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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Selganor [n/a] am 22.10.2003 | 13:05

Titel: Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Selganor [n/a] am 22.10.2003 | 13:05
Kommt es mir im Moment nur so vor oder erlebt das Superheldengenre gerade wieder eine Renaissance?

Die zahlreichen Superheldenfilme:
- X-Men (und Nachfolger)
- Spiderman (und Nachfolger)
- Hulk
- Daredevil (und Nachfolger)
- Charlies Angels 2 (war eindeutig "Superhelden")
und "Die Braut" in Kill Bill ist ja auch nicht mehr "normal" ;)

Fernsehserien:
- Mutant X (ok, darueber kann man streiten)
- Smallville (IMHO eine der besten Serien ihrer Art)
- Birds of Prey (zwar umstritten aber mir gefaellt's)
- Buffy/Angel fallen ja auch (am Rande) ins Genre
die fallen mir spontan ein.

Aus den Comics bin ich schon LANGE draussen (in letzter Zeit so gut wie nur noch Manga), aber AFAIK laufen die auch noch gut.

Superheldensysteme der letzten Zeit:
- Marvel Universe (eine echte Neuerung)
- Champions (der Klassiker kehrt zurueck)
- Mutants & Masterminds (auch d20 kann Superhelden machen)
- verschiedene andere (von mir nicht namentlich genannte d20-Versuche fuer Superhelden)
- Beyond Human (Superheros Eden Style)

Und um das ganze nicht einfach so als Ansammlung von "Superzeug" stehen zu lassen:

Wie ist eure Meinung zu Superhelden im Rollenspiel?

Habt ihr schon irgendwelche Superheldensysteme gespielt oder wuerdet das tun?

Wenn nein, warum nicht?
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: 1of3 am 22.10.2003 | 15:38
Ich hatte mal bei einer Runde X-Men nach BESM teilgenommen. Ist aber schnell wieder eingeschlafen.

Mir gefällt das Genre und Marvel Universe müsste die nächsten Tage in meinem Briefkasten landen.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Boba Fett am 22.10.2003 | 19:18
Naja, die Superhelden sind jetzt an der Reihe.
Das Millenium ist vorüber und alle Weltuntergangsängste sind vorbei, also ist Mystik und dergleichen unmodern. Jetzt stehen wir am Beginn der neuen Ära, sind stark und können großes in diesem Jahrtausend vollbringen.
Also wirds Zeit für die Superhelden, die eben das verkörpern.
(Die erste Superheldenära war in Comics nach dem 2. Weltkrieg, in ähnlicher Stimmung...)

Ich habe einmal Trinity gespielt, was ja Superhelden ähnlich ist, allerdings fühlt man sich da nicht wirklich als "Held".
Ansonsten ist Superheldenkram nicht so mein Ding. XMen wäre noch okay, aber so in Richtung Spiderman oder Supi, nee, lieber nicht.
Obwohl, Batman auf Feng Shui könnte interessant sein.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Dash Bannon am 23.10.2003 | 13:25
hab mal Feng Shui gezockt, allerdings nur einmal, das war zwar ganz nett und es macht natürlich Spaß ein überlegener Char zu sein, aber auf Dauer wäre das nichts für mich.
Ich mag da eher die kleinen Verlierer, bzw. die Chars die zwar was draufhaben, aber nicht übermenschlich sind.
Superhelden-RPGs wären für mich so als Conalternativen in Ordnung, längerfristig könnte ich damit wohl nichts anfangen.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Selganor [n/a] am 23.10.2003 | 13:42
Es kommt immer darauf an WAS das fuer eine Runde ist.

Wenn ich da an unsere Champions-Runden bei Seishiro denke da hatten wir pro Sitzung zwei "Konflikte", einen als die Superhelden und einen als die "Normalen Menschen".

IMHO waren die "Konflikte" der normalen Leute VIEL heftiger, da man sich dort nicht einfach auf die Superkraefte verlassen kann...
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Dash Bannon am 23.10.2003 | 13:46
...IMHO waren die "Konflikte" der normalen Leute VIEL heftiger, da man sich dort nicht einfach auf die Superkraefte verlassen kann...

