniert, dann würde ich -- ganz unabhängig von irgendwelchen Prinzipien -- einen Schreikrampf kriegen und den Spieltisch mit Schüttelfrost verlassen ... das ist eine körperliche Reaktion, da haben sich zu viele schlechte Erfahrungen eingebrannt, kann ich nichts mehr gegen tun außer vielleicht Drogen oder eione Therapie ....
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 13.05.2011 | 07:09
das ist eine körperliche Reaktion, da haben sich zu viele schlechte Erfahrungen eingebrannt, kann ich nichts mehr gegen tun außer vielleicht Drogen oder eione Therapie ....

Du hast Nahemas Frisur als Auslöser von Krämpfen vergessen!  ~;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 13.05.2011 | 07:13
Und hier wundern sich Leute das RPG ein eher stagnierendes Hobby ist ...Himmel, RPGLer sind eben doch zum großen Teil Primadonnen  ~;D

Mit der richtigen Gruppe kann man alles spielen, da gibt es kein Nie.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Funktionalist am 13.05.2011 | 07:16
Huh! Nachtrag:
Vampire Live!

Das ist einfach nicht meins...

@dunkler Schatten
Du hast ja recht, aber wo findet man denn in Nähe Wiesbaden eine Runde mit Stripper/innen?
*scnr*
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Chrischie am 13.05.2011 | 07:22
DSA4: Das System ist der letzte Schei... und die Bände sind so wie in der oWoD konzipiert.

oWoD/V:tM:Emos die ganz dyster sind und sich als die Spitze des Erzählspiels sehen, dann aber nur Sado-Maso-Shadowrun spielen.  :puke: Das Spiel ist doof und die meisten Fans... naja lassen wir es.

Rolemaster: Trifft einfach meinen Nerv nicht. Hatte eine doofe Conrunde vor Jahren die ich frühzeitig verlassen habe. Noch eine doofe Runde auf einen Zivilehrgang gehabt. Reicht. Danke.

Alles von Nackter Stahl: Wer regeltechnisch die Option anbietet durch Vergewaltigung Spielressourcen zu gewinnen hat bei mir bis in die Steinzeit und Zurück verschissen.

GURPS: Ich habe es sogar sehr lange gespielt und ich mag es einfach nicht.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: korknadel am 13.05.2011 | 07:23
Du hast Nahemas Frisur als Auslöser von Krämpfen vergessen!  ~;D
O0 O0 :d
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: D. M_Athair am 13.05.2011 | 07:27
Mit der richtigen Gruppe kann man alles spielen, da gibt es kein Nie.
Wie ich schon schrieb: Es geht um 10 Pferde. Das unerwartete Auftauchen eines Elften kann natürlich alles ändern.
Oder: Es geht hier nicht um die Betrachtung unwahrscheinlicher Fälle!


@ Pyromancer & Benjamin: Gehe ich recht in der Annahme, dass sich euere richtigen Begleitumstände relativ einfach schaffen lassen?
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Ein am 13.05.2011 | 07:38
Ich halte es wie Pyromancer. Letztlich bin ich zu jeder Schandtat bereit. Und beschissene Spieler sind viel schlimmer als beschissene Systeme oder Settings.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Dimmel am 13.05.2011 | 08:20
Click mich, wenn Du Dich traust. (http://forum.rpg.net/showthread.php?396462-One-Foot-in-the-Wild-%28a-full-roleplaying-game%29) EDIT/ Da gibts noch etliche mehr von. Roleplaying Poems sind wohl das norwegische Äquivalent zu One-Sheet-Adventures. (Zumindest in Forge-geschädigten Kreisen)

DAS würde ich auch nicht spielen! Was für ein krankesseltsames Spiel! Nein, das muss echt nicht sein.

Gruß Dimmel
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Stahlfaust am 13.05.2011 | 08:32
DAS würde ich auch nicht spielen! Was für ein krankesseltsames Spiel! Nein, das muss echt nicht sein.

Gruß Dimmel
+1
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Arbo am 13.05.2011 | 08:45
Definitiv sowas wie RaHoWa; wer mir das an den Spieltisch bringt, darf gleich wieder abtraben.

Ich bin aber guter Hoffnung, dass sowas nie passieren wird. ;)

Arbo
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Waldgeist am 13.05.2011 | 08:49
Nie wieder? Wahrscheinlich keines.

Wenn's denn unbedingt eines sein muss: Rolemaster fand ich irgendwie gar nicht toll, um da nochmal einem Spiel beizuwohnen, müssten andere Faktoren überzeugen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Boba Fett am 13.05.2011 | 09:09
Frostzone,
Arcane Codex,
Ruf des Warlock,
GURPS
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 09:17
DAS würde ich auch nicht spielen! Was für ein krankesseltsames Spiel! Nein, das muss echt nicht sein.

Gruß Dimmel

Fremde Füße anfassen muss ich auch nicht unbedingt... aber ich erkenne durchaus den Ansatz hinter der ganzen Geschichte. Ist wahrscheinlich einfach nur ein extremes Beispiel für Roleplaying Poems, aber ich glaube, dass die Sache als eine bestimmte Rollenspielform doch gut funktionieren könnte... das mit dem Song zum Beispiel stelle ich mir sehr spaßig vor.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Thot am 13.05.2011 | 09:22
Das hat dann aber mit einem klassischen Dungeoncrawl auch nur noch den Namen "Rollenspiel" gemeinsam.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Harlan am 13.05.2011 | 09:24
Meine Momentaufnahme:

DSA4 - Ich will dieses Regelmonster nicht mehr beackern, denn dabei kommt das Spielen mir zu kurz.

Cthulhu - Ich will keine Charaktere spielen, die nach meinem Verständnis am liebsten zu Hause im Bett wären.


Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 09:27
Das hat dann aber mit einem klassischen Dungeoncrawl auch nur noch den Namen "Rollenspiel" gemeinsam.

Und wo siehst du darin ein Problem?  wtf?
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Der Fuchs am 13.05.2011 | 09:31
Keine 10 und keine 11 und auch keine 100 Pferde bringen mich dazu, auch nur IRGENDEIN Spiel aus der WoD-Serie zu spielen, ob oWoD oder nWoD.
Kein einziges dieser Spiele habe ich jemals gespielt. Kein einziges kenne ich besser als nur vom Hörensagen. Und kein einziges davon interessiert mich auch nur im Ansatz.


Sonstige Spiele, von denen ich lieber die Finger lasse:

Rolemaster - ebenfalls nie gespielt, nur im Laden durchgelesen. Funkt nicht bei mir.

Midgard hat zwar eine schöne 0815-Fantasywelt (das muss nicht immer schlecht sein!), aber die Regeln...

FATAL ist gar kein Rollenspiel, es ist eine großangelegte Beleidigung, gerichtet gegen Rollenspieler.

Call of Cthulhu - Die Regeln im Einsteigerheft sind elends langweilig und meine Vorurteil gegenüber der Reihe sind "angestaubtes System, das zu viele Publikationen kriegt, und CHaraktere sind eh zum Wegwerfen." Im Rollenspiel-Laden in meiner Umgebung stellen die Cthulhu-Bände zwei Regalbänke voll. Nichtmal DSA braucht eine ganze Bank. (Savage) Chthulhu Tech andererseits... :D


Generell spiele ich kein Rollenspiel wegen des Settings nicht. Auf ein bestimmtes Setting kann ich immer mal Lust haben. Wenn ich was nicht spiele, dann weil ich die Regeln nicht mag.
WoD bildet da natürlich eine Ausnahme.

Zitat von: Boba Fett
Ruf des Warlock,
Also DAS wollte ich schon immer mal spielen. Einfach weil es der B-Movie des Rollenspiels ist, enn ich es richtig eingeschätzt habe. Und die ganzen Englischen Namen die sich ins Deutsch mischen gaben mir beim (darüber) lesen ein irgendwie trashig-tolles Gefühl...


Zu DSA bringt mich inzwischen kein Pferd alleine. Aber wenn es zwei sind, dann muss ich einfach diesem herrlich erfrischend*-bescheuerten Regelwerk und der Butterblumenfantasywelt frönen...

*Wenn man die ganze Zeit tolle Spiele wie SW oder FATE spielt braucht man auch mal ne abwechslung.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: gunware am 13.05.2011 | 09:40
Was sind die Spiele, Systeme oder Settings, die ich nicht oder nie wieder spielen wollt?
:o Mir ein RPG entgehen zu lassen? Bin ich denn bekloppt? Egal was, sofort spielen - wenn die Realzeit nicht immer dazwischen funken wollte.

Im Ernst, ich glaube, ich kenne kein RPG, dass ich nicht ausprobieren wollen würde. Und bis jetzt habe ich auch keins kennen gelernt, dass ich verdammen würde. Aber es kann auch daran liegen, dass ich wegen knapper Zeit einfach nicht so oft zu spielen komme, wie ich wollen würde und nur der Entzug aus mir spricht. Tja, wer weiß...
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Dimmel am 13.05.2011 | 09:41
Fremde Füße anfassen muss ich auch nicht unbedingt... aber ich erkenne durchaus den Ansatz hinter der ganzen Geschichte. Ist wahrscheinlich einfach nur ein extremes Beispiel für Roleplaying Poems, aber ich glaube, dass die Sache als eine bestimmte Rollenspielform doch gut funktionieren könnte... das mit dem Song zum Beispiel stelle ich mir sehr spaßig vor.

Rollenspiel ist eben ein sehr schön vielseitiges Hobby: Man findet immer etwas um mit dem Finger drauf zu zeigen   ~;D

Wer weiss mit sauberen Füssen den richtigen Leuten vielleicht doch?  ;D

Gruß Dimmel
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Humpty Dumpty am 13.05.2011 | 09:43
Also ich sehe das alles nicht so kritisch. Wenn ich eine lässige Gruppe finde, lasse ich mich ebenso gerne wie problemlos auf ein bei mir eher unbeliebtes Spiel ein. Die Chemie zwischen den Leuten sowie insbesondere die Kompetenz des SL, aber auch der Mitspieler ist mir da erheblich wichtiger fürs Rollenspielerlebnis als beispielsweise als suboptimale Regeln. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Systeme wie DSA, Arcane Codex, Rolemaster, GURPS oder meinetwegen sogar FATAL kategorisch ausgeschlossen werden. Leute, die das ernst meinen, wären für mich eher keine potentiellen Mitspieler.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Belan am 13.05.2011 | 09:43
In der rollenspielerischen Provinz in der ich lebe komme ich gar nicht in den Luxus etwas nicht spielen zu wollen, weil hier eh (fast) nur DSA und Shadowrun geleitet wird. Auf nem Con oder so ist auch weniger das System abschreckend, als die Art, wie das System vorgestellt wird und/oder die potentiellen Mitspieler.

Ansonsten kann ich Hintergründen wenig abgewinnen, in dem man Vampire oder andere Wesen der Nacht spielt, weil die üblichen Verdächtigen Mitspieler daraus eine Gothik-Soap-Story machen würden.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Uebelator am 13.05.2011 | 09:53
Grundsätzlich würd ich ich so gut wie alles mitspielen, wenn die Gruppe mir zusagt.

Schlechte Erfahrungen hab ich allerdings gemacht mit:

Arcane Codex - Da hab ich eine grauenhafte Con-Runde gespielt. Das Buch war zwar hübsch illustriert, aber mir war das Ganze irgendwie zu möchtegern-düster. (Einschließlich meiner Mitspieler)

Vampire - Weil mich dieses weinerlich Emo-Gejammere der Vampire-Fans irgendwie immer genervt hat. Dabei kann ich dem Setting grundsätzlich schon was abgewinnen und hab z.B. die Computerspiele gern gespielt. ;)

Shadowrun - Hab ich früher (mit 16 oder so) ohne Ende gespielt und mag das Setting. Die Regeln waren mir aber immer zu wuchtig und die verschiedenen "Klassen" (Decker, Rigger, etc.) zu schlecht miteinander verknüpft. Mag am SL gelegen haben, aber wenn ein Decker in Aktion war, hat sich der Rest der Gruppe gelangweilt. Und bei den ewig langen Einkaufs-Arien hab ich mich schon damals gelangweilt. Außerdem kann ich mich nicht dem Eindruck erwehren, dass die passionierten Shadowrun-Spieler, die ich bisher auf Cons erlebt habe, irgendwas kompensieren müssen. ;)

Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 13.05.2011 | 09:55
Keine 10 und keine 11 und auch keine 100 Pferde bringen mich dazu, auch nur IRGENDEIN Spiel aus der WoD-Serie zu spielen, ob oWoD oder nWoD.
Kein einziges dieser Spiele habe ich jemals gespielt. Kein einziges kenne ich besser als nur vom Hörensagen. Und kein einziges davon interessiert mich auch nur im Ansatz.

[...]

Generell spiele ich kein Rollenspiel wegen des Settings nicht. Auf ein bestimmtes Setting kann ich immer mal Lust haben. Wenn ich was nicht spiele, dann weil ich die Regeln nicht mag.
WoD bildet da natürlich eine Ausnahme.
Find ich irgendwie arg merkwuerdig o.O
Ich mein, ich kann verstehen das man Vampire nicht mag, ganz besonders nachdem man es gespielt hat. Aber die WoD allgemein? Ohne es jemals gespielt zu haben? Alles? In der Rubrik "Keine 10 Pferde" o.O
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 09:56
Die Chemie zwischen den Leuten sowie insbesondere die Kompetenz des SL, aber auch der Mitspieler ist mir da erheblich wichtiger fürs Rollenspielerlebnis als beispielsweise als suboptimale Regeln.

Sehe ich genauso... andererseits habe ich aber auch ein Problem mit Leuten, die sich überreden lassen, um überhaupt irgendwas zu spielen. Denn Runden, die unter der Einstellung "Die Leute sind echt toll, aber beim Setting und den Regeln muss ich kotzen" zustandekommen, verlaufen in den seltensten Fällen optimal. Weil dann einigt sich die Gruppe (im besten Fall) darauf, dass sie auf ein anderes Rollenspiel umsteigen oder (im schlechtesten Fall) spielt die Gruppe irgendwie auf Sparflamme, weil nicht alle das Spiel in der Ganzheit so gern haben wie andere. Da sag ich lieber gleich "Hey, SciFi... gibt's nicht noch Alternativen? Ich mag das gar nicht...", als wenn ich schweige und mich da zurückhalte. Das finde ich nämlich auch nicht richtig meinen Mitspielern gegenüber.

Ich mein, ich kann verstehen das man Vampire nicht mag, ganz besonders nachdem man es gespielt hat. Aber die WoD allgemein? Ohne es jemals gespielt zu haben? Alles? In der Rubrik "Keine 10 Pferde" o.O

Sehe ich ähnlich... mit dem nWoD-GRW müsste sich doch eigentlich für so ziemlich jeden allgemein interessierten Mystery-Typ was finden lassen, auch im Originalsetting. Für Hunter gilt ähnliches.  :-\
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Thot am 13.05.2011 | 10:04
Und wo siehst du darin ein Problem?  wtf?

"Ich hab ein neues Rollenspiel erfunden. Man spielt es mit vier farbigen Steinchen, Würfeln und einem Spielbrett mit kreuzförmig angeordneten Feldern, auf denen man seine Steinchen zieht. Alle versuchen aussen rum zu laufen, in dem sie ihre Schrittlänge erwürfeln - wer zu erst mit allen Steinchen außen rum gelaufen ist, hat gewonnen."

Man kann Begriffsdefinitionen bis zur Nutzlosigkeit aufweiten. Marketingfuzzis machen sowas gerne, aber ich empfinde das als billigen Versuch, mich anzulügen. Sollen sie es "Singfussanfassspiel" nennen meinetwegen. Vielleicht spiel ich es dann sogar. Aber wenn einer mich zu einer Rollenspielsession einlädt und mir dann sowas vorschlägt, bin ich eher geneigt, beleidigt zu sein.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 13.05.2011 | 10:07
@Tafkebab: Ich finde, es gibt genug Rollenspiele, dass man sich auf eins einigen kann, für das es keine elf Pferde braucht. Klar, wenn ich neu zu einer Gurps-Gruppe komme, dann muss ich in den sauren Apfel beißen, wenn ich da mitspielen will. Aber bei einer Diskussion darüber, was man als nächstes spielen will, hilft eine klare Ansage wie "Bitte kein Hero System" schon weiter.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 13.05.2011 | 10:13
Ich wundere mich manchmal schon ein wenig über die Position "mit den richtigen Leuten kann man alles spielen." Auf der einen Seite stimmt das ja, wenn die Chemie garnicht stimmt, funktioniert im RPG nix. Aber auf der anderen Seite gibt es mMn fühlbare Unterschiede zwischen Rollenspielsystemen, auch wenn die Gruppe gleich bleibt.

Ich spiele Rollenspiele meistens mit meinen Freunden, also kommen meine Mitspieler/SLs aus einem Pool aus den gleichen Leuten - von Cons mal abgesehen. Natürlich gibt es da individuelle Eigenarten, aber ich glaube nicht, dass in irgendeinem Fall bei einer Person aus dem Pool für jedes Spiel Hopfen und Malz verloren ist (obwohl es da zumindest einen Brachialrailroader gibt). Trotzdem machen einige Spiele mit diesen Leuten mehr Spaß als andere, und ich weiß, dass ich einige Systeme merklich besser leiten kann als andere. Systeme (Regeln, Mechaniken, Settings) bringen nunmal eine Eigendynamik mit sich, die unabhängig von den Personen ist.

OT:
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 13.05.2011 | 10:13
Oh. Stimmt. Meinen ersten Beitrag hab ich rein aufs System bezogen.

