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Pen & Paper - Spielsysteme => Warhammer => Warhammer 40.000 => Thema gestartet von: Lasercleric am 7.06.2012 | 15:49

Titel: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Lasercleric am 7.06.2012 | 15:49
Moin,

habe gerade mal einen pitch für mein erstes dark heresy-Szenario erstellt. Das Buch habe ich hinsichtlich Story bisher nur überflogen, kenne mich also nur bedingt aus mit dem Calixissektor und der 40k-Welt. Meine bitte ginge dahin, dass sich Weltkundige nach Lust und Laune an der Story austoben und mir Hinweise auf Ort, Zeit und Parteien des Szenarios geben. Auch interessiert mich, wie die Inquisitoren eigentlich reisen und wie lange dies wohl dauert.

Die Mission soll v.a. dazu taugen, dass Regelsystem ein erstes Mal zu testen, daher genügt für die Story ein Plausibilitätscheck. Schön wäre in der Story noch einen hexenden Antagonisten unterzubringen. Wenn das mit den Orks nicht passt, könnte man sicherlich auch genetisch modifizierte Menschen verwenden...aber seht selbst.

I. Überblick
Als von einem Bergbauschiff aus Sektor X13-3 die geladenen Rohstoffe entladen werden finden bei Reinigungsarbeiten Drohnen ein seltsames Stück Abfall, das sich im Entladeschacht verhakt hat: eine Orkaxt. Der Ordo Malleus wird binnen kürzester Zeit tätig.

Inquisitor Cassius Cane entsendet daraufhin eine kleine Gruppe von Inquisitoren zu den Raumminen von Tsocanth, dem Asteroidengürtel des Systems. Die ersten Minen erscheinen wenig verdächtig, doch als der schwere Frachter an Tsocanth IV andockt wird der erste Maat Ignatz Billmeier beim Öffnen der Landeluke tödlich von einem Kugelhagel aus einer Vulcan Mk. X verwundet. Dies kommt für alle Beteiligten ziemlich überraschend, da sie gerade noch fünf Minuten die Zeit mit durchaus überflüssigen Gesprächen vertändelt haben (Druckausgleichskammer!). Die eindringenden Geschoße verwüsten Teile der Elektronik, so dass an ein Abkoppeln des Frachters nicht zu denken ist. Die Inquisitoren sitzen in der Falle.

Tsocanth IVs Leiter, ein untersetzter schnurrbärtiger Oligarch namens Thorben van Hout hatte vor mehreren Monaten begonnen seinem menschlichen Personal Grünhaut-Sklaven hinzuzufügen. Ein reisender Sternenkaufmann hatte ihn auf die Idee gebracht. Gewalt genüge, Bezahlung sei vernachlässigbar. Für van Hout entscheidende Argumente. Daraufhin ließ er sich die Sklaven liefern und scheuchte sie mit Waffengewalt umher. Vor ein paar Tagen kam es dann zur Meuterei. Van Hout und zwei Handvoll Getreue Aufseher haben sich in einen alten Schacht zurückgezogen und Harren dort aus. Er erwartet baldige Verstärkung durch Sturmtruppen seiner Familie, an die er einen Notruf abgesetzt hat.
 
II. Entwicklung
Das Schiff wird durch ein starres Magnetfeld am Dock gehalten. Um dieses zu deaktivieren müssen die Inquisitoren in die Mine gelangen. Entweder gewaltsam durch die Fronttür oder durch die schon angeschlossenen Versorgungsschläuche oder mittels Raumanzügen. Sobald diese deaktiviert sind, kann das Schiff sich von der Station entfernen. Klar ist aber auch, dass es Ziel der Orks ist das Schiff zu kapern, um damit auf den Planeten zu stürzen oder sonst wie Chaos im System anzurichten.

Zurück ins Schiff kommt man durch Aktivierung der Beladungsvorrichtung.

Des Weiteren haben sich die Inquisitoren um ihren Auftrag zu kümmern, dieser lautet nicht nur den Ursprung des „Orkmaterials“ ausfindig zu machen, sondern auch den Urheber gefangen zu nehmen, also van Hout.

Die einzige Möglichkeit die Orkbedrohung zu vernichten ist den Reaktor, der das künstliche Gravitationsfeld erzeugt zu vernichten und dann mittels einer der Landebarken auf dem Planeten anzulanden und dann auf bessere Zeiten zu hoffen.

III. Das größere Bild
Tatsächlich hat die Hegemonie ein weitaus erschreckenderen Plan, sie plant einen Sezessionskrieg gegen den Calixis-Sektor. Die herrschende fundamentalistische Grundordnung, soll durch eine kapitalistische ersetzt werden. Zwar haben die Kaufmannsfamilien eine exponierte Stellung im Sektor, möchten sich jedoch insbesondere der Inquisition erledigen. Dafür haben sie in dieser auch schon einen Verbündeten gefunden. Dieser ist seit langen Vertreter einer Verschlankung der imperiale Institutionen: zu viele Inquisitoren und zu viele verschiedene Interessen - damit soll ein für allemal Schluss sein.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Gasbow am 7.06.2012 | 15:58
etwas penible Minibefunde:

Die Inquisition ist ja dreigeteilt, wobei jeder Ordo sich auf eine Feindgruppe konzentriert.
Bei dem Fund einer Orkaxt würden sich also wahrscheinlich eher Mitglieder des Ordo Xenos verantwortlich fühlen als des Ordo Malleus (Dämonenjäger).

Die Spielergruppe sind normalerweise eher Acolythen eines Inquisitors als mehrere Inquisitoren.


