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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau => Thema gestartet von: Tybalt am 20.08.2003 | 23:10
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Tach!
Die Diskussion um Regeln für Persönlichkeit und die heutige Buffy-Folge hat mich auf eine Idee für ein Magiesystem gebracht:
Erstmal: Magie ist eine Kraft des Bösen, so etwas wie weiße Magie gibt es nicht. Magie macht süchtig, wer einmal gezaubert hat, kommt nicht mehr davon los. Jede Anwendung von Magie ist ein Kampf gegen die Magie selbst, wer sie nicht ständig unter Kontrolle hat, setzt zuviel Magie frei, und daß kann katastrophale Auswirkungen haben. Und jede Anwendung von Magie bringt den Magier näher zur "dunklen Seite der Macht", sozusagen. Je stärker der Spruch, je böser und aggressiver wird der Magier. Außerdem erlebt der Magier den Zauber wie einen kurzen, heftigen Rausch, wenn er das nicht unter Kontrolle hat, kann das sein Bewußtsein beeinträchtigen.
Ansätze für Regeln:
- Regeltechnisch braucht man ein freies Magiesystem, sowas in der Richtung von Mage oder Ars Magica, wobei ich ein einfaches System bevorzugen würde (weil ich generell einfache Systeme mag).
- Der "Treibstoff" für Magie, sei es Mana, Magiepunkte oder Erschöpfung, fällt weg. Dafür gibt es eine Skala für Aggressionen oder für böses Potential, daß durch Magie aufgefüllt wird, eventuell könnte es zwei Skalen geben, eine langfristig und eine kurzfristig, oder eine für Aggression und eine für böses Potential. Wenn der Magier die Aggressionsskale hochjagt, steigt die für das böse Potential nicht so schnell.
- Es muß einen Mechanismus für die Suchtwirkung von Magie geben. Stichwort Entzug, und Auswirkungen auf das Zaubern, wenn man auf Entzug ist: Die Magie wird noch schwerer zu kontrolieren.
- Daß Regelsystem muß es erlauben, daß man mehr als nur geschaft/nicht geschafft hat, es müssen mehrere Erfolge möglich sein. Die Erfolge bestimmen, wie gut die Kontrolle über den Spruch war (1. Probe) und wie gut der Magier den negativen Auswirkungen widerstehen kann (2. Probe). Eventuell kann man das zu einer Probe zusammenfassen.
- Emotionen könnten eine regeltechnische Rolle beim Zaubern spielen.
- Wenn der Magier völlig versagt, wird er kurzfirstig böse und sadistisch, er reagiert unkontroliert.
Als Hintergrund wäre "die Welt, wie wir sie kennen" möglich. (Buffy, Witchcraft, sowas halt.) Oder eine post-apokalyptische Welt, in der die spontane und unkontrolierte Rückkehr der Magie die Welt zerstört hat. Es gibt noch Technologie, es ist nicht alles weg, so ein bißchen wie Mad Max (sind nicht alle Endzeit-Szenarios ein bißchen wie Mad Max? :) )
Die Menschheit ist immer noch durch die Magie bedroht, aber nur noch wenige Menschen sind Magier (Dämonen, Zombies und anderes Gesocks kann man noch fröhlich in den Mix werfen. Und Mutanten. Mutanten sind immer gut.) Wer mit der Gabe geboren ist, wird entweder von der Magie korumpiert oder kämpft sein Leben lang dagegen an. Ach ja, Magier sind verhaßt, gefürchtet und werden so gut wie immer auf Sicht erschossen.
Das ganze ist noch in der Brainstorming-Phase, und ich weiß nicht, ob es je weiter kommt, aber mich würden Kommentare dazu sehr interessieren.
Tybalt
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Tja. Welchen Entscheidungsprozess möchtest du denn benutzen?
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Vielleicht solltest du dir mal Sorcerer anschauen. Abgesehen davon, dass dort Magie nur über Dämonen funktioniert (Dämonen haben bestimmte Kräfte, ein Zauberer ,der den Dämon kontrolliert, kann diesen zwingen, sie für seine Zwecke einzusetzen), ist es so ziemlich das, was die vorschwebt.
