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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Ludovico am 7.07.2011 | 12:24

Titel: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Ludovico am 7.07.2011 | 12:24
Moin Leute!

Ich hab mir mal überlegt, wie wichtig mir einzelne Faktoren einer Rollenspielrunde sind. Dabei fiel mir auf, dass ich unterschiedliche Gewichtungen bei ansetze je nachdem, welche Rolle ich übernehme (Spieler oder SL). Drei Faktoren fielen mir auf:

Sympathie: Wie sympathisch sind mir die Mitspieler? Wie gut harmoniere ich mit dem Rest der Gruppe auf menschlicher Ebene?

Setting: Wie finde ich das Setting, was bespielt wird?

Regeln: Wie finde ich die Regeln?

Dabei kam ich dann zu folgender Gewichtung:

Spieler:
Sympathie: 45%
Setting: 20%
Regeln: 35%

Spielleiter:
Sympathie: 35%
Setting: 25%
Regeln: 40%

Wie würdet ihr für euch gewichten? Welche Faktoren findet ihr noch wichtig?
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Oberkampf am 7.07.2011 | 13:31
Mitspieler: 50% (mindestens, ich spiele am Liebsten mit meinen Freunden)
Setting: 10% (außer in bestimmten Genres kann ich mich mit fast jedem Setting anfreunden)
Regeln: 40% (wobei bei mir aber der Spielstil, d.h. unter anderem wie/ob die Regeln angewendet werden, ebenfalls wichtig ist).


PS (zur Überschrift passend):
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Merlin Emrys am 7.07.2011 | 13:43
Ich vermute, ich denke zu kompliziert, aber... ich finde bei mir irgendwie immer nur voneinander abhängige Werte. Es gibt Mitspieler, denen zuliebe ich sogar Spiele antesten würde, um die ich normalerweise den größtmöglichen Bogen machen würde. Andererseits habe ich schon mit Leuten gespielt, mit denen ich in anderem Kontext lieber nichts zu tun gehabt hätte - da waren eher Regeln und Hintergrund, aber vor allem der Reiz des Unabsehbaren beim Spielerlebnis der Kern der Motivation. Aber irgendwie kriege ich da keine aussagekräftigen Mittelwerte draus zusammen...
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Teylen am 7.07.2011 | 13:57
Puh, finde ich extrem schwierig.

Regeln
Spieler 20%
[Es gibt ein Regelset fuer das ich alles stehen und liegen lassen wuerde, ansonsten denke ich kann man mir mit allen moeglichen Regeln kommen.
Wobei ich schon finde das Regeln, klar sind und angewendet werden sollten]
Spielleiter 60%
[Ich fuehle mich unwohl bei dem Gedanken etwas zu leiten wo ich die Regeln nicht kenne / kann / mag]

Spielstil
Spieler 10%
[Es gibt einen Spielstil den ich mir nicht mehr zu spielen, einen weiteren denn ich mir nicht vorstellen kann. Ansonsten eher offen. Werde etwas krabatzig wenn es nicht passt]
Spielleiter 10%
[Gehe davon aus das er sich selbst einpendelt]

Setting
Spieler: 60%
[Ich glaube es gibt Genre, Settings die mir nur in aussergewoehnlichen Faellen gefallen, betrifft insbesondere Fantasy ohne Urban]
Spielleiter: 30%
[Nach den Regeln noch der zweit groesste Motivator]

Mitspieler
Spieler: 10%
Spielleiter: 10%
Ich finde es schwer etwas zu spielen das mir vom Setting, Regeln oder Spielstil nicht behagt nur weil ich die Leute mag.
Umgekehrt kann es auch ein Motivator sein, aber es haelt sich in Grenzen.



