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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: ErikErikson am 8.08.2012 | 15:17
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Die Regel Null besagt bekanntlich, das man nicht mit Idioten spielen soll. jetzt stellt sich mir die Frage wie man reagieren soll, wenn man selbst ein Idiot ist, und selbiges auch erkannt hat. Soll man dann, solange man ein Idiot ist, mit dem Spielen ganz aufhören? Eventuell könnte man ja an sich arbeiten und versuchen, kein idiot mehr zu sein. Dann könnte man wieder einsteigen. Oder soll man besser die Mitspieler bitten, sich über die Regel 0 hinwegzusetzen? ich bin hier zwiegespalten. Beides hat Vor- und Nachteile, was meint ihr?
Man kann jetzt einwenden, das es natürlich nur wenige Leute gibt, die ihr eigenes Idiotentum erkannt haben. Dennoch würde ich die Frage nicht als rein akademisch bezeichnen, da es hier und dort ja doch einmal auftreten kann.
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Fragst du für "einen Freund"?
;D
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Ich sag mal wenn man erkannt hat das man sich, wie ein Idiot verhält (Ich kenn Regel 0 mit Arschloch), könnte man ja auch einfach an sich Arbeiten?
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur besserung und so.
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Wenn man erkannt hat, dass man ein Idiot ist, ist der entscheidende Schritt zumeist getan. Ausnahmen wären Fälle, bei denen der Mangel an Sozialkompetenz pathologisch bedingt ist. Die Leute müssen in Therapie, und das weniger, damit sie hinterher ordentliche Rollenspieler sind.
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Ich würde zu Notschlachtung raten. Aber natürlich kann man, wenn man Optimist ist, auch versuchen sich zu bessern. Bis das gelungen ist, sollte man sich aber tunlichst von der Menschheit fernhalten. Am besten zieht man bis Besserung eingetreten ist nach Brandenburg oder Sibirien. Eine Einsame Insel könnte auch funktionieren.
:Ironie:
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Dazu zwei Gedanken:
1) "Spiele nicht mit Idioten!" ist eine deutlich überspitzte Darstellung. Was gemeint ist, ist doch: "Spiele nicht mit Leuten, mit deren (Spiel-)Verhalten du nicht klarkommst."
Wenn die Mitspieler mit dir klarkommen, dann erfüllst du die Regel. Wenn nicht, werden sie eh nicht mit dir spielen wollen.
2) Nicht nur kann man an sich arbeiten, Rollenspiel hilft sogar dabei, weil es sozialen Umgang und Empathie schult. Insofern besteht Hoffnung.
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Wenn du mit deinem eigenen Verhalten nicht klarkommst hast du denke ich wichtigere Proleme zu lösen als eine RPG Gruppe zu finden. :gasmaskerly:
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Ein Bekannter von mir, der von Beruf Psychologe ist, sagte mir einmal, dass Menschen sich von sich aus nicht ändern können. Dies einfach Mal als Fakt vorausgesetzt, kann man bei selbsterkannter Idiotie eigentlich entweder nur mit dem Hobby aufhören oder hoffen, Mitspieler zu finden, die die Regel 0 nicht kennen oder befolgen. Vielleicht hilft's ja, sich andere Idioten als Mitspieler zu suchen und eine Art Selbsthilfegruppe zu gründen.
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Eine Einsame Insel könnte auch funktionieren.
Aber Du darfst nur 10 Rollenspielbücher mitnehmen. ::)
Falls die Ausgangsfrage ernstgemeint ist: wodurch genau ein Idiot oder Arschloch definiert ist, ist vor allem subjektiv. Könnte also sein, dass eine Gruppe einen Spieler rauskickt, weil er nach Meinung der anderen ein Arschloch ist. Der arme Kerl findet neue Mitspieler, mit denen das Spielen viel mehr Spaß macht, und freut sich, die (seiner Meinung nach) Arschlöcher aus der ersten Gruppe los zu sein.
Dein hypothetischer Fall ist aber ein anderer: da bemerkt jemand an sich selbst ein Verhalten, das er blöd oder gar unerträglich findet. Wenn dessen Gruppe damit aber kein großes Problem hat, warum sollte er dann nicht mehr mitspielen? Das hat doch mit Regel 0 nix zu tun.