Das Szenario finde ich aber gut. Ich persönlich würde allerdings die Orks durch Mutanten austauschen, da das Bild des Mutantenminenarbeiters besser zu 40k passt als Orksklaven.
Bei 40k sind Orks ja hauptsächlich Space-Hooligans.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 7.06.2012 | 16:13
Hm, so ein paar Kleinigkeiten:

- Frische Dark Heresy Chars sind ungefähr genau so begabt und robust wie jeder andere Otto-Durschnitts-Bürger - Gar nicht.
- kein Imperialer würde sich jemals mit Xenos abgeben. Auch nicht als Sklaven, warum auch? Dafür hat man ja Menschen und Servitoren, die werden auch nicht bezahlt.
- Ein Ork wäre ein ebenbürtiger Gegner für einen ca. Rang 6 und aufwärts Charakter.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Lasercleric am 7.06.2012 | 16:41
Gut. Dann schmeißen wir die Grünhäute mal raus:

Lieber Humies die langsam mutieren, wahnsinnig werden und dann marodieren. Irgendein Lebensmittelzusatz, den der Sternenkaufmann vertickt, sorgt dafür. Andere Humies die sich in irgendeiner Fabrik mit den Erzen beschäftigen, werden krank - höchst vorsorglich sollen sich die Akolythen mal schlau machen, woher die Krankheit kommt und ob da mehr dahinter steckt. Offenbar liegt's am abgebauten Erz. Die Spur führt zu den Raumminen von Tsocanth.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 7.06.2012 | 16:48
Gut. Dann schmeißen wir die Grünhäute mal raus:

Lieber Humies die langsam mutieren, wahnsinnig werden und dann marodieren. Irgendein Lebensmittelzusatz, den der Sternenkaufmann vertickt, sorgt dafür. Andere Humies die sich in irgendeiner Fabrik mit den Erzen beschäftigen, werden krank - höchst vorsorglich sollen sich die Akolythen mal schlau machen, woher die Krankheit kommt und ob da mehr dahinter steckt. Offenbar liegt's am abgebauten Erz. Die Spur führt zu den Raumminen von Tsocanth.

Klingt gut und wird daher sofort vom Ordo Hereticus untersucht ;)
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Lasercleric am 7.06.2012 | 23:11
Achja: irgendwelche Besonderheiten, auf die man bei DH generell achten sollte? Irgndwelche Items die jeder Akolyth dabei haben sollte, weil ohne ein Kampf aussichtslos ist? Spielsystemimmanente Schwächen?
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 7.06.2012 | 23:20
Achja: irgendwelche Besonderheiten, auf die man bei DH generell achten sollte? Innerliche Items die jeder Akolyth dabei haben sollte, weil ohne ein Kampf aussichtslos ist? Spielsystemimmanente Schwächen?

*Hust*

Wo soll man da anfangen?

Es gibt, gerade bei DH, einige interessante Punkte. Waffen mit Full Auto sind Anfangs bis Mitte weitaus besser als alles andere. Sehr vieles im Kampfsystem beruht darauf seine Boni zu stacken um mehr Erfolge zu erzielen; etwas Hate mit einem Nahampfangriff oder Aim mit Full Auto. Es ist nie verehrt seinen Akolyten ein paar SP Waffen mit Full Auto zu geben, dazu ein halbes Dutzend Frag Handgranaten.

Die Systemschwächen liegen zu Anfang eher in den fehldenden Optionen. der einzig brauchbare Heiler ist der Psioniker, der einzig brauchbare Buffer der Cleric. Guardsman sind immer recht be***** dran, da lohnen sich Arbitrator und Scum mehr. Der richtige Spaß geht erst mit der Battle Sister aus dem Martyr Buch los.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: SeelenJägerTee am 8.06.2012 | 00:06
*Hust*

Wo soll man da anfangen?

Es gibt, gerade bei DH, einige interessante Punkte. Waffen mit Full Auto sind Anfangs bis Mitte weitaus besser als alles andere. Sehr vieles im Kampfsystem beruht darauf seine Boni zu stacken um mehr Erfolge zu erzielen; etwas Hate mit einem Nahampfangriff oder Aim mit Full Auto. Es ist nie verehrt seinen Akolyten ein paar SP Waffen mit Full Auto zu geben, dazu ein halbes Dutzend Frag Handgranaten.
[...]
Die normale Autogun ist eigentlich IMMER besser als das Long-Las. Die einzige Ausnahme ist dann wenn die maximalreichweite der Autogun überschritten wird und man gar nicht mehr schießen darf.

Profischarfschützen nach Dark Heresy benutzen eine Autogun und kein Scharfschützengewehr.
(Das haben wir im 40K Bereich in zwei Fäden ziemlich eindrucksvoll dargelegt.)

Zitat
Die Systemschwächen liegen zu Anfang eher in den fehldenden Optionen. der einzig brauchbare Heiler ist der Psioniker, der einzig brauchbare Buffer der Cleric. Guardsman sind immer recht be***** dran, da lohnen sich Arbitrator und Scum mehr. Der richtige Spaß geht erst mit der Battle Sister aus dem Martyr Buch los.
Naja 40K Charaktere versagen FAST Immer. Darin unterscheiden sie sich vom Normalvolk, das Wertetechnisch zu blöde zum Atmen und zu schwach für Verdauung ist.

Und sorry aber die Bolter B*** ist ein Hybrid aus dem dem feuchten Traum eines Powergamers und einem kompletten Rules-fuck-up.
Kann alles billig steigern, aber sobald sie etwas Corruption gesammelt hat sind die Powers für'n Popo. Und dann dieses 'kann die Faith-Talente nicht mehr nutzen es sei denn die CP fallen wieder unter ...' ja momentmal bis dahin waren CP permanent und gingen nie weg.


@Abenteuer im Allgemeinen
Substituiere Ork durch Mutanten und gut ist.

