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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 16:24

Titel: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 16:24
Hallo.

Es lässt mir keine Ruhe. Und obwohl ich kein großer Fan von tiefergehenden Fragen dieser Art bin, muss ich es einfach los werden - nicht, um mir hier Aggro von diesem großen Forum einzufangen (das Potential dafür ist aber in dem nachstehenden da!), sondern um Eure Eindrücke und Erfahrungen kennenzulernen und andere Perspektiven zu erfahren:

Im Tanelorn-Con-Unterforum habe ich ja bereits meine Fragen und Enttäuschungen über das "Conventus Leonis" in diesem Jahr mitgeteilt. (http://tanelorn.net/index.php/topic,73820.0.html) In den darauf folgenden Tagen kreisten weitere Gedanken um diese Eindrücke; auch habe ich mich mit einigen (sehr) wenigen Rollenspielfreunden unterhalten.

Vorfragen: Ist das, was ich da von Freunden und Bekannten lese und höre, nur ein regionales Problem? Oder sogar ein grundsätzliches Problem? Überhaupt "ein Problem" oder einfach nur "der Status Quo"? Und sind die Klischees der Rollenspieler noch immer so hartnäckig zutreffend, wie sie es bereits vor 20 und mehr Jahren waren?

Was ist also passiert, dass ich diese Fragen stelle?
Am letzten Wochenende war ich das erste Mal seit langer Zeit auf dem Conventus Leonis in Braunschweig - eines der Convention-Klassiker in Niedersachsen schlechthin; zwar war es noch nie besonders groß, aber die Rollenspiel-Veteranen werden sich erinnern: Bis mindestens Ende der 90iger Jahre war es gut besucht und irgendwie auch überregionales Pflichtprogramm - und zwar so gut, dass es Spielleiter-Mangel, Spielrunden-Mangel, Platz-Mangel, und trotz allem gute Stimmung und viele, viele unterschiedliche Angebote auch im Bereich Stände, Workshops, Smalltalk, Wettbewerbe etc. gab. Das war dieses Jahr keineswegs so. Und bei Nachfragen wohl auch in den letzten Jahren eher mau ...

Mit zwei Ausnahmen:
(1)
Das Bild des langhaarigen, tendenziell ungepflegt wirkenden, irgendwie unsportlichen Spiele-Freaks besteht nach wie vor. Und während man sich im Treppenhaus oder auf dem Flur eher schüchtern und introvertiert begegnete, war das Potential der Eigendarstellung und der höchstpersönlichen Sonderbarkeit und Individualität am Spieltisch stets groß und wurde bisweilen vehement ausgespielt.
Natürlich: Ausnahmen gab es wie immer auch hier; aber diese bestätigten eher diese generelle Erscheinungsbild und Auftreten "des Rollenspielers" schlechthin.
(2)
Und noch etwas hat sich nicht geändert: Trotzdem es mittlerweile gute und vielseitige Rollenspiele gibt, die mehr ermöglichen, als bloß Modifikatoren zählen zu lassen, Monster zu killen oder die Selbstbefriedigung des Ich-habe-dickste-Wummen-und-bin-der-Coolste-Arsch-von-Welt-Rollenspielers zu adressieren, ist die "Quote" von RollenspielerINNEN doch nach wie vor erschreckend gering. Man mag auch darüber trefflich streiten, ob frühere/ alte Rollenspiele per se "frauenfeindlicher" oder "abschreckender" waren. Unabhängig davon ist aber klar: Die Zahl der RollenspielerInnen war auch schon vor 20+ Jahren unheimlich dürftig ...
Dabei habe ich die wenigen Rollenspielerinnen, denen ich in vielen Jahren begegnet war, stets als Mitspielerinnen sehr geschätzt - wegen ihrer Einfälle, ihre Spielweise, ihre mindestens gleichwertigen Begeisterungsfähigkeit für Rollenspiele (egal welcher Art auch immer).

Missversteht mich bitte nicht falsch: Die Eindrücke, die ich teile, sollen nicht sagen: Ich halte Rollenspieler für eine ziemlich krasse Minderheit; im Gegenteil hoffte ich, dass sich die Klischees aus den frühen Neunzigern, wie ich sie noch in Erinnerung habe, mittlerweile nicht mehr so fest auf aktuellen Conventions abbilden ließen. Meine Eindrücke vom Conventus Leonis veranlassten mich aber dazu, das Hannover Spiel dieser Tage gar nicht erst zu besuchen, um eine Wiederholung der Erfahrungen vom letzten Wochenende zu verhindern. Denn irgendwie hat sich das regelrecht eingebrannt: Diese "Szene" ist stehengeblieben ... Aber ist sie das wirklich?

Deshalb ernsthaft hier nachgefragt: Wie sieht das mit Euren Beobachtungen und vor allem Einschätzungen aus? Und wie sehr lassen sich daraus möglicherweise Rückschlüsse auf die regionalen Rollenspielszenen ableiten?

Dieser vorerst abschließende Gedanke noch: Viele "meiner" Rollenspielfreunde sind nicht "typische" Con-Gänger. Sie unterschieden sich auch von dem krassen Klischee, das ich oben erwähnte. Könnte man also auch schlussfolgern: Es gibt den typischen, öffentlich in Erscheinung tretenden Rollenspieler auf Conventions, und es gibt eben auch "die anderen"?

Bitte räumt mit meinen Vor- und gefestigten Urteilen auf!
Danke sehr.

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: 1of3 am 1.04.2012 | 16:32
~feindlich ist eigentlich nur anzunehmen, dass Frauen nicht rechnen könnten.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: WeepingElf am 1.04.2012 | 16:46
Deine Beobachtungen decken sich zu einem großen Grad mit meinen.  Zwar sind die Gothics wieder auf dem Rückzug, aber es wird doch immer mehr ein action- und gewaltlastiger Spielstil gepflegt.  Das manifestierte sich zuerst in der Endzeitwelle, und jetzt im OldSchool-Trend.  Man geht wieder mit einem vorpalen Schwert, einer fetten Armbrust oder einer kapitalen Kanone auf Monsterjagd.

Um 1990 herum hatte man ja den Eindruck, dass das Rollenspiel allmählich "erwachsen" würde, mit einer Betonung auf Charakterentwicklung, SC-NSC-Interaktion usw., aber davon sieht man heute fast gar nichts mehr.  Ich habe die Entwicklung ganz deutlich auf dem hiesigen Con verfolgen können, wo von Jahr zu Jahr weniger Leute da waren, und letztes Jahr nur noch der harte Kern der Hack&Slay-Nerds übrig war, weshalb ich am letzten Wochenende auch was anderes unternahm, als zum besagten Con zu gehen, auf dem ich Deinem Bericht zufolge wohl auch nicht viel verpasst habe.

Kein Wunder, dass sich "vernünftige" Menschen, insbesondere Frauen (die ich immer schon für die besseren Rollenspieler gehalten habe), reihenweise mit Grausen vom Hobby Rollenspiel abwenden.  Übrig bleiben eben diejenigen Nerds, denen das Hobby sein schlechtes Image zu verdanken hat, und so dreht sich eine Spirale der Bestätigung von Vorurteilen.

Mich kotzt diese Re-Nerdisierung des Rollenspiels ganz gewaltig an, vor allem nachdem meine Suche nach einer neuen Rollenspielrunde seit mindestens ca. 7 Jahren, als ich die letzte halbwegs funktionierende Runde wegen eines Konflikts mit dem Spielleiter und anderer Misshelligkeiten verließ, nicht den geringsten Erfolg gezeitigt hat, und kein Ende in Sicht ist.  Ich komme mir mittlerweile fast wie der einzige Nicht-Nerd in der ganzen Stadt (immerhin 250.000 Einwohner, also kein Kuhdorf!) vor, der noch Rollenspiele spielen will, und zwar Rollenspiele, in denen es um mehr geht als ums Monsterplätten, Schätzeraffen und Spielwertoptimieren.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Glgnfz am 1.04.2012 | 16:50
Ein sehr merkwürdiger Beitrag.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: OldSam am 1.04.2012 | 17:15
Die Spieler-Stereotype bestehen sicherlich nach wie vor weiter, ich weiss aber nicht, ob sich das gegenüber früher verstärkt hat, vermutlich im wesentlichen genau so - es gibt schließlich auch genug Leute, die aus dem Klischee rausfallen.

Der Frauenanteil ist sicherlich insgesamt eher niedrig, aber sie sind zumindest vertreten, in meiner lokalen Spieler-Community liegt der weibliche Anteil der Anwesenden normalerweise im Bereich zwischen 15% und 33%.
Dass die Frauen dabei die besseren Rollenspieler wären, habe ich nicht beobachten können. Ich würde vielmehr sagen es gibt qualitiative Streuungen und individuelle Stilunterschiede genau wie bei den Männern - wir haben z.B. auch Frauen, die deutlich mehr auf Hack-and-Slay aus sind, als die meisten Männer. Von den ganzen Spielern und Spielerinnen aus der lokalen Community, die ich in verschiedensten Runden kennengelernt habe, waren nach meiner persönlichen Erfahrung die subjektiv "besten" Spieler alle männlich, das liegt allerdings sicherlich nicht am Geschlecht sondern schlicht an der Quote, weil es eben nach wie vor sichtlich mehr Spieler als Spielerinnen gibt.  - Ich erlebe allerdings auch den Effekt, dass Frauen sich von der Tendenz her am Tisch oft etwas mehr zurückhalten als viele der Männer, dass trägt bestimmt auch dazu bei, dass sie in ihrer Rolle nicht so leicht brillieren können.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 1.04.2012 | 17:17
Ein sehr merkwürdiger Beitrag.

finde ich auch.

ich hoffe jetzt bricht hier keine erneute "ARS vs. Storytelling" diskussion aus.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: AcevanAcer am 1.04.2012 | 17:20
In meiner letzten Runde lag der Frauenanteil bei 80% (4 W / 1 M )
In meiner jetzigen Runde liegt er bei 60% ( 3 W / 2 M )

Keiner von uns wird als besonderst Schüchtern empfunden, die meisten waren in ihrer Jugend Klassensprecher oder sowas,.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Feric am 1.04.2012 | 17:25
In meinen Runden lag der Frauenanteil immer bei 25 bis 50 Prozent. Reine Männerrunden haben wir nie gehabt. Hatte aber auch keiner Bock drauf... ;)

Viele Grüße
Feric
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: SWorD84 am 1.04.2012 | 17:33
Dass die Frauen dabei die besseren Rollenspieler wären, habe ich nicht beobachten können.

Zudem könnte ich mir vorstellen, dass Frauen sich auf diesem Podest, auf das sie von den "alten Hasen" gehoben werden, nicht wohl fühlen. Sexismus geht auch in die andere Richtung.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 1.04.2012 | 17:59
Es ist schon schlimm.
Seit dem sterben des ehamals großen Storyteller Systems, das absolut innovativ war und mit seiner anspruchsvoll dargebotenen Charakterzentriertung ermöglichte unglaublich tiefe Geschichten zu erzählen, ist nicht nur der gemeine Rollenspielfan vom modebewussten meterosexuellen Mann zu einem ekligen, dicken, ungepflegten Nerd degeneriert, sondern sind natürlich auch die ganzen weiblichen Spieler wieder aus dem Hobby geflüchtet (außer die häßlichen).
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: OldSam am 1.04.2012 | 18:04
hehe, so sieht's wohl aus ;D
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Belchion am 1.04.2012 | 18:08
Seit dem sterben des ehamals großen Storyteller Systems, das absolut innovativ war und mit seiner anspruchsvoll dargebotenen Charakterzentriertung ermöglichte unglaublich tiefe Geschichten zu erzählen, ist nicht nur der gemeine Rollenspielfan vom modebewussten meterosexuellen Mann zu einem ekligen, dicken, ungepflegten Nerd degeneriert,[...].
Leider hat sie vollkommen Recht. Ich hatte gerade angefangen, mich modisch zu kleiden und ersten Kontakt mit Frauen aufzunehmen, da habe ich eine neue D&D-Runde gefunden. Jetzt laufe ich wieder unrasiert herum und anstatt von Anzügen, Jackets sowie Polo-Shirts trage ich Heavy-Metal-T-Shirts. (Dabei höre ich nicht einmal Heavy Metal). Es ist schon eine Crux.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 1.04.2012 | 18:24
<Langen Beitrag gelöscht. Datum wieder in Erinnerung gerufen.>
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 18:26
Hallo.

Ein sehr merkwürdiger Beitrag.

Ein merkwürdiger Beitrag wegen merkwürdiger Eindrücke als Auslöser.

Das letzte Convention, auf dem ich vor besagtem Conventus Leonis war, liegt satte 10 Jahre zurück. Ein Hannover Spielt Convention, welches ich aufgrund veränderter Interessenlage und sogar ähnlicher Beobachtungen wie beim letzten CL zum Anlass genommen hatte, vorerst Conventions eher zu meiden.

Gerade weil ich aber Rollenspieler aus einem größeren Gebiet von H bis HE, von GÖ bis GF kenne und regelmäßig auch zu verschiedenen Anlässen besuche, war meine Erwartung zum letzten CL: "Das wird ähnlich vielseitig und vielschichtig wie die Kreise, in denen ich mich auch sonst bewege"; auch sonst erwartete ich, dass ich wie damals, als ich mit Conventions und Rollenspielerei Anfang der 90iger Jahre begann, neue Impulse und Ideen durch eben nicht "den Einheitsrollenspieler" mitnehmen konnte. Diese Erwartungen waren zu hoch? Zu naiv? Zu optimistisch? Jedenfalls nicht erfüllt. Im Gegenteil war ich sogar eher erschrocken, zumal ich auf dem CL auch einige Leute wiedererkannte und mich auf einem Zeitreise-Tripp wähnte ...

Deshalb meine Frage: War das jetzt nur ein Zufall, dass ich so eine unglaublich schlechte Convention Erfahrung gemacht habe, aus der sich dastm Klischee des Rollenspielers der frühen Neunziger+x Jahre als über die Jahrzehnte erhalten bestätigt hat? Ist dies ein repräsentatives Ereignis also, das immerhin die Eindrücke des Hannover Spielt vor einem jahrzehnt immerhin bestätigt?
Oder ist das insgesamt anders, weil es in anderen Regionen eben nicht "diesen" homo rollenspieler-typicus gibt?

ich hoffe jetzt bricht hier keine erneute "ARS vs. Storytelling" diskussion aus.

Um Himmels Willen! Bloß das nicht! Häufiger schon wird hier im Tanelorn über Themen gesprochen, in denen es nicht unmittelbar um die Rollenspielerei, sondern um die Rollenspieler im Allgemeinen, in der Gesellschaft oder als Gesellschaftsphänomen geht. Und in diesem Sektor würde ich dieses Thema gerne verorten. Rollenspiel-Theorie ... Dafür gibt es doch ein anderes Unterforum hier, oder nicht?

Es ist schon schlimm.
Seit dem sterben des ehamals großen Storyteller Systems, das absolut innovativ war und mit seiner anspruchsvoll dargebotenen Charakterzentriertung ermöglichte unglaublich tiefe Geschichten zu erzählen, ist nicht nur der gemeine Rollenspielfan vom modebewussten meterosexuellen Mann zu einem ekligen, dicken, ungepflegten Nerd degeneriert, sondern sind natürlich auch die ganzen weiblichen Spieler wieder aus dem Hobby geflüchtet (außer die häßlichen).

Aha! Wo waren DIE denn vor 20 Jahren?