Die Gefahr für Zauberer ist, dass sie dabei ihre Menschlichkeit verlieren. Menschlichkeit muss aber nicht dieses Vampire-Zeugs sein, sondern kann dem Thema des Spiels angepasst werden: Dreht sich das Spiel um irgendwelche Cyberpunk-Jungs, die besondere Kräfte durch AI-System nutzen - die ja thematisch auch sowas wie 'Dämonen' sind, dann kann der Verlust der Menschlichkeit bedeuten, dass der Charakter zu einem biologischen Roboter wird, der nur noch von den AIs in seinem Kopf gesteuert wird.
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..also,
ich fürchte, ich muß dem Nörgel-Elch irgendwie...naja (drucks)...vielleicht (Füße scharr)...so...zustimmen?.
Der Thread heißt zwar Ideen für ein Magie-System, behandelt aber Tybalds Ideen für ein Magie-System. Daher möchte ich meinen Post dahin gehend redigieren, dass ich ihn zwar stehen lasse (weil vielleicht für den einen oder anderen interessant, oder nicht), aber die Magie Ideen folgendermaßen kommentiere:
"Nett gemacht; schöne Idee; im Rollenspiel ist alles möglich, also mach was Du willst, solange es Spaß macht, wird es richtig sein."
...edit ende...
Hallo Tybald,
ich kann nur bekanntes vorschlagen:
1) Liquid - freie Magie mit lediglich 6 Gruppe: Elemente, Geist, Korrespondenz, Leben, Materie, Zeit; Magie kostet Mana; Wirksamkeit abh. von der Fähigkeit des Magiers
2) in ERP (Elegant Roleplaying: www.gregorhutton.com) erleidet der Magier bei jedem Spruch einen körperlichen Schaden, abh. von der Mächtigkeit des Spruchs (er kann dabei auch schon mal sterben); er kann nur soviel zaubern, wie die Höhe seines Attribut zuläßt. Der Schaden muß dann normal ausheilen.
3) Dan Pond hat in rpg.net eine schöne Variante von Magie vorgestellt (http://www.rpg.net/news+reviews/columns/nifties07mar02.html):
der Spieler würfelt mit zwei Würfeln, einer für Power (Qualität) und der andere für Control (Genauigkeit); nur wenn beides Erfolg hat ist der Spruch wie vorgesehen gelungen. War nur ein Teil erfolgreich, entstehen spannende Effekte, z.B. Overpowering oder so.
critikus
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Wenn jetzt schon wieder alle Altbekanntes auspacken, will ich nicht hinten anstehen...
Sorcerer trifft das Feeling ganz gut. Ist aber von der Mechanik wahrscheinlich nicht ganz das, was Du willst.
The Riddle of Steel könnte von der Mechanik ganz gut sein:
man hat einen Würfelpool, den verteilt man auf den Effekt des Zaubers und auf das begrenzen der negativen Auswirkungen (in dem fall Altern). So kann ein Magier kleine Zauber relativ gefahrlos machen (Willows Licht oder Lokalisierungszauber), bei schwierigen zaubern gehen sie aber ein immer größeres Risiko ein, Backlash zu erleiden. Das mit dem Altern kann man durch Sanity oder wasauchimmer ersetzen.
zu einfachen System: Talislanta ist auch nicht schlecht, 13 Bereiche, etwas einfacher als Ars Magica, etwas differezierter als Liquid.
Nur zu der Suchtmechanik fällt mir im Moment nichts ein... *grübel*
Btw: Ich finde die Idee gut! und wo ist eigentlich Selganor, der weiß doch sonst immer alles zu Unisystem (Buffy-Magie/Magic Box, leider das einzige Buffy Sourcebook, dass ich nicht habe...)
Fredi
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Auf "Gemini" trifft so ziemlich alles zu, denke ich. Bis auf das Agressionsding, aber sonst könnte das echt was für dich sein.
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Verdammich, alle sagen immer Gemini. Des gibts doch schon gar nicht mehr (oder?)... Wo kriege ich das (wer E-Bay sagt, wird erschossen!) oder wer kann mir was darüber erzählen??
verwirrter Fredi
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@Fredi: Nimm das (http://www.fanen.com/page_bP2RIpbQvmXb191kcGmMldT5dYTJ5xTjUish.html?feuid=fb47b2af0c8db2b8f83d2bb23c882df2#6369) ;D
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Und wenn du es nich im Internet kaufen willst, bei mir im Laden gibts es auch. Also wenn du das Porto zahlst...
M