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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Teylen am 25.09.2011 | 15:12

Titel: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 25.09.2011 | 15:12
Wir wurden an etwa 20 Kriegern (die "Wachen") vorbeigeführt, welche alle die Stufe 21 hatten. Und zwar direkt zu: Dexter Nemrod und seiner Beraterin, der Hexe(!!!) Namenhabichvergessen! Ebenfalls mindestens Stufe 18. Mindestens!

Kein Spieler hatte in dem Moment noch Bock auf das Abenteuer, was sich sehr positiv auf die allgemeine Stimmung auswirkte.
Irgendwie finde ich es bemerkenswert wie schnell man scheinbar die Lust auf das Abenteuer verlieren kann und in eine Boykott Haltung geht ^^;
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 25.09.2011 | 15:40
Irgendwie finde ich es bemerkenswert wie schnell man scheinbar die Lust auf das Abenteuer verlieren kann und in eine Boykott Haltung geht ^^;
Ich weiß nicht, inwieweit du dich mit DSA3 auskennst, Teylen, aber der Spruch über die Mächtigkeit von EINEM der Wachen hatte nicht nur Hand und Fuß, sondern einen ganzen Götterkörper samt Ausrüstung noch obendrein. Eigentlich ergab es keinen Sinn, die Gruppe mit "subtil angedrohter" Gewalt zu einer Aufgabe zu zwingen, die ein Handlanger des Auftraggebers zwischen Frühstück und Mittagessen mit 40° Fieber hätte erledigen können. Und als Held (und genau als das werden DSA-SCs vom Regelwerk immer bezeichnet) möchte man nicht unbedingt so dick auf´s Brot geschmiert bekommen, dass man nur der entbehrliche Botenjunge von Halbgott-NSC Nullachtfünfzehn ist.
Zumindest damals gab es noch DSA-Spieler, die von der Freiheit der Entscheidung träumten.  ;D
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 25.09.2011 | 15:42
Auf der Stufe würd ich gern auch mal selber mit entscheiden, was die Gruppe tut. Wenn ich statt in Auftrag des Händlers bernfried nem Ork sein Gold klauen jetzt im Auftrag des herzogs bernfried nem Drachen sein Gold klauen darf, tut sich nix.

Aber das ist geschmackssache, und deshalb ist eins so gut wies andere. Find a weng unfair, dem SL die Schuld zu geben, nur weil er sein AB retten will, die Spieler sind mehr und offensichtlich nicht aufn Mund gefallen.

In DSA bisste halt bsp. öfters mal der dappige Botenjunge, aber dafür gibts cooles Sightseeing und MP-Spiel. Das macht vielen leuten Spaß, siehe nebenthread, wo zm x-ten mal erklärt wird, das DSA so gut ist, wie es ist.

Die Spieler stellen sich offensichtlich quer, und der Sl ist dann in reaktion auf dieses Querestellen gezwungen, soclhe unglaubwürdigen Geschütze aufzufahren. Tolle Taktik, einen erst in Dreck schmeissen, und ihn dann auslachen, weil er schutzige Kleider hat.

ich meine, ich hasse solche Abenteuer auch, aber die Tatsache besteht, das viele Leute es lieben, von NSC XY rumgeschubst zu werden. Und es ist unfair, jemanden zu ärgern, nur weil er was produziert, von dem er annehmen kann, das es gefällt.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Bluerps am 25.09.2011 | 15:50
Woran erkannte man eigentlich die Stufen der NSCs? Hat der SL die dazugesagt?


Bluerps
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 25.09.2011 | 15:52
Anzunehmen, um jegliche gegenwehr im Keim zu ersticken.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 25.09.2011 | 16:00
@Erik Erikson
Das war vor Uuuuurzeiten. Eine Meinung á la "DSA ist halt RR, also leb damit und genieß die Fahrt" gab es damals noch nicht.

Und bei den Stufen hast du natürlich Recht.
SL: "Ihr werdet zwischen zwei Reihen von Wachen hindurchgeführt. Es sind zwanzig Mann und ihr erkennt sofort, dass jeder von ihnen die 21. Stufe hat."
 :puke:
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 25.09.2011 | 17:41
War nicht bös gemeint. ich find nur die Kommentare manchmal zu sehr RR-bashing. So seltsam es klingt, die Leut fahren drauf ab., und das muss man respektieren.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Taschenschieber am 25.09.2011 | 17:45
War nicht bös gemeint. ich find nur die Kommentare manchmal zu sehr RR-bashing. So seltsam es klingt, die Leut fahren drauf ab., und das muss man respektieren.

Wenn ich aber selbst zu "die Leute", also zu den SCs gehöre, dann darf ich mich sehr wohl echauffieren, wenn der SL gerade versucht, mich zu verarschen.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Dragon am 26.09.2011 | 10:00
Wenn ich aber selbst zu "die Leute", also zu den SCs gehöre, dann darf ich mich sehr wohl echauffieren, wenn der SL gerade versucht, mich zu verarschen.
ist halt blöd wenn man SL und Gruppe sich nicht kennen, dann kann der SL ja auch nicht wissen ob die sich jetzt verarscht fühlen, oder das toll finden.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 26.09.2011 | 13:19
Ich weiß nicht, inwieweit du dich mit DSA3 auskennst, Teylen, aber der Spruch über die Mächtigkeit von EINEM der Wachen hatte nicht nur Hand und Fuß, sondern einen ganzen Götterkörper samt Ausrüstung noch obendrein.
Naja, schon. Aber es ist doch nur das Auftrags abholen?
Vielleicht bin ich da zu optimistisch, aber ich würde mir halt denken das die fetten NSCs halt da stehen weil das im Abenteuer Text so steht, oder weil er sie am Anfang da stehen haben will. Nun und das es danach ganz normal weiter geht.. Also heroisch und so, irgendwas retten, Botenmäßig überbringen, oder so.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Taschenschieber am 26.09.2011 | 13:26
Naja, schon. Aber es ist doch nur das Auftrags abholen?

"Da ist der Auftrag, macht mal" ist aber so was von 1990.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 26.09.2011 | 13:28
"Da ist der Auftrag, macht mal" ist aber so was von 1990.
Naja, seit der V20 Renaissance fühl' ich mich auch grad voll positive 90ties mäßig oder so. :D
(Es könnte auch der Jetlag sein)
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 26.09.2011 | 13:29
Entweder ist es ein unwichtiger Handlangerdienst, dann beisst sich das mit dem HELDENTM-Anspruch. Bei DSA ist man es ja leider gewöhnt, ständig unter die Nase gerieben zu bekommen, dass man nur ein unwichtiger Wasserträger ist. Aber Spaß muss einem das trotzdem nicht machen.
Oder es ist eine brandwichtige Queste, für die man tatsächlich HELDENTM braucht -- dann ist wiederum weltintern unlogisch, dass sich da dutzende Supersoldaten nur die Ärsche breithocken, während sich die SCs da abmühen.
--> Es dürfte diese Horde Maximalstufler überhaupt nicht geben, bzw. wenn es tatsächlich noch Wichtigeres für die zu tun gibt, dürften sie nicht da rumstehen.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 26.09.2011 | 13:30
Das entsprechende AB (m.E. Wolf von Winhall) ist glaube ich noch älter als die 90er, von daher...
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 26.09.2011 | 13:36
@Feuersänger
Dann frage ich mich aber wieso man sich in eine DSA Runde setzt und dann scheinbar die Lust verliert weil es DSA mäßig wird  wtf?
Ist doch so als würde man bei V:tM anfangen OT rum zu revoluzzen weil die Neugeborenen sich im Elysium von irgendwelchen alten Amtsträgern eine Spielabend-Beschäftigung abholen.
Nun oder das bei SR ein Johnsonen der Gruppe einen Auftrag gibt.
Naja oder als würde man einen Michael Bay Film schauen und sich über fehlende Substilität aufregen, oder über blöde Witze in Scary Movie Filmen, oder französische Arthouse Filmeinstellungen in Audrey Tautou Filmen, oder...

*grübelt*
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 26.09.2011 | 13:52
Man hört schon häufiger mal die Aussage, man würde inzwischen "das RR so gering wie möglich halten". Das stimmt auch, aber häufig gibt es dann Differenzen bei der Erwartung, was "so gering wie nötig" eigentlich bedeutet.  

Ich sage auch mal so Sachen wie: "ich verabscheue DSA aus ganzen Herzen, ich finde die Regeln unspielbar, das Setting prone für Missverständnisse, und die RR und Detailkrümel-Touristen-Einstellung der Spieler furchtbar." Als Antwort kommt dann oft: "Joah, aber wir spielen ganz anders und besser."

Das will ich auch gern glauben, irgendwie, aber ich habe da schon schlechte Erfahrungen gemacht. RR hat halt nen schlechten Ruf, und das führt dazu, das viele SL nicht mehr offen sagen, das sie RR machen, sondern es vor Neu-Spielern lieber verbergen und runterspielen. Und dann läuft man mitten rein.  
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Jiba am 26.09.2011 | 13:53
Ist doch so als würde man bei V:tM anfangen OT rum zu revoluzzen weil die Neugeborenen sich im Elysium von irgendwelchen alten Amtsträgern eine Spielabend-Beschäftigung abholen.

Also mir würde das nicht gefallen... spielst du echt so Vampire?

Nun oder das bei SR ein Johnsonen der Gruppe einen Auftrag gibt.

Ganz andere Baustelle. Der Schreibtisch-Anzug-Johnson braucht die Runner, weil...
...man die nicht so leicht mit ihm und seiner Organisation in Verbindung bringt.
...er vielleicht grade mal eine Waffe halten kann, die Runner aber Spezialistenteams sind.
...die Runner ersetzbarer sind als die kostbaren Gardisten der Firma.
...das zu den ungeschriebenen Regeln des Konzernkrieges gehört, an die sich alle großen Cons halten.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: K3rb3r0s am 26.09.2011 | 13:56
Kann man die Diskusion nicht auslagern?  wtf?
Ich würde hier lieber noch ein paar Anekdoten lesen.  8)
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 26.09.2011 | 14:00
Also mir würde das nicht gefallen... spielst du echt so Vampire?
Nicht immer, aber es kommt mal vor. ^^;
Und joah, von mir aus kann auch ausgelagert werden.

Najo, und ich denke auch bei SR gibt es potentielle andere / bessere Runner für den Job als man nu selbst. Gerade wenn man Startchars hat.
Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 26.09.2011 | 14:40
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Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 26.09.2011 | 14:41
@Teylen
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Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: SeelenJägerTee am 26.09.2011 | 15:02
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Titel: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Bad Horse am 28.09.2011 | 18:57
Ich hab mal von hier aus (http://tanelorn.net/index.php/topic,2994.msg1408872.html#msg1408872) ausgelagert.
Titel: Re: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 28.09.2011 | 19:08
Der Pilot, den Will Smith, bei ID spielt, ist aber keine Niete und auch kein Laie sondern schon upper Class Profi.
Die Förderingenieure bei Armageddon sind auch keine Vollpfosten, sondern sollen laut Film zu den besseren ihrer Zunft gehören, wenn ich mich nicht vertue.
Ja, sie sind schon Profis. Aber sie sind keine Stufe 20 Profis.

Stufe 20 wären die Ausbilder bei der NASA.

Und im Prinzip ist es bei dem erwähnten DSA-AB genau so:
Die SCs sind zwar in ihrem Gebiet Profis, aber dennoch stehen da Wachen, die eine noch höhere Stufe haben.
Die Protagonisten bei Armageddon sind zwar Profis, aber dennoch stehen da Ausbilder, die eine noch höhere Stufe haben.

Ansonsten kommt es doch auch darauf an, worin man Profi ist:
Die 20 Wachen sind vielleicht Profis im Bewachen und im Kämpfen.
Gebraucht werden dagegen Profis in Infiltration und Sabotage. (Vermutung. Ich kenne das AB nicht.) Das heißt, die Wachen können beim Auftrag nicht weiterhelfen.
Titel: Re: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Oberkampf am 28.09.2011 | 19:14

Die Protagonisten bei Armageddon sind zwar Profis, aber dennoch stehen da Ausbilder, die eine noch höhere Stufe haben.

Ich kenne den Film jetzt nicht, aber ich hatte so von außen den Eindruck, als wollte man da schon die besten Leute für die Mission (ging es nicht um Rettung der Welt?) gewinnen.
Titel: Re: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 28.09.2011 | 19:16
Ich kenne den Film jetzt nicht, aber ich hatte so von außen den Eindruck, als wollte man da schon die besten Leute für die Mission (ging es nicht um Rettung der Welt?) gewinnen.
Die Leute, die man geholt hat, können hervorragend Ölbohrlöcher bohren. Aber von Space Shuttles, Weltraumreisen, Bewegung in Schwerelosigkeit etc. haben sie keine Ahnung. Das muss ihnen in einem Crashkurs erst beigebracht werden.
Titel: Re: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 28.09.2011 | 19:17
Ich kenne den Film jetzt nicht, aber ich hatte so von außen den Eindruck, als wollte man da schon die besten Leute für die Mission (ging es nicht um Rettung der Welt?) gewinnen.
Genau das. Dass die Besten der Welt ein paar versiffte amerikanische Bohrinselaffen sind, ist natürlich mehr absurdem Hollywood-Patriotismus zuzuschreiben, als irgend etwas anderem, aber grundsätzlich waren das wohl die Besten, die die NASA auftreiben konnte.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Oberkampf am 28.09.2011 | 19:20
Ah, ja, leuchtet ein, dass fürs Kino ein paar Vollidioten amerikanische Underdogs den Job bekommen. Dann ist das auch bei DSa kein Problem - sehr cinematisch  ;)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: SeelenJägerTee am 28.09.2011 | 22:47
Ah, ja, leuchtet ein, dass fürs Kino ein paar Vollidioten amerikanische Underdogs den Job bekommen. Dann ist das auch bei DSa kein Problem - sehr cinematisch  ;)
Der Knackpunkt ist nur, dass im Hollywoodversum die Crème de la Crème eben irgend welche Kellerkinder, Typen auf Ölborinseln oder sonst ein "irgendjemand" ist. Das heißt per Inweltlogik zieht man da schon die Besten der Besten ran - es hapert eher daran, dass im echten Leben die Besten der Besten halt nicht dort zu finden ist wo sie im Hollywoodversum zu finden sind.

Im Rollenspiel würde man dann analog in irgend welchen Schäferhütten auf der hintersten Gebirgswiese einen Stufe 298 Schäfer finden und nur der kann den Drachen zähmen. Deswegen quälen sich ein paar Ritter den ganzen weg da hoch und schmieren dem Typen Honig um den Mund damit er das Reich noch mal rettet.
Wichtig dabei ist, dass es ein Stufe 298 Schäfer ist und kein Stufe 2 Schäfer.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 28.09.2011 | 23:04
Die SCs sind ja in gewisser Weise auch die Besten in ihrem Gebiet.

Nur weil eine Wache Stufe 20 ist, heißt das noch lange nicht, dass sie auch gut einbrechen kann. Dass sie gut Verhandlungen führen kann oder dass sie gut sabotieren kann.

Die Wache kämpft besser als die SCs und sie kann besser bewachen als die SCs. Aber in AB-mäßigen Fertigkeiten und Herangehensweisen ist die Wache den SCs unterlegen.

Wenn es um einen offenen Kampf geht, ist die Wache um Längen besser als die SCs. Wenn es jedoch darum geht, den offenen Kampf zu vermeiden und die Hintertür zu benutzen, dann sind die SCs den Wachen überlegen. Deswegen wird nicht die Wache sondern der SC mit der Aufgabe betraut.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Taschenschieber am 28.09.2011 | 23:06
Immer vorausgesetzt, die SCs haben _irgendeine_ Fertigkeit deutlich höher als die rumstehenden NSCs und sonstige Diener des Imperiums.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: YY am 28.09.2011 | 23:16
Die Wache kämpft besser als die SCs und sie kann besser bewachen als die SCs. Aber in AB-mäßigen Fertigkeiten und Herangehensweisen ist die Wache den SCs unterlegen.

Wenn es um einen offenen Kampf geht, ist die Wache um Längen besser als die SCs. Wenn es jedoch darum geht, den offenen Kampf zu vermeiden und die Hintertür zu benutzen, dann sind die SCs den Wachen überlegen. Deswegen wird nicht die Wache sondern der SC mit der Aufgabe betraut.

Wenn das einigermaßen erkennbar in dieser Form umgesetzt wäre, wäre alles in Ordnung.

In der Regel ist es bei solchen Konstellationen aber tatsächlich so, dass die NSCs in jeder auch nur entfernt brauchbaren Fertigkeit den SCs um Längen voraus sind oder Zugriff auf besser geeignetes Personal haben.

Die Hauptverdächtigen sind da immer wieder irgendwelche Übermagier oder hochrangige Leute in irgendwelchen mächtigen Organisationen, die für die anstehende Situation eigentlich auf "deniability" scheißen können...

Titel: Re: RE: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Naldantis am 28.09.2011 | 23:47
@Feuersänger
Dann frage ich mich aber wieso man sich in eine DSA Runde setzt und dann scheinbar die Lust verliert weil es DSA mäßig wird  wtf?
*grübelt*

...es ist aber z.B. für eine ungewöhnlich dämliche und plumpe Szene, die man so auch in DSA selten erlebt...
...naja, okay, die ich selten so in DSA erlebt habe...

Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 29.09.2011 | 00:05
Ich weiß nicht, was das für ein Abenteuer sein soll, aber es kann ganz sicher NICHT der Wolf von Winhall sein.

Denn in diesem Abenteuer beträgt die Stufe von Dexter Nemrod gerade einmal 12, dazu hat er nur zwei Getreuen bei sich, zu denen nicht einmal Stufenangaben gemacht werden. LE-Angabe für Nemrod+Gehilfen bei der ersten Begegnung belaufen sich auf: Dexter Nemrod 44 LP, für Gehilfen 1 auf 33 LP, für Gehilfen 2 auf 36 LP, also eine furchtbar ernstzunehmende Gefahren für eine kleine Gruppe von Helden der vorgeschlagenen Erfahrungsstufe 10-14 (Abenteuereinband).
Wieso man mit Dexter Nemrod überhaupt ins Gehege kommt? Er hält die Heldengruppe verantwortlich für zwei Anschläge auf seine Leute und denkt, sie hätten versucht seine Aufklärung um den Wolf von Winhall zu sabotieren. Ein Tatbestand, der sich mit Rollenspiel auflösen lässt, auch wenn Dexter Nemrod trotzdem erst einmal darauf besteht, die Helden festnehmen zu lassen, bis in Winhall die dortigen Bürger ihre vorgebrachten Alibis bestätigen können (was die Bürger wohl könnten...).
Also nichts, was jetzt massiv nach Keule klingt, sondern im Hinblick auf heutige und mittelalterliche Rechtsprechung sinnvoll erscheint.

Auch die Anheuerung für das Abenteuer findet ganz klassisch in einer Taverne in Havena statt, von der aus man dann erst einmal selbständig ob der 250 in Aussicht gestellten Dukaten gen Winhall reist, um sich dem dortigen Problem anzunehmen.


Ergo: Spielleiter der das verbrochen hat mit Wattebäuschen bewerfen, bis er blutet. So ein Schmarrn!!!
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Joerg.D am 29.09.2011 | 00:18
Nun ja, die Wachen müssen auf den König aufpassen und nicht auf Abenteuer gehen, zumindest nicht auf die Abenteuer die für die Gruppe geeignet sind.

Wie schon erwähnt zeichnet sich eine Gruppe Abenteurer meistens durch ihre Vielseitigkeit und durch ihre Verfügbarkeit aus. Die Leute des Königs haben mit den Sachen des Königs zu tun. Vielleicht ist eine Schlacht in Planung, oder es soll ein Attentat auf den König geben, das ein Orakel/Priester vorausgesagt hat.

Vielleicht will der König auch nur jemanden mit einer neuen Sichtweise oder (noch schlimmer) die Abenteuer sind entbehrlich und nur dazu da um ein paar Leute aufzuscheuchen, die dann von den Profis im Hintergrund erledigt werden. Das würde zwar die meisten Gruppen ärgern, aber was soll es.

Es gibt da einen Punkt. SL und Gruppe sollten sich darüber einig sein, dass die Gruppe Aufträge annimmt. Sie soll von selber dem Abenteuer folgen und nicht vom SL dazu gezwungen werden. Ich hätte als SL vielleicht versucht, das sich die Spieler aussuchen MÜSSEN, warum sie dem König helfen. Jeder der Abenteuer darf sich seinen persönlichen Grund ausdenken, warum er dem König helfen will.

Damit ist die Verantwortung bei der Gruppe und nicht beim SL, der seine Charaktere in das Abenteuer zwingen muss. Es geht beim Rollenspiel neben der Plausibilität auch immer um Motivationen und mit nichts kann man den Spielern die dazu neigen zu sagen dass sie so etwas nicht interessiert, den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Es gibt für jeden Charakter die perfekte Begründung etwas zu machen, wenn er sie sich selber ausdenken darf. Da gibt es kein "Mein Charakter will das aber nicht."

Machtgefälle sind nun einmal Teil einer realistischen Welt und ich denke, dass Spieler oft hoffen, dass sie alles irgendwann mal selber regeln können oder den Leuten zeigen, die sie auf niedrigen Stufen so rumgeschubst haben. Die richtige Motivation der Charaktere muss sich der SL nicht immer aus den Fingern saugen. Aufgaben zu delegieren macht da vieles Einfacher.

Es ist wie fast immer, Kommunikation würde helfen, Spieler die sich ihrer Aufgaben bewusst sind auch.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 03:14
Irgendwie finde ich es bemerkenswert wie schnell man scheinbar die Lust auf das Abenteuer verlieren kann und in eine Boykott Haltung geht ^^;
Warum?
Ich finde Regel 0 ist die wichtigste Regel.

 
Nemrod: "Wißt ihr, wieso ihr für diesen Auftrag ausgewählt wurdet?"
Char2: Wer hat mich ausgewählt? Konnte sie keinen brauchbareren Botenjungen finden? Kann er beweisen von wem besagte Auswahl getroffen wurde?

Nemrod: "Ihr könnt den Auftrag annehmen, oder ... euch zwischen Streckbank und Auspeitschen entscheiden!"
Char: Lektion in Benehmen und Zeigen des alverangefälligen Platzes in der Nahrungskette

@Auribiel

Besagter Char hat das WvW Problem dadurch gelöst in dem DN gegenüber seine Rechte und Privilegien verteidigte und das ganze dann dem Dienstweg hochschickte.
Danach durfte DN öffentlich ganz grosses Kotau machen.

Ja, sie sind schon Profis. Aber sie sind keine Stufe 20 Profis.

Stufe 20 wären die Ausbilder bei der NASA.
Vielleicht in ihrem Spezialgebiet

Aber die Nasa ist eher nicht Verfügbar in ID

und ob die Ausbilder so out of the Box denken können und Felddiensttauglich sind?


Im Rollenspiel würde man dann analog in irgend welchen Schäferhütten auf der hintersten Gebirgswiese einen Stufe 298 Schäfer finden und nur der kann den Drachen zähmen. Deswegen quälen sich ein paar Ritter den ganzen weg da hoch und schmieren dem Typen Honig um den Mund damit er das Reich noch mal rettet.
Wichtig dabei ist, dass es ein Stufe 298 Schäfer ist und kein Stufe 2 Schäfer.
Ersetze Schäfer durch Eremit und es passt ins Mittelalter, der heilige Eremit und vollendete alte Ritter
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Just_Flo am 29.09.2011 | 06:56
Sorry, aber man kann sich auch selber lächerlich machen, so wie du gerade. Kleiner Tipp überlege mal wie der Dienstweg über NEmrod aussihet und was für Befugnisse der hat (hatte) :)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Yehodan ben Dracon am 29.09.2011 | 08:01
Ich weiß nicht, was das für ein Abenteuer sein soll, aber es kann ganz sicher NICHT der Wolf von Winhall sein.

