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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: ErikErikson am 17.08.2011 | 12:37

Titel: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 17.08.2011 | 12:37
Ich habe folgendes Problem:

Als SL macht es mir Spaß, die Spieler vor moralsiche Dilemmata zu stellen, Stimmungen aufzubauen und langsam zu verändern, die Spieler zu überraschen usw. Ich experimentiere auch gern rum, im Extremfall würde ich bsp. auch mal das Genre langsam ändern oder sowas.

Meine Spieler allerdings haben tendenziell eher die Intention, Monster zu metzeln, sich wie "coole Arschlöcher" zu benehmen und sich wichtig zu fühlen.

Oft kommt da ein Konflikt auf, etwa wenn ich sage, das es in dem und dem Fall eventuell auch mal gut wäre, eine negative Entwicklung beim eigenen Charakter zuzulassen, weil das zu interessanten Konflikten oder Fragen führt. Es ist schon überhaupt mal ein Problem, irgendeine Entwicklung bei den Charakteren zu produzieren. Obwohl ich moralische Fragne aufwerfe, ändern sich die Charaktere meiner Spieler kaum. Sie lassen alles abprallen und werden meist höchstens noch ein bisschen extremer, als sie vorher ohnehin schon waren.

Ich wil jetzt keine Diskussion aufwerfen, inwiefern es Sinn macht, mit der Gruppe weiterzuspielen, da hier die Quantität eine große Rolle spielt, die sich schwer vermitteln lässt.

Eher frage ich nach Möglichkeiten, beide Ziele zu vereinbaren. Meine interessen und die meiner Spieler sind ja nun keine Widersprüche, sondern eher andere Dimensionen. Habt ihr Ideen, wie alle auf ihre Kosten kommen? Oder findet ihr, so ein versuch ist Zeitverschwendung und man sollte sich lieber auf entweder oder einigen?
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: mattenwilly am 17.08.2011 | 12:58
Zeitverschwendung. "Spieler erziehen" ist genau so dumm wie "Spielleiter erziehen". Wenn die Ideen nicht zusammen passen und beide Seiten "ihre Version" wollen gibt das nur Stress
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 13:01
Naja, jede Seite hat aber auch Anrecht auf entsprechende Screentime. Welche Deiner Ziele meinst Du denn verwirklichen zu können, ohne den Spielern in ihre Spielweise zu sehr reinzureden? Ich meine, wenn jeder Spieler ne Stunde cooles Arschloch sein darf, sei Dir doch mal ne Viertelstunde Atmosphäre gegönnt, oder?
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: MadMalik am 17.08.2011 | 13:04
Du kannst sie ja vor eine moralische Entscheidung stellen die aber trotzdem in Metzelei endet. Die Mobs und das Dungeon, bzw die Arena ändern sich halt je nach Entscheidung. Du hast dein Moralspiel, sie haben ihren Killcount.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Village Idiot am 17.08.2011 | 13:09
Tjoa, da müsst ihr halt schauen, ob ihr einen Kompromiss finden könnt. Wenn nicht musst du entweder so spielen, wie es die anderen wollen oder - na, du weißt schon...

Wenn die Gruppe kompromissbereit wäre, könnte man schauen, ob man nicht zu einem Regelwerk greift, daß euch dabei unterstützt. (Wie etwa Don't rest your Heed, wo man halt einen immer höhren Preis dafür zahlt, wenn man ein fieserer motherfucker sein möchte.)
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Scimi am 17.08.2011 | 13:49
Geht es den Spielern denn deinem Gefühl nach eher darum, gut dazustehen oder schätzen sie am "Hack 'n Slay" eher der taktische Aspekt?

Im ersten Fall würde ich vielleicht ein paar "wähle das geringere Übel"-Szenarien versuchen, wenn die Komponente des "wir müssen gewinnen" entfällt, macht man sich eher Gedanken zur Entscheidung, als immer automatisch nach dem größten Kuchenstück zu grabschen.

Wenn die Leute eher taktisch drauf sind, würde ich Konsequenzen von Taten betonen - wenn eine solche Dimension einmal etabliert ist, macht es den Spielern vielleicht Spaß, wenn Probleme komplexer sind und nicht mit einem Kampf abgefrühstückt sind.

In jedem Fall solltest du aber nicht versuchen, nur durch Aktionen im Spiel die Leute zu erziehen. Sag ihnen offen, dass du keinen besonderen Spaß daran hast, den Leuten einfach Gegner nach Gegner aufzustellen. Sag ihnen, was du dir wünschst und überlege mit ihnen, wie man das so einbauen kann, dass das Spiel für alle bereichert wird.
Wenn du dir vorkommst, wie der Depp, der immer wieder Kegel aufstellen muss, damit die anderen bowlen können, tausch vielleicht auch einfach mal die Rollen, lass einen von deinen Spielern leiten und spiel dich einfach mal einen Abend aus - so bekommen beide Seiten nochmal eine andere Alternative.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Dimmel am 17.08.2011 | 14:12
Als SL macht es mir Spaß, die Spieler vor moralsiche Dilemmata zu stellen, Stimmungen aufzubauen und langsam zu verändern, die Spieler zu überraschen usw. Ich experimentiere auch gern rum, im Extremfall würde ich bsp. auch mal das Genre langsam ändern oder sowas.
Kann es evtl. sein, dass du moralische Dilemmata aufbaust, die für die Spieler/Charaktere uninteressant sind? Wenn ja, dann frag deine Spieler nach Flaggen für ihre Charaktere. Oder anders: die moralischen Dilemmata sollten auch möglichst auf die Charaktere zugeschnitten sein.
Mit dem Ändern des Genres wäre ich eher vorsichtig, das iwäre für mich ein Teil des Gruppenvertrags und sollte dann auch nur mit Zustimmung der Gruppe geändert werden.


