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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Spencer am 6.09.2011 | 16:42

Titel: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Spencer am 6.09.2011 | 16:42
http://www.prosieben.de/tv/das-model-und-der-freak/video/ganze-folge-freitag/

Juan der Rollenspieler, seines Zeichens Halbspanier ohne Temperament!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Noir am 6.09.2011 | 16:55
*seufz*

"Ok, hier sind meine Tipps für dich, um ein ganz geniales Leben zu führen:


Packe diese Botschaft in ein TV-Format und spule es vor leicht beeinflussbaren Menschen ab. Fertig ist die Meinungsmache.

Findet das eigentlich sonst niemand ekelhaft?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 6.09.2011 | 17:12
Naja. Typisches Reality-TV. Ähnliches Niveau wie Frauentausch, Einsatz in 4 Wänden usw.
Nichts dass ich normalerweise sehen würde. Da die gesamte Seriengattung an sich totaler Schrott und abgekartet ist, sehe ich eigentlich keinen Grund ein einzelnes Format da auch noch besonders zu kritisieren. Auch dann nicht, wenn es da um einen Rollenspieler geht.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Spencer am 6.09.2011 | 17:17
Der Vorher-Nachher Unterschied ist aber schon krass. Man sollte mal Stylisten und Friseusen zu Cons einladen!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Whisper666 am 6.09.2011 | 17:17
Ich finds erstaunlich, dass die das böse Wort mit "R" benutzt haben. Sonst wird in solchen Sendungen aus Rollenspielern doch immer ein "Märchenfan" oder auch ein "Mittelalterfan" gemacht.  ::)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Glgnfz am 6.09.2011 | 17:24
Sehr, sehr schön!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Humpty Dumpty am 6.09.2011 | 17:32
Sehr, sehr schön!
Jau. Ich finde auch, dass Du hinterher besser ausgesehen hast!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 6.09.2011 | 17:40
Ich finde es nicht ekelhaft.
Es ist doch nicht so das ProSieben irgendwelche fremden auf der Strasse ueberfaellt, ihnen ein Modell an die Seite setzt und dann mit einem MakeOver beginnt. Die Leute bewerben sich dafuer, wissen was passiert und kriegen danach Geld oder eben ein kostenloses Styling.

Ausserdem ist es meist noch amuesant anzusehen.
Ohne das es eine wirkliche Katastrophe ist.
Wird immerhin keiner verletzt oder sowas.
Und die Leute machen da absichtlich mit.

Ich mein sowas - GNTM, Die Alm und was Pro7 sonst noch so einfaellt - schaue ich mir durchaus mal Abends an.
Zum amuesement respektive um innerlich mit zu laestern.
Sowas wie der Thread im Vinsalt Forum tut da eher schon eher weh bzw. animiert schon eher zum fremdschaemen.

Ich glaube auch nicht das "Das Model und der Freak" irgendwelche Lebenseinstellungen massgeblich negativ beeinflusst.
Allenfalls wird die "Haessliche Entlein kann zum Schwan transformieren" Geschichte zum x'ten mal aufgewaermt.
Zumal ich auch nicht glaube das man durch ein neues Styling seinen Charakter riskiert o.O
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: El God am 6.09.2011 | 17:44
Es sind solche Posts, die mich manchmal echt an deinem Verstand zweifeln lassen.

Aber hey ... das ist ja auch Geschmackssache.  :gasmaskerly:
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 1of3 am 6.09.2011 | 17:46
Teylen hat nicht ganz unrecht. Bedenkenswert ist, ob das Format gewisse Grundsätze der sozialpädagogischen Arbeit (Parteilichkeit...) verletzt. Wenn also etwa die Moderatorin einen Einspieler hat und sowas sagt wie: "Und da dachte ich mir: Was ist das denn?!", dann ist das meines Erachtens nicht in Ordnung.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 17:49
Es sind solche Posts, die mich manchmal echt an deinem Verstand zweifeln lassen.

Aber hey ... das ist ja auch Geschmackssache.  :gasmaskerly:
Und solche lassen mich an deinem zweifeln  :P

Es ist doch wirklich immer wieder erstaunlich das sich immer noch Leute über solche Formate wirklich aufregen. So schwer kann das doch eigentlich nicht zu verstehen sein.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 6.09.2011 | 17:50
Hier blasen Leute, die keinen Geschmack haben, hinaus, dass Jungs mit langen Haaren, Bärten und Klamotten, die ihnen Spaß machen, peinlich, freakig, hässlich, unattraktiv usw. sind. Das ist das Problem, das Noir ekelhaft findet. Die Meinung, die hier verbreitet wird, ist der Casus Knaxus.

Wieso ist eigentlich das T-Shirt, das der Typ am Ende anhat, schicker als das am Anfang?

Ja, ich finde es auch widerlich. Zumal ich mit Fernsehen so gut wie nie in Berührung komme. Man, welche Scheiße die Leute tagtäglich in sich hineinstopfen! Die einen lesen regalmeterweise schlechte Fantasy-Literatur, die anderen schauen Fernseh-Müll!

Da bin ich doch froh, dass ich mir stattdessen gediegen in meinem Sessel die historisch-kritische G7-Ausgabe mit Kommentarteil zu Gemüte führe.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Humpty Dumpty am 6.09.2011 | 17:56
Da bin ich doch froh, dass ich mir stattdessen gediegen in meinem Sessel die historisch-kritische und von sämtlichem Railroading befreite G7-Ausgabe mit Kommentarteil zu Gemüte führe.
Cool!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Noir am 6.09.2011 | 17:58
korknadel bringts auf den Punkt. Diese Serie ist eben nicht "Das hässliche Entlein" in "neu"...Dort werden Menschen, die eben "anders" sind, als albern, freakig und hässlich dargestellt...dabei ist es mir egal ob man sich dafür bewirbt...oder ob man auf der Straße angesprochen wird (gibt es auch)...In einer solchen Serie, wird ein bestimmter Lebensstil als der "einzig Richtige" (tm) dargestellt und alles andere in den Schmutz getreten...und das finde ich ekelhaft.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: El God am 6.09.2011 | 18:03
Es ist doch wirklich immer wieder erstaunlich das sich immer noch Leute über solche Formate wirklich aufregen. So schwer kann das doch eigentlich nicht zu verstehen sein.

Ich denke einfach, dass niemand von selbst solche Sendungen nachfragen würde. Stattdessen wird die Zielgruppe immer weiter massiv verdummt, bis sie auch einem Scheißhaufen beim Gras ansetzen zuschauen würde, solange die Hetze in den Kommentaren stimmt. Gleichzeitig wird vermittelt, dass es cool ist, sich öffentlich massivst demontieren und durch den Dreck ziehen zu lassen (und wir sprechen hier von echten psychischen Schäden, die manche Leute erleiden, die sich für sowas hergeben), wenn man nur ins Fernsehen gelangt und Aufmerksamkeit bekommt. Meine Kritik geht also über den bloßen Geschmack oder darüber, dass ich zufällig auch "Freak" sein könnte, hinaus.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 6.09.2011 | 18:11
Das hat natürlich auch tatsächlich etwas von einer Freakshow. Da stehen ein Haufen Leute, die sich für normal halten, um einen Käfig rum und machen sich über den Freak lustig. Daran ändert auch nichts, dass das hinterher versöhnlich in ein Happy End verpackt und hübsch psychologisiert wird (das macht es im Prinzip sogar noch schlimmer, denn so wird ganz klar: Wer irgendein schlimmes Trauma mit sich rumschleppt (einen "Knacks" hat, also nciht ganz normal ist), der lässt sich die Haare lang wachsen und spielt Rollenspiele (oder wird halt sonst irgendwie zum Freak)). Und indem man sich mit den Saras und Sandys dieser Welt (zwangsläufig über den eingesprochenen Erzähler) identifiziert, hat das Ganze dann zusätzlich zur Unterhaltung etwas Affirmatives. Juchuh, wir sind normal udn können uns an der Geschichte des Freaks ergötzen!

Eine solche Unterhaltung hätte man in aufgeklärten Kreisen, als es sie noch gab, sehr wahrscheinlich barbarisch genannt.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 18:19
Stattdessen wird die Zielgruppe immer weiter massiv verdummt, bis sie auch einem Scheißhaufen beim Gras ansetzen zuschauen würde, solange die Hetze in den Kommentaren stimmt.
Eine solche Unterhaltung hätte man in aufgeklärten Kreisen, als es sie noch gab, sehr wahrscheinlich barbarisch genannt.
Merkt ihr eigentlich noch was auf euren hohen Rössern oder ist die Luft mittlerweile doch zu dünn geworden?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: First Orko am 6.09.2011 | 18:20
Eine solche Unterhaltung hätte man in aufgeklärten Kreisen, als es sie noch gab, sehr wahrscheinlich barbarisch genannt.

Jepp, und in noch-nicht-so-aufgeklärten Kreisen gab es ein Variante dieser Form der Unterhaltung. Nur waren es damals nicht Leute, deren Einstellung/Hobbys/Lebensweise von der Masse abwichen, sondern die "besondere" körperliche Merkmale aufwiesen. Freaks  (http://www.youtube.com/watch?v=2Zf-ah9ZrWM) eben.
Und - ja sowas ist ekelhaft, wenn auch normal für unsere ach so aufgeklärte Gesellschaft.

Merkt ihr eigentlich noch was auf euren hohen Rössern oder ist die Luft mittlerweile doch zu dünn geworden?

Das ist auch so ein Auswuchs: Kritisches Hinterfragen ist gleichbedeutend mit Arroganz....
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: MadMalik am 6.09.2011 | 18:27
HAHAHA... scheisse was ein Freak.   :D

Ich dachte so Leute gibt's nur an Powermetal-Abenden in meiner Stammkneipe und die bilde ich mir wegen zu hohem Alkkonsum ein, so wie die Einhörner in Boxershorts. Aber die gibt's ja wirklich, so mit Leben usw.. ich kipp weg.   :D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 18:29
Noch als Ergänzung, bevor ich mich gleich im Kino verblöden lasse:

Mir geht es gar nicht so sehr um die Verteidigung des speziellen Formats (das ist nur leidlich unterhaltsam und längst nicht so gut geschrieben wie bspw. das Dschungelcamp), sondern darum, wie die "Besserwissenden" immer wieder in die großen Fettnäpfchen des Themas "Unterschichtenfernsehen" tappen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: El God am 6.09.2011 | 18:30
Das Wort "Unterschicht" hast du in die Diskussion eingeführt. Würdest du Teylen zur Unterschicht zählen, weil sie sowas schaut?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 18:31
Das ist auch so ein Auswuchs: Kritisches Hinterfragen ist gleichbedeutend mit Arroganz....
Die von mir zitierten Passagen haben mit "kritischem Hinterfragen" nichts zu tun - wie so oft in dieser Diskussion.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 6.09.2011 | 18:31
Es ist doch wirklich immer wieder erstaunlich das sich immer noch Leute über solche Formate wirklich aufregen. So schwer kann das doch eigentlich nicht zu verstehen sein.

... zumal sich herumgesprochen haben sollte, dass solcher Scheiß ohnehin gescripted und gecasted ist.

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Agent_Orange am 6.09.2011 | 18:32
Keine Ahnung.

Ein wenig bedauert habe ich den "Don Juan", der er ja am Ende sein sollte, schon - diese Selbstschädigung im Kaufhaus mit den Zettelchen; die Einlassungen diese Blonden Biene sind zum Teil auch keine Volltreffer; und die Ereiferung der Schwester fand ich auch nicht immer OK; seine schwarz-graue-watnSchal-Aufmachung war definitiv kein Volltreffer, wenn überhaupt ein Treffer ...

Verglichen mit anderen Sendungsformaten, in denen Rollenspieler oder GamerZZZ bisweilen _wirklich_* "als Freaks" dargestellt werden, fand ich das Format sogar eher sehr harmlos.

Im Übrigen teile ich nicht die Auffassung, dass es hier um das mediale Mobbing geht, das darauf abzielt, Menschengruppen generell zu diffamieren. Im Vordergrund stand doch, aus dem Jungen einen Kerl zu machen, der auch mal 'ne Normalo-Tuse angraben kann, ohne gleich an den Teflon-Vorstellungen selbiger zu scheitern ... auch wenn dies vermutlich nur der gescriptete Erfolg ist, der hier abgedreht wurde.

Anyway: Diese Episode war harmlos. Danke für den Link.

AO
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 6.09.2011 | 18:33
Merkt ihr eigentlich noch was auf euren hohen Rössern oder ist die Luft mittlerweile doch zu dünn geworden?

Na, jetzt wo Du mir diesen Deinen Wind ins Gesicht bläst, ist sie natürlich nicht mehr so dünn, sondern mit verdichteten Aromaten angereichert. Besten Dank!

Aber jetzt im Ernst: Ich habe keine Ahnung, wie hoch irgendwelche Rösser sind und ob ich sitze, liege oder stehe und worauf. Fakt ist nur, dass ich wegen dieser Fernsehblüten schon vor Jahren aufgehört habe, zur Entspannung durch die Kanäle zu zappen, weil es den gegenteiligen Effekt hat, und ich den Kabelstecker gezogen habe. Von daher: wahrscheinlich bin ich im Sinne Deiner Anklage schuldig, aber: siehe Orkos Post.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 6.09.2011 | 18:35
Kurz OT:
@Teylen:
Hier ein Beitrag (http://www.youtube.com/watch?v=4gPnvU4IwTo) zu Frauentausch (Auch so ne Reality-Soap).
Die Teilnehmer haben sich sicherlich freiwillig gemeldet. Aber das was die da teilweise durchmachen ist nicht freiwillig.
(Entsprechende Inszenierungen gibt es übrigens auch für GNTM, DSDS, usw.)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ein am 6.09.2011 | 18:38
Zitat
Eine solche Unterhaltung hätte man in aufgeklärten Kreisen, als es sie noch gab, sehr wahrscheinlich barbarisch genannt.
Wenn du damit das (Bildungs)Bürgertum meinst, muss ich deiner Aussage mit Verweis auf die Völkerschauen, die bis in die 1940 statt fanden, und vor allem unter Carl Hagenbeck erst mit dem Erreichen des Bürgertums ihren eigentlichen Erfolg hatten, vehement widersprechen. Und auch noch heute reisen, die Nachfahren der Bildungsbürger, vorzugsweise in touristisch wenig erschlossene Länder, um sich an der exotischen Kultur der Fremden (also ihrer Armut) zu ergötzen.

Exotik war und ist immer noch ein Punkt, der das Interesse der Menschen weckt. Ganz unabhängig von ihrem Bildungsgrad.

Im Übrigen finde ich es weit menschverachtender, was für eine Einstellung hier wieder einmal von den Bessermenschen an den Tag gelegt wird, wenn hier über die Einfältigkeit ("leicht beeinflussbaren Menschen") der "immer weiter massiv verdummt(en)" Massen schwadroniert wird.

In diesem Sinne: Kehrt erstmal vor eurer eigenen Tür.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 18:40
Das Wort "Unterschicht" hast du in die Diskussion eingeführt. Würdest du Teylen zur Unterschicht zählen, weil sie sowas schaut?
Argh, das langsame Board hat meinen Beitrag verschluckt.

Also nochmal kurz, ich muss jetzt los: Das ist mir zu albern, Dolge. Der Begriff "Unterschichtsfernsehen" ist damals von Harald Schmidt eingeführt worden. Der hat ihn zwar nach kurzer Zeit nicht mehr benutzt, aber als Genrebezeichnung ist er uns erhalten geblieben. Im Kontext des Threads (und dank der Gänsefüßchen) hätte ich zwar nicht gedacht das ich da missverstanden werde, aber na ja... Im Zukunft verwende ich dann wohl doch den Begriff "Unterhaltungsfernsehen".

So, und jetzt muss ich wirklich los.

Im Übrigen finde ich es weit menschverachtender, was für eine Einstellung hier wieder einmal von den Bessermenschen an den Tag gelegt wird, wenn hier über die Einfältigkeit ("leicht beeinflussbaren Menschen") der "immer weiter massiv verdummt(en)" Massen schwadroniert wird.

In diesem Sinne: Kehrt erstmal vor eurer eigenen Tür.
+1
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 6.09.2011 | 18:47
Ach ja:
Es würde mich übrigens nicht wundern, wenn die beiden "Geschwister" gar keine sind und "Juan" im wirklichen Leben vielleicht doch schon eine Freundin hat (wäre bei den Reality-Soaps auch nicht der erste Fall gewesen).
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Stufferhelix am 6.09.2011 | 18:48
Ich hab die Sendung schon ein paar mal gesehen (ja ich schaue Fernsehmüll) und egal welche Gattung "Freak" (Rollenspieler, Computerspieler, Muttersöhnchen, Metaller, Liebesschnulzenschreiber oder Briefmarkensammler...) die gezeigt hatten. Alle hatten eines gemeinsam: ein geringes Selbstwertgefühl wodurch sie extrem zurückgezogen von sozialen Kontakten (außer Familie) lebten. Darum geht es eigentlich, Sebstbewusstsein aufbauen und am sozialen Leben neben den "freakigen" Hobbies teilnehmen. Und wenn einem eine Mainstreamverpackung dabei hilft - why not, den eigenen Stil kann er immer noch finden.

Viel schlimmer finde ich solche Sachen wie Bauer sucht Frau oder Schwiegertochter gesucht. Über diese Menschen wird richtig übel hergezogen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: El God am 6.09.2011 | 18:50
Eure Kritik von wegen Bessermensch geht imho an mir vorbei. Ich verurteile nicht die Leute, die sowas schauen, sondern die, die es machen. Und ein kleines bisschen auch die, die meinen, man könne den Medien mit Berufung auf die Freiwilligkeit des Konsums jeden Dreck durchgehen lassen, obwohl bei der Erstellung dieser Formate tatsächlich Leute zu Schaden kommen. Soviel Kritik muss erlaubt sein.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Stufferhelix am 6.09.2011 | 18:52
Ach ja:
Es würde mich übrigens nicht wundern, wenn die beiden "Geschwister" gar keine sind und "Juan" im wirklichen Leben vielleicht doch schon eine Freundin hat (wäre bei den Reality-Soaps auch nicht der erste Fall gewesen).

Ich denk mir auch oft, das sind doch Laiendarsteller, das gibts doch gar nicht  ;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 6.09.2011 | 19:00
@Stufferhelix:
Beispiel: Mieten, kaufen, wohnen (http://www.youtube.com/watch?v=b8CpdGiFq3A)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Agent_Orange am 6.09.2011 | 19:01
... und egal welche Gattung "Freak" ... die gezeigt hatten. Alle hatten eines gemeinsam: ein geringes Selbstwertgefühl wodurch sie extrem zurückgezogen von sozialen Kontakten (außer Familie) lebten. Darum geht es eigentlich, Sebstbewusstsein aufbauen und am sozialen Leben neben den "freakigen" Hobbies teilnehmen.

Bei diesen Zeilen musste ich unweigerlich an Mark the Red denken.
Und dann eröffnete sich die Folgefrage: Ist Mark the Red die Ausnahme oder die Regel unter "Freaks", wie wir sie sind ... ?

(Wer nicht weiß, wer Mark the Red ist, der besucht Youtube und sucht dort nach "The Gamers (http://"http://youtu.be/fiTEHqAeanw")")

AO
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 6.09.2011 | 19:06
Im Vordergrund stand doch, aus dem Jungen einen Kerl zu machen, der auch mal 'ne Normalo-Tuse angraben kann, ohne gleich an den Teflon-Vorstellungen selbiger zu scheitern


Und das gilt als anstrebsam? Ich denke nicht...

Müste man dann nicht lieber die "Normalo-Tuse" sich vorknöpfen, damit sie mal auf was anderes als Äußerlichkeiten schaut?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Stufferhelix am 6.09.2011 | 19:10
Ich hab "The Gamers" gesehen - einfach Kult  ;D.

Ich schaue solche Sendungen durchaus kritisch und kann meist zwischen Stimmungsmache und eigentlicher Kernaussage unterscheiden. Und das mit den Freakgattungen bitte nicht allzu ernst nehmen  :Ironie:.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Agent_Orange am 6.09.2011 | 19:15

Und das gilt als anstrebsam? Ich denke nicht...

Müste man dann nicht lieber die "Normalo-Tuse" sich vorknöpfen, damit sie mal auf was anderes als Äußerlichkeiten schaut?

Zu der Anstrebsamkeit habe ich keine Aussage gefällt oder eine Bewertung vorgenommen.

Was die Zielsetzung der Sendungen betrifft, das liegt vermutlich bei der jeweiligen Produktionsfirma und/oder dem Sender. Darüber kann man vortrefflich streiten - vor allem, wenn diese Organisationseinheiten vorgeben, was "das erstrebenswerte Ziel" sein soll.

Ob ich das für strebsam halte, dass man sich dem vermeintlichen Normalo-Niveau anpassen muss, um mal landen und rutschen zu können ... Na, ich hoffe für mich, dass das nicht meine Vorstellung ist ... Jedenfalls war ich mir bisher stets treu. Und selbst?
Und auch, wenn sich jemand so weit tragen lässt, dass er sich für "Normalos" verändert, ist das meines Erachtens nicht minder verwerflich, als sich strikt an seine eigenen Vorstellungen zu klammern und sich so bewusst in allen Lebenslagen gegen den "Normalo" abzugrenzen.

So, there is no point 'bout arguing this, is there?

Und überhaupt: Was ist schon "normal"?  ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Noir am 6.09.2011 | 19:17
Eure Kritik von wegen Bessermensch geht imho an mir vorbei. Ich verurteile nicht die Leute, die sowas schauen, sondern die, die es machen. Und ein kleines bisschen auch die, die meinen, man könne den Medien mit Berufung auf die Freiwilligkeit des Konsums jeden Dreck durchgehen lassen, obwohl bei der Erstellung dieser Formate tatsächlich Leute zu Schaden kommen. Soviel Kritik muss erlaubt sein.

+1
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: MadMalik am 6.09.2011 | 19:23

Und das gilt als anstrebsam? Ich denke nicht...

Müste man dann nicht lieber die "Normalo-Tuse" sich vorknöpfen, damit sie mal auf was anderes als Äußerlichkeiten schaut?

Warum?
Ich schau doch auch auf das Äussere wenn ich potentielle Partner abend ausspähe. Ich geh nicht rum und denk mir, wow, die ist hässlich aber die sprech ich jetz trotzdem mal an um zu schauen ob sie vieleicht ne nette Persönlichkeit hat die man flachlegen könnte...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Jed Clayton am 6.09.2011 | 19:30
Ich sehe das grundsätzlich so wie Noir (siehe oben).

Der Grundtenor, der durch solche Sendungen im Allgemeinen und Das Model und der Freak (übrigens ist Sandra Mölling auch kein richtiges Model für mich...) im Besonderen herüberkommt, ist doch der:

- Außenseiter sind doof.
- Passt euch an, assimiliert euch, seid so wie die anderen...
- Gehorcht dem Diktat des Konsums! Einkaufszentrum, Shopping-Touren, Boutiquen und "chice" Locations und Styles sind besser als Individualismus.

Mal ehrlich, ich fand, dass der Juan in dieser Folge in seiner Jeans und den Schuhen für angeblich 1,50 Euro (toll, so etwas sollte ich auch mal finden!) gar nicht schlecht aussah.

Pfeif' doch auf diese Sendung...

Heute Abend gibt es auf demselben Sender immerhin wieder zwei neue Folgen von The Big Bang Theory und das rettet in meinen Augen Pro 7 gerade noch mal den A****!

PS: Ich sah zeitweise in den 90ern und den Nuller-Jahren bestimmt schon mal viel schlimmer als "Juan" aus.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 6.09.2011 | 19:40
Nachdem ein laengerer Beitrag erneut gefressen wurde einmal kurz:

Die Leute machen da freiwillig mit, ohne Zwang, und nach 8 Jahren DSDS und 16+ Jahren Talkshows wissen sie was passiert.
Die Kandidaten bei Bauer sucht Frau werden relativ umfangreich betreut und auf das geschehen vorbereitet.
Es ist daher keine Freak-Show.
Die Leute werden nicht rein gezwungen, genoetigt, mit bemerkenswerten Verdienstmoeglichkeiten gelockt und die Titel sind meist recht sprechend, wenn man schon - wieso auch immer - vermeidet sich anzusehen wofuer man sich bewirbt. Es gibt weniger oeffentliche Wege wenn man tatsaechlich ein konformeres Styling benoetigt.

Die Moderatoren sind eher Kommentatoren, die nur dazu da sind ironische, satirische, witzige und zynische Kommentare zu dem geschehen abzugeben. Wie Waldorf und Statler, nur weniger ernst gemeint. Beim Kabarett - das ich ebenfalls sehr gerne schaue - meint man es ggf. ernst, bei einer durch inszenierten Reality Sendung nicht. Die meisten Kommentatoren nehmen fuer sich nicht in Anspruch das auch nur die Haelfte ihrer Frotzeleien ankommt. Die meisten nehmen sich auch selbst nicht sehr ernst.

Es ist bekannt das das Styling von "Das Model und Der Freak" in Richtung Pattinson, Biber oder Depp tendiert, anstelle von, just als Beispiel, irgendwelcher Rocker.

Müste man dann nicht lieber die "Normalo-Tuse" sich vorknöpfen, damit sie mal auf was anderes als Äußerlichkeiten schaut?
Genau, diese sch* oberflaechlichen Normalo-Tussen mit ihren Aeusserlichkeiten.
Den sieht man ja schon an wie bloed sie sind ! :bang: :bang: :bang:
Auf-, aeh vorknoepfen sollte man sich das Pack!  :bang: :bang: :bang:


Ich weiss nicht ob es witzig oder zum heulen ist wenn man liest das diese geschmackslosen(!) Leute gefaelligst niemanden den Geschmack zu diktieren haben. [Weil die Definitionshoheit hat man selber] Ich mein, tut das nicht irgendwo weh?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Deep One am 6.09.2011 | 19:55
http://www.prosieben.de/tv/das-model-und-der-freak/video/ganze-folge-freitag/

Juan der Rollenspieler, seines Zeichens Halbspanier ohne Temperament!

Ja gut, für sonne "Häßliches Entlein"-Kiste fand ich die Folge jetzt nicht schlecht. Das Styling ist ok, die Flirttips waren grottig ... mit 'ner Kamera im Nacken und 'nem Model im Schlepptau war klar, dass da was geht ... aber ich denke, Juan wäre eher damit geholfen gewesen, ihm tatsächlich einen vernünftigen Flirtcoach zu engagieren oder ihm die Adressen von entsprechenden Foren für Persönlichkeitsentwicklung zu geben.

