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Pen & Paper - Spielsysteme => Savage Worlds => Thema gestartet von: Baron_von_Butzhausen am 9.10.2012 | 19:21

Titel: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Baron_von_Butzhausen am 9.10.2012 | 19:21
Hallo Freunde,

ich frage mich grade wer von euch schonmal etwas gesavaged hat, und was aus den Projekten geworden ist?

Welches sind die größten Hürden?

Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Pyromancer am 9.10.2012 | 19:25
Ich leite jetzt die zweite gesavagte Midgard-Kampagne, beide mit 40+ Sitzungen, und die zweite läuft bestimmt noch 10-20.
Große Hürden gab es keine, es war fast schon ZU einfach.  >;D Hier und da gab es am Anfang mal Unklarheiten, wie dieser oder jender Zauber oder Hintergrund-Fakt umgesetzt werden sollte, aber das war alles kein Hexenwerk.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Baron_von_Butzhausen am 9.10.2012 | 20:42
Midgard ist ein gutes Stichwort. Ich bin für 5 Euro an die Kampagne "Sturm über Mokatan" gekommen, und die soll ganz Großartig sein. Nun will ich sie mir Savagen und arbeite dran.

Ich habe Blut geleckt und Frage mich gerade wie es ist komplette Systeme / Settings zu Savagen. Vor allem Kingmaker würde ich gern angehen.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Zwart am 9.10.2012 | 20:44
Ich habe bisher folgende Settings versavaged:

Fallout ( Link zum PDF (http://savageheroes.de/download/Savage%20Fallout.pdf) )
Aventurien (Link in meiner Signatur)
Aquanox (kein PDF, nur ein paar Notizen - vorallem sind es Werte von U-Booten, ansonsten habe ich ziemlich viele Regelteile aus anderen Settings und den Companions genutzt)

die größte Hürde für mich war bisher immer eher die Zeit die ich nicht habe und der innere Schweinehund den es zu überwinden gilt sich da dran zu setzen. Denn eigentlich strebe ich immer eine Form an die ich dann auch mit dem Internet teilen kann, was natürlich ein bisschen mehr Arbeit macht als nur irgendwas für die eigene Gruppe hinzuschreiben.



Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Pyromancer am 9.10.2012 | 20:51
Midgard ist ein gutes Stichwort. Ich bin für 5 Euro an die Kampagne "Sturm über Mokatan" gekommen, und die soll ganz Großartig sein. Nun will ich sie mir Savagen und arbeite dran.

Ich hab da mal was vorbereitet:
http://tanelorn.net/index.php/topic,48187.msg1271300.html#msg1271300
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Odium am 9.10.2012 | 21:57
Geteilt =D

Alle Fantasykonvertierungen die ich bisher angegangen habe, haben sehr gut funktioniert (4th Edition D&D Points of Light, Midnight), bei SciFi Sachen fand ich bisher immer, das es "nicht rund" läuft...
Entweder haben mir die Fahrzeugregeln nicht zugesagt oder die Art wie die Magie im Setting funktionert hat nicht zu SW gepasst. Die Ausrüstungslisten waren da auch immer viel schwieriger zu basteln als für Fantasy...
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Sphärenwanderer am 9.10.2012 | 22:08
Rakshazar (Siehe Signatur)

Generell war es extrem einfach (ist aber auch noch in Arbeit), ein paar kleine Stolpersteine gab es, aber nichts Erwähnenswertes. Die großen Rassen waren etwas umständlicher (Bei Aktualisierung auf GER werden die wohl auch nochmal geändert) und die Ritualmagie zusätzlich zur Spruchzauberei ist auch noch nicht ganz ausgereift.

Ich kann Savagen nur empfehlen. :)

@Odium
Hast du auch das Scifi-Toolkit verwendet? Das dürfte dir viel Arbeit abnehmen.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Dr. Shoggoth am 9.10.2012 | 22:52
Ich empfinde die WC - Statisten Aufteilung als großes Problem bei Systemen, die nicht cinematisch sind. Bei Realms of Cthulhu finde ich das zum Beispiel.