Meine Spieler allerdings haben tendenziell eher die Intention, Monster zu metzeln, sich wie "coole Arschlöcher" zu benehmen und sich wichtig zu fühlen.
Wenn deine Spieler wirklich nur das wollen, na, dann solltest du ihnen auch das geben. Man kann das wirklich schlecht kombinieren, ich hab erst letztens einen Spieler wegen sowas verloren.


Gruß Dimmel
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: First Orko am 17.08.2011 | 14:20
Wenn deine Spieler wirklich nur das wollen, na, dann solltest du ihnen auch das geben. Man kann das wirklich schlecht kombinieren, ich hab erst letztens einen Spieler wegen sowas verloren.

Aber wenn man selbst keinen Spass daran hat als SL? Rollenspiel Spielleiten ist keine Dienstleistung... es sei denn du wirst als SL bezahlt. Wäre auch ne Möglichkeit, sich neue Motivation zu verschaffen...
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: mattenwilly am 17.08.2011 | 14:29
Aber wenn man selbst keinen Spass daran hat als SL? Rollenspiel Spielleiten ist keine Dienstleistung... es sei denn du wirst als SL bezahlt. Wäre auch ne Möglichkeit, sich neue Motivation zu verschaffen...

Der OP hat die in meinen Augen einzige Lösung ausgeschlossen:

+ Die Gruppe braucht einen anderen SL und IMHO ist "SL wird Spieler" NICHT Teil der Lösung

Es gibt Kombinationen die passen nicht. Dann muss man sich trennen. Hier scheint die Mehrheit ein ordentliches Hack and Slay irgend welchem "Charakterentwicklungs-Seierspielchen" vorzuziehen. Also ist der SL für die Gruppe ungeeignet.

Genau so währe ein H/S Spieler in einer Seiergruppe nicht zu gebrauchen und müsste "raus".
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Boba Fett am 17.08.2011 | 14:45
Kann man das nicht miteinander kombinieren?

Das moralische Dilemma einbauen und trotzdem den Buttkickern ordentlich was zu tun geben?

Nach dem Motto: "Da, zwei Städte von den Chaoshorden belagert. Eine könnt ihr retten (ordentlich Klopperei included), die andere wird untergehen."
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: alexandro am 17.08.2011 | 14:52
Wenn sie sich wie coole Arschlöcher benehmen wollen, dann ist das auch eine moralische Entscheidung.

Spiele einfach deine (größtenteils wohl weniger extreme) Spielwelt und lass sie so auf die Spieler reagieren, wie es passend wäre. Auf diese Weise haben die Spieler ihren Spaß und du kannst die moralischen Dilemmata deiner NSC entwickeln.

Wenn die Spieler echte Hilfe der NSC bei irgendwas wollen (einschüchtern ist immer nur eine minderwertige Alternative), dann müssen sie halt mal von ihrem hohen Ross runterkommen und sich damit auseinandersetzen, wie der NSC sich fühlt und was er will. Wenn sie glauben allein zurechtzukommen, dann müssen sie das nicht.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Teylen am 17.08.2011 | 14:57
Nun klingt fuer mich wieder nach Erziehung. o.O
Ansonsten,
a) Rede entweder anstaendig mit deinen Spieler ueber deine Beduerfnisse und klaere es.
b) Mach einfach bisher weiter wie es war, sofern du etwas Spass daran hast.
c) Wenn a und b nicht hilft, such dir eine neue Gruppe.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 15:00
Ich weiß ja nicht, ob Ihr die immer mal wieder aufkommenden Berichte der Gruppe verfolgt habt, aber mit reinen Reaktionen der Spielwelt auf das Handeln der Charaktere hat er bereits keinen Erfolg gehabt. Entweder sind die Charaktere so unentbehrlich für die Spielwelt, dass sich niemand traut, eine Reaktion auf die Arschlöcher (Chars, nicht Spieler!) zu zeigen oder aber die Charaktere sind eh so mächtig, dass ihnen keiner wirklich was kann.

Meine Idee:
Eine Art Plotstress einführen. Die Charaktere sammeln Punkte auf der dunklen Skala (mit der Chance durch Mitgefühl und Menschlichkeit positive Punkte zu sammeln) und ab einem bestimmten Tief-Punkt kommt das große göttliche Badaboom!

Ich finde ja letztlich:
Wer sich wie Hela-Horas aufführt, der wird auch wie Hela-Horas enden! Es gibt immer einen, der nen längeren hat. Und damit meine ich nicht den Geduldsfaden!

Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Teylen am 17.08.2011 | 15:10
Was bringt das wenn die Spieler rocken wollen und sich eher gegaengelt fuehlen?
Immerhin schreibt EE ja das sie keine (richtig) negativen Konsequenzen haben moegen und maechtigeres zu finden wird wohl schwer.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 15:45
Ganz einfach: dem eSeL bringts eventuell Spass!  >;D

Ansonsten ist er ja nur der Bühnenbereiter für die Großartigkeit der Spielerchars. Wenn er was ändern will, aber nicht aufhören will, hilft eben nur die grobe Keule, die die "awesomeness" zulässt, aber immer wieder stille Momente "erzwingt".

Das hat nichts mit Erziehen zu tun, sondern mit Erzwingen eines entsprechenden Spielthemas.

Ich bin kein Freund von sowas, nicht dass man mich falsch versteht, aber wenns keine Einigung geben kann und keine Trennung, dann sehe ich keine andere Möglichkeit, beide Interessen zu einem Ausgleich zu bringen. Offensichtlich wird in dieser Gruppe die Entscheidung des eSeLs ja nicht angefochten. Wenn er diese Regel einführt, dann ist das eben so.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 17.08.2011 | 15:56
Ich hab ja gar nichts dagegen, wenn die SC die ganze Zeit rocken. Es ist nur schwer, dann überhaupt noch irgendeine Art von Konflikt zu finden. Denn wenn die SC rocken, dann tanzt halt eh jeder nach ihrer Pfeife, bis auf die ganz Bösen. Und wenn sie zu den ganz Bösen gehen, dann wird gemoscht.