Ich würd auch nix mit Vampiren spielen wollen. Die Phase hab ich hinter mich gebracht, als ich acht war.
Und nix mit Superhelden. Dito.

Der absolute Abturner wäre dann wohl ein Vampire-d100 System. "Spinat mit Rosinen", wie ich zu sagen pflege.  :P
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: LöwenHerz am 13.05.2011 | 10:18
Einspruch! Es gibt Systeme, die könnte man mir nackt auf den Bauch binden... *schüttel*

Ich würde D&D 4E meinen Lebtag nicht wieder (auch nicht mit Gummihandschuhen und Pinzette) anfassen wollen. Nicht in meiner oder sonstwie gearteten Gruppe. Nichtmal am PC. Habe sogar die (legalen natürlich...) pdfs gelöscht!

Ansonsten bin ich gar nicht so divenhaft, wie schon angemerkt wurde... und anspruchsvoll... oder gar starrsinnig... engköpfig...  ~;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 13.05.2011 | 10:26
OT:
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Humpty Dumpty am 13.05.2011 | 10:26
@Tafkebab: Ich finde, es gibt genug Rollenspiele, dass man sich auf eins einigen kann, für das es keine elf Pferde braucht. Klar, wenn ich neu zu einer Gurps-Gruppe komme, dann muss ich in den sauren Apfel beißen, wenn ich da mitspielen will. Aber bei einer Diskussion darüber, was man als nächstes spielen will, hilft eine klare Ansage wie "Bitte kein Hero System" schon weiter.
Ja, so finde ich das in Ordnung. Aber das hat für auch mich ne andere, deutlich entspannt-freundlich-offenere Konnotation als "Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen."
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Uebelator am 13.05.2011 | 10:27
Ich wundere mich manchmal schon ein wenig über die Position "mit den richtigen Leuten kann man alles spielen." Auf der einen Seite stimmt das ja, wenn die Chemie garnicht stimmt, funktioniert im RPG nix. Aber auf der anderen Seit gibt es mMn fühlbare Unterschiede zwischen Rollenspielsystemen, auch wenn die Gruppe gleich bleibt.

Da hast Du natürlich Recht. Ist halt nur die Frage, inwieweit der SL und damit auch die Gruppe die vorhandenen Regeln nutzt und diese verkauft. Ich würde z.B. nur überaus ungern wieder in einer "Mister-Johnson-trifft-euch-in-der-Bar"-Standard-Shadowrun-Runde mitspielen wollen. Wenn jetzt allerdings ein SL um die Ecke kommt und behauptet, er würde in seiner Runde mehr aus dem Setting rausholen als stundenlange Baller-Kämpfe mit vollvercyberten Superhelden, die irgendwelche Daten aus irgendeinem hochgesicherten Konzerngebäude holen sollen, dann würde ich mich dem nicht unbedingt verschließen. Die Welt von Shadowrun finde ich durchaus spannend, aber - auch wenns irgendwie paradox klingt - das Spielen der klassischen Shadowrunner langweilt mich.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 10:27
@Tümpelritter:
Das wollte ich damit ausdrücken.

Man kann Begriffsdefinitionen bis zur Nutzlosigkeit aufweiten. Marketingfuzzis machen sowas gerne, aber ich empfinde das als billigen Versuch, mich anzulügen. Sollen sie es "Singfussanfassspiel" nennen meinetwegen. Vielleicht spiel ich es dann sogar. Aber wenn einer mich zu einer Rollenspielsession einlädt und mir dann sowas vorschlägt, bin ich eher geneigt, beleidigt zu sein.

Und was ist deiner Definition nach die Trennlinie, ab der es kein Rollenspiel mehr oder noch kein Rollenspiel ist? Die finde ich nicht so einfach zu ziehen... denn ein hartes Dungeoncrawl-Spiel wie z. B. D&D4 oder Dungeonslayers oder so, könnte sich genausogut den Vorwurf gefallen lassen, dass es eigentlich nur ein verkorkstes Brettspiel ist und Rollenspiel als solches sowieso erst durch Cthulhu oder die WoD geboren wurde. Und ich bekomm jedes Mal die Krise, wenn Leute Spielen wie "Western City" oder "Fiasco" vorwerfen, es seien keine Rollenspiele mehr... Es ist ja auch nicht so, dass wir den Begriff Rollenspiel gepachtet hätten und gegen all die Psychologen, Videospieldesigner und Pornoproduzenten auf die Barrikaden gehen, die diesen Begriff auch benutzen: Und zwar falsch im Sinne einer erkennbaren Verwandtschaft zum Dungeoncrawling. Und rein subjektiv würde ich auch sowas wie Werwöfe (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Werwölfe_von_Düsterwald) durchaus schon als Rollenspiel bezeichnen, weil der "ich spiele eine Rolle" und der "ich spiele durch Beschreibung und Erzählung"-Aspekt vorhanden ist. Das wäre für mich das Ausschlusskriterium (grob, ich kann's auch noch feiner definieren). Die Ausgrenzung von den norwegischen Roleplay Poems aus der P&P-Rollenspielszene führt nur dazu, das wir uns gegen moderne Tendenzen stellen - das ist wie die überflüssige Trennung zwischen Kolportage und Hoher Literatur.  
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 13.05.2011 | 10:31
Eigentlich wird in der Beschreibung des Fuss-Spiel nichtmal klar ob man eine Rolle spielt.
Es klingt eher wie eine Hippie-Gruppen Therapie die man machen kann wenn man in einem Stadt-Moloch wohnt und das Auto zu kaputt ist um in den echten Wald zu fahren @.@
Und das anfassen der Fuesse anderer Menschen erscheint mir arg bizarr @.@
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 13.05.2011 | 10:31
Ehrlich gesagt: 10 Pferde würden mich doch zu so ziemlich allem überzeugen können. Dann würd ich neun davon verkaufen, das zehnte behalten und endlich reiten lernen. Dafür würd ich auch mal Vampire spielen. ;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 10:34
Eigentlich wird in der Beschreibung des Fuss-Spiel nichtmal klar ob man eine Rolle spielt.

Tust du... du spielst eine Rolle und zwar in diesem Falle dich selbst in einer fiktiven, imaginären Situation in Kommunikation mit anderen (das gehört für mich auch noch zur Definition dazu). Das geht aus der Spielanleitung hervor. Das Fuß-Spiel ist für mich jetzt auch nicht der Bringer, aber das Prinzip dahinter erkenne ich eindeutig als Rollenspiel.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 13.05.2011 | 10:35
Ach, da gehts tatsächlich um Füße!  :D

Da halte ich es wie Al Bundy...ihgitt...FÜßE!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 13.05.2011 | 10:38
Ein Rollenspiel für die Füße? ^^
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Thot am 13.05.2011 | 10:41
[...]
Und was ist deiner Definition nach die Trennlinie, ab der es kein Rollenspiel mehr oder noch kein Rollenspiel ist?

Da würde ich mir den unglaublichen Luxus gönnen, das rein aus dem Bauch zu entscheiden. Denn ich schreibe keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ich plane meine Freizeit. ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 10:54
Dann darfst du aber auch nicht beleidigt sein, wenn jemand das subjektiv anders einschätzt. :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Thot am 13.05.2011 | 10:58
Doch, darf ich, wenn er Mist baut.  ;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Blizzard am 13.05.2011 | 10:59
Ganz klar an erster Stelle: Shadowrun(egal, welche Version).

Dann folgen da mit etwas Abstand:
Degenesis
DSA 4
D&D(und sonstiges D20-Gedöns)
Deadlands:Reloaded
Warhammer: 40K


Von SW bin ich zwar enttäuscht, aber das würde ich dennoch ab&zu spielen( mit dem richtigen Setting). Und Castle Falkenstein würde ich trotz einer echt schlechten Con-Runde nochmals spielen. Gleiches gilt da auch für Opus Anima,wobei ich Falkenstein die besseren Chancen einräumen würde.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Medizinmann am 13.05.2011 | 11:00
Ein Rollenspiel für die Füße? ^^
oder für den Po ?!?

BtT
(also Ich will nicht sagen ,das Ich so ein RPG nie wieder spielen werde,aber es gibt welche, die brauche Ich nicht wieder ausprobieren, weil Sie entweder zweitklassig sind, oder andere besser (was irgendwie das gleiche ist))
RPGs die Ich nicht brauche:

HokaHey
Medizinmann
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Ein am 13.05.2011 | 11:01
@Feuersänger
Zitat
"Spinat mit Rosinen", wie ich zu sagen pflege.
Ist ein wirklich leckeres orientalisches Gericht.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: ArneBab am 13.05.2011 | 11:11
Alles von Nackter Stahl: Wer regeltechnisch die Option anbietet durch Vergewaltigung Spielressourcen zu gewinnen hat bei mir bis in die Steinzeit und Zurück verschissen.

Solange ich es nicht kaufen müsste, und die Sunde mir sagen würde „den Mist machen wir nicht“, würde ich es wohl zumindest testen.

Eine längere Kampagne wollte ich allerdings nicht (Bindung vermeiden).
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: ArneBab am 13.05.2011 | 11:24
Trotzdem machen einige Spiele mit diesen Leuten mehr Spaß als andere, und ich weiß, dass ich einige Systeme merklich besser leiten kann als andere. Systeme (Regeln, Mechaniken, Settings) bringen nunmal eine Eigendynamik mit sich, die unabhängig von den Personen ist.

Das ist auch meiner Meinung nach so, deswegen würde ich unterscheiden zwischen One-Shot (ein paar Abende) und Kampagne. Für eine Jahrelange Kampagne würde mir das System zu sehr reinschlagen. Bei One-Shots kann die SL Macken des Systems eher ausbügeln.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 13.05.2011 | 11:31
Ist ein wirklich leckeres orientalisches Gericht.

(http://images.ucomics.com/comics/ga/1987/ga870311.gif)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Sashael am 13.05.2011 | 12:00
Rolemaster
Cyberpunk 2020

Das Verhältnis von Charaktererschaffungsdauer und SC-Überlebenszeit ist einfach viel zu schlecht, als dass ich mir das auch nur noch einmal antun möchte. Zum besseren Verständnis: Mein Überlebensdauercounter tickt nur bei Anwendung von Regeln inklusive Würfelwürfen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 13.05.2011 | 12:12
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Spoiler zurück  ;D

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Ludovico am 13.05.2011 | 12:13
Shadowrun 3
Diese Regeln haben mich in den Wahnsinn getrieben

SLA Industries - Originalfassung
Ich hatte nachher eine mörderische Hasskappe auf das GRW und die Regeln.

Online-Runden
Skype und co sind toll zum Telefonieren, aber meine Versuche, darüber RPG zu betreiben, waren sehr ernüchternd. Stimmung kam bei mir gar nicht auf.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: killerklown am 13.05.2011 | 12:32
Ich habe z.B. Freunde/Mitspieler, die lebtag' kein Superheldenrollenspiel spielen würden, weder Golden Age, noch Silver Age, noch Modern Age, weder Marvel, noch DC, noch Mangahelden, noch irgendwas anderes, was nur entfernt danach klingt. Die haben zwar V:tM gespielt, würden aber jede Behauptung, es handle sich um ein "Dark Superheros"-Spiel von sich weisen. Und Scion werde ich denen auch nur schmackhaft machen können, wenn ich nicht den Eindruck erwecke ihnen schwöre, dass es im Grunde ein kein Superheldenspiel ist. (Komischerweise habt einer von denen Interesse an Necessary Evil bekundet, weils da um Superschurken geht anstatt um Superhelden.) Denen passt einfach das Genre nicht, aber wahrscheinlich würden sie erstmal nur "Marvel Superheros" nennen, weil sie von dessen Existenz wissen

Ich würde auch diese Spielsparte ausweichen und keinen TYPISCHEN Super-Helden Rollenspiel spielen wollen... Aber mit einem Twist vielleicht doch... Aber zum Beispiel reizt mich necessary evil nicht, aber Scion doch (wegen der mythologischen Aspekte, wahrscheinlich).
Aberrant würde ich nicht spielen, aber trinity schon (ich betrachte auch nicht die Trinity charaktere als wahre Superhelden, sondern als überdurchschnittlichen Menschen - psioniker halt).

Ganz komisch, mein Bezug auf Superhelden...
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Erdgeist am 13.05.2011 | 12:35
Call of Cthulhu
One-Shots oder Kurzabenteuer maximal einmal pro Jahr sind ok, aber alles, was darüber hinaus geht, kann ich nicht ertragen. Und das liegt nicht am Horror, sondern eher an den Wiederholungen im Thema, der damit verbundenen Langeweile und den nichtsnutzigen Charakteren.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: 8t88 am 13.05.2011 | 12:53
GURPS: Gespielt, getestet und für nicht gut befunden.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: alexandro am 13.05.2011 | 13:19
Noch vergessen:
ich spiele keine Humor-Rollenspiele (Toon, Monster aus der Spätvorstellung, GURPS:Discworld...) mehr, weil ich der Meinung bin, dass man Humor nicht erzwingen kann. Ich habe nichts gegen Rollenspiele mit humoristischen Einschlag (Machoweiber, Barbaren), solange man sie auch "straight" spielen kann (und damit erlauben dass der Humor sich organisch entwickelt, statt mit der Brechstange reingedrückt zu werden).
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Uebelator am 13.05.2011 | 13:24
Noch vergessen:
ich spiele keine Humor-Rollenspiele (Toon, Monster aus der Spätvorstellung...) mehr, weil ich der Meinung bin, dass man Humor nicht erzwingen kann. Ich habe nichts gegen Rollenspiele mit humoristischen Einschlag (Machoweiber, Barbaren), solange man sie auch "straight" spielen kann.

Stimmt... Bin früher ein paar mal am Discworld-Rollenspiel vorbeigelaufen und hab schon damals nicht verstanden, wie das funktionieren soll.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Gwynplaine am 13.05.2011 | 13:39
Discworld funktioniert am besten, wenn man es ernst spielt.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 13:42
Oder vielleicht nicht ernst, sondern authentisch... die Welt ist für Bewohner der Discworld einfach so, wie sie ist - nur wir Aussenstehenden nehmen Anschlag daran.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: tartex am 13.05.2011 | 13:45
Roleplaying Poems sind wohl das norwegische Äquivalent zu One-Sheet-Adventures. (Zumindest in Forge-geschädigten Kreisen)

Ha. Poems ist als Name so prätentiös, dass es schon wieder gut ist. :D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 13.05.2011 | 13:48
Zwanghafte Humorspiele würde ich nur als One Shot spielen wollen. Und ehrlich gesagt so Manga/Anime-Kram auch nur, wenns garnicht zu vermeiden ist. Wegen der Bilder ist mir wahrscheinlich auch Exalted nie auf den Schirm gekommen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Gwynplaine am 13.05.2011 | 13:48
Oder vielleicht nicht ernst, sondern authentisch... die Welt ist für Bewohner der Discworld einfach so, wie sie ist - nur wir Aussenstehenden nehmen Anschlag daran.

Ja, wollte ich auch damit sagen  ;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Herr der Nacht am 13.05.2011 | 14:12
Ich würde prinzipiell alles spielen wenn es um Regelsysteme geht außer so ein Shit wie FATAL.

Ausnahme sind Systeme die ich auch nach jahrelanger Erfahrung weder als SL noch als Spieler aus dem Kopf spielen kann ohne 3 Bücher in jeder Hand halten zu müssen. Ebensowenig würden mich keine zehn Pferde dazu bringen, mit Spielgruppen zu spielen in denen Kreuzer abziehen und mitten während des Spiels in Büchern blättern bei mehreren Spielern+Spielleiter normal ist.

Um auch ein wenig Namedropping zu betreiten, DSA 4 nach Buch würde ich nicht spielen, ebensowenig nWoD streng nach Buch (zumindestens würde ich massiv die verschiedenen Subsystemregeln ablehnen bei Crossover-Runden)

Ach so und Call of Cthulu in der Form in der wir es in einem Abenteuer einmal gespielt haben. Gruselig daran war nur die Vorstellung dass SCs ständige Taschenlampenfallenlasser sein müssen um Spannung aufkommen zu lassen. Ach so, und Vorlesetexte...brrr... gruselig....
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Sir Markfest am 13.05.2011 | 15:17
Hm. Beim Lesen dieses Threads wird offenbar, dass da viele am Rande von mittelschweren Traumata wandeln... seltsame Sache. :)

Ich zum Beispiel spiele gerne. Und es bekommt normalerweise auch ein Spiel, das mir nicht so zugesagt hat, eine zweite Chance - vermutlich mit anderer Gruppe oder so. Ich wüßte jetzt kein Spiel, das ich wirklich nicht mehr spielen würde, schon gar wenn mich 10 Pferde dazu bringen würden :)

Man müsste ergänzend wissen:
Beruht die "10-Pferde-Verweigerung"
> wegen eines erschreckenden prägenden Vorfalles während des Spieles?
> wegen eines grauenhaften Spielleiters?
> wegen einer völlig unpassenden Spielergruppe?
> wegen eines augenöffnenden Selbststudiums?
> wegen Vorurteilen oder generellen Allergien und Abneigungen?

Insbesondere wegen Punkt 2 (Spielleiter) und Punkt 3 (Gruppe) können sich mitunter ganz andere Blickwinkel ergeben.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Thot am 13.05.2011 | 15:35
Hm, schon, aber kaputte Mechanismen wie zum Beispiel die von Midgard kriegt man auch mit noch so gutem SL und Gruppe nur schwer verdrängt. :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 13.05.2011 | 15:50
Beruht die "10-Pferde-Verweigerung"
> wegen eines erschreckenden prägenden Vorfalles während des Spieles?
> wegen eines grauenhaften Spielleiters?
> wegen einer völlig unpassenden Spielergruppe?
> wegen eines augenöffnenden Selbststudiums?
> wegen Vorurteilen oder generellen Allergien und Abneigungen?