Spieler
Regeln 20%
Spielstil 10%
Setting 60%
Mitspieler 10%

Spielleiter
Regeln 60%
Spielstil 10%
Setting 30%
Mitspieler 10%
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Enkidi Li Halan (N.A.) am 7.07.2011 | 14:15
Bei beidem:

Sympathie: 90%
Setting: 10%
Regeln: 0%

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit den richtigen Leuten alles spielen kann. Egal, mit welchen Regeln, egal in welchem Setting.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Grey am 7.07.2011 | 14:17
Spieler:
Sympathie: 50%
Setting: 40%
Regeln: 10%

Spielleiter:
Sympathie: 50%
Setting: 30%
Regeln: 20%

Eigentlich in beiden Fällen dieselbe Rangfolge, nur mit unterschiedlichen Gewichtungen. Mit Leuten spielen, bei denen die Chemie nicht stimmt, kann ich erfahrungsgemäß gar nicht. Ansonsten bespiele ich ein Setting, das mir gefällt, mit so ziemlich allen Regeln. Nur daß ich als SL (wie schon Teylen) das Gefühl brauche, halbwegs firm in den Regeln zu sein. Aber ich käme nie auf die Idee, ein Rollenspiel um der coolen Regeln willen spielen zu wollen.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Ranor am 7.07.2011 | 14:20
Mir geht es so ähnlich wie Merlin Emrys. In Stiftung Warentest-artigen Prozentwerten könnte ich meine Präferenzen nicht ausdrücken...
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Auribiel am 7.07.2011 | 16:28
Mir fehlt da etwas sehr entscheidendes:

Abgesehen davon, dass mir die Mitspieler sympathisch sein müssen (sehr wichtig), das Setting mich ansprechen sollte (wobei ich da nicht sooo wählerisch bin) und die Regeln gut erfassbar sein sollten (auch eher mäßig), wäre für mich viel entscheidender:

Stimmt meine Vorstellung eines spannenden Spielabends mit dem der anderen Mitspieler überein?
Wenn ich auf Stimmung+Tiefgang wertlege, der Rest der Runde nur auf Monsterschnetzeln - oder das ganze umgekehrt: Ich liebe Dungeonruns, der Rest der Runde will unbedingt Tisch-Larpen - dann wird es mit der Rollenspielrunde wohl eher nichts werden.

Sympathie ist also die erste Grundvoraussetzung für die Gruppenwahl, eine kompatible Spielweise hingegen bestimmt, ob ich in der Spielrunde auch bleibe.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Teylen am 7.07.2011 | 16:30
Nun, man kann doch beliebig Zeugs dazu schieben?
Also ich hab deshalb den Spielstil mit reingepackt..
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: dunklerschatten am 7.07.2011 | 20:47
Bei beidem:

Sympathie: 90%
Setting: 10%
Regeln: 0%

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit den richtigen Leuten alles spielen kann. Egal, mit welchen Regeln, egal in welchem Setting.

+1
Mehr gibt es da imho nicht zu sagen.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Bad Horse am 7.07.2011 | 20:50
Ich würde - bei dieser Aufstellung - sagen, Enkidi trifft den Nagel auf den Kopf.

Allerdings würde ich den Spielstil irgendwie gern mit verwursten. Es gibt Leute, die mag ich total gern, aber spielen muss ich mit denen nicht unbedingt, weil da einfach der Stil nicht passt (sind nicht viele, aber es gibt sie).
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: El God am 7.07.2011 | 20:50
Sympathie: 50 % (einiges lässt sich per Gruppenvertrag regeln, Sympathie/Wertschätzung kann auch erst nach einiger Zeit entstehen)
Setting: 45 % (Settings und ihre Figuren sind für mich Spaßquelle Nr. 1 im Rollenspiel)
Regeln: 5 % (einige Ausschlusskriterien)
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Der Nârr am 8.07.2011 | 08:36
Wie würdet ihr für euch gewichten?
Das würde mich auch interessieren. Ich meine nicht: Welches sind eure Gewichtungen? Sondern: Wie gewichtet ihr euch? Woher soll ich wissen, ob mir zu 30% die Spieler wichtig (und somit zu 70% egal) oder das Regelsystem nur zu 25% wichtig ist? Einfacher fände ich eine Einteilung von sehr unwichtig - unwichtig - egal - wichtig - sehr wichtig.