Also bin ich in der blöden Sit, das wenn sie bei ihren verbündeten rumhocken, dann erwarten sie, das alle ihnen in Arsch kriechen, Konfliktpotential also gleich null. Die Ausrede "der war halt ein verrräter" hab ich ziemlich überstrapaziert. Ich bekomm es also nicht hin, ihnen einen glaubwürdigen Konflikt in der "heimat" zu bieten.

Wenn sie beim feind sind, dann werden sie sofort zu blutrünstigen bestien, die alles niedermoschen wollen. Also ausser dem Konflikt "brutaler Kampf" ist nicht.

Ich hab versucht, so neutrale Gebiete zu schaffen, wo sich Feind und verbündete begegnen, ohne sich gleich zu zerfleischen. Die werden aber als "böse" eigestuft und es wird wieder gemetztelt.

Ich hab also das Problem, das ich gar keinen Konflikt einbauen kann, ausser Gemetzel.

ich tendiere dazu, die verräter-Schiene weiterzufahren, auch wenn sie noch so ausgelutscht ist, und sonst gemetzel im taktischen Stil zu produzieren. Hin und wieder bau ich dann noch moralische Konflikte ein, weil verbündete querschießen, da müssen sie dann halt durch.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 16:08
Es ginge auch, die Moscher als werdende Wegbereiter einer göttliche oder erzdämonischen Entität zu initiieren. Was ist, wenn jeder Schritt, den sie tun, jeder Schlag den sie führen eigentlich den Blutgott stärkt? All die Wehklagenden, die Verzweifelten, die ihre Todesflüche gegen die "Helden" richten bleiben nicht ungehört. Längst haben die strahlenden Helden von gestern einer dünne Grenze überschritten und während ihr Verstand sich gegen die Erkenntnis wehrt, dient ihr Herz längst einer dunkleren Sache, denn das Blut anderer bringt die Seelen der Streiter zum Singen und das Gefühl der Unbesiegbarkeit wird überwältigend!

Ist zwar auch keine schöne Sache, einem Spieler in seinen Charakter und dessen Gefühle reinzufummeln, aber wenn man das mit transparenten Regeln (wie dem angesprochenen Stressmarker) verknüpft, haben die Spieler ja letztlich alles wieder selbst in der Hand!
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 17.08.2011 | 16:12
Du hast gerade genau das gefunden, was die Spieler nicht wollen.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: El God am 17.08.2011 | 16:15
Meine Güte, dann such dir halt eine Gruppe, die nicht ausschließlich aus Spätpubertären besteht. Wenn du als SL eine Runde in einer bestimmten Art anbietest, sollten die Spieler sich darauf einstellen und nicht herumnölen, nur weil aasiges Verhalten plötzlich auch mal aasige Konsequenzen hat.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Ein am 17.08.2011 | 16:18
Man sollte sich vielleicht erst einmal überlegen, was überhaupt ein moralischer Konflikt ist.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 17.08.2011 | 16:19
Ich weiss nicht recht. Vielleicht. Es ist immer schwer, entsprechende Leute zu finden. Das sind meist die aus der Indie Ecke, so groß ist die nicht. Naja, ich versuchs, wenns nicht klappt, schau ich mal, und wenn ich keine Leute finde, mach ich mal RPG-pause.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 16:29
Du hast gerade genau das gefunden, was die Spieler nicht wollen.

Ja und? Wenn sie nicht möchten, dass der Himmel blau ist, was dann? Sie können eigentlich nichts dagegen tun, wenn sie zu Auserwählten des Kor werden...Oder doch?
Mh, ihr Verhalten anpassen kommt ja nicht in Betracht. Da müsste dann schon der Gott sich gefälligst ein anderes Opfer suchen, der Unverschämte!

Und wie wollen sie verhindern, dass auf jedem Schlachtfeld, das sie anrichten, eine Pforte des Grauens mit Verbindung ins Reich von Belhalhar entsteht?

Solche Geschichten haben durchaus seinen Reiz. Eroberungsfeldzug in die Niederhöllen. Entthronung des Belhalhar. "Lieber in der Hölle herrschen als im Himmel dienen!"
Was tun die Spieler, wenn sie auf dem Schädelthron sitzen? Geben sie die Macht auf oder versuchen sie, den Kampf von hier aus in die anderen Höllen zu tragen?

Verändere die Skala des Konflikts, denn den sterblichen Interessen sind die Charaktere längst entwachsen. Was interessieren sie die Kirchen und die quängeligen Gilden, dasd Leben von Söldnern die der falschen Seite dienen? Sie als einzige haben das große Ziel vor Augen! Und der Weg dorthin ist nunmal mit dem Blut von Unschuldigen gepflastert.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: MadMaex am 17.08.2011 | 16:32
Also bin ich in der blöden Sit, das wenn sie bei ihren verbündeten rumhocken, dann erwarten sie, das alle ihnen in Arsch kriechen, Konfliktpotential also gleich null.
Wie wäre es, Ihnen hier Ihre Machtbasis ein wenig abzugraben?
Konkurrenten müssen ja nicht unbedingt böse sein, sondern können ja einfach eine andere Meinung haben – und vielleicht ist es den Verbündeten daheim langsam ein wenig zu blöde, immer in den Arsch zu kriechen und schauen sich nach Alternativen um?
Bspw. irgendein Adliger/Mächtiger, der seine Leute nicht so von oben herab behandelt? ;D
Oder einer der Verbündeten erreicht gegenüber den anderen eine gewisse Machtposition und fordert diese den SCs gegenüber ein. Das muss er ja nicht intrigant oder aggressiv tun.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: El God am 17.08.2011 | 16:34
Ihr sucht ingame-Lösungen für ein outgame-Problem! Ich prophezeihe: Das wird nix.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 16:37
Natürlich nicht, oh weises Orakel, aber wenn der Erik doch die einzige Wahrheit nicht hören will, kriegt er eben die Antworten, die sein Filter noch durchlässt  ;D
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 17.08.2011 | 16:37
@MadMaex: Das hab ich gemacht, das hassen sie wie die Pest. Wer eine andere Meinung hat, wird als böse klassifiziert und vernichtet, bzw. es wird gemault, warum ich XY jetzt plötzlich so böse spiele, wo der doch ein guter ist.