Falls die Gruppe aber zu der gleichen Erkenntnis gekommen ist (Spieler X ist ein Idiot), dann sollte X sich beeilen, sein Verhalten zu ändern, oder aus der Runde aussteigen.
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2) Nicht nur kann man an sich arbeiten, Rollenspiel hilft sogar dabei, weil es sozialen Umgang und Empathie schult. Insofern besteht Hoffnung.
Außerdem ist's gut für die Haut und schützt vor Karies. ::)
Das Rollenspiele im passenden Setting (hier im therapeutischen Sinne benutzt) beim Erwerb nützlicher Fähigkeiten helfen können, möchte ich nicht bestreiten. Nur sehen diese Rollenspiele dann anders aus als das was der Großteil der Pen and Paper Spieler am Spieltisch praktiziert.
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Das Rollenspiele im passenden Setting (hier im therapeutischen Sinne benutzt) beim Erwerb nützlicher Fähigkeiten helfen können, möchte ich nicht bestreiten. Nur sehen diese Rollenspiele dann anders aus als das was der Großteil der Pen and Paper Spieler am Spieltisch praktiziert.
Also mir hat es sehr geholfen und es ging nicht im mindesten in die Richtung, die du als erforderlich ansiehst...
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Solange die Mitspieler noch nicht gemerkt haben, dass man ein Idiot ist, macht es ja nichts. Und wenn sie es gemerkt haben, kann man sich einfach neue Mitspieler suchen, die es noch nicht wissen... ;D
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Bei wörtlicher Auslegung lautet die Regel, nicht "mit" Idioten zu spielen. Du darfst also, wenn du ein Idiot bist, nicht mit dir selbst spielen. Mit anderen ist von deiner Seite aus okay. Und ehe einer fragt: An dir selbst rumspielen ist auch okay! ;D
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An dir selbst rumspielen ist auch okay! ;D
Waehrend einer Nicht-Online RPG Runden?
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Fragst du für "einen Freund"?
;D
;D
Ich weiß gerade nicht, wie ernst ich diese Frage nehmen soll.
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Wie ernsthaft ist diese Frage eigentlich gestellt?
Dass Rollenspiele soziale Fertigkeiten beeinflussen können, stelle ich nicht in Frage; dass das aber häufig genug passiert, sehr.
Wenn man an sich selbst feststellt, die Regel Null zu erfüllen, stellt sich für mich zunächst die Frage nach welchem Maßstab überhaupt? Den eigenen Maßstäben oder denen anderer, die der Selbsterkennende auf sich projeziert?
In Fall 1: Die Probleme sind größer, sodass die Frage nach der Teilnahme an der Rollenspielgruppe weniger ins Gewicht fällt; in Fall 2: Mal am Selbstwertgefühl schrauben und ganz sicher diese fragliche Rollenspielrunde verlassen.
Soso, Menschen können sich nach Auffassung von Psychologen (herrschende Lehre, umstrittene Lehre, welche "Schule"?) nicht selbst verändern ... Interessant.
AO
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Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Wenn man also an sich selbst problematisches Verhalten festgestellt hat und sich ändern will, dann sucht man sich einen geeigneten Mitspieler und sagt ihm in etwa:
"Ich hab XY als problematisches Verhalten an mir erkannt und will das ändern. Falls ich also das nächste Mal wieder anfange, XY zu machen, sag mir bitte sofort Bescheid, ich werde dann versuchen, es zu lassen.
Und danke, dass du es bis jetzt in einer Runde mit mir ausgehalten hast!"
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Es gibt da ein Selbsthilfecamp (http://tanelorn.net/index.php/topic,43525.0.html), dessen Besuch dir helfen wird.
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Sollte Regel 0 nicht immer auf andere angewendet werden? Nur weil man selbst ein Idiot ist, heißt das doch noch nicht, dass nicht ev. andere weiterhin mit einem spielen wollen. Wieso sollte man diese anderen dann eines Mitspielers berauben, wenn sie sich gar nicht darüber beschwert haben? Solange man selbst mit seinem Idiotsein kein Problem hat - und sich kein anderer beschwert hat - wieso drüber aufregen? ~;D
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Und jetzt die Preisfrage: Darf man durch Regel 0 teilen?