Insbesondere wegen Punkt 2 (Spielleiter) und Punkt 3 (Gruppe) können sich mitunter ganz andere Blickwinkel ergeben.

Dieser Punkt ("tolle Gruppe kann es ändern") wurde mehrfach erwähnt. Da der OP seine Frage auf das System abzielte, nehme ich mal an, daß die Mehrheit auch aus systemischen Erwägungen geantwortet hat. Ich kann mir außerdem keine "tolle Gruppe" vorstellen, die tatsächlich Spaß an bestimmten Systemen hat. Ich kann mir auch keinen "tollen SL" vorstellen, der mir bestimmte Systeme verkaufen könnte. Auch der beste Koch macht Scheiße nicht tellerfähig.

Sollten die "tollen Gruppen" aus Anfällen geistiger Umnachtung auf ihrem Mistsystem bestehen, dann geh ich mit ihnen halt Bier trinken, wenn sie nicht spielen. Und den "tollen SL" bitte ich dann mal, sich ein System anzugucken, das seine Fertigkeiten unterstützt und nicht behindert.

Ich bin über 40. Meine Zeit ist knapp bemessen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 13.05.2011 | 15:55
Das kann doch bei jedem Spiel anders begründet sein.

oWoD lehne ich ab, weil die Mechanik vorne und hinten nicht stimmt.
VtM besonders, weil der Selbstanspruch von Setting (dunkle Verschwörungen) und Leitmotiv ("persönlicher Horror") sich kaum untereinander vertragen, und mit dem Regelwerk schon garnicht ("crunchy dark Superheroes in the Night").
Das habe ich nach langem erfolglosem Spiel und anhand von Vergleichen mit anderen Rollenspielen erkannt.
Rifts waren einfach nur blöde Erfahrungen, aber das System schien mir auch nicht sinnvoll aufgebaut.
DSA ist mir von den Regeln zu viel Bürokratie, Aventurien zu viel Soap, der propagierte (und meistens auch gepflegte) Spielstil des Illusionismus gefällt mir nicht.
Earthdawn hat 'ne coole Welt, aber zu viele Schnitzer im Regelwerk, die mir nach einigen Runden einfach auf den Geist gingen.
Paranoia war bei allen Versuchen bisher nur albernes Zeug. Shadowrun genauso, bloß mit dooferen Regeln, dooferem Setting und weniger Selbstironie.

Horror als Genre lehne ich ab, weil ich a) sowas nicht lese/gucke und b) mir nicht vorstellen kann, was so spaßig daran ist, Opfer einer unbekannten, unbezwingbaren und unerklärbaren Macht zu sein. Das Genre schreibt fast passives, erduldendes Spiel vor. Sci-Fi als Genre lehne ich ab, weil ich von einer futuristischen, technisch fortgeschrittenen Welt auch eine ganz andere soziale Lebensform erwarte, als wir sie kennen. Besonders, wenn dabei interstellare Raumfahrt eine Rolle spielt. Gut verschnitten mit einer Portion Fantasy, Pulp oder Western ließe sich das ertragen, aber dann nehm ich lieber gleich Fantasy, Pulp oder Western. Und Aliens haben doofe Ohren.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: alexandro am 13.05.2011 | 16:53
Oder vielleicht nicht ernst, sondern authentisch... die Welt ist für Bewohner der Discworld einfach so, wie sie ist - nur wir Aussenstehenden nehmen Anschlag daran.

Naja, sie ist einfach einfach non sequitur, was es schwer macht tragfähige Charaktermotivationen zu etablieren, die in nicht-geskripteten Situationen funktionen (die Motivationen von Rincewind & Co. funktionieren nur in der Romanlogik und lassen sich nicht in ein ernsthaftes Rollenspiel übertragen).
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 18:00
Und ehrlich gesagt so Manga/Anime-Kram auch nur, wenns garnicht zu vermeiden ist.

Was ist denn "so Manga/Anime-Kram" für dich (gerne per PN)? Da könnte man genausogut sagen "so Fantasy-Kram" und "so Horror-Kram". ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Sir Markfest am 13.05.2011 | 18:26
Sollten die "tollen Gruppen" aus Anfällen geistiger Umnachtung auf ihrem Mistsystem bestehen, dann geh ich mit ihnen halt Bier trinken, wenn sie nicht spielen. Und den "tollen SL" bitte ich dann mal, sich ein System anzugucken, das seine Fertigkeiten unterstützt und nicht behindert.

Meinte ich eher anders herum. Habe oft erlebt, dass Spieler von einem System keine gute Meinung hatten, weil sie a) einen schlechten Tag oder b) einen SL hatten, der ganz konträr zu ihrem Spielstil sein eigenes Ding durchziehen wollte.
Wenn diese Spieler dasselbe System mit einem anderen SL spielten, dann sah das plötzlich ganz anders aus.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 13.05.2011 | 18:33
einen SL hatten, der ganz konträr zu ihrem Spielstil sein eigenes Ding durchziehen wollte.

Sowas merke ich (und die meisten anderen wohl auch) und schiebs bestimmt nicht auf das System.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: EliasvY am 13.05.2011 | 19:56
- DSA X
- Vampire
- DnD 4 (den Rest, inkl. Pathfinder ungerne)
- grob granulierte Systeme und Stufensysteme (zumindest beides sehr ungern)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 13.05.2011 | 19:57
> wegen eines erschreckenden prägenden Vorfalles während des Spieles?
> wegen eines grauenhaften Spielleiters?
> wegen einer völlig unpassenden Spielergruppe?
Nein. Das hat ja selten etwas mit dem Spiel zu tun. Deswegen steht Shadowrun ja auch nicht auf meiner Liste, wobei es vermutlich schon ein bis zwei Pferde braucht, damit ich das wieder spiele. ;)

Ich mag Gurps nicht, weil das System selbst mir nichts gibt. Es gefällt mir einfach nicht. Das ist nicht wahnsinnig rational begründbar - ich mag Gurps nicht, ich mag Tomaten nicht, so ist das halt. Deswegen esse ich keine Gerichte mit hohem Tomatenanteil, auch dann nicht, wenn ein ganz supertoller Koch sie gekocht hat.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 13.05.2011 | 20:22
Hihi. Wir führen das Pferde-Rating ein. "Wieviele Pferde bräuchte es, damit du das und das System spielst?"  :D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 13.05.2011 | 20:25
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich jetzt diskriminiert oder geschmeichelt fühlen soll.  ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: killedcat am 13.05.2011 | 20:45
Hihi. Wir führen das Pferde-Rating ein. "Wieviele Pferde bräuchte es, damit du das und das System spielst?"  :D
Gemäß der Homöopathie nur eines. Du musst es nur stark genug verdünnen.  ;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bentley Silberschatten am 13.05.2011 | 21:26
DSA
ich habs echt probiert. War ein Zeitlang Mitglied einer Kampagne, aber auch da hats nicht wirklich gezündet. Vor kurzem hab ich mal wieder ne Runde probiert weil der GM bei Alternity echt eine Hammer Atmosphäre erzeugt hat... Die DSA Runde war ne einzige Qual. Vielleicht mag DSA mich auch einfach nicht.

Arcana System (Engel)
Ich will das mir ein System beim Spielen hilft. Es soll mir entweder zeigen was mein Charakter so kann und ob es dann gelingt, oder es bringt Regeln mit die bestimmte Situationen abdecken wie zb: DRYH oder ich kann erzählen und das Zufallselement sagt mir dann wie gut die Sache gelungen ist.
Bei Arcana hab ich ständig ne 50% Chance (Hallo was ist mit Eigenschaften und Erfahrung des Charakters?) und ein flüssiges Spiel mit dem ruminterpretieren der Karten scheint mir eh ausgeschlossen, hab ich zumindest noch nicht erlebt.
Deshalb: Engel? Ohne mich.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 13.05.2011 | 21:33
Bei Arcana hab ich ständig ne 50% Chance (Hallo was ist mit Eigenschaften und Erfahrung des Charakters?) und ein flüssiges Spiel mit dem ruminterpretieren der Karten scheint mir eh ausgeschlossen, hab ich zumindest noch nicht erlebt.

I'm working on it... ich glaube die Sache kann funktionieren.  :-\
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Der Fuchs am 13.05.2011 | 23:21
Wegen der WoD-Sache:
Das war jetzt wirklich mein Fehler. Ich hab mich nur auf die Vampire-Reihe bezogen, weil ich aufgrund mangelnden Wissens nicht überrissen hab, das es noch was anderes aus WoD gibt.
Changeling hört sich ganz interessant an, und auch Mage oder Werewolf... nur diese Vampirsache, die macht mich einfach überhaupt nicht an.

Generell kann ich dem Horror (und nicht nur im Rollenspiel!) allerdings auch nicht allzuviel abgewinnen, zugegeben.

EDIT: zur Klarstellung: mit Horror meine ich etwas, wo man sich (überspitzt formuliert) nicht wehren kann (wie CoC). Sowas wie Dresden Files zähle ich deswegen nicht dazu.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Lichtbringer am 14.05.2011 | 09:42
Also irgendwie sehe ich Arkanasysteme hier deutlich missverstanden und werde sie etwas verteidigen müssen.

Arcana System (Engel)
Bei Arcana hab ich ständig ne 50% Chance (Hallo was ist mit Eigenschaften und Erfahrung des Charakters?)

wtf?
Die Aussage ist schon im Ansatz falsch. Arkanakarten dienen doch nicht als Ersatz für Proben, also ist die Frage nach Erfolgswahrscheinlichkeiten unsinnig. Eigenschaften, Umstände usw. sollten in die Interpretation mit einfließen und werden darüber berücksichtigt.

und ein flüssiges Spiel mit dem ruminterpretieren der Karten scheint mir eh ausgeschlossen, hab ich zumindest noch nicht erlebt.

Kommt darauf an, was man unter flüssig versteht. Es unterbricht eindeutig das Spielgeschehen, aber das tut auch jede Probe und jeder Kampf. Dadurch, dass man vorher nicht weiß, in welche Richtung die Szene gehen wird, stellt es auch ein gutes Spannungselement dar.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Darkling ["beurlaubt"] am 14.05.2011 | 09:55
Ich müsste für die Threafrage echt überlegen.

Das einzige Spiel, das mir aus dem Bauch heraus und ohne lange nachzudenken einfallen würde ist Ephorân, weil mir die Art und Weise, auf die Thot es damals hier im Forum bekannt machen wollte auf unbestimmte Zeit jegliche Lust genommen hat, mich näher damit zu befassen. Sorry, aber das war Marketing, wie man es nicht machen sollte und möglicherweise entgeht mir ein Produkt, dass einen näheren Blick verdient hätte, doch nach allem, was ich bisher gelesen habe ist das eh kein System, das meinen Geschmack trifft..

Ansonsten bin ich übrigens mittlerweile auch nicht mehr der Meinung, dass mit einer tollen Gruppe alles Spaß machen kann. Ich habe auch schon mit Leuten gespielt, mit denen es in der Regel echt Spaß macht und wir haben uns durch die Bank weg über das lausige Spiel geärgert und zwischendurch abgebrochen (Frostzone, ich schaue dich an!) oder aber (ein Heartbreaker) den Abend zwar durchgespielt, aber danach gesagt, dass das System nicht unser Bier ist und wir das Abenteuer nun auch nicht unbedingt beenden wollen, weil die Regeln den Spielspaß ausgebremst haben.
System does matter, egal mit wem man spielt.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Thot am 14.05.2011 | 11:40
Also irgendwie sehe ich Arkanasysteme hier deutlich missverstanden und werde sie etwas verteidigen müssen.
[...]
Die Aussage ist schon im Ansatz falsch. Arkanakarten dienen doch nicht als Ersatz für Proben, also ist die Frage nach Erfolgswahrscheinlichkeiten unsinnig. Eigenschaften, Umstände usw. sollten in die Interpretation mit einfließen und werden darüber berücksichtigt.

Also, meiner Erfahrung nach neigen Spielrunden mit dem Arkana-System selbst bei ausgewiesenen Narrativisten zu


Das ist vielleicht nicht so intendiert; doch dennoch passiert es in der Praxis.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: killedcat am 14.05.2011 | 12:45
System does matter, egal mit wem man spielt.
Sehe ich auch so. Klar, mit einer guten und eingespielten Gruppe kann man manches kompensieren, aber nicht alles.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Christoph am 14.05.2011 | 12:59
WoD
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 15.05.2011 | 09:50
@Destruktive_Kritik
Zitat
Du hast ja recht, aber wo findet man denn in Nähe Wiesbaden eine Runde mit Stripper/innen?


Ich würde sagen mit genug Kleingeld bekommst du so eine Runde ganz easy organisiert ;)


@Athair ...
Zitat
Wie ich schon schrieb: Es geht um 10 Pferde. Das unerwartete Auftauchen eines Elften kann natürlich alles ändern.
Oder: Es geht hier nicht um die Betrachtung unwahrscheinlicher Fälle!

Die Existenz von Pferden am Spieltisch ist evtl das Problem ;)

Oder anders, wenn eine Gruppe zusammenspielt wo jeder das Spiel kennt und seine Wünsche und Ansprüche klar äußert, dann kann man Geheule wie "da ist dies und das kaputt und gefällt mir nicht" leicht umschiffen !

Sicher hat jeder Mensch Vorlieben und Abneigungen, aber daraus gleich ein NIEMALS NIE zu stricken ...nun ja nicht meine Sache.

@Sir Markfest
Zitat
Hm. Beim Lesen dieses Threads wird offenbar, dass da viele am Rande von mittelschweren Traumata wandeln... seltsame Sache. Smiley

Ich zum Beispiel spiele gerne. Und es bekommt normalerweise auch ein Spiel, das mir nicht so zugesagt hat, eine zweite Chance - vermutlich mit anderer Gruppe oder so. Ich wüßte jetzt kein Spiel, das ich wirklich nicht mehr spielen würde, schon gar wenn mich 10 Pferde dazu bringen würden Smiley

Man müsste ergänzend wissen:
Beruht die "10-Pferde-Verweigerung"
> wegen eines erschreckenden prägenden Vorfalles während des Spieles?
> wegen eines grauenhaften Spielleiters?
> wegen einer völlig unpassenden Spielergruppe?
> wegen eines augenöffnenden Selbststudiums?
> wegen Vorurteilen oder generellen Allergien und Abneigungen?

Insbesondere wegen Punkt 2 (Spielleiter) und Punkt 3 (Gruppe) können sich mitunter ganz andere Blickwinkel ergeben.

Schöner und treffender Post

@Thot
Zitat
Hm, schon, aber kaputte Mechanismen wie zum Beispiel die von Midgard kriegt man auch mit noch so gutem SL und Gruppe nur schwer verdrängt. Smiley

Doch klar, einfach über Board werfen und einfach mal losspielen...
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 15.05.2011 | 10:37
@Thot
Doch klar, einfach über Board werfen und einfach mal losspielen...

Dann spielt man aber nicht Midgard  :D Klar kann man hausregeln. Die Sache ist halt, ab wievielen Hausregeln spielt man nicht mehr das System sondern ein was anderes? Hausregeln ist ja ganz toll, aber man kann auch einfach zu einem System wechseln, das einem mehr zusagt und das weniger Hausregeln benötigt.

Daher ist die Frage schon legitim :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 15.05.2011 | 10:40
Markfests Liste ist ja schön und gut, nur hat er noch eine Option ganz vergessen:

> das System ist ganz einfach grauenhaft.

Das könnte man vielleicht mit Gewalt in "erschreckendes prägendes Spielerlebnis" einbinden, aber das klingt für mich mehr so nach "füchterliches Würfelpech gehabt", "SL hat die Regeln nicht richtig benutzt" oder andere nicht zwingend Systemimmanente Verfehlungen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 15.05.2011 | 11:05
oder vielleicht nicht grauenhaft aber inkompatibel mit den eigenem Anspruch  :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 15.05.2011 | 13:40
Da steht ja auch nicht "welches System sollte man nicht spielen" sondern "Welches System willst du nicht spielen".  ;)

Mit einer guten Gruppe und einem unpassenden System kann man natürlich Spaß haben. Aber wieviel mehr Spaß hat man mit einer guten Gruppe und einem passenden System?

Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 15.05.2011 | 21:19
@Callisto

Zitat
Dann spielt man aber nicht Midgard  Cheesy Klar kann man hausregeln. Die Sache ist halt, ab wievielen Hausregeln spielt man nicht mehr das System sondern ein was anderes? Hausregeln ist ja ganz toll, aber man kann auch einfach zu einem System wechseln, das einem mehr zusagt und das weniger Hausregeln benötigt.

Du willst jetzt nicht wirklich mit mir darüber diskutieren ab wieviel Hausregeln ein System nicht mehr "orginal ist oder ...? Denn das läuft auf Haarspalterei raus.
Die Gruppe mit der ich spiele ist da zum GLück recht schmerzfrei und alles was uns nicht in den Kram passt wird entfernt. Für uns funktioniert das sehr gut.


Und ganz am Rande man kann auch ganz ohne System spielen ;)

@Badhorse

Zitat
Mit einer guten Gruppe und einem unpassenden System kann man natürlich Spaß haben. Aber wieviel mehr Spaß hat man mit einer guten Gruppe und einem passenden System?

Auch hier, Systeme sind für den Mensch/Spieler gemacht, wenn sie nicht passen dann ändert man sie und der Käse ist gegessen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: WitzeClown am 15.05.2011 | 21:30
Auch hier, Systeme sind für den Mensch/Spieler gemacht, wenn sie nicht passen dann ändert man sie und der Käse ist gegessen.