@Yehodan:
Klingt gar nicht mal so unplausibel. Ich denke, es stimmt, normale Menschen, selbst die mächtigsten, sind keine plausiblen Gegner mehr. Ich werde ienfach mal das Niveau anpassen.

Ausserdem, Dolge, mag sein, dass du recht hast. Dann könnte ich die Gruppe gleich jetzt auflösen. Wäre vielleicht besser, aber ich bin ein geduldiger Mensch und versuche es nochmal anders.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: First Orko am 17.08.2011 | 16:40
Also ist die Gruppe

- resistent gegen Grauzonen
- resistent gegen Konflikte ohne Waffengewalt
- resistent gegen "auch mal was einstecken"?


Gib ihnen doch einfach ALLES. Mein voller Ernst: Wenn man nur alles, was gegen einen ist, kaputthaut und darin auch noch besser ist, als jeder andere - dann beugen sich irgendwann alle. Und zwar wirklich: Alle.
Dann spielt doch halt mal ne Runde "Gewaltherrschaft in Aventurien". Die SCs können mal so richtig die Sau rauslassen und werden dafür auch noch als Götter "verehrt" (natürlich nur, weil die Leute glauben, dadurch ihren willkürlichen Zorn zu entkommen). Es gibt absolut keine Gegenwehr (Zumindest zu Beginn) und gar keine Konflikte mehr. Wenn sie selbst aktiv auf jemanden losgehen, wird zugeguckt - man ist froh, dass jemand anderes an der Reihe ist.
Irgendwann gehts dann los, dass ihnen Menschen "zum Spielen" gebracht werden, zT fähige Kämpfer, die vom Mob herbeigeschafft werden um die Herrschaften zu beschäftigen.
Nächste Stufe sind dann richtige Menschenopfer usw.
Ist vielleicht bißchen zynisch, aber mich würde mal brennend interessieren, wie die Gruppe darauf reagiert. Und als SL mMn auch mal eine Möglichkeit, son bißchen die Sau rauszulassen, einfach mal epische Szenen... Dämonenpaktierer kommen an den Hof und bieten ihre fähigsten Geschöpfe den neuen Herrschern an - unter Aufoperung ihrer eigenen Seelen. Ganz Thorwal legt ihnen die Äxte zu Füßen. Sowas in der Art halt.
Mal ehrlich: Warum nicht? Später, wenn die Herrschaft etabliert wurde gibts dann die ersten Rebellionen evt auch unter direktem Eingriff der Götter... und dann kann man zum richtig Über-Epischen Spiel wechseln. Auch wenns dann mit DSA/Aventurien wohl nicht mehr viel zu tun hat....
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 17.08.2011 | 16:42
Das klingt gut. So werd ichs machen. Zumindest ist es Spass. Erstmal bekommen die NSC die Werte, die sie haben sollten, nud nicht mehr die, welche ich ihnen gegeben habe, damit sie noch halbwegs mithalten können.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: LöwenHerz am 17.08.2011 | 16:46
Wechsel doch einfach die Seiten und werde... Spieler  :d

Erkläre Deiner werten Spielerschaft, dass Dir ihr Stil nicht hundertpto liegt und Du gern wieder vor dem Schirm sitzen magst. Fettich, aus die Maus.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Teylen am 17.08.2011 | 16:48
Vielleicht mag er aber mit den anderen nicht spielen?
Immerhin wuerde es einen gewisses Enthusiasmus fuer Optimierungen vorraussetzen, wenn ich es richtig sehe.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 16:48
Das klingt gut. So werd ichs machen. Zumindest ist es Spass. Erstmal bekommen die NSC die Werte, die sie haben sollten, nud nicht mehr die, welche ich ihnen gegeben habe, damit sie noch halbwegs mithalten können.

Genau: Schwimm mit dem Strom, solange Du magst. Es ist sicher auf der Gegenseite eh keiner mehr so bescheuert, sich den Charakteren entgegenzustellen. Wenn sie jetzt noch Borbarad selbst niedermachen, können sie Aventurien beherrschen. Gut, am Anfang wird irgendwer nicht einverstanden sein, aber der ist ja dann böse und gehört umgeholzt!

Mir fällt da gerade ein schlechter (von mir abgewandelter) Witz sein:

Treffen sich zwei Planeten. Fragt der Eine: "Na wie gehts dir so?" Darauf der Andere: "Gar nicht gut. Ich habe ganz lästige Spielercharaktere!" Sagt der Eine: "Keine Sorge, das geht von selbst vorbei!"

in 100 Jahren biste die (inneraventurisch) los.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: First Orko am 17.08.2011 | 17:09
Da kommt mir grad ne Idee...
WENN sie dann irgendwann Herrscher sind könnte man ja durchaus auf die Idee kommen: "Herrscher über Aventurien - schön und gut. Aber irgendwann bin ich tot und dann? Kann man da nix machen...?"

Unsterblichkeit... das wäre doch mal was. Ich könnte mir vorstellen, dass da jemand ganz Bestimmtes vielleicht ein äußert lukratives Angebot hat. Jemand, der nix davon hält, sich mit Namen vorzustellen... Und der natürlich jedem EINZELNEN der Gruppe dieses Angebot macht: "Überlegt mal. Ihr GANZ ALLEINE, Herrscher auf ewig, wäre das nix? Da ist nur eine Kleinigkeit..."
Und dann vielleicht eine Art... Wettrennen. Wie genau das abläuft müsste man sich dann überlegen aber ich glaub da gibts genug kranke Köpfe hier im Forum, die dir dafür Input liefern können.
Aber das wäre dann die Gelegenheit, die Charaktere schön gegeneinander auszuspielen - wenn sie denn für sowas zu haben sind.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 17:10
aber ich glaub da gibts genug kranke Köpfe hier im Forum, die dir dafür Input liefern können.