Zu der Frage, ob Frauen die besserenTM Rollenspieler seien, will ich keine Aussage treffen. Denn dazu war ich zu vielen guten wie miesen Rollenspielerinnen ebenso begegnet, wie es bei Männern der Fall war. Allerdings hatte ich zeitweise den Eindruck, dass Frauen eben zunehmend auch diesen Zeitvertreib für sich entdecken würden, wie es Männer schon seit Ewigkeiten in großen Herden machten und noch immer machen. Ob die Frauen dabei hässlich oder weniger hässlich (gibt es hübsche Rollenspielerinnen?) sind, ist mir während des Spiels dann fast egal (, solange sie sich dann keine falschen Hoffnungen machen ...). Denn warum sollte ich da andere Wertungsmaßstäbe als bei den Männern anlegen? Männer: häßlich, ungepflegt, unsportlich, klischeehaft - dürfen mitspielen; Frauen dürfen nur mitmachen, wenn sie hübsch, ansehnlich, reif, intelligent, gut gekleidet, nobel, bourgeoise etc. sind? Wer so etwas vertreten wollte: Schneid, Respekt, aber keine Zustimmung. ;)

Übrigens möchte ich da ergänzen: Werden Frauen auch "weniger" unter den Rollenspielern? Und wenn ja: Warum??? Weil die Männer noch immer nerdiger oder ungepflegter das Hobby pflegen und dabei seit Jahrzehnten auf der Stelle treten? Ich weiß - Evolution ist ein langsamer Prozess ...

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 18:26
<Langen Beitrag gelöscht. Datum wieder in Erinnerung gerufen.>
?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Glgnfz am 1.04.2012 | 18:29
Ein merkwürdiger Beitrag wegen merkwürdiger Eindrücke als Auslöser.

Ich meinte gar nicht deinen, sondern den des jammernden Elfen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Wormys_Queue am 1.04.2012 | 18:39
Hat dir wohl nicht gefallen, dass er die Schuld den Old-Schoolern gegeben hat?  ~;D

edit: und nein, die können da (sofern es überhaupt stimmt) bestimmt nichts für.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Glgnfz am 1.04.2012 | 18:42
Ich weiß nicht, ob er den coolsten Aprilscherz des Jahres rausgeballert hat oder nicht - das meine ich.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 18:48
Ich meinte gar nicht deinen, sondern den des jammernden Elfen.

Ach so. Ok.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 1.04.2012 | 18:54
Aha! Wo waren DIE denn vor 20 Jahren?
Die waren allgegenwärtig und feierten entweder die Ausläufer des glitzer Rock oder die neuen, dunklen Wellen.

Zitat
Übrigens möchte ich da ergänzen: Werden Frauen auch "weniger" unter den Rollenspielern? Und wenn ja: Warum???
Weil das ehamals große Storyteller System hinterrücks von den Verfechtern des stumpfen Gemetzel angefeindet wurde bis sich der eigene Verlag zum Dolchstoss entschloss, worauf die rollenspielenden Frauen flüchteten.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Wormys_Queue am 1.04.2012 | 19:02
Werden Frauen auch "weniger" unter den Rollenspielern?

Nein.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 19:04
Die waren allgegenwärtig und feierten entweder die Ausläufer des glitzer Rock oder die neuen, dunklen Wellen.

Ich wusste es ... Ich wohne halt auf'm Dorf.

Weil das ehamals große Storyteller System hinterrücks von den Verfechtern des stumpfen Gemetzel angefeindet wurde bis sich der eigene Verlag zum Dolchstoss entschloss, worauf die rollenspielenden Frauen flüchteten.

Mh. Verstehe. Habe mich mit der WoD Szene nie beschäftigt, weil mich die Spiele nicht so gezogen haben.
Lese ich da also raus, dass die Frauen-Quote doch (wie von mir vermutet) eher von den Spielsystemen und Spielwelten abhängt? Mh ...

----------------------------

Nein.

Mh. Gut. Erfreulich.

------------------

Um 1990 herum hatte man ja den Eindruck, dass das Rollenspiel allmählich "erwachsen" würde, mit einer Betonung auf Charakterentwicklung, SC-NSC-Interaktion usw., aber davon sieht man heute fast gar nichts mehr.  Ich habe die Entwicklung ganz deutlich auf dem hiesigen Con verfolgen können, wo von Jahr zu Jahr weniger Leute da waren, und letztes Jahr nur noch der harte Kern der Hack&Slay-Nerds übrig war, weshalb ich am letzten Wochenende auch was anderes unternahm, als zum besagten Con zu gehen, auf dem ich Deinem Bericht zufolge wohl auch nicht viel verpasst habe.

Satz 1, 1. Hälfte: Kann ich nicht beurteilen. Da fing ich erst an und war noch ein Streuselkuchengesicht.
Satz 1, 2. Hälfte: Kann ich nicht beipflichten. Geht aber auch am Thema vorbei.
Satz 2, 1. Gemengelage: deckt sich mit dem, was mir andere sagten.
Satz 2, 2. Gemengelage: Ich weise nur darauf hin: Ich habe mich weniger an einem Bericht versucht, als mehr an einer Wertung des CL.

Kein Wunder, dass sich "vernünftige" Menschen, insbesondere Frauen (die ich immer schon für die besseren Rollenspieler gehalten habe), reihenweise mit Grausen vom Hobby Rollenspiel abwenden.  Übrig bleiben eben diejenigen Nerds, denen das Hobby sein schlechtes Image zu verdanken hat, und so dreht sich eine Spirale der Bestätigung von Vorurteilen.

Satz 1: Interessante Beobachtung. Dagegen sage ich: Während Leute vor den "Herr der Ringe"-Jahren die Augen verdrehten, wenn ich von meinem Hobby sprach, sind sie heutzutage viel aufgeschlossener gegenüber der Rollenspielerei; sie spielen zwar noch immer nicht, aber sie verdrehen nicht mehr die Augen.
Satz 2: Nö. Sehe ich nicht. Ich tue mich auch schwer damit, Nerds und Rollenspieler in einen Topf zu werfen. Diese von mir aufgeworfenen Fragen sind schon heikel genug, indem ich nach dem "typischen" Rollenspieler frage. Was ist das überhaupt?

Mich kotzt diese Re-Nerdisierung des Rollenspiels ganz gewaltig an, vor allem nachdem meine Suche nach einer neuen Rollenspielrunde seit mindestens ca. 7 Jahren, als ich die letzte halbwegs funktionierende Runde wegen eines Konflikts mit dem Spielleiter und anderer Misshelligkeiten verließ, nicht den geringsten Erfolg gezeitigt hat, und kein Ende in Sicht ist.  Ich komme mir mittlerweile fast wie der einzige Nicht-Nerd in der ganzen Stadt (immerhin 250.000 Einwohner, also kein Kuhdorf!) vor, der noch Rollenspiele spielen will, und zwar Rollenspiele, in denen es um mehr geht als ums Monsterplätten, Schätzeraffen und Spielwertoptimieren.

Satz 1, 1. Satzteil: Re-nerdisierung?
Satz 1, 2. großer Satzteil: Whining?
Satz 1, 3. Satzteil: andere "Misshelligkeiten"?
Satz 2, 1. Hälfte: Eigenwahrnehmung und Selbstreflektion sind durchaus nicht nur Tugenden.
Satz 2, 2. Hälfte: Wer schon mal 'nen Nachmittag Dungeonslayers gespielt hat oder sich auch heute noch mal 'ne Nacht mit zünftigem High-Fantasy-High-End um die Ohren schlägt, ohne "Rollen"spiel zu betreiben, sondern hauptsüchlich Würfel zu "rollen"spielen, macht nichts falsches.

So grundsätzlich zu Deinem Posting (vorhin habe ich ihn nur überflogen und offenbar seine Dimension nicht richtig erfasst): echt Thema verfehlt. Ich will wissen, ob mein Eindruck vom "typischen" Rollenspieler (optische Erscheinung) auf dem letzten Conventus Leonis ein Retro-Erlebnis bzw. eine Zeitlos-Erfahrung war, und nicht, welche Rollenspielwieauchimmerspielweise oder welche Whining-Stories aus individuellen Rollenspielschicksalsschlägen so von anderen gemacht wurden. Und meine stille Hoffnung ist dabei eben auch: Hey! Vielleicht ist die Braunschweiger Rollenspielerszene diesbezüglich eben noch "old-school in real-life", während es auf anderen Conventions völlig anders aussieht ...

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Skele-Surtur am 1.04.2012 | 19:05
Weil das ehamals große Storyteller System hinterrücks von den Verfechtern des stumpfen Gemetzel angefeindet wurde bis sich der eigene Verlag zum Dolchstoss entschloss, worauf die rollenspielenden Frauen flüchteten.
Meinst du das ernst oder ist das dem Datum geschuldet?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 1.04.2012 | 19:15
Fassen wir das mal unter "April, April" zusammen ::)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 1.04.2012 | 19:19
Meinst du das ernst oder ist das dem Datum geschuldet?
Ich hoffe doch das da wenig Zweifel bestehen ^^
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 19:21
Fassen wir das mal unter "April, April" zusammen ::)

Sorry. Nein. Wenn ich also gestern oder morgen mit dem Thema gekommen wäre, würde es nicht im Lichte des. 1. April begriffen, sondern ernsthafter hier behandelt oder ignoriert. Jetzt ralle ich auch die anderen Beiträge dieser Art.

Schade. Da* habe ich mehr erwartet.

AO

*Edit: Korrektur
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 1.04.2012 | 19:21
Selbst wenn er es am 1. April gepostet hat, hat er trotzdem Recht.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 1.04.2012 | 19:27
Die letzte Person - eine arme Hostess die von RTL interviewt wurde - wurde (verbal-medial) gelyncht als sie das Bild des langhaarigen, tendenziell ungepflegt wirkenden, irgendwie unsportlichen Spiele-Freaks besteht nach wie vor wesentlich netter formuliert von sich gab.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 1.04.2012 | 19:34
Kein Aprilscherz? In Ordnung.

Das Bild des langhaarigen, tendenziell ungepflegt wirkenden, irgendwie unsportlichen Spiele-Freaks besteht nach wie vor. Und während man sich im Treppenhaus oder auf dem Flur eher schüchtern und introvertiert begegnete, war das Potential der Eigendarstellung und der höchstpersönlichen Sonderbarkeit und Individualität am Spieltisch stets groß und wurde bisweilen vehement ausgespielt.
Natürlich: Ausnahmen gab es wie immer auch hier; aber diese bestätigten eher diese generelle Erscheinungsbild und Auftreten "des Rollenspielers" schlechthin.

In deutschen Landen ist mir dieses Klischee sehr selten untergekommen, im direkten, intensiv rollenspielenden Umfeld überhaupt nicht. Wir haben Unternehmer, Theologen, Physiker, Sprachwissenschaftler, Schriftsteller. Zum Teil spiel ich mit denen seit Jahrzehnten. Unsportlich ist eigentlich auch keiner, eine Menge meiner derzeitigen Spielkontakte kamen sogar direkt oder indirekt über Kontakte im Sportverein zusammen.

Zitat
Und noch etwas hat sich nicht geändert: Trotzdem es mittlerweile gute und vielseitige Rollenspiele gibt, die mehr ermöglichen, als bloß Modifikatoren zählen zu lassen, Monster zu killen oder die Selbstbefriedigung des Ich-habe-dickste-Wummen-und-bin-der-Coolste-Arsch-von-Welt-Rollenspielers zu adressieren, ist die "Quote" von RollenspielerINNEN doch nach wie vor erschreckend gering.

In den Gruppen, in denen ich war, die ich leitete, war der Frauenanteil immer recht hoch (derzeit 40%). Diese spezielle Klagelied konnte ich noch nie nachempfinden. Die Gegenüberstellung von "guten vielseitigen" Rollenspielen mit der "Selbstbefriedigung" von "Dickste-Wummen-Spielern" mal abgesehen, die, sagen wir es deutlich, SCHEISSE ist - Dein Frauenbild ist da etwas verquer. Die, die cih kenne wollen vor allem ÄRSCHE TRETEN, und das sind auch gangz Süße, eine davon hab ich sogar irgendwann mal geheiratet.

Nein, es gibt keine Mädchenrollenspiele. Es gibt aber immer noch offenkundig genug Männer, die glauben, es gäbe welche.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 1.04.2012 | 19:35
Zitat
Die letzte Person - eine arme Hostess die von RTL interviewt wurde - wurde (verbal-medial) gelyncht als sie das Bild des langhaarigen, tendenziell ungepflegt wirkenden, irgendwie unsportlichen Spiele-Freaks besteht nach wie vor wesentlich netter formuliert von sich gab.

Da ging es ja auch um Computer-Gamer. Die sind ja mittlerweile voll im Mainstream angekommen. Wir Rollenspieler sind und bleiben einfach die hässlichen Kellerkinder - und wenn es nur in der verzerrten Wahrnehmung anderer ist.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Maarzan am 1.04.2012 | 19:35
Die letzte Person - eine arme Hostess die von RTL interviewt wurde - wurde (verbal-medial) gelyncht als sie das Bild des langhaarigen, tendenziell ungepflegt wirkenden, irgendwie unsportlichen Spiele-Freaks besteht nach wie vor wesentlich netter formuliert von sich gab.

JA, aber wegen Geheimnisverrat, nicht wegen Beleidigung ... .

Viel schlimmer als früher kanns nicht geworden sein. Wenn, sind viele reine (und dort ausreichend erfolgreiche ;) )Slash&Hacker direkt bei WOW hängen geblieben.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Wormys_Queue am 1.04.2012 | 20:06
Mh. Gut. Erfreulich.

Ich hab mich extra kurz gehalten, weil ich ja auch nur mit anekdotischen Hinweisen aufwarten kann, aber egal, wie oder wo ich Rollenspiel betrieben habe, waren immer auch Frauen anwesend (mit Frauenanteil ab 33% aufwärts). Ich hab jetzt allerdings keine Con-Erfahrungen, insoweit kann ich keine Aussagen darüber machen, wie es da so aussieht.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 20:08
Kein Aprilscherz? In Ordnung.

Nein. So was habe ich nicht nötig. Ich habe aber gerade gesehen, dass in zwei anderen Foren, auf denen ich regelmäßiger als hier unterwegs bin und auf denen ich auch hin und wieder (wie heute) etwas komplexere Themen zur Diskussion stelle,  mir dieser Vorwurf auch gemacht worden ist. Insofern habe ich das einfach nicht auf em Schirm gehabt und will es niemandem zum Vorwurf machen ...

In deutschen Landen ist mir dieses Klischee sehr selten untergekommen, im direkten, intensiv rollenspielenden Umfeld überhaupt nicht. Wir haben Unternehmer, Theologen, Physiker, Sprachwissenschaftler, Schriftsteller. Zum Teil spiel ich mit denen seit Jahrzehnten. Unsportlich ist eigentlich auch keiner, eine Menge meiner derzeitigen Spielkontakte kamen sogar direkt oder indirekt über Kontakte im Sportverein zusammen.

So ähnlich verhält es sich mit meinen privaten Runden bzw. regelmäßigen Spielkreisen auch - Vielseitigkeit, weitreichender Querschnitt durch alle möglichen Gesellschaftskreise und vor allem minimale Deckung mit dem von mir skizzierten Klischee, das ich ja wiederlegt wissen will.

Wie beschrieben: Auf dem Conventus Leonis hat sich nicht ein Bild gezeigt, dass dem Querschnitt meiner verschiedenen Rollenspielrunden und -freunden entspricht. Daher ja auch die erweiterte Frage: Gibt es eine Art "Klassenunterschied" zwischen den einen RollenspielerInnen, den Convention-Rollenspielern und als dritte Gruppe die "Wir-nehmen-alles-mit-"Rollenspieler? Quasi analog zu Rollenspieler und LARPer?

In den Gruppen, in denen ich war, die ich leitete, war der Frauenanteil immer recht hoch (derzeit 40%).

+1
In "meinen" Kreisen eher die Ausnahme, zuletzt aber immerhin höufig eine Spielerin in Gruppen von fünf bis sechs (Spielleitung eingerechnet).