Die Magie ist meistens auch eine recht hohe Hürde. Ich finde z.B. die Zauberei im wilden Aventurien noch nicht ideal, mir fällt aber nichts besseres ein.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Gaming Cat am 9.10.2012 | 23:20
Ich kann Savagen nur empfehlen. :)
Dito, GERADE bei Sci-Fi-Settings (e.g. Star Wars) hatte ich immer den Eindruck, dass die gute Regelung von Schusswaffen (tödlich aber nicht völlig over the top) der Sache sehr entgegenkommt!
Grundsätzlich bleibt es aber relativ zeitaufwendig, so dass ich nur raten kann: finde gut funktionierende Teile aus anderen Settings und verwende sie mit wenig Änderung (außer beim Fluff). Dann kann die Sache eigentl. nicht völlig in die Hose gehen...
Nur Mut!
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: sindar am 10.10.2012 | 15:45
Als Spieler bei Savage Synnibarr (das "Savagen" hat freundlicherweise unser SL, der tartex, uebernommen :)): Laeuft bestens. Keine Ahnung, wie schwierig das war, aber das Ergebnis spielt sich flott und spassig.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Blackice am 11.10.2012 | 07:40
wir spielen ja nun schon länger Bradley sein desperate Future regelmäßig und ich muß sagen, es klappt wunderbar.. Wir waren ja kurz bei gurps das ist etwas in diebhose gegangen aber savage nutzen ist eigentlich für sowas ne super sache.. regeln sind einfach und wenn man alles schön beschreibt auch im Kampf dann geht der rollenspiel Flair auch nicht flöten trotz sehr bevorzugten tabletop Aufstellungen.. :-) denke es War der beste Schritt den man machen könnte ;)
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Voiata am 11.10.2012 | 09:11
Wir spielen z.Zt. Savage Dragon Age.
Fühlt sich gut und flüssig an. Dabei haben wir allerdings Talente in Dreier-Ketten gestapelt und für die nach Vorlage vorhandenen Spezialisierungen eigene Dreier-Ketten ersonnen.
Das muss man nicht, uns gefiel es und läuft im Praxistest für unsere Ansprüche hervorragend.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Feuersänger am 11.10.2012 | 09:23
Wir haben mal drei Dinge versucht zu savagen, mit durchwachsenem Erfolg:

- Conan: vorher mit Conan D20 gespielt. Dann die laufende Kampagne auf SaWo umgestellt. Vom Flair her hat es ziemlich gut gepasst. Ein Problem war aber, dass SaWo-Charaktere wesentlich schmalspuriger sind als ähnlich erfahrene D20-Charaktere (wenn man die übliche D20->SaWo-Leveltabelle zugrundelegt).

- Shadowrun: hier sind wir mit der Konvertierung nie fertig geworden. Vor allem fanden wir keine befriedigende Lösung für die Cyberware.

- Warhammer: zweimal gespielt. Ging, aber hat keine Begeisterungsstürme ausgelöst. Lag aber mehr am SL als an sonst irgendwas.

Insgesamt habe ich am "savagen" das Interesse verloren. SaWo ist ganz nett für oneshots zwischendurch, aber für längere Kampagnen sind mir die Charaktere zu schmalspurig.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Samael am 11.10.2012 | 09:33
, aber für längere Kampagnen sind mir die Charaktere zu schmalspurig.

Obligatorische :T: Antwort:
Das liegt aber nur an dir, nicht an SaWo. Du hast es nur nicht richtig verstanden, und überhaupt.


Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Marduk am 11.10.2012 | 10:07
Ich habe angefangen den PF Adventure Path Carrion Crown zu savagen. Ging eigendlich ganz gut ist auch eher an anderen Sachen als an den Regeln gescheitert. Nachdem ich gesehen hab wie einer der Spieler seinen Charakter schon von Anfang bis Ende durchgeplant hat und die Charaktere der anderen Spieler auch angefangen hat zu optimieren, hatte ich aber die Lust verloren.

Gruß

Marduk
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Boba Fett am 11.10.2012 | 10:24
Ich habe vor einiger Zeit Savage Athas (Dark Sun) gespielt und das lief ausgezeichnet.
Ist halt AD&D und damit ziemlich kompatibel.

Ich würde gern mal Savage Shadowrun spielen (nicht leiten) aber dafür fehlt mir ein Leidender. :)
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Pyromancer am 11.10.2012 | 13:18
Das einzige, was ich zu solchen Bemerkungen (a la "Savage Worlds geht ja voll nur für One-Shots. Und lange Kampagnen kann man damit gar nicht spielen. Geht nicht!") sage ist: Wir sind jetzt in der zweiten Kampagne, jeweils mit 40+ Sitzungen, und bei uns funktioniert das reibungslos.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: First Orko am 11.10.2012 | 13:35
Das einzige, was ich zu solchen Bemerkungen (a la "Savage Worlds geht ja voll nur für One-Shots. Und lange Kampagnen kann man damit gar nicht spielen. Geht nicht!") sage ist: Wir sind jetzt in der zweiten Kampagne, jeweils mit 40+ Sitzungen, und bei uns funktioniert das reibungslos.

I second that!