Darauf springe ich mal nicht an  ;)
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: First Orko am 17.08.2011 | 17:16
Darauf springe ich mal nicht an  ;)

Ich nehm mich ja selbst nicht aus  8]
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Bad Horse am 17.08.2011 | 18:33
Vielleicht kannst du die NSCs mal an ihnen vorbei planen lassen. Ich meine, wenn die sich so mies verhalten, dann muss man sie ja nicht zu jeder Sitzung einladen, oder?

Alternativ: Bring das Ding endlich zu Ende mit deinen Gezeichneten da. Lass sie Borbel ummoschen, dann sind die happy, und in der nächsten Kampagne dürfen sie dann neue Charaktere spielen, die nicht ganz so mächtig und wichtig sind.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Hanfmann am 17.08.2011 | 18:54
Am besten die Gruppe direkt durch Borbi für ihr Vorgehen loben lassen und Versprechen, dass sie durch seine Beschwörung auch ihren Anteil des Lohnes für das was sie leisten bekommen werden.
"Vielen Dank Gezeichnete. Und nun wegtreten und weiter machen!"  ~;D
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 17.08.2011 | 20:12
Ursprünglich hatte ich ja geplant, die SC erstmal richtig zu Helden zu machen, und dann die Allianz der Guten unter dem Druck von aussen langsam zerfallen zu lassen, bis nur noch ein verzweifelter Versuch Borbel aufhalten kann. Das erste Konzept kam auch gut an, aber das zweite wurde dann nicht akzeptiert.

Ich werde einfach das neue Konzept über den Haufen werfen und wieder das alte Konzept fahren. Aber ruhig langsam, damit kein abrupter Bruch entsteht.

Mal ein paar fragen zur G7, die mir Sorten machen:

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Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: El God am 17.08.2011 | 20:18
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Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Bad Horse am 17.08.2011 | 20:22
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Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 17.08.2011 | 23:56
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Falls jemand Ironie findet, darf er sie behalten!

Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yog Slogoth am 18.08.2011 | 16:14
Zitat
Meine Spieler allerdings haben tendenziell eher die Intention, Monster zu metzeln, sich wie "coole Arschlöcher" zu benehmen und sich wichtig zu fühlen.

Puuhh, Mist, erkannt. Als Spieler verhalte ich mich genau wie von Dir beschrieben. Wenn ich Spielleite, finde ich HacknSlay, aber spätestens nach dem zweiten Abend langweilig.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 19.08.2011 | 14:15
Ich hab mich jetzt dafür entschieden, meine Ansprüche größtenteils zu vergessen und coole Action zu machen. Macht ja auch irgnedwie Spaß.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Harlan am 19.08.2011 | 14:22
Ich hab mich jetzt dafür entschieden, meine Ansprüche größtenteils zu vergessen und coole Action zu machen. Macht ja auch irgnedwie Spaß.

Schönes Fazit!
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Helmron am 19.08.2011 | 15:02
Ich hab mich jetzt dafür entschieden, meine Ansprüche größtenteils zu vergessen und coole Action zu machen. Macht ja auch irgnedwie Spaß.

Gute Lösung :d
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 19.08.2011 | 15:03
Nein, nicht bei DSA. Da muss sich der SL an das halten, was in Quellenbuch XY, 4. Auflage, Erste Revision, 2. Errata, auf Seite 65 im Kasten steht.

Mit ein Grund, warum ich nach dieser Kampagne kein DSA mehr spiele. Meine ganzen DSA Kentnisse sind zwar gut, stammen aber fast restlos aus DSA 3.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: MadMaex am 19.08.2011 | 15:09
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Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Helmron am 19.08.2011 | 15:29
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Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Just_Flo am 20.08.2011 | 19:22
Erik, Erirk, Erik, dass du immer noch die 2-3 unterschiedlichen Fraktionen in einen Topf wirfst bzw. das Grundproblem, das heute hüh, morgen hot (4+ Jahre IG sind die NSCs froh, wenn sie von psychopathischen SO -27 Magiern, Elfen und aus der Gildegeflogenen verarscht, beliedigt und verletzt werden und dann sind sie plötzlich gegenüber jedem adeligen der auch noch geweiht ist wie die letzte Bitch) alle ungläubigen Pajktierer und Namenlosgeweihten Vampire werden zig mal von Tsa und Co gerettet und kriegen nie eine Schramme ab während die Gläubigen nur so wegsterben, ...

Auch bleibt zu klären, wo du ein moralisches Dilemma eingebaut hast? Du hast Streitpunkte zwischen den Geweihten und den Aufgeklärten Magiern provoziert, aber für keine von beiden Seiten war je irgendwas ein Dilemma.

Sorry Erik, aber musste sein. Denk an das was Skyvaheri (von dem ich 99% was er von sich gibt als falsch ansehe) zu dem Thema wie du zu den Problemen in Plot und Gruppe kommst gesagt hat.

Auch geht und ging es nie um auf Seite 324 steht aber sondern um wenn du dass so und so siehst, dann stelle es doch bitte auch so dar!!!!!!!!!!!!!!

Das du und NSC Darstellungen nicht warm werden weist du ja selber, dann mach es halt wie die alten DSA-ABs und füge Wertende Elemente in die Beschreibung ein. Wenn jemand was streng sagt, dann haben die Spieler die Info das das streng gemeint war und das das ausgespielte lächerlich sein des NSCs halt ein Transportirtum war.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 21.08.2011 | 03:27
Erik, Erirk, Erik...