Schade natürlich, dass diese "Hihihi, ein LARP-Nerd"-Sprüche sein mußten, ich mein', grad LARPer haben doch echt was zu erzählen von ihrem Hobby. :)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Glgnfz am 6.09.2011 | 20:00
Schade natürlich, dass diese "Hihihi, ein LARP-Nerd"-Sprüche sein mußten, ich mein', grad LARPer haben doch echt was zu erzählen von ihrem Hobby. :)

Aber verteufelt wenig was Otto-Normal-Sandy interessiert.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 6.09.2011 | 20:04
Seit sieben Jahren keinen Fernseher. Oh Gott, tut das gut.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Sperber am 6.09.2011 | 20:18
Seit sieben Jahren keinen Fernseher. Oh Gott, tut das gut.
beinahe +1

Ich habe einen, aber der hungert nach Strom.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: psycho-dad am 6.09.2011 | 20:28
Ich wollt eigentlich was schreiben, aber eigentlich ist das Thema doch die Aufregung nicht wert. Es gibt keine schlechte Publicity. Jetzt wird hier über die Serie Debatiert, einige werden sich das ganze dann mal anschauen (und sei's nur, um selbst zu überprüfen, das da wirklich nur Schrott verzapft wird.) und Pro7 freut sich über einschaltquote. Ignorieren und fertig. So trägt man am ehesten dazu bei, das solcher krempel abgesetzt wird.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Noir am 6.09.2011 | 20:29
Ich habe auch seit nunmehr 5 Jahren keinen Fernseher mehr. Aber trotzdem ärgert mich so eine Sendung. Ich finds einfach furchtbar.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Belchion am 6.09.2011 | 20:37
Müste man dann nicht lieber die "Normalo-Tuse" sich vorknöpfen, damit sie mal auf was anderes als Äußerlichkeiten schaut?
Warum? Damit sie statt der ihr angenehmen Kleidung die Nonkonformistenuniform anzieht? (Die welcher Individualitätsbrigade auch immer?) Denn, seien wir mal ehrlich, Subkulturen grenzen sich in aller Regel durch eigenen Kleidungsstil ab, wo es eben nicht um Individualität geht, sondern darum, die Gruppenzugehörigkeit auszudrücken.

Die "Normalo-Tussen" achten keinesweg stärker auf Äußerlichkeiten als Leute innerhalb einer Subkultur es tun.

Aber ich denke, Juan wäre eher damit geholfen gewesen, ihm tatsächlich einen vernünftigen Flirtcoach zu engagieren oder ihm die Adressen von entsprechenden Foren für Persönlichkeitsentwicklung zu geben.
Und das ist das große Problem an diesen Sendungen. Sie leben im Grunde davon, dass sie verzweifelte Leute mit geringem Selbstbewußtsein erwischen, die bereit sind, sich öffentlich zu demütigen, um "wieder mitspielen zu können". Das sind professionell gestaltete "Bandenaufnahmeprüfungen" und "Mutproben". Anders, als die Sendung es vorgaukelt, geht es ja nicht vordergründig darum, demjenigen zu helfen (das wäre nur eine angenehme Nebenwirkung). Wenn es darum ginge, ihm zu helfen, dann wären ein Soziales Kompetenztraining und begleitete soziale Aktivitäten erforderlich - und keine Ausstrahlung im bundesweiten Fernsehen.

Das ist (wie Dolge bereits sagte) das Problem dieser Sendungen, diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirkung. Die Anpassung ist nicht das Problem, denn die erfolgt (wie Teylen richtig bemerkte) freiwillig.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tharsinion am 6.09.2011 | 20:41
Ich verstehe nicht warum hier, in einem Rollenspielforum, sich alle so angegriffen fühlen... Die Folge stellt doch gar nicht in den Vordergrund, dass Juan ein Rollenspieler ist?!

Sind hier einige Leute vllt gerade deswegen defensiv weil sie charakterliche/optische Ähnlichkeiten zu Juan aufweisen? ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.09.2011 | 20:51
Das musste ja irgendwann passieren. Nun, ich war dieses WE auf einem LARP Con. Lauter wirklich schöne Frauen und ein paar echt gut durchtrainierte Jungs, die erst nach drei Tagen Zeltcon etwas ungepflegt aussahen. Insofern sehe ich in solchen Fernsehformaten einfach kein Aufregungspotential mehr: Sie spiegeln sich in meiner Realität nicht wieder.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Bad Horse am 6.09.2011 | 21:02
Müste man dann nicht lieber die "Normalo-Tuse" sich vorknöpfen, damit sie mal auf was anderes als Äußerlichkeiten schaut?

Beim amerikanischen Format "Beauty and the Geek" ging es (zumindest in der ersten Season) auch darum, dass beide - die oberflächliche Schönheit und der sozial inkompetente Geek - irgendwo voneinander lernen. Das hat streckenweise auch ganz gut geklappt; die Jungs haben beim Anblick einer schönen Frau nicht mehr gleich Nasenbluten gekriegt und die Mädels haben festgestellt, dass auch ulkig aussehende Jungs nette Typen sein können.

Da wurde der Stereotyp, um den es sich drehte, aber in der Sendung hin und wieder aufgebrochen. Das fand ich ganz gut.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Stufferhelix am 6.09.2011 | 21:02
Nun der arme Kerl streifte verkleidet und ganz alleine durch die Wälder noch dazu machte er Tischrollenspiel zu 2, also er und seine Schwester die null Plan von Rollenspiel hat die simpelsten Regeln nicht kapiert... sehr bedauernswerter Mensch  :Ironie:. Hätten die jetzt ein Larp mit heissen Amazonen und Rittern mit gestählten Körper gezeigt wäre das ja am Sendungsziel vorbei   8].
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Niniane am 6.09.2011 | 21:04
Ich sehe diese Sendungen zwiespältig: Zum einen sind sie, wie hier schon gesagt wurde, leichte Unterhaltung, und ich finde die sogenannten "Models" eigentlich noch viel lustiger als die Freaks, die präsentiert werden. Ich denke auch, dass die meisten wissen, dass es solche Leute vielleicht gibt, aber dass diese Sendung in keinster Weise eine Realität widerspiegelt. Mehr Sorgen mache ich mir dann eher um die Leute, die das für bare Münze nehmen, das sind dann auch oft die, die von den "bösen Ballerspielen" sprechen oder was weiß ich, was für Klischees gerade von den Medien plattgewalzt werden. Vielleicht sollte man einfach ein "Achtung, Satire" einblenden in Zukunft..  ::)

Und noch was zum Nachlesen: http://www.welt.de/fernsehen/article1342952/Ein_Casting_Opfer_von_Pro_Sieben_packt_aus.html

Achja: Und was ist schon "Normal"? ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.09.2011 | 21:08
Na, ich bin völlig normal und ihr seid alle total abartig.  ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Glgnfz am 6.09.2011 | 21:10
Ihr werdet es nicht glauben, aber ich bin wirklich fast normal.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Stufferhelix am 6.09.2011 | 21:14
Jaja ich geh auch nur in meinem Mainstreamkostüm auf die Straße  ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Vargy72 am 6.09.2011 | 21:25
Ich bin grundsätzlich als "Normalo" verkleidet. Man soll nicht erkennen das ich Rollenspieler bin. ;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 6.09.2011 | 21:25
Es ist bekannt das das Styling von "Das Model und Der Freak" in Richtung Pattinson, Biber oder Depp tendiert, anstelle von, just als Beispiel, irgendwelcher Rocker.
Genau, diese sch* oberflaechlichen Normalo-Tussen mit ihren Aeusserlichkeiten.
Den sieht man ja schon an wie bloed sie sind ! :bang: :bang: :bang:
Auf-, aeh vorknoepfen sollte man sich das Pack!  :bang: :bang: :bang:

Ah ja, genau, die Rocker, die Du ja nicht leiden kannst und die eh nie Frauen abbekommen. Würde es denn bei einem christlichen Rocker vielleicht besser aussehen?

Ich ziehe die Aussage zurück, euer Ehren!

Aber, nur so als Hinweis: Nicht ich habe die Normalo-Tuse ins SPiel gebracht, sondern ein Vertreter der Gegenseite, in dem Sinne, das man nach der Sendung auch als Ex-Freak es wagen könne, Normalo-Tusen anzuquatschen...

Ich weiss nicht ob es witzig oder zum heulen ist wenn man liest das diese geschmackslosen(!) Leute gefaelligst niemanden den Geschmack zu diktieren haben. [Weil die Definitionshoheit hat man selber] Ich mein, tut das nicht irgendwo weh?

Zeig mir doch mal genau, wo ich das verlangt habe? Ich habe lediglich angemerkt, das, wenn überhaupt, nicht die Freaks ein Problem haben, sondern all die oberflächlichen Menschen, die Aussehen über Charakter, Können und Wissen stellen. ABer die können meinethalben ruhig in ihrer Kasperplastikwelt weiter leben...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Terrorbeagle am 6.09.2011 | 21:51
Freut euch doch.  Bad publicity ist immer noch besser als gar keine Publicity, und wenn Pro7 so freundlich ist, kostenlos ein paar Informationshäppchen zu verteilen ist das doch ne nette Sache. Sich heutzutage übers Fernsehen aufzuregen ist eh ein bisschen so, wie sich einen verwesenden Kadaver auf den Küchentisch zu setzen und sich dann über den Gestank zu wundern.
Die wirklich spannende Frage ist doch: Wenn die (ja, die nebulösen DIE! Sie haben mal wieder zugeschlagen) so was casten wollen, weil Rollenspiel als spleenig und ungewöhnlich und daher irgendwie interessant wirken, ob sich nicht ein paar charismatische Rollenspieler (bevorzugt mit leichtem Märtyrerkomplex) um die Frohe Botschaft (oder so) bei Big Brother oder Frauentausch oder wie auch immer das aktuell passende Format auch heißen mag, und dann mit Inbrunst und Verve die Frohe Botschaft zu verbreiten?
Don't hate the media, become the media.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Belchion am 6.09.2011 | 21:53
Ah ja, genau, die Rocker, die Du ja nicht leiden kannst und die eh nie Frauen abbekommen. Würde es denn bei einem christlichen Rocker vielleicht besser aussehen?
Ui, da achtet ja jemand wirklich nur auf Können, Persönlichkeit und Wissen und steckt gar niemanden das Etikett "christlich" an, um sie allein auf dieser Basis zu verurteilen…
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Taschenschieber am 6.09.2011 | 21:54
Die Schwester hat das gleiche Klemmbrett wie ich. Und ich habe das auch schon mal als SL-Schirm benutzt.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 6.09.2011 | 22:11
Ui, da achtet ja jemand wirklich nur auf Können, Persönlichkeit und Wissen und steckt gar niemanden das Etikett "christlich" an, um sie allein auf dieser Basis zu verurteilen…


Ach ja, zeig mir mal einen Fall, wo ich jemanden "verurteilt" habe aufgrund der Tatsache, das diejenige Person Christ ist...

Ich verurteile Aktionen, die von sogenannten Christen aufgrund ihres Glaubens ausgeführt werden und das beileibe nicht bei jeder AKtion. Christen an sich sind in meinen Augen weder bessere noch schlechtere Menschen als Un- oder Andersgläubige.

Wie gesagt, ICH mache da keinen Unterschied, ich frage mich nur, ob Teylen da einen macht. ABer für sie ist es ja anscheinend vollkommen in Ordnung, nach Äußerlichkeiten zu urteilen, wie man früheren Postings von ihrer Person über z.B. Rocker/Metaller entnehmen kann. Wie das allerdings mit dem von ihr gelebten Glauben korrespondiert, verstehe ich auch noch nicht so ganz...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 6.09.2011 | 22:24
Beim amerikanischen Format "Beauty and the Geek" ging es (zumindest in der ersten Season) auch darum, dass beide - die oberflächliche Schönheit und der sozial inkompetente Geek - irgendwo voneinander lernen.
Als kleine Anmerkung, das ist auch bei der deutschen Vorgänger Fassung von "Das Model und der Freak" so gewesen. Das heißt man hat das original Format 1:1 kopiert.
Das aktuell ist doch mit "... falling in Love" lediglich eine Variante die sich einseitig konzentriert, und imho schon auf den Ex-Enten-Effekt.

Ah ja, genau, die Rocker, die Du ja nicht leiden kannst und die eh nie Frauen abbekommen. Würde es denn bei einem christlichen Rocker vielleicht besser aussehen?
Ach Kleiner. Ich habe nichts gegen Rocker.
Mein letzter Freund sah vermutlich wirklich seeehr viel Rocker mäßiger als du aus. Also wenn das du auf deinem Avatar bist. Und nein, er ist kein christlicher Rocker gewesen. Noch besonders christlich.

Ich behaupte nur das jeder mit einem bisschen Verstand weiß, das wenn er sich für die Sendung bewirbt, sein Styling danach sehr viel Ähnlichkeit mit Robby Williams, Johnny Depp oder Justin Biber haben wird.
Anstelle mit Mick Jagger, Mana [von Moi dix Mois], Marylin Manson, Paul Fenech, Till Lindemann, Bob Marley oder Campino. Obwohl das alles Männer sind die für sich genommen hübsch aussehen und Leute haben die deren Styling lieben.
[Und wenn jetzt die Jammerei losgeht das es doch wieder zumeist nur Rocker seien, mir sind bei dem Blick in den CD Schrank keine anderen bemerkenswert aussehenden eingefallen]

Zitat
Aber, nur so als Hinweis: Nicht ich habe die Normalo-Tuse ins SPiel gebracht, sondern ein Vertreter der Gegenseite, in dem Sinne, das man nach der Sendung auch als Ex-Freak es wagen könne, Normalo-Tusen anzuquatschen...
Du triffst aber oberflächliche Aussage zu dem Verstand von den "Normalo-Tusen".
Egal wer die nun erwähnt hat. Macht es doch nicht besser.

Wie gesagt, ICH mache da keinen Unterschied, ich frage mich nur, ob Teylen da einen macht. ABer für sie ist es ja anscheinend vollkommen in Ordnung, nach Äußerlichkeiten zu urteilen, wie man früheren Postings von ihrer Person über z.B. Rocker/Metaller entnehmen kann. Wie das allerdings mit dem von ihr gelebten Glauben korrespondiert, verstehe ich auch noch nicht so ganz...
WHAT THE FUCK?
[Ich bin gerade echt leicht sprachlos und mir geht angesichts der verbreiteten Erkenntnisse über meine Person der Kiefer tiefer XD wortwörtlich! XD]

Ich habe keine Ahnung wie du auf die Idee kommst ich wäre total christlich?
Respektive, Alter was glaubst du das ich glaube?
Nun oder darauf das ich keine Rock Musik höre? Hä?
Und wer hat darüber gepinst das die Leute auf dem Wacken alle so untrue aussehen beziehungsweise seien?

Nur weil ich mal erwähnt hab das nicht jeder auf total speckige Rocker steht? o_O
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Eulenspiegel am 6.09.2011 | 22:27
Ich habe lediglich angemerkt, das, wenn überhaupt, nicht die Freaks ein Problem haben, sondern all die oberflächlichen Menschen, die Aussehen über Charakter, Können und Wissen stellen. ABer die können meinethalben ruhig in ihrer Kasperplastikwelt weiter leben...
Sagen wir es so:
Wenn der Metal-Typ eine Metal-Braut klarmacht und die Cheerleaderin etwas mit dem Quarterback anfängt, dann ist alles in Ordnung und niemand hat ein Problem.

Wenn der Metal-Typ jetzt aber lieber etwas mit der Cheerleaderin anfangen will, diese aber eher auf Quarterbacks steht, dann hat der Metal-Typ ein Problem.
Der Metal-Typ hat jetzt zwei Möglichkeiten:
1) Entweder er verändert sich so, dass er in das Beuteschema seiner Beute passt. (Sprich, wenn er auf Cheerleader steht, verändert er sich so, dass die Cheerleader auf ihn stehen.)

2) Er fängt etwas mit einer Person an, die auch auf ihn steht (z.B. die Metal-Braut).

Oder anders gesagt: Die oberflächlichen Typen haben kein Problem. Und die Typen, die lieber etwas mit einer nicht-oberflächlichen Frau anfangen, haben auch kein Problem.
Wenn jetzt aber eine Nicht-Mainstream Person auf eine oberflächliche Mainstream-Person abfährt und etwas von dieser will, dann hat die Nicht-Mainstream-Person ein Problem.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Stonewall am 6.09.2011 | 22:28
Wie gesagt, ICH mache da keinen Unterschied, ich frage mich nur, ob Teylen da einen macht. ABer für sie ist es ja anscheinend vollkommen in Ordnung, nach Äußerlichkeiten zu urteilen, wie man früheren Postings von ihrer Person über z.B. Rocker/Metaller entnehmen kann

Naja, wie Wolfgang Joop mal gesagt hat "Natürlich beurteile ich Menschen nach ihrem Äußeren. Ich kann ihnen ja nicht in den Kopf schauen."  >;D

Der äußere Habitus fällt eben auch unter den Grundsatz des "nicht nicht kommunizieren könnens".

Es hat schon Vorteile, wenn ein potentieller Partner/in durch ihre/seine Aufmachung kommuniziert, ob Interessen und Lebenstil wahrscheinlich übereinstimmen oder nicht.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 22:47
Seit sieben Jahren keinen Fernseher. Oh Gott, tut das gut.
Normalerweise kommt ein ähnlicher Kommentar in so einer Diskussion spätestens an dritter Stelle. Wundert mich, dass es hier so lange gedauert hat.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: First Orko am 6.09.2011 | 22:57
Die Moderatoren sind eher Kommentatoren, die nur dazu da sind ironische, satirische, witzige und zynische Kommentare zu dem geschehen abzugeben. Wie Waldorf und Statler, nur weniger ernst gemeint. Beim Kabarett - das ich ebenfalls sehr gerne schaue - meint man es ggf. ernst, bei einer durch inszenierten Reality Sendung nicht. Die meisten Kommentatoren nehmen fuer sich nicht in Anspruch das auch nur die Haelfte ihrer Frotzeleien ankommt. Die meisten nehmen sich auch selbst nicht sehr ernst.

Du schreibst das so, als wenn das jedem klar wäre.

Dem ist nicht so!

Ich habe ERSCHRECKEND viele Leute kennengelernt/getroffen, die diese Formate samt und sonders ernst nehmen! Für diese Leute ist das, was unter "Reality-TV" läuft die Realität und darauf bauen die ihr Welt- und Menschenbild auf.
Und diese Sendungen tun nichts, absolut GAR NICHS um das den Menschen klarzumachen, dass sie auf dem Holzweg sind. Du willst mir doch nicht erzählen, dass die Macher aus lauter Schusseligkeit "vergessen" haben darauf hinzuweisen, dass ihre Sendungen nur Satire sind? Das wurde vorsätzlich nicht gemacht, die Konsumenten SOLLEN das glauben.
Und das ist es, was mich so ankotzt. Das mit Leichtgläubigkeit Kohle gemacht wird - geschenkt. Dass dies Vorurteile und sozialen Ausschluss begünstigt: FÜRN ARSCH! Eltern, die glauben das Menschen mit abweichenden Verhalten "Freaks" sind, deren Verhalten von unterbelichteten (<- Achtung! SATIRE! Überzogen!) Models korrigiert werden muss werden diese Meinung auch weitergeben. Ich sage nicht, dass dieses Ausschlussverhalten duch diese Sendungen entstehen. Aber sie werden dadurch begünstigt, und das muss nicht sein.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Seth am 6.09.2011 | 23:04
Das macht den Kommentar auch nicht besser.

Und auch nicht schlechter. Regt ihr euch jetzt schon darüber auf, dass andere keine Fernseher haben und das gut finden? Kann euch doch egal sein?

@Topic

Ich versteh' die Einwände gegen die Kritik an der Sendung nicht. Versucht hier wirklich Jemand ernsthaft zu bestreiten, dass diese Sendungen hauptsächlich dazu gemacht sind, vorgefasste Meinungen zu verstärken und einen von der "breiten Öffentlichkeit" als "normal" betrachteten Lifestyle zu bestätigen? Und findet das Jemand ernsthaft gut? Die Fragen gehen hauptsächlich an Teylen und Ranor (Dschungelcamp gut geschrieben? Wo denn das?)

Neben dem Abgrenzungswahn von Subkulturen gibt es doch wohl sehr deutlich Tendenzen, Individualität in der Gesellschaft zu bestrafen. Wer das bezweifelt darf gerne nochmal auf die Schule gehen, die is' bei mir zumindest noch nicht allzu lange her und ich habe noch genug Kontakt dazu um zu wissen, dass vor allem die Medien dafür sorgen, dass Querschläger und Freaks auf das Härteste bestraft werden. Ich versteh' nicht wie man den Versuch der Medien, aus dieser Kerbe noch einmal Profit zu schlagen auch noch gutheißen oder verteidigen kann? Mal ganz abgesehen vom "impact" den diese Sendung wirklich hat oder nicht hat, allein der Gedanke dahinter ist doch schon widerwärtig - wie auch hinter jeden anderen Formaten mit ähnlicher Machart, die nun einmal eher auf die Zuschaustellung und Bloßstellung von Menschen zur Belustigung anderer hinaus sind. Und die Argumentation "gibt es doch schon seit Jahrzehnten, lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen" kann man doch zumindest dann nicht mehr gelten lassen, wenn man sich für einen mündigen Erwachsenen hält, der noch irgendwie Anteil an der Gestaltung des öffentlichen Lebens nimmt.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: chad vader am 6.09.2011 | 23:05
Und noch was zum Nachlesen: http://www.welt.de/fernsehen/article1342952/Ein_Casting_Opfer_von_Pro_Sieben_packt_aus.html

Ach du Scheiße, wenn ich nicht schon liegen würde wär ich bei den Sätzen vor Lachen grad vom Stuhl gefallen XD

Zitat
Ivan wollte eigentlich nur ins Fernsehen, weil er etwas konnte, was andere nicht können. Er wollte nicht über sein Sexleben sprechen. Ivan wollte rülpsen.

Ganz ehrlich: Ich bin mir sicher, eine 45 Minuten Symphonien Rülpsender Ivan wäre besser gewesen als so manche Folge dieser Show. Das wär auch billiger gewesen, denn da braucht man keine Models.

@Teylen
Zeigs ihm! ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 23:08
Das macht den Kommentar auch nicht besser.
Richtig. Aber eine Diskussion darüber ist müßig, da die Leute ohne Fernsehen immer viel besser über die Qualität des Fernsehens urteilen können als die mit.

Ich versteh' die Einwände gegen die Kritik an der Sendung nicht.
Dann lies meine Einwände nochmal richtig.

Und ja, das Dschungelcamp ist verdammt gut gemachtes Fernsehen mit messerscharf geschriebenen Dialogen. Muss man aber nicht mögen, muss man nicht mal verstehen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Dragon am 6.09.2011 | 23:11
Zitat
Du willst mir doch nicht erzählen, dass die Macher aus lauter Schusseligkeit "vergessen" haben darauf hinzuweisen, dass ihre Sendungen nur Satire sind? Das wurde vorsätzlich nicht gemacht, die Konsumenten SOLLEN das glauben.
irgendwo im Abspann oder vorher wird das mal ganz winzig kurz eingeblendet, dass die Sachen frei nacherzählt sind oder so... abgesehen davon macht keiner der Sender einen Hehl daraus das es frei erfunden ist.
Das es aber bei vielen unterbewusst zumindest meinungsbildend ist, ist auch klar - da kann man mal sehen wie häufig Medienerziehung in unserer Gesellschaft versagt (oder gar nicht vorhanden ist).
Da wird man vom Vater der Freundin eines Mitspielers auch schonmal mit dem Satz begrüßt: "ach ihr müsst die Zocker ... sein", wohlgemerkt ohne hallo oder ähnliches vorne vor... (und dabei hatte ich gar nichts auffälliges an :D )

ach aber den Stecker vom Fernseher ziehen möcht ich auch nicht, dafür kuck ich die ein oder andere Serie (kein reality-tv) zu gerne und sitz lieber auf der couch als vorm PC, man darf den nur mittags nicht einschalten...
oder macht euch einfach wie bei jeder anderen Serie auch bewusst, dass es nur geschauspielerte Unterhaltung ist

Zitat
Und ja, das Dschungelcamp ist verdammt gut gemachtes Fernsehen mit messerscharf geschriebenen Dialogen.
was aber mehr an den lustigen Moderatoren liegt als an der D-Prominenz, bzw. der alternden Prominenz die nochmal wieder ins TV wollen
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Seth am 6.09.2011 | 23:13
Dann lies meine Einwände nochmal richtig.

Anderer "Tonfall" gefällig?

Zitat
Und ja, das Dschungelcamp ist verdammt gut gemachtes Fernsehen mit messerscharf geschriebenen Dialogen. Muss man aber nicht mögen, muss man nicht mal verstehen.

Ja, natürlich. Überlegene Logik, ich seh' schon. Du hast mich mit deiner messerscharfen Argumentation ja blitzschnell überzeugt, wie ich sehe. Aber wahrscheinlich würde ich es auch nichtmal verstehen?

Insgesamt eine ziemlich kindische Art auf Kritik zu reagiern und ungemein förderlich für das Diskussionsklima. Ich bin begeistert.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Dragon am 6.09.2011 | 23:15
ich glaub ich hab da was für euch Diskussionsspezialisten :D

http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 23:18
was aber mehr an den lustigen Moderatoren liegt als an der D-Prominenz, bzw. der alternden Prominenz die nochmal wieder ins TV wollen
Natürlich. Die Autoren von Bach & Zietlow verstehen ihr Handwerk.
Ja, natürlich.
Ja, natürlich. Man muss das Format nicht mögen, aber es ist gut gemachtes Fernsehen. Das mit dem "nicht verstehen" ist gar nicht böse gemeint - es gibt genug Formate die ich nicht verstehe.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Seth am 6.09.2011 | 23:20
Ja, natürlich. Man muss das Format nicht mögen, aber es ist gut gemachtes Fernsehen. Das mit dem "nicht verstehen" ist gar nicht böse gemeint - es gibt genug Formate die ich nicht verstehe.

Leider muss ich es verstehen, so rein persönlich gesehen. Aber das tut hier natürlich nichts zur Sache. Hat das eigentlich einen bestimmten Grund, warum du nicht einsieht, auf meine Kritik an deinem Gemecker einzugehen, oder ist das einfach unter deinem Niveau?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Belchion am 6.09.2011 | 23:28
Ja, natürlich. Überlegene Logik, ich seh' schon. Du hast mich mit deiner messerscharfen Argumentation ja blitzschnell überzeugt, wie ich sehe. Aber wahrscheinlich würde ich es auch nichtmal verstehen?
Bildungsfernsehen aus dem Dschungel (http://www.tagesspiegel.de/medien/bildungsfernsehen-aus-dem-dschungel/558870.html). Und das ist nur ein positiver Artikel zum Dschungelcamp, das kam in der Medienwissenschaft insgesamt sehr gut weg.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: alexandro am 6.09.2011 | 23:30
Würde sich die Sending nicht als "Coachingshow" verkaufen (was es definitiv NICHT ist), hätte ich kein Problem mit der Sendung.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 23:31
Hat das eigentlich einen bestimmten Grund, warum du nicht einsieht, auf meine Kritik an deinem Gemecker einzugehen, oder ist das einfach unter deinem Niveau?
Ich halte es eigentlich für müßig, aber gut:

Zitat
Versucht hier wirklich Jemand ernsthaft zu bestreiten, dass diese Sendungen hauptsächlich dazu gemacht sind, vorgefasste Meinungen zu verstärken und einen von der "breiten Öffentlichkeit" als "normal" betrachteten Lifestyle zu bestätigen? Und findet das Jemand ernsthaft gut?
Nö, ich bestreite das nicht. Ich finde das Format auch nicht sonderlich gut, aber auch halt auch nicht wirklich verwerflich... Viel bedenkenswerter finde ich die Unterschätzung der Zuschauer, die hier von einigen betrieben wird.

Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Seth am 6.09.2011 | 23:32
Bildungsfernsehen aus dem Dschungel (http://www.tagesspiegel.de/medien/bildungsfernsehen-aus-dem-dschungel/558870.html). Und das ist nur ein positiver Artikel zum Dschungelcamp, das kam in der Medienwissenschaft insgesamt sehr gut weg.

Zitat:
"Fernsehen schult die soziale Intelligenz, indem es zur Beobachtung der sozialen Komplexität einlädt. So wird gerade die viel geschmähte Unterhaltung zum Medium des Lernens. Was soll ich glauben, was begehren? Wir können sagen: Das Fernsehen nimmt sich des Menschen an, den die Gesellschaft ausgeschlossen hat. Das ist der praktische Humanismus des Fernsehens. Es leistet Lebenshilfe bei der Flucht aus der Komplexität."

Das allein zeigt ja schon eine sehr.. eigensinnige Sicht der Dinge. Man könnte auch "beschönigend" oder "naiv", vielleicht sogar "weltfremd" sagen. Und die Medienwissenschaft, die das Dschungelcamp aufgrund solch abstruser Ideen positiv bewertet zeigst du mir. Ganz offensichtlich bin ich da ja ganz nah an etwas so Fundamentalem vorbeigeschrammt.


Ich halte es eigentlich für müßig, aber gut:

Das sagt eigentlich schon alles. Warum beteiligst du dich an Diskussionen, um dich dann so aus der Affäre zu ziehen? Ich würde das ja als ganz profanes "trolling" bezeichnen. Aber gut, wahrscheinlich war dein Beitrag bisher wirklich ungemein bereichernd für die Diskussion.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 23:35
Das Konzept des Unterhaltungsfernsehen ist dem Land der Dichter und Denker schon immer sehr suspekt gewesen. Erinnert ihr euch auch noch so gut daran wie kurz nach der Einführung des Privatfernsehens das Abendland untergegangen ist?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Seth am 6.09.2011 | 23:39
Das Konzept des Unterhaltungsfernsehen ist dem Land der Dichter und Denker schon immer sehr suspekt gewesen. Erinnert ihr euch auch noch so gut daran wie kurz nach der Einführung des Privatfernsehens das Abendland untergegangen ist?

Ja, natürlich. Unterhaltungsfernsehen. Reflektierte Kritik an Formaten zu üben, die es sich zur Hauptaufgabe gemacht haben, Menschentypen zur Belustigung bloßzustellen spricht ja generell für Spießertum und Unwissenheit im Bezug auf das, was der Rest der Welt schon längst begriffen hat. Dafür, dass du dich hier selbst ziemlich überlegen gibst, schlägst du ein wenig zu sehr mit der Arroganz-Keule um dich. Aber da du ohnehin nicht mehr einsiehst, auf diese Kritik einzugehen, kann man dich wohl wirklich getrost als Troll betrachten.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.09.2011 | 23:42
Dass diese ganze Realityscheiße ausgemachter Bullshit und ein aktiver Beitrag zur Volksverdummung ist, ist jetzt keine Aussage, die für Kulturarroganz spricht.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 6.09.2011 | 23:44
Sol Invictus, ich halte die Diskussion mit dir für müßig, da wir offensichtlich in unterschiedlichen Welten leben und bei dem Thema auf keinen grünen Zweig kommen. Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern ist eine nüchterne Betrachtung der Tatsachen

Und jetzt können wir auch wieder aufhören uns gegenseitig anzupissen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 6.09.2011 | 23:45
Regt ihr euch jetzt schon darüber auf, dass andere keine Fernseher haben und das gut finden? Kann euch doch egal sein?
Nein, die Aufregung dient dem Fakt das man die Zeit stoppen kann bis der erste daher geschwänzelt kommt und sagt: "Ich habe seit <Zeitraum> keinen Fernseher, [weil ich so intelligent bin und] im Fernseh alles dumm ist."

Wenn in einem Forum über Fantasy Literatur diskutiert wird, schwänzele ich da auch nicht in den Thread ein und poltere los: "Ich habe seit <Zeitraum> kein Fantasy-Buch mehr gelesen,[weil ich so intelligent bin und] in Fantasy-Büchern alles so dumm ist."

Zitat
Ich versteh' die Einwände gegen die Kritik an der Sendung nicht. Versucht hier wirklich Jemand ernsthaft zu bestreiten, dass diese Sendungen hauptsächlich dazu gemacht sind, vorgefasste Meinungen zu verstärken und einen von der "breiten Öffentlichkeit" als "normal" betrachteten Lifestyle zu bestätigen? Und findet das Jemand ernsthaft gut?

Ich bitte dich darum Ranors sowie meine Postings aufmerksam zu lesen und dich um ein Verständnis zu bemühen.
Ich habe mir Mühe gegeben darzulegen wieso die Sendungen nicht der Meinungsverstärkung dienen.

In der sehr kurzen Fassung:
Weil es Kabarett, das heißt Comedy, ohne den politischen oder real-weltlichen Anspruch sowie konkretes Ziel, ist.
Weil es sich selbst als Konzept nicht sonderlich ernst nimmt.
Weil es erkennbar inszeniert ist.
Weil die Teilnahme daran freiwillig ist sowie unter öffentlich einsehbaren Kriterien verläuft.

Es wird keine Individualität gestraft.
Ohne ein Mindestmaß an Einzigartigkeit funktionieren die Formate nicht.
Imho kann man sogar feststellen das Einzigartigkeit durch das Angebot einer Aufmerksamkeits-Plattform belohnt wird.

Ich verstehe nicht wie man derart ideologisch verbohrt und engstirnig sein kann das man es nicht schafft die Medien mit der gleichen Distanz zu konsumieren die ein normaler Zuschauer, sowie die Teilnehmer an dem Spektakel aufbringen.
Es ist doch der selbe bemerkenswerte Scheuklappenblick, mit dem Harald Schmidt unterstellt wurde das er die 'dicken Kinder von Landau' fertig macht, während eben diese in der Sendung den Running Gag feierten.
Es ist doch das selbe widersinnige Verhalten von Personen welche Talk Talk Talk verurteilen und nicht in der Lage sind zu bemerken das die vermeintlich oberflächliche und dumme Sonya Kraus nicht nur über die Einspieler lästert, sondern auch über sich.

Ich werde dort den Eindruck nicht los das man über Fernsehformate urteilt die man bestenfalls aus einem Elfenbeinturm betrachtet hat. Mit einer Humorlosigkeit die m.E. schon bemerkenswert ist.

Da wird sich über das Niveau von DSDS beschwert und das Bild des unschuldige Teilnehmers, der 8 Jahre lang unter einem Stein gelebt hat und sich nicht ein stückweit über die Sendung für die er sich bewirbt informierte, an die Wand geklatscht. Weil man jedem drittklassigen Darsteller der vor der Jury total heult glaubt und weil es das eigene Klischeebild im Elfenbeinturm bestätigt.
Ist egal das die Sendung 8 Jahre lang mit Medienwirbel läuft, davon können die Teilnehmer ja nichts wissen.
Nun und den Teilnahmebogen, der ziemlich genau erkennen lässt wie die Sendung verlaufen wird, wird auch ignoriert.
Wäre ja zu schön sich sein kleines Türmchen da von der Realität zertrümmern zu lassen.

Aber gleich nochmal gegen die vermeintlich "verdummten" poltern, die "dummen" wegen denen das Zeug produziert wird, die hirnlosen Massen der Unterschicht die das ganze konsumieren. Wo man sich gerade in seinem Türmchen so eingemottet hat tut es ja gut noch etwas nach unten nachzutreten.
Sch* egal.
Zur Not behauptet man das die "normalo Tusen" angefangen haben, oder die Gegenseite und überhaupt ist die Zieglow und Bach im Dschungle Camp ja auch so zynisch.
Das die das in einem Theaterstück machen, mit Leuten die dafür unterschrieben haben, und man das selbst ohne Theaterstück macht, ohne Distanz. Egal... die haben es ja verdient.


Fällt fast schon unter Ironie das vor ein paar Tage über eine RPG-Anekdote gelacht wurde, wo ein Barbar in ein Theaterstück sprang und die Schauspieler wegholzte, weil er das Konzept des Theater nicht begriff.
[Oh, aber ich vergaß, die Barbaren sind ja die Schauspieler die dort Sklaven halten]
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 6.09.2011 | 23:50
Ach kommt, meine Theorie zum Asso-Fernsehen ist ja die, dass das nur gemacht wird, damit der letzte Prolet von der Straße sich immer noch schlauer als irgendwer anders da draußen fühlen kann.

Anders kann ich mir dieses Pseudorealitätsgedöhns einfach nicht erklären.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 6.09.2011 | 23:53
Interessante Idee.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 6.09.2011 | 23:55
irgendwie muss sich der Erfolg ja erklären lassen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 00:01
Kalki hatte da mal einen Erklärungsansatz, den ich recht plausibel fand... Gewöhnung. Die Formate werden einfach sukzessive immer billiger und phantasieloser und die Leute gewöhnen sich einfach immer mehr daran. Da sie sich ja ohnehin schon zum passiven Konsum von Unterhaltung haben erziehen lassen, ist die Schwelle einfach abzuschalten und was anderes zu tun zu hoch und so sitzt man halt vor der Glotze und zieht sich die Scheiße rein, die einem geboten wird. Und indem sie nicht schlagartig, sondern Stück für Stück immer peinlicher und dümmer wurde, hat man sich quasi dran gewöhnt und konsumiert jetzt halt was da laufen mag, entscheidet sich nur noch zwischen dem blödesten und dem zweitblödesten Gehirngulasch, das einem da in die Bildröhre gekotzt wird.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: alexandro am 7.09.2011 | 00:02
@Teylen: die Teilnehmer an der Sendung sind authentisch, die Headhunter dieser Show suchen gezielt auf (u.a.) Rollenspiel- und Computer-Cons nach Teilnehmern für diese Sendungen. Sie suchen gezielt nach Personen mit niedrigem Selbstvertrauen, denen sie (u.a.) einreden, dass sie ihnen (z.B.) dabei helfen, nicht mehr so schüchtern gegenüber Mädchen zu sein (was ja löblich wäre, würde es denn stimmen).

Ohne Zweifel bräuchten einige dieser Leute irgendeine Art von Hilfe, da sie ja offensichtlich mit sich selbst unzufrieden sind. Ob es ihnen wirklich hilft, wenn ein paar Models öffentlich über sie ablästern, sie dann durch ein paar Situationen von zweifelhaftem therapeuthischen Wert geschleust werden, um schließlich noch eine Alibi-Abschlussszene zu drehen, ist fraglich.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 00:14
Nein, die Aufregung dient dem Fakt das man die Zeit stoppen kann bis der erste daher geschwänzelt kommt und sagt: "Ich habe seit <Zeitraum> keinen Fernseher, [weil ich so intelligent bin und] im Fernseh alles dumm ist."
Wenn in einem Forum über Fantasy Literatur diskutiert wird, schwänzele ich da auch nicht in den Thread ein und poltere los: "Ich habe seit <Zeitraum> kein Fantasy-Buch mehr gelesen,[weil ich so intelligent bin und] in Fantasy-Büchern alles so dumm ist."

Ruhig, ruhig, niemand will Dir Deine Idiotenbox verbieten. Aber Deine Vergleiche sind wie üblich kreischend an den Haaren herbeigezerrt und in Deine Postings geprügelt, ich beziehe mich da explizit auf Deinen Fantasy-Literatur-Thread-Vergleich.

Angesichts der Menschenverachtung, und da ist mir SCHEISSEGAL wieviel "wissenschaftliche Arbeiten" zum humanistischen Wert von Dschungelcamp und anderem Rotz "zitiert" werden, angesichts der Menschenverachtung in dieser Idiotenbox, deren einziger Zweck es ist, WERBEUMFELD zu präsentieren und den Konsum anzuleiern, ist es ein INHALTLICHES STATEMENT, anzumerken, man selber verzichte darauf und fühle sich besser, weil man sein Hirn frei bekommt, mehr Zeit hat und diese Brutalität nicht mehr unterstützt.

Das ist an jene addressiert, die noch nicht abgestumpft sind, die die Unmenschlichkeit noch wahrnehmen und sich unbehaglich dabei fühlen. An diese der Rat: Schafft das Ding ab, euch gehts besser danach. Viel besser.

Andere, deren Konsum offenkundig schon Wirkung zeigt, mögen dies ignorieren. An die ist eine solche Bemerkung nicht gerichtet.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Sternenwarzendreck am 7.09.2011 | 00:21
Beeindruckende Diskussion.

Wo ist das Problem? Scheiß Sendung, Scheiß Inhalt, so what? Nicht gerade ein Alleinstellungsmerkmal dieser Sendung gegenüber der großen Masse.
Und warum kriegen sich deshalb Leute hier in die Haare? Ziemlich dämlich ...

Dennoch: Ich glotz TV!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 00:22
Das halte ich für einen Mythos.
Die haben Bewerber und eine Bewerberliste. Bei dem hier erwähnten Bauer sucht Frau keine gerade kurze.
Wenn jemand wenig Selbstvertrauen hat, und eine Veränderung wünscht, gibt es dafür Styling Experten die es ohne lästern machen. Nun und selbst wenn sie jemanden auf einer Con ansprechen würden und ködern, es ist ja nicht so als könnte man sich bestehende oder gar laufende Sendungen nicht ansehen. Oder als würden die die Leute direkt von der Con zum Set schleifen.

Ruhig, ruhig, niemand will Dir Deine Idiotenbox verbieten.
MÖÖÖÖP

Damit bist du gerade durch gefallen. So vom rein vom Pöbel & Niveaufaktor.
Bitte pöbele jemand anders an.
Und ich habe keinen Fantasy-Literatur-Thread eröffnet. Ich lese keine "Fantasy" also halte ich mit dem klugsch* zu Fantasy zurück.

Zitat
Angesichts der Menschenverachtung, und da ist mir SCHEISSEGAL wieviel "wissenschaftliche Arbeiten"
Genau!
SCHEISSEGAL was die Wissenschaft sagt.
SCHEISSEGAL was an Argumenten kommt.
SCHEISSEGAL das man sich das Lästerobjekt nicht mal angesehen hat.
Aber sowas von SCHEISSE! In GROSSBUCHSTABEN!

Fakten stören doch nur dabei wenn man die Idioten mal so richtig beleidigen will und sich auf Kosten anderer selbsterhöhen. Das ist auch nicht Menschenverachtend sondern für das eigene Ego notwendig; das man die hirnlosen Fratzen die den Rotz schauen anpöbelt!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Eulenspiegel am 7.09.2011 | 00:23
@ Hróðvitnir
Es ist ein Unterschied, ob du sagst: "Ich benutze keinen Fernseher, weil Fernsehprogramme sind doof."
oder ob man dezidiert auflistet, warum eine konkrete Fernsehserie menschenverachtend ist.

Es macht ja auch einen Unterschied, ob ich sage: "Ich lese keine Fantasybücher, weil Fantasybücher sind doof."
oder ob ich dezidiert aufliste, wieso ich ein konkretes Fantasybuch (z.B. Gor) für menschenverachtend halte.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Brakiri am 7.09.2011 | 00:24
Kalki hatte da mal einen Erklärungsansatz, den ich recht plausibel fand... Gewöhnung. Die Formate werden einfach sukzessive immer billiger und phantasieloser und die Leute gewöhnen sich einfach immer mehr daran. Da sie sich ja ohnehin schon zum passiven Konsum von Unterhaltung haben erziehen lassen, ist die Schwelle einfach abzuschalten und was anderes zu tun zu hoch und so sitzt man halt vor der Glotze und zieht sich die Scheiße rein, die einem geboten wird. Und indem sie nicht schlagartig, sondern Stück für Stück immer peinlicher und dümmer wurde, hat man sich quasi dran gewöhnt und konsumiert jetzt halt was da laufen mag, entscheidet sich nur noch zwischen dem blödesten und dem zweitblödesten Gehirngulasch, das einem da in die Bildröhre gekotzt wird.

Das ist eine Erklärung die ich z.B. bei PC-Spielen auch immer wieder raushole.
Wer sich komplexe PC-Spiele vor etwa 7-12 Jahren ansieht, merkt, dass die heutigen Spiele immer mehr an Gameplay ausgedünnt werden. Nach und nach gewöhnen sich die Spieler daran, vorallem auch deswegen, weil immer neue, junge Spieler hinzukommen, die das schon garnicht mehr anders kennen, und so Sachen wie Jagged Alliance 2 oder Planescape:Torment nie gespielt haben.
Nur so ist zu erklären, warum so Spiele wie Call of Duty in ihrem xten Aufguss, oder der Rausschmiss von 50% des Gameplays bei Mass Effect dafür sorgt, dass Mass Effect 2 in Metacritic mit 94% Wertung rangiert, obwohl es dort ausser ballern, labern und Planeten scannen nichts mehr zu tun gibt.

ebenso ist es auch beim Fernsehen, genau wie du bzw, dein Bekannter Kalki sagte.
Man reduziert nach und nach den Anspruch bis man sich dran gewöhnt hat.
Da gibs ein gutes Frosch-Video bezüglich Überwachungsstaat, passt gut hier rein:

http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 00:26
Richtig. Aber eine Diskussion darüber ist müßig, da die Leute ohne Fernsehen immer viel besser über die Qualität des Fernsehens urteilen können als die mit.

Was ist das für ein Kommentar? Der Thread zeigt doch, dass mensch machen kann, was mensch will ... irgendwo erwischt einen das Scheiß-TV doch irgendwie ...

Abgesehen davon: Dank Internet kann ja die ein oder andere Sendung noch konsumiert werden ... wenn mensch schon GEZ zahlt ... ;)

Nö, ich bestreite das nicht. Ich finde das Format auch nicht sonderlich gut, aber auch halt auch nicht wirklich verwerflich... Viel bedenkenswerter finde ich die Unterschätzung der Zuschauer, die hier von einigen betrieben wird.

Blöde Frage: Kann es nicht auch sein, dass die Zuschauer vom TV unterschätzt werden?

Ich finde daher auch Deinen recht kurz gegriffenen Hinweis darauf, dass mensch das "Dschungelcamp" verstehen müsse, etwas ... eigenartig. Was muss mensch da verstehen?

Ehrlich gesagt empfinde ich solche Formate irgendwie paradox: Da wird reality gescriptet, aber trotzdem irgendwie der Schein gewahrt, dass es "real" wäre ... Irgendwann sollte das auch dem letzten Deppen auffallen. Was schauen wir dann? Worin besteht der Reiz oder Unterhaltungwert?

Darin, dass "Promis" in gescripteten "Realitäten" so tun, möglichst "real" zu wirken, obwohl alle wissen, dass das nicht real ist?

Bezogen auf die Eingangssendung: Da schauen wir uns nen Geek an, der gecastet wurde und in einer gescripteten Situation vom "Entlein" zum Enterich gepimpt wird (vielleicht sah der vorher eh schon so aus ;) ). Wir wissen, dass das nicht "real" ist. Was macht das dann so unterhaltsam? Gehässige Kommentare über einen, der ein Geek sein soll, aber wahrscheinlich keiner ist?

Auf mich wirkt das so, als ob jemand über einen Witz lacht, von dem er oder sie bereits weiß, wie er funktioniert. Im Grunde ist das so wie mit den Talksendungen ...

Was geht da in den Köpfen der "Macher" vor, einem ein solches Format vorzusetzen?  ~;P

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 00:28
Hróðvitnir, dafür das du seit sieben Jahren keinen Fernseher, pardon, Idiotenbox mehr besitzt hast du wirklich voll den Durchblick.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 00:28
Auf Quer und meine tägliche Tagesschau will ich nicht verzichten. Das Problem ist nicht die Glotze an sich und auch wenn das eine oder andere Weltbild damit beschädigt wird: Keine Glotze zu haben macht keinen auch nur einen Millimeter elitärer oder moralisch überlegen. Wer nicht in der Lage ist, das Ding rumstehen zu haben und gezielt einzusetzen, dem ist mit einer Abschaffung vielleicht wirklich geholfen. Allen anderen erzähle ich auch nichts neues, wenn ich ihnen sage, dass es da einen Knopf zum abschalten gibt. Und die, die selbst dafür zu blöd sind, verirren sich kaum in dieses Forum. So what.

Was diese Shows angeht: Ja, die haben Bewerber. Sobald sie dann unterschrieben haben, wird die Sendung nach Drehbuch gemacht, da wird geschnitten, neu angeordnet, ausgewählt, Druck auf die Teilnehmer ausgeübt und manipuliert. An diesen Formaten ist genau so viel "echt", wie an Milli Vanilli und das ist auch kein Geheimnis.

@Brakiri: Kalki ist (leider) kein Bekannter von mir. Ich meinte Olliver Kalkofe. Der hat das mal in einem Interview so erklärt.  ;)
Ich fands plausibel, weiter validiert habe ich da aber nichts.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Eulenspiegel am 7.09.2011 | 00:30
Das ist eine Erklärung die ich z.B. bei PC-Spielen auch immer wieder raushole.
Wer sich komplexe PC-Spiele vor etwa 7-12 Jahren ansieht, merkt, dass die heutigen Spiele immer mehr an Gameplay ausgedünnt werden. Nach und nach gewöhnen sich die Spieler daran, vorallem auch deswegen, weil immer neue, junge Spieler hinzukommen, die das schon garnicht mehr anders kennen, und so Sachen wie Jagged Alliance 2 oder Planescape:Torment nie gespielt haben.
Nur so ist zu erklären, warum so Spiele wie Call of Duty in ihrem xten Aufguss, oder der Rausschmiss von 50% des Gameplays bei Mass Effect dafür sorgt, dass Mass Effect 2 in Metacritic mit 94% Wertung rangiert, obwohl es dort ausser ballern, labern und Planeten scannen nichts mehr zu tun gibt.
Verklärst du da nicht etwas die Vergangenheit?

Also auch bei den Klassikern wie Pong, Space Invader, Mario Brothers etc. ist nichts von einem tiefen Gameplay zu merken.

Es gab damals gute wie schlechte Spiele und es gibt heutzutage gute wie schlechte Spiele. Da hat sich über die Zeit nichts geändert.

Beim Fernsehen kann ich schlecht etwas zu den damaligen Shows sagen. Aber wenn ich mir so alte Sendungen wie Glücksrad anschaue, dann kann ich auch da kein Niveau erkennen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 00:31
Keine Glotze zu haben macht keinen auch nur einen Millimeter elitärer oder moralisch überlegen.

Wie kannst Du das jetzt behaupten? Seitdem meine weg ist, hab ich einen schönen Turm und täglich rufen hochrangige Politiker an, wie man die Welt gerechter gestaltet. :)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 00:33
Klar, beknacktes Fernsehen und blöde Sendungen gab es schon immer, aber diese Realitykacke ist schon ein neuer Tiefpunkt. Die Königin der Unter-Unterhaltung.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 00:33
Keine Glotze zu haben macht keinen auch nur einen Millimeter elitärer oder moralisch überlegen.

Das kommt vom Standpunkt an ... ich erinnere mich da an so einen Mitschüler mit hardcore-evangelikalen Erzeugern ... ;)

[Edit]

Klar, beknacktes Fernsehen und blöde Sendungen gab es schon immer, aber diese Realitykacke ist schon ein neuer Tiefpunkt. Die Königin der Unter-Unterhaltung.

Wobei korrekter wäre, "reality" zu schreiben. Es gibt tatsächlich Formate, die auf Reality machen ... zumindest was manchmal aus den USA so zu uns als Negativbeispiele rüberschwurbelt, das ist schon herb.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 00:34
Was ist das für ein Kommentar? Der Thread zeigt doch, dass mensch machen kann, was mensch will ... irgendwo erwischt einen das Scheiß-TV doch irgendwie ...
Hast du eine innere Stimme die dich zwingt den Thread zu lesen?
Also ich nicht :D

Zitat
Ehrlich gesagt empfinde ich solche Formate irgendwie paradox: Da wird reality gescriptet, aber trotzdem irgendwie der Schein gewahrt, dass es "real" wäre ... Irgendwann sollte das auch dem letzten Deppen auffallen. Was schauen wir dann? Worin besteht der Reiz oder Unterhaltungwert?
Wieso gibt man bei Science Fiction Geld dafür aus aufwändige CGIs zu erstellen?
Ein paar Pappwände reichen doch auch aus.
Nun und Manderlay wie Dogville haben doch bewiesen das Studiobauten mit Hausfassaden total überflüßig sind. Reicht es mit Kreide auf den Boden zu malen.
Nun und richtig real wirkt das Dschunglecamp nicht.

Nun und die ganzen Hollywood Filme, wo ein Geek von der Ente zum Schwan mutiert, halt weniger mit gehäßigen Kommentaren, dann mehr mit doppelterdose Kitsche, sind doch auch Unterhaltsam. Obwohl genauso real wie Das Modell und der Freak,..
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 00:36
Ist wohl Geschmackssache.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 00:38
Blöde Frage: Kann es nicht auch sein, dass die Zuschauer vom TV unterschätzt werden?
Natürlich. Kritisiert ja auch bspw. Kalkofe immer wieder.
Zitat
Ich finde daher auch Deinen recht kurz gegriffenen Hinweis darauf, dass mensch das "Dschungelcamp" verstehen müsse, etwas ... eigenartig. Was muss mensch da verstehen?
Die Amerikaner formulieren es tatsächlich treffender: You get it, or you don´t.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 00:41
Hast du eine innere Stimme die dich zwingt den Thread zu lesen?

Ich könnte jetzt süßes Holz raspeln ... nein, es sind mehrere innere Stimmen.  :P

Wieso gibt man bei Science Fiction Geld dafür aus aufwändige CGIs zu erstellen?
[...]
Nun und die ganzen Hollywood Filme, wo ein Geek von der Ente zum Schwan mutiert, halt weniger mit gehäßigen Kommentaren, dann mehr mit doppelterdose Kitsche, sind doch auch Unterhaltsam. Obwohl genauso real wie Das Modell und der Freak,..

Nee, ich glaube, da machst Du es Dir zu einfach.