Ach...öhm..ich meine natürlich: "40 Sitzungen? Das sind ja nicht mal 15 Jahre! Da fängt eine Kampagne für mich erst an!" um mal Xemides zuvorzukommen  ~;D
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Feuersänger am 11.10.2012 | 14:41
Das einzige, was ich zu solchen Bemerkungen (a la "Savage Worlds geht ja voll nur für One-Shots. Und lange Kampagnen kann man damit gar nicht spielen. Geht nicht!") sage

Dann ist ja gut, dass das auch niemand behauptet hat, was?
Sorry falls ich etwas überempfindlich reagiere, aber mir kommt das als untergeschobener Strohmann vor.
Ich habe Kampagne mit SaWo probiert, war anfangs begeistert und nach hinten raus gelangweilt, was den mechanischen Aspekt betrifft.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: D. M_Athair am 11.10.2012 | 15:47
Ich hatte mal angefangen Warhammer Fantasy (Vorlage: RPG 1st/2nd + Mortheim) zu savagen.
Die Details waren noch nichtmal das Schwierige.

Was letztendlich zum Abbruch des Projekts geführt hat war Folgendes:
Ich habe mir nochmal angeschaut, was eine "Savage Version" für Auswirkungen auf das Spielerlebnis hat.
=> Die Charaktere werden kompetenter. check
=> Kämpfe werden in ihrem Ablauf gestreamlined. check
=> Bei Kampfhandlungen muss man relativ stark vom System her denken. meh
=> WC/Mook-Unterscheidung verleiht dem Ganzen einen "cinematischen" Anstrich. SC verlieren ihr "austauschbares" Element. Sie sind nun "Helden" nicht mehr "Abenteurer von Glücks wegen". meh
=> Der Zufall verliert (v.a. in Bezug auf Charaktererschaffung und -entwicklung edit: aber ausdrücklich nicht nur da) sein kreatives Element. meh
...

... kurzum: Bei nochmaligem Überprüfen bin ich darauf gestoßen, dass die Vorteile für mich die eine Konversion auf SW hätte, von den Nachteilen mehr als aufgefressen würden. Darum bin ich beim Original-System geblieben.



Trotzdem möchte ich gerne noch "The Savage Times of Alta California" - also Zorro - mit Savage Worlds umsetzten.
Ganz einfach, weil die Vorlage, bzw. die vielfältigen Vorlagen, zum Regelkonzpt von SW passt/passen.  
Die Hintergrundkonzepte lassen sich mit den Regelkonzepten von SW ohne wichtig Verluste umsetzten.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Sphärenwanderer am 11.10.2012 | 15:53
Ich hatte mal angefangen Warhammer Fantasy (Vorlage: RPG 1st/2nd + Mortheim) zu savagen.
Die Details waren noch nichtmal das Schwierige.

Was letztendlich zum Abbruch des Projekts geführt hat war Folgendes:
Ich habe mir nochmal angeschaut, was eine "Savage Version" für Auswirkungen auf das Spielerlebnis hat.
=> Die Charaktere werden kompetenter. check
=> Kämpfe werden in ihrem Ablauf gestreamlined. check
=> Bei Kampfhandlungen muss man relativ stark vom System her denken. meh
=> WC/Mook-Unterscheidung verleiht dem Ganzen einen "cinematischen" Anstrich. SC verlieren ihr "austauschbares" Element. Sie sind nun "Helden" nicht mehr "Abenteurer von Glücks wegen". meh
=> Der Zufall verliert (v.a. in Bezug auf Charaktererschaffung und -entwicklung) sein kreatives Element. meh
...

... kurzum: Bei nochmaligem Überprüfen bin ich darauf gestoßen, dass die Vorteile für mich die eine Konversion auf SW hätte, von den Nachteilen mehr als aufgefressen würden. Darum bin ich beim Original-System geblieben.
Für mich sind das ausnahmslos Pluspunkte. :) Die komplett zufällige Erschaffung bei WFRPG ist mMn das schlechteste System überhaupt.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: D. M_Athair am 11.10.2012 | 16:05
Die komplett zufällige Erschaffung bei WFRPG ist mMn das schlechteste System überhaupt.
Wie gesagt, das hängt allein von den persönlichen, subjektiven Bewertung ab. Für mich macht es mitunter den Reiz von WFRP aus. So sehr, dass ich das Setting niemals mit einem Charakter der nach GURPS'schem Pointbuy erstelllt wurde, spielen wollte.

Ich bin damals zu dem Ergebnis gekommen, dass der (bei nahezu jeder Konversion immer gleiche) Stallgeruch von Savage Worlds mir das Warhammer-Erlebnis versaut. Den Einfluss von SW aufs Spiel habe ich dagegen bei Star Wars gern gemocht und ich denke auch, dass Zorro + SW für mich stimmig ist.



Insgesamt ist meine Haltung zum "Savagen":
Man kann alles savagen. Aber nur bei machem macht es tatsächlich Sinn!
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Feuersänger am 11.10.2012 | 16:52
"Stallgeruch", das ist gut. ^^
War auch glaub ich mit ein Grund, warum ich irgendwann keinen Bock mehr auf SaWo hatte... egal was man spielt, es fühlt sich immer gleich an.