Oder man spart sich die ganze Arbeit und holt sich einfach ein passendes System. ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 15.05.2011 | 21:31
Auch hier, Systeme sind für den Mensch/Spieler gemacht, wenn sie nicht passen dann ändert man sie und der Käse ist gegessen.

Klar. Wenn mir Kleider nicht passen, ändere ich sie ja auch, anstatt mir passendere anzuschaffen.

Oder, warte: Nein, statt an Sachen, die nicht passen, herumzuändern, nehm ich lieber welche, die passen.  :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Darkling ["beurlaubt"] am 15.05.2011 | 21:32
Und ganz am Rande man kann auch ganz ohne System spielen ;)
Diese Diskussion gab es auch schon ein paar mal und Nein, ich finde immer noch, das kann man nicht.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: WitzeClown am 15.05.2011 | 21:33
Oder man spart sich die ganze Arbeit und holt sich einfach ein passendes System. ;)
Klar. Wenn mir Kleider nicht passen, ändere ich sie ja auch, anstatt mir passendere anzuschaffen.

Oder, warte: Nein, statt an Sachen, die nicht passen, herumzuändern, nehm ich lieber welche, die passen.  :)
Diese Diskussion gab es auch schon ein paar mal und Nein, ich finde immer noch, das kann man nicht.

Three Hit Combo!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 15.05.2011 | 21:51
Klar. Wenn mir Kleider nicht passen, ändere ich sie ja auch, anstatt mir passendere anzuschaffen.

Oder, warte: Nein, statt an Sachen, die nicht passen, herumzuändern, nehm ich lieber welche, die passen.  :)
Ich find diese Metapher sehr passend. Denn klar lass ich mir mal ein Kleid oder eine Hose ändern, wenn ich was bestimmtes brauche und es nicht perfekt passt. Aber ich kauf mir kein Kleid und lass es mir dann zu einem Rock schneidern. Wenn ich einen Rock will, kauf ich einen Rock :) wenn der nicht perfekt sitzt, aber von dem Näher in zehn Minuten perfekt sitzend geschneidert wird, wird der geändert.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 15.05.2011 | 21:56
Tust du? Ich nicht.  :)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 15.05.2011 | 22:45
Tust du? Ich nicht.  :)
Doch, wenn es Kleinigkeiten sind wird das Kleid gehausregelt. Aber ich find auch bei Kleidern selten was, was perfekt passt, also wirds geändert anstatt nackt (also systemlos) herumzulaufen  :D

(Bei T-Shirts mach ich mir die Mühe natürlich nicht)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 15.05.2011 | 22:52

Und ganz am Rande man kann auch ganz ohne System spielen ;)

Und wie soll das gehen?
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jiba am 15.05.2011 | 23:00
Definiert vorsorglich lieber erstmal System... bevor nach 7 Seiten Diskussion auffällt, dass jeder was anderes drunter versteht.  :P
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Der Fuchs am 15.05.2011 | 23:21
Ich vermute der Gentleman möchte ausdrücken dass Freeform-Rollenspiel durchaus möglich ist.

Und ich bin auch definitiv der Meinung, dass man in Wirklichkeit überhaupt kein System (im Sinne eines Mehr oder Weniger Mathematischen Gerüstes) braucht. (Arcana von Engel wäre in dem Sinne wohl kein System).

Aber, und das ist der Knackpunkt, nur dass man kein "System" BRAUCHT, heißt noch lange nicht dass man keines HABEN MÖCHTE. Deswegen möchte ich auch entgegen besseren Wissens lieber ein "Mathematisches Gerüst" als keines.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 15.05.2011 | 23:27
Definiert vorsorglich lieber erstmal System... bevor nach 7 Seiten Diskussion auffällt, dass jeder was anderes drunter versteht.  :P

Oje, stimmt.  :-[

Also ich meine vor allem mit System

die Regelmechaniken, die angeben, (1) ob etwas auszuwürfeln* ist, (1a) wie etwas ausgewürfelt wird, (1b) wer im Zweifelsfall darüber entscheidet, (1c) unter welchen Bedingungen ein Wurf als Erfolg gewertet werden soll und (1d) was ein spezifischer Erfolg für den Spielverlauf bedeutet,

sowie die Regelmechaniken, die festlegen, (2), ob es Charaktereigenschaften gibt, (2a) ,welche Charaktereigenschaften es gibt, (2b) ob etwas anhand von Eigenschaftswerte entschieden wird und (2c) die Folgen einer solchen Entscheidung für den Spielverlauf benennen

und letztlich die deutliche Bestimmung, welche Aspekte der Spielwelt nicht anhand von Regelmechanismen entschieden werden, sondern entweder dem Gruppenkonsens oder der Spielerentscheidung oder der Spielleiterentscheidung überlassen bleiben. Hilfreich ist es da noch, wenn das Regelbuch sagt, welche der drei Instanzen wann welche Entscheidungen treffen darf und welche im Konfliktfall die höchste Entscheidungskompetenz hat.

*würfeln steht hier stellvertretend für jede Form der Zufallsentscheidung, Sei es durch Würfel, Karten, Münzen, Glücksräder, Autonummernschilder oder sonstige Zufallsgeneratoren.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 15.05.2011 | 23:34
Und ganz am Rande man kann auch ganz ohne System spielen ;)
Mich kriegen keine 10 (oder mehr) Pferde zu einem freien (Foren) Rollenspiel System mit Star Trek Setting :P
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Chobe am 15.05.2011 | 23:50
Systeme, die ohne Minis gar nicht, schlecht oder nur mit Aufwand funktionieren.

Habe heute eine Schnupperrunde D&D4 gespielt:
Ganz nett, die Gruppe war äußerst sympatisch und angenehm, es hat auch Spaß gemacht! Aber auf längere Sicht hat das ganze in meinen Augen viel zu wenig mit "Rollenspiel" zu tun und in meinem Regal gibt so viele Brettspiele, die alles was sich da auf den Tiles abgespielt hat, viel viel besser machen.

Nicht meine (Rollenspiel-) Welt.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: D. M_Athair am 16.05.2011 | 01:41
Definiert vorsorglich lieber erstmal System.
Köhärente Sammlung von verlässlichen Regeln, die es erlauben RSP zu betreiben. Dazu braucht es keine Mathematik. Sie kann natürlich helfen.

Freeform ohne verlässliche Regeln würde ich nicht spielen wollen. Da kommen sehr seltsame Sachen raus.
Die meisten Freiform-Runden haben dann auch statt verschriftlichten Regeln einen Spielerverhaltens-Codex, der wesentlich strenger ist, als bei herkömmlichen Spielrunden. Das hat auch einen Grund: DIESE Regeln müssen das Spiel tragen können.

Insofern:
Jeder Art von geregeltem, systematischen Spiel liegt auch ein System zu Grunde.
Nur Drauflosspielen ohne Sinn und Verstand ist systemlos. Auch dann noch, wenn ein Regelwerk "benutzt" wird.


Und ganz am Rande man kann auch ganz ohne System spielen ;)
NEIN! Siehe oben.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 16.05.2011 | 07:28
@witzeclown

Zitat
Oder man spart sich die ganze Arbeit und holt sich einfach ein passendes System

Gibt es das in der freien Wildbahn oder ist das mehr ein theoretisches Wunschkonzept ?
Mir ist noch kein System untergekommen das wirklich gepasst (also ohne Änderung) hat.

@bad horse
Zitat
Klar. Wenn mir Kleider nicht passen, ändere ich sie ja auch, anstatt mir passendere anzuschaffen.

Oder, warte: Nein, statt an Sachen, die nicht passen, herumzuändern, nehm ich lieber welche, die passen.

Tja und hier scheiden sich die Geister. Ich kauf mir lieber Material und setze mich an meine Nähmaschine um mir etwas zu schaffen was meinen Wünschen entspricht.

@darkling
Zitat
Diese Diskussion gab es auch schon ein paar mal und Nein, ich finde immer noch, das kann man nicht.

Du kannst es nicht ;) andere schaffen das scheinbar doch

@callisto
Zitat
Ich find diese Metapher sehr passend. Denn klar lass ich mir mal ein Kleid oder eine Hose ändern, wenn ich was bestimmtes brauche und es nicht perfekt passt. Aber ich kauf mir kein Kleid und lass es mir dann zu einem Rock schneidern. Wenn ich einen Rock will, kauf ich einen Rock Smiley wenn der nicht perfekt sitzt, aber von dem Näher in zehn Minuten perfekt sitzend geschneidert wird, wird der geändert.

s.o.

DIY !

@athair

Zitat
NEIN! Siehe oben.

DOOOOOOOOOOOOCH !!!!!  ~;D
Alles eine Frage des Willens und der Gruppe. Ich habe damit jedenfalls positive Erfahrungen, aber gut die muss nicht jeder teilen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Marduk am 16.05.2011 | 08:12
Keine zehn Pferde würden mich dazu bringen folgende Systeme zu spielen:

-D&D 3.X + Pathfinder (zumindest wenn mehr als PHB DMG und MM beteiligt sind. Ich sag nur, "was ist der beste Weg einen KRieger zu bauen?" "Keinen Krieger zu bauen." Sorry aber hier haben die es echt mit der Magier-,Kleriker- und Druidenmasturbation übertrieben)

- DSA in allen Editionen

- SR 3 (Keine Ahnung aber ich mag es einfach nicht)

- FATAL (nuff said)

- Star Wars Rollenspiele (ich mag die Filme, aber kann mir einfach nicht vorstellen in der Welt zu spielen)

Gruß

Marduk
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: korknadel am 16.05.2011 | 08:21
@dunklerschatten:
Es ist sicher sehr angenehm für Dich, dass Du aus jedem System ein Nicht-System machen kannst und damit Deinen Spaß hast. In diesem Thread ging es allerdings nicht um die Nicht-Systeme, die irgendwer aus irgendwas macht, sondern um Systeme mehr oder weniger by the book.

Hier wurde quasi danach gefragt, welche fertigen Kleider man nicht haben möchte. Um Stoffballen/-bahnen ging es jedoch nicht.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Abd al Rahman am 16.05.2011 | 09:41
Dann spielt man aber nicht Midgard  :D

Vor allem weil das System nicht kaputt ist  :D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Blizzard am 16.05.2011 | 09:50
Auch hier, Systeme sind für den Mensch/Spieler gemacht, wenn sie nicht passen dann ändert man sie und der Käse ist gegessen.
Gut, das System verändern, ergo den eigenen Wünschen anpassen ist natürlich legitim, und das werden wohl viele auch machen. Die Frage ist doch dann viel mehr, wie viel man verändern muss, damit es den eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht. Reicht es, ein paar Regeln zu verändern, evtl. neue Regeln einzuführen oder muss man das System verändern, sprich: konvertieren? Grade was den letzten Punkt anbelangt, aber auch im ersten Falle haben Leute manchmal einfach weder die Zeit, noch die Nerven dazu, das zu tun. Von daher ist der Käse da nicht so einfach gegessen, wie du es hier einem weismachen willst. Das zeigen zumindest die Erfahrungen aus der Praxis.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 16.05.2011 | 10:01
Gehausregeltes System oder ein System der Marke Eigenbau sind immer noch Systeme. Ausformulierte, detaillierte Gruppenabsprachen, was geht und was nicht geht, schränken vielleicht das Würfeln (und damit auch eventuell die SPIELkomponente) ein, aber da bin ich der Meinung von Athair: Das zieht meistens mehr Einschränkung nach sich als das Verwenden eines Regelwerks. Meiner Meinung nach behindert sowas nur unnötig die Kreativität und Eigeninitiative der Spieler.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: ArneBab am 16.05.2011 | 10:33
@dunklerschatten:
Es ist sicher sehr angenehm für Dich, dass Du aus jedem System ein Nicht-System machen kannst und damit Deinen Spaß hast. In diesem Thread ging es allerdings nicht um die Nicht-Systeme, die irgendwer aus irgendwas macht, sondern um Systeme mehr oder weniger by the book.

Sehe ich nicht so. Die Grenze der Anpassung ist das, was die Spielrunde akzeptiert. Wenn seine Runde jedes System weitreichend anpasst, kann er vermutlich mehr Systeme spielen, als wenn eine Runde jedes System genau so spielt, wie es im Buch steht, inklusive SL- und Spielertipps.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: korknadel am 16.05.2011 | 10:48
Ich schrieb vollkommen absichtlich von "Systeme mehr oder weniger by the book". Mag sein, dass das nach Deinem Wörterbuch etwas anderes heißt, aber normalerweise deutet das einen gewissen Spielraum an.

Mir ging es nur darum, klarzustellen, dass diese Herangehensweise im Sinne dieses Threads nicht hilfreich ist. Mir ging es nicht darum, die Herangehensweise ansonsten irgendwie zu bewerten. Aber wenn gefragt wird, welches Spiel man überhaupt nicht wieder spielen will, darauf zu beharren, dass das Spiel an sich doch völlig unerheblich, weil abänderbar bis zur vollkommenen Freeformerei ist, ist halt in diesem Zusammenhang etwas witzlos. Nur darum ging es mir.

Aus ebendiesem Grund habe ich die Kleidermetapher noch mal hervorgezogen. Dass Nähen Spaß macht, ist eine Sache, und das sei auch gar nicht abgestritten. Aber wenn gefragt wird, ob man jemals wieder ein Armanihemd anziehen würde, ist eine Nähen-Apotheose halt etwas an der Fragestellung vorbei.

Oder so ähnlich, irgendwie, und ja auch alles nicht so furchtbar wichtig.



Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 16.05.2011 | 10:57
Nun bei Klamotten kann man auch sagen das der eine nichts von Armani traegt, der naechste nie im Leben den Fuss in den H&M setzen wuerde, der naechste nie wieder eine Nadel anpacken und was selbst naehen will, wer anders sich weigert auf Flohmaerkte zu gehen etc. pp.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Das Grauen am 16.05.2011 | 11:31
Ganz klar Midgard, ich kann dem Spiel nichts abgewinnen, in erster Linie eigentlich wegen der Regeln, die sind mMn nämlich ziemlicher Murks. Auch bin ich mit der Welt nie so klargekommen, weshalb ich die Tore in diese Richtung seither verschlossen halte.

Ansonsten hatte ich eigentlich noch nie wirklich Probleme mit anderen Rollenspielen (außer vielleicht DSA 4 und >, das weigere ich mich auch zu spielen). Mit einer entsprechenden Gruppe und SL lässt sich das ein oder andere Manko an einem Rollenspiel ausbügeln.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 16.05.2011 | 11:57
-D&D 3.X + Pathfinder (zumindest wenn mehr als PHB DMG und MM beteiligt sind. Ich sag nur, "was ist der beste Weg einen KRieger zu bauen?" "Keinen Krieger zu bauen." Sorry aber hier haben die es echt mit der Magier-,Kleriker- und Druidenmasturbation übertrieben)

Du hast zwar mit deiner Beschwerde vollkommen recht, es kotzt echt an dass die Caster alles, und alles besser können als Nichtcaster. Aber da ist die Beschränkung auf Core Only der falsche Weg, denn das Spielerhandbuch ist das am gröbsten unbalancierte Buch in ganz D&D. Sinnvoller wäre es, die Core-Klassen zu verbieten und durch andere Splat-Klassen zu ersetzen.

Prinzipiell kann ich dich aber verstehen, bei mir ist es auch so eine Art Hassliebe. D&D bietet halt einige Sachen, die kein anderes mir bekanntes Rollenspiel macht, verlangt dafür aber auch ziemlich viel Fitzelarbeit, damit es funktioniert.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 16.05.2011 | 12:26
Prinzipiell kann ich dich aber verstehen, bei mir ist es auch so eine Art Hassliebe. D&D bietet halt einige Sachen, die kein anderes mir bekanntes Rollenspiel macht, verlangt dafür aber auch ziemlich viel Fitzelarbeit, damit es funktioniert.

Hassliebe trifft es so ziemlich. Schon irgendwie seltsam; ein System hat derartige Macken, dass man es am liebsten in die Ecke verbannen will, und doch findet man einfach nichts besseres.  :mimimi:

@ Thema: Warhammer Fantasy RPG! Ich glaube es war die 2. Edition...

Ansonsten bin ich da offen. Ich würde sogar mit den richtigen Leuten DSA spielen  ;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 16.05.2011 | 13:30
Herje, das ufert wieder aus... ~;D

Also noch mal langsam, evtl war ich auch etwas ungenau.
Mir ist es ja grundsätzlich egal ob jemand ein System/Spiel/etc nicht mehr spielen will ob er nun gut Gründe hat oder nicht.


Ich finde jedoch das der Eingangssatz zu diesem Thema nicht wirklich treffend ist (imho) bzw. das "Problem" am System fest macht. UND DAS trifft es imho einfach nicht.

Denn das "Problem" ist doch nicht das System sondern die Kombination aus Gruppe und System.
Und  ich denke das die Gruppe bei der Fragestellung stärker gewichtet werden muss.

Kleines Bsp.

Den Hintergrund von SR finde ich grundsätzlich klasse. ABER es gab auch schon Spielrunden, da habe ich die Hände über den Kopf zusammen geschlagen und das System verflucht.

Mit meiner regulären Runde liebe ich SR, denn da haben wir einfach viel Sachen (Großteil der Regeln) aussortiert und spielen einfach. Und ja es funktioniert, macht Spass, alles ohne wilde Theorien und ohne Regelmonster.
Aber das ist nur meine pers. Ansicht und sichern nicht universell richtig.