Oi, ihr habt noch ganz andere Probleme. (Steht unauffällig vom Sofa auf, legt die Hühnerkeule zurück auf den Teller und verläßt den Raum. Als die Tür hinter ihm ins Schloß fällt, wird das Gekeife der Stimmen undeutlich.)
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 21.08.2011 | 07:55
Da hat der Hrodi mal recht, wenn ich noch einmal über das Thema diskutiere, krieg ich die Rappel.

Zum Sterben sag ich mal, jeder der deutlich genug zum Ausdruck bringt (so dass ich es mitbekomme), das er partout nicht sterben will, der stirbt auch nicht.  
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Mr. Qual am 21.08.2011 | 10:32
Erik, wenn du ein moralisches Dilemma erzeugen willst, dann solltest du deiner Gruppe ein wirkliches Problem vorsetzen.
Wieso passt du die NSC Werte an, lass sie doch die Bauern sein, die viele von ihnen sind, zeige deinen SCs dochmal ihren Erfolg, ihre Macht und spreche sie jedes mal mit ihren Titeln an, jedes Mal, btw das ist die mindeste Höflichkeit und wird zumindest den Weltfremden sehr schnell die Laune auf Titel nehmen.
Hierraus folgt das erste Problem, wer Macht und Ruhm hat, der muss damit auch umgehen können und aus meiner Sicht hast du keinen Held mehr in der Gruppe der das könnte, ganz oben ist die Luft am dünnsten. Wenn sie in eine Grafschaft kommen, dann fragt sie eben der Graf um Rat, er befolgt den Rat und wird kurze Zeit später von der Praios-Kirche wegen rütteln an Alverans Pforten hingerichtet(am besten Raubmord, darauf steht der Tod durchn Strang). Natürlich ermitteln dann die Praioten jetzt auch mal richtig gegen sie, wegen moralischer Verkommenheit, geh auf die Helden los, es kommt nicht gut, wenn du die Allianz der Guten erstmal in einen Krieg stürzt gegeneinander.
Bei deiner Planung fürs 6te Zeichen, du willst dort einen echten Konflikt erzeugen, dann folge einfach mal der Idee der gläubigen Welt, wenn die dort über Freiheit, Elementaranbetungen, wieso sollte man Demut+Respekt+Unterwürfigkeit für die Götter haben(in entsprechenden Rahmen für ihre Vertreter auf Dere) oder ähnliches sprechen wollen, dann gib ihnen die Antwort: "Ach Garethi ist so eine umständliche Sprache, ich bekomm Kopfschmerzen, können wir das hier beenden?"(Was nichts anderes bedeutet, darüber wird nicht diskutiert) Den Warnschuss wird deine Gruppe überhören, als nächstes schmeiss sie aus der Festung und wenn sie Stress machen, erklären die Trolle den Menschen den Krieg, mit Hilfe Rastullahs und des 6ten Zeichens schlagen sie vernichtend zu, die Trolle sind nicht Teil der Allianz der Guten, sie sind bisher neutral, du musst die Welt nicht den SCs anpassen.

PS: Wenn du allerdings eine Rebellion anzettelst, die genau von dort ausgeht, wo der Oberböse sitzt, die für einige SCs und ehem. SCs äußerst fragwürdige moralische Entscheidungen treffen und Ideen vertreten, würdest du sowas eine graue Zone nennen? Wenn du soetwas erschaffen willst, lass den Krieg in Aranien in Verhandlungen übergehen, schaffe die Zone auf wirklich neutralem Gebiet.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 21.08.2011 | 11:13
Es war ein Fehler, die Sache so kompliziert zu machen. Rollenspiel soll in erster Linie Spaß machen, jeder soll sich nach dem Spiel besser fühlen als vorher. Das klappt oft nicht, wenn die Sache zu schwer ist, oder wenn es um Weltanschauungen und Politik geht. Selbst, wenns fiktive Politik ist. Fun-Rollenspiel muss relativ leicht und unkompliziert sein. Sky hat genau das gemacht, und deshalb hat seine Gruppe 7 Jahre lang gehalten.

Ich wäre ja soweiso dafür, das wir alle mal zwischendurch Fiasko spielen.

Ich denke, vile Spielleiter verfallen irgendwann dme Irglauben, man müsste es jetzt doch auch mal anspruchsvoll oder schwierig machen, sonst ist es ja keine Herrausforderung usw. Aber seinen wir doch mal realistisch: Wem macht es schon Spaß, auf die Schnauze zu fallen. Mir jedenfalls nicht. Das macht am meisten Spaß mit SPielen wie Fiasko, aber nicht mit DSA.

Die Rebellion in Punin, die Streitereien mit dme Kaiser, das war alles purer Blödsinn und ich bin froh, das ich das gemerkt habe. Spilerentscheidungen sollten zwar immer Konsequenzen haben, aber, und da lehne ich mich vielleicht etwas weit aus dem Fenster, im klassischen Spiel niemals negative. Anders sieht das bei oldschool oder Inide aus.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Mr. Qual am 21.08.2011 | 12:19
Naja, zumindest mit der Politik gebe ich dir Recht und genau deswegen habe ich die Gruppe verlassen, ohne macht es einfach mehr Spaß. Selbst dann schließt das Spiel ohne Politik jedoch nicht Probleme mit wichtigen Personen aus. Es ist eben keine Politik Stress mit der einzelnen Geweihten zu haben, auch machst du es dir zu kompliziert und anderen keinen Spaß, wenn du Sachen im Hintergrund ablaufen lässt und die Spieler vor vollendete Tatsachen stellst, gib ihnen Infos die sie benötigen frei herraus oder sage ihnen deutlich, dass ist jetzt das AB.