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Es gibt ja die alte Regel, daß in jeder Gruppe die Mehrheit Arschlöcher sind, ...dies gilt nunmal auch für Paare und eben auch für Individuen....
...da bleit es einem eben nur, eine Gruppe zu suchen, die diese Regel mangels Masse (lieber mit idioten spielen als gar nicht) sowieso ignorieren muß.
Ich sag mal wenn man erkannt hat das man sich, wie ein Idiot verhält (Ich kenn Regel 0 mit Arschloch), könnte man ja auch einfach an sich Arbeiten?
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur besserung und so.
Gemäß jenes anderen Weistums, daß man sich lieber auf dem eigenen Niveau amüsieren sollte, als sich auf einem höheren zu langweilen, lohnt sich das nicht wirklich - man findet ja auch laut dem 1. satz auch viel mehr Gruppen mit Arschgeigen bzw. idioten als solche ohne.
Nach welcher Zeitspanne ist das Idiotsein denn wieder verfallen, wenn man sich gebessert hat?
IMHO sobald das Bedürfnis abgefallen ist, anderen gefallen zu wollen...
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jetzt stellt sich mir die Frage wie man reagieren soll, wenn man selbst ein Idiot ist, und selbiges auch erkannt hat.
Willkommen bei der Mehrheit/im Mainstream. Weiter machen wie immer.
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Und jetzt die Preisfrage: Darf man durch Regel 0 teilen?
Gefällt mir.
+1
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Willkommen bei der Mehrheit/im Mainstream. Weiter machen wie immer.
Nein, nein. Die Mehrheit sind vielleicht Idioten, hat das aber noch nicht erkannt. :)
Außerdem: Des einen Idiot ist des anderen coole Socke.
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Idioten sind doch okay.
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Also mir hat es sehr geholfen und es ging nicht im mindesten in die Richtung, die du als erforderlich ansiehst...
Und mich haben die Phosphorus Globuli von der sozialen Angst befreit. Die Medizinwelt zittert vor diesem Beweis...
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Nein, nein. Die Mehrheit sind vielleicht Idioten, hat das aber noch nicht erkannt. :)
Außerdem: Des einen Idiot ist des anderen coole Socke.
Was, ganz schlicht, gegen so einen Blödsinn wie diese in Foren propagierte Regel 0 spricht.
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Was, ganz schlicht, gegen so einen Blödsinn wie diese in Foren propagierte Regel 0 spricht.
I call Bullshit.
Das Eingeständnis, dass es Personen gibt die der eigenen Spielgruppe durch fortgesetztes Fehlverhalten schaden und der Wille, diese Personen dann auch aus der Gruppe auszuschließen, sind Dinge die ich von reifen Mitspielern erwarte. Die Regel 0 ist eine der wenigen Ideen und Konzepte die sich hier im Forum über die Jahre hinweg gehalten haben (War das Original nicht von Marcel Gehlen?) und das mit gutem Recht.
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Und mich haben die Phosphorus Globuli von der sozialen Angst befreit. Die Medizinwelt zittert vor diesem Beweis...
Berechtigter Einwand. Da ich nicht in die Details gehen möchte, kann ich keine ausreichende Belege vorlegen und Aussagen ohne ausreichenden Belege sollten nicht geglaubt werden.
Das Eingeständnis, dass es Personen gibt die der eigenen Spielgruppe durch fortgesetztes Fehlverhalten schaden und der Wille, diese Personen dann auch aus der Gruppe auszuschließen, sind Dinge die ich von reifen Mitspielern erwarte. Die Regel 0 ist eine der wenigen Ideen und Konzepte die sich hier im Forum über die Jahre hinweg gehalten haben (War das Original nicht von Marcel Gehlen?) und das mit gutem Recht.
In der Tat. Die Regel 0 erlaubt Rollenspiel überhaupt. Ansonsten müsste man jeden möglichen nicht wünschenswerten Fall im Rollenspiel durch eine Regel ausschließen, was nicht praktikabel ist.
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Berechtigter Einwand. Da ich nicht in die Details gehen möchte, kann ich keine ausreichende Belege vorlegen und Aussagen ohne ausreichenden Belege sollten nicht geglaubt werden.