Danke für die Klarstellung!  :d
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 08:29
Sorry, aber man kann sich auch selber lächerlich machen, so wie du gerade. Kleiner Tipp überlege mal wie der Dienstweg über NEmrod aussihet und was für Befugnisse der hat (hatte) :)
Ich glaube nicht, das ranghohe Geweihte anderer Kirche und Hochadlige  im Alleingang Richter, Ankläger, Geschworene usw zu bilden , sie ohne Zeugen als alleiniger Zeuge zu verurteilen und sie nach erwiesener Unschuld entehrenden Strafen zu unterziehen dazugehört.

Oder das den von den Göttern besagten Geweihten gegebene  Gebote ausser Kraft setzen kann.

Von der Tatsache abgesehen, das DN einfach ein inkompetenter Volltrottel war.

Man hat dem Boten Hilfe bei der zur Räson bringen der Amoklaufenden Praidioteninquisition angeboten, in der diplomatischen Sprache eines alten Kavalleristen und der wesentlich diplomatischeren, anderer grosser und Einflussreicher Kirchen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 29.09.2011 | 08:57
Grundsätzlich sehe ich kein Problem darin, SCs durch stärkere NSCs dazu zu zwingen etwas zu tun, wenn ich den Spielern die Wahl lassen, sich auch anders zu entscheiden.

Sprich, nach Auftragsannahme sich still und leise zu verpieseln. Jeder Machtstruktur kann man zu mindest auf begrenzte Zeit entkommen, teilweise auch auf unbegrenzte Zeit (was gerade in Aventurien leicht sein sollte)

Das Problem entsteht doch eher, wenn dem SL nichts mehr einfällt, wenn die Spieler nicht annehmen.

Bei SR entsteht das selbe Problem ja auch leicht, wenn die Spieler den Auftrag des Mr. Johnson ablehnen, nur dass man sich bei SR im allgemeinen vorher drauf geeinigt hat, dass man solche Auftragsstrukturen spielen will.

Ansonsten hat der Friedensbringer (glaub ich) schon mehrfach einen sehr interessanten Workshop zum Thema "Auftragsgeber Glaubwürdigkeit" gegeben.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 29.09.2011 | 09:06
Warum?
Man ist auf einer Convention.
Man hat sich für eine DSA Runde eingeschrieben.
Man hat sich für eine mit Abenteuer eingeschrieben.

Wenn man da halt einmal an irgendwelchen großen NSCs, von mir aus auch in merkwürdigen Kombinationen, wie der Sache mit der Hexe, vorbei läuft um sich einen Auftrag abzuholen.
Einen Auftrag der halt irgendwie zur eigenen Charakterstufe passt.
Den vermutlich tausende von begabten NSCs besser machen könnten als die eigenen Stufe 3 (von 100 Stufen) Nieten. Sehe ich beim besten willen immer noch nicht wieso einem da ein Zacken aus der Krone bricht wenn man eine einfache Auftragsvergabe abwickelt.
Respektive wie man da auf einmal sogar über die Regel 0 anfangen kann zu heulen.
Das heißt ich seh die Regel 0 da zumindest nicht beim Spielleiter zutreffen.

Wäre doch so als würde man bockig weil man, bei einer einmaligen Conrunde, gerade merkt das man im eigenen Team ein Machtgefälle jenseits von Gut & Böse hat. [Weil ein Teil der Spieler bei der Charerschaffung die Regeln auswendig kannten, vorallem ein paar Löcher, und man selbst halt nicht]
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 29.09.2011 | 09:15
Zum Thema Vielseitigkeit der Gruppe vs. Kampfkraft der Maximalstuflers:

Ja, theoretisch guter Gedanke. ABER:
Das ist DSA3 gewesen. Anzahl der Steigerungswürfe in Relation zum Maximallevel eines Talentes in Relation zum möglichen Maximallevel eines SC der Stufe 5-8 in Relation zur Gruppengröße (5 Mann) in Relation zur Anzahl sinnvoll verwendbarer Talente für Spezialmissionen ... im allerallerallerschlechtesten Fall hätte man ZWEI von den Jungs schicken müssen, um wirklich in JEDEM Gebiet besser zu sein als die Gruppe. ;)

Man ist auf einer Convention.
Man hat sich für eine DSA Runde eingeschrieben.
Man hat sich für eine mit Abenteuer eingeschrieben.

Wenn man da halt einmal an irgendwelchen großen NSCs, von mir aus auch in merkwürdigen Kombinationen, wie der Sache mit der Hexe, vorbei läuft um sich einen Auftrag abzuholen.
Einen Auftrag der halt irgendwie zur eigenen Charakterstufe passt.
Den vermutlich tausende von begabten NSCs besser machen könnten als die eigenen Stufe 3 (von 100 Stufen) Nieten. Sehe ich beim besten willen immer noch nicht wieso einem da ein Zacken aus der Krone bricht wenn man eine einfache Auftragsvergabe abwickelt.
Respektive wie man da auf einmal sogar über die Regel 0 anfangen kann zu heulen.
Das heißt ich seh die Regel 0 da zumindest nicht beim Spielleiter zutreffen.

Wäre doch so als würde man bockig weil man, bei einer einmaligen Conrunde, gerade merkt das man im eigenen Team ein Machtgefälle jenseits von Gut & Böse hat. [Weil ein Teil der Spieler bei der Charerschaffung die Regeln auswendig kannten, vorallem ein paar Löcher, und man selbst halt nicht]
Ich mag es nicht einmal auf einer Con-Runde, nahezu in Ketten vor einen Über-NSC mit seinen Über-NSC-Freunden, die in absoluter Über-zahl um uns rumstehen, geschleppt zu werden und dann gesagt zu bekommen "Mach oder leide!". Ohne Vorgeschichte, ohne Bezug zum Auftrag, ohne Gespräch. *
Schätze mal, allen anderen am Tisch ging es ähnlich.

* - Ein Grund, warum ich auch V:tM** immer gehasst habe.  ;D

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Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 09:19
Man ist auf einer Convention.
Man hat sich für eine DSA Runde eingeschrieben.
Man hat sich für eine mit Abenteuer eingeschrieben.
das heisst immer noch nicht, das ich meine Zeit mit jedem Regel 0er verschwende.

Heute würde ich nach der Auftragserteilung gehen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 29.09.2011 | 09:34
das heisst immer noch nicht, das ich meine Zeit mit jedem Regel 0er verschwende.

Heute würde ich nach der Auftragserteilung gehen.
Ich sehe immer noch nicht wieso ein SL durch die Auftragsverteilung ein Idiot sein sollte.
Respektive wieso man da rumprollt was den der SL für ein Idiot ist, nur weil er da ein paar hochstufige NSCs aufgefahren hat.

Ich mag es nicht einmal auf einer Con-Runde, nahezu in Ketten vor einen Über-NSC mit seinen Über-NSC-Freunden, die in absoluter Über-zahl um uns rumstehen, geschleppt zu werden und dann gesagt zu bekommen "Mach oder leide!". Ohne Vorgeschichte, ohne Bezug zum Auftrag, ohne Gespräch.
Die Vorgeschichte kann ja durchaus noch kommen? Später?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Hotzenplot am 29.09.2011 | 09:42
Ich sehe immer noch nicht wieso ein SL durch die Auftragsverteilung ein Idiot sein sollte.
Respektive wieso man da rumprollt was den der SL für ein Idiot ist, nur weil er da ein paar hochstufige NSCs aufgefahren hat.
Die Vorgeschichte kann ja durchaus noch kommen? Später?

Ich schätze mal, da ist ein gewisser Eindruck entstanden, den die Spieler nicht mochten. Der Eindruck, dass der SL einen ingame zu Dingen zwingen möchte, wo möglicherweise kein Zwang vonnöten ist. Kann auch etwas mit mangelndem Vertrauen zu tun haben, beiderseitig wohl gemerkt (SL: Hilfe, wenn ich da normale Wachen aufstelle, zerschießen die mir meinen Plot! Spieler: Hilfe, der SL will seine Macht über mich missbrauchen!).
Besonders geschickt ist es jedenfalls nicht. Erstens, weil es innerweltlich das Maß an Plausibilität zerschießt, die man als Spieler haben möchte und zweitens, weil man outgame das Gefühl bekommt, dass der SL mit aller Macht etwas durchziehen will, bei dem man absolut keine Ausweichchance hat.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 10:14
Ich sehe immer noch nicht wieso ein SL durch die Auftragsverteilung ein Idiot sein sollte.
Respektive wieso man da rumprollt was den der SL für ein Idiot ist, nur weil er da ein paar hochstufige NSCs aufgefahren hat.?
DN hat mehr und erheblich höherstufige Gardisten,m als der Bote des Lichtes und der Patriarch von Al Anfa an Leibwächtern haben, von der Leibwache des Kaisers gar nicht erst zu rede`n?

Warum betont der Regel0er das so penetrant,
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Ein am 29.09.2011 | 10:36
Der Hotzenplotz hat das eigentliche Problem gut erfasst. Hier geht es nicht um System oder Setting, hier geht es um eine zwischenmenschliche Schieflage.

Viele SLs, vor allem wenn sie noch jünger sind, sehen sich oft mit inkooperativen, megalomanischen Spielern konfrontiert, die im Zuge der Pubertät sich unmotiviert gegen jede Form von Autorität auflehnen müssen und dabei bewusst in Kauf nehmen das Spiel zu torpedieren.

Da zu diesem Zeitpunkt die sozialen Fähigkeiten vieler Rollenspieler allerdings noch nicht weit genug entwickelt sind, um das Problem durch ein Gespräch zu lösen, wird von Seiten der SLs häufig versucht, das Problem durch Immunisierung der NSCs zu lösen.

Da muss man nicht schimpfen, da sollte man lieber (als erwachsener Mensch) mit den Leuten reden und ihnen alternative Lösungswege aufzeigen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 29.09.2011 | 10:43
Die Vorgeschichte kann ja durchaus noch kommen? Später?
Die VOR-geschichte sollte bei einem CON-Abenteuer besser VORher stattfinden. Denn wenn sie später kommt, muss sie zwangsläufig rückwirkendes masssives RR enthalten.
Oder wie bindest du SCs in eine Geschichte ein, von denen du vor Beginn der Runde Name, Geschlecht, Klasse, Rasse und Herkunft nicht kennst?

Und das kommt in meiner NoGo-Liste sogar noch vor Über-gonisten.

@Ein
Der SL war damals schätzungsweise Mitte/Ende 30er und die Spieler Mitte/Ende 20er. Ich war mit 22 der Jüngste in der Runde.
Wenn sich bis dahin die sozialen Fähigkeiten noch nicht weit genug entwickelt haben, fällt das glaub ich schon wieder unter Regel 0.  ;)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 10:51


Viele SLs, vor allem wenn sie noch jünger sind, sehen sich oft mit inkooperativen, megalomanischen Spielern konfrontiert, die im Zuge der Pubertät sich unmotiviert gegen jede Form von Autorität auflehnen müssen und dabei bewusst in Kauf nehmen das Spiel zu torpedieren.
'Ich bin da erheblich später eingestiegen, wohl auch ein Grund warum ich das nicht mag
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 29.09.2011 | 10:53
DN hat mehr und erheblich höherstufige Gardisten,m als der Bote des Lichtes und der Patriarch von Al Anfa an Leibwächtern haben, von der Leibwache des Kaisers gar nicht erst zu rede`n?
Vielleicht will er die Figuren nur mal kurz herzeigen.
Vielleicht will er betonen das er DN mag.
Vielleicht will er die Auftragsvergabe nur ueber das geschehen wuppern ohne das es zum grossen aufmucken [wegen der Uebermacht] kommt.

Macht ihn imho alles nicht zum Idioten.

Die VOR-geschichte sollte bei einem CON-Abenteuer besser VORher stattfinden. Denn wenn sie später kommt, muss sie zwangsläufig rückwirkendes masssives RR enthalten.
Hoe? Wieso sollten Con-Abenteuer nicht wie eine Kurzgeschichte anfangen?
Wo man die Vorgeschichte noch nicht in allen Details kennt?

Ich finde das Vorgeschichten bzw. Umweltvorgaben zum Start kein RR sind.

Zitat
Oder wie bindest du SCs in eine Geschichte ein, von denen du vor Beginn der Runde Name, Geschlecht, Klasse, Rasse und Herkunft nicht kennst?
Die kennt doch sowohl der SL als auch die SCs?
Naja und da gab es doch hier vorhin wer der ein Abenteuer erwaehnte wo die SCs halt vorher geframed wurden.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 11:01
Vielleicht will er die Figuren nur mal kurz herzeigen..
das das way to much to much für Aventurien ist?

Niemand von DNs höheren hat auch nur annähernd sowas!
Das macht ihn zum I
Zitat
Vielleicht will er die Auftragsvergabe nur ueber das geschehen wuppern ohne das es zum grossen aufmucken [wegen der Uebermacht] kommt.
das macht ihn zum A......
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Ein am 29.09.2011 | 11:04
@Sashael
Der Kontext fehlte mir natürlich. Aber letztlich sind die Gründe immer noch die selben, wahrscheinlich lässt sich das Problem nur nicht mehr korrigieren.

Nachtrag:
Letztlich ist das im Übrigen der Grund, warum ich in der Regel nicht mit Nerds spiele.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 29.09.2011 | 11:09
Vielleicht will er die Figuren nur mal kurz herzeigen.
Vielleicht will er betonen das er DN mag.
Vielleicht will er die Auftragsvergabe nur ueber das geschehen wuppern ohne das es zum grossen aufmucken [wegen der Uebermacht] kommt.

Macht ihn imho alles nicht zum Idioten.
Also ... 1 und 3 machen ihn sehr wohl zum Idioten.
Zu einem riesigen Idioten, um genau zu sein.
Zu 1) Man zeigt keine 20 Mann mal kurz her, die allesamt die Maximalstufe 21 haben, wenn legendäre Herrscher und Helden im Schnitt so zwischen 15-19 rumdümpeln.

Zu 3) Wenn er der Meinung ist, er muss bei einer Auftragsvergabe mit aufmucken rechnen, dann sollte er seine Auftragsvergabe nochmal durchdenken. Zwang kann in der eigenen kleinen Heimrunde mal ein aktzeptables Mittel sein, aber bei Spielern, die man nicht im Ansatz kennt, muss man sowas vermeiden, sonst kann es schneller zu den beschriebenen Szenen kommen als man Blaubeerkuchen sagen kann.

Die kennt doch sowohl der SL als auch die SCs?
Nur dass das Abenteuer nicht mit vorgegebenen SCs gespielt wurde, sondern mit den spielereigenen Charakteren.
Ergo wusste der SL bis zum Start der Runde überhaupt gar nichts über die SCs.

Damit wird auch das mit dem Kurzgeschichtenstil unpraktikabel, um es mal sehr sehr freundlich auszudrücken.
Im Nachhinein unbekannte Charaktere in die Geschichte hineinzupressen funktioniert nur mit sehr viel RR.
"Ihr wurdet ausgewählt, weil ihr mit dem Händler Irgendson in Thorwal Geschäfte gemacht habt!"
"Wie soll ich das denn gemacht haben? Ich war die letzten 9 Monate im Südmeer und hab Moha-Piraten gejagt!"
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: First Orko am 29.09.2011 | 11:11
Ich finde das Vorgeschichten bzw. Umweltvorgaben zum Start kein RR sind.
Die kennt doch sowohl der SL als auch die SCs?
Naja und da gab es doch hier vorhin wer der ein Abenteuer erwaehnte wo die SCs halt vorher geframed wurden.

Framing zum Start sieht aber anders aus als "übermächtiger NSC lässt die Helden abführen und stellt sie vor die Wahl - wobei klar ist, das Ablehnen des Auftrags nicht in Frage kommt" (ausgespielt).

Mal ein Beispiel, wo es gut gemacht wurde: In einer WoD-Werwolf-Runde auf der letzten Con hat der Spielleiter das Ganze eingeleitet mit: "Ihr kennt euch, ihr seid neu im Pack und müsst euch beweisen - eure Feuertaufe steht an und ihr trefft euch alle mit dem Pack-Anführer".

Da ist durchaus ein Unterschied auszumachen. Fall 1 ist Ausspielen zum Zwecke der Mary-Sue-Show, Fall 2 ist framen zum Zwecke der schnellen Gruppenzusammenführung.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ManuFS am 29.09.2011 | 12:08
Die Ausbilder in Armageddon bilden die Protagonisten in Weltraumoperationen aus, das wofür man sie wirklich braucht (Ein Loch bohren) können sie schon bestens.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 29.09.2011 | 12:39
Einstiegsframing im Schnelldurchlauf kann man problemlos gestalten, _ohne_ die SCs dabei lächerlich zu machen bzw als arme Würstchen hinzustellen.
Zum Beispiel, was ich mal auf einer Con erlebt habe: "Ihr trefft unabhängig voneinander am Hof des Fürsten XY ein. Der Fürst hatte in einem Aufruf nach fähigen Abenteurern gesucht, die ihm bei einem Problem in seiner Stadt helfen können."
Dann wurde das Problem erklärt, und hier hätte theoretisch jeder einzelne SC sagen können "Sorry, nicht mein Ding, ich reise lieber ab" und der Käse wär gegessen gewesen. Aber stellt euch vor, _alle_ sind geblieben! Ganz ohne Zwang! Irre, oder?

--> die Leute sind gekommen, um zu zocken. Die machen das freiwillig. Mit Zwang vergällt man ihnen nur die Freude.
Das ist im Prinzip dasselbe wie wenn man einer Katze ein Leckerli gibt. Wenn man es ihr einfach hinhält, frisst sie es voller Begeisterung. Wenn man es ihr mit Gewalt ins Maul stopft, spuckt sie es in hohem Bogen wieder aus und wehrt sich wie eine Furie.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 29.09.2011 | 12:41
Vielleicht will er die Figuren nur mal kurz herzeigen.
Vielleicht will er betonen das er DN mag.
Vielleicht will er die Auftragsvergabe nur ueber das geschehen wuppern ohne das es zum grossen aufmucken [wegen der Uebermacht] kommt.

Macht ihn imho alles nicht zum Idioten.
Doch, genau zu einem solchen macht ihn das. Insbesondere Punkt 2: "Ich mag den NSC und damit die Spieler das wissen, statte ich ihn mit einer Armee Halbgötter aus" macht ihn zu einem gewaltigen Honk.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Just_Flo am 29.09.2011 | 15:05
Du meinst das macht die Spieler, die ohne eine solche Leibwache DN mal einfach schnetzeln würden :)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 29.09.2011 | 15:09
Du meinst das macht die Spieler, die ohne eine solche Leibwache DN mal einfach schnetzeln würden :)
Wie bitte?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Just_Flo am 29.09.2011 | 15:48
Das macht die Spieler, die DN ohne eine solche Leibwache einfach mal schnetzeln würden zu dem, was du dem SL vorwirfst.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 15:48
Ich mag es nicht einmal auf einer Con-Runde, nahezu in Ketten vor einen Über-NSC mit seinen Über-NSC-Freunden, die in absoluter Über-zahl um uns rumstehen, geschleppt zu werden und dann gesagt zu bekommen "Mach oder leide!". Ohne Vorgeschichte, ohne Bezug zum Auftrag, ohne Gespräch. *
Schätze mal, allen anderen am Tisch ging es ähnlich.
Und ich hasse es gerade bei Cons, wo man nur begrenzte Zeit hat, sich ewig mit Vorgeplänkel aufzuhalten.

Das hatte ich mal erlebt: Der SL hat erst das Kennenlernen der SCs ausgespielt, dann hatte er die Vorgeschichte ausgespielt, durch die wir eine ingame Motivation für das AB bekamen. Und als dann endlich das eigentliche Abenteuer beginnen sollte und wir alle Feuer und Flamme waren, war der Contag zu Ende.

Bei heimischen Runden habe ich kein Problem damit, die Vorgeschichte schön lange auszuspielen. Aber bei einer Con mit begrenzter Zeit möchte ich möglichst direkt mitten in die Action geschmissen werden ohne langes Vorgeplänkel.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 15:59
Das macht die Spieler, die DN ohne eine solche Leibwache einfach mal schnetzeln würden zu dem, was du dem SL vorwirfst.
Wie können reale Menschen eine imaginäre Figur schnetzeln?
Und ich hasse es gerade bei Cons, wo man nur begrenzte Zeit hat, sich ewig mit Vorgeplänkel aufzuhalten.
 
Ja! Mag ich nichtmal in Heimrunden.
Aber was hat das mit dem Thema zu tun?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 16:06
Wie können reale Menschen eine imaginäre Figur schnetzeln?
Gemeint war wahrscheinlich: Die Spieler lassen ihre SCs Dexter Nemrod schnetzeln.

Zitat
Aber was hat das mit dem Thema zu tun?
Das zeigt, dass die Spieler Regel-0-Kandidaten sind, weil sie nicht einfach den Auftrag annehmen und sich dann in das AB stürzen sondern sich erstmal mit Dexter Nemrod anlegen.

Ob da nun 2 Wachen oder 10 Wachen oder 100 Wachen stehen, ist doch vollkommen egal. Das geht in einem Ohr rein und im anderen Ohr raus. Allenfalls vorzuwerfen wäre dem SL, dass er die Stufe der Wachen genannt hat. Aber das ist in meinen Augen ein kleiner, vernachlässigbarer Fehler gewesen.

Den eigentlichen Mist haben die Spieler abgezogen, indem sie das Vorgeplänkel unnötig in die Länge gezogen haben, anstatt Nemrods Auftrag einfach zu akzeptieren und dann mit der eigentlichen Action zu beginnen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 29.09.2011 | 16:16
Vielleicht warens Hackmaster-Spieler, da ist das legitim.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 29.09.2011 | 16:16
Das macht die Spieler, die DN ohne eine solche Leibwache einfach mal schnetzeln würden zu dem, was du dem SL vorwirfst.
Ja und? Wo ist der Zusammenhang? Warum sollten sie das auch tun? Natürlich ist jemand, der einfach mal so einen NSC niedermeuchelt, weil er ihn vielleicht nicht abkann ein Honk, aber was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich rall grade nicht, was du mir damit sagen willst.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 16:17
Gemeint war wahrscheinlich: Die Spieler lassen ihre SCs Dexter Nemrod schnetzeln.
Wenn Dexter Nerod das schnetzeln nicht nur provoziert sondern erzwingt?
Notwehr und Nothilfe sowie Befolgen göttlicher Kerngebote sind das in meinem Fall gewesen.

Zitat
Das zeigt, dass die Spieler Regel-0-Kandidaten sind, weil sie nicht einfach den Auftrag annehmen und sich dann in das AB stürzen sondern sich erstmal mit Dexter Nemrod anlegen.
DN hat ihnen keinen Auftrag angeboten, er hat ihnen einen auferpressen wollen und damit hat der SL die Mitspieler in eine Ecke gepresst und sich als A präsentiert.

20 Gardisten des Kalibers Lancelot/Gawain/Bediwere sind ganz klar als extrem unpassend und unglaubwürdig zu bezeichnen und als Versuch der Spielerkleinmachung, niemand in Aventurien hat Leibwächter dieses Kalibers.
Selbst die Leibwächter des Heliodan oder des Patriarchen sind nicht in dem Kaliber oder der Anzahl vorhanden.

Ich habe gelernt, bei sowas sagt man dem Meister gleich was er ist und geht anstatt mit so einem noch mehr Lebenszeit zu vergeuden.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 29.09.2011 | 16:20
Das zeigt, dass die Spieler Regel-0-Kandidaten sind, weil sie nicht einfach den Auftrag annehmen und sich dann in das AB stürzen sondern sich erstmal mit Dexter Nemrod anlegen.
Nein, das sehe ich anders. Die SC haben - woher auch immer - die Information erhalten, dass zwei der zwanzig Wachen - so habe ich Sashael verstanden - die Aufgabe besser erledigen könnten, als sie. Das muss zwar nicht, kann aber zu der immersiven Überlegung führen, dass es völlig unplausibel ist, diesen Auftrag diesen SCs zu geben und damit schalten die SCs halt auf Bockig um. Es war einfach ganz zweifellos eine enorm unelegante Abenteuereröffnung.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 16:31
DN hat ihnen keinen Auftrag angeboten, er hat ihnen einen auferpressen wollen und damit hat der SL die Mitspieler in eine Ecke gepresst und sich als A präsentiert.
Du verwechselst hier ingame und outtime Ebene:
Outtime haben sich Spieler und SL getroffen, damit die SCs der Spieler einen Auftrag absolvieren. Warum die SCs nun den Auftrag bekommen, ist unwichtiges Vorgeplänkel. Ob die SCs den Auftrag nun freiwillig annehmen oder er ihnen aufgezwungen wurde, ist vollkommen unwichtig und gehört in die Kategorie Vorgeplänkel.