Bei SciFi habe ich i. d. R. noch irgendwie eine Story. Star Trek, Babylon 5 ... bisweilen war die Kulisse einfach grottig, Komputer-Animationen waren auch dreckig ... aber es gab halt Chars, die mensch mochte, die eine gewisse Story am Laufen hielten.

Hollywood-Filme sind auch vorhersehbar, aber da geht es ebenfalls um eine Story.

Die "Reality"-Sachen geben aber vor, "real" zu sein. Das ist, was mir nen Knoten ins Hirn windet.

Ich schau mir also nicht nur einfach eine Story an, von der ich weiß, dass sie nicht "real" ist. Ich schaue mir eine nicht reale Story an, die vorgibt, "real" zu sein, obwohl alle darum wissen, dass sie nicht "real" ist. Das Charakteristische liegt dort ja gerade in diesem "Realseinwollen".

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 00:42
Blöde Frage: Kann es nicht auch sein, dass die Zuschauer vom TV unterschätzt werden?

Wieso unterschätzt? Sie fressen die Scheiße doch. Siehst Du an den Einschaltquoten, siehst Du hier.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 00:47
Wieso unterschätzt? Sie fressen die Scheiße doch. Siehst Du an den Einschaltquoten, siehst Du hier.

Ich finde diese Aussage ehrlich gesagt unter aller Sau, weil sie das typische Klischee vom "Unterschichtenfernsehen" impliziert. Du weißt ja gar nicht, aus welchen Motiven sowas geschaut wird.

Und genau da setzt mein Unverständnis ein ... Wir wissen (!), dass das gefakte Scheiße ist. Ehrlich gesagt interessiert mich, warum wir trotzdem lachen, wenn jemand dort reintritt.

Ich habe den Verdacht, dass sich die vermuteten Motive seitens der Macher solcher Sendungen von den "wahren" Motiven der Konsumten(inn)en unterscheiden. Und da wird's interessant.

Natürlich. Kritisiert ja auch bspw. Kalkofe immer wieder.Die Amerikaner formulieren es tatsächlich treffender: You get it, or you don´t.

Was natürlich tief blicken lässt, in die reflektierte Haltung "der" Amerikaner. Das erklärt so Einiges. ;)

Aber es beantwortet nicht meine Frage.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 00:49
Glaub mir, das hat mit "Unterschicht" nix zu tun. Das fressen sie quer durch alle Bildungs- und Vermögensschichten. Und es gibt leider auch in meinem Bekanntenkreis Menschen, die diesen Dreck ernst nehmen.

EDIT/ Nur ums klarzumachen. Ich halte den Begriff "Unterschichtenfernsehen" für diffamierend und standesdünkelnd. Für eine kleine Recherche hab ich mal aufgeschlüsselte Einschaltquotenberichte gelesen; die Unterschiede sind nicht halb so gravierend, wie es das Bildungsbürgertum gerne hätte.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 00:51
Deine Wortwahl lässt zu wüschen übrig! Dann wechsele "Unterschicht" mit "Dummdödel-TV-quer-durch-die-Bank". Es macht keinen Unterschied, denn Du nutzt den Begriff, um Menschen oder Menschengruppen, die Du Dir offenbar noch nicht mal die Mühe machst, zu verstehen, abzuwerten.

Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich bedenklich. Im Grunde träfgst Du damit eine elitäre Menschenfeindlichkeit zur Schau.

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 7.09.2011 | 00:52
Die "Reality"-Sachen geben aber vor, "real" zu sein. Das ist, was mir nen Knoten ins Hirn windet.
Und richtig bösartig wird es bei Sendungen wie bei "Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht!" bei der Posch echte Personen angreift mit windigen und fadenscheinigen "Fällen" (siehe hier (http://fernsehkritik.tv/folge-70/Start/#jump:1-47))
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 00:54
Aber es beantwortet nicht meine Frage.
Eigentlich schon, denn deine Frage ist irgendwie diffus ;) Mal ganz davon abgesehen das ich nie geschrieben habe das man das Dschungelcamp verstehen muss.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 00:55
Ich hab grad noch oben was ergänzt.

Aber um auf Deine eingehende Frage, deren Beantwortung Deine Erregung auslöste, einzugehen. "Werden Fernsehzuschauer unterschätzt?" Nein. Sie werden verachtet. Ich hab eine Zeit als Redakteur gearbeitet. Du hast keine Ahnung, wie sehr sie verachtet werden. Und jeder Quotenhit auf dem Niveau dieses Sondermülls bestätigt die Meute darin, daß sie Recht hat den Zuschauer zu verachten. In gewisser Weise ist das durchaus wahr.

Denn gefressen wird, und das ist objektivierbar, was man ihnen hinstellt.

EDIT/ Das ist als Antwort auf Arbo; man geht das hier schnell.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Dark_Tigger am 7.09.2011 | 00:56
Das erschrekende ist ja, dass man Gymnasiasten ernsthaft weiß machen kann das die Bielefeldverschwörung echt ist. (Also das die danach glauben Bielefeld GÄBE es nicht). Und wie gesagt, Gymansiasten, Oberstüfler, und nicht mal aus sog. bildungsfernen Schichten.

Wie man unter diesen Bedingungen glauben kann, dass es keine Menschen gibt die den Kram aus dem Reality TV glauben. Naja vermutlich behütetes beneidenswertes Umfeld.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: alexandro am 7.09.2011 | 00:59
Das halte ich für einen Mythos.

Kein Mythos, die Praktiken wie die Sender an ihre Teilnehmer kommen, die emotionale Manipulation und die "post-production", um den Werdegang der "Darsteller" im Nachhinein als Erfolg darzustellen, sind sogar recht bekannt.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 01:05
Und richtig bösartig wird es bei Sendungen wie bei "Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht!" bei der Posch echte Personen angreift mit windigen und fadenscheinigen "Fällen" (siehe hier (http://fernsehkritik.tv/folge-70/Start/#jump:1-47))

Krass, das ist so, als ob ich jemanden ständige zulabere, bis ihm der knoten platzt und dann behaupte, der hätte angefangen ... noch ein wenig nachtreten, in dem noch ein bissl drumherum gesponnen wird und dann nen Film draus drehe. Ist das nicht kriminell? Echt, bei Story bleibt mir die Spucke weg ...

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 01:13
Und richtig bösartig wird es bei Sendungen wie bei "Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht!" bei der Posch echte Personen angreift mit windigen und fadenscheinigen "Fällen" (siehe hier (http://fernsehkritik.tv/folge-70/Start/#jump:1-47))
Ohne jetzt die von dir verlinkte Geschichte zu kritisieren (habe ich nicht gesehen, kann ich kein Urteil dazu abgeben): Bei fernsehkritik.tv wäre ich grundsätzlich etwas vorsichtig. Holger Kreymeier neigt gerne mal zur übertriebenen Selbstdarstellung und liegt außerdem mit RTL im Clinch.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 01:14
Eigentlich schon, denn deine Frage ist irgendwie diffus ;) Mal ganz davon abgesehen das ich nie geschrieben habe das man das Dschungelcamp verstehen muss.

Stimmt ...

Zitat
Und ja, das Dschungelcamp ist verdammt gut gemachtes Fernsehen mit messerscharf geschriebenen Dialogen. Muss man aber nicht mögen, muss man nicht mal verstehen.

... wäre trotzdem interessant, was daran zu mögen oder zu verstehen wäre, angesichts der eigenartigen Paradoxien, die im Format selbst angelegt sind. Und darauf gibt mir der "gemeine Ami" keine Antwort. ;)

Nein. Sie werden verachtet. Ich hab eine Zeit als Redakteur gearbeitet. Du hast keine Ahnung, wie sehr sie verachtet werden. Und jeder Quotenhit auf dem Niveau dieses Sondermülls bestätigt die Meute darin, daß sie Recht hat den Zuschauer zu verachten. In gewisser Weise ist das durchaus wahr.

OK, jetzt wird's mir klarer. Trotzdem kein Grund, sich durch die Nutzung diesen Vokabulars auf die gleiche menschenverachtende Stufe zu stellen. Abgesehen davon kommt in dieser Haltung - damit meine ich jetzt nicht Dich, sondern die von Dir erwähnten Medienleute - trotzdem eine gewisse elitäre Elfenbeintrummentalität zum Ausdruck. Von Medienleuten hätte ich eigentlich etwas Zurückhaltung erwartet. Ganz genau wissen zu wollen, was "die Zuschauer" wollen ... ist eigentlich anmaßend. Denn ich habe auch von Studien gehört, die die Motive zum Konsumieren diesen Schunds ziemlich differenziert haben ... ein Großteil nutzt das wohl nur, um sich berieseln zu lassen, abzuschalten. Ich würde da vermuten, dass der eigentliche Inhalt noch nicht mal so richtig wahrgenommen wird. Und wenn das so ist, ist's irgendwie famos. Das ist dann wie eine Torte, die jemand einfach so in sich reinstopft, ohne das konditorische "Kunstwerk" wertzuschätzen. Im Grunde ein Ausdruck der Überflüssigkeit solcher Medienleute. ;)

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 01:18
Bei SciFi habe ich i. d. R. noch irgendwie eine Story. Star Trek, Babylon 5 ... bisweilen war die Kulisse einfach grottig, Komputer-Animationen waren auch dreckig ... aber es gab halt Chars, die mensch mochte, die eine gewisse Story am Laufen hielten.

Hollywood-Filme sind auch vorhersehbar, aber da geht es ebenfalls um eine Story.

Die "Reality"-Sachen geben aber vor, "real" zu sein. Das ist, was mir nen Knoten ins Hirn windet.
Die "Reality"-Sachen haben doch auch eine rudimentäre Geschichte.
Sie erzählen die Geschichte von X Teilnehmerinnen die versuchen, in einem Wettbewerb einen Modell-Vertrag zu bekommen.
Sie erzählen die Geschichte von X Teilnehmer die in einem Dschungel gefangen sind und dort versuchen den Rang eines Dschungel König zu erstreiten.
Sie erzählen die Geschichte von einem Teilnehmer der durch Hilfe eines anderen Teilnehmer seinen Stil verändert.

Nun und um diese Geschichte zu erzählen brauchen sie eine Plattform.
Weil sie nicht so eigenständig sein wollen wie ein Film, oder nur eine Serie, greift man halt auf einen sichtbar gestellten Realismus zurück, um die Geschichte immer wieder auf das neue, mit nur leichten Variationen zu erzählen. Man kann sie ja nicht völlig aus der Luft erzählen sondern braucht ein Transportmittel.

Wobei kein Hehl daraus gemacht wird das es nur ein Transportmittel ist und es nicht darum geht Real zu sein, sondern lediglich zu unterhalten. Wenn man einen Sketch hat, auf einer Bühne, geben die Figuren doch auch, zumindest für kurze Zeit, vor das es einen realen oder einen fiktiven Hintergrund hat.

Hum.

Vielleicht kann man es mit so etwas wie dem Ohnsorg-Theater vergleichen.
Man hat eine Bühne und Personen, die im Fall des Ohnsorg-Theater vorgeben bayrische Familien zu sein, stolpern rechts nach links und umgekehrt über die Bühne, machen ein Spektakel, versuchen eine witzige Geschichte zu erzählen, aber die ganzen Frotzeleien, was da so gesagt wird, ist nicht ernstgemeint.

Wenn man sich das Dschungel-Camp ansieht hat man dort keine Bühne, aber zumindest bei der letzten Episode die ich sah, eine ähnlich starre Kamerahaltung wie beim Theater.
Nun und zumindest GNTM verläuft, nach meinen Eindruck, ähnlich streng formalistisch, wenn nicht strenger. Man hat Kandidatinen die eine Herausforderung machen, ein paar jammern. Es geht zum Haare schneiden, ein paar Jammern, bis dahin hat man schon ein paar Typen aufgebaut. Die rebellische, das Schandmaul, die bemühte, liebchen etc. die ganz Rollengerecht für Spektakel und Zoten sorgen.
Nun und gerade bei der Alm konnte man doch beobachten das das ganze einer Muppet-Show gleicht. Unten (bzw. oben auf dem Berg) hampeln die Muppets hin und her, versuchen sich am Spektakel, oben lästern Waldorf und Statler (die aber nicht mal vorgeben das ihre Witze alle witzig sind oder sie kein Teil des Spektakels).
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 01:21
OK, jetzt wird's mir klarer. Trotzdem kein Grund, sich durch die Nutzung diesen Vokabulars auf die gleiche menschenverachtende Stufe zu stellen.

Touché. Ich neige bei gewissen Themen zu Erregungszuständen.

Zitat
Von Medienleuten hätte ich eigentlich etwas Zurückhaltung erwartet. Ganz genau wissen zu wollen, was "die Zuschauer" wollen ... ist eigentlich anmaßend.

Es ist weniger der Glaube zu wissen, was der Zuschauer will... es ist mehr morbide Neugier, wie weit man gehen kann. Und in unserer Gesellschaft der Aufmerksamkeitsökonomie macht es sich halt quotenmäßig immer besonders gut, ein kleines "Skandälchen" durch einen gezielten Tabubruch zu provozieren. Natürlich müssen die immer größer werden. Das ist eine Abwärtsspirale, die so lange nicht aufzuhalten ist, solange eben eingeschaltet wird.

Da kann Kalkofe meckern was er will, daß man den Zuschauer unterschätze. Solange selbiger einschaltet, solange beweist er, daß die "Macher" recht haben.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 01:22
... wäre trotzdem interessant, was daran zu mögen oder zu verstehen wäre, angesichts der eigenartigen Paradoxien, die im Format selbst angelegt sind. Und darauf gibt mir der "gemeine Ami" keine Antwort. ;)
So paradox finde ich das Format gar nicht: Abgehalfterte C-Prominente gehen für eine Weile in den Dschungel um wieder etwas mediale Aufmerksamkeit und Geld zu bekommen. Dabei müssen sie absurde Prüfungen bestehen und der Sender schneidet alles kurzweilig zusammen. Dazu noch bitterböse Kommentare von Bach & Zietlow, die nie einen Hehl daraus machen das die Sendung primär voyeuristisch und auf Schadenfreude ausgelegt ist. Viel ehrlicher kann man so eine Art von Fernsehsendung gar nicht machen.

Ob einem das dann gefällt oder nicht ist eine andere Sache.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 01:28
So paradox finde ich das Format gar nicht: Abgehalfterte C-Prominente gehen für eine Weile in den Dschungel um wieder etwas mediale Aufmerksamkeit und Geld zu bekommen. Dabei müssen sie absurde Prüfungen bestehen und der Sender schneidet alles kurzweilig zusammen. Dazu noch bitterböse Kommentare von Bach & Zietlow, die nie einen Hehl daraus machen das die Sendung primär voyeuristisch und auf Schadenfreude ausgelegt ist. Viel ehrlicher kann man so eine Art von Fernsehsendung gar nicht machen.

Das zeigt auch, daß man sogar sowas differenzieren muß. Mit der "Ehrlichkeit" hast Du hier recht. Diese C-Prominenz-Formate sind vielleicht... nicht meine Sache... (ich versuch zivilisierten Diskurs, wirklich), aber tatsächlich "ehrlich" insofern besagte C-Prominenz weiß, daß sie, öh, auf was sie sich einläßt. Im Gegensatz hierzu stehen Formate wie das Besprochene und Artverwandte, deren üble Praktiken ja z.B. von Alexandro (http://tanelorn.net/index.php/topic,69887.msg1398592.html#msg1398592) beschrieben wurden.

Das steht nochmal auf einem anderen Blatt. Hier wird gezielt auf wehrlose Zivilisten geschossen (sozusagen).

EDIT/ Noch ein Nachtrag

Von Medienleuten hätte ich eigentlich etwas Zurückhaltung erwartet.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen - nicht die Gesamtheit der Medienleute ist so, wahrscheinlich nicht mal die Mehrheit, es ist das Umfeld gewisser Quotenhechte, das sich derart geriert.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 01:32
Da kann Kalkofe meckern was er will, daß man den Zuschauer unterschätze. Solange selbiger einschaltet, solange beweist er, daß die "Macher" recht haben.
Dem Zuschauer würde ich da nicht die "Schuld" in die Schuhe schieben - da müssen die Impulse schon von den Fernsehschaffenden ausgehen.
Zitat
Im Gegensatz hierzu stehen Formate wie das Besprochene und Artverwandte, deren üble Praktiken ja z.B. von Alexandro (http://tanelorn.net/index.php/topic,69887.msg1398592.html#msg1398592) beschrieben wurden.
Ja, da gibt es wirklich einige unschöne Fälle.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 01:36
Ja, da gibt es wirklich einige unschöne Fälle.

Die häufen sich aber offenbar in der letzten Zeit. Und ich glaube nicht, dass dies allein dem Neid der ÖR und ihrer "Wadenbeißer" (ZAPP) zu verdanken ist. ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: alexandro am 7.09.2011 | 01:37
Wer übrigens sowas schon schlimm findet, der sollte mal schauen, was selbst in den klagewütigen USA im Fernsehen durchgeht (googlet mal "Breaking up with Shannen Doherty", wenn ihr euch traut :gasmaskerly: ).
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 01:39
Dem Zuschauer würde ich da nicht die "Schuld" in die Schuhe schieben - da müssen die Impulse schon von den Fernsehschaffenden ausgehen.

Ne. Sie haben ja keinen Anlaß das zu ändern. Die Formate sind billig, superbillig, die Leute schalten ein, die Werbeblöcke werden gebucht. Die wären doch aus ihrer Sicht wahnsinnig, ich weiß nicht, auf "Qualitätsfernsehen" zu gehen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 01:42
Ne. Sie haben ja keinen Anlaß das zu ändern. Die Formate sind billig, superbillig, die Leute schalten ein, die Werbeblöcke werden gebucht. Die wären doch aus ihrer Sicht wahnsinnig, ich weiß nicht, auf "Qualitätsfernsehen" zu gehen.
Aber sinkende Quoten wären doch auch kein Anlass, oder? Da würde doch nur das nächste billige Format ausgepackt (so ging es bspw. von den Talkshows über die Gerichtssendungen hin zu den scripted reality-Formaten).
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 01:51
Aber sinkende Quoten wären doch auch kein Anlass, oder? Da würde doch nur das nächste billige Format ausgepackt (so ging es bspw. von den Talkshows über die Gerichtssendungen hin zu den scripted reality-Formaten).

Éin Teufelskreis, ja. Was mir Hoffnung gibt, auch wenn mich das wieder unbeliebt macht: Die Zwangsabgabe, so sie denn eingeführt werden sollte, wird ja nur eingeführt, weil die Zahl der GEZ-Abmelder seit einigen Jahren in ähnlichem Tempo steigt wie die Kirchenaustritte. Mehr und mehr Menschen stimmen ziemlich radikal dagegen, daß Sondermüll in ihren Wohnzimmern verklappt wird.

Da ist noch ein anderer Punkt: OHNE RÜCKSCHLÜSSE AUF FORISTEN/INNEN ZU ZIEHEN. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die meisten Konsumenten dieser Sendungen, die ich kenne, Single und über 35, und sie schalten den Kram beim nach Hause kommen ein, "um menschliche Stimmen zu hören", "nicht allein zu sein" etc.. Das ist an sich schon sehr traurig, aber gespenstisch wird es, wenn sie den Kram ziemlich präzise referieren können, z.B. die zwischenmenschlichen Entiwcklungen in irgendeinem Container, obwohl es nur als Background Noise läuft.

Das find ich gruselig. Mit ihren Verwandten haben sie wochenlang nicht gesprochen, aber wie es Sandy aus Essen in Bezug auf Kevin den Lutscher geht, das wissen sie.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 01:55
Was mir Hoffnung gibt, auch wenn mich das wieder unbeliebt macht: Die Zwangsabgabe, so sie denn eingeführt werden sollte, wird ja nur eingeführt, weil die Zahl der GEZ-Abmelder seit einigen Jahren in ähnlichem Tempo steigt wie die Kirchenaustritte. Mehr und mehr Menschen stimmen ziemlich radikal dagegen, daß Sondermüll in ihren Wohnzimmern verklappt wird.
Als letztes noch, denn ich sollte jetzt wirklich schlafen gehen: Die neue GEZ-Regelung wird doch am Angebot des Privatfernsehens (wo der Großteil des scripted reality-Zeugs ja stattfindet) nichts ändern. Oder verstehe ich dich irgendwie falsch?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 01:57
Hat mit Privatfernsehen natürlich nix zu tun, da hats du recht, sondern damit, daß Gebührenzahler nicht mehr einsehen, für das zu zahelne, was aus der, mmmprpfffh, iBox? Ja. iBox! Aus der iBox dringt. Jeder wegfallende GEZ-Zahler bricht auch den Privaten als Werbekunde weg.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 02:00
Jeder wegfallende GEZ-Zahler bricht auch den Privaten als Werbekunde weg.
Wobei man natürlich nicht weiß ob die dann nicht trotzdem fernsehen. Man hört ja so einiges ;) Oder spielen die GEZ-Zahler bei der Berechnung der Quoten irgendeine Rolle?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 02:04
Na, gut. Ich kann mir jetzt zwar nicht vorstellen, daß jemand die Kiste abmeldet und anschließend heimlich bei runtergelassenen Läden die Privaten glotzt, aber das wird es sicher auch geben. Laß mir meinen Glauben an die Menschheit, ja?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: anachronist am 7.09.2011 | 05:36
Huh, habs gerade ansatzweise angeguckt. Wie so oft bei derartigen Sendungen ereilte mich akutes Fremdschämen. Ich kann nicht verstehen, wie man sich für so etwas hergeben kann. Aber das Honorar oder der Wunsch nach medialer Präsentation wird schon entsprechend hoch sein.

Ich weiß aber gar nicht, warum sich in diesem Thread so viele User streiten. Unterschichtsfernsehen und so. Ich glaube auch, dass solche Sendungen so konzipiert sind, dass sie bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders ansprechen. Das ist doch bei allen Sendungen so. Und ich denke mit solchen Geschichten werden am ehesten 15 bis 25 Jährige erreicht, die ein niedriges oder mittelmäßiges Bildungsniveau haben. Und was ist auch schlimm daran? Fernsehen macht den Menschen auch nicht blöder, als er schon ist. Es macht sie aber auch kein bischen schlauer. Und wenn man viel fernsieht, bleibt eben weniger Zeit für sinnvolle Beschäftigung.

Ich glaube das Unangenehme ist, dass gewisse Anteile von Diego auch in uns zu finden sind und wenn es nur der Faible für Fantasy ist. Und damit kann das rudimentäre Gefühl gelegentlich aufflackern, "Oh mein Gott, das könnte ich sein!". Sind wir aber nicht. Gott sei Dank.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 7.09.2011 | 07:45
Da ist noch ein anderer Punkt: OHNE RÜCKSCHLÜSSE AUF FORISTEN/INNEN ZU ZIEHEN. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die meisten Konsumenten dieser Sendungen, die ich kenne, Single und über 35, und sie schalten den Kram beim nach Hause kommen ein, "um menschliche Stimmen zu hören", "nicht allein zu sein" etc.. Das ist an sich schon sehr traurig, aber gespenstisch wird es, wenn sie den Kram ziemlich präzise referieren können, z.B. die zwischenmenschlichen Entiwcklungen in irgendeinem Container, obwohl es nur als Background Noise läuft.

Das find ich gruselig. Mit ihren Verwandten haben sie wochenlang nicht gesprochen, aber wie es Sandy aus Essen in Bezug auf Kevin den Lutscher geht, das wissen sie.

Dieser Punkt wird meiner Ansicht nach zu häufig unter den Tisch gekehrt. Ich selbst bekomme das aus meinem Umfeld zwar kaum mit, aber meine Frau erlebt bei ihren Kolleginnen (zum Großteil allerdings keine Singles) genau das: Dieser Mist wird zu Inhalten, über die man spricht, die man kommentiert -- und zwar nicht kritisch. In diesen Mist werden Emotionen und Gedanken gesteckt. Und deshalb wird eben die "Message" -- und die halte ich in diesem und den vielen anderen Fällen ja für das eigentlich Verwerfliche -- auch "empfangen". Das Sich-lustig-Machen hat dadurch eine -- in meinen Augen -- erschreckende Normailtät erlangt. Ob die "reality" nun real oder vorgegaukelt wird, spielt dabei keine Rolle, solange das Zeug genauso ernst genommen wird wie die Nachrichten.

Hach, aber jetzt war ich bestimmt wieder menschenverachtend, irgendwo zwischen den Zeilen oder im Subtext oder im Himmelreich ...  ::)

Ich glaube das Unangenehme ist, dass gewisse Anteile von Diego auch in uns zu finden sind und wenn es nur der Faible für Fantasy ist. Und damit kann das rudimentäre Gefühl gelegentlich aufflackern, "Oh mein Gott, das könnte ich sein!". Sind wir aber nicht. Gott sei Dank.

Dieser Punkt geht völlig an mir vorbei, wenn ich so etwas sehe. Das Einzige, was mich hier stört, ist, dass man drei völlig normale Typen präsentiert -- Juan, Sara und Sandy --, einen davon als Freak stigmatisiert, den Zuschauer über diverse erzählerische Kniffs auf die eine Seite zieht -- Affirmation des "Normalen" -- und diese Konstellation völlig unkritisch zur Belustigung und Unterhaltung ausschlachtet. Wenn Juan keine Fantasy, sondern Pferdebücher lesen würde, wäre das genauso unangenehm. Das Problem der Sendung ist nicht, wo man sich selbst (in Teilen) wiedererkennt, sondern dass sie diktiert, was normal zu sein hat, und dabei mit dem Beifall des Publikums rechnen kann. Und dadurch, dass sie mit diesem Beifall rechnet, unterscheidet sie sich, ob nun real oder fiktiv, von Satire oder dem, was man normalerweise als "Fiktion"* bezeichnet.

*Wobei Fiktion natürlich genau dieselbe Message transportieren kann, gar keine Frage. Allerdings setzt Fiktion noch mal einen zusätzlichen Reflexionssschritt beim Zuschauer voraus. Dass dieser in "Reality"-Formaten durch eben das Format übersprungen wird, könnte etwas mit dem von Arbo nachgefragten Reiz zu tun haben, den solche Sachen haben. Sie gehen direkter, unmittelarer ins Blut.



Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 7.09.2011 | 07:57
Und ich denke mit solchen Geschichten werden am ehesten 15 bis 25 Jährige erreicht, die ein niedriges oder mittelmäßiges Bildungsniveau haben.

Ich sehe die Zielgruppe auch da, aber leider ist diese Art der Unterhaltungssendung...nein Moment, DIE nennen das ja Dokumentation, in der bürgerlichen Mitte angekommen. Wenn man sich anschaut, wer da ins Aus gestellt wird und wer als "normal" gilt, da wird doch klar, wer die Sendungen (gerne) guckt: Die "Normalen".