@Sezzessionskrieg
Das Imperium duldet Spalterei nicht. Es wird mit einer Invasionsstreitmacht kommen und wenn es die Welten nicht zurück bekommen kann, dann wird es sie exterminieren um ein Exempel zu statuieren.
Und das wissen alle einigermaßen bewanderte Leute auch, das heißt Mitglieder von Handelshäußern wissen das.
Unabhängig erklären sich also nur die Idealisten oder die Verzweifelten.
1) das Imperium beutet die eigene Welt so stark aus, dass man daran drauf geht. Man hat die Wahl im Giftmüll zu ersaufen oder mit wehenden Fahnen unter zu gehen.
2) man findet das Terrorregime des Imperiums unerträglich und will ein Zeichen setzen - auch wenn es eine völlig vergebe Geste des Aufbegehrens ist.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Waldviech am 8.06.2012 | 00:47
Zitat
- kein Imperialer würde sich jemals mit Xenos abgeben. Auch nicht als Sklaven, warum auch? Dafür hat man ja Menschen und Servitoren, die werden auch nicht bezahlt
Och, im Grenzgebiet des Imperiums drückt man da schonmal ein Auge zu. DAS wäre nicht das Problem. Problematisch wäre IMHO eher die Wahl der Sklavenspezies. Orks eignen sich aufgrund ihrer Psyche vergleichsweise schlecht als Sklaven oder überhaupt als Partner für eine wie auch immer geartete Kooperation.
Unter den üblichen Verdächtigen im WH40K-Universum wären Kroot vermutlich die bessere Wahl für Spalter, die Alienunterstützung suchen. Die lassen sich zwar in der Regel auch nicht versklaven, dafür aber anheuern! Wie wäre es, wenn die Kapitalistenverschwörung einfach ein Regiment Kroot aus der Koronus-Expanse (dem nichtimperialen Grenzgebiet jenseits des Calixis-Sektors) angeworben hat, um mehr Feuerkraft zu bekommen. Da wird dann statt der Orkaxt schlicht eine Krootflinte oder eine Pulswaffe gefunden. Hätte noch einen schönen Nebeneffekt: die Sache bekommt mehr Brisanz und es ist wahrscheinlicher, dass die Inquisition eingeschaltet wird. Ginge es nur um Orkse, würde man sehr wahrscheinlich "nur" die Streitkräfte einschalten. Taucht aber eine hochentwickelte Waffe von einer Spezies auf, von der die Inquisition glaubt, sie wäre nur am entgegengesetzten Ende der Galaxis zuhause, wird die Angelegenheit gleich weeeeit verdächtiger.
(Die Kroot in der Koronus-Expanse hat es eigentlich nur durch eine Art Raumanomalie dorthin verschlagen...notgedrungen haben sie sich dort häuslich eingerichtet)
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Madner Kami am 9.06.2012 | 02:07
Das Imperium ist eigentlich sehr tolerant was die Staats- und Wirtschaftsform der Mitgliedswelten angeht. Solange das Imperium seinen Zehnten bekommt, es nur eine Staatspflichtreligion gibt die in irgendeiner Form dem Imperator als Oberhannes nachheuchelt, die Gesetze nicht allzu grob gegen imperiales Recht verstoßen und die Bewohner nicht anfangen körperlich allzusehr von der humanoiden Grundform abzuweichen, interessiert sich die imperiale Bürokratie nicht für die Details.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Waldviech am 9.06.2012 | 10:29
Richtig - selbst auf interstellarem Maßstab erlaubt diese immense Toleranz ganze "Taschenimperien" (siehe Ultramar, die Cestelle-Allianz, Praetoria, usw.), in denen es theoretisch äusserst demokratisch und liberal zugehen kann. Natürlich mit den oben bereits genannten Einschränkungen. Das verhindert aber IMHO nicht die Plot-Idee, denn es kommt neben den lokalen Gebräuchen ja auch drauf an, wie sich die Lokalmacht dem Imperium gegenüber verhält. Wenn da einige Machthaber auf die Idee kommen, den Imperator absägen zu wollen, dann brennt die Luft....allerdings, und das ist wichtig, nicht wegen einer etwaigen demokratischen oder kapitalistischen Gesellschaftsordnung, sondern wegen der versuchten Sezzesion.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Grubending am 9.06.2012 | 11:02
Also das fängt schon ganz am Anfang an unlogisch zu werden, daher habe ich gar nicht erst zuende gelesen. Erstens wird wegen einer Axt keine Gruppe von Inquisitoren irgendwo hin geschickt. Da würde eher die Axt zu einem Inquisitor geschickt und wenn der sie für interessant hält, dann schickt der vielleicht seine Akolythen aus. Zweitens hält man sich kein orkisches Personal, nicht einmal als Sklaven. Xenos sind zu vernichten, erstrecht Orcs, da diese überall sporen hinterlassen aus denen wild neue Orcs wuchern können und man einmal orcisch pervertierte Gebiete kaum wieder sauber kriegt. Ich sehe die Voraussetzungen ab dieser Stelle schon für derart abstrus, dass der Rest keinen Sinn mehr ergeben kann. Sorry.

Die Geschichte ließe sich ähnlich aufziehen wenn jemand mutierte Zwangsarbeiter einsetzt und sich dann unter diesen auch ein psionisch begabter Mutant befindet, dann hättest du auch deinen Hexer untergebracht. So solltest du das dann nochmal aufrollen, dann kann es was werden.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: SeelenJägerTee am 9.06.2012 | 19:38
Da gab's mal so nen Fall wo ein imperialer Verräter Orks angeheuert hat um die Makropole zu übernehmen.
Mir fällt der Name nur nicht mehr ein.
Man KANN schon Geschäfte mit Orks machen und es GIBT Leute die das tun, es WIRD nur irgendwie katastrophal nach hinten losgehen.  ;)
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Grubending am 9.06.2012 | 21:23
Für nen kleinen Putsch kann man die auch mal anheuern (das war übrigens Armageddon, bin nur zu faul den Codex rauszuholen um den Namen rauszusuchen und dich hart wegzunerden  8]) , aber als dauerhafte Arbeitskräfte sind die Kameraden denkbar schlecht geeignet.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Zauberelefant am 9.06.2012 | 21:33
hieß der nicht von Straab? *Nerd*
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Grubending am 9.06.2012 | 21:41
Ich dachte das war der Flottenadmiral... Jetzt habt ihr mich fast so weit, dass ich aufstehe und die zwei Schritte zum Regal mache.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Zauberelefant am 9.06.2012 | 21:42
hab schon. Hatte recht. Hihi...
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Waldviech am 9.06.2012 | 22:19
Ja, es war Hermann von Straab ! Das Lexicanum ist dein Freund :P

http://wh40k.lexicanum.de/wiki/Hermann_von_Straab#.T9OvrZhPa5g
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Zauberelefant am 9.06.2012 | 22:45
out of memory, mein bester.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Grubending am 9.06.2012 | 22:59
 :pray: :pray: :pray:
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Samael am 13.06.2012 | 08:40
Übrigens: Dirty fix um Autofeuer in den Griff zu kriegen:

Semi Aauto und Full Auto geben keine Boni mehr auf den Angriffswurf. Fertig. Löst jede Menge Probleme mit der Waffenliste.

Außerdem kann man bei accurate Weapons noch einen -10 Malus auf den gegnerischen Dodge je erzieltem bonus w10 gewähren.

Dann sind sniper Waffen endlich mal sinnvoll.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Lasercleric am 13.06.2012 | 12:26
Übrigens: Dirty fix um Autofeuer in den Griff zu kriegen:

Semi Aauto und Full Auto geben keine Boni mehr auf den Angriffswurf. Fertig. Löst jede Menge Probleme mit der Waffenliste.