Diese spezielle Klagelied konnte ich noch nie nachempfinden. Die Gegenüberstellung von "guten vielseitigen" Rollenspielen mit der "Selbstbefriedigung" von "Dickste-Wummen-Spielern" mal abgesehen, die, sagen wir es deutlich, SCHEISSE ist - Dein Frauenbild ist da etwas verquer. Die, die cih kenne wollen vor allem ÄRSCHE TRETEN, und das sind auch gangz Süße, eine davon hab ich sogar irgendwann mal geheiratet.

Gut. Dem Umstand geschuldet, dass ich selten hier poste, wir uns nicht kennen und ich noch dazu ein delikates Thema angefasst habe, ist in meiner kurzen Darstellung ein möglicherweise problematisches Frauenbild zu erkennen.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe keine konkrete Vorstellung davon, wie eine Frau geschweige denn eine Rollenspielerin zu sein hat. Jeder und jedem das Ihre/ Seine. Am Ende zählt: Nett ist nett. Und in der Rollenspielerei habe ich ja nun auch sehr unterschiedliche Spielertypinnen kennengelernt, die in ihrer Bandbreite  und Spielabsichten ähnlich vielseitig sind/ waren wie Jungs/ Männer.

Meine Aussagen zielten eher dahin, dass ich behaupte, frühere Rollenspiele waren auf die Interessen typischer Jungenhobbies der 80iger und wenigstens frühen 90iger Jahre ausgerichtet. Und gerade in den ersten Jahren als Rollenspieler habe ich sehr häufig männliche Rollenspieler kennengelernt, denen es eben hauptsächlich um "ich habe die dicksten Eier" bzw. "ich habe als einziger das Spiel, das Universum, und den ganzen Rest" begriffen" ging ... Also die E-Penis-Vorgänger, wenn man aus dem Umfeld der Nerd-Vorurteile schöpfen wollte. Die These daran anknüpfend wäre halt: Müssen sich Rollenspiele ändern, um Frauen zu erreichen? Müssen althergebrachte und überkommene Frauenvorstellungen aufgebrochen werden, damit sich den Frauen die Welt der Rollenspielerei eher erschließt? Und warum überhaupt "müssen"?
Da ich, wie gesagt, Frauen unterschiedlichster Naturelle in verschiedenen Charakterrollen (blutrünstige und kampfwillige Kriegertype über völlig vergeistigte Intellektuelle bis hin zu illustren Persönlichkeitsdarstellern) in Spielrunden mit unterschiedlichsten Rollenspielen kennengelernt habe, halte ich es für wenigstens vertretbar, dass es auf das Rollenspielsystem bzw. das Rollenspiel nicht ankommt und dass es eher eine gesellschaftliche Fragestellung ist. Dann aber wiederum: Warum gibt es in "meiner" Gegend bzw. in meinen Rollenspielkreisen so wenig Rollenspielerinnen (also längst nicht Quoten von 40% pro Spielrunde), und warum andernorts offenbar andere Quoten?

Ich hab mich extra kurz gehalten, weil ich ja auch nur mit anekdotischen Hinweisen aufwarten kann, aber egal, wie oder wo ich Rollenspiel betrieben habe, waren immer auch Frauen anwesend (mit Frauenanteil ab 33% aufwärts). Ich hab jetzt allerdings keine Con-Erfahrungen, insoweit kann ich keine Aussagen darüber machen, wie es da so aussieht.

Du Glücklicher. Allerdings will ich nicht klagen: Denn in meinen Spielrunden läuft es ja gut - auch mit keinen/ nur wenigen Spielerinnen.

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: La Cipolla am 1.04.2012 | 20:15
Ich lasse April u.ä. mal außen vor.

Ich denke, relevant für dieses Thema ist auf jeden Fall a) ein steigendes Selbstbewusstsein der Nerd-Szene, das dazu führt, dass ein Interesse an "ernstem" Rollenspiel schwindet, weil man sich weniger dafür schämen muss, etwas allgemein als kindisch oder dumm wahrgenommenes zu tun. Ob die oWoD "ernst" war, sei jetzt mal dahingestellt... ich (als jemand, der damals noch nicht dabei war) finde den Großteil der Storytelling-Bewegung heute als nette Idee, die in der Praxis total untergegangen ist, weil die Interessierten eh schon davor dabei waren und der Rest unter einem Deckmantel den gleichen Kram wie zuvor gemacht hat.
Interessanter Punkt b) ist der Elitismus von Nerds und VOR ALLEM von Rollenspielern. Ich habe es SO oft erlebt, dass Frauen skeptisch bis herablassend behandelt wurden, und alle "normalen" Menschen sowieso.

Ich denke übrigens, der Stereotyp lebt noch immer, und zwar sehr lebhaft, obwohl tausend Leute immer wieder erzählen wie normal und weiblich ihre Gruppen sind (mich eingeschlossen). Kommt wahrscheinlich (teilweise) daher, dass die Rollenspielszene keine Szene ist.


Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 1.04.2012 | 20:34
Vom Frauenanteil mal abgesehen, der bei mir in den Runden auch zwischen 40% und 70% schwankt, ist der Anteil der Leute in meinen Runden, die ich eher zu den Yuppies als zu den Nerds zählen würde erstaunlich hoch. Verdammt viele von Leute, die ich beim P&P kenne, ziehen sich Montags bis Freitags morgens Hemd und Jacket an, um mit Finanzen zu jonglieren, Leuten Produkte zu verkaufen oder Produkte und Dienstleistungen einzukaufen.

Die wenigsten davon haben lange Haare, keiner mit dem ich spiele ist ungepflegt. (in meiner Hauptrunde ist genau eine Person langhaarig, meine Ex.

Oder um mich selbst mal aus einem älteren Faden zu zitieren

Zitat
Ich hab in den letzten 15 Jahren (Cons ausgenommen)

mit Schülern, mit Studenten (BWL, Sozialwissenschaften, Mathematiker, Informatik, Germanisten, Historikern, Maschinenbauern, Bauingeneuren, Sinologie), Auszubildene, mit Doktoranten, mit einem Bankern, einem Steuerberatern, einem Versicherungsvertretern, einem Model, Wachleuten, Call-Center-Agenten, einer Krankenschwester, einer Rechtsanwaltsfachangestellten, Systemadministatoren, Verkäufern, einer Kunsthistorikerin, Köchen, einer Wirtin, einer Metalbauerin, einer Schaufensterdekorateurin, Lehrern, einem Kälteanlagenbauer, einem Fernmeldetechniker und sicher diversen Berufen noch, die mir jetzt gerade nicht einfallen (wobei die ersten 7-8 Jahre nur Schüler, Auszubildene und Studenten waren)

mit Christen, Juden, Moslems, Atheisten

mit Goth, Nerds, Geeks, Metallern, Hoppern, Pop-Musik-Hörern

Dörfler und Städter

Aber, dass sind nicht die Cons, da geb ich dir recht. Der Großteil davon sind Nicht-Con-Gänger.

Aber, geh mal in die Ortsgruppe eine beliebigen der 5 großen Parteien, und zähl dort die Frauen. Und vergleich die Zahl dann mal mit der der Männer auf Conventions.

Oder zu der Vereinssitzung eines beliebigen anderen Vereines. Und macht das Spielchen da auch.

Was bleibt dann noch, ach ja, dass Aussehen und die Pflege.

Fast alle Rollenspieler, mit denen ich auf Cons gespielt habe, waren gepflegt, mir fällt spontan aus mehren Jahren Congeherei nur einer ein, der nicht gepflegt war. Aber solche massiven Ausnahmen prägen natürlich die Wahrnehmung, weil wir für extreme immer empfänglicher sind.

Und was das Aussehen angeht, erinnere ich mich da noch gut an einen Chef von mir. Wir kannten ihn alle nur in Hemd und Anzug. Dann einen Freitag abend musste er noch was holen nach Freierabend und stand plötzlich in Tarnfleckhose und Schlapper-T-Shirt vor uns. Wir hätten ihn kaum erkannt. Er war unterwegs zum Campen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Belchion am 1.04.2012 | 20:44
im Gegenteil hoffte ich, dass sich die Klischees aus den frühen Neunzigern, wie ich sie noch in Erinnerung habe, mittlerweile nicht mehr so fest auf aktuellen Conventions abbilden ließen. Meine Eindrücke vom Conventus Leonis veranlassten mich aber dazu, das Hannover Spiel dieser Tage gar nicht erst zu besuchen, um eine Wiederholung der Erfahrungen vom letzten Wochenende zu verhindern.
Tja, wärst du mal zur Hspielt gegangen, dann hättest du dir diese Diskussion gespart. Ja, es gab auf der Hspielt auch ein paar Zausel, aber größtenteils ganz normal angezogene Leute, die man nicht schon von weitem als Rollenspieler erkannt hat. Und ich habe auch diverse Frauen gesehen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: WeepingElf am 1.04.2012 | 21:06
Zugegeben, mein Beitrag war etwas zugespitzt, und ganz klar subjektiv.  Ich habe nur niedergeschrieben, was ich momentan den Eindruck habe, was in der Szene los ist, aus dem Frust heraus, dass ich immer noch keine Rollenspielrunde habe und zwischen dem, was ich spielen will, und dem, was in Foren wie diesem hier sowie auf Cons als "Trends" sichtbar ist (sprich: Endzeit und Retro-Hack&Slay), ziemlich viel Platz ist ;)  Die meisten spielen wahrscheinlich Sachen, die gar nicht so "strange" sind, und mit denen ich mich anfreunden könnte - aber sind nicht auf der Suche nach neuen Spielern.  Auf Spielersuche sind vielleicht eher die, die ihre Runde nicht zusammenkriegen, weil sie zu "kaputtes" Zeug machen, das keiner spielen will ...

Außerdem sind Cons nicht unbedingt repräsentativ für die Szene.  Ich denke, die meisten Rollenspieler haben ihre Runde, mit der sie glücklich und zufrieden sind, und verspüren kein besonders großes Bedürfnis, auf einen Con zu gehen.  Wer zum Con geht, hat entweder ein besonders gesteigertes Interesse am Hobby (und darunter finden sich vielleicht mehr Nerds als sonst in unserem Hobby), oder er ist mehr oder weniger verzweifelt auf der Suche nach Gleichgesinnten, weil er keine passende Runde hat (worunter sich dann vielleicht auch die Nerds ansammeln, weil keiner mit ihnen spielen will).  Aber auch das ist nur mein subjektiver Eindruck.  Keine Ahnung, das kann ich nicht analysieren.  Im Übrigen hat jemand vorgestern auf dem hiesigen Rollenspieler-Stammtisch den Spruch losgelassen, auf einem Con eine dauerhafte Runde zu finden, sei ungefähr so aussichtsreich, wie durch einen One-Night-Stand eine Lebenspartnerin kennenzulernen ;)  Mein Hauptproblem mit Cons ist, dass da viele Leute von weither kommen, so dass man vielleicht nette Leute kennenlernt, aber dann feststellen muss, dass sie zu weit weg wohnen, um regelmäßig mit ihnen spielen zu können.  (Deshalb fahre ich auch nicht zu Cons in anderen Städten.)  Das hat mit "Nerds" gar nichts zu tun.

Ungepflegte Rollenspieler habe ich tatsächlich bisher nur wenige kennengelernt.  Auf einem Con bin ich mal jemandem begegnet, der roch, als hätte er schon seit mindestens zwei Wochen nicht mehr geduscht, aber das war ein Einzelfall.  Die meisten Rollenspieler sind in der Tat durchschnittlich gepflegt - nicht besonders modebewusst oder elegant (obgleich es solche auch gibt, freilich sind das dann nicht selten wiederum Gothics), aber auch nicht "abgerissen".  Die meisten Rollenspieler sind äußerlich ganz und gar unauffällige junge bis mittelalte Leute; es gibt vielleicht einen etwas überdurchschnittlichen Anteil von Leuten, die sich durch einschlägige T-Shirts oder Kutten als Metalfans zu erkennen geben, aber das wars dann auch.

Ob Frauen im Durchschnitt bessere Rollenspieler sind als Männer, kann ich auch nicht wirklich beurteilen, ich habe noch nicht viele kennengelernt, aber einige der besten Rollenspielglanzleistungen habe ich von Frauen gesehen.  Aber ich bin auch schon mal auf eine Runde mit >50% Frauenanteil gestoßen, wo mir der Stil gar nicht passte (aber gar nicht so sehr der Spielstil, sondern die laute und überdrehte Art, wie die Leute miteinander umgingen).
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Boni am 1.04.2012 | 21:08
Naja, ich hatte auf der Hspielt in den drei Runden, die ich geleitet habe, sieben Langhaarige. Davon war aber nur einer männlich...
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Praion am 1.04.2012 | 21:51
Zur Burg-Con bin ich in 2 Runden angemeldet (Engel und oWoD Changeling) die beide von einer Spielleiterin geleitet werden(okay ist aber die selbe Person) und für meine Mouse Guard Runde sind ebenfalls 2 (andere) Damen eingetragen. Man lese daraus was man will.

UND gerade heute gibt es SO VIELE Indie Spiele in denen man nicht mal Monster killen kann. Ob WoD jetzt wirklich Storytelliger ist als andere Systeme ähnlicher art lass ich mal außen vor. Trotzdem ist Rollenspiel inzwischen wesentlich weiter als
Kill it and take it's loot/Shotgunhobos
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 1.04.2012 | 22:04
Zitat
Ob die Frauen dabei hässlich oder weniger hässlich (gibt es hübsche Rollenspielerinnen?) sind, ist mir während des Spiels dann fast egal (, solange sie sich dann keine falschen Hoffnungen machen ...).

Was ist das denn für eine Frage?  :o

Die Antwort ist übrigens ja, falls du das ernsthaft wissen wolltest.

Ansonsten bin ich, was Rollenspielertreffen angeht, mittlerweile das Große gewöhnt. Beim Dreieich-Con (bei dem ich vor ca. 3 Jahren war) war ich dann auch etwas verblüfft, dass da so viele Klischeefiguren herumlaufen.  ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Praion am 1.04.2012 | 22:06
Ob die Frauen dabei hässlich oder weniger hässlich (gibt es hübsche Rollenspielerinnen?) sind, ist mir während des Spiels dann fast egal (, solange sie sich dann keine falschen Hoffnungen machen ...)
  :q

Der Teil des Strangs ist ja wohl wirklich unter aller Sau. Wer sowas predigt braucht sich dann nicht wundern wenn Frauen dem Hobby doch lieber fern bleiben wollen.
Also wirklich...
Titel: Frauen im Rollenspiel, das muss nicht sein!
Beitrag von: Der_Namenlose am 1.04.2012 | 22:17
Tach!

Die Zahl der RollenspielerInnen war auch schon vor 20+ Jahren unheimlich dürftig ...

... und das ist auch gut so!

Also endlich mal nen Thema mit Tiefgang. Um eines vorwegzunehmen ich bin kein Macho oder so, sondern nur in einer heilen Familie, in denen die Werte noch stimmten, aufgewachsen. Natürlich hab ich auch nix gegen die Emanzipation (von Frauen), aber bitte nicht in meinem Lieblingshobby, dafür gibt’s doch Frauenbuchläden! Das Fantasy Rollenspiel ist ja an sich nen Männerspiel! Von Männern erfunden, für Männer gedacht. So wie Fußball oder Skat! Ich red den Weibern ja auch nicht in Ihre "Makrame" (wird das so geschrieben?) oder "Vegetarisch Kochen" Kurse rein! Na ja wie dem auch sei ... ich dulde in letzter Zeit ebenfalls die Freundin eines Mitspielers in der Runde (ich bin ja nicht so). Ich hab ihr aber gleich klargemacht, das sie nur die Wahl zwischen Hexe oder Traviageweihte hat (sie hat sich dann für ne Hexe entschieden). Um diesen "Quatsch" mit dem Vertrautentier abzukürzen, ist der Rabe bei der erstbesten Gelegenheit verhungert (sie hat vergessen zu sagen das sie ihn füttert!) und die Flugsalbe war "ranzig"" und damit unbrauchbar (hihi). Na ja nach dem dann ihre Hexe auch noch von einem "Tentakelmonster" erwischt wurde, hatte sie keine Lust mehr mitzuspielen! Ist auch besser so. Sie hat wohl eingesehen das das eben nen "Männerding" ist!