Davon abgesehen würde ich Warhammer, wenn überhaupt, am ehesten mit SaWo oder etwas Ähnlichem nochmal probieren -- aber garantiert niemals wieder mit dem ursprünglichen System (weiß nicht mehr, welche Edition ich probiert hatte; ich glaube 2nd), denn das war die totale Katastrophe. Da wäre gerade das, was du als "meh" bezeichnest, für mich eine eindeutige Verbesserung durch das savagen.

Tip: willst du WH mit austauschbaren Slapstickcharakteren haben, erschafft doch einfach Mooks als SCs. :p
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Grubentroll am 11.10.2012 | 17:27
"Stallgeruch" finde ich auch ein schönes Wort dafür.  ;D

Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Zwart am 12.10.2012 | 09:11
Ich finde es ja gut das viele diesen Stallgeruch indentifizieren können.
Denn es zeigt das viele zumindest schonmal in diesem Stall waren und sogar mal mit einem Pferdchen aus diesem Stall ausgeritten sind.
Das können viele andere Ställe nicht von sich behaupten.

Ok, jetzt habe ich die Metapher wohl überstrapaziert. ;)

Was ich sagen möchte:
Wer diesen Stallgeruch nicht mag, mag denke ich, einfach keine generischen Systeme. Denn es ist bei denen immer so das sich mechanisch alles gleich anfühlt. Das ist ja auch Sinn der Sache. Bei SaWo fällt das jetzt nur vielen auf, weil es SaWo so einfach macht das Ganze einfach mal auszuprobieren. Anders als bei anderen generischen Systemen die zu komplex für ein Experiment sind oder zu unbekannt oder abgehoben.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Marduk am 12.10.2012 | 11:36
Was ich sagen möchte:
Wer diesen Stallgeruch nicht mag, mag denke ich, einfach keine generischen Systeme. Denn es ist bei denen immer so das sich mechanisch alles gleich anfühlt. Das ist ja auch Sinn der Sache. Bei SaWo fällt das jetzt nur vielen auf, weil es SaWo so einfach macht das Ganze einfach mal auszuprobieren. Anders als bei anderen generischen Systemen die zu komplex für ein Experiment sind oder zu unbekannt oder abgehoben.

Das stimmt, SaWo ist recht simpel und läd damit natürlich zum Experimentieren ein. Es hat halt wie du schon sagtest den Nachteil vieler generischer Systeme, das es auf den ersten Blick recht Flavorarm wirkt (muss es ja auch, sonst wäre es ja nicht mehr so generisch) also ein gewisses Buy - In von Spielern und SL erfordert. War auch eines meiner Probleme mit meinem SaWo Gehversuch, die Spieler waren eigentlich nicht so daran interessiert und daher bestand der Kampf dann nur aus "Ich hau drauf... Mist schon wieder daneben." oder "Ich hau drauf... getroffen... mist schon wieder kein Schaden" Untote sind bei SaWo halt relativ tough und erfordern schon etwas taktischeres Spiel.

Nichtsdestotrotz finde ich SaWo sehr gut geeignet um z.B. D&D Settings zu convertieren, da hier nicht soviel verloren geht. Wie es mit dem Horror-Genre aussieht müsste ich erstmal noch für mich prüfen.

Gruß

Marduk
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Feuersänger am 12.10.2012 | 11:51
D&D, ernsthaft? Wo jeder Level 1 Kleriker mehr Zauber zur Auswahl hat als ein SaWo-Zauberer auf Heroic? Da geht nicht viel verloren?
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Voiata am 12.10.2012 | 11:59
Es kommt darauf an, ob man zwangsläufig alles über Zauber abwickeln möchte, was so an Möglichkeiten in Hinblick auf D&D machbar ist.
Eine ganze Menge kann das System SaWo auch über Ausprägungen leisten, wenn man möchte. Sonst nicht.

Ein Zauber, der sagt, öffne Türen? Kein Ding, auch per Fertigkeit möglich. Ausprägung Zauber.
Ein Zauber, der sagt, blitze und flamme und lenke Gegner ab? Kein Ding, ein Verstand-Trick.
Heile kleine Wunden? Fertigkeit Heilung, Ausprägung Zauber.
Usw.

Die schiere Zahl an Zaubern ist sicherlich weniger. Mit ein bischen Fantasie und Improvisationstalent ist allerdings das ein oder andere schaukelbar.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Marduk am 12.10.2012 | 12:09
D&D, ernsthaft? Wo jeder Level 1 Kleriker mehr Zauber zur Auswahl hat als ein SaWo-Zauberer auf Heroic? Da geht nicht viel verloren?