jo, so hatte ich das ja auch irgendwie gemeint, klar ist es schön, wenn ich zehn Mann auf einmal verhauen kann, aber stimmungsvoller oder sagen wir reizvoller, ist es wenn mein Char eigentlich unterlegen ist oder wenn es eben auf der Kippe steht.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Selganor [n/a] am 23.10.2003 | 13:49
GERADE in Superheldensystemen sind deine "ernsthaften" Gegner meistens VIEL heftiger als du. (da man da selten irgendwelche "Limits" hat), man ist also auch als Spuerheld oft genug der "Underdog".
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Dash Bannon am 23.10.2003 | 13:55
dann spielt man ja auch keinen Superhelden mehr, man ist eben nicht mehr Super, sondern wieder nur der kleine Underdog..
vielleicht kommt es ja auch immer nur auf das Verhältnis von Fähigkeit des Helden/Chars zum Herausforderungsgrad des Abenteuers/Oberbösewichts an..
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Fanti am 23.10.2003 | 14:18
...also eine Art "Wettrüsten" :)

Bei Fantasy-RPGs spiele ich lieber Chars in den niedrigeren "Mittelleveln" als die Hochlevel-Chars, die nur noch gegen Dämonen, Drachen und Oberböse kämpfen und ständig die Welt retten - ist irgendwie langweilig!
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Lord Verminaard am 23.10.2003 | 21:02
Ich hab mal ein paar Sitzungen "Brave New World" gespielt, da sind die Charaktere eine Art abgemagerte Superhelden, Mutanten mit einer speziellen Kraft, aber nicht so überirdisch, dass einer von ihnen nicht von ein paar fitten "normalen Menschen" noch geknackt werden könnte. Die Runde war eher durchwachsen, lag wohl aber auch am SL und an den Regeln...

Ich spiele schon gerne mit hohem Powerlevel, einige Vampire-Charaktere sind ja auch nicht mehr weit vom Superhelden entfernt. Ich hätte allerdings wenig Bock, einen der bestehenden Marvel-Heroes oder X-Men zu spielen, es müsste dann schon was eigenes sein.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Roland am 25.10.2003 | 08:56
Superhelden sind ein interessantes Genre, in vielen Rollenspielen, ob D&D oder Werewolf und Mage, spielt man welche, ohne das es explizit gesagt wird.

Ich habe eine Kampagne Aberrant gespielt, mit einem Charakter der eher in die Batman-Richtung ging, kaum extravagante Superkräfte, dafür viele übermenschliche Eigenschaften und Fertigkeiten. Der Rest der Gruppe war recht bunt gemischt.



Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Joerg.D am 26.10.2003 | 04:10
Also bei Exaltet sind die Charaktäre definitiv Superhelden, aber Sie Dürfen Ihre Kräfte nicht öffentkich zeigen, weil Sie sonst gejagt werde´n. Definitiv ein super Setting.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: 1of3 am 26.10.2003 | 09:40
Naja, die Superhelden sind jetzt an der Reihe.
Das Millenium ist vorüber und alle Weltuntergangsängste sind vorbei, also ist Mystik und dergleichen unmodern. Jetzt stehen wir am Beginn der neuen Ära, sind stark und können großes in diesem Jahrtausend vollbringen.

Das seh ich genau anders. Für mich sind diese Hoffnungen mit dem Ende der 90er eher gestorben. Die UNO verfällt in die Bedeutungslosigkeit, die USA mausern sich zur Hegemonialmacht, etc.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Meister Analion am 26.10.2003 | 11:20
Ich würde Superhelden ein wenig anders definieren. Charlies Angels und Buffy sind zwar heftig, ich würde sie aber eher mit high-level Chars vergleichen. Bei Superhelden denke ich an Typen mit (bestimmten) übermenschlichen Kräften und bunten Kostümen, die sich aber nie weiterentwickeln, das finde ich eher langweilig.
Außerdem bin ich hardcore old-school: Fantasy oder gar nix!
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: 8t88 am 5.11.2003 | 12:33
Also bei Exaltet sind die Charaktäre definitiv Superhelden, aber Sie Dürfen Ihre Kräfte nicht öffentkich zeigen, weil Sie sonst gejagt werde´n. Definitiv ein super Setting.

Jo, sind sie, aber sie sind keine Superhelden, sondern Halbgötter ;)

Und alle werden auch nicht gejagt, aber das gehört ins Systemspezifische :)

Also, was ich eigentlich sagen wollte:

Ich finde ein hohes Powernivau auf jeden fall gut!
Es macht mir einfach Spaß, so zu spielen... bzw. so zu leiten (zum spielen komme ich ja nie :()

Meine "Highpowersysteme" sind da:
Marvel Universe
Exalted
Und, je nach dem: Liquid.