Zur Klarstellung: Ich zweifle nicht an, dass dir das Rollenspielen beim Erwerb von sozialen Fähigkeiten geholfen hat. Ich weigere mich nur, deswegen gleich die allgemeingültige Aussage "Das Hobby Rollenspiel fördert den Erwerb von sozialen Fähigkeiten" aufzustellen.
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Keine Sorge, das hatte ich schon verstanden. Ich bin Naturwissenschaftler.
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Ich bin Naturwissenschaftler.
Ich wünschte wirklich das wäre ein festes Qualitätsmerkmal in sozialen Angelegenheiten. ;)
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Ich bin Naturwissenschaftler.
Hallo Sheldon. >;D
Back to topic: Regel 0 auf sich selbst anwenden? Konsequent zu Ende gedacht kann das nur in der Klapse oder am Strick enden - beides unerfreulich. Ich empfehle dringend therapeutische Unterstützung.
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Hallo Sheldon. >;D
Back to topic: Regel 0 auf sich selbst anwenden? Konsequent zu Ende gedacht kann das nur in der Klapse oder am Strick enden - beides unerfreulich. Ich empfehle dringend therapeutische Unterstützung.
Warum sollte man "Dont play with Assholes" denn NICHT auf sich selbst anwenden dürfen? Ich meine, soll doch jeder nach seiner facon glücklich werden, wenns denn unbedingt sein muss.... >;D
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Ich wünschte wirklich das wäre ein festes Qualitätsmerkmal in sozialen Angelegenheiten. ;)
Ist es denn eine soziale Angelegenheit? Du hast eine reine Faktenaussage getroffen. Faktenaussagen sind unabhängig ihrer Bewertung zu betrachten.
Das passt übrigens irgendwie zum Thema: Meiner Erfahrung nach entstehen die meisten Probleme am Spieltisch, weil keine objektive Kommunikation stattfindet. Insofern ist man vermutlich vor allem dann der Idiot, wenn man völlig kritikunfähig ist, weil man Aussagen nicht von ihrer Bewertung trennt.
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Es gibt doch die allgemeingültige Regel: Idioten sind immer nur die anderen.
Somit hat sich die Frage erübrigt. ;D
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Mal etwas differenziert betrachtet:
Was ja schon fiel ist die Erkenntnis, dass des einen Idiot des anderen bester Buddy ist. Dazu noch der Gedanke, dass es völlig situationsabhängig ist, was nun idiotisches Verhalten ist und was nicht. Leute, die erkannt haben, dass sie sich idiotisch verhalten, sind imho schon einen gewaltigen Schritt davon entfernt, Idioten zu sein - wer die Einsicht hat, dass er sich wie ein Depp aufführt und dieses Verhalten trotzdem nicht abstellen kann, braucht unter Umständen eher eine Therapie als eine Rollenspielgruppe. Ansonsten ist Selbsterkenntnis und offene Selbstkritik ein guter Weg, andere Gruppenmitglieder auf seine Seite zu ziehen. Wer eingesteht, Fehler zu machen und um Hilfe bittet, diese Fehler zu korrigieren bzw. zu umschiffen, dem wird i.d.R. erstmal auch geholfen, manchmal braucht es ja nur direktes nicht-aggressives Feedback (statt: "Du bist ein Idiot!" ist "Das hat mir nicht gefallen, weil..." oder "Nächstes Mal wäre es besser, wenn..." natürlich tausendfach günstiger). Siehste mal, bei Idiot sind wir eingestiegen und jetzt rede ich nur noch davon, Fehler zu machen. Liegt wohl im Auge des Betrachters. ;)
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Konsequent die Regeln 0 auf sich selbst angewendet ist es, wenn ich erkenne, dass in einer Gruppe die Spielstiele sehr stark divergieren und dass ich der Vertreter der Minderheit bin und dementsprechend nicht versuche allen meinen Spielstiel aufzuzwingen sondern halt mich anpasse oder weiche.
Ebenfalls konsequent ist es wenn ich erkenne, dass ich mit bestimmtem Spiel/Verhalten für Probleme gesorgt habe und dann dieses Verhalten ändere oder abstelle.
Quasi das Gegenteil von mein Charakter ist halt so.