Darüber hinaus habe ich auch festgestellt, dass ich unterschiedliche Präferenzen in Spielweise und Regelsystem habe, je nachdem, ob ich Spieler oder Spielleiter bin. Als Spieler mag ich auch komplexe, crunchige Systeme wie z.B. D&D3.5. Als Spielleiter mag ich einfache Systeme, über die ich möglichst wenig nachdenken muss, wie das Unisystem. Von daher wäre über die Bewertung hinaus noch eine weitere Achse interessant. Aber wie man das gescheit ausdrücken kann, weiß ich nicht.

Zu Enkidi kann ich noch sagen, dass ich festgestellt habe, dass ich mit den Leuten, mit denen ich spielen möchte, nicht alles spielen kann, sondern für jede Gruppe auch das passende Regelsystem brauche, das zu genau dieser Gruppe passt, um das Spaß-Potential voll ausloten zu können.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Teylen am 8.07.2011 | 08:44
Das würde mich auch interessieren. Ich meine nicht: Welches sind eure Gewichtungen? Sondern: Wie gewichtet ihr euch? Woher soll ich wissen, ob mir zu 30% die Spieler wichtig (und somit zu 70% egal) oder das Regelsystem nur zu 25% wichtig ist?
Imho heißt es nicht das sie zu 70% egal sind, nur das die 70% von anderen Faktoren ausgefüllt werden.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: LöwenHerz am 8.07.2011 | 08:48
Warum sollte ich meine 100 Prozente denn aufteilen?

Sympathie ist mir zu 100% wichtig. Ich spiele nicht mit mir unsympathischen Leuten.
Ebenso sind mir die Regeln, wie auch das Setting zu 100% wichtig. Warum sollte ich mich mit weniger zufrieden geben wollen/sollen? Ich arrangiere mich in meinem Alter nicht mehr.

Ich nehme drei Mal 100%. So! ;)
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: AceOfDice am 8.07.2011 | 08:58
Sympathie: 90%
Setting: 70%
Regeln: 60%

...ups, das sind ja zu viele Prozent. Ich bin offenbar zu anspruchsvoll. :)
Ich finde, das ist schwer in Zahlen zu packen. Für eine Runde, an der mir extrem viel an den Spielern liegt, bin ich bereit Abstriche beim Setting zu machen, und für ein extrem wertvolles Setting würde ich auch ein etwas sperriges System in Kauf nehmen, während im übrigen für mich eher "system matters" gilt. Zur o.a. Reihenfolge stehe ich aber uneingeschränkt.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: AceOfDice am 8.07.2011 | 08:59
Ich nehme drei Mal 100%. So! ;)

*lol* Da hatten wir wohl gleichzeitig denselben Gedanken. :)
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Oberkampf am 8.07.2011 | 09:40
Dass Problem ist halt, dass manchen Leuten (zu denen ich auch gehöre) die Mitspieler zu 100% wichtig sind, ebenso wie gute Regeln und ein fesselndes Setting (oder ein angenehmer Spielstil), aber man hier einschätzen soll, wie man Setting, Regeln und Mitspieler im Verhältnis zueinander gewichtet. Ich habe z.B. Freunde, an denen mir viel liegt und die ich mag und mit denen ich gerne rollenspiele - aber kein DSA, kein Shadowrun, kein V:tM und nur mit Zahnweh Warhammer 40K.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Ludovico am 8.07.2011 | 09:44
Ich denke, man kann es in Prozentwerte packen.
Sympathische Mitspieler sind eine feine Sache, aber auf Cons trifft man auch mal Leute, die einem nicht so sympathisch sind, weil sie stinken, komisch reden,... aber das System ist interessant und das Setting spricht einen an. Also bleibt man am Tisch sitzen.

Bei mir ist es auch so, dass ich mit den sympathischsten Leuten, den geilsten Rollenspielern bestimmte Systeme trotzdem nicht spiele wie DSA 4 oder SR 3.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: LöwenHerz am 8.07.2011 | 11:50
Ich denke, man kann es in Prozentwerte packen.
Sympathische Mitspieler sind eine feine Sache, aber auf Cons trifft man auch mal Leute, die einem nicht so sympathisch sind, weil sie stinken, komisch reden,... aber das System ist interessant und das Setting spricht einen an. Also bleibt man am Tisch sitzen.