Wo ich dir aber widerspreche, lass die Spieler auf die Schnauze fallen, aber mal so richtig, wer Mist baut, die Welt herrausfordert, den soll man keinen Schongang geben, wer in seiner Freizeit über Demokratie philosphieren will, der sollte es nicht mit Menschen tun, die darauf keine Lust haben. Auf der anderen Seite sollten ihre Siege, echten Siege oder Aktionen die dir gefallen, ihnen immer zu Vorteil gereichen und das sollten sie merken, ist doch egal ob es IG völlig logisch ist oder nicht.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 21.08.2011 | 13:41
Ganz genau. Ich dachte ursprünglich, es wäre eine gute Idee, die Welt im Sinne einer Politiksimulation laufen zu lassen. Das war eine Scheissidee. Es über das Forum zu machen, war noch dümmer. Naja, Lektion gelernt. Ich als SL bin mit der DSA-Welt als Politiksimulation weit, weit überfordert.  Man bräuchte mindestens konkrete Werte für die einzelnen Gruppierungen, wie etwa in Reign.

Ich bin inzwischen auch der Meinung, das es nicht gut ist, eine Spieleraktion negativ zu sanktionieren. Klar, du als SL denkst vielleicht, das war jetzt blöd. Aber der Spieler hat vielleicht ein anderes Bild im Kopf gehabt als du. Und selbst wenn er das gleiche Bild im Kopf hatte, und nachvollziehen kann ,warum es negative Konsequenzen gab, verlieren ist immer scheisse.

Oder mal ganz ehrlich, hat es dir Spass gemacht, als ihr von dem Baum in der Dämonenbrache verdroschen wurdet? Das hat ja nichtmal mir gefallen, obwohl ich "gewonnen" habe.

Da mach ich es lieber so, wenn ein Spieler eine Entscheidung trifft, dann ändert sich etwas relevantes. Aber es gibt keine rein negativen Konsequenzen. Geht praktisch in Richtung Erzählspiel. ist aber auch nicht ganz richtig. Das Grundprinzip ist einfach, das alle Spaß haben sollen. Dem ist alles andere untergeordnet.

Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Mr. Qual am 21.08.2011 | 14:13
Also ja, es hat mir Spaß gemacht vom Baum in der Bresche verprügelt zu werden, weil es ein cooler Kampf war, obwohl das für alle nen Spoiler ist, die die Kampagne noch nicht kennen xD

Klar geht es in die Richtung alle sollen Spaß haben, aber wie gesagt, wenn jmd. wissentlich oder halb wissentlich scheisse baut, dann will er auch bestraft werden^^

Die Idee, die Politik übers Forum laufen zu lassen, war i.O., denn sie war selbst für den Spieler eher ein notwendiges Übel, der sie nach Plot hätte machen müssen(ich habe mich nicht ums 2te Zeichen gerissen, ich habe es nur in Erwägung gezogen)
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 21.08.2011 | 14:31
Wenn jemand bestraft werden will, kann er das ja sagen und wird dann auch gern hart bestraft. WIe das wieder klingt.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Just_Flo am 22.08.2011 | 12:24
Das wir dort verloren haben hat mir auch gefallen. Ich bin mir sogar sicher, dass das Klokja auch gemocht hat.

Wenn du was anspruchsvolles willst, dann musst du halt auch teflonproof, unsterblich und wenn ich genügeng heule, dann passiert meinem Charakter nichts ausschalten.

Ich und ich denke mal Qual hatten nichts dagegen wenn es für unsere Charaktere Gegenwind gibt oder kompliziert wird. Bei Kolkja vermute ich das ebenfalls.
Bloss braucht man eine klare Linie. Entweder Rule of Cool (und Cool ist worauf der Spieler gerade Lust hat), Rule of Cool (und Cool ist was auch für den ans Bein gepissten NSC cool ist) oder eher einen Spielstiel der eher mit Up, Down, Verlusten, Erfolgen, Emotionen und vielem mehr arbeitet.

Ein Mischen sorgt für Infights und dafür, dass ein Teil der Spielergruppe sich ständig verarscht vorkommt (nicht vom SL sondern dem anderen Teil der Spieler).

Auch ist es einfach notwendig bei Fragen und Problemen mit einem Teil der Spieler das von den anderen Spielern zu trennen.

Sorry, dass ich es so sage, aber die Rosaweltentscheidung hat denjenigen Spielern, die die einzigen Konsequenzen für andere waren und die (nicht immer aber gelegentlich) die anderen eingebremst haben die Mittel und die Lust entzogen da was dran zu machen.

Einerseits möchtest du in eine bestimmte Richtung, andererseits hast du den Spielern die auch dorthin wollten die Mittel entzogen und die anderen sicher von Konsequenzen gemacht. Du hast da einfach zuviel Skyhaveri betrieben.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: ErikErikson am 22.08.2011 | 12:52
Sicher war das Konzeptuelle Hin nud Hergehüpfe ein Fehler. Jetzt gibt es nur noch ein Konzept, wir setzen uns hin und spielen so, dass jeder Spaß hat.

Ich bin der Meinung, das ein einheitliches Welt-Konzept besser von Anfang an abgesprochen wird. Das können wir dann nach der Borbaradkampagne machen. Da können wir uns einmal gemeinsam darauf einigen, wie gestorben wird, wie hoch der Schwierigkeitsgrad bei Kämpfen ist, ob Infight ok ist, wieviel Infos Spieler auf jeden Fall bekommen und den ganzen Rest.
Jetzt ist das im Nachhinein nicht mehr festlegbar.

 


Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Mr. Qual am 22.08.2011 | 14:25
Es hätte völlig gereicht, dass die Welt zu allen Helden gleich ist und sie auch entsprechend ihrer Leistungen/Standes behandelt werden. Weltfremde Helden müssen (eig. dürfen) nicht das gleiche Ansehen oder den gleichen Respekt bekommen wie Adlige oder Geweihte, besonders wenn sich die Weltfremden hinter den Geweihten verstecken dürfen, aber die Geweihten sie nicht belehren dürfen oder diese dann angegriffen werden oder sie sich offen gegen die moralischen Vorstellungen und Prinzipien der Spielwelt stellen.