Mit "namenlosem" Gruß,

 8)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 1.04.2012 | 22:36
*prust*

Überhaupt sind Frauen ja mathematisch schwach und mit den vielen Seiten an den Würfeln vermutlich eh überfordert.  ;)

Allerdings muss ich sagen, dass sich - zumindest in meinem Umkreis - gefühlt immer mehr weibliche Wesen ins Hobby drängen. Vor 20 Jahren gab es noch einen "Biobonus" für Frauen, die in eine Runde wollten (vermutlich, weil die Nerds dann in der Schule angeben wollten, sie hätten mit einer Frau "gespielt", höhö), mittlerweile hab ich ja sogar von Runden mit einem 100%-Frauenanteil gehört.

Wobei das ja vielleicht gar nicht so schlecht ist, dann können die da in Ruhe so tun, als würden sie Schuhe kaufen oder so was.  ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 22:39
Hallo.

Zunächst mal bin ich froh, dass dieser Eindruck vom letzten Wochenende auf dem CL offenbar als Ausnahme gewertet werden kann. Das ist höchst erfreulich. Auch, dass mal wohl grundsätzlich eher von engen regionalen, lokalen bzw. szenischen Unterschieden wird sprechen können. Wär' deshalb doch mal lustig sehen, wie wohl eine repräsentative Umfrage darüber aussehen würde,- wer so der "durchschnittliche oder typische Rollenspieler wär' bzw. wie die Betrachtung aus dem Blickwinkel der Gender Studies ausfallen würde.

Was diesen Beitrag von mir betrifft:
Zitat
Ob die Frauen dabei hässlich oder weniger hässlich (gibt es hübsche Rollenspielerinnen?) sind, ist mir während des Spiels dann fast egal (, solange sie sich dann keine falschen Hoffnungen machen ...)

wurde wie folgt reagiert:
1)
Was ist das denn für eine Frage?  :o
und
2)
 :q

Der Teil des Strangs ist ja wohl wirklich unter aller Sau. Wer sowas predigt braucht sich dann nicht wundern wenn Frauen dem Hobby doch lieber fern bleiben wollen.
Also wirklich...

Diese Reaktionen fasse ich mal als Aprilscherze auf. Offenkundig wird dort etwas gelesen, was nicht ausschließlich darin gelesen werden kann. Ansonsten selber  :q.

AO

Nachtrag:

Tach!

... und das ist auch gut so!

Also endlich mal nen Thema mit Tiefgang. Um eines vorwegzunehmen ich bin kein Macho oder so, sondern nur in einer heilen Familie, in denen die Werte noch stimmten, aufgewachsen. Natürlich hab ich auch nix gegen die Emanzipation (von Frauen), aber bitte nicht in meinem Lieblingshobby, dafür gibt’s doch Frauenbuchläden! Das Fantasy Rollenspiel ist ja an sich nen Männerspiel! Von Männern erfunden, für Männer gedacht. So wie Fußball oder Skat! Ich red den Weibern ja auch nicht in Ihre "Makrame" (wird das so geschrieben?) oder "Vegetarisch Kochen" Kurse rein! Na ja wie dem auch sei ... ich dulde in letzter Zeit ebenfalls die Freundin eines Mitspielers in der Runde (ich bin ja nicht so). Ich hab ihr aber gleich klargemacht, das sie nur die Wahl zwischen Hexe oder Traviageweihte hat (sie hat sich dann für ne Hexe entschieden). Um diesen "Quatsch" mit dem Vertrautentier abzukürzen, ist der Rabe bei der erstbesten Gelegenheit verhungert (sie hat vergessen zu sagen das sie ihn füttert!) und die Flugsalbe war "ranzig"" und damit unbrauchbar (hihi). Na ja nach dem dann ihre Hexe auch noch von einem "Tentakelmonster" erwischt wurde, hatte sie keine Lust mehr mitzuspielen! Ist auch besser so. Sie hat wohl eingesehen das das eben nen "Männerding" ist!

Mit "namenlosem" Gruß,

 8)


 wtf? :o :o :o wtf? wtf? wtf? :o :o :o wtf? wtf? wtf? wtf? :o

Aha! Da lese ich ja 'nen DSA Spieler raus. Öhm ... Sagt Dir Lena Falkenhagen etwas? Wie ich finde, war das eine Sternstunde in der Rollenspielszene, als sie sich für DSA einzusetzen begann (später auch für andere Systeme) ... Und sie ist meines Wissens nach NICHT dafür bekannt, sich alterhgebrachten und überkommenen Frauenschicksalen zu beugen ... Alter Finne ... Und Leute regen sich über meine Klammerbemerkungen auf ...

*prust*

Überhaupt sind Frauen ja mathematisch schwach und mit den vielen Seiten an den Würfeln vermutlich eh überfordert.  ;)

Allerdings muss ich sagen, dass sich - zumindest in meinem Umkreis - gefühlt immer mehr weibliche Wesen ins Hobby drängen. Vor 20 Jahren gab es noch einen "Biobonus" für Frauen, die in eine Runde wollten (vermutlich, weil die Nerds dann in der Schule angeben wollten, sie hätten mit einer Frau "gespielt", höhö), mittlerweile hab ich ja sogar von Runden mit einem 100%-Frauenanteil gehört.

Wobei das ja vielleicht gar nicht so schlecht ist, dann können die da in Ruhe so tun, als würden sie Schuhe kaufen oder so was.  ;)

100% Frauenanteil ... Ja, super. Werde ich wohl nie mitspielen. ;) Oder würde ich dann irgendwann in den Genuß eines Bio-Bonuses kommen? Wär' ja dann irgendwie diskriminierend, oder nicht?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 1.04.2012 | 22:44
Falkenhagen? Die noch härteres Stimmi-Railroading produzierte als Thomas Römer? Nein danke.

Außerdem: Ihr habt das in den falschen Hals bekommen. Es geht ja darum, auf welche Art Frau mit ihrer gottgegebenen Attraktivität umgeht. Und wenn man sich das Make-Up nicht literweise aufträgt und die Titten so richtig hochschnürt, ist halt heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen. So ehrlich muss die Rollenspielszene sein, sie ist Auffangbecken für eine Horde modisch zumindest zurückgebliebener Ökotussen oder Gothicschlampen, die sonst gar keine Chance mehr auf einen Macker hätten. Anderswo zählen die schon gar nicht mehr zur Frauenquote. So fischen sie halt im Becken der Verzweifelten und Aknegeplagten.  :gasmaskerly:
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 22:48
Falkenhagen? Die noch härteres Stimmi-Railroading produzierte als Thomas Römer? Nein danke.

Außerdem: Ihr habt das in den falschen Hals bekommen. Es geht ja darum, auf welche Art Frau mit ihrer gottgegebenen Attraktivität umgeht. Und wenn man sich das Make-Up nicht literweise aufträgt und die Titten so richtig hochschnürt, ist halt heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen. So ehrlich muss die Rollenspielszene sein, sie ist Auffangbecken für eine Horde modisch zumindest zurückgebliebener Ökotussen oder Gothicschlampen, die sonst gar keine Chance mehr auf einen Macker hätten. Anderswo zählen die schon gar nicht mehr zur Frauenquote. So fischen sie halt im Becken der Verzweifelten und Aknegeplagten.  :gasmaskerly:

Ich spiele kein DSA. Deshalb kenne ich ihre konkreten Produkte nicht. Und was ist Stimmi-Railroading? Nein, schreib's nicht. Interessiert mich nicht. Klingt schlimm jedenfalls ...
Gleichwohl hat sich Lena doch auf allen möglichen Ebenen engagiert - so wie ich es aus der Ferne beobachtet habe. Hat sie nicht dazu beigetragen, dass diese Männerdomäne durchbrochen wurde?

Und verstehe ich Dein Posting richtig, dass ... möglicherweise ... *rot werd* ... Frauen Rollenspielrunden als Partner(tausch)börsen missverstehen könnten? Das ... das geht doch nicht!
Nein, ernsthaft: Du hast überzeichnet, oder nicht?

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Skele-Surtur am 1.04.2012 | 22:52
Eigentlich mag ich euch ja, aber im Moment würde ich euch gerne alle auf den Mond schießen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 1.04.2012 | 22:54
Noch mal im Klartext: Die Frage, ob es auch hübsche Rollenspielerinnen gibt, klingt danach, als hättest du noch keine getroffen.
Die Bemerkung, die (offenbar nicht so hübschen) Rollenspielerinnen dürften sich dann eben "keine falschen Hoffnungen machen", klingt danach, als würdest du auf gar keinen Fall etwas mit einer Frau anfangen, wenn sie hässlich oder weniger hässlich ist. Außerdem impliziert es irgendwelche Interessen, die eine hässliche oder weniger hässliche Frau haben könnte, wenn sie sich bei dir an den Tisch setzt.

Solche Bemerkungen provozieren dann halt blöde Kommentare.

Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Jiba am 1.04.2012 | 22:54
Leute, es gibt diese tollen :Ironie:-Smilies hier auf dem Board. Ihr solltet besser mal davon Gebrauch machen, wenn der Faden hier auch nur ein bisschen produktiv werden soll. Ihr seid nicht ErikErikson, bei dem das auch ohne funktioniert...
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 1.04.2012 | 22:58
Mein Post #47 war nicht ironisch gemeint. Ich habe mich über den zitierten Satz einfach ein bißchen geärgert.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 1.04.2012 | 22:59
Ich hoffe, ich brauche für #44 keinen extra :Ironie:-smiley.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Jiba am 1.04.2012 | 23:00
Mein Post #47 war nicht ironisch gemeint. Ich habe mich über den zitierten Satz einfach ein bißchen geärgert.

Ging auch nicht speziell an dich, aber hier gibt es einfach viele Beiträge, die den ersten April als Freifahrtschein für allerlei (nicht als solchen markierten) Unsinn sehen.  ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Grey am 1.04.2012 | 23:02
Wobei das ja vielleicht gar nicht so schlecht ist, dann können die da in Ruhe so tun, als würden sie Schuhe kaufen oder so was.  ;)
"Sex and the City - Das Rollenspiel"? ;)

@Agent_Orange, zu deinem Eingangsposting: Wie's auf Conventions aussieht, kann ich als alter Conventionmuffel schlecht beurteilen. In meinem Bekanntenkreis jedenfalls sind die meisten Rollenspieler (mehr oder weniger glücklich) verheiratet, neigen zu einem tendenziell konservativen Äußeren, und gelegentlich beschleichen mich Befürchtungen, als Mann in die Minderheit gedrängt zu werden. Besonders, seitdem meine Frau ihre Kolleginnen an den Spieltisch zu bringen versucht. ;)

Ging auch nicht speziell an dich, aber hier gibt es einfach viele Beiträge, die den ersten April als Freifahrtschein für allerlei (nicht als solchen markierten) Unsinn sehen.  ;)
Ist er das denn nicht? :o
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 1.04.2012 | 23:12
Ich nehme schon an das wieder mehr Nerds Pen & Paper Rollenspiele spielen.
Ich bin ja selber einer dieser Lanhaarigen ungepflegten Havy Metal Typen.
Irgendwie bin ich in unserer 4 Köpfigen Runde aber der einzige. Die anderen sind Optisch nicht als Nerds zu erkennen. Warum es immer mehr Nerds werden liegt auf der Hand. Das allgemeine Interesse am Pen & Paper Rollenspiel geht zurück. Leute die nicht mit Nerds spielen wollen (warum auch immer) steigen aus. Versager wie ich fangen an.

An der Zunehmenden Gewaltätigkeit sind eindeutig nicht wir, sondern die MMOler Schuld.  

Der Spielstiel hängt nicht zwangsläufig vom System ab. Ich kann mit einen Storytelling System Hack & Slay betreiben, genauso wie ich mit einen Oldshool System Storytelling betreiben kann.

Wir hatten Dungeonslayers Runden in denen nicht einmal gekämpft wurde.


Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 23:14
Noch mal im Klartext: Die Frage, ob es auch hübsche Rollenspielerinnen gibt, klingt danach, als hättest du noch keine getroffen.
Die Bemerkung, die (offenbar nicht so hübschen) Rollenspielerinnen dürften sich dann eben "keine falschen Hoffnungen machen", klingt danach, als würdest du auf gar keinen Fall etwas mit einer Frau anfangen, wenn sie hässlich oder weniger hässlich ist. Außerdem impliziert es irgendwelche Interessen, die eine hässliche oder weniger hässliche Frau haben könnte, wenn sie sich bei dir an den Tisch setzt.

Solche Bemerkungen provozieren dann halt blöde Kommentare.

Meine pampige Reaktion zielte darauf auf, dieses Kleinklein an einzelnen Bemerkungen echt einzustellen. a) Wegen hohem Eskalationspotential, b) wegen inhaltlicher Unproduktivität, c) wegen vermeidbarer Polarisierung, die nur von der Sache wegführt. Dein :o ist ja noch irgendwie witzig; aber dann so eine alberne Schlussfolgerung darüber, dass dank solcher Bemerkungen Frauen nicht am Rollenspiel teilnehmen würden ... Schwach ... Gut, betrifft nicht Dich ...

@Jiba: Ok. Ich bin mit dem "Ironie"-Symbol vorsichtig. Zitatenschlächter könnten auf den Gedanken kommen, mich für verrückt zu erklären, weil sie meinen, ich könnte die Ironie gebrauchen ... Dem durchschnittlichen Foristen unterstelle ich den nötigen bzw. reifen Umgang mit Inhalten. ;)

@Surtur: Dann bitte mit 'ner saturn V Rakete. Die macht ordentlich Krach. ;)

@Topic: Alle Frauen sind hübsch, wie sie auch hässlich sind. Trifft übrigens auf die zweite Art ebenso zu (also Männer). Frauen wie Männern empfehle ich - egal, wie hässlich oder hübsch sie im Zweifel auch sein mögen - Rollenspielrunden oder Conventions nicht als Partnerbörsen zu begreifen. Ist zwar schön, dass der Funke überspringt. Aber die Regel ist es nicht. Und die Erwartungshaltung von Menschen, die einerseits heiße Liebe und Zuneigung begehren und andererseits aber stets cooler als meine Gefrierkühltruhe sind und sich durch maximale Individualität bei minimaler Bereitschaft, für Partnerschaften von ihrem selbsterklärten Eigenbild abzurücken, auszeichnen, sie könnten gegebenenfalls doch bei irgendwem (dem Spielleiter!, dem Streuselkuchen-Gesicht oder dem ungepflegten Möchtegern-Heavy-Metal-Nerd-Jungchen) landen und deshalb an Rollenspielen teilnehmen, kann ich nur als "problematisch" einstufen.
Aber ich nehme mal an, dass so ein überzeichnetes Bild wohl auch stets die absolute Ausnahme, und eben nicht die Regel ist. Aber vermutlich ist dieser Aspekt auch eher irrelevant, wenn es um die Frage geht, warum Frauen trotz 100%iger Frauenspielrunden oder Spielrunden mit bis zu 40% (also weniger als die Hälfte) Frauenanteil nach wie vor eine "kleine Größe" in der Masse der "Szene" sind, oder nicht? Warum also auf dieser Formulierung von mir rumreiten ...