Ansonsten bin ich Korknadels Meinung, allerdings kann ich mich selbst nicht ganz frei machen von der morbiden Faszination dieser Machwerke.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 08:55
Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die meisten Konsumenten dieser Sendungen, die ich kenne, Single und über 35, und sie schalten den Kram beim nach Hause kommen ein, "um menschliche Stimmen zu hören", "nicht allein zu sein" etc.. Das ist an sich schon sehr traurig, aber gespenstisch wird es, wenn sie den Kram ziemlich präzise referieren können, z.B. die zwischenmenschlichen Entiwcklungen in irgendeinem Container, obwohl es nur als Background Noise läuft.
Ich sehe nicht direkt was daran gespenstisch ist?
Also bei mir läuft es meist auch als Hintergrund Geräusch, weil ohne TV Nebengeräusche aus den Nachbarwohnungen zu hören sind, und die Laberei, auf Deutsch, im Hintergrund an sich angenehm ist. Trotzdem schaut und hört man ab und an hin. Selbst wenn man nur 25% dessen mitkriegt was da läuft hat man anschließend eine recht umfangreiche Zusammenfassung.

Die "Spektakel Aktionen" wie 'Die GNTM-Teilnehmerin hat eine Maus gefangen, wird gebissen und schreit als wenn sie stirbt' kriegt man eh in hinreichend vielen Einspielern als Höhepunkt der Sendung angekündigt und natürlich schaut man dann auch hin wenn es Planmäßig abgefrühstückt wird.
Man müsste schon sehr unaufmerksam sein um die Inhalte nicht wahrzunehmen.

Es ist auch nicht so als hätte man eine große Auswahl wenn man nach 20:15 Donnerstags oder Samstags den TV an macht.


Zudem sind die Sendungen, m.E. dazu da das man über den Klamauk spricht.
Es ist inszeniert, geschauspielert und es tut keinem weh wenn man über DSDS oder Supertalent lästert. Immerhin sind die Sendungen dazu gemacht. Liegt doch in der Absicht der Macher.
Wobei ich beim zuhören nicht den Eindruck hatte das die Lästergruppe 35+, weiblich und Singel ist und sich eigentlich schämt. Wenn hier irgendwas bemerkenswertes läuft spricht danach die gesamte Abteilung drüber.

Wobei ich "Breaking up with Shannen Doherty" nicht allzu bemerkenswert finde.
Läuft da nicht sowas wie "Temptation Island" auch im deutschen TV? (im belgischen liefs) Finde ich gruseliger ^^
Von Clous wie "Die Große Spendershow" ganz abgesehen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: El God am 7.09.2011 | 09:01
Und ja, das Dschungelcamp ist verdammt gut gemachtes Fernsehen mit messerscharf geschriebenen Dialogen. Muss man aber nicht mögen, muss man nicht mal verstehen.

Ohne jetzt auf den weiteren Verlauf der Diskussion eingehen zu wollen - imho wurde schon alles gesagt - noch ein kleiner Kommentar zum Dschungelcamp. Egal, was man von der narrativen Qualität und dem intellektuellen Anspruch des Formates halten mag, spielt das für mich in einer völlig anderen Liga, analog der Alm (iirc). Die Menschen, die sich dort medial in alle Körperöffnungen f***en lassen, haben bereits Erfahrung im Mediengeschäft und dürften sehr genau wissen, was auf sie zukommt. Wer sich *dann* immer noch freiwillig für sowas hergibt, geht dann imho mit einer ausreichend professionellen Distanz zu dem, was gesendet wird, an die Sache heran und wird sicher sogar von selbst, ohne Anweisung der Regie pseudoemotionale und wasweißich für Szenen liefern, die sich im Format optimal ausschlachten lassen. Meine Kritik zielt wie gesagt in eine andere Richtung und geht nicht in erster Linie an die (subjektive) unterhalterische/intellektuelle Qualität der Sendung an sich.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 09:04
Die "Reality"-Sachen haben doch auch eine rudimentäre Geschichte.

Ganz kurz ... da habe ich mit der "Story" in meinem Beitrag unbewusst eine Nebelkerze gezündet. Auf was ich eigentlich hinaus wollte, war, dass die "reality"-Shows vorgeben, "reality" widerzuspiegeln.

Das liegt für mich der Unterschied zu Hollywood und SciFi.

Was ich halt absurd finde, ist, dass in den Formaten "reality" gescriptet wird, eigentlich auch jeder weiß, dass es gescriptet ist, aber trotzdem der "Schein" gewahrt bleiben soll, dass es "real" ist. Wir freuen uns dann wohl diebisch über die ein oder anderen Kommentare einer gescripteten Handlung, die vorgibt, nicht gescriptet zu sein, von der alle wissen, dass sie gescriptet ist.

Hat mit Privatfernsehen natürlich nix zu tun, da hats du recht, sondern damit, daß Gebührenzahler nicht mehr einsehen, für das zu zahelne, was aus der, mmmprpfffh, iBox? Ja. iBox! Aus der iBox dringt. Jeder wegfallende GEZ-Zahler bricht auch den Privaten als Werbekunde weg.

??? Selbst das öffentlich-rechtliche TV ist mittlerweile dermaßen boulevardisiert, dass einem der "Spaß" am TV vergeht. Da ist der Entschluss, dem TV ganz zu entsagen nicht fern. Aber "dank" der neuen GEZ-Regelungen kann ich mich ja dem ÖR so gut wie gar nicht mehr entziehen ... da müsste ich eingemauert in einem Betonbunker hausen ... und bräuchte dann in der Tat "menschliches" Geschwafel, damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt. ;)

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 7.09.2011 | 09:25
Ich habe keine Ahnung wie du auf die Idee kommst ich wäre total christlich?
Respektive, Alter was glaubst du das ich glaube?
Nun oder darauf das ich keine Rock Musik höre? Hä?
Und wer hat darüber gepinst das die Leute auf dem Wacken alle so untrue aussehen beziehungsweise seien?

Nur weil ich mal erwähnt hab das nicht jeder auf total speckige Rocker steht? o_O


Ach, weißte, Kleene (Wußte gar nicht, das wir inzwischen so vertraulich sind)

Du hast nicht von speckigenRockern gesagt, sondern generell von Metallern gesprochen, aber das jetzt rauszusuchen, ist mir echt zu müssig.

Und Du willst jetzt und hier wirklich leugnen, das Du dem christlichen Glauben nahestehst, das er dir viel bedeutet und Du dein Leben nach seinen Grundsätzen, zuminest zum Teil, ausrichtest? Dann entschuldige ichmich hiermit dafpr, das ich einen falschen Eindruck von dir gewonnen habe.

Was Du glaubst oder nicht spielt allerdings für mich in der Tat keine wie immer geartete Rolle, ich hatte das Glück feststellen zu können, das es unter den Christen total töfte Menschen gibt, sich im Gegenzug aber unter den Heiden und Atheisten so viele dermassene Volltrottel tummeln, mit denen ich nicht mal den Planeten teilen möchte.
 
Aber was mein Aussehen angeht, so sei dir gewiss, das niemand auf der Welt auf den Gedanken kommen könnte, ich wäre etwas anderes als ein Metaller.

Übrigens, Zwini hat herzhaft gelacht, als ich ihm erzählte, das ausgerechnet sein Foto als Beispiel ausgewählt wurde als Nachweis, das Metaller alle häßlich und verwahrlost sind und nie Frauen abbekommen. Die ausgesprochen hübsche junge Frau in seinem Arm, die er auf dem Festival kennengelernt hat, grinste nur süffisant und meinte trocken: Das ändere ich dann mal gleich...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 09:38
Was ich halt absurd finde, ist, dass in den Formaten "reality" gescriptet wird, eigentlich auch jeder weiß, dass es gescriptet ist, aber trotzdem der "Schein" gewahrt bleiben soll, dass es "real" ist. Wir freuen uns dann wohl diebisch über die ein oder anderen Kommentare einer gescripteten Handlung, die vorgibt, nicht gescriptet zu sein, von der alle wissen, dass sie gescriptet ist.
Das ist doch im Prinzip das gleiche wie die TNMT oder Simpsons, die in der Serie auch mal Anspielungen darauf fallen lassen das sie nur gezeichnet sind.



Was den "menschlichen Geschwafel" Faktor angeht, denke ich, haben den Serien stärker.
Naja und allgemein ist es doch weniger gespenstisch, als psychologisch erklärt das man Personen, die man häufig sieht und hört, die einem als solche nichts tun, tendentiell geistig in eine "Freund" Schublade schiebt. Ob das dann die Zietlow beim Dschungel Camp ist, und man sie so als Läster-Schwester annimmt oder ob das dann eins der Opfer ist, wo man die Kommentare natürlich total fies findet.
Nur wenn die Kiste aus ist, sind die Leute weg, und man kann sich wieder echten Beziehungen oder Problemen zu wenden.

Ach, weißte, Kleene (Wußte gar nicht, das wir inzwischen so vertraulich sind)
Alter, wer mir solche Dinge wie du unterschiebt, muß damit leben das ich ihn Kleiner nenne.

Zitat
Du hast nicht von speckigenRockern gesagt, sondern generell von Metallern gesprochen, aber das jetzt rauszusuchen, ist mir echt zu müssig.
Entscheide dich mal. Weil in dem Thread hier hast du mir eine wiederholte Abneigung gegen Rocker unterstellt.  ::)

Zitat
Und Du willst jetzt und hier wirklich leugnen, das Du dem christlichen Glauben nahestehst, das er dir viel bedeutet und Du dein Leben nach seinen Grundsätzen, zuminest zum Teil, ausrichtest?
Irgendwie scheint dich mein Glaube wesentlich stärker zu beschäftigen als mich. o_O
Ich "leugne" nichts, ich bin verwirrt.
Und nein, ich würde mich nicht so hammer-christlich beschreiben wie das da jetzt klingt. o_O
Ich würde nicht behaupten das ich unchristlich bin, so ein paar Grundsätze befolge ich nun auch einfach weil es imho dazu gehört nen netter Mensch zu sein. Aber das letzte mal das ich in der Kirche war, war zu einer Beerdigung 2007. IIRC.

Zitat
Aber was mein Aussehen angeht, so sei dir gewiss, das niemand auf der Welt auf den Gedanken kommen könnte, ich wäre etwas anderes als ein Metaller.
Wenn dir das so wichtig ist. o_O
Irgendwie scheint dich (dein) Styling wesentlich mehr zu beschäftigen als mich. O_O
Krass, das meine Beiträge und Style-Einschätzung sogar Thema deines Privat Lebens sind  >;D
Bisher hielt ich mich für einen absoluten Mode-N00b.  8)

Nun und das du wert darauf legst immer so auszusehen wie ein Metaller mag sein, ändert dennoch nichts an dem Vergleich :P


Naja und auch nichts daran das man um die Styling Richtung weiß in die "Das Model und der Freak" geht.
Angenommen ich wollte mein Styling ändern, und so aussehen wie jemand aus der Kelly Family, wie Björk, oder eine Reanactment taugliches Styling haben, dann würde ich mich doch auch nicht bei MTVs "Make Over" oder GNTM bewerben.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: El God am 7.09.2011 | 09:43
Hey, ihr zwei. Wenn ihr intim werden wollt, nehmt euch ein Zimmer  8]
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Deep One am 7.09.2011 | 09:46
Aber verteufelt wenig was Otto-Normal-Sandy interessiert.

Och, bin ich mir gar nicht so sicher. Hängt, denke ich, weniger davon ab, was Mann sagt, sondern wie Mann es sagt. Einen kernigen Burschen, der als Hobby an seinen Wochenenden aufregende Dinge in freier Natur erlebt, dürfte auch Otto-Normal-Sandy als angenehme Abwechslung zu den Typen empfinden, von denen sie sonst so angesprochen wird, die halt ins Fitness-Studio gehen und sich am WE in der Disse plattsaufen und sonst nix.

Die "Normalo-Tussen" achten keinesweg stärker auf Äußerlichkeiten als Leute innerhalb einer Subkultur es tun.
Und das ist das große Problem an diesen Sendungen. Sie leben im Grunde davon, dass sie verzweifelte Leute mit geringem Selbstbewußtsein erwischen, die bereit sind, sich öffentlich zu demütigen, um "wieder mitspielen zu können". Das sind professionell gestaltete "Bandenaufnahmeprüfungen" und "Mutproben". Anders, als die Sendung es vorgaukelt, geht es ja nicht vordergründig darum, demjenigen zu helfen (das wäre nur eine angenehme Nebenwirkung). Wenn es darum ginge, ihm zu helfen, dann wären ein Soziales Kompetenztraining und begleitete soziale Aktivitäten erforderlich - und keine Ausstrahlung im bundesweiten Fernsehen.

Das ist (wie Dolge bereits sagte) das Problem dieser Sendungen, diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirkung. Die Anpassung ist nicht das Problem, denn die erfolgt (wie Teylen richtig bemerkte) freiwillig.

... wobei ich, als ich meinen Beitrag schrieb, zugegebenermaßen nicht realisiert hatte, dass möglicherweise die gesamte Episode gescripted war.  :o Na, Schwamm drüber. Aber die von Dir vorgeschlagene Alternative wäre ein kühles Format, das würd' ich mir auch anschauen. :)

ETA:

Und Du willst jetzt und hier wirklich leugnen, das Du dem christlichen Glauben nahestehst, das er dir viel bedeutet und Du dein Leben nach seinen Grundsätzen, zuminest zum Teil, ausrichtest?

Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

 :o
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 7.09.2011 | 09:47
Hey, ihr zwei. Wenn ihr intim werden wollt, nehmt euch ein Zimmer  8]

Mit DEM Metaller? Das ist doch voll der FREAK!  ;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 09:48
Mit DEM Metaller? Das ist doch voll der FREAK!  ;D
Damit sind die Ansprüche an das Model-Aussehen des MODELS aber gerade massiv eingebrochen  >;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 10:09
Passend zum Thema: RTL-Nachmittag wieder in unfassbaren Höhen (http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/32712/rtlnachmittag_wieder_in_unfassbaren_hhen/)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 7.09.2011 | 10:19
Entscheide dich mal. Weil in dem Thread hier hast du mir eine wiederholte Abneigung gegen Rocker unterstellt.  ::)

Wie komm ich nur darauf?

Irgendwie scheint dich mein Glaube wesentlich stärker zu beschäftigen als mich. o_O
Ich "leugne" nichts, ich bin verwirrt.
Und nein, ich würde mich nicht so hammer-christlich beschreiben wie das da jetzt klingt. o_O
Ich würde nicht behaupten das ich unchristlich bin, so ein paar Grundsätze befolge ich nun auch einfach weil es imho dazu gehört nen netter Mensch zu sein. Aber das letzte mal das ich in der Kirche war, war zu einer Beerdigung 2007. IIRC.

Was genau hat Christ zu sein mit Kirchenbesuche zu tun?

Und wer nicht christlich ist, ist kein netter Mensch?

Wenn dir das so wichtig ist. o_O
Irgendwie scheint dich (dein) Styling wesentlich mehr zu beschäftigen als mich. O_O
Krass, das meine Beiträge und Style-Einschätzung sogar Thema deines Privat Lebens sind  >;D
Bisher hielt ich mich für einen absoluten Mode-N00b.  8)

Nein, Du bist es, die sich für mein Aussehen interessiert, bzw. Vergleiche diesbezüglich mit Leuten aus ihrem Bekanntenkreis anstellt.


Nun und das du wert darauf legst immer so auszusehen wie ein Metaller mag sein, ändert dennoch nichts an dem Vergleich :P


Ich kann nun mal nicht anders aussehen, weil ich nicht mal andere Klaotten besitze, meine Haare icht einfach abnehmen kann und die Tattoos leider in der Haut sitzen und nicht nur auf Stulpen aufgemalt...

Mag so mancher doof finden, ich kann hingegen damit sehr gut leben...

Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 10:39
Wie komm ich nur darauf?
Wie ich darauf komme das du mir eine Abneigung gegen Rocker unterstellst?
Ah ja, genau, die Rocker, die Du ja nicht leiden kannst und die eh nie Frauen abbekommen. Würde es denn bei einem christlichen Rocker vielleicht besser aussehen?

Zitat
Was genau hat Christ zu sein mit Kirchenbesuche zu tun?
Sag du es mir.
Du bist doch derjenige der mich scheinbar in irgendeiner christlich motivierten Glaubenskrise waehnt.

Zitat
Und wer nicht christlich ist, ist kein netter Mensch?
Nein. Habe ich das irgendwo behauptet?

Zitat
Nein, Du bist es, die sich für mein Aussehen interessiert, bzw. Vergleiche diesbezüglich mit Leuten aus ihrem Bekanntenkreis anstellt.

Also ich bin nicht diejenige die versichern muss auf keinen Fall nicht auszusehen als wuerde sie XY hoeren.
In den allermeisten Faellen wuesste ich nicht mal wie man sich fuer XY anziehen muesste.
Ich bin auch nicht diejenige die auf Festivals faehrt oder welche sieht und dann behauptet das die gar nicht echte XY sind.
Nun und ich beurteile Menschen fuer gewoehnlich nicht danach das, wenn sie aussehen wie "Normalo-Tusen", man sie sich vorknoepfen sollte weil sie wohl oberflaechlich sind.

Nun ob und welche Tattoos man sich stechen laesst ist doch die eigene Entscheidung.
Naja und wenn man sich welche macht hat man sich doch schonmal fuer einen Styling-Ansatz entschieden?
Egal ob es nun ein Arschgeweih ist, eine tolle Fantasy Figur, Johnny Cash oder sonst was.

Ich interessiere mich nicht viel weiter fuer Aussehen und Styling als das es etwas ist das ich wahrnehme.
Weil ich nunmal halbwegs gesunde Augen habe.
Abgesehen davon lege ich relativ wenig Wert auf Aussehen und/oder Styling.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 7.09.2011 | 11:01
Ohne jetzt die von dir verlinkte Geschichte zu kritisieren (habe ich nicht gesehen, kann ich kein Urteil dazu abgeben): Bei fernsehkritik.tv wäre ich grundsätzlich etwas vorsichtig. Holger Kreymeier neigt gerne mal zur übertriebenen Selbstdarstellung und liegt außerdem mit RTL im Clinch.
Der haut auf jeden Sender teilweise mit übertriebenen Vorwürfen drauf, der nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Mittlerweile liegt er übrigens mit RTL per Klage im Clinch. ;)
Das hat aber mit dem angesprochenen Link erstmal nur peripher etwas zu tun. Interessant sind die Stellen in der Posch-Sendung bei denen nachweislich gelogen wurde (Der Fall ist übrigens in eine zweite Runde gegangen. Dabei wurde es ähnlich hanebüchen).
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 11:07
Das hat aber mit dem angesprochenen Link erstmal nur peripher etwas zu tun.
Ja, habe ich ja auch geschrieben. Mir ging es nur darum das man mit fernsehkritik.tv grundsätzlich eher kritisch umgehen sollte.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 7.09.2011 | 11:11
Ja, habe ich ja auch geschrieben. Mir ging es nur darum das man mit fernsehkritik.tv grundsätzlich eher kritisch umgehen sollte.
Klar. Genauso wie mit ZAPP und eigentlich jeder Info-Sendung oder Doku ganz gleich welcher Couleur.

EDIT:
Nervig finde ich es nur, wenn vorgegaukelt wird, dass echte Fälle behandelt werden und dabei echte Namen genannt werden. Damit können sie nämlich Existenzen zerstören, egal ob "freiwillig" oder unfreiwillig.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Trichter am 7.09.2011 | 11:24
Das habe ich auch schon live erlebt. Die Leute wurden von der Orga aber ziemlich schnell vor die Tür gesetzt weil sie die da nicht haben wollten.
Hehe, ein Freund von mir (war früher mal mein SR SL) hat den Machern der Sendung (da war die grade neu im Fernsehen) eine mail geschrieben. Inhalt war in etwa, dass er es menschenverachtend findet, dass dort das Leben von irgendwelchen Tussy-Models als so viel besser und erstrebenswerter als das Leben von Rollenspielern/Mittelalterfans etc. dargestellt wird.

Als Antwort bekam er einige Zeit später ein Berwerbungsformular für die Sendung. In der mail stand dazu (in etwa):
Vielen Dank, dass sich sich für unser TV-Format interessieren. Falls sie selbst daran teilnehmen möchten, schicken sie uns bitte das Formular im Anhang ausgefüllt zurück.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: LöwenHerz am 7.09.2011 | 11:27
Was passiert eigentlich, wenn der Freak ein Model ist und das Model ein Freak?
Es gibt da diese leckeren Porno Schnecken, die D&D spielen, oder ?  >;D

Und wenn ich mich recht entsinne, hatte sich Peter Steele (der Type O Negative Sänger für die Unkundigen, R.I.P. ! ) doch auch mal im Playgirl nackig gemacht (wobei das ziemlich viele der "ach so schlimm verhassten Schwulen" angetörnt hat, oder erinnere ich mich da verkehrt?  ~;D ).

Ach ja, dieser Thread ist lustig. Die Eskapaden auch.  :d
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Brakiri am 7.09.2011 | 11:41
Verklärst du da nicht etwas die Vergangenheit?

Also auch bei den Klassikern wie Pong, Space Invader, Mario Brothers etc. ist nichts von einem tiefen Gameplay zu merken.

Es gab damals gute wie schlechte Spiele und es gibt heutzutage gute wie schlechte Spiele. Da hat sich über die Zeit nichts geändert.

Beim Fernsehen kann ich schlecht etwas zu den damaligen Shows sagen. Aber wenn ich mir so alte Sendungen wie Glücksrad anschaue, dann kann ich auch da kein Niveau erkennen.

Mann geht das ab hier! ;)
Round 4, FIGHT!

@Eulenspiegel

Sicher gab es auch früher schlechte Spiele, der UNTERSCHIED ist der, dass eine Reduktion des Gameplays heute zu einer ERHÖHUNG der Bewertung führt. Beispiel Mass Effect finde ich recht eindrucksvoll.
Oder nimm CRPGs. Baldurs Gate, Planescape: Torment usw. müssten viele alte Hasen hier kennen. Dragon Age kam vor ein paar Jahren als inoffizieller Nachfolger raus, und es war sowohl vom Gameplay, als auch von der Story einfach nur enttäuschend, und bestand aus Schlauchleveln, einem flachen Regelwerk und über 75% der Zeit hat man nur gekloppt. Trotzdem wurde es überall mit 90+ hochgejubelt.

Beim Fernsehen ist es halt genauso, genau wie Kalkofe sagt. Man wird nach und nach mit immer dümmlicherem Mist zugeworfen, gibt den Leuten sogar noch das Gefühl, als wäre es erstrebenswert sich für 300€ bei Richterin Salesch zum Affen zu machen.
Ich kann sowas garnicht gucken. Da kommt bei mir sofort eine extreme Welle am Fremdschämgefühl hoch. Das tut fast körperlich weh, wenn ich kurz am TV vorbeigehen, wenn meine Freundin DSDS oder eine Richtershow oder sowas guckt. Es schaudert mich, und weg bin ich wieder.

Hab also auch seit sicher 5 oder 6 Jahren kein TV mehr geguckt. Das ist jetzt keine Aussage die mich überlegen machen soll, aber ich brauche es nicht und es fehlt mir auch nicht.
Aber wenn ich dann mal aus dem Augenwinkel sehe was da läuft, bestätigt sich meine Entscheidung immer wieder ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ranor am 7.09.2011 | 11:42
Und wenn ich mich recht entsinne, hatte sich Peter Steele (der Type O Negative Sänger für die Unkundigen, R.I.P. ! ) doch auch mal im Playgirl nackig gemacht (wobei das ziemlich viele der "ach so schlimm verhassten Schwulen" angetörnt hat, oder erinnere ich mich da verkehrt?  ~;D ).
Da erinnerst du dich durchaus richtig  ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 7.09.2011 | 11:47
Wie ich darauf komme das du mir eine Abneigung gegen Rocker unterstellst?Sag du es mir.

Du gibst dir jedenfalls reichlich Mühe, den Eindruck zu erwecken...Rocker/Metaller scheinen der Real Life Pendent zur nWoD zu sein...

Du bist doch derjenige der mich scheinbar in irgendeiner christlich motivierten Glaubenskrise waehnt.

Hab ich was von Krise geschrieben? Kann mich nicht daran erinnern, nur daran, das deine Verhaltensweisen teil/zeitweise mit den Glaubensgrundsätzen kollidieren, die ich bei dir vermute, eine diesbezügliche Krise bei dir sehe ich da nicht. Wäre auch so zielich das erste Mal, das widersprüchlichkeiten im eigenen Verhalten bei gläubigen Menschen zwangsläufig zu persönlichen Kriesen führen. Gut, kann man nicht ausschiessen, aber generll ist manda doch sich selbst gegenüber eher bereit zu verzeihen...

Nein. Habe ich das irgendwo behauptet?
Also ich bin nicht diejenige die versichern muss auf keinen Fall nicht auszusehen als wuerde sie XY hoeren.
In den allermeisten Faellen wuesste ich nicht mal wie man sich fuer XY anziehen muesste.
Ich bin auch nicht diejenige die auf Festivals faehrt oder welche sieht und dann behauptet das die gar nicht echte XY sind.

Ach Pippi Langstrumpf, machste dir die Welt, wieder wie sie dir gefällt? ICh versichere nicht, ich stelle fest, was im Prinzip ehunnötig ist, weil man kann es ja sehen. Mir gehen aber die Leute auf den Zeiger, die eben nicht so aussehen, als würden sie einer bestimmten (Sub-)Kultur angehören und dennoch darauf beharren, eben zu jener Gruppe zuzugehören. Aber wieso spielt das gerade eine Rolle? *Kopfkratz*
 
Nun und ich beurteile Menschen fuer gewoehnlich nicht danach das, wenn sie aussehen wie "Normalo-Tusen", man sie sich vorknoepfen sollte weil sie wohl oberflaechlich sind.

Du musst mal genau schauen, da hinten in meinem Rachenraum, da sind noch ein paar Worte, die Du mir umdrehen musst...

Außerdem: Nein, ich hatte NIEMALS den Eindruck, das Du Leute nach ihrem Äußeren beurteilst, solltest DU jemals den Eindruck gewonnen haben, das es so sei, entschuldige ich mich hier in aller Form bei dir  :Ironie:

Nun ob und welche Tattoos man sich stechen laesst ist doch die eigene Entscheidung.
Naja und wenn man sich welche macht hat man sich doch schonmal fuer einen Styling-Ansatz entschieden?
Egal ob es nun ein Arschgeweih ist, eine tolle Fantasy Figur, Johnny Cash oder sonst was.

Ich interessiere mich nicht viel weiter fuer Aussehen und Styling als das es etwas ist das ich wahrnehme.
Weil ich nunmal halbwegs gesunde Augen habe.
Abgesehen davon lege ich relativ wenig Wert auf Aussehen und/oder Styling.