Außerdem kann man bei accurate Weapons noch einen -10 Malus auf den gegnerischen Dodge je erzieltem bonus w10 gewähren.

Dann sind sniper Waffen endlich mal sinnvoll.

Danke. Gibt's bei DH eigentlich keine recoil-mali?
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: 8t88 am 13.06.2012 | 13:44
Recoil ist so ne Sache aus den 90ern, wo SR meinte es müsse eien Nachteil bei Automatischen Waffen geben.
Aber Automatische Waffen sind nun Mal besser und Gefährlicher. Wären Sie es nicht, dann würde jeder Soldat immer Semi-Auto Benutzen.

Ich bin ersönlich dagegen Die Boni für Vollauto zu entfernen. Mehr Kugeln machen einen nicht zu einem besseren,aber eben zu einem Gefährlicheren Schützen. Aber das ist nur meine Meinung.
Wenn du Recoil unbedingt haben musst, mach es so, dass die Waffe einfach nicht gut ist, und gib Ihr Poor Quality (mit nem Abzug von 5% oder sowas) zB unter einem Stärkewert von 30%??!
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Samael am 13.06.2012 | 13:50
Ich bin ersönlich dagegen Die Boni für Vollauto zu entfernen. Mehr Kugeln machen einen nicht zu einem besseren,aber eben zu einem Gefährlicheren Schützen.

Genau das passiert doch, wenn man den BS Bonus entfernt!?

Du triffst nicht besser, aber möglicherweise verheerender, wegen multiplen Treffern, die ja immer noch drin sind. Seitdem wir die Hausregel haben, haben wir jedenfalls deutlich mehr Vielfalt in der Waffenauswahl unserer Akolyten. Und Voll-Auto-Waffen sind immer noch sehr beliebt.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Lasercleric am 13.06.2012 | 14:13
Recoil ist so ne Sache aus den 90ern, wo SR meinte es müsse eien Nachteil bei Automatischen Waffen geben.
Aber Automatische Waffen sind nun Mal besser und Gefährlicher. Wären Sie es nicht, dann würde jeder Soldat immer Semi-Auto Benutzen.

Ich bin ersönlich dagegen Die Boni für Vollauto zu entfernen. Mehr Kugeln machen einen nicht zu einem besseren,aber eben zu einem Gefährlicheren Schützen. Aber das ist nur meine Meinung.
Wenn du Recoil unbedingt haben musst, mach es so, dass die Waffe einfach nicht gut ist, und gib Ihr Poor Quality (mit nem Abzug von 5% oder sowas) zB unter einem Stärkewert von 30%??!

Ich muss Recoil überhaupt nicht haben, ganz im Gegenteil - je einfacher desto besser. Allerdings erinnere ich mich, noch vage daran, als ich das letzte Mal mit einem MG3 geschossen habe: nach dem Dritten Schuss nichts mehr auf dem Ziel. Im Übrigen kenne ich keinen Soldaten, der etwas anderes als Einzelfeuer oder max. Feuerstoß (semi-auto?) einsetzt. Ist aber auch schon eine ganze Zeit her. Sofern ein Gasdrucklader am Start ist mag das ja noch gehen, aber diese 40k-Flinten...

Meine Erfahrung ist einfach, dass Fullauto sehr schwer zu kontrollieren ist.

edit: allerdings war ich auch nie ein guter Schütze ;)

Ist es denn tatsächlich so, dass das automatische Feuern den Kampf bei DH so durcheinander wirbelt? Das Magazin geht dann doch recht flott leer. Wie sieht es in solchen Fällen mit Ladehemmung aus? Die Wahrscheinlichkeit einer solchen steigt ja nicht, oder?

Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Samael am 13.06.2012 | 14:19
Black Crusade (das neueste Spiel us der WH40K RPG Reihe), gibt IIRC sogar +10 single shot, +0 semi auto und -10 full auto auf den BS!

Das ist möglicherweise etwas zu viel des Guten -+0 für alles passt ganz gut.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Lasercleric am 13.06.2012 | 17:35
Noch einmal meine Frage von vorher, die ist irgendwie untergegangen:
Ist es denn nach Euren Eindrücken tatsächlich so, dass Fullauto bei DH das Spiel aus der Balance schmeißt?
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Gasbow am 13.06.2012 | 20:03
Das ist leider schon so auch wenn ich das ganze nicht so emotional sehe wie SeelenJägerTee ;)

Der Hauptfaktor ist, dass es einem sehr leicht erlaubt mehrere Schadenswürfel zu werfen ohne Nachteile davon zu tragen, da man ja sogar den +20 Bonus kriegt.
Waffen wie die Autogun sind halt so leicht verfügbar, haben eine hohe Reichweite keine großen Nachteile, so dass sie in nahezu allen im Rollenspiel üblichen Kampfsituationen den anderen Waffen überlegen sind.

Mit anderen Waffen/Kampfstilen kann man auch viel Schaden machen, aber es ist halt viel leichter einfach die beste vollautomatische Waffe zu nehmen, die man kriegt.


Alles in allem ist Dark Heresy definitiv nicht (gut) gebalanced und erfordert ein gewisses Gentlemens Agreement was Optimierung und Spotlightverteilung angeht.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 13.06.2012 | 20:13
Noch einmal meine Frage von vorher, die ist irgendwie untergegangen:
Ist es denn nach Euren Eindrücken tatsächlich so, dass Fullauto bei DH das Spiel aus der Balance schmeißt?

Jain.

Ich finde es wichtig dass es Suppression Fire Waffen gibt und es ist eine ordentliche und realistische Taktik.
Wo die Regeln etwas hinken liegt in feinheiten wie: Ein Scharfschütze mit einem Long Las ist schlechter als einer mit einer Standard SP Waffe mit Auto10. Erst extreme Waffen wie die Lascannon heben das wieder auf.
Zudem kommt eine kleine Canon-Frage dazu: Wenn Bolter die "besten" Waffen des Imperiums sind, warum sind sie es dann nicht?

In meiner Gruppe stellt das kein Problem dar, meine Spieler wählen ihre Waffen nach Prestige und Canon-Vorlagen aus (d.h. viele Chain Swords und Bolt Pistols, bzw Lasguns). Wenn sie dagegen rein nach Mathe gehen würden, wäre unser Spiel bei weitem nicht so angenehm wie es ist.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: SeelenJägerTee am 13.06.2012 | 21:02
Black Crusade (das neueste Spiel us der WH40K RPG Reihe), gibt IIRC sogar +10 single shot, +0 semi auto und -10 full auto auf den BS!