Ich als Spieler gehe nicht auf eine Con, um dieses Vorgeplänkel auszuspielen. Dafür ist mir meine Zeit zu kostbar.
Möglich, dass sich mein SC darüber ärgert, dass ihm der Auftrag aufgezwungen wurde. Möglich, dass der SC das mal in einem Nebensatz erwähnt, wie sehr ihn das ärgert.
Mich als Spieler lässt das jedoch kalt. Mir als Spieler ist es auf einer Con vollkommen egal, warum mein SC nun diesen Auftrag erfüllt. Es geht mir auf einer Con um den Auftrag und nicht darum, wie mein SC zu diesem Auftrag kam.

Zitat
20 Gardisten des Kalibers Lancelot/Gawain/Bediwere sind ganz klar als extrem unpassend und unglaubwürdig zu bezeichnen und als Versuch der Spielerkleinmachung, niemand in Aventurien hat Leibwächter dieses Kalibers.
Wieso ist es unglaubwürdig, wenn Dexter Nemrod mit 20 Wachen anreist?

Hast du dir schonmal angeschaut, mit wievieleln Leibwachen so ein irdischer Präsident herumreist? Oder mit wievielen Wachen früher hohe Adlige im Mittelalter herumgereist sind? (Und nein, Barone sind keine hohen Adligen. Hoher Adel beginnt erst ab Graf.)

Und zum Thema "Spielerkleinmachung": Ich würde es als Spielerkleinmachung ansehen, wenn der SL sagt: "Dexter Nemrod ist mit wichtigeren Sachen beschäftigt. Deswegen schickt er den Sekretär seines Sekretärs, der euch diesen unwichtigen Auftrag überbringt."
Aber wenn der Auftrag so wichtig ist, dass Nemrod keinen Sekretär schickt sondern die Aufgabe persönlich übermittelt, dann zeugt das doch von Wertschätzung.

Zitat
Selbst die Leibwächter des Heliodan oder des Patriarchen sind nicht in dem Kaliber oder der Anzahl vorhanden.
Sicher? Dann sind diese extrem unterrepräsentiert. Gerade als Patriarch sollte man mindestens 20 Leibwachen haben.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 29.09.2011 | 16:40
20 Stufe 20 Wachen sind schmuh.

Die mächtigsten DSA NSC-Schwertmeister sind Thesia auf Stufe 14, Raidri auf Stufe 20 oder so, und noch ne handvoll andere. Es gibt gar keine 20 Stufe 21 Krieger in Aventurien. 
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 16:48
Du verwechselst hier ingame und outtime Ebene:.
Nein, tue ich nicht. Sonst hätte ich nicht Spieler sondern SC geschrieben

Ich erwarte , das der SL ingame meine Chars so behandelt wie es ihnen zusteht oder es händet wenn das Gegenteil Konsequenzen hat.
Wenn ich pawn stance anwenden muss kann ich es auch gleich bleiben lassen.




Zitat
  Ob die SCs den Auftrag nun freiwillig annehmen oder er ihnen aufgezwungen wurde, ist vollkommen unwichtig und gehört in die Kategorie Vorgeplänkel.
hägt vom SC und Spielstil ab.

Zitat
Wieso ist es unglaubwürdig, wenn Dexter Nemrod mit 20 Wachen anreist?
Lies das Zitat nochmal, dann denke darüber nach, dann setze deine Antwort in einen sinnvollen Kontext so das ich darauf antworten kann


 
Zitat
(Und nein, Barone sind keine hohen Adligen. Hoher Adel beginnt erst ab Graf.)
Falsch, es beginnt mit dem Baron


Zitat
Und zum Thema "Spielerkleinmachung": Ich würde es als Spielerkleinmachung ansehen, wenn der SL sagt: "Dexter Nemrod ist mit wichtigeren Sachen beschäftigt. Deswegen schickt er den Sekretär seines Sekretärs, der euch diesen unwichtigen Auftrag überbringt."
Warum nicht, kommt auf die Umstände und die Funktion der SCs an.


Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Edvard Elch am 29.09.2011 | 17:04
Aventurischer Hochadel beginnt beim Baron, irdischer beim Grafen.

Es ist aber selbst für jemanden wie DN ein wneig heftig, gleich 20 "Halbgötter" als Wache abzukommandieren...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 17:06
Aventurischer Hochadel beginnt beim Baron, irdischer beim Grafen.
Nein, der Hochadel beginnt mWn beim Baron.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Edvard Elch am 29.09.2011 | 17:20
Nein, der Hochadel beginnt mWn beim Baron.

Darüber könnte man jetzt ein großes Fass aufmachen. "Baron" war niemals ein deutscher Adelstitel, die hiesige Entsprechung wäre "Freiherr". Die Einteilung in hohen und niederen Adel variiertvon Land zu Land (falls sie überhaupt so vorhanden ist).
Im englischen System ist der "Baron" Teil des hohen Adels, der deutsche "Freiherr" ist es hingegen nicht.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 17:22
Ich kenne das aus Frankreich und England.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 17:34
Ich erwarte , das der SL ingame meine Chars so behandelt wie es ihnen zusteht oder es händet wenn das Gegenteil Konsequenzen hat.
Und ich erwarte von meinen Mitspielern, dass sie das Vorgeplänkel bei einem Con möglichst bald hinter sich lassen, um mit dem eigentlichen AB zu beginnen.

1) Ob die SCs im Vorgeplänkel so behandelt werden, wie es ihnen zusteht oder nicht, ist mir auf einer Con vollkommen egal. Der Con-SL kann die Vorgeschichte meines SCs gar nicht kennen. Daher kann er meinen SC auch gar nicht so behandeln, wie es ihm zusteht. Und da das ganze sowieso nur das Vorgeplänkel war, ist es sowieso vollkommen egal.
Also selbst, falls der SC im Vorgeplänkel nicht so behandelt wird, wie es ihm zusteht, ist das nur ein Grund mehr, das Vorgeplänkel endlich zu beenden und endlich mit dem eigentlichen AB zu beginnen.

2) Und wenn die SCs nicht gerade selber vom Adel sind, dann steht es Nemrod durchaus zu, diese Nichtadligen zwangszuverpflichten und zeitweise einzuziehen. Das wurde im realen Mittelalter auch häufig genug gemacht. (Stichwort: Shanghaien (http://de.wikipedia.org/wiki/Schanghaien))

Und falls ein SC vom Adel ist, dann hätte der Spieler das kurz outtime anmerken müssen: "Ach übrigens, mein SC ist adlig. Nemrod wird mich daher sehr wahrscheinlich nicht zwingen sondern mich lieb bitten. Aber das macht nichts. Fürs Vaterland schlage ich ihm diese Bitte natürlich eh nicht ab."

Zitat
Lies das Zitat nochmal, dann denke darüber nach, dann setze deine Antwort in einen sinnvollen Kontext so das ich darauf antworten kann
OK, nochmal: Das hatte ich zwar schon in früheren Posts erwähnt, aber auch für dich nochmal:
Die Stufenangabe des SLs war unglücklich. Aber als Spieler ignoriert man diese Stufenangabe einfach (der SC kennt die Stufe ja sowieso nicht) und stellt sich einfach 20 kompetente Wachen vor. - Welche Stufe diese 20 kompetenten Wachen haben, ist vollkommen egal.

Dass der SL Stufe 20 genannt hat, ist zwar ein Fehler, aber erstens ein kleiner Fehler und zweitens ein Fehler, den man problemlos ignorieren kann. - Oder man weist den SL outtime kurz darauf hin, wie selten Stufe 20 NSCs sind und das Stufe 8 oder so realistischer wäre.

Zitat
Falsch, es beginnt mit dem Baron
Nein, mit dem Baron beginnt der Erbadel.
Der hohe Adel beginnt erst ab Graf. Siehe hierzu auch Hoher Adel (http://de.wikipedia.org/wiki/Hoher_Adel).

Aber die eigentliche Frage war nicht, ab welchem Titel der Hohe Adel beginnt. Das ist komplett OT. Die eigentliche Frage war, mit wievielen Wachen ein (irdischer) Hochadliger normalerweise unterwegs ist.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 17:36


2) Und wenn die SCs nicht gerade selber vom Adel sind, dann steht es Nemrod durchaus zu, diese Nichtadligen zwangszuverpflichten und zeitweise einzuziehen.
Nein, dieses Recht steht ihm NICHT zu, Nichtmal bei Freien bei Adligen und Geweihten schonmal gar nicht.
Alleine der Versuch wäre ein Schwerverbrechen.

Zitat
Das wurde im realen Mittelalter auch häufig genug gemacht. (Stichwort: Shanghaien (http://de.wikipedia.org/wiki/Schanghaien))
das hat was mit dem Mittelalter zu tun?


 
Zitat
Die Stufenangabe des SLs war unglücklich. Aber als Spieler ignoriert man diese Stufenangabe einfach (der SC kennt die Stufe ja sowieso nicht) und stellt sich einfach 20 kompetente Wachen vor. - Welche Stufe diese 20 kompetenten Wachen haben, ist vollkommen egal.
Ich habe dartauf schon geantwortet, ich sehe keine Notwendigkeit dazu die Antwort auf den Nonsens zu wiederholen.

 Hoher Adel (http://de.wikipedia.org/wiki/Hoher_Adel).

siehe hier

http://de.wikipedia.org/wiki/Baron


Zitat
Die eigentliche Frage war, mit wievielen Wachen ein (irdischer) Hochadliger normalerweise unterwegs ist.
Richard Coeur du Lion auch mal mit keinem
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 29.09.2011 | 17:53
Das zeigt, dass die Spieler Regel-0-Kandidaten sind, weil sie nicht einfach den Auftrag annehmen und sich dann in das AB stürzen sondern sich erstmal mit Dexter Nemrod anlegen.

Ob da nun 2 Wachen oder 10 Wachen oder 100 Wachen stehen, ist doch vollkommen egal. Das geht in einem Ohr rein und im anderen Ohr raus. Allenfalls vorzuwerfen wäre dem SL, dass er die Stufe der Wachen genannt hat. Aber das ist in meinen Augen ein kleiner, vernachlässigbarer Fehler gewesen.

Den eigentlichen Mist haben die Spieler abgezogen, indem sie das Vorgeplänkel unnötig in die Länge gezogen haben, anstatt Nemrods Auftrag einfach zu akzeptieren und dann mit der eigentlichen Action zu beginnen.
+1
Bringt eigentlich ziemlich gut auf den Punkt was mich daran stoert / irritiert.

Eigentlich spielt man ja wegen Abenteuern, und nicht um dem SL auf moeglichst destruktive Weise wegen dem Vorgeplaenkel - das besser sein koennte - an's Bein zu fahren.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 29.09.2011 | 17:53
Können wir uns hier jetzt mal darauf einigen, dass es für die Zwecke dieses Themas SCHEISSEGAL ist, auf welcher Adelsstufe der Baron steht? Danke!

Wenn der mächtigste Kämpfer des ganzen Kontinents ein einzelner Typ (Raidri) der 20. Stufe und als solcher weithin bekannt ist, ist es schlicht unmöglich, dass irgendwer anders dutzendweise Kämpfer dieser (oder gar der 21.) Stufe zur Verfügung hat. Erst recht wenn diese ominösen Kämpfer anonym sein sollen. Punkt, fertig.

Und ich weiß grad nicht was hier aus dem Schritt der Auftragsvergabe so ein Gezerr gemacht wird? Hier werden künstlich Dichotomien aufgebaut, die der Praxis nichtmal ansatzweise entsprechen: "entweder man spielt alles vom ersten Kennenlernen an minutiös aus und verplempert damit zwei Stunden Spielzeit, oder man zwingt die SCs mit Brachialgewalt dazu, den Auftrag innerhalb von 3 Minuten anzunehmen". Blödsinn!
Ich und ein, zwei andere Leute haben schon weiter oben beschrieben, wie man die Startsequenz sowohl kurz als auch schmerzlos gestalten kann. Ein Problem ist es nur, wenn man eins draus macht.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 29.09.2011 | 17:59
ich finde, es macht viel Spaß, so nen Kennenlernszene erstmal auszuspielen. Da kann man erstmal jeden Charakter vorstellen, und was solls, wenns 4 Stunden dauert. man spielt ja auch auf Con meist 8h.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 18:00
Wenn der mächtigste Kämpfer des ganzen Kontinents ein einzelner Typ (Raidri) der 20. Stufe und als solcher weithin bekannt ist, ist es schlicht unmöglich, dass irgendwer anders dutzendweise Kämpfer dieser (oder gar der 21.) Stufe zur Verfügung hat. Erst recht wenn diese ominösen Kämpfer anonym sein sollen. Punkt, fertig.
Ja klar ist das unrealistisch. Das hat auch keiner bestritten. Es geht darum, dass dies ein kleiner Fehler ist. Entweder man ignoriert diesen Fehler oder man weist den SL outtime auf diesen Fehler hin.

Aber es macht schlicht keinen Sinn, ingame auf diesen Fehler herumzureiten.

Zitat
Und ich weiß grad nicht was hier aus dem Schritt der Auftragsvergabe so ein Gezerr gemacht wird? Hier werden künstlich Dichotomien aufgebaut, die der Praxis nichtmal ansatzweise entsprechen: "entweder man spielt alles vom ersten Kennenlernen an minutiös aus und verplempert damit zwei Stunden Spielzeit, oder man zwingt die SCs mit Brachialgewalt dazu, den Auftrag innerhalb von 3 Minuten anzunehmen". Blödsinn!
Nein, diese Dichotomie wird nicht aufgebaut.
Natürlich gibt es noch zig andere Möglichkeiten.

Die Aussage war, dass es auf einer Con letztendlich egal ist, aus welchen Gründen der SC nun das AB annimmt.

Und wenn dir die AB-Vergabe, die der SL geplant hat, nicht gefällt, kannst du das Vorgeplänkel einfach beenden um endlich mit dem AB anzufangen oder du kannst den SL outtime darauf hinweisen, dass dir sein Vorgeplänkel nicht gefällt und ihm einen besseren Vorschlag machen, wie du deinen SC in das AB bekommst.
Aber sich mit dem Vorgeplänkel noch länger aufzuhalten und seinen SC sich sperren zu lassen, ist da eher destruktiv.

@ Erik
Also in 8 Stunden will ich in der Regel 2 verschiedene Systeme a 4 Stunden ausprobieren.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 29.09.2011 | 18:24
Und ich weiß grad nicht was hier aus dem Schritt der Auftragsvergabe so ein Gezerr gemacht wird?
Weil die Beschwerde ist das der angebliche Idioten-SL die Auftragsvergabe durch einen Haufen fetter NSCs instant total unmoeglich spielbar gemacht habe, und das Verhalten rechtfertigen soll wie man das ganze moeglichst genuesslich boykottiert?
(Was imho idiotischer ist als die verplante / ungeschickte Aktion des SL - vom Kommunikationsstil ganz zu schweigen)

In der Praxis wuerde ich ein solches Boykott-Verhalten, in einer runde, in der Startsequenz des Abenteuers nicht erwarten.

Zitat
Ich und ein, zwei andere Leute haben schon weiter oben beschrieben, wie man die Startsequenz sowohl kurz als auch schmerzlos gestalten kann. Ein Problem ist es nur, wenn man eins draus macht.
Also ich faende ~10-30 Minuten fuer Auftrag abholen bei ~4 Stunden Spielzeit nicht zuviel.
Selbst wenn es in der Startsequenz cringeworthy Elemente gibt [zu maechtige NSCs, Charaktere den Auftrag angezwungen], wuerde ich da nicht hinwerfen oder zum Boykott uebergehen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Bad Horse am 29.09.2011 | 18:55
Boycott als in-game-Maßnahme ist wahrscheinlich a) ziemlich ineffizient und b) ggf. störend für Mitspieler, die Dexter und seine Dexteretten jetzt nicht so schlimm finden.

Da ist es doch sinnvoller, sich zu entschuldigen und zu gehen. Dann kann man zwar hier keine Anekdote posten  (oder nur eine sehr kurze), aber man hat wenigstens nicht seine Zeit und die Zeit anderer Leute verschwendet.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: LöwenHerz am 29.09.2011 | 18:57
Selbst wenn es in der Startsequenz cringeworthy Elemente gibt [zu maechtige NSCs, Charaktere den Auftrag angezwungen], wuerde ich da nicht hinwerfen oder zum Boykott uebergehen.

Das Problem hier ist doch der erste Eindruck. Wenn Dex seine drillionstufigen Krieger aus dem Beutel zaubert, dann kann ich mir partout kein konsistentes Abenteuer unter einem solchen SL vorstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein SL, der -aus welchem Grunde auch immer- solche Kaliber auffahren muss, kein vernünftiges Abenteuer leiten wird ist immens hoch. Erfahrungsgemäß mit meinem kleinen Horizont zumindest ;)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 29.09.2011 | 18:57
Weil die Beschwerde ist das der angebliche Idioten-SL die Auftragsvergabe durch einen Haufen fetter NSCs instant total unmoeglich spielbar gemacht habe, und das Verhalten rechtfertigen soll wie man das ganze moeglichst genuesslich boykottiert?
(Was imho idiotischer ist als die verplante / ungeschickte Aktion des SL - vom Kommunikationsstil ganz zu schweigen)
Nein. Es geht darum, dass der SL durch diese Aktion als Idiot enttarnt war. Das macht das Abenteuer nicht unspielbar. Aber wer will schon bei einem Idioten spielen? Ich finde die Reaktion der Spieler, wie auch der Charaktere, sehr gut nachvollziehbar. Ich hätte vielleicht anders reagiert, aber ich bin angeblich halt auch ein sehr pflegeleichter Spieler. Mich muss man schon sehr ärgern, ehe ich mal aufmucke. Da draußen gibt es aber Leute, mit einer wesentlich kürzeren Zündschnur. That's common knowledge.

Edit: Im Prinzip, was Luxferre sagt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 29.09.2011 | 18:58
Achja, danke dass du mich daran erinnert hast, Teylen. Das wollte ich eigentlich auch vorher schon sagen:

ich glaube, die Spieler die da in "Boykotthaltung" gehen, tun dies meistens nicht zwingend wegen der schlechten Abhandlung der Auftragsvergabe allein. Sondern weil man daran schon absehen kann, wie sich der Rest des 4-8stündigen Abenteuers wahrscheinlich entwickelbn wird. Wenn der SL die Spieler schon in den ersten fünf Minuten unbedingt shaften will, wird das im weiteren Verlauf nicht unbedingt besser. Es ist zwar nicht zu 100% sicher, aber die Zeichen stehen doch ganz massiv darauf, dass hier ein katastrophaler SL ein katastrophales AB leiten wird, und man daher seine Zeit anderweitig sinnvoller verbringen kann, und wenn man nur ne Runde Schafkopf kloppt.
Zumindest würde das mir so gehen. Wenn es schon scheisse losgeht, würde ich befürchten, dass es auch scheisse weitergeht, und dazu wäre mir meine Zeit zu schade.

Ha, siehe das was Luxferre gleichzeitig geschrieben hat. Und Surtur.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 29.09.2011 | 19:04
Also ich wuerde den SL danach noch nicht als Idioten betrachten.
Ein kleineres / groesseres Missgeschick macht ja auch noch keinen Volltrottel bzw. keine zwei total linke Haende.
Respektive wuerde ich da schauen ob es wirklich so wird.
So stuelpt man ihm imho nur Vorurteile ueber um eigenes xxx Verhalten zu rechtfertigen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: LöwenHerz am 29.09.2011 | 19:07
Also ich wuerde den SL danach noch nicht als Idioten betrachten.
Ein kleineres / groesseres Missgeschick macht ja auch noch keinen Volltrottel bzw. keine zwei total linke Haende.
Respektive wuerde ich da schauen ob es wirklich so wird.
So stuelpt man ihm imho nur Vorurteile ueber um eigenes xxx Verhalten zu rechtfertigen.

Es ist ja auch nicht schlimm, dem SL nach einer misslungenen, oder unpassenden oder stillosen oder auch idiotischen Aktion sofort den Rücken zu kehren und niemalsniewieder mit ihm zu spielen. Es ehrt Dich doch, dass Du weiter machst und Dinge auf Dich zukommen lässt.

Andere Leute sind da empfindlicher, oder gebrannte Kinder, oder haben keinen Bock auf derlei Verhalten oder oder oder...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 20:01
Das Problem hier ist doch der erste Eindruck. Wenn Dex seine drillionstufigen Krieger aus dem Beutel zaubert, dann kann ich mir partout kein konsistentes Abenteuer unter einem solchen SL vorstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein SL, der -aus welchem Grunde auch immer- solche Kaliber auffahren muss, kein vernünftiges Abenteuer leiten wird ist immens hoch. Erfahrungsgemäß mit meinem kleinen Horizont zumindest ;)
1) Wenn du der Meinung bist, dass es kein vernünftiges AB wird, dann könntest du höflich aufstehen und dich verabschieden. Es gibt keinen Grund, den anderen Mitspielern, die evtl. Spaß daran haben, den Abend zu versauen.

2) Inwiefern führt die Tatsache, dass sich der SL in der Stufe der Wachen beim Vorgeplänkel vertut, dazu, dass das AB an sich inkonsistent ist? Normalerweise investiert man ja mehr Zeit zur Vorbereitung und Recherche des eigentlichen ABs als zum Vorgeplänkel.

Nein. Es geht darum, dass der SL durch diese Aktion als Idiot enttarnt war. Das macht das Abenteuer nicht unspielbar. Aber wer will schon bei einem Idioten spielen?
Wieso wird der SL als Idiot enttarnt? Imho enttarnt die Aktion eher die Spieler als Idioten. Aber ich stimme dir zu, dass die Wenigsten mit Idioten spielen wollen. Insofern ist es ganz gut, dass diese Spieler gegangen wurden.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: LöwenHerz am 29.09.2011 | 20:08
1) Wenn du der Meinung bist, dass es kein vernünftiges AB wird, dann könntest du höflich aufstehen und dich verabschieden. Es gibt keinen Grund, den anderen Mitspielern, die evtl. Spaß daran haben, den Abend zu versauen.

2) Inwiefern führt die Tatsache, dass sich der SL in der Stufe der Wachen beim Vorgeplänkel vertut, dazu, dass das AB an sich inkonsistent ist? Normalerweise investiert man ja mehr Zeit zur Vorbereitung und Recherche des eigentlichen ABs als zum Vorgeplänkel.

Du wirfst anderen immer vor, dass sie Deine Posts nicht aufmerksam lesen. Au contraire ;)

zu 1) ja richtig. Habe ich etwas anderes geschrieben? Ich meine nicht. Auch habe ich entsprechendes nicht durchblicken lassen. Ich wäre sehr höflich, weil das meine Art ist. Warum sollte ich wege einer Lapalie wie RSP unhöflich werden?

zu 2) Ich schrieb, dass ich mir kein vernünftiges Abenteuer vorstellen kann. Und von Wahrscheinlichkeiten.


Du liest dort einen Fakt hinein, wo ich von Vermutungen und eigenen Erfahrungen schreibe.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Bad Horse am 29.09.2011 | 20:12
Der SL ist ein Idiot, weil er seine Spieler erstmal mit einer sprichwörtlichen Brechstange über den Kopf drischt, damit sie nur ja nicht aufmucken. Zudem zeigt diese Szene auch noch völlige Mißachtung der Spielweltlogik und inneren Plausibilität.

Kein Respekt vor den Mitspielern oder der Spielwelt - viel schlimmer geht es eigentlich nicht.

Trotzdem mag es sein, dass Leute daran Gefallen finden oder dass das Abenteuer an sich nicht so vermurkst ist wie der Einstieg. In diesem Fall wünsche ich denen, die danach noch mitspielen wollen, viel Spaß, verabschiede mich ("Es liegt an mir und nicht an euch" ;) ) und lass mir hinterher erzählen, ob es wirklich so gruslig war wie erwartet.

Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 20:20
@ Luxferre
zu 1) Du schienst dem Ursprungspost von Sashael zugestimmt zu haben, wo die Spieler das Problem dann ingame transportiert haben. Höflich sind sie zwar geblieben, aber ich denke, den anderen Mitspielern vergeht bei solchen Aktionen trotzdem der Spaß.

Solltest du das nicht so handhaben, ist ja alles fein.

zu 2) Du schriebst, dass die Wahrscheinlichkeit immens hoch ist. Und das halte ich für falsch. Hättest du geschrieben "leicht erhöht", würde ich dir zustimmen. Aber eine immens hohe Wahrscheinlichkeit sehe ich nicht.

@ Bad Horse
Er hat nicht den Spielern sondern den SCs gedroht. Und wieso ist der SL ein Idiot, wenn er den SCs droht? Bzw. wenn er einen NSC nimmt, der den SCs droht?

Und er hat nicht völlig die Spielweltlogik und die Plausibilität missachtet, sondern sich einfach in der Stufe vertan.
Ja, die Stufenangabe war ein Fehler. Aber diesbezüglich von "völliger Missachtung der Spielweltlogik und Plausibilität" zu reden, halt ich dann doch für maßlos übertrieben.

Und inwiefern hat er keinen Respekt vor den Spielern? Es ist doch eher so, dass eventuell der NSC Dexter Nemrod keinen Respekt vor den SCs hat. Aber daraus zu schließen, dass der SL keinen Respekt vor den Spielern hat, halte ich für sehr gewagt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 29.09.2011 | 20:43
Ich halte in diesem Fall die Unterscheidung von SC und Spieler für synthetisch. "Mach was ich will, oder ich hau dich" oder "Lass deinen SC machen, was ich will oder ich hau deinen SC" kommt manchmal einfach auf das selbe raus. Ergo stimme ich Bad Horse zu.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 29.09.2011 | 21:48
Der SL ist ein Idiot, weil er seine Spieler erstmal mit einer sprichwörtlichen Brechstange über den Kopf drischt, damit sie nur ja nicht aufmucken. Zudem zeigt diese Szene auch noch völlige Mißachtung der Spielweltlogik und inneren Plausibilität.

Dem kann ich nur zustimmen. Soviele Stufe 20 Krieger stehen garantiert nicht bei Dexter Nemrod rum, was der SL da verzapft hat, war einfach inneraventurisch völliger Humbug. Und Dexter Nemrod dann noch eine Hexe an die Seite zu stellen... finde ich sehr haarig. Da hat ein SL wohl zu sehr den aventurischen Hang zum NSC-Sightseeing verinnerlicht.

Zitat
Kein Respekt vor den Mitspielern oder der Spielwelt - viel schlimmer geht es eigentlich nicht.

+1

Zitat
Trotzdem mag es sein, dass Leute daran Gefallen finden oder dass das Abenteuer an sich nicht so vermurkst ist wie der Einstieg. In diesem Fall wünsche ich denen, die danach noch mitspielen wollen, viel Spaß, verabschiede mich ("Es liegt an mir und nicht an euch" ;) ) und lass mir hinterher erzählen, ob es wirklich so gruslig war wie erwartet.

+1

Ein SL, der denkt seine Mitspieler mit solchen Mitteln in ein Abenteuer prügeln zu müssen, muss selbst sehen, wie er an Mitspieler kommt.
Da es auf einer Con statt fand, könnte man dem SL noch zu gute halten, dass er einfach versucht hat IRGENDWIE (aber nicht sinnvoll!!!), die SCs ins Abenteuer zu prügeln.
In dem Falle wäre es aber fast sinnvoller gewesen, die Anheuerung einfach zusammen zu fassen und die Helden direkt ins Abenteuer zu werfen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 29.09.2011 | 22:40
Kein Respekt vor den Mitspielern oder der Spielwelt - viel schlimmer geht es eigentlich nicht.
Wieso respektlos gegenüber den Mitspielern?
Man könnte es ja auch als Hochachtung / Respekt verstehen wenn er da meint bei den Spielerchars solche Wachen auffahren zu müßen?

Naja und imho muß man die Spielwelt nicht allzu sehr respektieren ^^;
Ist ja schließlich zum Spielen da, und jeder kann sich ne eigene Welt draus machen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 29.09.2011 | 22:48
Wieso respektlos gegenüber den Mitspielern?
Man könnte es ja auch als Hochachtung / Respekt verstehen wenn er da meint bei den Spielerchars solche Wachen auffahren zu müßen?

Naja und imho muß man die Spielwelt nicht allzu sehr respektieren ^^;
Ist ja schließlich zum Spielen da, und jeder kann sich ne eigene Welt draus machen.
Bei allem gebotenen Respekt, aber... you made me facepalm so hard, I got a headache.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Pyromancer am 29.09.2011 | 22:59
Der Spielleiter kann noch so schlecht sein, wenn man mit den Mitspielern auf einer Wellenlänge ist, dann kann man in der Runde trotzdem Spaß haben - unter Umständen auch auf Kosten des Spielleiters.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 23:15
Können wir uns hier jetzt mal darauf einigen, dass es für die Zwecke dieses Themas SCHEISSEGAL ist, auf welcher Adelsstufe der Baron steht? Danke!
Ich hatte das eigentlich eher als nebensächlichen Austausch betrachtet.



Wenn der mächtigste Kämpfer des ganzen Kontinents ein einzelner Typ (Raidri) der 20. Stufe und als solcher weithin bekannt ist, ist es schlicht unmöglich, dass irgendwer anders dutzendweise Kämpfer dieser (oder gar der 21.) Stufe zur Verfügung hat. Erst recht wenn diese ominösen Kämpfer anonym sein sollen. Punkt, fertig.

Zitat
Und ich weiß grad nicht was hier aus dem Schritt der Auftragsvergabe so ein Gezerr gemacht wird? Hier werden künstlich Dichotomien aufgebaut, die der Praxis nichtmal ansatzweise entsprechen: "entweder man spielt alles vom ersten Kennenlernen an minutiös aus und verplempert damit zwei Stunden Spielzeit, oder man zwingt die SCs mit Brachialgewalt dazu, den Auftrag innerhalb von 3 Minuten anzunehmen". Blödsinn!
Ich und ein, zwei andere Leute haben schon weiter oben beschrieben, wie man die Startsequenz sowohl kurz als auch schmerzlos gestalten kann. Ein Problem ist es nur, wenn man eins draus macht.
+ 1

Ja klar ist das unrealistisch. Das hat auch keiner bestritten. Es geht darum, dass dies ein kleiner Fehler ist. Entweder man ignoriert diesen Fehler oder man weist den SL outtime auf diesen Fehler hin.
Ich halte das für einen error of intent not of judgement.


Zitat
Die Aussage war, dass es auf einer Con letztendlich egal ist, aus welchen Gründen der SC nun das AB annimmt.
Selbst wenn das stimmen würde, Relevanz?

Hier ging es um die Umstände, nicht die Gründe

Zitat
Aber sich mit dem Vorgeplänkel noch länger aufzuhalten und seinen SC sich sperren zu lassen, ist da eher destruktiv.
oder war das die Herausforderung?

 Das DN sich regulär als Reichserztrottel aufführt ist bekannt, das sich das nicht jeder bieten lassen muss, kann oder will ist auch klar.

@Feuersänger  @Surtur @Bad Horse @Auribiel

UNTERESCHREIB
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 29.09.2011 | 23:18
Nur mal so ein paar Facts, damit hier nicht immer wieder ins Blaue hineinspekuliert und wild Fakten erfunden werden:

Der einzige Spieler, der keine blöden Witze gerissen hat, hat am Anfang den größten "WTF???" Gesichtsausdruck gehabt, als der SL mit seiner Beschreibung der Szenen loslegte. Er war nur nicht so spontan wie der Rest der Truppe. Im Nachhinein hat er uns erzählt, dass er einige Aktionen und Kommentare extrem cool fand. Und wesentlich spaßbringender als die Ochsenziemermethode des SL.

Die Spieler fanden allesamt den "Boykott" großartig und hatten Spaß. Die gelegentlichen Zuschauer übrigens auch. Der Einzige, der an diesem Tisch Federn lassen musste, war der SL, der nach eigener Aussage schon seit 10+ Jahren "meisterte". Vielleicht hätte er mal was anderes leiten sollen. Irgendwas freieres als DSA, wo er sich auch mal mit NSCs austoben kann, wenn er das Aventurien so doof findet, dass er da mit der großen Flammenaxt +4 mal am Kanon rumhackt.

De facto hat er ja eine bestimmte Spielweise angeboten, als er sich als DSA-Meister hinstellte. Und danach dann mit der großen Kelle Änderungen an der inneraventurischen Konsistenz verteilt und eine sehr ausgeprägte Ignoranz der Spielweltlogik zur Schau gestellt. Klar, man kann dann auch höflich aufstehen und gehen. Was dann alle gemacht hätten. Wenn es eine Alternative gegeben hätte. Aber keiner hatte so recht Bock darauf, einen kompletten Block mit Nichtstun zu verbringen. Weshalb wir uns unseren Spaß auf andere Weise holten.
Wenn das jetzt total fies und gemein dem "armen SL" gegenüber rüberkommt, dann Sorry.

Aber wie heißt es so schön?
Die mächtigste Waffen gegen Tyrannei ist und bleibt das Lachen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 23:30
Ich halte in diesem Fall die Unterscheidung von SC und Spieler für synthetisch. "Mach was ich will, oder ich hau dich" oder "Lass deinen SC machen, was ich will oder ich hau deinen SC" kommt manchmal einfach auf das selbe raus. Ergo stimme ich Bad Horse zu.
Nein, denn die Spieler und der SL haben sich ja schon vor dem Spiel darauf geeinigt, dass der SL sich ein AB ausdenkt, dass die Spieler dann bespielen.

Diese Einigung kam ganz frei vor dem Spiel zustande. Daher können sich die Spieler auch nicht beschweren, dass der SL ein AB leitet; schließlich war das so abgemacht. - Bei den meisten Cons wird auch zusätzlich noch der Name des ABs bekannt gegeben. Somit war zwischen Spielern und SL nicht nur abgemacht, dass sie ein AB spielen sondern sogar welches.
Zwischen SL und Spieler hat daher eine Einigung bestanden.

Der Konflikt zwischen Nemrod und den SCs war daher rein ingame:
Der SL wollte das AB leiten und die Spieler wollten das AB spielen. Hier bestand outtime kein Konflikt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 29.09.2011 | 23:33
Der Einzige, der an diesem Tisch Federn lassen musste, war der SL, der nach eigener Aussage schon seit 10+ Jahren "meisterte". Vielleicht hätte er mal was anderes leiten sollen.
Die Beschreibung von dem Meister kommt mir sehr bekannt vor.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 29.09.2011 | 23:39
Ich halte das für einen error of intent not of judgement.
Das würde man sehr leicht rausfinden, wenn man den SL outtime darauf hinweist und schaut, wie er reagiert.
Da das nicht getan wurde, bleibt nur Spekulation.

Zitat
Selbst wenn das stimmen würde, Relevanz?
Die Relevanz ist, dass es vollkommen egal ist, ob die SCs nun von Nemrod gezwungen wurden, mit Geld bestochen wurden, aus Vaterlandsliebe den Bitten Nemrods nachgehen, den Fall aus Langeweile lösen oder sonst einen Grund haben, die Aufgabe anzunehmen.

Daher war das von den Spielern total überflüssig, sich jetzt darüber zu ärgern, wie es zustande kam.

Zitat
Hier ging es um die Umstände, nicht die Gründe
Wo ist da der Unterschied?
Ob man nun die Gründe, das AB anzunehmen betrachtet, oder die Umstände, die zum Annehmen des ABs führen, ist doch letztendlich egal und führt aufs Selbe hinaus.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 29.09.2011 | 23:52
Die Relevanz ist, dass es vollkommen egal ist, ob die SCs nun von Nemrod gezwungen wurden, mit Geld bestochen wurden, aus Vaterlandsliebe den Bitten Nemrods nachgehen, den Fall aus Langeweile lösen oder sonst einen Grund haben, die Aufgabe anzunehmen.

Daher war das von den Spielern total überflüssig, sich jetzt darüber zu ärgern, wie es zustande kam.
Das ist deine Meinung.
Für andere ist eine vernünftige Motivation immens wichtig.

Btw: Geld, Vaterlandsliebe und/oder Langeweile wären für mich damals tolle Gründe gewesen, das Abenteuer anzufangen. Dieser Halbgötterzirkus war das Gegenteil eines guten Grundes. Und damit stand (und stehe) ich nicht allein da.

Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Edvard Elch am 30.09.2011 | 00:06
Nein, denn die Spieler und der SL haben sich ja schon vor dem Spiel darauf geeinigt, dass der SL sich ein AB ausdenkt, dass die Spieler dann bespielen.

Diese Einigung kam ganz frei vor dem Spiel zustande. Daher können sich die Spieler auch nicht beschweren, dass der SL ein AB leitet; schließlich war das so abgemacht. - Bei den meisten Cons wird auch zusätzlich noch der Name des ABs bekannt gegeben. Somit war zwischen Spielern und SL nicht nur abgemacht, dass sie ein AB spielen sondern sogar welches.
Zwischen SL und Spieler hat daher eine Einigung bestanden.

Der Konflikt zwischen Nemrod und den SCs war daher rein ingame:
Der SL wollte das AB leiten und die Spieler wollten das AB spielen. Hier bestand outtime kein Konflikt.

Allerdings haben sie sich auch auf ein System und ein Setting geeinigt. Und an letzteres hat sich der SL nicht gehalten. Also bestand outtime ein Konflikt. Über die Art und Weise der Austragung lässt sich streiten.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Just_Flo am 30.09.2011 | 00:29
Mal ehrlich, wer ist den so "interessant", dass er auf einem Con in einer sehr wahrscheinlich gar nicht mal irgendwie zusammenpassenden Vogelscheuchengruppe eine sinnvolle Auftragsvergabe erwartet?

Für jeden der Ansprüche müssen auch die Charaktere und ihre Konstellation geeignet sein!

Sich aufgrund einer Info, die der Charakter gar nicht hat über einen Settingsbruch aufzuregen, wo eh keine Gruppe 100% Settingskorrekt ist, ist gerade auf einem Con Hybris.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 30.09.2011 | 01:12
Das ist deine Meinung.
Für andere ist eine vernünftige Motivation immens wichtig.
Dann steht aber der Spieler im Zwang, seinem SC eine vernünftige Motivation zu präsentieren. Woher soll der SL wissen, welche Motivation für den SC am besten geeignet ist?

Zitat
Dieser Halbgötterzirkus war das Gegenteil eines guten Grundes. Und damit stand (und stehe) ich nicht allein da.
Was für einen SC hast du gespielt, dass Erpressung kein geeigneter Grund ist?

Allerdings haben sie sich auch auf ein System und ein Setting geeinigt. Und an letzteres hat sich der SL nicht gehalten. Also bestand outtime ein Konflikt. Über die Art und Weise der Austragung lässt sich streiten.
Du meinst, weil er den Wachen zu hohen Stufen gegeben hatte? Klar, das war ein Fehler des SLs. Das habe ich schon zigmal gesagt. Und das beste, mit diesem Fehler umzugehen ist, ihn entweder zu ignorieren oder den SL darauf hinzuweisen und ihm zu sagen, dass Stufe 8 für Elite-Wachen wesentlich angebrachter ist.

Aber in dem Textabschnitt, den du zitiert hast, ging es ja nicht darum, ob die Stufe passend ist. In dem von dir zitierten Textabschnitt ging es darum, ob der Zwang von NSC->SC auch gleichbedeutend ist mit einem Zwang SL->Spieler.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Edvard Elch am 30.09.2011 | 01:44
Was ich sagen wollte, war, dass, entegen deiner Aussage, tatsächlich outtime ein Konflikt bestand. Ich habe deinen Beitrag so verstanden, dass nur auf der SC-Ebene ein Konflikt vorlag. Dass Konflikt in diesem Fall "Zwang" bedeutet, habe ich nicht erkannt.

Dass man das Problem anders hätte lösen können als geschehen, habe ich nicht anzweifeln wollen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 01:55
Die Spieler fanden allesamt den "Boykott" großartig und hatten Spaß. Die gelegentlichen Zuschauer übrigens auch. Der Einzige, der an diesem Tisch Federn lassen musste, war der SL, der nach eigener Aussage schon seit 10+ Jahren "meisterte".
Mobbing ist schon großartig,.. besonders wenn man so geschlossen sich auf Kosten eines anderen amüsiert,.. not.

Zitat
Vielleicht hätte er mal was anderes leiten sollen. Irgendwas freieres als DSA, wo er sich auch mal mit NSCs austoben kann, wenn er das Aventurien so doof findet, dass er da mit der großen Flammenaxt +4 mal am Kanon rumhackt.
Eigentlich klingt es mehr so als hätte die Gruppe sich eher ein Independant System suchen sollen.
Anstelle von DSA und dann noch eine Runde nach Buch-Abenteuer.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Tim Finnegan am 30.09.2011 | 01:59
Teylen-Waschbärchen, hast du zu beginn dieses Fadens mal wieder eine Münze geworfen zu wem du hallten sollst?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 30.09.2011 | 02:02
Diese Vorstellung finde ich gerade sehr amüsant. ^^
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 02:08
Teylen-Waschbärchen, hast du zu beginn dieses Fadens mal wieder eine Münze geworfen zu wem du hallten sollst?
Nope. Zumal ich den Faden ja nu mehr oder weniger gestartet habe, indirekt / unbeabsichtigt.
Aber ich bin recht aufrecht der Meinung das man nach einer ungewöhnlichen Einführung nicht gleich aufgeben sollte.
Nun und das detaillierte Settings / Spielwelten dazu da sind nach den eigenen Wünschen geformt zu werden.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Tim Finnegan am 30.09.2011 | 02:14
Nope. Zumal ich den Faden ja nu mehr oder weniger gestartet habe, indirekt / unbeabsichtigt.
Aber ich bin recht aufrecht der Meinung das man nach einer ungewöhnlichen Einführung nicht gleich aufgeben sollte.
Nun und das detaillierte Settings / Spielwelten dazu da sind nach den eigenen Wünschen geformt zu werden.

Erklär das mal den DSA-Leuten dort draußen.
...
Aber mal Ernst beiseite, ich denke mal, bei der geringen Spielzeit (um die 4 Stunden) hätte auch ein einfaches "Jungs und Mädels, wir haben wenig Zeit, also fangen  wir gleich an zu Spielen anstatt dem üblichen Vorgeplänkels" seinen Zweck erfüllt. Es ist ja nicht so als wären DSA-Fans nicht dafür bekannt etwas seltsam zu sein wenn es um Meta und Kanon geht ....
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Chaosdada am 30.09.2011 | 06:01
Und er hat nicht völlig die Spielweltlogik und die Plausibilität missachtet, sondern sich einfach in der Stufe vertan.
Ja, die Stufenangabe war ein Fehler. Aber diesbezüglich von "völliger Missachtung der Spielweltlogik und Plausibilität" zu reden, halt ich dann doch für maßlos übertrieben.
Ist es aber nicht! Entweder hat er genau das auf extreme Art getan oder er hat nicht die leiseste Ahnung von den Regeln und sich keine 5 Minuten mit ihnen beschäftigt, was seine Inkompetenz auch deutlich zeigt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Just_Flo am 30.09.2011 | 06:58
Und damit unterscheidet er sich wie vom durchschnittlichen DSA-Spieler des  :T:, des DSA4-Forums, von Vinsalt, von Orkenspalter, von ...?

90% dessen was in Posts (Beschwerdeposte, Prollposts, Whineposts, Frageposts, Showposts, ...) steht könnte man nie so schreiben wenn man sich mit dem entsprechenden Regel- oder Hintergrundbereich wirklich 5 Minuten befasst hätte.

Also entgegen des Vorurteils schließe ich nicht aus dem Unwissen eines anderen Menschen bei einem (mir evtl. sehr wichtigem Bereich) daraus, dass er ein ... ist.

Was ging den dem voraus, dass der SL die Stufe gesagt hat? (hat jemand gefragt? Habt ihr Wiederstand geleistet? Seid ihr an allen 30 000 Plothooks des SL erfolgreich vorbei marschiert?)

Jetzt mal eine andere Frage, spielt einer von euch MMOs? Da ist es doch auch voll spielspaßzerstörrend vielviele NSC die besser sind als man selber rumstehen und nichts machen. (Die NSCs bei denen man sich verbessert müssen bessser sein.)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Belchion am 30.09.2011 | 07:03
Wie schon erwähnt zeichnet sich eine Gruppe Abenteurer meistens durch ihre Vielseitigkeit und durch ihre Verfügbarkeit aus. Die Leute des Königs haben mit den Sachen des Königs zu tun. Vielleicht ist eine Schlacht in Planung, oder es soll ein Attentat auf den König geben, das ein Orakel/Priester vorausgesagt hat.
Die Wache kämpft besser als die SCs und sie kann besser bewachen als die SCs. Aber in AB-mäßigen Fertigkeiten und Herangehensweisen ist die Wache den SCs unterlegen.
Bei DSA sind Leute mit Stufe 21 einfach besser als Leute mit Stufe 5, und zwar in jeglicher Hinsicht. Laut Regeln haben darüber hinaus nur Halbgötter Stufe 21, normale Charaktere können höchstens Stufe 20 erreichen. Wenn der SL also sagt, dass dort 20 Wachen der 21. Stufe stehen, musst du dir das so vorstellen, als ob da gerade Herakles und ähnliche mythische Gestalten Wache schieben.

Ich sehe immer noch nicht wieso ein SL durch die Auftragsverteilung ein Idiot sein sollte. Respektive wieso man da rumprollt was den der SL für ein Idiot ist, nur weil er da ein paar hochstufige NSCs aufgefahren hat.
Was würdest du sagen, wenn du vor den Prinzen deiner Vampirdomäne geschleppt wird und der SL gesagt, dessen Wachen wären lauter Vampire der 0ten Generation (sprich, da ständen 20 Vampire vom Rang Kains rum)?

Framing zum Start sieht aber anders aus als "übermächtiger NSC lässt die Helden abführen und stellt sie vor die Wahl - wobei klar ist, das Ablehnen des Auftrags nicht in Frage kommt" (ausgespielt).
Eben. Dann fäng man in media res an - Dexter Nimrod hat euch den Auftrag gegeben, seine Klofrau Thusnelda zu suchen und ihr eine Terminänderung mitzuteilen. Ihr fragt euch immer noch, warum ihr den Auftrag überhaupt angenommen habt, als ihr plötzlich seht, wie eine vermummte Gestalt versucht, eine weibliche Gestalt mit typischer Klofrautracht in die Kanalisation zu zerren…

Zwischen SL und Spieler hat daher eine Einigung bestanden.
Wenn du hier schon in Vertragssprache argumentierst: Nein, es gab keine Einigung zwischen Spieler und SL, weil keine Übereinstimmung über eine wichtige Eigenschaft (Art des Spiels) vorlag.

Mobbing ist schon großartig,.. besonders wenn man so geschlossen sich auf Kosten eines anderen amüsiert,.. not.
Mobbing zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person von einer Grunde grundlos und dauerhaft gepiesackt wird. Das liegt in diesem Fall auch nicht annähernd vor. Hier hat der SL eine extrem dämliche Szene geschmissen und die Spieler machen sich darüber lustig. Solches Verhalten halte ich für vollkommen legitim.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 30.09.2011 | 08:31
Die Auszüge aus der Runde waren zwar exemplarisch, zeigen aber nicht das gesamte Ausmaß der Unfähigkeit des SL. Dass jetzt hier ein Spielerbashing betrieben wird, die dem armen SL eins reinwürgen wollten, der sich doch nur ein kleines bißchen in der Stufen der Wachen vertan hat und einen nicht ganz so tollen und glücklichen Start für sein eigentlich total tolles und großartiges Abenteuer hingelegt hat, auf das man sich halt nur mal einlassen muss, finde ich persönlich lächerlich.