Kann man sicherlich.
Für mich persönlich jedoch keine Option.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: LöwenHerz am 8.07.2011 | 11:51
*lol* Da hatten wir wohl gleichzeitig denselben Gedanken. :)

 :d
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Teylen am 8.07.2011 | 11:54
Bei den Mitspielern besteht zwischen "abgoettisch lieben" und "widerlich hassenswert" doch auch noch die Moeglichkeit das man ihnen spieltechnisch nun so halbwegs neutral / +-null gegenueber steht?
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Ludovico am 8.07.2011 | 11:56
Faszinierend:
Man kann eine einfache Frage stellen, ein simples Modell und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Sache unnötig verkompliziert.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Grey am 8.07.2011 | 11:57
Man kann eine einfache Frage stellen, ein simples Modell und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Sache unnötig verkompliziert.
Och, dazu hätte ich auch ein Anekdötchen aus dem Arbeitsalltag... aber das gehört nun wirklich nicht hierhin. ;D
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Oberkampf am 8.07.2011 | 11:58
Faszinierend:
Man kann eine einfache Frage stellen, ein simples Modell und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Sache unnötig verkompliziert.

Willkommen in der schönen Welt des Internet.  ;D
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: LöwenHerz am 8.07.2011 | 12:01
Faszinierend:
Man kann eine einfache Frage stellen, ein simples Modell und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Sache unnötig verkompliziert.

An wen geht diese Abfuhr?
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: killedcat am 8.07.2011 | 12:30
Spieler:
Sympathie: 100%
Setting: 100%
Regeln: 0%

Spielleiter:
Sympathie: 100%
Setting: 100%
Regeln: 100%

Ich spiele nicht mit Menschen, die mir nicht sympathisch sind. Ich spiele nichts, was mir keinen Spaß macht. Ich leite nichts, was mir nicht hunertprozentig liegt.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 8.07.2011 | 17:25
Ich spiele nicht mit Menschen, die mir nicht sympathisch sind. Ich spiele nichts, was mir keinen Spaß macht. Ich leite nichts, was mir nicht hunertprozentig liegt.

Zustimmung. Freizeit verbringe ich mit Menschen, die ich mag, um zu tun, was mir gefällt und was sich zu lohnen lernt. Schwertkampf, Bogenschießen, gute Spiele, Bier verkosten, Whisky verkosten, gut essen. Warum sollte ich ausgerechnet an meinem zeitaufwendigsten Hobby Abstriche machen?
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Esmeroth am 8.07.2011 | 21:54
Ich stimme KilledCat vollkommen zu!  :d
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Bad Horse am 8.07.2011 | 22:02
Ihr würdet mit Leuten, die ihr total super findet, nicht auch ein Setting / System spielen, dass ihr ganz okay findet? Weil das System / Setting eben nur ganz okay und nicht total super ist?
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Oberkampf am 8.07.2011 | 22:25
Ich spiele nicht mit Menschen, die mir nicht sympathisch sind. Ich spiele nichts, was mir keinen Spaß macht. Ich leite nichts, was mir nicht hunertprozentig liegt.

Das mit dem Spaß ist ja glaub ich die OP-Frage: was sind die Spaßquellen bei einem Rollenspieltreffen, und zu wieviel Prozent tragen sie zum "persönlichen Gesamtspaß" bei?

Wenn ich sage, 100% Spaß kommt wegen den Mitspielern, dann bräuchte ich kein RSP zu betreiben, dann könnte man auch Skat spielen, Bowlen, ins Kino gehen, Literatur diskutieren, Koma saufen etc., eben alles, was Freunde so machen. Aber wenn ich merke, dass ich, wenn ich mich mit den gleichen Leuten treffe, an unterschiedlichen Systemen oder unterschiedlichen Settings unterschiedlich viel Freude habe, dann ergibt die Frage Sinn.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Teylen am 8.07.2011 | 22:35
Ihr würdet mit Leuten, die ihr total super findet, nicht auch ein Setting / System spielen, dass ihr ganz okay findet? Weil das System / Setting eben nur ganz okay und nicht total super ist?
Dauerhaft fände ich es tatsächlich schwierig, weil mir dann die richtige Begeisterung für ein System und Setting fehlt.
Das heißt wenn ich ganz okay als 'nicht motivierendes Setting & Regeln' lese.