Wenn man die D&D Zauber mal auf ihre Kernkomponenten runterbricht, dann bleiben nicht mehr soviele unterschiedliche Zauber übrig und mit den Trappings kann man da aus den vorhandenen Zaubern von SaWo schon recht viel rausholen.

Gruß

Marduk
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Zwart am 12.10.2012 | 13:39
Zitat
Ein Zauber, der sagt, öffne Türen? Kein Ding, auch per Fertigkeit möglich. Ausprägung Zauber.
Ein Zauber, der sagt, blitze und flamme und lenke Gegner ab? Kein Ding, ein Verstand-Trick.
Heile kleine Wunden? Fertigkeit Heilung, Ausprägung Zauber.
Usw.
Ich bin kein Fan dieser Art von Trappings.

Aber auch ohne diese mMn zu weit getriebenen Trappings, fehlt mir persönlich nichts bei den kurzen Zauberlisten.
Bei DSA gibt es, mit allen Varianten mehr als 300 Zauber. Ein Charakter beginnt mit ca. 15 Zaubern, die er wirken kann.
Das verursacht natürlich bei vielen Umsteigern einiges Zähneknirschen.

Letztlich hat aber noch niemand irgendetwas vermisst mit dem ich im Wilden Aventurien unterwegs war. Denn es verhält so wie Marduk sagt. Heruntergebrochen auf die Wirkungen bleiben von den dröfzigtausend Zauber nur ein paar Effekte in unterschiedlichen Farben übrig.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: D. M_Athair am 13.10.2012 | 02:15
Was ich sagen möchte:
Wer diesen Stallgeruch nicht mag, mag denke ich, einfach keine generischen Systeme. Denn es ist bei denen immer so das sich mechanisch alles gleich anfühlt. Das ist ja auch Sinn der Sache. Bei SaWo fällt das jetzt nur vielen auf, weil es SaWo so einfach macht das Ganze einfach mal auszuprobieren. Anders als bei anderen generischen Systemen die zu komplex für ein Experiment sind oder zu unbekannt oder abgehoben.

Kann sein, kann aber auch nicht sein.
Savage Worlds besetzt bei mir eine eng gefasste Nische für eine relativ bestimmte Art von Settings.
Genauso, wie die cD&D-Familie (SWN, LabLord, LotFP), True20, HERO oder die W%-Familie.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Pyromancer am 13.10.2012 | 18:01
D&D, ernsthaft? Wo jeder Level 1 Kleriker mehr Zauber zur Auswahl hat als ein SaWo-Zauberer auf Heroic? Da geht nicht viel verloren?

Das ist tatsächlich ein Punkt, der mir bei meinem Savage-Midgard am ehesten fehlt: Die 371 Klein-klein-Zauber. So etwas kriegt man mit Savage Worlds nicht vernünftig umgesetzt, und das ist eine deutliche Änderung des Spielgefühls, die sicher nicht jedem gefällt.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Abd al Rahman am 14.10.2012 | 08:41
Meine Savage Myrkgard Umsetzung spielen wir mittlerweile seit Jahren (1x im Monat). Die Charaktere sind weit im legendären Bereich. Meine Lehre darau: Das nächste mal VIEL mehr Wert auf Trappings bei Zaubern und das ausarbeiten von arkanen Hintergründen legen.

Der gleichbleibende Stallgeruch wäre auch für mich ein Problem - Dazu liebe ich Tegeln einfach zu sehr. Das Savagen wende ich daher nur auf Settings an, bei denen die Originalregeln entweder so garnicht gehen (Perry Rhodan) oder zur geplanten Kampagne nicht passen (Midgard/Myrkgard)
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Kardohan am 14.10.2012 | 11:38
Das ist tatsächlich ein Punkt, der mir bei meinem Savage-Midgard am ehesten fehlt: Die 371 Klein-klein-Zauber. So etwas kriegt man mit Savage Worlds nicht vernünftig umgesetzt, und das ist eine deutliche Änderung des Spielgefühls, die sicher nicht jedem gefällt.

Wieviele nutzt man von diesen Klein-Klein-Zaubern wirklich? Regelmäßig, meine ich. Bei der Grobkörnigkeit von SW reduzieren sie sich sowieso meistens auf Tricks, Tests of Will oder Fertigkeiten mit einer Magie-Ausprägung.

SW hat da eben einen anderen Ansatz und das sollte jedem bei einer Konversion klar sein. Ein anderes System bedeutet da immer ein anderes Spielgefühl, manchmal mehr, manchmal weniger.

Wie ja schon anderenorts betont wurde, kann SW vieles aber eben nicht alles. Passt das Genre, passt auch die Conversion.