Was man sich bei dem ganzem "Larger than life" vor Augen halten muss, dass das Maß an Dramatik unglaublich zunimmt, und die logik ausser kraft setzt...
der "dungeon" mmuss halt was größer sein, denn wenn ich einen 15 Meter Abgrund dahinstelle, ist das für den Hulk oder Spidey ein Witz, und kein Hindernis, wie für eine "standard-Low-Fantasy-Truppe".

Ich stoße in letzter Zeit regelmäßig an meine grenzen, was teifgründige Geschichten angeht, wenn ich anfange Highpower zu leiten.

Es ist einfach so, dass diese Charaktere nicht nur in ihren werten "aus dem Rahmen fallen".
Wer möchte denen denn die Stirn bieten?

Wenn ich dem Punisher-spieler damit dorhe, dass er in den Knast  kommen könnte, dann lacht der mich doch schon aus.

So müsste man entweder den dämpfer verstärken (in Exalted geht das in einer Solar Gruppe ganz gut, denn die feinde die "das gesetz" darstellen sind selber Highpowered".)

Aber im allgemeinen sind die Konsequenzen für diese Helden minimal.

Also spinnt man entweder Weltumspannende plots, oder muss die chars persöhnlich angraifen (2 weitere mittel zu dem starkem dämpfer)  wie es zB spidey sehr oft passiert.
(Zitat: Spider-Man ist unverwundbar, aber Peter Parker können wir vernichten...)

Wer lust hat, sich ein wenig damit zu befassen, und seine Geschichten nicht Flach werden lässt, der kann garantier eine Menge Spaß damit haben.


Ein weiteres Problem ergibt sich, dass man die Faszination für siene aktionen halten muss... auf die dauer gewöhnen sich die spieler an so weite sprünge, und die Faszination geht flöten.

Also sollte man die CHars immer mal ans limit ihrer fähigkeiten bringen, damit sie "herausforderungen" haben.

Alles in allem, finde ich ist Highpower schwer zu leiten, wenn es um "standard sachen" geht, wenn man keine limits setzt, wo einem die eigenen Kräfte zum verhängnis werden können.
Wenn man nicht überlegen muss, welche konsequenzen es hat, dass man XYZ mit seiner Power macht, und das auf dauer so ist, wird das Superheldenspielen sehr schnell langweilig.
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Boba Fett am 5.11.2003 | 12:45
Ein wichtiges Element im Superhelden Genre ist die Psyche des Helden...
Natürlich lacht sich der Punisher bei Verhaftung "tot" aber seine Charakterisierung lässt nur bestimmtes Verhalten zu. Ebenso bei Batman, Spiderman oder Supi...
Das gleiche gilt bei Herausforderungen...
Lass Supi den kleinen Lex Luthor erwischen... Wenn der damit droht, eine Stadt nuklear zu verseuchen wird Supi GAR nichts tun. Und schwupps wirds interessant.
Es sind selten die "Power" Herausforderungen sondern meistens die Zwiespälte die die Superhelden interessant machen...
Titel: Re:[Superhelden] Typen & Gruppen
Beitrag von: 8t88 am 5.11.2003 | 15:16
Hmmm frei nach dem Motto:
Zitat
"Your Havocstaff can't defeat me!"
"Pehaps not... but I sense that you value the Kings life.
In fact. I would venture to say, you're putting more Value on his life, than on bringing me to justice...
One blast and the King falls to his Doom!"
Titel: Re:[Superhelden] Typen & Gruppen
Beitrag von: Boba Fett am 5.11.2003 | 15:40
zum beilstiel!
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Bitpicker am 6.11.2003 | 14:02
Das Superhelden-Genre ist im Bereich der Comics stark wiederbelebt worden, hat aber dabei auch eine gewisse Überarbeitung erfahren; League of Extraordinary Gentlemen, Stormwatch / Authority, Spawn, Top Ten sind nur ein paar Beispiele dafür.

Was mich mal interessieren würde, wäre ein (mit wahrscheinlich jedem bereits existierenden System realisierbares) Superhelden-Spiel nach Alan Moores Top Ten: ein Polizeirevier mit Superhelden in einer Welt, auf der jeder ein Superheld ist...

Robin
Titel: Re:Superhelden im Rollenspiel
Beitrag von: Kardinal Richelingo am 6.11.2003 | 14:07
nun seit spiderman habe ich nur wenig superheldencomics gelesen. spielen würd ich sie durchaus, ich habe ja fast alles für M&M und das finde ich irre fanatsievoll ! deshalb würd ich es auch spielen aber nur abgeändert, in einer eigenen Welt.