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Pen & Paper - Spielsysteme => Weitere Pen & Paper Systeme => GURPS => Thema gestartet von: Gummibär am 26.09.2012 | 14:22
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Das ganze System mit den verschiedenen Schadensarten, der DR und den Waffenschäden ist im Detail betrachtet, wenn man realistische Erwartungswerte darauf anwendet nicht wirklich gut.
Es ist halt ein abstrakter Spielmechanismus.
Als Antwort auf:
Eben. DR 14 würde eine 50% Chance bedeuten gar keinen Schaden zu erhalten. Dank 4d pi++ ist bei einem überdurchschnittlichen Wurf aber schnell trotzdem eine durchaus schwere Wunde drin. Ich würde daher, wenn man von einem einigermaßen sicheren Schutz sprechen will, eher DR 18 ansetzen. Dann ist man aber in der Region von TL 9 Rüstungen....
Innerhalb der GURPS Logik sind mehr als DR +2 gegenüber der Gefechtsrüstung wohl nicht drin, wie du auch schriebst. Dann kann man aber nicht mehr von einem Kugelstopper reden; der Durchschnittschaden von einer Musketenkugel wäre dann nämlich satte 10 [(14-9)x2].
mE ist der Musketenschaden zu hoch.
Inwiefern ist das System denn nicht gut? Wie könnte man es verbessern?
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Ich finde es eigentlich besser als bei allen anderen mir bekannten "realistisch-simulationistischen" Systemen.
Der Musketenschaden von 4d pi++ war damals einfach zu hoch von mir angenommen worden. Diese Musketen sind aus einer Zeit, als Feuerwaffen den Rüstungswettlauf gegen die Plattenpanzerung gewonnen hatten - (17. Jhdt und später) (was ja regeltechnisch schön abgebildet wird).
Die mit Plattenrüstungen konkurrierenden frühen Feuerwaffen, Arkebusen etc. machen eher so 2d+1 pi+ (bzw. 2d-1 pi+ für Pistolen). Schwere Platte hat DR 9, und da passt das sehr gut.
Ich hatte damals einfach LowTech 4E noch nicht (das gabs möglicherweise noch nicht).
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Gerade was die militärischen Erwartungswerte angeht sind die Waffen-Stats ziemlich gut, die Autoren haben viel Mühe investiert (Recherche, Playtests usw.), um das Ganze sogar mit realhistorischen Statistiken, ballistischen Testergebnissen etc. abzugleichen, so das es gut passt! :)
Für größte historische Genauigkeit sollte man dann nach Möglichkeit immer das Equipment aus den passenden Techbooks nehmen, also für Moderne High-Tech und frühere Zeiten Low-Tech+Martial Arts.
Im Detail gibt es natürlich immer ein paar Sachen, wo kleine Kompromisse gemacht werden mussten o.ä., aber für mich ist es nach wie vor eine sehr gelungene Komposition möglichst realistischer Simulation bei gleichzeitig guter Spielbarkeit, kenne da in der Hinsicht kein besseres RPG-System...
Was gewisse kleine Mankos oder zusätzlich gewünschte Specials angeht, findet sich natürlich immer Optimierungspotential, wenn Du da Wünsche/Fragen/Ideen hast, immer raus damit ;)