Es ist spät. Ich bin froh, dass es nach einem Zwischentief auf diesem Thema eine kurze Phase eines Zwischenhochs gab. Bin echt gespannt, ob sich hier noch etwas ergibt ... Bis morgen.

tl;rd

AO

Nachtrag vor Posting:

Ging auch nicht speziell an dich, aber hier gibt es einfach viele Beiträge, die den ersten April als Freifahrtschein für allerlei (nicht als solchen markierten) Unsinn sehen.  ;)
Öhm. Noch mal: Dieses Thema habe ich nicht wegen eines beschissenen, speziellen Datums zwischen 365 weiteren im Jahre 2012 gepostet, sondern weil mich das echt beschäftigt hat. Mich ärgert es maßlos, dass gleich mehrfach hier das Thema mit einer gewissen Süffisanz, Arroganz, Selbstherrlichkeit oder entsprechendem Sarkasmus angegangen wird. Begreife ich nicht ...
Und ein paar von denen, die sich ernsthafter auf das Thema einlassen, reißen irgendein Zitat aus dem Gesamtkontext und zerreißen sich lieber darüber ihr Forum-Maul, als auf meine Grundfragen einzugehen, weil ich nach deren Auffassung wohl ein frauenvernichtendes Scheusal sein müsse ... FU!

@Grey: Danke sehr. Das ist ein schöner Beitrag. Ich glaube nicht, dass Du Angst haben musst, wenn die Kolleginnen Deiner Frau die "Herr"schaft an sich reißen und Männer in die Minderheit drängen. Ich kann mir das zwar kaum vorstellen, wie das am Spieltisch aussieht oder sich das am Spieltisch auswirkt, aber bestimmt ist auch das sehr unterhaltsam ...
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Praion am 1.04.2012 | 23:16
Wir hatten Dungeonslayers Runden in denen nicht einmal gekämpft wurde.

Then you are doing it wrong not as intended
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 1.04.2012 | 23:17
Fuck. Du meinst das ja WIRKLICH ernst?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 1.04.2012 | 23:21
Then you are doing it wrong not as intended
wtf? Wie von wem beabsichtigt? Wir hatten Spaß.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 1.04.2012 | 23:24
Dann habt ihr es vollkommen richtig gespielt. Ungewöhnlich, was die Designerabsichten angeht, vielleicht, aber vollkommen richtig.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 1.04.2012 | 23:26
Fuck. Du meinst das ja WIRKLICH ernst?

Ich will wissen,

a) wo meine Beobachtungen aus dem Erlebten beim Conventus Leonis generalisierbar und wo sie nicht zutreffend sind bzw. nur für eine Minderheit Gültigkeit haben, und

b) warum der Frauenanteil wenigstens regional nach wie vor gering ist, möglicherweise geringer geworden ist, und

c) wenn man eine Transferebene in das Posting einfügt, ob es dann möglicherweise sogar einen Zusammenhang gibt zwischen den Antworten aus a) und b).

Also JA. Ich meine das ernst.
Und NEIN. Ich werde mich nicht auf eine Position festlegen und diese BANZAI-mäßig bis aufs Blut verteidigen; im Gegenteil lasse ich mich von ARGUMENTEN bzw. schlüssigen HERLEITUNGEN auch gerne anders belehren.

Also JA: DAS THEMA IST MIR SCHEIßE NOCH MAL ERNST!!! Wer APril-Scherze will, der soll World of Darkness oder DSA spielen, mich mit dem Scheiß aber in Ruhe lassen ... Gott verdammt noch mal ... Ich dachte, ich bringe das hier mal als Thema rein, weil es in der Vergangenheit IMMER WIEDER gute bzw. bemerkenswerte Diskussionen gab, WEIL hier SO VERDAMMT NOCH MAL INTERESSIERTE und VIELSEITIGE und VIELSCHICHTIGE Rollenspieler unterwegs sind ...
Bei einem nicht unerheblichen ANTEIL AN ANTWORTEN auf mein UR-POSTING komme ich langsam zu dem BESCHISSEN FAZIT, DASS ICH MICH WOHL ECHT GEIRRT HABE!

Sorry für das RUMSCHREIEN ... Aber mit platzt gerade gewaltig der Kessel, die Hutschnur, das HB Männchen ...

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 1.04.2012 | 23:28
Dann habt ihr es vollkommen richtig gespielt. Ungewöhnlich, was die Designerabsichten angeht, vielleicht, aber vollkommen richtig.

Da bin ich ja beruhigt  ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 1.04.2012 | 23:35
a) wo meine Beobachtungen aus dem Erlebten beim Conventus Leonis generalisierbar und wo sie nicht zutreffend sind bzw. nur für eine Minderheit Gültigkeit haben, und

Sie sind zutreffend auf Cons. Auf Cons sich einen Einblick in die "Szene" zu verschaffen ist so sinnvoll, wie von einer Krankenhauspopulation auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu schließen.

Zitat
b) warum der Frauenanteil wenigstens regional nach wie vor gering ist, möglicherweise geringer geworden ist, und

Mann, Mann. Ich weiß es nicht. Hier sind viele unterwegs. In meinen Gruppen sind viele unterwegs. In den Gruppen, mit denen ich Kontakt habe sind viele unterwegs, wir reden hier von fast 50:50. Und das sind weder alles "Goth-Schlampen" (bitte zwingt mich nicht zum Smiley) noch wird dort nur FATE Desperate Housewives gespielt oder Absolute New World of Darkness - The Sparkling. Du findest das alles.

Vielleicht ist Niedersachsen (da stammen die Beobachtungen doch her?) ein äh... besonderes Pflaster? Vielleicht irgendwie was mit diesen bierernsten Puritanismus, der in eher ländlich geprägten Regionen ausufernder wird, je weiter man sich nach Nordost vom Rhein-Main-Gebiet entfernt? Rheinländer und Katholiken sind vielleicht einfach unernster und verspielter? Geben das eher zu? Haben weniger Hemmungen? Trinken keinen Kümmel?

Ich weiß es nicht.

Zitat
Also JA. Ich meine das ernst.

Also ich habs anfangs auch anders wahrgenommen. Habe mich aber gebessert, schon einige Beiträge vorher.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 1.04.2012 | 23:45
Zitat
Das Bild des langhaarigen, tendenziell ungepflegt wirkenden, irgendwie unsportlichen Spiele-Freaks besteht nach wie vor. Und während man sich im Treppenhaus oder auf dem Flur eher schüchtern und introvertiert begegnete, war das Potential der Eigendarstellung und der höchstpersönlichen Sonderbarkeit und Individualität am Spieltisch stets groß und wurde bisweilen vehement ausgespielt.
Natürlich: Ausnahmen gab es wie immer auch hier; aber diese bestätigten eher diese generelle Erscheinungsbild und Auftreten "des Rollenspielers" schlechthin.

Dieses Bild hilft mir seit Jahren über Diskussionen im Internet hinweg. Wenn ich einen Diskussionspartner nicht mag, stelle ich mir einfach vor, dass er genau so eine Type sein muss und schon habe ich eher Mitleid mit ihm. Ansonsten teile ich den Eindruck, würde ihn aber eher positiver formulieren, nämlich, dass Rollenspieler sich aus Leuten rekrutieren, die nicht nur auf Äußerlichkeiten achten.

Zitat
Und noch etwas hat sich nicht geändert: Trotzdem es mittlerweile gute und vielseitige Rollenspiele gibt, die mehr ermöglichen, als bloß Modifikatoren zählen zu lassen, Monster zu killen oder die Selbstbefriedigung des Ich-habe-dickste-Wummen-und-bin-der-Coolste-Arsch-von-Welt-Rollenspielers zu adressieren, ist die "Quote" von RollenspielerINNEN doch nach wie vor erschreckend gering. Man mag auch darüber trefflich streiten, ob frühere/ alte Rollenspiele per se "frauenfeindlicher" oder "abschreckender" waren. Unabhängig davon ist aber klar: Die Zahl der RollenspielerInnen war auch schon vor 20+ Jahren unheimlich dürftig ...
Dabei habe ich die wenigen Rollenspielerinnen, denen ich in vielen Jahren begegnet war, stets als Mitspielerinnen sehr geschätzt - wegen ihrer Einfälle, ihre Spielweise, ihre mindestens gleichwertigen Begeisterungsfähigkeit für Rollenspiele (egal welcher Art auch immer).

Hier stecken einfach so viele dämliche Vorurteile über Frauen drin, dass ich fast nicht antworten mag. Aber na gut: Es stimmt, in allen Umfragen, die ich bisher gesehen habe, lag der Frauenanteil iirc bei höchstens 25 %. Das hat aber imho nichts damit zu tun, dass die Inhalte von Rollenspiel Frauen nicht ansprechen würden - selbst wenn es diesbezüglich einen Unterschied gäbe, käme der nicht zum Tragen, weil man im Rollenspiel seine Inhalte selbst bestimmen kann. Gründe für den geringen Frauenanteil hat man vielfältig herzuleiten versucht, wirklich überzeugende Argumente für irgendeine dieser Theorien habe ich aber noch nie gefunden. Das jetzt auf Punkt (a) zurückzuführen zeugt imho von einem ziemlich primitiven Frauenbild. Im Games-Bereich gibt es auch nicht so viele Frauen (und umso weniger, je weiter man sich dort professionalisiert), aber im Grunde kann das einem doch völlig am A... vorbeigehen, oder?

Fazit: Das Ganze ist ein Klischee. Jedes Klischee hat einen wahren Kern, aber spielt der in dieser Art für Leute, die einfach gern Rollenspiele spielen, irgendeine Rolle?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 1.04.2012 | 23:48
Verkümmerter Spieltrieb bei Frauen?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 1.04.2012 | 23:50
Verkümmerter Fortpflanzungstrieb bei Männern?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 1.04.2012 | 23:54
Naja, Punkt A (also der ungepflegte Supernerd) wirkt mit Sicherheit abschreckend - vermutlich nicht nur, aber auch auf Frauen. Wenn dazu noch kommt, dass der Nerd sonst wenig Kontakt mit Frauen hat und zum Umgang mit dem unbekannten Wesen auf Klischeevorstellungen zurückgreifen muss, wirkt das noch abschreckender.

Der Frauenanteil beim Rollenspiel war früher, als ich angefangen habe, bei ca. 10% und scheint sich jetzt bei ca. 25% stabilisiert zu haben. Auf dem Teck-Con war das zumindest ungefähr der Standard, bei den großen Treffen ist es ähnlich. Da sind aber tatsächlich auch nicht so viele typisch nerdige Leute unterwegs.

@Spieltrieb & Frauen: Ich weiß nicht, wie hoch der Anteil an Brettspielerinnen ist - und wie viele davon lieber soziale Spiele und wie viele davon lieber CoSim-artige Spiele spielen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 1.04.2012 | 23:59
@ Agent_Orange Naja deine Eingangsthese über die ungepflegten Nerds kam mir ein bisschen überheblich vor. Es liegt im Wesen der Vorurteile das sie sich bestätigen. Irgendwo müssen die vorurteile ja herkommen ;) Ich finde beim Pen & Paper Rollenspiel sollte es nicht unbedingt darum gehen wie jemand ausieht. Dafür haben wir das Fernsehen ;)
Pen & Paper Rollenspiele sind einfach ein Faszinierendes Hobby, bei den sich die verschiedensten Leute treffen und trotzdem (hoffentlich) gemeinsam Spaß haben.

Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 1.04.2012 | 23:59
Ich weiß nicht, wie hoch der Anteil an Brettspielerinnen ist

Im Schach z.B. denkbar gering.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 2.04.2012 | 00:10
Und wie hoch ist da der Anteil an abschreckenden Nerds?

@Fail Ingwa: Im Prinzip hast du nicht unrecht, aber in der Realität sind mir Leute lieber, die nicht aussehen, als wären sie aus dem tiefsten Nerdkeller gekrabbelt. Das mögen fantastische Menschen sein, aber wenn sie aussehen, als hätten sie tagelang nicht geduscht oder mal ihr T-Shirt gewechselt, dann bin ich nicht so scharf darauf, das rauszufinden.  :P
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 2.04.2012 | 00:14
Und wie hoch ist da der Anteil an abschreckenden Nerds?

Heißt, ob ich Leistungsschach spielen will oder nicht, mache ich von anderen abhängig? Oder hanni das falsch verstanden?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 2.04.2012 | 00:16
Wenn dazu noch kommt, dass der Nerd sonst wenig Kontakt mit Frauen hat und zum Umgang mit dem unbekannten Wesen auf Klischeevorstellungen zurückgreifen muss, wirkt das noch abschreckender.
Das ist ziemlich treffend ;)

Zitat
A: Girls are weird.
B: I know, I roleplayed one.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 2.04.2012 | 00:18
Heißt, ob ich Leistungsschach spielen will oder nicht, mache ich von anderen abhängig? Oder hanni das falsch verstanden?

Alles eine Frage der Prioritäten  8)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 2.04.2012 | 00:19
Mir geht es eher darum, eine Korrelation zwischen "hoher Nerd-Anteil" und "niedrigem Frauenanteil" zu finden. Oder festzustellen, dass es eben keine gibt.

Ist es im Schach wirklich so, dass die Leute da nur wegen des Spiels spielen, oder nicht vielleicht auch, weil sie da irgendwelche positiven sozialen Erfahrungen gemacht haben? (Ich weiß das wirklich nicht, mit Schach habe ich nichts am Hut)
Kann ja gut sein, aber damit sinkt die Vergleichbarkeit mit Rollenspiel. Denn ob ich Rollenspiel spiele oder nicht, mache ich definitiv von anderen abhängig.

@Fail_Ingwa: Der ist gut. :)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 2.04.2012 | 00:25
Okay, klarer. Ahm, die soziale Komponente bei Schach ist sehr gering ausgeprägt, mEn (Anecdotal eivdence, I know). D.h. daß eigentlich ein hoher Nerd-Anteil kein Abschreckpotential darstellt und somit NICHT die Ursache für den geringen Frauenanteil ist. TROTZDEM ist er nun mal da.

UND - und das kann mir hier wahrscheinlich jeder bestätigen, der beide Welten kennt - trotz HÖHERER Sozialkomponente beim RSP ist dort der Frauenanteil höher.

Mit Nerds hat das eher nix zu tun.

EDIT: EMPHASE, nicht schreien.

EDIT 2/ Achja, und weil wir dabei sind: Kann innerhalb der deutschen Gesellschaft jemand einen Nerd und seine Stellung in der Geseelschaft definieren?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Eulenspiegel am 2.04.2012 | 00:27
Das hat aber imho nichts damit zu tun, dass die Inhalte von Rollenspiel Frauen nicht ansprechen würden - selbst wenn es diesbezüglich einen Unterschied gäbe, käme der nicht zum Tragen, weil man im Rollenspiel seine Inhalte selbst bestimmen kann.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die WoD (insbesondere Vampire) einen sehr hohen Frauenanteil hat, während D&D oder Shadowrun einen sehr niedrigen Frauenanteil hat.

Das deutet schon darauf hin, dass das "RPG as intended" durchaus einen Einfluss hat. Und dass bei D&D oder Shadowrun durch das Genre bzw. der intendierte Spielstil viele Frauen abgeschreckt werden, die dann eher WoD spielen.

Disclaimer: Natürlich gibt es auch Frauen, die D&D und/oder Shadowrun spielen. Aber verglichen mit dem Frauenanteil in der WoD ist dieser bei D&D / Shadowrun doch verschwindend gering.