Wenn jetzt so Leute mit denen ich mich super verstehe, auf einer Convention MERS anbieten.
Nun und dann bieten Leute die ich gar nicht kenne, auf der selben Convention ORE an.
Also ich würde da stark zu der ORE-Gruppe neigen. (Weil ich Tolkienreske-Mittelalter-Fantasy idR. nicht mag)
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: killedcat am 8.07.2011 | 23:15
Das mit dem Spaß ist ja glaub ich die OP-Frage: was sind die Spaßquellen bei einem Rollenspieltreffen, und zu wieviel Prozent tragen sie zum "persönlichen Gesamtspaß" bei?

Wenn ich sage, 100% Spaß kommt wegen den Mitspielern, dann bräuchte ich kein RSP zu betreiben, dann könnte man auch Skat spielen, Bowlen, ins Kino gehen, Literatur diskutieren, Koma saufen etc., eben alles, was Freunde so machen. Aber wenn ich merke, dass ich, wenn ich mich mit den gleichen Leuten treffe, an unterschiedlichen Systemen oder unterschiedlichen Settings unterschiedlich viel Freude habe, dann ergibt die Frage Sinn.
Wenn mir das Setting keinen Spaß macht, dann spiele ich es auch nicht mit den nettesten Kumpels. Dann gehe ich wirklich lieber mit denen ins Kino oder ins Museum. Wenn mir die Leute nicht zusagen, dann spiele ich mit denen auch kein Fading Suns. Bei mir sind das alles keine Prozentwerte sondern "boolsche Werte", also nur "ja oder nein".
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Oberkampf am 8.07.2011 | 23:34
Wenn mir das Setting keinen Spaß macht, dann spiele ich es auch nicht mit den nettesten Kumpels. Dann gehe ich wirklich lieber mit denen ins Kino oder ins Museum. Wenn mir die Leute nicht zusagen, dann spiele ich mit denen auch kein Fading Suns. Bei mir sind das alles keine Prozentwerte sondern "boolsche Werte", also nur "ja oder nein".

Kennst du wirklich nicht das Phänomen, dass du denkst: "Naja, das Setting reißt mich jetzt nicht gerade vom Hocker, aber die Leute sind cool und die Regeln funktionieren gut, also spiele ich mit"?

Oder: "Klasse Setting, sympathische Mitspieler, und über die vermurksten Regeln seh ich mal hinweg?"

Ich weiß bei mir z.B., dass ich mit ziemlich vielen Settings leben kann (aber nicht mit allen, kein Horror, kein Hard Sci-Fi, keine Spielweltsoaps), aber Regeln, die mir nicht gefallen, mir ein Spiel fast so sehr vergraulen wie nervige Mitspieler. Also teile ich meine 100% in 50% (Löwenanteil) Mitspieler, 40% Regeln und 10% Setting oder so.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: D. M_Athair am 9.07.2011 | 08:39
Spieler:
Setting:42%
Sympathie: 32%
Regeln: 26%



Spielleiter:
Regeln: 48%
Setting: 27%
Sympathie: 25%



Begründung folgt, ...
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: LöwenHerz am 9.07.2011 | 08:41
Ihr würdet mit Leuten, die ihr total super findet, nicht auch ein Setting / System spielen, dass ihr ganz okay findet? Weil das System / Setting eben nur ganz okay und nicht total super ist?

Würde nichts an der Tatsache ändern, dass ich mit 100 zu verteilenden Punkten definitiv nicht auskomme. Am Regelsystem würde ich minimale Abstriche machen (90%). Welt und Mitspieler müssen mir aber einfach gefallen (je 100%). Zum Glück sehen meine Jungs das genauso :)
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: killedcat am 9.07.2011 | 13:56
Kennst du wirklich nicht das Phänomen, dass du denkst: "Naja, das Setting reißt mich jetzt nicht gerade vom Hocker, aber die Leute sind cool und die Regeln funktionieren gut, also spiele ich mit"?
Nein. Wenn ich feststelle, dass mir das Setting keinen Spaß macht, warum sollte ich dann weitermachen? Dann rede ich mit den Mitspielern und schlimmstenfalls sage ich "sagt Bescheid, wenn ihr was Anderes unternehmt, dann mache ich wieder mit".