Der Mann war ein Depp, durch und durch.
Was ging den dem voraus, dass der SL die Stufe gesagt hat? (hat jemand gefragt? Habt ihr Wiederstand geleistet? Seid ihr an allen 30 000 Plothooks des SL erfolgreich vorbei marschiert?)
1) Nichts. Das Abenteuer startete mit einer de-facto-Verhaftung in der örtlichen Taverne.
2) Nein. Die Info wurde uns ungefragt unter die Nase gerieben.
3) Nein. Erstmal sind wir brav mitgedackelt.
4) Es gab keine. Siehe 1).

Jetzt mal eine andere Frage, spielt einer von euch MMOs? Da ist es doch auch voll spielspaßzerstörrend vielviele NSC die besser sind als man selber rumstehen und nichts machen. (Die NSCs bei denen man sich verbessert müssen bessser sein.)
MMOs spielt man aus anderen Gründen. MMOs haben so viele systeminhärente Fehler, dass man die spielspaßfördernden Faktoren überhaupt nicht mit PnP vergleichen kann.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 09:58
Was würdest du sagen, wenn du vor den Prinzen deiner Vampirdomäne geschleppt wird und der SL gesagt, dessen Wachen wären lauter Vampire der 0ten Generation (sprich, da ständen 20 Vampire vom Rang Kains rum)?
Abwarten? Vielleicht kurz ansprechen?
Ich empfände es jedenfalls nicht als Demütigung meiner Person als Spieler.

Zitat
Mobbing zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person von einer Grunde grundlos und dauerhaft gepiesackt wird. Das liegt in diesem Fall auch nicht annähernd vor. Hier hat der SL eine extrem dämliche Szene geschmissen und die Spieler machen sich darüber lustig. Solches Verhalten halte ich für vollkommen legitim.
Ich halte eine extrem dämliche Szene zu schmeißen für keinen hinreichender Grund der das Verhalten legitimiert.
Nun und wenn man sich mit einer Gruppe geschlossen dazu entscheidet den Rest der Zeit eines Rundenslots damit zu zu bringen Spaß zu kosten einer Person zu haben, und sie noch einem Publikum der Lächerlichkeit preis zu geben, ist imho auch das Piesacken und dauerhaft erfüllt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: El God am 30.09.2011 | 10:02
Zitat
Dexter Nimrod hat euch den Auftrag gegeben, seine Klofrau Thusnelda zu suchen und ihr eine Terminänderung mitzuteilen. Ihr fragt euch immer noch, warum ihr den Auftrag überhaupt angenommen habt, als ihr plötzlich seht, wie eine vermummte Gestalt versucht, eine weibliche Gestalt mit typischer Klofrautracht in die Kanalisation zu zerren…

Phänomenal --> Sig. Ansonsten auch Full Ack zu deinem Beitrag, Belchion.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Ein am 30.09.2011 | 10:10
Ich muss Teylen da schon zustimmen, dass es nah ans Mobbing herangeht. Mir wäre ehrlich gesagt auch meine Zeit viel zu wertvoll, als sie mit solchem kindischen Gehabe zu verplempern. Es gibt so viele andere Möglichkeiten seine Zeit auf einem Con zu verbringen, als es mal einem SL so richtig zu zeigen. Entweder ich will spielen, dann schlucke ich den Kloß und ignoriere solche Kleinigkeiten. Oder ich will halt im Grunde nicht spielen, dann entschuldige ich mich und verlasse den Spieltisch.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: LöwenHerz am 30.09.2011 | 10:14
Ich muss Teylen da schon zustimmen, dass es nah ans Mobbing herangeht. Mir wäre ehrlich gesagt auch meine Zeit viel zu wertvoll, als sie mit solchem kindischen Gehabe zu verplempern. Es gibt so viele andere Möglichkeiten seine Zeit auf einem Con zu verbringen, als es mal einem SL so richtig zu zeigen.

Was aber schon mehrfach erwähnt wurde ist, dass man sich auch freundlich verabschieden kann, wenn die eigene Toleranzgrenze solches Spiel nicht zulässt.

Und Deinen letzten Satz kann man auch anders formulieren:

Es gibt so viele andere Möglichkeiten seine Zeit auf einem Con zu verbringen, als mit einem SL zu spielen, dessen Spielstil man nicht teilt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 30.09.2011 | 10:15
Also erstmal ist bei DSA die Auftragserfüllung ganz wichtig, und sollte schon ca. die Hälfte der Spielzeit eienhmen. Zumindest wars auf meinen Con-Runden immer so.

Teylen wirft keine Münzen, sondern ist meist schlicht gegen die vorherrschende Meinung, wie ich übrigens auch. Anders kommt ja auch kein gespräch zustande, das über Selbstbeweihräucherung hinausgeht.

Mobbing ist es nicht, es ist eine einmalige Situation, mit so vergleichen verwässert man den begriff.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Belchion am 30.09.2011 | 10:15
Abwarten? Vielleicht kurz ansprechen?
Du würdest das nicht als Indiz sehen, dass der SL sich vermutlich weder mit den Regeln noch dem Flair von Vampire auskennt, obwohl er zuvor gerade noch erzählt hat, er habe 10 Jahre Erfahrung und kenne sich mit beiden bestens aus? Du würdest nie, auf gar keinem Fall eine flappsige Bemerkung dazu machen?

Ich halte eine extrem dämliche Szene zu schmeißen für keinen hinreichender Grund der das Verhalten legitimiert.
Aha. Der SL darf sich also vollkommen widersprüchlich und unlogisch verhalten, die Spieler sollen das aber bitte schlucken und ihre Charaktere nicht auf gleiche Weise reagieren lassen? Denn genau das ist hier passiert: Der SL hat eine vollkommen unlogische Situation beschrieben, die Spieler haben darauf mit ebenso unlogischen Verhalten reagiert.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 10:17
Phänomenal --> Sig. Ansonsten auch Full Ack zu deinem Beitrag, Belchion.
+ 1

@Ein

Stimmt, ich darf und sollte ihm vielleicht auch Feedback geben.
Ganz ehrlich mit so jemand kann ich nicht spielen
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 30.09.2011 | 10:22
Also der Klofrau eine terminänderung vorzuschlagen würde mir schon Spaß machen. Wenigstens ein Auftrag, den man selber und ohne NSC Hilfe oder meistergnade schaffen könnte. Dann brauche ich aber auch keine gewaltverbrechen alla "Klofrau wird entführt". Wie wahrscheinlich ist das denn? Es langt mir völlig, wenn die Klofrau Geld mitgehen lasst, früher Feierabend will oder ähnliches. Das ist dann wenigstens plausibler als ständige Entführungen.

Ich finde auch, für einen kläglichen Stufe 1 Krieger, der nur zu 50% ein Scheunentor trifft, in vielen bereichen völlig inkompetent ist, kaum geld hat und psychisch schwer instalbil ist, ist das genau der richtige Auftrag.

 
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Ein am 30.09.2011 | 10:26
@Schwerttänzer
Ich würde wahrscheinlich auch nicht mit so jemanden zusammenspielen, außer er ist mir halt sonst sehr sympathisch und ich bin gespannt wie es weitergeht. Trotzdem würde ich ihn nicht aus der Gruppe heraus fertig machen (auch wenn er vielleicht ein Idiot ist). Das ist mir schlicht zu pubertär.

@EE
Ich hätte ehrlich gesagt nicht nur kein Problem mit dem Klofrauen-Auftrag, sondern ich würde es sogar einmal als willkommene Abwechslung zu anderen, typischen Level-1-Aufträge (Ratten im Keller, gestohlene Kühe) sehen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 10:34

Trotzdem würde ich ihn nicht aus der Gruppe heraus fertig machen
Ich auch nicht, aber mein Feedback wäre kurz, deutlich und mit allem gebührenden Respekt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 30.09.2011 | 10:34
Ich halte eine extrem dämliche Szene zu schmeißen für keinen hinreichender Grund der das Verhalten legitimiert.
Nun und wenn man sich mit einer Gruppe geschlossen dazu entscheidet den Rest der Zeit eines Rundenslots damit zu zu bringen Spaß zu kosten einer Person zu haben, und sie noch einem Publikum der Lächerlichkeit preis zu geben, ist imho auch das Piesacken und dauerhaft erfüllt.
Aha. Der SL darf sich also vollkommen widersprüchlich und unlogisch verhalten, die Spieler sollen das aber bitte schlucken und ihre Charaktere nicht auf gleiche Weise reagieren lassen? Denn genau das ist hier passiert: Der SL hat eine vollkommen unlogische Situation beschrieben, die Spieler haben darauf mit ebenso unlogischen Verhalten reagiert.
+1

Nochmal vollkommen davon abgesehen, dass Teylen NICHT an diesem Tisch gesessen und den Kerl live erlebt hat.
Da geht man auf eine Con, bezahlt Eintritt und soll dann gnadenlos schlucken, was einem ein SL an Bullshit an den Kopf schmeißt, ohne ihm mit Humor (auf seine Kosten) Kontra geben zu dürfen? Was übrigens nicht das Gleiche ist, wie ihn "fertig zu machen". Wir haben nachher überlegt, ob der überhaupt mitbekommen hat, dass wir sein Abenteuer mit Absicht geschmissen haben. Ich meine, der hat der Tresenkraft noch erzählt, dass uns noch ein paar tolle Überraschungen bevorgestanden hätten, wenn wir nicht aus Zeitmangel(!) hätten abbrechen müssen.  ::)
Ist ja auch nicht so, dass ich harten Einstiegen in Con-Abenteuer ausgeprochen negativ gegenüber stehe. Wie oft hab ich mit einem Schulterzucken Anfänge hingenommen wie "Ihr erwacht nackt am Strand einer unbekannten Insel und könnt euch nur noch dunkel an den Schiffsuntergang in der letzten Nacht erinnern. Streicht mal eure Ausrüstung".  Einfach weil der SL einen wesentlich kompetenteren Eindruck machte, als diese Pfeife damals. Und vor allem, weil die anderen nicht einfach spielweltinterne Konsistenz mit den Füßen getreten haben.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Ein am 30.09.2011 | 10:37
@Schwerttänzer
Finde ich gut so, damit ist allen am meisten geholfen.

@Sashael
Naja, da muss jeder selbst wissen, was er mit seiner Zeit anfängt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: LöwenHerz am 30.09.2011 | 10:49
Einfach weil der SL einen wesentlich kompetenteren Eindruck machte, als diese Pfeife damals.

Ich denke, dass Du hier einen weiteren, wichtigen Punkt ansprichst.
Die Wirkung des SL bei seinem Tun und Handeln ist natürlich ziemlich wichtig. Wenn er seine Dexwachen kompetent und cool rüber gebracht hätte, ohne auf Stufen und wasauchimmer einzugehen, wäre der Start sicherlich besser gelaufen. Sich auf Verhaftung und Co einzulassen, kann auch Spaß bringen. Ich denke der Mix aus SL-Persönlichkeit, seiner Begabung und der verqueren Geschichte machen das Gesamtbild.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 11:31
Du würdest das nicht als Indiz sehen, dass der SL sich vermutlich weder mit den Regeln noch dem Flair von Vampire auskennt, obwohl er zuvor gerade noch erzählt hat, er habe 10 Jahre Erfahrung und kenne sich mit beiden bestens aus? Du würdest nie, auf gar keinem Fall eine flappsige Bemerkung dazu machen?
Ich wuerde davon ausgehen das es entweder ein Ausrutscher war oder er eben eine andere Interpretation des Flair & Regeln von Vampire hat.
Ich wuerde nicht nach kurzer Zeit in eine (so extreme) Boykott Haltung gehen oder es persoenlich nehmen.
Flapsige Bemerkungen Ingame waeren / sind recht unwahrscheinlich.
[Die kommen eher wenn ich mit meinen Charakter nichts zu tun habe und mich langweile oder ich die Bemerkungen fuer eine Bereicherung halte ^^]

Ansonsten, verweise ich da auf das entsprechende Vampire-Diary.
Wo zeitweise, in dem Fall, Regel und Flair Verstaendnis zwischen SL und mir als Spieler, sehr stark kollidierte.
Zitat
Der SL darf sich also vollkommen widersprüchlich und unlogisch verhalten, die Spieler sollen das aber bitte schlucken und ihre Charaktere nicht auf gleiche Weise reagieren lassen? Denn genau das ist hier passiert: Der SL hat eine vollkommen unlogische Situation beschrieben, die Spieler haben darauf mit ebenso unlogischen Verhalten reagiert.
Es wurde eine 'vollkommen unlogisch' Situation beschrieben, die Spieler fassten das als persoenlichen Angriff auf und handelten dementsprechend eher gegen die Situation als IC. Waere das ganze IC konstruktiv geblieben, bestuende kein Problem.
Nun und wo der Sinn darin liegt seinen Char sich unlogisch zu verhalten lassen sehe ich nicht. Es macht das ganze ja nicht besser und ist auch sonst eher,... naja Ein hat es da getroffen ^^.

Ansonsten, wenn es der SL nicht mitbekam, Glueck gehabt ^^
(Andere Moeglichkeit waere das es ihm peinlich war und er einer Tresenkraft nicht erzaehlt das die Spieler ihn geaergert haben, aber das waere wohl sehr spekulativ)

@Schwerttaenzer:
Jop. +1
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Oberkampf am 30.09.2011 | 12:42
Also...

Erstmal sehe ich bei CONs eben CON-Bedingungen. Da mache ich auch bei Sachen mit, über die ich mich hinterher sehr ärgere. Allerdings kann man im beschriebenen Fall die Schwächen/Fehler des SLs deutlich sehen.

Wenn ich auf einem Con selbst leiten will (ich wurde einmal überredet, und das ging schief), habe ich normalerweise Abenteuer und vor allem Charaktere vorbereitet. Ich geh da nämlich wie Eulenspiegel davon aus, dass man auf einem Con 4 - 6 Stunden etwas neues kennenlernen will. Charaktererschaffung gehört dabei mMn nicht zu den spannenden Sachen, sondern Kampfregeln und Fertigkeitsregeln, ggf. Zaubermechanik. Vorbereitete Charaktere ersparen die Kennenlernszenen, das Tavernenspiel und oft auch die Frage nach der Motivation für eine Mission. Spielleiter ohne vorbereitete Charaktere (auf Cons) haben bei mir schonmal ein Minus!

Wenn schon keine vorbereiteten Charaktere, dann sollte der SL wenigstens mit allen Spielern Charaktere erschaffen, und keine mitgeführten Charaktere zulassen (außer Stufe 1). Warum? Weil Charakterstärke und Charakteransehen eben von Runde zu Runde verschieden ist, und man bei sowas schwer auf einen grünen Zweig kommt. Lieber eine halbe Stunde Charaktererschaffung mit Gruppenbildung, als eine halbe Stunde OT-Gelaber, warum jetzt dieser Haufen sich zu einer Abenteuerregruppe zusammenschließen soll - oder eine ganze Stunde Tavernenspiel mit dem gleichen Effekt.

Wenn ein NSC-Auftraggeber mit vielen Leibwächtern präsentiert wird, ist das ok - vielleicht ist er eine schwache Figur, die einflussreiche Feinde hat oder paranoid ist usw. Wenn der NSC aber als superstarker Charakter auftritt, autoritär herumkommandiert und seine beeindruckenden Fähigkeiten zeigt und dann evtl. nochmal unbesiegbare Leibwächter bekommt, ist das für mich ein deutlicher Hinweis darauf, dass der SL grottenschlecht leiten wird. Der SL behandelt seine NSCs einfach als Mary Sues, und das bedeutet nach meiner Erfahrung auch meistens, dass die Abenteuer aus den tollen Erlebnissen/Auftritten der NSCs bestehen. Das macht mir keinen Spaß.

Meistens spiele ich dann auf einem Con trotzdem noch mit, vielleicht kommt ja noch eine Überraschung und der SL kann trotz der Anfangsfehler gut leiten. Schließlich können die Anfangsfehler an allem möglichen liegen, auch an starker Nervosität (meine große Schwäche).

Allerdings ist es eine gute Frage, ob das beschriebene Verhalten nicht völlig normal für traditionelles DSA ist? Ich erwarte bei Systemen ja eine bestimmte Struktur: Wenn ich mich auf einem Con für shadowrun einschreiben würde, erwarte ich einen Mr. Johnson, eine Mission mit Legwork, Ausspähung, Heimlichkeit und evtl. Kämpfen sowie einen sehr wahrscheinlichen Double Cross des Auftraggebers. Sollten DSA-Spieler nicht auch erwarten, die Niedrigkeit und Nichtigkeit ihrer Charaktere vor den NSCs präsentiert zu bekommen?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Pyromancer am 30.09.2011 | 12:48
Sollten DSA-Spieler nicht auch erwarten, die Niedrigkeit und Nichtigkeit ihrer Charaktere vor den NSCs präsentiert zu bekommen?

Ja klar. Aber Kernpunkt bei DSA ist eben der fantastische Realismus, und wenn in den Quellenbüchern steht, dass der beste Kämpfer Aventuriens Stufe 20 hat, dann kann es nicht sein, dass da jemand ein Rudel Stufe-21-Kämpfer rumstehen hat. Es geht schlicht nicht!
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 30.09.2011 | 12:52
Bei DSA sind Leute mit Stufe 21 einfach besser als Leute mit Stufe 5, und zwar in jeglicher Hinsicht. Laut Regeln haben darüber hinaus nur Halbgötter Stufe 21, normale Charaktere können höchstens Stufe 20 erreichen. Wenn der SL also sagt, dass dort 20 Wachen der 21. Stufe stehen, musst du dir das so vorstellen, als ob da gerade Herakles und ähnliche mythische Gestalten Wache schieben.
Die Frage ist, ob der SL das wusste oder ob er dachte, Stufe 20 ist einfach "normal" hochstufig und die Stufenskala sei nach oben offen.

Ansonsten, was Just_Flo geschrieben hat: Wenn ihr dem SL vorwerft, weil er die Stufe zu hoch gewählt hat, hätte er von DSA überhaupt keine Ahnung, dann haben über 99% aller DSA-Spieler von DSA keine Ahnung. (Sie würden vielleicht nicht den gleichen Fehler machen, aber ähnlich "schwerwiegende" Fehler.)

Zitat
Eben. Dann fäng man in media res an - Dexter Nimrod hat euch den Auftrag gegeben, seine Klofrau Thusnelda zu suchen und ihr eine Terminänderung mitzuteilen. Ihr fragt euch immer noch, warum ihr den Auftrag überhaupt angenommen habt, als ihr plötzlich seht, wie eine vermummte Gestalt versucht, eine weibliche Gestalt mit typischer Klofrautracht in die Kanalisation zu zerren…
Wieso müssen es unbedingt diese Extrema sein?
Komplettes Ausspielen der Auftragserteilung fände ich auf einen Con blöd. Extremes Scene framing, wie du es gerade beschreibst, finde ich jedoch auch blöd.
Ich bin auf einer Con eher für den Mittelweg zu haben: Die Auftragserteilung wird angespielt, aber nicht ausgespielt.

Zitat
Wenn du hier schon in Vertragssprache argumentierst: Nein, es gab keine Einigung zwischen Spieler und SL, weil keine Übereinstimmung über eine wichtige Eigenschaft (Art des Spiels) vorlag.
Es wird DSA gespielt und der SL sucht sich ein AB aus, das er leitet.

Über welche Eigenschaft lag denn keine Einigung vor?

Zitat
Mobbing zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person von einer Grunde grundlos und dauerhaft gepiesackt wird. Das liegt in diesem Fall auch nicht annähernd vor. Hier hat der SL eine extrem dämliche Szene geschmissen und die Spieler machen sich darüber lustig. Solches Verhalten halte ich für vollkommen legitim.
Na toll, jetzt wird schon eine ganze Szene abgewertet, nur weil der SL sich in den Stufen vertan hat. ::)

Die Auszüge aus der Runde waren zwar exemplarisch, zeigen aber nicht das gesamte Ausmaß der Unfähigkeit des SL. Dass jetzt hier ein Spielerbashing betrieben wird, die dem armen SL eins reinwürgen wollten, der sich doch nur ein kleines bißchen in der Stufen der Wachen vertan hat und einen nicht ganz so tollen und glücklichen Start für sein eigentlich total tolles und großartiges Abenteuer hingelegt hat, auf das man sich halt nur mal einlassen muss, finde ich persönlich lächerlich.
Und ich finde das SL-bashing lächerlich, das hier einige betreiben.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 30.09.2011 | 12:54
was ich mich die ganze Zeit schon frage:

Hat der SL wirklich allen ernstes gesagt, da stehen X Stufe 21 Charaktere hinter dem guten Dexter

oder soll uns das einfach sagen, dass der Spielleiter sagte, dass der gute Dexter von einigen sehr mächtig aussehenden Wachen begleitet wird?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Oberkampf am 30.09.2011 | 12:57
Ja klar. Aber Kernpunkt bei DSA ist eben der fantastische Realismus, und wenn in den Quellenbüchern steht, dass der beste Kämpfer Aventuriens Stufe 20 hat, dann kann es nicht sein, dass da jemand ein Rudel Stufe-21-Kämpfer rumstehen hat. Es geht schlicht nicht!

Dann ginge es vor allem um den laschen Umgang des SL mit den Settingskonventionen.

Aber inwieweit ist es berechtigt, einem SL sowas auf einem Con anzukreiden?

wenn in einem Con Abenteuer mal die Spielwelt anders gedeutet wird, ist das (für mich) ok. Klar, bei DSA-Spielern müssen das besondere Umstände berücksichtigt werden, aber ich glaube, der Bruch mit der Spielwelt ist nichtmal der Punkt, der stört.

Und inwieweit wäre abweichende Spielweltdarstellung der Punkt, an dem ich persönlich mich über eine Spielleitung ärgern würde (bzw. ich nachvollziehen kann, dass ein anderer Spieler sich ärgert)? In Grenzen vielleicht, aber ich glaube, wirklich störend war hier das Mary-Sue-hafte Auftreten des Auftraggebers. Und das ist scheint nunmal in DSA nichts zu sein, was völlig ungewöhnlich ist.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 30.09.2011 | 13:00
Das stimmt. Ein normaler DSA-Spieler sollte über sowas hinweggehen. Ich vermute mal, die Spieler waren keine richtigen DSA-Spieler.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 30.09.2011 | 13:01
Was aber schon mehrfach erwähnt wurde ist, dass man sich auch freundlich verabschieden kann, wenn die eigene Toleranzgrenze solches Spiel nicht zulässt.
Ja, könnte man tun. Das wäre auch in Ordnung gewesen. Das hat die Gruppe aber nicht getan.

Die Gruppe hatte im Prinzip 4 Möglichkeiten:
1) Sie ignorieren den Fehler und spielen weiter.
2) Sie sprechen den SL outtime auf den Fehler an und bitten um Berichtigung.
3) Sie verabschieden sich höflich und verlassen die Runde.
4) Sie machen sich über den SL lustig und stellen ihm vor einem Publikum zur Schau.

Handlungen 1) bis 3) wären vollkommen legitim und in Ordnung gewesen. Die Spieler haben sich aber zielstrebig für den einzigen Punkt entschieden, der nicht in Ordnung ist.

Wäre er höfllich aufgestanden und hätte den Spieltisch verlassen, hätte niemand etwas gesagt. Aber dieses 'auf diesen Fehler herumreiten' ist das, was mich sauer aufstößt.

Zitat
Es gibt so viele andere Möglichkeiten seine Zeit auf einem Con zu verbringen, als mit einem SL zu spielen, dessen Spielstil man nicht teilt.
Richtig. Also wieso verbringt man dann weiterhin die Zeit beim SL und macht sich über ihn lustig?
Was ist so schwer daran, einfach aufzustehen und sich höflich zu verabschieden?

Aha. Der SL darf sich also vollkommen widersprüchlich und unlogisch verhalten, die Spieler sollen das aber bitte schlucken und ihre Charaktere nicht auf gleiche Weise reagieren lassen?
Wer hat das behauptet? Wenn der SL eine unlogische Situation erzählt, weist man ihn OT daraufhin und bittet um Berichtigung.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Pyromancer am 30.09.2011 | 13:12
Dann ginge es vor allem um den laschen Umgang des SL mit den Settingskonventionen.

