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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Werkstatt => Thema gestartet von: DonJohnny am 29.09.2011 | 00:16
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Möge der Gehirnsturm beginnen
- Das wandelnde Schloss mit etwas weniger Steampunk
- düstere Arbeitersiedlungen mit magisch begabten Individuen die versuchen dem alten Adel/Neureichen die Stirn zu bieten
- Fabrikhöllen mit lebenden Maschinen
- Stellt euch den Rhein vor, Weinberge, Fachwerkäuser und auf der Loreley schläft ein Drache der das Tal bewacht
- Berge in denen die Natur intakt, die Bevölkerung abergläubisch und bäuerlich ist/andere Arten von Zauberern in der Natur (Druiden etc. die die fortschreitende Rohstoffgier bekämpfen), Mienenarbeiter, Rohstoffgesellschaften,
- stellt euch Österreich (Salzburg/Tirol)/Italienische Alpen zur Jahundertwende vor plus Berggeister, Tatzelwürmer, Gletscherriesen
- Östereich Ungarn zur Jahrhundertwende: Österreichs studierte Zauberer treffen auf den Balkan/Karpaten/Roma-Zauberer
- [Jüdische] Magierzirkel in [Odessa]
- Osmanisches Reich (stellt euch Kampfmagier mit Fés vor ^^) trifft auf Berber/Araber, Lawrence von Arabien, Dschinne, magische Derwische,
- Dunkles Subsahara-Afrika mit Kolonialbestrebungen der [europäischen] Mächte treffen auf wildes, unbekanntes und gefährliches Land, Schamanen, Medizinmänner, Wilde Bestien, Flüche, Krankheiten, Geister
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Schreibe ich morgen was zu!
Was System angeht bin ich übrigens für Ubiquity. :)
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Ubiquity klingt gut - wie wäre dieses Setting als "fantastic alternate history":
...die "Apokalypse" fand statt, als ein ausgedehnter Krimkrieg in einen vorzeitig beginnenden US Bürgerkrieg (mit britischer Beteiligung) übergeht und zu einer Art Weltkrieg 0.9 führt --- nur, dass in diesem Weltkrieg transylvanische Vampire auf russisch-slawischer Seiten kämpften, die alchemistische Medizin von Frankenstein eingesetzt wurde, und Nordamerika von Dampf-Mechas und Giftgas unbewohnbar gemacht wurde...
...wir schreiben das Jahr 1919: 69 Jahre nach Kriegsende, 11 Jahre nach dem verheerenden "Sternenschlag", der aus St.Petersburg eine dampfende Wüste machte und Rußland endgültig in eine von Warlords beherrschte Wildnis verwandelt hat...
...Mitteleuropa ist eine idyllische Landschaft aus dutzenden von Königreichen, Republiken und Stadtstaaten, England ist eine kapitalistische Fabrikhölle...
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Ich weiß nicht, ob ne Apokalypse der Sache zuträglich wäre. Die Grundprämisse las sich für mich eher so wie "Castle Falkenstein 2.0". Man muss Nordamerika und Russland ja nicht gleich auslöschen - es reicht ja, dass sie weit weg sind und keine Rolle spielen, wenn man grad irgendwo in deutschen Landen steht.
Was ich noch als weiteren Gedanken hinzufügen würde: Ist es essentiell wichtig, das es das Kaiserreich schon gibt? Soll´s in eine romantische Loreilei-Richtung gehen, könnt´ es vielleicht ganz gut sein, die Geschichte irgendwann zwischen 1820 und 1850 anzusiedeln. Das reduziert auch gleichzeitig den Steampunk automatisch. :)
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Was ich noch als weiteren Gedanken hinzufügen würde: Ist es essentiell wichtig, das es das Kaiserreich schon gibt? Soll´s in eine romantische Loreilei-Richtung gehen, könnt´ es vielleicht ganz gut sein, die Geschichte irgendwann zwischen 1820 und 1850 anzusiedeln. Das reduziert auch gleichzeitig den Steampunk automatisch. :)
Es ist wichtig, dass es das Kaiserreich noch gibt. Napoleon ist der ganzen Geschichte sowieso abträglich, das versteht sich von selbst.
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Markus Heitz' Die Mächte des Feuers könnte evtl. als Inspiration dienen. Ich hab bisher nur Ausschnitte des Hörbuchs kennengelernt. Spielt in den 1920ern, das Kaiserreich gibt es noch, und es gibt auch Drachen. http://www.die-maechte-des-feuers.de/
Lesermeinungen bei Amazon (http://www.amazon.de/Die-M%C3%A4chte-Feuers-Markus-Heitz/dp/3492701337) oder in einer Rezension (http://www.phantastik-couch.de/markus-heitz-die-maechte-des-feuers.html).
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Werf mal ein Blick auf Ghosts of Albion; das ist zwar eher viktorianisch als wilhelminisch, aber der Unterschied ist gut überbrückbar.
Was ich noch als weiteren Gedanken hinzufügen würde: Ist es essentiell wichtig, das es das Kaiserreich schon gibt? Soll´s in eine romantische Loreilei-Richtung gehen, könnt´ es vielleicht ganz gut sein, die Geschichte irgendwann zwischen 1820 und 1850 anzusiedeln. Das reduziert auch gleichzeitig den Steampunk automatisch. :)
Wenn es tatsächlich wilhelminisch sein sollte, läge der Zeitrahmen eher zwischen 1890 und 1918 -was gut ist, weil man damit den ersten Weltkrieg als Spielwiese hinzugewinnt.
