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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: lunatic_Angel am 20.10.2003 | 18:42
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Hmm, in jedem neuen Legenden Thread kommts am ende doch fast drauf raus, dass der "goldene" Mittelweg das Spiel erst ausmacht.
Aber sind wir nicht alle einig, dass Durchschnitt lahm is? Is es wirklich erstrebenswert, dass alle nach der goldenen Mitte Streben oder is es auch ganz nützlich wenn mal wer aus der Reihe tanzt?
So als Beispiel dann eben mal die ganz doofen aber erfolgreichen Ideen. Oder sonstige Ausreißer?!?
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Ichwerd mal philosophisch:
Der goldene Mittelweg ist immer der erstrebenswerte.
Aber meistens nicht der realistische...
Wer läuft schon auf Idealen Wegen durchs Leben?
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Extremismus ist nie gut, weder in der Politik noch in der Religion noch beim Rollenspiel.
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fundamentalistische Rollenspieler?
Fällt mir nur der Elch zu ein! ;D
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fundamentalistische Rollenspieler?
Fällt mir nur der Elch zu ein! ;D
Den meinte ich auch ::)
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Na ich denke schon, dass jeder beim Rollenspiel unterschiedliche Vorlieben hat, und das ist auch gut so. Und ich denke darüber hinaus, dass es auch für eine konkrete Person keinen "optimalen" Weg des Rollenspiels gibt, nicht mal theoretisch. Geschweige denn für eine ganze Gruppe. Es sei denn, man wollte es als "goldenen Mittelweg" bezeichnen, dass man mal die eine Vorliebe bedient und mal die andere.
Ich persönlich mag es, meinen Spielstil gelegentlich mal auch recht drastisch zu ändern. Ich weiß auch, dass wenn ich mit unterschiedlichen Leuten spiele, ein unterschiedliches Spiel dabei rauskommt. Um mal wieder philosophisch zu werden: die Balance zwischen den unterschiedlichen Vorlieben - sowohl den eigenen als auch denen der anderen Spieler - ist nicht wie eine Waage, sondern wie ein Pendel!
Ich gebe Luni recht, es ist langweilig, immer nur durch die Mitte zu gehen, man sollte auch mal links und rechts wandern. Gerade, wenn man die selben Gegenden häufiger durchquert. (Okay, man kann eine Metapher auch überstraßazieren...)
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Da fast alle Rollenspieler die ich kenne Ihre "Macken" haben, gibt es keinen Mittelweg der beschritten wird.
Jeder geht mal extrem in eine andere Richtung und verläßt den Mittelweg. Aber da alle Ihren Spaß haben sollen, wird man sich trotzdem immer irgendwo in der Mitte treffen. Schließlich spielen wir ein Gesellschaftsspiel und da sollen alle Ihren Spaß haben. Ich verstehe den Mittelweg also eher als den Weg, der gegangen wird um allen Ihren Spaß zu gönnen. Drum kann dieser Weg auch oft sehr kurvig sein.
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Der Mittelweg soll als Synonym für den "ausgeglichenen Weg" zwischen zwei extremen Positionen darstellen. Da die Vorstellung, was "ausgeglichen" ist, wieder subjektiv empfunden wird, wird jeder seinen eigenen Mittelweg finden müssen.
Von daher ist der Mittelweg Utopie, da nicht objektiv messbar und von Person zu Person unterschiedlich...
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Hmm... eventuell könnte das zu diesem Thread passen:
Was mich immer erstaunlich annervt, sind Spieler, die extremst extreme Charaktere haben wollen, die die Ausnahme der Ausnahme darstellen, obwohl sie noch längst nicht alles ausprobiert haben.
Das krasseste, was ich da erlebt habe, war ein Spieler, der so gut wie noch nie vorher SR gespielt hat, aber gleich einen Zwergenghul mit dem Vorteil "Menschliches Aussehen" haben wollte und in meiner 7te See-Runde auf einen Sidhe-SC bestand.
Andere Charaktere waren ihm zu langweilig.