PS: Vorher hat eig. alles sauber geklappt, erst als die rosa Welt kam, da fing der Stress erst richtig an, denk mal drüber nach Erik, es liegt nicht am Wechsel des Helden wegen Heldentod daran, dass es zu PvP gekommen ist.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.08.2011 | 14:28
Das ist ja wie bei RTL II hier... ;)

Ihr Jungs habt echt irgendwo im Spiel die falsche Abfahrt genommen, jedenfalls jeder ne andere  :-[
Das schreit nach gemeinsamen Auskotzen beim gemütlichen Grillen und dann verbindlichem Gruppenvertrag und wenns auch auf n Reset oder Gruppentrennung hinausläuft.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Mr. Qual am 22.08.2011 | 14:33
Das ist ja wie bei RTL II hier... ;)

Ihr Jungs habt echt irgendwo im Spiel die falsche Abfahrt genommen, jedenfalls jeder ne andere  :-[
Das schreit nach gemeinsamen Auskotzen beim gemütlichen Grillen und dann verbindlichem Gruppenvertrag und wenns auch auf n Reset oder Gruppentrennung hinausläuft.
+1
Gruppentrennung, ich bin schon raus. Ich antworte ich eig. nur auf Eriks Versuch zu verstehen, was wann und wie falsch gelaufen ist, sprich wann der SL + 1/2 Spieler und min. 2 andere Spieler den Gruppenvertrag anders interpretiert haben.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.08.2011 | 14:36
Ist als Außenseiter schwer zu verstehen, aber wenn ich Dich richtig verstehe, dann begann das Problem, als diejenigen Spieler, die sich für eher weltfremde oder exotische Chars entschieden haben, keine Konsequenzen der Spielleitung mehr ausgesetzt sahen. Als es dann den anderen Spielern zu bunt wurde, haben diese versucht, die anderen AUßenseiter zur Räson zu bringen. Letztlich wurden diese Exoten durch Vampirismus/Dunkelelfen/Paktierer-Sonderfähigkeitsscheiße nur noch abgefahrener und eigentlich unspielbar?
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Mr. Qual am 22.08.2011 | 14:52
Nein, sie waren eig. nur Weltfremd(sprich sie hatten keine Ahnung von der Welt außerhalb ihres Elfenweilers, wobei der Elf gruppentauglicher gespielt war oder von ihrer Schule in den Bergen), wenn man mit 2 Dienern, später 3, kurzzeitig 4(von 4,5,6 Spielern) Götterdienehelden, dann war ich weg, in einer Gruppe ist, dann sollten die Helden zumindest die Götter kennen und wenn gewünscht, sie fürchten(was es klar und deutlich war). Man sollte dann also Helden spielen, die nicht sofort mit anderen Helden sich so streiten, dass die Götterdiener die anderen umbringen müssten, nach Hintergrund. Wenn es dann noch so kommt, dass man Vorträge/Belehrungen/Ermahnungen als Diskussion auffasst, dann gibt es irgendwann Frust.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.08.2011 | 15:09
Dann liegt der Fehler bereits, wie so oft, in der Charaktererschaffung. Offenbar sind weder die Spieler der Elfen noch die der Geweihten aufeinander zugegangen und haben sich dahingehend abgesprochen, wie man das Problem des Missionierens lösen kann. Hier stehen jeweils zwei Spieler (nicht Charaktere!) gegenüber die sich gegenseitig an die virtuelle Gurgel gehen, weil "der Charakter das jetzt nun mal so machen müsste".

Solche Konflikte können mal interessant sein, aber die Spieler sollten sich zusammenraufen können, um des gemeinsamen Spiels willen.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Foul Ole Ron am 22.08.2011 | 15:14
Das ist ja wie bei RTL II hier... ;)
...
Sorry für OT, aber ich stelle mir gerade was vor.
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*scnr*  ~;D
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Skele-Surtur am 22.08.2011 | 15:15
Exoten und Devoten - Eine Spielhilfe für DSA-Kampagnen mit ätzenden Helden im phantastischen Aventurien


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Edit:
Sorry für OT, aber ich stelle mir gerade was vor.
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*scnr*  ~;D
Epic Win. Must do. Wer dreht es und wie nennen wir es?
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Just_Flo am 22.08.2011 | 15:21
Hm, das heißt du siehst die Schuld bei den später dazu gekommenen Freigeistern?
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Sphärenwanderer am 22.08.2011 | 15:22
Wohl eher an den fehlenden Absprachen der Gruppenmitglieder. Ich merke es auch öfter mal, dass bei freier Charaktererschaffung ohne Absprachen manchmal einfach nichts Funktionierendes zustande kommt.
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 22.08.2011 | 15:36
Genau so. Sowohl Spieler (alt) als auch Spieler (neu) als auch der eSeL hätten erkennen müssen, was da auf sie zurollt. Spätestens bei der ersten "ätzenden" Diskussion über den Sinn von Gebeten oder der ersten Beleidigung gegenüber Geweihten hätte es ein entsprechendes Abkommen geben müssen, in welchem Rahmen diese Diskussionen gewollt sind und wie sich die neuen in die alte Gruppe einfügen können.

Zum Offtopic:
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Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Teylen am 22.08.2011 | 15:54
Ich bin fuer das einblenden markanter Zeilen unter den Nicks beim posten.
Weil langsam Blicke ich nimmer durch wer, wer ist und wer was getan hat. @.@
Wie gross ist die Gruppe ueberhaupt?
Titel: Re: Pseudointelektuelles Experimentalspiel vs. stumpfes Hack n Slay
Beitrag von: Just_Flo am 22.08.2011 | 15:54
Hm, wenn ihr uns die vorbeischickt dann spiele ich sogar noch solange in der Gruppe mit :)