Zitat
Im Games-Bereich gibt es auch nicht so viele Frauen (und umso weniger, je weiter man sich dort professionalisiert), aber im Grunde kann das einem doch völlig am A... vorbeigehen, oder?
Also mal abgesehen davon, dass ich auch lieber in gemischt-geschlechtlichen Gruppen spiele, gibt es auch einen wirtschaftlichen Grund dafür, herauszufinden, warum wenig Frauen RPG betreiben:
RPG ist ja nun ein Nischenspiel. Um so ärgerlicher ist es, wenn man einen potentiellen Kundenstamm (z.B. Frauen) nicht erreichen könnte.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 2.04.2012 | 00:28
Die Darstellung dreier großer Systeme als April-Scherz ist sicherlich der Deeskalation des Themas nicht zuträglich.
Ansonsten wird dir die Frage wieso, respektive ob überhaupt, verhältnismäßig wenige Frauen in deiner Region RPG Spielen wohl nur Personen aus deiner Region beantworten können. Vielleicht spielen die weiblichen Personen ja auch die April-Scherz-Systeme.
Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht das ich bisher noch keine rein männlich besetzte Vampir Runde fand.
Nun und obwohl ich selbst keinen starken Fantasy-Fokus habe, so gibt es doch sowohl in diesen als auch in anderen Foren Fantasy Spielerinnen.
Es gibt International gesehen da auch auf der Seite der WoD die One World by Night Girls und die Fantasyseite hat da sowas wie D&D with pornstars.

Hinsichtlich der Convention finde ich es merkwürdig das parallel stattfindende Großconventions wie die HSpielt als Grund für einen Beteiligungsrückgang kategorischen ausgeschlossen werden.
Vielleicht kommen weniger Leute auf eine bestimmte Convention weil das Angebot an Conventions größer wurde?
Was bedeuten würde das unter dem Strich nicht weniger sondern mehr gespielt wird. Auf Teilzeithelden.de finden sich für den April alleine schon neun Conventions. Das heißt man kann noch nichtmal an allen teilnehmen, selbst wenn man will.

Nun und dieses gejammere darüber das man auf der Convention jemanden erblickt hat der vermeintlich oder tatsächlich wie ein Nerd aussieht.
Irgendwie kann ich das nicht mehr so recht ab. Überall wird man da zugeheult, in RPG Foren, Spiele Foren, Go Foren,... vielleicht könnte man auch einfach hinnehmen das die meisten Menschen ihrem Hobby in normalen Freizeit Klamotten nachgehen? Durchschnittlich "gestylt". Meiner Vermutung nach sind ja das meiste was da als Nerds abgetan wird ganz normale Studenten, Lehrer, Arbeiter, Angestellte etc. pp. in zivil.
Eine Convention oder ein Turnier ist nunmal keine Disco wo man sich Mühe gibt nun unbedingt nach Dresscode X aufzutreten.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 2.04.2012 | 00:30
gibt es auch einen wirtschaftlichen Grund dafür, herauszufinden, warum wenig Frauen RPG betreiben: RPG ist ja nun ein Nischenspiel. Um so ärgerlicher ist es, wenn man einen potentiellen Kundenstamm (z.B. Frauen) nicht erreichen könnte.

Dazu wäre es hilfreich, eine Frage zu beantworten: Gibt es irgendeine Art von Spiel, bei der Frauen die Mehrzahl stellen, oder zumindest zahlenmäßig gleichziehen? Außer Forenrollenspielen und MUDs fällt mir da jetzt nichts ein.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: La Cipolla am 2.04.2012 | 00:34
Ob Schach und D&D jetzt Frauen wegen den Inhalten abschrecken, oder weil die Schach- und D&D-Spieler das erwarten und die Möglichkeiten deshalb gleich ausschließen, sei mal dahingestellt, aber da bewegt man sich dann ja schon wieder in diskursivem Gebiet.

Gute Nacht. :A
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Jiba am 2.04.2012 | 00:38
Dazu wäre es hilfreich, eine Frage zu beantworten: Gibt es irgendeine Art von Spiel, bei der Frauen die Mehrzahl stellen, oder zumindest zahlenmäßig gleichziehen? Außer Forenrollenspielen und MUDs fällt mir da jetzt nichts ein.

Savage My Little Pony?  ;D

Im Ernst: Ich glaube nicht. Ich glaube eher, dass der Zugang zum Rollenspiel eine ziemliche Männerdomäne ist. Oder das zumindest in unserer Gesellschaft so suggeriert wird, einfach durch Mädchen/Jungen-Sozialisation. Ich wüsste ja gerne, warum das bei PC-Spielen so anders ist (hier besonders im MMO-Bereich, und auch bei Konsolengames wie "Zelda" oder "Final Fantasy" sind, behaupte ich, eher Frauen am Drücker). Ich wüsste auch gerne umgekehrt, woran es liegt, dass die meisten Animefans wohl weiblichen Geschlechts sein dürften.

Aber es gibt schon gewisse Altlasten. Ich kenne Rollenspieler, die ziemliche Chauvis sind.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 2.04.2012 | 00:46
Gibt's eigentlich irgendwelche Hobbys, in denen es eine richtige 50/50-Männer-Frauen-Verteilung gibt? Oder zumindest annähernd?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 2.04.2012 | 00:51
Cosplay könnt ich mir vorstellen, aber das ist gefühlte Wirklichkeit EDIT aufgrund medialer Präsentation. Ich hab damir   g a r   nix zu tun. /EDIT Aber eine gute Frage, wirklich.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 2.04.2012 | 01:05
Gibt's eigentlich irgendwelche Hobbys, in denen es eine richtige 50/50-Männer-Frauen-Verteilung gibt? Oder zumindest annähernd?
Ich würde vermuten diverse Sportarten. (Spinning, "Gymnastic", Laufen, Ski fahren)
Zumindest konnte ich feststellen das wenn eine der oben angeführten Aktivitäten angeboten wurden in der Firma etwa gleich viel drauf ansprangen.

Ich halte Anime/Manga Cosplay für recht ausgewogen.
Dort gibt es halt den "Nachteil" das Photographen sich gerne mal auf die gut aussehenden weiblichen Cosplayer stürzen, anstelle dort gleichberechtigt zu handeln.


Was die ungleichverteilung beim Schach angeht.
Nun ich denke das dort, ähnlich wie beim Go, weniger das Aussehen der Schachspieler den Auschlag gibt, sondern die gesellschaftliche Prägung nachdeö solche strategisch/mathematischen Spiele eher traditionell als Männerdomäne betrachtet werden. Wobei dort hinzukommt das der Umgang manchmal unbeholfen erscheint.

Ansonsten, wie schaut das aus mit LARPs? Ich nahm bisher an das es dort recht ausgewogen zu geht. Also nicht nur in den Vampire LIVEs sondern auch bei den Fantasy/Reenactment Sachen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: 6 am 2.04.2012 | 08:03
Bei Gesellschaftspielern geht der Frauenanteil mEn ziemlich nah an die 50%.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Oberkampf am 2.04.2012 | 08:23

Eine Convention oder ein Turnier ist nunmal keine Disco wo man sich Mühe gibt nun unbedingt nach Dresscode X aufzutreten.

Schöner Satz zum Aufgreifen, bei mir persönlich ist das nämlich genau umgekehrt: Ich gehe gerne auf Cons, und ich ziehe mir dazu immer meine eher "nerdigen" T-Shirts an! Also Band-T-Shirts (aber kein heavy metal!) oder Film-T-Shirts oder Comic-T-Shirts usw., dazu oft das 90er-Style Holzfällerhemd. Damit laufe ich aber nicht die ganze Woche herum, sondern eben auf Cons. Wenn das andere Con-Besucher auch so machen, ist der sichtbare Nerd-Anteil natürlich höher, als wenn man denen meinetwegen in der Straßenbahn begegnet.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Sol Invictus am 2.04.2012 | 09:42
Der Frauenanteil in meinen Runden lag bisher eigentlich immer zwischen 60 und 90%, Studenten, Tagelöhner und Selbstständige reichen sich die Hand mit Models und Schauspielern.

Ich geh' aber auch nicht auf Cons. Da laufen mir zu viele ungewaschene Nerds rum. Und die Männer erst  :gasmaskerly:

Ne, ernsthaft - ich war noch nie auf einer Con, kenn' Vergleichbares vielleicht nur in Form der Spielemesse in Essen und da wars eigentlich immer bunt und gemischt. Wenn man allerdings in den typischen Nerdlocations vor Ort geht, ist klar, dass das lebende Inventar da Klischees erfüllt.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Deep One am 2.04.2012 | 11:35
Ihr habt da einige interessante Punkte angesprochen, die mir vorher nicht bewußt waren.

Tatsächlich gehen die Leute auf Cons, weil sie Orks plätten und Schnäppchen abgreifen wollen, nicht aber, weil sie auf Aufriß aus sind, und ziehen sich daher tendentiell eher casual an. Wer zum Angeln geht, trägt dabei ja auch keinen Anzug.

Wenn jemand andere nur wegen ihres Äußeren mit Etiketten versieht ("höhöhö, Metal-Nerd"), sagt das vermutlich mehr über ihn aus als über sie.

Wer hübsche Menschen gucken will, sollte vielleicht lieber in einen Salsa-Club gehen oder so.

Ich finde den Metal-Look nach wie vor cool, und angenehmer als diese ganzen Hipster und Hopper.

Ich bin mir auch überhaupt nicht sicher, ob sich die Nerd-Kultur, wie sie im englischsprachigen Internet angenommen wird, überhaupt auf Deutschland übertragen läßt. Ist vielleicht meinem Alter und Umgang geschuldet, aber regelrechte Nerds kenne ich nicht, höchstens einige Personen mit massiven persönlichen Problemen, die der zufällige Beobachter als Nerds etikettieren könnte.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 2.04.2012 | 11:37
Hallo.

Vielen Dank für die weiteren Kommentare und Einschätzungen.

Was ich beruhigenderweise mittlerweile wohl als bestätigt betrachten darf, das sind diese insbesondere (aber nicht nur) Widerlegungen:

- es macht durchaus einen Unterschied, wer der "durchschnittliche" Convention-Rollenspieler und wer nicht der "typische" Convention-Rollenspieler ist;
- das ist aber nur halb war, da Conventions abhängig von Größe, Reputation und Angebot für größere oder kleinere Querschnitte der "Szene" sorgen können; so soll das Hannover Spielt wohl nicht so mit Klischees behaftet gewesen sein, wie ich es für das Conventus Leonis behauptet habe;
- offenbar wird gerne der klischeehafte Rollenspieler mit dem Nerd gleichgestellt, was ich nur ungern unterschreiben würde; dieses Bild ergibt sich aber aus zahlreichen Beiträgen hier;
- der Frauenanteil in Rollenspielrunden ist nicht rückläufig, hat sich wohl aber auf einem mittleren Niveau eingependelt;
- dabei kann es sehr große Unterschiede machen, welche Spiele gespielt werden bzw. welche Regionen betrachtet werden;
- die Diskussionen über Frauen und Rollenspiele sind kontrovers und sehr stark mit Vorurteilen behaftet;
- eine Korrelation zwischen "Klischee-Rollenspieler" und "Frauenanteil" scheint sehr schwierig zu sein, eine Diskussion darüber lädt zu ironischen Bemerkungen ein.*

Mh. Gut - offenbar war meine Reunion mit Conventions mit der bewussten Wahl des kleineren Cons in Braunschweig einfach ein kapitaler Fehler.

AO

Edit - P.S.: *ätz*
Diesen letzten Punkt finde ich sehr problematisch, da das Thema als solches nicht nur durchaus ernst ist. Ein solcher Umgang erlaubt vielleicht keine Einblicke, wohl aber eine Wertung über die grundsätzliche Wertschätzung von Frauen in Rollenspielen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 2.04.2012 | 12:49
Diesen letzten Punkt finde ich sehr problematisch, da das Thema als solches nicht nur durchaus ernst ist. Ein solcher Umgang erlaubt vielleicht keine Einblicke, wohl aber eine Wertung über die grundsätzliche Wertschätzung von Frauen in Rollenspielen.

Würde ich nicht so kritisch sehen. Ein guter Anteil der ironischen Bemerkungen kamen von Frauen. ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 2.04.2012 | 12:53
Würde ich nicht so kritisch sehen. Ein guter Anteil der ironischen Bemerkungen kamen von Frauen. ;)

Gut. Achtung -  :Ironie: : Nicht gut, wenn besagte Frauen Mannweiber sind ...  :Ironie: - aus.

Ich berücksichtigte auch nicht, dass die Foristen von einem April-Scherz-Thema ausgehen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Sol Invictus am 2.04.2012 | 14:22
Ich berücksichtigte auch nicht, dass die Foristen von einem April-Scherz-Thema ausgehen.

Und das Forumiten ja noch einmal eine Unterkategorie von Nerds darstellen, die prinzipiell immer fettleibig, pickelig und einsam sind, sonst hätten sie ja echte Freundeskreise ;)

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: 6 am 2.04.2012 | 14:35
Und das Forumiten ja noch einmal eine Unterkategorie von Nerds darstellen, die prinzipiell immer fettleibig, pickelig und einsam sind, sonst hätten sie ja echte Freundeskreise ;)
Hey! Ich habe jede Menge Freundeskreise in g+!
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Sol Invictus am 2.04.2012 | 14:38
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Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 2.04.2012 | 14:38
Wie koennen eigentlich Klischees mitaltern?  wtf?
Veraendert sich so ein Klischee das mitaltert oder bleibt es das selbe... und waere es in letzteren Fall nicht eher zeitlos?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 2.04.2012 | 15:41
OT:

Ab wieviel G+ Kreisen ist man ein Nerd?

B2T:

Klischees mitaltern ... Können Klischees mitaltern? Ich habe zwar die Frage gestellt, mir aber die Meta-Ebene hinter der Frage nicht reiflich überlegt. Allerdings ist der Auslöser dieser Frage folgender:

Als ich auf dem Conventus Leonis erschien, begegnete ich zwei früheren Wegbegleitern in Sachen Rollenspiele aus meiner Region. Und beide
a) sahen so aus wie vor knapp 20 Jahren - sowohl bezogen auf Kleidung als auch gepflegtem Eindruck als auch körperliche Dimensionen - mit der Ausnahme, dass die eine oder andere graue Strähne oder das ein oder andere altersbedingte Fältchen sowie der Bartansatz eben ausgeprägter waren;
b) beide verhielten sich so wie vor knapp 20 Jahren und
c) beide redeten so wie vor 20 Jahren.

Und damit erfüllten sie ein Klischee, wie es auf Teile der Nerd- und Teile der Rollenspielerkultur durchaus anwendbar zu sein scheint.

Das Mitaltern dieser Klischees, bzw. die Alterung der Klischees deutet dementsprechend auf eine Zeitlosigkeit hin und stellt mitnichten einen Prozess dar, der eine Veränderung abbildet oder eine Entwicklung in der persönlichen Reife erkennen lässt.

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.04.2012 | 16:41
Zitat
Rollenspieler-Klischees altern mit?

Rein auf diese Frage reduziert ein klares JA

Und im übrigen Beweist dieses Thema hier wie nerdig RPG und seine Betreiber sind  ~;D :Ironie:
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Funktionalist am 2.04.2012 | 17:10
Rollenspielen scheint ja jung zu halten.

Wir haben halt bisher noch nicht das Verkaufsargument schlechthin bemerkt.

W12 statt Q14!!


@Bad Horse

Ich glaube pick-up-Artists gibt es ziemlich ausgewogen. ;D


@topic
Also ich persönlich finde die Runden hier ja sehr lustig. Immerhin ist hier aus verschiedenen RIchtungen von bis zu 90% gefühltem Anteil weiblicher Teilnehmer die Rede... ob da mal kein Wahrnehmungsartefakt vorliegt und Frauen dreifach gezählt werden.

Immerhin geben die Frauen hier den Anteil eher mit mageren 10-30% an...

Meine Erfahrung: Wenn da mal zwei oder drei Frauen in der Runde waren, dann war das schon außergewöhnlich. In den meisten Runden war allerdings mindestens eine dabei.

Was Spielstunden angeht, verschwinden die weiblichen Anteile allerdings (Na gut, nicht verschwinden, sind aber klein.).
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Sol Invictus am 2.04.2012 | 17:38
Also ich persönlich finde die Runden hier ja sehr lustig. Immerhin ist hier aus verschiedenen RIchtungen von bis zu 90% gefühltem Anteil weiblicher Teilnehmer die Rede... ob da mal kein Wahrnehmungsartefakt vorliegt und Frauen dreifach gezählt werden.