@korknadel

Wie oben ausgeführt, ich halte nur die Aussage: "Das spiele ich nie und nimmer wieder" für ähm ja suboptimal, um mal diplomatisch zu bleiben.
Ob das nun genau die Antwort ist die hier gewünscht ist, keine Ahnung, aber hier geht es ja um Meinungsaustausch. Darum partizipiere ich hier.

@blizzard
Zitat
Gut, das System verändern, ergo den eigenen Wünschen anpassen ist natürlich legitim, und das werden wohl viele auch machen. /quote]

Sicher ist das legitim, denke das sehen alle so. Ich gehe so gar noch weiter, die Anzahl an RPGler die gar nichts verändern liegt sicher im niedrigen einstelligen % Bereich.

Zitat
Die Frage ist doch dann viel mehr, wie viel man verändern muss, damit es den eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht. Reicht es, ein paar Regeln zu verändern, evtl. neue Regeln einzuführen oder muss man das System verändern, sprich: konvertieren? Grade was den letzten Punkt anbelangt, aber auch im ersten Falle haben Leute manchmal einfach weder die Zeit, noch die Nerven dazu, das zu tun. Von daher ist der Käse da nicht so einfach gegessen, wie du es hier einem weismachen willst. Das zeigen zumindest die Erfahrungen aus der Praxis.

Wie gesagt, ich glaube nur die allerwenigsten spielen wirklich "reine ursprüngliche Systeme", und die Arbeit muss ja nicht einer alleine machen.
Denke das ist letztlich eine Frage der Organisation..aber das führt jetzt in eine andere Richtung.

Aber für mich und für die Gruppe mir der ich spiele ist der Käse einfach gegessen, daraus leite ich aber keinen universellen Anspruch ab. Bei den einen klapp es bei den anderen nicht.
Damit schließt sich halt auch der Bogen, ob man etwas mag oder nicht liegt nicht am System alleine.

@korknadel

Zitat
Aber wenn gefragt wird, ob man jemals wieder ein Armanihemd anziehen würde, ist eine Nähen-Apotheose halt etwas an der Fragestellung vorbei.

Ganz ehrlich wer einer Gruppe Menschen eine Frage stellt kann imho nicht erwarten das alle genau die Art von Antwort geben, die er hören will. Menschen sind eben verschieden und haben ganz unterschiedliche Ansätze für "Problemlösungen"
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Marduk am 16.05.2011 | 13:40
Ich finde jedoch das der Eingangssatz zu diesem Thema nicht wirklich treffend ist (imho) bzw. das "Problem" am System fest macht. UND DAS trifft es imho einfach nicht.

Denn das "Problem" ist doch nicht das System sondern die Kombination aus Gruppe und System.
Und  ich denke das die Gruppe bei der Fragestellung stärker gewichtet werden muss.


Das finde ich halt nicht, manchmal liegt es auch einfach am System daß man ein bestimmtes Spiel nicht (mehr) spielen will.

Gruß

Marduk
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 16.05.2011 | 13:55
Denn das "Problem" ist doch nicht das System sondern die Kombination aus Gruppe und System.
Und  ich denke das die Gruppe bei der Fragestellung stärker gewichtet werden muss.
Nein.
Manche Systeme funktionieren fuer mich mit keiner Gruppe bzw. Spielrunde. Da kann man sich mit den nettesten Menschen unter dem Himmel zusammen setzen, es klatscht gegen die Wand.

Nun und manche Systeme funktionieren dann nur gerade so weil das Setting oder die Gruppe die Schwaeche auffaengt.
Wo sich ab einem Gewissen Mist-Grad seitens des Systems nicht die Frage stellt ob es nicht fuer die allgemeinen Nerven besser ist ein System zu finden das besser ist.

Zitat
Mit meiner regulären Runde liebe ich SR, denn da haben wir einfach viel Sachen (Großteil der Regeln) aussortiert und spielen einfach.
Dann hat es System maessig nicht (mehr viel) mit SR zu tun sondern ihr spielt das Setting.

Zitat
Wie oben ausgeführt, ich halte nur die Aussage: "Das spiele ich nie und nimmer wieder" für ähm ja suboptimal, um mal diplomatisch zu bleiben.
Wieso? Wenn es nunmal eine Tatsache ist?
Was soll daran suboptimal sein es kundzugeben?

Ich mein, da koennen sich die RPG-Carebears auf den Ruecken werfen und ganz bitterlich weinen das man doch alles iwo lieben koennen muss und allen Sachen negative Erlebnisse [ueber Jahre hinweg, in verschiedenen Gruppen] vergeben koennen soll und gefaelligst etwas ignorant gegenueber den Schwaechen diverser Systeme sein soll - aber dem ist nicht so.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 16.05.2011 | 14:55
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: LöwenHerz am 16.05.2011 | 16:31
;D  hier wird über Geschmack diskutiert  :d

Wer zwingt mich eigentlich dazu, mit irgendsonem x-beliebigen System auch Spaß haben zu müssen? Wer weiß eigentlich besser, als ich, was mir gefällt und/oder ich niemalsnie im Leben spielen würde?

Spannend, was hier so für Schoten fabriziert werden. Ich lese fleissig weiter und amüsiere mich königköstlichst!  ~;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 16.05.2011 | 16:42
@marduk
Zitat
Das finde ich halt nicht, manchmal liegt es auch einfach am System daß man ein bestimmtes Spiel nicht (mehr) spielen will.

Das stelle ich gar net in Abrede, nur meine Erfahrung geht da in die völlig andere Richtung.

Die male wo ich einen schlechten Abend mit RPGs hatte, lagen am System und an der Gruppe (mit Schwerpunkt Gruppe)
Denn die Gruppe bestand z.b. aus Regelfickern die auf irgendwelchen hahnebüchenen Regeln pochten um ihre Chars über alle Limits zu pushen.

Oder man bestand auf Würfelorgien um jedes Thema abzuhandeln. (frei nach: Würfel mal auf Intelligenz ob du den Weg nach Hause findest...)

@teylen
Zitat
Nein.
Manche Systeme funktionieren fuer mich mit keiner Gruppe bzw. Spielrunde. Da kann man sich mit den nettesten Menschen unter dem Himmel zusammen setzen, es klatscht gegen die Wand.

Butter bei die Fische, warum funktioniert denn im Detail System X nicht bei dir ? Fakten Fakten Fakten !!

Zitat
Nun und manche Systeme funktionieren dann nur gerade so weil das Setting oder die Gruppe die Schwaeche auffaengt.
Wo sich ab einem Gewissen Mist-Grad seitens des Systems nicht die Frage stellt ob es nicht fuer die allgemeinen Nerven besser ist ein System zu finden das besser ist.

Mist fängt man nicht auf, Mist kickt man aus dem Spiel raus. (imho)

Zitat
Dann hat es System maessig nicht (mehr viel) mit SR zu tun sondern ihr spielt das Setting.

 ~;D also das ist mit Verlaub putzig. Ich spiele doch Rollenspiel wegen der Story/Setting, dem Spass, den Mitspielern, den Lachern, etc. und nicht wegen irgendwelchen Regelmechanismen
 ~;D ~;D ~;D

Das Regelsystem ist doch maximal ein Werkzeug das in allen Dimensionen modifiziert und im Zweifelsfall aussortiert wird.

Zitat
Wieso? Wenn es nunmal eine Tatsache ist?
Was soll daran suboptimal sein es kundzugeben?

Es ist keine allgemeingültige Tatsache und  ich finde die Aussage "Niemals nie wieder" einfach eine kurzsichtig.
Mir hat die Realität jedenfalls einige male im Leben deutlich gezeigt das "Niemals nie" doch sehr relativ ist  ~;D
Ich halte es da lieber mit Adenauer: "Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?" und schaue mir Sachen gerne mehrmals an.

Zitat
Ich mein, da koennen sich die RPG-Carebears auf den Rueckenwerfen und ganz bitterlich weinen das man doch alles iwo lieben koennen muss und allen Sachen negative Erlebnisse [ueber Jahre hinweg, in verschiedenen Gruppen] vergeben koennen soll und gefaelligst etwas ignorant gegenueber den Schwaechen diverser Systeme sein soll - aber dem ist nicht so.

Ich bin nicht in der Lage Nerd-Slang zu verstehen. Also was zur Hölle sind RPG-Carebears ?
Sprich deutsch mit mir !

Und falls das ein unterschwelliger Versuch einer Attacke war.....grow up.
Imho geht es doch hier nicht darum das jemand weint oder das man Schwächen in Regelsystemen ignoriert bzw. nicht sehen will.

Wie ich schon geschrieben habe, sehe ich Regeln als Mittel zum Zweck und nicht als das Zentrum des RPGs.
Um etwas Substanz in die Diskussion zu bringen:

Ich halte z.b. das SR-Regelsystem bezüglich Verfolgungsjagten, Fahrzeugkampf für zu kompliziert.
Nichts desto trotz finde ich die Setting-Idee grandios und liebe das Spiel.

Daraus folgt dann für mich:

1.) Ich setze mich hin und jammere das es ein dämliches System ist
2.) Ich ärgere mich über das Regelsystem aber nutze es trotzdem
3.) Ich werfe die Aspekte über Board die mir nicht in den Kram passen und spiele einfach.
4.)....

Der aufmerksame Leser hat evtl schon gemerkt auf was ich raus will. Ich bin entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems.


Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 16.05.2011 | 16:45
Okay, wir haben jetzt alle verstanden, dass deine Antwort auf die Frage "ich spiele alles, auch ohne dass es Pferde braucht" ist.

Lass aber doch bitte anderen Leuten eine andere Meinung davon. Nicht jeder will an einem System herumschrauben müssen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: LöwenHerz am 16.05.2011 | 16:47
Okay, wir haben jetzt alle verstanden, dass deine Antwort auf die Frage "ich spiele alles, auch ohne dass es Pferde braucht" ist.

Lass aber doch bitte anderen Leuten eine andere Meinung davon. Nicht jeder will an einem System herumschrauben müssen.

+1  ;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Christoph am 16.05.2011 | 16:51
Okay, wir haben jetzt alle verstanden, dass deine Antwort auf die Frage "ich spiele alles, auch ohne dass es Pferde braucht" ist.

Lass aber doch bitte anderen Leuten eine andere Meinung davon. Nicht jeder will an einem System herumschrauben müssen.

Vor allem weil das Reindenken in dysfunktionale Systeme weitaus mehr Zeit kosten kann als ein System komplett neu zu machen oder ein funktionierendes zu modifizieren.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: WitzeClown am 16.05.2011 | 16:53
@dunklerschatten: Bitte, sei einfach still. Oder mach dir einen eigenen Faden auf in dem du mit den Leuten weiterdiskutierst.

Ich spiele doch Rollenspiel wegen der Story/Setting, dem Spass, den Mitspielern, den Lachern, etc. und nicht wegen irgendwelchen Regelmechanismen
 ~;D ~;D ~;D

Das Regelsystem ist doch maximal ein Werkzeug das in allen Dimensionen modifiziert und im Zweifelsfall aussortiert wird

Wenn du erkennst, dass es sich hierbei um eine unhinterfragte Annahme handelt und nicht die Wahrheit (TM), wird das auch durchaus eine gute Diskussion.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 16.05.2011 | 17:01
@b.h.

Zitat
Lass aber doch bitte anderen Leuten eine andere Meinung davon. Nicht jeder will an einem System herumschrauben müssen.

Ja mei, jeder soll seine Meinung haben. Ich glaube ich suche gleich mal die Stelle wo ich das schon schrieb... :D

@witzeclown

Du bist in der Tat lustig  ~;D
Sei doch bitte selber still, hier darf man doch wohl mit diskutieren auch wenn man es anders sieht.
Oder bist du von der Forums-Polizei ?

Zitat
Wenn du erkennst, dass es sich hierbei um eine unhinterfragte Annahme handelt und nicht die Wahrheit (TM), wird das auch durchaus eine gute Diskussion.

Wahrheiten sind imho sowiso relativ und nicht allgemein, daher bin ich auch nicht darauf aus hier die Wahrheit zu finden bzw. zu kommunizieren.
Und ganz am Rande ich finde die Diskussion bisher gut.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 16.05.2011 | 17:05
Dann setze sie bitte in einem anderen Faden fort und lass diesen hier auf seinen ursprünglichen Zweck zurückkommen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: WitzeClown am 16.05.2011 | 17:12
@dunklerschatten: Du raffst echt nicht was die Leute hier von dir wollen, oder?  :-\

Hier nochmal der Zaunpfahl:

Dann setze sie bitte in einem anderen Faden fort und lass diesen hier auf seinen ursprünglichen Zweck zurückkommen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 16.05.2011 | 18:13
Zitat
Butter bei die Fische, warum funktioniert denn im Detail System X nicht bei dir ? Fakten Fakten Fakten !!
Was bringt es dir wenn ich nun detailliert aufgliedere wieso ich freie Forenrollenspiele, hauptsaechlich jene mit TV-Serien Bezug, fuer dysfunktional halte? [Was haette ich davon?]

Es gibt Aspekte die von der Spielmechanik her (fuer mich) falsch laufen.
Es gibt Aspekte die von der Spielkultur her (fuer mich) falsch laufen.
Es gibt Aspekte die von den Spielern her (fuer mich) falsch laufen.
Es gibt Aspekte die von dem Setting her (fuer mich) falsch laufen.

Es bringt nichts diese anzufuehren da sie abgesehen von dem nuechternen Aspekt der Informationsgewinnung, keinen Mehrwert bringen. Es fuehrt allenfalls dazu das sich enthusiatische Vertreter von freien Forenrollenspielen, Spieler eben dieser oder gar Star Trek Fans angegangen fuehlen.

Es ist auch nicht vehandelbar.
Selbst wenn jemand mir, die mir durchaus bekannten, Vorteile nahelegt oder darstellt wieso er das ein oder andere Negativum weniger hart empfindet. Es wird ihm nichts und mir nichts bringen und am Ende haben wir beide Lebenszeit verschwendet.


Ich erzaehle ja durchaus gerne was mich an Savage Worlds stoert und ich kann (und werde) wohl niederschreiben was ich an Vampire die Maskerade nicht mag. Was daran liegt das ich ersteres vielleicht mal wieder spielen werde und Vampire die Maskerade doch irgendwo mag - weil da der Zug noch nicht abgefahren ist.

Zitat
Es ist keine allgemeingültige Tatsache und ich finde die Aussage "Niemals nie wieder" einfach eine kurzsichtig.
Ich finde es unglaublich arrogant, anmassend und vorurteilbehaftet.
Woher moechtest du bitte wissen in welcher Hinsicht die Aussage getroffen wurde?

Ich fuer meinen Teil habe recht lange und ausdauernd freie Mail-/Forenrollenspiele gespielt. Das heisst etwa drei Jahre ein freies Mail RPG zu Babylon 5, etwa ein halbes Jahr ein freies Mail RPG zu einem selbstgeschriebenen Vampire Setting, dann wiederum zwei Jahre in freien Foren Rollenspielen zu Star Trek und nach einem Jahr Pause erneut etwa drei Jahre Jahre in freien Foren Rollenspielen zu Star Trek.
Die Star Trek Erfahrung sammelte ich in mindestens fuenf verschiedenen "Flotten" d.h. Spielgruppen mit Sicht auf andere.

Ich kann mir nichtmal ansatzweise vorstellen noch einmal freiwillig, im Besitz meines freien Willens und bei Verstand, mich nochmal bei einem solchen RPG, mit TV-Serien Bezug, anzumelden und mitzuspielen.

Es geht schliesslich um ein Hobby, Freizeit, etwas woran ich Spass haben moechte und nicht um Politik.

Zitat
also das ist mit Verlaub putzig. Ich spiele doch Rollenspiel wegen der Story/Setting, dem Spass, den Mitspielern, den Lachern, etc. und nicht wegen irgendwelchen Regelmechanismen
Ein Rollenspiel besteht aus einem Setting und einem System.
Das Setting ist die Welt, Weltbeschreibung, das Genre und all das was gerne auch mal als Fluff bezeichnet wird und das vom Rollenspiel entfremdet ein Buch waer.

Das System sind die Regelmechanismen, die Funktionsweisen, Zufallsmechanismen, allgemeine Mechanismen und damit das was den Kern des Spiels darstellt.


Man kann in einem Rollenspiel ein Setting nicht ohne System spielen und ein System nicht ohne Setting. Ich persoenlich habe mich hinsichtlich des Systems in die ORE verguckt und mag hinsichtlich des Settings Vampire die Maskerade.

Ich kann aber nun nicht, respektive nur schlecht behaupten:
Ich spiele Reign.
Wenn ich Setting-wise nicht Reign spiele sondern Vampire die Maskerade.
Ich kann auch nicht behaupten:
Ich spiele V:tM
Wenn ich System-wise nicht V:tM spiele sondern die One Roll Engine einsetzen.

Wieso nicht?
Weil ich damit potentielle Mitspieler beluegen wuerde, die bei der Ankuendigung Reign zu spielen erwarten das man ein Fantasy Setting mit Riesen hat oder die sich auf die Regelmechanismen von Vampire die Maskerade freuen.

Zitat
Das Regelsystem ist doch maximal ein Werkzeug das in allen Dimensionen modifiziert und im Zweifelsfall aussortiert wird.
Das Regelsystem ist kein Werkzeug sondern ein Spielzeug.
Das wenn man es veraendert nicht mehr das selbe ist.

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Zitat
Also was zur Hölle sind RPG-Carebears ?
Carebears haben recht wenig mit Nerd-Slang zu tun.
Es ist der Originalname der Gluecksbaerchis.