Das ist möglicherweise etwas zu viel des Guten -+0 für alles passt ganz gut.
Ich finde den BC Standard schon besser.
Ich habe den Snipercharakter und für den ist es jetzt schon fragwürdig ob er wirklich das Longlas oder lieber die Armageddon nehmen sollte.
Wenn jetzt SF keine +10 und FA keine -10 geben würde, dann nähme der Sniper die Armageddon, weil die einfach besser zum Snipen geeignet wäre ;)
Das ich jetzt noch das Long-Las der Armageddon bevorzuge liegt nur daran, dass sie die höhere "Gesamtnützlichkeit" hat, rein Schadensmäßig würde der Profischarfschütze immer noch zur Armageddon greifen.

Und mit den Talenten "Take them Alive" (1d5 auf Krit-tabelle wenn mehr Erfolgsgrade als AB des Ziels) und "Killer's Eye" (kann zugefügten Schaden um PB reduzieren und so viel Fatigue verursachen) aus dem Manhunter Karrierepfad von Hostile Acquisition werden Called Shots endlich auch mal attraktiv.

[...]
Zudem kommt eine kleine Canon-Frage dazu: Wenn Bolter die "besten" Waffen des Imperiums sind, warum sind sie es dann nicht?
[...]
Da gibt's aber auch starke Unterschiede je nach Regelwerk.
Die Boltgun aus RT ist schon recht gut mit ihrer Vollauto Funktion. Plamsmawaffen sind zwar gegen schwer gepanzerte Ziele besser (was sie nach Fluff mWn auch sein sollten) aber die Boltgun dürfte "im Mittel" die beste Waffe sein, was Preis, Sicherheit, Zielwirkung, Größe angeht (allerdings habe ich dazu die Mathe nicht gemacht, das ist jetzt so eine Aussage aus dem Gefühl.)

Zitat
[...]
In meiner Gruppe stellt das kein Problem dar, meine Spieler wählen ihre Waffen nach Prestige und Canon-Vorlagen aus (d.h. viele Chain Swords und Bolt Pistols, bzw Lasguns). Wenn sie dagegen rein nach Mathe gehen würden, wäre unser Spiel bei weitem nicht so angenehm wie es ist.
Wenn ich einen Profiattentäter spiele, dann zerstört es für mich die Immersion, wenn er eine Waffe nimmt die laut Fluff gut für das ist was er macht aber nach den Regeln suboptimal. Die Regeln schaffen in der Hinsicht reproduzierbare Fakten, der Attentäter sollte wissen was für Zielwirkungen verschiedene Waffen haben und dann nimmt er die "beste für den Job".

PS:
Noch einmal meine Frage von vorher, die ist irgendwie untergegangen:
Ist es denn nach Euren Eindrücken tatsächlich so, dass Fullauto bei DH das Spiel aus der Balance schmeißt?
Ja nach DH RAW so extrem, dass wir da schnell angefangen haben zu verhausregeln.
Aber DH RAW ist vom Kampfteil des Regelwerkes eh echt mies.
DH spielt sich meiner Erfahrung nach am Besten als Investigativspiel, wenn du jetzt nach Seitenzahlen im GRW gehst würdest du annehmen, dass es kampforientiert gespielt werden sollte. - Tja das was am meisten Seiten im GRW frisst kann das System am schlechtesten.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Samael am 14.06.2012 | 09:30
Es ist jetzt aber nicht so superaufwendig zu hausregeln. Mit Full Auto ist der gröbste Klotz schon ausgeräumt.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: YY am 14.06.2012 | 16:00
Ich muss Recoil überhaupt nicht haben, ganz im Gegenteil - je einfacher desto besser. Allerdings erinnere ich mich, noch vage daran, als ich das letzte Mal mit einem MG3 geschossen habe: nach dem Dritten Schuss nichts mehr auf dem Ziel.

Dabei gebe ich zu bedenken, dass das über die Erfolgsgrade schon mit drin ist.

Ein DH-Schütze trifft bei gleichem Wurf und ansonsten gleichen Umständen mit Full-Auto besser als mit einem Einzelschuss. Er muss ja aber auch die volle Feuerrate ausnutzen, und die ist gerade bei DH meistens deutlich höher als die überhaupt erreichbaren Erfolgsgrade.

Bei einer Waffe mit einer 10er Feuerrate geht mehr als genug irgendwo in die Wallachei, auch wenn mehr Schüsse treffen als bei einem Einzelschuss.

Ist es denn tatsächlich so, dass das automatische Feuern den Kampf bei DH so durcheinander wirbelt? Das Magazin geht dann doch recht flott leer. Wie sieht es in solchen Fällen mit Ladehemmung aus? Die Wahrscheinlichkeit einer solchen steigt ja nicht, oder?

Zuerst das objektiv Feststellbare:
Doch, die Wahrscheinlichkeit einer Ladehemmung steigt bei Semi- und Full-Auto gegenüber einzelnen Schüssen an, nämlich von 96-00 auf 94-00...kann man wohl vernächlässigen  ;)


Ansonsten:
Ja, es gibt schon einige Waffen, die man in 2-3 Runden leer hat (gibt aber auch genug andere).
Andererseits trifft man damit in der selben Zeit öfter, und je früher ein Gegner ausgeschaltet ist, desto weniger kann er zurück schießen.

Es ist i.d.R. allemal besser, zwei oder drei Gegner auszuschalten und dann eine Runde nachzuladen, als vier Runden mit Einzelschuss auf einem Gegner rumzuschießen und dabei die ganze Zeit von der noch geschlossen stehenden Gegenseite Contra zu kriegen...unter diesen Umständen kommt man nicht mehr dazu, die gesparte Munition zu verbrauchen  ;)


Dazu kommen noch Späße wie Suppressive Fire, das bei DH überhaupt nur mit vollautomatischen Waffen möglich ist.


Außer dem Munitionsverbrauch hat Full-Auto nur (massive) Vorteile und ist deswegen meistens das wichtigste Kriterium bei der Waffenwahl.
Semi-Auto hat im Vergleich schon kaum eine Existenzberechtigung, und ich habe es noch nie erlebt, dass jemand eine Full-Auto-fähige Waffe in einem anderen Modus geschossen hätte - wozu auch?