Oder: "Klasse Setting, sympathische Mitspieler, und über die vermurksten Regeln seh ich mal hinweg?"
Regeln sind mir als Spieler ziemlich wurscht (da würde ich vielleicht sogar sowas wie Fate spielen). Als Spielleiter würde ich aber nie mit Regeln leiten, die ich nicht mag.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Pyromancer am 9.07.2011 | 14:06
Spieler:
Sympathie: 98%
Setting: 1%
Regeln: 1%

Spielleiter:
Sympathie: 33%
Setting: 33%
Regeln: 34%

Als Spieler spiele ich fast alles, wenn die Leute passen.
Als SL bin ich da wählerischer.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Greifenklaue am 9.07.2011 | 14:29
Spieler:
Sympathie: 40%
Setting: 20%
Regeln: 30%

Spielleiter:
Sympathie: 35%
Setting: 25%
Regeln: 40%
Ist es eigentlich Absicht, dass Du 10% bei beiden offen lässt?

Also, ich würde sagen, bei mir ist es schon sehr Situationsabhängig, es gibt immer mal Spiele (DCC) oder Settings (Necessary Evil), wo ich fast alles andere in den hintergrund schieben würde, wenn nicht gerade mein Erzfeind am Tisch auftaucht.

Davon an, wäre meine "Normalverteilung":
Sympathie: 45%
Regeln: 40%
Setting: 15%

Das man mit seinen Mitspielern auskommt, hat einen hohen stellenwert, klsr, aber ich muss nicht mit ihnen jedes Wochenende verbringen, ihr Trauzeuge sein oder alle fünf Minuten eine SMS schreiben. Einige Mitspieler seh ich nur zum Rollenspiel (und hab sie auch darüber kennengelernt), dass ist in Ordnung  :D

Regeln sind mir mittlerweile auch sehr wichtig geworden. Wahrscheinlich hatte ich genug SL, die es mit Spielleiterwillkür versucht haben, ich hab gelernt, dass es Spaß macht nach Regeln zu spielen.

Beim Setting kann ich mich hingegen mit vielen Sachen arrangieren.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Navokha am 11.07.2011 | 11:31
Der wichtigste Aspekt ist und bleibt für mich immer die Sympathie. Ich habe exakt einmal einen Spieler in die Runde mit aufgenommen, der mir eigentlich nicht sympathisch genug war und das ist nach 2 Abenden ziemlich den Bach runter gegangen.

Ob ich mit meinen Freunden Sci-Fi, Fantasy, Horror oder sonstwas spiele ist fast egal. Ebenso die Regeln.
Natürlich ist es ein besonderer Bonus, wenn man ein wirklich gutes Setting und echt gute Regeln zur Hand hat, aber der Sympathie gegenüber gestellt sind beide Faktoren für mich recht zweitrangig.
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Voiata am 11.07.2011 | 12:09
Sympathie: 51%
wenn ich die Leute nicht mag, hey, dann kann ich mir das Spielen sparen.
Auf Dauer jedenfalls.

Setting: 10%
es gibt einige Settings, die es wert sind, zu spielen. Aber letztlich kann es auch etwas sein,
was ich nicht zu 100% mag, sondern einfach mal etwas ausprobiere.

Regeln: 39%
wenn mir die Regeln nicht liegen, dann kann ich als SL das Ganze in die Tonne treten.
Ich mag keine Regeln, die mir als SL die Zeit nehmen, um sich mit Statistiken auseinander zu setzen,
an Stelle von Ausarbeitung des jeweiligen Abends. On the Fly NPCs erstellen, ist was ich mag
und mir als Regeln sehr entgegen kommt.



Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Ludovico am 11.07.2011 | 12:14
Ups! Verrechnet!
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Kardinal am 11.07.2011 | 12:40
als SL / als Spieler:

Sympathie: 25% / 25%
System: 50% / 25%
Setting: 25% / 50%
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: Stufferhelix am 11.07.2011 | 12:57
Mir fehlt da etwas sehr entscheidendes:

Abgesehen davon, dass mir die Mitspieler sympathisch sein müssen (sehr wichtig), das Setting mich ansprechen sollte (wobei ich da nicht sooo wählerisch bin) und die Regeln gut erfassbar sein sollten (auch eher mäßig), wäre für mich viel entscheidender:

Stimmt meine Vorstellung eines spannenden Spielabends mit dem der anderen Mitspieler überein?
Wenn ich auf Stimmung+Tiefgang wertlege, der Rest der Runde nur auf Monsterschnetzeln - oder das ganze umgekehrt: Ich liebe Dungeonruns, der Rest der Runde will unbedingt Tisch-Larpen - dann wird es mit der Rollenspielrunde wohl eher nichts werden.

Sympathie ist also die erste Grundvoraussetzung für die Gruppenwahl, eine kompatible Spielweise hingegen bestimmt, ob ich in der Spielrunde auch bleibe.

Zustimmung!


Sympathie: 35%
Was ich auch erlebt habe ist, dass Freunde nur noch zum Spielabend gekommen sind damit man sich nicht aus den Augen verliert. Fürs Rollenspiel war das wenig förderlich und machte folglich immer weniger Spaß. Damit will ich sagen mir ist es wichtig, dass die Leute mit denen ich Spiele dieses Hobby mit ebensoviel Leidenschaft ausüben wie man selbst. Dafür mache ich auch ein paar kleinere Abstriche bei der Sympathie. (Natürlich gibt es immer Phasen, wo einem das RL wenig Luft fürs Hobby lässt).

Setting: 40%
Es gibt bestimmte Settings die ich auf keinen Fall spielen möchte, nette Leute hin oder her.

Regeln: 25%
Egal nach welchen Regeln man spielt, die Mitspieler sollten diese auch kennen... Nicht mehr spielen möchte ich solche Regelungetüme wie DSA4, wobei ich immer noch gerne im Setting unterwegs bin.

Edit: Gewichtung ergänzt...
Titel: Re: Präferenz bei Spielrunden
Beitrag von: sindar am 11.07.2011 | 17:18
SL ist fuer mich einfacher: Alles gleich; sprich: Spieler, Spielstil (das ist _nicht_ zwingend das Gleiche), Setting und Regeln muessen alle gleich gut passen. Wobei ich mir als SL durchaus das Recht herausnehme, den Spielstil weitestgehend zu bestimmen.

Spieler? Da haengt am meisten vom Spielleiter ab, denn meiner Erfahrung nach praegt der den Spielstil. Der wiederum entscheidet, ob ich ueber vermurkste Regeln oder ein mir eigentlich unsympathisches Setting hinwegsehen kann. Bei den anderen Spielern ist dann am ehesten die Frage, ob die einen mir genehmen Spielstil mitspielen (oder im Extremfall mich meinen bevorzugten Spielstil durchziehen lassen, auch wenn er vielleicht von dem der anderen abweicht).
Interessanterweise scheine ich beim Spielstil inzwischen zu Kompromissen bereit zu sein, die ich noch vor zehn Jahren oder so nie eingegangen waere. Merke ich gerade in meiner DSA-Runde, wo ich wohl der einzige Powergamer zu sein scheine. So lange ich die Moeglichkeit bekomme, wenigstens ab und zu zum Gelingen des Abenteuers beizutragen (und dabei die besonderen Faehigkeiten meines Chars zur Geltung zu bringen), stoert mich das Charakterspiel der anderen eher wenig (und gelegentlich beteilige ich mich sogar).

Also, als Spieler in kurz: Spielstil 100%, aber mit Toleranzen; wenn der Spielstil nur maessig passt, dann Regeln und Setting jeweils 30%. Ich sehe mich ausserstande, Spieler und Spielstil auseinanderzudifferenzieren, auch wenn mir klar ist, dass das nicht zwingend das Gleiche sein muss.