Ansonsten würde ich viel Wert legen auf:
Gewerkschaften, Klassenkampf und aufkeimende Ideologien wie Sozialismus und Marxismus, aber auch Demokratiebestrebungen und der daraus entstehende Konflikt. Möglicherwiese verschärft durch "Automatonen" entweder Frankensteinische Kadaverkonstrukte oder "Dampfroboter" oder Golems oder der gleichen, die ebenfalls auf den Arbeitsmarkt drängen. Gerade die Kadaverkonstrukte kann ich mir auch gut als stille stumme Opfer im Grabenkrieg vorstellen - vergleiche Brechts Ballade vom toten Soldaten.
Die Stadt als ein fremdartig wucherndes Gebilde, dass ein neugewonnenes Gefühl der Anonymität und Einsamkeit in der Masse bietet.
Möglicherweise liesse sich auch der Bismarcksche Kirchenstreit in einen Dreiparteienkonflikt ummünzen, wenn man Magiergilden oder der gleichen hinzu nimmt.
Gleichsam könnte man sicher auch ein Äquivalent zum Tirpizplan mit Magiern, Alchemisten und Golems/Automatonen an Stelle von Schlachtschiffen.
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Es ist wichtig, dass es das Kaiserreich noch gibt.
Gut, so gesehen :)
Napoleon ist der ganzen Geschichte sowieso abträglich, das versteht sich von selbst.
Richtig. Daher hätte ich bei der Vor-Kaiserreichs-Version ja auch erst nach 1820 angesetzt. :)
Möglicherwiese verschärft durch "Automatonen" entweder Frankensteinische Kadaverkonstrukte oder "Dampfroboter" oder Golems oder der gleichen, die ebenfalls auf den Arbeitsmarkt drängen.
Wäre das nicht schon wieder zu sehr "Steampunk"?
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Sehe ich genauso, die Prämisse war viel Fantasy, kaum Steampunk. Die oben von mir genannten lebenden Maschinen waren mehr als mystisches Geheimnis denn als technische Entwicklung gedacht.
Ich habe übrigens den Titel von "Wilheministisch" in "Wilhelminisch" geändert.
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Richtig. Daher hätte ich bei der Vor-Kaiserreichs-Version ja auch erst nach 1820 angesetzt. :)
Auch die Existenz eines Napoleon-Äquivalents in der Spielwelt-Vergangenheit ist der Atmosphäre abträglich. Wir brauchen einen "echten" Kaiser!
Lassen wir doch die Franzosen ihre Revolution machen (da können sie im Namen von Aufklärung und Vernunft dann auch gleich ihre ganzen Magier guillotinieren) und dann in internen Streitigkeiten versumpfen, ohne ganz Europa zu erobern. Das mit den Preussen kriegt man schon so hingetrickst.
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Wenn es eher in Richtung Jahrhundertwende geht, dann MÜSSEN spiritistische Zirkel, Antroposophen und Esoteriker eine große Rolle spielen! Möglicherweise hat die Magie genau durch diese Modebewegungen wieder Einzug in die Welt gehalten. Nicht wenige waren Ende des 19. Jahrhunderts davon überzeugt, dass übernatürliche Phänomene kein Aberglaube sind, sondern nur noch nicht recht erforscht wurden. Was, wenn die Spiritisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts tatsächlich beweisen konnten, dass sie recht haben? Die Welt hätte sich zunächst mal genau so entwickelt, wie sie es in der Realität tat - nur muss die Öffentlichkeit um die Jahrhundertwende "plötzlich" damit leben, dass Magie real ist. Polizisten arbeiten mit mit Geistersehern wie Carnacki oder Aymer Vance zusammen, Archäologen nehmen Tontafeln über Zauberei ernst, magische Texte aus dem Mittelalter werden an Universitäten von studierten "Parapsychologen" diskutiert.....und die Druiden, Spökenkieker und Kräuterhexen der "weniger zivilisierten" Ecken Europas erfahren eine neue Akzeptanz....
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Ich hätte das auftreten von Magie früher angesetzt, damit die Fantasyaspekte mehr in der Welt verankert wird. Also Fantasy mit pseudohistorischem Hintergrund anstatt ein pseudohistorisches Spiel mit Fantasyelementen.
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Lord Darcy und sein Hexer?
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Die sich verbreiternde Kluft zwischen Proletariat und Bourgeoisie mitsamt Gewerkschaften und Sozialismus einzubauen kann ich hier nur erwähnen. Weiters das erstärken des Panslawismus und generell des Nationendenkens.
Bezüglich Magie wär es auch noch möglich Mesmer/Hypnotiseure als eine Art Magie darzustellen. Genauso wie die ganzen Theosophischen Schulen. Oder auch "klassische" Verbände wie den Golden Dawn (der damals glaub ich noch anders hieß...)
Übrigens: Fette Idee, ich würds fix spielen!
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Würde Sinn machen :). In jedem Falle würde ich mich allerdings bei Madame Blavatzki, Eliphas Levi und Konsorten orientieren, wenn es um Magie geht - egal, ob sie alt oder neu ist. Schlicht deswegen, weil dies den "Magie-Flair" des 19.Jahrhunderts ausmacht und die "modernen" Magier von ihren Gegenstücken aus der Mittelalterfantasy unterscheiden würde.
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Warum Wilhelminismus mit seinem militärischen Pomp und seiner Verpreußung? Wäre die Gründerzeit nicht eher passend?
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Ja.
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Das hier geht glaub in die Richtung: http://www.sphaerenmeisters-spiele.de/epages/15455106.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15455106/Products/FLFL01