Gluecksbaerchi sind kleine, flauschige, lustige, staendig gut gelaunte, suesse Baerchen. Die auf den Wolken, in der Naehe von einem Regenbogen, in einem Schloss, in einer ueberaus bunten, freundlich und friedlichen Welt leben und jeglichen aufziehenden Aerger damit bekaempfen in dem sie ihre kleinen puztigen Baeuchlein vorstrecken und "das Boese" oder verdriesliche solange mit Regenbogen, warmer Liebe oder Sonne beschiessen bis es erkennt wie toll die Welt ist.

Den Gluecksbaerchies ist so etwas wie ernsthafte Verdiesslichkeit, Aerger, das Boese oder Konflikte fremd, respektive decken sie es solange mit ihren Strahlen ein bis es nicht mehr Boese ist und kein Konflikt mehr besteht.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: El God am 16.05.2011 | 18:20
Ich habe kein Spiel, dass ich so grundsätzlich ausschließen würde. Selbst FATAL kann ich mir mit den richtigen Leuten spaßig vorstellen - und sei es nur zum Lästern. Bier und Brezel machen so manchen Klops erträglich und sei es nur, dass man das System mal so richtig ausreizt und "umkippen" lässt...

Zum Thema "Da ist mir meine Zeit zu schade" frage ich mich, wie wertvoll ihr eure Zeit sonst so gestaltet... als würdet ihr keine B-Movies oder miese Fernsehserien schauen, als würdet ihr nicht manchmal abends mit Kumpels versacken, als hättet ihr nicht manchmal Leerlauf, in dem ihr einfach vor dem Rechner hängt und ziellos im Internet herumsurft. Wer das alles nicht hat und wirklich nur "quality time" - Hobbies hat: Gratulation, ich bin neidig. Aber: Ätsch, ich glaube euch kein Wort!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: WitzeClown am 16.05.2011 | 18:34
@Dolge: Prinzipiell gebe ich dir mit dem zweiten Absatz recht, aber du vergisst einen wichtigen Punkt: B-Movie schauen, Trashfernsehn schauen und in der Kneipe versacken (jeweils mit Kumpels) braucht wenig bis garkeine Vorbereitungszeit. Die allermeisten Rollenspiele brauchen Vorbereitungszeit, selbst die schlecht geschriebenen. Oft hat man mit denen auch mehr Aufwand, einfach weil sie schlecht geschrieben, erklärt und kaum mit Hilfsmitteln ausgestattet sind. My 2 cent.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 16.05.2011 | 18:35
Zum Thema "Da ist mir meine Zeit zu schade" frage ich mich, wie wertvoll ihr eure Zeit sonst so gestaltet... als würdet ihr keine B-Movies oder miese Fernsehserien schauen,[..]
Das behauptet ja keiner.
Aber es gibt Sachen da schalte selbst ich den Fernseher aus - weil ich gehoert hab / ahne das sie Mist sind [Musikantenstadl] oder weil es mir massiv die Laune verhagelt [Hart aber Fair] - und ich lasse den TV recht oft relativ schmerzfrei nebenher laufen.

Es ist ja nun auch nicht so das man in die Gelegenheit kaeme versehentlich mal kurz WoD zu spielen oder 'Ups, nun habe ich mich angemeldet und ein Log fuer ein freies ST Foren RPG verfasst'. Nun und mir fallen eine Menge Sachen ein die ich Freizeit eher machen wuerde als mich bei einer freien ST Foren RPG Runde einzutragen. Diaries lesen, Fanfiction lesen, eine neue Serie im Netz finden und angucken, chatten, fB spielen...
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 16.05.2011 | 18:39
@Dolge: Wenn mir die Zeit für ein System zu schade ist, dann spiele ich ein anderes System.  ;)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: El God am 16.05.2011 | 18:50
@Dolge: Wenn mir die Zeit für ein System zu schade ist, dann spiele ich ein anderes System.  ;)

Was auch nicht immer möglich ist, Stichwort casual gamer oder social gamer. Wer die Zeit des Spiels einfach als Gewinn sieht, weil er was mit Kumpels unternimmt, kann so manches subjektiv schlechte System verschmerzen.

Edit: Und der Titel ist "...zu spielen" und nicht "...zu leiten". Wenns ums Spielleiten geht, hätte ich tatsächlich auch eine Liste.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 16.05.2011 | 18:55
Ich bin aber kein casual gamer.  :)

Ich fänd´s ja eigentlich toll, wenn hier noch ein paar 10-Pferd-Systeme auftauchen würden statt der ständigen Diskussionen, ob man denn so wählerisch sein sollte.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: El God am 16.05.2011 | 18:59
Sagen wir so: Leiten könnte ich z.B. GURPS nicht. Und zwar schlicht, weil ich ein so massives Regelwerk nicht beherrschen würde. Die Auswahl, welche Elemente ich nutze und welche nicht, wäre mir zu aufwändig, zu anstrengend etc. Aus den selben Gründen würde ich DSA auch nicht mehr nach DSA4(/4.1)-Regeln leiten.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: ErikErikson am 16.05.2011 | 19:00
Mann Dolge, inziwschen solltest du doch wissen, das Gurps extrem einfach zu lernen ist und die Auswahl der regeln auch fix von der Hand geht. Wie oft haben wir dir das jetzt gesagt? Mannomann!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Taschenschieber am 16.05.2011 | 19:09
Nicht leiten würde ich DSA4 auch. Nicht nur wegen des Systems, sondern auch, weil ich bestimmt den gesamten Metaplot und das aventurische Gesamtfeeling instant zerstören würde.

Spielen tue ich (bisher) so ziemlich alles.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: mattenwilly am 16.05.2011 | 19:20
Sämtliche Sachen die von sich behaupten sie seien

"Storytelling"
"Swashbuckling"
"Action-Oriented"

oder irgendwie was anderes/was besseres. Also Dinge wie alle WoDs, 7th Sea etc.

Dazu dann die "üblichen Verdächtigen"

DSA
Shadowrun 4 (Maggies R Us) und SR3 ab dem zweiten SOTA
Deadlands
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: OldSam am 16.05.2011 | 19:22
Sagen wir so: Leiten könnte ich z.B. GURPS nicht. Und zwar schlicht, weil ich ein so massives Regelwerk nicht beherrschen würde. Die Auswahl, welche Elemente ich nutze und welche nicht, wäre mir zu aufwändig, zu anstrengend etc. Aus den selben Gründen würde ich DSA auch nicht mehr nach DSA4(/4.1)-Regeln leiten.

Ersteres finde ich absolut verständlich (auch wenn das GURPS-Kernsystem in der Tat sehr einfach ist und man es nach eigenem Geschmack ausbauen kann). Qualitativ spielt das jedoch auf einer ganz anderen Ebene als DSA4... Während GURPS mit vielen genutzten Optionen zwar komplex ist, wird DSA4 mit seinen zig Sonderregeln leider nur unnötig kompliziert und erreicht dabei dennoch keinen guten Simulationsgrad o.ä. (bzw. was auch immer das Designziel der ganzen Sonderregeln eigentlich sein soll, ausser Charakter-Buchhalterei).
DSA4 ist damit auch klar eines meiner krassesten "no go"-Systeme, wobei ich selbst hier gewillt bin zugunsten einer sehr tollen Gruppe o.ä. auch mal ne Ausnahme zu machen, weil ich eine absolute Ablehnungshaltung grundsätzlich für eher kleingeistig befinde. Darum finde ich auch Diskussionen, die schon von der Ausrichtung her auf eine negative Beurteilung abzielen und Vorurteile weiterführen, grundsätzlich nicht sinnvoll...

Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Imion am 16.05.2011 | 19:27
The World of Synnibarr

Wenn ich ein System spielen wollen würde das Balance noch nicht mal am Horizont erblickt und dessen Setting noch extrem wohlwollend nur als Kitchensink mit Allem und Scharf in extrem bunt bezeichnet werden kann, dann mag man mich bitte schnellstens irgendwo einweisen. Ebenso würde ich

RIFTS

aus den selben Gründen nicht mit der Kneifzange anfassen wollen.

PS:
Nu lasst doch den Dolge in Ruhe. Wenn er GURPS aus den genannten Gründen nicht leiten mag dann ist das eben so.

PPS:
Erik, ich empfehle dir mal den Nuhrs Dieter.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 16.05.2011 | 19:33
Was auch nicht immer möglich ist, Stichwort casual gamer oder social gamer. Wer die Zeit des Spiels einfach als Gewinn sieht, weil er was mit Kumpels unternimmt, kann so manches subjektiv schlechte System verschmerzen.

Edit: Und der Titel ist "...zu spielen" und nicht "...zu leiten". Wenns ums Spielleiten geht, hätte ich tatsächlich auch eine Liste.
Nun nicht alles lässt sich gänzlich mühelos spielen.

Zu freien Foren RPGs gehört meiner Erfahrung nach unter anderem das man wöchentlich Beiträge von mindestens 250, eigentlich 500 Wörtern verfasst. (Und die anderer durch ließt).
Auch für ein "normales" P&P RPG fällt ein gewisser Aufwand für den Spieler an.

Das heißt die Zeit ist ein Gewinn, beziehungsweise sollte ein Gewinn sein.
Aber der kommt nicht von "nichts".
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: ErikErikson am 16.05.2011 | 19:34
@Imion: Ich empfehle dir zum strengen Boronglauben überzutreten.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 16.05.2011 | 19:39
Teylen, sorry, aber ich verstehe deinen Post nicht.  wtf?
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 16.05.2011 | 19:42
Bin grundlegend über die Grammatik drüber gegangen und habe versucht es klarer zu formulieren.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Bad Horse am 16.05.2011 | 19:46
Ja, jetzt hab ich´s verstanden.

Ich denke aber, Dolge meint eher, dass sich Leute, die sich auch ansonsten fürs Rollenspiel interessieren, eher an Systemfehlern stören als Leute, die hauptsächlich mit ihren Kumpels abhängen wollen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jed Clayton am 16.05.2011 | 19:49
Kann ich denn zum Beispiel sagen:


Das Gleiche könnte ich wohl auch äquivalent über andere Spiele sagen, wenn ich für das Wörtchen "Midgard" zum Beispiel "Das Schwarze Auge", "DnD", "Shadowrun", "Arcane Codex" oder etwas anderes einsetzen würde.

Alles in allem sind mir aber eher bestimmte SpieleR unsympathisch als bestimmte Spiele.

Da hilft es dann auch nichts, wenn ich mit den unsympathischen, unmotivierten oder "eigenartigen" Leuten mein absolutes Lieblingsspiel oder auf meiner Lieblingswelt spiele. Es liegt an den Menschen, an ihren Macken und Eigenheiten, nicht an einem Buch oder an einer Reihe von Spielregeln.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Blizzard am 16.05.2011 | 20:14
Damit schließt sich halt auch der Bogen, ob man etwas mag oder nicht liegt nicht am System alleine.
Ich verstehe deine Aussage. Du behauptest, wenn man ein RPG nicht mag, liegt es nicht nur am System allein. Das kann sein, muss aber nicht. Ich bin im Lauf der Jahre-wie einige andere hier- allerdings zu der Erkenntnis gekommen, dass es sehr wohl nur am System liegen kann, dass man das entsprechende RPG nicht mag. Ich gebe dir gerne ein Beispiel: Auf einem früheren HausCon haben wir zu siebt (6 Spieler, 1SL) eine Runde Degensis gespielt. 2 Spieler hatten ein bisschen Ahnung, einer davon war ich, weil Degenesis selbst früher mal geleitet hatte(inzwischen besitze ich es nicht mehr, nachzulesen hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,67283.0.html). Nach einer Weile konnten wir dann endlich losspielen...und wir haben nur noch geschimpft und geflucht über dieses -zensiert- System. Da waren sich alle Spieler(!) einig, dass das System einfach nur grottenschlecht und ganz grosser Mist ist. Einer meinte sogar, das wäre das mit Abstand schlechteste Regelsystem, das er in 15 RPG-Jahren kennengelernt hätte. Und somit lag es einzig und allein am System, dass wir Degenesis nicht mögen-gut ich find auch das Setting nich so dolle, aber den anderen hat es zumindest teilweise gefallen. Ganz im Gegensatz zum System, da waren und sind wir uns heute noch alle einig, dass das einfach...am besten in der Versenkung verschwunden bleibt und keiner weiteren Erwähnung bedarf.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: LöwenHerz am 16.05.2011 | 20:32
Unfassbar, wie da teilweise mitklingt, dass einem der GMV oder gar die (freie) Entscheidungsfähigkeit und der persönliche Geschmack aberkannt wird. Glücklicherweise bin ich ein guter Mensch und muss jetzt nicht zum Ellerbeker Rundumschlag ausholen  >;D

Ist aber (in Erinnerung an einige D&D 4E Diskussionen) recht denkwürdig, dass ähnliche Argumente aufgefahren werden. Anstelle den persönlichen und durch Erfahrung geprägten Geschmack anderer Leute einfach anzuerkennen (oder bei Nichtbegreifen konstruktiv nachzufragen), werden echt harte Argumente aufgefahren. Könnte ich mich jetzt ernsthaft drüber aufregen...
aber ich geh lieber spielen... oder anderswo konstruktiv diskutieren  :d
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 17.05.2011 | 00:08
Jesus was habe ich denn da angerichtet...

Dachte zwar ich hätte es schon gepostet, aber das ist dann wohl verloren gegangen.
..

Also bevor ich hier noch gesteinigt werde und/oder das Gejammer überhand nimmt entschuldige ich mich dafür das ich einen scheinbar reinen SAchverhalt-Sammel-Thread stellenweise gehijackt habe.
Mein Ansinnen war nicht hier jemand auf die Füße zutreten ...dachte das wäre ein Diskussionforum. Nun mein Fehler, daher entschuldige ich mich mal bei allen denen ich unbewusst auf den Schlips getreten bin.



@teylen
Deine Ansicht über Setting und Co in allen Ehren, DAS muss man aber nicht so sehen. Denke es ist genug Raum für verschiedene Interpretationen....

@blizzard
ich erhebe keine Dogmen,alles was ich schrieb bezieht sich auf meine Erfahrung.
Daher meine Argumentation in Richtung: System+Gruppe sind bei dem Thema untrennbar.
Andere Menschen werden aber andere Erfahrungen haben und daher auch anders argumentieren. Denke da existieren diverse "Parallel-Welten"

Was dein pers. Trauma angeht, kann ich stellenweise nachvollziehen bin aber auch in dem speziellen Kontext von "Niemals Nie" abgerückt und habe einen anderen Eindruck gewonnen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 17.05.2011 | 00:50
@dunklerschatten: Das ist ein Diskussionsforum. Nur lernen wir noch immer uns ans Thema zu halten, das im Eingangspost vorgegeben wird. Die Regel lautet hier, das der Threaderöffner die Richtung vorgibt und wenn dieser nicht in eine bestimmte Richtung abschweifen möchte, das man dann einen eigenen Thread mit dem neuen Thema eröffnen soll :)

Ansonsten haben viele hier festgestellt, um das mal kurz zusammenzufassen: System DOES matter. Deine Einstellung System does NOT matter, geht aber auch ein mit der Einstellung, ungenehme Teile wegzulassen. Ist völlig legitim. Andere lassen halt dann gleich das komplette System weg und nehmen lieber ein anderes. Ist ebenso völlig legitim. Hier geht es darum, welche Systeme man gleich komplett weglassen will und lieber ein anderes nimmt.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jed Clayton am 17.05.2011 | 01:33
Achtung, das hier wird ein fieses Gift-und-Galle-Posting!

Also, noch mal zurück zum Start. Die Dinge, die ich in der Regel nicht gern spiele, weil ich entweder Probleme mit den Regeln oder dem "Inhalt" habe:


RuneQuest 1 von Mongoose: Weil ich wahrscheinlich spätestens nach zehn Minuten Spielen merke, dass ich doch die BRP/RuneQuest/Stormbringer-Version der Regeln besser finde. MRQ I hat leider völlig unausgewogene Kampf- und Schadensregeln. Fast jede Nahkampfwaffe ist besser als Pfeil und Bogen. Ein einzelner Pfeil kann den Gegner nicht töten, egal wo ich ihn damit treffe. Ein lascher Anfänger-Runenzauber kann mehr Wumms machen als ein Zauber der Göttlichen Magie, den man ja praktisch von einer Gottheit (!) geliehen bekommt (... würde wieder auf schwache oder schwindende Gottheiten hindeuten, aber das ist eine Diskussion für sich ... ;) ).

Hero Wars und HeroQuest 1e: Ein etwas verunglückter Versuch eines frei dahinfließenden, narrativen Fantasy-Systems, selbst wenn es von Robin D. Laws stammt. Die Regelvariante mit den AP im Kampf dauert viel zu lange und macht in der Praxis überhaupt keinen Spaß, da bin ich inzwischen spielleiterisch weiter (mit Gummipunkten und anderem). Außerdem kann ich in Hero Wars nicht ab, dass es völlig egal ist, ob mein Charakter beispielsweise "Gewaltiger Schlag", "Große Wut", "Gut trainierter Kämpfer", "Schwerttricks", "Geschicklichkeit" oder "Streich der Vergeltung" hat, und alle diese Dinge bewirken einfach nur +2 zu meiner Grundfähigkeit.

Rifts / Palladium System: Rifts ist schon eine ultra-abgefahrene Oldschool-Manga-Postapoc-Pulp-Sonst-irgendwas-Welt, aber ich würde sie nur noch mit einem anderen Regelsystem anfassen. Fuzion, Hero, Unisystem, Cortex System, BRP, BASH und andere würden aus dem Stand alle besser funktionieren als das Original von Palladium. Außerdem ist der Aspekt des Mech-Spiels der Garant dafür, dass man Rifts nur als Wettrüsten oder als eine Art Videospiel/Ego-Shooter zocken kann.