Aber inwieweit ist es berechtigt, einem SL sowas auf einem Con anzukreiden?

wenn in einem Con Abenteuer mal die Spielwelt anders gedeutet wird, ist das (für mich) ok. Klar, bei DSA-Spielern müssen das besondere Umstände berücksichtigt werden, aber ich glaube, der Bruch mit der Spielwelt ist nichtmal der Punkt, der stört.

DSA ist eben DSA.
Wenn ich in offiziellen Settings leite, dann sage ich vorher dazu, dass da meine Interpretation des Settings gilt, und wenn es ein paar wirklich offensichtliche, schwerwiegende Abweichungen zur offiziellen Interpretation gibt, dann nenne ich die auch.
Der DSAler an sich will aber das offizielle Aventurien. Er hat ja sonst nichts.

Ich selbst versuche in solchen unlogischen Situationen oft, einfach "in Character" zu bleiben und mich da zu wundern, bzw. auf die unlogischen Dinge logisch zu reagieren, weil ich ja nicht wissen kann, ob das, was da so unlogisch aussieht nicht in Wirklichkeit schon Teil des Abenteuers ist und kritische Fragen der SCs provozieren soll.
Diese Option wird aber vom SL verwehrt, wenn er selbst OOC fällt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 13:30
Die Frage ist, ob der SL das wusste oder ob er dachte, Stufe 20 ist einfach "normal" hochstufig und die Stufenskala sei nach oben offen.
Du hast das Recht auf deine Meinung! Du hast nicht das Recht die Fakten zu ignorieren, zu verdrehen usw um deine Meinung zu promoten und andere zu dissen!
Stife 20 ist NICHT normal hochstufig, es ist die Stufe der grössten Helden Aventuriens, lebende Legenden

Die Gesamtszene

Ein SL mit 10 Jahre DSA Erfahrung, mit 20 zwanzig Wachen Wachen vor DNs Tür , die alle die Stufe Gawain/Bedywere/Lancelot haben und DNs Auftreten MIT einer Hochstufigen Hexe(btw es gibt wenig Hexen die IHN den Hexenmörder...) sind einfach extremst unplausibel und unglaubwürdig in Aventurien.

Die Sonnenlegion, die Rabengarde kriegen zusammen nicht so eine Einheit hin, die Reichsarmee schon gar nicht.

20 Mann sind ne Eskorte/Garde die man akzeptieren kann, die Kaiserfamilie hat eine Leibkompanie von 50 Mann, der Bote des Lichtes von theoretisch 64, 8 davon  seine Leibwächter, daher sind alle 20 Mann auf Posten vor der Tür unglaubwürdig.

Das DN mit so dummen Drohungen um sich wirft ist plausibel he acted too dumb to live von Wolf von Winhall bis Jahr des Feuers und dazwischen.

Das die SCs sich sowas bieten lassen und kuschen vorrauszusetzen ist es absolut nicht, es zu tun wenn sie ehrenhaften Schichten zugehören also Adel, Geweihtenschaft, Ritter, Orden oder Kriegerstand geht konträr zu derem Selbstverständnis von Thorwalern u.ä. (für die sowas absolut gegen die Identität geht, Volk der Freien, Sklaverei ist DAS Anathema für sie)will ich gar nicht erst anfangen.

Wenn ich so ne Szene benutze, wo solcher Druck auf die SCs ausübe, dann muss ich damit rechnen das das Konsequenzen hat
Zusammengefasst, 10 Jahre DSA Meister war ein A..... oder  I..., wahrscheinlich beides
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 13:32

2) Sie sprechen den SL outtime auf den Fehler an und bitten um Berichtigung..
Nein, nicht bitten hinweisen und erwarten.


Zitat
3) Sie verabschieden sich
und erklären ihm mit due respect was für einen Mist er da macht.


Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Naldantis am 30.09.2011 | 13:49
Das stimmt. Ein normaler DSA-Spieler sollte über sowas hinweggehen. Ich vermute mal, die Spieler waren keine richtigen DSA-Spieler.

Ich weiß ja nicht, was ein 'normaler' DSA-Spieler sein soll, aber ein DSA-Spieler, der an dem Metaplot und dem Setting hängt, der tut das NICHT!
Der pfeifft IMHO den SL sofort zusammen, wenn er nett ist in der Küche statt vor allen andern.

Und wenn jemand 10 Jahre DSA als Referenz angibt, dann sind solche Schnitzer bzgl. des Hintergrund undenkbar, und wenn er 10 Jahre allgemeines Leiten behauptet hätte, dann sind solche Kickoffs auch ein Armutzeugnis, für daß man Spott verdient.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Ein am 30.09.2011 | 13:52
Tja, und darum spiele ich nicht mit Nerds. ;)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Belchion am 30.09.2011 | 13:54
Das stimmt. Ein normaler DSA-Spieler sollte über sowas hinweggehen. Ich vermute mal, die Spieler waren keine richtigen DSA-Spieler.
Ein echter DSA-Spieler hätte dem SL erklärt, dass die Leibwache von Dexter Nimrod nicht aus zwanzigstufigen Helden besteht, sondern hätte dem SL sagen können, nach welcher Veröffentlichung wer (mit namentlicher Nennung inklusive Wertangabe und Dienstalter) zur Leibwache Nimrods gehört.

Ein echter DSA-Spieler nimmt Abweichungen vom Kanon nämlich niemals nicht und überhaupt hin.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Naldantis am 30.09.2011 | 13:58
Mobbing ist schon großartig,.. besonders wenn man so geschlossen sich auf Kosten eines anderen amüsiert,.. not.
Eigentlich klingt es mehr so als hätte die Gruppe sich eher ein Independant System suchen sollen.
Anstelle von DSA und dann noch eine Runde nach Buch-Abenteuer.


Naja, wenn man sich als SL solche Klopfer leistet, dann muß man lernen, darüber zu lachen, wenn die einem noch nach Jahrzehnten aufs Brot geschimert werden - das ist kein Mobbing, das ist nur ganz natürlich Häme unter Kumpels.
(Ein Freund hatte sihc mal als SL in einer Beschreibung geleistet, von einer Weide zu erzählen, auf der die Zentauren weiden..., das wurde auch noch 30 Jahre später auf jeder Party irgendwann serviert...; that's life. (Wobei das natürlich nur ein witziger  Versprecher war, statt ein stimmungssprengender Fauxpas wie in diesem Fall hier.))

Ich weiß nicht, was das System damit zu tun hat?
Dieser Hook wäre in JEDEM System indiskutabel gewesen, und in jedem anderem System mit ausgearbeitetm Hintergrund können einem SL aquivalente Schnitzer in der Logistik einer Sezene unterlaufen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 30.09.2011 | 13:59
Wenn ich so ne Szene benutze, wo solcher Druck auf die SCs ausübe, dann muss ich damit rechnen das das Konsequenzen hat
Zusammengefasst, 10 Jahre DSA Meister war ein A..... oder  I..., wahrscheinlich beides

Ich stimme Dir - anhand des Gelesenen - voll zu. Der SL "Meister" ist wahrscheinlich grauenvoll, meinethalben auch ein "A.... und ein I....", vielleicht gar beides.

ABER: Wenn ich ihn dann öffentlich demütige, seine Unfähigkeit zur Schau stelle und mich auf seine Kosten vor Publikum lustig mache - so wurde die Szene ja geschildert -, zu was macht mich das dann? Hier wurde Unfähigkeit mit Bösartigkeit vergolten, das ist ein bißchen so, wie sich über Behinderte im Bus lustig machen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 30.09.2011 | 14:02
Du hast das Recht auf deine Meinung! Du hast nicht das Recht die Fakten zu ignorieren, zu verdrehen usw um deine Meinung zu promoten und andere zu dissen!
Dann verdrehe du bitte keine Fakten:
1) Ich habe keine Fakten ignoriert oder verdreht.
2) Ich habe niemanden gedisst.

Zitat
Stife 20 ist NICHT normal hochstufig, es ist die Stufe der grössten Helden Aventuriens, lebende Legenden
Ja, ich weiß. Ich habe nie das Gegenteil behauptet. Ich habe die Frage gestellt, ob der SL das weiß.

Ich weiß das, du weißt das. Aber wusste der SL das auch? Das ist die Frage die ich gestellt habe.

Zitat
Ein SL mit 10 Jahre DSA Erfahrung, mit 20 zwanzig Wachen Wachen vor DNs Tür , die alle die Stufe Gawain/Bedywere/Lancelot haben und DNs Auftreten MIT einer Hochstufigen Hexe(btw es gibt wenig Hexen die IHN den Hexenmörder...) sind einfach extremst unplausibel und unglaubwürdig in Aventurien.
Dexter Nemrod mit 20 Elite-Wachen ist durchaus glaubwürdig.
Die Stufenangabe von 20 ist offensichtlich ein Fehler gewesen. Du kennst den Unterschied zwischen "Fehler" und "Unglaubwürdigkeit"? Den Fehler hätte man leicht korrigieren können, wenn ein Spieler OT gesagt hätte: "Stufe 20 entspricht in Aventurien den größten lebenden Legenden. Für Elite-Wachen wäre Stufe 8 angebrachter."

Dann würde sich ingame nichts an den Elite-Wachen ändern, aber sie hätten regeltechnisch jetzt die passendere Stufe.

Wie kommst du auf "Hexenmörder"? Das ist mir zumindest neu. Ich kenne höchstens die Borbarad-Kampagne, wo er EINE Hexe hat hinrichten lassen, weil sie in Verdacht stand, mit Borbel gemeinsame Sache zu machen.
Falls er sich in einer anderen Kampagne oder AB einen Namen als Hexenmörder gemacht hat, würde mich der Name dieses ABs oder der Kampagne mal interessieren.

Zitat
20 Mann sind ne Eskorte/Garde die man akzeptieren kann, die Kaiserfamilie hat eine Leibkompanie von 50 Mann, der Bote des Lichtes von theoretisch 64, 8 davon  seine Leibwächter, daher sind alle 20 Mann auf Posten vor der Tür unglaubwürdig.
Vielleicht standen sie da Spalier?

Und Dexter Nemrod ist nicht irgend jemand. Wenn der Bote des Lichtes 64 Mann zur Verfügung hat, dann halte ich 20 für Dexter Nemrod durchaus für angemessen. Eher halte ich 50 Mann für die gesamte Kaiserliche Familie für extrem wenig. 50 Wachen für den Kaiser persönlich wäre angemessen. Und dann nochmal 50 weitere Wachen für die restliche kaiserliche Familie.

Zitat
Das die SCs sich sowas bieten lassen und kuschen vorrauszusetzen ist es absolut nicht, es zu tun wenn sie ehrenhaften Schichten zugehören also Adel, Geweihtenschaft, Ritter, Orden oder Kriegerstand geht konträr zu derem Selbstverständnis von Thorwalern u.ä. (für die sowas absolut gegen die Identität geht, Volk der Freien, Sklaverei ist DAS Anathema für sie)will ich gar nicht erst anfangen.
bzgl. plausible ingame Reaktion:
Also auch für freiheitsliebende Thorwaler wäre es in Anbetracht der Situation selbstverständlich, zumindest zum Schein darauf einzugehen. - Sobald man dann auf Mission aufgebrochen ist, kann man sich ja noch immer verpissen.
Aber DM jetzt hier offen zu widersprechen, das würde wohl nur ein Thorwaler mit KL <9.

Adel und Geweihtenschaft können es sich erlauben, offen zu protestieren und DM zurechtzuweisen. Sie können auf ihren Stand pochen und darauf verlangen, dass man sie höflich bittet.

Aber soweit ich weiß, wurde das nicht gemacht. Anstatt die SCs plausibel handeln zu lassen, haben die SCs komplett unplausibel gehandelt und über den Weltuntergang Witze gerissen.

bzgl. Spieler-Wünsche:
Nehmen wir mal an, den Spielern ist eine vernünftige Motivation für das AB wichtig. Kann ich auf einer Con zwar nicht nachvollziehen, aber es soll ja solche Leute geben:
Dann wäre es am Sinnvollsten gewesen, wenn sie dem SL mitteilen, mit welcher Motivation der SC am ehesten bereit wäre, am AB teilzunehmen.

Aber dieses Rumgewitzel war einfach nur destruktiv.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 14:04
Naja, wenn man sich als SL solche Klopfer leistet, dann muß man lernen, darüber zu lachen, wenn die einem noch nach Jahrzehnten aufs Brot geschimert werden - das ist kein Mobbing, das ist nur ganz natürlich Häme unter Kumpels.
Zwischen freundlicher haeme und ueber den anderen in der Gruppe lustig machen ist imho ein leichter Unterschied.

Zitat
Ich weiß nicht, was das System damit zu tun hat?
Dieser Hook wäre in JEDEM System indiskutabel gewesen, und in jedem anderem System mit ausgearbeitetm Hintergrund können einem SL aquivalente Schnitzer in der Logistik einer Sezene unterlaufen.
Dieser Hook ist in den Grundzuegen, Chars in Taverne, werden verhaftet weil wegen Verbrechen geframed, der Oberboss gibt ihnen einen Auftrag um die Strafe [fuer das Verbrechen] zu vermeiden [also machts oder verrottet im Knast] steht aber doch wohl so im Abenteuer.
Hinzu kamen dann nur Hexe & Lvl. 21 Chars.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 14:31

  Hier wurde Unfähigkeit mit Bösartigkeit vergolten, das ist ein bißchen so, wie sich über Behinderte im Bus lustig machen.
Kommt darauf an, A mit Spott und Hohn zu dissen ist mMn nicht unbedingt falsch

Dann verdrehe du bitte keine Fakten:
1) Ich habe keine Fakten ignoriert oder verdreht..
machst du in fast jedem Post dieses Threads



Zitat
Ja, ich weiß. Ich habe nie das Gegenteil behauptet. Ich habe die Frage gestellt, ob der SL das weiß.
10 Jahre DSA Erfahrung nuff said


Zitat
Dexter Nemrod mit 20 Elite-Wachen ist durchaus glaubwürdig.
kann man so sehen, muss man nicht.
20 Elite Wachen on actice duty sind es definitiv nicht.

Zitat
Die Stufenangabe von 20 ist offensichtlich ein Fehler gewesen. Du kennst den Unterschied zwischen "Fehler" und "Unglaubwürdigkeit"?
Ja, nur welchen Fehler hat der Meister hier begangen?


Zitat
Den Fehler hätte man leicht korrigieren können, wenn ein Spieler OT gesagt hätte:
verschwendung von Atem und für die Akten Stufe 7 ist die Stufe für Eliteeinheiten.

 
Zitat
Wie kommst du auf "Hexenmörder"?
er war der Führer einer Organisation, die das regulär und rechtsbrechend gemacht hat und hat geduldet das eine andere Organisition unter seiner Aufsicht das ebenfalls tat.

Zitat
Vielleicht standen sie da Spalier?
Welcher Teil von Regel 0 trifft jetzt auf dich zu?

Zitat
Und Dexter Nemrod ist nicht irgend jemand. Wenn der Bote des Lichtes 64 Mann zur Verfügung hat, dann halte ich 20 für Dexter Nemrod durchaus für angemessen
.20 Mann gesamt für DN wäre angemessen, 20 Mann vor seiner Tür auf Posten ist lächerlich.


Zitat
Eher halte ich 50 Mann für die gesamte Kaiserliche Familie für extrem wenig
. Siehe Kanon, SSDG oder HdR.

Zitat
Also auch für freiheitsliebende Thorwaler wäre es in Anbetracht der Situation selbstverständlich, zumindest zum Schein darauf einzugehen.
So diplomatisch sind Thjorwaler nicht gerade häufig.

Zitat
Adel und Geweihtenschaft
haben das Recht DN für sowas richten zu lassen, oder ihn persönlich zurechtzustutzen, es gibt Geweihtenschaften die sowas durchaus mit direkt selber ahndet.
Von ihm eine Entschuldigung zu fordern ist da schon Goodwill.


 
Zitat
Kann ich auf einer Con zwar nicht nachvollziehen,
Ich kann Pawn Stance weder nachvollziehen noch spielen.
 
Zitat
Dann wäre es am Sinnvollsten gewesen,
wenn der Meister bekanntgegeben hätte was in sein Ab passt oder nicht
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 30.09.2011 | 14:33
Ein echter DSA-Spieler hätte dem SL erklärt, dass die Leibwache von Dexter Nimrod nicht aus zwanzigstufigen Helden besteht, sondern hätte dem SL sagen können, nach welcher Veröffentlichung wer (mit namentlicher Nennung inklusive Wertangabe und Dienstalter) zur Leibwache Nimrods gehört.

Ein echter DSA-Spieler nimmt Abweichungen vom Kanon nämlich niemals nicht und überhaupt hin.

Newe. Ein echter DSAler nimmt alles hin, wenn es einem edlen Zweck dient, wie etwa dem Erzwingen eines AB-Einstieges. Ein echter DSAler stellt sich einem Kaufabenteuer! (einem von der redaktion hewligheiligHeilig! verfassten Werk) nicht in den Weg. Nie.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 30.09.2011 | 14:36
Pawn Stance, hast du das eben erfunden oder ist das ein etablierter Begriff? ^^
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 14:59
Kommt darauf an, A mit Spott und Hohn zu dissen ist mMn nicht unbedingt falsch
Also ich finde das dissen von irgendwelchen Leuten im Allgemeinen falsch.
Nun und ganz bestimmt wenn Personen disst weil einem etwas in einem Spiel nicht gefaellt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 15:00
Pawn Stance, hast du das eben erfunden oder ist das ein etablierter Begriff? ^^
etabliert, habe ich aus dem Indy Bereich
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 30.09.2011 | 16:07
Dieser Hook ist in den Grundzuegen, Chars in Taverne, werden verhaftet weil wegen Verbrechen geframed, der Oberboss gibt ihnen einen Auftrag um die Strafe [fuer das Verbrechen] zu vermeiden [also machts oder verrottet im Knast] steht aber doch wohl so im Abenteuer.
Hinzu kamen dann nur Hexe & Lvl. 21 Chars.

Woher gehst du davon aus, dass das so im Abenteuer steht?
Ich kenne zugegebenermaßen nicht alle DSA-Abenteuer, die Vermutung, es handle sich bei dem Abenteuer um "der Wolf von Winhall" konnte ich schon wiederlegen. Und auch ein durchforsten der mir vorliegenden Abenteuer nach einem Abenteuereinstieg, der sich mit dem von der Con deckt, konnte ich bislang nicht finden.
Daher würden mich hier quellen interessieren.

Es gibt bei DSA-Abenteuer sicher auch besch...eidene Einstiege, aber das riecht sehr verdächtig nach einem Eigenbau des SLs.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 30.09.2011 | 16:08
machst du in fast jedem Post dieses Threads
Bitte höre auf, hier solche Lügen zu verbreiten. Du bist es, der hier gerade Fakten verdreht.

Nenne mir doch bitte eine konkrete Aussage in einem konkreten Post, in der ich Fakten verdreht habe.

Und ja, man kann auch nach 10 Jahren DSA noch Fehler machen. Den Fehler, den der SL begangen hat, war, Elitewachen die Stufe 20 oder 21 zu verpassen. Und es wäre keine Verschwendung von Atem gewesen, den SL OT auf diesen Fehler hinzuweisen und ihm die korrekte Stufe für Elitewachen zu nennen. Auch 10jährige DSA-Spieler sind nicht allwissend und können noch etwas hinzulernen.

Ja, 20 Mann für gesamt DN. Aber diese gesamten 20 Mann können durchaus so postiert sein, dass man sie alle sieht. Oder aber, die SCs haben gar nicht alle Wachen gesehen, sondern den Spielern wurde nur OT mitgeteilt, dass da 20 Wachen sind. Ebenso, wie den Spielern auch OT mitgeteilt wurde, welche Stufe sie haben.

Thorwaler sind nicht unbedingt diplomatisch. Aber sie haben durchaus einen Selbsterhaltungstrieb. Ansonsten könnten sie auch jähzornig werden und DM angreifen. Aber Spott gehört nicht unbedingt zu ihren Stärken.

Zur Frage wegen den Geweihten wäre erstmal zu klären, ob in dem AB überhaupt Geweihte als SCs anwesend waren. Ansonsten nein, direkt ahnden können sie es nicht. Sie können ihn darauf hinweisen, dass er seine Kompetenzen überschreitet. Und sie können sich weigern mitzumachen. Aber direkt ahnden können sie es erst, wenn er Gewalt einsetzt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 16:25
Woher gehst du davon aus, dass das so im Abenteuer steht?
Weil deine Beschreibung von Wolf von Winhall hier http://tanelorn.net/index.php/topic,70348.msg1411158.html#msg1411158 so klingt.
SCs aus der Taverne gefischt -> check
SCs einfach so angeklagt -> check
Auftrag / Abenteuer leitet sich draus ab -> check

Das einzige was nicht stimmt sind die Werte.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 30.09.2011 | 16:39
Weil deine Beschreibung von Wolf von Winhall hier http://tanelorn.net/index.php/topic,70348.msg1411158.html#msg1411158 so klingt.
SCs aus der Taverne gefischt -> check
SCs einfach so angeklagt -> check
Auftrag / Abenteuer leitet sich draus ab -> check

Das einzige was nicht stimmt sind die Werte.

Das war nicht der Einstieg, das geschah spät im Abenteuer.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Oberkampf am 30.09.2011 | 16:47
Das war nicht der Einstieg, das geschah spät im Abenteuer.

Jetzt bin ich total verwirrt.

Später/Mitten im Abenteuer (das nicht auf Extrempulp ausgelegt ist) werden die Spielercharaktere gefangen genommen? Also nicht als Einstig, den man in drei Sätzen bündelt und dann losspielt, sondern während der Spielzeit?

Durch Zufall, als Option, oder als Vorschrift?

Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 16:50


Nenne mir doch bitte eine konkrete Aussage in einem konkreten Post, in der ich Fakten verdreht habe.
You did it again,

Zitat
Den Fehler, den der SL begangen hat, war, Elitewachen die Stufe 20 oder 21 zu verpassenUnd es wäre keine Verschwendung von Atem gewesen, den SL OT auf diesen Fehler hinzuweisen und ihm die korrekte Stufe für Elitewachen zu nennen. Auch 10jährige DSA-Spieler sind nicht allwissend und können noch etwas hinzulernen..
here
du ignorierst DNs blatante Erpressung mit 20 Mann vor der Tür und einer hochstufigen Hexe im Raum

 

Zitat
Ja, 20 Mann für gesamt DN. Aber diese gesamten 20 Mann können durchaus so postiert sein, dass man sie alle sieht.
Nein, weil die 20 Mann nicht alle auf Posten sein können, nicht länger als 48 h

 
 
Zitat
Aber Spott gehört nicht unbedingt zu ihren Stärken.
Mopsendronning, ihre Spottarien wenn sie MR Schiffe passieren

Zitat
Zur Frage wegen den Geweihten wäre erstmal zu klären, ob in dem AB überhaupt Geweihte als SCs anwesend waren.
Sie können, Verbrechen an Geweihten unterliegen alleine Amtskirchlicher Rechtssprechung, es ist kommt vor  das Geweihte gegebenfalls sowas auf der Stelle und direkt ahnden.
Die Androhung von Gewalt wird nicht von der Anwendung von Gewalt unterschieden, und ggf verlangen ihre Gebote direkte Aktion.
Festnehmen, den 20 Schlägern mitteilen, das jeder Aggressive Handlung mit Hinrichtung als Frevler geahndet wird

Das war nicht der Einstieg, das geschah spät im Abenteuer.
das hat er bei uns versucht

Es endete mit DNs öffenbtlichem Kotau in Havena(iirc) vor Abordnungen aller Kirchen, incl des BdL, SdS...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Schlangengott am 30.09.2011 | 16:56
Zitat
4) Sie machen sich über den SL lustig und stellen ihm vor einem Publikum zur Schau.

...und das führt zu...


5) Sie verwickeln den SL in ein überraschendes Wrestling - Match, das mit einer Close - Line seitens eines Spielers eingeläutet wird.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 17:07
Das war nicht der Einstieg, das geschah spät im Abenteuer.
Hm, das fand ich, aehnlich wie Tuempelritter, schwer vorstellbar.
Weshalb ich annahm das es der Anfang sei.