Das ist - völlig unabhängig von Simulations-/Realismusgedanken - einfach kein sonderlich interessantes Gesamtkonzept.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 14.06.2012 | 16:08
@YY:

Wobei man eines übrigends bedenken sollte: Wir reden über ein Setting bei dem es eigentlich sehr viele rückstoßfreie Waffen gibt und geben sollte, zudem gibt es eine ganze Anzahl richtig defitiger Waffen.
Ich finde, hier haben die ursprünglichen Designer gewollt oder ungewollt zu wenig oder falsch differenziert: Bei einer rückstßfreien LAS-Waffe macht Spray n Pray ja doch außerordentlich viel Sinn, da die Waffe ja nicht verrissen werden kann, eine Plasma- oder Melta-Waffe ist auch auf SA verdammt effizient.... nur.... hätte man SP-Waffen einfach mit einem Mali versehen sollen und gut ists.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: YY am 14.06.2012 | 16:28
Bei einer rückstßfreien LAS-Waffe macht Spray n Pray ja doch außerordentlich viel Sinn, da die Waffe ja nicht verrissen werden kann,

Auf der anderen Seite wird es bei Lasern um so interessanter, genauer zu zielen, weil man viele Schwierigkeiten von SP-Waffen nicht hat (und sich dafür andere einhandelt...).

Das kommt dann drauf an, wie sich die Dinger konkret verhalten - wie schnell z.B. einzelne "Schüsse"/Pulse bei vollautomatischer Einstellung aufeinander folgen und wie schnell das Teil heiß läuft.
Dazu findet man aber in den Regelwerken garantiert nichts und wenn irgendwo was dazu stünde, wäre es sicher Unfug  ;D

eine Plasma- oder Melta-Waffe ist auch auf SA verdammt effizient

Die können ja meist auch nichts anderes ;)

Aber die Plasma-Waffen, die z.B. S/2/- haben, werden wieder stets auf Semi-Auto geschossen - ist ja auch sinnvoll.



Grundsätzlich ist aber genau diese Überlegung der nicht ausreichenden Differenzierung der verschiedenen Waffen untereinander einer der Hauptgründe gewesen, warum ich mit meiner GURPS-Konvertierung angefangen habe.

GURPS kann nämlich ohne einen Riesenwust an Zusatz-/Sonderregeln bereits rein über die Waffenwerte wesentlich besser große Unterschiede umsetzen.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 14.06.2012 | 16:39
@YY:

Nur so ein kleiner Gedanke: Das Problem liegt nicht bei den Waffen sondern bei den Rüstungen. Betrachte mal die AP Werte, betrachte PEN. Eigentlich sind doch erst mit Deathwatch und Mark of the Xenos mal Viecher erschienen bei denen man die hohen PEN-Waffen wirklich mal einsetzen kann und die AF-Waffen versagen.
Wir werden es nie erfahren, vieleicht hatten die ursprünglichen Designer bei Black Industries ja mal etwas in der Richtung vor.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: YY am 14.06.2012 | 16:51
Ich weiß nicht...in unserer Deathwatch-Runde war der Heavy Bolter bisher auch zur Fahrzeugabwehr und gegen große Tyraniden oder Tau-Kolosse oft besser als Raketenwerfer und Lascannon.

Es gibt jedenfalls einige Waffen (auch schon im IH), die mit den schweren Einzelschusswaffen gegen große Einzelziele verdammt gut mithalten können oder sie gar ausstechen und kein Gebiet haben, auf dem sie richtig schwach sind, wie das bei Lascannon & Co. der Fall ist.

Vom Thema Dodge mal gar nicht angefangen  ;)

Wir werden es nie erfahren, vieleicht hatten die ursprünglichen Designer bei Black Industries ja mal etwas in der Richtung vor.

Dann hätten sie aber auch eine 180°-Drehung irgendwo im Veröffentlichungszyklus planen müssen ;D

So, wie es tatsächlich gelaufen ist, erkennt man da mMn eine ziemlich klare Linie mit den hier diskutierten Macken, Mängeln und Eigenheiten.

Die "Keimzellen" eines deutlich differenzierteren Ansatzes sehe ich da nicht.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 14.06.2012 | 17:03
Und das ist die Stelle an der ich mir eben nicht sicher bin RE Black Industries und FFG.

Wenn man sich vor Augen hällt dass DH mehr oder weniger den Imperial Army Codex spiegelt (4th und 5th) und die Chars eben mit jenen Werten gleichzustellen sein sollten, dann wären die Steigerungen Witchhunter Codex, Daemohunter Codex und Spacemarines. (Quasi 25%, 50%, 75%, 100%).

Behällt man dies im Hinterkopf und betrachtet wie sich div. Warhammer 40K Armeen gegeneinander spielen, dann hat man einen Anhalltspunkt wie es hätte werden können und evtl. sogar geplant war. Davon dann ausgehend kann man leider nur sagen: FFG hats verbockt.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: SeelenJägerTee am 14.06.2012 | 17:34
@YY:

Nur so ein kleiner Gedanke: Das Problem liegt nicht bei den Waffen sondern bei den Rüstungen. Betrachte mal die AP Werte, betrachte PEN. Eigentlich sind doch erst mit Deathwatch und Mark of the Xenos mal Viecher erschienen bei denen man die hohen PEN-Waffen wirklich mal einsetzen kann und die AF-Waffen versagen.
Wir werden es nie erfahren, vieleicht hatten die ursprünglichen Designer bei Black Industries ja mal etwas in der Richtung vor.

Das Problem liegt bei den vollauto-Waffen. Wenn ich z.B. AP Muni in die Armageddon lade, erhöht das meinen Schaden gegenüber gepanzerten Zielen pro Treffer um 3. Bei 6 Treffern wären das 18 Schaden mehr.
Lade ich die Huntingrifle damit durch bekomme ich 3 mehr Schaden.
Rüstung ist dafür erst mal völlig irrelevant solange sie mehr als 3 Punkte Rüstung bietet. OK es gibt noch den Grenzfall, dass die Rüstung so hoch ist, dass nur die Accurate Weapon mit den 2 Bonus W10 überhaupt schaden machen KANN. Das wird aber dadurch kompensiert, dass die Vollautowaffe mit mehr Treffern auch mehrere W10 schmeißt die Rechtschaffenen Zorn auslösen können (das können die Bonuswürfel für eine Accurate Weapon nicht).
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Selbst wenn wir den explodierenden Schaden ignorieren, dann bringt das rein gar nix, dass die Lasgun schaden machen KANN, weil man sich da auch noch durch die HP durchgrinden muss. Und ein Ziel das so übelste Panzerung hat, dass die Armageddon + Manstopper keinen Schaden mehr macht, das hat zu viele Hitpoints um es mit der Accurate Weapon kleinen Schadenshäppchen wegzufilletieren.