Savage Worlds: Grundidee ist eigtl. toll, aber das Miniaturenschieben und Kärtchenlegen verträgt sich nicht mit meinem eigenen bevorzugten Spielleiterspiel. Außerdem ein Hype-Spiel. ;)

Shadowrun: So viele meiner Freunde spielen regelmäßig Shadowrun und schwören darauf. Das ist aber der Punkt, in dem ich mich radikal von ihnen unterscheide. Ich kann das Ding nicht leiden. Für mich ist das ein Ego-Shooter in Form eines Rollenspiels. Jedes Spiel, bei dem es für die SC immerzu ums Einbrechen, Klauen, illegale Kopieren, Betrügen und ums Erschießen (oder sonstige Ausschalten) von Leuten geht, verursacht bei mir moralisch-ethische Bedenken. Ich finde das einfach erschreckend und will es einfach nicht spielen.

Midgard: Viel zu ausführliche und kleinkarierte Charaktererschaffung und armselige deutsche Imitationen von Dingen, die ich in DnD/Pathfinder und anderen Spielen so viel schneller und lustiger haben kann. Es gibt nichts, was mich daran faszinieren oder bei der Stange halten würde. Noch nicht mal ausrechend sexy posierende Frauen auf dem Cover... :(

Arcane Codex: Völlig langweiliges, dröges Fantasy-Kitchensink-System, das sich irgendwelche Standardteile von DSA, D&D und anderen Sachen zusammengeklaubt hat. Ragt für mich nicht aus der Masse der Mainstream-Fantasy heraus. Die paar netten Illustrationen im Regelbuch reißen das Spiel als Ganzes für mich nicht heraus.

Vampire bzw. World of Darkness: Dazu fehlt mir wohl einfach der Bezug. Ich kann mich einfach nicht in solche Charaktere hineindenken, die als nicht alternde wandelnde Leichen nachts Leuten Blut aussaugen und dann ihre tollen Stammesfehden und politischen Manipulationen untereinander ausfechten und sich so toll dabei vorkommen. Das ganze Setting ist doof und viel zu kleinkariert. Dann spiel' ich doch jederzeit lieber eine nette kleine Runde D&D.

Ratten und ähnliche: Auch wieder die Situation, eine nette kleine Ausgangsidee zu haben, aber nichts für länger bzw. nichts, das mich längere Zeit fesselt. Warum soll ich so eine stinkige kleine Ratte spielen wollen? Als One-Shot gerade noch erträglich, aber auch da kenne ich bessere.


Wenn ich noch mehr Zeit hätte, würden mir bestimmt noch mehr einfallen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: korknadel am 17.05.2011 | 07:38
@Jed:
Das war doch gar nicht giftig und höchstens ein bisschen gallig. Ein sehr schöner Post, der, weil er Deinen Geschmack nicht nur anschaulich erklärt, sondern vor allem auch das Thema des Threads ernst nimmt, nach den letzten Seiten hier sehr wohltuend ist. Danke!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 17.05.2011 | 09:10
Stimmt, das war ein schöner Beitrag zum Thema. Und bei den meisten Systemen, die ich davon kenne, kann ich das auch so unterschreiben. Nur bei Shadowrun möchte ich mal den Advocatus Diaboli spielen: es geht doch in den meisten Rollenspielen im Endeffekt um "Kill things and take their stuff". Warum verursacht das bei SR moralisch-ethische Bedenken und z.B. bei D&D oder Runequest nicht?

Davon abgesehen ist SR eins der wenigen Spiele, die sich auch gewaltfrei spielen lassen, ohne dabei langweilig zu werden. Wir hatten da mal eine SpecOps-Kampagne, in der überhaupt es erst im 3. Run oder so das erste Mal zu einem Schusswechsel kam, und der Bodycount in den meisten Runs bei oder nahe Null blieb, weil wir uns eher aufs heimliche Infiltrieren spezialisiert haben -- rein und wieder raus bevor jemand etwas merkt.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: El God am 17.05.2011 | 09:25
Ich finde ja gerade die moralischen Bedenken bei SR spannend. Runden, die kill them and take their stuff - SR spielen, mag ich überhaupt nicht.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.05.2011 | 09:34
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 17.05.2011 | 09:54
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Aber ja doch.
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"Die sind nicht tot, die schlafen nur."
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: First Orko am 17.05.2011 | 10:17
Eigentlich fällt mir da nur FATAL ein.
Allem anderen würde ich unter den richtigen Begleitumständen immer mal wieder ne Chance geben. Sprich: Wenn alle anderen sagen wir... UNBEDINGT Frostzone spielen wollten würde ich zumindest einmal mitspielen - muss ja nicht heißen, dass ich dann dabeibleibe ;)

Und selbst dieses erwähnte Füßeln-Spiel kann ich mir unter ausreichend großem Alkoholeinfluss (Hallo: Norweger!) vorstellen mal auszuprobieren....

Aber FATAL? Never. Das Ding legt die Meßlatte auch so hoch dass man eigentlich jedem anderen Rollenspiel eine Change geben MUSS.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Würfelheld am 17.05.2011 | 10:41

Allem anderen würde ich unter den richtigen Begleitumständen immer mal wieder ne Chance geben. Sprich: Wenn alle anderen sagen wir... UNBEDINGT Frostzone spielen wollten würde ich zumindest einmal mitspielen - muss ja nicht heißen, dass ich dann dabeibleibe ;)
+1  :d
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 17.05.2011 | 10:43
Naja der Beitrag von Jed ist ganz nett, aber ein bisschen am eigentlichen Thema vorbei, imho.
Es geht ja nicht um spiele die man 'in der Regel nicht gern spielt' sondern um Spiele fuer die keine zehn Pferde ausreichen das man sie [wieder] spielen wuerde.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 17.05.2011 | 10:45
Tja, nachdem hier die Hälfte des Threads sich ausschließlich über die Formulierung "keine 10 Pferde" echauffiert hat, kann ich seine vorsichtigere Formulierung schon nachvollziehen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Seth am 17.05.2011 | 10:45
Ich gehe im Grunde mit der Meinung Einiger hier konform, dass ich so gut wie jedes Setting / System nochmal spielen würde, wenn sich die Gelegenheit ergibt, mit Menschen zu spielen, denen ich zutraue auch die miesesten Rollenspielabnormitäten vernünftig zu gestalten. Es bräuchte aber schon viele Pferde um mich zu diesen Settings zu überreden (ich hoffe ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich mich nicht nur auf das System beziehe und wenn ich womöglich am Thema vorbeiziehe):

Vampire the Masquerade - Ich bin ein großer Fan von Dark Ages und dem ganzen Hintergrund drum herum - die Maskerade aber interessiert mich nicht die Bohne. Camarilla, Sabbat und Djihad (?) gehen mir schon vom Namen her gegen den Strich und ich bin ohnehin kein allzu großer Fan von "Vampiren im Alltag". Außerdem empfinde ich die Dark Ages-Regeln als Fortschritt gegenüber denen in Maskerade und könnte ohnehin nicht mehr "zurücksatteln". Im Bezug auf dieses spezielle Setting muss ich Jed Clayton Recht geben: in der Neuzeit wirken die Intrigen und Fehden für mich kleinkariert; ein Eindruck, der für mich bei Dark Ages überhaupt nicht aufkommt. Aber gut, das ist die Geschmackssache.

Werewolf - the Apocalypse - Ich verbinde eigentlich ganz gute Erinnerungen mit der letzten Runde (die schon ein paar Jahre her ist), allerding komme ich mit dem Setting überhaupt nicht klar. Greenpeace-Guerilla? Nein danke. Bevor ich es spielte hielt ich die Interpretation von Werwölfen als Halbgeisterwesen die im Auftrag Gaias gegen den Wyrm kämpfen noch für originell, recht schnell stellte sich jedoch der Eindruck ein, He-Men mit Fell zu spielen. Unser SL hat es damals zwar geschafft, die Feenwelt durch die Totem und Sprünge zwischen den Sphären sehr schön detailliert einzubauen, das hat mich allerdings eher dazu gebracht, mal wieder Feen zu spielen als irgendetwas Anderes. In meinen Augen sollten Werwölfe allerdings prinzipiell nichts mit diesem Geisterwesen/Gaia-Hintergrund zu tun haben. Sie sind und waren für mich immer ebenso verflucht / gesegnet wie Vampire und so sähe ich sie auch gerne im Rollenspiel.

Midgard - Da sind es die Regeln und das 08/15-Setting. Es wirkt für mich zu steril, auch wenn ich manchmal einfach Bock dazu habe, klassische Fantasy ohne viel Brimborium zu zocken. Dazu aber obendrein dieses Regelmonster und ich steige aus. Ich glaube da müssten noch weit mehr Pferde zusammengetrommelt werden als bei den anderen Beiden, auch wenn ich es - ebenso wenig wie diese - kategorisch ausschließe.

Noch etwas Anderes:

Wovon ich wirklich Abstand nehme: Runden, die (vorzugsweise "typische" Fantasy wie D&D) spielen und einen ebenso "typischen" Spielstil aufweisen. Fangt an mit Anglismen um euch zu werfen und euch auf die Rechnungen von Boni- und Modifikatoren einen runterzuholen, am besten noch verbunden mit achso "taktischen" Gefechten auf Miniaturbasis und ich bin in der Kneipe um die Ecke, wo ich mehr Spaß habe. Das kann ich, zumindest im Augenblick, für mich wirklich kategorisch ausschließen. Nichts gegen Regeln im Allgemeinen und ich habe auch Spaß daran, Regelmechanismen gemäß ihrem Nutzen einzusetzen aber diese Masturbation geht mir derbe auf den Sack. Ganz schlimm wird es, wenn das entsprechende, englische Vokabular oder die Aussprache noch nicht mal über die denglischen Anglismen hinausgeht und mir sich schon der Magen umdreht, wenn Jemand nur sagt (Achtung, Phantasiesatz:) "Nutze mal deinen Feat für Seduktschn um die Priestess zu charmen. Du bekommst nen Bonus von 4 auf deine Scharisma-Roll, wenn dein Scharackter seinen Daily Skill einsetzt."  ::)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: First Orko am 17.05.2011 | 10:56
Ganz schlimm wird es, wenn das entsprechende, englische Vokabular oder die Aussprache noch nicht mal über die denglischen Anglismen hinausgeht und mir sich schon der Magen umdreht, wenn Jemand nur sagt (Achtung, Phantasiesatz:) "Nutze mal deinen Feat für Seduktschn um die Priestess zu charmen. Du bekommst nen Bonus von 4 auf deine Scharisma-Roll, wenn dein Scharackter seinen Daily Skill einsetzt."  ::)

*signed*

Endlich sagst mal einer! Ich find ja auch, dass sowas immer was von Bullshitbingo hat. Hat mich in den Anfangszeiten von WoW schon immer tierisch aufgeregt und am Spieltisch ist sowas....gna.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: El God am 17.05.2011 | 10:57
Das bedeutet, ihr beiden bespielt generell nur deutsche Regelwerke? Oder übersetzt erst alle Begriffe der Regelwerke einheitlich ins Deutsche?
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 17.05.2011 | 11:02
@Sol Invictus - letzter Absatz:

Deine Meinung darfst du natürlich haben und verkünden, aber die Formulierung finde ich doch recht beleidigend!

(ja, ich gehöre zu besagtem Spielerkreis  ;) )
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: First Orko am 17.05.2011 | 11:11
Das bedeutet, ihr beiden bespielt generell nur deutsche Regelwerke? Oder übersetzt erst alle Begriffe der Regelwerke einheitlich ins Deutsche?

OT-
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Ein am 17.05.2011 | 11:15
Die alte (schwachsinnige) Lehnwörter-are-evil-Leier.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Marduk am 17.05.2011 | 11:23
Die alte (schwachsinnige) Lehnwörter-are-evil-Leier.

Naja, es kann manchmal schon lustige Formen annehmen. Im Normalfall störe ich mich aber eher weniger daran. Ich glaub, ich lese einfach zu viel in Englisch.

Gruß

Marduk
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 17.05.2011 | 11:24
@Orko:
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Seth am 17.05.2011 | 11:26
@Sol Invictus - letzter Absatz:

Deine Meinung darfst du natürlich haben und verkünden, aber die Formulierung finde ich doch recht beleidigend!

(ja, ich gehöre zu besagtem Spielerkreis  ;) )

Entschuldigung, wenn das beleidigend wirkte - sollte es natürlich nicht. Es sollte scharf auf das hinweisen, was mich auf die Palme bringt ;) - ich lasse das Jedem, der Spaß daran hat, nur mir muss man damit nicht kommen.

Das bedeutet, ihr beiden bespielt generell nur deutsche Regelwerke? Oder übersetzt erst alle Begriffe der Regelwerke einheitlich ins Deutsche?

Nein, darum geht es mir ja nicht. Wenn ich ein englisches Regelwerk benutze, kommt es auf den Spielerkreis an, der mit am Tisch sitzt. Sind da zum größten Teil Spieler bei die keine so große Englischaffinität besitzen, oder die Sprache nicht gut genug beherrschen (und es dann darin ausarten würde, alle Begriffe so oder so ins Deutsche zu übersetzen / zu erklären), übersetze ich sie gleich. Wenn Niemand mit Englisch ein Problem hat, übersetze ich auch nicht. In meinem oben genannten, überspitzten Beitrag, ging es mir um die bewusste Verwendung von (denglischen) Begrifflichkeiten, selbst wenn nicht die Notwendigkeit dazu besteht, ob aus Faulheit oder aus Unfähigkeit heraus, eine Übersetzung zu finden. Vor Allem wenn es dann, wie beschrieben, in Satzkonstruktion mündet, wo sich mir der Magen umdreht und das Spiel für mich zu einem Formulierungsfest wird.

Die alte (schwachsinnige) Lehnwörter-are-evil-Leier.

Danke. Hast du auch ne eigene Meinung, die ich zu ner schwachsinnigen alten Leier degradieren darf oder reicht dir dein Einwurf?

PS: wir sollten die Diskussion über Denglisch und Lehnwörter nicht hier austragen. War auch nicht meine Absicht so Etwas loszutreten, immer hin haben auch Andere ihre Meinung hier recht schonungslos präsentiert. Wenn das unerwünscht ist, editier ich den Beitrag oder lösche ihn.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 17.05.2011 | 11:36
Was ich ganz interessant finde am Thread sind die Gründe, warum manche Leute Syteme ablehnen.

Da gibts einmal Leute wie (stellvertretend für eine Argumentationsgruppe) dunklerschatten, die Rollenspiel aufgrund des Settings und/oder aufgrund der Gruppe spielen, denen aber die Regelmechanik nichts bedeutet und deswegen beliebig verändert werden kann.
(Anmerkung: ich kann das selbst nicht nachvollziehen, würde aber trotzdem gerne wissen, nach welchem Verfahren die holprig empfundenen Regeln verändert werden: Gruppendiskussion? Spontaner Spielleiterentscheid? Spielleiterentscheid vor oder nach dem laufenden Abenteuer?)

Dann die Leute wie Sol Invictus, die Systeme mit bestimmten Spielstilen verbinden und deswegen eher meiden (wenn ich das richtig verstanden habe). Das kann ich z.T. problemlos nachvollziehen, da ich mich ja auch von DSA oder oWoD/alten WW-Storytellersystemen schon allein wegen des befürchteten illusionistischen Spielstils fernhalte.

Solche Haltungen sind, finde ich, nicht ungewöhnlich. Außerhalb des  :T: und des Internet habe ich persönlich den Eindruck, es gibt mehr Spieler/SLs, die Rollenspiele wegen des Settings und Spielstiles mögen oder deswegen ablehnen, als wegen der Regelmechaniken. Selbst innerhalb des  :T: hängt doch eine große Gemeinschaft an Aventurien und DSA trotz aller unserer Versuche, diese Seelen zu retten obwohl hier die Nachteile der DSA-Regeln lang und breit diskutiert werden.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Teylen am 17.05.2011 | 11:49
Also ich wuerde drei [ups, vier ^^;] Ablehnungsgruende diagnostizieren:
 * Spieler / Spielkultur [z.B. Von den peinlichen Emo-Goth aus der WoD will man sich fern halten]
 * Spielstile [z.B. Minis und Battlemaps sind des Teufels]
 * Setting [z.B. Man mag kein Fantasy]
 * System [z.B. Man mag keinen Pool bilden]
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Seth am 17.05.2011 | 12:04
Also ich wuerde drei Ablehnungsgruende diagnostizieren:
 * Spieler / Spielkultur [z.B. Von den peinlichen Emo-Goth aus der WoD will man sich fern halten]
 * Spielstile [z.B. Minis und Battlemaps sind des Teufels]
 * Setting [z.B. Man mag kein Fantasy]
 * System [z.B. Man mag keinen Pool bilden]

Sind das nicht vier?  ~;D - Soweit aber Zustimmung.

Dann die Leute wie Sol Invictus, die Systeme mit bestimmten Spielstilen verbinden und deswegen eher meiden (wenn ichd as richtig verstanden habe). Das kann ich z.T. problemlos nachvollziehen, da ich mich ja auch von DSA oder oWoD/alten WW-Storytellersystemen schon allein wegen des befürchteten illusionistischen Spielstils fernhalte.

Soweit ja, allerdings habe ich bei Vampire und Werewolf ja durchaus betont, das System und Setting durchaus auch Gründe und Motive für mich sein können, einem Spiel fern zu bleiben.