@Schwerttänzer
Nicht die Spieler werden erpresst, allenfalls die Charaktere.
Imho kann es in einem Spiel schon einmal vorkommen das die Charaktere von einem maechtigen NSC erpresst werden.
Auch wenn sie staerker sind als gewoehnliche Bauern.
Ohne das der SL ein Idiot oder Arschloch ist.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 30.09.2011 | 17:27
Weil deine Beschreibung von Wolf von Winhall hier http://tanelorn.net/index.php/topic,70348.msg1411158.html#msg1411158 so klingt.
SCs aus der Taverne gefischt -> check
SCs einfach so angeklagt -> check
Auftrag / Abenteuer leitet sich draus ab -> check

Das einzige was nicht stimmt sind die Werte.


*seufz* Dann lies meinen Post doch bitte noch einmal, denn ganz zu Beginn meines Posts steht da, dass es sich NICHT um den Wolf von Winhall handelt!

Aber um das ein für alle Mal zu klären und dir den genauen Vorgang der Anheuerung im Wolf von Winhall zu beschreiben:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

[Edit]Also eigentlich ein stimmiger und spannender Konflikt mit weitgehend realistisch dargestellten Elementen der Spielwelt: Herumtreiber Helden stoßen beim Versuch die Bewohner der Stadt Winhal vom Wolf von Winhall zu befreien auf die - häufig schon vermissten - offiziell zuständigen Beamten zur Aufklärung eben jenen Vorfalls, die Aufgrund von Sabotage nicht rechtzeitig/früher am Ort der bedrohlichen Vorfälle waren.

Also eigentlich wird hier das richtig gemacht, was man sonst DSA-Abenteuern vorwirft: "Wo waren denn die eigentlich zuständigen Weibel/Garden/Inquisitoren/etc.pp." ... hier sind sie noch rechtzeitig aufgetaucht und liefern gleich noch die passende Ausrede, wieso es so lange gedauert hat. :D[/Edit]
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: YY am 30.09.2011 | 18:21
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Und genau wegen manchen Verläufen bei solchen Konstellationen kommen manche SLs überhaupt zu der "Erkenntnis", dass man die SCs immer mit absurder Übermacht kleinhalten muss, wenn sie sich mal nicht kloppen soll(t)en.

Denn je nachdem, wie sich der Herr Nemrod in dieser Situation bei welcher SC-Gruppe anstellt...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 30.09.2011 | 19:40
Da hier mittlerweile mehrfach der Vorwurf gefallen ist, wir hätten den SL vor Publikum vorgeführt und lächerlich gemacht:
Der SL wirft die SCs in eine absurde Situation, in der er die totale Kontrolle über Leib und Leben der SCs hat. Die Spieler finden das aus diversen Gründen (für die man teils anscheinend auch unbedingt dabei gewesen sein muss) einfach mal richtig Scheiße und starten einen Mind Battle mit flapsigen Bemerkungen und humorigen Aktionen.
Der SL hat IMMER NOCH die totale Kontrolle über Leib und Leben der SCs. Dass er seine Macht nicht bis zum bitteren Ende durchzieht, hatten wir wohl Phex und Rahja zu verdanken.

Insofern ist die Situation weniger "Behinderte im Bus auslachen" als vielmehr "Lachen, weil man sonst lieber weinen möchte".

Aber schön, dass andere Leute uns damaligen Trotteln moralisch so überlegen sind.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Schlangengott am 30.09.2011 | 20:13
Zitat
Aber schön, dass andere Leute uns damaligen Trotteln moralisch so überlegen sind.

Weit, weit überlegen.

Ein Kumpel von uns war auch so ein Spielleiter der immer alles überpowern musste, da war jedes Dorf mit Kreis 8 - 10 Adepten gut ausgerüstet. Und gerailroadet wurdet wie die Sau. Aber den Spaß den wir hatten kann uns auch keiner nehmen. Was haben wir gelacht, wenn der Spielleiter das hundertausendste Plotloch und jeden Kampf mit der Faust Gottes durchboxen musste, egal wie unglogisch das war. Da haben wir natürlich, nachdem wir es erklärt haben, natürlich auch irgendwann Faxen gemacht. Aber wir haben ihn auch nicht gehasst oder waren wütend, weil ein Maultier verwandelst du damit auch nicht mehr in ein Rennpferd. Und wir haben uns echt totgelacht, teilweise.


Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 30.09.2011 | 20:23
Weit, weit überlegen.

Ein Kumpel von uns war auch so ein Spielleiter der immer alles überpowern musste, da war jedes Dorf mit Kreis 8 - 10 Adepten gut ausgerüstet. Und gerailroadet wurdet wie die Sau. Aber den Spaß den wir hatten kann uns auch keiner nehmen. Was haben wir gelacht, wenn der Spielleiter das hundertausendste Plotloch und jeden Kampf mit der Faust Gottes durchboxen musste, egal wie unglogisch das war. Da haben wir natürlich, nachdem wir es erklärt haben, natürlich auch irgendwann Faxen gemacht. Aber wir haben ihn auch nicht gehasst oder waren wütend, weil ein Maultier verwandelst du damit auch nicht mehr in ein Rennpferd. Und wir haben uns echt totgelacht, teilweise.

Deine Heimrunde mit diesem SL zu vergleichen ist ein Epic Fail. Aber schön, dass du moralisch überlegen bist.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 30.09.2011 | 20:26
Denn je nachdem, wie sich der Herr Nemrod in dieser Situation bei welcher SC-Gruppe anstellt...

Aufgrund der Auftragslage sollte man bei der Gruppe von einer zumindest halbwegs gesellschaftsverträglichen Gruppe ausgehen. Und wenn nicht und sie den Baron samt Schergen plätten... müssen sie auch mit den innerweltlichen Folgen leben.
Aber nur auf die Gefahr hin, dass einige Spieler sich wie die Axt im Walde verhalten KÖNNTEN, sollte man als SL sich doch nicht dann selbst wie die Wutz aufführen. Über deine Logik kann ich nur den Kopf schütteln.

Und WENN sich die Spieler dann wie die Wutz aufgeführt hätten, dann hätte ich als SL (zumindest auf einer Con mit dem Wissen, dass es zu keiner Folgesitzung kommen würde) vermutlich den Meisterschirm zusammen gefaltet, hätte meine Sachen genommen und die Gruppe sitzen lassen. Denn die Möglichkeit dazu haben nicht nur die Spieler, wenn sie sich durch einen Meister veräppelt vorkommen, sondern auch der SL, wenn er feststellt, dass die Spielrunde nicht zu seinem Meisterstil passt.
Und hab ich auf Cons auch schon zweimal umgesetzt, nachdem mich die Runde zuvor massiv davon überzeugt hatte, dass wir offenbar zwei verschiedenen Settings im Kopf hatten, als ich SR/DSA sagte.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 30.09.2011 | 20:28
Deine Heimrunde mit diesem SL zu vergleichen ist ein Epic Fail. Aber schön, dass du moralisch überlegen bist.

Lass dich nicht ärgern! Ich kann dir jedenfalls gut nachfühlen und hätte sicher ähnlich reagiert. Wobei man ja auf Cons vor solchen Erfahrungen nicht gefeit ist.

Daher ja: Schlangengotts Vergleich mit einer Heimrunde hinkt gewaltig!
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 20:53
Denn je nachdem, wie sich der Herr Nemrod in dieser Situation bei welcher SC-Gruppe anstellt...
So wie er sich aufgegführt hat, war er nachher bei  uns in grossen Schwierigkeiten.

Öffentlich Kotau machen und dann nen Hund in Sack und Asche durchs Land tragen zu müssen auf Befehl seines Vorgesetzten.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Schlangengott am 30.09.2011 | 21:58
Zitat
Öffentlich Kotau machen und dann nen Hund in Sack und Asche durchs Land tragen zu müssen auf Befehl seines Vorgesetzten.

Gruppenname: The Avengers
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Bad Horse am 30.09.2011 | 22:05
Wenn ich Sashael richtig verstanden habe, dann ging die Runde nach dem dussligen Einstieg ja auch nicht cleverer weiter. Warum die Spieler also dasitzen und den Worten des Meisters ergriffen lauschen sollten, wenn da nur Schund bei rauskommt, weiß ich auch nicht.

Und Teylen, wenn ich mich an deinen Bericht von der grausigen Dark-Ages-Runde erinnere, habt ihr da auch während des Spiels über die Unplausibilität der Situation gelästert.

Überhaupt: Wenn die Spieler anfangen, während des Spiels über meinen Plot zu lästern, dann frage ich sie, welche Probleme sie haben und ignoriere das nicht einfach.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Schlangengott am 30.09.2011 | 22:20
Zitat
Deine Heimrunde mit diesem SL zu vergleichen ist ein Epic Fail. Aber schön, dass du moralisch überlegen bist.

Na ja, aber wenn ich hier sehe wie schnell du die Rolle der beleidigten Leberwurst schlüpfst, dann frag ich mich doch ob der Spielleiter dann wirklich soooo kacke war oder du du, nach seinem ersten Fehler, alles niedergeschmollt hast...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Bad Horse am 30.09.2011 | 22:24
Bitte unterlasst es, persönlich zu werden. Danke.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 30.09.2011 | 22:49
du ignorierst DNs blatante Erpressung mit 20 Mann vor der Tür und einer hochstufigen Hexe im Raum
Nein, die 20 Mann habe ich sogar explizit erwähnt. Und die Hexe bei Nemrod mag zwar ungewöhnlich sein, ist jetzt aber nicht vollkommen unplausibel. Vielleicht weiß die Hexe nichts von Nemrods Hexenmord-Sachen. Oder ihr sind ihre Kollegen schlicht egal. Ungewöhnlich, aber nicht unplausibel.

Zitat
Nein, weil die 20 Mann nicht alle auf Posten sein können, nicht länger als 48 h
Die 20 Mann können nicht alle rund um die Uhr gleichzeitig auf Posten sein. Aber zu gegebenen Anlässen können sie das durchaus.

Ein normaler Betrieb sieht wahrscheinlich so aus:
6 Mann wachen 8 Stunden, 6 Mann haben Freizeit, 6 Mann schlafen und 2 Mann sind sonstwo.

Zu besonderen Anlässen und dazu gehört die Inhaftierung von hochstufigen Personen, können für einige Stunden aber auch alle 20 Wachen aktiviert werden.

Zitat
Sie können, Verbrechen an Geweihten unterliegen alleine Amtskirchlicher Rechtssprechung, es ist kommt vor  das Geweihte gegebenfalls sowas auf der Stelle und direkt ahnden.
Die Androhung von Gewalt wird nicht von der Anwendung von Gewalt unterschieden, und ggf verlangen ihre Gebote direkte Aktion.
Bist du dir sicher, dass hier nicht unterschieden wird?
Gewalt gegen Geweihte ist sicherlich strafbar. Aber die Androhung von Gewalt meines Wissens nach nicht.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 30.09.2011 | 22:49
Und Teylen, wenn ich mich an deinen Bericht von der grausigen Dark-Ages-Runde erinnere, habt ihr da auch während des Spiels über die Unplausibilität der Situation gelästert.
Gelästert wurde danach. ^^ (gemeinschaftlich)
Inplay kam von mir lediglich die Aktion wo ich am zweiten Abend das erstemal gesagt hab das ich der Kutsche folgen will, obwohl es gegen den Plot ging (was mir da durchaus bewusst war).
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.09.2011 | 22:55
Nein, die 20 Mann habe ich sogar explizit erwähnt.
Stimmt du hast die Existenz der 20 20 Stufler schöngeredet.

Zitat
Und die Hexe bei Nemrod mag zwar ungewöhnlich sein, ist jetzt aber nicht vollkommen unplausibel.
Beim Grossinquisitor

Zitat
Vielleicht weiß die Hexe nichts von Nemrods Hexenmord-Sachen.
die hat im Hintertobrischen hinter mentalen Zollstationen gelebt?


Zitat
Zu besonderen Anlässen und dazu gehört die Inhaftierung von hochstufigen Personen, können für einige Stunden aber auch alle 20 Wachen aktiviert werden.
welcher?

Zitat
Bist du dir sicher, dass hier nicht unterschieden wird?
ich sehe da nicht mal einen Unterschied
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Bad Horse am 30.09.2011 | 23:01
Schwerttänzer, Eulenspiegel: Klärt das doch bitte per PM. Was ihr hier macht, ist pures Nein-Doch-Nein, bei dem jeder recht haben will - eure Argumente habt ihr jetzt echt oft genug geschrieben, und sie werden nicht wahrer, wenn ihr sie noch dreimal schreibt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 30.09.2011 | 23:40
Insofern ist die Situation weniger "Behinderte im Bus auslachen" als vielmehr "Lachen, weil man sonst lieber weinen möchte". Aber schön, dass andere Leute uns damaligen Trotteln moralisch so überlegen sind.

Das mit dem Bus ist von mir, daher:

a) Ich sprach NICHT von Trotteln,
b) Ich sprach NICHT von moralischer Überlegenheit
c) DU hast SELBST gesagt, ihr hättet den SL vor ZUSCHAUERN vorgeführt:

Die Spieler fanden allesamt den "Boykott" großartig und hatten Spaß. Die gelegentlichen Zuschauer übrigens auch. Der Einzige, der an diesem Tisch Federn lassen musste, war der SL, der nach eigener Aussage schon seit 10+ Jahren "meisterte". Vielleicht hätte er mal was anderes leiten sollen. Irgendwas freieres als DSA, wo er sich auch mal mit NSCs austoben kann, wenn er das Aventurien so doof findet, dass er da mit der großen Flammenaxt +4 mal am Kanon rumhackt.

Daß die Situation für Euch Spieler Scheiße war, klar! Die Reaktion ist trotzdem Mist, weil niemand was dabei lernt. Zwei kurze Fragen unter vier Augen ("Weißt Du, was Du da tust? Gehst Du prinzipiell mit den Setzungen so um?") und man bleibt oder geht. Nette Menschen begründen ihr Gehen sogar mit höflichen Worten.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 1.10.2011 | 09:00
a) Ich sprach NICHT von Trotteln,
b) Ich sprach NICHT von moralischer Überlegenheit
Ja, das mit dem Bus ist von dir.
Ich sprach NICHT davon, dass DU uns als Trottel bezeichnet hättest.
Ich sprach NICHT davon, dass DU von moralischer Überlegenheit gesprochen hättest.

Noch mehr Haarspaltereien gefällig?

c) DU hast SELBST gesagt, ihr hättet den SL vor ZUSCHAUERN vorgeführt:
Wir haben überhaupt niemanden "vorgeführt". Schon mal auf ner sehr eng besetzten Con gewesen? Schon mal irgendwo mitgespielt, wo aufgrund der Räumlichkeiten immer mal wieder jemand vorbei kommt? Und wenn verschiedene Leute, die irgendwo mittendrin mal 2-3 Minuten zugucken, nachher sagen "Was war DAS denn für ein Idiot? Aber wenigstens habt ihr cool reagiert.", dann merke ich zumindest, dass unsere Einschätzung wohl nicht ganz falsch gewesen sein konnte.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Schlangengott am 1.10.2011 | 10:27
Zitat
Und wenn verschiedene Leute, die irgendwo mittendrin mal 2-3 Minuten zugucken, nachher sagen "Was war DAS denn für ein Idiot? Aber wenigstens habt ihr cool reagiert.", dann merke ich zumindest, dass unsere Einschätzung wohl nicht ganz falsch gewesen sein konnte.

Woran konnte man denn erkennen, dass das so ein "Idiot" war? War der herrisch? Aufbrausend? Wurde herumgeschrien? Fuchtelte er mit einem Gummischwert in der Hand herum, mit dem er euch eins überziehen wollte? Normalerweise sind Diskussionen ja nicht so aufregend, dass man im Vorbeigehen sagen kann um was da genau geht und wer hier Recht oder Unrecht hat...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: SeelenJägerTee am 1.10.2011 | 11:06
Was mich mal interessieren würde:

Normalerweise wenn jemand im :T: postet: "Der SL/Spieler war böse  :mimimi:" Dann gibt es quasi sofort den Schulterschluss gegen diesen fiesen Railroader/Problemspieler. Detaillierte Hintergrundinformationen? Wer braucht so was schon, das Tanlollektiv kann natürlich per Ferndiagnose feststellen, dass unser Mituser hier mit einem Ar*****ch zu tun hatte.
Natürlich ist unser Tanelorni unter keinen Umständen irgendwie auch nur Indirekt dafür mitverantwortlich, ein guter Rat unter Freunden: Verweis auf Regel 0.
Völlig unabhängig davon ob das nach objektiven Maßstäben irgendwie gerechtfertigt ist.

Es gibt natürlich immer einige Stimmen die versuchen die Stimme der Vernunft zu stellen (ich vermute sie sind scharf auf die Flugfähigkeit und Schutz vor Blau). Aber meistens sind die ersten und zahlreichsten Posts die, die ich oben angesprochen habe.

Wieso hier nicht? Wieso geht jetzt die Reaktion gegen einen aus dem :T:? Wieso echauffiert man sich nicht freudig über diesen Regel-0-SL so wie man es sonst auch tut?


Das was Sashael in seinem Post hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,2994.msg1408872.html#msg1408872) beschrieben hat rechtfertigt eigentlich keinster Weise diese Unterstellungen von wegen Mobbing des SL. Das alles basiert doch auf der von Teylen eingebrachten Annahme, dass der SL sich nur "ein bisschen vergriffen" hätte und es ja "eigentlich gut gemeint" hat. Und plötzlich wird aus "Sprüchen ob der Absurdität" dann "Bösartigkeit".
Wieso genießt hier plötzlich der fremde SL so einen unbegründeten Vertrauensvorschuss, den man ansonsten immer dem Tanelorni einräumt?
Was ist jetzt anders? Wieso reichen ein paar Posts von Teylen aus, um die (vlt. unbegründete) Unschuldsvermutung, die im :T:kollektiv traditionell immer beim User liegt auf den SL zu verschieben?


PS: Das ganze ist jetzt ein bisschen ironisch, aber wenn jemand eine Erklärung dafür hat würde mich das wirklich mal interessieren.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 1.10.2011 | 11:15
Ich verstehs auch nicht. Für gewöhnlich sind eigentlich immer alle auf seiten dessens ,der sich beschwert. Find ich auch ok so, sonlange man den Bösen anderen nicht völlig runtermacht.

Die einizige Ausnahme ist, wenn der beschwerdeführer sich ganz blöd anstellt und bsp. sagt: "Oh Mann, ich wollte die anderen SC mal so aus Jux umbringen, aber sie waren zu stark, blöder SL, warum har er mich nicht gewinnen lassen?!"

In dem Fall gings aber klar gegen Mary-Sue Chars. Genauere Situationsanalyse interessiert da eigentlich niemanden, trotzdem hammer se. Sehr ungewöhnlich und fast unerklärlich. Vielleicht ein neuer trend zurück zum Mary-Sue-Spiel?


Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Schlangengott am 1.10.2011 | 11:16
Zitat
Was ist jetzt anders? Wieso reichen ein paar Posts von Teylen aus, um die (vlt. unbegründete) Unschuldsvermutung, die im :T:kollektiv traditionell immer beim User liegt auf den SL zu verschieben?

Weil wir den SL nicht und die Situation nicht kennen, die Gefahr besteht jener Partei zu glauben, welche die Situation schildert - da sie für ihre Taten immer eine Rechtfertigung hat und sie vertreten kann. Der SL hat keinen Anwalt, der das Bild grade rücken könnte indem er darauf aufmerksam macht wo ihm in dieser Geschichte Unrecht getan wurde. Also spielt man den Anwalt für den nicht anwesenden SL selber, in der Hoffnung klar zu machen, dass nicht die alleinige Schuld beim unsichtbaren Mandanten liegen kann. Vor allem wenn dann beschrieben wird, wie der Fehler des SL's mit öffentlichem Spott und Hohne bestraft wird.

Man steht auf unsicherem Grund wenn man immer nur von einer Seite ausgeht.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 1.10.2011 | 11:37
Na ich weiß nicht, die "bedingungslose Unterstützung für den Beschwerdeführer im :T:" kann ich so eigentlich nicht bestätigen. In der Regel sind die User durchaus differenziert genug, um bei ihrer Beurteilung die Meinungen herauszufiltern und sich nur an die Fakten zu halten.
Mal davon abgesehen, dass es immer ein paar Querulanten gibt, die aus Prinzip Dagegen! sind. Manchmal hab ich sogar den Eindruck - das gilt aber für viele Foren - wenn du einen Standpunkt mit Argumenten untermauert haben willst, geh hin und behaupte das Gegenteil.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 1.10.2011 | 12:35
Ich denke, es leigt daran, das die Sache aus dem Anekdoten-Thread kam. Im Spielleiter/Spieler..erwürgen Thread ist es praktisch sanktioniert, das man immer den beschwerdeführer unterstützt. In den Anekdoten gilt dagegen das übliche Foren-Gelaber.

Ich würde auch noch etwas differenzieren und sagen, wenn man einen Standpunkt vertreten will, muss man das Gegenteil behaupten, aber schlecht formuliert. Probierts einfach mal im SC aus.

Idiotisch ist es sowieso, zu so einer Situation eine vernünftige Einschätzung im Forum zu erwarten. man stelle sich nur mal vor, wie der Imperator hier im Forum das Treffen mit Luke schildert: "Also da ist doch dieser eine Spieler reingekommen, und ich wollte ihm gerade das Konzept erklären, das er sich doch bitte einen bösen Charakter bauen soll, aber dann hat er mich gleich den Schacht ruuntergestürzt."
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: YY am 1.10.2011 | 12:37
Aufgrund der Auftragslage sollte man bei der Gruppe von einer zumindest halbwegs gesellschaftsverträglichen Gruppe ausgehen. Und wenn nicht und sie den Baron samt Schergen plätten... müssen sie auch mit den innerweltlichen Folgen leben.

(Wieso den Baron? Es geht doch um Nemrod.)

Das hat mit Gesellschaftsverträglichkeit ab einem gewissen Punkt nichts mehr zu tun.

Wenn die Drohkulisse, wie es in solchen Fällen leider oft der Fall ist, entsprechend überzogen aufgebaut (s.u.) wird, ist es Spieler- bzw. SC-seitig irgendwann tatsächlich eine rationale und nachvollziehbare Entscheidung, gegen den Fuzzi vorzugehen.

Ich kann mir jedenfalls bei meiner Spielergruppe ziemlich gut denken, bei welchen Formulierungen/Präsentationen der Situation sie das eigentliche Abenteuer links liegen lassen und dazu umschwenken würden, Nemrod verschwinden zu lassen und selber mit weißer oder leicht angegrauter Weste aus der ganzen Sache rauszukommen.


Aber nur auf die Gefahr hin, dass einige Spieler sich wie die Axt im Walde verhalten KÖNNTEN, sollte man als SL sich doch nicht dann selbst wie die Wutz aufführen. Über deine Logik kann ich nur den Kopf schütteln.

Ich habe "Erkenntnis" in meinem obigen Post nicht umsonst in Anführungszeichen gesetzt.
Das ist nicht MEINE Logik.

Aber man sieht es eben oft, dass der "einzige Ausweg" aus solchen Situationen den Spielern nicht als gangbare Alternative erscheint/vermittelt wird.
Statt daran zu arbeiten, wird dann aber nur die Drohkulisse verstärkt, was natürlich dazu führt, dass den Spielern das Ganze erst recht völlig ausweglos erscheint und entsprechend radikale Aktionen folgen.

man stelle sich nur mal vor, wie der Imperator hier im Forum das Treffen mit Luke schildert: "Also da ist doch dieser eine Spieler reingekommen, und ich wollte ihm gerade das Konzept erklären, das er sich doch bitte einen bösen Charakter bauen soll, aber dann hat er mich gleich den Schacht ruuntergestürzt."

Das war Vader  ;) ~;D
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 1.10.2011 | 12:41
Auch in den Erwürgen- oder Anekdotenthreads muss man nur mal ein wenig blättern, um massenweise Reaktionen zu finden, die von "Na ich weiß nicht, so schlimm ist das doch nicht" bis hin zu "der Depp war nicht der Spieler X / SL, sondern du" gehen. Und das sind dann auch nicht immer Einzelstimmen (wie in diesem Thread), sondern der allgemeine Tenor der Reaktionen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 1.10.2011 | 13:03
Wieso hier nicht? Wieso geht jetzt die Reaktion gegen einen aus dem :T:? Wieso echauffiert man sich nicht freudig über diesen Regel-0-SL so wie man es sonst auch tut?
Es kommt sowohl im Anekdoten Thread als auch häufiger, in den beiden "Erwürgen" Threads vor, das einer Anekdote, mit vermeintlichen oder tatsächlichen Übeltäter widersprochen wird.