Der "Stallgeruch" ist kein Bug, sondern ein Feature, denn SW ist absichtlich aufr hohe Wiedererkennbarkeit ausgelegt. Es ist ideal für den gestressten arbeitenden Rollenspieler, der keinen Bock hat für jedes Setting ständig was komplett Neues zu erlernen. Da finde ich SW weitaus angenehmer als etwa Cortex, wo Smallville, Leverage und Marvel Heroic Roleplaying nur noch vage Gemeinsamkeiten haben.

Persönlich beschränke ich meine Conversions auf die Umsetzung von Abenteuern und Kampagnen, weniger auf Settings. Das liegt vornehmlich daran, dass ich nur Settings bespiele, wo ich die Originalsysteme trotz eventueller "Knackpunkte" immer noch passender finde. Gespielt habe ich dagegen schon einige, mit mehr oder weniger positiven Erfahrungen, was allerdings auch daran lag, daß ich die Originale garnicht oder nur wenig kannte.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Sphärenwanderer am 14.10.2012 | 11:44
Wenn es etliche Zauber gibt, die zusammengenommen einer Macht in SW entsprechen (bei Bannen z.B. mehrere verschiedene Antimagieeffekte) kann man auch einfach gleichzeitig viele verschiedene Ausprägungen derselben Macht haben, wenn diese keine Zusatzeffekte haben, sondern lediglich für sich genommen die Macht beschneiden. Brauchen tut man das allerdings nicht.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: tartex am 14.10.2012 | 13:20
Ich savage eigentlich gar nichts. Ich spiele nur verschiedene Settings nach Savage-Worlds-Regeln. Die Settings sind einfach eine Inspiriationsquelle, auf Basis derer ich mir eigene Abenteuer baue. Und die Spielercharaktere sind reine Savage-Worlds-Charaktere , die durch die Erschaffungsoptionen  des anderen Systems inspiriert wurden.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: YY am 14.10.2012 | 13:35
Wer diesen Stallgeruch nicht mag, mag denke ich, einfach keine generischen Systeme. Denn es ist bei denen immer so das sich mechanisch alles gleich anfühlt.

Das empfinde ich anders.

Bei GURPS ist zwar auch alles mechanisch weitestgehend gleich, aber trotzdem stellt sich da für verschiedene Settings ein spürbar anderes Spielgefühl ein.

Bei SaWo ist das nicht so, wobei ich auch nicht den Finger drauf legen kann, warum das so ist  :-\

Über Ausrüstung, Edges, Vor- und Nachteile etc. pp. bastele ich da auch nicht weniger am System als bei GURPS-Konversionen.


Ein Zauber, der sagt, öffne Türen? Kein Ding, auch per Fertigkeit möglich. Ausprägung Zauber.
Ein Zauber, der sagt, blitze und flamme und lenke Gegner ab? Kein Ding, ein Verstand-Trick.
Heile kleine Wunden? Fertigkeit Heilung, Ausprägung Zauber.
Usw.

Da wirds bei SaWo aber ganz schnell eng mit Punkten.
Gerade durch so viele kleine Fitzelzauber können Magier in anderen Systemen jede Menge Sachen, die sie eben nicht als Fertigkeit können.

Das kann man mit diesem Ansatz nicht abbilden.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Sphärenwanderer am 14.10.2012 | 13:49
Zitat
Das kann man mit diesem Ansatz nicht abbilden.
Will man ja aber auch nicht. Man kann natürlich die Machtpunkte-Regeneration drastisch runterfahren und sich Magier erstellen, die etliche Zauber mehr haben. Ob man den schnell ausgebrannten Schweizer-Taschenmesser-Magier dem dauerzaubernden Spezialisten vorzieht, ist sicherlich eine Geschmacksfrage. Ich präferiere klar letzteren.

Und Fitzelzauber, die keine wirklichen regeltechnischen Effekte haben (Reinigung von Kleidung z.B.) sind ohnehin nur Fluff, für den es mMn keine Werte bedarf.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: YY am 14.10.2012 | 13:59
Will man ja aber auch nicht.

Niemals nicht?

Es gibt schon einige Systeme, wo sich Zauberer gerade dadurch auszeichnen/abheben, dass sie so vielseitig sein können - und die müssen dann auch nicht unbedingt ständig "leer" rumlaufen.


Da hat man nur die Wahl, ob man das irgendwie mit recht großem Aufwand für SaWo umsetzt oder den Zauberer doch in die Universalform presst und in Kauf nimmt, dass sich das Spielgefühl dadurch deutlich ändert.

Paradebeispiel Deadlands Classic vs. Deadlands Reloaded.
Ja, bei Reloaded sind die Zauberwirker einheitlicher und einfacher.
Aber es geht auch jede Menge Atmosphäre verloren. So viel, dass manche Gruppen deswegen kein DL:R spielen (!).

Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Kardohan am 14.10.2012 | 14:23
Deadlands ist das Standardbeispiel einer (hausinternen) Conversion, wo der Schwerpunkt ein anderer wird. Classic ist was Details und Athmosphäre, Reloaded eher für schnelleres Spiel auch und gerade von größeren Konflikten. Ich spiele und mag beides.

Man muss sich eben über den unweigerlichen Geschmackswechsel im Klären sein.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Skeeve am 14.10.2012 | 19:10
Niemals nicht?

Es gibt schon einige Systeme, wo sich Zauberer gerade dadurch auszeichnen/abheben, dass sie so vielseitig sein können - und die müssen dann auch nicht unbedingt ständig "leer" rumlaufen.


Da hat man nur die Wahl, ob man das irgendwie mit recht großem Aufwand für SaWo umsetzt oder den Zauberer doch in die Universalform presst und in Kauf nimmt, dass sich das Spielgefühl dadurch deutlich ändert.

Wie spielt es sich eigentlich mit der Settingregel "Keine Machtpunkte" aus SW:GER?
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Kardohan am 14.10.2012 | 20:00
Wie spielt es sich eigentlich mit der Settingregel "Keine Machtpunkte" aus SW:GER?

Schon mal einen Heahwisard oder überhaupt einen Zauberer in Hellfrost gespielt?

Gut eigentlich, wenn man die Vorbereitungsrunde nutzt und seine Magie für längeres Aufrechterhalten plant.  Dadurch ergeben sich insbesondere Folgen für Buffzauberer, die etwa mit Eigenschaft stärken die Kämpfer morgens aufpushen und per Unsichtbarkeit bzw. Gestaltwandel unerkannt rumrennen können. Von den Möglichkeiten mit Graben wollen wir mal nicht reden.

Die Magie erreicht dadurch ein deutlich höheres Machtniveau, gerade weil man eigentlich beliebig viele knackige Zauber wirken kann (Kegelschlag etc). Man muss nun definitiv auf Konzentrieren und Aufrechterhalten von Zaubern achten, sprich jedes Angeschlagen und jede Verwundung des Zauberers im Auge haben. In der Praxis ist das aber nicht so schlimm.

Es gleicht sich dadurch aus das Freund und Feind nun mächtige Zauber wirken und aufrechterhalten können. Wenn die Spieler mal wieder einen Machtrausch bekommen, reicht ein simpler Orkschamane, der ihnen mit einem simplen Bündel Geschosse in die Schranken weist.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Skeeve am 15.10.2012 | 00:51
Überhaupt noch nie Hellfrost gespielt....
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Kardohan am 15.10.2012 | 05:58
Das erklärt dann deine obige Frage. :D

Ist ja auch kein Muss, genausowenig wie man Deadlands gespielt haben muss.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Skeeve am 15.10.2012 | 23:31
Ich hatte da oben vielleicht auch den zitierten Teil von YY mit dem 'ständig "leer" rumlaufen' falsch verstanden. Bei meiner Frage nach der Settingregel dachte ich, das "leer bezog sich auf vielseitige Zauberer die gerade mangels Machtpunkte nicht mehr Zauber können.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Dragon am 17.10.2012 | 20:49
Also:
Demonwright gesavaged bzw. mit sehr großem eigenen Touch, läuft seit langem jetzt super - bald gehts so richtig ans Dämonen schnetzeln :D
eigenes Sci-Fi-Setting aufgebaut - lief eher mit mäßig erfolg und wurde eingestellt, was aber nicht an SW lag, sondern eher an dem sandboxigem Ansatz
Shadowrun - lief super, da ist es an der Spieleranzahl gescheitert
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Odium am 22.10.2012 | 11:36
eigenes Sci-Fi-Setting aufgebaut - lief eher mit mäßig erfolg und wurde eingestellt, was aber nicht an SW lag, sondern eher an dem sandboxigem Ansatz

Sandboxen und Savage Worlds finde ich generell etwas kompliziert, gerade wenns darum geht, wer eine Wildcard und wer ein Extra ist, und sich das ja eigentlich auch, je nach Situation ändern können sollte...
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Oberkampf am 30.10.2012 | 20:08
Ich habe angefangen den PF Adventure Path Carrion Crown zu savagen.

Da wäre ich gerne an weiteren Infos interessiert. Horror ist zwar sonst nicht so meins, aber mit SW sehe ich Potential. Konvertierungen anderer PF-Pfade würden mich auch interessieren (meine Evernight-Runde geht bald beendet, und ich suche für die Gruppe eine Fortsetzung bzw. einen Neuanfang).
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: knörzbot am 30.10.2012 | 20:12
Sandboxen und Savage Worlds finde ich generell etwas kompliziert, gerade wenns darum geht, wer eine Wildcard und wer ein Extra ist, und sich das ja eigentlich auch, je nach Situation ändern können sollte...
Na ja, so schwierig scheint es nicht zu sein. 50 Fathoms, Sundered Skies oder auch Slipstream sind Sanboxes und scheinen zu funktionieren.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Odium am 30.10.2012 | 20:46
Dann haben wir wohl verschiedene Definitionen von Sandbox.