(PS: könntest du mir einen Link oder eine Erklärung zum Begriff "Illusionismus" per PN schicken? Ich kann damit leider nichts anfangen und es würde mich interessieren, da es sich offensichtlich auf Spiele bezieht, die ich gerne spiele.)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 17.05.2011 | 12:17
Illusionismus:

Beitrag Nummer 15 (http://tanelorn.net/index.php/board,4/action,display/threadid,6541.html) von Hampf.  :T: und die Tanelornis haben schon viel getan, um die Begriffswelt der Rollenspieltheoretiker darzulegen, und die werden hier ja in periodischen Abständen neu diskutiert  ;D

@Teylen:
Ich schlage vor, auf fünf zu erweitern und deine Gruppe "Setting" nochmal in Genre ("Fantasy ist doof im Rollenspiel"*) und spezifisches Setting ("Aventurien ist doof") aufzusplitten.



* Das ist nur beispielhaft und nicht meine Meinung!
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: alexandro am 17.05.2011 | 12:46
Vampire the Masquerade - Ich bin ein großer Fan von Dark Ages und dem ganzen Hintergrund drum herum - die Maskerade aber interessiert mich nicht die Bohne. Camarilla, Sabbat und Djihad (?) gehen mir schon vom Namen her gegen den Strich und ich bin ohnehin kein allzu großer Fan von "Vampiren im Alltag". Außerdem empfinde ich die Dark Ages-Regeln als Fortschritt gegenüber denen in Maskerade und könnte ohnehin nicht mehr "zurücksatteln". Im Bezug auf dieses spezielle Setting muss ich Jed Clayton Recht geben: in der Neuzeit wirken die Intrigen und Fehden für mich kleinkariert; ein Eindruck, der für mich bei Dark Ages überhaupt nicht aufkommt. Aber gut, das ist die Geschmackssache.

Dark Ages ist sogar noch kleinkarierter, da es weniger Akteure in einer Stadt gibt (weniger Vampire + nachts sind keine Menschen unterwegs) und Überlandreisen für Vampire beinahe unmöglich sind (bei Maskerade kann man mal eben von San Francisco nach L.A. jetten, was die Möglichkeiten erheblich erhöht).
Ach ja: die Dark Ages-Regeln sind die (2nd Edition) Maskerade-Regeln.

@Jed: Wolltest du nicht True Blood spielen? Kleinkarierter und kammerspielartiger geht es doch kaum.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: dunklerschatten am 17.05.2011 | 13:03
@Tümpelritter

Zitat
Da gibts einmal Leute wie (stellvertretend für eine Argumentationsgruppe) dunklerschatten, die Rollenspiel aufgrund des Settings und/oder aufgrund der Gruppe spielen, denen aber die Regelmechanik nichts bedeutet und deswegen beliebig verändert werden kann.
(Anmerkung: ich kann das selbst nicht nachvollziehen, würde aber trotzdem gerne wissen, nach welchem Verfahren die holprig empfundenen Regeln verändert werden: Gruppendiskussion? Spontaner Spielleiterentscheid? Spielleiterentscheid vor oder nach dem laufenden Abenteuer?)

Also ich möchte mich jetzt erst mal von der stellvertretenden Position distanzieren  ;)

Ehrlich gesagt ich finde es umgekehrt äußerst befremdlich. Ein Spiel wegen der Regelmechanik zu spielen finde ich skuriel.

Aber ich kann dir gerne kurz erklären wie es bei uns läuft.

Startpunkt: das bestehende Regelsystem

Wir spielen einfach los und auf diesem Wege fallen immer wieder einem Dinge/Aspekte auf die Kappes sind.
Einer spricht das dann kurz an, dann wird kurz in der Runde diskutiert und in 99% der Fälle fliegt die Problemregel/Mechanismus raus.
Glücklicherweise ticken wir RPG mäßig ziemlich gleich, daher funktioniert das bei uns quasi reibungslos.
Das ganze findet vor oder nach der Spielzeit statt, während des laufenden Spiels gibt es keine Diskussion.




Offtopic:
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 17.05.2011 | 13:22
@Tümpelritter

Also ich möchte mich jetzt erst mal von der stellvertretenden Position distanzieren  ;)

Ehrlich gesagt ich finde es umgekehrt äußerst befremdlich. Ein Spiel wegen der Regelmechanik zu spielen finde ich skuriel.

Ich nehm alle Schuld für eine Diskussion auf mich  ;D (auch wenn ich leider keine Zeit mehr habe, weiterzudiskutieren :( ) 

Sorry, wenn ich dich jetzt als Stellvertreter 'rausgegriffen habe, und nochmal sorry, wenn ich dir eine falsche Position untergeschoben habe. War nicht meine Absicht.

Vor kurzem hat eine Spielerin mal zu mir gemeint, ihr müsste das Setting gefallen, mit Regeln könne sie sich arrangieren. Ich kann diese Position wirklich nicht verstehen. Mit den richtigen Leuten und flutschenden Regeln würde mir vielleicht so gut wie jedes Setting Spaß machen, vielleicht sogar Shadowrun und Warhammer 40K, glaube ich. OK, bei Horrorspielen hätte ich generell meine Bedenken, da ist vielleicht wirklich alles verloren.

Aber Regeln, die einen Kampf ewig in die Länge ziehen, ohne dass es besonders viele taktische Optionen gibt? Regeln, die einzelne Rassen oder Klassen oder Fertigkeitsoptionen deutlich bevorzugen? Regeln, die abenteuerirrelevante Skills enthalten und noch aus dem gleichen Topf bezahlen, aus dem Kampf- und Abenteuerfertigkeiten bezahlt werden? Regeln mit Zaubern oder Fertigkeiten, die man alle Jubeljahre bei einem höchst generösen Spielleiter mal sinnvoll anwenden darf? Sowas könnte mir jedes Setting verhauen!

Außerdem fördern nach meiner Einschätzung defekte Regelwerke auch den mir am meisten verhassten Spielstil, den Illusionismus. Weil es vom Spielen mit massiv kaputten Regeln nur ein kleiner Schritt zur Einschätzung ist, Regeln seien nicht so wichtig. Deswegen rätsle ich ständig, wieso sich Leute für ihre Zwecke unbrauchbare Regeln antun.

(Es gibt natürlich leute, die haben Spaß an langwierigen Kämpfen, regeltechnisch begünstigten Spieloptionen und für die Charakterentwicklung kostspieligen Hobbyskills... für solche Leute sind entsprechende Regelwerke dann natürlich geeignet.)
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Seth am 17.05.2011 | 13:27
Dark Ages ist sogar noch kleinkarierter, da es weniger Akteure in einer Stadt gibt (weniger Vampire + nachts sind keine Menschen unterwegs) und Überlandreisen für Vampire beinahe unmöglich sind (bei Maskerade kann man mal eben von San Francisco nach L.A. jetten, was die Möglichkeiten erheblich erhöht).
Ach ja: die Dark Ages-Regeln sind die (2nd Edition) Maskerade-Regeln.
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Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Jed Clayton am 17.05.2011 | 14:08
@Opa Hoppenstedt:

(Das Spoiler-Zitat lasse ich hier weg, siehe oben!)

Nicht, dass ich wüsste. Dazu ist noch kein Rollenspiel erschienen. Allerdings gibt es ein nicht lizenziertes Gratis-Rollenspiel über die Schlümpfe (stand sogar mal im Envoyer, glaube ich).

Du wirst lachen, aber von Spectrum Games war schon vor fast einer Dekade mal geplant - allerdings nur geplant (!) - zu Cartoon Action Hour einen weiteren Supplement-Band herauszubringen, unter dem Namen "The Kids' Cartoon Action Hour". Dieser sollte die Serien Die Schlümpfe, Die Glücksbärchies, Disneys Gummibären-Bande, The Littles und andere zum Thema haben. (Kennt jemand Shoe Town?) Dieser Band wurde aber nie geschrieben. Wäre wohl lustig gewesen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Boba Fett am 18.05.2011 | 09:10
Das Thema wurde nach hier geteilt:

http://tanelorn.net/index.php/topic,67582.0.html
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Lichtbringer am 18.05.2011 | 09:37
Dann bringe ich uns mal aufs Thema zurück:

D&D 4: Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es mir ein wenig Spaß macht, aber ich könnte es nicht als Rollenspiel auffassen. Risiko bringt schließlich auch Spaß und ist dennoch kein Rollenspiel.

Shadowrun: Nur wenn es unbedingt sein muss. Magische Wesen im Cyberpunk sind ja schon schlimm genug, aber das sie auch noch tolkienesken Klischees folgen, geht einfach gar nicht.

Star Wars: Fantasy mit Raumschiffen. Warum spielt man nicht gleich vernünftige Fantasy?
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Boba Fett am 18.05.2011 | 11:50
Star Wars: Fantasy mit Raumschiffen. Warum spielt man nicht gleich vernünftige Fantasy?

Antwort 1: Weil dann keine Raumschiffe dabei wären.
Antwort 2: Star Wars IST vernünftige Fantasy
Antwort 3: Weil das evil Empire einfach rockt!
Antwort 4: Weil Sith die geileren Dunkelelfen darstellen
Antwort 5: Weil Sturmtruppen die coolsten Rüstungen haben
Antwort 6: Weil Star Wars viiiiel bessere Zitate hat als alle vernünftigen Fantasyromane
Antwort 7: Wegen der geilen Soundeffekte

-scnr-

 ~;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Callisto am 18.05.2011 | 11:55
Antwort 1: Weil dann keine Raumschiffe dabei wären.
Antwort 2: Star Wars IST vernünftige Fantasy
Antwort 3: Weil das evil Empire einfach rockt!
Antwort 4: Weil Sith die geileren Dunkelelfen darstellen
Antwort 5: Weil Sturmtruppen die coolsten Rüstungen haben
Antwort 6: Weil Star Wars viiiiel bessere Zitate hat als alle vernünftigen Fantasyromane
Antwort 7: Wegen der geilen Soundeffekte

-scnr-

 ~;D

QFT !
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Tudor the Traveller am 18.05.2011 | 12:09
...

QFT !

+1   ~;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Feuersänger am 18.05.2011 | 12:10
Shadowrun: Nur wenn es unbedingt sein muss. Magische Wesen im Cyberpunk sind ja schon schlimm genug, aber das sie auch noch tolkienesken Klischees folgen, geht einfach gar nicht.

Wiewohl ich die grundsätzliche Abneigung gegen Elfenkrams in Cyberpunk verstehen kann, kann ich den Vorwurf des Tolkienismus nicht nachvollziehen. SR-Elfen sind machtgeile Drecksäcke mit Weltherrschaftsfantasien, und SR-Orks sind nicht die Bohne von Grund auf Böse, sondern halt einfach nur die neuen Neger der Welt, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ich finde, dass SR die Tolkien-Klischees eigentlich sehr schön unterläuft.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Marduk am 18.05.2011 | 12:29
D&D 4: Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es mir ein wenig Spaß macht, aber ich könnte es nicht als Rollenspiel auffassen. Risiko bringt schließlich auch Spaß und ist dennoch kein Rollenspiel.

D&D 4 ist kein Brettspiel. D&D 4 ist kein Brettspiel. D&D 4 ist kein Brettspiel... :bang:

(Sorry, musste ich einfach mal loswerden.)

Gruß

Marduk
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: LöwenHerz am 18.05.2011 | 14:16
OT: danke Boba  :d
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Woodman am 18.05.2011 | 14:32
Wiewohl ich die grundsätzliche Abneigung gegen Elfenkrams in Cyberpunk verstehen kann, kann ich den Vorwurf des Tolkienismus nicht nachvollziehen. SR-Elfen sind machtgeile Drecksäcke mit Weltherrschaftsfantasien, und SR-Orks sind nicht die Bohne von Grund auf Böse, sondern halt einfach nur die neuen Neger der Welt, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ich finde, dass SR die Tolkien-Klischees eigentlich sehr schön unterläuft.
Zusätzlich wird der alte Tolkien gerade von den Orks und Trollen auch ziemlich verachtet für sein Werk, kommt mehrfach in den Romanen vor, es gab iirc sogar rassistische Beleidigungen, die darauf aufbauen.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Stahlfaust am 18.05.2011 | 16:08
@ Marduk: Streich das "k" aus dem Satz und du hast Recht  >;D
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: El God am 18.05.2011 | 16:09
Ach bitte. Doch nicht wieder diese kindische Scheiße. Dass euch das nicht zu blöd ist.  :q
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 18.05.2011 | 16:12
D&D 4 ist kein Brettspiel. D&D 4 ist kein Brettspiel. D&D 4 ist kein Brettspiel...

Er sagte nur: Er könnte es nicht als Rollenspiel ansehen. Daran braucht man nicht herumzukritteln, weil es eine reine Meinungsaussage ist.
Er hat, im Gegensatz zu Dir, keine absolute Wahrheit sondern nur seine Sicht dargelegt.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Oberkampf am 18.05.2011 | 16:23
Er sagte nur: Er könnte es nicht als Rollenspiel ansehen. Daran braucht man nicht herumzukritteln, weil es eine reine Meinungsaussage ist.
Er hat, im Gegensatz zu Dir, keine absolute Wahrheit sondern nur seine Sicht dargelegt.

Es gibt genug Rollen"spiele" auf der Welt und besonders in D., die ich auch nur mit viel Selbstüberwindung als Rollenspiel ansehen kann - und oft genug nichtmal dann, wenn ich mich übel selbstkasteien will. Aber Dolge hat völlig recht, solche Kindereien sind nur unnötige Provokation, wenn man auch einfach sagen könnte: ich mag keine Rollenspiele mit Fokus auf taktischen Gefechten auf der Battlemap, spielbeeinflussenden Skillsystemen und nicht-omnipotenten Magiern.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Stahlfaust am 18.05.2011 | 16:31
Ich mag Rollenspiele mit Fokus auf taktischen Gefechten auf der Battlemap, spielbeeinflussenden Skillsystemen und nicht-omnipotenten Magiern.

Aber um meinen obigen, zugegebenermaßen etwas provokanten, Post zu relativieren: Ich würde D&D4 auch nicht als Brettspiel einordnen. Aber die Brettspiel-Anteile von D&D4 sind gut designt.
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Marduk am 19.05.2011 | 10:55
Ich mag Rollenspiele mit Fokus auf taktischen Gefechten auf der Battlemap, spielbeeinflussenden Skillsystemen und nicht-omnipotenten Magiern.

Aber um meinen obigen, zugegebenermaßen etwas provokanten, Post zu relativieren: Ich würde D&D4 auch nicht als Brettspiel einordnen. Aber die Brettspiel-Anteile von D&D4 sind gut designt.
So kann ich das auch eher stehen lassen. Weil sonst stell ich hier die These auf das GURPS auch nur ein Brettspiel ist (läßt sich nämlich sehr wohl so spielen, wenn man das will. Man muss nur ein paar Sachen weglassen. Also wie bei D&D 4)

Gruß

Marduk
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Lichtbringer am 19.05.2011 | 10:58
D&D 4 ist kein Brettspiel. D&D 4 ist kein Brettspiel. D&D 4 ist kein Brettspiel... :bang:

(Sorry, musste ich einfach mal loswerden.)

Gruß

Marduk

Habe ich das denn behauptet? Nein!


Wiewohl ich die grundsätzliche Abneigung gegen Elfenkrams in Cyberpunk verstehen kann, kann ich den Vorwurf des Tolkienismus nicht nachvollziehen. SR-Elfen sind machtgeile Drecksäcke mit Weltherrschaftsfantasien, und SR-Orks sind nicht die Bohne von Grund auf Böse, sondern halt einfach nur die neuen Neger der Welt, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ich finde, dass SR die Tolkien-Klischees eigentlich sehr schön unterläuft.

Ist doch egal, ob es die Klischees unterläuft. Tatsache ist doch, dass wenn morgen die Menschheit zu magischen Wesen mutiert, es ein abstrus unglaubwürdiger Zufall wäre, wenn es wirklich Elfen, Zwerge, Orks usw. würden.


Antwort 1: Weil dann keine Raumschiffe dabei wären.
Antwort 2: Star Wars IST vernünftige Fantasy
Antwort 3: Weil das evil Empire einfach rockt!
Antwort 4: Weil Sith die geileren Dunkelelfen darstellen
Antwort 5: Weil Sturmtruppen die coolsten Rüstungen haben
Antwort 6: Weil Star Wars viiiiel bessere Zitate hat als alle vernünftigen Fantasyromane
Antwort 7: Wegen der geilen Soundeffekte

Erwiderung 1: Eben. Unglaubwürdige Raumschiffe, die nur für den Effekt existieren, ergeben miese Handlungslinien.
Erwiderung 2: Nein, Star Wars hat weniger interne Konsitenz als Raumpatrouille Orion und ist damit zwar eine tolle Filmreihe, aber keine vernünftige Spielwelt.
Erwiderung 3: Ja und?
Erwiderung 4: Da Dunkelelfen schon unnötig sind, ist ihre Verbesserung ebenso unnötig.
Erwiderung 5: Ja und? Habe ich einen Uniformfetisch?
Erwiderung 6: Werft ihr beim Spiel dann ständig mit Zitaten um euch?
Erwiderung 7: Hä? Dir ist schon klar, dass ich nicht die Filme, sondern das Rollenspielen in der Welt kritisiert habe? Was bringen mir am Spieltisch die tonalen Wunderwerke der beiden Trilogien?
Titel: Re: Keine zehn Pferde bringen mich dazu ... zu spielen.
Beitrag von: Boba Fett am 19.05.2011 | 11:18
Der Smiley in meinem Post sollte klarstellen, wie ernst ich das meinte.

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Und wenn Du SW nicht spielen willst, ist das okay. :)
In sofern: Schwamm drüber und nichts für ungut!