Zitat
Das was Sashael in seinem Post hier (http://tanelorn.net/index.php/topic,2994.msg1408872.html#msg1408872) beschrieben hat rechtfertigt eigentlich keinster Weise diese Unterstellungen von wegen Mobbing des SL. Das alles basiert doch auf der von Teylen eingebrachten Annahme, dass der SL sich nur "ein bisschen vergriffen" hätte und es ja "eigentlich gut gemeint" hat. Und plötzlich wird aus "Sprüchen ob der Absurdität" dann "Bösartigkeit".
Naja anfangs hieß es auch nur das ich die Aufregung respektive das Verhalten von Spielerseite nicht nachvollziehen kann. Der Rest ergab sich aus weiteren Beschreibungen / Aussagen.

Zitat
Wieso genießt hier plötzlich der fremde SL so einen unbegründeten Vertrauensvorschuss, den man ansonsten immer dem Tanelorni einräumt?
Wieso sollte ich hier irgendwelche fremden Leute verurteilen, die sich nach der Ankedote nach, imho, immer noch nicht eklatant falsch verhalten haben?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 1.10.2011 | 13:22
Najaa. schaut euch mal die erste Seite von Spielleiter erwürgen an. Nur Bestätigung der meinung des Posters. http://tanelorn.net/index.php/topic,19805.0.html

Die letzte Seite http://tanelorn.net/index.php/topic,19805.925.html dasselbe spiel, ausser mein Beitrag, ähomm...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 1.10.2011 | 14:34
Ja klar, weil 2 Seiten von 39 ja auch ganz bestimmt repräsentativ für den ganzen Thread sind. Zumal gerade die Eingangsposts ja wirklich klassische Fälle von "SL Erwürgen" waren. Den diversen Fällen von unmotivierten "Du bist tot" ist nunmal nichts positives abzugewinnen.

Und nochmal zum Verständnis: du hast deine Trollbeiträge da auf der letzten Seite tatsächlich ernst gemeint? oÔ
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 1.10.2011 | 14:41
Nicht representativ, blabla. Wie bitte schön kann man dir denn den Punkt beweisen? Soll ich alle Seiten durchgehen und den Mittelwert bilden? Die erste und die letzte Seite sind für ne Forendiskussion allemal gut genug. Ist natürlich nicht so präzise wie Rocket Science, tut mir leid.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 1.10.2011 | 14:41
(Wieso den Baron? Es geht doch um Nemrod.)

(Weil Dexter Nemrod zufälligerweise der Baron ist? Dexter Nemrod, Baron von Ulmenhain, erst später Graf von Wehrheim?)

Zitat
Das hat mit Gesellschaftsverträglichkeit ab einem gewissen Punkt nichts mehr zu tun.

Stopp und das genau HIER!

ICH sprach von dem offiziellen Abenteuer. Mehrere Personen hier nahmen fälschlicherweise an, dass der SL auf der Con das Abenteuer "der Wolf von Winhall" gemeistert habe. Ich habe weiter oben schon wiederlegt, dass dem nicht sein kann, WEIL in dem Abenteuer nirgends eine so beschriebene Szene (Dexter Nemrod+Hexe+x-Wachen) aufgetaucht sind...

 

Also nochmal:

1. Dexter Nemrod = Baron

2. Ich bezog mich auf das, was das vermutete Abenteuer "der Wolf von Winhall" an Situationen bot, nicht auf das, was der SL da verbrochen hat.

3. Die Szene die der SL verbrochen hat, tauchte nirgends (wie von mir schon mehrfach erwähnt) in "der Wolf von Winhall" auf und auch in keinem sonstigen mir bekannten Abenteuer, in dem Dexter Nemrod auftaucht.*

4. Das ganze führte ich deswegen so ausführlich auf (und verwirrte dich daher anscheinend), weil Teylen wiederholt versuchte zu konstruieren, dass der SL wohl nur irgendwie so ein kleines bisschen das offizielle Abenteuer übertrieben habe und man ihm das doch nachsehen sollte, weil alles andere ja anscheinend abenteuergemäß gelaufen wäre. Siehe hierzu wieder Punkt 3.


*So jemand nachvollziehen kann, aus welchem Abenteuer besagter Vorfall stammen könnte, wäre ich um Aufklärung dankbar. Momentan klingt das ganze jedoch stark nach Marke Eigenbau und daher geht der Vorwurf solange zurück an den SL.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Feuersänger am 1.10.2011 | 14:59
Ich hab mal eben als komplette Stichprobe den Thread einfach ab Beitrag 525 anzeigen lassen --> Seite 22, und siehe, immerhin finden sich ein paar Leute, die sagen "Hätt man vielleicht besser machen können, ist aber auch nicht so tragisch" oder "Ich kann das schon nachvollziehen warum er das so gemacht hat".
Bei dem fraglichen Beispiel ging es auch nur um eine relative Kleinigkeit, kein Gamebreaker aber ein bissl ein Mangel an Umgangsformen - und das wurde in der Diskussion auch entsprechend gewürdigt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: ErikErikson am 1.10.2011 | 15:07
Gut, von mir aus. Ich werde also dran denken, ordentlich zu übertreiben, wenn ich das nächste mal Zustimmung suche.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 1.10.2011 | 15:21
4. Das ganze führte ich deswegen so ausführlich auf (und verwirrte dich daher anscheinend), weil Teylen wiederholt versuchte zu konstruieren, dass der SL wohl nur irgendwie so ein kleines bisschen das offizielle Abenteuer übertrieben habe und man ihm das doch nachsehen sollte, weil alles andere ja anscheinend abenteuergemäß gelaufen wäre.
Ich vermutete das es ein offizielles Abenteuer war, weil die eigentliche Anekdote danach klingt als habe man sich zum DSA spielen eines (off.) Abenteuer zusammengesetzt?
(Ich kenne keine off. DSA Abenteuer)
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 1.10.2011 | 15:53
Ich vermutete das es ein offizielles Abenteuer war, weil die eigentliche Anekdote danach klingt als habe man sich zum DSA spielen eines (off.) Abenteuer zusammengesetzt?

Anhand welcher Infos vermutest du das?
Nur weil es eine Con war? Gerade auf Cons werden eher selten offizielle DSA-Abenteuer angeboten. Was unter anderem auch daran liegt, dass offizielle Abenteuer kaum an einem Rutsch/auf einer Con durchgespielt werden können. An was hast du diese Vermutung sonst möglicherweise fest gemacht?
Und wenn es nur Vermutungen sind, kann ich die Art und Weise, wie Sashael hier angegangen wurde, auch nicht nachvollziehen. Zumal ich auch aus Sashaels Post wirklich nirgends herauslesen konnte, dass er und seine Truppe den SL jetzt bösartig öffentlich zur Sau gemacht hätten. Es war ursprünglich eine Anekdote und in eben diesem Ton erzählt. Es wäre etwas zum Lachen und drüber weg gehen gewesen - wie es doch oft genug hier vorkommt. Aber doch kein Grund, sich bis zu Mobbing-Vorwürfen hochzuarbeiten?  wtf?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Teylen am 1.10.2011 | 16:13
Anhand welcher Infos vermutest du das?
Das mit dem Abenteuer.

Zitat
Und wenn es nur Vermutungen sind, kann ich die Art und Weise, wie Sashael hier angegangen wurde, auch nicht nachvollziehen.

Ob es ein offizielles Abenteuer ist oder ein ausgedachtes halte ich für nachrangig.
Macht einen verkorksten Anfang immer noch zu keinem Drama.

Zitat
Zumal ich auch aus Sashaels Post wirklich nirgends herauslesen konnte, dass er und seine Truppe den SL jetzt bösartig öffentlich zur Sau gemacht hätten.

Ursprünglich, auf Basis der Anekdote, fand ich auch nur nicht toll das die Truppe das Abenteuer geschlossen boykottiert hat, nur weil der Anfang verkorkst war.

Und Mobbing vorwürfe kamen erst als er erzählte das man sich einmal ganz geschlossen über den SL lustig gemacht habe und dabei noch Rückendeckung von den Zuschauern bekam.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 1.10.2011 | 17:21
(Weil Dexter Nemrod zufälligerweise der Baron ist? Dexter Nemrod, Baron von Ulmenhain, erst später Graf von Wehrheim?)
Was heißt hier erst später? Woher weißt du, wann das vom SL geleitete AB spielt?

Und selbst, wenn das von ihm geleitete AB offiziell zur Zeit spielt, als Nemrod noch Baron war: Was spricht dagegen, ein AB etwas später spielen zu lassen?

Klar, bei weltbewegenden Ereignissen wie die Borbarad-Kampagne oder den Orkensturm sollte man sich an die offizielle Zeit halten. Aber bei kleineren ABs kann man die Zeit auch ruhig verändern, ohne dass es ins Gewicht fällt.

Zitat
ICH sprach von dem offiziellen Abenteuer. Mehrere Personen hier nahmen fälschlicherweise an, dass der SL auf der Con das Abenteuer "der Wolf von Winhall" gemeistert habe. Ich habe weiter oben schon wiederlegt, dass dem nicht sein kann, WEIL in dem Abenteuer nirgends eine so beschriebene Szene (Dexter Nemrod+Hexe+x-Wachen) aufgetaucht sind...
Das ist das Vorgeplänkel. Hast du es noch nie erlebt, dass man beim Vorgeplänkel etwas abändert und trotzdem das eigentliche Abenteuer spielt?

Zitat
4. Das ganze führte ich deswegen so ausführlich auf (und verwirrte dich daher anscheinend), weil Teylen wiederholt versuchte zu konstruieren, dass der SL wohl nur irgendwie so ein kleines bisschen das offizielle Abenteuer übertrieben habe und man ihm das doch nachsehen sollte, weil alles andere ja anscheinend abenteuergemäß gelaufen wäre. Siehe hierzu wieder Punkt 3.
Moment mal:
Teylen sagt: Er hat das offizielle Abenteuer genommen und nur Stufe der Wachen geändert und Hexe hinzugefügt.
Jetzt sagst du plötzlich: Es kann gar nicht das offizielle Abenteuer sein, weil die Stufen nicht übereinstimmen und offiziell gar keine Hexe auftaucht.

Bemerkst du deinen Fehlschluss?

Zitat
So jemand nachvollziehen kann, aus welchem Abenteuer besagter Vorfall stammen könnte, wäre ich um Aufklärung dankbar. Momentan klingt das ganze jedoch stark nach Marke Eigenbau und daher geht der Vorwurf solange zurück an den SL.
Du kennst den Grundsatz: "In dubio pro reo"?

Aber was genau stört dich an dem Vorgeplänkel? Dass die Wachen eine zu hohe Stufe hatten? Dass Nemrod mit einer Hexe zusammen war? Oder was genau stört dich?
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 1.10.2011 | 19:10
Das ist das Vorgeplänkel. Hast du es noch nie erlebt, dass man beim Vorgeplänkel etwas abändert und trotzdem das eigentliche Abenteuer spielt?

Ja, hab ich. Und wenn der SL dann beim abgeänderten Vorgeplänkel Unfug macht, dann muss er das auch ganz allein Verantworten.

Zitat
Moment mal:
Teylen sagt: Er hat das offizielle Abenteuer genommen und nur Stufe der Wachen geändert und Hexe hinzugefügt.
Jetzt sagst du plötzlich: Es kann gar nicht das offizielle Abenteuer sein, weil die Stufen nicht übereinstimmen und offiziell gar keine Hexe auftaucht.

Bemerkst du deinen Fehlschluss?

Nein, da du gar nicht vor dem argumentierst, was ich sage.
Du kennst den Grundsatz: "In dubio pro reo"?

Zitat
Aber was genau stört dich an dem Vorgeplänkel? Dass die Wachen eine zu hohe Stufe hatten? Dass Nemrod mit einer Hexe zusammen war? Oder was genau stört dich?

Wäre ich in der Situation der Spieler gewesen, hätte mich a) gestört, dass man hier ohne Notwendigkeit oder sinnvoller Erklärung diese hochstufigen Wachen präsentiert bekommt und b) dass Dexter Nemrod mit einer Hexe zusammen ist - offenbar ebenso ohne Notwendigkeit und Erklärung. Hätte der SL das nicht sehr gut verkauft* (was er offenbar nicht hat), wäre ich mir auch ziemlich veräppelt und bemarysued vorgekommen und hätte mich zu dringlicheren Angelegenheiten verabschiedet.

*Du siehst, ich mache den weiteren Verlauf durchaus auch vom Vehralten des SLs abhängig. Und ich gehe auch davon aus (in dubio pro reo), dass Sashael und der Rest der Truppe nicht allesamt 0 Menschenkenntnis hatten.

Daher nach wie vor: In dubio pro reo für Sashael und den Rest der Gruppe. Und wenn sich sogar die anderen außenrum dem Spott anschlossen, kann es ja nicht nur an Sashael & Co. gelegen haben. Auf einer Con sitzt man nunmal zuweilen halböffentlich und sollte sich daher auch vorher überlegen, was man beim Leiten so verzapft.  Ich bin sicher, dass ich auf der ein oder anderen Con sicher auch schon den Vogel abgeschossen habe - so what?


@Teylen:

Dann entschuldige bitte, dass ich dich mit den Mobbing-Rufern in ein Boot gesetzt habe.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: YY am 1.10.2011 | 19:16
Stopp und das genau HIER!

ICH sprach von dem offiziellen Abenteuer.

Wieso?

Ich bezog mich auf das, was du im Spoiler vom offiziellen Abenteuer geschrieben hast und habe angemerkt, dass genau so eine Konstellation* und das mögliche Ergebnis einige SLs dazu bringt, da in Zukunft völlig überrissene Drohkulissen aufzubauen.

Passt doch...


*Nämlich eine, in der z.B. ein Herr Nemrod den dicken Max markiert, obwohl er bei Licht betrachtet eventuell nicht wirklich die Oberhand hat, aber gleichzeitig den Spielern/SCs der Eindruck vermittelt wird, dass sie da (auch im Nachhinein) nicht mehr ohne Weiteres rauskommen UND die vorgesehene "Lösung" für sie keinen gangbaren Weg darstellt.


Ich habe solche Szenarien bisher jedenfalls so gut wie immer nur dann wie geplant ausgehen sehen, wenn den Spielern 100% klar ist, dass sie den vorgesehen Weg auch recht problemlos beschreiten können.

Das kann ganz schnell schief gehen, wenn der SL dafür kein Händchen hat oder die Spieler das aus irgendwelchen Gründen nicht annehmen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 1.10.2011 | 19:22
Ja, hab ich. Und wenn der SL dann beim abgeänderten Vorgeplänkel Unfug macht, dann muss er das auch ganz allein Verantworten.
Klar, wenn er das AB "der Wolf von Winhall" abändert, hat er das selber zu verantworten. Aber die Frage war ja nicht, ob er die Änderungen selber zu verantworten hat. Die Frage war, ob er das AB gespielt hat oder ein anderes.

Zitat
Wäre ich in der Situation der Spieler gewesen, hätte mich a) gestört, dass man hier ohne Notwendigkeit oder sinnvoller Erklärung diese hochstufigen Wachen präsentiert bekommt und b) dass Dexter Nemrod mit einer Hexe zusammen ist - offenbar ebenso ohne Notwendigkeit und Erklärung.
Zu den hochstufigen Wachen: Hier wäre es am Sinnvollsten gewesen, den SL OT darauf hinzuweisen, dass Stufe 20+ für lebende Legenden reserviert ist und selbst Elite-Wachen nur einstellige Stufen haben.

zu der Hexe:
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
1) Der SL weiß nicht, dass Hexen schlecht auf Nemrod zu sprechen sind. Hier wäre ebenfalls ein kurzer OT-Hinweis angebracht und der SL hätte die Hexe durch eine Magierin ersetzt.

2) Der SL weiß, dass Hexen schlecht auf Nemrod zu sprechen sind. Die SCs dürfen durchaus ingame erstaunt über diese Sache sein. Innerhalb des Abenteuers wird dann geklärt, warum denn nun die Hexe wirklich bei Nemrod war, was evtl. einen Nebenplot eröffnet.

Ich persönlich würde 1) vermuten.

Was ich jedoch für sehr sehr unwahrscheinlich halte:
3) Der SL weiß, dass Hexen schlecht auf Nemrod zu sprechen sind. Anstatt eine Magierin zu präsentieren, präsentiert er dennoch eine Hexe. Es gibt dafür keinen ingame Grund. Er macht es einfach so, weil er Magier blöd findet oder um die Spieler zu ärgern.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Morvar am 1.10.2011 | 20:12
Die Frage die sich mir bei der ganzen Geschichte aufdrückt:

Warum? Also warum baut der SL im Vorherein ein Szenario mit diesen Stufe 20 Wächtern auf? Gab es dazu eine Vorgeschichte?
IC/OOC?
Hatte der SL das Gefühl von Anfang an, den BAron als verdammt mächtigen Mann darstellen zu müssen und das in dieser Gruppe zum Bsp. nur mit Spielwerten zu können?
Würde mich interessieren...

Morvar
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Sashael am 1.10.2011 | 20:49
persönlich würde 1) vermuten.

Was ich jedoch für sehr sehr unwahrscheinlich halte:
3) Der SL weiß, dass Hexen schlecht auf Nemrod zu sprechen sind. Anstatt eine Magierin zu präsentieren, präsentiert er dennoch eine Hexe. Es gibt dafür keinen ingame Grund. Er macht es einfach so, weil er Magier blöd findet oder um die Spieler zu ärgern.
Wenn du auf deinen Vermutungen nicht Argumentationen aufbauen würdest, könnte man das ruhig hinnehmen. Leider vermutest du etwas und greifst aufgrund deiner Vermutung an.

Ich persönlich halte im Nachhinein (ca. 15-18 Jahre später) für wahrscheinlich, dass er der Gruppe zeigen wollte, wie groß die Bedrohung ist. Nämlich so groß, dass Großinquisitor Dexter Nemrod sogar mit einer Hexe zusammen arbeitet. Allerdings vermute ich das auch nur. Dummerweise hat er das Ganze dann auch noch in einer Mary-Sue-Show verpackt und sich ganz allgemein verdammt dämlich angestellt. Aber gute Ideen beinhalten eben leider äußerst selten eine Anweisung zu einer guten Umsetzung. Und da hat er total versagt.

Und bitte, bitte hört doch mal auf, einen Menschen in Schutz zu nehmen, der von sich selbst mit selbstgefälliger Miene behauptet, dass er schon seit 10 Jahren DSA meistert. Es geht hier doch nicht um DSA4, wo man nen Bachelor of Aventurica braucht, um als Spieler 100% teilnehmen zu können. Die vorherigen Versionen waren um einiges regelleichter. Und "Irrtümer" bezüglich der Stufe 21 gibt es nicht! Nach den ersten paar Runden träumte damals jeder Spieler von der sagenumwobenen Stufe 21, der höchsten aller Weihen. Man stellt ja auch nicht irrtümlich in D&D einen Greater Golden Wyrm als Wächter vor die Tür eines Landadligen. Und schon gar nicht 20 davon!

Bei D&D würde ich dann aufgrund der anderen Genrekonventionen allerdings eine echt krasse Scheiße dahinter vermuten.

In DSA würde ich heutzutage den SL fragen, was er denn genommen hat und ob ich auch was davon abhaben kann. Damals sind wir Witze reißend aufs Schafott gestiegen und aus "Zeitmangel" musste die Hinrichtung abgebrochen werden. *hüstel*


PS: Das mit dem Schafott und der Hinrichtung war jetzt nur bildlich gemeint. Bevor Fragen auftauchen.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Eulenspiegel am 1.10.2011 | 20:50
@ Morvar
Über die Gründe kann ich nur mutmaßen. Aber als mögliche Gründe fallen mir ein:

1) Der SL hatte Angst, dass die SCs Nemrod einfach angreifen und töten.
2) Der SL wollte den Einfluss Nemrods darstellen.
3) Der SL hielt es für plausibel, dass jemand wie Nemrod so viele Wachen hat.
4) Es hatte etwas mit dem Plot zu tun und den Grund würde man im Laufe des ABs erfahren.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Skele-Surtur am 1.10.2011 | 20:55
3) Der SL hielt es für plausibel, dass jemand wie Nemrod so viele Wachen hat.
Ich glaube, die Anzahl ist relativ egal. Wichtig ist die Stufe. Fünf Rang 20 Wächter hätten vermutlich den selben Effekt gehabt.
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Morvar am 1.10.2011 | 22:46
Mir fallen als Gründe noch folgende ein (resultierend aus gerade gemachter Erfahrung):
Frühere Spieler beim SL achteten die Darstellung der NSC nicht hoch genug. Will heißen: Die Spieler schauen auf jeden NSC unabhängig von dessen Rang in der Spielwelt auf ihn hinunter, wenn seine Werte schlechter sind.
Der SL lernt....NSC müssen nicht plausbibel MACHT innerhalb der Spielwelt haben..NEIN sie brauchen hohe Werte außerhalb der Realität seiner Spielwelt...

Denn sonst...Machen die Spieler Kleinholz aus den NSC bzw. ignorieren deren Rolle...

Nur eine Vermutung....könnte dem SL ja ein paar mal passiert sein...
Titel: Re: Auftragskultur und Machtgefälle, aus: Letzte Worte und Anekdoten
Beitrag von: Auribiel am 1.10.2011 | 23:25
Zu den hochstufigen Wachen: Hier wäre es am Sinnvollsten gewesen, den SL OT darauf hinzuweisen, dass Stufe 20+ für lebende Legenden reserviert ist und selbst Elite-Wachen nur einstellige Stufen haben.

zu der Hexe:
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
1) Der SL weiß nicht, dass Hexen schlecht auf Nemrod zu sprechen sind. Hier wäre ebenfalls ein kurzer OT-Hinweis angebracht und der SL hätte die Hexe durch eine Magierin ersetzt.

Sashael sagte aber an anderer Stelle, der SL habe mit 10 Jahren DSA-Erfahrung geprahlt. Da würde ich als Spieler ehrlich gesagt erwarten, dass der SL a) weiß, was man von 20+stufigen Wachen zu halten hat und b) sich bewusst ist, dass Dexter Nemrod nicht gut mit Hexen zusammenarbeitet.

Zitat
2) Der SL weiß, dass Hexen schlecht auf Nemrod zu sprechen sind. Die SCs dürfen durchaus ingame erstaunt über diese Sache sein. Innerhalb des Abenteuers wird dann geklärt, warum denn nun die Hexe wirklich bei Nemrod war, was evtl. einen Nebenplot eröffnet.

Damit könntest du sogar recht haben, ABER hier griff wohl der bis dato schon entstandene Eindruck "SL hat 0 Plan, was er da eigentlich macht", so dass man auch die ev. zu erzielende Wirkung "Spieler sollen erstaunt sein, dass Dexter Nemrod mit einer Hexe zusammenarbeitet" nicht mehr zustande bringen konnte.


Es war hier ja nicht nur - so wie ich Sashael verstanden habe - die Tatsache mit der Darstellung der Wachen & Co., sondern im Verbund mit der Angabe, X Jahre DSA/Meistererfahrung zu haben. Und da hätte man in anderen Settings sicher ähnlich reagiert, wenn man die Stufe 20+ Wachen wie schon einmal erwähnt gegen X Vampire der Generation 1 oder auch X Runner mit 500+ Karma oder oder oder austauscht. Da hätte man mit Sicherheit in jedem Setting blöd geguckt, wenn der SL meint zu Beginn gleich mit so etwas aufwarten zu müssen, ohne eine passende Erklärung dafür bereit zu haben.

Auch wenn er den Sense of Wonder bedienen wollte: So etwas ist auf Cons - mit fremden Spielern und SCs - einfach wenig ratsam, das kann sogar in der heimischen Runde daneben gehen.