@YY:

Wobei man eines übrigends bedenken sollte: Wir reden über ein Setting bei dem es eigentlich sehr viele rückstoßfreie Waffen gibt und geben sollte, zudem gibt es eine ganze Anzahl richtig defitiger Waffen.
[...]
Geben sollte/könnte.

Zitat
Ich finde, hier haben die ursprünglichen Designer gewollt oder ungewollt zu wenig oder falsch differenziert: Bei einer rückstßfreien LAS-Waffe macht Spray n Pray ja doch außerordentlich viel Sinn, da die Waffe ja nicht verrissen werden kann, eine Plasma- oder Melta-Waffe ist auch auf SA verdammt effizient.... nur.... hätte man SP-Waffen einfach mit einem Mali versehen sollen und gut ists.
Laut WH40K Flausch haben Las-Weapons mWn. einen Rückstoß.
Wird dadurch erklärt, dass der Laser die Luft vor dem Lauf so stark erhitzt dass die Wärmeexpansion das Ziel verreißt (im Sinne von Lauf bewegen nicht explodieren).

PS: Ne das Poblem liegt daran, dass nix gebalanced ist. Und das wie es nicht Gebalanced ist ist of noch nicht mal nachvollziehbar.
Z.B. ist der Screamer (ein Bewgungsmelder mt Lautsprecher) teuer als ein Stummer (der ein Schalldämpfendes Feld erzeugt).

Die Waffenstats sind No-brainer.
Wenn das System jetzt sagen würde, wir geben nix auf Balancing, dann wäre das ja sogar nicht mal schlimm. Aber du hast seitenlange Karrierelisten mit Abzweigungen, wo je nach Karriere verschiedene Fertigketien/Talente verschieden früh und zu verschiedenen Kosten kommen.
Das ganze impliziert, dass dort raffiniert balanciert wurde.

Ist aber nicht so. Wenn man den Ansatz "wir scheißen auf balancing, die Werte sollen noch nicht mal nachvollziehbar logisch sein, fangt einfach an zu spielen und habt spaß (so ihr das mit so unausgegorenem Zeugs könnt)!" verfolgt. Dann hätte man gleich sagen können "Baut euch einen SC der euch gefällt!" da eh nix Gebalanced ist macht es ja auch nix aus was für Fertigkeiten und Talente man hat ob viel ob wenig, ist halt nicht ausbalanciert.
- HAT MAN ABER NICHT. Offensichtlich hat man also (balancing) gewollt aber nicht gekonnt.

[...]
Wenn man sich vor Augen hällt dass DH mehr oder weniger den Imperial Army Codex spiegelt (4th und 5th) und die Chars eben mit jenen Werten gleichzustellen sein sollten, dann wären die Steigerungen Witchhunter Codex, Daemohunter Codex und Spacemarines. (Quasi 25%, 50%, 75%, 100%).

Behällt man dies im Hinterkopf und betrachtet wie sich div. Warhammer 40K Armeen gegeneinander spielen, dann hat man einen Anhalltspunkt wie es hätte werden können und evtl. sogar geplant war. Davon dann ausgehend kann man leider nur sagen: FFG hats verbockt.

FFG versucht wenigstens das jetzt zu reparieren. Ich finde nur kacke WIE sie es tun. Jedes neue Produkt der Linie (SM, Chaos, IG) hat neue andere Regeln, die offiziell "Neben den anderen für das alte Spiel richtigen und so gewollten - nein da wurde nix falsch gemacht! Nieeee!" bestehen - und deswegen hat jetzt DH ander FullAuto Regeln als DW (Feueraten der Waffen nachträglich generft), andere als RT andere als BC. Anstatt dass sie einach eine zweite Edition Regelwerk raus bringen und die verschiedenen Konzepte (Inqui, SM, Chaos, IG,...) als Quellenbucher raus zu bringen.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 14.06.2012 | 17:55
@SJT:

Bevor wir weiter an einander vorbeireden:

Ich gehe der Hypothese nach, nachdem man damals bei Black Industries versucht hat die RPG-Werte analog zu den TT-Werten zu mappen.
Daher nehme ich an dass:
A) Normale Menschen (analog zu Imperial Guard) sich gegenseitig mit normalen Waffen unglaublich gut abmetzeln können, alles weitere Overkill ist.
B) Der Overkill mit jeder Eskalation nach Oben hätte sinken sollen, mitsamt der nützlichkeit normaler Waffen.

Ich meine hallt, man wird sich was dabei gedacht haben wenn man Plasmawaffen (Pen 6) mit der besten Imperial Rüstung (AP 6) gleichsetzt, dann mit der Melta eine PEN 12 Waffe ins Feld führt, gegen die keine Rüstung im grundbuch auch nur irgendwas ins Feld führen kann.

Aber: lass uns diese Diskussion bis Only War vertagen.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: SeelenJägerTee am 14.06.2012 | 18:11
@SJT:

Bevor wir weiter an einander vorbeireden:

Ich gehe der Hypothese nach, nachdem man damals bei Black Industries versucht hat die RPG-Werte analog zu den TT-Werten zu mappen.
Daher nehme ich an dass:
A) Normale Menschen (analog zu Imperial Guard) sich gegenseitig mit normalen Waffen unglaublich gut abmetzeln können, alles weitere Overkill ist.
B) Der Overkill mit jeder Eskalation nach Oben hätte sinken sollen, mitsamt der nützlichkeit normaler Waffen.

Ich meine hallt, man wird sich was dabei gedacht haben wenn man Plasmawaffen (Pen 6) mit der besten Imperial Rüstung (AP 6) gleichsetzt, dann mit der Melta eine PEN 12 Waffe ins Feld führt, gegen die keine Rüstung im grundbuch auch nur irgendwas ins Feld führen kann.

Aber: lass uns diese Diskussion bis Only War vertagen.