Prozentrechnung mal außen vor (die mir seit diesem unnötigen Matheunterricht in der Schule abhanden geht):

Wenn ich sowas schreibe (90%), meine ich damit, der einzige Mann in der Runde zu sein - bei 60% die Frauen zumindest eine Spielerin mehr stellen. Mit Artefakten hat das wenig zu tun :P

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Taschenschieber am 2.04.2012 | 17:43
90% gehen überhaupt nur, wenn man 10 Teilnehmer (oder ein ganzzahliges Vielfaches davon) hat o.O
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 2.04.2012 | 17:47
Der Sol Invictus rechnet wahrscheinlich seine weibliche Seite mit ein. Manche Leute zählen eben nur als halber Kerl.  ;)

oh, und: :ironie:

Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Skele-Surtur am 2.04.2012 | 17:47
Wisst ihr, wohin ihr euch eure Prozentzahlen stecken könnt?

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Sol Invictus am 2.04.2012 | 19:07
90% gehen überhaupt nur, wenn man 10 Teilnehmer (oder ein ganzzahliges Vielfaches davon) hat o.O

Pfffff
Ganze Gruppe (5 Personen) - > 100%
Vier Personen - > 90% davon

Meine Gebrauchs(un)logik schlägt deine Korinthenkackerei um Längen. Wer damit Statistiken erheben will, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. :P


Der Sol Invictus rechnet wahrscheinlich seine weibliche Seite mit ein. Manche Leute zählen eben nur als halber Kerl.  ;)

oh, und: :ironie:

Mach du nich auch noch mit! :D Immer hin habe ich die Existenz (-Berechtigung / - Grundlage) deines Geschlechts im Hobby mit meinem Posting unterstützen wollen ;)


Wisst ihr, wohin ihr euch eure Prozentzahlen stecken könnt?

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Hier kann ich es endlich sagen:

Dorothy Boyd, ich danke Ihnen!!

Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Funktionalist am 2.04.2012 | 20:00
@Sol invictus

Wahrscheinlich mache ich wirklich etwas falsch. :(

Eigentlich wollte ich nicht auf die exakten Prozentzahlen hinaus, sondern darauf, was diese angeben. Dass Du mit 90% halt mit am höchsten lagst (an die reinen Frauenrunden glaube ich mal nicht, da ich wie Teylen nie an einer reinen Männerrunde teilgenommen hat, ich nie an einer reinen Frauenrunde teilnahm. >;D), ist halt Zufall.

Aus eigener Erfahrung:
Wenn man die Hälfte der SPielzeit am Abend im ingame FLirt mit dem einen Mädel der Runde verbringt, kann die durchaus für den Großteil des ABendspaßes verantwortlich sein.

Vielleicht genießen die Nerds die eine Frau in der Runde einfach nur so sehr, dass sie fast schon zufrieden sind... in der Runde zumindest.
;D




Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 2.04.2012 | 20:52
was ich mich schon die ganze zeit frage ist, warum ist das geschlecht deiner mitspieler wichtig?
egal ob du in reinen Männer-/Frauenrunde oder der einzige Mann oder Frau der runde bist, ist völlig irrelevant, wenn du in die runde an sich nicht rein passt.
die meisten runden bestehen so wie sich gefunden haben und nicht weil jemand vorher eine geschlechterquote bei der partner- mitspielersuche festgelegt hat. manchmal ist man einfach nur froh, wenn für das erwählte system und/oder setting genug spieler gefunden wurden.

erst wird sich beklagt, dass der nachwuchs fehlt, dann fehlen die frauen und was kommt da nächstes? vielleicht Paviane mit lederhosen?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 2.04.2012 | 20:59
Ich bevorzuge tatsächlich gemischte Gruppen. Frauen haben, wie schon erwähnt, in meinen Augen eine andere Art zu spielen. Sie üben imho einen positiven Einfluss auf das Gruppenklima aus (Zickenkrieg habe ich bisher nur einmal erlebt und konnte ihn recht schnell beenden). Das Rollenspiel ist unbeschreiblich mit einem Spieler, welcher weiblich (Na? Wer kennt HIER die Vorlage?). Ich hatte aber auch nie Probleme, Frauen fürs Rollenspiel zu begeistern und zwar mit den genau gleichen Argumenten, mit denen ich auch bei Männern Werbung fürs Rollenspiel mache. Aufs Ärsche treten und mit dicker Streitaxt posen lege ich ohnehin nicht so viel Wert.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Just_Flo am 2.04.2012 | 21:01
Sagen wir es mal so, der fehlende Nachwuchs könnte mit dem Mangel an Frauen zusammenhängen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Eulenspiegel am 2.04.2012 | 21:03
was ich mich schon die ganze zeit frage ist, warum ist das geschlecht deiner mitspieler wichtig?
Weil wir keine Roboter sind, die sich nur zum Spielen treffen, sondern weil es auch eine soziale Komponente gibt.

Zitat
egal ob du in reinen Männer-/Frauenrunde oder der einzige Mann oder Frau der runde bist, ist völlig irrelevant, wenn du in die runde an sich nicht rein passt.
Klar, in einer Runde, in die ich nicht reinpasse, ist es mir völlig egal, ob da nun Männer oder Frauen drin sitzen. Aber bei Runden, in denen ich reinpasse, habe ich festgestellt, dass der SPielspaß steigt, wenn die Männer-/Frauenquote ungefähr ausgeglichen ist.

Und nein, natürlich gibt es keine Geschlechterquote. Aber normalerweise ist eine Runde ab 5 Leuten voll. Und wenn sich dann ein Mann "bewirbt" sagen wir ihm eher ab, da schon voll ist. Bei einer Frau haben wir dagegen eine Ausnahme gemacht, so dass jetzt 2 von 6 Spielern weiblich sind.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: WeepingElf am 2.04.2012 | 21:07
Ohä, hier kommen ja alle Klischees ins Spiel, die es zum Thema so gibt!  Nerds, Frauen (und so ziemlich jedes frauenfeindliches Klischee von Makramee bis Ponyhof), Schachspieler, Gothics (und Gothicschlampen) ... da fehlt nur noch das Asperger-Syndrom, um den Laden komplett zu machen ;)

Wie ich schon gesagt habe, sind Cons sicher nicht repräsentativ für das Rollenspielhobby.  Ich kann mir denken, dass der Nerdanteil dort überdurchschnittlich ist, zumindest auf kleineren Cons wie dem Conventus Leonis (wo ich dieses Jahr nicht war - aber in vergangenen Jahren waren es ziemlich viele dort (und dazu einen Haufen LARPer, die auch nicht meine Baustelle sind), gegen Ende immer schlimmer).  Fakt ist, dass ich seit Jahren auf der Suche nach einer Rollenspielrunde bin, die nicht nerdig, gotisch, endzeitlich, H&S-lastig, von einer schlagenden Verbindung aufgezogen oder sonstwie mit meinen Vorstellungen von gutem Rollenspiel unvereinbar ist.  Da kann man ziemlich schnell den Eindruck gewinnen, dass die "vernünftigen" Rollenspieler eine aussterbende Spezies sind, aber der Eindruck mag täuschen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 2.04.2012 | 21:18
@"vernünftig"

Zitat
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.

George Bernard Shaw
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 2.04.2012 | 21:21
Das hast du jetzt aber hübsch gesagt.  :D

Du oder GBS...
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 2.04.2012 | 21:21
@"vernünftig"

+1
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.04.2012 | 21:34
Zitat
Frauen haben, wie schon erwähnt, in meinen Augen eine andere Art zu spielen. Sie üben imho einen positiven Einfluss auf das Gruppenklima aus

Inwiefern spielen die anders ? Und wie soll dieser "positive Einfluss" im Detail aussehen ?

Zitat
Das Rollenspiel ist unbeschreiblich mit einem Spieler, welcher weiblich (Na? Wer kennt HIER die Vorlage?)

Ähm Lack, Leder, Latex  anyone ?  ~;D
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 2.04.2012 | 21:38
Ich kanns gar nicht so recht in Worte fassen, vielleicht blendet die bloße Anwesenheit weiblicher Wesen mein urteilendes Auge schon so sehr. Im Ungefähren: Frauen spielen ihre Charaktere dreidimensionaler, irgendwie echter. Dabei drängen sie meiner Erfahrung nach nicht so aggressiv ins Rampenlicht wie viele Männer und wenn, dann hängt das weniger mit gerade zufällig passenden Charakterwerten zusammen als mit dem Erspielen guter Stories. Sicher ist das verfälscht und nur gefühlt, aber mein Eindruck diesbezüglich ist trotzdem recht eindeutig.

Zitat
Ähm Lack, Leder, Latex  anyone ?

Ich hoffe, dafür hast du zur Strafe sieben Jahre keinen Sex. Oder nur sehr schlechten. Mit dir selbst.  :P
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 2.04.2012 | 21:39
Weil wir keine Roboter sind, die sich nur zum Spielen treffen, sondern weil es auch eine soziale Komponente gibt.
Klar, in einer Runde, in die ich nicht reinpasse, ist es mir völlig egal, ob da nun Männer oder Frauen drin sitzen. Aber bei Runden, in denen ich reinpasse, habe ich festgestellt, dass der SPielspaß steigt, wenn die Männer-/Frauenquote ungefähr ausgeglichen ist.
der spielspass hat eher was mit den persönlichkeiten der mitspieler und nicht zwangsläufig mit dem geschlecht zu tun. wenn man nicht gerade von dem notgeilheit angetrieben wird, kann man sich sogar mit einer frau genauso unterhalten wie mit einem mann.

Und nein, natürlich gibt es keine Geschlechterquote. Aber normalerweise ist eine Runde ab 5 Leuten voll. Und wenn sich dann ein Mann "bewirbt" sagen wir ihm eher ab, da schon voll ist. Bei einer Frau haben wir dagegen eine Ausnahme gemacht, so dass jetzt 2 von 6 Spielern weiblich sind.
was würdest du tun, wenn man dich wegen einer anderen person nicht in die einzige gruppe weit und breit rein lässt, die dein absolutes fanboy-system spielt? und das nur, weil die besagte person vor etlichen jahren mit den richtigen chromosom geboren wurde.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.04.2012 | 21:51
Zitat
Im Ungefähren: Frauen spielen ihre Charaktere dreidimensionaler, irgendwie echter. Dabei drängen sie meiner Erfahrung nach nicht so aggressiv ins Rampenlicht wie viele Männer und wenn, dann hängt das weniger mit gerade zufällig passenden Charakterwerten zusammen als mit dem Erspielen guter Stories

Denke das kann durchaus sein.
Wobei ich ja die hier genannten % Angaben eh für sehr speziell halte.  Die Realität so wie ich sie kenne sieht dann doch anders aus.

Bei uns in der Runde sind wir weit von einer 50 / 50 Situation entfernt, allerdings habe ich noch keinen wirklichen Unterschied im Spiel erkannt. Das man auf das Geschlecht zurückführen könnte.
Meiner Meinung nach läuft es auf individuelle Eigenheiten raus, unabhängig vom Geschlecht.


Zitat
Ich hoffe, dafür hast du zur Strafe sieben Jahre keinen Sex. Oder nur sehr schlechten. Mit dir selbst.

' >;D Wenn es für sonderbare Postings wirklich solche drastischen Strafen gibt, DANN haben wir auch die Erklärung gefunden warum es nur wenige RPG Nachwuchs gibt  :D :D :D


Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 2.04.2012 | 21:54
Aach. Wenn solche Drohungen irgendwas bewirken würden, wäre ich SEHR viel vorsichtiger damit, sie auszusprechen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: WeepingElf am 2.04.2012 | 22:01
Ich kanns gar nicht so recht in Worte fassen, vielleicht blendet die bloße Anwesenheit weiblicher Wesen mein urteilendes Auge schon so sehr. Im Ungefähren: Frauen spielen ihre Charaktere dreidimensionaler, irgendwie echter. Dabei drängen sie meiner Erfahrung nach nicht so aggressiv ins Rampenlicht wie viele Männer und wenn, dann hängt das weniger mit gerade zufällig passenden Charakterwerten zusammen als mit dem Erspielen guter Stories. Sicher ist das verfälscht und nur gefühlt, aber mein Eindruck diesbezüglich ist trotzdem recht eindeutig.

Ist auch mein Eindruck.  Frauen kommt es nicht so sehr auf Spielwerte an, sondern vielmehr auf Geschichten.  Sie haben einfach eine ganzheitlichere Herangehensweise, denke ich.  Ausnahmen gibt es sicher, aber im Durchschnitt sind Frauen wohl doch weniger nerdig als Männer.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Funktionalist am 2.04.2012 | 22:04
...oder der ausgehungerte Nerd an sich verzeiht einfach lieber und bereitwilliger, wenn das gegenüber hübsch, weiblich, lebendig und bereit ist beinahe konkurrenzlos Anerkennung für Nerddinge zu geben?


Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Teylen am 2.04.2012 | 22:09
Ausnahmen gibt es sicher, aber im Durchschnitt sind Frauen wohl doch weniger nerdig als Männer.
Nein. Das kann ich absolut nicht bestätigen.
Das Nerd/Fan-Gen habe ich wohl von meiner Patentante. Nun und ich kenne keine Person in meiner Familie die sich annährend vergleichsweise stark für Hobbies begeistern kann.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Space Pirate Hondo am 2.04.2012 | 22:14
Nein. Das kann ich absolut nicht bestätigen.
Das Nerd/Fan-Gen habe ich wohl von meiner Patentante. Nun und ich kenne keine Person in meiner Familie die sich annährend vergleichsweise stark für Hobbies begeistern kann.

dem kann ich nur beipflichten, denn wahrscheinlich assoziiert er mehr extrovertiertheit mit weniger nerdigkeit.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 2.04.2012 | 22:17
Genau, und weil Frauen so ganzheitlich sind, ist meiner Ex an ihrem Char die dicke Wumme am wichtigsten. Ausserhalb des Kampfs macht sie gern was anderes als Charakterspiel.

Oder eine Arbeitskollegin, deren ganzes Charakterspiel darin besteht, das ihr Barbaren-Ork allen Leuten die Fleisch essen den Schädel einschlagen will, weil sie ja unschuldige Tiere töten.

Nicht zu vergessen, eine ehemalige Mitspielerin deren Konfliktlösung zu 90% darin bestand zu versuchen eine der Parteien ins Bett zu kriegen.

Oder BARBAREN! auf der Spiel 2010 als eine gute Freundin regelmäßig den Schädel für das barbarisches Benehmen hatte.

Die Runde, welche die versautesten Sprüche mit sich brachte, die ich erlebt habe, war eine Runde bestehend aus 3 Frauen und mir als SL. (ok, mit meiner damals aktuellen Freundin und einer meiner Ex-Freundinnen in einer Runde zu spielen ist vielleicht auch nicht immer die beste Idee)

Was ihr da von euch gebt, sind Klischees der übelsten Sorte.

Ich habe Männer tolles Charakterspiel machen sehen, und Frauen den übelsten Hack&Slay. Aussagen über Frauen oder Männer allgemein will ich gar nicht treffen. Jeder Mensch ist ein Individum und spielt wie er spielt, egal ob Männlein oder Weiblein.

Vielleicht findet ihr bessere Runden, wenn ihr einfach anfangt, Menschen erstmal als Menschen zu sehen, und danach auf das Geschlecht zu achten.

Und ja, die meisten Rollenspieler die ich in meinem Leben kennengelernt habe, Weiblein wie Männlein, sind Nerds, und fast alle sind verdammt stolz drauf.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 2.04.2012 | 22:21
Chaos: Schöner Post. :)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 2.04.2012 | 22:22
Chaos: Was ich von mir gegeben habe, waren persönliche Erfahrungen und als solche markiert. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast... schön... oder ... eigentlich beneide ich dich da nicht drum  >;D
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.04.2012 | 22:29
Zitat
Vielleicht findet ihr bessere Runden, wenn ihr einfach anfangt, Menschen erstmal als Menschen zu sehen, und danach auf das Geschlecht zu achten.