SuSk ist zwar sehr offen, eine Sandbox ist es mMn aber nicht.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: tartex am 30.10.2012 | 20:51
Und warum sind Wildcards schwerer zu setzen?

Unabhängig davon: in einer Sandbox haben auch verstreute Abenteuer Platz...
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Kardohan am 31.10.2012 | 01:51
Weder 50F noch SuSk sind Sandboxes, sondern Plot Point Campaigns. Bei einer Sandbox erspielen sich SL/Spieler die Welt und die Kampagne, da weiss eigentlich keiner was kommt. Bei einer PPK gibt der Autor/SL die Abenteuerstruktur vor, in deren Lauf man sich die Welt erspielt. Hier weiss man grob, was am Ende kommt.

Was allerdings nicht heisst, daß man 50F bzw. SuSk nicht "sandboxig" spielen kann. Einige tun es ja und tummeln sich abseits ausgetretener Plotpfade. Dröselt man die starre PPK auf, ist auch ein Erspielen der Kampagne möglich. Reizvoll ist dieser Ansatz insbesondere, wenn man sich sandboxig auf verschlungenem Pfad einer Savage Tale nähert und diese mit völlig anderen Voraussetzungen, Ansätzen und Endlösungen erspielt.

Ich bin eh kein Freund von solchem Schubladendenken. Denn seien wir mal ehrlich, am Spieltisch folgt doch kein Spiel der Reinen Lehre (tm). Wenn der SL einen Taug hat, etwas Zeit investiert, nicht starr dem Skript folgt und die Spieler eigeninitiativ mitmachen, kommt am Ende eine wilde Mischung aus Adventure Path, Scripted Campaign, Serialized Campaign, Plot Point Campaign und Sandbox dabei raus. Hauptsache ist doch, das es Spaß macht.

Warum es schwierig sein soll in einer Sandbox einen Wild Card zu platzieren, erschließt sich mir nicht. Man muss einfach nur vom "Storydenken" weggehen und diesen Status als reine Regelmechanik/Mächtigkeit begreifen. Es geht beim sandboxigen Hellfrost ja auch. Da wechselt ein NPC nicht alle Naselang von Extra zu WC und zurück, nur weil er mal nicht die Erste Geige spielt.
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Darkling ["beurlaubt"] am 14.11.2012 | 16:35
Ich habe angefangen den PF Adventure Path Carrion Crown zu savagen.
Da wäre ich gerne an weiteren Infos interessiert.
Ich ebenso!
Lohnt sich dafür vielleicht sogar ein eigener Thread? :)
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Marduk am 12.12.2012 | 17:06
Ich ebenso!
Lohnt sich dafür vielleicht sogar ein eigener Thread? :)

Sorry, hab ich leider überlesen. Gibt da nicht viel zu erzählen, da das ganze recht schnell wieder eingeschlafen ist, lag aber nicht an SaWo, sondern an anderen Sachen. Eigentlich muss man nur die Monster in entsprechende Äquivalente Konvertieren und schauen, daß man nicht unbedingt Boss Fights gegen einzelne Gegner bringt, sondern immer noch ein zwei Minions mit ins Spiel bringt. Eoinziges Problem, wo ich mir noch nicht so sicher war wie ich es jetzt genau lösen soll, waren im Endeffekt die Magic Items, da bei SaWo alleien schon ein +1 Bonus ein größerer Deal als bei Pathfinder ist. Hier sollte man dann eventuell etwas zurückfahren und Items mit netten Edges einbauen.

Einzige Warnung die ich geben muss ist, daß Carrion Crown recht untotenlastig ist, was bei einer Gruppe welche nicht so SaWo erfahren ist dazu führen kann, daß Kämpfe sich etwas ziehen, die +2 Toughness machen schon ganz schön was aus.

Gruß

Marduk
Titel: Re: Was waren eure Erfahrungen damit etwas zu "Savagen"
Beitrag von: Chief Sgt. Bradley am 17.12.2012 | 19:04
Ich savage zur Zeit mein eigenes Setting und habe damit so unglaublich viel Spaß. Wir spielen es jetzt schon seit Mai 2012 und auch das Leiten und Spielen macht mir richtig viel Spaß. :d

Gespielt habe ich schon einige OneShots, Eigenbauten, Hellfrost und Rippers und ich finde, dass sich Savage je nach Setting schon enorm unterscheidet. Allein die Settingregeln wie sie im Grundbuch beschrieben sind und die Stellschrauben (viele Bennies - wenig Bennies, Benniearten, etc.) führen mMn doch zu sehr unterschiedlichen Spielgefühlen.