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Du Boba, das sind hier Rollenspieler und keine Philosophen *g*
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Du Boba, das sind hier Rollenspieler und keine Philosophen *g*
Sicher? ;D
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Du Boba, das sind hier Rollenspieler und keine Philosophen *g*
Sicher? ;D
Klaro, hab schließlich hier grad so nen XTC Elfen von CP neben mir der mir das bestätigt hat ;)
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Irgendwie glaube ich daß viele Rollenspieler sich um Philosophie gedanken machen... Weil es ja integraler Teil des Rollenspiels ist, vielleicht auch mal andere Philosophien zu vertreten.
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Mittel ist langweilig. Keine Philosophen ist langweilig. Konsens ist langweilig. Und überhaupt.
Siehe Disclaimer.
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Ist Dir langweilig?
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Also, ich bin ja verbriefter Geisteswissenschaftler und damit Philosoph.
Aber ich langweile mich auch nicht.
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Ist Dir langweilig?
Jetzt nicht mehr. Jetzt habe ich ja einen Kopfgeldjäger zum Spielen... ;D ;D
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Hmm, in jedem neuen Legenden Thread kommts am ende doch fast drauf raus, dass der "goldene" Mittelweg das Spiel erst ausmacht.
Wie schon gesagt... Extreme sind sehr schlecht.
Salz ist lebensnotwendig, aber zuviel davon schadet auch.
Aber sind wir nicht alle einig, dass Durchschnitt lahm is? Is es wirklich erstrebenswert, dass alle nach der goldenen Mitte Streben oder is es auch ganz nützlich wenn mal wer aus der Reihe tanzt?
Warum muss der Durchschnitt lahm sein?
Bloss weil er nicht "auffaellt"?
Finde ich nicht, denn was waere Holmes ohne Watson, Batman ohne Alfred, ...
Alles "unauffaellige" Leute ohne die der "Held" deutlich mehr Probleme haette.
Ich kenne durchaus einige Systeme in denen die Charaktere nicht viel besser sind als ein "Durchschnittsmensch" und trotzdem erfolgreich sein koennen.
Im Gegenteil. Diese Leute sind oft faehiger als die "Helden" die einfach die naechste Megawaffe oder den Hyperspruch auspacken und die Gefahr pulverisieren.
Wer es trotz mangelnder Mittel trotzdem schafft erfolgreich zu sein DER ist ein Held.
(Nicht umsonst gehoeren Mystery Men und Zoolander zu meinen Lieblingsfilmen)
Oder wie es einer meiner Charaktere (ein Mensch ohne irgendwelche "Kraefte" in einer Gruppe voller Vampire und Werwesen) regelmaessig gesagt hat:
With Great Power comes Great Stupidity.
Wer die Macht hat mit einem Fingerschnippen alles zu aendern wird sich keine Gedanken darueber machen wie es auch anders (mit weniger "Kraftaufwand" dafuer aber komplizierter) geht...
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hmmm...mittelweg....
besetht mittelweg daraus dass einer der spieler (abwechselnd) immer irgendwohin geht und die anderen hinterherlatschen?
nun zumindest sah meien alte rudne so aus.
die waren wie neugierige tintenfische oder die bevölkerung von ank-morpork (für die pratchtet-leser):
irgendwo gibts was interessantes oder irgendwer hat ne interessanet idee und alle machen mit, entweder um zu helfen oder sich an der vorstellung zu erfreuen!
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Wers nicht glaubt:
Schafft Euch einfach mal einen Müllmann, einen Postboten, einen Steuerfachangestellten und einen Busfahrer und spielt Hunter oder Cthulu oder sowas.
Es macht Megalaune. Gerade weil die Charaktere nichts aussergewöhnliches können, fangen die Spieler wieder an, selbst zu denken, statt sich auf die Fähigkeiten ihrer Charaktere zu konzentrieren...
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Hmm, also bislang denke ich hat Vermi noch am besten kapiert, was ich eigentlich wollte. ;) :D
Hmm, sagen wir mal so sicher sind übertrieben Extreme doof und machen bestimmt auch viel kaputt, aber die wollte ich doch gar nicht. Ich dachte eher an sowas wie gemäßigte Ausreißer.
Weil mal ehrlich, Mittelweg, man trifft sich immer in der Mitte und die Mitte is bekanntlich ziemlich schmal, also bleibt sich doch alles gleich und erstarrt dann irgendwann in Routine und das is ja doch tödlich oder nicht?