Ja, das kenne ich von all den jungen Frauen, die hier im Siegeerland zur Calvarychapel oder anderen freikirchlich evangelischen Institutionen pilgern. Die legen da auch keinen Wert drauf, denn der Herr wird es schon richten *g*

Nur fürs Protokoll: WO genau wollte ich jemanden aufzwingen, sich die Tattoos stechen zu lassen, die ICH für richtig halte? Deine Methode, Leuten Worte in den Mund zu legen, um dann dagegen zu argumentieren ist schon aszinierend...nervend, anstrengend, dämlich, aber faszinierend!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 7.09.2011 | 11:50


Und wenn ich mich recht entsinne, hatte sich Peter Steele (der Type O Negative Sänger für die Unkundigen, R.I.P. ! ) doch auch mal im Playgirl nackig gemacht (wobei das ziemlich viele der "ach so schlimm verhassten Schwulen" angetörnt hat, oder erinnere ich mich da verkehrt?  ~;D ).


Pete hatte aber kein Problem damit, das Schwule ihn toll fanden...noch toller fand er allerdings, das diese Playgirl-Ausgabe die bis dato schlechtverkaufteste aler Zeiten war und noch lange Zeit blieb....ob dies noch so ist, entzieht sich meiner Kenntniss..
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Eulenspiegel am 7.09.2011 | 11:58
Mir gehen aber die Leute auf den Zeiger, die eben nicht so aussehen, als würden sie einer bestimmten (Sub-)Kultur angehören und dennoch darauf beharren, eben zu jener Gruppe zuzugehören. Aber wieso spielt das gerade eine Rolle? *Kopfkratz*
Es spielt eine Rolle, weil es in diesem Thread darum geht, wie sehr man auf Äußerlichkeiten achtet, anstatt auf die inneren Werte. Und ob es sinnvoll ist, die Äußerlichkeiten stärker zu achten als die inneren Werte.

Wenn dir jetzt Leute auf den Zeiger gehen, weil sie sich zu einer (Sub-)Kultur bekennen, obwohl sie äußerlich nicht so aussehen, scheinst du auch zu den Leuten zu gehören, die eher auf Äußerlichkeiten achten.

Imho ist es vollkommen egal, wie jemand aussieht.* Wichtig ist nur ihre innere Einstellung. Das heißt, die Zugehörigkeit an einer (Sub-)Kultur wird nicht an Äußerlichkeiten festgemacht, sondern an der inneren Einstellung.

*Disclaimer: Außer ich will mit der Person in die Kiste.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 12:02
Du gibst dir jedenfalls reichlich Mühe, den Eindruck zu erwecken...Rocker/Metaller scheinen der Real Life Pendent zur nWoD zu sein...
Hae? Also ich kann ja vielleicht vielles mit der klassischen wie weniger klassischen World of Darkness zusammen bringen, aber Rock/Metall respektive die Hoerer diesen.

Das einzige was ich auf die schnelle konstruiert bekaeme, waere das die Artworks zu der neuen klassischen World of Darkness, wie:
(https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc6/261473_10150219595261370_718351369_7539970_117083_n.jpg)

Hinsichtlich der Aesthetik beziehungsweise des Styles aussehen wie Rock/Metal, naja Industrial, Kuenstler im Bereich Visual Kei:
(http://30.media.tumblr.com/tumblr_lmrdnzb8zm1qkqrjio1_400.jpg)

Allerdings ist das klassische WoD und nicht negativ.
Nun und Mana-Sama sieht auch nicht ungestylt aus.

Zitat
Kann mich nicht daran erinnern, nur daran, das deine Verhaltensweisen teil/zeitweise mit den Glaubensgrundsätzen kollidieren, die ich bei dir vermute, eine diesbezügliche Krise bei dir sehe ich da nicht.
Wenn Verhaltensweisen mit Glaubensgrundsaetzen kollidieren, ob ganzzeitig oder halbseitig, nenne ich das eine Krise.
Und ich bin immernoch kein besonders glaeubiger Mensch.

Zitat
Mir gehen aber die Leute auf den Zeiger, die eben nicht so aussehen, als würden sie einer bestimmten (Sub-)Kultur angehören und dennoch darauf beharren, eben zu jener Gruppe zuzugehören. Aber wieso spielt das gerade eine Rolle? *Kopfkratz*
Also hier in dem Thread regt man sich doch ueber "Models" auf die so tun als wuerden ihnen "Freaks" auf den Zeiger gehen.
Weil das doch total nicht okay ist, die anderen entrechtet und das ebenso uebele wie oberflaechliche Geschmacksdiktatoren sind.
Ich wuerde dann ja erwarten, das man eine tolerantere Einstellung hat.
Das einem Leute nicht "auf den Zeiger gehen" weil sie falsch aussehen.
 
Zitat
Nur fürs Protokoll: WO genau wollte ich jemanden aufzwingen, sich die Tattoos stechen zu lassen, die ICH für richtig halte?

Mir gehen aber die Leute auf den Zeiger, die eben nicht so aussehen, als würden sie einer bestimmten (Sub-)Kultur angehören
Ich hoere, unter anderem, gerne Psychobilly, sehe aber gar nicht ein mir ein Tattoo stechen zu lassen, nur damit man akzeptiert das ich gerne und durchaus auch mal leidenschaftlich Psychobilly hoere.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 7.09.2011 | 12:07
Das ist zu kurz gegriffen, lieber Eulenspiegel.

In der Tat ist mir das Äußere einer Person bezüglich meiner Symphatie/Antipathie ihr gegenüber vollkommen egal (Außer in den Fällen, die dein Disclaimer abdeckt *g)

Aber für mich ist jemand, der im Oberhemd und Krawatte (oder auch in normalen Straßenklamotten) rumläuft halt kein Gothic, Metaller oder Punk. Sondern eventuell ein Fan der entsprechenden Musikrichtung, thats all. Macht ihn erstmal nicht per se zum besseren oder schlechteren Menschen. Dieser Exkurs ist mir hier aber zuwenig zielführend, dieser kurze ABriss muss nun reichen...

Und unglaublicherweise hat die (optische) (Nicht-)Zugehörigkeit zu einer (Sub-)Kultur bei der Auswahl meiner Sexualpartner noch weniger eine Rolle gespielt. Nicht bei Beziehungspartnern, aber das ergibt sich aus dem gemeinschaftlichen Interessen und Freundeskreis, aber ansonsten isses mr doch Wumpe, was die Frau hört und anzieht, hauptsache, es gefällt mir, was UNTER den Klamotten steckt *g*
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 7.09.2011 | 12:15
Hae? Also ich kann ja vielleicht vielles mit der klassischen wie weniger klassischen World of Darkness zusammen bringen, aber Rock/Metall respektive die Hoerer diesen.

Damit meinte ich eigentlich, das Du auf beide Themen ausgesprochen negativ reagierst, mehr nicht...

Ach ja, ist zwar ewig her, das ich Vampire gespielt habe (15-Jährige Möchtegern-Roxxer, die vorhaben, bei der nächsten Session den Prinz von Washington zu töten, nachdem sie letzte Session den von Philadelphia gekillt haben, haben mir den Spaß am ansonsten sehr netten System gekillt), aber Bruhjas sind ja schon ziemlich Rock/Metal gewesen, oder

Wenn Verhaltensweisen mit Glaubensgrundsaetzen kollidieren, ob ganzzeitig oder halbseitig, nenne ich das eine Krise.
Und ich bin immernoch kein besonders glaeubiger Mensch.

Is mir relativ egal, wie Du das nennst, ist allein dir überlassen. Aber dafür, das Du kein besonders gläubiger Mensch bist, gehst Du bei entsprechenden Theman immer richtig schön steil...

Also hier in dem Thread regt man sich doch ueber "Models" auf die so tun als wuerden ihnen "Freaks" auf den Zeiger gehen.
Weil das doch total nicht okay ist, die anderen entrechtet und das ebenso uebele wie oberflaechliche Geschmacksdiktatoren sind.
Ich wuerde dann ja erwarten, das man eine tolerantere Einstellung hat.
Das einem Leute nicht "auf den Zeiger gehen" weil sie falsch aussehen.

Ich entrechte die Leute, weil ich wegen solchen Leuten nicht mehr nach z.B. Wacken fahre? Ah, ja, interessanter Standpunkt, werde ich mir merken!


 
Mir gehen aber die Leute auf den Zeiger, die eben nicht so aussehen, als würden sie einer bestimmten (Sub-)Kultur angehören
Ich hoere, unter anderem, gerne Psychobilly, sehe aber gar nicht ein mir ein Tattoo stechen zu lassen, nur damit man akzeptiert das ich gerne und durchaus auch mal leidenschaftlich Psychobilly hoere.

Erwähnte ich meinen Rachenraum schon? Is schon Unterschied zwischen nem Metalshirt oder einem Plattencover als Rückentattoo, oder?

Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 7.09.2011 | 12:23
Damit meinte ich eigentlich, das Du auf beide Themen ausgesprochen negativ reagierst, mehr nicht...
Ich reagieren weder auf das eine, noch das andere negativ.
Das kommt dir hoechstens so vor.

Nun und ich, hm, 'gehe steil' wenn man mir irgendwelche ominoesen Feindschaften andichten moechte oder Glauben unterstellt.
Und Ja, Brujah wurden vom Styling her, sehr stark als Rocker, im Stil von Sons of Anarchy oder auch boesen Hiphoppern, dargestellt.


Ansonsten geb ich's auf xD
Ich glaube nicht das unser Gespraech mehr bringt als Unterhaltung auf GNTM, oder Das Model und der Freak Niveau ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Oberkampf am 7.09.2011 | 13:00


Aber für mich ist jemand, der im Oberhemd und Krawatte (oder auch in normalen Straßenklamotten) rumläuft halt kein Gothic, Metaller oder Punk. Sondern eventuell ein Fan der entsprechenden Musikrichtung, thats all.

Zu dem anderen Kram kann ich nichts sagen, welche Abgrenzungen bei den Metallern abgehen usw., aber was hinsichtlich der Notwendigkeit von Kleidung, Erscheinungsbild und Einstellung innerhalb der Punk-Subkultur für Diskussionen geführt wurden und werden, kann man das so einfach nicht sagen. Da gibt es genug Leute, die sich gegen die Punk = Mohawk (Irokesenschnitt) Ansicht wehren. Der Unsinn kam mMn erst mit Exploited und Post Punk auf. Die Dead Kennedys machen sich darüber z.B. in chickenshit conformist (http://www.youtube.com/watch?v=IOBH_LbaMH0) und anarchy for sale (http://www.youtube.com/watch?v=wqKsybB7reA) lustig.

Wenn man sich gerade viele frühe Bands wie 999 (http://www.youtube.com/watch?v=TMlpqOsc2BU&feature=related) oder VKTMS (http://www.youtube.com/watch?v=92gEvJJwv1I&feature=related) anschaut, als Punk noch ein neues, heißes, ungeformtes Ding war, dann sehen die Musiker meistens nicht besonders aufgetaktelt aus. Schau dir Clem Burke als einen der besten Punk-Schlagzeuger an, oder überhaupt die ganze Band von Blondie. Außer Debbie Harry war das niemand von der Kleidung her besonders auffällig. Schau dir Paul Weller (http://www.youtube.com/watch?v=lG0L86DRuC8) von The Jam an usw.

Soviel meine 2 Cent als bekennender Nicht-Punk. Aber wenigstens hat mich das mal wieder dazu gebracht, paar alte Lieder zu hören  ;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 15:06
Was passiert eigentlich, wenn der Freak ein Model ist und das Model ein Freak?
Es gibt da diese leckeren Porno Schnecken, die D&D spielen, oder ?  >;D
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber in der LARP-Gruppe, in der ich gerade bin (Rauriker), sind mindestens drei Mädels, bei denen würden diese "Models" vor Neid direkt im Boden versinken. Bis zum Erdkern. :o

---

Und ich seh sowieso geil aus. ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 7.09.2011 | 15:13
Gutaussehende Frauen beim (Live) Rollenspiel? Ach geh.  ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: LöwenHerz am 7.09.2011 | 15:20
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber in der LARP-Gruppe, in der ich gerade bin (Rauriker), sind mindestens drei Mädels, bei denen würden diese "Models" vor Neid direkt im Boden versinken. Bis zum Erdkern. :o



Und ich seh sowieso geil aus. ~;D

Zum Glück lässt sich über Geschmack nicht streiten, gell  >;D

Meine halbseidenen LARP-Erfahrungen passen nicht ganz in Dein Bild, aber gutes Aussehen definiert sich ja auch nicht über 54kg bei 1,78m Größe und 90-60-90.
Ich hatte beruflich lange genug mit Model und Co zu tun. Ehrlich gesagt fehlt den meisten etwas. Charakterlich, wie auch äußerlich.

Und dass Du geil aussiehst, ist unbenommen. Dein Avatar dürfte ja recht aktuell sein, von daher...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 15:30
Und dass Du geil aussiehst, ist unbenommen. Dein Avatar dürfte ja recht aktuell sein, von daher...
Absolut.  ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ghostrider am 7.09.2011 | 15:31
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber in der LARP-Gruppe, in der ich gerade bin (Rauriker), sind mindestens drei Mädels, bei denen würden diese "Models" vor Neid direkt im Boden versinken. Bis zum Erdkern. :o



Und ich seh sowieso geil aus. ~;D

Gibts denn von euch Larpenden irgendwo hübsche Fotos zu bestaunen?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 7.09.2011 | 15:32
Du musst nur an diesen Faden zurückdenken, wenn Du dann mal Deinen Avatar ...mh...unvorteilhaft änderst.  :D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 15:34
Gibts denn von euch Larpenden irgendwo hübsche Fotos zu bestaunen?

Die Gallerie ist noch nicht online, aber schau mal auf Rauriker.de
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Noir am 7.09.2011 | 15:56
Oder nimm CRPGs. Baldurs Gate, Planescape: Torment usw. müssten viele alte Hasen hier kennen. Dragon Age kam vor ein paar Jahren als inoffizieller Nachfolger raus, und es war sowohl vom Gameplay, als auch von der Story einfach nur enttäuschend, und bestand aus Schlauchleveln, einem flachen Regelwerk und über 75% der Zeit hat man nur gekloppt. Trotzdem wurde es überall mit 90+ hochgejubelt.

Sorry für Off-Topic: Dann hast du aber ein anderes Dragon Age gespielt als ich (wenn wir hier von Origins reden). Schlauch-Level habe ich da nicht übermäßig gesehen...WENN das viel "Schlauch" war, dann hat Baldur's Gate auch mindestens soviel Schlauch. Auch musste man nicht NUR kloppen (auch hier habe ich nicht mehr "Kampfszenen" erlebt als bei Baldur's Gate...sehr viele Quests können völlig ohne Gewalt gelöst werden...mehr noch: Ich habe das Spiel direkt hintereinander 2 mal durchgespielt mit jedesmal weit über 30 Stunden Spielzeit (OHNE DLCs!) und hatte bei beiden Spieldurchgängen ein fast unterschiedliches Spiel. Inzwischen habe ich Dragon Age aber sicherlich schon 5 oder 6 mal durchgespielt (mit DLCs) und finde immer noch neue Sachen...

Der Sprung zu Dragon Age 2 soll dann aber tatsächlich diesem Phänomen, dass du ansprichst, anheim gefallen sein.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ghostrider am 7.09.2011 | 17:21
Die Gallerie ist noch nicht online, aber schau mal auf Rauriker.de

Herzlichen Dank!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Arbo am 7.09.2011 | 20:59
Ja, habe ich ja auch geschrieben. Mir ging es nur darum das man mit fernsehkritik.tv grundsätzlich eher kritisch umgehen sollte.

Wieso, ist die nicht unterhaltsam?  :P

Klar. Genauso wie mit ZAPP und eigentlich jeder Info-Sendung oder Doku ganz gleich welcher Couleur.

EDIT:
Nervig finde ich es nur, wenn vorgegaukelt wird, dass echte Fälle behandelt werden und dabei echte Namen genannt werden. Damit können sie nämlich Existenzen zerstören, egal ob "freiwillig" oder unfreiwillig.

Sehe ich auch so. Irgendwie hat der auf mich gewirkt wie ein Papparazzo, der, weil ihm nichts vor die Linse kommt, genau das provoziert. Ekelhaft sowas.


Pete hatte aber kein Problem damit, das Schwule ihn toll fanden...

Stimmt so nicht. Ich habe Interviews gelesen, in denen es ihm schon etwas wurmte.

Arbo
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 7.09.2011 | 21:05

Sehe ich auch so. Irgendwie hat der auf mich gewirkt wie ein Papparazzo, der, weil ihm nichts vor die Linse kommt, genau das provoziert. Ekelhaft sowas.
Wäre schön, wenn man so ein Verhalten unterbinden könnte, aber rechtlich ist das Schwierig, wegen Beweisschuld und so und einen Berufsethos haben solche schleimigen Journaillen ja nicht.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Niniane am 8.09.2011 | 00:46
Zu dem anderen Kram kann ich nichts sagen, welche Abgrenzungen bei den Metallern abgehen usw., aber was hinsichtlich der Notwendigkeit von Kleidung, Erscheinungsbild und Einstellung innerhalb der Punk-Subkultur für Diskussionen geführt wurden und werden, kann man das so einfach nicht sagen. Da gibt es genug Leute, die sich gegen die Punk = Mohawk (Irokesenschnitt) Ansicht wehren. Der Unsinn kam mMn erst mit Exploited und Post Punk auf. Die Dead Kennedys machen sich darüber z.B. in chickenshit conformist (http://www.youtube.com/watch?v=IOBH_LbaMH0) und anarchy for sale (http://www.youtube.com/watch?v=wqKsybB7reA) lustig.

Wenn man sich gerade viele frühe Bands wie 999 (http://www.youtube.com/watch?v=TMlpqOsc2BU&feature=related) oder VKTMS (http://www.youtube.com/watch?v=92gEvJJwv1I&feature=related) anschaut, als Punk noch ein neues, heißes, ungeformtes Ding war, dann sehen die Musiker meistens nicht besonders aufgetaktelt aus. Schau dir Clem Burke als einen der besten Punk-Schlagzeuger an, oder überhaupt die ganze Band von Blondie. Außer Debbie Harry war das niemand von der Kleidung her besonders auffällig. Schau dir Paul Weller (http://www.youtube.com/watch?v=lG0L86DRuC8) von The Jam an usw.

Soviel meine 2 Cent als bekennender Nicht-Punk. Aber wenigstens hat mich das mal wieder dazu gebracht, paar alte Lieder zu hören  ;D

Ich dachte bis jetzt eigentlich auch immer, dass sich die Zugehörigkeit zu einer (Sub-)Kultur über mehr definiert als die Klamotten.. eigentlich stehe ich seit ungefähr 12 Jahren auf dem Standpunkt, dass ich meine Zugehörigkeit zu irgendwas nicht über meine Kleidung ausdrücken muss. Das ist mein Stil, und der mag nun gefallen oder nicht. Jeans und T-Shirt sind einfach zeitlose Klassiker, und die Chucks müssen halt reichen als Ausdruck des Punk-Seins ;)
Model werde ich damit sicher nicht, aber in meinem Alter hören die meisten ja auch schon wieder damit auf, eins zu sein.

@Larp und gutaussehende Frauen: Und was ist mit den Hefeelfen?  ::)  ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Jed Clayton am 8.09.2011 | 02:06
Wenn man sich gerade viele frühe Bands wie 999 (http://www.youtube.com/watch?v=TMlpqOsc2BU&feature=related) oder VKTMS (http://www.youtube.com/watch?v=92gEvJJwv1I&feature=related) anschaut, als Punk noch ein neues, heißes, ungeformtes Ding war, dann sehen die Musiker meistens nicht besonders aufgetaktelt aus. Schau dir Clem Burke als einen der besten Punk-Schlagzeuger an, oder überhaupt die ganze Band von Blondie. Außer Debbie Harry war das niemand von der Kleidung her besonders auffällig. Schau dir Paul Weller (http://www.youtube.com/watch?v=lG0L86DRuC8) von The Jam an usw.

Soviel meine 2 Cent als bekennender Nicht-Punk. Aber wenigstens hat mich das mal wieder dazu gebracht, paar alte Lieder zu hören  ;D

Die Grundaussage hat schon etwas für sich, aber zu Blondie in den 70ern muss ich eines sagen:

Ich besitze ein langes Audio-Interview mit Chris Stein und Debbie Harry, in dem beide von ihrer Band immer nur im Sinne einer "New York rock group" sprechen, und an einer Stelle sagt Chris Stein sogar explizit, "the whole punk and new wave nonsense started later", als er von den Anfängen der Band im CBGB's spricht. Blondie waren zwar mit den Ramones locker befreundet, sahen sich aber nie als Teil der Punk-Szene, haben nie irgendwelche Punk-Statements abgegeben und nannten sich selber nie "punk". Nur, weil mir das gerade popmusikgeschichtlich wieder einfiel.

Aber innerhalb der Punk-Musik hat es in den letzten 35 Jahren auch viele Abarten und Variationen gegeben: Der American Punk Rock der Ramones war ganz anders als der englische der Sex Pistols, und die Clash klangen immer anders als The Damned oder Siouxsie and the Banshees. In den 90ern gab es den California Punk von Green Day und anderen Bands, aber der wiederum war wieder etwas anderes als die schnellen Melodic-Songs von Bad Religion etwa acht bis zehn Jahre vorher.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Ahab am 8.09.2011 | 07:27
Ich weiß übrigens aus erster Hand, dass da nicht alles so ist, wie es dargestellt wird. Mein Cousin hat da nämlich bei einer Folge mitgemacht. Ich möchte betonen, dass das a) keine Rückschlüsse auf meine Genmasse zulässt und uch b) nicht sagen werde, wer es war. ;)

Erstens hat er sich nicht beworben, sondern wurde von den Produzenten via Facebook angesprochen (was, wenn man es genau nimmt, auch nicht gerade schmeichelhaft ist). Dabei hat er herausgefunden, dass sich die Macher der Serie ganz schön um Kandidaten bemühen müssen. Dann stellen sie die Kleidungen bewusst schlimm zusammen, um den armen Tropf schön weltfremd und antistylish aussehen zu lassen. Die "Fakten" über sein Leben entsprachen im Fall meines Cousins nur zu etwa 1/4 der Wahrheit. Der Rest war von den Produzenten geskriptet und seinen Eltern und ihm aufgedrückt worden, um sein "Schicksal" möglichst schlimm aussehen zu lassen. Klar ist mein Cousin ein Spinner, aber ihn als "Freak" im Sinne dieses TV-Formats zu bezeichnen, finde ich entwürdigend.

Ich muss da einem der Eingangsposts zustimmen. Jemanden, der aus der grauen masse heraussticht, als Freak zu bezeichnen, ist eben genau das: entwürdigend. Diese Serie trägt maßgeblich dazu bei, dem Ottonormalverbraucher (bzw. den beeinflussbareren Exemplaren unter ihnen) ein falsches Bild von der Welt zu suggerieren, und wie er zu sein hat. Natürlich ist auch das eine Form von Elendstourismus, wie es die Talkshows sind, aber da werden die Leute wenigstens gerade wegen ihrer Andersartigkeit auf den Stuhl geholt.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: LöwenHerz am 8.09.2011 | 07:55
Da stellt sich doch langsam eine weitere Frage:

wer geht denn wie offensiv mit dem Thema Rollenspiel in fremder Umgebung um?

Ich kenne es so, dass jene Rollenspieler, welche überhaupt nicht danach aussehen, tendentiell gar nicht darüber sprechen und eher peinlich berührt sind, wenn es "ans Tageslicht kommt" (Originalzitat eines Bekannten!).

Ich finde es interessant, wie sehr sich Leute mit ihren Subkulturen identifizieren und sich dementsprechend geben, kleiden und auch sprechen.

Mein Briefträger (älterer, sympathischer Typ, lange Haare, pseudomittelaltersprech, Standardgruß "Horridooooohooooo!") zB freut sich immer wie Bolle, wenn er bei mir f-shop und Konsorten als Absender liest ;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: sir_paul am 8.09.2011 | 08:33
wer geht denn wie offensiv mit dem Thema Rollenspiel in fremder Umgebung um?

Was heißt offensiv, ich laufe nicht durch die Stadt und schreie "Ich bin Rollenspieler...", aber alle aus meinem Freundeskreis wissen es (auch die 90% welche mit Rollenspiel nichts anzufangen wissen), alle engeren Verwandten wissen es und viele meiner Arbeitskollegen (und Chefs) wissen es. Durch meine Arbeit komme ich häufig in neue Projekt-Teams und da gibt es meistens Kick-Off Veranstaltungen auf denen man sich kennen lernen soll, bei solchen Aktivitäten habe ich keinerlei Problem damit mein Hobby zu erklären.

Das scheint jetzt alles nicht unter "fremde Umgebung" zu fallen, aber die meisten dieser Personen waren einmal fremd für mich.

Ansonsten wüsste ich gerne was du unter "fremder Umgebung" verstehst!

Anzumerken ist noch das ich vom Aussehen eher dem Durchschnitt entspreche (T-Shirt + Jeans, einigermaßen gepflegt).

Gruß
sir_paul
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: LöwenHerz am 8.09.2011 | 08:38
Mit fremder Umgebung meine ich eigentlich alles, was nicht unter Familie und Freunde oder engere Bekannte fällt.

Im Job zB habe ich noch nie über dieses Hobby gesprochen, Familie, alle meine Freunde und die meisten Bekannten wissen aber um dieses Hobby.
Erfahrungsgemäß kommt man nämlich sehr schnell in eine Rechtfertigungshaltung oder -position, die beizeiten ziemlich unangenehm sein kann.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Oberkampf am 8.09.2011 | 08:57

Ich besitze ein langes Audio-Interview mit Chris Stein und Debbie Harry, in dem beide von ihrer Band immer nur im Sinne einer "New York rock group" sprechen, und an einer Stelle sagt Chris Stein sogar explizit, "the whole punk and new wave nonsense started later", als er von den Anfängen der Band im CBGB's spricht. Blondie waren zwar mit den Ramones locker befreundet, sahen sich aber nie als Teil der Punk-Szene, haben nie irgendwelche Punk-Statements abgegeben und nannten sich selber nie "punk". Nur, weil mir das gerade popmusikgeschichtlich wieder einfiel.

Zum Teil ist das ja auch eine für Punk nicht untypische Selbstbezeichnung, nicht dazu zu gehören  ;) . Blondie gehörten jedenfalls zu den Bands ums CBGB, wie Ramones, NY Dolls, Dictators etc., die (mit anderen Bands/Personen) den Grundstein für Punkrock gelegt haben. Blondie bzw. deren Mitglieder haben sich am Benefitzkonzert (http://www.youtube.com/watch?v=M6B8QM-9Yz4) für den Drummer der Dead Boys beteiligt (Video hat lausige Tonqualität), nachdem der bei einer Schlägerei niedergestochen wurde usw.

Tatsächlich haben sich Blondie musikalisch nicht auf Punkrock beschränkt (haben schließlich eines der ersten populären Lieder mit Rap-Part (http://www.youtube.com/watch?v=SIRG0QOEkyM) gespielt), mit dem Ratschlag: "don`t stop, do Punkrock". Aber X Offender (http://www.youtube.com/watch?v=T0_E-DdB6Xg), Rip her to shreds (http://www.youtube.com/watch?v=qqJk0q4QvZk) und ein paar der anderen Lieder, natürlich vor allem dieses  ;) (http://www.youtube.com/watch?v=dAvUKxt9nOk) haben einen klaren Punk-Einschlag (more punch than the Ramones).

Aber innerhalb der Punk-Musik hat es in den letzten 35 Jahren auch viele Abarten und Variationen gegeben: Der American Punk Rock der Ramones war ganz anders als der englische der Sex Pistols, und die Clash klangen immer anders als The Damned oder Siouxsie and the Banshees. In den 90ern gab es den California Punk von Green Day und anderen Bands, aber der wiederum war wieder etwas anderes als die schnellen Melodic-Songs von Bad Religion etwa acht bis zehn Jahre vorher.

Klar, auch wenn die Musik nie den Ruf verloren hat, aus drei schnellen Akkorden zu bestehen  ;D
Clash mit der Einbeziehung des Ska/Reggae waren natürlich super, der amerikanisch inspirierte hard core klingt auch ganz anders usw.

Ich dachte bis jetzt eigentlich auch immer, dass sich die Zugehörigkeit zu einer (Sub-)Kultur über mehr definiert als die Klamotten..

Ja, habe ich auch geglaubt, aber ist schon toll aufrüttelnd, was man im  :T: dann an so neuen Erkenntnissen über die unbedingte Notwendigkeit einer Kleiderordnung bei alternativen Musikszenen lernt  ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: sir_paul am 8.09.2011 | 10:25
Erfahrungsgemäß kommt man nämlich sehr schnell in eine Rechtfertigungshaltung oder -position, die beizeiten ziemlich unangenehm sein kann.

Das entspricht zumindest nicht meiner Erfahrung, die meisten müssen kurz Nachfragen was dieses Rollenspiel überhaupt ist. Danach ist für einen großen Teil das Thema einfach gegessen und die (wenigen) anderen zeigen tiefer gehendes Interesse.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: OldSam am 8.09.2011 | 10:45
Ich denke auch die Art der Erklärung spielt eine nicht unwichtige Rolle... Just in diesem TV-Beitrag zeigt der Freak-Typ ja leider wie man es nicht macht, so nach dem Motto, dass ist sowas ähnliches wie ein Computer-Rollenspiel (sozial wenig angesehen) nur ohne Strom...   OMG ::)  ...und dann auch noch irgendeine dämliche Wildschwein-Jagdszene als stellvertretendes Beispiel dafür was man im Rollenspiel macht  :bang:
Also bei derartig lustlosen und nicht weiterführenden Erklärungen hätte ich wohl auch kein Interesse entwickelt, zumal RPG sowieso etwas ist, was man mit einer abstrakten Erläuterung schlecht vermitteln kann, weil es ja maßgeblich auf das Feeling am Spieltisch ankommt.

Ich würde also immer versuchen v.a. klar zu machen, dass es ein Spiel ist wo es primär auf die soziale und kommunikative Komponente und die große kreative Freiheit ankommt und als Vergleich z.B. das Impro-Theater bemühen (was auch sozial einen akzeptablen Ruf hat) und dabei ausführen, dass Rollenspiel praktisch eine Art Mischform zwischen Gesellschaftsspiel und Impro-Theater darstellt.

Im Zweifelsfall, wenn man die Leute mag und auf einer eher freundschaftlichen Ebene kommuniziert, gleich einladen mal eine Probe-Runde zu spielen, mit dem Hinweis - was ja auch absolut stimmt - dass man nur verstehen kann was es ist, wenn man das Spielgefühl selbst erlebt hat.  :d

Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: First Orko am 8.09.2011 | 10:51
wer geht denn wie offensiv mit dem Thema Rollenspiel in fremder Umgebung um?

Ich kenne es so, dass jene Rollenspieler, welche überhaupt nicht danach aussehen, tendentiell gar nicht darüber sprechen und eher peinlich berührt sind, wenn es "ans Tageslicht kommt" (Originalzitat eines Bekannten!).

Also ich habe da eigentlich keinerlei Hemmungen. Aktuelles Beispiel: Hab mich neulich über Mitfahrzentrale von jemanden mitnehmen lassen. Der Typ war recht redselig und offensichtlich Discogänger/Elektrofan/Hipster (darauf bezogen ca. 10% Schnittmenge mit mir - mag auch ein paar Elektrosachen...). Naja und als ich dann halt angedeutet hab, dass ich zu ner Rollenspielrunde fahre war er schon - auf ne neutrale Art - neugierig, wollte halt wissen, warum man sowas an nem Freitag zusammen macht und was das so ist und so. Ehrlicherweise schau ich aber schon, wie ich das so adressiere. Wenn ich das Gefühl habe, es fragt jemand nur pro forma ("Was machste denn so?") dann umschreibe ich das meist mit "Spieleabend", einfach weil sich die meisten darunter am ehesten was vorstellen können - Leute treffen sich, um Gesellschaftsspiele zu spielen. Entweder es kommt ne Nachfrage ("Was spielt ihr denn so?")- dann ergbibt sich das Gespräch. Oder es wird halt genickt und es ist gut. Ich finde, man muss den Leuten nicht gleich was aufzwängen, dass sie eigentlich gar nicht wissen wollen. Wenn ich ne total abstruse Extremsportart mache, die kaum einer kennt sag ich ja auch nicht jedem gleich "Ich mache Force-Powerslitching" sondern sag halt erstmal allgemein, dass ich Extremsport mache.

Andererseits erzähle ich das bspw. beim Bewerbungsgespräch (sofern die Hobbyfrage kommt) auch recht freigmütig und bin damit immer gut gefahren. Öfter mal war die Reaktion witzigerweise "Ach, das ist doch das, was Kollege XYZ macht" ;)

Ich finde es im Zweifelsfalle viel schlimmer, bei solchen Dingen rumzudruksen. Wenn man nur was von Rollenspiel murmelt und dann verschämt auf andere Themen ausweicht muss man sich zBsp nicht wundern, in der "komisches Hobby, komischer Typ"-Ecke zu landen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 8.09.2011 | 10:52

Stimmt so nicht. Ich habe Interviews gelesen, in denen es ihm schon etwas wurmte.

Arbo

Er fand es merkwürdig, weil er sich nicht im typischen Beuteschema von Homosexuellen wähnte, aber wirklich gestört hat es ihn nicht. Ihm wäre es nur bedeutend lieber gewesen, wenn all die Avancen, die ihn nach den FOtos erreichten, ausschließlich von Frauen gewesen wären.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 8.09.2011 | 10:55
Ich dachte bis jetzt eigentlich auch immer, dass sich die Zugehörigkeit zu einer (Sub-)Kultur über mehr definiert als die Klamotten..


Natürlich definiert es sich über MEHR als über die Klamotten, aber eben, in gewissen mitunter recht weiten Grenzen, aber eben AUCH.

Mein Lieblingsbeispiel: Nur weil ich mir ne Harley kaufe, bin ich noch kein Rocker, das wird dir das örtliche Hells ANgel oder Bandidos-Chapter gerne bestätigen.

Nur weil ich zum Maidenkonzert oder nach Wacken renne bin ich kein Metaller, sondern in erster Linie erstmal ein Metalhörer oder Metalfan.

Macht einen nicht zum schlechteren Menschen und das Metallersein macht einen ncht zum besseren Menschen...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Schlangengott am 8.09.2011 | 10:55

Am Ende meiner Folge trägt das Weib gefälligst Mittelalterklamotten - und dann würde ich die Nazibraut so durchknallen... >;D


Wie auch immer - merke: Wo eine Serie ist, da ist auch immer ein Drehbuch. Wahrscheinlich haben die sich für den Freak einen Praktikanten aus dem Tonstudio gekrallt, oder sowas, und den dann diesen Scheiß erzählen lassen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 8.09.2011 | 11:16
Neue Folge mit Vampiren,... und Rollenspielbezug:
http://www.prosieben.de/tv/das-model-und-der-freak/video/ganze-folge-mittwoch/

[Ich kann es mir nicht anschauen, Laendersperre]
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 8.09.2011 | 11:23
Ich kann es mir auch nicht anschauen. Gehirnsperre.  ~;D

@Larp und gutaussehende Frauen: Und was ist mit den Hefeelfen?  ::)  ~;D
Gibt es natürlich auch, aber wenn ich mich so umsehe: Wie viele Frauen mit der Figur laufen so rum au den Straßen? Im Vergleich schneidet zumindest unsere Gruppe ganz gut ab. Und mal ehrlich: Wenn sie nicht unbedingt Elfen spielen würden, würden sie oft nichtmal negativ auffallen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Niniane am 8.09.2011 | 11:48
@Surtur: Das war auch nicht ganz ernst gemeint (siehe Smilies), ich kam nur drauf, weil wir gestern abend beim Rollenspiel-Stammtisch darüber geredet haben (und keine Ahnung, wie wir zu dem Zeitpunkt draufkamen..)

Natürlich definiert es sich über MEHR als über die Klamotten, aber eben, in gewissen mitunter recht weiten Grenzen, aber eben AUCH.

Mein Lieblingsbeispiel: Nur weil ich mir ne Harley kaufe, bin ich noch kein Rocker, das wird dir das örtliche Hells ANgel oder Bandidos-Chapter gerne bestätigen.

Nur weil ich zum Maidenkonzert oder nach Wacken renne bin ich kein Metaller, sondern in erster Linie erstmal ein Metalhörer oder Metalfan.

Macht einen nicht zum schlechteren Menschen und das Metallersein macht einen ncht zum besseren Menschen...
Hm, ich glaube, das ist eine individuelle Sache und jeder definiert für sich selbst, ob er oder sie irgendeiner (Sub-)Kultur angehören will..
Und für mich machen ganz andere Dinge aus, ob jemand "gut" oder "schlecht" ist.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Greifenklaue am 8.09.2011 | 12:25
Der "Freak" von heute hat ein Magic: The Gathering-T-Shirt an, was nicht unbedingt gutes erahnen lässt. Läuft um 16 Uhr.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 8.09.2011 | 12:37
Na dann haben sie die Fantasy-Schiene wohl bald durch...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Taschenschieber am 8.09.2011 | 12:38
Ein Tabletopper fehlt noch.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 8.09.2011 | 12:47
Hm, ich glaube, das ist eine individuelle Sache und jeder definiert für sich selbst, ob er oder sie irgendeiner (Sub-)Kultur angehören will..

Sorry, sehe ich komplett anders, das definiert die Subkultur, ob jemand dazugehört oder nicht, bzw. diejenigen (oder das "Schwarmbewußtsein" *lol*), die stilprägend und stillebend für diese Art der Subkultur sind.

Nur, weil 10.000 ANzugträger auf einmal behaupten, sie wären Gothics, sind sie es noch lange nicht.

 
Und für mich machen ganz andere Dinge aus, ob jemand "gut" oder "schlecht" ist.

DFAS hingegen steht vollkommen außer Frage, wird aber gerade bei meiner Person gerne übersehen. ICh sehe mich immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, das ich Menschen schlechter bewerte, weil sie in meinen Augen keine Metaller sind...hochgradiger Blödsinn, aber is nun mal so...shit happens
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: MadMalik am 8.09.2011 | 13:16
Doch, da das auch mit 100.000 Rüschenträgern funktioniert, sehe ich nicht das Problem warum es bei 10.000 Anzugträgern anders sein soll. Neue Kleidungseinflüsse etablieren sich immer wieder in Subkulturen. Und gerade Anzug und Krawatte ist nichts unbekanntes in manchen subgenres die man gerne zum Gotheinfluss dazuzählt.

Andersrum, meine Liebsten Punkbands kommen ganz ohne Iro aus. Wenn ich mir EA80, Crisis oder Crass abschaue, dann fehlen die typischen Kleidungsvorschriften, die man sonst so gewohnt ist. Sie sind deshalb keine 'richtigen' Punks mehr... natürlch könnte man sagen, dass zu Zeiten von Crisis eben der Modepunk noch nicht etabliert war, und es daher keinen Kleidungszwang gab und man eben der 'schlampige' Junge von nebenan war. Aber das ist mir zu doof.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Nebbi am 8.09.2011 | 14:47
Ich finde es irgendwie befremdlich, dass ausgerechnet jemand der selbst drei Stunden in der Maske sitzen muss um einigermaßen gut auszusehen meint, irgendwem Tipps in Sachen Aussehen geben zu müssen.

Zur Folge mit Juan der-Rollenspiele-spielte: Die Schwester soll nett, niedlich und hübsch sein? Na, das empfinde ich aber anders. Schwester und Model kommen total gestellt rüber, insb. das Lachen. Fürchterlich. Ich fühle mich schon jetzt vieler Minuten meines Lebens beraubt. Aber die Einblendung "Schwester XY - Untertitel: hasst Rollenspiel" hat mir gefallen. ^^

Edit: "Fingernägel müssen gepflegt sein, die zeigen das Innere vom Menschen" – super. Was für Hohlbirnen haben die da denn bitte befragt?! O_O


PS: Ich bin 23, spiele Rollenspiele, unrasiert und hab keine Freundin ... muss mich da jetzt aber nicht anmelden, oder? ;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: asri am 8.09.2011 | 15:02
PS: Ich bin 23, spiele Rollenspiele, unrasiert ...
Fällt das unter Graham Walmsley: Play unshaved (http://www.rpg.net/reviews/archive/13/13556.phtml)? SCNR ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 8.09.2011 | 15:50
sondern wurde von den Produzenten via Facebook angesprochen

Facebook und das komplette exhibitionistische "Web 2.0" dürfte eine Fundgrube für Trash-Produzenten aller Art sein.

Vampir mit LARP-Bezug, Magic the Gathering-T-Shirt? Toll, Trash-Dauerfeuer. Das wird unsere Nachwuchsprobleme als Rollenspieler sicherlich bessern. Von wegen, es gebe keine schlechte PR...

Subkulturen: Das ist alles sehr lehrreich. Zu erfahren, daß es Subkulturen mit Inititiationssystemen gleich der Niedriggradfreimaurerei gibt, ist spannend: Metalhörer - Metalfan - Metaler. Metaler weckt dabei so unglückliche Assoziationen (http://www.youtube.com/watch?v=dY8a_Hy5aaQ). Gibt es auch Subkulturen mit Hochgradsystemen nach schottischem Ritus (33 Grade)? Dann wieder gibt es offenkundig Systeme, bei denen man nicht zugibt, Bestandteil zu sein, aber genau deswegen scheint man es dann zu sein (Punks sind Rosenkreutzer?)

Sehr frei nach Marx wollte ich keiner Subkultur angehören, die Typen wie mich akzeptiert. :)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: LöwenHerz am 8.09.2011 | 16:11
Sorry, sehe ich komplett anders, das definiert die Subkultur, ob jemand dazugehört oder nicht, bzw. diejenigen (oder das "Schwarmbewußtsein" *lol*), die stilprägend und stillebend für diese Art der Subkultur sind.

Nur, weil 10.000 ANzugträger auf einmal behaupten, sie wären Gothics, sind sie es noch lange nicht.

Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass Du so wie Du heute rumläufst auch ohne die Subkultur der dunklen Kuttenträger rumliefest, oder? Und wenn jemand sich an anderen orientiert, was wäre daran schlimm?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Teylen am 8.09.2011 | 16:16
Ich haette gerne eine aufgeregte Zusammenfassung der Vampire-Folge.
Wenn sich das jemand angesehen hat. Zwecks Unterhaltung.
[Ich werde dafuer kein IP Spoofing anfangen]
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: LöwenHerz am 8.09.2011 | 16:21
Ich haette gerne eine aufgeregte Zusammenfassung der Vampire-Folge.
Wenn sich das jemand angesehen hat. Zwecks Unterhaltung.
[Ich werde dafuer kein IP Spoofing anfangen]

AXE-Werbung vorab war schonmal der Brüller. Der Kerl ist eigentlich 'n Normalo, den sie dumm dargestellt haben. Oberpeinlich, das Vorher-Nachher. Vorher schaut er bedröppelt aus der Wäsche, nachher geht er sich lasziv durchs Haar und küsst in die Kamera. O-B-E-R-P-E-I-N-L-I-C-H !
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Niniane am 8.09.2011 | 16:44
Sorry, sehe ich komplett anders, das definiert die Subkultur, ob jemand dazugehört oder nicht, bzw. diejenigen (oder das "Schwarmbewußtsein" *lol*), die stilprägend und stillebend für diese Art der Subkultur sind.

Nur, weil 10.000 ANzugträger auf einmal behaupten, sie wären Gothics, sind sie es noch lange nicht.

Hast Du Dir schonmal überlegt, dass der Anzugträger einen Anzug trägt, weil er zur Arbeit gehen muss, und es in seinem Job nunmal üblich ist, in Hemd und Krawatte aufzulaufen statt in Korsett, Lackhose, weisser Schminke, Industriabrille und was weiss ich?

Nach Deiner Definition wären übrigens auch die ach so bösen kleinen Mädchen, die meinen, wenn sie HIM hören und schwarze Rüschen tragen, sind sie Gothic, eben genau dieses. Und mit Verlaub, die meisten von denen haben weder vom WGT noch vom M'era Luna noch von irgendeiner Gothicband außerhalb der Charts jemals etwas gehört.

Das Schöne an diesen Subkulturen ist ja auch, dass sie eben eine Aufnahme für jeden ermöglichen, und nicht zwingend verlangen, dass man sich ihnen in allem anpasst, meiner Meinung nach. Es gibt keine Aufnahmekomitees oder so, man ist das einfach, und entscheidet für sich selbst, wodran man Spass hat und wieviel man übernehmen will oder kann.

Liefen nämlich alle Subkulturen uniformiert herum, wäre es mit der Individualität schneller vorbei, als der Subkulturzugehörige "Piep" sagen kann.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: LöwenHerz am 8.09.2011 | 16:46
Individualität

Schönes Stichwort und sicherlich einen eigenen Thread wert. Die gibt es nämlich gar nicht ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Keuner am 8.09.2011 | 16:57
Schönes Stichwort und sicherlich einen eigenen Thread wert. Die [Individualität] gibt es nämlich gar nicht ;)
Ist jedenfalls schwierig sich vorzustellen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 8.09.2011 | 17:00
Hat wer Lust auf die Sendung? Gerade bei Evil-Buy Kleinanzeigen (http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-model-freak-gesucht/k0) gesehen
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Glgnfz am 8.09.2011 | 17:20
Ich melde mich da mal...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 8.09.2011 | 17:32
für eine 0 mehr hinten dran würd ich das auch mit machen, oder ne, sagen wir besser das ganze mal 2 und dann eine 0 mehr, aber für gutes Geld sich durch den Kakao ziehen lassen, warum nicht.

Nach der Sendung fragt doch eh kein Mensch mehr danach, und wenn doch, hey ich war jung und brauchte das Geld.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: MadMalik am 8.09.2011 | 17:46
Da lass ich doch lieber weiter Medikamente an mir testen, da hat jeder mehr davon.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: ArneBab am 9.09.2011 | 20:35
Ich glaube auch nicht das "Das Model und der Freak" irgendwelche Lebenseinstellungen massgeblich negativ beeinflusst.

Die Einstellung ist für mich genauso erschreckend wie die ganzen Ironischen Bildzeitungsleser. „Mich beeinflusst das ja nicht“.

Das ist entweder etwas Größenwahnsinnig oder Weltfremd: Solche Sendungen beeinflussen die Meinung genauso, wie Werbung die Kaufentscheidung beeinflusst.

Es gibt einen Grund, warum Firmen Massen an Geld für Werbung ausgeben.

Aus dem gleichen Grund halte ich solche Sendungen für gefährlich: Sie vermitteln einem großen Publikum Werte, die mit Toleranz und Selbstverwirklichung nichts zu tun haben..
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 9.09.2011 | 21:06
Aus dem gleichen Grund halte ich solche Sendungen für gefährlich: Sie vermitteln einem großen Publikum Werte, die mit Toleranz und Selbstverwirklichung nichts zu tun haben..
Ich bin geneigt, dem zuzustimmen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: MadMalik am 9.09.2011 | 21:09
Erst haben sie die langhaarigen Magickartenspieler einkassiert, ich hab nix gesagt, ich war kein langhaariger magickartenspieler.
Dann haben sie die DSA spielenden Powermetaler einkassiert, ich hab nix gesagt, ich war kein DSA spielender Powermetaler.
Dann haben sie die ungepflegten Con-Gänger geholt, ich hab nix gesagt, ich war kein ungepflegter Con-Gänger.
Dann sind sie zu mir gekommen und wir haben gefeiert das wir endlich Ruhe haben und die ganzen Freaks von der Straße sind.  :gasmaskerly:
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Keuner am 9.09.2011 | 23:37
Erst haben sie die langhaarigen Magickartenspieler einkassiert, ich hab nix gesagt, ich war kein langhaariger magickartenspieler.
Dann haben sie die DSA spielenden Powermetaler einkassiert, ich hab nix gesagt, ich war kein DSA spielender Powermetaler.
Dann haben sie die ungepflegten Con-Gänger geholt, ich hab nix gesagt, ich war kein ungepflegter Con-Gänger.
Dann sind sie zu mir gekommen und wir haben gefeiert das wir endlich Ruhe haben und die ganzen Freaks von der Straße sind.  :gasmaskerly:
Ein sehr geschmackloses Zitat. :p
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 9.09.2011 | 23:45
Das ist schon okay, das muss so sein.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: ArneBab am 10.09.2011 | 07:53
Das ist schon okay, das muss so sein.

Die Frage ist fär mich: Was können wir tun?

Gegen die politische Propaganda von Bild und Konsorten gibt es die Nachdenkseiten. Was gibt es gegen die Kulturpropaganda vom gleichen Kaliber?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Deep One am 10.09.2011 | 10:21
Die Frage ist fär mich: Was können wir tun?

Gegen die politische Propaganda von Bild und Konsorten gibt es die Nachdenkseiten. Was gibt es gegen die Kulturpropaganda vom gleichen Kaliber?

Geh' auf die Straße! Schwenk' die rote Fahne! No passaram! Fordere die Kulturimperialisten auf, die medialen Produktionsmittel der Arbeiterklasse zur Verfügung zu stellen und ihr Privileg zu examinieren! Erkläre ihnen, dass sie die Ersten sind, die an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: ArneBab am 10.09.2011 | 11:02
Geh' auf die Straße! Schwenk' die rote Fahne! No passaram! Fordere die Kulturimperialisten auf, die medialen Produktionsmittel der Arbeiterklasse zur Verfügung zu stellen und ihr Privileg zu examinieren! Erkläre ihnen, dass sie die Ersten sind, die an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt!

:)

Klappt so leider eher nicht: Das gibt ihnen nur Material zum Senden :)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 10.09.2011 | 17:39
Die Frage ist fär mich: Was können wir tun?

Gegen die politische Propaganda von Bild und Konsorten gibt es die Nachdenkseiten. Was gibt es gegen die Kulturpropaganda vom gleichen Kaliber?
Dazu müssten "wir" erstmal klären, was wir eigentlich erreichen wollen. Und wer "wir" überhaupt sind. Die Rollenspieler? Die Nerds? Die noch nicht komplett verdummte Bevölkerung? Ein Teil der noch nicht verdummten Bevölkerung?

Ich kann einfach nur ganz normal mein Leben leben und gelegentlich einen Apell an meine Mitmenschen ins Gespräch einfließen lassen, diese gesendeten Hirnfürze nicht ernst zu nehmen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Bad Horse am 10.09.2011 | 17:47
GEZ bezahlen und statt "Supernanny im Dschungelcamp der Freak-Models" irgendeine Kultursendung angucken. ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 10.09.2011 | 17:50
GEZ bezahlen und statt "Supernanny im Dschungelcamp der Freak-Models" irgendeine Kultursendung angucken. ;)
Bin ich froh, dass ich nicht in Österreich wohne. Da kommen solche Sendungen im ÖR. ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 10.09.2011 | 17:56
Bin ich froh, dass ich nicht in Österreich wohne. Da kommen solche Sendungen im ÖR. ;)
Kultursendungen oder "Supernanny im Dschungelcamp der Freak-Models"?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 10.09.2011 | 17:56
...
Ich kann einfach nur ganz normal mein Leben leben und gelegentlich einen Apell an meine Mitmenschen ins Gespräch einfließen lassen, diese gesendeten Hirnfürze nicht ernst zu nehmen.
..
Jo, und dabei hinweisen, dass ja auch der Ottonormal-auswanderer/-hauskäufer/-patchworkfamilienmensch schlauer ist, als der vom Privatfernsehen portraitierte, und das bei uns genauso verzerrt dargestellt wird. Diese Paralelle dürfte dann in den Meisten ausreichen, die verbliebenen Grauen Zellen zum Nachdenken anzuregen. Wenn das nicht mehr reicht, ist ohnehin Hopfen und Malz verloren.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 10.09.2011 | 17:58
GEZ bezahlen und statt "Supernanny im Dschungelcamp der Freak-Models" irgendeine Kultursendung angucken. ;)

Ungefähr 80% (wahrscheinlich sogar eher mehr) dessen, was im öffentlich-rechtlichen läuft, möchte ich eigentlich fast genauso wenig unterstützen. Oft genug ist schon die Tagesschau unterirdisch. Ich zahl die GEZ nur, weil ich muss, aber nicht, weil öffentlich-rechtliches Fernsehen auch nur annähernd meinen Wünschen und Ansprüchen entspricht.

Meine Empfehlung: Kauft DVDs!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 10.09.2011 | 18:00
Jo, und dabei hinweisen, dass ja auch der Ottonormal-auswanderer/-hauskäufer/-patchworkfamilienmensch schlauer ist, als der vom Privatfernsehen portraitierte, und das bei uns genauso verzerrt dargestellt wird. Diese Paralelle dürfte dann in den Meisten ausreichen, die verbliebenen Grauen Zellen zum Nachdenken anzuregen. Wenn das nicht mehr reicht, ist ohnehin Hopfen und Malz verloren.
Die Problematik sehe ich hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen. Aber langsam hält die Medienerziehung auch in die Schulen einzug und die Produziertheit von Medien ist da ein großer Punkt. Ich hoffe (utopisch, ich weiß), wenn bei den Kids erstmal der Groschen fällt, dass das alles gescriptet ist, dann wird das Interesse an dieser Gülle auch zunehmend abnehmen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 10.09.2011 | 18:07
Btw. ist diese Realitysch...se eigentlich eine teutonische Erscheinung, oder gibt es das in allen Ländern dieser Erde?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: MadMalik am 10.09.2011 | 18:09
Aus Überseh Importiert.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 10.09.2011 | 18:10
Ich möchte ja keinen dummen antiamerikanischen Clichés aufwärmen, aber soweit ich weiß haben die ihren Ursprung in den USA. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass diese Gülle auch den Rest der Fernsehwelt international verpestet
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Nocturama am 10.09.2011 | 18:13
Btw. ist diese Realitysch...se eigentlich eine teutonische Erscheinung, oder gibt es das in allen Ländern dieser Erde?

So weit ich weiß, kommen die viele dieser Formate aus Großbritannien. Kann's aber nicht beschwören.

GEZ bezahlen und statt "Supernanny im Dschungelcamp der Freak-Models" irgendeine Kultursendung angucken. ;)

Also... die Sendung würde ich mir sogar ansehen. Obwohl man noch "Battle Royal" hinzufügen könnte  :D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 10.09.2011 | 18:19
Btw. ist diese Realitysch...se eigentlich eine teutonische Erscheinung, oder gibt es das in allen Ländern dieser Erde?

Woher die ursprünglich kommen, weiß ich nicht. Offenbar geht das aber in Brasilien viel krasser ab als in den USA.

Ich weiß auch nicht, ob diese eigenartigen japanischen Fernsehspiele da einen Einfluss hatten.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 10.09.2011 | 18:30
Hast Du Dir schonmal überlegt, dass der Anzugträger einen Anzug trägt, weil er zur Arbeit gehen muss, und es in seinem Job nunmal üblich ist, in Hemd und Krawatte aufzulaufen statt in Korsett, Lackhose, weisser Schminke, Industriabrille und was weiss ich?

Nach Deiner Definition wären übrigens auch die ach so bösen kleinen Mädchen, die meinen, wenn sie HIM hören und schwarze Rüschen tragen, sind sie Gothic, eben genau dieses. Und mit Verlaub, die meisten von denen haben weder vom WGT noch vom M'era Luna noch von irgendeiner Gothicband außerhalb der Charts jemals etwas gehört.

Das Schöne an diesen Subkulturen ist ja auch, dass sie eben eine Aufnahme für jeden ermöglichen, und nicht zwingend verlangen, dass man sich ihnen in allem anpasst, meiner Meinung nach. Es gibt keine Aufnahmekomitees oder so, man ist das einfach, und entscheidet für sich selbst, wodran man Spass hat und wieviel man übernehmen will oder kann.

Liefen nämlich alle Subkulturen uniformiert herum, wäre es mit der Individualität schneller vorbei, als der Subkulturzugehörige "Piep" sagen kann.


Gnaaaaaaaaaah....wieso werde ich immer nur missverstanden?

Um zu einer ausgeprägten Subkultur dazuzugehören reicht es weder aus zu sagen, das man dazu gehört, es reicht auch NICHT aus, sich passend zu kleiden oder oder oder... Ergo sind all die kleinen Kubikelfen mit den geschmicnkten AUgen und Narben auf dem Unterarm nicht automatisch sofort Gothics, ganz egal, was die behaupten. Und in den Gothickreisen, in de3nen ich mich (als Metaller) Anfang der 90er Jahre aufgehalten habe, waren solche Leute auch ganz klar als Pseudos verschrien und garantiert nicht ernst genommen. Das Gleiche gilt auch für die Punks, mit denen ich zu tun hatte und in Metallerkreisen sowieso.

Das sind alles Teilaspekte, die, im Kontext mit anderen passenden Aspekten, ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Man ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.

Was den Anzugträger angeht: Ich war jahrelang bei einer großen, deutschen BAnk angestellt, unter anderem als Ausbilder für die Mitarbeiter deutschlandweit. Mit langen Haaren UND Kutte. Aber darum geht es nicht mal: Was jemand zur Arbeit azieht, ist gewissen Zwängen unterworfen, denen man sich beugen kann/muss (Da hat jeder seinen persönlichen Preis, meinen hat noch kein Arbeitgeber zahlen wollen/können, aber egal)

Aber in meiner Freizeit muss ich dann nicht auch noch so rum rennen. Wer im Oberhemd und Krawatte zum Maidenkonzert geht, hört halt die Musik gern, aber er ist (INHO) mit Sicherheit kein Metaller!

Nö, es gibt keine Aufnahmekomitees, es gibt aber eine vorherrschende Meinung, die wird nun mal von den Leuten geprägt, die sich ihrer Kultur stark verschrieben haben. Das wird aber komischerweise immer nur von den Leuten angezweifelt, die eben nicht diesen obskuren nennen wir sie mal Leitlinien entsprechen.

Ein Aussenstehender wird niemals entscheiden können, wer zu einer Subkultur gehört und wer nicht. Das können nur ihre Protagonisten. Da diese aber, um bei deinem HIM-Hörerbeispiel zu bleiben, niemals diese dunkelschwarzen *lol* Seelen bei sich akzeotieren werden, können auch 100.000 dieser Seelchen nicht dafür sorgen, das sie Bestandteil der Goticszene werden. Und dies ist durchaus analog zu all den anderen Subkulturen. 100.000 Kubikelfen behaupten vielleicht, das sie Gothics sind, aer reden kan man viel, wenn der Tag lang ist. Sie bilden, vermutlich unbewußt, eine eigene Subkultur. Dieser wird es aber unter Umständen an Substanz fehlen, um zu überleben, aber das ist halt ihr ureigenes Probelm. Eventuell entwickelt man sich aus einer solchen Kultur irgendwann zu einer anderen weiter, das ist unbesehen, aber die meisten werden halt irgendwann "erwachsen" *ausspuck* *g*

Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 10.09.2011 | 18:49
Also vom Standpunkt des Soziologen (Da gibt es einen ganzen Wissenschaftszweig zu, nennt sich Subkulturenforschung) wird die Zugehörigkeit einer Person zu einer Subkultur durch Zuschreibung verwirklicht. Ob ein Jemand, der im Anzug zum Metalkonzert geht ein Metaller ist oder nicht hängt also davon ab, ob ihm jemand das Label "Metaller" verpasst oder nicht. Und dazu reicht durchaus dieses Labeling durch einen Teil der Subkultur.

Aber so ist das mit Begriffen. Die bedeuten was unterschiedliches, je nach dem, wer sie verwendet.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Seth am 10.09.2011 | 21:06
Und dazu reicht durchaus dieses Labeling durch einen Teil der Subkultur.

OT:
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Ich weiß auch nicht, ob diese eigenartigen japanischen Fernsehspiele da einen Einfluss hatten.

Niemals! Die sind heilig ;) - und irgendwie kam es mir bei Takeshis Castle noch mehr so vor, dass alle Parteien den gleichen Spaß am Versagen oder Gelingen der Kandidaten hatten, auch wenn es natürlich schon in die Richtung des "Vorführens" ging mit all dem "in den Matsch springen" und "Sandwiches mit dem Mund pflücken". Aber irgendwie waren alle gleich "blöd" und "freakig" und die besonders freakigen in ihren Kostümen und Kampfgesängen noch einmal ein Stück beliebter, weil lustiger.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 10.09.2011 | 21:14
Ich möchte ja keinen dummen antiamerikanischen Clichés aufwärmen, aber soweit ich weiß haben die ihren Ursprung in den USA. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass diese Gülle auch den Rest der Fernsehwelt international verpestet
Der Ursprung des Reality-TVs ist wirklich in den USA. Einige der erfolgreichsten Formate kommen aber aus Europa. Und nein. Damit meine ich nicht Großbritannien. Sondern eher die Niederlande(Endemol anyone?) und Schweden.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Bad Horse am 10.09.2011 | 21:16
Aber dieses Superstar-Gesuche kommt aus GB, oder?

Früher war eh alles besser, da hatten wir "Diese Drombuschs", "Schwarzwaldklinik" und "Aktenzeichen XY" :)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: 6 am 10.09.2011 | 21:22
Pop Idol kommt aus Großbritannien, ist aber bei weitem nicht die erste Casting Show.

Und Aktenzeichen XY kommt immer noch. ;) (Allerdings nicht mehr mit Eduard Zimmermann)

EDIT:
Ich habe gerade gesehen, dass die erste von den modernen populären Castingsshows wohl Popstars aus Neuseeland war. Die Sendung war auch die Inspiration für Pop-Idol.
Damn You Neuseeland! |:((
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 10.09.2011 | 22:49
Also vom Standpunkt des Soziologen (Da gibt es einen ganzen Wissenschaftszweig zu, nennt sich Subkulturenforschung) wird die Zugehörigkeit einer Person zu einer Subkultur durch Zuschreibung verwirklicht. Ob ein Jemand, der im Anzug zum Metalkonzert geht ein Metaller ist oder nicht hängt also davon ab, ob ihm jemand das Label "Metaller" verpasst oder nicht. Und dazu reicht durchaus dieses Labeling durch einen Teil der Subkultur.

Aber so ist das mit Begriffen. Die bedeuten was unterschiedliches, je nach dem, wer sie verwendet.


Spricht ja nichts gegen. DIe Subkultur muss das Label "verleihen", aber doch nicht Leute die gerne Teil der Subkultur wären...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 10.09.2011 | 23:17
Naja, es kann halt passieren, dass "Alteingesessene" plötzlich die Minderheit in ihrer Subkultur sind. Bei den Metallern beobachte ich das verstärkt in den letzten 10 Jahren. Die ständig Kutte tragenden, langhaarigen Metaller werden zunehmend weniger. Es kommen zwar junge nach, aber für viele ist das eine Phase, die sie immer schneller durchleben, während immer mehr der "Altern Garde" wegfallen. Manche weil sie einfach sterben, manche, weil ihr Körper die Sache nicht mehr mitmacht, manche, weil sie sich haben verbürgerlichen lassen. Dann ist der alte Metaller nur noch eine Minderheit in der eigenen Szene, so wie der bärtige, Strickpulli tragende Alti, der auf dem Parteitag der Grünen zwischen Anzugträgern sitzt und sich insgeheim fragt, wie das nur passieren konnte.

In der LARP-Szene sehe ich das auch. Niemand geht noch als Abenteurer mit einem getapten Langschwert und leichtem Leder auf den ersten Con. Jetzt kommen Neulinge in Kette/Platte mit 100,- € Schwertern in gleich ausgerüsteten 10-Mann Trupps und haben ein Banner dabei. Früher waren gefühlte 90% der LARPER auch Metalheads - auch heute gibt es da noch starke überschneidungen, es ist aber bei weitem nicht mehr so selbstverständlich, dass man nach dem Con mit jedem über Musik reden und davon ausgehen kann, dass er die meisten Bands schon kennt.

Positiv: Wo man früher nur bierbäuchige Typen und kleine picklige Jungs sah, gibt es jetzt Männer und Frauen im Alter von 16 - 60. Sowohl auf LARP-Cons, wie auch auf Metalkonzerten. Ich empfinde das als eine positive Entwicklung, in deren Fahrwasser halt auch Probleme kommen.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Tequila am 10.09.2011 | 23:34
Moment...

Der Vergleich hinkt, da die Larper alle mit der selben Hingabe zu einem gemeinsamen Hobby agieren. Da gibt es einen gemeinsamen VOrstellungsraum, in den all jene aber rein passen.

Bei einer Subkultur musikalischen Ursprungs hingegen ist das ein wenig anders.

Auf den Metalbereich bezogen, kann man das folgenderweise sehen:

Klar, Kuttenträger werden immer weniger (Ich prangere das auch an)
Aber der Kuttenträger an sich war jeher eine Splittergruppe der Metaller. Die Thrasher, Black Metaller oder Death Metaller beispielsweise tragen alle nicht unbedingt Kutte, aber all jene respektieren sich gegenseitig.
Wenn aber die Emokids, die auf Konzis den Miyagi tanzen, ankommen, werden die eben im Regelfall NICHT als Metaller akzptiert. Insofern findet da auch kein Generationswechsel statt, sondern die Szene schrumpft eher, bevor sie sich verwässert.
Erst wenn neue Strömungen sich den alten Werten annähern, ja sogar sich unterwerfen, wird eine neue Splittergruppe assimiliert.
Und das bezieht sich zwar auch, aber eben nicht nur auf Klamotten. Nicht einmal das optische Gesamtpaket allein ist entscheidend. Auch die Hingabe zur Musik, etc.pp. ist wichtig. Ein Grund übrigens, warum die Black Metaller, bzw. gewisse Strömungen im Black Metal Bereich nicht wirklich akzeptiert sind (WObei das eine gegenseitige Vorgehensweise ist). HIer rede ich natürlich vom NSBM, da faschistoide Tendenzen/GEdanken in der Metalszene an sich eher abgelehnt, oder zumindst sehr skeptisch gesehen werden. Und um da mal eine klare Trennlienie zu ziehen: Auf ein Konzert, das ich organisiere kommt eher ein Anzugträger rein als jemand, der ein Shirt einer rechten Black Metal Band trägt!
Und nur für Teylen: Auch Christen bekommen kein Hausverbot bei mir, das gebietet mir die Toleranz *g*

Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 10.09.2011 | 23:39
Noch so eine Sache: Früher hieß Metal hören meistens Atheist oder peinlich-dummer Möchtergern-Satanist sein. Inzwischen sind die meisten Metaller, denen ich begegne, einfach nur areligiös oder Agnostiker. Könnte damit zusammenhängen, dass Atheismus einfach seine Schockwirkung verloren hat.

Edit: Oder weil so viele Metaller inzwischen Lehramt studieren und wegen ihrer Missio oder Vocation zumindest nicht mehr laut sagen dürfen, dass sie das nicht glauben...  >;D und weil ihre alten Kumpels keinen Bock haben, mit ihnen anzuecken, relativiert sich das ganze immer mehr.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Bad Horse am 10.09.2011 | 23:42
Bitte diskutiert die Subkulturen-Geschichte doch im Subkulturen-Thread (http://tanelorn.net/index.php/topic,69098.0.html). Danke
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: EL Machete am 17.09.2011 | 15:36
gestern gabs ne folge wo ein 40k spieler zerlegt wurde.... ::)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 17.09.2011 | 15:39
gestern gabs ne folge wo ein 40k spieler zerlegt wurde.... ::)
Na ja die verdienen es doch nicht anders ;)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Deep One am 17.09.2011 | 20:15
gestern gabs ne folge wo ein 40k spieler zerlegt wurde.... ::)

Welche Armee?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: McCoy am 17.09.2011 | 20:19
So wie es aussah Tyraniden, aber die Elitejornalisten haben es sie als Vampirfürsten und Gruftkönige betitelt  ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 17.09.2011 | 20:48
und von Elfen, Drachen und Magiern gefaselt... Gut, dass sich mein Brwoser aufgehängt hat, das war echt schlimm
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: EL Machete am 17.09.2011 | 20:59
mein favorit war nahaufnahme vonnem tyranid und gefasel von goblins
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Greifenklaue am 17.09.2011 | 21:04
„Von einem erwachsenen Mann erwarte ich als Frau andere Hobbies!“ - Natürrrrrrrrrrrrrrrrrlich! RRRRRRRRichtig so!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Jed Clayton am 17.09.2011 | 21:13
„Von einem erwachsenen Mann erwarte ich als Frau andere Hobbies!“ - Natürrrrrrrrrrrrrrrrrlich! RRRRRRRRichtig so!

Ein anständiger erwachsener Mann säuft Bier, mag Grillen auf'm Camping-Platz, guckt sonntags höchstwahrscheinlich die Sportschau, ist Fan von irgendeinem Fußball-Verein und schaut im Fernsehen wahrscheinlich noch Autorennen und DMAX-Sendungen über Autotuning und Tätowierer.

"Komm in die Man-Cademy, wo jeder, der als Sissi kommt, als Siegfried wieder geht." ;)

Ach, das dumme Thema wird nie alt.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Bad Horse am 17.09.2011 | 21:30
Subkulturen-Debatte hierhin (http://tanelorn.net/index.php/topic,69098.msg1404899.html#msg1404899) verschoben. Bitte beachtet künftig die Moderationsanweisungen. Danke.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 17.09.2011 | 22:07
Ein anständiger erwachsener Mann säuft Bier, mag Grillen auf'm Camping-Platz, guckt sonntags höchstwahrscheinlich die Sportschau, ist Fan von irgendeinem Fußball-Verein und schaut im Fernsehen wahrscheinlich noch Autorennen und DMAX-Sendungen über Autotuning und Tätowierer.

"Komm in die Man-Cademy, wo jeder, der als Sissi kommt, als Siegfried wieder geht." ;)

Ach, das dumme Thema wird nie alt.


Ich seh' das positiv, heute wird zum Glück alles hinterfragt,  und selbst dieses plumpe Weltweltbild scheint schon so eine Werbesendung zum Erhalt der "teidtschen Leydtcultur" zu brauchen :D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 18.09.2011 | 23:07
Wenn eine Frau von einem Mann andere Hobbys erwartet hatte, dann sollte sie doch froh sein, dass ihre Befürchtungen sich nicht bewahrheitet haben! ;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 20.09.2011 | 00:42
Nicht ganz passend, aber da hier im Strang ja auch stellenweise das Loblied der ÖR-Medien gesungen wurde: Man achte hier (http://www.youtube.com/watch?v=HFwXtSIQnQY&feature=player_embedded) bei ca. 0:35 auf die Text-Bildschere.  :q. (Wer wissen will, warum auf der FDP-Party über die < 2% gejubelt wurde (hinter der NPD, knapp vor der Tierschutzpartei), findet hier (http://hedonist-international.org/?q=de/node/1122) Erleuchtung).
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 20.09.2011 | 07:31
OT: Sehr schön! Danke für die Links!
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: First Orko am 20.09.2011 | 13:51
Ach ja, die guten öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten (http://www.youtube.com/watch?v=Bg5PDq2uz1Y)....
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Humpty Dumpty am 20.09.2011 | 14:00
Nicht ganz passend, aber da hier im Strang ja auch stellenweise das Loblied der ÖR-Medien gesungen wurde: Man achte hier (http://www.youtube.com/watch?v=HFwXtSIQnQY&feature=player_embedded) bei ca. 0:35 auf die Text-Bildschere.  :q. (Wer wissen will, warum auf der FDP-Party über die < 2% gejubelt wurde (hinter der NPD, knapp vor der Tierschutzpartei), findet hier (http://hedonist-international.org/?q=de/node/1122) Erleuchtung).
Sehr geil! Vielen Dank, habe laut gelacht.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 20.09.2011 | 14:09
Ach ja, die guten öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten (http://www.youtube.com/watch?v=Bg5PDq2uz1Y)....
Georg Schramm ist einfach genial! Und ich hab ganz schön lang gebraucht, zu realisieren, dass das von 2003 ist... 9 Jahre und alles passt wie eh und je zur Tagespolitik.  ::)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 21.09.2011 | 18:07
Schöne Betrachtung von Trash-TV (http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2011/09/20/eine-verheerende-entwicklung-warum-das-supertalent-praegend-fuer-unsere-fernsehkultur-ist.aspx), die (neben vielem anderen) auf ein bekanntes Argument eingeht.

Zitat
Andererseits: Wenn fast 10 Millionen Menschen zusehen, können die doch nicht alle doof sein. Stimmt. Aber RTL arbeitet dran.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 21.09.2011 | 18:28
Schöne Betrachtung von Trash-TV (http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2011/09/20/eine-verheerende-entwicklung-warum-das-supertalent-praegend-fuer-unsere-fernsehkultur-ist.aspx), die (neben vielem anderen) auf ein bekanntes Argument eingeht.

Sehr guter Artikel, hat mir gefallen. Obwohl ich die FAZ sonst nicht so sehr schätze.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: ArneBab am 21.09.2011 | 19:38
und von Elfen, Drachen und Magiern gefaselt... Gut, dass sich mein Brwoser aufgehängt hat, das war echt schlimm

Um das jetzt mal unverblümt zu sagen: Warum guckst du den Scheiß?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: גליטצער am 21.09.2011 | 19:53
Um das jetzt mal unverblümt zu sagen: Warum guckst du den Scheiß?
Weil ich gehört hab, dass es eine Folge mit 'nem GW-Fanboy gibt :D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 21.09.2011 | 22:28
Sehr guter Artikel, hat mir gefallen. Obwohl ich die FAZ sonst nicht so sehr schätze.

Bei der FAZ immer schön fein zwischen "Föjetöng" und anderem trennen. Der Feuilleton ist durchaus lesenswert von hohem Niveau und ideologsch eher linksliberal.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 21.09.2011 | 23:04
Bei der FAZ immer schön fein zwischen "Föjetöng" und anderem trennen. Der Feuilleton ist durchaus lesenswert von hohem Niveau und ideologsch eher linksliberal.
Ich hab die mal zwei Wochen im Probeabo für Studenten gehabt und mir war das, was ich gelesen habe generell zu reaktionär, aber das könnte auch eine unglückliche Momentaufnahme gewesen sein.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 22.09.2011 | 07:33
Schöne Betrachtung von Trash-TV (http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2011/09/20/eine-verheerende-entwicklung-warum-das-supertalent-praegend-fuer-unsere-fernsehkultur-ist.aspx), die (neben vielem anderen) auf ein bekanntes Argument eingeht.

Ja, danke für den Link. SWag ich ja schon seit Jahren, aber es hört ja keiner auf mich ... :korvin:

Wobei ich das ja weniger bei Shows festmache, die zwar noch viel schlimmer sind, mich als Genre aber auch viel zu wenig interessieren. Ich bekomme vor allem immer Zustände, wenn ich mir -- mit extrem wenigen Ausnahmen -- deutsche Serien anschaue ... aber wenn man bedenkt, was bei uns an Shows Erfolg hat, wundert es auch nicht mehr, dass es sich nicht lohnt, für dieses Klientel ein deutsches Wire oder Mad Men oder Shameless oder Srugim zu produzieren ...
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 22.09.2011 | 15:08
Das sind alles HBO-Serien, oder? Da liegen die Ursachen ganz woanders. Anderenfalls würdest Du konstatieren, daß ameriaknisches TV "niveauvoller" oder "besser" wäre, was es, wie ich Dir Firsthand bestätigen kann, nicht ist. Nur glatter und teurer verpackt, was oft mit Qualität verwechselt wird. HBO-Material ist eine Ausnahme, weil die Rahmenbedingungen ganz andere sind (http://www.profil.at/articles/1138/560/307244/emmy-die-hurensoehne-tv-branche).
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Achamanian am 26.09.2011 | 10:11
Das sind alles HBO-Serien, oder? Da liegen die Ursachen ganz woanders. Anderenfalls würdest Du konstatieren, daß ameriaknisches TV "niveauvoller" oder "besser" wäre, was es, wie ich Dir Firsthand bestätigen kann, nicht ist. Nur glatter und teurer verpackt, was oft mit Qualität verwechselt wird. HBO-Material ist eine Ausnahme, weil die Rahmenbedingungen ganz andere sind (http://www.profil.at/articles/1138/560/307244/emmy-die-hurensoehne-tv-branche).

Das sind nicht alles HBO-Serien, mindestens Mad Men ist von ABC, und bei Shameless bin ich mir jetzt nicht sicher ... (ist die nicht aus England?) ich würde schon bestätigen, dass US-Fernsehserien durchaus schon etwas länger am oberen Ende der Qualitätsskala einfach allein stehen. Twin Peaks war auch nicht HBO und ist auch nicht mehr so neu. Natürlich sind das Ausnahmen, 99% von allem sind eben Müll - aber immerhin gibt es diese Ausnahmen um US-Fernsehen. Insofern: Ja, das amerikanische TV ist insgesamt niveauvoller und besser als das deutsche - einfach weil es da (nicht nur bei HBO) ein oberes Ende der Skala gibt, das nicht nicht annähernd von deutschen Produktionen erreicht wird.
Das ändert aber natürlich auch wieder nichts daran, dass diese widerwärtigen Reality-Formate, um die es hier geht, größtenteils US-Importe sind.
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 26.09.2011 | 10:31
Das sind alles HBO-Serien, oder? Da liegen die Ursachen ganz woanders. Anderenfalls würdest Du konstatieren, daß ameriaknisches TV "niveauvoller" oder "besser" wäre, was es, wie ich Dir Firsthand bestätigen kann, nicht ist. Nur glatter und teurer verpackt, was oft mit Qualität verwechselt wird. HBO-Material ist eine Ausnahme, weil die Rahmenbedingungen ganz andere sind (http://www.profil.at/articles/1138/560/307244/emmy-die-hurensoehne-tv-branche).

Mad Men ist nicht HBO, ich glaube, was Rumpel sagt.
Shameless ist Channel 4 (UK), die einige weitere ganz exzellente Serien haben (für mich vor allem: Skins und Misfits) und kein Pay-TV-Sender sind.
Srugim ist Reshet/Yes, was glaube ich Pay-TV ist. Bin mir aber nicht sicher.

Allerdings könnte ich Dir für USA (und Israel) auch noch einige/viele andere Serien nennen, die abgesehen von der Politur das meiste übertreffen, was bei uns gemacht wird. Übrigens ist das auch die Einschätzung der Filmschaffenden (http://www.spex.de/2010/04/27/die-serie-zum-gesetz-tv-im-angesicht-des-verbrechens-ab-heute-auf-arte/)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Humpty Dumpty am 26.09.2011 | 10:46
Ach guck mal. Sorry für OT, aber folgende Frage sei gestattet: wir haben die Spex im Abo. Lohnt sich die zusätzliche Lektüre der Homepage? Hab da noch nie gestöbert. Was meinste?
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: korknadel am 26.09.2011 | 11:09
Ach guck mal. Sorry für OT, aber folgende Frage sei gestattet: wir haben die Spex im Abo. Lohnt sich die zusätzliche Lektüre der Homepage? Hab da noch nie gestöbert. Was meinste?

OT:
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Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 27.09.2011 | 16:26
Ich les grade wegen einer Seminararbeit die bayerische Verfassung. Da steht Artikel 110 Abs. 2 "Die Bekämpfung von Schmutz und Schund ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden."

Da musste ich unwillkürlich an die hier diskutierten Sendungen denken.  :P
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Niniane am 27.09.2011 | 20:13
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Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Skele-Surtur am 27.09.2011 | 23:04
Ich glaube, du hast recht.  :verschwoer:
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Helmron am 7.10.2011 | 21:44
Aber dann hätten sie ihm doch am ende in Tracht stecken müssen ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Helmron am 10.10.2011 | 19:10
Na sowas, jetzt auch noch ein Trojaner aus weis blau land was ham die vor? ~;D
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Bad Horse am 10.10.2011 | 19:17
Zu Diskussionen über den Trojaner bitte hier lang (http://tanelorn.net/index.php/topic,70638.msg1416195.html#msg1416195), die haben hier wirklich nix verloren. :)
Titel: Re: Das Model und der Freak - Verloren im Rollenspielsumpf!
Beitrag von: Helmron am 10.10.2011 | 19:55
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