HA wer sagt denn das "wir" nicht eine grandiose Runde haben :)

Zitat
Jeder Mensch ist ein Individum

http://www.youtube.com/watch?v=KLWsV1hewYA (http://www.youtube.com/watch?v=KLWsV1hewYA)  ~;D

Zitat
Und ja, die meisten Rollenspieler die ich in meinem Leben kennengelernt habe, Weiblein wie Männlein, sind Nerds, und fast alle sind verdammt stolz drauf.

Auf was soll man denn da stolz sein ?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 2.04.2012 | 22:32
Auf was soll man denn sonst stolz sein? //Edit: ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Sol Invictus am 2.04.2012 | 22:41
Kinners, Kinners .. da is der Papa mal für fünf Minuten weg..  ~;D

@Sol invictus

Wahrscheinlich mache ich wirklich etwas falsch. :(

Ach was, wenn dir das Leben eine Zitrone gibt... ;D

Zitat
Eigentlich wollte ich nicht auf die exakten Prozentzahlen hinaus, sondern darauf, was diese angeben. Dass Du mit 90% halt mit am höchsten lagst (an die reinen Frauenrunden glaube ich mal nicht, da ich wie Teylen nie an einer reinen Männerrunde teilgenommen hat, ich nie an einer reinen Frauenrunde teilnahm. >;D), ist halt Zufall.

Du hast also noch nie an einer reinen Frauenrunde teilgenommen...

...

Sicher?  ~;D

Zitat
Aus eigener Erfahrung:
Wenn man die Hälfte der SPielzeit am Abend im ingame FLirt mit dem einen Mädel der Runde verbringt, kann die durchaus für den Großteil des ABendspaßes verantwortlich sein.

Vielleicht genießen die Nerds die eine Frau in der Runde einfach nur so sehr, dass sie fast schon zufrieden sind... in der Runde zumindest.

Also Flirten im Ingame ist mäh .. - wenn schon richtig. Und wenn alle, einschließlich moi, vergeben sind, verliert das auch seinen Reiz. Muss ja nicht jeder so unmoralisch sein wie gewisse andere Herrschaften in irgendwelchen dubiosen Foren :D

Im Übrigen kann ich Dolges Erfahrungen soweit ganz im Ernst teilen. Eigentlich kann ich mich überhaupt nur an Zickereien in meinen früheren Gruppen erinnern - und die bestanden ausschließlich aus Männern. Ob man da jetzt grundlegend und übergreifend andere Spielstile festmachen kann ist mir Schnurz, ich kann ihn auf jeden Fall auch als angenehm bezeichnen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.04.2012 | 22:42
z.b. Wenn du nen Marathon geschafft hast ?

Was am "Nerdtum" eine bemerkenswerte Leistung sein soll sehe ich nicht, genauso wenig wie man imho auf seine zufällige Nationalität, Religion etc "stolz" sein kann.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Taschenschieber am 2.04.2012 | 22:44
Zum Nerdtum gehört meistens ein nicht ganz zu vernachlässigender Wissensschatz (der natürlich thematisch variiert, je nachdem, was für ein Nerd jemand ist).
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Skele-Surtur am 2.04.2012 | 22:44
YAY!!! Die Stolz-Debatte! Supi! Ich leg schonmal die Nazikeule griffbereit neben meinen Laptop.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 2.04.2012 | 22:45
Ich bin ja nicht stolz drauf, Deutscher zu sein.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.04.2012 | 22:48
Zitat
Zum Nerdtum gehört meistens ein nicht ganz zu vernachlässigender Wissensschatz (der natürlich thematisch variiert, je nachdem, was für ein Nerd jemand ist).

Ok das kann man theoretisch gelten lassen :D

Wobei sich da die Frage stellt, wie sinnvoll das Nerd-Wissen für das Leben jenseits des "nerd-universums" ist.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: ChaosAmSpieltisch am 2.04.2012 | 22:50
Vielleicht ist Stolz ein falscher Begriff. Wenn man debattieren will, ist dieser Begriff wirklich heikel.

Nehmen wir einen anderen, sagen wir es so:

Zitat
Und ja, die meisten Rollenspieler die ich in meinem Leben kennengelernt habe, Weiblein wie Männlein, sind Nerds, und tragen es selbstbewußt vor sich her.

den Ninja-Edit spare ich mir jetzt.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 2.04.2012 | 22:52
Vielleicht ist Stolz ein falscher Begriff. Wenn man debattieren will, ist dieser Begriff wirklich heikel.

Nehmen wir einen anderen, sagen wir es so:
|...|

Ja, Selbstbewusstein trift es eher.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Taschenschieber am 2.04.2012 | 22:59
Ok das kann man theoretisch gelten lassen :D

Wobei sich da die Frage stellt, wie sinnvoll das Nerd-Wissen für das Leben jenseits des "nerd-universums" ist.


Ich darf doch auch stolz drauf sein, mich mit einem Thema auszukennen, dass ich im Alltag nicht brauche? Schließlich sind Modellbauer auch auf ihre Modelle stolz, obwohl ihre Fähigkeiten ihnen im Alltag nix bringen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: dunklerschatten am 2.04.2012 | 23:03
Ich würde dafür streiten und mich dafür schlagen, das du, auf was auch imemer du willst ,stolz sein darfst !

Nachvollziehen oder teilen, muss ich die Denke aber deshalb nicht ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: PizzaspezialmitKäse am 2.04.2012 | 23:49
http://www.youtube.com/watch?v=jFhgupR565Q
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder) am 3.04.2012 | 00:00
Ja, Selbstbewusstein trift es eher.

...und trifft Nerd als soziokulturelles Phänomen in seiner ursprünglichen angelsächsischen Bedeutung so überhaupt nicht. "Selbstbewußte Nerds", fuck yeah...
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Ghostrider am 3.04.2012 | 02:34
Darf man als Geek oder Nerd überhaupt ne Freundin haben?
Und darf diese scharf wie's Messer sein?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: OldSam am 3.04.2012 | 02:40
Kommt drauf an wie man den Begriff definiert... ;)

Und es ist auch die Frage, ob man danach geht, ob sich jemand selbst diese soziale Zuschreibung gibt oder von anderen so eingestuft wird (auf mehr oder auch weniger guter Informationsbasis).
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: El God am 3.04.2012 | 07:02
Darf man als Geek oder Nerd überhaupt ne Freundin haben?
Und darf diese scharf wie's Messer sein?

Ich glaube, die ganze Diskussion gabs hier schonmal. Sinnlos ist die Einteilung in Deutschland schonmal, weil es hier keine Highschool-Sortierung in Nerds und Jocks gibt. Mir ist auch am Gymnasium nichts vergleichbares untergekommen. Die Schärfe der eigenen Freundin liegt natürlich ohnehin im Auge des Betrachters. Und wenn sogar Sheldon Cooper in BBT eine Freundin verpasst bekommt (nagut, nicht die Schärfste), relativiert das in meinen Augen vieles. Nerd- und Geektum sind nicht mehr so verpönt und stigmatisiert wie früher - spätestens seit in den 90ern klar wurde, dass die Nerds von heute locker die Chefs und Milliardäre von morgen sein können.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: 6 am 3.04.2012 | 07:49
...und trifft Nerd als soziokulturelles Phänomen in seiner ursprünglichen angelsächsischen Bedeutung so überhaupt nicht. "Selbstbewußte Nerds", fuck yeah...
Ich finde nicht, dass sich selbstbewusst auch im Ursprung nicht mit Nerd beisst. Im Gegenteil!
Der elektrische Reporter - Nerds, Weltenretter mit Hornbrille (http://www.youtube.com/watch?v=Hj4v-Hru_0M)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 3.04.2012 | 08:23
@"Selbstbewusste Nerds"
Ich finde es braucht schon eine menge Selbstbewusstsein und etwas Selbstironie um sich selbst als Nerd zu bezeichnen. "Nerd" ist für die meisten eher negativ besetzt.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Glgnfz am 3.04.2012 | 08:28
Hmmm... Ich halte mich schon für einen Nerd, weil ich in bestimmten (eher ungewöhnlichen) Bereichen viel Wissen besitze. Dennoch würde ich davon ausgehen, dass nur die wenigsten (okay - eigentlich nur meine Frau) Menschen in meinem Umfelda auch nur entfernt auf die Idee kämen, mich als Nerd zu bezeichnen.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: LöwenHerz am 3.04.2012 | 08:32
Nerd (http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd)
ungleich
Geek (http://de.wikipedia.org/wiki/Geek)

Ist zwar boshafte Klugscheißeritis, aber der Unterschied ist vielen im allgemeinen Sprachgebrauch gar nicht bekannt ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Glgnfz am 3.04.2012 | 08:34
... aber ich habe mich doch genau auf die Nerd-Definition bezogen... wtf?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: LöwenHerz am 3.04.2012 | 08:35
Du ja, einige Andere nicht. War auch gar nicht an Dich adressiert, vielmehr bin ich durch Deinen Beitrag erst wieder auf die Idee gekommen, den Unterschied mal zu beleuchten ;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Agent_Orange am 3.04.2012 | 10:29
Hallo.

Was ist denn hier passiert?

was ich mich schon die ganze zeit frage ist, warum ist das geschlecht deiner mitspieler wichtig?
egal ob du in reinen Männer-/Frauenrunde oder der einzige Mann oder Frau der runde bist, ist völlig irrelevant, wenn du in die runde an sich nicht rein passt.
die meisten runden bestehen so wie sich gefunden haben und nicht weil jemand vorher eine geschlechterquote bei der partner- mitspielersuche festgelegt hat. manchmal ist man einfach nur froh, wenn für das erwählte system und/oder setting genug spieler gefunden wurden.

erst wird sich beklagt, dass der nachwuchs fehlt, dann fehlen die frauen und was kommt da nächstes? vielleicht Paviane mit lederhosen?

Nun, mir ist es jetzt nicht außerordentlich "wichtig", dass unbedingt Frauen und Männer gleichermaßen am Rollenspiel teilnehmen sollen. Allerdings ist es mir eben auf dem Con aufgefallen, wie wenig Frauen zugegen waren. Und darüber wollte ich aus der großen Tanelorn-Gemeinschaft erfahren, wie sehr diese individuelle Einzelerfahrung meinerseits irgendwie "die Regel" sein könnte - oder eben nicht.
Ich pflichte Dir auch insoweit bei, dass es letztlich irrelevant ist, wer nun in einer Spielrunde mitspielt und wer nicht.
Was aber eben auch eine Beobachtung meinerseits ist, das ist, dass Spielrunden mit Frauen irgendwie anders ticken können. Dabei spielt es aber keine Rolle, dass Frauen jetzt besonders tolles Charakterspiel pflegen; auch wegen der Spielweise habe ich da bei Frauen genauso wie bei Männern viele unterschiedliche Facetten kennengelernt.
Paviane in Lederhosen? Als Spielleiter oder als Spieler?

Ich habe Männer tolles Charakterspiel machen sehen, und Frauen den übelsten Hack&Slay. Aussagen über Frauen oder Männer allgemein will ich gar nicht treffen. Jeder Mensch ist ein Individum und spielt wie er spielt, egal ob Männlein oder Weiblein.

Vielleicht findet ihr bessere Runden, wenn ihr einfach anfangt, Menschen erstmal als Menschen zu sehen, und danach auf das Geschlecht zu achten.
+1

AO
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: La Cipolla am 3.04.2012 | 10:38
Zitat
Ist zwar boshafte Klugscheißeritis, aber der Unterschied ist vielen im allgemeinen Sprachgebrauch gar nicht bekannt
Wenn niemand den Unterschied kennt, stellt sich Frage, ob er überhaupt eine Relevanz hat... ich seh darin immer bloß den Versuch, die positiven Seiten zu nehmen und sich möglichst weit von den negativen abzusetzen. Wenn jemand das sagt, bin ich immer schon skeptisch; offenbar gibt es etwas zu rechtfertigen. ;D
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Sphärenwanderer am 3.04.2012 | 10:56
@Luxferre:

(http://laughingsquid.com/wp-content/uploads/geeks-nerds-20100531-172647.jpg)

;)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Eulenspiegel am 3.04.2012 | 11:02
Gibt es eigentlich auch Fußball-Nerds oder Fußball-Geeks?

Oder worin unterscheidet sich ein Fan von einem Nerd? (Bin ich nun Rollenspiel-Fan oder Rollenspiel-Nerd?)
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: La Cipolla am 3.04.2012 | 11:23
Wenn wir bei üblichen Bezeichnungen bleiben, würde ich Logik und Inhalte außen vor lassen, das sind über die Zeit gewachsene Konzepte. Ich benutze aber auch gern Wörter wie "Fußball-Nerd" oder "Katzen-Nerd".  ;D
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: WeepingElf am 3.04.2012 | 11:44
Gibt es eigentlich auch Fußball-Nerds oder Fußball-Geeks?

Warum nicht?  In einem Forum habe ich mal folgenden Spruch gelesen:

Zitat
Jocks are just sports nerds.

Ich würde sagen, "Nerd" ist mehr oder weniger eine Steigerung von "Geek".  Ein Geek hat spezielle Leidenschaften, die die meisten Leute nicht haben (wie z. B. Computer, Linguistik oder eben Rollenspiele), während ein Nerd solche Interessen auch hat, aber auf sie eingeschränkt ist und es an sozialer Kompetenz mangeln lässt.

Ich würde von mir sagen, dass ich ein bisschen geekig bin (immerhin bin ich Rollenspieler und Weltenbastler und betreibe historische Linguistik als Hobby), aber ein Nerd wohl eher nicht.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 3.04.2012 | 12:20
@Luxferre:

(http://laughingsquid.com/wp-content/uploads/geeks-nerds-20100531-172647.jpg)

;)

+1
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Fail_Ingwa am 3.04.2012 | 12:28
Ich würde sagen, "Nerd" ist mehr oder weniger eine Steigerung von "Geek".  Ein Geek hat spezielle Leidenschaften, die die meisten Leute nicht haben (wie z. B. Computer, Linguistik oder eben Rollenspiele), während ein Nerd solche Interessen auch hat, aber auf sie eingeschränkt ist und es an sozialer Kompetenz mangeln lässt.

Aha, das heißt wenn man nur nerdige Hobbys hat ist man ein Nerd und wenn man darüber hinaus noch "normale" Interessen hat ist man ein Geek? Wie drückt sich denn dieser Mangel an sozialer Kompetenz aus?
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Bad Horse am 3.04.2012 | 12:51
Ich würde sagen, "Nerd" ist mehr oder weniger eine Steigerung von "Geek".  Ein Geek hat spezielle Leidenschaften, die die meisten Leute nicht haben (wie z. B. Computer, Linguistik oder eben Rollenspiele), während ein Nerd solche Interessen auch hat, aber auf sie eingeschränkt ist und es an sozialer Kompetenz mangeln lässt.

Die Definition hab ich auch schon andersrum gelesen. :) De facto weiß vermutlich niemand so recht, was wer denn nun eigentlich ist.

Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Skele-Surtur am 3.04.2012 | 13:06
Ihr seid alle Neeks, Gerds, Nerks und Geeds. Und außerdem noch Gneerkds.
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Eulenspiegel am 3.04.2012 | 13:08
Ihr seid alle Neeks, Gerds, Nerks und Geeds. Und außerdem noch Gneerkds.
Außer Gerd. Der ist normal. :D
Titel: Re: Vorurteile: Rollenspieler-Klischees altern mit?
Beitrag von: Skele-Surtur am 3.04.2012 | 13:10
Wieso? Der trägt das gemischte Nerd- und Geegdom doch schon im Namen, wie normal kann der schon sein?