Mittelweg is doof, wenn dann bitte ne Mittelhauptstraße. ;) ;D
P.S. Fredi, nur langweilige Menschen erkennen Langeweile *kicher* ;) *duck und weg*
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P.S. Fredi, nur langweilige Menschen erkennen Langeweile *kicher* ;) *duck und weg*
Tz, tz, tz kleine Luni:
Mittelweg is doof
Und nur doofe Menschen erkennen doofe Sachen! :P Ha, reingefallen! ;D
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P.S. Fredi, nur langweilige Menschen erkennen Langeweile *kicher* ;) *duck und weg*
Tz, tz, tz kleine Luni:
Mittelweg is doof
Und nur doofe Menschen erkennen doofe Sachen! :P Ha, reingefallen! ;D
Och Fredi, doof darf man ruhig sein, man muß sichnur zu helfen wissen ;)
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Hmm, sagen wir mal so sicher sind übertrieben Extreme doof und machen bestimmt auch viel kaputt, aber die wollte ich doch gar nicht. Ich dachte eher an sowas wie gemäßigte Ausreißer.
Weil mal ehrlich, Mittelweg, man trifft sich immer in der Mitte und die Mitte is bekanntlich ziemlich schmal, also bleibt sich doch alles gleich und erstarrt dann irgendwann in Routine und das is ja doch tödlich oder nicht?
Das was du beschreibst ist im Mittelweg schon enthalten. Er wird ja schließlich nicht aus genau definierten Größen mathematisch exakt ermittelt, sondern ergibt sich aus den ständig im Wandel begriffenen Vorstellungen aller Beteiligten. Die werden auch nicht immer alle gleich stark gewichtet, so dass mal der eine, mal der andere Spieler mehr Einfluss darauf hat. Was für die eine Gruppe der Mittelweg ist, kann für die nächste absolut extrem sein (oder sogar schon für die selbe Gruppe ein paar Wochen oder Monate später). Es gibt also nicht den einen schmalen, geraden Mittelweg wie du ihn beschreibst, sondern eine Vielzahl von gewundenen Mittelwegen, die, wenn man sie überlagert, zusammen auch wieder recht breit sind.
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Eine Gruppe sollte sich - wenn sie länger miteinander spielen will - , wenn schon nicht auf dem Mittelweg, dann doch zumindest auf derselben Straße befinden. Wenn die eine Hälfte Blubberblasen-RPG spielen will und die andere auf düstere Tragik steht, dann gehen die sich gegenseitig sehr schnell auf den Keks, vor allem, wenn sie nicht nach einem gemeinsamen Konsens suchen...
"Durchschnitt" klingt vielleicht langweilig, aber wenn einer ständig aus der Reihe tanzt, hat der vielleicht Spaß, aber der Rest wohl eher weniger (wenn der Rest auch Spaß hat, dann ist schon wieder ein Konsens erreicht, und wir befinden uns wieder auf dem Mittelweg... ). Und ich finde es angenehmer, wenn die ganze Gruppe Spaß hat...
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@Luni: Warum nicht "duestere Blubberblasen"? ;D
Persoenlich finde ich es am Besten, mal ganz neben der Spur zu spielen und manchmal auf dem "goldenen" Mittelweg; also das, was gerade nicht so "geplant" war.
*Immer* dasselbe zu spielen, *das* finde ich langweilig.
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@Wodisch: Düstere Blubberblasen wären ein Kompromiß... willkommen auf dem Mittelweg!!
Und ich will bestimmt nicht immer dasselbe spielen - ich will nur, daß die Gruppe sich einigermaßen einig ist, welchen Stil sie spielt. Wir haben auch schon von düsterem Dämonenschlachten auf Kiddie-Geblubber umgeschaltet, aber da war immer ein Konsens vorhanden...
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Was für düstere Dinger Wodisch?
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Erlaubt ist was Spaß macht. Wen interessiert es da, ob es sich um einen Mittelweg oder ein Extrem handelt?
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Nur durch das Kennen des Mittelweges kannst du die Extremen erfassen.
Der Mittelweg ist lediglch der Ausgangspunkt bei dem Ausloten von Extremen.
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Jetzt wird's aber philosophisch.
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Der Weg zum Wunsch ist das Ziel der Vorstellung
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@Dailor:Eher mathematisch: