Was denkt ihr dazu? Könnte das funktionieren? Könnte das Spaß machen? Wo seht ihr Probleme?
Scheitert die gemeinsame Lösung, wird der Wagen sowohl für 500 als auch für 300 verkauft. Das geht offenbar nicht, also scheitert der Verkauf. Beide verlieren, der Händler verliert den Kunden und der Kunde hat die Zeit verschwendet.Und wenn die gemeinsame Lösung klappt? Für wieviel wird der Wagen dann verkauft?
Der Händler denk sich, dass er den Wagen auch so los wird, aber er preist dem Kunden lieber mal mit die Vorzüge des Neuwagens an.Der Händler hat ja Feilschen4 und somit noch 2 Punkte übrig, das heißt, er könnte sie auch beide auf "Gebrauchten für 300" setzen und damit das Angebot entfernen.
Er setzt nix mehr. Damit hat der Kunde nicht gerechnet, verzockt.
Es steht aktuell
Seite A: I) Gebrauchtwagen für 500. 1w
Gemeinsame Lösung: II) Später nen Neuwagen bei ihm Kaufen. 2w
Seite B: III) Gebrauchten für 300. 1w
Und wenn die gemeinsame Lösung klappt? Für wieviel wird der Wagen dann verkauft?Dann wird er gar nicht verkauft wie oben beschrieben, weil das nicht im Gemeinsamen Pool war.
[...]
[...]Könnte er hier tun. Aber er will sich vielleicht eher nicht den Ruf aufbauen Kunden mehr oder weniger zu nötigen.
Der Händler hat ja Feilschen4 und somit noch 2 Punkte übrig, das heißt, er könnte sie auch beide auf "Gebrauchten für 300" setzen und damit das Angebot entfernen.
Dann hätten wir:
Seite A: I) Gebrauchtwagen für 500. 1/0
Gemeinsame Lösung: II) Später nen Neuwagen bei ihm Kaufen. 1/1Seite B: III) Gebrauchten für 300. 2/1
[...]
Das heißt, wahrscheinlich gibt es die gemeinsame Lösung, ansonsten gibt es nur die Einzellösung.Wenn du 7 und 9 Würfel hast funktioniert das so schon nicht mehr. Da du einen Überschuss von 2 brauchst um was auf deine Seite zu ziehen. Da können Locker 2-3 Vorschläge von deinem Gegenüber stehen bleiben. Ich wollt jetzt nur keine Beispiele mit 10+ Würfeln im Pool auspacken, weil die so ewig brauchen.
Das Ganze basiert hier also eher auf einer MAD-Mechanic.
Ich mache mir eher sorgen, dass das System bricht wenn irrationale Spieler auftreten (wie Fanatiker die mit dem eigenen Tod kalkulieren).
Hmm... Das wäre ja mal ein System, das Leute dazu bringen würde, sich möglichst aus Kämpfen rauszuhalten. Ja, du kannst deinen Gegner umbringen, aber du wirst dabei wahrscheinlich auch selber draufgehen... Zumindest wenn ich es richtig verstanden habe, dass ich nacheinander die Forderungen "Ich töte dich!", "Ich schlag dir den Arm ab!", "Ich schlag dir die Hand ab!", "Ich steche dir ein Auge aus!", usw. einbringen kann, was mich jeweils einen Würfel kostet und meinen Gegner 2 um es abzuwenden.Richtig aber der ANDERE kann das auch machen.
Dann wird er gar nicht verkauft wie oben beschrieben, weil das nicht im Gemeinsamen Pool war.Das versteh ich ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich ist "Dann eben nicht" eine typisch deutsche Herangehensweise an einen Handel.
[...]Ach aber "Würfel mal auf Feilschen/Diplomatie!" ist da besser und simplifiziert nicht unzulässig.
Das System hat für mich den (anscheinenden?) Nachteil, dass es zu früh von einem totalen Gesichtsverlust für einen Beteiligten ausgeht und weitere Handlungsoptionen nicht mehr zuläßt. Auch in diplomatischen Verhandlungen kommt sowas ja zum tragen. Klar soll das keine ultrarealistischen Handelssimulation sein, aber mir kommt es so vor, als reduziert es die Optionen und simplifiziert sehr komplexe soziale Vorgänge so sehr, dass ich persönlich es als unzureichend und wenig attraktiv empfinden würde.
[...]
Ich möchte mich in den allermeisten Fällen ja mit meinem Gegenüber einigen. :DWenn du dich mit dem Gegenüber einigen WILLST, dann solltest du halt Angebote machen, die realistisch sind.
Ach aber "Würfel mal auf Feilschen/Diplomatie!" ist da besser und simplifiziert nicht unzulässig.Nein und natürlich doch.
Das System beinhaltet absichtlich die Option des Scheiterns bei der niemand gewinnt, damit beide Seiten einen Anreiz haben möglichst realistische Angebote in den Raum zu werfen.Ich verstehe dein Beispiel allerdings so, dass man durch leichtes zu hoch pokern komplett raus ist und kein korrigiertes Angebot machen kann. Oder wieso ist die Verhandlung beim Autokauf in den Wird-auf-keinen-Fall-verkauft-Modus abgerutscht?
[...]Eigentlich wollte ich damit erzwingen möglichst realistische Angebote zu machen und nicht zu versuchen möglichst viel für sich rauszuholen.
Ich verstehe dein Beispiel allerdings so, dass man durch leichtes zu hoch pokern komplett raus ist und kein korrigiertes Angebot machen kann. Oder wieso ist die Verhandlung beim Autokauf in den Wird-auf-keinen-Fall-verkauft-Modus abgerutscht?
Eigentlich wollte ich damit erzwingen möglichst realistische Angebote zu machen und nicht zu versuchen möglichst viel für sich rauszuholen.Vielleicht solltest du mal bei einem echten arabischen Feilschen dabei sein. ;D
Der Kunde meint jetzt, dass er mehr rausholen kann, wenn er dem Händler ein lukratives Geschäft in Zukunft in Aussicht stellt.
"Ja. Mir ist der alte Wagen zusammengebrochen. Jetzt brauche ich nen neuen, aber ich hab gerade alles fest angelegt und es wird erst im Dezember was fällig. Bis dahin muss ich jetzt günstig überbrücken."
Das ist 'n Unfallwagen, hier der Kühler ist verschoben und der Stoßfänger hat ne Delle. Ich würd' Ihnen 300 geben"
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