Naja dagegen spricht halt, dass schon die "Stufe 1 Waffen" untereinander verbugged sind.
Autoguns und Lasguns sollten so etwa das gleiche Powerlevel haben (
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). Nach den Waffenwerten würde die IG aber NIE ihre Scharfschützen mit Longlas ausrüsten sondern mit Autoguns.

Und Melta sind Fahrzeugabwehr ;) den Packst du aus wenn der Rhino oder Leman Russ angerollt kommt.


Aber ja sind wir mal gespannt wie OW wird (naja mal abgesehen von den Rechtschreib- und Formatierungsfehlern, dass die wieder mehrfach pro Seite da sein werden wissen wir ja eh schon).
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 14.06.2012 | 18:16
Nur mal aus Neugier, SJT, welche Amreen/Editionen hast du mal gespielt?
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: SeelenJägerTee am 14.06.2012 | 18:41
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Nur mal aus Neugier: muss ich das dMn. um über die Balance der Waffen im Rollenspiel mitreden zu dürfen?
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Tim Finnegan am 14.06.2012 | 18:48
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Nur mal aus Neugier: muss ich das dMn. um über die Balance der Waffen im Rollenspiel mitreden zu dürfen?

Ja und Nein.

Es hilft wenn man sich ansieht welche Basis man versucht hat zu modellieren, dann kann man leichter verstehen wo sich der "Fehler" eingeschlichen hat und warum.
Das korrigiert diese Fehler zwar nicht, hilft aber wiederum die eigenen Hausregeln besser zu steuern.

Um das etwas anhand des 5th Edition Imperial Army Codex zu erklären:
Dort gibt es FA nur mittels einer bestimmten Armee Doktrin, bei der sich eine Gruppe Guardsman nicht bewegs und nicht stürmt, dabei aber mit FA so wirklich Gas gibt. Man kann, rein statistisch davon ausgehen das Bei Imps vs. Imps pro Salve 50% fallen, bei Imps vs. Orks 30%, Imps. vs. battle Sister 20%, Imps vs. (Chaos) SP 5% ....
Dazu hat man seine (Heavy Bolter, Lasgun, Autocannon) um Harte Ziele zu pinnen und seine Stormtrooper mit Grav Chute um Harte Ziele und Panzer zu plätten.

Jetzt werfe ich einen Blick auf mein DH Buch, First Printing, Black Industries, werfe einen Blick auf die Waffenwerte und Co., vergleiche das mit der zeitgleich erschienenen Edition, wo lande ich da?
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: SeelenJägerTee am 14.06.2012 | 20:34
Was für ein TT gut sein kann muss für ein RPG noch lange nicht gut sein.

Ich komme aus der Confrontation-Ecke deswegen mal ein Beispiel daraus. Für Schaden wirfst du 2d6. Wenn die Figur eine heilige Waffe hat, und ein Pasch für Schaden gewürfelt wurde ist die gegnerische Figur tot.
Wenn ich jetzt aus dem Tabletop ein RPG mache und von d6 auf d10 umstelle ist es eine schlechte Idee die heilige Waffe bei einem Pasch auf die 2d10 töten zu lassen. Hier muss man sich etwas anderes Ausdenken um den Charakter einer Heiligen Klinge einzufangen. Wenn das System Wunden kennt z.B. eine extra Wunde oder so was.


Wenn man sich die RPG Reihe anschaut haben sich die Designer oft offensichtlich keine Gedanken um die Statistik gemacht.
Es mag sein, dass man naiv nach Formel X aus dem Tabletop Werte übertragen hat (obwohl jemand im FFG Forum mal anhand des Plasmagewehrs und eines Rhinos vorgerechnet hat, dass Plasmas zu wenig Schaden machen) und gedacht hat, dass das schon so passt.
Es mag auch sein, dass GW hier der "Bösewicht" ist und gesagt hat. "Egal ob das SINN macht wir wollen eine wörtliche nicht sinngemäße Übersetzung (im regeltechnischen Sinne)."
Aber was auch immer der Grund ist, der muss mich nur peripher interessieren. Was mich interessiert ist, dass diese und jene Regel RAW irgendwie vorn und hinten murksig ist.
Titel: Re: Szenarioentwurf: Plausibilitäts-Check durch erfahrene Schattenjäger
Beitrag von: Zauberelefant am 15.06.2012 | 00:06
Als DW eSeL sei mal eingeworfen, daß ich alles andere als einen "more Dakka"-Bias irgendwie unpassend gefunden hätte.
An der Stelle sei angemerkt, daß DW-Sniperwaffen sind:
Stalker-Bolter
Astartes und Ultima IX Scharfschützengewehr

Was alle drei Waffen können, ist erstmal unauffällig sein. Und bei Einzelschuß heftigen Schaden verursachen, wenn man Accurate, ggf Toxic und Felling/Tearing. Dazu kommt eine gegenüber dem Bolter heftig gesteigerte Reichweite. Mit entsprechend geringeren Modifikatoren für Reichweite (oder besseren auf kürzere). Außerdem sind sie schlecht zu orten (mit Stalker-Mun, bei Sniper Rifle automatisch).
Demgegenüber haben sie eher miesen Durchschlag. Das kann man per Eye of Vengeance noch beheben.
Natürlich kann man eine Zielperson effektiver/sicherer per Laserkanone verdampfen. Für Alienjagd sind sie eher doof (außer bei solchen Humanoiden wie Tau/Eldar/Menschen), trotzdem bleibt bei Stealth-Missionen das Problem der Sichtbarkeit.
Was mich schließen läßt: es sind ebenso wie Melter, Plasmawaffen und Schrotflinten keine Alltagswaffen. Da sticht besonders der Deathwatch-3-Sorten-Muni-Bolter.

Und zum Schluß: ja, die Spiele sind so mies gebalanced, daß man nach Fluff spielen sollte. Beispiel sei hier die Situation, wo unser Rank-1 Blood Angel Assault Marine mit zwei Kettenschwertern einen Bunker mit einer 20er Horde Ork-Boyz stürmt. Nachdem nach seinen 3 Attacken die Horde sich auf überschaubare 4 reduziert sieht, erkläre ich den Bunker für geräumt.

Doof?

Naja, mein Plan sah was anderes vor, aber wie cool war das denn? Genau das sollen SM machen. Zugegeben, bei DH Charas macht das weniger Sinn, aber ich stelle mir vor, daß es auch seltener vorkommt.